Archiv für den Tag: 7. Juli 2013

Ironman Frankfurt: Eneko Llanos gewinnt

Der spanische Triathlet Eneko Llanos gewann in Frankfurt/Main den Ironman und wurde dadurch gleichzeitig Europameister. Der Baske brauchte für die klassische Ironman Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) 7:59:58. Der Hannoveraner Jan Raphael kam als Zweiter ins Ziel. Das Traditionsrennen verzeichnete bei seiner 12. Auflage einen Teilnehmerrekord. Erstmals war die Zahl der startenden Profitriathleten/innen dreistellig (106). Insgesamt waren 2500 Triathleten/innen am frühen Morgen am Langener Waldsee an den Start gegangen.

Tour de France: Daniel Martin gewinnt schwere Pyrenäenetappe

Der irische Daniel Martin gewann die neunte Etappe der 100. Tour de France, er setzte gewann den Sprint vor Jakob Fuglsang aus Dänemark. Die beiden hatten sich am letzten Anstieg abgesetzt. Dritter auf dem Teilstück mit fünf Pyrenäenpässen wurde der Pole Michal Kwiatkowski. Christopher Froome verteidigte nach 168,5 Kilometern von Saint Girons nach Bagnères de Bigorre das Gelbe Trikot. Der große Favorit der diesjährigen Tour hatte sich mit seinem Etappensieg bei der ersten Pyrenäen-Bergankunft den gelben Sack geholt.

Lexware Rothaus Team: Bundesliga Saalhausen / Cross-Country – Sieg für Pfäffle, zweite Plätze für Klein und Schelb

Markus Bauer gelang in Saalhausen als Achter ein starkes Comeback im nationalen Rennzirkus. Der Kirchzartener hatte in der ersten Phase des Rennens etwas Mühe, ehe er dann gut ins Rennen fand. Er schloss die Lücke zu einer Verfolgergruppe und in der fünften von acht Runden hatte er sogar Kontakt zu Rang fünf.

„Ich muss zugeben, dass ich da schon mit Platz fünf geliebäugelt habe. Aber bevor ich jetzt zu viel kritisiere, für das erste Rennen auf diesem Niveau nach so langer Pause kann ich super glücklich sein mit Rang acht“, kommentierte Bauer, der in den letzten beiden Runden „völlig schwarz“ war und nur noch mit Kampfgeist seinen Platz verteidigte. 5:16 Minuten Rückstand auf Sieger Moritz Milatz (1:33:07) wurden gemessen.

„Fahrtechnisch, was immer meine Stärke war, fehlt mir noch einiges. Ich musste nach den Abfahrten immer Lücken schließen“, bekannte Bauer, zeigte sich aber zuversichtlich hinsichtlich der Deutschen Meisterschaft am kommenden Wochenende in Bad Salzdetfurth.

Auf die hofft auch Marcel Fleschhut. Der Mosbacher kam Elfter (+7:23) ins Ziel. Er war vor allem enttäuscht, weil sich bereits nach zwei Runden wieder Rückenschmerzen eingestellt haben. „Ich wusste schon, dass ich hier nicht ganz frisch ins Rennen gehen werde, aber dass es so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht“, klagte Fleschhut mit Schmerz verzerrtem Gesicht.

Er verlor am Ende der zweiten Runde die Verfolgergruppe mit Bauer und war danach nur noch am kämpfen.

 

Heiko Gutmann hat sich beim Sturz am Samstag wahrscheinlich eine Rippe gebrochen. Der Münstertäler musste auf einen Start verzichten.

 

 

Damen: Starkes Rennen von Hanna Klein

Hanna Klein hatte nach Sturz und Disqualifikation beim Sprint am Samstag etwas Wut im Bauch. Die 25-Jährige aus Freiburg war es, die in der ersten Runde an einem Schotteranstieg attackierte.

Nur die Weltranglisten-Zweite Alexandra Engen konnte folgen. Die Ex-Teamkolleginnen harmonierten drei Runden lang prächtig. „Das hat gut funktioniert“, meinte Hanna Klein später.

Das Duo fuhr über eine Minute Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen heraus. In der vierten von sieben Runden war das der Schwedin genug. Sie griff an. „Vor allem in den Flachpassagen war sie viel stärker als ich“, bekannte Hanna Klein, „aber in den Abfahrten kam ich gut zurecht.“

 

Die Sportstudentin ließ nach dem Angriff von Engen nicht locker. So kam die in Freiburg legende Skandinavierin nicht weiter weg als 50 Sekunden und am Ende waren es 40, durch die Siegerin und Zweitplatzierte getrennt waren. „Es ging erstaunlich gut, nachdem es in den letzten beiden Wochen für mich mit dem Training schwierig war. Es hätte auch sein können, dass ich total eingehe, aber ich wollte es einfach riskieren. Mit Alex zu fahren hat super Spaß gemacht“, freute sich Hanna Klein über ihren ersten Podestplatz in diesem Jahr, der sie in der Bundesliga-Gesamtwertung auch noch auf den dritten Platz brachte, hinter Engen und hinter der verletzten Adelheid Morath.

 

 

 

U23: Doppelsieg für Hochschwarzwälder Equipe

Julian Schelb und Christian Pfäffle setzten sich bereits in der ersten von sieben Runden ab. Das Lexware-Rothaus-Duo baute Vorsprung bis zur dritten Runde auf eine Minute aus und es schien nur noch die Frage, wer von den Beiden sich den Sieg ins Palmares schreiben lassen konnte.

Doch dann holte sich Pfäffle Anfang der vierten Runde einen Hinterrad-Defekt. In der Wechselzone klappte nicht alles, wie gewünscht und so war Schelb eine Minute in Front, während sein Teamkamerad vom Kolumbianer Gesellschaft bekam.

Zwei Runden lang hielt der Südamerikaner mit Pfäffle mit. „Da dachte ich schon, das wird hart, aber dann konnte er das Tempo nicht mehr halten“, erzählte Pfäffle im Ziel.

Gleichzeitig wurde Julian Schelb vorne müde. Innerhalb einer Runde hatte sich der Rückstand halbiert. In der sechsten Runde setzte sich Pfäffle vom Kolumbianer ab, erreichte seinen Lexware-Rothaus Teamkollegen und als der sich einen kleinen Sturz erlaubte, da war die entscheidende Lücke da.

„Heute ging es Eins-A, von Anfang an“, freute sich Pfäffle, der 2012 schon das Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth gewonnen hatte. „Am Anstieg konnte ich immer schön Druck machen. Das spezielle Training hat sich ausgezahlt“, meinte er noch.

Julian Schelb wirkte vier Runden lang souverän, doch dann machten sich die vielen Trainingseinheiten bemerkbar. „Ich war schon früher müde, aber ich habe dagegen angekämpft. Ich wollte nicht gleich locker lassen. Das ist für die aktuelle Situation schon okay“, meinte Schelb.

Sprint-Sieger Martin Gluth kämpfte mit U23-Vize-Europameister Jens Schuermans aus Belgien um Rang vier, verlor das Duell mit Gesamtsieger Schuermans, der am Donnerstag nachgemeldet hatte.

„In den Abfahrten war ich immer stärker als Jens, aber dann ist er oben auf dem Ziehweg so brutal gesprintet, da konnte ich einfach nicht mehr mit“, konstatierte Gluth, der seinen zweiten Gesamtrang noch um zwei Punkte an Christian Pfäffle verlor.

 

Junioren: Schwarzbauer auf Rang drei

Die Lexware-Rothaus Junioren Luca Schwarzbauer und David Horvath gelang der Sprung aufs Bundesliga-Podium.

Während sich der EM-Sechste Georg Egger  sich rasch absetzte, konnte Schwarzbauer mit dem Weltcup-Dritten von Albstadt, dem Franzosen Neilo Perrin Ganier, ein Verfolgerduo bilden. Dem Nürtinger gelang es allerdings den höher eingeschätzten Konkurrenten in der zweiten Runde abzuschütteln. So fuhr Schwarzbauer bis zur letzten Runde allein an zweiter Position fuhr, ehe der Weltcup-Zweite von Albstadt, Philipp Bertsch (Abensberg), am letzten Anstieg Schwarzbauer überholte und sich drei Sekunden vor ihm den zweiten Rang sicherte. Auf den Sieger hatte Schwarzbauer 1:24 Minuten Rückstand.

Schwarzbauer war nicht unglücklich über seinen dritten Rang. „Von den Beinen her war es nicht optimal, aber ich bin ganz ohne Nervosität ins Rennen gegangen. Am Schluss habe ich mir vielleicht zu wenig zugetraut“, meinte der 16-Jährige, der in der Gesamtwertung Georg Egger um vier Punkte an sich vorbei ziehen lassen musste und Gesamt-Dritter wurde.

Teamkollege David Horvath erwischte einen schlechten Start und musste sich erst mal von Rang zehn nach vorne arbeiten. „Die Beine waren am Anfang ganz schlecht. Ich musste gegen den Schmerz ankämpfen, aber in der dritten und vierten Runde lief es richtig gut. Am Schluss gab es auf der letzten Abfahrt einen Sprint um die Einfahrt in den Singletrail und den konnte ich gewinnen“, erzählte Horvath, der hinter dem Pforzheimer Daniel Voitl Fünfter (+2:32) wurde und in der Gesamtabrechnung ebenfalls auf Rang fünf landete.

Tour de France: Team Argos Shimano Race Quotes

Tour de France – Stage 9

Simon Geschke

“Today was a really hard day. I went all out trying to get in the break, but unfortunately it was not enough. I felt strong today, so I decided to go full gas and chase the break. We came pretty close, but in the end I was not able to close the gap. It was a long day. After I was caught by the first group I got dropped and ended up in a group together with John Degenkolb, where we just rode to survive. I have a good feeling about the first week. Tomorrow is a rest day, but I can’t wait until the other stages.”

Rudi Kemna

 

“Our riders had a good day. They all survived without any problems and finished in time. Marcel was in a group of 50 riders and seemed good on the hills. I see a clear improvement in his climbing skills. Simon and Tom Dumoulin both had a good day as well, with Simon trying to get in the break and Tom staying with the yellow jersey group for a very long time.”

Österreich-Rundfahrt: Riccardo Zoidl gewinnt – Tausende jubeln in Wien

Er hat es geschafft! Der Oberösterreicher Riccardo Zoidl hat die 65. Int. Österreich Rundfahrt gewonnen! Zig Tausende Zuschauer bejubelten den neuen heimischen Radstar vor dem Burgtheater in Wien, wo sich der Italiener Omar Bertazzo auf der achten und letzten Etappe von Podersdorf am Neusiedler See nach Wien im Massensprint gegen den Australier Christopher Sutton durchsetzte.

Fünf Jahre nach dem letzten österreichischen Tour-Sieger Thomas Rohregger feierte heute Riccardo Zoidl – übrigens als zweiter Oberösterreicher nach Roman Humenberger 1971 – wieder einen heimischen Rundfahrtssieg! Die Stimmung in der Bundeshauptstadt Wien kochte, als der Gourmetfein Simplon-Profi, der heuer bereits seinen vierten Rundfahrtssieg feierte, als Gesamtsieger über die Ziellinie fuhr. „Rund 500 Meter vor dem Ziel habe ich zum ersten Mal aufgeatmet und es zum ersten Mal realisiert: Ich habe die Int. Österreich Rundfahrt gewonnen. Ein großes Danke an meine gesamte Mannschaft, die toll gearbeitet haben“, jubelte der Staatsmeister im Ziel. Ricci zeigte sich überwältigt von der Stimmung in Wien: „So etwas habe ich noch nicht erlebt! Das war eine richtige Gänsehautstimmung.“ Logo_Rundfahrt_2013

Nach einem gemütlichen Auftakt in Podersdorf am Neusiedler See wurde rund 20 Kilometer nach dem Start zum ersten Mal attackiert. Vier Fahrer – King, Saramotins, Rezman von Vorarlberg und Kratochvila von ARBÖ Gebrüder Weiss – Oberndorfer – konnten sich absetzen und bauten ihren Vorsprung rasch auf über drei Minuten aus. Bei der ersten von zehn Runden vor dem Wiener Burgtheater lag das Feld, wo die Mannschaft Gourmetfein Simplon für das Tempo sorgte, rund drei Minuten zurück. Die Tempojagd des Feldes wurde auf den Runden auf der gesperrten Ringstraße eröffnet. In der vorletzten wurden die letzten beiden Spitzenfahrer gestellt.

Im Massensprint feierte der 24-jährige Androni-Fahrer Omar Bertazzo seinen ersten großen Profisieg! Er bezwang Sky-Profi Christopher Sutton. Mit Rang vier verpasste der Kärntner Katusha-Profi Marco Haller knapp das Podest. Der Pechvogel der Tour war sichtlich enttäuscht: „Ich wollte heute gewinnen, denn ein vierter Platz zählt bei so einem wichtigen Rennen nicht viel. Aber nach meinen Turbulenzen bei dieser Rundfahrt bin ich froh, dass ich es überhaupt nach Wien geschafft habe!“

Die Wertungssieger
Das „Wiesbauer“-Trikot des Bergbesten konnte der zweifache Etappensieger Kevin Seeldraeyers bereits vorgestern fixieren. In der Tchibo U25-Wertung setzte sich Katusha-Profi Sergei Chernetski gegen Astana-Fahrer Fabio Aru durch. Bester Österreicher wurde Paul Lang von WSA als Sechster. Die „Sport Eybl“-Punktewertung dominierte ebenso Kevin Seeldraeyers. Der Belgier distanzierte den zweifachen Etappensieger Mathias Frank von BMC. Die beste Mannschaft der Ö-Tour wurde Astana.

8. Etappe im ORF
Die Zusammenfassung der achten Etappe wird heute zwischen 17:35 und 18:05 Uhr auf ORF eins übertragen und von 20:15 bis 20:45 Uhr auf ORF Sport Plus.

Fernsehtipp: Das Rennrad heute 20:15 – 22:05 ARTE Wdh. am 8.7.

„Wir alle träumen von dem ganz großen Ausreißversuch. Heutzutage aber sind andere Tugenden gefragt: seine Kräfte einzuteilen und sich der Gruppe anzupassen. Nur im Sportidol überlebt noch etwas von der Sehnsucht nach Ruhm, die wir alle in uns tragen.“ Ironisch stellt uns der Erzähler Ghislain Lambert (Benoît Poelvoorde) vor:Der Radler hat zwar am selben Tag Geburtstag wie der legendäre Eddy Merckx, besitzt aber nicht dessen Talent. Um mit den Großen mithalten zu können, versucht er es mit Doping – scheitert aber kläglich und fliegt aus dem Team. Doch Ghislain gibt nicht auf…
Regisseur Harel wirft einen liebevoll-ironischen Blick auf den Radsportzirkus, irre Siegerträume und… der bösen Verhärtung von Gesäßmuskeln. – Gleich danach folgt eine „Tour de France“-Doku.

European Track Cycling Championships: Mehr als 300 Teilnehmer haben in Anadia gemeldet

338 raiders from 24 different nations are registered at the 2013 edition of the European Track Cycling Championships Junior and Under 23 (Men & Women) that will take place at the “Velodromo Nacional di Sangalhos” in Anadia (Portugal) from 9th to 14th July. This significant participation is the confirmation of the interest in track cycling from the European countries; it is a data that is confirmed by the increase of the number of participants of some countries. The European Championship of Anadia has thus a particular meaning for the European Cycling Union which, throughout the years has undertook a supportive action, especially towards the smallest countries, aiming at promoting and developing the diffusion of all the cycling disciplines. Next week, a total of 38 European titles will be awarded (10 for Men – Junior and Under 23; 9 for Women – Junior and Under 23). On the UEC website (www.uec.ch), you will be able to follow the competitions in real time. All the information on the European Track Cycling Championships are available on the website: http://www.uvp-fpc.pt/pagina.php?id_pagina_new=2054&id_modalidade_new=6#

Participating nations: Armenia, Austria, Belarus, Belgium, Czech Republic, Denmark, Spain, France, Great Britain, Germany, Greece, Hungary, Ireland, Italy, Lithuania, Luxembourg, Nederland, Norway, Poland, Portugal, Russia, Switzerland, Sweden, Ukraine.

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