Archiv für den Tag: 2. November 2015

Weinstein und Thiele holen Weltcup-Siege

Beim Bahn-Weltcup in Cali in Kolumbien konnten sich die rad-net ROSE Fahrer über zwei Siege freuen. Domenic Weinstein gewann in der Einerverfolgung und Kersten Thiele war zusammen mit Leon R. Rohde vom LKT-Team Brandenburg im Zweiermannschaftsfahren erfolgreich.

Weinstein zeigte im Verfolgungs-Finale eine ganz starke Leistung und setzte sich am Ende mit einer Fahrzeit von 4:20,069 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung auf den Briten Andrew Tennant (4:22,095) durch. Tennant war in der Qualifikation noch rund eine Sekunde schneller gewesen als Weinstein, doch während der Rennfahrer vom rad-net ROSE Team sein Niveau auch im Finale halten konnte, büßte Tennant gegenüber der Qualifikation rund drei Sekunden ein. «Ich konte heute nochmals nach der Silbermedaille bei der Europameisterschaft meine Leistung abrufen», freute sich Weinstein, der auch den aktuellen deutschen Rekord in der Einerverfolgung hält. Dritter wurde der Russe Dmitry Sokolov im Kleinen Finale gegen Dion Beukeboom aus den Niederlanden.

Thiele/Rohde gewannen das 30 Kilometer lange Zweiermannschaftsfahren vor den Europameistern Sebastian Mora Vedri und Albert Torres Barcelo aus Spanien mit sechs zu vier Punkten. Die beiden Paarungen waren die einzigen, die einen Rundengewinn auf den Rest des Feldes herausholen konnten. So hatten die drittplatzierten Schweizer Stefan Küng und Thery Schir zwar mit 19 Zählern die meisten Punkte geholt, schafften es aber nicht mehr, den Rundenrückstand wettzumachen.

In der Mannschaftsverfolgung, bei der mit Henning Bommel, Nils Schomber, Kersten Thiele und Domenic Weinstein auch vier Rennfahrer des rad-net ROSE Teams im Einsatz waren, fuhr das deutsche Quartett auf den sechsten Platz. Nachdem der Vierer in der Qualifikation noch Platz fünf belegt hatte, mussten sie sich im Finale um Platz fünf und sechs den Briten geschlagen geben. «Da waren unsere Akkus einfach leer. Mit der Qualifikation bin ich dagegen sehr zufrieden. Wir konnten uns als einzige Mannschaft gegenüber der EM steigern», sagte der Sportliche Leiter des rad-net ROSE Teams und Bundestrainer Sven Meyer.

Gelungenes Comeback von Sascha Berger beim 2. Lauf des Weser Ems Cups

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2015.11.01 Sascha Berger Bruchhausen Vilsen WEC

An diesem Wochenende war das Team an zwei Rennorten aufgeteilt. Der eine Teil war heute angeführt durch Sascha Berger beim 2. Lauf des Weser Ems Cups am Start. Auf dem sehr verwinkelten Rundkurs um die Sportstätten in Bruchhausen – Vilsen feierte Sascha Berger ein gelungenes Comeback. Aus der dritten Startreihe fuhr er sofort auf dem technisch anspruchsvollen Kurs auf den sechsten Platz. Diese Position verteidigte er bis zwei Runden vor Schluss. Als er in Tuchfühlung zum fünften Platz zu viel riskierte und einen Sturz nur knapp verhindern konnte. Leider fiel ihm dabei die Kette vom Kettenblatt, sodass er wertvolle Sekunden verlor. Das nutzte der bis Dato Siebtplatzierte und fuhr an ihm vorbei. Sehr zufrieden fuhr Sascha als siebter in Ziel und freut sich wieder dabei zu sein. Jonas Wehrmann erwischte am heutigen Tag auch einen sehr guten Start. Sehr lange in den Top Ten wurde er in den letzten Runden noch abgefangen und erreichte als zwölfter das Ziel. Jörg Bräunig kämpfte verbissen an diesem Tag und belohnte sich mit einem Platz in den Top 15 und seinem besten Saisonergebnis.

Bereits am Samstag war ein Teil des Teams beim Deutschland Cup in Kleinmachnow am Start. Nach einem sehr hektischen Rennbeginn und dem sehr großen Starterfeld in der Elite, kam es in den ersten Runden zu zahlreichen Stürzen, wo auch unsere Fahrer mehrfach verwickelt waren. Am Ende war Jakob Schlenkrich als 40 der Bestplatzierteste des Teams.
Ebenso war Jakob als 35 beim heutigen erstmalig ausgetragenen Deutschland Cup in Luckenwalde. Auf einem konditionell sehr schweren Kurs mit zahlreichen Sandpassagen verließen ihn am Ende die Kräfte und er rutsche noch aus den Punkterängen.

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Die Beine von Amsterdam gewinnen die Goldene Kurbel

Am 31. Oktober feiert das Internationale Festival des Fahrrad-Films sein 10jähriges Jubiläum. Im Wettbewerb um den Filmpreis Goldene Kurbel standen 16 Filme aus 10 Ländern.
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Der Gewinner des zehnten Festivals des Fahrrad-Films ist die Dokumentation „De Benen van Amsterdam“, gedreht vom niederländischen Filmemacher Wytse Koetse. Sein Film ist ein Portrait vom Fahrradmechaniker Frans van den Meer. Seine 90 Jahre alte Werkstatt ist ein liebenswertes Idyll inmitten der Großstadt, eine soziale Institution, in der sich die Menschen treffen und gegenseitig helfen. Derweil schweißt, schraubt, repariert Frans jede Menge Fahrräder, auf die seine Kundschaft im Alltag angewiesen ist. Wytse Koetses Film zeigt, dass Fahrräder die Beine von Amsterdam sind. Es braucht Menschen wie Frans van den Meer, um sie und die Stadt am Laufen zu halten.

Auf dem zweiten Platz des Festivals kommt der spanische Animationsfilm „Bendito Machine IV – Fuel the Machines“ von Jossie Malis, der die zerstörerischen Kräfte der kapitalistischen Produktionsweise zum Thema hat. Der mit aufwendiger Zeichentechnik inszenierte Film zeigt eine Reise durch eine exotische Welt aus Maschinen und Ölpumpen, die mit dem Fahrrad beginnt und in der Katastrophe endet, ausdrucksvoll von der mit Musik der deutschen Komponistin Julie Reier untermahlt. „Friedensfahrer Lothar“, eine Dokumentation der deutschen Filmemmacherin Romy Steyer, erhält den dritten Preis im Wettbewerb um die Goldene Kurbel: Der Film portraitiert Lothar, der zu DDR-Zeiten als Hobby umfangreiche Transportfahrten per Fahrrad erledigt hat und damit zur „Legende von Sangerhausen“ geworden ist.

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