Archiv für den Tag: 13. Juli 2017

Pirelli ist neuer Titelsponsor von Rad am Ring

Zwischen Formel 1-Zirkus und Nürburgring
Pirelli kehrt in den Radsport zurück: Der Reifenpartner des ersten Giro d’Italia und aktuell einzige Reifenausstatter der Formel 1 launcht eine High Performance-Reifenserie für Rennräder. Diese wird nicht nur bei Rad am Ring in einer Preview vorgestellt, das Engagement der Weltmarke am Nürburgring geht noch weiter. Pirelli wird 2017 neuer Titelsponsor der Veranstaltung.
PZero. Dieser Begriff steht bei Pirelli für pure Leistung. Der Reifen markiert im PKW-Bereich einen Meilenstein des Produktportfolios und soll nun in Form der PZero Velo-Serie die von motorisierten Fahrern hoch geschätzten Eigenschaften auf die Rennradbereifung übertragen: Grip, Kontrolle, gutes Handling und sicheres Bremsverhalten auch bei Nässe, kurz: das gesamte Know-how aus 110 Jahren Rennsport-Tradition.
„Wir freuen uns, wieder in den Radsport zurückzukehren“, sagt Antonella Lauriola, COO des Velo-Geschäftsbereichs und begründet die Entscheidung für Rennradreifen damit, dass „dies zwar das technisch forderndste Segment ist, aber auch das, in dem wir in unserer Geschichte am meisten verwurzelt sind.“

Bereits 1909, beim ersten Giro d’Italia, war Pirelli Partner der Veranstaltung, 30 der 49 Fahrer, die die Rundfahrt beendeten, rollten auf Pirelli-Reifen über die Ziellinie. Radgrößen wie Fausto Coppi schwörten auf die Pneus aus Italien. Mit PZero Velo möchte Pirelli nun an diese Erfolge anknüpfen und seine Renn- sowie technische Erfahrung aus der Formel 1 aufs Rennrad übertragen. Eine Zusammenarbeit mit einer Radveranstaltung auf einem Motorsportkurs drängt sich bei diesem Hintergrund also geradezu auf. Pirelli wird deshalb Ende Juli bei Rad am Ring auf dem Nürburgring nicht nur die drei Reifenmodelle der PZero Velo-Linie vor dem offiziellen Verkaufsstart Mitte August vorstellen und einige Exemplare zum Testen bereitstellen. Die Weltmarke wird sich darüber hinaus als Titelsponsor des Radsport-Wochenendes auf dem Motorsportkurs in der Eifel engagieren – vertreten von GROFA® – House of Brands, die den Vertrieb der Reifen-Serie für Deutschland und Österreich übernehmen werden. „Wir sind stolz darauf, dass sich Pirelli als einer der führenden Reifenhersteller im Premiumsegment für die GROFA als Vertriebspartner entschieden hat“, so GROFA-CEO Thorsten Kochanek.

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Nach über 200km Flucht fehlen Maciej Bodnar am Ende 242m zum Sieg in Pau

Fast hätten sich die Sprinter zum ersten Mal in diesem Jahr verspekuliert. Früh ging Maciej Bodnar von BORA – hansgrohe heute in eine Fluchtgruppe, 28km vor dem Ziel startete er einen Soloritt, der erst 242m vor dem Ziel endete. Für seine herausragende Leistung wurde Bodnar wenigstens mit der roten Rückennummer für den kämpferischsten Fahrer belohnt.

Die heutige 11. Etappe der Tour de France war die vorerst letzte Gelegenheit für die Sprinter im Feld ihre Schnelligkeit unter Beweis zu stellen, bevor das Peloton die Pyrenäen überqueren muss. Acht Departements waren auf den 203,5 Kilometern zwischen Eymet und Pau zu durchfahren, wobei heute nur eine Berg-, und eine Sprintwertung zu bewältigen war.

Für Rudi Selig, nach seinen Plätzen 9, 7 und 4 also eine weitere Möglichkeit sein erstes Podium an der Tour anzupeilen. Bisher hat der Berliner, der eigentlich als Anfahrer für Peter Sagan vorgesehen war, den Job als Sprinter von BORA – hansgrohe hervorragend übernommen. Daher war ihm auch heute einiges zuzutrauen.

Wie bei allen Flachetappen, löste sich eine Spitzengruppe fast direkt bei Kilometer 0. Drei Fahrer setzten sich vom Feld ab, diesmal mit Maciej Bodnar von BORA – hansgrohe. Das deutsche Team machte sich den Seitenwind zu Beginn der Etappe zunutze, um etwas zu probieren. Mit drei Fahrern war die Spitzengruppe aber recht klein, und im Feld ließen die Mannschaften der Sprinter nichts anbrennen. Der Vorsprung wurde bei rund 4 Minuten von Quickstep und Lotto-Soudal kontrollierten.

Nach der Sprintwertung des Tages verkleinerte sich der Vorsprung der Spitzengruppe rapide, 40 Kilometer vor dem Ziel war es nur mehr eine Minute die Spitze und Feld trennte. Als noch 28km zu fahren waren, attackierte Maciej Bodnar. Der Pole von BORA – hansgrohe versuchte alles, um dem heranbrausenden Feld zu widerstehen. Zum Beginn des Solorittes konnte Bodnar seinen Vorsprung sogar wieder ausbauen. Auf den letzten 10km hatte er immer noch 50 Sekunden Vorsprung, doch im Feld wurde energisch nachgeführt. Dennoch entwickelte sich ein Krimi, der erst 242m vor dem Ziel ein Ende fand, Bodnar wurde doch noch eingeholt, und Kittel holte einmal mehr den Sieg.

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Boasson Hagen sprintet auf den dritten Platz

Team Dimension Data for Qhubeka performed a great leadout for Edvald Boasson Hagen who did very well to make podium as he sprinted to third place on stage 11 of Tour de France.

Once again, the early break got away right from the beginning of the day. This time, three riders decided to take on the peloton, which didn’t seem too concerned about the situation. The front trio quickly established a gap of four minutes before the pack started to chase. With several teams eager to take control of the peloton, the break wasn’t left many chances of succeeding. However, one of the riders at the front, Maciej Bodnar (BORA-hansgrohe), almost managed to upset the expected bunch sprint.

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4. Lauf zum Mountainbike Weltcup, Lenzerheide: Pech beim 111. Start

Trotz Sturz belegt Sabine Spitz Platz 13 beim 4. Lauf zum Mountainbike Weltcup in Lenzerheide
Ein Jubiläum im eigentlich Sinn war es zwar nicht, aber der 111. Weltcup Start von Olympiasiegerin Sabine Spitz (WIAWIS Bikes Pro Team) ist auf jeden Fall eine beeindruckende Zahl. Leider sollte ihr die “Schnapszahl” nicht soviel Glück bringen.

Nach einem guten Start hatte die Deutsche Meisterin ihren Rhythmus gefunden, was auf dieser vier Kilometer langen “Wurzel-Achterbahn” gar nicht so einfach war. Nach der ersten Runde reite sich die Marathon Vize-Weltmeisterin auf Rang 11 ein und war auf einem guten Weg zu einem erneuten Top-Ten Ergebnis. In der dritten von sechs Runden kam dann aber zu einem schmerzhaften Zwischenfall. In einer extrem steilen und engen Passage war die Niederländerin Anne Tauber direkt vor Sabine Spitz gestürzt. Beim Versuch auszuweichen prallte Sabine Spitz mit dem Kopf voraus gegen einen Baum, der zum Glück mit einer Matte gesicherten war. “Das hat meinen Nacken ziemlich gestaucht und mir in der Folge große Probleme bereitet”, meinte Sabine Spitz im Ziel, sichtlich noch etwas benommen. Sie griff sich ans Genick. Im Vollbesitz ihrer Kräfte war sie nach dem Vorfall nicht mehr. Trotzdem schaffte es Platz 13 (+2:57) zu sichern. In der Gesamtwertung wird sie als beste Deutsche auf Rang 9 geführt.

Weitere Informationen rund um Sabine Spitz:

http://www.sabine-spitz.com

Text und Fotos ( 2x Sabine Spitz beim Weltcup in Lenzerheide) anbei (EGO Promotion), können für Pressezwecke honorarfrei verwendet werden.