Archiv für den Tag: 17. Juli 2017

Die andere Seite der Tour de France 2017 Fabian Wegmann als Co-Moderator bei Eurosport und der ARD

Interview mit Fabian Wegmann, 17. Juli 2017 Autorin: Sabine Roters

Roters: Co-Moderator bei der ARD und Eurosport. Ist das Dein neues Leben als Ex-Profi?
Wegmann: Es ist ein Teil davon, zumindest im Moment.

Roters: Wenn man Dich im TV sieht, könnte man meinen, Du hättest nie was Anderes gemacht. Ganz cool und gelassen kommentierst Du das Rennen …
Wegmann: Es macht einfach tierisch viel Spaß. Deshalb bin ich vermutlich so gelassen.

Roters: Dann werden wir Dich auch nach der Tour de France noch oft im TV sehen?
Wegmann: Nach der Tour steht für mich erstmal der Sparkassen Münsterland Giro auf dem Plan. Ich bin Botschafter des Giros und Sportlicher Leiter. Das Rennen ist am 03. Oktober und bis dahin gibt es noch viel zu tun für mich und das Team. Es wird aber sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich als Co-Moderator dabei war.

Roters: Eine Karriere wie Rudi Cerne schwebt Dir also nicht vor?
Wegmann: Mein Herz schlägt doch sehr für den Radsport. Wer weiß, was so noch kommt, aber dem Radsport und dem Sparkassen Münsterland Giro möchte ich schon eng verbunden bleiben.

Roters: Zurück zur Tour de France. Du bist selbst siebenmal mitgefahren. Juckt es Dich nicht, mitzufahren?
Wegmann: Mittlerweile nicht mehr so sehr. Ich habe damals viel gelitten und das reicht mir. Aber es fühlt sich jetzt großartig an, dabei zu sein und alles aus einer anderen Perspektive sehen zu dürfen. In mir ist schon oft ein kribbeliges Gefühl.

Roters: Vor Glück?
Wegmann: Glück nicht. Es ist eher ein großes Gefühl der Faszination.

Roters: Wie ist Dein Tipp. Wer gewinnt am Samstag das Zeitfahren? Tony Martin? Hat er die Nerven dafür?
Wegmann: Definitiv. Das ist sein ganz großes Ziel. Schließlich ist am Samstag seine letzte Chance.

Roters: Wie schätzt du Bauke Mollema ein. Hat er das Zeug noch einmal eine Etappe zu gewinnen? Am Mittwoch kommen die Alpen.
Wegmann: Ich glaube, es wird keine Ausreißer mehr geben und das Rennen wird unter den Favoriten entschieden. Aber wer weiß. Mollema war gestern super stark und vielleicht ist er der lachende Dritte.

Roters: Hattest Du Zeit, Dich mit Christian Knees zu unterhalten? Wie fühlt er sich als Wasserträger von Froome?
Wegmann: Nein, leider nicht. Aber ich finde, er macht einen tollen Job und ist in einer sehr guten Form.

Roters: Froome steht an der ersten Stelle der Gesamtwertung. Übermorgen kommen die Alpen. Hat Aru als Bergfahrer nicht dann die besseren Karten, die Tour für sich zu entscheiden?
Wegmann: Seit etwa 50 Jahren war Spitzen-Feld nicht mehr so eng beieinander wie in diesem Jahr. Und Froome konnte gestern gut kontern. Ich meine, alle haben noch die Gelegenheit, die Tour zu gewinnen. Alles ist offen.

Roters: Kommen wir zu Simon Geschke oder auch Andre Greipel. Was sagst Du. Haben beide noch einen Tagessieg im Kopf?
Wegmann: Geschke hätte gestern die Chance gehabt, die Strecke lag ihm. Daher glaub ich nicht, dass er jetzt noch einen Etappensieg im Kopf hat. Greipel hat morgen die Gelegenheit. Ich bin gespannt und drücke ihm natürlich die Daumen.

Roters: Wer sind für Dich die wahren Helden der Tour – jenseits der Kameras?
Wegmann: Das sind die Leute, die jeden Tag Start und Ziel aufbauen. Chapeau. Ohne die, könnte die Tour nicht stattfinden.

Roters: Wie würdest Du diesen Satz vervollständigen: Die Tour des France ist …
Wegmann: … das größte Volksfest der Welt. Wie viele Menschen rechts und links am Straßenrand stehen und tagelang campen, nur um einmal die Fahrer zu sehen. Wahnsinn. Dort wird gefeiert und gegrillt. Es tut so gut, wenn man als Fahrer angefeuert wird. Ein Gefühl und Erlebnis, was ich niemals vergessen werde.

Apres Tour Gera 2017


Pressegespräch ATG

Bildquelle: S-Event UG
>v. l. n. r. Bernd Herrmann (Organisationsleiter), Olympiasiegerin Kristina Vogel, Lucas Schädlich (Sportlicher Leiter)<

Am 29. Juli 2017 ist es wieder so weit: die dritte Auflage der Apres Tour Gera findet im Herzen Gera’s statt. Neben 5 Nachwuchsrennen sind die Highlights in diesem Jahr das Profirennen mit den Tour de France-Fahrern Robert Wagner, Jasha Sütterlin und Marcus Burghardt sowie ein Sprintturnier mit Stars wie Kristina Vogel, Miriam Welte und Robert Förstemann. Damit zeigt die Apres Tour Gera viele Facetten des Radsports. Livemusik von Culture Beat rundet den perfekten Familientag ab.

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Team Auto Eder Bayern mit Doppelsieg in Ottenbach: Sommer und Strobel dominieren das Rennen


Aaron Sommer

Mit einem Doppelsieg beim Rennen in Ottenbach hat das Team Auto Eder Bayern seinen überaus erfolgreichen Sommer nur eine Woche nach dem Rundfahrt-Sieg in Belgien nahtlos fortgesetzt. Bereits nach fünf von 45 Runden hatte Julius Strobel erstmals angegriffen und den Grundstein für diesen Erfolg gelegt. Er wurde zwar wenig später eingeholt, die Konterattacke von Aaron Sommer führte dagegen zum Erfolg. Der 18-Jährige aus Jagstzell konnte sich absetzen und gewann nach langer Flucht am Ende souverän, während Strobel ihm im Feld den Rücken freigehalten hatte. Als Sprint-Sieger des Feldes wurde der 18-jährige Regensburger darüber hinaus Zweiter. «Mit so einer langen Flucht durch zu kommen, ist ein tolles Erfolgserlebnis und stimmt positiv für die Niedersachsen-Rundfahrt in zwei Wochen», bilanzierte Sommer.

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RACING STUDENTS: LBS-Cup in Ottenbach und Plattenhardt


Ottenbach Podium


Ottenbach Podium Frauen

Fischer und Rebmann bauen Gesamtführung aus
Am Samstag stand die nächste Etappe des LBS-Cups in Ottenbach auf dem Rennprogramm. Die RACING STUDENTS gestalteten das Rennen durch zahlreiche Attacken sehr schwer und so war es schon früh Jonas Tenbruck, der sich vom Fahrerfeld absetzen konnte. Kurz vor der Hälfte der 72 zu fahrenden Kilometer wurde er jedoch gestellt. Sofort erfolgten neue Angriffe der RACING STUDENTS, bis sich Marcel Fischer und erneut Jonas Tenbruck zusammen mit fünf weiteren Fahrern absetzten. Die Gruppe harmonierte gut und konnte letztendlich das Feld auf der gut einen Kilometer langen Runde überrunden. Den Sprint aus der Gruppe gewann Fischer souverän nachdem ihn Jonas Tenbruck optimal in Position gebracht hatte. Pascal Husterer wurde im Sprint der Verfolger achter.

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LOTTO Thüringen Ladies Tour erhält Ablehnung für die Aufnahme in die UCI Women’s WorldTour

Bildquelle: TRF

aber Bestätigung für exklusiven Termin im internationalen Rennkalender

Wie Rundfahrtleiterin Vera Hohlfeld mitteilte, erhielt sie schon kurz vor der diesjährigen Rundfahrt aus Aigle die Mitteilung, dass die im Mai diesen Jahres für 2018 beantragte Aufnahme der LOTTO THÜRINGEN Ladies Tour in den Kalender der UCI Women’s WorldTour abgelehnt wurde. Hohlfeld zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. Mit dem jetzt auf Ende Mai/Anfang Juni vorgezogenen und exklusiv reservierten Termin hat die traditionsreiche und aktuell einzige deutsche Rundfahrt aber ein wichtiges Teilziel der Antragstellung erreicht.

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Bruckmühler Radsport-Nacht mit Tour de France-Besetzung

Auch in diesem Jahr wird der RSV Götting-Bruckmühl e.V. die Bruckmühler Radsport-Nacht feiern. Am Freitag, 4. August 2017 findet das beliebte Kriterium statt und bringt wieder ein wenig Tour de France-Flair nach Bayern

Bis ins Jahr 2009 war die Bruckmühler Radsport-Nacht ein Fixpunkt im deutschen Radsportkalender. Ein Spektakel für die Zuschauer, ein großes Event des Radsports, fest verankert in den Köpfen der nationalen und internationalen Profis, der Fans, des Vereines und der Bruckmühler Bürger. Nach einer 7-jährigen Pause ließ der RSV Götting-Bruckmühl das Radfest 2016 erstmals wiederaufleben.

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Etappenbericht zur vierten Etappe der 30. LOTTO Thüringen Ladies Tour in Schmölln vom 16.07.2017

Genau 14:01 startete die erste Fahrerin in das Zeitfahren der diesjährigen 30. LOTTO-THÜRINGEN Ladies Tour. Alle 96 gestarteten Fahrerinnen konnten bei perfekten Wetterbedingungen das 18,7km lange Einzelzeitfahren bestreiten, das von Lauren Stephens (TIBCO-Silicon Valley Bank) in 26:50min gewonnen wurde. Das Gesamtklassement wurde wie erwartet durcheinandergewirbelt. Lisa Brennauer (CANYON/SRAM Racing) holt sich nach nur einem Tag das gelbe LOTTO THÜRINGEN Leader-Trikot zurück. Neue Gesamtzweite ist Ellen Van Dijk (Nationaleteam Niederlande) vor Hayley Simmonds (Team WNT Pro Cycling).

 

Schmölln, 16. Juli 2017 (TRF)

Gleich mit dem ersten Startsignal wurde die norwegische Einzelzeitfahr-Meisterin (eine von zahlreichen nationalen Meisterinnen in dieser Disziplin im Peloton) auf die anspruchsvolle Runde geschickt. Mit Mieke Kröger (CANYON/SRAM Racing) drückte aber eine andere Fahrerin als Erste dem Rennen ihren Stempel aus. Die Deutsche war als sechste ins Rennen gegangen und konnte unterwegs auf den 18,7km alle fünf im Minutenabstand vor ihr gestarteten Fahrerinnen einholen – und kam damit als erste Fahrerin überhaupt über die Ziellinie auf dem Schmöllner Markt. Mit einer durchaus beachtenswerten Zeit von 27:40min konnte sie auch lange Zeit die Spitze des vorläufigen Tagesklassements halten. Allerdings reichte es am Ende nur zu Platz sechs.

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