Archiv für den Tag: 13. Juni 2018

Matteo Pelucchi sprintet zum Auftakt der Slowenien-Rundfahrt auf den zweiten Platz


Die erste Etappe der Slowenien-Rundfahrt war etwas für die Sprinter, und auf der Zielgerade lieferten sich die schnellen Männer einen hektischen Kampf um den Sieg. S. Consonni war der schnellste am Tag, während Matteo Pelucchi den 2. Platz belegte.
Die Etappe
Die von vier auf fünf Tagen verlängerte Slowenien-Rundfahrt führte das Fahrerfeld auf der 159km langen und relativ flachen Auftaktetappe von Lendava, der östlichsten Gemeinde Sloweniens, nach Murska Sobota. Zum Ende der ersten Rennhälfte in Goričko erwartete das Peloton der einzige Anstieg des Tages (4. Kat, 0,8km, 6,4%). Kurz nach dem Startschuss machten die Fahrer zum ersten Mal in der Geschichte der Rundfahrt einen kurzen Abstecher nach Ungarn bevor es wieder zurück nach Slowenien ging. Nach etwa 92 gefahrenen Kilometern überquerten die Fahrer wiederum die Grenze, aber diesmal nach Österreich, bevor sie wieder nach Slowenien zurückkehrten und die letzten 66km auf slowenischem Boden in Angriff nahmen. Abgesehen von dem einzigen Anstieg des Tages war die Strecke fast tellerflach und somit eine Angelegenheit für die Sprinter des Pelotons.
Teamtaktik
Der flache Parcours war für die endschnellen Männer zugeschnitten und es war zu erwarten, dass die Etappe in einem Massensprint entschieden würde. Deshalb wollte sich heute das Team auf den Endsprint konzentrieren. Matteo Pelucchi hatte am ersten Tag der Rundfahrt gute Aussichten, ein solides Resultat herauszufahren. Deshalb wollte das Team alles daran setzten, den italienischen Sprinter tatkräftig zu unterstützen, und mit Rudi Selig stand ihm auch heute ein starker Anfahrer zur Seite. Angesichts des starken Sprinterfeldes würde der Kampf um den Sieg jedoch nicht leicht werden.
Es war auch wichtig, dass alle Fahrer des Teams sicher über die Ziellinie kamen, so dass Rafał Majka, der Titelverteidiger vom Vorjahr, eine gute Chance hat auf den bevorstehenden Etappen vorne im Gesamtklassement mitmischen zu können.
Das Rennen
Der Startschuss zum Auftakt der Slowenien-Rundfahrt fiel heute am frühen Nachmittag in Lendava. Die ersten Ausreißversuche gleich zu Beginn der Etappe wurden vom Feld jedoch schnell unterbunden. Die 5-Mann Fluchtgruppe des Tages konnte sich dann nach 25km bilden und fuhr nach einer Stunde im Sattel einen Vorsprung von fast 4 Minuten heraus. Die Sprinterteams beschleunigten vorübergehend das Tempo und kurz vor dem Anstieg in Goričko betrug der Vorsprung der Spitzengruppe nur noch 2:20 Minuten. Der Abstand zwischen dem Quintett und dem Peloton blieb konstant bis die Fahrer die Verpflegungszone erreichten. Mit noch etwas mehr als 45km bis zum Ziel machten die Sprinterteams, die heute einen Podestplatz im Visier hatten, Ernst und schlugen ein höheres Tempo an. Die Lücke begann sich dann langsam zu schließen. Der zwischenzeitlich eintretende Regen beeinflusste die Fahrbahnverhältnisse und erschwerte das Rennen etwas für die Fahrer. Nach 135km an der Spitze war es dann schließlich um den letzten verbleibenden Ausreißer geschehen und die Sprintermannschaften übernahmen die Tempoarbeit. Auf dem Schlussteil der Strecke warteten mehrere 90-Grad-Kurven auf die Fahrer, was die letzten Kilometer tückisch machten. Bei den Sprintvorbereitungen 1km vor dem Ziel gingen einige Fahrer, darunter Rafał Majka zu Boden, aber glücklicherweise verletzte er sich nicht ernsthaft. Der polnische Kletterer wird versuchen, morgen wieder an den Start zu gehen und sein Bestes zu geben. Bei der Massenankunft in Murska Sobota zeigte sich S. Consonni am schnellsten. Matteo Pelucchi verpasste nur knapp den Etappensieg und belegte den 2. Platz.
Reaktionen im Ziel
„Das Team hat mich den ganzen Tag gut unterstützt und ich bin sehr zufrieden mit unserer Teamarbeit. Mit noch 20km bis zum Ziel musste ich auch wegen eines Defekts mein Rad wechseln. Und das war Pech. Dann musste ich von hinten vorfahren, um mich in eine gute Ausgangsposition für den Sprint zu bringen. Kurz danach ereignete sich direkt vor mir ein Unfall und leider ist Rafał in diesem Moment auch zu Boden gegangen. Auf den letzten Kilometern war der Sprint äußerst chaotisch, und wenn ich nicht Pech gehabt hätte, hätte ich vielleicht die Etappe gewonnen. Aber das ist Radfahren und man muss es so nehmen, wie es kommt.“ – Matteo Pelucchi

„Matteo hatte etwas Pech auf der heutigen Etappe. Er hatte einen Defekt 20km vor dem Ziel und musste das Rad wechseln, und danach musste er versuchen, wieder Anschluss ans Feld zu finden. Mit noch 1km bis zum Ziel ereignete sich dann ein Unfall direkt vor ihm und er musste ausweichen und anschließend versuchen, schnell zu beschleunigen, was ihm viel Kraft gekostet hat. Dann wurde er noch auf der Zielgerade etwas blockiert. Ich habe viel Respekt vor dem Sieger aber ich glaube, dass Matteo die schnellsten Beine hatte, jedoch hatte er heute leider viel Pech.“ – Christian Poemer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

1. Etappe » Lendava › Murska Sobota (159km)
1 Consonni Simone UAE-Team Emirates 3:32:05
2 Pelucchi Matteo BORA – hansgrohe ,,
3 Bonifazio Niccolo Bahrain Merida Pro Cycling Team
4 Mezgec Luka Mitchelton-Scott ,,
5 Zabel Rick Team Katusha – Alpecin ,,
6 Enger Sondre Holst Israel Cycling Academy ,,
7 Roosen Timo Team LottoNL-Jumbo ,,
8 Korošec Rok My Bike – Stevens ,,
9 Modolo Sacha Team EF Education First-Drapac p/b Cannondale
10 Colnaghi Luca Sangemini – MG.Kvis

Peter Sagan verteidigt Führung in der Punktewertung an der Tour de Suisse.  


Daniel Oss schaffte heute den Sprung in die Gruppe des Tages in einer enorm schnellen Etappe, bei der in den ersten beiden Rennstunden 100 km zurückgelegt wurden. Am Ende kontrollierte aber BMC das Rennen und keiner der Ausreißer konnte sich heute an der Spitze behaupten. D. Ulissi gewann den Sprint um den Tagessieg aus einer kleinen ersten Gruppe. Als bester BORA – hansgrohe Profi erreichte Gregor Mühlberger als 33. das Ziel in Leukerbad, während Peter Sagan erfolgreich die Führung in der Punktewertung verteidigte.
Die Etappe
Von Gstaad nach Leukerbad stand heute die erste Bergankunft auf dem Programm bei der 5. Etappe der Tour de Suisse. Die 154,6 Kilometer begannen mit einem Anstieg der 1. Kategorie, bevor ein langes Flachstück bis zum Zwischensprint in Uvrier führte. Spätestens von dort an stand die Etappe im Zeichen der Kletterer. Zuerst wartete der HC Anstieg nach Montana Village, bevor es, nach dem zweiten Zwischensprint, zum Ziel nach Leukerbad noch einmal fast 900 hm zu erklimmen galt.
Teamtaktik
Zum ersten Mal bei dieser Tour de Suisse stand heute nicht der UCI Weltmeister Peter Sagan im Fokus bei BORA – hansgrohe. Der Schlussanstieg nach Leukerbad war eindeutig etwas für die Kletterer, und damit hatten Patrick Konrad und Gregor Mühlberger heute freie Fahrt. Konrad, der den Giro auf Rang 7 in der Gesamtwertung beendet hatte, war vielleicht nicht ganz so frisch wie Mühlberger, der in diesem Jahr noch weniger Renntage in den Beinen hatte. Beide sollten mit möglichst wenig Kraftaufwand ins Etappenfinale gebracht werden, am letzten Anstieg wurde dann ein erster Schlagabtausch der Klassementsfahrer erwartet. Wobei durchaus auch die Möglichkeit bestand, dass sich schon am vorletzten Berg, nach Montana Village, eine entscheidende Gruppe würde absetzen können. Zumindest einer der beiden BORA – hansgrohe Bergfahrer sollte dort, wenn möglich, schon Akzente setzen.
Das Rennen
Anders als die letzten Tage dauerte es heute lange, bis sich eine erste Gruppe vom Feld absetzen konnte. Nach vielen Attacken und einem schnellen Beginn löste sich erst im Flachstück nach dem ersten Berg des Tages, nach mehr als 70 km, eine 6er-Gruppe mit Daniel Oss von BORA – hansgrohe. Das Sextett holte schnell drei Minuten Vorsprung heraus, aber auch das Tempo im Feld wurde nicht gedrosselt und so absolvierten die Fahrer in den ersten beiden Rennstunden heute unglaubliche 100 km! Am Anstieg nach Montana Village distanzierte L. Warbasse seine Fluchtgefährten, Daniel Oss fiel in eine Verfolgergruppe zurück, während in einem kleingewordenen Feld BMC das Tempo vorgab. Im Schlussanstieg hielt BMC das Tempo weiter hoch und 7 km vor dem Ziel waren die Favoriten auf den Sieg unter sich. Zu diesem Zeitpunkt hatte BORA – hansgrohe noch Gregor Mühlberger und Patrick Konrad in dieser ersten Gruppe, doch beide bekamen Probleme, als M. Landa den Schlagabtausch an der Spitze eröffnete. Auf den letzten 500m zog D. Ulissi schließlich noch an Landa vorbei, und holte den Etappensieg in Leukerbad. Als bester BORA – hansgrohe Profi erreichte Gregor Mühlberger als 33. das Ziel. Peter Sagan verteidigte seine Führung in der Punktewertung.
Reaktionen im Ziel
„Unser Plan war heute für Patrick und Gregor zu fahren. Eigentlich dachten wir, dass ihnen der Schlussanstieg nach Leukerbad liegen müsste, aber leider erwischten beide heute nicht den besten Tag. Patrick hat nach dem harten Giro nicht mehr die nötige frische. Auch Gregor hat alles versucht, aber bei der Attacke von Landa konnte er leider nicht mehr vorne mithalten. Am Ende war Gregor er etwa 1:30 zurück. In der Gesamtwertung sind wir jetzt wohl raus, aber wir werden versuchen die nächsten Tage zurückzuschlagen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
5. Etappe:
1. Diego Ulissi (UAE Team Emirates)
2. Enric Mas (Quick-Step Floors) s.t.
3. Tom-Jelte Slagter (Dimension Data)
4. Wilco Kelderman (Sunweb)
5. Bauke Mollema (Trek-Segafredo)
6. Simon Spilak (Katusha-Alpecin)
7. Nairo Quintana (Movistar)
8. Richie Porte (BMC)
9. Sam Oomen (Sunweb)
10. Bjorg Lambrecht (Lotto Soudal)
Gesamtstand:
1. Richie Porte (BMC)
2. Wilco Kelderman (Sunweb) +0:20
3. Sam Oomen (Sunweb) s.t.
4. Enric Mas (Quick-Step Floors) +0:21
5. Jack Haig (Mitchelton-Scott) +0:29
6. Nairo Quintana (Movistar) +0:33
7. Ion Izagirre (Bahrain-Merida) +0:36
8. Diego Ulissi (UAE Team Emirates) +0:40
9. Simon Spilak (Katusha-Alpecin) +0:46
10.Mikel Landa (Movistar) +0:47

The achievement of a lifetime : Emile Engel


Far behind riders of the stature of Eddy Merckx, Bernard Hinault and Mark Cavendish, in the history of the Tour de France there have been almost three hundred men who only got a fleeting taste of glory. As the countdown to the start of the race on 7 July continues, letour.fr is retracing the steps of 10 champions who clinched a single stage win. Back in 1914, a rising star by the name of Emile Engel claimed the stage to Brest just a few days before being taken out of the race… and just a few weeks before giving his life for France in the Battle of the Marne.

Emile Engel went into the 1914 Tour firing on all cylinders. Just one year earlier, he had finished 10th in his debut. His potential earned him protected rider status in the great Peugeot team led by stars of the calibre of Jean Alavoine, Eugène Christophe, François Faber, Gustave Garrigou, Firmin Lambot, Henri Pélissier and Philippe Thys! 24-year-old Émile stood out as a powerful rouleur and a great sprinter, all in one. His future seemed bright… but fate can be cruel. He had more than his fair share of punctures and bad luck. In 1912, for instance, a crash with a dog cost him the chance to fight for the French national championship, which he was targeting that year. Yet even the rain that drenched the peloton at the start in Cherbourg on 2 July 1914 could not stop Engel from getting his first taste of glory after 405 kilometres and 15 hours on the saddle. He brought his big thighs, elbows and shoulders to bear to win a 14-man sprint in Brest.
Out of the race
It could have been a watershed moment for Emile Engel, but as fate would have it, that stage win became the zenith of his career. The first blow came in Marseille a few stages later. Photo-finish technology was still decades away and race officials were unable to determine who had won the sprint in the velodrome. They therefore decided to hold a semifinal and a final, in which Engel hit the floor due, to a certain extent, to teammate Oscar Egg. The officials did not like the furious tone in which Emile complained and disqualified him right away. Yet the worst was yet to come. The rider from Colombes was sent to the front as a corporal in the 72nd Infantry Regiment. Barely two months after his triumph on the edge of Finistère, Engel was killed in action after receiving a shot in the abdomen during the Battle of the Marne, on 10 September 1914. His older brother, Louis Engel, was lucky enough to survive the war and continue his career until 1920, but he never took part in the Tour de France again. Emile’s victory in Brest remains the family’s most prestigious win.
@ASO
@Foto Presse Sports

Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald vom 16. bis 19. August 2018


# Prolog wird zum „Brücken“-Tag
# MTB-Etappenrennen für Profis und Jedermann startet diesmal auf dem Feldberg
Und jetzt mal andersherum: die zweite Ausgabe des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“, Nachfolger der „VAUDE Trans Schwarzwald“, startet 2018 vom höchsten Schwarzwaldgipfel aus und endet in Rothaus. Profi- und Jedermann-Mountainbiker kommen so in einen völlig neuen Genuss der zum Teil bekannten Strecken.
Startort des Prologs am 16. August 2018 ist diesmal der Feldberg. Der Sieger der ersten Etappe wird beim Kampf gegen die Uhr auf einem knapp zehn Kilometer langen Kurs mit 390 Höhenmeter ermittelt „Die Herausforderung des Tages wird sicherlich der Anstieg hinauf zum Herzogenhorn sein“, verrät Mountainbike-Profi Simon „Stiebi“ Stiebjahn, mittlerweile alleiniger Streckenchef des „Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald“. Natürlich wird auch die schon legendäre Skibrücke mit ihrer Rampe von 37 Prozent nicht fehlen.
Die zweite Etappe führt die Fahrerinnen und Fahrer durch die Tiefen und Höhen des Schwarzwaldes rund um den Feldberg. „Die rund 60 Kilometer (Feldberg-Feldberg) werden das landschaftliche Highlight der diesjährigen Austragung sein“, ist sich das Organisationsteam der Sauser Event GmbH sicher. Insgesamt stehen 1500 Höhenmeter auf dem Programm.
Man sollte über Nacht gut regenerieren, denn am dritten Tage folgt die Königsetappe (Rothaus-Rothaus) mit 2500 Höhenmetern sowie Start und Ziel in Grafenhausen. Der dritte Abschnitt beginnt zwar gemächlich, aber die anspruchsvollen Streckenteile folgen bei Fuß. Ab Mitte des Rennens kommen schließlich die Trail-Fans voll auf ihre Kosten. Highlight der insgesamt 75 Kilometer ist mit Sicherheit der Trail rund um Titisee-Neustadt. Allein auf diesem Streckenabschnitt donnern die Fahrerinnen und Fahrer über zehn Kilometer lang auf Trails durch den Hochschwarzwald.
Fast schon locker zeigt sich schließlich die Schlussetappe (Rothaus-Rothaus). Der 19. August 2018 wird ein Tag zum Genießen. „Auf schnellen Forststraßen lassen sich die letzten Kilometer des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2018 hoffentlich zügig absolvieren“, beschreibt „Stiebi“ den Finaltag mit seinen 60 Kilometern und 1600 Höhenmetern. Am Ende wartet bereits das wohlverdiente Rothaus-Bier auf jeden Teilnehmer und Finisher, liegt doch diesmal das Ziel nach einer Gesamtdistanz von rund 204 Kilometern und 6.000 Höhenmeter auf dem Gelände der Badischen Staatsbrauerei.
Weitere Informationen zur zweiten Ausgabe des Rothaus Bike Giro Hochschwarzwald 2018, dem Etappenrennen der UCI-Class S2XCS und Jedermann, finden sich unter

https://rothaus-bike-giro.de/

photo credit: “Sportograf.com”
Sauser Event GmbH
Kai Sauser

RAAM 2018: Strasser setzt sich nach dem Start an die Spitze


Gestern um 22:33 Uhr (MEZ) fiel pünktlich in Oceanside (Kalifornien) der Startschuss zu Christoph Strassers achtem Race Across America. Nach einer Fahrzeit von knappen 15 Stunden hat der Steirer als Erster die dritte Zeitstation in Blythe passiert.
405 der insgesamt 4.940 Kilometer langen Distanz des Race Across America hat Christoph Strasser bereits in den Beinen. Ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der Weite, die noch vor ihm liegt. Nach dem Start hat der vierfache RAAM-Gewinner das Rennen hinauf nach Lake Henshaw nach seinen Maßstäben gemütlich begonnen. „Er stieg nicht voll aufs Gas, sondern ist planmäßig nach seinen Leistungswerten und vor allem seinem Körpergefühl gefahren. Auf dem Weg zur Tiefebene der Anza-Borrego Wüste konnte er seine Konkurrenten einholen und führt derzeit das Feld an“, beschreibt Teamchef Michael Kogler.
Christoph Strasser führt derzeit rund 30 Kilometer vor dem Mitfavoriten Ralph Diseviscourt aus Luxemburg. Knapp dahinter folgt der US-Amerikaner Alberto Blanco. „Die erste Nacht ist immer geprägt von Müdigkeit und dem Finden des eigenen Rhythmus. Aber nichts desto trotz liefert Christoph eine Bombenleistung ab und ist aktuell schneller als im Vorjahr“, ergänzt Kogler.
Christoph sitzt fokussiert auf dem Rad und legt eine beeindruckende Startphase hin. „Es geht mir gut. Die Hitze mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius ist schon zach, aber ich habe meinen Rhythmus gefunden“, sagt der Kraubather.
Foto/Copyright: Lupi Spuma
Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
Tel.: +43 664 913 76 77
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Sagan übernimmt mit Rang vier in Gstaad die Führung in der Punktewertung.

Ein Solosieger schlägt dem Feld auf der 4. Etappe der Tour de Suisse ein Schnippchen, Sagan übernimmt mit Rang vier in Gstaad die Führung in der Punktewertung.

Nach einer langen Flucht wird C. Juul-Jensen am Ende mit dem Sieg belohnt. Sechs Fahrer bestimmen lange das Geschehen, bevor der Däne zu einem erfolgreichen Solo ansetzt. BORA – hansgrohe versuchte alles, um einen Sprint in Gstaad herbeizuführen. Dies gelingt heute nicht, und Peter Sagan muss sich am Ende mit Rang 4 begnügen. Damit übernimmt der UCI Weltmeister aber die Führung in der Punktewertung.
Die Etappe
Die heutige 4. Etappe der Tour de Suisse war als erste Bergetappe ausgewiesen. Ein Anstieg der 2. Kategorie stand nur 8 Kilometer vor dem Ziel auf dem Programm, den Rest des Tages waren die 189,2 km von Gansingen nach Gstaad aber durchwegs flach. Es war also eine Etappe auf der viele Fahrer eine Chance auf den Sieg hatten, Allrounder und Bergfahrer gleicher Maßen.
Teamtaktik
Durch das Etappenprofil hatte heute auch BORA – hansgrohe unterschiedliche taktische Optionen. Mit Peter Sagan hatte man einen schnellen Mann, der durchaus auch in der Lage war den heutigen Berg mit den Ersten zu überstehen. Gleichzeitig konnte man mit Patrick Konrad oder Gregor Mühlberger auch auf zwei endschnelle Kletterer setzen. Letztlich würde wohl der Rennverlauf entscheiden, wer am Ende die besten Chancen auf einen Tagessieg hatte.
Das Rennen
Auch heute setzte sich schnell eine kleine Ausreißergruppe vom Feld ab. Sechs Fahrer hatten bei Rennkilometer 20 bereits fünf Minuten Vorsprung, der weiter bis auf fast sieben Minuten anwuchs. Auf den letzten 100 km begannen BORA – hansgrohe und Quick-Step, BMC bei der Arbeit im Feld zu unterstützen, damit begann der Abstand zur Spitze nun auch langsam zu schmelzen. Doch die Ausreißer harmonierten gut, und es war ein hartes Stück Arbeit für das Feld die Lücke zu schließen. Bei 20 km vor dem Ziel hatte die Spitzengruppe noch immer rund zwei Minuten Vorsprung. Doch nach einer langen Flucht, bei erneut regnerischen Bedingungen, mussten die Spitzenreiter am Anstieg der 2. Kategorie ihren Anstrengungen nun Tribut zollen. C. Juul-Jensen war der letzte der Ausreißer, der sich gegen das Feld behaupten konnte, und mit 20 Sekunden Vorsprung auf die 2 km lange Schleife auf dem Gstaader Flughafen ging. Im reduzierten Feld hatten die verbliebenen Sprinter zu wenig Helfer, um den Dänen noch zu stellen. Am Ende rettete der verdiente Etappensieger 8 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Peter Sagan belegte heute Rang 4 und übernimmt damit auch die Führung in der Punktewertung.
Reaktionen im Ziel
„Das war mit dem Regen heute eine sehr schwere Etappe. Ich hatte wirklich gute Beine am Anstieg am Ende, aber Juul-Jensen hat heute alles richtig gemacht und konnte sich vorne behaupten. Ich muss mich erneut bei meinem Team bedanken, sie haben jetzt schon 4. Etappen lang einen hervorragenden Job gemacht. Nun trage ich zum Dank das Trikot des Führenden in der Punktewertung.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister

„Die Gruppe hat es heute geschafft durchzukommen, und Juul-Jensen hat den Sieg verdient. Wir haben wieder Verantwortung übernommen und viel Arbeit im Feld geleistet. Eigentlich dachten wir, dass am letzten Anstieg mehr attackiert werden würde, aber nach einem langen Tag im Regen war dem nicht so. Peter hat sich im Anstieg gut gefühlt und war wieder vorne dabei. In der Abfahrt wollte dann niemand zu viel riskieren und das Feld kam nicht mehr an den Ausreißer ran. Für Peter war es zu spät, um um den Sieg zu kämpfen. Aber hat nun das Punktetrikot, und wir haben auch morgen eine Chance vorne mitzumischen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
4. Etappe:
1. Christopher Juul-Jensen (Mitchelton – Scott)
2. Michael Matthews (Sunweb) +0:08
3. Yves Lampaerts (Quick-Step Floors) s.t.
4. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
5. Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida)
6. Magnus Cort Nielsen (Astana)
7. Enrico Battaglin (LottoNL-Jumbo)
8. Michael Albasini (Mitchelton-Scott)
9. Björg Lambrecht (Lotto Soudal)
10. José Goncalves (Katusha-Alpecin)
Gesamtstand:
1. Stefan Küng (BMC)
2. Greg Van Avermaet (BMC) +0:03
3. Richie Porte (BMC) s.t.
4. Tejay van Garderen (BMC)
5. Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) +0:16
6. Michael Matthews (Sunweb) +0:17
7. Wilco Kelderman (Sunweb) +0:23
8. Sam Oomen (Sunweb) s.t.
9. Gregor Mühlberger (Bora-Hansgrohe) +0:30
10.Enric Mas (Quick-Step Floors) s.t.