Kategorie-Archiv: Eintagsrennen

Starker Rafal Majka erkämpft Rang sieben bei der Lombardei-Rundfahrt.

Überraschend früh im Rennen zeigten sich heute die Favoriten, weshalb die Fluchtgruppe des Tages auch schon etwa 60 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde. An der Muro di Sormano setzten sich zuerst Nibali und Pinot ab, bevor in der Abfahrt Roglic und Bernal aufschließen konnten. Dahinter präsentierte sich Rafal Majka in bestechender Form in der Verfolgergruppe. Immer wieder attackierte der Leader von BORA – hansgrohe um die Gruppe zu verkleinern, während an der Spitze Roglic und Bernal den Anschluss verloren. Als Pinot die entscheidende Attacke setze, um auch Nibali zu distanzieren, befand sich Majka nur mehr mit Martin, rund 40 Sekunden hinter der Spitze im Rennen. Doch während Pinot dem Solosieg souverän entgegenfuhr, wurden Majka und Martin noch einmal eingeholt. Im Sprint um Rang drei belegte Rafal am Ende den guten siebenten Rang.
Ergebnis
01 T. Pinot 5:53:22
02 V. Nibali +0:32
03 D. Teuns +0:43
07 R. Majka +0:43
18 P. Konrad +3:33
22 E. Buchmann +3:33
23 D. Formolo +3:33

Reaktionen im Ziel
„Ich hätte nicht gedacht, dass die Vorentscheidung heute schon so früh fällt. Ich habe den Moment als Pinot attackiert hat etwas verpasst, dachte aber dann auch, dass es noch sehr weit ins Ziel ist. Einige Fahrer vorne haben am Ende auch für die Attacke bezahlt, aber Pinot war einfach zu stark. Ich hatte sehr gute Beine, habe wirklich alles versucht, aber alleine in der Gruppe war es schwierig. Bahrain hat viel neutralisiert. Ich bin aber wirklich stolz, wie ich und meine Kollegen heute BORA – hansgrohe präsentiert haben. Es ist auch schön die Saison in so guter Form zu beenden, das gibt viel Motivation für nächstes Jahr.“ – Rafal Majka

„Das Ergebnis am Ende spiegelt leider nicht die hervorragende Leistung von Rafal wider. Er war heute wirklich sehr stark und hat es immer wieder versucht. Als er mit D. Martin hinter Nibali war, dachte ich, dass es mit dem Podium klappen könnte. Aber nach der Abfahrt kam die Gruppe wieder ran, und Bahrain hat mit drei Mann alles neutralisiert. Leider lagen Patrick, Emu und Davide schon etwas zu weit zurück. Aber mit der Art und Weise wie wir uns heute präsentiert haben können wir sehr zufrieden sein.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

102. Gran Piemonte im Regen

1. Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida)
2. Florian Senechal (Quick-Step Floors) s.t.
3. Davide Ballerini (Androni Giocattoli)
4. Jhonatan Restrepo (Katusha-Alpecin)
5. Riccardo Minali (Astana)
6. Manuel Belletti (Androni Giocattoli)
7. Christoph Pfingsten (Bora-hansgrohe)
8. Andrea Guardini (Bardiani CSF)
9. Barnabas Peak (Quick-Step Floors ) +0:02
10. Simone Velasco (Wilier Triestina)

99. Mailand – Turin (1.HC)

Ergebnis:
1 Thibaut Pinot (Groupama-FDJ)
2. Miguel Angel Lopez (Astana) +0:10
3. Alejandro Valverde (Movistar) +0:28
4. Mattia Cattaneo (Androni-Giocattoli) +0:36
5. Sebastien Reichenbach (Groupama-FDJ)+0:38
6. Wilco Kelderman (Sunweb) s.t.
7. Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida) +0:41
8. Jakob Fuglsang (Astana) s.t.
9. Fabio Aru (UAE Team Emirates) +0:43
10. Egan Bernal (Team Sky) +0:45

Peter Kennaugh sprintet aufs Podium bei Tre Valli Varesine.

Der italienische Herbstklassiker Tre Valli Varesine führte die Fahrer über 212km von Saronno nach Varese. Das Renngeschehen wurde lange Zeit von fünf Ausreißern bestimmt aber mit 50km bis zum Ziel gelang es mehreren Fahrern, unter ihnen Rafal Majka und Emanuel Buchmann, zu der Fluchtgruppe aufzuschließen. Die zwei BORA – hansgrohe Fahrer fuhren in einer 14-köpfigen Gruppe an der Spitze des Rennens bis sie mit 28km vor dem Ziel gestellt wurden. Auf den nächsten Kilometern wurden viele Angriffe lanciert und es gelang Peter Kennaugh und Emanuel Buchmann sich an die Spitze des Rennens zu setzen. Auf der leicht bergabführenden Zielgerade kam es zu einem Sprint aus einer reduzierten Gruppe, den T. Skujins für sich entschied. Peter belegte am Ende einen guten dritten Platz.

Ergebnis
1. Toms Skujins (Trek-Segafredo)
2. Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) s.t.
3. Peter Kennaugh (Bora-hansgrohe) s.t.
4. Michael Woods (EF-Drapac) s.t.
5. Mathias Frank (Ag2r La Mondiale) s.t.
6. Wilco Kelderman (Sunweb) s.t.
7. Rigoberto Uran (EF-Drapac) + 0:04 Minuten
8. Julien Simon (Cofidis) + 0:13
9. Giovanni Visconti (Bahrain-Merida) + 0:13
10. Gianluca Brambilla (Trek-Segafredo) + 0:13

Reaktionen im Ziel
„Heute ging ein hochkarätiges Fahrerfeld an den Start. Die Jungs fuhren immer sehr offensiv und versuchten sich an die Spitze des Rennens zu setzen. Emanuel [Buchmann] arbeitete hart, damit Peter [Kennaugh] auf dem letzten Anstieg eine Attacke lancieren konnte. Heute haben die Jungs sehr gut zusammengearbeitet und am Ende gelang es Peter einen Podestplatz zu erkämpfen. Leider war Pawel Poljanski heute in einen Sturz verwickelt aber zum Glück zog er sich keine Knochenbrüche zu.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

Nico Denz gewinnt Tour de Vendee UCI 1.1


Das war stark heute! Gian Friesecke wird sensationell Dritter beim französischen Herbstklassiker Tour de Vendee UCI 1.1 – Bemerkenswerter Team Auftritt im letzten europäischen Saisonrennen mit 100 UCI Punkten!

Im vergangenen Jahr sorgte das Team Vorarlberg mit Rang drei durch Fabian Lienhard (SUI) für die Überraschung. Auch setzten die Profis im sehr langen und schnellen Rennen über 206 Kilometer von Dompierre-sur-Yon nach La Roche-sur-Yon zahlreiche Akzente. Umsonst hat man nicht die lange Reise in die Region Vendee angetreten. Ab Kilometer geht die Post ab – es lösen sich 17 Fahrer. Darunter die beiden Team Vorarlberg Santic Cracks Joeri Stallaert (BEL) und Gian Friesecke (SUI). Im Feld dahinter setzen noch sechs Fahrer nach, darunter der Schweizer Team Kapitän Patrick Schelling. Drei Fahrer in der Spitzengruppe und kein Fahrer von Cofidis dabei. Alle anderen Teams wie Ag2R, Fortuneo, Vital Concept, Groupama FdJ haben ihre Leute vorne.
Team Vorarlberg Santic Trio rockt das Finale im Klassikerstil!
Zwei Stunden vor Rennende setzt heftiger Regen ein. In der Gruppe wird immer wieder attackiert, keiner möchte den Sprint der großen Gruppe – schon gar nicht Friesecke und Schelling. Friesecke setzt die entscheidende Attacke mit Nico Denz (GER/Ag2R La Mondiale). Der Belgier Lennert Teugels (Cibel-Cebon) kann auch noch folgen. Sie machen im Zielsprint das Rennen unter sich aus. Friesecke muss zwar den beiden Kontrahenten den Vortritt lassen, aber die Freude über dieses Podium ist riesengroß beim sympathischen Schweizer. Dahinter spurtet Patrick Schelling auf Rang neun. Joeri Stallaert kommt etwas verfroren noch auf Rang 13.
Der Lohn: 100 UCI Punkte und die Erkenntnis dass man gegen Ende dieser langen Saison vieles richtig gemacht hat mit den vielen harten Einsätzen!
1. Nico Denz (Ag2R)
2. Lennert Teugels (Cibel-Cebon) s.t.
3. Gian Friesecke (Vorarlberg-Samsis)
4. Jimmy Janssens (Cibel-Cebon) +0:17
5. Alexis Guerin (Delko Marseille) +0:22

Nico Denz beim WM-Rennen in Innsbruck
„Heute haben die Fahrer wie schon so oft heuer gezeigt, dass sie nicht nur reagieren als vermeintlich kleinere Mannschaft. Sie sind aggressiv gefahren und haben die großen Teams nicht geärgert, sondern sie haben deren Konzept über den Haufen geworfen. Das zeigt von Selbstvertrauen und ich gratuliere den Jungs nach dieser reifen Vorstellung!“ Werner Salmen (sportlicher Leiter) after the race
Kader: Patrick Schelling, Gian Friesecke, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Lukas Meiler, Lukas Rüegg
Result: https://www.procyclingstats.com/race/tour-de-vendee/2018/result
Organizer: http://www.tourdevendee.fr/

Und weiter geht’s nach China!
Next race – next place ist die Tour of Hainan in China, eine Rundfahrt der höchsten UCI Kategorie HC. Auch heuer der hoffentlich krönende Abschluss einer großartigen und erfolgreichen Saison. Am 19. Oktober hebt der Flieger mit sieben Fahrern und sechs Betreuer ab in Richtung Peking. Von dort geht es weiter auf die Urlaubsinsel der Chinesen nach Hainan. Die Rundfahrt startet am 22. Oktober und endet nach neun Etappen und 1508 Rennkilometer am 30. Oktober. Fast unglaublich, aber alle Fahrer sind noch heiß auf das Rennen fahren und freuen sich auf diese letzte Expedition!
Presseservice Team Vorarlberg Santic

Pascal Ackermann stürmt zum Sieg beim Grand Prix de Fourmies.


Wie auch gestern bei der Brussels Cycling Classic waren heute bei der 86. Austragung des Grand Prix de Fourmies die Sprinter wieder gefragt. Während des Rennens zeigte sich BORA – hansgrohe sehr aktiv und leistete ein Großteil der Nachführarbeit. Die letzten Kilometer waren von zahlreichen Attacken geprägt, aber am Ende des Tages kam es zum erwarteten Massensprint. Nach starker Vorarbeit seines Teams erkämpfte sich Pascal Ackermann den Tagessieg vor A. Démare und A. Hodeg.
Die Strecke
Dieses Jahr blieb die Streckenführung gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert. Die 205km lange Strecke, die auch einige Kopfsteinpflasterstücke aufwies, führte rund um Fourmies im Norden von Frankreich. Der Parcours war nur leicht wellig und kam deshalb den Sprintern zugute. Nachdem die Ziellinie mit 55km bis zum Schluss zum ersten Mal überquert wurde, mussten noch fünf Runden von je 11km Länge absolviert werden. Kurz vor der Flamme Rouge fiel das Gelände leicht ab und mit 500m bis zum Ziel gab es eine Linkskurve, aber sonst war das Finale technisch nicht besonders kompliziert.
Die Teamtaktik
Dieses Rennen wurde in den vergangenen Jahren oft in einem Massensprint entschieden und es war anzunehmen, dass die Sprinter auch dieses Jahr zum Zuge kommen würden. Unsere Taktik war heute auf Pascal Ackermann ausgerichtet. Nach seinem Erfolg beim gestrigen Herbstklassiker in Brüssel würde der Pfälzer heute versuchen, in Fourmies seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende einzufahren. Wie auch am Vortage wollte das Team den deutschen Meister beschützen und ihn in eine gute Ausgangsposition für den finalen Sprint bringen.
Das Rennen
Der Beginn des Renngeschehens wurde von mehreren Attacken geprägt. Die ersten vier Ausreißversuche wurden schnell vom Feld unterbunden aber nach 25km gelang es einer 5-Mann Gruppe sich vom Feld zu distanzieren. Wenige Kilometer später gesellten sich noch zwei weitere Fahrer zu der Spitzengruppe. Lange Zeit dominierte die Spitzengruppe das Rennen, aber die Sprinterteams wollten den Vorsprung nicht zu groß werden lassen. Während des Tages zeigte sich BORA – hansgrohe sehr aktiv und zusammen mit Groupama – FDJ führte das Feld auf der Jagd nach der Fluchtgruppe an. Schon auf der ersten Schlussrunde begann die Spitzengruppe zu zerbröckeln und einige Ausreißer ließen sich zurück ins Peloton fallen. Letztendlich wurde der starke Einsatz der Fluchtgruppe aber nicht belohnt und die letzten verbleibenden Ausreißer wurden 20km vor dem Ziel gestellt. Kurz danach lancierten drei Fahrer eine Attacke aus dem Hauptfeld und fuhren einen kleinen Vorsprung heraus, aber ihr Versuch wurde wenige Kilometer später vereitelt. Auf der letzten Runde bereiteten sich die Sprinterteams auf ein schnelles Finale vor und wie erwartet kam es letztendlich zu einem Massensprint. Nach einer hervorragenden Leistung von dem ganzen BORA – hansgrohe Team siegte Pascal Ackermann überzeugend in Fourmies.
1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe)
2. Arnaud Demare (Groupama-FDJ) s.t.
3. Alvaro Hodeg (Quick-Step Floors)
4. Leonardo Bonifazio (Nippo-Vini Fantini)
5. Christophe Laporte (Cofidis)
6. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
7. Boy van Poppel (Trek-Segafredo)
8. Hugo Hofstetter (Cofidis)
9. Riccardo Minali (Astana)
10. Kristian Sbaragli (Israel Cycling Academy)
Reaktionen im Ziel
„Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin einfach ganz sprachlos. Ich wusste, dass ich gut in Form bin, aber ich habe nicht erwartet, dass ich mir zwei Siege an einem Wochenende holen würde. Die Jungs haben einen super Job gemacht und sind den ganzen Tag an der Spitze des Pelotons gefahren. Am Ende des Tages haben wir unseren Plan perfekt ausgeführt und ich muss mich bei meinen Teamkollegen für ihre fantastische Unterstützung herzlich bedanken.“ – Pascal Ackermann

„Wir freuen uns sehr über diesen Sieg. In der Geschichte der Brussels Cycling Classic und des GP de Fourmies gelang es nur einem Fahrer, Robbie McEwen, beide Rennen zu gewinnen. Und jetzt hat Pascal [Ackermann] diese Leistung auch geschafft. Dies ist schon sehr beeindruckend. Von Anfang an übernahm das Team die Verantwortung im Feld und machte das Tempo. Wir wollten den Ausreißern keinen zu großen Vorsprung gewähren. Aleksejs [Saramotins], Erik [Baška], Peter [Kennaugh] und Juraj [Sagan] haben einen fantastischen Job gemacht und das Rennen sehr gut kontrolliert. Unser Lead-Out Duo Andreas [Schillinger] und Rudi [Selig] hat Pascal in eine gute Ausgangsposition gebracht und er konnte dann seinen Sprint rechtzeitig eröffnen. Das Team arbeitete perfekt zusammen und ich wir können mit unserem heutigen Erfolg sehr zufrieden sein.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Pascal Ackermann triumphiert bei der Brussels Cycling Classic.


Bei der 98. Austragung der Brussels Cycling Classic lieferten sich die schnellen Männer einen hektischen Kampf um den Sieg. Typisch für einen belgischen Klassiker wies das Rennen eine Strecke mit einer Anzahl von Hellingen auf, die den Sprintern aber keine besonderen Schwierigkeiten bereiteten. Durch hervorragende Teamarbeit sicherte sich Pascal Ackermann beim Massensprint in überzeugender Manier den Sieg.
Die Strecke
Das Eintagesrennen, eines der ältesten Klassiker im Rennkalender, führte über 201,4km rund um Brüssel. Die Strecke war mit nicht weniger als 13 leichten Steigungen bespickt, der letzte davon 40km vor dem Ziel. Das Rennen begann im Jubelpark in der belgischen Hauptstadt und führte durch leicht hügeliges Gelände zuerst nach Südosten, wo der erste der Hellingen nach 14,3 gefahrenen Kilometer aufwartete. Dann ging es weiter gen Süden in Richtung Nivelles, wonach erneut mehrere Hellingen in Folge auf dem Programm standen. Danach ging es zurück nach Brüssel, aber diesmal nicht ins Stadtzentrum, sondern zum Nordrand der Stadt, wo das Ziel in der Nähe des König-Baudouin-Stadions auf die Fahrer wartete. Die letzten 35km waren nicht besonders anspruchsvoll. Kurz vor der Flamme Rouge gab es eine Linkskurve und dann ging es geradeaus auf die leicht bergaufführende Zielgerade.
Die Teamtaktik
Obwohl heute 13 Steigungen auf dem Programm standen waren diese nicht allzu schwierig und, wie in den vergangen Jahren, war es zu erwarten, dass auch dieses Jahr ein Massensprint in Brüssel zustande kommen würde. Da die letzte kleine Steigung schon 40km vor dem Ziel überquert werden musste, würde es für das Peloton nicht besonders schwierig sein, eine eventuelle Ausreißergruppe rechtzeitig einzuholen. Pascal Ackermann, der dieses Jahr seine Sprintstärke schon mehrmals unter Beweis stellen konnte, zählte heute zu den Favoriten. Das Team wollte den deutschen Meister unterstützen und ihn sicher ins Ziel bringen und auch in eine gute Ausgangsposition für den finalen Sprint bringen. Allerdings war Pascal bei dem heutigen Rennen nicht ganz ohne Konkurrenz und BORA – hansgrohe musste sich deshalb auf ein hartes Finale gefasst machen.
Das Rennen
Im zweiten Anstieg des Tages gab es mehrere Attacken und letztendlich gelang es einer 6-Mann Gruppe sich vom Feld abzusetzen. Während des Tages konnte sie einen Vorsprung von etwa 3 Minuten herausfahren, und die Rennsituation blieb lange Zeit ziemlich unverändert. Unter dem Tempodiktat von Groupama – FDJ begann sich die Lücke im letzten Renndrittel langsam zu schließen. Allerdings im vorletzten Anstieg lösten sich mehrere Fahrer vom Feld und es gelang ihnen auf die Spitzengruppe aufzuschließen. BORA – hansgrohe setzte sich an die Spitze des Pelotons und machte Jagd auf die Gruppe. Mit 15km bis zum Ziel gingen mehrere Fahrer in der Spitzengruppe zu Boden und wenige Kilometer später kam dann alles wieder zusammen. Kurz danach übernahmen die Sprinterteams verstärkt die Tempoarbeit und die Sprintvorbereitungen begannen im Ernst. BORA – hansgrohe setzte sich erneut an die Spitze und das Team versuchte, Pascal Ackermann in eine gute Position für den Sprint zu bringen. Wie erwartet entfachte sich in Brüssel ein Kampf zwischen den Top-Favoriten um den Sieg. Kurz vor dem Ziel ereignete sich jedoch ein Sturz in dem viele Fahrer verwickelt wurden. Im hektischen Sprintfinale gewann Pascal Ackermann das Rennen in überzeugender Weise und holte sich damit seinen ersten Sieg auf belgischem Boden.
1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) 4:35:12
2. Jasper Stuyven (Trek-Segafredo)
3. Thomas Boudat (Direct Energie) +0:00:01
4. Florian Senechal (Quick-Step Floors)
5. Juan Jose Lobato (Nippo-Vini Fantini-Europa Ovini)
6. Lorrenzo Manzin (Vital Concept Club)
7. Kenny Dehaes (Aqua Protect Veranclassic)
8. Bert Van Lerberghe (Cofidis,)
9. Timothy Dupont (Wanty-Groupe Gobert)
10. Jonas Koch (CCC Sprandi Polkowice)
Reaktionen im Ziel
„Das Rennen war heute nicht leicht. Wir mussten 13 Steigungen überqueren und das machte das Rennen ziemlich schwer. Das Team fuhr heute fantastisch und hat den ganzen Tag toll für mich gearbeitet. Ich bin sehr glücklich über meinen Sieg hier in Brüssel, denn es ist mein erster Sieg auf belgischem Boden. Ich hoffe, dass ich hier in Zukunft noch mehr Erfolge erzielen kann.“ – Pascal Ackermann

„Heute ging alles nach Plan. Wir versuchten von Beginn an das Rennen zu kontrollieren und obwohl die Ausreißergruppe ziemlich stark war, gelang es uns am Ende sie rechtzeitig einzuholen. Peter [Kennaugh] und Juraj [Sagan] fuhren lange Zeit an der Spitze des Pelotons und machten das Tempo um eventuelle Attacken abzuwehren. Unser Ziel war es, Pascal [Ackermann] in eine gute Ausgangsposition auf der Zielgerade zu bringen, und das ganze Team hat perfekt zusammengearbeitet und ihn sicher ins Ziel gebracht. Er zog seinen Sprint ziemlich früh an, aber er hatte heute gute Beine und es gelang ihm, den Sprint souverän zu gewinnen. Ich bin mit der Leistung des ganzen Teams äußerst zufrieden.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

Team Vorarlberg Santic


Belgische Woche endet bei Druivenkoers – Overijse UCI 1.1 unglücklich mit Schlüsselbeinbruch von Roland Thalmann!

Bei den fünf Rennen in Belgien und den Niederlanden gab wahrlich Freud und Leid zu erdulden für das Team Vorarlberg Santic. Neben knapp 80 UCI Punkten musste man auch einiges an Lehrgeld in Benelux lassen.
Jannik Steimle im Angriff – Roland Thalmann im Pech!
Beim gestrigen Klassiker Druivenkoers – Overijse, einem Rennen der Kategorie 1.1, waren von Beginn an die Zügel sehr stramm gezogen. Dies allerdings bei sämtlichen Rennen. Von KM 0 bis ins Ziel immer Vollgas. Jannik Steimle konnte sich gestern super in Szene setzen und war lange Zeit in einer Spitzengruppe, welche zwar wieder gestellt wurde, aber somit die Fahrer hinten den Rücken frei hatten.
Dann immer wieder Stürze durch einsetzenden Starkregen. Roland Thalmann kam vor einem Crash im Feld zum Stehen. Dann aber das verhängnisvolle Mißgeschick von hinten. Ein Fahrer kann nicht mehr Bremsen und hängt bei Thalmanns Lenker ein und reißt ihn in Vollspeed mit. Nach einem Salto schlägt der Schweizer am Boden auf und merkt sofort den “Knacks” im Bereich der Schulter. Die erste Diagnose im Spital ergab einen mehrfachen Bruch des rechten Schlüsselbeins.

“Sehr schade natürlich dass es mich erwischt hat. Dachte schon ich komme mal verletzungsfrei durch die Saison, aber heuer ist es schon bis Ende August gut gegangen. Es ist einfach dumm gelaufen. Ich war schon auf der sicheren Insel als von hinten ein Fahrer mich einfach mitgerissen hat. So ist eben auch der Radsport!” so Roland Thalmann.
Das Resultat war dann fast nur noch nebensächlich – Joeri Stallaert wurde als 31. gewertet und will nun in den nächsten Rennen diese Kilometer in Ergebnisse ummünzen.
Es war zwar nicht das herausragende Ergebnis dabei – trotzdem konnte man immer wieder aufzeigen und zahlreiche UCI Punkte fixieren – das ist mehr als positiv zu werten. Für die meisten Fahrer gab es neue Erkenntnisse aus diesen Rennen bei welchen nicht nur die Form eine große Rolle spielt, sondern vor allem auch die Ortskenntnisse, die Windverhältnisse usw.!

29.08. Overijse UCI 1.1 (196 Km) (Overijse/BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/druivenkoers-overijse/2018

Kader: Dominik Amann, Roland Thalmann, Lukas Meiler, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Jannik Steimle
Next race:
Tour of South Bohemia (CZE) UCI 2.2 vom 6.-9. September
Presseservice Team Vorarlberg Santic

Regnerische Wetterbedingungen bei der Bretagne Classic sorgen für einen schweren Tag für BORA-hansgrohe.

Die 82. Austragung des Eintagesklassikers Bretagne Classic führte die Fahrer über insgesamt 256,9km um Plouay im Nordwesten Frankreichs. Regnerische Wetterbedinungen erschwerte das Rennen, das von vielen Attacken geprägt war. Vor dem ersten Anstieg der Côte de Ty Marrec lancierten drei Fahrer einen entscheidenden Angriff und es kam zu einem Sprint zwischen dem Trio, den O. Naesen für sich entschied. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Daniel Oss, der im Hauptfeld das Ziel erreichte und damit auf den 44. Rang fuhr.
Die Strecke
Dieses Jahr wurde der Kurs etwas neu gestaltet. Das Rennen, mit Start und Ziel in Plouay, führte die Fahrer zunächst auf eine insgesamt 242,2km lange Schleife. Nach der Rückkehr zum Startort musste dann noch zusätzlich eine 14,7km lange Schlussrunde befahren werden.
Die Strecke führte das Peloton durch typisch bretonisches Gelände, das mit mehreren kleinen Hügeln gespickt war. Der schwierigste Anstieg des Rennens, die Côte de Ty Marrec (1,1km, 6,8%), wartete kurz vor der ersten Zieldurchfahrt auf die Fahrer, und musste dann mit 4km bis zum Ziel noch einmal absolviert werden. Vor der Flamme Rouge gab es zwei tückische Kurven und von dort führte die Strecke leicht abwärts bis zur flachen Zielgerade. Obwohl die Gesamtstrecke nicht allzu anspruchsvoll war, ging es ständig auf und ab, und die engen winkeligen Straßen in Plouay erschwerten auch teilweise das Rennen.
Teamtaktik
Obwohl die Vuelta a España und die Deutschland Tour zur gleichen Zeit ausgetragen wurden, wartete der französische Eintagesklassiker mit einem beachtlichen Starterfeld auf, und das Team musste sich heute auf ein hartes und taktisches Rennen gefasst machen. Mehrere Sprinter und Klassikerspezialisten im Feld konnten eine Chance auf den Tagessieg haben. Sollte es zu einem Massensprint kommen, trug Sam Bennett die Hoffnungen von BORA – hansgrohe. In diesem Fall wollte das Team den irischen Sprinter voll unterstützen und ihn in eine gute Ausgangsposition für einen eventuellen finalen Sprint bringen. Die Schlussrunde ist traditionell der Schauplatz von vielen Attacken und es war zu erwarten, dass im Anstieg zum Côte de Ty Marrec mehrere späte Angriffe gesetzt werden konnten. Deshalb musste das Team auch besonders aufmerksam sein, um eventuelle Attacken rechtzeitig zu neutralisieren.
Das Rennen
Heute versuchten sieben Fahrer ihr Glück in der Flucht. Die Rennsituation blieb lange Zeit unverändert und der Vorsprung der Spitzengruppe pendelte während des Tages zwischen 3 und 4 Minuten. Einsetzender Regen im letzten Renndrittel erschwerte das Rennen und mit 70km bis zum Ziel begann der Vorsprung der Fluchtgruppe zu schmelzen. Zu dieser Zeit lösten sich zwei Ausreißer von der Spitzengruppe. Ein wenig später lancierten T. Wellens und S. Stybar eine Attacke und schlossen zu den verbleibenden Ausreißern auf, aber alle neun Fahrer wurden vom Feld kurz danach wieder geschluckt. Eine Gruppe von 14 Fahrern, die mit vielen Top-Favoriten besetzt war, nutzte dann die Situation für einen erneuten Angriff und riss eine Lücke von mehr als einer Minute zum Hauptfeld. Vor dem Anstieg der Côte de Ty Marrec zerfiel die Spitzengruppe in zwei Teile. T. Wellens, M. Valgren und O. Naesen setzten sich an die Spitze des Rennens und es kam zu einem Sprint zwischen dem Trio, den O. Naesen gewann. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Daniel Oss, der im Hauptfeld das Ziel erreichte und damit den 44. Platz belegte.
Ergebnis
01 O. Naesen 6:16:34
02 M. Valgren +0:00
03 T. Wellens +0:03
44 D. Oss +1:24
60 P. Poljanski +2:11
Reaktionen im Ziel
„Die letzten 100km waren besonders schwer. Ich versuchte, vorne mit Daniel [Oss] zu fahren und wir glaubten, dass wir zu der Spitzengruppe aufschließen konnten. Aber das Tempo war zu hoch. Wir hatten mit den ungünstigen Wetterbedingungen zu kämpfen und unsere Versuche blieben ergebnislos. Es war heute ein schwerer Tag.“ – Pawel Poljanski

„Mit mehr als 250km war es ein langes Rennen. Besonders im letzteren Teil des Renngeschehens machten die regnerischen Wetterbedingungen das Rennen schwer. Die Fahrer mussten über Kies und nasse Straßen fahren und es gab auch mehrere tückische Kurven. Viele Fahrer im Peloton gingen zu Boden und es war kein leichtes Rennen, aber das Team unterstütze Sam [Bennett] und Daniel [Oss] so gut wie möglich. Am Ende des Tages versuchte Daniel ein solides Ergebnis im Sprint des Hauptfeldes zu erzielen. Trotz der schwierigen Bedingungen zeigte sich das Team kämpferisch und arbeitete gut zusammen.“ – Ján Valach, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Belgische Woche für Team Vorarlberg Santic


In der Heimat von Team Vorarlberg Santic Profi Joeri Stallaert wurde die belgische Woche gestern beim prestigeträchtigen „Great War Remembrance Race“ von Nieuwpoort nach Ypres gleich richtig zur Sache. Auf den Spuren der Flandern Rundfahrt und Gent – Wevelgem entwickelte sich das Rennen der UCI Kategorie 1.1 zu einem wahren Ausscheidungsfahren.
Rock n`Roll quer durch die Prärie – Steimle auf Rang 35. – Gian Friesecke im Spital!
Zahlreiche Passagen mit unbefestigten Straßen ließen die Fahrer an die Grenze des machbaren gelangen. Es war eine Angelegenheit für die Klassikerfraktion. Sieger des Rennes der Este Mihkel Raim. Einziger Fahrer im Ziel Jannik Steimle auf Rang 35. Gian Friesecke musste nach Sturz in das Spital zur Kontrolle, aber es gab zum Glück teilweise Entwarnung nach Verdacht auf einen Knochenbruch. Laut erster Diagnose ein kleiner Abriss der Kniescheibe. Friesecke fällt die nächsten Rennen dadurch aus.
24.08. Great War Remembrance Race UCI 1.1 (192 km) von Nieuwpoort nach Ypres
Results: https://www.procyclingstats.com/race/great-war-remembrance-race/2018
Jannik Steimle 7. – Joeri Stallaert 9. – Top Results bei Omloop Schelde Meulebeke (BEL)

Heute ging es schon besser und wie…. Im Massensprint siegte der Niederlander Wouter Wippert (Team Roompot). Aber Jannik Steimle und Joeri Stallaert sprinteten in die Top Ten mit Rang sieben und neun – der Lohn 60 UCI Weltranglistenpunkte! Top job gemacht im Rennen über 187 Kilometer – und es war wieder ein richtiges Männerrennen!
25.08. Omloop Mandel Leie Schelde Meulebeke UCI 1.1 (187 Km) (Meulebeke / BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/omloop-mandel-leie-schelde-meulebeke/2018

So geht es weiter:
26.08. Ronde Midden Netherland UCI 1.2 (192 km) (Utrecht / NED)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/ronde-van-midden-nederland/2018

28.08. Geraardsbergen – Nationales Rennen
29.08. Overijse UCI 1.1 (196 Km) (Overijse/BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/druivenkoers-overijse/2018

Kader: Dominik Amann, Roland Thalmann, Lukas Meiler, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Gian Friesecke, Jannik Steimle

Linda Riemann gewinnt spannendes Rennen der Newcomer Tour


Foto: Riedmann©Pixathlon

Große Bühne für den weiblichen Radsport-Nachwuchs. Bei der Newcomer Tour im Rahmen der Deutschland Tour im saarländischen Merzig standen heute die jungen Radsportlerinnen der U17-Kategorie im Fokus. Das Rennen über 47,5 Kilometer der Elitestrecke der 3. Etappe der Deutschland Tour entschied Linda Riedmann vom RV Concordia Karbach vor Lucy Mayrhofer von der RV Radlerlust Gomaringen für sich. Platz drei ging an Lea Waldhoff von der TSG 1847 Leutkirch.
40 Fahrerinnen der Jahrgänge 2002 und 2003 aus den Ländern Deutschland, Luxemburg und Belgien begaben sich ab 12 Uhr auf die anspruchsvolle Zielschleife in Merzig. Der hügelige Kurs mit fünf Runden von jeweils 9,5 Kilometern bot die perfekte Kulisse für einen angriffslustigen und spannenden Rennverlauf. Entsprechend fuhren die Fahrerinnen ab dem Start Vollgas. Bereits in der zweiten Runde war das Feld weit auseinandergerissen. Die Entscheidung fiel letztendlich nach 1:24:45 Stunden Fahrzeit in einer knappen Sprintentscheidung zwischen Linda Riedmann und Lucy Mayrhofer. Platz drei sicherte sich 1:10 Minuten später Lea Waldhoff im Sprint einer fünfköpfigen Verfolgergruppe.

„Die Mädels haben ein fantastisches Rennen gezeigt. Die Fahrerinnen waren schneller unterwegs als die schnellste errechnete Zeit. Es wurde von Anfang an Gas gegeben. Das war großer Sport“, sagt Toni Kirsch, Vizepräsident Radsportjugend des BDR.
Die Newcomer Tour wurde gemeinsam mit dem BDR und dem RSC Adler organisiert und als Bundessichtungsrennen mit internationaler Beteiligung veranstaltet. Mit der Klassifizierung als Sichtungsrennen nimmt die Newcomer Tour eine wichtige Rolle in der Nachwuchsarbeit des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein. Für die Siegerin gab es zudem eine vom Sponsor Alpecin besonders gestaltete Trophäe.

1. Riedmann, Linda (RV Conc. 1926 Karbach) 1h24’45″
2. Mayrhofer, Lucy (RVRadlerlust Gomaringen) +00″
3. Waldhoff, Lea (TSG1847Leutkirch) +1’10″


Pressebüro Deutschland Tour | FlessnerSchmitz GmbH | Sandra Schmitz
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