Kategorie-Archiv: Mountainbike

Weltcup Albstadt: Bericht U23-Rennen

Ein Tag zum Vergessen

Das Lexware Mountainbike Team war im U23-Rennen des Weltcups in Albstadt vom Pech verfolgt. Ausgerechnet beim Heimrennen kam keiner der vier Nachwuchs-Biker ohne Handicap durch die Konkurrenz. David List war als Bester 26.

Teamchef Daniel Berhe schüttelte den Kopf. Das Rennen war noch nicht vorbei, doch der Kirchzartener hatte bereits genügend Anlass für einen Kommentar. „Solche Tage gibt es halt mal.“ Tage, die man lieber vergisst.

Besonders bedauerlich, dass es der Tag des Heimweltcups war, an dem sich natürlich alle Lexware-Biker sehr viel vorgenommen hatten. Es begann schon auf der Startgerade.

Neben Luca Schwarzbauer machte ein Konkurrent einen Schlenker, hängte sich beim Nürtinger im Lenker ein und der machte einen kapitalen Abgang über sein Vorderrad.

Immerhin: Schwarzbauer rappelte sich zügig wieder auf und fuhr weiter. Mit verbogenem Lenker allerdings. „Ich wollte nicht gleich anhalten, weil du am Anfang so viele Plätze verlierst“, erklärte er. Also stoppte er in Runde zwei und fiel von Rang 42 auf 52 zurück.

Max Brandl hatte das Krachen nach dem Start nur hinter sich gehört und war gut ins Rennen gekommen. Doch es hatte begonnen zu regnen und die Strecke war „unkontrollierbar“ geworden, wie Brandl das später beschreiben sollte. Nach dem Albstadt-Drop stürzte der Deutsche U23-Meister in der folgenden Kurve. Es war nicht viel passiert, doch auf dem Weg verlorenen Boden wieder gut zu machen, stürzte er erneut und fand sich an 16. Stelle wieder.

„Dann ging es eigentlich ganz gut und ich habe die Spitzengruppe schon wieder vor mir gesehen“, berichtet Brandl. Bis an Position acht war er bereits wieder nach vorne gefahren. Gerade war er am Niederländer Milan Vader vorbei als der zur Konterattacke ansetzte, weil er vor Brandl in die nächste Abfahrt wollte.

Das ging schief. Auf Schotter stürzte Max Brandl schwer und riss sich dabei die ganze linke Seite auf. Der Unterarm blutete schwer. „Ich wollte das Rennen fortsetzen, aber nach zwei Kurven waren die Schmerzen so groß, dass ich aufgeben musste“, erklärte Brandl.

Am späten Nachmittag wurde im Krankenhaus die Wunde gesäubert und mit acht bis zehn Stichen genäht. „Die Sanitäter haben am Anfang auf Unterarmbruch getippt. Das war mental ganz schwer. Aber es ist zum Glück nichts gebrochen“, sagte der 20-Jährige. Allerdings muss man noch abwarten, wie sich die Wunde entwickelt.

List ist hervorragend unterwegs, bis..

Nachdem Brandl raus war, ruhten die Hoffnungen auf David List. Der Friedrichshafener war hervorragend unterwegs. „Es war alles easy, ich bin gut zurecht gekommen und habe mich gut gefühlt“, erzählte List. „Ich habe es mir auch gut eingeteilt und musste nicht über mein Limit.“

Dennoch gelang es ihm bis auf Position 18 nach vorne zu fahren. Dann aber erlitt List einen Hinterrad-Defekt. Er fiel auf Rang 36 zurück, blieb aber weiter motiviert und hätte sich beinahe noch den 25. Platz geholt, der ursprünglich seine Zielmarke war. Doch den Sprint um diese Position verlor er hauchdünn gegen den Rumänen Vlad Dascalu. 5:44 Minuten hinter dem Franzosen Joshua Dubau (1:17:48) belegte List als zweitbester Deutscher hinter Simon Schneller (18.) Rang 26.

List ärgerte sich mächtig. „Das darf nicht wahr sein. Ich hatte nie Probleme mit Plattfüßen und jetzt nach Heubach schon wieder. Da war auch kein Fahrfehler oder so“, schüttelte List den Kopf.

Luca Schwarzbauer war da bereits im Team-Zelt angekommen. Auch er hatte das Rennen nicht beenden können. Nachdem er also seinen Lenker wieder gerade gerückt hatte, spürte er erst mal Magenschmerzen. „Vielleicht vom Sturz, ich weiß nicht“, zuckte er mit den Schultern. „Aber nach einer Weile ging es wieder und ich bin gut ins Rennen gekommen.“

Das zeigte sich auch an der achtbesten Rundenzeit, die ihn von Rang 51 auf 41 nach vorne katapultierte. Er lag zu diesem Zeitpunkt nur eine halbe Minute hinter David List. Doch dann zerstörte auch im ein Defekt alle Hoffnungen auf ein halbwegs annehmbares Ergebnis.

„Mir hat es den Reifen an der Seite aufgeschlitzt, 1,5 Runden vor Schluss. Da war nichts mehr zu machen. Die Form hätte gepasst“, bedauerte Schwarzbauer.

Auch Jannick Zurnieden kam nicht ohne Handicap durchs Rennen. Abgesehen davon, dass er in der Startrunde nach dem Sturz von Schwarzbauer auf Null runter bremsen musste und einen wesentlichen Teil der Runde zu Fuß bewältigen musste („wegen Stau“), löste sich später die Befestigung des Sattels. Er ließ es sich an der Technischen Zone festziehen, doch der Sattel wollte nicht da bleiben, wo er sollte. „Das hat Rückenschmerzen verursacht und ich bin auch nie richtig in Tritt gekommen“, klagte Zurnieden. So blieb nur ein enttäuschender 68. Rang (+10:25).

Fotos zum Lexware Mountainbike Team finden Sie zum Download auf

https://www.flickr.com/photos/lexware-mountainbike-team/albums

Zusätzliche Infos zum Lexware-Team finden sie unter www.lexware-mountainbike-team.de

Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt: U23 Herren

Dubau gewinnt schwieriges Regen-Rennen
Unter schwierigen Bedingungen hat der Franzose Joshua Dubau beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt das U23-Rennen gewonnen. Antoine Philipp sorgte für einen französischen Doppelsieg. Rang drei ging an den Dänen Jonas Lindberg. Die Deutschen hatten viel Pech, Simon Schneller landete auf Platz18.

Es hatte vor dem Start zu regnen begonnen. Das machte die Strecke zu einer extremen Herausforderung. Die Zuschauer sahen viele Stürze. Dass es vor der ersten Kurve auf Asphalt zu einem Sturz kam, hatte mit den Bedingungen weniger zu tun, das war einfach ein Fahrfehler.
Im Rennen entstand nach zwei von sechs Runden eine dreiköpfige Spitzengruppe mit der späteren Podiums-Besetzung und kurze Zeit später attackierte Lindberg und Dubau konnte erst einmal nicht mitgehen, wie er später erzählen sollte. Er war weg gerutscht.

Doch dann stürzte Lindberg und der Franzose war auf und davon. Auch Antoine Philipp ging an Lindberg vorbei. Joshua Dubau holte sich seinen ersten Weltcup-Sieg und gewann mit 41 Sekunden Vorsprung auf Philipp und 1:08 Minuten auf Lindberg.
Hinter Lindberg war der Schweizer Filippo Colombo bisweilen bis auf 15 Sekunden am dritten Rang dran, musste dann aber bekennen, dass die Konkurrenz an diesem Tag stärker war. Er wurde schließlich Sechster.

Joshua Dubau: „Ich hatte einen schlechten Start, konnte mich aber nach vorne arbeiten. In der Dreier-Gruppe habe ich versucht mein eigenes Tempo zu finden. Für mich war es ein perfektes Rennen heute.“

Antoine Philipp: „Ich mag solche Bedingungen, wenn man durch die Kurven sliden kann. Aber es war natürlich ein hartes Rennen bei diesem Boden.“

Jonas Lindberg: „Das Wetter ist wie in Dänemark. Ich habe eine Attacke gesetzt und konnte durch den Sturz von Dubau an ihm vorbei. Dann hatte ich eine kleine Lücke, bin dann aber selbst gestürzt. Dadurch ist die Schnalle am Schuh kaputt gegangen, aber es war kein großes Problem. Ab diesem Zeitpunkt war ich alleine.“

Deutsche U23-Biker mit enorm viel Pech – Simon Schneller überrascht
Den deutschen U23-Mountainbikern klebte das Pech wie Dreck an den Reifen. Nur Simon Schneller kam richtig gut durch. Der Oberlengenhardter musste bei dem Sturz am Start auch in die Bremse, aber nicht zu Boden. Er war 47. nach der 2,8 Kilometer langen ersten Runde und arbeitete sich dann konstant nach vorne. Je länger das Rennen ging, desto schneller wurde Schneller.
In der letzten Runde fuhr er sich noch mal um zwei Plätze nach vorne und kam mit 4:23 Minuten Rückstand als 18. ins Ziel. „Es lief super, ich hatte auch perfekte Reifen. Ich bin echt glücklich“, freute sich Schneller.

Der Freiburger Max Brandl war mit großen Erwartungen ins Rennen gegangen, doch der U23-WM-Dritte stürzte bereits in der ersten Runde am Albstadt-Drop. Das warf ihn erst mal zurück und Brandl hatte Mühe in die Gänge zu kommen. Er fiel bis auf Rang 16 zurück, holte sich dann in Runde drei aber drei Plätze zurück. Doch dann kollidierte er mit dem Niederländer Milan Vader und stürzte schwer. Mit einer Risswunde am Arm musste Brandl aufgeben.
Luca Schwarzbauer aus Nürtingen war in den Sturz in der Startphase verwickelt. Ein Konkurrent hängte bei ihm im Lenker ein, so dass Schwarzbauer einen Abflug auf den Asphalt machte. Damit war jegliches gutes Resultat dahin. Nach einem Defekt in der fünften Runde war sein Rennen dann beendet, obschon er gut aufgeholt hatte.
David List aus Friedrichshafen fuhr lange ein hervorragendes Rennen. Der erst 18-Jährige hatte sich bis auf Platz 18 nach vorne gekämpft, als er sich einen Hinterrad-Defekt holte. Er versuchte noch mal alles, doch mehr als Platz 26 war nicht drin.

Ergebnisse: http://www.uci.ch/mountain-bike/ucievents/2018-mountain-bike-uci-mountain-bike-world-cup/162153118/widgets/live-timing-results-185534/

Foto-Link (frei zur redaktionellen Verwertung bei Nennung von Autor/EGO-Promotion): https://offroadsports.smugmug.com/Mountainbike/MTB-World-Cup-Albstadt-2018/Mercedes-Benz-UCI-MTB-World-Cup-2018/n-MxvD7j/

www.world-cup-albstadt.de

Mercedes-Benz UCI Weltcup Albstadt: Kurzbahn Red Bull Coverage

Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt / Short Track

Langvad und das Bumm-Bumm

Van der Poel vergisst den Schmerz

Annika Langvad und Mathieu van der Poel haben in Albstadt beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup die Premiere des Short Track gewonnen. Van der Poel siegte nach einem aufregenden Rennen souverän vor Sam Gaze und Mathias Flückiger, während die Dänin Annika Langvad die beiden Schweizerinnen Jolanda Neff und Linda Indergand auf Rang zwei und drei verwies.

Das Rennen der Herren begann mit großem Pech für einen Mitfavoriten. Weltmeister Nino Schurter hatte gleich auf der Startgeraden Probleme mit der Schaltung, bzw. der Kette und verlor den Anschluss. Damit hatte er im 25-minütigen Rennen keine Chance mehr. Er quittierte das Geschehen in der fünften Runde.

An der Spitze war es Mathieu van der Poel, der am häufigsten das Tempo bestimmte. Einmal gelang es ihm und Florian Vogel (Sui) zu entkommen, doch das war nach der Hälfte der Distanz etwas zu früh.

Es war Manuel Fumic (Kirchheim/T.), der einzige Deutsche im Rennen, der die Lücke für die Verfolger schließen konnte. Doch kaum, dass das gelungen war, erlebte Fumic ebenfalls ein Problem mit der Kette. „Sie ist mir runter gerutscht und ich frage mich, wie das passieren konnte. Das ist ein völlig sicheres System“, sollte Fumic nachher sagen. „Ich überlege mir grade, ob mir vielleicht irgendjemand hinten rein gefahren ist.“

Fumic musste vom Rad und verlor den Anschluss. Am Ende reichte es nur zu Platz 17. „Das ärgert mich ziemlich. Ich habe mich gut gefühlt und ich kann solche Short Races. Ich finde das Format richtig das ist echt super.“

Van der Poel mit Adrenalin

So war Fumic also aus dem Geschäft um einen Podest-Ergebnis. Drei Runden vor Schluss hatte Mathieu van der Poel eine Lücke. „Plötzlich“, wie er sagte. Ich habe versucht es bis ins Ziel durchzuziehen und bin wirklich glücklich, dass ich es geschafft habe. Das ist ein hartes Rennformat und es kam mir mit meinem Kahnbeinbruch auch entgegen, weil es nicht technisch war. Im Rennen hast du so viel Adrenalin, dass du den Schmerz vergessen kannst. Ich hoffe, bis Sonntag wird es noch besser mit dem Schmerz.“

Hinter ihm kam es zum Kampf um Rang zwei. Mathias Flückiger wollte als Erster in den Singletrail, doch Sam Gaze kam ihm zuvor. Der Neuseeländer zog durch und ließ sich auch auf der Zielgeraden Rang zwei nicht mehr nehmen.

„Mathieu war zu stark, aber ich bin glücklich über ein gutes Rennen. Das zeigt, mein Training in den vergangenen vier Wochen hat funktioniert“, sagte Gaze, der drei Sekunden hinter van der Poel das Ziel passierte.

Mathias Flückiger strahlte über seinen Podest-Rang.

„Dass ich hier auf dem Podest stehe, das hätte wohl auf dem ganzen Event hier niemand geglaubt“, sagt Mathias Flückiger im Ziel mit einem Grinsen. „Ich auch nicht.“

Dabei hat das Rennen für ihn sogar denkbar schlecht begonnen. Er wurde in der ersten Runde von einem Konkurrenten „abgeschossen“, so dass er sich erst mal an 30. Position wiederfand.

„Ich musste dann drei Runden voll überziehen“, erklärt Flückiger, wie er sich wieder nach vorne arbeitet und in der Schlussrunde plötzlich um – erfolgreich – um das Podest kämpfte.

Damen: Wloszczowska greift als Erste an

Bei den Damen war das Rennen 15 Minuten von Taktik geprägt. Ein Fluchtversuch von Chloe Woodruff wurde unspektakulär neutralisiert. So war es lange vor allem ein Kampf um eine bessere Position, bevor es in die kurze technische Passage ging.

Erst als die letzte von neun Runden eingeläutet wurde, eröffnete die Polin Maja Wloszczwoska aus einer zehnköpfigen Spitzengruppe heraus das Feuer.

Ihre Kraft reichte allerdings nur bis zur Hälfte der Schlussrunde. „Dann war es aus. Ich wollte es versuchen, aber gleichzeitig war es eine Vorlage für Jolanda“, erklärte Wloszczowska, die am Ende Achte wurde.

Jolanda Neff (Sui) übernahm tatsächlich die Führung und kam als Erste aus dem Wald auf die Wiesenpassage. Doch dort legte Weltmeisterin Annika Langvad (Den) alle ihre Qualitäten an den Tag und zog vorbei. Auf der Zielgeraden konnte die Stellenbosch-Siegerin bereits die Hände in die Höhe reißen und den ersten Short Track Weltcup-Sieg aller Zeiten feiern.

Hinter der Marathon-Weltmeisterin landeten mit Cross-Country-Weltmeisterin Jolanda Neff und Linda Indergand zwei Schweizerinnen.

Annika Langvad: „Ich freue mich riesig. Ich wusste schon, dass meine Form gut ist, aber das hier ist was ganz anderes. Es wurde schon taktisch gefahren und ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Und dann ging es plötzlich, bumm, bumm.“

Jolanda Neff: Ich finde es super cool, dass wir zwei Schweizerinnen auf dem Podest sind. Annika war am Ende einfach stärker, aber ich bin mit Rang zwei sehr glücklich. Das Rennen ist unberechenbar, du musst immer auf der Hut sein. Am Sonntag, das wird eine andere Geschichte.

Linda Indergand: „Ich war am Ende am Hinterrad von Jolanda, Annika auf der anderen Seite. So bin ich zwar an Maja vorbei gekommen, nicht aber an Jolanda. Aber klar, ich bin schon glücklich mit einem Podest.“

Elisabeth Brandau mit Pech am Start

Für die deutschen Damen verlief die Short-Race-Premiere nicht so günstig. Elisabeth Brandau hatte am Start Pech, weil vor ihr Pauline Ferrand Prevot nicht ins Pedal kam. So lag sie gleich in ungünstiger Position, musste nach der Brückenüberfahrt am kurzen Anstieg absteigen, weil es vor ihr staute.

Dann entwickelte sich ein Jojo-Spiel. Immer wieder schloss sie die Lücke, um dann aber in einer schlechten Position in den Singletrail zu gehen. Schließlich war sie auf dem Weg in die Top 16, als sie durch einen Sturz blockiert wurde und dann keine Chance mehr hatte.

„Das ist kein ehrliches Rennen“, schüttelte sie in der ersten Enttäuschung den Kopf.

Bei 100 Prozent sei sie nach ihrem Infekt natürlich nicht gewesen, aber schlecht habe sie sich auch nicht gefühlt, so die Schönaicherin.

Sabine Spitz (Murg-Niederhof) kämpfte ebenfalls permanent um die Top 16 und wurde vom gleichen Sturz aufgehalten wie Brandau. Für sie gab es schließlich nur Rang 19.

„Es ist was ganz anderes, als wir gewohnt sind, noch intensiver. Es wurde schon aggressiver gefahren. Nach dem Sturz ist leider ein Loch aufgegangen“, meinte Spitz und fügte mit einem Lachen hinzu: „Ich habe nicht erwartet, dass ich hier gewinne“.

Adelheid Morath (Freiburg) verzichtete bei ihrem Comeback nach ihrem Kahnbeinbruch richtig reinzuhalten. „Ich bin eigentlich gut weggekommen, aber nach der Brücke bin ich aufgehalten worden. Ich habe nicht die notwendigen Ellbogen eingesetzt“, so Morath. So war sie dann plötzlich Letzte und „der Zug war abgefahren.“ Morath belegte Rang 36.

Results

Picture Link
(free for editorial use when captured by the author/EGO-Promotion)

www.world-cup-albstadt.de

Stevens Schubert Racing Team: Bene gewinnt wieder bei Nachwuchsbundesliga


Gedern_Bene

Fast alle Fahrer der Stevens Schubert Racing Teams waren an diesem Wochenende in Gedern (Hessen) am Start. Ein Fahrer konnte sich über den Sieg freuen.

In Gedern standen Wettbewerbe der Nachwuchsbundesliga für Benjamin und Kaya, sowie der Hessencup für Nico auf dem Programm. Die internationale Bundesliga machte für Maximilian Krüger, Simon Weh und Tim Wollenberg einen Stopp. Luca Tämmerich legte diesmal eine Rennpause ein. Nico (U13), Bene (U15) und Kaya (U17) waren schon am Samstag gefordert und mussten einen Trial absolvieren. Leider bekam Nico wie schon öfters Nervenflattern und ließ ein paar Punkte liegengelassen. Resultat war nur Platz 17 von 35 Startern und die dritte Startreihe am Nachmittag zum CC-Rennen. Dort kam Nico gut in den Wettbewerb, aber irgendwie war an diesem Tag der Teufel drin: Die Kette fiel im Lauf des Rennens unfassbare viermal runter. Nico musste dadurch mehrfach die gerade überholten Fahrer wieder einholen. Am Ende belegte er Platz 15, was in der Endabrechnung mit Trial Platz 13 bedeutete.


Gedern_Kaya
Bene und Kaya mussten eine Art Vario-Sprint Race absolvieren, mit folgenden
Aufgaben: Kurventechnik auf der Wiese, Stufen bergab nehmen, bergab durch zwei Pylonen fahren, welche nur pedalbreit aufgestellt waren, ein Holzbrett übers Eck überfahren, eine Stufe bergauf überwinden, in einer steilen Abfahrt in einem bestimmten Sektor zum Stillstand kommen, sechs umgedrehte Paletten auf der mittleren Bahn überwinden, das Ganze auf Zeit. Leider machte Bene bei den Pylonen einen Fehler und wurde dadurch Elfter, für Kaya lief es ein bisschen besser mit Platz sieben. Am nächsten Morgen musste die U15 schon um 8 Uhr auf die Strecke. Bene gelang aus der zweiten Reihe ein guter Start und direkt der Sprung auf Rang drei.

Danach setzte er sich mit einem Konkurrenten ab und duellierte sich mit diesem bis in die letzte Runde. Hier konnte sich Bene leicht absetzten, zudem hatte sein Konkurrent zu allem Übel noch einen Hinterraddefekt. Dadurch konnte der Stevens-Fahrer problemlos seinen zweiten Sieg in der Nachwuchsbundesliga feiern. Danach legte Kaya ein blitzsauberes Rennen hin, nur eine ein Jahr ältere Fahrerin war diesmal noch schneller, aber mit Platz zwei war Kaya sehr zufrieden.

Im U19-Rennen starteten Maxi, Simon und Tim erstmals in dieser Saison alle gleichzeitig bei einem Rennen. Dabei erzielte Tim die beste Platzierung. Bei schwülen Temperaturen setzte sich der 18-Jährige direkt nach dem Start mit dem Lokalmatador ab. Nachdem dieser einen Panne hatte, drehte Tim alleine seine Runden bis ein weiterer Fahrer aufschloss. Zusammen ging das Duo in die letzte Runde. Nun hatte aber auch Tim Pech, denn plötzlich war sein Hinterrad platt. Bis zur Techzone passierten ihn drei Fahrer, zum Dritten schloss Tim dann wieder auf, doch die anderen waren schon zu weit weg. Im Zielsprint um Platz drei rutschte er dann zu allem Überfluss noch aus dem Pedal, sodass nur der undankbare vierte Platz blieb.


Gedern_Tim
Maxi ging von Platz elf ins Rennen. Wie Tim erwischte er einen guten Start, denn nach dem Startloop lag er hinter dem Führungsduo mit Tim auf Platz drei. Danach passierten ihn einige Fahrer, sodass sich Maxi um Platz zehn einsortierte. Der Stevens-Fahrer fuhr konzentriert seinen Rhythmus, konnte am Ende aber leider nicht mehr das Tempo mitgehen. Schließlich kam er als Elfter ins Ziel.
Mit der vorletzten Reihe hatte Simon die schlechteste Startposition. Diese bekam er gleich zu spüren, als durch den aufgewirbelten Staub die Sichtweite auf wenige Meter reduziert wurde. Auf einer Strecke mit sehr hohem Singletrail-Anteil fädelte sich das ganze Fahrerfeld hintereinander ein. Im Laufe des Rennens konnte Simon einige Plätze gutmachen. Im Ziel wurde er als 36. gewertet.

Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt: Prickeln im Hexenkessel und eine große Unbekannte

Der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt verspricht am Wochenende großen Sport. Das Short Track Race am Freitag könnte einiges verändern und nicht nur Weltmeister Nino Schurter ist sehr gespannt was das Wochenende im Bullentäle bringt. Sein langjähriger Konkurrent Julien Absalon hat am Montag seinen sofortigen Rücktritt erklärt, aber es sind andere da, die einen dritten Schurter-Sieg in Albstadt verhinden wollen. Bei den Damen ist die Konstellation ohnehin sehr offen.

Seit dem Auftakt in Stellenbosch sind zehn Wochen vergangen, die Karten konnten in dieser Zeit neu gemischt werden, der Kurs in Albstadt hat eine deutlich andere Charakteristik als der in Südafrika. Trotzdem: an Weltmeister Nino Schurter (Sui) kommt man auf der Suche nach (Top-)Favoriten nicht vorbei. Er kann alles, wie er voriges Jahr eindrucksvoll belegte, als er alle sechs Weltcup-Rennen für sich entschied.

170528_03707_by_Kuestenbrueck_GER_Albstadt_XCO_ME_VanDerPoel

Er selbst erkennt in Mathieu van der Poel (Ned) einen ganz großen Widersacher. Der Cyclo-Cross-Star war 2017 in Albstadt Zweiter und er kommt mit der Empfehlung von drei Etappensiegen an drei Tagen bei einem spanischen Etappenrennen. Trotz Sturz auf Etappe eins.

Stellenbosch-Sieger Sam Gaze (Nzl) ist für den Bullentäle-Kurs nicht unbedingt prädestiniert, doch 2016 hat er hier das U23-Rennen gewonnen – vor einem so starken Kletterer wie Titouan Carod (Fra). Und wenn ihm, wie von Schurter in den Raum gestellt, ein Sieg im Short Track (siehe unten) gelingt, dann könnte das einen weiteren Motivations-Schub geben.

„Max ist heiß“, sagt Manuel Fumic über seinen Cannondale-Teamkollegen Maxime Marotte. Der Franzose war in Stellenbosch knapp geschlagen Dritter und auch er hat auf seiner Agenda: „Einen Weltcupsieg“.

Der Schweizer Mathias Flückiger hat sich im Hexenkessel Bullentäle durch einen spektakulären Sturz im Vorjahr aus dem Rennen um einen möglichen Albstadt-Sieg katapultiert. Er hat jüngst Nino Schurter in Solothurn am längsten Paroli geboten. „Es hat nicht viel gefehlt“, so Flückiger.

Dehnt man die Suche nach Favoriten auf Podiums-Kandidaten aus, dann kommt auch ein Anton Cooper ins Spiel. „Es geht von Tag zu Tag besser“, sagt der Vorjahres-Dritte aus Neuseeland. Und der oben erwähnte Titouan Carod (Fra), genauso wie Florian Vogel (Sui). Es könnte auch Henrique Avancini (Bra) reif sein für sein erstes Weltcup-Podium, wenn er den Jetlag gut wegstecken kann. Oder mit Jordan Sarrou noch ein Franzose.

Einer ganz Großer wird, zumindest im Rennen, in Albstadt fehlen. Der 33-fache Weltcupsieger Julien Absalon (Fra) hat am Montag seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. Grund ist eine Pollenallergie, die sich in diesem Frühjahr so sehr ausgedehnt hat, dass er die Reißleine zog. „Das macht mich etwas nachdenklich“, gesteht Nino Schurter, „Julien ist ein großer Champion, ich vermisse ihn bereits in den Rennen.“ Vor Ort wird Absalon allerdings auftauchen, als Teamchef seiner eigenen kleinen Equipe und als Freund von Pauline Ferrand Prevot.

Und Manuel Fumic? „Ich hätte ihm einen schöneren Abtritt gewünscht, aber er wird dem Sport ja nicht ganz verloren gehen. Julien hat so viel Herzblut für den Sport und war über viele Jahre der Mann, der fast unschlagbar war.“

Und was meint er zu sich selbst, mit seinem Handicap, dem geschienten Ringfinger? „Das Training lief super, aber wenn ich in die Top-Ten oder gar Top Acht komme, dann wäre ich happy“, sagt der Kirchheimer. Und freut sich auf Heimpublikum und gutes Wetter. „Das hat Albstadt auch mehr als verdient“, findet Fumic.

Für seine deutschen Kollegen wäre ein Top-20-Resultat ein sehr großer Erfolg. Markus Schulte-Lünzum hat es 2017 als 14. vorgemacht.

170528_11418_by_Dobslaff_GER_Albstadt_XCO_WE_Belomoyna

Damen: Ein Quartett an Albstadt-Siegerinnen

Wer im weißen Weltcup-Leaderjersey antritt, gehört automatisch zu den Favoriten. Das für Annika Langvad zu sagen, versteht sich. Die Dänin gewann in Stellenbosch ein enges Duell mit Pauline Ferrand Prevot und hat 2016 auch in Albstadt einen ihrer bisher fünf Weltcupsiege eingefahren.

Am vergangenen Wochenende wurde die amtierende Marathon-Weltmeisterin auch Dänische Meisterin in dieser Disziplin. Bemerkenswerter als das, ist jedoch, dass sie nur zehn Minuten langsamer war als der Meister bei den Herren. „Das gab mir die Bestätigung, dass die Form gut ist“, so Langvad. Wohl wahr.

Die 2014-Albstadt-Siegerin Pauline Ferrand Prevot erwischte es in Obertraun nicht ganz so gut, nachdem sie schon nach 500 Metern Plattfuß hatte. Nach acht Wochen Straßen-Intermezzo ist die Französin jetzt wieder zurück auf dem Mountainbike und auf jeden Fall eine Kandidatin für den größten Pokal bei der Siegerehrung.

Wenn wir schon bei den bisherigen Albstadt-Siegerinnen sind: Bei Weltmeisterin Jolanda Neff (Sui) hat’s ein bisschen geruckelt in diesem Frühjahr. Schlüsselbeinbruch im Januar, frühe Rückkehr, Sechste in Stellenbosch und dann im April ein heftiger Trainingssturz auf den Oberschenkel, der sie erst mal ausbremste. „Momentan geht es mir gut und ich bin am Trainieren, damit es weiter aufwärts geht“, meldete sie am Montag etwas unkonkret. Gehen wir davon aus, dass sie eine bedeutende Rolle spielen wird, wenn es um die ersten drei Plätze geht.

Als Yana Belomoina voriges Jahr in Albstadt die Ziellinie überquerte, da schlug sie die Hände vors Gesicht, weil sie ihren ersten Weltcupsieg kaum fassen konnte. Sie ließ zwei weitere folgen und holte den Gesamtsieg. Im Herbst hatte sie dann einen Trainingsunfall auf der Straße und musste mit einem nicht ganz einfachen Bruch im Oberschenkelbereich lange pausieren. Auf Stellenbosch musste sie verzichten, doch mit ihrem Sieg in Obertraun hat sie sich endgültig wieder in den Kreis der Podest-Anwärterinnen zurückgemeldet.

„Es hat sich gut angefühlt, von Woche zu Woche besser. Mal sehen, wie ich mich am Wochenende fühle, aber ich bin zuversichtlich“, so Belomoina.

Neben diesem Quartett muss man auch Maja Wloszczowska nennen. Die Polin gehört seit mindestens zwölf Jahren immer zu den Sieganwärterinnen, auch wenn ihr letzter von drei Weltcuperfolgen schon sechs Jahre zurückliegt.

Gespannt sein darf man auch auf die 45-jährige Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor), die ihre letzte Weltcup-Saison bestreitet und auf der anderen Seite der Alters-Skala auf Anne Tauber aus den Niederlanden, die am Samstag erst 23 Jahre alt wird. Als Dritte von Stellenbosch muss man die Newcomerin aus dem Eisschnelllauf auf jeden Fall ernst nehmen.

Und die deutschen Karten? Sind nicht schlecht. Sabine Spitz hat schon in Stellenbosch als Achte gezeigt, dass sie gut in Form ist. Auch am Sonntag bei ihrem Sieg in Singen. „In den Anstiegen ging es sehr gut“, meinte Spitz. Was das für Albstadt heißt? „Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“, sagt sie lachend. Aber zumindest so viel: Die Form passt und ein Top-Ten-Resultat ist auf jeden Fall drin.

Das gilt auch für Elisabeth Brandau, die das 2016 als Siebte auch schon mal geschafft hat. Das war vor der zweiten Baby-Pause. Jetzt ist sie zurück und hat mit vier Saisonsiegen brilliert. Vor allem in Heubach, als sie auch Maja Wloszczowska schlagen konnte.

Allerdings ist sie vorige Woche krank geworden. Fünf Tage sei sie im Bett gelegen, sagt Brandau. „Ich gehe zumindest erholt in das Weltcup-Wochenende“, sagt sie mit einem Lachen. „Die Form ist sicher da, doch ich habe keine Ahnung was möglich ist. Weltcup ist sowieso was anderes. Ich freue mich auf Albstadt, aber ich mache mir keinen Druck“, wehrt die Schönaicherin ab.

Erfreulich aus deutscher Sicht, dass Adelheid Morath auch an der Startlinie stehen wird. Die Freiburgerin fährt neun Wochen nach ihrem Kahnbeinbruch im Training von Stellenbosch allerdings ihr erstes Cross-Country-Rennen überhaupt in diesem Jahr. Insofern ist sie erst mal nur froh, überhaupt dabei zu sein.

„Albstadt war im Saisonplan eigentlich ein Highlight. Ich freue mich drauf, die Form ist gut, aber was das wert ist, kann ich überhaupt nicht sagen. Ich will auch nicht viel darüber nachdenken, sondern einfach das Beste draus machen.“

Short Track, die große Unbekannte

Beginnen wird alles mit der großen Premiere des Short Track am Freitag. Zu sagen, die Sportler seien gespannt, ist fast schon eine Untertreibung. Das neue Weltcup-Format am Freitagabend ist die große Unbekannte. Allen ist klar, wie wichtig es ist, niemand weiß, was dabei herauskommt.

„Ich bin vor allem auf Freitag gespannt“, gab Sabine Spitz nach ihrem Sieg beim Marathon in Singen am Sonntag zu Protokoll, Weltmeister Nino Schurter äußerte sich im Interview ähnlich und auch beim einzigen Deutschen Manuel Fumic „prickelt“ es.

Die 40 besten Damen, die 40 besten Herren gehen 25 Minuten auf der 1,2 Kilometer langen Runde auf die atemlose Jagd nach dem ersten Short Track-Weltcupsieg in der Geschichte. Favoriten? Sicherlich ist Sam Gaze ein Kandidat, auch Mathieu van der Poel und gewiss auch Nino Schurter. Doch es ist damit zu rechnen, dass auch andere mitmischen. Bei Thomas Litscher könnte nach seiner OP die Kraft für 25 Minuten reichen.

Im Feld der Damen sind es natürlich Jolanda Neff und die zweifache Eliminator-Weltmeisterin Linda Indergand, aber auch eine Eva Lechner oder Annie Last. Und einige andere.

Und was machen die Deutschen? „Im Short Track muss man reinhalten“, sagt Adelheid Morath. Das ist nicht unbedingt ihr Ding, nach dem Kahnbeinbruch sowieso. Wie gesagt: das Short Track ist die große Unbekannte.

U23: Auf Max Brandl ruhen die deutschen Hoffnungen

Am Samstag gibt es die größten Hoffnungen auf einen deutschen Fahrer auf dem Podest. Der Freiburger Max Brandl gehört zu den Kandidaten in der männlichen U23. Der Dritte der Weltmeisterschaften 2017 hat vergangenen Sonntag in Gedern das Bundesliga-Rennen (der Elite) gewonnen und starke Form gezeigt. Sein vermutlich größer Kontrahent: Petter Fagerhaug aus Norwegen.

Auch Luca Schwarzbauer aus Nürtingen zeigte viel versprechende Leistungen. Sein Ziel ist ein Top-Ten-Resultat und das ist sicherlich realistisch.

Bei den U23-Damen, die am Sonntagvormittag dran sind, hat sich mit Ronja Eibl aus Grosselfingen die Lokalmatadorin in den Vordergrund gespielt. Die 18-Jährige will vor heimischem Publikum natürlich gut abschneiden.

Favoritinnen hier: U23-Weltmeisterin Sina Frei aus der Schweiz und die Dänin Malene Degn, die in Stellenbosch gewonnen hat. Und sicher Evie Richards aus Großbritannien.

Fotos: ©EGO-Promotion (frei zur redaktionellen Verwertung bei Nennung des Autors). Mehr Fotos von Albstadt 2017 finden Sie hier: https://offroadsports.smugmug.com/Mountainbike/UCI-Mountain-Bike-World-Cup-Albstadt-2017/n-Qsdmcd/

www.world-cup-albstadt.de

Weltcup Albstadt / Vorschau: Plan A und B im „Hexenkessel“

Fünf Biker vom Lexware Mountainbike Team bestreiten am Wochenende die
zweite Weltcup-Runde in Albstadt. U23-Meister Max Brandl zeigt sich vor dem
U23-Rennen am Samstag optimistisch. Im Elite-Rennen des Heim-Weltcups will
Georg Egger am Sonntag zeigen, was in ihm steckt.

Albstadt und Georg Egger, das passt schon gut zusammen. 2017 verzeichnete
der Biker vom Team aus dem Hochschwarzwald im U23-Rennen als Zweiter
sein bestes Weltcup-Resultat. So geht der Gessertshausener auch
hochmotiviert ans Werk.

„Die Form ist nicht schlecht und ich habe super Bock alles aus mir raus zu
holen“, so Egger.

Allerdings weiß der DM-Dritte, dass man „im Elite-Weltcup nichts geschenkt
bekommt“, wie er es ausdrückt. Klar, er hat es ohne Einschränkung mit den
Besten der Welt zu tun. Da wäre für ihn im ersten Elite-Jahr ein Eindringen in
die Punkte-Ränge bis Platz 60 schon mal ein Teil-Erfolg.

„Ich kann im ersten Jahr noch gar nicht richtig einschätzen, wo ich stehe“,
bekennt Egger. Und prinzipiell ist es von Startposition 59 aus grundsätzlich ein
anderes Rennen als wenn man vorne um die Spitze mitkämpft wie es in der
U23 der Fall war.

Das heimische Publikum im „Hexenkessel“ Bullentäle wird für zusätzliche
Motivation sorgen.

U23: Brandl fühlt sich topfit
Max Brandl kann diesen Vorzug der Nachwuchs-Kategorie noch genießen.
„In der ersten Reihe kann man sich aus dem Getümmel am Anfang
heraushalten“, sagt der Freiburger.

Und für den Rest klingt der 20-Jährige nach seiner starken Vorstellung vom
Bundesliga-Rennen in Gedern ganz optimistisch.

„Ich fühle mich topfit und werde mein Bestes geben“, sagt Brandl, der in
Startreihe eins ins Rennen gehen darf. „Wenn ich alles abrufe, was ich aktuell
kann, wenn ich in der Lage bin es umzusetzen, dann steht einem guten
Ergebnis nichts im Weg.“

Ob das ausreicht für das Podest oder gar den ersten Weltcup-Sieg, das hängt
natürlich auch von der Verfassung seiner Konkurrenten ab, allen voran
Stellenbosch-Sieger Petter Fagerhaug aus Norwegen und der Däne Simon
Andreassen. Aber vor dem Heimpublikum auf dem Podium zu stehen, wie
Kollege Egger im Vorjahr, das wäre ja auch nicht schlecht.
Das mag für Luca Schwarzbauer noch außer Reichweite sein, von
Startposition 35 sowieso. Doch sein vor der Saison formuliertes Ziel sich unter
den besten Zehn zu etablieren, scheint nicht nach den jüngsten Vorstellungen
nicht aus der Luft gegriffen.

„Ich werde versuchen so schnell wie möglich diese Regionen zu erreichen
und wenn es geht, mich an Max zu orientieren“, erklärt Luca Schwarzbauer zu
„Plan A“ mit Team-Karte. Wenn er sich aber nicht so fit wie gewünscht fühlen
würde, dann gebe es Plan B.

„Dann versuche ich mich nicht verrückt zu machen, sondern das Rennen
unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich zu Ende zu bringen und
möglichst viele Punkte mitzunehmen“, erläutert Schwarzbauer.
Einen zwölften Platz von Lenzerheide 2016 ist das bisher beste Resultat, das
der Nürtinger aus dem Weltcup vorzuweisen hat.

List mit guter Startposition
David List steht fünf Positionen weiter vorne als sein Teamkollege. Wenn die
Trainingsplanung aufgeht, könnte er versuchen seine ersten Weltcup-Punkte
in der U23 einzufahren (Top 25).

„Wenn ich ehrlich bin, hätte ich letztes Jahr nicht gedacht, dass ich so weit
vorne starten kann, aber durch die Punkte von der Junioren-WM und dem
Snowbike-Festival habe ich mir sehr gute Voraussetzungen geschaffen“,
erklärt List.

Die zu nutzen, hat er sich zur Aufgabe gemacht. „Diese Woche lege ich den
Fokus auf Regeneration, um super frisch starten zu können“, kündigt der
Friedrichshafener an.

So ähnlich formuliert das auch Jannick Zurnieden. „Ich habe zwei Tage
ruhiger gemacht, um mich noch mal richtig zu erholen“, so der Freiburger.
„Meine Devise ist so weit wie möglich nach vorne zu fahren.“
Von Startplatz 69 will er aber das Rennen eher kontrolliert angehen, um sich
„dann Runde für Runde vorzuarbeiten.“

Team TEXPA-SIMPLON: Etappen-Sieg durch Christoph Soukup und tolles Comeback von Christina Kollmann-Forstner in Belgien

Nach der Absage des Cape-Epic und den anhaltenden gesundheitlichen Problemen, schien es für Christina Kollmann-Forstner Mitte April beim MTB Garda Marathon wieder ganz gut zu laufen. Danach erlitt sie aber erneut einen Rückschlag und musste lange pausieren. Daher war die Belgian Mountainbike Challenge erstmal aus dem Programm gestrichen. Kurz vor dem Start ging es ihr etwas besser und sie entschied sich, das dreitägige Etappenrennen als Training einzubauen. Die erste Etappe lief dann gegen alle Erwartungen extrem gut. Lange fuhr sie auf Platz drei und im Finale konnte sie dann sogar noch die Vorjahres-Siegerin Jovana Crnogorac einholen und sich auf den zweiten Platz vorschieben.

Christoph Soukup hatte ebenfalls von Beginn an gute Beine und hielt sich in der Spitzengruppe. Leider musste er kurze Zeit später einen Ast aus seinem Schaltwerk entfernen und verlor so den Anschluss und einige Plätze. Seine Aufholjagd beendete er trotzdem auf einem guten sechsten Rang.

Am zweiten Tag lief dann bei Christoph alles nach Plan und er konnte sich trotz des extremen Ausscheidungsfahren bis zum Finale in der Spitzengruppe halten. Als er an einem der letzen Anstiege ohne zu attackieren die Gruppe sprengte, wusste er, dass er um den Sieg mitfahren kann. So ging er mit Vollgas in die letzte Steigung und niemand konnte seinem Tempo folgen. Mit gut einer Minute Vorsprung konnte er so die Königsetappe der BeMC für sich entscheiden.
Kollmann zeigte erneute eine sehr gute Vorstellung und fuhr mit Platz 3 einen weiteren Podestplatz ein.

Auch am dritten Tag ließ sich Kollmann dann nicht mehr aus der Ruhe bringen und bestätigte mit einem weiteren dritten Platz in der Tageswertung ihre gute Verfassung.
Soukup kam leider mit den nassen und kalten Bedingungen nicht so gut zurecht und kam nur auf Rang 11 ins Ziel. Somit verlor er auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung und beendete das Etappenrennen knapp hinter dem Podest auf Rang 4.

Matthias Alberti knapp vorbei am Podest in Singen
Nach den starken Ergebnissen der letzten Wochen ging Matthias Alberti selbstbewusst in das UCI Worldseries Rennen in Singen. Der schnelle Kurs über zweimal 50km sorgte erneut dafür, dass relativ große Gruppen zusammen blieben. Bereits vor Ende der ersten Runde konnte sich dann aber Daniel Geismayr (Centurion Vaude) aus der Spitzengruppe absetzen. Alberti fuhr dann in der Verfolgergruppe ab Platz zwei.
Im Finale wurde diese Gruppe nochmal gesprengt und Alberti kam in einem knappen Finish auf dem fünften Platz ins Ziel.
Tim Weismantel erwischte nach dem Start auch eine passende Gruppe und fuhr um Platz 24 das erste mal durch Start/Ziel. In der zweiten Runde produzierte er sogar eine Top 20 Zeit, konnte sich bei der Platzierung aber nicht mehr verbessern. Trotzdem konnte er mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.
Jasper Britz wählte mit dem Marathon in Singen einen anspruchvollen Einstieg in die Saison und wurde am Ende 43.
Jakob Britz musste das Rennen leider nach einem Sturz frühzeitig beenden.

Bilder: Thomas Lienig/sportograph.eu

Kalte Dusche in Bad Wildbad

Beim Ketterer Bike Marathon in Bad Wildbad setzte ca. eine Stunde vor dem Start ein kräftiges Gewitter inklusive Starkregen die Strecke unter Wasser. Und auch während des Rennes kam das Wasser sowohl von unten als auch von oben.
Auf der 80Km Strecke wurden Wolfgang Mayer, Uwe Hardter und Oliver Vonhausen aber schnell warm, denn in der ersten Renn-Stunde war das Tempo wie immer sehr hoch. Uwe hing zum Ende der ersten Schleife kurz hinter der Spitzengruppe, während Wolfi und Oli in der nächsten Gruppe um Platz 10 gut zusammen arbeiteten. In der Abfahrt zur Zieldurchfahrt konnte Oli sich etwas absetzen und nochmal zu Uwe aufschließen. Zusammen gingen sie dann auf die letzten Kilometer bis Oli schließlich reißen lassen musste. In der letzten technischen Abfahrt konnte er aber die Lücke nochmal schließen und so kamen sie fast zeitgleich auf den Plätzen 7 (Oli) und 8 (Uwe) ins Ziel. Wolfi fuhr in der zweiten Runde komplett alleine im Wind und kam auf einem guten 11. Rang ins Ziel.
Kurz nach der Langdistanz ging Oliver Fritsch auf der 53Km Runde auf die Strecke. Auch er setzte sich in der Verfolgergruppe fest und ging fast alle Attacken mit, während die Gruppe immer kleiner wurde. Er musste im Finale zwar noch ein paar Konkurrenten ziehen lassen, jedoch konnte er sich erneut einen deutlichen Sieg in der U19 Kategorie sichern.

Nur drei Tage später starte Oliver Fritsch dann beim ersten Lauf der XC Bundesliga in Gedern. Der technisch sehr anspruchsvolle Kurs und die hektische Startphase sorgte zu Beginn für viel Gedränge und Stürze. Das bremste auch Fritsch etwas aus und er kam auf Position 30 aus dem Startloop. Auf den folgenden sechs zu fahrenden Runden konnte er nach und nach Plätze gut machen, musste aber wieder einige Fahrer vorbei lassen, nachdem er an einem Hindernis gestürzt war. Dennoch hielt er danach das Tempo hoch und konnte sich nochmals um ein paar Positionen verbessern, so dass er das Rennen auf Rang 23 im starken U19 Feldbeendete.
” Der Start und der Sturz waren natürlich nicht optimal, aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem Rennen, vor allem weil ich den Marathon in BadWildbad noch in den Beinen gespürt habe”, gab Fritsch im Ziel zu Protokoll.

Matthias Alberti knapp vorbei am Podest in Singen
Nach den starken Ergebnissen der letzten Wochen ging Matthias Alberti selbstbewusst in das UCI Worldseries Rennen in Singen. Der schnelle Kurs über zweimal 50km sorgte erneut dafür, dass relativ große Gruppen zusammen blieben. Bereits vor Ende der ersten Runde konnte sich dann aber Daniel Geismayr (Centurion Vaude) aus der Spitzengruppe absetzen. Alberti fuhr dann in der Verfolgergruppe ab Platz zwei.
Im Finale wurde diese Gruppe nochmal gesprengt und Alberti kam in einem knappen Finish auf dem fünften Platz ins Ziel.
Tim Weismantel erwischte nach dem Start auch eine passende Gruppe und fuhr um Platz 24 das erste mal durch Start/Ziel. In der zweiten Runde produzierte er sogar eine Top 20 Zeit, konnte sich bei der Platzierung aber nicht mehr verbessern. Trotzdem konnte er mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.
Jasper Britz wählte mit dem Marathon in Singen einen anspruchvollen Einstieg in die Saison und wurde am Ende 43.
Jakob Britz musste das Rennen leider nach einem Sturz frühzeitig beenden.

Bilder: Thomas Lienig/sportograph.eu

Kalte Dusche in Bad Wildbad

Beim Ketterer Bike Marathon in Bad Wildbad setzte ca. eine Stunde vor dem Start ein kräftiges Gewitter inklusive Starkregen die Strecke unter Wasser. Und auch während des Rennes kam das Wasser sowohl von unten als auch von oben.
Auf der 80Km Strecke wurden Wolfgang Mayer, Uwe Hardter und Oliver Vonhausen aber schnell warm, denn in der ersten Renn-Stunde war das Tempo wie immer sehr hoch. Uwe hing zum Ende der ersten Schleife kurz hinter der Spitzengruppe, während Wolfi und Oli in der nächsten Gruppe um Platz 10 gut zusammen arbeiteten. In der Abfahrt zur Zieldurchfahrt konnte Oli sich etwas absetzen und nochmal zu Uwe aufschließen. Zusammen gingen sie dann auf die letzten Kilometer bis Oli schließlich reißen lassen musste. In der letzten technischen Abfahrt konnte er aber die Lücke nochmal schließen und so kamen sie fast zeitgleich auf den Plätzen 7 (Oli) und 8 (Uwe) ins Ziel. Wolfi fuhr in der zweiten Runde komplett alleine im Wind und kam auf einem guten 11. Rang ins Ziel.
Kurz nach der Langdistanz ging Oliver Fritsch auf der 53Km Runde auf die Strecke. Auch er setzte sich in der Verfolgergruppe fest und ging fast alle Attacken mit, während die Gruppe immer kleiner wurde. Er musste im Finale zwar noch ein paar Konkurrenten ziehen lassen, jedoch konnte er sich erneut einen deutlichen Sieg in der U19 Kategorie sichern.

Nur drei Tage später starte Oliver Fritsch dann beim ersten Lauf der XC Bundesliga in Gedern. Der technisch sehr anspruchsvolle Kurs und die hektische Startphase sorgte zu Beginn für viel Gedränge und Stürze. Das bremste auch Fritsch etwas aus und er kam auf Position 30 aus dem Startloop. Auf den folgenden sechs zu fahrenden Runden konnte er nach und nach Plätze gut machen, musste aber wieder einige Fahrer vorbei lassen, nachdem er an einem Hindernis gestürzt war. Dennoch hielt er danach das Tempo hoch und konnte sich nochmals um ein paar Positionen verbessern, so dass er das Rennen auf Rang 23 im starken U19 Feldbeendete.
” Der Start und der Sturz waren natürlich nicht optimal, aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem Rennen, vor allem weil ich den Marathon in BadWildbad noch in den Beinen gespürt habe”, gab Fritsch im Ziel zu Protokoll.

This email was sent to marlene.pfeiffer@chello.at
why did I get this? unsubscribe from this list update subscription preferences
Team TEXPA-SIMPLON · Nepomukstr. 2 · Werneck 97440 · Germany

Email Marketing Powered by MailChimp

Bundesliga Gedern / MTB Grand Prix Obertraun: Brandl and Schwarzbauer trump

At the second Bundesliga race of the season in Gedern, Max Brandl and Luca Schwarzbauer have given the Lexware mountain bike team a double victory. David List came in twelfth and Thore Hemmerling took two second places in the junior sighting in Hesse.

Riders in the U23 category rarely have a privilege of a direct comparison with Elite racers. Thus it is difficult to judge one’s standing in advance and therefore Max Brandl’s statements were very respectful. Accordingly, the performance of Max Brandl and Luca Schwarzbauer over the courseof six laps on a 3.7 kilometer loop (plus 1.8km start loop) in Gedern was rather surprising. At least that they were “in their own league”, as third-placed Simon Stiebjahn admitted after the race.

Luca Schwarzbauer already tore a small gap after the shortened start lap. His team-mate Max Brandl therefore tried to control the pace in the chasing group, but after round two the cards were shuffled again. “My plan was to start defensively and when Luca was in front, I didn’ try to close the gap,” said Brandl about this initial situation. However, he noticed that his companions in the chasing group had some trouble in the uphills. Thus he was able to close the eight-second gap to Schwarzbauer alone. The pursuers around Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt), Julian Schelb (Muenstertal) and Ben Zwiehoff (Essen) were able to catch up again, but then Brandl attacked once more in the uphill – only Schwarzbauer could follow.

“For me, it was too fast in that moment, but I knew it would probably be decisive and so I really pushed hard,” Schwarzbauer commented on the events in round three. It should indeed pay off. The two friends worked together until the penultimate round, extending the lead over a four-man chasing group to one minute. “Then Max was able to open a small gap rather unspectacularly and off he went,” said Schwarzbauer. “I felt fine today, but not great. It’s really remarkable that we’ve all left the elite riders behind. ”

Max Brandl, who had seen the Bundesliga race rather as a stopover on the way to next weekend’s World Cup in Albstadt, pointed out that one had “experimented with the drive-train”. “This really worked well and saved me some grains in the uphills. Also, I know the track since the U11. Even though I have not raced here for the past three years, I think I have some cool lines here, “Brandl said with a grin after his second win of the season. He won in 1:09:49 (race was shortened due to threatening thunderstorms), 35 seconds ahead of Schwarzbauer.

List with chooses wrong material, bad luck for Egger
David List finished in 12th place (+3:27). He had decided to race on his Scott
hardtail, speculating on a muddy course. But the rain did not set in until after
the event. Thus “a fully would certainly have been better,” List acknowledged.
Also he said he ”did not feel super fresh after training last week, but it was OK
so far.”

Georg Egger quit the race due to a tire defect just after passing the technical
zone on lap five. By then he was in seventh place, just behind former national
champion Markus Schulte-Lünzum, who finished fourth. Egger had the second
fastest time on lap four. Lars Hemmerling had bad luck too. He fell ill a couple
of days before the juniors race and had to pass his start.
Junior sighting: Hemmerling “definitely satisfied”

In the junior sighting race, Thore Hemmerling was able to finish second after
four laps. The Lexware rider from Saarland was only seven seconds behind the
winner Louis Krauss (Neckartenzlingen, 39:51). “I’m definitely happy with
second place,” said Hemmerling, who already finished second the day
before. In the new Skills Competition he came in 1.4 seconds behind Thorben
Jost (Grünberg).

In the female youth race, Lina Riesterer demonstrated improved form
compared to the prelude in Hausach. The girl from Breitnau finished fifth after
a rather modest start (“that’s my problem since this season”), 2:02 minutes
behind Luisa Daubermann (Gessertshausen, 39:27). After the 1.8km start lap,
Riesterer was in ninth position and consistently gained positions in the
remaining course. “That was definitely better than Hausach,” Riesterer
nodded. In the race on Saturday she came in 6th, just missing a better place,
because she laid a rollover at the last (pallet) obstacle.
MTB Grand Prix Obertraun: Zurnieden just past points

Jannick Zurnieden looks back to the race weekend with mixed feelings.
Satisfied with his performance, but a little disappointed that he could not take
home points from Austria. After racing in the junior class last year, he was in
19th place for quite some time, but then the race – and the level in general –
was a little too high for the youngster. With 10:43 minutes on Winner Martin
Loo (Estonia, 1:34:13) he finally came in 26th. “The performance was a lot
better than recently, but in the end my foot started hurt. Maybe I did not
warm-up long enough, “Zurnieden said.

16. Rothaus Hegau Bike-Marathon: UCI Mountainbike Marathon Series am Sonntag, 13. Mai 2018

Favoriten triumphieren im Hegau

Bei einer rundum gelungenen 16. Auflage des Rothaus Hegau Bike-Marathon hat es am Sonntag in Singen Favoritensiege gegeben. Bei den Damen gewann Sabine Spitz die 80 Kilometer bei den Damen vor Esther Süss und Silke Ulrich. Bei den Herren war es der Östereicher Daniel Geismayr der die UCI Marathon Serie über 98 Kilometer nach einem langen Solo vor dem Schweizer Konny Looser und Markus Kaufmann.

Daniel Geismayr_Gruppe_Hegau Bike Marathon 2018_by Thomas Lienig

Es wurde taktiert im Damenfeld. Nach den ersten 31 Kilometern lag eine achtköpfige Gruppe an der Spitze. Sabine Spitze versuchte dann am Anstieg Richtung Hohentwiel das Tempo hochzuhalten und brachte die Gruppe damit zum Zersplittern.

Allerdings schafften Verena Huber und Janine Schneider noch mal den Anschluss an das Spitzentrio Silke Ulrich, Sabine Spitz und Esther Süss.

Am Hohenstoffel war es aber um Lokalmatadorin Schneider und um die Bad Peterstalerin Huber geschehen.

Silke Ulrich war froh zum Spitzentrio zu gehören und signalisierte, dass sie keine Führungsarbeit verrichten könne. So war es an Süss und Spitz die Tempoarbeit zu machen. Und als es den Anstieg am Plören hinaufging, da verlor auch die vierfache Deutsche Marathon-Meisterin den Anschluss. Sie wurde schließlich mit 54 Sekunden Rückstand Dritte.

Um den Sieg kämpften die beiden Ex-Weltmeisterinnen Spitz und Süss. „Ich habe etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel attackiert und habe die entscheidende Lücke gerissen“, erzählte Sabine Spitz. Am Ende trennten die beiden langjährigen Kontrahentinnen nach 3:27:03 Stunden vier Sekunden.

„Ich habe mich in den Anstiegen gut gefühlt, aber sich zu lösen, war schwierig“, meinte Spitz und freute sich trocken das Ziel erreicht zu haben – wie alle Teilnehmer.

Hegau Bike Marathon 2018 (81 von 197)

Herren: Daniel Geismayr riskiert ein langes Solo

Beim Team Centurion-Vaude übernahm zuerst Jochen Käß die Tempoarbeit und machte das Rennen dadurch sehr schwer. „Wir wollten das Rennen schnell machen, denn dadurch hatten Markus (Kaufmann) und ich die besten Chancen“, verriet Geismayr später die Strategie.

Der Österreicher, im Vorjahr in Singen WM-Dritter geworden, sah, dass die Konkurrenz Mühe hatte und nutzte einen längeren Anstieg bereits nach weniger als 40 Kilometern zum Angriff. Nur Sascha Weber (Freiburg) versuchte zu folgen, konnte aber Geismayr nicht Paroli bieten.

So war Geismayr 60 Kilometer vor dem Ziel alleine vorne und bekam etwas Muffensausen, wie er im Ziel gestand. „Ich dachte, bist du blöd, jetzt musst du so lange alleine fahren, das wird heute weh tun“, erzählte Geismayr. Jetzt hatte er gut lachen, doch während des Rennens musste er leiden. „Das war ganz schön hart, es war auch windiger als vergangenes Jahr“, meinte er. Aber der Mut hat sich gelohnt. Der Mann aus Dornbirn feierte seinen ersten Sieg beim Rothaus Hegau Bike-Marathon.

Centurion-Vaude hatte eine komfortable Situation, denn hinten musste Markus Kaufmann keine Arbeit machen und hätte im Zweifel einspringen können.

So überquerte der Meckenbeurener mit 1:59 Minuten Rückstand auf Geismayr (3:36:41) die Ziellinie als Dritter. Konny Looser durfte sich vom Publikum am Singener Marktplatz als Zweiter feiern lassen.

Keinen guten Tag erwischte Lokalmatador Tim Böhme, der nach seiner Trainingspause wegen Krankheit einfach noch nicht fit genug war. Aller Heimmotivation zum Trotz.

Rundum gelungen: die 16. Auflage

Auch im Jahr nach den Weltmeisterschaften wurde der Rothaus Hegau Bike-Marathon zum Erfolg. „Es ist immer schwierig nach einem solchen Höhepunkt, wie der WM an den Erfolg anzuknüpfen, aber ich glaube es ist uns mit dieser 16. Auflage gut gelungen“, meinte Stephan Salscheider von der organisierenden Agentur SKYDER SPORTPROMOTION.

Die Routine in den Abläufen kommt seinem Team und all den Beteiligten im Hegau inzwischen entgegen. „Wir hatten kaum Zwischenfälle wie Stürze und zudem Glück mit dem Wetter. Wir packen rundum zufrieden zusammen“, so Salscheider.

Weitere Infos und Ergebnisse unter: www.hegau-bike-marathon.de

Fotos: ©Thomas Lienig (frei zur redaktionellen Verwertung)

Internationale MTB Bundesliga 2018


Internationale MTB-Bundesliga 2018 / 2. Runde in Gedern

Duo Brandl-Schwarzbauer triumphiert – Terpstra schlägt Eibl

An der zweiten Station der MTB-Bundesliga trumpften am Sonntag in Gedern vor allem die U23-Fahrer auf. U23-Meister Max Brandl gewann vor Luca Schwarzbauer und Bundesliga-Titelverteidiger Simon Stiebjahn bei den Herren. Bei den Damen landete mit Ronja Eibl ebenfalls eine U23-Fahrerin hinter der Niederländerin Anne Terpstra auf Rang zwei. Bei dem, von der TGV Schotten reibungslos organisierten Bundesliga-Runde wurde Hanna Klein Dritte.

Eine Sensation war es nicht, was Max Brandl und Luca Schwarzbauer über sechs Runden auf der 3,7 Kilometer-Schleife (plus 1,8km Startloop) ablieferten. Schließlich haben beide ihr Talent bereits zur Genüge unter Beweis gestellt.

Dass sie aber „eine eigene Liga“ waren, wie Simon Stiebjahn bemerkte, das war dann doch überraschend. Luca Schwarzbauer (Nürtingen) gelang es bereits nach der verkürzten Startrunde eine kleine Lücke zu reißen. Sein Lexware-Teamkollege Max Brandl (Lohr/Freiburg) versuchte deshalb dahinter das Tempo etwas zu kontrollieren.

„Ich wollte defensiv starten und als Luca vorne war, habe ich versucht die Lücke nicht zu schließen“, so Brandl zu dieser Anfangssituation.
Allerdings spürte er, dass seine Begleiter in der Verfolgergruppe am Berg teilweise etwas Mühe hatten und so konnte er alleine die Acht-Sekunden-Lücke zu Schwarzbauer schließen.

Die Verfolger um Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt), Julian Schelb (Münstertal) und Ben Zwiehoff (Essen) konnten zwar noch mal aufschließen, doch dann attackierte Brandl am Berg und Schwarzbauer ging mit.

„Für mich war es in diesem Moment eigentlich zu schnell, aber ich wusste, dass es vermutlich entscheidend sein würde und bin dann mitgegangen“, so Schwarzbauer zu den Geschehnissen in Runde drei.

Die beiden Freunde arbeiteten bis zur vorletzten Runde zusammen und bauten dadurch den Vorsprung auf eine vierköpfige Verfolgergruppe auf eine Minute aus. „Dann hat Max ganz unspektakulär eine kleine Lücke aufgemacht und ist davon gefahren“, erzählte Schwarzbauer aus der hinteren Perspektive. „Mir ging es heute gut, aber nicht super. Es ist schon bemerkenswert, dass wir alle die Elite-Fahrer hinter uns gelassen haben.“

Max Brandl, der das Bundesliga-Rennen eher als Durchgangsstation zum Weltcup am kommenden Wochenende in Albstadt gesehen hatte, verwies darauf, dass man „mit dem Antrieb experimentiert“ hätte. „Das hat gut funktioniert und so konnte ich am Berg einige Körner sparen. Außerdem kenne ich die Strecke seit der U11. Auch wenn ich in den vergangenen drei Jahren hier nicht gefahren bin, glaube ich schon, dass ich hier noch ein paar coole Linien habe“, sagte Brandl nach seinem zweiten Saisonsieg mit einem Grinsen.

Er gewann nach 1:09:49 (Rennen wurde wegen drohender Gewitter verkürzt) mit 35 Sekunden Vorsprung auf Schwarzbauer.

Stiebjahn erreicht sein Ziel
Hinter dem U23-Duo holte sich Simon Stiebjahn im Sprint (+1:03) gegen Markus Schulte-Lünzum (Haltern) den dritten Rang und war damit „sehr zufrieden“, wie er sagte. „Es war in meinem ersten Cross-Country-Rennen diese Saison schon eine ungewohnte Belastung, aber es hat total Spaß gemacht. Und ich habe mein Ziel erreicht möglichst viele Punkte zu holen.“

Stiebjahn war bester Elite-Fahrer vor Schulte-Lünzum, der in der Schlussrunde die Verfolgergruppe gesprengt hatte. Schulte-Lünzum übernahm mit Rang vier (+1:06) die Gesamtführung der Liga.

Er war nach der Startrunde nur 20. und musste sich erst nach vorne kämpfen. „Ich dachte eigentlich, ich sei gut weggekommen und war dann irritiert, dass die anderen alle schneller waren“, meinte er mit einem Schmunzeln. „Ich musste dann erst mal cool bleiben und das hat sich ausgezahlt.“

Julian Schelb (+1:14) verwies Ben Zwiehoff auf Rang sechs (+1:17) und war nach seinem ersten Bundesliga-Rennen seit längerer Zeit sehr zufrieden. „Es lief schon viel, viel besser als letzte Woche. Ich verkrafte die Intensitäten schon besser“, meinte Schelb, der im Frühjahr immer mit Pollen-Allergie zu kämpfen hat.

Fehler von Eibl öffnet Terpstra die Tür
Im Damen-Rennen schien sich nach Startrunde und erster kompletter 3,7 Kilometer-Schleife ein Zweikampf zwischen Anne Terpstra und Ronja Eibl (Grosselfingen) zu entwickeln. Eibl hatte die führende Position übernommen, doch in einem Steinfeld rutschte sie bergauf weg und musste vom Rad.
Anne Terpstra kam vorbei und es entstand eine kleine Lücke. Eibl verlor zwar nicht viel Zeit, aber erst mal ihren Rhythmus. „Es ist eigentlich immer so: wenn ich laufen muss, dann ist es hinterher immer komisch“, so Eibl.

Aus Runde zwei von sechs brachte Terpstra einen Vorsprung von 19 Sekunden mit und gab ihre Führung nicht mehr her. „Als ich gesehen habe, dass ich eine kleine Lücke habe, dachte ich: jetzt versuche ich es mal. Ich bin dann eine halbe Runde Vollgas gefahren, etwas, was ich gerade im Training sehr häufig mache.“

Das zahlte sich für Terpstra aus, die nach Knöchelbruch und Knie-Verletzung noch beim Wiederaufbau ist. „Mental war es nicht einfach so lange alleine da vorne zu fahren, aber es war meine einzige Chance“, sagtre die Niederländerin, die sichtlich erleichtert über die Wiederholung ihres Vorjahres-Sieges war.

Ronja Eibl blieb lange in Schlagdistanz, mit 27 Sekunden Rückstand ging sie als Zweite in die letzte Runde. Dort unterlief ihr noch ein Sturz. „Da lagen zwei Steine, die vorher nicht da lagen und ich bin geflogen“, erklärte Eibl, die mit ihrem zweiten Rang die Bundesliga-Gesamtführung übernahm. 29 Sekunden lagen im Ziel zwischen ihr und Terpstra (1:24:14).

Dritte wurde Hanna Klein. Die Freiburgerin war nach dem Lapsus von Eibl in der zweiten Runde bis auf rund fünf Sekunden an Eibl dran, doch dann fiel ihr die Kette aus der Führung.
„Ich hatte Probleme, bis ich sie wieder drauf hatte und habe dann auch meinen Rhythmus erst mal verloren“, berichtete Klein, die vergangene Woche noch an einem Infekt laborierte. Später rutschte sie noch aus dem Klickpedal und verdrehte sich dabei den Sattel. „Unter diesen Umständen bin ich zufrieden“, meinte Klein (+1:37).

Den Angriff von Antonia Daubermann (+1:50) konnte sie abwehren. Die Gessertshausenerin wurde Vierte vor Lia Schrievers (Bayreuth, +1:58).

Fritz gewinnt turbulentes Junioren-Rennen
Bei den Junioren sahen die Zuschauer ein abwechslungsreiches Rennen. Lokalmatador Moritz Schäb zog in Runde zwei von Tim Wollenberg (Augsburg) weg und es schien als ob es einen Heimsieg geben sollte. Doch Schäb handelte sich auf seiner Heim-Strecke einen Defekt ein, fiel zurück und hatte später noch einen Plattfuß. Am Ende blieb nur ein zehnter Rang.

So lag Tim Wollenberg alleine in Führung. Doch von hinten machte Benedikt Fritz nach einem schlechten Start ziemlich viel Dampf. Der Zusmarshausener schloss in der fünften von sieben Runden zu Wollenberg auf und zog gleich vorbei. Doch das war offenbar zu viel des Guten. In einer technischen Passage stürzte Fritz und musste die entstandene Lücke von rund zehn Sekunden erneut schließen.

So ging das Duo gemeinsam in die finale Runde. Dort versuchte Fritz mit seinem Fully Druck zu machen, doch Wollenberg blieb dran. Doch dann entschied ein Hinterrad-Defekt von Wollenberg das Rennen zugunsten von Fritz. „Ich weiß gar nicht wie es passiert ist, ich habe mich auch nicht unter Druck gefühlt“, so Wollenberg.

Er fiel auf Rang vier zurück, passierte dann Paul Latus aus Hirschau noch mal und verlor den Sprint, weil er in der letzten Kurve wegrutschte und es dann nicht mehr reichte Latus noch mal zu überholen.
„Schade, es lief heute viel besser als in den vorigen Wochen. Moritz wäre aber nicht zu schlagen gewesen“, zollte Wollenberg dem Pechvogel Anerkennung.

Benedikt Fritz saß derweil im Schatten, mit Schrammen am rechten Bein. „Ich bin beim Start einfach nicht ins Pedal gekommen und dann hat mich in einer Kurve auch noch einer fast rausgedrängt“, erzählte Fritz. Er lag nach der 1,8 Kilometer langen Startrunde nur an neunter Position und hatte nach der nächsten Runde 36 Sekunden Rückstand.

„Nach meinem Fehler bin ich ruhig geblieben und bin konstant weiter gefahren. Als Tim dann den Defekt hatte, bin ich nur noch Vollgas gefahren“, so Fritz nach seinem ersten Bundesliga-Sieg.

Das war auch notwendig, denn hinter ihm ließ Jan Koßack zu keinem Zeitpunkt locker und hätte jeden Fehler ausgenutzt. Er kam mit 20 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel. „Ich bin mein Tempo gefahren und bin mit meinem Ergebnis ziemlich zufrieden“, so Koßack.

Paul Latus freute sich als Dritter (+1:20) über das beste Bundesliga-Ergebnis seiner Karriere. „Ich bin ein Spätentwickler, aber es wird Jahr für Jahr besser“, so ein strahlender Latus.

Juniorinnen: Langes Solo von Emma Eydt
Bei den Juniorinnen ist die Renn-Geschichte schneller erzählt. Emma Eydt (Queidersbach) machte sich bereits in der Startrunde auf und davon und fuhr ein langes Solo zu einem ungefährdeten Sieg, 2:23 Minuten vor Simone Roßberg aus Kleinbettlingen.

„Die Beine haben gepasst. Jetzt freue ich mich, den zweiten Teil der WM-Norm geschafft zu haben“, meinte eine strahlende Emma Eydt.
Simone Roßberg war mit sich und ihrem Ergebnis komplett „zufrieden.“ „Es lief alles richtig gut“, freute sich die Schwäbin.

Emma Blömeke (Haltern) wurde mit 4:35 Minuten Differenz Dritte. Den Platz holte sich in Runde zwei von vier (ohne Startrunde) von Marion Fromberger (Bad Griesbach).

Fotos von den Rennen finden Sie hier.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Fotos – bei Nennung des Autoren – frei sind zur redaktionellen Verwertung.

Die Ergebnisse finden Sie hier

Die Website der Veranstaltung

Termine 2018
28./29. April Heubach (HC)
13./14. Mai Gedern (C2)
22./23. Sept Freudenstadt (C1)
29. Sept. Titisee-Neustadt (C3)

www.mtb-bundesliga.net

Copyright © MTB Bundesliga All rights reserved.