Kategorie-Archiv: Strassenrennen

800 Volunteers sind bereit für die UCI Straßenrad WM 2018

Mit der UCI Straßenrad WM 2018 gastiert die größte Radsportveranstaltung der Welt von 22. bis 30. September in Tirol. Nicht weniger als 800 freiwillige Helfer, sogenannte Volunteers, haben den Bewerbungsprozess durchlaufen und konnten für die UCI Straßenrad WM gewonnen werden. Das Organisationsteam innerhalb der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH wächst ebenfalls. Mit Esther Wilhelm, Marketingleiterin bei Innsbruck Tourismus, verantwortet seit Anfang Mai eine leidenschaftliche Rennradfahrerin und absolute Kommunikationsexpertin in Doppelfunktion die Kommunikationsagenden der WM.

Über 3.200 registrierte Volunteers zählt die Plattform des volunteer team tirol, 40 Nationen und knapp 30 verschiedene Sprachen sind dabei vertreten. Mittlerweile ist die Volunteer-Akquise für die UCI Straßenrad WM 2018 so gut wie abgeschlossen. Nach persönlichen Bewerbungsinterviews konnten 800 Freiwillige für die Mitarbeit beim Event gewonnen werden. Martina Wolf, die für die Einsatzplanung, Schulung und Koordination der Volunteers verantwortlich zeichnet, ist begeistert ob des großen Zuspruchs: „Wir haben auch für die Straßenrad WM wieder unglaublich viele tolle Volunteers verpflichten können. Unser Anspruch ist immer der, dass jeder Freiwillige mit seinen persönlichen Stärken und Interessen berücksichtigt ist. Aufgrund des breiten Aufgabenfeldes findet sich für jeden der richtige Job.“ Volunteers werden in allen Bereichen der Event-Organisation eingesetzt: Von Logistik und IT-Support über Sport bis hin zu Kommunikation und Hospitality reichen die Aufgabenfelder. Derzeit gibt es noch die Möglichkeit, sich als Volunteer für einen der letzten Restplätze zu bewerben. „Bei 800 Freiwilligen ist es wichtig, einen kleinen Puffer zu haben, falls Volunteers krank werden oder aus anderen Gründen ausfallen“, so Wolf. Die Anmeldung für Interessierte ist online über die Website www.innsbruck-tirol2018.com/volunteers möglich.

Kommunikationsexpertin verstärkt die WM-Organisation
Marketingleiterin bei Innsbruck Tourismus und seit Anfang Mai auch Kommunikationsleiterin der UCI Straßenrad WM 2018 – mit Esther Wilhelm verstärkt seit wenigen Wochen eine echte Kommunikationsexpertin das Organisationsteam der UCI Straßenrad WM 2018: „Ich freue mich sehr auf diese spannende und zugleich fordernde Aufgabe. Nachdem der Straßenradsport auch zu meiner persönlichen Leidenschaft zählt, ist es eine große Ehre, in so verantwortungsvoller Funktion bei der WM mitarbeiten zu können.“ Neben Wilhelm arbeitet seit Anfang Mai auch der Unterländer Martin Puecher im Organisationskomitee mit. „Martin ist bereits mit zahlreichen Unternehmen und Gemeinden an den Strecken in Kontakt und hat die Aufgabe, bestmöglich und frühzeitig über die Rahmenbedingungen während der WM zu informieren. Damit wollen wir eine flächendeckende und vor allem persönliche Information sicherstellen. Die kommenden Wochen werden für eine umfassende Information der Gemeinden und Institutionen genützt“, erklärt Georg Spazier, CEO der Innsbruck-Tirol Rad WM 2018 GmbH. „Mit Martin Puecher und Thomas Rohregger, der als WM-Botschafter bereits seit Monaten Stimmung für die Rad WM macht, haben wir ein hervorragendes Team am Start“, so Spazier abschließend.

UCI Straßenrad WM 2018
Von 22. bis 30. September findet die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol statt. 1.000 RadrennfahrerInnen stellen sich 12 Rennen in drei Disziplinen; dem UCI Mannschaftszeitfahren, dem Einzelzeitfahren und dem Straßenrennen. Dabei gibt es vier Startorte – das Ötztal mit der AREA 47, Hall/Wattens mit den Swarovski Kristallwelten, Rattenberg im Alpbachtaler Seenland und Kufstein. Das Ziel ist dabei immer vor der Hofburg in Innsbruck. Für den Gesamtzeitraum der Veranstaltung werden bis zu 500.000 ZuseherInnen erwartet. Egal, ob VIP-Gast oder Fan im Zielbereich, mit einem Ticket für die UCI Straßenrad WM 2018 ist man hautnah dabei, wenn die WeltmeisterInnen in die Zielgerade einfahren. Die tirolweite kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (VVT & IVB) am Gültigkeitstag des Tickets kommt als absolute Top-Leistung noch dazu. Tickets gibt es ab € 9,90 in der Innsbruck Tourismus Information oder online unter www.innsbruck-tirol2018.com. Im Rahmenprogram wird neben Konzerten und DJs ein besonderes Highlight geboten: Beim Jedermann-Rennen „Krone Ride to Höll“ am 29. September 2018 bekommen exakt 2.018 Sportler die einzigartige Gelegenheit, auf den Spuren der Weltmeister zu radeln und sich über die „Höll“, dem steilsten Teilstück der Strecke mit bis zu 28% Steigung, mit den Zeiten der Stars zu messen. Anmelden dafür kann man sich online.

VIDEO Content Center:
Alle Videos zur UCI Straßenrad WM HIER (Material zur kostenfreien Verwendung): https://vimeopro.com/pressezone/uci-strassenrad-wm-2018-innsbruck-tirol/video/264969882

Weitere Informationen:
Facebook // Instagram // Twitter

Herausragender Sam Bennett holt sich seinen ersten Grand Tour Etappensieg beim Giro d’Italia.

Nach dem Rückschlag für die Hoffnungen in der Gesamtwertung am Vortag, gab BORA – hansgrohe gestern die richtige Antwort mit einem beeindruckenden Sprintsieg durch Sam Bennett in Praia a Mare. Nachdem erneut eine Fluchtgruppe über weite Strecken das Rennen anführte, rechnete doch jeder am Ende mit einem Massensprint. So kam es, nachdem die Gruppe vom rasenden Feld eingeholt war, auf den letzten Kilometer an, und dieses Mal stimmte das Timing von BORA – hansgrohe’s Sprinter Sam Bennett perfekt. Auf den letzten 50 Metern zog der Ire an E. Viviani vorbei und holte seinen ersten Grand Tour Etappensieg. Für BORA – hansgrohe bedeutet der heutige Sieg die bereits vierte Grand Tour in Folge, in der das Team zumindest eine Etappe gewinnen kann.

Die Etappe
Nach der schweren Ätna-Etappe reiste der gesamte Tour Tross via Fähre weiter nach Kalabrien, um die 7. Etappe in Pizzo in Angriff zu nehmen. Die knapp 160km lange Etappe endete in Praia a Mare, und war heute wieder auf die Sprinter im Peloton zugeschnitten. Es gab heute keine Bergwertung, nur zwei Sprintwertungen, bevor es in das flach verlaufende Ziel ging.
Teamtaktik
Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Rudi Selig, rutschte nun Christoph Pfingsten als letzter Anfahrer für Sam Bennett im Sprintzug nach vorne. Für die heutige Sprintetappe lag der Fokus des Teams wieder auf ihren irischen Sprinter.
Das Rennen
Nach nur wenigen Kilometern setzte sich ein Trio ab, dessen maximaler Vorsprung bei drei Minuten lag. Zunächst hatte das Hauptfeld keine Eile die Fluchtgruppe einzuholen, erst bei der 83km Marke begann das Feld langsam das Tempo zu erhöhen. 10km vor dem Ziel schloss das Feld auf die Ausreißer auf und das Feld raste dem Ziel und einem erneuten Massensprint entgegen. BORA – hansgrohe zeigte eine starke Mannschaftsleistung und begann ihren Sprintzug rund um Sam Bennett aufzubauen. Mit hohem Tempo raste das Feld dem Ziel entgegen und BORA – hansgrohe brachte ihren Sprinter Sam in eine perfekte Ausgangslage.
Kurz vor der Ziellinie nutzte er den Windschatten von E. Viviani, um dann im entscheidenden Moment an dem Sprinter von Quick-Step Floors vorbeizuziehen und sich somit seinen ersten Grand Tour Etappensieg in einem spannenden Finale zu sichern.

Reaktionen im Ziel
„Was für eine Erleichterung! Ich war beim Giro schon so oft nah dran, heute das richtige Timing zu haben war entscheidend. Es ist nicht einfach an Viviani vorbei zu kommen, aber ich wusste meine Zeit wird kommen, auch wenn vielleicht manche dachten, dass sie nie kommt. Einen großen Dank an mein BORA – hansgrohe Team, alle unterstützen mich wirklich immer großartig. Heute wollte ich, anders als die ersten Tage, den Sprint von Viviani’s Hinterrad fahren. Aber ich brauchte Geduld um nicht abermals zu früh zu sein, dann war ich bei 150 m etwas eingebaut, aber am Ende war das Timing perfekt und alle konnten sehen, wie schnell ich bin.“ – Sam Bennett

„Es ist wirklich ein besonderer Tag für uns heute, Sam kam zu uns als Continental Fahrer und wuchs, wie auch das Team, über die Jahre. Er war einige Male so knapp dran, und heute hat es endlich geklappt. Er und das gesamte Team sind ein beeindruckendes Rennen gefahren, im Finale hat Sam´s Timing perfekt gestimmt und er konnte sich seinen ersten Etappensieg beim Corsa Rosa holen.“ – Christian Pömer

Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto / @plomiphotos

U23 Eschborn-Frankfurt Niklas Larsen bezwingt Jonas Rutsch im Sprint


Niklas Larsen vom Team Virtu hat bei der 57. Auflage von Eschborn-Frankfurt der U23 gleich zwei Mal gejubelt. Der 20 Jahre junge Däne verwies nach 143 schweren Kilometern des Frühjahrsklassikers im Sprint auf dem Rundkurs vor der Alten Oper den Deutschen Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus) und den Niederländer Marten Kooistra (SEG Racing Academy) auf die Plätze und feierte den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

Es war bereits Larsens zweiter Sprint an diesem Tag, nachdem er genau wie seine Kollegen davon ausgegangen war, dass das Rennen nach der zweiten Runde beendet war. Doch auch, nachdem klar war, dass noch drei weitere Kilometer durch Frankfurts Innenstadt zu absolvieren waren, behielt Larsen, der noch drei Teamkollegen an seiner Seite hatte, die Ruhe und ließ erneut alle seine Konkurrenten hinter sich.

„Es war ein sehr technisches und total hektisches Finale. Jeder dachte, dass nach zwei Runden schon das Ziel käme. Alle sind gesprintet und dann hörten wir die Glocke und sind weitergefahren und eben nochmal gesprintet. Als ich durch die letzte Kurve fuhr, fühlte ich mich stark. Da ich schon den ersten Sprint gewonnen hatte, wusste ich, dass ich auch den zweiten gewinnen würde“, sagte Larsen, der im vergangenen Jahr noch Rang 42 bei Eschborn-Frankfurt belegt hatte. „Für mich bedeutet dieser Sieg alles, ich hatte einen schweren Start in die Saison und zuletzt viel Pech mit Defekten. Jetzt ist das Glück zu mir zurückgekommen.“
Für den 20-jährigen Rutsch, der am Sonntag den Auftakt der deutschen Rad-Bundesliga gewonnen hatte, war der zweite Rang wie ein gefühlter Sieg. “Ich hatte mich schon ein bisschen gefreut, dass die anderen schon eine Runde früher sprinteten. Ich habe gewusst, dass die Dänen den Sprint anziehen, habe mich an ihre Hinterräder gehalten, dann hieß es: all out. Am Ende war Virtu aber zu stark“, sagte er.

Bei der Fahrt durch den Taunus, wo insgesamt fünf schwere Anstiege auf die U23-Fahrer warteten, setzte sich vor dem bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Berg eine zehnköpfige Gruppe um Rupp vom Feld ab, die schließlich nach der letzten Überquerung des Ruppertshainer Bergs rund 40 Kilometer vor dem Ziel auf 24 Fahrer anwuchs, nachdem Larsens Team mit einer kollektiven Kraftanstrengung eine große Verfolgergruppe an die Spitze heranführte. Auf dem Rundkurs in Frankfurt spielte das Team Virtu seine zahlenmäßige Überlegenheit perfekt aus und ebnete Larsen den Weg zum ersten Saisonsieg.
Im international hochkarätig besetzten Feld kamen die nächsten Deutschen mit Victor Brück als 15ter und Miguel Heidemann als 18ter ins Ziel, beide fahren für das Radteam Herrmann aus Baiersdorf.



Vom Team NRW Sauerland kam Aaaron Grosser als 32. ins Ziel.

Text: Sandra Schmitz ASO, Plomi
Fotos: Gerhard Plomitzer @plomiphotos / www.plomi.smugmug.com

Radklassiker Eschborn-Frankfurt: Historischer 4. Sieg in Folge für Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)


1. Mai, Tag der Arbeit beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt
The same procedure as every year, Mr. Kristoff?
Alles wie im Vorjahr am 1. Mai 2018?
Alexander Kristoff (Team UAE Emirates) gewinnt zum 4. Mal in Folge den Radklassiker.


BORA hansgrohe zeigt wie im Vorjahr eine sehr starke Teamleistung und wird, wie im Vorjahr, wieder dafür nicht belohnt.
Soweit die Parallelen zum Vorjahr.
Aber es war auch einiges anders in 2018. Angefangen beim Wetter, das sich bei heiter bis wolkigen Himmel, Wind und etwas kühlen Temperaturen um 14 Grad doch gegenüber dem Dauerregen und nur 9 Grad vom letzten Jahr stark verbessert zeigte.
Auch die Strecke war anders gegenüber dem Vorjahr, der Mammolshainer Stich musste nun 4x statt 3x befahren werden und zusätzlich musste die Billtalhöhe 2x bezwungen werden. Dies sollte den bergfesten Ausreißern mehr Möglichkeiten zum Angriff bieten und den Sprintern Kopfzerbrechen bereiten.
Letztendlich hätte es ja fast geklappt, die letzte Fluchtgruppe um den starken Emanuel Buchmann (BORA hansgrohe) wurde erst drei Kilometer vor dem Ziel auf den Zielrunden eingeholt und so kam es doch wieder zu einem Sprint einer etwa 25 Mann starken Spitzengruppe.
Nach etwa 25 Kilometern setzte sich die Gruppe des Tages vom Feld ab, es waren: Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport).

Bei der zweiten Passage des Mammolshainer Stichs gab es im Feld bereits ernstzunehmende Attacken, obwohl noch 120km zu fahren waren.
Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Bjorg Lambrecht (Lotto Soudal) und Michael Gogl (Trek-Segafredo) konnten sich absetzen und jagten der Spitzengruppe hinterher und konnten nach der Billtalhöhe aufschließen.

Auch der spätere Sieger Kristoff hatte nun eine kritische Phase, aber seine UAE Emirates Teamkameraden arbeiteten hart für ihn und wahrten so seine Chance auf den Sieg.

Nachdem bei Katusha-Alpecin sowohl Marcel Kittel als auch Rick Zabel Probleme bekamen, wurde die Taktik auf Attacke umgestellt und mit dem Sieger von 2013, Simon Spilak, und Nils Politt bildete sich eine Verfolgergruppe, der auch Buchmann, Bole, Laurens De Plus (Quick-Step Floors), Julien Bernard (TREK) und Arashiro angehörten.

Die Kursveränderung zeigte also durchaus Wirkung bei den Fahrern.
Die Spitzengruppe verkleinerte sich etwas im weiteren Verlauf und beim 4. Anstieg zum Mammolshainer gab es auch im Feld weitere Angriffe durch Matthews (Sunweb) und Jan Tratnik (CCC Sprandi), aber sie wurden durch das Feld, in dem jetzt Quickstep mehr und mehr die Führungsarbeit für Fernando Gaviria übernahm, wieder gestellt. Ca. 25km vor dem Ziel betrug der Abstand zur Fluchtgruppe noch 1 Minute und 15 Sekunden. Am Hainer Weg in Frankfurt, der auch wieder neu in die Strecke integriert wurde und an dem früher das Henninger Turm Rennen endete, teilte sich die Kopfgruppe und Bole, Buchmann, Bernard und Spilak konnten sich nach vorne absetzen. Aber alle Mühen waren vergeblich für die tapferen vier, drei Kilometer vor dem Ziel wurden sie vom immer kleiner werdenden Feld bei hohem Tempo gestellt und es kam zum Spurt einer gut besetzten Spitzengruppe von ca. 25 Mann. BORA hansgrohe hatte bei Einholung von Emu Buchmann den Plan B aktiviert, denn Sprinter Sam Bennett befand sich nach seiner Rennpause noch vorne dabei. Er folgte als einziger, als Fernando Gaviria (Quickstep) bereits 500 Meter vor dem Ziel auf den winkligen Zielrunden seinen Sprint eröffnete, aber dann in der letzten Kurve vor dem Ziel dem TV-Motorrad folgte anstatt auf dem Kurs zu bleiben. Bennett bemerkte Gavirias Mißgeschick, musste aber 300 Meter vor dem Ziel stark bremsen und dann den Spurt von vorne fahren und hatte so keine Chance auf den Sieg, den sich Kristoff vor dem stark aufkommenden Matthews und dem belgischen Meister Oliver Naessen holte.
Kristoff gab später in der Pressekonferenz zu, dass ohne das Mißgeschick von Gaviria dieser und Bennett wohl nur noch schwer einzuholen gewesen wären.
Ein spannendes Rennen wurde also geboten und als Fazit kann man sagen, dass bergfeste Sprinter und Rolleure wie Oliver Naessen bei dem neuen Streckenverlauf Chancen besitzen und für Fluchtgruppen bessere Möglichkeiten geschaffen worden sind.

Text/Fotos:
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos

Ergebnis ELITE:
1. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
2. Michael Matthews (Sunweb)
3. Oliver Naesen (AG2R)
4. Andrea Paqualon (Wanty – Groupe Gobert)
5. Sean De Bie (Lotto Soudal)
6. Grega Bole (Bahrain-Merida)
7. Sam Bennett (Bora-hansgrohe)
8. Edvald Boasson Hagen (Dimension Data)
9. Jan Tratnik (CCC Sprandi)
10. Juan-José Lobato (Nippo – Vini Fantini)


Alexander Kristoff (UAE – Emirates) gewinnt Eschborn–Frankfurt zum vierten Mal in Folge


Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) hat auch bei der 57. Auflage von Eschborn–Frankfurt alle Hindernisse überwunden und sich zum vierten Mal in Folge den Sieg beim deutschen Frühjahrsklassiker gesichert. Damit ist der 30 Jahre alte Norweger alleiniger Rekordhalter. Kristoff kämpfte sich erfolgreich durch die schweren und mit zehn Anstiegen gespickten Taunus-Schleifen, auf denen insgesamt 3.500 Höhenmeter bewältigt werden mussten – mehr als je zuvor im Programm des Rennens standen.
Bilder-Upload.eu - share DEINE Bilder
Nach 212,5 Kilometern ließ der Europameister im Sprint einer noch 25 Fahrer starken Gruppe den Australier Michael Matthews (Team Sunweb) und den Belgischen Meister Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) hinter sich und feierte seinen dritten Saisonsieg. „Ich habe Geschichte geschrieben und bin super glücklich darüber. Mein Team hat sein Bestes gegeben, um mich in Position zu bringen“, sagte Kristoff, der bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012 Sechster wurde und danach bei jeder seiner Teilnahmen auf der obersten Stufe des Podiums stand. „Allein schon deswegen ist es mein Lieblingsrennen.“ Die Verschärfung der Strecke hinterließ beim schnellen Skandinavier dennoch ihre Spuren. „Ich habe auf den beiden neuen Runden kämpfen müssen, die waren wirklich schwer. Ich fiel zurück, kam aber mit Hilfe meiner Mannschaftskollegen zurück. Im Sprint war ich zwar allein, aber das erging meinen Konkurrenten nicht anders.“

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 15 Grad dauerte es rund 25 Kilometer, bis das Feld einer siebenköpfigen Ausreißergruppe freie Fahrt gewährte. Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot-Nederlandse Loterij), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport) fuhren sich einen Vorsprung von 4:40 Minuten auf das Feld heraus, in dem Sunweb und UEA Team Emirates die Verfolgung organisierten. Nach der Überquerung des Feldbergs, dem ersten und mit elf Kilometern längsten Anstieg des Tages, nahm das Rennen an Fahrt auf.

Nach der zweiten Überquerung des 2,3 Kilometer langen und bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Bergs, gelang Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Michael Gogl (Trek-Segafredo) und Björg Lambrecht (Lotto Soudal) der Anschluss zur Spitze, aus der Teklehaimanot herausgefallen war. Danach gelang weiteren Fahrern der Anschluss, ehe die Gruppe nach der vierten und letzten Überfahrt über den Mammolshainer nur noch aus Gogl, Lambrecht, Mühlberger, Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Simon Spilak (Katusha-Alpecin), Grega Bole (Bahrain-Merida), Laurens De Plus (Quick-Step Floors) und Julien Bernard (Trek-Segafredo) bestand.

Auf den letzten 40 Kilometern startete das Feld, das zwischenzeitlich 1:35 Minuten hinter der Spitzengruppe lag, eine erfolgreiche Aufholjagd, stellte zunächst eine sechsköpfige Verfolgergruppe um Matthews, die sich bei der finalen Überquerung des Mammolshainers gebildet hatte, und fing mit Spilak, Buchmann, Bernard und Bole drei Kilometer vor dem Ziel auch die letzten Ausreißer ein.

Den größten Verdienst dafür durfte sich Quick-Step Floors auf seine Fahnen schreiben, denn die Helfer von Fernando Gaviria gaben alles, um ihrem Kapitän den Sprint zu ermöglichen. Der Kolumbianer begann schon 500 Meter vor dem Ziel den Sprint, allerdings verlor er in der letzten Kurve den Überblick, fuhr in die falsche Richtung und büßte so alle Chancen ein. Der hinter Gaviria fahrende Sam Bennett (Bora-hansgrohe) musste kurz abbremsen, eröffnete als Erster den Sprint, doch Kristoff zog vom Hinterrad des Iren souverän zum Sieg, den auch der stark aufkommende Matthews nicht mehr verhindern konnte.
Bilder-Upload.eu - share DEINE Bilder
Text: ASO Fr. Sandra Schmitz
Fotos: Gerhard Plomitzer / www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos

BORA – hansgrohe bestimmt das Rennen bei Eschborn-Frankfurt, wird am Ende aber nicht belohnt

Bilder-Upload.eu - share DEINE Bilder

BORA – hansgrohe bestimmt das Rennen bei Eschborn-Frankfurt, wird am Ende aber nicht belohnt.

Mit einer herausragenden Teamleistung und aggressiven Fahrweise präsentiert sich BORA – hansgrohe vor heimischer Kulisse in Frankfurt. Über weite Strecken bestimmt das deutsche Team das Rennen, und erst vier Kilometer vor dem Ziel wird eine Gruppe um Emanuel Buchmann eingeholt. Im Sprint eines sehr kleinen Feldes muss Sam Bennett nach einem Fahrfehler von F. Gaviria den Sprint zu früh eröffnen, und belegt am Ende Rang 7 beim vierten Sieg von A. Kristoff.

Die Strecke
2018 wartete der Klassiker in Frankfurt mit einer Streckenänderung auf, wobei am Ende eine neue Schleife auch einmal am früheren Namensgeber, dem Henninger Turm, passiert wurde. Die wesentlicheren Änderungen betrafen aber die Schwierigkeiten im Taunus. Die Billtalhöhe stand nach einigen Jahren Abwesenheit wieder mit im Profil, mit in Summe 10 Bergwertungen waren zwischen Eschborn und dem Ziel vor der Oper in Frankfurt rund 2500 hm zu bewältigen. Damit waren die 212,5 Kilometer auch wieder eine Chance für die Bergfahrer im Feld, ein Massensprint, wie in den letzten Jahren war keineswegs gesetzt.

Teamtaktik
Da im Peloton heute wenige Bergfahrer zu finden waren, wollte BORA – hansgrohe mit Emanuel Buchmann, Pawel Poljanski und Gregor Mühlberger punkten. Ziel war es, das Rennen früh schwer zu machen, um die Sprinter in Schwierigkeiten zu bringen. Wobei die richtige Zusammenstellung einer Gruppe wohl entscheidend sein würde. Mit Sam Bennett und Pascal Ackermann hatte man aber auch zwei heiße Eisen für einen Sprint im Feuer. Diese sollte bei den anderen schnellen Männern bleiben, um von der Arbeit der Bergfahrer gegebenenfalls zu profitieren. Als eines der wenigen Teams im Feld, konnte man daher mehrere Optionen offen halten.

Das Rennen
Nach einem hektischen Start mit vielen Attacken konnten sich nach rund 20 Kilometer sieben Fahrer vom Feld absetzen. Von BORA – hansgrohe war Alex Saramotins vorne mit dabei, und das Team war damit von Beginn an auf der Höhe des Geschehens. Am Fuße des ersten Anstiegs hatte die Gruppe etwa fünf Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld, das von Sunweb angeführt wurde. Bei der zweiten Passage des Mammolshainer Berges erhöhte Emanuel Buchmann das Tempo im Feld, um die Sprinter im Feld unter Druck zu setzten. In einem Konter, löste sich Gregor Mühlberger mit einer Dreiergruppe, um wenig später zur Spitze aufzuschließen. Aber auch das Tempo im Field blieb weiter hoch, und nach einigen Attacken konnte eine weitere Gruppe zu den Spitzenreitern aufschließen, während Alex Saramotins mit ein paar anderen abreißen lassen musste. Diesmal war Emanuel Buchmann mit dabei und BORA – hansgrohe hatte 45 km vor dem Ziel nun zwei Fahrer in der 8-Mann Spitzengruppe. Auf der Schlussrunde in Frankfurt teilte sich die Spitze noch einmal, erneut war BORA – hansgrohe aufmerksam und Emanuel wieder vorne dabei. Die Gruppe kämpfte hart, um sich gegen das kleine Feld zu wehren, doch 4 Kilometer vor dem Ziel erfolgte endgültig der Zusammenschluss. Mit Sam Bennett hatte BORA – hansgrohe aber immer noch einen Sprinter in der Gruppe, der nun ein Anwärter auf den Sieg war. Auf den letzten 1000 Metern setzte sich der Ire an das Hinterrad von F. Gaviria, doch als sich dieser in der letzten Kurve versteuerte, musste Bennett seinen Sprint viel zu früh eröffnen. Am Ende reichte es daher nur für den 7. Rang, beim vierten Sieg in Frankfurt von A. Kristoff.

Ergebnis
01 A. Kristoff 5:13:25
02 M . Matthews + 0:00
03 O. Neasen + 0:00
07 S. Bennett + 0:02
18 E. Buchmann + 0:05

Reaktionen im Ziel
„Ich hätte heute so gerne diese wahnsinns Teamleistung in Frankfurt gekrönt. Aber es war schwierig am Ende das richtige Rad zu finden, da niemand mehr einen echten Sprintzug vorne hatte. Als ich an Gaviria dran war, dachte ich, dass es gut aussieht. Aber er hat sich in der letzten Kurve versteuert und dann war ich bei 350 m schon im Wind. Hätte ich in der Kurve nicht bremsen müssen, hätte ich immer noch eine Chance gehabt. Aber mir fehlte auch der Schwung aus der Kurve, da hat man keine Chance und das war sehr enttäuschend. Aber meine Form vorm Giro ist wirklich hervorragend, ich kann nun zuversichtlich nach Jerusalem fliegen.“ – Sam Bennett

„Zu allererst muss ich den Jungs ein dickes Kompliment aussprechen, wir hatten einen Plan, den haben alle perfekt umgesetzt. Am Anfang war Alex in der frühen Gruppe, dann haben wir das Rennen schwer gemacht, und sowohl Gregor als auch Emu waren sehr aktiv. Wie erhofft, hat sich eine starke Gruppe vorne zusammengefunden und wir hatten zwei Fahrer dabei. Emu hat bis zum Ende tapfer gekämpft, und nur mit letzter Kraft konnte das kleine Feld noch aufschließen. Mit Sam hatten wir aber auch noch einen unserer Sprinter dabei. Die letzten 2 km waren sehr hektisch, Sam war am Rad von Gaviria, aber der hat sich in der letzten Kurve versteuert, dann war Sam viel zu früh im Wind. Das es am Ende nicht gereicht hat, ist sehr schade, aber ich bin stolz, wie wir uns heute vor heimischer Kulisse präsentiert haben. Das war große Klasse.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter

Hier finden Sie alle Bilder zum Rennen, Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

Eschborn–Frankfurt als Sprungbrett für die U23-Fahrer

In der U23-Ausgabe von Eschborn–Frankfurt wird sich den Nachwuchsfahrern am 1. Mai wieder die große Chance bieten, sich mit einem Spitzenergebnis für einen Profivertrag zu bewerben. Im vergangenen Jahr gab Fabio Jakobsen als Sieger vor der Alten Oper seine Visitenkarte ab und wurde zur Saison 2018 vom belgischen Top-Team Quick-Step Floors verpflichtet. Der 21-jährige Niederländer revanchierte sich bereits mehrfach, unter anderem mit seinem Triumph beim Scheldepreis, wo er den Pfälzer Pascal Ackermann (BORA-hansgrohe) auf den zweiten Platz verwies. Letzter deutscher U23-Gewinner des Radklassikers ist übrigens Konrad Geßner, der 2016 jubeln konnte.

In diesem Jahr hat die Anziehungskraft von Eschborn–Frankfurt für die U23-Teams nochmals zugenommen, denn es haben sich so viele Rennställe wie selten zuvor um eine Teilnahme beworben. Unter den ausgewählten 28 Mannschaften, die am Dienstag in Eschborn am Start stehen, sind auch fünf deutsche Kontinental-Mannschaften. Diese wollen sich nicht nur vor heimischen Publikum zeigen, sondern auch um wertvolle Punkte für die UCI Europe Tour kämpfen, um sich so für die Deutschland Tour zu qualifizieren. Die beiden besten deutschen Kontinental-Teams dieses Rankings erhalten ein automatisches Startrecht. Gleiches gilt für die beiden erstplatzierten Mannschaften der Rad-Bundesliga, die am Sonntag bei „Rund um Düren“ beginnt.

Beim hessischen Frühjahrsklassiker werden die Espoirs am 1. Mai um 10.40 Uhr ins Rennen geschickt, das von Eschborn aus über Frankfurt in den Taunus führt, wo zwei Schleifen zu absolvieren sind. Erste Schwierigkeit ist der Feldberg, von dem aus es zweimal über den Ruppertshainer Berg und je einmal über den Mammolshainer Berg sowie die Billtalhöhe geht. Danach führt die Strecke nach Frankfurt hinein, wo noch drei Zielrunden absolviert werden, ehe nach insgesamt 146 Kilometern gegen 14.15 Uhr der Nachfolger von Jakobsen feststeht. Zu den Favoriten gehören der Schweizer Marc Hirschi (Nationalteam Schweiz), der Niederländer Ide Schelling (SEG Racing) sowie der 20-jährige Deutsche Jonas Rutsch vom Koblenzer Lotto-Kern Haus Team, das mit dem Rückenwind des vor einer Woche erreichten ersten UCI-Saisonsiegs zum Radklassiker reist.

Startliste vorläufig:

Team Dimension Data for Qhubeka startet bei Eschborn–Frankfurt


Das Team Dimension Data for Qhubeka hat sich für Eschborn-Frankfurt angemeldet. Mit „Africas Team“ werden nun 21 Mannschaften und 147 Fahrer den Radklassiker am 1. Mai in Angriff nehmen. Das südafrikanische Team stand zuletzt 2014 am Start in Eschborn.
Für den Abschluss der Frühjahrsklassiker nominiert Dimension Data ein starkes Aufgebot, das auf dem schweren Kurs in die Rennentscheidung eingreifen möchte. Angeführt wird die Mannschaft vom mehrfachen Etappensieger der Tour de France und Klassikerspezialist Edvald Boasson Hagen. Der 30-jährige Norweger zeigte sich bei den Monumenten Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix konstant bei den Favoriten und möchte mit einem Sieg an der Alten Oper seine erste Saisonhälfte erfolgreich beenden. Tom-Jelgte Slagter, Dritter beim anspruchsvollen Etappenfinale der Tour Down Under am Willunga Hill, und Serge Pauwels kommen mit guter Form aus den Ardennenklassikern und werden sich auf der anspruchsvollen Taunus-Runde wohlfühlen.

„Unser Team hatte ein sehr verletzungsintensives Frühjahr. Deshalb bestand bis zuletzt Unsicherheit, ob wir ein Team für den 1. Mai aufstellen können, das um den Sieg mitfahren kann. Nur dann macht es Sinn, für Eschborn-Frankfurt zuzusagen. Der Radklassiker ist ein schweres Rennen der WordTour-Serie, wo es darauf ankommt, in Topform am Start zu stehen. Mit Boasson Hagen, Slagter und Pauwels sind wir zuversichtlich, uns im Finale behaupten und um den Sieg mitkämpfen zu können“, erklärt Rolf Aldag, Head of Performance beim Team Dimension Data, die Nachmeldung für den 1. Mai.

Aufgebot Team Dimension Data for Qhubeka:
Edvald Boasson Hagen, Tom-Jelte Slagter, Serge Pauwels, Jay Robert Thomson, Merhawi Kudus, Nick Dougall, Amanuel Gebreigzabhier

Schwere Taunusrunde und internationale Top-Teams versprechen spannenden 1. Mai

Vorhang auf zum letzten Akt der Frühjahrsklassiker. Am 1. Mai wird mit Eschborn–Frankfurt der Übergang von den Klassikern zur zweiten Saisonhälfte gefeiert. 21 Teams aus 13 Ländern haben ein hochkarätiges internationales Fahrerfeld nominiert, das bei der 57. Auflage des Radklassikers die Dominanz des Seriensiegers Alexander Kristoff (UAE-Team Emirates) durchbrechen soll. Um den Ausgang des Rennens offen zu halten, wurden auf dem Kurs kleine, aber feine Änderungen vorgenommen. Mit stärker betontem Klassikercharakter enthält Eschborn–Frankfurt mehr Schwierigkeiten als bisher, verteilt auf 212,5 Kilometer und 3.500 Höhenmeter.

Die Taunusrunde hat in diesem Jahr einen selektiveren Charakter erhalten. Nach der Überquerung des Feldberges (11km bei 4,8%) müssen in sehr kurzer Abfolge der knackige Anstieg in Ruppertshain dreimal, der Mammolshainer Stich sogar viermal und die Billtalhöhe zweimal erklommen werden. Danach wird die Gruppe der Sieganwärter, die sich auf die letzten 40 Kilometer zum Finale an der Alten Oper begibt, klein sein. Auch die letzte Rennstunde ist nun anspruchsvoller und führt über eine Welle am Hainer Weg, der bis 2001 die Zielgerade des Rennens war. Spätestens hier, kurz vor dem Ziel, werden einige Fahrer versuchen, einem Zielsprint aus dem Weg zu gehen.

Stimmen aus dem Peloton
Vorsicht und Vorfreude halten sich die Waage

Der Gewinner der letzten drei Ausgaben des Radklassikers, Alexander Kristoff, hat Respekt vor diesen neuen Herausforderungen und sieht sich nicht mehr in der Favoritenrolle: „Es wäre natürlich schön, mit einem vierten Sieg einen neuen Rekord bei Eschborn-Frankfurt zu setzen. Aber ich habe gehört, dass der Kurs in diesem Jahr noch härter ist. Durch diese Änderungen erwarte ich nicht, erneut ganz oben auf dem Podium zu stehen. Bereits in den letzten Jahren hat mich das Rennen an mein Limit gebracht. Mit noch mehr Anstiegen wird es nun wirklich sehr schwer für mich.“

ELITE Startliste vorläufig:

Team Lotto Kern-Haus News: Erster UCI-Sieg der Saison beim Arno Wallaard Memorial durch Huppertz

Erster UCI-Sieg der Saison beim Arno Wallaard Memorial durch Huppertz
Beim niederländischen Arno Wallaard Memorial (UCI 1.2) konnte Joshua Huppertz seine bestechende Form erneut unter Beweis stellen und holte den ersten UCI-Sieg des Jahres für das Team Lotto Kern-Haus.

Nachdem er in der Vergangenheit bereits mehrmals nah dran gewesen war, hat es für Joshua Huppertz nun endlich geklappt. Am Samstag konnte er in den Niederlanden das Arno Wallaard Memorial (UCI 1.2) gewinnen und feierte damit den ersten UCI-Sieg seiner Karriere.

Zusammen mit seinen Teamkollegen Luca Henn, Marc Dörrie, Jonas Rutsch, Fabian Schormair, Robert Retschke und Richard Weinzheimer zeigte die gesamte Mannschaft auf der 184 Kilometer langen Strecke rund um Meerkerk eine starke Leistung.

37 Kilometer vor Rennende konnte sich Joshua mit 3 weiteren Fahrern vom Feld lösen und einen maximalen Vorsprung von 40 Sekunden herausfahren. Seine Mannschaftskameraden, die in der Verfolgergruppe waren, störten zunächst erfolgreich die Nachführarbeit, ehe sich das Team Metec vor das Feld spannte und versuchte, die Ausreißer einzuholen.

Das Ergebnis war, dass der Vorsprung 12 Kilometer vor dem Ziel auf 7 Sekunden geschrumpft war. Als dann Dion Beukeboom (Vlasman Track) zu den Ausreißern nach vorne sprang, waren bei Metec alle Körner aufgebraucht und die 5 an der Spitze konnten ihren Vorsprung wieder vergrößern.

An der Flamme Rouge versuchte Joshua dann, seine vier Begleiter abzuschütteln, was aber erfolglos blieb. Cees Bol (SEG Racing) eröffnete dann den Zielsprint und Joshua sprang an sein Hinterrad. Die Entscheidung zugunsten von Joshua fiel denkbar knapp, im Fotofinish aus. Durch den Tigersprung hatte er letztlich hauchdünn sein Vorderrad vor das von Bol schieben können, Dritter wurde Dion Beukeboom.

Mit dieser herausragenden Leistung konnte der vierte Saisonsieg für das Team Lotto Kern-Haus eingefahren werden, was gleichzeitig auch den ersten Sieg bei einem UCI-Rennen in 2018 darstellte.

Ihr Presseteam
TEAM LOTTO KERN-HAUS

Bilder via Team  LOTTO KERN-HAUS

ONLINE UNTER:

http://www.team-lotto-kernhaus.de

http://facebook.com/Teamlottokernhaus

Tour of the Alps-Champ Thibaut Pinot bereitet sich auf schwere UCI Straßenrad WM 2018 vor

Heute endete in Innsbruck die Tour of the Alps. Teile der fünften und letzten Etappe führten über den Kurs der UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol. Gesamtsieger Thibaut Pinot versprach nach seinem Triumph, dass die Rad-Weltmeisterschaften im September „extrem harte Titelkämpfe“ werden.

Der Kurs des Eliterennens bei den UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol erlebte heute einen ersten richtigen Test unter Wettkampfbedingungen. Auf der letzten Etappe der Tour of the Alps wurden drei der insgesamt sieben WM-Runden über den „Olympia Climb“ von den Radprofis bestritten.

Unmittelbar nach seinem Triumph bei der Tour of the Alps meinte Groupama-FDJ-Profi Pinot: „Dieser WM-Kurs ist extrem hart. Nach dem ersten Anstieg folgt eine sehr schnelle Abfahrt, danach folgt gleich anschließend ein weiterer Berg. Mit dieser Kombination an Anstiegen und rasanten Abfahrten erwarte ich mir ein richtig hartes Rennen am 30. September 2018.“

Nach der heutigen letzten Etappe mit dem Ziel vor dem Landestheater nützten einige Radprofis, darunter der italienische Vuelta-Gesamtsieger Fabio Aru, die Gelegenheit, die Finalrunde der UCI Straßenrad WM 2018 mit dem berüchtigten Anstieg „Höll“ zu inspizieren.

Last but not least meinte Tour of the Alps-Gesamtsieger Thibaut Pinot, vor zwei Jahren Gesamtsieger der Dauphine Libere und 2014 Gesamtdritter bei der Tour de France: „Bei diesem WM-Kurs, sicher einer der härtesten seit vielen Jahren, hat man keine Zeit zum Erholen. Aber die Strecke liegt mir. Und vielleicht wird ja der 30. September einer der schönsten Tage in meinem Leben …!“

Video Content Center: https://pressezone.webgate.media/directlink/3449ec163722c798
Interview Thibaut Pinot und Schnittbilder (Französisch) HIER: https://vimeopro.com/pressezone/uci-strassenrad-wm-2018-innsbruck-tirol/video/264969882
Alle Videos zur UCI Straßenrad WM HIER

Audio-Datei zum Download:
Interview Thibaut Pinot (Französisch) HIER

UCI Straßenrad WM 2018
Von 22. bis 30. September findet die UCI Straßenrad WM 2018 in Innsbruck-Tirol statt. 1.000 RadrennfahrerInnen stellen sich 12 Rennen in drei Disziplinen; dem UCI Mannschaftszeitfahren, dem Einzelzeitfahren und dem Straßenrennen. Dabei gibt es vier Startorte – das Ötztal mit der AREA 47, Hall/Wattens mit den Swarovski Kristallwelten, Rattenberg im Alpbachtaler Seenland und Kufstein. Das Ziel ist dabei immer vor der Hofburg in Innsbruck. Für den Gesamtzeitraum der Veranstaltung werden bis zu 500.000 ZuseherInnen erwartet. Egal, ob VIP-Gast oder Fan im Zielbereich, mit einem Ticket für die UCI Straßenrad WM 2018 ist man hautnah dabei, wenn die WeltmeisterInnen in die Zielgerade einfahren. Umrahmt wird dieses Erlebnis von Konzerten und DJ-Sounds. Die tirolweite kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (VVT & IVB) am Gültigkeitstag des Tickets kommt als absolute Top-Leistung noch dazu. Tickets gibt es ab € 9,90 in der Innsbruck Tourismus Information oder online unter www.innsbruck-tirol2018.com.

Weitere Informationen:
• Karten der Routen – http://www.innsbruck-tirol2018.com/
• Bisherige Presse-News