Kategorie-Archiv: Weltcup und Klassiker

Lexware Mountainbike Team Weltcup Albstadt: Elite

Egger angriffslustig und ohne Fehler

Georg Egger vom Lexware Mountainbike Team hat sich beim Weltcup in
Albstadt als 43. seine ersten Punkte in der Elite geholt. Der DM-Dritte war damit
zweitbester Deutscher und zeigte sich deutlich verbessert gegenüber dem
Auftakt in Stellenbosch.

Georg Egger emotional noch ziemlich „angefixt“ von den eineinhalb Stunden
Renngeschehen, als er im Ziel Auskunft gab. Rund 10000 Zuschauer machten
das „Bullentäle“ zum Hexenkessel und schrien auch den Lexware-Biker die
steilen Anstiege hoch.

Egger kam als 57. aus der 2,8 Kilometer langen Startrunde und hatte seine
Startposition damit etwa gehalten. Die folgenden zwei 4,2 Kilometer langen
Runden arbeitete sich Egger bis auf Rang 43 nach vorne. „Es hat schon Spaß
gemacht so nach vorne zu fahren“, grinste er.

Mit Ex-Lexware-Fahrer Julian Schelb aus Münstertal fand er einen
Bundesgenossen. Ob sie sich gegenseitig motiviert hätten? Beide grinsten.
„Gesprochen weniger, eher mitgefühlt“, lachte Schelb, der am Ende 47.
wurde.

Die Anstiege in Albstadt sind steil und durch die Regenfälle waren die
Abfahrten teilweise sehr rutschig. Georg Egger kam gut zurecht. „Ich war vom
Kopf her super gut da, angriffslustig und hatte die Kontrolle“, so der Biker aus
der Hochschwarzwälder Equipe. „Ich habe technisch eigentlich keine Fehler
gemacht.“

Nach ständigen Positionskämpfen war es am Ende auch der 43. Platz, 7:24
Minuten hinter dem Sieger Nino Schurter (1:28:07). „Damit bin ich zufrieden“,
meinte Egger. „Ich wusste, nur wenn ich einen richtig geilen Tag erwische,
kann es in die Top 30 reichen, aber 43, das ist fürs Erste auch okay.“
Diese Marke lag an diesem Tag eine gute Minute entfernt. Aber auch so,
zeigte sich der 23-Jährige nach seinem zweiten Elite-Weltcup erfreut, „dass
sich die Arbeit der vergangenen Wochen ausgezahlt hat.“

Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt: Elite Herren / Elite Damen / U23 Damen

Gewaltige Stimmung, spektakuläre Rennen

Ein spektakuläres Wochenende ist am Sonntag beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup mit dem Sieg von Weltmeister Nino Schurter zu Ende gegangen. Die Schweizer triumphierten vor einer grandiosen Kulisse von mehr als 10000 Zuschauern auch bei den Damen durch Jolanda Neff und in der U23 durch Sina Frei. Für Jubel im deutschen Lager sorgten Elisabeth Brandau und Manuel Fumic.

Das Tailfinger Bullentäle bot den Weltcup-Akteuren am Sonntag einen lautstarken Resonanz-Boden. „Wie im Fußball-Stadion“, fasste das ein langjähriger Team-Manager zusammen. Die Herren boten vor einer, gegenüber 2017, noch mal gestiegenen Zuschauerzahl großen Sport.
Weltmeister Nino Schurter, der zum ersten Mal seit fast zehn Jahren nicht aus der ersten Reihe starten konnte, gelang aus Reihe drei ein guter Beginn und er erreichte bereits am ersten Anstieg die Spitzenpositionen.

Danach wurde er einige Male unter Druck gesetzt, auch von seinem Schweizer Landsmann Matthias Flückiger, der einen starken Eindruck machte.
Doch der holte sich in Runde drei von sieben einen Reifendefekt. Wer er den Druckverlust registrierte, griff er an. „Ich dachte, ich kann mich in der Technischen Zone ja dann erholen“, erklärte Flückiger.
Allerdings dauerte der Wechsel 38 Sekunden, zu viel um die fünf Fahrer, die ihn passierten, nochmal einzuholen.
Die Gruppe zersplittert bald danach. Der Niederländer Mathieu van der Poel konnte nach seinem Kahnbeinbruch von vor neun Tagen nicht ganz wie sonst und zudem war seine Schuh-Schnalle kaputt gegangen. Und so ist es nur noch der Franzose Stephane Tempier, der einer Tempoverschärfung von Nino Schurter folgen kann.

Schurter und die Wahl des Materials
„Ich wollte nicht zu früh die Karten auf den Tisch legen, aber ich habe dann gemerkt, dass Mathieu nicht mehr folgen konnte und auch Maxime (Marotte) Mühe hatte. Deshalb habe ich attackiert. Allerdings war ich überrascht, dass dann Tempier zurückkam“, erklärt der Schweizer, wie er die Gruppe auseinander fahren konnte.

Tempier hatte allerdings etwas viel Energie verbraucht um seinen Rückstand vom Anfang zu kompensieren. So spielte Schurter am zweiten Anstieg der vorletzten Runde seine Qualitäten aus und riss eine Lücke von etwa 30 Meter. „Die gegen Nino wieder zu schließen, ist fast unmöglich“, gesteht Tempier.
Obschon er sich nicht völlig abhängen lässt, er kann den 27. Weltcupsieg von Nino Schurter nicht verhindern.
„Ich denke, heute hat die Wahl des Materials eine wichtige Rolle gespielt. Und vermutlich habe ich durch meine Aufgabe am Freitag auch ein wenig Körner gespart. Es ist schön hier zum dritten Mal zu gewinnen. 2020 ist hier die WM, das gibt mir ein gutes Gefühl. Die Kulisse hier war wie immer toll“, erklärt Schurter.

Stephane Tempier bekannte, dass er vor allem im zweiten Anstieg des Kurses keine Chance gegen Schurter hatte. „Nach dem Short Track war ich schon ein bisschen müde, aber ich bin mit dem zweiten Platz heute zufrieden. Zum Sieg hat etwas gefehlt, aber ich bin zuversichtlich für Nove Mesto.“

Marotte: WM 2020 wird cool
Dort will auch Mathieu van der Poel „näher dran sein“, wie er sagte. Nach dem Handicap des Kahnbeinbruchs beim La Rioja Bike Race in Spanien (vor neun Tagen müsse er aber mit Rang drei „zufrieden“ sein.
„Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich das Leaderjersey um ein paar Punkte verpasst habe, aber ich war heute sicher nicht der Stärkste im Rennen. Ich konnte nur ein Tempo gehen und nicht reagieren, als Nino angegriffen hat“, so van der Poel. „Ich hoffe, dass es nächste Woche schon etwas besser geht“, so der Short Track-Sieger vom Freitag.

Er gewann gegen Maxime Marotte das Duell um Rang drei, weil er im letzten Anstieg quasi den Sprint um die erste Position im folgenden Downhill gewann.
Marotte kommentierte seinen vierten Platz so:
„Am Ende haben ein paar Sekunden gefehlt, um am Hinterrad bleiben zu können. Bei der Attacke hatte ich nicht genug Körner um folgen zu können. Ich mag die Strecke und auch das nasse Wetter. Die Atmosphäre war heute wirklich toll. Wie im Stadion, sehr laut. Die WM 2020 wird bestimmt cool.

Manuel Fumic erreicht sein Ziel
Manuel Fumic war nur zu Beginn Teil der achtköpfigen Spitzengruppe. Aber das war auch nicht anders zu erwarten. Mit einer Schiene am Ringfinger und einem Trainingsrückstand aus dem Winter hatte er die Top-Ten als Maximal-Ziel ausgegeben.
Das konnte der Deutsche Meister aus Kirchheim/Teck aber mit einem klugen Rennen umsetzen. „Wir haben uns das Damen-Rennen angeschaut und wussten, dass man gleich vorne dabei sein muss. Als dann vorne attackiert wurde, hatte ich gleich 30 Sekunden Rückstand, aber das war okay“, so Fumic.
Er fand sich in einer vierköpfigen Gruppe von Rang sieben bis zehn wieder und begann auch über die Team-Wertung nachzudenken. Deshalb wollte er die zwei BMC-Fahrer Lars Forster und Reto Indergand los werden.
Er attackierte auf der Asphalt-Passage. „Damit haben sie nicht gerechnet“, meinte Fumic. Nur der Schweizer Lukas Flückiger konnte mitgehen.

Allerdings kam in der Schlussrunde der Spanier David Valero von hinten und griff prompt an. „Da konnte ich nicht mehr mitgehen und habe versucht meinen neunten Platz abzusichern. Das ist mir gelungen. Ich habe mein Ziel erreicht, eine gute Leistung abgeliefert und wir haben mit Cannondale die Team-Wertung gewonnen. Vielleicht wird es nächste Woche noch besser“, so Fumic.
Und dann schickte er noch ein Adresse ans Publikum. „Trotz der kühlen Temperaturen war es im Bullentäle richtig heiß. Das wird sich bei der WM 2020 sicher noch steigern.“

Damen machen ihr Rennen zum Spektakel
Beim Damen-Rennen durften die deutschen Zuschauer endlich mal jubeln. Nicht über einen Sieg, aber über einen fünften Platz für Elisabeth Brandau. Für sie bedeutete das den ersten Podiums-Platz ihrer Karriere im Weltcup. Aber auch insgesamt bot die Konkurrenz spektakulären Sport, allen voran Jolanda Neff.

Die Weltmeisterin setzt sich bereits in Runde eins von sechs an die erste Position und spielt auf dem vom Regen extrem rutschigen Gelände ihre fahrtechnischen Fähigkeiten aus. Die 25-jährige Schweizerin ist eine Klasse für sich und gewinnt ungefährdet.
„Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Das sind meine Lieblingsbedingungen. Ich war immer informiert über meinen Vorsprung und so konnte ich ohne Stress vorne fahren. Die Stimmung an der Strecke war gewaltig, die Leute waren voll dabei“, erklärt Neff, die vor kurzem noch Verletzungsprobleme am Oberschenkel hatte.

Hinter ihr gewann Europameisterin Yana Belomoina die Auseinandersetzung um Rang zwei.
Mit einem fulminanten Finish holt sie auch noch die Schweizerin Alessandra Keller ein und wird Zweite.
Belomoina war mit Elisabeth Brandau in Richtung Verfolgergruppe gefahren und mit ihr dort angekommen. Die Schwäbin war mit Startnummer 46 ins Rennen gegangen und deshalb mit einem beträchtlichen Handicap unterwegs.
Ihr gelang jedoch ein guter Start, reihte sich an 35. Stelle ein und holte dann kontinuierlich auf. In Runde drei kam sie mit ihrer fulminanten Vorstellung am Berg bereits in den Top-Ten an und arbeitete sich dann an die Verfolgergruppe heran.
Zwischenzeitlich fuhr Brandau sogar an dritter Stelle, doch in den rutschigen Abfahrten ging die zweifache Mutter auf Nummer Vorsicht und büßte deshalb immer wieder Zeit ein.
Es gab viele Stürze, auch von den Spitzenfahrerinnen. Vor allem am Mitas Abbyss, einem Drop, war die A-Linie schwer zu fahren. Allerdings versprach sei auch einen Zeitgewinn von sechs, sieben Sekunden.
Elisabeth Brandau hatte ab der vorletzten Runde mit Krämpfen zu tun. „Ich habe versucht sie weg zu atmen, die vielen Zuschauer waren da eine gute Unterstützung“, erklärte Brandau.
So konnte sie nicht mehr reagieren, als Belomoina das Tempo verschärfte. Ihre letzte Gegnerin im Kampf um Platz fünf war die Schweizerin Linda Indergand, die allerdings am Berg der Power von Brandau nicht gewachsen war. Mit drei Sekunden Vorsprung ging Brandau in den letzten Anstieg und holte genug Vorsprung heraus, um zum ersten Mal auf dem Weltcup-Podium zu stehen.
„Es macht schon Spaß hier vorne mitzufahren“, meinte Brandau beim Pressegespräch mit ihrem ersten Kind Max auf dem Arm.

Die Freiburgerin Adelheid Morath stürzte bereits in Runde eins und schied aus.
Sabine Spitz schien auf die falschen Reifen gesetzt zu haben und wechselte die Gummis. Doch auch damit erreichte sie nicht das Ziel. „Ich bin einfach nicht gut ins Rennen und mit den rutschigen Bedingungen nicht zurecht gekommen. Es war einfach nicht mein Tag“, so Spitz.

U23 Damen: Großes Pech für Ronja Eibl
Sina Frei gewann am Sonntagvormittag das U23-Rennen der Damen 21 Sekunden vor der Britin Evie Richards und verbuchte damit ihren siebten Weltcup-Erfolg in der U23-Kategorie. Die Dänin Malene Degn wurde mit deutlichen 3:52 Minuten Rückstand Dritte.

Sina Frei kam beim Start nicht optimal weg, doch das kompensierte sie bereits im ersten Anstieg. Sie übernahm die Führung und riss schon in der Startrunde im ersten Downhill eine kleine Lücke, die sie bis auf 30 Sekunden ausbauen konnte.
Eingangs dritter Runde unterlief ihr jedoch ein Missgeschick, als sie auf dem Asphalt stürzte. Das kostete sie einen Großteil ihres Vorsprungs, doch aufschließen konnte Richards nicht.
„Bei diesen Bedingungen ist es besser vorne zu fahren. Fehler macht auf diesem Boden jede, es ging darum möglichst wenige zu machen und das ist mir gelungen“, kommentierte Frei ihre Strategie.
„Es ist super schön, dass ich wieder einen Weltcup gewonnen habe und zum ersten Mal im Regenbogen-Trikot. Das macht den Sieg auch besonders.“
Evie Richards gab nie auf, doch gefährden konnte sie Frei am Ende nicht.
„Ich denke, der Regen, kann andere Leute beeinträchtigen. Deshalb habe ich es als Vorteil gesehen, dass es in Großbritannien immer regnet. Ich liebe diesen Kurs. Er ist einfach mit zwei steilen Anstiegen, aber heute war es extrem rutschig. Es war so schwierig mit 100 Prozent in die Downhills zu gehen. Im Anstieg war ich stärker und auf der Fläche. Ich freue mich sehr über meinen zweiten Platz heute und ich bin bereit für den nächsten Weltcup.

Malene Degn konnte das Tempo der Beiden nicht mitgehen und geriet in Runde drei von fünf in Gefahr ihren dritten Platz zu verlieren. Ronja Eibl aus Grosselfingen hatte zur Freude des heimischen Publikums ihren Rückstand von 18 auf fünf Sekunden reduziert. Doch just in dieser Phase erlitt Eibl einen nicht reparablen Defekt an ihrer Schaltung.
Völlig enttäuscht musste die Bikerin von der RSG Zollernalb aufgeben.
„Ich hatte noch nie in meinem Leben so gute Beine“, schüttelte die erst 18-Jährige den Kopf und zog niedergeschlagen von dannen.
Damit blieb Malene Degn ungefährdet auf Rang drei.
„Es war irrsinnig heute. Ich wusste nicht ob ich Bike oder Skate. Aber es war cool, es hat super Spaß gemacht. Ich bin glücklich über den dritten Platz. Damit bin ich immer noch im Spiel um die Gesamtwertung“, so die Dänin.
Die Gesamtführung übernahm Sina Frei von ihrer Teamkollegin Malene Degn, Richards ist Dritte.

Beste Deutsche wurde so Nina Benz aus Laichingen, die als 16. 10:52 Minuten Rückstand hatte. „Es war echt gut heute, es hat so viel Spaß gemacht. In der ersten Runde hatte ich einen Sturz, aber das größere Problem war, dass mir in Runde drei vorne die Kette runter ist. Es war voll schwierig sie wieder drauf zu bringen. Schade, dass ich am Ende noch zwei Plätze verloren habe, aber ich bin trotzdem voll zufrieden.“

Zufrieden war man auch bei der Stadt Albstadt. Die Zuschauerzahlen waren nochmal angewachsen, der Organisation routiniert abgelaufen und die Stimmung faszinierend. Am Samstag waren nach ersten Schätzungen rund 5000 Zuschauer vor Ort, am Sonntag wurde die 10000er-Marke wohl übertroffen. Der „Hexenkessel“ Bullentäle hat seinem Titel mal wieder alle Ehre gemacht.

Auch die Premiere des Short Track am Freitagabend war gut besucht und vom Publikum gut aufgenommen worden.

Ergebnisse: http://www.uci.ch/mountain-bike/ucievents/2018-mountain-bike-uci-mountain-bike-world-cup/162153118/widgets/live-timing-results-185534/

Foto-Link (frei zur redaktionellen Verwertung bei Nennung von Autor/EGO-Promotion) : https://offroadsports.smugmug.com/Mountainbike/MTB-World-Cup-Albstadt-2018/Mercedes-Benz-UCI-MTB-World-Cup-2018/n-MxvD7j/

www.world-cup-albstadt.de

Weltcup Albstadt: Bericht U23-Rennen

Ein Tag zum Vergessen

Das Lexware Mountainbike Team war im U23-Rennen des Weltcups in Albstadt vom Pech verfolgt. Ausgerechnet beim Heimrennen kam keiner der vier Nachwuchs-Biker ohne Handicap durch die Konkurrenz. David List war als Bester 26.

Teamchef Daniel Berhe schüttelte den Kopf. Das Rennen war noch nicht vorbei, doch der Kirchzartener hatte bereits genügend Anlass für einen Kommentar. „Solche Tage gibt es halt mal.“ Tage, die man lieber vergisst.

Besonders bedauerlich, dass es der Tag des Heimweltcups war, an dem sich natürlich alle Lexware-Biker sehr viel vorgenommen hatten. Es begann schon auf der Startgerade.

Neben Luca Schwarzbauer machte ein Konkurrent einen Schlenker, hängte sich beim Nürtinger im Lenker ein und der machte einen kapitalen Abgang über sein Vorderrad.

Immerhin: Schwarzbauer rappelte sich zügig wieder auf und fuhr weiter. Mit verbogenem Lenker allerdings. „Ich wollte nicht gleich anhalten, weil du am Anfang so viele Plätze verlierst“, erklärte er. Also stoppte er in Runde zwei und fiel von Rang 42 auf 52 zurück.

Max Brandl hatte das Krachen nach dem Start nur hinter sich gehört und war gut ins Rennen gekommen. Doch es hatte begonnen zu regnen und die Strecke war „unkontrollierbar“ geworden, wie Brandl das später beschreiben sollte. Nach dem Albstadt-Drop stürzte der Deutsche U23-Meister in der folgenden Kurve. Es war nicht viel passiert, doch auf dem Weg verlorenen Boden wieder gut zu machen, stürzte er erneut und fand sich an 16. Stelle wieder.

„Dann ging es eigentlich ganz gut und ich habe die Spitzengruppe schon wieder vor mir gesehen“, berichtet Brandl. Bis an Position acht war er bereits wieder nach vorne gefahren. Gerade war er am Niederländer Milan Vader vorbei als der zur Konterattacke ansetzte, weil er vor Brandl in die nächste Abfahrt wollte.

Das ging schief. Auf Schotter stürzte Max Brandl schwer und riss sich dabei die ganze linke Seite auf. Der Unterarm blutete schwer. „Ich wollte das Rennen fortsetzen, aber nach zwei Kurven waren die Schmerzen so groß, dass ich aufgeben musste“, erklärte Brandl.

Am späten Nachmittag wurde im Krankenhaus die Wunde gesäubert und mit acht bis zehn Stichen genäht. „Die Sanitäter haben am Anfang auf Unterarmbruch getippt. Das war mental ganz schwer. Aber es ist zum Glück nichts gebrochen“, sagte der 20-Jährige. Allerdings muss man noch abwarten, wie sich die Wunde entwickelt.

List ist hervorragend unterwegs, bis..

Nachdem Brandl raus war, ruhten die Hoffnungen auf David List. Der Friedrichshafener war hervorragend unterwegs. „Es war alles easy, ich bin gut zurecht gekommen und habe mich gut gefühlt“, erzählte List. „Ich habe es mir auch gut eingeteilt und musste nicht über mein Limit.“

Dennoch gelang es ihm bis auf Position 18 nach vorne zu fahren. Dann aber erlitt List einen Hinterrad-Defekt. Er fiel auf Rang 36 zurück, blieb aber weiter motiviert und hätte sich beinahe noch den 25. Platz geholt, der ursprünglich seine Zielmarke war. Doch den Sprint um diese Position verlor er hauchdünn gegen den Rumänen Vlad Dascalu. 5:44 Minuten hinter dem Franzosen Joshua Dubau (1:17:48) belegte List als zweitbester Deutscher hinter Simon Schneller (18.) Rang 26.

List ärgerte sich mächtig. „Das darf nicht wahr sein. Ich hatte nie Probleme mit Plattfüßen und jetzt nach Heubach schon wieder. Da war auch kein Fahrfehler oder so“, schüttelte List den Kopf.

Luca Schwarzbauer war da bereits im Team-Zelt angekommen. Auch er hatte das Rennen nicht beenden können. Nachdem er also seinen Lenker wieder gerade gerückt hatte, spürte er erst mal Magenschmerzen. „Vielleicht vom Sturz, ich weiß nicht“, zuckte er mit den Schultern. „Aber nach einer Weile ging es wieder und ich bin gut ins Rennen gekommen.“

Das zeigte sich auch an der achtbesten Rundenzeit, die ihn von Rang 51 auf 41 nach vorne katapultierte. Er lag zu diesem Zeitpunkt nur eine halbe Minute hinter David List. Doch dann zerstörte auch im ein Defekt alle Hoffnungen auf ein halbwegs annehmbares Ergebnis.

„Mir hat es den Reifen an der Seite aufgeschlitzt, 1,5 Runden vor Schluss. Da war nichts mehr zu machen. Die Form hätte gepasst“, bedauerte Schwarzbauer.

Auch Jannick Zurnieden kam nicht ohne Handicap durchs Rennen. Abgesehen davon, dass er in der Startrunde nach dem Sturz von Schwarzbauer auf Null runter bremsen musste und einen wesentlichen Teil der Runde zu Fuß bewältigen musste („wegen Stau“), löste sich später die Befestigung des Sattels. Er ließ es sich an der Technischen Zone festziehen, doch der Sattel wollte nicht da bleiben, wo er sollte. „Das hat Rückenschmerzen verursacht und ich bin auch nie richtig in Tritt gekommen“, klagte Zurnieden. So blieb nur ein enttäuschender 68. Rang (+10:25).

Fotos zum Lexware Mountainbike Team finden Sie zum Download auf

https://www.flickr.com/photos/lexware-mountainbike-team/albums

Zusätzliche Infos zum Lexware-Team finden sie unter www.lexware-mountainbike-team.de

Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt: U23 Herren

Dubau gewinnt schwieriges Regen-Rennen
Unter schwierigen Bedingungen hat der Franzose Joshua Dubau beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt das U23-Rennen gewonnen. Antoine Philipp sorgte für einen französischen Doppelsieg. Rang drei ging an den Dänen Jonas Lindberg. Die Deutschen hatten viel Pech, Simon Schneller landete auf Platz18.

Es hatte vor dem Start zu regnen begonnen. Das machte die Strecke zu einer extremen Herausforderung. Die Zuschauer sahen viele Stürze. Dass es vor der ersten Kurve auf Asphalt zu einem Sturz kam, hatte mit den Bedingungen weniger zu tun, das war einfach ein Fahrfehler.
Im Rennen entstand nach zwei von sechs Runden eine dreiköpfige Spitzengruppe mit der späteren Podiums-Besetzung und kurze Zeit später attackierte Lindberg und Dubau konnte erst einmal nicht mitgehen, wie er später erzählen sollte. Er war weg gerutscht.

Doch dann stürzte Lindberg und der Franzose war auf und davon. Auch Antoine Philipp ging an Lindberg vorbei. Joshua Dubau holte sich seinen ersten Weltcup-Sieg und gewann mit 41 Sekunden Vorsprung auf Philipp und 1:08 Minuten auf Lindberg.
Hinter Lindberg war der Schweizer Filippo Colombo bisweilen bis auf 15 Sekunden am dritten Rang dran, musste dann aber bekennen, dass die Konkurrenz an diesem Tag stärker war. Er wurde schließlich Sechster.

Joshua Dubau: „Ich hatte einen schlechten Start, konnte mich aber nach vorne arbeiten. In der Dreier-Gruppe habe ich versucht mein eigenes Tempo zu finden. Für mich war es ein perfektes Rennen heute.“

Antoine Philipp: „Ich mag solche Bedingungen, wenn man durch die Kurven sliden kann. Aber es war natürlich ein hartes Rennen bei diesem Boden.“

Jonas Lindberg: „Das Wetter ist wie in Dänemark. Ich habe eine Attacke gesetzt und konnte durch den Sturz von Dubau an ihm vorbei. Dann hatte ich eine kleine Lücke, bin dann aber selbst gestürzt. Dadurch ist die Schnalle am Schuh kaputt gegangen, aber es war kein großes Problem. Ab diesem Zeitpunkt war ich alleine.“

Deutsche U23-Biker mit enorm viel Pech – Simon Schneller überrascht
Den deutschen U23-Mountainbikern klebte das Pech wie Dreck an den Reifen. Nur Simon Schneller kam richtig gut durch. Der Oberlengenhardter musste bei dem Sturz am Start auch in die Bremse, aber nicht zu Boden. Er war 47. nach der 2,8 Kilometer langen ersten Runde und arbeitete sich dann konstant nach vorne. Je länger das Rennen ging, desto schneller wurde Schneller.
In der letzten Runde fuhr er sich noch mal um zwei Plätze nach vorne und kam mit 4:23 Minuten Rückstand als 18. ins Ziel. „Es lief super, ich hatte auch perfekte Reifen. Ich bin echt glücklich“, freute sich Schneller.

Der Freiburger Max Brandl war mit großen Erwartungen ins Rennen gegangen, doch der U23-WM-Dritte stürzte bereits in der ersten Runde am Albstadt-Drop. Das warf ihn erst mal zurück und Brandl hatte Mühe in die Gänge zu kommen. Er fiel bis auf Rang 16 zurück, holte sich dann in Runde drei aber drei Plätze zurück. Doch dann kollidierte er mit dem Niederländer Milan Vader und stürzte schwer. Mit einer Risswunde am Arm musste Brandl aufgeben.
Luca Schwarzbauer aus Nürtingen war in den Sturz in der Startphase verwickelt. Ein Konkurrent hängte bei ihm im Lenker ein, so dass Schwarzbauer einen Abflug auf den Asphalt machte. Damit war jegliches gutes Resultat dahin. Nach einem Defekt in der fünften Runde war sein Rennen dann beendet, obschon er gut aufgeholt hatte.
David List aus Friedrichshafen fuhr lange ein hervorragendes Rennen. Der erst 18-Jährige hatte sich bis auf Platz 18 nach vorne gekämpft, als er sich einen Hinterrad-Defekt holte. Er versuchte noch mal alles, doch mehr als Platz 26 war nicht drin.

Ergebnisse: http://www.uci.ch/mountain-bike/ucievents/2018-mountain-bike-uci-mountain-bike-world-cup/162153118/widgets/live-timing-results-185534/

Foto-Link (frei zur redaktionellen Verwertung bei Nennung von Autor/EGO-Promotion): https://offroadsports.smugmug.com/Mountainbike/MTB-World-Cup-Albstadt-2018/Mercedes-Benz-UCI-MTB-World-Cup-2018/n-MxvD7j/

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Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt / Short Track

Langvad und das Bumm-Bumm

Van der Poel vergisst den Schmerz

Annika Langvad und Mathieu van der Poel haben in Albstadt beim Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup die Premiere des Short Track gewonnen. Van der Poel siegte nach einem aufregenden Rennen souverän vor Sam Gaze und Mathias Flückiger, während die Dänin Annika Langvad die beiden Schweizerinnen Jolanda Neff und Linda Indergand auf Rang zwei und drei verwies.

Das Rennen der Herren begann mit großem Pech für einen Mitfavoriten. Weltmeister Nino Schurter hatte gleich auf der Startgeraden Probleme mit der Schaltung, bzw. der Kette und verlor den Anschluss. Damit hatte er im 25-minütigen Rennen keine Chance mehr. Er quittierte das Geschehen in der fünften Runde.

An der Spitze war es Mathieu van der Poel, der am häufigsten das Tempo bestimmte. Einmal gelang es ihm und Florian Vogel (Sui) zu entkommen, doch das war nach der Hälfte der Distanz etwas zu früh.

Es war Manuel Fumic (Kirchheim/T.), der einzige Deutsche im Rennen, der die Lücke für die Verfolger schließen konnte. Doch kaum, dass das gelungen war, erlebte Fumic ebenfalls ein Problem mit der Kette. „Sie ist mir runter gerutscht und ich frage mich, wie das passieren konnte. Das ist ein völlig sicheres System“, sollte Fumic nachher sagen. „Ich überlege mir grade, ob mir vielleicht irgendjemand hinten rein gefahren ist.“

Fumic musste vom Rad und verlor den Anschluss. Am Ende reichte es nur zu Platz 17. „Das ärgert mich ziemlich. Ich habe mich gut gefühlt und ich kann solche Short Races. Ich finde das Format richtig das ist echt super.“

Van der Poel mit Adrenalin

So war Fumic also aus dem Geschäft um einen Podest-Ergebnis. Drei Runden vor Schluss hatte Mathieu van der Poel eine Lücke. „Plötzlich“, wie er sagte. Ich habe versucht es bis ins Ziel durchzuziehen und bin wirklich glücklich, dass ich es geschafft habe. Das ist ein hartes Rennformat und es kam mir mit meinem Kahnbeinbruch auch entgegen, weil es nicht technisch war. Im Rennen hast du so viel Adrenalin, dass du den Schmerz vergessen kannst. Ich hoffe, bis Sonntag wird es noch besser mit dem Schmerz.“

Hinter ihm kam es zum Kampf um Rang zwei. Mathias Flückiger wollte als Erster in den Singletrail, doch Sam Gaze kam ihm zuvor. Der Neuseeländer zog durch und ließ sich auch auf der Zielgeraden Rang zwei nicht mehr nehmen.

„Mathieu war zu stark, aber ich bin glücklich über ein gutes Rennen. Das zeigt, mein Training in den vergangenen vier Wochen hat funktioniert“, sagte Gaze, der drei Sekunden hinter van der Poel das Ziel passierte.

Mathias Flückiger strahlte über seinen Podest-Rang.

„Dass ich hier auf dem Podest stehe, das hätte wohl auf dem ganzen Event hier niemand geglaubt“, sagt Mathias Flückiger im Ziel mit einem Grinsen. „Ich auch nicht.“

Dabei hat das Rennen für ihn sogar denkbar schlecht begonnen. Er wurde in der ersten Runde von einem Konkurrenten „abgeschossen“, so dass er sich erst mal an 30. Position wiederfand.

„Ich musste dann drei Runden voll überziehen“, erklärt Flückiger, wie er sich wieder nach vorne arbeitet und in der Schlussrunde plötzlich um – erfolgreich – um das Podest kämpfte.

Damen: Wloszczowska greift als Erste an

Bei den Damen war das Rennen 15 Minuten von Taktik geprägt. Ein Fluchtversuch von Chloe Woodruff wurde unspektakulär neutralisiert. So war es lange vor allem ein Kampf um eine bessere Position, bevor es in die kurze technische Passage ging.

Erst als die letzte von neun Runden eingeläutet wurde, eröffnete die Polin Maja Wloszczwoska aus einer zehnköpfigen Spitzengruppe heraus das Feuer.

Ihre Kraft reichte allerdings nur bis zur Hälfte der Schlussrunde. „Dann war es aus. Ich wollte es versuchen, aber gleichzeitig war es eine Vorlage für Jolanda“, erklärte Wloszczowska, die am Ende Achte wurde.

Jolanda Neff (Sui) übernahm tatsächlich die Führung und kam als Erste aus dem Wald auf die Wiesenpassage. Doch dort legte Weltmeisterin Annika Langvad (Den) alle ihre Qualitäten an den Tag und zog vorbei. Auf der Zielgeraden konnte die Stellenbosch-Siegerin bereits die Hände in die Höhe reißen und den ersten Short Track Weltcup-Sieg aller Zeiten feiern.

Hinter der Marathon-Weltmeisterin landeten mit Cross-Country-Weltmeisterin Jolanda Neff und Linda Indergand zwei Schweizerinnen.

Annika Langvad: „Ich freue mich riesig. Ich wusste schon, dass meine Form gut ist, aber das hier ist was ganz anderes. Es wurde schon taktisch gefahren und ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Und dann ging es plötzlich, bumm, bumm.“

Jolanda Neff: Ich finde es super cool, dass wir zwei Schweizerinnen auf dem Podest sind. Annika war am Ende einfach stärker, aber ich bin mit Rang zwei sehr glücklich. Das Rennen ist unberechenbar, du musst immer auf der Hut sein. Am Sonntag, das wird eine andere Geschichte.

Linda Indergand: „Ich war am Ende am Hinterrad von Jolanda, Annika auf der anderen Seite. So bin ich zwar an Maja vorbei gekommen, nicht aber an Jolanda. Aber klar, ich bin schon glücklich mit einem Podest.“

Elisabeth Brandau mit Pech am Start

Für die deutschen Damen verlief die Short-Race-Premiere nicht so günstig. Elisabeth Brandau hatte am Start Pech, weil vor ihr Pauline Ferrand Prevot nicht ins Pedal kam. So lag sie gleich in ungünstiger Position, musste nach der Brückenüberfahrt am kurzen Anstieg absteigen, weil es vor ihr staute.

Dann entwickelte sich ein Jojo-Spiel. Immer wieder schloss sie die Lücke, um dann aber in einer schlechten Position in den Singletrail zu gehen. Schließlich war sie auf dem Weg in die Top 16, als sie durch einen Sturz blockiert wurde und dann keine Chance mehr hatte.

„Das ist kein ehrliches Rennen“, schüttelte sie in der ersten Enttäuschung den Kopf.

Bei 100 Prozent sei sie nach ihrem Infekt natürlich nicht gewesen, aber schlecht habe sie sich auch nicht gefühlt, so die Schönaicherin.

Sabine Spitz (Murg-Niederhof) kämpfte ebenfalls permanent um die Top 16 und wurde vom gleichen Sturz aufgehalten wie Brandau. Für sie gab es schließlich nur Rang 19.

„Es ist was ganz anderes, als wir gewohnt sind, noch intensiver. Es wurde schon aggressiver gefahren. Nach dem Sturz ist leider ein Loch aufgegangen“, meinte Spitz und fügte mit einem Lachen hinzu: „Ich habe nicht erwartet, dass ich hier gewinne“.

Adelheid Morath (Freiburg) verzichtete bei ihrem Comeback nach ihrem Kahnbeinbruch richtig reinzuhalten. „Ich bin eigentlich gut weggekommen, aber nach der Brücke bin ich aufgehalten worden. Ich habe nicht die notwendigen Ellbogen eingesetzt“, so Morath. So war sie dann plötzlich Letzte und „der Zug war abgefahren.“ Morath belegte Rang 36.

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Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt: Prickeln im Hexenkessel und eine große Unbekannte

Der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt verspricht am Wochenende großen Sport. Das Short Track Race am Freitag könnte einiges verändern und nicht nur Weltmeister Nino Schurter ist sehr gespannt was das Wochenende im Bullentäle bringt. Sein langjähriger Konkurrent Julien Absalon hat am Montag seinen sofortigen Rücktritt erklärt, aber es sind andere da, die einen dritten Schurter-Sieg in Albstadt verhinden wollen. Bei den Damen ist die Konstellation ohnehin sehr offen.

Seit dem Auftakt in Stellenbosch sind zehn Wochen vergangen, die Karten konnten in dieser Zeit neu gemischt werden, der Kurs in Albstadt hat eine deutlich andere Charakteristik als der in Südafrika. Trotzdem: an Weltmeister Nino Schurter (Sui) kommt man auf der Suche nach (Top-)Favoriten nicht vorbei. Er kann alles, wie er voriges Jahr eindrucksvoll belegte, als er alle sechs Weltcup-Rennen für sich entschied.

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Er selbst erkennt in Mathieu van der Poel (Ned) einen ganz großen Widersacher. Der Cyclo-Cross-Star war 2017 in Albstadt Zweiter und er kommt mit der Empfehlung von drei Etappensiegen an drei Tagen bei einem spanischen Etappenrennen. Trotz Sturz auf Etappe eins.

Stellenbosch-Sieger Sam Gaze (Nzl) ist für den Bullentäle-Kurs nicht unbedingt prädestiniert, doch 2016 hat er hier das U23-Rennen gewonnen – vor einem so starken Kletterer wie Titouan Carod (Fra). Und wenn ihm, wie von Schurter in den Raum gestellt, ein Sieg im Short Track (siehe unten) gelingt, dann könnte das einen weiteren Motivations-Schub geben.

„Max ist heiß“, sagt Manuel Fumic über seinen Cannondale-Teamkollegen Maxime Marotte. Der Franzose war in Stellenbosch knapp geschlagen Dritter und auch er hat auf seiner Agenda: „Einen Weltcupsieg“.

Der Schweizer Mathias Flückiger hat sich im Hexenkessel Bullentäle durch einen spektakulären Sturz im Vorjahr aus dem Rennen um einen möglichen Albstadt-Sieg katapultiert. Er hat jüngst Nino Schurter in Solothurn am längsten Paroli geboten. „Es hat nicht viel gefehlt“, so Flückiger.

Dehnt man die Suche nach Favoriten auf Podiums-Kandidaten aus, dann kommt auch ein Anton Cooper ins Spiel. „Es geht von Tag zu Tag besser“, sagt der Vorjahres-Dritte aus Neuseeland. Und der oben erwähnte Titouan Carod (Fra), genauso wie Florian Vogel (Sui). Es könnte auch Henrique Avancini (Bra) reif sein für sein erstes Weltcup-Podium, wenn er den Jetlag gut wegstecken kann. Oder mit Jordan Sarrou noch ein Franzose.

Einer ganz Großer wird, zumindest im Rennen, in Albstadt fehlen. Der 33-fache Weltcupsieger Julien Absalon (Fra) hat am Montag seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. Grund ist eine Pollenallergie, die sich in diesem Frühjahr so sehr ausgedehnt hat, dass er die Reißleine zog. „Das macht mich etwas nachdenklich“, gesteht Nino Schurter, „Julien ist ein großer Champion, ich vermisse ihn bereits in den Rennen.“ Vor Ort wird Absalon allerdings auftauchen, als Teamchef seiner eigenen kleinen Equipe und als Freund von Pauline Ferrand Prevot.

Und Manuel Fumic? „Ich hätte ihm einen schöneren Abtritt gewünscht, aber er wird dem Sport ja nicht ganz verloren gehen. Julien hat so viel Herzblut für den Sport und war über viele Jahre der Mann, der fast unschlagbar war.“

Und was meint er zu sich selbst, mit seinem Handicap, dem geschienten Ringfinger? „Das Training lief super, aber wenn ich in die Top-Ten oder gar Top Acht komme, dann wäre ich happy“, sagt der Kirchheimer. Und freut sich auf Heimpublikum und gutes Wetter. „Das hat Albstadt auch mehr als verdient“, findet Fumic.

Für seine deutschen Kollegen wäre ein Top-20-Resultat ein sehr großer Erfolg. Markus Schulte-Lünzum hat es 2017 als 14. vorgemacht.

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Damen: Ein Quartett an Albstadt-Siegerinnen

Wer im weißen Weltcup-Leaderjersey antritt, gehört automatisch zu den Favoriten. Das für Annika Langvad zu sagen, versteht sich. Die Dänin gewann in Stellenbosch ein enges Duell mit Pauline Ferrand Prevot und hat 2016 auch in Albstadt einen ihrer bisher fünf Weltcupsiege eingefahren.

Am vergangenen Wochenende wurde die amtierende Marathon-Weltmeisterin auch Dänische Meisterin in dieser Disziplin. Bemerkenswerter als das, ist jedoch, dass sie nur zehn Minuten langsamer war als der Meister bei den Herren. „Das gab mir die Bestätigung, dass die Form gut ist“, so Langvad. Wohl wahr.

Die 2014-Albstadt-Siegerin Pauline Ferrand Prevot erwischte es in Obertraun nicht ganz so gut, nachdem sie schon nach 500 Metern Plattfuß hatte. Nach acht Wochen Straßen-Intermezzo ist die Französin jetzt wieder zurück auf dem Mountainbike und auf jeden Fall eine Kandidatin für den größten Pokal bei der Siegerehrung.

Wenn wir schon bei den bisherigen Albstadt-Siegerinnen sind: Bei Weltmeisterin Jolanda Neff (Sui) hat’s ein bisschen geruckelt in diesem Frühjahr. Schlüsselbeinbruch im Januar, frühe Rückkehr, Sechste in Stellenbosch und dann im April ein heftiger Trainingssturz auf den Oberschenkel, der sie erst mal ausbremste. „Momentan geht es mir gut und ich bin am Trainieren, damit es weiter aufwärts geht“, meldete sie am Montag etwas unkonkret. Gehen wir davon aus, dass sie eine bedeutende Rolle spielen wird, wenn es um die ersten drei Plätze geht.

Als Yana Belomoina voriges Jahr in Albstadt die Ziellinie überquerte, da schlug sie die Hände vors Gesicht, weil sie ihren ersten Weltcupsieg kaum fassen konnte. Sie ließ zwei weitere folgen und holte den Gesamtsieg. Im Herbst hatte sie dann einen Trainingsunfall auf der Straße und musste mit einem nicht ganz einfachen Bruch im Oberschenkelbereich lange pausieren. Auf Stellenbosch musste sie verzichten, doch mit ihrem Sieg in Obertraun hat sie sich endgültig wieder in den Kreis der Podest-Anwärterinnen zurückgemeldet.

„Es hat sich gut angefühlt, von Woche zu Woche besser. Mal sehen, wie ich mich am Wochenende fühle, aber ich bin zuversichtlich“, so Belomoina.

Neben diesem Quartett muss man auch Maja Wloszczowska nennen. Die Polin gehört seit mindestens zwölf Jahren immer zu den Sieganwärterinnen, auch wenn ihr letzter von drei Weltcuperfolgen schon sechs Jahre zurückliegt.

Gespannt sein darf man auch auf die 45-jährige Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor), die ihre letzte Weltcup-Saison bestreitet und auf der anderen Seite der Alters-Skala auf Anne Tauber aus den Niederlanden, die am Samstag erst 23 Jahre alt wird. Als Dritte von Stellenbosch muss man die Newcomerin aus dem Eisschnelllauf auf jeden Fall ernst nehmen.

Und die deutschen Karten? Sind nicht schlecht. Sabine Spitz hat schon in Stellenbosch als Achte gezeigt, dass sie gut in Form ist. Auch am Sonntag bei ihrem Sieg in Singen. „In den Anstiegen ging es sehr gut“, meinte Spitz. Was das für Albstadt heißt? „Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“, sagt sie lachend. Aber zumindest so viel: Die Form passt und ein Top-Ten-Resultat ist auf jeden Fall drin.

Das gilt auch für Elisabeth Brandau, die das 2016 als Siebte auch schon mal geschafft hat. Das war vor der zweiten Baby-Pause. Jetzt ist sie zurück und hat mit vier Saisonsiegen brilliert. Vor allem in Heubach, als sie auch Maja Wloszczowska schlagen konnte.

Allerdings ist sie vorige Woche krank geworden. Fünf Tage sei sie im Bett gelegen, sagt Brandau. „Ich gehe zumindest erholt in das Weltcup-Wochenende“, sagt sie mit einem Lachen. „Die Form ist sicher da, doch ich habe keine Ahnung was möglich ist. Weltcup ist sowieso was anderes. Ich freue mich auf Albstadt, aber ich mache mir keinen Druck“, wehrt die Schönaicherin ab.

Erfreulich aus deutscher Sicht, dass Adelheid Morath auch an der Startlinie stehen wird. Die Freiburgerin fährt neun Wochen nach ihrem Kahnbeinbruch im Training von Stellenbosch allerdings ihr erstes Cross-Country-Rennen überhaupt in diesem Jahr. Insofern ist sie erst mal nur froh, überhaupt dabei zu sein.

„Albstadt war im Saisonplan eigentlich ein Highlight. Ich freue mich drauf, die Form ist gut, aber was das wert ist, kann ich überhaupt nicht sagen. Ich will auch nicht viel darüber nachdenken, sondern einfach das Beste draus machen.“

Short Track, die große Unbekannte

Beginnen wird alles mit der großen Premiere des Short Track am Freitag. Zu sagen, die Sportler seien gespannt, ist fast schon eine Untertreibung. Das neue Weltcup-Format am Freitagabend ist die große Unbekannte. Allen ist klar, wie wichtig es ist, niemand weiß, was dabei herauskommt.

„Ich bin vor allem auf Freitag gespannt“, gab Sabine Spitz nach ihrem Sieg beim Marathon in Singen am Sonntag zu Protokoll, Weltmeister Nino Schurter äußerte sich im Interview ähnlich und auch beim einzigen Deutschen Manuel Fumic „prickelt“ es.

Die 40 besten Damen, die 40 besten Herren gehen 25 Minuten auf der 1,2 Kilometer langen Runde auf die atemlose Jagd nach dem ersten Short Track-Weltcupsieg in der Geschichte. Favoriten? Sicherlich ist Sam Gaze ein Kandidat, auch Mathieu van der Poel und gewiss auch Nino Schurter. Doch es ist damit zu rechnen, dass auch andere mitmischen. Bei Thomas Litscher könnte nach seiner OP die Kraft für 25 Minuten reichen.

Im Feld der Damen sind es natürlich Jolanda Neff und die zweifache Eliminator-Weltmeisterin Linda Indergand, aber auch eine Eva Lechner oder Annie Last. Und einige andere.

Und was machen die Deutschen? „Im Short Track muss man reinhalten“, sagt Adelheid Morath. Das ist nicht unbedingt ihr Ding, nach dem Kahnbeinbruch sowieso. Wie gesagt: das Short Track ist die große Unbekannte.

U23: Auf Max Brandl ruhen die deutschen Hoffnungen

Am Samstag gibt es die größten Hoffnungen auf einen deutschen Fahrer auf dem Podest. Der Freiburger Max Brandl gehört zu den Kandidaten in der männlichen U23. Der Dritte der Weltmeisterschaften 2017 hat vergangenen Sonntag in Gedern das Bundesliga-Rennen (der Elite) gewonnen und starke Form gezeigt. Sein vermutlich größer Kontrahent: Petter Fagerhaug aus Norwegen.

Auch Luca Schwarzbauer aus Nürtingen zeigte viel versprechende Leistungen. Sein Ziel ist ein Top-Ten-Resultat und das ist sicherlich realistisch.

Bei den U23-Damen, die am Sonntagvormittag dran sind, hat sich mit Ronja Eibl aus Grosselfingen die Lokalmatadorin in den Vordergrund gespielt. Die 18-Jährige will vor heimischem Publikum natürlich gut abschneiden.

Favoritinnen hier: U23-Weltmeisterin Sina Frei aus der Schweiz und die Dänin Malene Degn, die in Stellenbosch gewonnen hat. Und sicher Evie Richards aus Großbritannien.

Fotos: ©EGO-Promotion (frei zur redaktionellen Verwertung bei Nennung des Autors). Mehr Fotos von Albstadt 2017 finden Sie hier: https://offroadsports.smugmug.com/Mountainbike/UCI-Mountain-Bike-World-Cup-Albstadt-2017/n-Qsdmcd/

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Weltcup Albstadt / Vorschau: Plan A und B im „Hexenkessel“

Fünf Biker vom Lexware Mountainbike Team bestreiten am Wochenende die
zweite Weltcup-Runde in Albstadt. U23-Meister Max Brandl zeigt sich vor dem
U23-Rennen am Samstag optimistisch. Im Elite-Rennen des Heim-Weltcups will
Georg Egger am Sonntag zeigen, was in ihm steckt.

Albstadt und Georg Egger, das passt schon gut zusammen. 2017 verzeichnete
der Biker vom Team aus dem Hochschwarzwald im U23-Rennen als Zweiter
sein bestes Weltcup-Resultat. So geht der Gessertshausener auch
hochmotiviert ans Werk.

„Die Form ist nicht schlecht und ich habe super Bock alles aus mir raus zu
holen“, so Egger.

Allerdings weiß der DM-Dritte, dass man „im Elite-Weltcup nichts geschenkt
bekommt“, wie er es ausdrückt. Klar, er hat es ohne Einschränkung mit den
Besten der Welt zu tun. Da wäre für ihn im ersten Elite-Jahr ein Eindringen in
die Punkte-Ränge bis Platz 60 schon mal ein Teil-Erfolg.

„Ich kann im ersten Jahr noch gar nicht richtig einschätzen, wo ich stehe“,
bekennt Egger. Und prinzipiell ist es von Startposition 59 aus grundsätzlich ein
anderes Rennen als wenn man vorne um die Spitze mitkämpft wie es in der
U23 der Fall war.

Das heimische Publikum im „Hexenkessel“ Bullentäle wird für zusätzliche
Motivation sorgen.

U23: Brandl fühlt sich topfit
Max Brandl kann diesen Vorzug der Nachwuchs-Kategorie noch genießen.
„In der ersten Reihe kann man sich aus dem Getümmel am Anfang
heraushalten“, sagt der Freiburger.

Und für den Rest klingt der 20-Jährige nach seiner starken Vorstellung vom
Bundesliga-Rennen in Gedern ganz optimistisch.

„Ich fühle mich topfit und werde mein Bestes geben“, sagt Brandl, der in
Startreihe eins ins Rennen gehen darf. „Wenn ich alles abrufe, was ich aktuell
kann, wenn ich in der Lage bin es umzusetzen, dann steht einem guten
Ergebnis nichts im Weg.“

Ob das ausreicht für das Podest oder gar den ersten Weltcup-Sieg, das hängt
natürlich auch von der Verfassung seiner Konkurrenten ab, allen voran
Stellenbosch-Sieger Petter Fagerhaug aus Norwegen und der Däne Simon
Andreassen. Aber vor dem Heimpublikum auf dem Podium zu stehen, wie
Kollege Egger im Vorjahr, das wäre ja auch nicht schlecht.
Das mag für Luca Schwarzbauer noch außer Reichweite sein, von
Startposition 35 sowieso. Doch sein vor der Saison formuliertes Ziel sich unter
den besten Zehn zu etablieren, scheint nicht nach den jüngsten Vorstellungen
nicht aus der Luft gegriffen.

„Ich werde versuchen so schnell wie möglich diese Regionen zu erreichen
und wenn es geht, mich an Max zu orientieren“, erklärt Luca Schwarzbauer zu
„Plan A“ mit Team-Karte. Wenn er sich aber nicht so fit wie gewünscht fühlen
würde, dann gebe es Plan B.

„Dann versuche ich mich nicht verrückt zu machen, sondern das Rennen
unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich zu Ende zu bringen und
möglichst viele Punkte mitzunehmen“, erläutert Schwarzbauer.
Einen zwölften Platz von Lenzerheide 2016 ist das bisher beste Resultat, das
der Nürtinger aus dem Weltcup vorzuweisen hat.

List mit guter Startposition
David List steht fünf Positionen weiter vorne als sein Teamkollege. Wenn die
Trainingsplanung aufgeht, könnte er versuchen seine ersten Weltcup-Punkte
in der U23 einzufahren (Top 25).

„Wenn ich ehrlich bin, hätte ich letztes Jahr nicht gedacht, dass ich so weit
vorne starten kann, aber durch die Punkte von der Junioren-WM und dem
Snowbike-Festival habe ich mir sehr gute Voraussetzungen geschaffen“,
erklärt List.

Die zu nutzen, hat er sich zur Aufgabe gemacht. „Diese Woche lege ich den
Fokus auf Regeneration, um super frisch starten zu können“, kündigt der
Friedrichshafener an.

So ähnlich formuliert das auch Jannick Zurnieden. „Ich habe zwei Tage
ruhiger gemacht, um mich noch mal richtig zu erholen“, so der Freiburger.
„Meine Devise ist so weit wie möglich nach vorne zu fahren.“
Von Startplatz 69 will er aber das Rennen eher kontrolliert angehen, um sich
„dann Runde für Runde vorzuarbeiten.“

Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup Albstadt_Manuel Fumic und die Vorfreude

Manuel Fumic: Freue mich wahnsinnig auf Albstadt

Nächste Woche ist es soweit. Mit der Premiere des Short Track-Race wird die sechste Auflage des Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup in Albstadt eröffnet. Nicht nur beim Deutschen Meister Manuel Fumic vom Team Cannondale Factory Racing ist die Vorfreude spürbar. Ein Wochenende voll gepackt mit Spannung und Unterhaltung, ein erlebbares Stück Mountainbike-Kultur, getragen von rund 500 Helfern.


Foto vom WC 2017: Manuel Fumic (im Vordergrund), sowie Julien Absalon (Fra) in Weiß und Pablo Rodriguez (Spa). ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion
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Es war schon ansteckend, wie Manuel Fumic am Mittwoch bei der Pressekonferenz des Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup über die bevorstehende sechste Auflage in Albstadt gesprochen hat. „Ich freue mich wahnsinnig drauf“, zeigte sich der Kirchheimer schon euphorisch. Auf das Cross-Country-Rennen vor heimischem Publikum am Sonntag, aber auch auf die Premiere am Freitagabend. „Niemand weiß wie es läuft, aber es wird ganz sicher taktisch, spannend und weil es so kurz ist, richtig knackig“, freut er sich auch auf den ersten Short Track-Weltcup der MTB-Geschichte.

Klar, die Premiere auf dem 1,1 Kilometer langen Rundkurs mit den 40 besten Damen und 40 besten Herren wird mit großer Spannung erwartet. Das gilt gleichermaßen für die Cross-Country-Rennen die U23 Herren am Samstag, sowie U23 Damen, Elite Damen und Elite Herren am Sonntag. Der Hexenkessel im Bullentäle wird ein weiteres Mal zum Brodeln kommen.

Der vier Kilometer lange Kurs, das betont Manuel Fumic, sei auch technisch gar nicht so einfach, wie oft gesagt werde. „Im Training, klar, hat man keine Probleme. Aber wenn Du im Rennen mit dem Puls am Anschlag oben ankommst, dann sieht das wieder anders aus.“

Auch wenn er seinen Heim-Weltcup vor seinem Karriere-Ende „gerne auch mal gewinnen“, würde – oder noch besser: die WM 2020 – am 20. Mai wird das ziemlich sicher nicht passieren. Manuel Fumic trägt am rechten Ringfinger immer noch eine kleine Schiene, weil man ihm die Sehne zusammenflicken musste. Das behindert mehr als man gemeinhin denkt.

BDR-Vize Udo Sprenger: Optimistisch Richtung WM 2020

Was ist in Albstadt also realistisch? „Ich bin natürlich nicht bei 100 Prozent, aber es ist mein Heim-Weltcup und meine Form ist im Grunde gut. Wenn ich mir im Short Track eine gute Startposition erkämpfen kann, dann könnte ich an den Top Acht kratzen“, sagt Fumic.

Im Team Cannondale müssen sie in punkto Podiumsplätze in Albstadt dieses Jahr mehr auf seine Teamgenossen Maxime Marotte (Fra) und Henrique Avancini (Bra) setzen.

So oder so, beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ist man froh diesen Heimweltcup zu haben. „Das Herz lacht, das hier ist eine tolle Veranstaltung und wir sind sehr optimistisch in Richtung WM 2020“, sagt BDR-Vizepräsident Udo Sprenger.


Foto von der PK, von links: Marinus Merz (Sportamt Albstadt), OB Klaus Konzelmann, BDR-Vizepräsident Udo Sprenger, Manuel Fumic, Stephan Salscheider, Bürgermeister Anton Reger, Jo Triller (Leiter Sportamt Albstadt), Frank Durst (RSG Zollernalb). ©Erhard Goller

Zu dieser Veranstaltung gehört auch in diesem Jahr der Kurzmarathon der Gonso Albstadt MTB Classic. Und ab 16.10 Uhr wieder als vermutlich einziger Abend-Marathon, den es gibt. „Passend zu den Trainingszeiten, die ein Hobby-Fahrer gewöhnlich nutzen muss“, wie man Organisationsleiter Stephan Salscheider zurückgemeldet hat. Und nahtlos übergehend in die Party im Zelt mit „She’s the Boss“ oder/und das DFB Pokal-Finale auf der Videowall.

Weltcup weckt Interesse bei Kindern

Der Weltcup in Albstadt berührt nicht nur die Profis. Die RSG Zollernalb ist mit insgesamt rund 150 ehrenamtlichen Helfern in den Event eingebunden und leistet unverzichtbare Arbeit. „Rund 2000 Arbeitsstunden werden geleistet“ hat Frank Durst, Leiter der Bike-Akademie der RSG und Vorsitzender MTB-Kommission des Württembergischen Radsportverbands, zusammengerechnet.

Viele Stunden gehen in die Arbeit an der Strecke, aber auch in die Ausrichtung des Alb-Gold Juniors Cup. Von der Einbettung dieser schwäbischen Nachwuchs-Serie in den Weltcup-Event profitiert auch die RSG Zollernalb. „Für die Kinder ist das eine tolle Sache, das bleibt in Erinnerung. Durch solche Events können wir das Interesse aufleben lassen, wir spüren das auch an den Mitgliederzahlen und wir sind der Stadt Albstadt dankbar, dass sie das möglich macht“, so Frank Durst.

Oberbürgermeister Klaus Konzelmann gibt das Dankeschön an die RSG und die vielen anderen Vereine zurück. „Ohne die rund 500 ehrenamtlichen Helfer würde es den Event gar nicht geben“, unterstreicht Konzelmann die Bedeutung der Vereine für den Weltcup.

Die RSG Zollernalb ist ja längst nicht der einzige Verein, der am Mercedes-Benz UCI Mountainbike Weltcup beteiligt ist. Vom Budo-Club Albstadt und den FC Pfeffingen, die für den Zeltauf- und Abbau verantwortlich zeichnen, über die Narrenzunft Schloßbergturm, die Tickets verkaufen oder die Stadtkapelle Tailfingen und dem WSV Ebingen, die Essen und Getränke verkaufen, geht es zum SC Onstmettingen, der in der Startnummernausgabe hilft bis zum THW Albstadt, der den Übergang für die Besucher aufbaut.

Ein Stück Mountainbike-Kultur

Es sind also richtiggehend Hundertschaften an Ehrenamtlichen, die am Weltcup-Event beteiligt sind. Dazu zählen auch die des TV Truchtelfingen. In den fünf Jahren Weltcup ist ein Stück Albstädter Mountainbike-Kultur geworden, was der TV am Campingplatz Bol auf die Beine stellt, bzw. auf den Grill wirft. Dieser Campingplatz hat am oberen Streckenrand fast schon ein Eigenleben entwickelt. Dieses Jahr bekam der TV von der Kommune noch den angrenzenden Hartplatz dazu, doch auch der war ruckzuck ausgebucht. MTB-Fans aus aller Herren Länder finden dort zusammen und feiern ihren Lieblingssport.

Foto von der PK, von links: Marinus Merz (Sportamt Albstadt), OB Klaus Konzelmann, BDR-Vizepräsident Udo Sprenger, Manuel Fumic, Stephan Salscheider, Bürgermeister Anton Reger, Jo Triller (Leiter Sportamt Albstadt), Frank Durst (RSG Zollernalb). ©Erhard Goller
Foto vom WC 2017: Manuel Fumic (im Vordergrund), sowie Julien Absalon (Fra) in Weiß und Pablo Rodriguez (Spa). ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion
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Radklassiker Eschborn-Frankfurt: Historischer 4. Sieg in Folge für Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)


1. Mai, Tag der Arbeit beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt
The same procedure as every year, Mr. Kristoff?
Alles wie im Vorjahr am 1. Mai 2018?
Alexander Kristoff (Team UAE Emirates) gewinnt zum 4. Mal in Folge den Radklassiker.


BORA hansgrohe zeigt wie im Vorjahr eine sehr starke Teamleistung und wird, wie im Vorjahr, wieder dafür nicht belohnt.
Soweit die Parallelen zum Vorjahr.
Aber es war auch einiges anders in 2018. Angefangen beim Wetter, das sich bei heiter bis wolkigen Himmel, Wind und etwas kühlen Temperaturen um 14 Grad doch gegenüber dem Dauerregen und nur 9 Grad vom letzten Jahr stark verbessert zeigte.
Auch die Strecke war anders gegenüber dem Vorjahr, der Mammolshainer Stich musste nun 4x statt 3x befahren werden und zusätzlich musste die Billtalhöhe 2x bezwungen werden. Dies sollte den bergfesten Ausreißern mehr Möglichkeiten zum Angriff bieten und den Sprintern Kopfzerbrechen bereiten.
Letztendlich hätte es ja fast geklappt, die letzte Fluchtgruppe um den starken Emanuel Buchmann (BORA hansgrohe) wurde erst drei Kilometer vor dem Ziel auf den Zielrunden eingeholt und so kam es doch wieder zu einem Sprint einer etwa 25 Mann starken Spitzengruppe.
Nach etwa 25 Kilometern setzte sich die Gruppe des Tages vom Feld ab, es waren: Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport).

Bei der zweiten Passage des Mammolshainer Stichs gab es im Feld bereits ernstzunehmende Attacken, obwohl noch 120km zu fahren waren.
Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Bjorg Lambrecht (Lotto Soudal) und Michael Gogl (Trek-Segafredo) konnten sich absetzen und jagten der Spitzengruppe hinterher und konnten nach der Billtalhöhe aufschließen.

Auch der spätere Sieger Kristoff hatte nun eine kritische Phase, aber seine UAE Emirates Teamkameraden arbeiteten hart für ihn und wahrten so seine Chance auf den Sieg.

Nachdem bei Katusha-Alpecin sowohl Marcel Kittel als auch Rick Zabel Probleme bekamen, wurde die Taktik auf Attacke umgestellt und mit dem Sieger von 2013, Simon Spilak, und Nils Politt bildete sich eine Verfolgergruppe, der auch Buchmann, Bole, Laurens De Plus (Quick-Step Floors), Julien Bernard (TREK) und Arashiro angehörten.

Die Kursveränderung zeigte also durchaus Wirkung bei den Fahrern.
Die Spitzengruppe verkleinerte sich etwas im weiteren Verlauf und beim 4. Anstieg zum Mammolshainer gab es auch im Feld weitere Angriffe durch Matthews (Sunweb) und Jan Tratnik (CCC Sprandi), aber sie wurden durch das Feld, in dem jetzt Quickstep mehr und mehr die Führungsarbeit für Fernando Gaviria übernahm, wieder gestellt. Ca. 25km vor dem Ziel betrug der Abstand zur Fluchtgruppe noch 1 Minute und 15 Sekunden. Am Hainer Weg in Frankfurt, der auch wieder neu in die Strecke integriert wurde und an dem früher das Henninger Turm Rennen endete, teilte sich die Kopfgruppe und Bole, Buchmann, Bernard und Spilak konnten sich nach vorne absetzen. Aber alle Mühen waren vergeblich für die tapferen vier, drei Kilometer vor dem Ziel wurden sie vom immer kleiner werdenden Feld bei hohem Tempo gestellt und es kam zum Spurt einer gut besetzten Spitzengruppe von ca. 25 Mann. BORA hansgrohe hatte bei Einholung von Emu Buchmann den Plan B aktiviert, denn Sprinter Sam Bennett befand sich nach seiner Rennpause noch vorne dabei. Er folgte als einziger, als Fernando Gaviria (Quickstep) bereits 500 Meter vor dem Ziel auf den winkligen Zielrunden seinen Sprint eröffnete, aber dann in der letzten Kurve vor dem Ziel dem TV-Motorrad folgte anstatt auf dem Kurs zu bleiben. Bennett bemerkte Gavirias Mißgeschick, musste aber 300 Meter vor dem Ziel stark bremsen und dann den Spurt von vorne fahren und hatte so keine Chance auf den Sieg, den sich Kristoff vor dem stark aufkommenden Matthews und dem belgischen Meister Oliver Naessen holte.
Kristoff gab später in der Pressekonferenz zu, dass ohne das Mißgeschick von Gaviria dieser und Bennett wohl nur noch schwer einzuholen gewesen wären.
Ein spannendes Rennen wurde also geboten und als Fazit kann man sagen, dass bergfeste Sprinter und Rolleure wie Oliver Naessen bei dem neuen Streckenverlauf Chancen besitzen und für Fluchtgruppen bessere Möglichkeiten geschaffen worden sind.

Text/Fotos:
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos

Ergebnis ELITE:
1. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
2. Michael Matthews (Sunweb)
3. Oliver Naesen (AG2R)
4. Andrea Paqualon (Wanty – Groupe Gobert)
5. Sean De Bie (Lotto Soudal)
6. Grega Bole (Bahrain-Merida)
7. Sam Bennett (Bora-hansgrohe)
8. Edvald Boasson Hagen (Dimension Data)
9. Jan Tratnik (CCC Sprandi)
10. Juan-José Lobato (Nippo – Vini Fantini)


Alexander Kristoff (UAE – Emirates) gewinnt Eschborn–Frankfurt zum vierten Mal in Folge


Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) hat auch bei der 57. Auflage von Eschborn–Frankfurt alle Hindernisse überwunden und sich zum vierten Mal in Folge den Sieg beim deutschen Frühjahrsklassiker gesichert. Damit ist der 30 Jahre alte Norweger alleiniger Rekordhalter. Kristoff kämpfte sich erfolgreich durch die schweren und mit zehn Anstiegen gespickten Taunus-Schleifen, auf denen insgesamt 3.500 Höhenmeter bewältigt werden mussten – mehr als je zuvor im Programm des Rennens standen.
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Nach 212,5 Kilometern ließ der Europameister im Sprint einer noch 25 Fahrer starken Gruppe den Australier Michael Matthews (Team Sunweb) und den Belgischen Meister Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) hinter sich und feierte seinen dritten Saisonsieg. „Ich habe Geschichte geschrieben und bin super glücklich darüber. Mein Team hat sein Bestes gegeben, um mich in Position zu bringen“, sagte Kristoff, der bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2012 Sechster wurde und danach bei jeder seiner Teilnahmen auf der obersten Stufe des Podiums stand. „Allein schon deswegen ist es mein Lieblingsrennen.“ Die Verschärfung der Strecke hinterließ beim schnellen Skandinavier dennoch ihre Spuren. „Ich habe auf den beiden neuen Runden kämpfen müssen, die waren wirklich schwer. Ich fiel zurück, kam aber mit Hilfe meiner Mannschaftskollegen zurück. Im Sprint war ich zwar allein, aber das erging meinen Konkurrenten nicht anders.“

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 15 Grad dauerte es rund 25 Kilometer, bis das Feld einer siebenköpfigen Ausreißergruppe freie Fahrt gewährte. Daniel Teklehaimanot (Cofidis), Alexejs Saramotins (Bora-hansgrohe), David Tanner (Verandas Willems-Crelan), Floris Gerts (Roompot-Nederlandse Loterij), Yukiya Arashiro (Bahrain-Merida), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Aaron Gate (Aqua Blue Sport) fuhren sich einen Vorsprung von 4:40 Minuten auf das Feld heraus, in dem Sunweb und UEA Team Emirates die Verfolgung organisierten. Nach der Überquerung des Feldbergs, dem ersten und mit elf Kilometern längsten Anstieg des Tages, nahm das Rennen an Fahrt auf.

Nach der zweiten Überquerung des 2,3 Kilometer langen und bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Bergs, gelang Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe), Michael Gogl (Trek-Segafredo) und Björg Lambrecht (Lotto Soudal) der Anschluss zur Spitze, aus der Teklehaimanot herausgefallen war. Danach gelang weiteren Fahrern der Anschluss, ehe die Gruppe nach der vierten und letzten Überfahrt über den Mammolshainer nur noch aus Gogl, Lambrecht, Mühlberger, Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Simon Spilak (Katusha-Alpecin), Grega Bole (Bahrain-Merida), Laurens De Plus (Quick-Step Floors) und Julien Bernard (Trek-Segafredo) bestand.

Auf den letzten 40 Kilometern startete das Feld, das zwischenzeitlich 1:35 Minuten hinter der Spitzengruppe lag, eine erfolgreiche Aufholjagd, stellte zunächst eine sechsköpfige Verfolgergruppe um Matthews, die sich bei der finalen Überquerung des Mammolshainers gebildet hatte, und fing mit Spilak, Buchmann, Bernard und Bole drei Kilometer vor dem Ziel auch die letzten Ausreißer ein.

Den größten Verdienst dafür durfte sich Quick-Step Floors auf seine Fahnen schreiben, denn die Helfer von Fernando Gaviria gaben alles, um ihrem Kapitän den Sprint zu ermöglichen. Der Kolumbianer begann schon 500 Meter vor dem Ziel den Sprint, allerdings verlor er in der letzten Kurve den Überblick, fuhr in die falsche Richtung und büßte so alle Chancen ein. Der hinter Gaviria fahrende Sam Bennett (Bora-hansgrohe) musste kurz abbremsen, eröffnete als Erster den Sprint, doch Kristoff zog vom Hinterrad des Iren souverän zum Sieg, den auch der stark aufkommende Matthews nicht mehr verhindern konnte.
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Text: ASO Fr. Sandra Schmitz
Fotos: Gerhard Plomitzer / www.plomi.smugmug.com / @plomiphotos

Schwere Taunusrunde und internationale Top-Teams versprechen spannenden 1. Mai

Vorhang auf zum letzten Akt der Frühjahrsklassiker. Am 1. Mai wird mit Eschborn–Frankfurt der Übergang von den Klassikern zur zweiten Saisonhälfte gefeiert. 21 Teams aus 13 Ländern haben ein hochkarätiges internationales Fahrerfeld nominiert, das bei der 57. Auflage des Radklassikers die Dominanz des Seriensiegers Alexander Kristoff (UAE-Team Emirates) durchbrechen soll. Um den Ausgang des Rennens offen zu halten, wurden auf dem Kurs kleine, aber feine Änderungen vorgenommen. Mit stärker betontem Klassikercharakter enthält Eschborn–Frankfurt mehr Schwierigkeiten als bisher, verteilt auf 212,5 Kilometer und 3.500 Höhenmeter.

Die Taunusrunde hat in diesem Jahr einen selektiveren Charakter erhalten. Nach der Überquerung des Feldberges (11km bei 4,8%) müssen in sehr kurzer Abfolge der knackige Anstieg in Ruppertshain dreimal, der Mammolshainer Stich sogar viermal und die Billtalhöhe zweimal erklommen werden. Danach wird die Gruppe der Sieganwärter, die sich auf die letzten 40 Kilometer zum Finale an der Alten Oper begibt, klein sein. Auch die letzte Rennstunde ist nun anspruchsvoller und führt über eine Welle am Hainer Weg, der bis 2001 die Zielgerade des Rennens war. Spätestens hier, kurz vor dem Ziel, werden einige Fahrer versuchen, einem Zielsprint aus dem Weg zu gehen.

Stimmen aus dem Peloton
Vorsicht und Vorfreude halten sich die Waage

Der Gewinner der letzten drei Ausgaben des Radklassikers, Alexander Kristoff, hat Respekt vor diesen neuen Herausforderungen und sieht sich nicht mehr in der Favoritenrolle: „Es wäre natürlich schön, mit einem vierten Sieg einen neuen Rekord bei Eschborn-Frankfurt zu setzen. Aber ich habe gehört, dass der Kurs in diesem Jahr noch härter ist. Durch diese Änderungen erwarte ich nicht, erneut ganz oben auf dem Podium zu stehen. Bereits in den letzten Jahren hat mich das Rennen an mein Limit gebracht. Mit noch mehr Anstiegen wird es nun wirklich sehr schwer für mich.“

ELITE Startliste vorläufig: