Lexware Mountainbike Team: Silber für Schwarzbauer

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Luca Schwarzbauer hat für das Lexware Mountainbike Team bei der
Europameisterschaft in St. Wendel die Silbermedaille im Junioren-Rennen
gewonnen. Georg Egger zeigte als 17. in der U23-Kategorie eine mehr als
gelungene Vorstellung.

In der brütenden Hitze von St. Wendel kam es zum erwarteten Duell zwischen
dem Dänen Simon Andreassen und Luca Schwarzbauer. Das Duo entledigte
sich in der zweiten von vier Runden der verbliebenen Begleiter und lieferte
sich eine packende Auseinandersetzung.
Andreassen versuchte den Nürtinger abzuschütteln, doch der Biker aus dem
Team vom Hochschwarzwald kämpfte verbissen. „Vier mal hat er angegriffen,
vier mal habe ich pariert“, sollte Schwarzbauer später im Ziel erzählen.
Leider – für den Lexware-Fahrer – gab es noch ein fünftes Mal und da war der
Tank des Deutschen leer. Die letzte Runde litt er unter starken Krämpfen. „Ich
musste furchtbar leiden“, bekannte Schwarzbauer, den im Ziel 23 Sekunden
von Gold (1:13:25 Stunden) trennten.
„Ich habe alles gegeben“, sagte er und mit Nachdruck noch mal: „Wirklich
alles.“ Doch wie schon in den Rennen der UCI Junior Serie war der Däne
einen Tick schneller und Luca Schwarzbauer blieb nichts anderes übrig, als bei
der Siegerehrung erneut die Nationalhymne von Dänemark zu hören.
„Ich habe gehofft, dass ich ihn schlagen kann. Aber ich bin schon glücklich
mit der Silbermedaille. Ich habe immer gesagt, wenn es bei der EM nicht
klappt, dann halt bei der WM“, blickte er schon wieder kampflustig in die
Zukunft.
Eine Enttäuschung war die Silbermedaille ganz sicher nicht und Team-
Manager Daniel Berhe freute sich sehr über das Edelmetall. „Luca hat sehr
viel Kämpferherz. Er ist bodenständig und wird seinen Weg machen“, meinte
Berhe.
David Horvath, der Anfang der Woche noch an einem Infekt laboriert hatte,
erreichte sein normales Leistungsvermögen an diesem Tag nicht. Der
Reutlinger wirkte müde und mehr als eine gute Startphase wollte in der Hitze
von St. Wendel nicht gelingen. Er wurde 45. (+7:43).
„Irgendwie habe ich meine gute Form in Tschechien gelassen. Ich habe mich
total schlapp gefühlt. Vielleicht lag das an der Erkältung. Ich hoffe, dass es
nach einer Pause wieder besser weiter geht“, so Horvath.
Teamkollege Lars Koch (Furtwangen) hatte auf eine Nachnominierung
verzichtet, weil er sich nicht fit genug fühlte.

U23: Egger erst in Schlussrunde gebremst
„Ganz stark.“ Bundestrainer Peter Schaupp notierte alle Verbesserungen von
Georg Egger im Ranking mit und davon gab es in St. Wendel viele. Im
Gegensatz zu Albstadt und Nove Mesto musste der Obergessertshausener an
diesem Tag nicht ganz so viel Anlauf nehmen. Über Rang 26 kletterte Egger in
der Rangliste immer weiter nach oben.
In der vierten von fünf 6,85-Kilometer-Runden erreichte er eine Gruppe, die
zwischen Rang 15 und elf rangierte. Platz zehn war knapp 30 Sekunden
entfernt.
„Leider habe ich dann, wie schon in Albstadt, in der letzten Runde Krämpfe
bekommen und konnte meinen Platz nicht verteidigen“, berichtete Georg
Egger.
„Schade, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“, sagte der Vertreter des
jüngsten U23-Jahrgangs. „Ich habe mir zwar die Top 15 als Ziel gesetzt, wusste
aber schon, dass die fast nicht zu erreichen sind. Jetzt hat es aber doch fast
geklappt“, kommentierte Egger sein Resultat, mit dem er drittbester Deutscher
hinter Ex-Lexware-Fahrer Julian Schelb (7.) und dem Essener Ben Zwiehoff
war.
Bundestrainer Schaupp war auf jeden Fall sehr angetan von der Leistung des
19-Jährigen. „Klasse, was Georg gezeigt hat“, lobte Schaupp.
Als 17. wurden für ihn 3:58 Minuten Rückstand auf den Franzosen Jordan
Sarrou (1:31:21 Stunden) notiert, der 14 Sekunden vor dem Niederländer
Michiel van der Heijden und 28 Sekunden vor Bart de Vocht aus Belgien
seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr.

Photographers:

Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

Marius Maasewerd / EGO-Promotion

Andreas Dobslaff / EGO-Promotion

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