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Peter Sagan erringt den 3. Platz in einem packenden Sprintfinale bei der Kalifornien-Rundfahrt.

Ein Rundstreckenrennen in Long Beach stand heute auf dem Programm bei der Tour of California. Wie erwartet waren es die Sprinter, die den Tag im Massensprint für sich entschieden. F. Gaviria erwies sich als der Schnellste in einem packenden und rasanten Finale, während Peter Sagan den 3. Platz belegte.
Die Strecke
Heute startete die siebentägige Tour of California mit einer sprinterfreundlichen Etappe. Die Auftaktetappe der 13. Auflage der Rundfahrt führte das Peloton über 12 Runden durch Long Beach. Nach 134.5km im Sattel rollten die Fahrer zum zwölften und letzten Mal über die Ziellinie des topfebenen und schnellen Rundkurses. Bei den zwei Zwischensprints wurden 3, 2 bzw. 1 Bonussekunde vergeben, während die ersten drei Fahrer bei der Zielankunft 10, 6 bzw. 4 Bonussekunden erhielten. Das Streckenprofil kam den Sprintern entgegen und lud förmlich zu einem Massensprint ein.
Teamtaktik
Auf dem tellerflachen Parcours trat ein illustres Starterfeld von Fahrern an, unter ihnen der 16-malige Kalifornien-Etappensieger Peter Sagan. BORA-hansgrohe hatte mit dem dreifachen UCI Weltmeister einen der stärksten Fahrer im Feld. Allerdings war das Finale mehr auf die reinen Sprinter zugeschnitten, und so war es etwas schwieriger für ihn den Sieg zu holen. Es war auch heute wichtig, dass alle BORA-hansgrohe Fahrer sicher ins Ziel kamen, denn wir haben noch eine Woche in Kalifornien vor uns.
Das Rennen
Das flache Profil der Strecke sorgte für ein rasantes Rennen. Obwohl ein Massensprint auf dem flachen Rundkurs erwartet wurde, versuchten zwei Fahrer gleich zu Beginn der Etappe ihr Glück in der Fluchtgruppe. Dem Ausreißerduo von A. Krasilnikau und T. Putt gelang es nach 30km einen Vorsprung von mehr als 2 Minuten herauszufahren. Mit noch 70km bis zum Ziel stand ihr Vorsprung bei etwa 1:30 Minuten, während sich Katusha Alpecin, Mitchelton-SCOTT und Quick-Step Floors die Tempoarbeit im Hauptfeld teilten. Über die längste Zeit des Tages hielt das Peloton die zwei Ausreißer an der kurzen Leine, und die Rennsituation blieb lange Zeit unverändert. Wie erwartet traten die Sprinterteams am Ende des Tages verstärkt in Aktion und begannen die Lücke zur Ausreißergruppe zu schließen. Nach einem schnellen Tag im Sattel wurde das Duo vom heranrasenden Feld in der letzten Runde gestellt. Auf den letzten Kilometern organsierten sich die Sprinterteams um ihre Sprinter in eine gute Ausgangslage zu bringen. Kurz vor der Ziellinie lieferten sich Peter Sagan, F. Gaviria und C. Ewan einen spannenden Kampf um den Tagessieg, den der Kolumbianer knapp vor seinen Kontrahenten gewann.
Reaktionen im Ziel
„Die Auftaktetappe der Tour of California endete in einem sehr schnellen Massensprint. Ich lag etwas hinten als der Sprint begann, und konnte nicht mehr an Ewan und Gaviria vorbeiziehen. Sie waren heute schneller und Gaviria holte sich einen verdienten Sieg. Ich fühlte mich heute gut in Form, und ich freue mich auf die nächsten Etappen. Morgen haben wir eine Bergankunft und wir werden alles tun, um Rafał Majka auf dieser Etappe zu unterstützen. Dann nehmen wir es wie es kommt.“ – Peter Sagan

„Ich glaube, wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es war eine Etappe für die Sprinter, und wir wussten, dass es heute nicht leicht sein würde. Einige der weltbesten Sprinter mit ihren starken Teams sind heute angetreten. Wenn man dies in Betracht zieht, ist der dritte Platz von Peter ein guter Start zur Kalifornien-Rundfahrt. Er kam nach einer langen und harten Classics-Saison nach Kalifornien und dies war sein erstes Rennen nach fast einem Monat. Das Team hat sehr gut zusammengearbeitet und Rafał Majka fühlte sich gut in Form, und so freuen wir uns auf die nächsten Etappen.“ – Patxi Vila, Sportlicher Leiter

© BORA – hansgrohe

Davide Formolo klettert im strömenden Regen auf einen starken zweiten Platz am Montevergine di Mercogliano.

Nach dem gestrigen herausragenden Etappensieg von Sam Bennet, ging die Mannschaft aus Raubling selbstbewusst in die heutige achte Etappe des Giro d´Italia. Als die Fluchtgruppe des Tages am Schlussanstieg zerfiel, war BORA – hansgrohe mit noch vier Fahrern im verkleinerten Hauptfeld vertreten und brachten Davide Formolo und Patrick Konrad in Position. Im strömenden Regen setzte R. Carapaz bei der Flamme Rouge den entscheidenden Angriff und siegte am Montevergine di Mercogliano. BORA – hansgrohe Fahrer Davide Formolo zeigte eine starke Fahrt und kletterte auf einen hervorragenden zweiten Platz, Teamkollege Patrick Konrad wurde starker Achter.


Die Etappe
Heute stand die zweite von insgesamt sechs Bergankünfte beim diesjährigen Giro am Programm. Von Praia a Mare, gestriger Zielort, fuhr das Feld hinauf auf den Montevergine di Mercogliano. Auf der mehr als 200km langen Etappe warteten zwei Sprintwertungen, wie ein welliges Profil auf die Fahrer ehe es auf den circa 15km langen Schlussanstieg, mit durchschnittlichen 6% Steigung, ging.
Teamtaktik
Diese achte Etappe war wieder eine für die Kletterer avisierten Fahrer im Feld. BORA – hansgrohe hatte ihre beiden Klassement Fahrer für diesen anspruchsvollen Tag. Patrick Konrad und Davide Formolo sollten heute für ein gutes Tagesergebnis sorgen. BORA – hansgrohe plante zusammen im Peloton zu bleiben, Giro d´Italia Etappensieger Sam Bennett und Andreas Schillinger sollten ihre Teamkollegen während der Etappe unterstützen, im Finale setzte man auf Christoph Pfingsten und Felix Großschartner, um die Klassement Fahrer in Position zu bringen.
Das Rennen
Es dauerte einige Zeit, doch nach einer guten Rennstunde setzten sich sieben Fahrer vom Feld ab und hatten schnell einen 5-Minuten Vorsprung herausgefahren. Die Fluchtgruppe konnte sich über viele Kilometer halten, zerfiel aber am Schlussanstieg in viele kleine Gruppen. Den ganzen Tag über war BORA – hansgrohe im Hauptfeld und arbeitete für ihre Kletterasse Konrad und Formolo, auch im letzten Anstieg Richtung Ziel war die Mannschaft aus Raubling in einer guten Position für das Finale. Bei der 5km Marke begann es stark zu Regnen und machte die Straßen äußerst rutschig, dies nutze Movistar Fahrer R: Carapaz und lancierte kurz vor der Flamme Rouge die entscheidende Attacke. BORA – hansgrohe Fahrer Davide Formolo setzte dieser Attacke nach und sicherte sich den starken 2. Platz, nur sieben Sekunden hinter dem Tagessieger Carapaz. Teamkollege Konrad querte als Achter die Ziellinie und ist derzeit auf dem 15. Gesamtrang.
Reaktionen im Ziel
„Heute war eine schwere Etappe, vor allem der Regen im Finale machte das Rennen richtig schwer, aber die Mannschaft hat gut zusammengearbeitet und mich immer unterstützt. In den letzten Kilometern dachte ich, ich versuche es und habe attackiert. Natürlich wäre der Etappensieg schön gewesen, aber ich bin mit meinem zweiten Platz zufrieden, vor allem nach dem Sturz und dem Zeitverlust bei der vorletzten Etappe sehe ich mit diesem Ergebnis von heute nun selbstsicher in die kommenden Bergetappen. Der Giro ist noch lange, wir werden sehen, was passieren wird.“ – Davide Formolo
„Es ist unser vierter Podestplatz nach acht Etappen, daher denke ich, können wir ganz zufrieden sein mit unserer Leistung hier beim Giro d´Italia. Davide hat heute eine tolle Performance abgeliefert und war knapp am Sieg dran, aber auch Patrick ist ein gutes Rennen gefahren. Das ganze Team hat super zusammengearbeitet, um diese Ergebnisse einzufahren, morgen wird wieder eine schwierige Etappe, aber wir werden wie immer unser Bestes geben.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter
Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

Herausragender Sam Bennett holt sich seinen ersten Grand Tour Etappensieg beim Giro d’Italia.

Nach dem Rückschlag für die Hoffnungen in der Gesamtwertung am Vortag, gab BORA – hansgrohe gestern die richtige Antwort mit einem beeindruckenden Sprintsieg durch Sam Bennett in Praia a Mare. Nachdem erneut eine Fluchtgruppe über weite Strecken das Rennen anführte, rechnete doch jeder am Ende mit einem Massensprint. So kam es, nachdem die Gruppe vom rasenden Feld eingeholt war, auf den letzten Kilometer an, und dieses Mal stimmte das Timing von BORA – hansgrohe’s Sprinter Sam Bennett perfekt. Auf den letzten 50 Metern zog der Ire an E. Viviani vorbei und holte seinen ersten Grand Tour Etappensieg. Für BORA – hansgrohe bedeutet der heutige Sieg die bereits vierte Grand Tour in Folge, in der das Team zumindest eine Etappe gewinnen kann.

Die Etappe
Nach der schweren Ätna-Etappe reiste der gesamte Tour Tross via Fähre weiter nach Kalabrien, um die 7. Etappe in Pizzo in Angriff zu nehmen. Die knapp 160km lange Etappe endete in Praia a Mare, und war heute wieder auf die Sprinter im Peloton zugeschnitten. Es gab heute keine Bergwertung, nur zwei Sprintwertungen, bevor es in das flach verlaufende Ziel ging.
Teamtaktik
Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Rudi Selig, rutschte nun Christoph Pfingsten als letzter Anfahrer für Sam Bennett im Sprintzug nach vorne. Für die heutige Sprintetappe lag der Fokus des Teams wieder auf ihren irischen Sprinter.
Das Rennen
Nach nur wenigen Kilometern setzte sich ein Trio ab, dessen maximaler Vorsprung bei drei Minuten lag. Zunächst hatte das Hauptfeld keine Eile die Fluchtgruppe einzuholen, erst bei der 83km Marke begann das Feld langsam das Tempo zu erhöhen. 10km vor dem Ziel schloss das Feld auf die Ausreißer auf und das Feld raste dem Ziel und einem erneuten Massensprint entgegen. BORA – hansgrohe zeigte eine starke Mannschaftsleistung und begann ihren Sprintzug rund um Sam Bennett aufzubauen. Mit hohem Tempo raste das Feld dem Ziel entgegen und BORA – hansgrohe brachte ihren Sprinter Sam in eine perfekte Ausgangslage.
Kurz vor der Ziellinie nutzte er den Windschatten von E. Viviani, um dann im entscheidenden Moment an dem Sprinter von Quick-Step Floors vorbeizuziehen und sich somit seinen ersten Grand Tour Etappensieg in einem spannenden Finale zu sichern.

Reaktionen im Ziel
„Was für eine Erleichterung! Ich war beim Giro schon so oft nah dran, heute das richtige Timing zu haben war entscheidend. Es ist nicht einfach an Viviani vorbei zu kommen, aber ich wusste meine Zeit wird kommen, auch wenn vielleicht manche dachten, dass sie nie kommt. Einen großen Dank an mein BORA – hansgrohe Team, alle unterstützen mich wirklich immer großartig. Heute wollte ich, anders als die ersten Tage, den Sprint von Viviani’s Hinterrad fahren. Aber ich brauchte Geduld um nicht abermals zu früh zu sein, dann war ich bei 150 m etwas eingebaut, aber am Ende war das Timing perfekt und alle konnten sehen, wie schnell ich bin.“ – Sam Bennett

„Es ist wirklich ein besonderer Tag für uns heute, Sam kam zu uns als Continental Fahrer und wuchs, wie auch das Team, über die Jahre. Er war einige Male so knapp dran, und heute hat es endlich geklappt. Er und das gesamte Team sind ein beeindruckendes Rennen gefahren, im Finale hat Sam´s Timing perfekt gestimmt und er konnte sich seinen ersten Etappensieg beim Corsa Rosa holen.“ – Christian Pömer

Photo Credit:
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto / @plomiphotos

Patrick Konrad sprintet auf Platz 10 bei der fünften Etappe des Giro d´Italia.

Die fünfte Etappe des Giro d´Italia endete in einem reduzierten Sprint, nachdem die Fluchtgruppe des Tages bei der 5km Marke eingeholt wurde. Als das verkleinerte Feld in Richtung Santa Ninfa sprintete, zeigte BORA – hansgrohe Fahrer Patrick Konrad erneut eine starke Fahrt und erreichte Platz 10. Der Tagessieg ging an E. Battaglin vor G. Visconti.
Die fünfte Etappe startete in Agrigento und endete nach 153km in Santa Ninfa, im Valle del Belice. Es war erneut eine wellige Etappe mit drei Bergwertungen und zwei Sprintwertungen, die alle in der zweiten Hälfte des Rennens stattfanden. Kurz vor dem Finale sahen die Fahrer einem Anstieg mit bis zu 12% Steigung entgegen, der letzte Kilometer ging leicht bergab, bevor es dann leicht steigend in Richtung Ziel in Santa Ninfa ging.
Teamtaktik
Auch heute sollte die anspruchsvolle Etappe den Klassement Fahrern vorbehalten sein. BORA – hansgrohe setzte auf ihre beiden Fahrer für die Gesamtwertung, Davide Formolo und Patrick Konrad. Für ein gutes Tagesergebnis setzte man auf Patrick Konrad, während Davide Formolo keine Zeit für das Gesamtklassement verlieren sollte. Um im Finale vorne dabei zu sein, sollte Felix Großschartner seinen Teamkollegen in eine gute Ausgangslage bringen, zuvor waren Andreas Schillinger, Cesare Benedetti und Christoph Pfingsten als Helfer geplant.

Nach nur wenigen Kilometern attackierte ein Quartett und bildete die Spitzengruppe des Tages mit vier Minuten gegenüber dem Hauptfeld. 5km vor dem Ziel wurde ihre Flucht jedoch beendet und das Rennen war wieder zusammen. Ein Sturz änderte jedoch die Rennsituation und zerriss das Feld in viele kleine Gruppen. BORA – hansgrohe Fahrer Felix Großschartner und Patrick Konrad konnten sich glücklicherweise im vorderen Teil platzieren und waren im verkleinerten Hauptfeld in Richtung Ziel unterwegs. Felix Großschartner brachte seinen Teamkollegen in eine gute Ausgangslage. Das verkleinerte Hauptfeld raste dem Ziel entgegen und in einem hektischen Finale sprintete E. Battaglin (LottoNL-Jumbo) dem Etappensieg entgegen. BORA – hansgrohe Fahrer Patrick Konrad fuhr erneut ein starkes Rennen und querte die Ziellinie als Zehnter.
Reaktionen im Ziel
„Ich habe heute versucht ein gutes Ergebnis einzufahren, war im Finale im verkleinerten Hauptfeld, und kam als 10. ins Ziel. Ich konzentriere mich aber auf morgen, die Ätna Etappe wird extrem schwierig werden, letztes Jahr hatte ich leider bei dieser Etappe keinen guten Tag, daher hoffe ich, dass ich das morgen wiedergutmachen kann.“ – Patrick Konrad

„Nach dem sehr hektischen Finale von gestern war angesichts des recht ähnlichen Finales von heute unser Hauptziel unsere Klassement Fahrer bestmöglich zu unterstützen, um sie mit der Favoritengruppe und ohne Zeitverlust ins Ziel zu bringen. Patrick hatte auch die Chance auf ein Resultat zu sprinten. Obwohl wir Patrick mehr als einen recht ordentlichen 10. Platz vergönnt hätten, können wir zufrieden Richtung Ätna blicken. Patrick ist nach wie vor in den Top-Ten und auch Davide startet mit allen Chancen in die erste wirkliche Standortbestimmung des Giro. Ich denke, wir sind soweit auf Kurs und dank tollem Team Spirit bestens gerüstet.“ – Christian Pömer
© BORA – hansgrohe
Foto: @plomiphotos

BORA – hansgrohe kommt mit Rückenwind aus den Klassikern zum Giro d‘Italia.

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Am Freitag, den 4. Mai, beginnt der 101. Giro d´Italia in Jerusalem und führt über 3.562.9 Kilometer von Israel in die Hauptstadt Italiens, nach Rom. In diesen 21 Etappen warten zwei Einzelzeitfahren, sieben Sprint-, sechs Bergetappen und sechs wellige Etappen auf das Peloton.
Das Team aus Raubling setzt für die Gesamtwertung auf eine Doppelspitze, wobei der Italiener Davide Formolo auch Patrick Konrad als Co-Kapitäne agieren. Für die Sprints hat man mit Sam Bennett einen der schnellsten Fahrer im Feld, der auch in diesem Jahr beim Lead-out auf Rudi Selig vertrauen kann.

Zitate der Mannschaft:
Ralph Denk: „Die Erwartungshaltung ist natürlich hoch, wir haben im letzten Jahr die erste Etappe gewonnen, daher wollen wir natürlich auch bei diesem Giro101 unser Bestes geben und versuchen letztes Jahr zu toppen, oder zu wiederholen. Ich denke, mit unserer Mannschaft kann uns dieses Ziel auch gelingen, sie haben gut trainiert, sind gut in Form und das Wichtigste: Sie verstehen sich untereinander. Daher bin ich zuversichtlich, dass es ein guter Giro für uns werden wird.“

Cesare Benedetti: „Ich sehe mich ganz klar in der Helferrolle und werde diese in den kommenden drei Wochen versuchen bestens umzusetzen. Ich hoffe, dass wir alle gemeinsam gut bis nach Rom kommen und mit einigen Etappensiegen und einer guten Platzierung im Gesamtklassement wieder nach Hause fahren werden.“
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Sam Bennett: „Ich wusste nach meiner langen Trainingsphase nicht, wie meine Beine im Wettkampf sind, daher war Eschborn-Frankfurt am Dienstag ein wichtiger Test für mich. Ich mich sehr gut gefühlt und blicke nun zuversichtlich in den 101. Giro d´Italia.“

Davide Formolo: „Ich freue mich wirklich schon sehr auf diesen 101. Giro. Wir starten in Israel und beenden die erste Grand Tour des Jahres in der Hauptstadt, Rom. Ich bin gut in Form und top motiviert. Meine Form in Lüttich war schon vielversprechend, eigentlich ist meine gesamte Vorbereitung optimal verlaufen, das ist schon mal sehr wichtig. Jetzt kann ich zuversichtlich in den Giro gehen. Ich denke, das eine oder andere gute Etappenergebnis ist in jedem Fall möglich, aber ich versuche, auch auf die Gesamtwertung zu fahren. Wir sind hier mit einer starken Mannschaft, daher werden wir nicht nur eine gute Zeit haben, sondern auch das eine oder andere gute Ergebnis.“

Felix Großschartner: „Es ist meine zweite Giro-Teilnahme und mit dem Start in Israel und dem Ziel in Rom sicherlich etwas Besonderes. Meine Aufgabe ist es unseren GC-Fahrer Davide Formolo in den Bergen zu unterstützen. Sollte ich bei der einen oder anderen Etappe die Chance bekommen selbst auf Ergebnis zu fahren, möchte ich diese nützen. Auch das Auftaktzeitfahren könnte mir entgegenkommen.“

Patrick Konrad: „Die Vorbereitung auf den Giro ist gut verlaufen und ich bin hier als einer der beiden Leader des Teams. Mit dem Zeitfahren zum Auftakt und der ersten Bergankunft auf der 6. Etappe, wird man früh sehen welche Möglichkeiten sich in der Gesamtwertung bieten. Aber entscheidend ist in jedem Fall die letzte Woche, das habe ich im letzten Jahr bei meinem ersten Giro gelernt und in diesem Jahr ist das Finale der Rundfahrt sogar noch schwerer.“
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Christoph Pfingsten: „Ich bin mehr als motiviert und freue mich beim Giro dabei sein zu dürfen. Ich hoffe, dass ich dem Team helfen kann, und sollte ich eigene Chancen bekommen, möchte ich diese natürlich auch nutzen. Ich hoffe, auf schöne und erfolgreich Tage mit dem Team.“

Andreas Schillinger: „Israel ist ein besonderer Start, auch aufgrund der Tatsache, dass hier noch nie ein größeres Radrennen stattgefunden hat. Es ist aber schwierig diese ersten Etappen einzuschätzen, Wind und Strecke kennt man hier nicht. Sportlich gesehen, denke ich, können wir sicherlich um den einen oder anderen Etappensieg mitfahren.“

Rudi Selig: „Wir werden versuchen Etappen auf Etappensiege zu gehen, wobei ich meine Aufgabe ganz klar darin sehe, Sam im Sprint zu unterstützen und ihn in gute Positionen zu bringen. Ich denke, seine Form ist optimal, hat er ja auch in Eschborn-Frankfurt gezeigt. Vielleicht gelingt es uns, wie im letzten Jahr mit Lukas, gleich zum Beginn zuzuschlagen.“
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
Fotos und veröffentlicht durch Gerhard Plomitzer / @plomiphotos

Peter Sagan holt den Pflasterstein nach Raubling!


Nach einer frühen Attacke des UCI Weltmeisters, fährt dieser einen eindrucksvollen Sieg bei Paris – Roubaix ein. Damit holt Sagan sein zweites Monument, das Erste für BORA – hansgrohe.
Die Strecke
Die Königin der Klassiker, 257 Kilometer, 29 Kopfsteinpflaster Sektoren, in Summe mehr als 55 km über die alten Landwirtschaftswege im Norden Frankreichs – das ist Paris – Roubaix, die Hölle des Nordens. Vom Startort Compiègne führten die ersten 90 Kilometer über Asphalt. Oft konnte sich in den letzten Jahren schon hier eine Spitzengruppe bilden, bevor mit Troisvilles á Inchy der erste Sektor wartete. Normaler Weise fällt im Wald von Arenberg dann die erste Vorentscheidung bei Rennkilometer 162. Auch danach war wenig Zeit zu verschnaufen, denn in den Sektoren 19, 18 und 17 würden abgehängte Gruppen versuchen noch einmal den Anschluss herzustellen. Traditionell findet dann ein Ausscheidungsfahren statt, bevor bei Sektor 4, Carrefour de l’Arbre, endgültig entschieden wird, wer auf dem Velodrome in Roubaix noch Siegchancen hat.
Teamtaktik
Nachdem heute trockene Bedingungen und durchwegs Rückenwind vorherrschten, war ein sehr schnelles Rennen zu erwarten. Obwohl einmal mehr Quick-Step die meisten Favoriten auf den Sieg stellte, wollte BORA – hansgrohe heute das Rennen aktiv gestalten. Zuerst waren Rudi Selig und Andreas Schillinger eingeteilt, um das Rennen zu kontrollieren und in jedem Fall in größeren Gruppen mit dabei sein. Gesetz dem Fall, dass beide im Feld die ersten Sektoren in Angriff nehmen sollten, war der Plan ab Sektor 23 das Rennen schnell zu machen. Damit sollten andere Teams früh unter Druck gesetzt, und deren Leader so früh als möglich isoliert werden. Vor Arenberg mussten dann Juraj Sagan und Maciej Bodnar den Rest des Teams unter den ersten 10 Fahrern positionieren. Ehrfahrungsgemäß folgen nach dem Wald von Arenberg auch die ersten Attacken der Favoriten, hier sollten Daniel Oss und Marcus Burghardt zur Stelle sein, und den Weg für den UCI Weltmeister und BORA – hansgrohe Leader Peter Sagan bereiten. Wann dieser seine Karten auf den Tisch legen würde, hing von der Rennsituation im Finale ab, allerdings war das Team überzeugt, dass ein hartes Rennen Sagan entgegenkommen sollte.
Das Rennen
In einer schnellen ersten Rennstunde, in der mehr als 48 km zurückgelegt wurden, setzten sich zuerst sechs Fahrer vom Feld ab, bevor sich drei weitere Fahrer auf die Verfolgung machten. Rund 200 Kilometer vor dem Ziel lagen nun 9 Fahrer an der Spitze des Rennens mit einem Vorsprung von über vier Minuten. Am Beginn des ersten Kopfsteinpflasterabschnitts war der Abstand zwischen Spitze und Feld auf etwa acht Minuten angewachsen. Dort setzte sich BORA – hansgrohe an die Spitze, genau zum richtigen Zeitpunkt, denn nach einem Sturz im Feld, drückte das deutsche WorldTeam nun mit Quick-Step gehörig aufs Tempo. Nach den ersten 3 Sektoren waren einige Mitfavoriten bereits in ernsten Schwierigkeiten, während der Abstand zur Spitze auf etwa fünf Minuten gesunken war. Das Tempo blieb hoch im Feld, und leider stürzte Daniel Oss in einer Ortsdurchfahrt, nach einem Radwechsel konnte er aber kurze Zeit später wieder aufschließen. Einen Sektor vor Arenberg ereignete sich dann ein zweiter großer Massensturz, Maciej Bodnar konnte zwar einen Sturz vermeiden, fiel aber nach einem Ausritt ins Gras in eine Verfolgergruppe zurück. Im Wald von Arenberg attackierten in der Folge M. Teunissen und P. Gilbert, als wenig später noch N. Politt aufschloss, war BORA – hansgrohe gezwungen im Peloton zu arbeiten.
Als diese Gruppe wieder gestellt war, setzte Z. Stybar einen Konter, doch Marcus Burghardt versuchte nun immer wieder das Tempo im Feld hochzuhalten. Vier Fahrer der frühen Fluchtgruppe waren zu diesem Zeitpunkt noch an der Spitze des Rennens, etwa eine Minute vor Stybar, der aber ebenfalls wieder vom Feld geschluckt wurde. Danach war es Peter Sagan selbst, der zum Angriff blies und in nur wenigen Kilometern alleine zur Spitze aufschließen konnte. Dahinter war nun Quick-Step gefordert, das Rennen offen zu halten. Doch Sagan arbeitete an der Spitze mit S. Dillier und R. Wallays gut zusammen, 35 km vor dem Ziel war der Vorsprung zur ersten Verfolgergruppe der Favoriten auf eine Minute angewachsen. Alle Versuche der Verfolger Sagan noch einmal einzuholen scheiterten und Sagan bog gemeinsam mit Dillier auf die Bahn in Roubaix. Dort holte der UCI Weltmeister einen souveränen Sieg und damit das erste Monument für BORA – hansgrohe.
Ergebnis
01 P. Sagan 5:54:06
02 S.Dillier + 0:00
03 N.Terpstra + 0:57
04 G.Van Avermaet + 1:34
05 J.Stuyven + 1:34
Reaktionen im Ziel
„Was für ein Sieg! Dieses Jahr hatte ich Glück und bin von Stützen oder Defekt verschont geblieben. Eigentlich fühle ich mich heute im Ziel sogar besser als die letzten Jahre, da ich vorne mein Tempo fahren konnte. Ich habe früh attackiert und konnte bis zum Ende durchziehen. Ich muss mich bei meinem ganzen Team bedanken, alle waren heute sehr stark, Daniel, Burgi mein Bruder, Bodi, aber auch Rudi und Schilli am Anfang des Rennens. 50 km vor dem Ziel bin ich losgefahren, das war vielleicht früh, aber dafür ist es jetzt ein unglaubliches Gefühl diesen Sieg zu holen.“ – Peter Sagan

„Wir hatten heute einen Plan, wie wir das Rennen gestalten möchten. Ich war im Auto an der Strecke mit Willi Bruckbauer, dem Eigentümer von BORA, und da ist es im Auto ganz schön rund gegangen. Wir wollten heute früh angreifen, darum war es umso wichtiger am Beginn Kraft zu sparen. Als ich die Attacke gesehen habe, und die Lücke schnell aufging, dachte ich schon, dass Peter schwer wieder einzuholen sein wird. Für Peter war das heute ein wichtiger Sieg, Paris – Roubaix wollte er unbedingt einmal gewinnen, aber für uns als Team ist es ein Meilenstein – unser erstes Monument! Die flämischen Klassiker sind ja nicht ganz nach Wunsch gelaufen, aber nun ist unser Frühjahr perfekt!“ – Ralph Denk, Teammanager

© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
veröffentlicht durch Gerhard Plomitzer

Peter Sagan ist neuer Rekordsieger bei Gent-Wevelgem.


Wenig Wind und Sonne machte Gent-Wevelgem 2018 schnell, aber weniger hektisch als die letzten Jahre. Nach zwei Passagen am Kemmelberg setzte sich letztlich eine relativ große Gruppe ab, die auf den letzten 30 km alle frühen Ausreißer einholte. BORA – hansgrohe war in dieser Gruppe mit Peter Sagan und Marcus Burghardt vorne vertreten. Den Sprint holte sich der UCI Weltmeister heute souverän vor E. Viviani und A. Demare. Damit ist Sagan nun auch Rekordsieger bei Gent-Wevelgem.
Die Strecke
Vom Start in Deinze bis zum Ziel in Wevelgem waren heute 250,2 Kilometer zurückzulegen. Mit 11 Anstiegen schien die Strecke etwas leichter zu sein als vergangenen Freitag bei E3 Harelbeke, doch durch die enorme Distanz, und zwei Passagen am Kemmelberg, getrennt durch drei Schotterabschnitte, war auch heute mit einer entsprechenden Selektion zu rechnen. Dennoch haben bei Gent-Wevelgem die Sprinter traditionell etwas bessere Chancen. Das gute Wetter am heutigen Sonntag schien diese Erwartung noch zu begünstigen.
Teamtaktik
Auch heute war BORA – hansgrohe ganz auf den UCI Weltmeister Peter Sagan ausgerichtet. Mit Maciej Bodnar, Marcus Burghardt und Juraj Sagan hatte das Team auch einige frische Kräfte mit am Start. Sollte es zu einem Sprint einer größeren Gruppe in Wevelgem kommen, so sollten diesmal noch genügen BORA – hansgrohe Profis bei Sagan sein, um einen Sprint auch entsprechend vorzubereiten. Daniel Oss hingegen war in jedem Fall wieder der Leutnant von Sagan, sollte es doch zu einer größeren Selektion im Peloton kommen. In jedem Fall war heute mit einzukalkulieren, dass einige Teams Interesse an einem Sprint hatten.
Das Rennen
In einem hektischen Beginn mit vielen Attacken, dauert es überraschend lange, bis sich eine erste Spitzengruppe gebildet hatte. Nach etwas mehr als 40 Kilometer war es aber dann doch soweit, und sechs Fahrer lösten sich vom Feld, das, nachdem die Gruppe weg war, erst einmal Ruhe einkehren ließ. Schnell stieg der Vorsprung der Ausreißer daher auf über 10 Minuten an, bevor im Feld Lotto-NL Jumbo und Groupama-FDJ das Tempo erhöhten. Etwa 100 km vor dem Ziel war die Situation im Rennen unverändert, der Vorsprung aber bereits auf unter 5 Minuten gesunken. Bei der ersten Passage des Kemmelberg erhöhte Quickstep weiter das Tempo im Feld, BORA – hansgrohe war mit Oss, Bughardt und Bodnar aber aufmerksam. Gleichzeitig wurde der Abstand zur Spitze weiter, auf unter 4 Minuten, verringert. Auf den Naturstraßenabschnitten zwischen den Passagen des Kemmelbergs drückte BMC nun heftig aufs Tempo, und das Feld zersplitterte in viele kleinere Gruppen. Als das Feld noch einmal zusammenlief, nutzen 4 Fahrer die Chance um die Lücke zur Spitze zu schließen. Direkt vor der zweiten Passage des Kemmelberg setzte sich Marcus Burghardt von der Spitze der Favoriten ab. BORA – hansgrohe war damit nun in einer komfortablen Situation. Doch der Kemmelberg sorgte dafür, dass sich eine erste Gruppe der Favoriten lösen konnte. Burghardt wurde eingeholt und war nun bei Peter Sagan, während wenig später auch die verbliebenen sechs Spitzenreiter von dieser Gruppe gestellt wurden. Eine relativ große Gruppe trat also zum Sprint in Wevelgem an. Die letzten Angriffe neutralisierte Marcus Burghardt für seinen Leader Peter Sagan, der den Sprint früh eröffnete und einen überlegenen Sieg feiern konnte. Damit ist Sagan mit 3 Siegen, einem zweiten, und drei dritten Plätzen auch der Erfolgreichste Rennefahrer in der Geschichte von Gent-Wevelgem.
Ergebnis
01 P. Sagan 5:07:32
02 E. Viviani + 0:00
03 A. Demare + 0:00
18 M. Burghardt + 0:00
Reaktionen im Ziel
„Ich bin sehr glücklich über den Sieg heute. Das Wetter war heute gut, und es gab wenig Wind. Darum sind wir auch in einer größeren Gruppe zum Ziel gekommen. Das Team hat heute sehr gut gearbeitet und am Ende waren wir noch zu zweit vorne. Ein Sprint aus so einer Gruppe ist immer ein wenig wie eine Lotterie, darum habe ich auch sehr früh angetreten, um nicht blockiert zu werden, und heute hatte ich die Beine den Sprint durchzuziehen. Das Rennen war von Beginn an schnell, aber es war mein leichtestes Gent-Wevelgem, weil es nicht so hektisch war bei Sonne und wenig Wind.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister

„Das ist ein toller Sieg heute, und jedem Einzelnen im Team zu verdanken. Vom Beginn an sind Rudi (Selig) und Schilli (Schillinger) gefahren, um den großen Teams die Chance auf eine frühe Attacke zu nehmen. Dann wollten wir so lange als möglich zusammenbleiben, um Stürze zu vermeiden. Es gab heute einige starke Spinterteams, darum mussten wir wachsam sein. Juraj (Sagan), Bodi (Bodnar) und Daniel (Oss) haben viel Kraft investiert, um Peter aus dem Wind zu halten. Im Finale hat Burgi (Burghardt) dann einen tollen Job gemacht, er hat immer wieder attackiert, um die anderen zur Arbeit zu zwingen, bzw. deren Angriffe zu neutralisieren. Am Ende hat Peter alles richtig gemacht und den Sprint souverän gewonnen.“ – Jan Valach, sportlicher Leiter
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veröffentlicht durch Gerhard Plomitzer

Sagan sprintet auf Rang sechs beim Solosieg von Nibali in Sanremo


Eine ungewöhnlich große Gruppe erreichte heute gemeinsam den Fuß des Poggio di Sanremo. Zuerst versuchte BORA – hansgrohe dort das Rennen schnell zu machen, doch es war V. Nibali, der sich absetzen, und einen Solosieg feiern konnte. UCI Weltmeister Peter Sagan, erreichte in der ersten Verfolgergruppe die Zielgerade. Am Ende sprintete Sagan auf Rang sechs bei Mailand-Sanremo, dem ersten Monument der neuen Radsportsaison.
Die Strecke
Das erste Monument der Radsportsaison führt traditionell von Mailand an die ligurische Küste nach Sanremo. Mit 294 Kilometern ist es das längste Rennen der Saison, wobei besonders im Finale einige Anstiege auf die Fahrer warten. Cipressa und Poggio di Sanremo bringen meist eine Vorentscheidung, bevor an der Via Roma der Sieger feststeht. Es ist ein Rennen für Allrounder, wobei durch die extreme Distanz das Stehvermögen am Ende über Sieg und Biederlage entscheidet.
Teamtaktik
Letztes Jahr überraschte BORA – hansgrohe’s Weltmeister Peter Sagan mit einer Attacke am Poggio die Konkurrenz. In diesem Jahr wartete wohl das gesamte Feld auf eine ähnliche Taktik. Doch nachdem die lange Fahrt bis an die ligurische Küste schwer vorherzusehen war, ging es für BORA – hansgrohe zuerst einmal darum Sagan ohne Zwischenfälle ins Finale zu bringen. Andreas Schillinger, Juraj Sagan und Cesare Benedetti sollten in der ersten Phase des Rennes das Geschehen kontrollieren, bevor Bodnar, Burghardt und Oss im Finale den Weg für Sagan bereiten sollten. Ob am Ende wieder eine Attacke eine Vorentscheidung bringen, oder doch ein Sprint den Sieger bestimmen würde, hing sowohl von der Rennsituation als auch von der Konkurrenz ab. Klar war aber, dass Sagan der uneingeschränkte Leader von BORA – hansgrohe war.
Das Rennen
Wie erwartet setzte sich gleich nach der Stadtgrenze eine Gruppe von 9 Fahrern vom Peloton ab. In starkem Regen ließ es das Feld erst einmal etwas ruhiger angehen, kontrolliert von Juraj Sagan für BORA – hansgrohe, Sky und Quickstep, wurde den Ausreißern ein Vorsprung von bis zu 7 Minuten gewährt. Nach dem Turchino Pass, an der Küste angelangt, ließ der Regen etwas nach und Abstand zwischen Spitze und Feld fiel auf unter 5 Minuten. Als die berühmten „Capi“, auf den letzten 50 km in Angriff genommen wurden, war klar, dass die Spitze bald eingeholt werden würde. Während im Feld das Rennen nun hektischer wurde, führe BORA – hansgrohe mit Schillinger und Benedetti den Weltmeister Richtung Cipressa. Rund 30 km vor dem Ziel war die Flucht beendet, und es schien den Fahrern nun endlich die Sonne. Im Aufstieg zur Cipressa kontrollierte Groupama-FDJ das Tempo, also folge kam eine ungewöhnlich große Gruppe zum Fuße des Poggio di Sanremo. BORA – hansgrohe war neben Sagan noch mit Benedetti, Burghardt und Oss an der Spitze des Rennens vertreten. Im Poggio machte zuerst Marcus Burghardt das Rennen schnell, bevor V. Nibali eine Attacke setzte. Mit 12 Sekunden Vorsprung ging Nibali in die Abfahrt, dahinter versuchte nun Oss die Lücke für Sagan zu schließen. Auf der Zielgeraden rettete Nibali wenige Meter vor einer großen Verfolgergruppe und feierte einen eindrucksvollen Sieg bei Mailand-Sanremo. Weltmeister Peter Sagan sprintete am Ende zu Rang sechs.
Reaktionen im Ziel
„Nach einem regennassen Start war es gut, dass am Ende trockene Verhältnisse waren. Aber der langsame Start hat dazu geführt, dass die Gruppe der Favoriten am Ende noch sehr große war, da das Rennen nicht ganz so hart gefahren wurde. Wir haben den ganzen Tag gut gearbeitet und waren am Poggio in guter Position. Als Nibali attackierte, bin ich bei den anderen Sprintern geblieben, da wir dachten, dass es zu einem Massensprint kommen würde. Aber Nibali hat gezeigt, welche Klasse er hat. Er hat verdient gewonnen und dieser Sieg ist wichtig für Italien und den italienischen Radsport.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Mit der Teamleistung heute können wir zufrieden sein. Jeder Einzelne hat einen tollen Job gemacht, um das Rennen zu kontrollieren. Am Ende wussten wir, dass Nibali etwas versuchen würde, doch wir dachten nicht, dass er durchkommen würde. Er hat es aber geschafft und die Sprinter auf Distanz gehalten. Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten, aber wir müssen es akzeptieren und uns auf die nächsten Rennen konzentrieren.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / bettiniphoto
veröffentlicht durch Gerhard Plomitzer

Peter Kennaugh (BORA- hansgrohe) muss Rennpause einlegen

Aus gesundheitlichen Gründen, musste BORA – hansgrohe’s Peter Kennaugh nach der Tour Down Under eine Trainings- und Wettkampfpause einlegen. Nächste Woche steigt Kennaugh wieder ins Training ein, um sich auf die zweite Saisonphase vorzubereiten. Seine Rückkehr ins Renngeschehen wurde noch nicht festgelegt, aber Peter bekommt volle Unterstützung des Teams in seiner Vorbereitung. Nach einer ersten 6 – 8 Wochen langen Trainingsphase, werden das Performance Team und die Coaches gemeinsam mit Peter entscheiden, welches Rennen am besten geeignet ist, um wieder in den Rennbetrieb einzusteigen.

Wir bitten darum die Privatsphäre des Athleten zu respektieren. Das Team wird im Augenblick keine weitere Stellungnahme abgeben.

BORA – hansgrohe gibt Zusammenarbeit mit INSCYD bekannt.


Der Marktführer im Bereich Performance Analyse Software soll dem deutschen WorldTeam einen kleinen Vorteil gegenüber dem Rest des Feldes bringen.
BORA – hansgrohe stellt heute seine Partnerschaft mit INSCYD vor, einer hoch entwickelten Performance Analyse Software vor.
Das Team arbeitete mit INSCYD bereits in der Vorbereitung zur Saison 2018, wobei Benchmark Tests und die Trainingsfortschritte der Fahrer im Fokus standen. „Natürlich bin ich lieber im Freien“, sagt der 3-fache UCI Weltmeister Peter Sagan. „Im Labor kann man allerhand testen, aber draußen, mit deinem Rad ist die Sache dann doch etwas anderes.“
Die Möglichkeit nun im Feld Test auf dem Niveau von Laborsituation durchführen zu können, bringt Vorteile für die Fahrer und den Betreuerstab bei BORA – hansgrohe. Auch ein Fahrer wie Sagan, der viel auf sein Gefühl achtet, ist sich der Wichtigkeit von Leistungsdaten bewusst: „Ich folge im Training viel meinem Gefühl, aber natürlich spielen auch Zahlen eine wichtige Rolle. Besonders die Kommunikation mit den Trainern braucht objektive Daten.“
„Wir sind nun im zweiten Jahr in der WorldTour und konzentrieren uns nun auf jedes Detail, um unsere Performance weiter zu optimieren“, sagt Ralph Denk, Team Manager von BORA – hansgrohe. „Ich bin froh, dass wir mit INSCYD einen innovativen Partner gefunden haben. Die Software ist ein einzigartiges Tool und wir erhoffen uns dadurch einen kleinen Vorteil.“
„Daten von den Fahrern zu sammeln ist komplizierter als es aussieht“, ergänzt Denk. „Anders als in anderen Sportarten wo ein Team ständig zusammen ist, haben wir 11 Nationen im Team. Dazu kommt der Reisestress, da macht es keinen Sinn die Fahrer auch noch für Labortests auf Reisen zu schicken, das wäre ineffizient. Mit INSCYD können wir die Fahrer nun überall im Training testen, das bringt enorme Vorteile.“
„Mit INSCYD können wir in einfachen Feldtests mit Laktat Abnahme einen kompletten Labortest imitieren“, erklärt Lars Teutenberg, Performance Direktor von BORA – hansgrohe. „Außerdem mögen die meisten Fahrer keine Labortests, weil die Position auf einem Ergometer nie 100% passt. Außerdem kann man die Tests aus unterschiedlichen Laboren nur schwer vergleichen. Mit INSCYD haben wir jetzt ein standardisiertes Setup für das ganze Jahr über.“
„INSCYD hat schon in anderen Sportarten wie Schwimmen oder Triathlon überzeugen können“, sagt Greg Hillson von INSCYD. „Das die Software nun auch in der höchsten Klasse des Radsports zum Einsatz kommt, ist nur ein logischer Schritt.“
„Für ein professionelles Radsportteam liegen die Vorteile auf der Hand“, ergänzt Hillson. „Während der Saison auf Labore angewiesen zu sein bedeutet einen enormen Aufwand für die Teams. Außerdem sind Labortests nicht wirklich mit echten Rennsituationen vergleichbar. Mit INSCYD kann man präzise Tests im Feld durchführen. Damit ist man im Saisonverlauf wesentlich flexibler. Dabei ist unser System absolut gleichwertig, in manchen Bereichen erzielen wir sogar 4 – 5 Mal genauere Werte als bei normalen Laktattests.“
INSCYD hilft BORA – hansgrohe auch bei der Leistungsüberwachung, -entwicklung und -interpretation und unterstützt damit das Team seine ambitionierten Ziele für 2018 zu erreichen.

Über BORA – hansgrohe
Seit 2015 ist BORA Hauptsponsor und Namensgeber des UCI World Teams BORA – hansgrohe. Als Betreibergesellschaft des Teams fungiert die Ralph Denk pro cycling GmbH, diese leitete auch das Team NetApp (2010 – 2012), das Team NetApp – Endura (2013 – 2014), sowie das Team BORA – Argon18 (2015 – 2016) und hat ihren Sitz in Raubling (Bayern/GER).
BORA und hansgrohe haben einen bestehenden Sponsorenvertrag mit der Ralph Denk pro cycling GmbH bis ende 2019, alle Parteien verfolgen eine langjährige Strategie. Teil dieser Strategie ist die Umsetzung einer eigenen Team Identität, die sich an einer völlig neuen Wertehaltung orientiert und für einen erneuerten Radsport steht.
In nur wenigen Jahren hat sich das Team bis in die UCI World Tour vorgekämpft. Es war das einzige UCI Professional Continental Team, das in nur drei Jahren an allen drei Grand Tours teilgenommen hat.
Text: © BORA – hansgrohe
Foto und veröffentlicht: Gerhard Plomitzer

Mallorca Challenge 2018 – 4.Etappe Trofeo Palma 159km am 28.1.18

Anbei noch ein paar Aufnahmen vom Start der 4. Etappe der Mallorca Challenge 2018 vor dem Hotel Occidental in Playa de Palma. Während die Bergfahrer auf den Etappen 2 und 3 mit Nässe und glatten Straßen zu kämpfen hatten, gab es für die Sprinter bei den Etappen 1 und 4 viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Und der Sieger hieß wiederum John Degenkolb (TREK-Segafredo), der bereits die erste Etappe im Sprint gewinnen konnte.

Gut gelaunt gab der Hesse schon am morgen Interviews und jede Menge Autogramme an die Fans, wie das sehr viele Fahrer taten, u.a. hier im Bild Gianni Moscon vom Team SKY.

Die Etappe verlief über schnelle 159km zuerst ins Landesinnere Richtung Inca und natürlich gab es die obligatorische Fluchtgruppe der kleineren Mannschaften, die aber im Finale keine Rolle mehr spielte.
25km vor dem Ziel war der Hausberg Palmas, der Pass Sa Creu zu überwinden und hier trennte sich die Spreu vom Weizen, so dass das Finale in Palma eine Gruppe von ca. 25 Fahrern unter sich ausmachte, wobei die Worldtour Teams Lotto-Soudal, BORA hansgrohe und natürlich TREK Segafredo Ton angebend waren und ihre Sprinter in die bestmögliche Position für den Sprint bringen wollten. Es gewann John Degenkolb vor Erik Baska (BORA hansgrohe), wiederum ein 2.Platz nach starker Mannschaftsleistung von BORA hansgrohe.

1. John Degenkolb (Trek-Segafreo)
2. Erik Baska (Bora-hansgrohe) s.t.
3. Coen Vermeltfoort (Roompot)
4. Enrique Sanz (Euskadi)
5. Carlos Barbero (Movistar)
6. Albert Torres (Nationalmannschaft Spanien)
7. Jordi Warlop (Sport Vallanderen)
8. José Joaquin Rojas (Movistar)
9. Leonardo Basso (Sky)
10.Xavier Canellas (Nationalmannschaft Spanien)




Cesare Benedetti (BORA-hansgrohe)

Gregory Rast (TREK)

Text/Fotos
Gerhard Plomitzer DFJ e.V. Fotojournalist