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Dank unglaublichem Teameinsatz bleibt Emanuel Buchmann auch nach brutaler Bergankunft in den Top 5 des Gesamtklassements der Vuelta a España.

Einen Tag, vor dem wohlverdienten Ruhetag, stand einer der härtesten Etappe der diesjährigen Vuelta a España am Programm. Die gesamte BORA – hansgrohe Mannschaft arbeitete für ihren Klassementfahrer Emanuel Buchmann, vor allem Rafal Majka zeigte eine beeindruckende Form, als er im Finale Emanuel in die erste Gruppe brachte. Nach mehr als 200km und 4.000 Höhenmeter querte Emanuel Buchmann als 15. die Ziellinie und ist nun Vierter in der Gesamtwertung, 16 Sekunden hinter dem neuen Führenden S. Yates.
Die Etappe
Die neunte und letzte Etappe vor dem ersehnten Ruhetag war zugleich eine der härtesten in dieser Austragung der Vuelta a España. Die erste Bergankunft, in der diesjährigen 73. Spanien Rundfahrt, führte das Feld nach genau 200km hinauf nach La Covatilla, welches auch im Jahr 2011 Ziel der Vuelta war. Drei schwere Bergwertungen mussten die Fahrer in der ersten Rennhälfte absolvieren, bevor es auf 1.965m ins Ziel ging, gesamt bezwang das Feld heute mehr als 4.100 Höhenmeter.
Die Team Taktik
Nach den wenigen Etappen, die den Sprinter gehörten, wechselte nun der Fokus auf die Kletterer. Mit einem dritten Platz in der Gesamtwertung war Emanuel Buchmann auf Tuchfüllung mit dem roten Leadertrikot. Wenige Sekunden trennten ihn vom Führenden R. Molard, diese Sekunden wollte man bei der heutigen Etappe verringern und versuchen ein gutes Etappenergebnis zu erzielen. Das gesamte Ziel stellte sich in den Dienst des Ravensburgers, um ihn Best möglichst an diesem weiteren heißen Tag, zu unterstützen.
Das Rennen
Es dauerte nicht lange, ehe sich eine Spitzengruppe absetzte. Elf Fahrer konnten noch vor der ersten Bergwertung des Tages mehr als drei Minuten Vorsprung herausfahren. Die Fahrer des BORA – hansgrohe Teams blieben im Hauptfeld und beteiligten sich an der Nachführarbeit. Doch die Spitzengruppe arbeitete gut zusammen und so wuchs der Vorsprung auf mehr als 5 Minuten bei noch 100km zu fahren. Doch wie erwartet, zerfiel die Fluchtgruppe im letzten Anstieg und einzelne Fahrer versuchten den Solisten einzuholen. Rafal Majka leistete unglaubliche Arbeit, um BORA – hansgrohes Klassementfahrer Buchmann in Position zu bringen. Die beiden BORA – hansgrohe Kletterer waren stets auf der Höhe des Geschehens, wenige Minuten hinter dem späteren Etappensieger B. King. Wenige Minuten hinter B. King querte Emanuel Buchmann auf Platz 15 die Ziellinie und ist nun mit 16 Sekunden Rückstand gegenüber den neuen Führenden Yates Vierter im Gesamtklassement.
9. Etappe
1. Benjamin King (Dimension Data) 5:30:38
2. Bauke Mollema (Trek-Segafredo9 +0:48
3. Dylan Teuns (BMC) +2:38
4. Miguel Angel Lopez (Astana) +2:40
5. Nairo Quintana (Movistar) s.t.
6. Wilco Kelderman (Sunweb)
7. Rigoberto Uran (Education First-Drapac) +2:43
8. Ion Izagirre (Bahrain-Merida) +2:46
9. Simon Yates (Mitchelton-Scott) +2:49
10. George Bennett (LottoNL-Jumbo) +03:02
Gesamtstand:
1. Simon Yates (Mitchelton-Scott) 36:54:52
2. Alejandro Valverde (Movistar ) +0:01
3. Nairo Quintana (Movistar) +0:14
4. Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) +0:16
5. Ion Izagirre (Bahrain-Merida) +0:17
6. Tony Gallopin (AG2R) +0:24
7. Miguel Angel Lopez (Astana) +0:27
8. Rigoberto Uran (Education First-Drapac) +0:32
9. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +0:43
10. George Bennett (LottoNL-Jumbo) +0:48

Reaktionen im Ziel
„Ich habe mich heute gut gefühlt und natürlich habe ich somit Emu vor allem im Finale unterstützt. Das schwierige Heute war der Gegenwind, es war wichtig am letzten Berg im Windschatten zu fahren. Emu ist nun Vierter, nur wenige Sekunden hinter Yates. Ich denke, wir haben heute wirklich eine unglaubliche Teamleistung gezeigt und Emu ist immer noch nah am Podium dran.“ – Rafal Majka
„Es war eine harte Etappe und der Schlussanstieg war eine echte Prüfung. Ich möchte meinem Team für ihre harte Arbeit danken, wir haben unseren Plan umgesetzt. Zusammen mit Rafal blieb ich am langen Anstieg in der ersten Gruppe, aber ich konnte leider den Attacken am Ende nicht mehr folgen und verlor den Anschluss an die Klassementfahrer. Es tut mir leid, vor allem nach der ganzen harten Arbeit von jedem in den 200km. Ich habe mich noch nicht komplett vom Sturz erholt aber ich bin zuversichtlich und werde in den nächsten Tagen alles geben.“ – Emanuel Buchmann
“Eine harte Etappe heute, mit mehr als 4.000 Höhenmeternund einer Bergankunft nach einem harten 10km langen Anstieg. Das Team hatte heute ein Ziel, Emu die gesamten 200km zu unterstützen und im letzten Anstieg in Position zu fahren. Sie haben einen fantastischen Job erledigt, Rafal hat im letzten Anstieg alles für Emu gegeben, während Jay, Lukas, Davide, Schwarzi und Peter zuvor ihn aus allen Schwierigkeiten rausgehalten haben. Ein 4. Gesamtplatz, mit 16 Sekunden Rückstand ist ein echt starkes Ergebnis bis dato. Morgen werden wir aber erst mal den Ruhetag genießen.“ – Steffen Radochla, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Marcel Sieberg und Georg Preidler kommen nach Gangkofen


Georg Preidler

World-Team-Fahrer bei Veranstaltung der Radsportfreunde am 10. Mai

Marcel Sieberg

Marcel Sieberg vom belgischen Team Lotto-Soudal hat seine Startzusage für das Kriterium der Radsportfreunde Gangkofen am 10. Mai abgegeben. Damit ist dem Organisator Dominik Dietrich noch die Verpflichtung eines absoluten Top-Fahrers gelungen. Der 33-jährige Profi aus Castrop-Rauxel hat zwar noch nicht so viele Rennen gewonnen. Sein Name wird aber häufig in einem Atemzug mit seinem Freund und Team-Kollegen André Greipel genannt. Aus gutem Grund: Marcel Sieberg kommt als Anfahrer eine zentrale Rolle im Sprinterzug des aktuellen deutschen Meisters und mehrfachen Tour-de-France-Etappensiegers zu. Marcel Sieberg hat bereits fünf Mal die Tour de France bestritten und auch in diesem Jahr steht er im vorläufigen Aufgebot seines Rennstalls. Dazu kommen auch noch Teilnahmen an den beiden weiteren großen Landesrundfahrten, dem Giro d`Italia und der Vuelta (Spanien).

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