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MTB-Bundesliga Titisee-Neustadt, 4. Runde: EIN “TEIGIGER” SIEG FÜR SPITZ GAZE GEWINNT SPANNENDES KURZ-FORMAT


Sabine Spitz auf dem Weg zum Sieg in Titisee-Neustadt ©Erhard Goller

Der Neuseeländer Sam Gaze und die Deutsche Meisterin Sabine Spitz haben in Titisee-Neustadt das vierte Bundesliga-Rennen der Saison gewonnen. Beim Singer Wäldercup gewann der U23-Weltmeister in einem experimentell kurzen Format vor Lokalmatador Simon Stiebjahn und Julian Schelb, während Sabine Spitz die Österreicherin Lisi Osl und die Freiburgerin Hanna Klein bezwingen konnte.

16. September 2017

mtb-bundesliga.net

„Hey, ich mag das Format. Das Tempo war immer hoch und es hat super Spaß gemacht.“ Sam Gaze (Specialized Racing) zeigte sich begeistert, nicht nur von seinem Sieg im Sprint vor Simon Stiebjahn (Team Bulls), dem Münstertäler Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) und Martin Loo (Hawaii Express) aus Estland, sondern auch von der kurzen Renndauer und der drei Kilometer langen Runde.

Gaze hatte nach seiner Rückkehr von der WM in Australien, wo er sich zum zweiten Mal den U23-WM-Titel geholt hatte, zu Beginn offenbar etwas Mühe und fuhr erst mal mit 30 Sekunden Rückstand auf Simon Stiebjahn und Julian Schelb nur an achter Stelle.

„Ich konnte nur ein Tempo gehen“, bekannte Gaze. „Als ich dann vorne angekommen bin, dann ging’s.“ Auch Martin Loo musste einen Rückstand aufholen, doch nach der Hälfte der Distanz hatte sich die vierköpfige Spitzengruppe gebildet, die sich mit ständigen Attacken beharkte. „Es hat ständig Führungswechsel gegeben“, bestätigte Simon Stiebjahn.
So entstand an diesem Samstagabend ein Rennen, das die gut 1000 Zuschauer begeisterte.

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MTB-Bundesliga und 24h-Rennen bei Rad am Ring – Über Stock und Stein und Stunden

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Mit Läufen der KMC MTB-Bundesliga setzten die Profis heute ein Ausrufezeichen bei Rad am Ring. Ben Zwiehoff entschied das Rennen der Herren für sich, bei den Damen gewann Elisabeth Brandau. Während im Off-road Park die Elite durchs Gelände pflügte, drehten die Hobbyfahrer auf dem Ring ihre Runden bei den Jedermann-Rennen und drehen sie noch bis morgen bei den 24-Stunden-Events.
Der Regen der Nacht zuvor hatte die Strecke im Off-road Park in eine Schlammpiste verwandelt. Dabei wäre sie auch so anspruchsvoll genug gewesen: Rampen, Rockgarden, Downhills – alles dicht gedrängt, sodass selbst die routinierten (Bundesliga)Profis kaum zum Durchatmen kamen. Das Rennen der KMC MTB-Bundesligaserie war eine Premiere bei Rad am Ring. Und was für eine. Nicht nur, weil gut 70 Prozent des Kurses für die Zuschauer zu überblicken und das Rennen selbst durch viele Rhythmuswechsel spannend bis zum Schluss war. Sondern auch wegen der starken Attacken, die die Top-Fahrer über die mehrmals zu befahrenden 2,28 Kilometer setzten.
Eine eindrucksvolle Leistung lieferte Ben Zwiehoff vom Team Bergamont-Hayes ab. Als Mitglied einer dreiköpfigen Spitzengruppe mit Simon Stiebjahn und dem Niederländer Frank Beemer setzte er sich nach zwei Runden ab. In Runde sechs von 13 trat Ziehoff dann im Anstieg an und stürmte davon. „In der zweiten Runde habe ich das nochmal gemacht“, sagte er nach dem Rennen – und ab diesem zweiten Angriff wurde das Rennen zur Soloshow, die nach 1:29:09 Stunden endete – 1:53 Minuten vor dem Zweitplatzierten Frank Bremer. „Eigentlich hat mir die Spitzigkeit gefehlt, die man auf dieser Strecke braucht“, räumt der 22-Jährige vom Team Bergamont-Hayes ein. Nachdem er bei der Deutschen Meisterschaft mit Knieschmerzen aufgeben musste, war er jedoch froh zeigen zu können was er kann: „Ich wusste, dass ich die Form habe und bin jetzt optimistisch für den Weltcup in Kanada“, so Zwiehoff.
Bei den Damen dauerte es drei, vier Runden ehe Elisabeth Brandau mit Antonia Daubermann auch ihre letzte Begleiterin abschütteln konnte. Danach drehte die dreifache Marathon-Meisterin an der Spitze alleine ihre Runden. „Ich habe am Anfang Zeit gebraucht, bis ich richtig ins Fahren gekommen bin und hatte noch gar kein Gefühl für den schwierigen Untergrund. Irgendwann habe ich dann aufgedreht und bin konzentriert gefahren. Mein Ziel war es dann so viel wie möglich Fahrerinnen zu überrunden“, kommentierte Brandau ihren Sieg, den sie in 1:43:10 Stunden mit 1:08 Minuten Vorsprung sicherstellte. Hanna Klein wurde Zweite, Youngster Antonia Daubermann war mit ihrem dritten Rang und 1:33 Minuten Rückstand zufrieden: „Irgendwann habe ich auf die Runden gar nicht mehr geachtet, sondern bin nur noch gefahren. Ich denke Platz drei ist bei der Konkurrenz schon okay“, meinte die 19-Jährige nach dem Rennen.
Die Juniorinnen hatten sieben Runden (a 2,28km) zu fahren wobei fünf Runden lang ein Trio zusammen an der Spitze blieb. Die Deutsche Meisterin Leonie Daubermann vom Team Global Fine Arts/Stevens, die WM-Zwölfte Lia Schrievers (CEP Racing) und Ronja Eibl wechselten sich in der Führungsarbeit ab, bevor Eibl die Initiative ergriff und mit 59 Sekunden vor Lia Schrievers sowie 1:22 Minuten vor Daubermann zu ihrem ersten Bundesliga-Sieg sprintete.

Bei den Junioren setzte sich Florian Reichle in der fünften von acht Runden ab und blieb bis zum Ziel, das er nach 58:56 Minuten erreichte, an der Spitze. Es ist sein erster Sieg bei einem Bundesligarennen, den er sich mit 51 Sekunden Vorsprung auf den Junioren-EM-Siebten, Niklas Schehl, holte, der nach einer Krankheit noch nicht wieder ganz fit war. Auf dem Dritten Platz: Tim Meier, 1:28 Minuten hinter dem Überraschungssieger, der nach dem Rennen erklärte: „Als Niklas attackiert hat konnte ich relativ gut mitgehen. Am Berg bin ich dann vorbei und meinen Rhythmus gefahren. Heute hat die Tagesform gepasst.“

Eine besondere Rennvariante für Geländefahrer fand darüber hinaus mit dem dem ersten eBike Enduro-Race epowered by Bosch statt. Bei dem Wettkampf mit Elektromotor-gestützten Mountainbikes ging es um den geschicktesten Einsatz des Zusatzantriebs – oder für manche auch einfach um den Spaß und das Ausprobieren von elektrischen Bikes.
Dank dieses zuschaltbaren Rückenwinds waren die eBike-Enduro-Fahrer bereits bei der Siegerehrung, während die Profis und Teilnehmer der Jedermann-Rennen (25, 75, 150 km) erst damit begannen, um Bundesliga-Punkte beziehungsweise um Minuten und Bestzeiten zu kämpfen.
Erstmals gab es auch eine gesonderte Wertung für Fahrer historischer Rennräder über 75 und 150 Kilometer. „Wir möchten mit Rad am Ring 360 Grad Radsport bieten und da gehören die Klassiker ebenso dazu wie unser Herzstück, die 24-Stunden-Rennen“, so Chef-Organisator Hanns-Martin Fraas. Letztere starteten Samstagmittag und sind auch dieses Jahr wieder ein Fest für Einzelfahrer und Teams, die „ihre“ Boxen in kleine Party- und Wohnräume verwandeln, ihre Fahrer anfeuern und den Radsport feiern.
Gefeiert wurde übrigens auch an der Bühne und auf der Expo: Mit Happy Hour, Barbecue, Verlosungen, Interviews und einem Sprintwettkampf auf der Rolle. Die 24-Stunden-Rennen werden morgen ab 11:45 Uhr auf die letzten Kilometer gehen und ungefähr zur gleichen Zeit ins Ziel kommen wie die Profis des ersten Rudi Altig Race starten. Dieses Rennen über 3.500 Höhenmeter und 140 Kilometer markiert die Rückkehr des Profi-Straßensports auf den Ring, mit Fahrern wie Tour-de-France-Teilnehmer Emanuel Buchmann, Giro-Etappengewinner Nikias Arndt sowie den Routiniers Linus Gerdemann und Gerald Ciolek.
Eine ausführliche Pressemeldung zu diesem Rennen sowie eine Zusammenfassung des Radsport-Wochenendes Rad am Ring erhalten Sie morgen gegen 17 Uhr.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite www.radamring.de

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KMC MTB-Bundesliga Nürburgring: Ben Zwiehoff stürmt zum Bundesliga-Sieg

Elisabeth Brandau souverän
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Ben Zwiehoff hat im Offroad-Park am Nürburgring das KMC MTB-Bundesliga-Rennen der Herren gewonnen. Der Essener vom Team Bergamont-Hayes gewann die Bundesliga-Premiere bei Rad am Ring vor dem Niederländer Frank Beemer (Habitat MTB Team) und Simon Stiebjahn (Team Bulls) aus Titisee-Neustadt. Elisabeth Brandau hat sich bei den Damen den Sieg geholt. Die DM-Dritte aus Schönaich gewann nach zwölf Runden vor der Freiburgerin Hanna Klein (Superior Bikes) und Antonia Daubermann (Global Fine Arts-Stevens) aus Gessertshausen.

Ben Zwiehoff bot im Offroad-Park eine eindrucksvolle Vorstellung und hatte nach 1:29:09 Stunden 1:53 Minuten Vorsprung auf dem Konto. Er war Mitglied einer dreiköpfigen Spitzengruppe, die nach zwei Runden entstanden war. Gemeinsam mit Simon Stiebjahn und Frank Beemer drückte der U23-EM-Vierte aufs Tempo, so dass bald klar war: aus diesem Trio wird der Sieger der Nürburgring-Premiere kommen.
In Runde sechs von 13 entschloss sich Zwiehoff am längsten Anstieg der 2,8-Kilometer-Runde noch mal eine Schippe drauf zu legen. Er ging am Wiesenanstieg in den Wiegetritt und stürmte los. Sofort riss der 22-Jährige eine Lücke zu seinen beiden Begleitern. „In der nächsten Runde habe ich das noch mal gemacht“, schildert Zwiehoff, wie er seinen Verfolgern den Zahn vollends ziehen konnte.
Ab da wurde das Rennen zur Soloshow von Ben Zwiehoff und im Ziel zeigte er sich erleichtert. „Eigentlich hat mir die Spritzigkeit gefehlt, die man auf dieser Strecke braucht. Nach der verkorksten Deutschen Meisterschaft bin ich sehr froh, dass ich zeigen konnte, was ich drauf habe“, kommentierte Zwiehoff, der bei der DM mit Knieschmerzen aufgeben musste. „Ich wusste, dass ich Form habe und bin jetzt optimistisch für den Weltcup in Kanada“, fügte Zwiehoff an.

Bei Stiebjahn geht der Schuh kaputt
Hinter ihm ging das Duell um Rang zwei an Frank Beemer. Er profitierte davon, dass bei Simon Stiebjahn ein Schuh kaputt ging, er ihn aber nicht los brachte. „Die haben an der Technischen Zone einen Ersatzschuh bereit gehalten, aber der Schuh war einfach verhakt, ich bin nicht rausgekommen“, berichtete Stiebjahn von einem seltenen Malheur.
„Ben zwar heute zu stark, um Platz zwei hätte ich vermutlich kämpfen können“, meinte Stiebjahn, der aber eine Woche nach der Transalp durchaus zufrieden war mit seinem Ergebnis (+3:13).
Frank Beemer war das auch. „Meine Saison lief bisher sehr schlecht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier Zweiter werden kann, das freut mich sehr. Mir hat die Strecke Spaß gemacht, aber Ben zwar heute klar der Stärkste am Berg“, meinte der Niederländer.
Auf Rang vier (+3:41) passierte als zweitbester U23-Fahrer die Ziellinie und war über sich selbst erstaunt. „Ich habe diese Woche viel Grundlage trainiert und hätte das so nicht erwartet. Ich habe in der Verfolgergruppe einmal angezogen und gemerkt, dass ich eine Lücke bekomme und beim zweiten Mal hat sich die Lücke zum Dänen Niels Rasmussen dann ausgedehnt“, erklärte Horvath.

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KMC MTB-Bundesliga, 2. Runde in Heubach (HC):Florian Vogel holt sich seinen dritten BiketheRock-Triumph

Gunn-Rita Dahle-Flesjaa per Solo zum Sieg

Vorjahres-Sieger Florian Vogel und MTB-Legende Gunn-Rita Dahle-Flesjaa haben die zweite Runde der KMC MTB-Bundesliga in Heubach gewonnen. Bei der 16. Auflage des BiketheRock gewann vor vielen tausend Zuschauern der Schweizer vor den beiden Franzosen Victor Koretzky und Julien Absalon, während die Norwegerin vor der Mexikanerin Daniela Campuzano und Helen Grobert aus Freiburg triumphierte.

Florian Vogel ließ sich vom begeisterten Publikum feiern. 47 Sekunden vor Victor Koretzky hatte er die Ziellinie überquert. „Ich fahre einfach gerne in Heubach, ich mag dieses Rennen und solche Bedingungen kommen mir entgegen“, genoss Vogel die Ovationen der Zuschauer.

Bis zur letzten Runde blieb das Herren-Rennen spannend. Doppel-Olympiasieger Julien Absalon hatte auf matschigen Untergrund da schon entscheidend an Boden verloren und es lief auf ein Duell zwischen dem 34-jährigen Florian Vogel und dem 21-jährigen Koretzky hinaus.

Wie so oft in Heubach hatte sich das Rennen wie ein Pendel entwickelt. Am 1,5 Kilometer langen Anstieg entpuppte sich Florian Vogel als der beste Kletterer, im Downhill waren Koretzky und Absalon besser. So verlor der Schweizer seinen herausgefahrenen Vorsprung jeweils wieder bis er den Zielbereich in der Heubacher „Stellung“ erreicht hatte.
Absalon musste als Erster einen bedeutenden Rückstand hinnehmen. „Ich habe nach dem Weltcup in La Bresse eine Pause gemacht und muss jetzt erst wieder in den Wettkampf-Rhythmus kommen. Florian war am Berg super stark, ein paar Runden konnte ich im Downhill die Lücke wieder schließen, aber irgendwann ist das natürlich nicht mehr möglich den Rückstand am Berg so klein zu halten. Ich bin aber sehr zufrieden mit meinem dritten Platz“, so Absalon, der im Ziel nach sechs Runden 1:20 Minuten Rückstand auf Vogel (1:30:39) hatte.
Koretzky, Weltcup-Dritter von La Bresse (Fra) und U23-Europameister zeigte, warum ihn die Franzosen für die Olympischen Spiele nominiert haben. Er hatte als Test für die Weltmeisterschaften zum ersten Mal ein Full-Suspension-Bike eingesetzt. „Das ist hier nicht ideal, aber es war für mich einfach die Lücke im Downhill zu schließen“, erklärte Koretzky.
Erst im letzten Anstieg schlug Vogel ein derart hohes Tempo an, dass Koretzky nicht mehr folgen konnte. „Er hatte einen Gang mehr“, meinte Koretzky lachend, „aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen.“
Florian Vogel gab das Kompliment auf andere Art zurück. „Victor war im Downhill wahnsinnig schnell. Ich wusste, dass ich es am Berg machen muss. Ich hatte super Beine und denke, die Form kann für die WM nicht schlecht sein.“

Auf den Plätzen vier und fünf landeten die Spanier David Valero (+1:59) und Pablo Rodriguez (+2:14), die sich im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorne geschoben hatten.
Bester Deutscher wurde Moritz Milatz. Der Freiburger ist noch nicht in der Verfassung von 2014, erkannte aber nach einem durchwachsenen Frühjahr trotzdem eine Aufwärtstendenz. „Das war Durchschnitt“, meinte er zu seinem neunten Platz (+3:32). „Aber ich glaube, ich muss erst mal zufrieden sein, nach diesem Frühjahr.“

Damen: Fünfter Sieg für Dahle-Flesjaa
Die Damenkonkurrenz geriet zur Solo-Show der norwegischen Legende Gunn-Rita Dahle-Flesaa. Die 43-Jährige baute ihr Heubach-Palmares auf fünf Siege aus und zwar in eindrucksvoller Manier.

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Gonso Albstadt MTB Classic / Kurz-Marathon: Knappe Duelle und kleine Sieger

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Sprint-Entscheidungen waren beim 11. Kurz-Marathon der Gonso Albstadt MTB Classic an der Tages-Ordnung. Auch bei den Herren gab es nach 46 Kilometern einen Sprint-Sieg von Philipp Meiser gegen Tom Ettlich. Rund 1000 Biker waren bei bestem Radler-Wetter unterwegs.
Bei den Herren über 23km konnte Arndt Puls (Expoline-radhaus Winterlingen) den Kurzmarathon nur hauchdünn für sich entscheiden. Er und seine Teamkollegen bestimmten das Rennen und hielten das Tempo hoch. Für den zweitplatzierten Christopher Platt (Kreidler Werksteam) war es nicht leicht, gegen all die grünen Trikots anzukommen, und die vielen Attacken zehrten an den Kräften. Für ihn war es das erste Rennen nach einer langen Krankheitsphase. „Allgemein, Geballer liegt mir nicht!“ erklärte er im Ziel, da die Strecke aufgrund ihrer wenigen technischen Passagen sehr schnell ist. Dennoch konnte er das Tempo halten. In der Schlussphase kam es zum entscheidenden Sprint zwischen den beiden Fahrern, bei dem Arndt Puls am längeren Hebel saß. Mit einigen Sekunden Rückstand kam der Schweizer Timo Link-Fritsche auf Position drei ins Ziel.

Genauso heiß her ging es bei den Frauen. Die beiden Teamkolleginnen Veronika Weiss und Tina Kindlhofer (Superior Mio Wildschönau XC Team) lieferten sich ein hart umkämpftes Duell um Platz eins und zwei. Um eine Haaresbreite rollte Veronika Weiss vor der jungen Österreicherin über die Ziellinie. Kein Wunder, dass beide nach dem Rennen erschöpft sich in die Wiese fallen ließen. Sabine Stampf (tomotion Racing by black tusk) wurde Dritte.
46 Kilometer Distanz; Meiser gewinnt Zielsprint
Ähnlich lief es auch auf der längeren Renndistanz. Hauchdünn war auch die Luft zwischen Philipp Meiser und Tom Ettlich. Die beiden konnten sich während des Rennens von Timo Link-Fritsche aus der Schweiz absetzen und eine kleine Lücke reißen, die sich am Ende doch auf knapp zwei Minuten weitete. Die beiden Führenden schenkten sich nichts und kämpften um jeden kleinen Vorsprung. Schließlich hatte Meiser vom Team Herzlichst Zypern den Reifen um die entscheidenden paar Zentimeter vorn.
Im Damenrennen erwies sich Marla Krauss vom TSV Neckartenzlingen als die stärkste Bikerin auf der Langdistanz. Mit Melissa Lienig (Centurion Vaude by Saikls) hatte sie allerdings eine sehr kampflustige Konkurrentin, die sich auf den zwei Runden nur um 21 Sekunden distanzieren ließ. Dritte in diesem Rennen wurde Iris Bächle vom Assa Abloy Racing Team.
Deutsche Meisterin der Ärzte und Apotheker holt erneut Titel
Im Rahmen der Gonso-Albstadt-MTB-Classic wurde auch die DM der Ärzte und Apotheker ausgetragen. Auf den rund 46 km mit insgesamt 960 hm konnte Almut Grieb ihren Titel verteidigen. Und das zum bereits achten Mal in Folge. „Das ist schon ziemlich oft. Aber jedes Mal fahre ich hier her und denke: vielleicht gibt es doch mal jemanden , der schneller fährt als ich. Aber auch wenn die Konkurrenz fehlt und die Strecke relativ einfach ist, hat es doch noch immer Spaß gemacht.“ Die zweitplatzierte Esther Stockhofe hatte einen Rückstand von knapp vier Minuten. Dritte wurde die Sportmedizinerin Inga Krauß.
Bei den Herren war es eine knappe Kiste. Im finalen Duell verwies Alexander Leins seinen Konkurrenten Dr. Jens Becker ganz knapp auf Platz zwei. „Ich bin das zweite Mal dabei, letztes Jahr wurde ich Zweiter. Die Strecke war hart und anstrengend, aber super zu fahren, und nur im Wald war es etwas nass. In der zweiten Runde bin ich fast nur allein im Wind gefahren, Ansonsten waren es super Bedingungen – ein großes Lob für diese schöne Veranstaltung“, schwärmte der strahlende Sieger. Marcus Richter rollte als Dritter über die Ziellinie.

Generationrace; Papa ist zu langsam
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Wie der Name schon sagt, ist das Generation Race für Fahrer mit unterschiedlichem Alter gemacht. In Zweier-Teams geht es auf die Strecke. Einzige Voraussetzung, der Altersunterschied zwischen den beiden Fahrern darf nicht geringer als 20 Jahre betragen und die Zieleinfahrt der jeweiligen Biker darf nur maximal drei Minuten zeitlich auseinanderliegen.
Viele Väter und Mütter schnappen sich ihre Söhne und Töchter und machen sich auf zur 23km langen Strecke. Mit dabei sind auch schon die Kleinsten. Während einige Finisher zusammen Hand in Hand die Ziellinie überqueren, denken sich andere, wie langsam doch der Papa wieder ist. Da fährt man dann eben allein durchs Ziel.
Bei den Mixed- bzw. Frauenteams konnten die beiden Powerfrauen Jutta und Anika Schubert das Rennen entscheiden. Bei den Herren holten sich Mathias Reichert und Ralph Hoss vom Schubert Racing Team Platz eins.

www.world-cup-albstadt.de

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Brandls furioser Rhythmus – Mai „total motiviert“

Sechs Titel wurden am Samstag bei den 26. Deutschen Cross-Country-Meisterschaften in Lennestadt-Saalhausen vergeben. Die Meister-Jerseys in der U19-Kategorie gingen an Clarissa Mai aus Hausach und den Lohrer Max Brandl. In den Jugendklassen gingen die Titel an David List und Leonie Daubermann.

Bei den Junioren besetzte das Favoritentrio das Podest. Maximilian Brandl setzte sich klar mit 2:16 Minuten Vorsprung auf seinen Lexware-Teamkollegen Lars Koch aus Furtwangen und 2:22 Minuten vor seinem Wombacher Vereinskameraden Robin Hofmann (Haibike-KMC) durch.

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ALB-GOLD Trophy Trochtelfingen: Rund 1.300 Mountainbiker hatten Spaß bei besten Bedingungen

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Kaufmann macht das Double
So schnell war die Strecke noch nie, waren sich die Fahrer im Ziel einig. Bei der 18. Austragung der ALB-GOLD Trophy am gestrigen Sonntag in Trochtelfingen führten die nahezu idealen Bedingungen zu einigen persönlichen Bestzeiten. Für die Spitzenfahrerinnen und –fahrer bedeutet dies einmal mehr ein gnadenloses Ausscheidungsfahren über die hügelige Alb. „Über die Kuppen wurde heute extrem schnell gefahren – das tut dann auch richtig weh“, gab der Sieger Markus Kaufmann (Team Centurion Vaude) im Ziel zu Protokoll. Gerade einmal 2 Stunden und 39 Minuten brauchte er für die 83 Kilometer lange und mit knapp 1.700 Höhenmetern gespickte Strecke. Kaufmann machte damit, nachdem er bereits Mitte April beim ALB-GOLD Frühjahrsmarathon in Münsingen gewonnen hatte, das Double perfekt. Nach zahlreichen ersten Plätzen auf der früher noch gefahrenen Mitteldistanz, freute sich der amtierende Deutsche Vizemeister besonders über seinen ersten Sieg auf der Langdistanz.

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Weltcup Mount Saint Anne (CAN) und Sau Held Cup auf der Schwäbischen Alb

Der 23-jährige Martin Gluth reiste mit der Nationalmannschaft nach Kanada um zum
ersten Mal in Mount Sainte Anne und in der USA Windham (NY) die Weltcups zu
bestreiten. Mit seinem Black Sin reiste er über München nach Montreal, dort eine 4h
Autofahrt über Quebec nach Mount Saint Anne. Hitze und Schwüle erwartete man.
4 Tage hatte er Zeit sich die Strecke zu verinnerlichen und das wirkte. Den Sprint
ließ er aus um noch genügend Energie beim Cross-Country zur Verfügung zu haben.
Voller Motivation startete Martin Gluth von der 68. Position und flog nur so in der
ersten Runde nach vorne. Auf der 4,2km langen Strecke, die konditionell extrem den
Sportlern einiges abverlangte benötigte man auch maximale Konzentration im
Downhill.

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MTB: Deutsche Meisterschaft in Bad Salzdetfurth

Die ersten sechs von zwölf Meistertitel in Bad Salzdetfurth sind am Samstag bereits vergeben worden. Dabei gelang den Schwestern Leonie und Antonia Daubermann der Coup sich die Titel in der U15 und in der U17 zu holen. In der männlichen U17 feierten die Wombacher Robin Hofmann und Maximilian Brandl einen Doppelsieg. Pepe Rahl (U15), Lutz Baumgärtel (Masters 1) und Uli Brucker (Masters 2-4) heißen die weiteren drei Titelträger. Nach der ersten von fünf Runden tauchten im U17-Rennen drei Wombacher Trikots und zwei vom Kirchzartener Lexware-Rothaus Team an der Spitze auf. Während Alex Bregenzer (Wombach) wegen eines Reifendefekts den Anschluss verlor, bekam Torben Drach (Kirchzarten) Probleme mit dem Sattel. So blieb ein Trio an der Spitze und die beiden Wombacher Robin Hofmann und Maximilian Brandl wussten was zu tun ist.„Ich wusste, wir müssen zusammenarbeiten um Lars abzuschütteln“, erklärte Hofmann. Das gelang dem Duo auch, doch vermutlich auch deshalb weil Lars Koch Rückenprobleme bekam, ein Malheur, das ihn schon die ganze Saison hindurch begleitet.In kurzer Zeit verlor er 20 Sekunden und von hinten kam Jonas Rutsch auf.Während Brandl und Hofmann bis in die letzte Runde hinein zusammen blieben, musste Koch den Hessen passieren lassen und schließlich auch noch seinen baden-württembergischen Landsmann Simon Schneller (Oberlengenhardt).Vorne musste Brandl in der letzten Runde ohne Wasser auskommen. „Es ist im Hals immer staubiger geworden. Robin hat zweimal angegriffen, beim zweiten Mal konnte ich nicht mehr folgen“, schildert Brandl die Entscheidung.„Hol’s Dir, Robin“, hat er mir hinterhergeschrien und ich habe alles gegeben. Beim Überholen eines überrundeten Fahrers bin ich noch gestürzt, aber das hat nichts mehr geändert. Es ist immer wieder schön“, kommentierte Robin Hofmann, der 2011 schon Deutscher Schülermeister war. In 58:24 Minuten gewann er mit 25 Sekunden Vorsprung. Im Kampf um Bronze wurde es nochmal spannend. Simon Schneller schloss in der letzten Runde die Lücke zu Jonas Rutsch (Dorf-Erbach), doch der hatte in Straßenmanier nur gepokert. „Ich habe ihn kommen lassen“, erzählte Rutsch, „um ihn dann mit einem Antritt die Motivation zu nehmen.“„Am letzten Berg ist er dann übel eskaliert“, erzählte Schneller aus seiner Sicht und meinte damit den fulminanten Antritt seines Kontrahenten, der den zur Bronzemedaille führte. Rutsch, der aufgrund seines schlechten Slalomergebnisses nur von 23. Position ins Rennen gehen konnte, hatte im Ziel 1:13 Minuten Rückstand. In Runde 2 und 3 hatte er jeweils Bestzeit produziert.

Masters 2-4: Brucker vernascht sie alle

In den beiden Masters-Kategorien war der Hausacher Uli Brucker klar der stärkste Fahrer. In der Masters 2 bis 4 zwei Minuten hinter den Masters 1 gestartet, rollte der Schwarzwälder das Feld von hinten auf und „vernaschte“ alle Biker aus der jüngeren Kategorie. In 1:22:28 Stunden gewann er nach sieben 3,5 Kilometer-Runden mit 2:44 Minuten Vorsprung auf Erik Hühnlein (Stromberg) und feierte seinen ersten Deutschen Meistertitel.„Endlich hat es gereicht, bisher war ich immer Zweiter“, sagte der strahlende Uli Brucker. „Die Strecke hier ist perfekt für mich. Ich kann die kurzen, steilen Dinger drüber ziehen und mein Tempo gut umsetzen“, sagte Brucker.Die Bronzemedaille in seiner Kategorie ging an Stefan Danowski (Hamburg, +3:24).

Masters 1: Baumgärtels Beine wachen auf

Lutz Baumgärtel (Bautzen) vollendete in der Solestadt den Titelhattrick. Dabei hatte zur Mitte des Rennens „schon gar nicht mehr dran geglaubt“. René Hördemann (Baunatal) war an ihm vorbeigezogen und hatte für zwei Runden die Führung inne gehabt. Hördemann hatte in der ersten Runde einen Sturz und arbeitete sich dann von Rang sieben nach vorne. „Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich habe mit den Top fünf geliebäugelt, nachdem ich lange verletzt war und hier erst mein viertes Rennen bestritten habe“, erklärte Hördemann. Dass es mit dem Titel nichts geworden ist, konnte er deshalb verschmerzen. Lutz Baumgärtels Beine wachten aus ihrem Tiefschlaf aus, als André Kleindienst (Förste) in der vorletzten Runde von hinten näher kam.„Ich hatte am Anfang so schlechte Beine, aber als André von hinten kam, habe ich nochmal Gas geben. Ich bin zu René hin gefahren und habe gleich den Konter gesetzt“, erzählte Baumgärtel. Rasch hatte er einen Vorsprung, den er dann souverän durch die letzte Runde brachte und mit 27 Sekunden Differenz auf Hördemann gewann. André Kleindienst blieb auf Rang drei ungefährdet und holte die Bronzemedaille, 1:07 Minuten zurück.

SCHÜLERINNEN U15  / SCHÜLER U15 / JUGEND U17 WEIBLICH

Runde: 3,2 Kilometer
Titel für Antonia und Leonie Daubermann – Pepe Rahl Schülermeister< Die Schwestern Leonie und Antonia Daubermann (Obergessertshausen) haben sich in Bad Salzdetfurth die Titel in der Schüler und in der Jugendklasse geholt. Antonia Daubermann siegte nach 17,5 Kilometern in 54:11 Minuten mit 1:17 Minuten vor ihrer Teamkollegin Felicitas Geiger (Trieb) und 4:31 Minuten vor Anna Saier (Offenburg).Bei den Schülerinnen war Leonie Daubermann in 48:28 Minuten klar die Schnellste. Sie gewann mit 3:07 Minuten vor Franziska Koch (Haiger) und 3:44 Minuten vor Josefine Kornmann.Bei den Schülern siegte Pepe Rahl (Haiger) in 41:12 Minuten 23 Sekunden vor Tim Meier (Rheinfelden) und 1:03 Minuten vor Lars Jacobs (Freilassing). Antonia Daubermann war ihr eigenes Konzept bereits in der ersten Runde über den Haufen. Die Vizemeisterin des Vorjahres wollte in der ersten Runde die Konkurrenz am Berg „unter Druck setzen“ und dann in der zweiten Runde angreifen. Doch der Druck war schon Angriff genug, so dass Antonia Daubermann am höchsten Punkt schon einen Vorsprung hatte. „Ich dachte, das musst du jetzt durchziehen“, erklärte die junge Dame aus Bayern, die für den TGV Schotten fährt. „Von den Rennen in der Schweiz hatte ich die Rennhärte und konnte es gut durchfahren.“ Aus der ersten von fünf Runden brachten sie schon über eine halbe Minute Vorsprung auf Mitfavoritin Hannah Grobert (Remetschwiel) mit, der es in der Folge nicht mehr so gut ging. Sie wurde von Felicitas Geiger passiert, die sich souverän den zweiten Rang sicherte. Anna Saier, Schülermeisterin des Vorjahres, tat sich in der Anfangsphase etwas schwer, kam dann aber immer besser ins Rollen. Ging in der dritten Runde aber an die dritte Position, nachdem Clarissa May (SC Hausach) durch einen Defekt den Bronzeplatz abgeben musste und Hannah Grobert ihre Schwächephase hatte. Daubermanns Sieg geriet nur einmal kurz in Gefahr, nachdem sie Probleme mit der Schaltung hatte und rund 20 Sekunden verlor. Schülerinnen: Leonie Daubermann attackiert vor der Abfahrt Im Ziel wurde sie von ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Leonie erwartet, die gerade den Titel in der Schülerklasse U15 eingefahren hatte. Ebenso souverän gestaltete sie ihr Rennen. „Am ersten Berg war ich an zweiter Position. Vor der Abfahrt habe ich dann attackiert und hatte dann gleichen einen Vorsprung“, berichtete Leonie Daubermann, die im Vorjahr bei den Schülerinnen Vizemeisterin war. „Das war mein großes Ziel dieses Jahr, aber ich hatte keinen großen Druck, weil ich ja schon in der Sichtung Rennen gewonnen habe. Ich wollte Spaß haben und das Rennen genießen“, erklärte Leonie Daubermann schon ganz routiniert. Franziska Koch war mit ihren zweiten Rang „sehr zufrieden“. Ohne chance nach vorne, aber auch souverän nach hinten, brachte sie die Silbermedaille nach Hause. Auch Josefine Kornmanns Bronzemedaille geriet aber der zweiten Runde nicht mehr in Gefahr. Schüler: Ein überwältigter Sieger Bei den Schülern siegte Pepe Rahl nach einem Alleingang, der in der zweiten Runde begann. Der kleine Pfälzer, der in Hessen betreut wird, setze sich am Berg ab und verteidigte den Vorsprung von plus minus 20 Sekunden gegenüber Tim Meier souverän.Im Ziel schien Rahl überwältigt von seinem Erfolg, einen Kommentar brachte er kaum über die Lippen. Da sprudelte es aus Tim Meier schon ein wenig mehr heraus. „Wir hatten Pepe schon auf der Rechnung. Er fährt technisch gut und als er am Berg Gas gegeben hat, versuchte ich dranzubleiben, habe es aber nicht geschafft. Ich bin aber mit Silber richtig zufrieden, das geilste Rennen, das ich bisher gefahren bin“, kommentierte der Rheinfeldener.Er wehrte sich erfolgreich gegen aufkommenden Lars Jakobs, der Mitfavorit Tim Wollenberg (E-Racers Top Level) in der letzten Runde noch die Bronzemedaille entriss.