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Rafal Majka muss alle Hoffnungen in der Gesamtwertung nach zweiter Alpenetappe begraben, Sagan baut Punkteführung weiter aus. 


Wie gestern konnte der BORA – hansgrohe Leader für die Gesamtwertung heute nicht die gewohnten Kletterqualitäten zeigen. Auch heute musste Majka früh abreißen lassen und verlor am Ende mehr als 11 Minuten. Nach seinen beiden Stützen auf der Etappe nach Roubaix, ist der polnische Kletterspezialist weiter weit von seinem Topniveau entfernt. Peter Sagan hingegen überzeugt auch heute und baut seine Führung in der Punktewertung weiter aus.
Die Etappe
Eine ausgesprochen kurze Bergetappe, mit nur 108, 5 Kilometer, führte die Fahrer heute von Albertville nach La Rousière. Dennoch war diese zweite Alpenetappe enorm schwer mit mehr als 4000 Höhenmetern. Mit dem Col de Bisanne und Col de Pré standen gleich zu Beginn zwei Berge der höchsten Kategorie auf dem Programm, gefolgt von Cormet de Roselend (2. Kategorie). Bevor von Bourge-Saint Maurice Les Arcs die letzten 20 km bergan ins Ziel führten. Es gab für die Fahrer also heute keinerlei Gelegenheit einmal durchzuschnaufen und für die Sprinter im Feld wurde ein Rennen um die Karenzzeit erwartet.
Teamtaktik
Nachdem Rafal Majka, der BORA – hansgrohe Leader, gestern einen schlechten Tag an der ersten Bergetappe der Tour erwischt hatte, war die Taktik auch heute konservativ ausgelegt. Rafal sollte neues Selbstvertrauen finden, sich in der Gruppe der Favoriten an ein Hinterrad klemmen, und möglichst bis zum Etappenziel an den Favoriten dranbleiben. Es wurden zwar frühe Attacken von Movistar oder anderen Teams erwartet, Majka sollte sich aber auf Team Sky konzentrieren und kein unnötiges Risiko eingehen. Zudem war der Schlussanstieg heute auch relativ flach, weshalb einen späte Attacke wenig Sinn machte. Um ihren Leader gegebenenfalls im Finale noch unterstützen zu können, sollten sowohl Pawel Poljanski, also auch Gregor Mühlberger versuchen in eine frühe Gruppe zu gehen.
Das Rennen
Wie gestern war auch heute Peter Sagan einer der ersten Angreifer. Der UCI Weltmeister konnte sich schon nach wenigen Kilometern in einer 6er Gruppe vom Feld absetzen, und holte wenig später beim Zwischensprint des Tages abermals die vollen 20 Punkte für die Punktewertung. Dahinter bildete sich eine Verfolgergruppe in der von BORA – hansgrohe Pawel Poljanski und Marcus Burghardt vertreten waren. Am Anstieg zum Cole de Bisanne liefen die Gruppen zuerst zusammen, wenig später verloren aber einige Fahrer den Anschluss. Sagan und Burghardt fuhren ihr Tempo, während Poljanski weiter an der Spitze des Rennens lag. Am Gipfel der Steigung, nach 26 Kilometern, hatte das Feld einen Rückstand von rund sechs Minuten. Am zweiten Anstieg des Tages musste nun auch Poljanski vorne abreißen lassen, Sagan und Burghardt wurden von der Gruppe der Favoriten überholt, in der Rafal Majka immer noch Gregor Mühlberger an seiner Seite hatte. Doch Majka fand leider auch heute nicht seinen gewohnten Tritt. Etwa 3 km vor der Bergwertung attackierte A. Valverde, während Majka am Ende der Gruppe in Schwierigkeiten war und abreißen lassen musste. Gregor Mühlberger blieb an der Seite seines Kapitäns und beide konnten noch vor der Bergwertung wieder zu den restlichen Favoriten aufschließen, doch schon am nächsten Anstieg war es für Majka endgültig gelaufen. Auf den restlichen 30 km verlor der BORA – hansgrohe Leader in der Folge heute mehr 11 Minuten. Damit ist die Gesamtwertung wohl auch in diesem Jahr schon frühzeitig für den polnischen Kletterer gelaufen. T. Doumulin schloss am Fuße des letzten Anstiegs zu Valverde auf, damit geriet Sky gehörig unter Druck. Doch die Parade folgte auf den letzten fünf Kilometern. G. Thomas holte letztlich den Etappensieg, nachdem auch noch der letzte der frühen Ausreißer auf den letzten 500 m eingeholt wurde.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute die zweite harte Bergetappe und wir wollten wieder alles für Rafal geben. Ich habe wieder früh attackiert und den Zwischensprint gewonnen. Mein Vorsprung ist vielversprechend, aber es gibt noch sehr viele Punkte zu gewinnen und wir müssen weiterhin jeden Tag kämpfen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Leider haben meine beiden Stürze auf der Etappe nach Roubaix doch mehr Auswirkungen, als wir erhofft hatten. Ich erhole mich einfach nicht und bin weit weg von dem Niveau, das ich letzte Woche hatte. Mir fehlt die Kraft in den Beinen, und das ist sehr traurig, da das gesamte Team unheimlich viel Energie in die Vorbereitung auf die Tour investiert hat. Aber daran können wir jetzt nichts ändern. Ich muss mich die nächsten Tage erst einmal erholen, und werden wir versuchen das Beste aus dieser Tour zu machen.“ – Rafal Majka
„Es war die erwartet schwere Etappe und einige Favoriten sind heute gestrauchelt. Leider ging es auch bei Rafal heute nicht besser als gestern. Es tut mir sehr leid für ihn, weil er einfach im Moment nicht zeigen kann, welch ein guter Kletterer er eigentlich ist. Das ist ein großer Rückschlag für uns, aber es gehört zum Sport. Wir müssen uns nun neue Ziele setzen, es gibt noch viele Möglichkeiten bei dieser Tour. Und mit Peter sind wir in einer super Position im Kampf um Grün.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe
11. Etappe:
1. Geraint Thomas (Sky)
2. Tom Dumoulin (Sunweb) +0:20
3. Chris Froome (Sky) s.t.
4. Damiano Caruso (BMC) +0:22
5. Mikel Nieve (Mitchelton-Scott) s.t.
6. Daniel Martin (UAE Team Emirates) +0:27
7. Jesus Herrada (Cofidis) +0:57
8. Romain Bardet (AG2R) +0:59
9. Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) s.t.
10. Nairo Quintana (Movistar)
Gesamtstand:
1. Geraint Thomas (Sky)
2. Chris Froome (Sky) +1:25
3. Tom Dumoulin (Sunweb) +1:44
4. Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) +2:14
5. Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo) +2:23
6. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +2:40
7. Mikel Landa (Movistar) +2:56
8. Romain Bardet (AG2R) +2:58
9. Nairo Quintana (Movistar) +3:16
10.Daniel Martin (UAE Team Emirates) s.t.
Punktewertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Bergwertung:
1. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors)
Nachwuchswertung:
1. Pierre Latour (AG2R)
Teamwertung:
1. Movistar

Fünfter Rang für Sagan in Roubaix, Majka klettert auf Rang sechs der Gesamtwertung der Tour de France.


In der erwartet hektischen Etappe nach Roubaix müssen einige der Mitfavoriten ihre Hoffnungen begraben. BORA – hansgrohe kämpft sich trotz Rückschlägen bis Roubaix gut durch. Am Ende holt Peter Sagan Rang fünf in der Tageswertung, Rafal Majka erreicht ebenfalls in der Gruppe der Favoriten das Ziel und klettert auf den sechsten Gesamtrang, bevor die Tour de France in den ersten Ruhetag geht.
Die Etappe
Insgesamt 21,7 km auf Kopfsteinpflaster warteten heute auf das Fahrerfeld der Tour zwischen Arras und Roubaix. Eine besondere Etappe, die 15 Sektoren, teilweise etwas verkürzt, von Paris – Roubaix beinhaltete. Bergwertung wurde heute keine ausgefahren, alle Aufmerksamkeit galt dem Kopfsteinpflaster. Nach 47,5 km begann der erste Sektor, nach 59 km wartete die Sprintwertung des Tages. Der Sieger nach insgesamt 156,5 Kilometern in Roubaix wurde allerdings nicht, wie im April üblich auf dem Velodrom, sondern auf der Straße davor ermittelt.
Teamtaktik
Mit fünf ausgewiesen Klassikerspezialisten hatte BORA – hansgrohe heute ein sehr stark besetztes Team im Rennen. Ziel war es daher auch aus diesem Umstand Kapital zu schlagen, und das Rennen entsprechend aktiv zu gestalten. Schon ab dem ersten Sektor wollte man geschlossen vorne sein, und das Tempo über das Pflaster hochhalten. Denn es wurde ein Ausscheidungsfahren erwartet, dem man den eigenen Stempel aufzudrücken versuchte. Allerdings musste man dabei auch den richtigen Spagat zwischen dem Kampf um den Etappensieg und Rafal Majkas Ambitionen in der Gesamtwertung finden. Das Team sollte sich vorrangig um Majka kümmern, ihn in Position halten und so weit vorne als möglich nach Roubaix bringen. Während der UCI Weltmeister und amtierende Paris-Roubaix Sieger Peter Sagan auf eigene Faust um den Etappensieg kämpfen sollte.
Das Rennen
Wie erwartet begann die Etappe heute mit einem Feuerwerk. Attacke folgte auf Attacke und eine 5-Mann-Gruppe löste sich schon nach wenigen Kilometern. In dieser hektischen Anfangsphase ereignete sich auch ein erster Massensturz. Von BORA – hansgrohe war M. Bodnar betroffen, konnte aber ohne Probleme das Rennen fortsetzen, im Gegensatz zu R. Porte, der die Tour heute verletzt verlassen musste. Vier weitere Fahrer schlossen zur Spitze auf, die am Beginn des ersten Sektors einen Vorsprung von 3:30 auf das Feld hatte. Dort führte BORA – hansgrohe wie geplant das Feld in die erste Kopfsteinpflasterpassage. Die Sektoren 15, 14 und 13 liefen gut, doch etwa 65 km vor dem Ziel ereignete sich ein weiterer Massensturz weit vorne im Feld, diesmal waren Rafal Majka und Daniel Oss verwickelt. Damit musste BORA – hansgrohe nun hinter dem Feld die Verfolgung organisieren. Schnell formierte sich das Team um seinen Leader, und nur wenige Kilometer später war Majka zurück im Feld der Favoriten. Zu diesem Zeitpunkt war der Vorsprung der Spitzengruppe bereits auf 1:30 zusammengeschmolzen. Majka ging wenig später noch einmal in einer Rechtskurve zu Boden, konnte aber mit der Hilfe von Marcus Burghardt schnell wieder aufschließen. Danach entwickelte sich das erwartete Ausscheidungsrennen. Sagan und Majka hielten sich in der Gruppe der Favoriten, als die letzten der Fahrer der ehemaligen Spitzengruppe eingeholt wurden. Rund 20 km vor dem Ziel setzten sich Lampaert, Van Avermaet und Degenkolb entscheidend vom Rest ab. In der Gruppe dahinter herrschte Uneinigkeit und 10 Kilometer später attackierte auch Peter Sagan in einer Vierergruppe. Am Ende holt Sagan den 5. Rang beim Sieg von J. Degenkolb. Rafal Majka beendet die 9. Etappe in der Gruppe der Favoriten und verbessert sich auf den 6. Gesamtrang vor dem ersten Ruhetag der Tour.
Reaktionen im Ziel
„Die Etappe heute war Paris-Roubaix im April sehr ähnlich. Gleichzeitig war es ganz anders mit den ganzen Klassementsfahrern im Feld. Auch wir haben heute für Rafal gearbeitet, das hat auch sehr gut geklappt. Wir waren immer vorne, trotzdem ging Rafal zweimal zu Boden. Aber das Team hat ihn beide Male, mit großartigem Einsatz, zurückbringen können. Am Ende des Tages können wir heute zufrieden sein.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Das war heute ein harter und stressiger Tag. Ich bin happy, denn ich hatte ein unglaublich starkes Team um mich. Nach beiden Stürzen haben mich die Jungs wieder nach vorne gefahren, dank ihnen konnte ich am Ende mit der Gruppe der Favoriten das Ziel erreichen. Zum Glück habe ich mich nicht ernsthaft verletzt, alles sieht also jetzt sehr gut aus vor den ersten Bergetappen der Tour.“ – Rafal Majka
„Das war heute das erwartete Chaos. Unsere Jungs haben einen tollen Job gemacht. Wir haben früh im Feld gearbeitet, um vor dem ersten Sektor vorne zu sein. Das hat alles perfekt geklappt. Aber wir konnten leider nicht alle Stürze vermeiden. Daniel wurde zu lange aufgehalten, als Rafal das erste Mal zu Boden ging, zum Glück hatten wir Marcus und Bodi, um Rafal zurückzubringen. Als er ein zweites Mal stürzte, war Marcus wieder zur Stelle. Wir haben Rafal im Rennen um die Gesamtwertung halten können, mussten dort aber alle unsere Kräfte investieren. Leider konnten wir dadurch Peter im Finale nicht mehr helfen, aber ich bin doch dennoch happy mit der ersten Tourwoche. Das Team hat jeden Tag einen tollen Job gemacht, wir haben zwei Etappen gewonnen, Peter ist in Grün, und Rafal liegt auf Rang sechs der Gesamtwertung. Ich bin stolz was BORA – hansgrohe bis hierher erreicht hat.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages

Zweiter Rang für Sagan in Amiens, bevor die Tour de France über Kopfsteinpflaster nach Roubaix führt. 



Auch die letzte Sprintetappe der ersten Tour de France Woche verlief heute bis ins Finale relativ unspektakulär. Eine frühe Fluchtgruppe wurde spät gestellt, allerdings ereignete sich heute auch wieder ein Massensturz auf den letzten 20 Kilometern. Von BORA – hansgrohe war Pawel Poljanski verwickelt, alle anderen konnten sich an der Spitze des Feldes positionieren. Auf den letzten 500 m trat Peter Sagan früh an, sah lange wie der Sieger aus, konnte aber sein Tempo nicht bis ans Ende halten. Der Weltmeister vermied so allerdings das Gerangel an seinem Hinterrad, das später zur Rückversetzung von Greipel und Gaviria führte.
Die Etappe
Die letzte einer ganzen Reihe von Sprintetappen stand heute auf dem Programm der Tour de France. Zwischen Dreux und Amiens waren 181 flache Kilometer zurückzulegen, und damit bot sich eine letzte Chance für die reinen Sprinter im Feld. Zwei Bergwertungen der 4. Kategorie stellten keine ernsthaften Hindernisse dar, bevor bei Rennkilometer 86,5 der Zwischensprint des Tages entschieden wurde. Ohne große Hindernisse führte die Strecke dann weiter ins Tagesziel von Amiens.
Teamtaktik
Nachdem morgen eine entscheidende Etappe nach Roubaix auf die Fahrer wartete, wollte BORA – hansgrohe heute am französischen Nationalfeiertag so viel Kraft als möglich sparen. Traditionell animieren am 14. Juli die französischen Teams das Rennen, das deutsche WorldTeam wollte das Finale abwarten, zumal heute über weite Strecken auch noch Gegenwind auf das Peloton wartete. Am Etappenende sollte einmal mehr der Mann im Grünen Trikot, Peter Sagan, in seiner Jagd nach Punkten unterstützt werden.
Das Rennen
Es dauerte eine Weile, bis sich heute eine erste Gruppe vom Feld lösen konnte. Nach 23 Kilometern rissen drei Fahrer erfolgreich aus und konnten in der Folge ihren Vorsprung schnell auf sechs Minuten ausbauen. Wie erwartet waren zwei Franzosen an der Spitze, während L. Ten Dam sich nach einigen Kilometern entschloss wieder auf das Feld zu warten. Dort kontrollierten Quick-Step und Lotto-Jumbo das Tempo. Nach den beiden Bergwertungen des Tages lag der Abstand zwischen dem Spitzenduo und dem Feld bei rund vier Minuten. Aus diesem, sicherte sich Peter Sagan heute Rang vier hinter A. Demare beim Zwischensprint. Bis auf die letzten 20 km ereignete sich auch heute nicht viel. Der Vorsprung der Ausreißer verringerte sich stetig, doch 16 km vor dem Ziel gab es heute einen Massensturz. Einige der Klassementsfahrer waren betroffen, von BORA – hansgrohe war Pawel Poljanski verwickelt, konnte das Rennen aber ohne Probleme fortsetzen. Etwa acht Kilometer vor dem Ende wurde das Spitzenduo gestellt, als die Sprintzüge schon voll organisiert im Positionskampf für ihre Kapitäne waren. Sagan kam in sehr guter Position auf die Zielgerade, zögerte nicht und trat früh zum Sprint an. Lange Zeit sah der UCI Weltmeister als der sichere Etappensieger aus, doch auf den letzten 30 Metern ging Sagan die Kraft aus. Er überquerte die Ziellinie als Vierter, wurde aber später als Etappenzweiter gewertet, da Greipel und Gaviria nach einem harten Kampf an Sagans Hinterrad disqualifiziert wurden.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute wieder eine sehr flache Etappe und ein schnelles Finale. Das Team hat mich und Rafa sehr gut aus allen Problemen rausgehalten. Auf der Zielgeraden war ich perfekt in Position, habe aber etwas zu früh angetreten. Darum konnte ich auf den letzten Metern nicht mehr ganz dagegenhalten. Morgen haben wir aber wieder eine Chance, und wir werden versuchen keine Fehler zu machen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Das Team hat abermals alles richtig gemacht. Als der Massensturz passierte waren wir vorne, nur Pawel war betroffen, konnte aber sofort weiterfahren. Da macht sich unsere harte Arbeit bezahlt, im Finale investieren wir jeden Tag sehr viel Kraft, um unsere Kapitäne vorne im Feld zu halten. Peter war dann richtig stark im Sprint, allerdings hat er etwas zu früh angetreten und die anderen konnten auf den letzten 50 m noch vorbeiziehen. Wenn die Etappen so einfach sind wie heute, spielt das den reinen Sprintern in die Karten, da alle frisch ins Finale kommen. Aber wir sind auch heute zufrieden. Im Kampf um Grün sieht es gut aus, und morgen nach Roubaix wird sich ohnehin vieles ändern.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages
8. Etappe:
1. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo)
2. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
3. John Degenkolb (Trek-Segafredo)
4. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
5. Arnaud Demare (Groupama-FDJ)
Gesamtstand:
1. Greg Van Avermaet (BMC)
2. Geraint Thomas (Sky) +0:07
3. Tejay van Garderen (BMC) +0:09
Punktewertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Bergwertung:
1. Toms Skujins (Trek-Segafredo)
Nachwuchswertung:
1. Sören Kragh Andersen (Sunweb)
Teamwertung:
1. Quick-Step Floors

Mit Rang drei in Chartre holt Peter Sagan erneut wichtige Punkte im Kampf um das Grüne Trikot der Tour de France.


Die längste Etappe der diesjährigen Tour sah heute unterschiedliche Ausreißer, am Ende entschied aber der erwartete Massensprint das Rennen. Nach 231 Kilometern setzte sich D. Groenewegen in Chartre durch. Peter Sagan erreichte hinter F. Gaviria Rang drei. Damit sicherte sich der UCI Weltmeister erneut wichtige Punkte im Kampf um Grün.
Die Etappe
Nach der ersten schwierigen Ankunft gestern war die heutige 7. Etappe der Tour de France wieder eine Angelegenheit für die Sprinter im Feld. Von Fougères führte die Strecke durchgehend nach Osten. Nur eine Bergwertung der 4. Kategorie stand auf dem Programm, die Sprintwertung des Tages erreichten die Fahrer nach 168 Kilometern. Große Teile der Etappe waren stark exponiert, allerdings war nur wenig Wind prognostiziert, weshalb nach 231 Kilometern im Ziel in Chartres auch ein Massensprint erwartet wurde.
Teamtaktik
Mit einem unglaublich starken Aufgebot an Rollern, hätte sich BORA – hansgrohe für die heutige Etappe einiges in etwaigen Windkantesituationen vorgenommen. Da aber kaum Wind herrschte waren die taktischen Möglichkeiten des Teams stark limitiert. Trotzdem galt es immer konzentriert zu bleiben, und vor allem Rafal Majka gut in Position zu halten. Lukas Pöstlberger und Marcus Burghardt sollten heute diese Aufgabe übernehmen, bevor im Finale das Team mit allen Kräften Peter Sagan im Kampf um den Etappensieg unterstützen sollte. Daniel Oss war dabei einmal mehr der letzte Helfer von Sagan.
Das Rennen
Zuerst wagte sich heute ein einzelner Fahrer auf die Flucht vor dem Feld. Doch mit der Aussicht auf 231 km solo verzichtete Degand freiwillig auf seine minimale Chance auf Erfolg und ließ sich nach etwa zehn Kilometern wieder vom Feld einholen. Danach wurde das Rennen kurzfristig sehr schnell. Eine starke Gruppe von zehn Fahrern, darunter der österreichische Staatsmeister von BORA – hansgrohe, Lukas Pöstlberger, setzte sich ab. Aber die Gruppe war zu stark besetzt, und allen voran Lotto-Jumbo reagierte sofort, um die Gruppe zurückzuholen. Einige Kilometer später versucht erneut ein Fahrer alleine sich vom Feld zu lösen, dieses Mal erfolgreich. Y. Offredo gelang es auf den folgenden Kilometern bis zu acht Minuten herauszufahren. Im Feld hingegen herrschte weiter Ruhe, und auch BORA – hansgrohe ließ es locker angehen. Nur langsam verringerte sich der Abstand zwischen Spitze und Feld, bis etwa 100 km vor dem Ende Movistar und AG2R versuchten das Feld auf die Kante zu nehmen. Das Überraschungsmoment war auf ihrer Seite, und das Feld teilte sich kurzfristig in drei Gruppen. Dieser enormen Tempoverschärfung fiel Y. Offredo zum Opfer. Rund 15 km später war das Feld wieder komplett geschlossen und nahm das Tempo raus. Erneut nutzte diese Situation ein Fahrer um sich abzusetzen. Bis zu 2:30 Vorsprung konnte Pichon herausfahren, doch auch sein Versuch war letztlich erfolglos. Die letzten 40 Kilometer organisierten sich die Sprintzüge, um das Finale der schnellsten Männer vorzubereiten. Auf dem leicht fallenden Abschnitt Richtung Chartres machten für BORA – hansgrohe Pöstlberger und Bodnar das Tempo an der Spitze, bevor Daniel Oss für Peter Sagan den Weg freimachte. Der UCI Weltmeister blieb wie bei den letzten Sprints am Hinterrad von F. Gaviria, doch heute war D. Groenewegen der schnellste Mann. Der Niederländer war auf den letzten 150 m nicht mehr von der Spitze zu verdrängen, dahinter landeten Gaviria und Sagan auf den Plätzen zwei und drei.
Reaktionen im Ziel
„Wie erwartet war das heute ein sehr schnelles Finale. Die Jungs haben wieder einen tollen Job gemacht und mich auf den letzten Kilometern perfekt positioniert. Mit Rang drei bin ich zufrieden. Meine Form ist sehr gut und es ist eine lange Tour de France, die noch einige Chancen für uns bietet.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Ich denke, Peter hat heute im Finale etwas dafür bezahlt, dass wir auch gestern versucht haben, um den Sieg zu kämpfen. Groenewegen hat einen frischeren Eindruck gemacht, und am Ende verdient gewonnen. Unser Team hat wieder hervorragend gearbeitet. Lukas und Bodi haben Peter perfekt positioniert, Marcus hat Rafal nach vorne gebracht. Wir haben erneut wichtige Punkte für die Sprintwertung geholt, daher sind wir mit der 7. Etappe zufrieden. Morgen wird es noch einmal eine Chance für die Sprinter geben, dann ändert sich das Rennen.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages

7. Etappe:
1. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo)
2. Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) s.t.
3. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
4. Arnaud Démare (Groupama-FDJ)
5. Christophe Laporte (Cofidis)
6. John Degenkolb (Trek-Segafredo)
7. Daryl Impey (Mitchelton-Scott)
8. André Greipel (Lotto Soudal)
9. Andrea Pasqualon (Wanty-Groupe Gobert)
10. Mark Cavendish (Dimension Data)

Gesamtstand:
1. Greg Van Avermaet (BMC)
2. Geraint Thomas (Sky) +0:06
3. Tejay van Garderen (BMC) +0:08
4. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) +0:09
5. Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) +0:15
6. Bob Jungels (Quick-Step Floors) +0:21
7. Rigoberto Uran (EF – Drapac) +0:48
8. Alejandro Valverde (Movistar) +0:54
9. Rafal Majka (Bora-hansgrohe) +0:55
10.Jakob Fuglsang (Astana) +0:56
Punktewertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Bergwertung:
1. Toms Skujins (Trek-Segafredo)
Nachwuchswertung:
1. Sören Kragh Andersen (Sunweb)
Teamwertung:
1. Quick-Step Floors

Starker Rafal Majka holt Rang fünf an der Mur-de-Bretagne, Peter Sagan baut Führung in der Punktewertung weiter aus


Nach einem harten Schlagabtausch auf den letzten drei Kilometern setzt D. Martin die entscheidende Attacke im Kampf um den Tagessieg. BORA – hansgrohe war auch heute immer bei den kritischen Situationen an der Spitze des Feldes. Am Ende erreicht Rafal Majka einen starken fünften Rang, Peter Sagan wird Achter und baut damit die Führung im Kampf um Grün aus.
Die Etappe
Auf der 6. Etappe der Tour de France wartete heute die Mur-de-Bretagne im Finale auf die Rennfahrer. Nach dem Start in Brest führten die ersten Kilometer flach Richtung Osten, bevor eine Bergwertung der 3. und eine der 4. Kategorie auf das Peloton wartete. Bei 135 km stand der Zwischensprint des Tages auf dem Programm. Danach musste die Mur-de-Bretagne gleich zweimal bewältigt werden, um nach 181 Kilometer das Ziel zu erreichen.
Teamtaktik
Bereits einige Male war die Mur-de-Bretagne Etappenziel der Tour de France, mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen. Peter Sagan war einmal Vierter, aber auch die Klassementsfahrer haben an diesem Anstieg eine Chance auf den Sieg. BORA – hansgrohe ließ sich daher heute zwei Optionen fürs Finale offen. Rafal Majka sollte am Beginn des Schlussanstiegs, dem steilsten Abschnitt, bei Attacken mitgehen, oder selbst seine Chance suchen. Während Peter Sagan so gut als möglich vorne dranbleiben wollte, um auf dem flacheren letzten 300m noch eine Chance im Sprint zu haben. Marcus Burghardt und Daniel Oss waren abgestellt, um Rafal und Peter während des Tages in Position zu halten. Der Rest des Teams sollte je nach Rennsituation flexibel eingesetzt werden.
Das Rennen
Auch heute löste sich schnell eine Gruppe vom Feld. Fünf Fahrer hatten schon nach wenigen Kilometern mehr als vier Minuten Vorsprung. Im ersten, flachen Teil der Strecke, konnte die Spitzengruppe diesen auch bis über sieben Minuten ausbauen. Doch Quick-Step machte das Rennen früh schnell. Nach den beiden ersten Bergwertungen und einer Seitenwindpassage war das Feld geteilt, Lotto-Jumbo versuchte P. Roglic wieder nach vorne zu bringen, wo Sky und Quick-Step weiter auf das Tempo drückten. Aufgrund dieser Verfolgung, schrumpfte der Vorsprung der Ausreißer nun schnell auf unter drei Minuten. Gregor Mühlberger war der einzige BORA – hansgrohe Fahrer, der im zweiten Teil des Feldes war, alle anderen rund um Sagan und Majka hatten den Sprung nach vorne geschafft. Etwa 75 km vor dem Ziel war das Feld wieder geschlossen und die erste Tempohatz beendet, der Abstand zu den Spitzenreitern allerdings schon auf zwei Minuten geschmolzen. Nach der Sprintwertung des Tages, bei der Peter Sagan Rang drei aus dem Feld erreichte, setzte sich ein Fahrer aus der Spitze solo ab. Doch schon bei der ersten Passage der Mur-de-Bretagne waren alle Ausreißer eingeholt, und das Finale war eröffnet. Michelton-Scott startete als erstes Team einen Angriff, J. Bauer setzte sich ein paar Sekunden ab, Lotto-Jumbo und Movistar nahmen wenig später die Verfolgung auf. 8 km vor dem Ende übernahm BORA – hansgrohe das Kommando und Pöstlberger, Mühlberger, Burghardt erhöhten das Tempo im Feld. Wenig später war Bauer gestellt und das Feld wieder geschlossen am Fuße des Schlussanstiegs. D. Martin trat 1500 m vor dem Ziel unwiderstehlich an, und holte den Tagessieg. Rafal Majka und Peter Sagan erreichten die Ränge fünf und acht. Durch einige Zeitabstände verbesserte sich Majka weiter in der Gesamtwertung und liegt nun schon an neunter Stelle.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute eine sehr schnelle Etappe und das Finale war richtig hart. Unser Team war heute wieder richtig stark, wie jeden Tag bisher. Am Fuße des Schlussanstiegs waren Peter und Ich in perfekter Position. Als Martin attackiert hat, konnte niemand folgen. Ich war am Rad von Thomas und Porte, aber sie konnten die Lücke nicht schließen. Auf dem letzten Kilometer habe ich überlegt zu attackieren, aber es war Gegenwind, und daher besser bei den anderen zu bleiben. Am Ende war es ein gutes Resultat für uns, einige Fahrer haben wichtige Sekunden verloren, wir waren vorne dabei und ich bin sehr zufrieden mit Rang fünf.“ – Rafal Majka
„Wir können heute sehr zufrieden sein, wie die Etappe für uns gelaufen ist. Das Team war wieder sehr stark und immer vorne, wenn es notwendig war. Am Ende haben wir das Rennen mitbestimmt und Rafal und Peter perfekt in den letzten Berg gebracht. Dann haben die Beine entschieden. Es war klar, dass das Finale für Peter heute schwierig werden würde, er war aber wieder knapp dran. Ich freue mich für Rafal, er hat heute gezeigt, dass er in sehr guter Form ist. Einige Fahrer haben im Kampf um die Gesamtwertung schon ein paar Sekunden verloren, Rafal war vorne bei den Besten dabei.“ – Enrico Poitschke, sporlticher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages
6. Etappe:
1. Daniel Martin (UAE Team Emirates)
2. Pierre Latour (AG2R) +0:01
3. Alejandro Valverde (Movistar) +0:03
4. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) s.t.
5. Rafal Majka (Bora-hansgrohe)
6. Adam Yates (Mitchelton-Scott)
7. Bauke Mollema (Trek-Segafredo)
8. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
9. Geraint Thomas (Sky)
10. Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo)
Gesamtstand nach 6. Etappe:
1. Greg Van Avermaet (BMC)
2. Geraint Thomas (Sky) +0:03
3. Tejay van Garderen (BMC) +0:05
4. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) +0:06
5. Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) +0:12
6. Bob Jungels (Quick-Step Floors) +0:18
7. Rigoberto Uran (EF – Drapac) +0:45
8. Alejandro Valverde (Movistar) +0:51
9. Rafal Majka (Bora-hansgrohe) +0:52
10.Jakob Fuglsang (Astana) +0:53
Punktewertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Bergwertung:
1. Tom Skujins (Trek-Segafredo)
Nachwuchswertung:
1. Sören Kragh Andersen (Sunweb)
Teamwertung:
1. Quick-Step Floors

Peter Sagan stürmt zum Etappensieg in La Roche-Sur-Yon und erobert auch das erste Gelbe Trikot für BORA – hansgrohe an der Tour de France.


Peter Sagan stürmt zum Etappensieg in La Roche-Sur-Yon und erobert auch das erste Gelbe Trikot für BORA – hansgrohe an der Tour de France.
In einem packenden Finale kamen nach einem Sturz letztlich nur mehr etwa 15 Fahrer gemeinsam auf die letzten ansteigenden 800m. Peter Sagan eröffnete den Sprint früh und konnte sich in einem Fotofinish knapp vor S. Colbrelli durchsetzen. Damit holte der UCI Weltmeister nicht nur den Etappensieg, sondern auch das erste Gelbe Trikot in der noch jungen Teamgeschichte von BORA – hansgrohe.
Die Etappe
Der Beginn der zweiten Etappe von Mouilleron-Saint-Germain nach La Roche-Sur-Yon war heute etwas welliger als gestern an der Atlantikküste. Eine Bergwertung der 4. Kategorie stand nach 28 Kilometern auf dem Programm. Durchwegs im Landesinneren waren die insgesamt 182,5 Kilometer heute weniger windanfällig, allerdings wieder von vielen Ortsdurchfahrten geprägt. Bei Rennkilometer 132 gab es den Zwischensprint des Tages, gefolgt vom Bonussprint bei Kilometer 168,5, bevor das Finale eingeläutet wurde.
Teamtaktik
Der gestrige Auftakt hat gezeigt, wie wichtig es in der ersten Tour-Woche ist, sich immer vorne im Feld aufzuhalten, um Stürze so gut als möglich zu vermeiden. Daher war auch heute das oberste Ziel von BORA – hansgrohe beide Leader ohne Zwischenfälle ins Ziel zu bekommen. Vor allem Maciej Bodnar und Marcus Burghardt, die beiden Routiniers im Team, hatten die Aufgabe ihre Teamkollegen in Position und aus dem Wind zu halten. Die Strecke war heute zwar weniger exponiert als gestern, allerdings wieder gespickt mit Ortsdurchfahrten und unzähligen Kreisverkehren. Dann diesen Punkten zieht sich das Fahrerfeld immer besonders in die Länge. Die Zielgerade in La Roche-Sur-Yon war heute ebenfalls ansteigend, sogar etwas mehr als gestern, was dem UCI Weltmeister Peter Sagan entgegenkommen sollte. Ihm standen im Finale wieder Lukas Pöstlberger und Daniel Oss zur Verfügung, um den erwarteten Sprint vorzubereiten.
Das Rennen
Auch heute war der scharfe Start unmittelbar von Attacken begleitet. Schnell setzten sich 3 Fahrer vom Feld ab, um an der Bergwertung der 4. Kategorie um den einen Punkt zu kämpfen. Der Abstand zum Feld war zu diesem Zeitpunkt etwa zwei Minuten, doch danach ließen sich zwei der Ausreißer wieder ins Feld zurückfallen. Nur ein Spitzenreiter versuchte weiter sein Heil in der Flucht und baute seinen Vorsprung auf bis zu 4:30 aus. Das Feld, angeführt von Quick-Step, kontrollierte das Rennen aber mühelos, und auf den letzten 100 km schrumpfte der Abstand zwischen Spitze und Feld kontinuierlich. Kurz vor der Sprintwertung des Tages zeigte sich BORA – hansgrohe das erste Mal an der Spitze des Feldes. Nach einem perfekten Lead-out konnte sich Peter Sagan in der Folge auch im Sprint des Feldes durchsetzen und holte wichtige Punkte im Kampf um das Grüne Trikot. Von da an hielt sich das deutsche WorldTeam immer an der Spitze des Feldes. Der letzte Ausreißer wurde 12 Kilometer vor dem Ende gestellt, und das Finale war nun hektisch wie gestern. Diesmal ereignete sich ein Sturz auf den letzten 2 Kilometern und nur etwa 15 Fahrer kamen auf die ansteigende Zielgerade. Peter Sagan eröffnete seinen Sprint früh und konnte auf den letzten Metern S. Colbrelli um nur wenige Zentimeter auf Distanz halten. Damit holte der UCI Weltmeister den Etappensieg und das Gelbe Trikot.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin überglücklich und muss ein großes Lob an mein BORA – hansgrohe Team aussprechen. Schon 30 km vor dem Ziel haben wir heute zu arbeiten begonnen, und die Jungs haben mich aus allen Schwierigkeiten rausgehalten. Das Finale war hart, und sehr technisch. Demare und Degenkolb haben den Sprint eröffnet, aber ich bin relativ früh vorbeigezogen. Am Ende war es knapp und ich hatte etwas Glück, das Colbrelli nicht mehr vorbeigekommen ist. Ich bin unglaublich stolz das Gelbe Trikot zu tragen, nicht nur für mich, sondern für mein BORA – hansgrohe Team. Mein Vater ist hier, und Freunde aus Zilina und ich möchte diesen Sieg meinem Sohn Marlon widmen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Wir wussten, dass wir heute wieder eine Chance auf den Sieg haben. Das Team hat wie gestern hervorragend gearbeitet. Wir waren heute früh vorne und das hat sich bezahlt gemacht, als der Sturz am Ende passiert ist. Peter hat früh angetreten, da wurde es nochmal knapp. Aber hat gezeigt, welch Champion er ist und hat den Sieg geholt.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
„Ich habe den letzten Kilomter im Bus verfolgt. Es war ein echtes Herzschlagfinale, aber Peter hat den Sieg und das erste Gelbe Trikot unserer Teamgeschichte geholt. Das ist für unser BORA – hansgrohe Team ganz besonderer Moment, den wir nie vergessen werden. Aber wir werden weiter konzentriert bleiben, denn dieser Sieg war erst unser erstes Ziel. Wir wollen noch das Grüne Trikot und eine Top-Fünf-Platzierung in der Gesamtwertung am Ende der Tour erreichen.“ – Ralph Denk, Team Manager
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
2. Etappe:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
2. Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) s.t.
3. Arnaud Demare (Groupama-FDJ)
4. André Greipel (Lotto Soudal)
5. Alexander Kristoff (UAE Team Emirates)
6. Timothy Dupont (Wanty-Groupe Gobert)
7. Alejandro Valverde (Movistar)
8. Andrea Pasqualon (Wanty-Groupe Gobert)
9. John Degenkolb (Trek-Segafredo)
10. Philiippe Gilbert (Quick-Step Floors) +0:08
Gesamtstand:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
2. Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) +0:06
3. Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) +0:10
Bergwertung:
1. Dion Smith (Wanty-Groupe Gobert)
Sprintwertung:
1. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
Nachwuchswertung:
1. Fernando Gaviria (Quick-Step Floors)
Teamwertung:
1. Quick-Step Floors

Zweiter Platz für Sagan zum Tour-Auftakt in Fontenay-Le-Comte.


© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto & VeloImages
In einer hektischen Schlussphase verlieren einige Favoriten auf den Gesamtsieg bereits wichtige Sekunden. BORA – hansgrohe Leader Peter Sagan sprintet am Ende zu Rang zwei hinter F. Gaviria. Rafal Majka bringt sich mit Rang zehn in eine sehr gute Ausgangsposition in der Gesamtwertung.
Die Etappe
Noirmoutier-en-l’Ile bildete heute die malerische Kulisse zum Grand Départ der Tour de France 2018. Die 201 Kilometer nach Fontenay-Le-Comte führten großteils entlang der Atlantikküste. Es gab zwar eine Bergwertung der 4. Kategorie, diese stellte aber kein echtes Hindernis für das Peloton dar. Zudem gab es eine Sprintwertung und eine der neu eingeführten Sprints um Bonussekunden.
Teamtaktik
Obwohl die Prognosen wenig Wind vorhersagten, galt es dennoch sehr aufmerksam in die erste Etappe der Tour 2018 zu starten. Generell waren weite Teile der Strecke exponiert und damit potentiell gefährlich für Windkanten. Mit Peter Sagan hatte BORA – hansgrohe einen der Topfavoriten in den eigenen Reihen, gleichzeitig wollte das Team aber auch Rafal Majka so gut als möglich aus dem Wind halten. Mit Bodnar, Burghardt, Oss und Pöstlberger ist BORA – hansgrohe generell für die erste Tour-Woche stark aufgestellt, und sollte keine Probleme haben beide Leader sicher ins Etappen-Finale zu bringen. Am Ende war es die Aufgabe von Daniel Oss und Lukas Pöstlberger den UCI Weltmeister in eine gute Position für den erwarteten Massensprint bringen.
Das Rennen
Direkt bei Kilometer null setzten sich drei Fahrer vom Feld ab, die über weite Strecken das Rennen anführten. Im Feld kontrollierten die Sprinterteams das Geschehen, und der Abstand der Ausreißer wurde daher nie größer als knapp drei Minuten. Erst als der Kampf um den Etappensieg entbrannte, ändere sich diese Situation. Auf den letzten 15 Kilometern ereigneten sich zwei Massenstürze, Froome, Quintana und Yates fielen zurück, während die Spitzengruppe gestellt wurde, setzte sich nun BORA – hansgrohe an die Spitze des Feldes und drückte aufs Tempo. Auf dem letzten Kilometer brachte Quick-Step ihren Sprinter F. Gavira perfekt nach vorne, UCI Weltmeister Peter Sagan konnten von dessen Hinterrad nicht mehr vorbeiziehen und belegte am Ende Rang zwei. Rafal Majka hielt sich hervorragend, beendete die Etappe auf Rang zehn und befindet sich nun in einer vielversprechenden Ausgangsposition in der Gesamtwertung
Reaktionen im Ziel
„Die Tour hat heute mit einer schnellen Etappe begonnen. Es war total flach und kam den reinen Sprintern entgegen. Meine Mannschaft hat am Ende sehr gut gearbeitet, um Rafal und mich aus gefährlichen Situationen raus zu halten. Niemand ist gestürzt. Ich hatte gute Beine und bin am Ende Zweiter geworden. Das war erst der Anfang einer langen Tour de France.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Das war heute ein sehr guter Auftakt für uns. Es war am Ende hektisch wie erwartet, da es ja auch um Gelb ging. Unsere Jungs haben einen super Job gemacht, nach den beiden Stürzen sind wir von vorne gefahren, einerseits um weiteren Gefahren aus dem Weg zu gehen, andererseits um die Situation zu nutzen. Einige Favoriten waren lagen zurück, wir hatten alle Fahrer vorne, das war natürlich sehr gut für uns. Rafal ist am Ende Zehnter geworden, hat keine Zeit verloren, in der Tour zählt am Ende jede Sekunde, darum war das heute schon sehr wichtig. Peter ist auch einen starken Sprint gefahren, Gaviria war am Ende einfach der Bessere. Aber die Etappe war auch nicht schwer genug, um Peter entgegenzukommen. Ich denke, der zweite Platz war heute das Optimum für uns.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
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hansgrohe verlängert nach BORA ebenfalls Titelsponsoring mit BORA – hansgrohe. 


Im Rahmen der Team-Pressekonferenz zum Auftakt der Tour de France 2018 in Noirmoutier, hat hansgrohe die Verlängerung ihres Titelsponsorings mit BORA – hansgrohe bis 2020 bekannt gegeben. Damit hat nach BORA auch der zweite Namensgeber mit dem Team von Ralph Denk frühzeitig verlängert. Für die kommenden Aufgaben an der Tour de France ist das Team mit zwei Leadern, dem 3-fachen UCI Weltmeister Peter Sagan sowie dem polnischen Kletterer Rafal Majka gut gerüstet.
„Es ist immer sehr schön, und auch etwas Besonderes, im Rahmen einer Pressekonferenz solche positiven Nachrichten zu verkünden. Für unser Team ist es eine Bestätigung der harten Arbeit, die wir täglich investieren, um unseren Fahrern, aber auch unseren Sponsoren ein professionelles Umfeld zu bieten. Nur so können wir gemeinsam unsere Ziele erreichen. Dieses langfristige Engagement unserer beiden Partner, BORA und hansgrohe, gibt dem Team Planungssicherheit. Wir werden uns weiter in der WorldTour etablieren, denn unsere Ziele für die Zukunft sind hochgesteckt.
Für diese Tour haben wir ebenfalls Ambitioniertes vor. Wir wollen zumindest eine Etappe gewinnen, das Grüne Trikot mit Peter holen, und einen Platz unter den ersten Fünf in der Gesamtwertung mit Rafa erreichen. Man hat letztes Jahr gesehen, wie schnell sich mit ein wenig Pech alles ändern kann. Aber wir haben unsere Hausaufgaben in den vergangenen Wochen und Monaten gemacht, mehr liegt nicht in unseren Händen. Alle Jungs sind sehr gut vorbereitet, und, wie die letzten Rennen gezeigt haben, auf den Punkt fit.“ – Ralph Denk, Team-Manager
„Es freut mich, dass nach BORA nun auch hansgrohe mit unserem Team frühzeitig verlängert hat. Wir alle teilen die gleiche Vision, darum werden wir auch weiter Seite an Seite an unseren Zielen arbeiten. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Ralph Denk, der dies alles ermöglicht hat. Und ich bedanke mich bei hansgrohe und BORA für ihr Vertrauen in uns.
Jeder kennt unsere Ziele für die Tour, da gibt es keine Geheimnisse. Aber die Tour ist immer ein kompliziertes Rennen, jeder ist top motiviert, alle Augen blicken im Juli nach Frankreich. Wir brauchen das nötige Glück, um unsere Ziele zu erreichen. Ohne Glück kann in einem einzigen Moment alles vorbei sein. Aber wir gehen in diese Tour mit einem sehr starken Team und wir werden sicherlich unsere Chancen bekommen. Meine Vorbereitung war sehr gut, ich bin bereit. Die Etappe nach Roubaix wird sicher auch für mich besonders, ich habe nun gute Erinnerungen an diesen Ort und die Sektoren, aber das Rennen wird ganz anders sein als im April. Diesmal mischen auch Klassementsfahrer mit.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Ich habe mich in den letzten Wochen sehr gut vorbereitet, war viele Wochen in der Sierra Nevada im Höhentraining. Die Slowenien-Rundfahrt ist mit meinem Sturz auf der ersten Etappe nicht ganz nach Wunsch verlaufen, aber am Ende habe ich gemerkt, dass meine Beine immer besser werden. Ich denke, ich bin bereit. Jetzt brauchen wir noch das nötige Glück. Die Roubaix-Etappe wird sicher speziell, aber da habe ich die besten Fahrer im gesamten Peloton an meiner Seite.“ – Rafal Majka
„Nachdem hansgrohe fast zwei Saisons erfolgreich mit dem Radsportteam BORA-hansgrohe zusammengearbeitet hat, freuen wir uns, die Verlängerung unserer Sponsorenbeziehung bekannt zu geben und damit der Mannschaft und ihrem Management erneut unser Vertrauen auszusprechen. Unser Sponsoring hat sich als erfolgreicher erwiesen, als wir ursprünglich gehofft hatten. Unser wichtigstes Ziel war es, unsere Premium-Marke und deren Produkte weltweit beim Verbraucher noch bekannter zu machen. Mit unserer erfolgreichen Werbekampagne ‚Shower Like A Pro‘ aus 2017 konnten wir unser emotionales Markenimage steigern und unsere Präsenz auf unseren Hauptmärkten wie Deutschland und Frankreich erhöhen. Mit unserer Folgekampagne ‚Your Daily Dose of Energy‘ wollen wir diese Erfolgsgeschichte 2018 weiterschreiben! Innerhalb von eineinhalb Jahren haben wir eine spezielle App herausgebracht, ein hansgrohe Mitarbeiter-Radteam gegründet, während der Radsportsaison weltweit mehrere Dutzend Kundenveranstaltungen organisiert und sogar eine limitierte ‚Peter Sagan‘-Handbrause designt. Unsere Sponsoring-Vision für die kommende Saison ist modern, exklusiv und proaktiv und wir können es kaum erwarten, diese Werte und unsere Ziele weiterhin mit anderen zu teilen.“ – Philippe Harinck, Projektmanager Sponsoring der Hansgrohe Group
„Es freut mich sehr, dass nun auch hansgrohe weiter mit an Bord unseres gemeinsamen Projektes ist. BORA hat ja schon im April vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 mit Ralph Denk verlängert, und damit den Grundstein für eine langfristige Planung des Teams gelegt. Ich denke, dass BORA – hansgrohe damit in einer sehr komfortablen Situation ist, und alle Konzentration nun auf weitere sportliche Erfolge richten kann. Aus unserem sehr erfolgreichen Radsportengagement und der Zusammenarbeit mit dem perfekten Partner hansgrohe ergeben sich zahlreiche Synergien. Die gemeinsamen Themen rund um die Küche erweitern den professionellen Horizont aller Beteiligten. Wir bei BORA werden auch in Zukunft mit innovativen Produkten das Verhalten und die Architektur im Lebensraum Küche revolutionieren, getrieben von unserer Vision „Das Ende der Dunstabzugshaube.“ – Willi Bruckbauer, Eigentümer BORA
© BORA – hansgrohe

Sagan und Majka führen BORA – hansgrohe in die Tour de France.


Wie im letzten Jahr agiert BORA – hansgrohe bei der Tour de France mit einer Doppelspitze. UCI Weltmeister Peter Sagan soll auf Etappenjagd gehen, Rafal Majka in der Gesamtwertung eine Rolle spielen. Das Lineup ist ausgewogen und die Teammitglieder sollen beide Leader gleichermaßen unterstützen, wobei man besonders für die Roubaix-Etappe stark aufgestellt ist. Mit Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger (beide AUT) hat man zwei Debütanten im Aufgebot. Marcus Burghardt, der mit seiner 10. Tourteilnahme ein Jubiläum feiert, bringt die nötige Routine ein.

„Unsere Ziele sind klar definiert: ein Etappensieg, das Grüne Trikot und ein Platz unter den ersten Fünf in der Gesamtwertung. Das sind ambitionierte Ziele, und man hat letztes Jahr gesehen, wie schnell sich mit ein wenig Pech alles ändern kann. Aber wir haben unsere Hausaufgaben in den vergangenen Wochen und Monaten gemacht, mehr liegt nicht in unseren Händen. Alle Jungs sind sehr gut vorbereitet, und, wie die letzten Rennen gezeigt haben, auf den Punkt fit. Natürlich ist es schwierig die Balance zwischen der Jagd auf Etappensiege und den Ambitionen in der Gesamtwertung zu finden, aber wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft zusammengestellt. Für das Mannschaftszeitfahren bin ich zuversichtlich, für die Roubaix-Etappe haben wir einige Spezialisten in unseren Reihen. Dort können wir einen Unterschied machen. Gregor und Pawel sollen Rafal in den Bergen unterstützen, Daniel, Bodi und Marcus sind unsere Leute fürs flache Gelände. Lukas ist ein Allrounder, der im Hügeligen stark, aber auch tempofest ist und Peter bei den Sprints zur Seite stehen wird.“ – Ralph Denk, Team Manager

„Die Tour ist immer ein kompliziertes Rennen, jeder ist top motiviert, alle Augen blicken im Juli nach Frankreich. Meine Vorbereitung war sehr gut, ich bin bereit. Die Etappe nach Roubaix wird sicher auch für mich besonders, ich habe nun gute Erinnerungen an diesen Ort und die Sektoren, aber das Rennen wird ganz anders sein als im April. Diesmal mischen auch Klassementsfahrer mit. Wir brauchen das nötige Glück, um unsere Ziele zu erreichen. Ohne Glück kann in einem einzigen Moment alles vorbei sein. Aber wir gehen in diese Tour mit einem sehr starken Team und wir werden sicherlich unsere Chancen bekommen.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister
„Ich habe mich in den letzten Wochen sehr gut vorbereitet, war viele Wochen in der Sierra Nevada im Höhentraining. Die Slowenien-Rundfahrt ist mit meinem Sturz auf der ersten Etappe nicht ganz nach Wunsch verlaufen, aber am Ende habe ich gemerkt, dass meine Beine immer besser werden. Ich denke, ich bin bereit. Jetzt brauchen wir noch das nötige Glück. Die Roubaix-Etappe wird sicher speziell, aber da habe ich die besten Fahrer im gesamten Peloton an meiner Seite.“ – Rafal Majka
„Seit Kalifornien geht es mit meiner Form stetig bergauf. Nach einer harten Trainingsphase habe ich bei der Tour de Suisse letzte Woche die nötige Rennhärte sammeln können. Ich habe mich danach gut erholt, und die polnischen Meisterschaften haben mich fast selbst überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass es schon so gut läuft, aber meine Form scheint in diesem Jahr auch auf den Punkt zu passen.“ – Maciej Bodnar
„Ich denke nicht, dass ich das Jubiläum der 10. Tourteilnahme besonders genießen kann. Die Tour ist immer hart, auch wenn die Atmosphäre besonders ist. Aber es ist schon etwas Besonderes nun schon 10-mal dabei zu sein, das hätte ich mir 2007 bei meiner ersten Tour nicht gedacht, und die Anspannung vor der Tour ist immer noch dieselbe. Dieses Jahr werden das Mannschaftszeitfahren, die Etappe nach Roubaix und die beiden kurzen Bergetappen der Schlüssel zum Erfolg in der Gesamtwertung sein. Da müssen wir besonders aufpassen.“ – Marcus Burghardt
„Das wird natürlich ein riesen Erlebnis für mich. Ich bin superhappy, dabei sein zu dürfen. Ich mache mir aber keinen Druck. Meine Form stimmt, und ich werde die Tour von Tag zu Tag in Angriff nehmen. Wir haben ja auch einige Routiniers dabei, an denen kann man sich orientieren, wenn es einmal nicht so läuft. Ich bin als Helfer für die Berge dabei, aber ich bin sicherlich bereit, wenn ich eine Chance in einer Gruppe bekomme.“ – Gregor Mühlberger
„Die Tour ist voller Emotionen und ich freue mich schon darauf, diese Momente in einem neuen Team, mit neuen Freunden zu erleben. Das Rennen ist ein ständiges Auf und Ab, aber egal was kommt, du musst fokussiert bleiben, positiv, und immer bereit sein. BORA – hansgrohe hat ein starkes Team, und wir werden jeden Tag darum kämpfen unsere Ziele zu erreichen.“ – Daniel Oss
„Meine Vorbereitung auf die Tour war sehr ähnlich wie letztes Jahr, alles lief gut und wir haben noch mehr Tage in der Höhe verbracht. Es wird Zeit, dass die Tour beginnt. Nach vielen Wochen harten Trainings wollen wir endlich unser großes Ziel in Angriff nehmen. Für mich geht es darum die ersten 10 Tage gut zu überstehen, ohne Sturz. Dann will ich in den Bergen zeigen, was ich kann, und Rafal so gut als möglich im Kampf um die Gesamtwertung unterstützen.“ – Pawel Pojanski
„Ich bin schon etwas angespannt. Natürlich freue ich mich, ein Jugendtraum geht in Erfüllung. Jedes Kind, das mit Radsport beginnt, träumt von der Tour. Dass ich jetzt dabei bin, ist Wahnsinn. Die vielen Mythen um die Tour sind auch Respekt einflößend, aber nach einem Frühjahr zum Vergessen bin ich jetzt bereit, die letzten Wochen waren vielversprechend. Ich denke, meine Aufgaben werden sehr unterschiedlich sein. Ich komme gut mit Kopfsteinpflaster und Wind zurecht, bin ein guter Roller, kann aber auch mal einen oder zwei Kilometer richtig schnell fahren, wie man beim Giro letztes Jahr gesehen hat. Ich werde mein Bestes für das Team geben, egal auf welchem Terrain. Und ich bin sicher, dass ich meine erste Tour niemals vergessen werde.“ – Lukas Pöstlberger
© BORA – hansgrohe

Starker Gregor Mühlberger zeigt Moral am Weg nach Arosa und holt Rang 4 auf der letzten Bergetappe der Tour de Suisse


In einer frühen, 29-Mann starken Fluchtgruppe, setzt sich Mühlberger vom Feld ab. Doch BMC kontrolliert das Rennen den ganzen Tag über und lässt den Ausreißern nie mehr als 3:30 Vorsprung. Als am Schlussanstieg, schon 28 Kilometer vor dem Ziel, N. Quintana zur Attacke bläst, ist der Kampf um den Etappensieg voll entbrannt. Quintana schließt zur Spitze auf, doch Mühlberger lässt sich lange nicht abschütteln. Erst 2 Kilometer vor dem Ziel muss der österreichische Meister den Kolumbianer ziehen lassen. Dennoch beeindruckt Mühlberger mit Rang 4. Quintana siegt vor Fuglsang und Porte.
Die Etappe
Die 7. Etappe der Tour de Suisse war zugleich die letzte Bergetappe. Von Eschenbach führte der Kurs über 170,5 Kilometer nach Arosa, einer Bergankunft der höchsten Kategorie. Zwar war der Beginn der Etappe schon recht wellig, mit einer Bergwertung der 3. Kategorie, doch der Schlussanstieg mit fast 30 Kilometern Länge war ein anderes Kaliber, wobei die letzten 5 km am schwierigsten waren. Durch den welligen Etappenauftakt, hatten aber heute auch Ausreißer eine Chance auf den Sieg, abhängig wie weit das Feld eine frühe Gruppe würde ziehen lassen.
Teamtaktik
Wie gestern war das Ziel von BORA – hansgrohe einen Mann in der Gruppe des Tages zu platzieren. Nachdem gestern Patrick Konrad sein Glück versuchte, baute man in den Reihen des deutschen Teams heute auf den österreichischen Meister Gregor Mühlberger. Zwar scheint Gregor noch nicht ganz seine Topform erreicht zu haben, als starker Kletterer hätte er aus einer Fluchtgruppe am Ende der Etappe nach Arosa aber sicher seine Chancen.
Das Rennen
Schon kurz nach dem Start setzte sich eine überraschend große Gruppe vom Feld ab. Insgesamt 29 Fahrer machten sich auf den Weg, und Gregor Mühlberger schaffte ebenfalls den Sprung nach vorne. Zwar versuchte BMC, aufgrund der Größe der Gruppe, den Vorsprung von Beginn an zu kontrollieren. Dennoch hatten die Spitzenfahrer 80 km vor dem Ziel einen Abstand von etwa 3:30 zwischen sich und das Hauptfeld gebracht. Die Gruppe harmonierte gut, BMC verhinderte aber erfolgreich, dass der Abstand weiter anwachsen konnte. Am Beginn des schier endlosen Anstiegs nach Arosa, hatte die Gruppe um Gregor Mühlberger immer noch 2:20 Vorsprung, doch schon auf den ersten Metern setzte N. Quintana zu einem Großangriff an. Während Gregor an der Spitze versuchte immer wieder das Tempo hochzuhalten, schmolz der Abstand nun zügig, da zwischen Quintana und Porte eine Art Verfolgungsrennen entbrannte. Rund 20 km vor dem Ziel hatte Quintana zur Gruppe Mühlberger aufgeschlossen und der Kampf um den Etappensieg war voll entbrannt. Auf den letzten 5 Kilometern fuhr Quintana die verbliebenen Fahrer an der Spitze völlig auseinander, während Porte dahinter Fahrer um Fahrer überholte. Gregor Mühlberger aber ließ sich vom Kolumbianer nicht abschütteln. Bis zur 3-km-Marke sah es aus, als könnte der österreichische Meister um den Etappensieg kämpfen, doch einen Kilometer später, muss er Quintana doch ziehen lassen. Dennoch hielt sich Mühlberger beim Sieg von Quintana auf Rang 4. Eine beeindruckende Leistung nach einem langen Tag an der Spitze.
Reaktionen im Ziel
„Zuerst dachte ich, die Gruppe sei zu groß und wird keine Einigkeit geben. Im hügeligen ersten Teil war das auch so, und es war nie richtig Zug drin. Doch im Flachstück danach ist Sky vorne richtig gefahren, da kam ein Rhythmus in die Gruppe. Als wir den Schlussanstieg in Angriff genommen haben, dachte ich schon, dass wir eine Chance auf den Sieg hätten. Aber im ersten Teil habe ich richtig gelitten, da lief es nicht richtig. Dann hat Quintana von hinten aufgeschlossen, und in den flacheren Abschnitten konnte ich mich etwas erholen. Im letzten steilen Teil hatte ich dann gute Beine. 3 Kilometer vor dem Ziel dachte ich, ich gewinne das Ding, aber leider fehlen mir noch die letzten 3% zu meiner Topform, darum musste ich Nairo einen Kilometer später ziehen lassen. Aber dennoch gibt mir die Leistung heute viel Selbstvertrauen, und zeigt, dass meine Vorbereitung Richtung Tour stimmt. Ich bin jetzt richtig kaputt, aber auch sehr glücklich.“ – Gregor Mühlberger

„Das war heute richtig stark von Gregor! Wie geplant war er in der Gruppe mit dabei, musste allerdings schon dort viel Kraft investieren. Dennoch war er am Ende immer noch in der Lage fast bis zum Schluss mit Quintana und Porte mitzuhalten. Auch wenn es auf den letzten 2 km nicht mehr ganz gereicht hat, war das heute herausragend und sehr vielversprechend für einen jungen Fahrer wie ihn.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
7. Etappe:
1. Nairo Quintana (Movistar)
2. Jakob Fuglsang (Astana) +0:22
3. Richie Porte (BMC), s.t.
4. Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe) +0:38
5. Wilco Kelderman (Sunweb) s.t.
6. Enric Mas (Quick-Step Floors)
7. Igor Anton (Dimension Data)
8. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +0:50
9. Mikel Landa (Sky) s.t.
10. Sam Oomen (Sunweb)
Gesamtstand:
1. Richie Porte (BMC)
2. Nairo Quintana (Movistar) +0:17
3. Wilco Kelderman (Sunweb) +0:52
4. Enric Mas (Quick-Step Floors) +0:53
5. Sam Oomen (Sunweb) +1:13
6. Jakob Fuglsang (Astana) +1:28
7. Mikel Landa (Movistar) +1:31
8. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) +1:37
9. Simon Spilak (Katusha-Alpecin) +1:48
10.Bauke Mollema (Trek-Segafredo) +2:26

Matteo Pelucchi als Etappen-Zweiter erneut auf dem Podest bei der Slowenien-Rundfahrt


Auf der zweiten Etappe der Slowenien-Rundfahrt hatten die Sprinter die letzte Chance ein Erfolgserlebnis im Kampf um den Sieg zu feiern. Die Spannung bei der Sprintentscheidung in Rogaška Slatina war also vorprogrammiert und in einem rasanten Massensprint enttäuschten die schnellen Männer dann auch nicht. D. Groenewegen holte sich in überzeugender Manier den Tagessieg, während Matteo Pelucchi als Zweiter über die Ziellinie spurtete.
Die Etappe
Der Startschuss fiel heute in Maribor, der zweitgrößten Stadt Sloweniens. Von dort führte die insgesamt 152,7km lange Strecke nach Rogaška Slatina an der Grenze zu Kroatien. Der Parcours war nicht besonders anspruchsvoll und sollte den Fahrern keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten. Der erste Teil der Strecke verlief leicht wellig und die zweite Hälfte wies 50km vor dem Ziel einen Berg der 3. Kategorie auf. Dieser 2,2 km lange Anstieg hinauf nach Planina pri Sevnici war durchschnittlich 8 Prozent steil. Sollte ein hohes Tempo hier angeschlagen werden, dann konnten einige endschnelle Fahrer in leichte Schwierigkeiten geraten. Die letzten 5km waren flach und wiesen, im Gegensatz zur gestrigen Etappe, keine tückischen Kurven auf.
Teamtaktik
Nach dem turbulenten Auftakt der Rundfahrt, in dem mehrere Top-Sprinter durch einen Sturz auf dem letzten Kilometer ihre Chancen auf den Sieg verpassten, nutzten die schnellen Männer heute die letzte sich bietende Gelegenheit um einen Podestplatz zu erkämpfen. Für Matteo Pelucchi, der gestern den 2. Platz beim Endspurt errang, bestand heute wieder eine Gelegenheit seine Sprintstärke unter Beweis zu stellen. Sollte er am Schluss der Etappe noch gute Beine haben, konnte er heute erneut eine Top-Platzierung erreichen. Für Rafał Majka, der gestern in den letzten Rennminuten stürzte, galt es sicher ans Ziel zu kommen und zu versuchen, sich in eine gute Position für die bevorstehenden Etappen zu bringen.
Das Rennen
Nach 12km löste sich eine kleine Gruppe vom Feld um ihr Glück in der Flucht zu suchen. Das Trio konnte während des Tages einen maximalen Vorsprung von 5 Minuten herausfahren. In der zweiten Rennhälfte machte das Peloton, angeführt von UAE Team Emirates, Jagd auf die Spitzengruppe und der Vorsprung pendelte sich bei etwa 2 Minuten ein. 20km vor dem Ziel ließ sich einer der Ausreißer zurück ins Feld fallen und es dauerte dann nicht lange bis seine zwei Fluchtgefährten auch vom Peloton geschluckt wurden. Mit noch 10km bis zum Ziel rückten die Sprinterteams nach vorne und beschleunigten das Tempo. Wie erwartet endete der Tag in einem Massensprint in Rogaška Slatina, den D. Groenewegen für sich entschied. Matteo Pelucchi sprintete erneut aufs Podium und belegte den 2. Platz und trägt somit weiter das Trikot des Punktbesten bei dieser Rundfahrt.
Reaktionen im Ziel
„Es war ein sehr schneller Sprint auf einer weiten Straße, die etwas bergab ging. Heute versuchten wir, unsere Kraft zu sparen und das ganze Team arbeitete sehr gut zusammen, um mich und Rafał Majka am Ende in eine sichere Position zu bringen. Im Endspurt versuchte ich mich an Groenewegens Hinterrad zu klemmen aber leider war er etwas zu schnell. Angesichts des starken Sprinterfeldes hier bin ich trotzdem mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.“ – Matteo Pelucchi
„Matteo ist im Moment gut in Form. Im Finale klemmte er sich ans Hinterrad von Dylan Groenewegen. Ich glaube, dass war eine gute Entscheidung, allerdings hatte Groenewegen am Ende die höhere Endschnelligkeit und Matteo konnte nicht an ihm vorbeiziehen. Aber wir sind mit seiner Leistung durchaus zufrieden. Natürlich hätte er gerne gewonnen, aber zwei Podestplätze innerhalb von zwei Tagen sind nicht zu verachten.“ – André Schulze, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
2. Etappe:
1. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo)
2. Matteo Pelucchi (Bora-hansgrohe)
3. Caleb Ewan (Mitchelton-Scott)
4. Simone Consonni (UAE Team Emirates)
5. Manuel Belletti (Androni)
Gesamtstand:
1. Ben Hill (Ljubljana Gusto)
2. Matteo Pelucchi (Bora-hansgrohe) +0:03
3. Simone Consonni (UAE Team Emirates) +0:05
4. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo)