109. Giro d’Italia – 12. Etappe: Imperia – Novi Ligure – 175 Km

Andere arbeiten, Alec Segaert sagt Danke

Alec Segaert (Bahrain) gewann in Novi Ligure die 12. Etappe als Finisseur. Zuvor hatten die Teams der bergfesten, langsameren Sprinter lange geknüppelt, um die schnellen Sprinter bergan abzuhängen. Dies gelang auch vorzüglich. Aber gegen den Antritt des 23-jährigen Belgiers 3,2 Kilometer vorm Ziel hatten sie dann kein Mittel mehr. 3 Sekunden hinter Segaert sprintete Toon Aerts (Lotto) aus dem 58-köpfigen Verfolgerfeld auf den 2. Platz vor Guillermo Silva (XDS).

Die Sprinter, deren Teams sich am meisten reingehauen hatten – Vernon (NSN), insbesondere Aular (Movistar) sowie Mihkels (EF), landeten lediglich auf den Plätzen 4, 6 und 7. Narvaez (UAE), der 9 Tage zuvor nach Vorarbeit für Aular im Sprint abgestaubt hatte, rollte auf dem 8. Platz über die Ziellinie. Die favorisierten Sprinter Magnier (Soudal) und Milan (Lidl) wurden nur einen Kilometer unterhalb der Kuppe des letzten Anstieges 54 Kilometer vorm Ziel abgehängt, Groenewegen (Unibet) und Andresen (Decathlon) noch eher.

Ergebnis
1. Alec Segaert (BEL) – Bahrain Victorious 3:53:00

2. Toon Aerts (BEL) – Lotto-Intermarché +0:03
3. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana
4. Ethan Vernon (GBR) – NSN alle
5. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step
6. Orluis Aular (VEN) – Movistar
7. Madis Mihkels (EST) – EF Education-Easypost gleiche
8. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG
9. Edoardo Zambanini (ITA) – Bahrain Victorious
10. Sakarias Løland (NOR) – Uno-X Zeit
– 160 Fahrer klassiert.
DNF Javier Romo (ESP) – Movistar
DNS Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché
DNS Sjoerd Bax (NED) – Pinarello-Q36.5

Damit holte das Team, aus dem Afonso Eulalio (Bahrain) seit über einer Woche im Rosa Trikot fährt, in Person von Segaert auch seinen ersten Etappensieg beim Giro 2026. Eulalio baute einige Kilometer vor Segaerts Attacke beim Bonussprint seine Führung in der Gesamtwertung um 6 Sekunden aus, indem er aus dem Feld heraussprang. Hinter ihm reagierte nur O’Connor (Jayco) für 4 Sekunden Gutschrift.

Gesamtwertung
1. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious 48:10:38

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:33
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:03
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:30

5. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +2:50
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +3:12
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:34
8. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +3:40
9. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +3:42
10. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +4:15
11. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost +4:20
12. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +4:51
13. Christian Scaroni (ITA) – XDS-Astana +4:54
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +5:33
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +5:45

Zu Beginn der 12. Etappe dauerte es etwas, bis man sich auf 5 frühe Ausreißer geeinigt hatte: Geens (Alpecin), Tarozzi (Bardiani), van der lee (EF), Lopez (Movistar) und Bais (Polti). Die Gruppe wurde jedoch nicht weit weggelassen, und über 100 Kilometer vorm Ziel probierte mehrere Fahrer nach vorn zu springen.

Dadurch wurde letztlich nur die Spitzengruppe etwas neu durchmischt. Geens, Tarozzi und van der Lee gehörten auch der neuen Spitzengruppe an. Jacobs (Groupama), Rutsch (Lotto) und Dversnes (Uno-X) waren neu dabei. Demnach waren Lopez und Bais verschwunden.
76 Kilometer vorm Ziel stiegen mal wieder Aulars Helfer ein, um für ihren Sprinter die schnellsten Männer im Rennen abzuhängen. Dadurch war zuerst die Spitzengruppe bald Geschichte. Magnier und Milan konnten nach dem ersten Anstieg einen kleinen Rückstand noch ausbügeln. Als sie dann erneut zurückfielen, stiegen die Teams von Vernon und dann auch Mihkels ein, so dass Magnier und Milan schlicht die Quantität an Helfern fehlte, um die Minute Rückstand nochmals zu schließen.

Gut 7 Kilometer vorm Ziel attackierte Ciccone (Lidl) in einer Welle, wurde aber von Arrieta (UAE) markiert. Dann spannte sich das Team des Top-Favoriten und Gesamtzweiten Vingegaard (Visma) vor, wohl um seinen Kapitän aus dem gröbsten herauszuhalten. Damit spielten sie Zünglein an der Waage.

Als Segaert 3,2 Kilometer vorm Ziel in einer Kurve auf der Außenbahn vorbeischoss, waren die Teams mit Interesse zur Einholung des jungen Belgiers zu weit hinten. Durch den Ausgang der 12. Etappe robbte sich Jhonatan Narvaez in der Punktewertung ums Maglia ciclamino auf nur noch 11 Punkte an Paul Magnier (Soudal) heran. Mit einem 3. Platz hätte Narvaez das lila Trikot übernommen, mit einem Sieg sogar deutlich.

Punktewertung
1. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step 130 p.

2. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG 119
3. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 76
4. Guillermo Silva (URU) – XDS-Astana 70
5. Alec Segaert (BEL) – Bahrain Victorious 62