Jasper Philipsen aus großer Gruppe siegreich
Jasper Philipsen (Alpecin) kam doch noch zu einem Tagessieg bei der Tour de France 2026. Die 17. Etappe machten über 40 Ausreißer nach wildem Rennverlauf unter sich aus. Letztlich wurde es in Voiron im Sprint der großen Gruppe entschieden, den Philipsen überlegen gewann. Hinter dem 28-jährigen Belgier belegte überraschend Mauro Schmid (Jayco) den 2. Platz, knapp vorm neben Philipsen anderen großen Sprinter der Gruppe, Olav Kooij (Decathlon), der von zu weit hinten startete.
Optimal lanciert wurde Philipsen auf der Zielgeraden von Mathieu van der Poel (Alpecin). Als dann Philipsen loslegte, konnte Lewis Askey (NSN) das Hinterrad nicht halten und fiel auf den 4. Platz zurück. Im Laufe der 17. Etappe investierten Philipsens Teamkollegen viel, um Gruppen zurückzuholen oder zu markieren. Das Feld ums Gelbe Trikot erreichte mit fast 9 Minuten Rückstand das Ziel.
Ergebnis
1. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech 3:41:13
2. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula
3. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
4. Lewis Askey (GBR) – NSN
5. Rick Pluimers (NED) – Tudor
6. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
7. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché alle
8. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
9. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
10. Aaron Gate (NZL) – XDS-Astana
11. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech gleiche
12. Hugo Page (FRA) – Cofidis
13. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies
15. Abel Balderstone (ESP) – Caja Rural-Seguros RGA Zeit
Philipsen verkürzte außerdem seinen Rückstand in der Punktewertung aufs Grüne Trikot von Mads Pedersen (Lidl) auf 7 Punkte. So nah war er die gesamte Tour de France 2026 noch nicht dran und ist es nun 4 Tage vor Schluss. Dabei hatte Pedersen noch aus einem Spitzensextett den Zwischensprint 28 Kilometer vorm Ziel gewonnen, erreichte in Voiron aber nur den 8. Platz.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 452 p.
2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 445
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 361
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 271
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 230
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 161
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
Vor den 3 entscheidenden Alpenetappe behielt Tadej Pogacar (UAE) das Gelbe Trikot mit 4:32 Minuten vor Evenepoel (Red Bull), 6:51 vor del Toro (auch UAE) und 7:11 vor Seixas (Decathlon). Jordan Jegat (Totalenergies) blieb trotz seiner 9 Minuten Vorsprung in der Spitzengruppe auf dem 9. Platz in der Gesamtwertung, sicherte damit allerdings seine Top-Ten-Position ab.
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 60:04:17
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +14:04
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
11. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +25:02
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +25:45
Während der 17. Etappe wechselten ständig die Konstellationen an der Spitze. Nach dem hügligen Beginn waren etliche Sprinter abgehängt, was die Chancen auf einen Erfolg für die ungeschorenen Philipsen, Kooij und Pedersen gewissermaßen gleichzeitig verbesserte und verschlechterte. Einerseits waren Gegner eliminiert, andererseits Teams mit Interesse an einer Massenankunft ausgeschaltet.
Es blieb also bis zum Ziel rasant. Wenn eine Fluchtgruppe zu stehen schien, sprangen schon wieder die nächsten Fahrer hinterher. Letztlich schafften 43 Fahrer die Auslese, ehe das zurückbleibende Hauptfeld doch die Beine hob. Diese Ausgangssituation war noch nicht lange entstanden, das bildete sich rund 60 Kilometer vorm Ziel ein Spitzensextett aus Pedersen, Healy (EF), Kwiatkowski (Netcompany), Stuyven (Soudal), Engelhardt (Jayco) und Planckaert (Alpecin).
Letztgenannter saß als Aufpasser für Philipsen und van der Poel nur hinten drauf. Trotzdem erarbeitete sich das Sextett mit Stuyven als Motor einen Vorsprung von über einer Minute. Kurz hinter dem Zwischensprint überraschte Jasper Stuyven seine Mitausreißer mit einer Attacke und begann ein vielversprechendes Solo, das erst 3,7 Kilometer vorm Ziel an einem letzten kleine Hügel endete. Denn 15 Kilometer vorm Ziel waren seine ehemaligen Begleiter eingeholt worden von einer riesigen Verfolgergruppe, die entschlossen am Fang von Stuyven arbeitete.
