Archiv für den Tag: 14. Juli 2025

Ain Bugey Valromey Tour: grenke – Auto Eder feiert überragenden Doppelsieg

Bei der renommierten Ain Bugey Valromey Tour in Frankreich haben die Fahrer von grenke – Auto Eder einmal mehr ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Noah Lindholm Møller Andersen (Dänemark) sicherte sich beim fünftägigen französischen Etappenrennen (10. bis 14. Juli) den Gesamtsieg – dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Karl Herzog (Deutschland) auf Rang zwei. Insgesamt gewannen die U19-Athleten von Red Bull – BORA – hansgrohe drei der fünf Etappen und waren damit die rennbestimmende Mannschaft.

„Dieser Sieg bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Noah Lindholm Møller Andersen im Ziel. „Für mich war das Rennen das große Ziel der ersten Saisonhälfte. Dass wir es so abschließen – mit drei Etappensiegen und dem Gesamtsieg – ist einfach unglaublich. Auch meine Beine wurden im Laufe der Woche immer besser, was angesichts der zunehmenden Müdigkeit im Peloton ein gutes Zeichen ist. Insgesamt war es also eine fantastische Woche – und für uns als Team der Lohn für all die harte Arbeit.“

Der Däne hatte mit seinem Sieg auf der Auftaktetappe den Grundstein für seinen Gesamtsieg gelegt. Karl Herzog triumphierte am zweiten Tag. Mit Gijs Schoonvelde trug sich ein weiterer grenke – Auto Eder Fahrer in die Siegerlisten ein. Der Niederländer gewann die Abschlussetappe und belegte am Ende Rang sechs in der Gesamtwertung. Dazu sicherte sich die Mannschaft die Punktewertung, die Bergwertung (beide Noah Lindholm Møller Andersen), die Nachwuchswertung (Karl Herzog) und auch das Teamklassement. Neben Andersen, Herzog und Schoonvelde gehörten auch Michiel Mouris (Dänemark), Julius Birkedal (Dänemark) und Georgs Tjumins (Lettland) zum Aufgebot.

Pello Olaberria, der die Red Bull – BORA – hansgrohe Junioren vor Ort als Sportlicher Leiter betreute, war mit der Leistung seiner Sportler dementsprechend zufrieden: „Unser Ziel war es, dieses Rennen zu gewinnen – und wir waren sogar stärker, als wir dachten“, sagte er. „Nicht nur Noah, auch Karl hat hier eine unglaubliche Leistung gezeigt. Ich bin super happy – und die Jungs sind es auch. Was ich außerdem hervorheben möchte ist, dass wir einen ausgezeichneten Mannschaftsgeist hatten: Gijs, Michiel, Julius und Georgs haben unermüdlich Lücken geschlossen und gearbeitet. Es war eine perfekte Woche, ein perfektes Rennen.“

Ihr nächstes Rennen bestreiten die grenke – Auto Eder Fahrer bei Aubel – Thimister – Stavelot. Das dreitägige Etappenrennen findet von 8. bis 10. August in Belgien statt.

112. Tour de France – 10. Etappe:

10. Etappe: Ennezat – Le Mont-Dore Puy de Sancy – 165 Km – 4450 Hm

Simon Yates siegt, Ben Healy in Gelb

Simon Yates (Visma) gewann am Puy den Sancy oberhalb von Mont-Dore die 10. Etappe der Tour de France 2025. Der 32-jährige Brite stammte aus der maximal 29 Fahrer starken Spitzengruppe des Tages und stellte die letzten 4 Mitausreißer im knapp 4 Kilometer langen Schlussanstieg ab. Als Motor der Spitzengruppe fuhr Ben Healy (EF) auf den 3. Platz und ins Gelbe Trikot.

Weitere 5 Aureißer erreichten das Ziel vor den besten Klassementfahrern. Von diesen attackierte Tadej Pogacar (UAE) im Schlussanstieg, und einmal mehr blieb nur Jonas Vingegaard (Visma) dran. Florian Lipowitz (RB) und Matteo Jorgenson (Visma) kamen 3 Sekunden hinter den beiden ein, Evenepoel (Soudal), Onley (Picnic), Tobias Johannessen (Uno-X) und Roglic (RB) weitere 3 Sekunden mehr. Der bisherige Gesamtdritte Vauquelin (Arkéa) verlor im Zentralmassiv über eine halbe Minute.


Plomi Foto

Ergebnis
1. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike 4:20:05
2. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +0:09

3. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +0:31
4. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +0:49
5. Michael Storer (AUS) – Tudor +1:23
6. Joe Blackmore (GBR) – Israel-Premier Tech +3:57
7. Anders Johannessen (NOR) – Uno-X +4:38
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:51
9. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG gl.Zeit
10. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
11. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +4:54
12. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora gl.Zeit
13. Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step +4:57
14. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL alle
15. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X gleiche
16 .Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
17. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +5:11
18. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +5:15

19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies gl.Zeit
20. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +5:31
21. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +5:37
22. Enric Mas (ESP) – Movistar +5:43

25. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +6:53
28. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +7:23
30. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:41
33. Romain Grégoire (FRA) – Groupama-FDJ +8:28
43. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +11:28
DNF Søren Waerenskjold (NOR) – Uno-X
DNF Georg Zimmermann (GER) – Intermarché-Wanty
DNF Marijn van den Berg (NED) – EF Education-Easypost

Pogacar gab das Gelbe Trikot des Gesamtführenden also ein weiteres Mal kalkuliert ab, diesmal an Healy. Am Ende wurde es noch einmal knapp, und Healy nahm das Führungstrikot mit 29 Sekunden Vorsprung mit in den ersten Ruhetag. Pogacar baute seinen Vorsprung vor Evenepoel leicht auf exakt eine Minute aus. Vingegaard blieb auf dem 4. Platz, weil Vauquelin hinter ihn und seinen Edelhelfer Jorgenson zurückfiel.
Etappensieger Simon Yates trat nach dem Giro-Gesamtsieg anderthalb Monate zuvor bei der Tour de France ins zweite Glied seines Teams, nahm in der ersten Woche schon viel Zeit – und machte in der Spitzengruppe bis zu seiner späten Attacke nicht viel. Ganz anders Healy: Dieser fuhr bis zur Yates-Attacke ungefähr die letzten 30 Kilometer von vorne, um nach seinem Sieg auf der 6. Etappe nun auch noch ins Gelbe Trikot fahren zu können.

Gesamtwertung
1. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost 37:41:49

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:29
3. Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step +1:29
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +1:46
5. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:06
6. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +2:26
7. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +3:24
8. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +3:34
9. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +3:41

10. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +5:03
11. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +5:38
12. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +5:44

13. Enric Mas (ESP) – Movistar +5:56
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +6:32
15. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:02
16. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +10:44
17. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +11:29
18. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +11:50
19. Romain Grégoire (FRA) – Groupama-FDJ +15:15
20. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +15:41

23. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +20:26

Die 29-köpfige Spitzengruppe umfasste in ihre maximalen Ausprägung: Campenaerts, Yates (beide Visma), Valentin Paret-Peintre, van Wilder (beide Soudal), Baudin, Healy, Powless, Sweeny (alle EF), Martinez (Bahrain), Arensman (Ineos), Simmons (Lidl), Pacher (Groupama), Alaphilippe, Storer (beide Tudor), O’Connor, Plapp, (alle Jayco), García Pierna (Arkéa), Castrillo, Romeo (beide Movistar), Armirail, Aurélien Paret-Peintre (beide Decathlon), Champoussin, Velasco (beide XDS), Cras (Totalenergies), Woods, Blackmore, Luzenko (alle Israel) und Anders Johannessen (Uno-X). Bestplatzierter aus der Spitzengruppe in der Gesamtwertung als einziger mit Reichweite aufs Gelbe Trikot war Healy mit 3:55 Minuten Rückstand.

30 Kilometer vorm Ziel waren davon vorne noch Campenarts, Yates, Paret-Peintre, Healy, Martinez, Arensman, Simmons, Pacher. Storer, O’Connor, Castrillo, Woods, Blackmore und Johannessen übrig, an den letzten beiden Anstiegen dann nur noch Simmons, Yates, Healy, Arensman, Storer und O’Connor. Simmons platzte 14 Kilometer vorm Ziel ab, konnte somit dem angeschlagenen Tempo von Healy nicht mehr folgen.
In den Schlussanstieg gingen die 5 vorn verbliebenen Fahrer 5:20 Minuten vor der Gruppe ums Gelbe Trikot. Yates attackierte am Fuße. O’Connor tankte sich noch einmal heran. Kurz bevor Arensman 2,5 Kilometer vorm Ziel aufschließen konnte, verabschiedete sich Yates endgültig, musste aber den nicht aufsteckenden Arensman auf Distanz halten. O’Connor wurde noch von Healy kassiert. Storer belegte den 5. Platz.
Von den übrigen Ausreißern fuhren noch Blackmore, Johannessen und Martinez gute Tagesplatzierungen ein, wohingegen Simmons sich weit durchreichen ließ. Lenny Martinez hatte die ersten 5 der 8 Bergpreise des Tages gewonnen und schlüpfte damit ins Bergtrikot. Er löste den bisherigen Träger Wellens (UAE) mit einer 3-mal so hohen Punktausbeute allein an einem Tag ab. Im Finale spielte Martinez um den Etappensieg aber keine Rolle mehr.

Bergtrikot
1. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 27 p.

2. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost 16
3. Michael Woods (CAN) – Israel-Premier Tech 11
4. Tim Wellens (BEL) – UAE-XRG 8
5. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers 8
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 7

Im Hauptfeld kontrollierten Pogacars Helfer das Tempo bis ins Finale, während sich die abgehängten Fahrer zu einem Gruppetto formierten. In der Endphase übernahmen dann Vingegaards Helfer. Jorgenson zeigte ein paar Attacken am vorletzten Anstieg, denen Pogacar sofort folgte.
Im Schlussanstieg wiederum ging Pogacar selbst in die Offensive und sprengte damit die sowieso schon sehr klein gewordene Gruppe der besten Klassementfahrer. Aus den bisherigen Top-Ten der Gesamtwertung fehlte da schon Skjelmose (Lidl) lange und van der Poel (Alpecin) wie zu erwarten noch viel länger.

112. Tour de France – 9. Etappe:

Van der Poel wagt, Merlier gewinnt

Mathieu van der Poel (Alpecin) drückte mit seinem Teamkollegen Jonas Rickaert der flachen 9. Etappe der Tour de France 2025 den Stempel auf. Eine überraschende 174 Kilometer lange Flucht endete für van der Poel erst 700 Meter vorm Ziel. Um den Tagessieg duellierten sich dann in Châteauroux erwartbar die beiden besten Sprinter. Tim Merlier (Soudal) überholte Jonathan Milan (Lidl) um eine halbe Radlänge für seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Tour. Auch Arnaud de Lie (Lotto) auf dem 3. Platz war noch innerhalb einer Radlänge mit den beiden.

Alle anderen Teams – mal abgesehen von denen der besten Klassementfahrer – fuhren wie Roboter auf Autopilot für einen Massensprint, um am Ende zum Beispiel Sechster anstatt Siebter zu werden. Van der Poel und Rickaert wählten angesichts der Chancenlosigkeit gegen Merlier und Milan ihr Heil in der Flucht. Richtig so! Rickaert hatte sich 6 Kilometer vorm Ziel aufgeopfert. Van der Poel fuhr knapp am Wahnsinns-Coup vorbei.


HERBERT MOOS Foto

Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:28:52

2. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek
3. Arnaud de Lie (BEL) – Lotto
4. Pavel Bittner (CZE) – Picnic-PostNL
5. Paul Penhoët (FRA) – Groupama-FDJ
6. Biniam Girmay (ERI) – Intermarché-Wanty
7. Phil Bauhaus (GER) – Bahrain Victorious
8. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora

9. Stian Fredheim (NOR) – Uno-X alle
10. Kaden Groves (AUS) – Alpecin-Deceuninck
11. Alexis Renard (FRA) – Cofidis
12. Pascal Ackermann (GER) – Israel-Premier Tech gleiche
13. Arnaud Démare (FRA) – Arkéa-B&B Hotels
14. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
15. Dylan Groenewegen (NED) – Jayco-Alula Zeit
– 175 Fahrer klassiert.
DNF João Almeida (POR) – UAE-XRG

Tadej Pogacar (UAE) verteigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden problemlos 54 Sekunden vor Remco Evenepoel (Soudal). Van der Poel fiel um einen auf den 6. Platz zurück, was ihm aber herzlich egal sein wird. Er ist ohnehin der einzig verbliebene Nicht-Klassementfahrer in den Top-Ten.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 33:17:22

2. Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step +0:54
3. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +1:11
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +1:17
5. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +1:34
6. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck +1:46
7. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +2:49
8. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +3:02
9. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +3:06

10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:43
11. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +3:55
12. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +4:28
13. Enric Mas (ESP) – Movistar +4:35
14. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +4:49
15. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +4:51

16. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +5:39
17. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R +7:23
18. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +8:13
19. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +8:28
20. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +8:35

Gleich auf dem ersten Kilometer machte sich Jonas Rickaert auf den Weg, und nur sein Kapitän van der Poel sprang hinterher. Die beiden bauten einen Vorsprung von bis zu 5:30 Minuten auf. Im früh ausgetragenen Zwischensprint holten sich hinter den beiden Milan, Girmay (Intermarché) und Merlier die nächsten Punkte. In Summe mit dem 2. Platz in Ziel baute Milan seinen Vorsprung in der Punktewertung ums Grüne Trikot weiter aus.

Grünes Trikot
1. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 227 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 156
3. Biniam Girmay (ERI) – Intermarché-Wanty 151
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 150
5. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck 128
6. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 106
7. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 80
8. Kaden Groves (AUS) – Alpecin-Deceuninck 60

Im Finale wehrten sich die beiden Ausreißer zäh gegen das Hauptfeld. Dabei war ihr Vorsprung zum Beispiel 60 Kilometer vorm Ziel schon auf 3:30 Minuten gesunken. Auch die Teams der Klassementfahrer schalteten sich zeitweise in die Nachführarbeit ein, weil Windkanten drohten. Letztlich wurden rund 40 Fahrer um über 6 Minuten abgehängt, als Bestplatzierter aus der Gesamtwertung O’Connor (Jayco), der allerdings ohnehin schon 8 Minuten hinterm Gelben Trikot lag.

Tour of Austria Etappe 5

5. Etappe: Feldkirch – Feldkirch – 144 Km (3388 Hm)

1 Jungels Bob INEOS Grenadiers 14 03:51:23
2 Costa Rui EF Education-EasyPost 5 + 01:45
3 Vermeersch Florian UAE Team Emirates-XRG 3 + 01:45
4 Charmig Anthon XDS Astana Team + 01:45
5 Konrad Patrick Lidl-Trek + 01:45
6 Ballabio Giacomo Hrinkow Advarics + 01:45
7 Álvarez Héctor Lidl-Trek + 01:45
8 Budzinski Marcin ATT Investments + 01:47
9 Chaves Esteban EF Education-EasyPost + 01:47
10 Engelhardt Felix Team Jayco-AlUla + 01:47

Endstand:

1 del Toro Isaac UAE Team Emirates-XRG 17:51:18
2 Ryan Archie EF Education-EasyPost + 29
3 Majka Rafal UAE Team Emirates-XRG + 47
4 Engelhardt Felix Team Jayco-AlUla + 01:20
5 August AJ INEOS Grenadiers + 01:47
6 Kämna Lennard Lidl-Trek + 02:06

7 Hellemose Asbjørn Team Jayco-AlUla + 02:10
8 Chaves Esteban EF Education-EasyPost + 02:10
9 Peter Jannis Team Vorarlberg + 03:12
10 Großschartner Felix UAE Team Emirates-XRG + 03:18

Was für ein Finale der 74. Tour of Austria in Vorarlberg: Über 10.000 Menschen in Feldkirch und weit über 20.000 entlang der fünften und letzten Etappe bejubelten Jungstar Isaac del Toro, den ersten mexikanischen Gesamtsieger der Tour of Austria. Mit einer Glanzleistung holte sich Bob Jungels den Etappensieg rund um Feldkirch, Patrick Konrad wurde als Fünfter bester Österreicher. Und Etappensieger Felix Großschartner, der drei Tage im roten Führungstrikot fuhr, beendete die Tour auf Rang 10.

Die 74. Tour of Austria endete heute zum ersten Mal in Feldkirch in Vorarlberg. Schon vor dem Start herrschte eine Gänehautstimmung in der Innenstadt des mittelalterlichen Kleinods. Die Abschlussetappe stand dabei unter dem Motto „Feldkirch einhundert. Zusammen wachsen“. Grund der Feierlichkeiten ist die Vereinigung der Ortsteile Tisis, Tosters, Altenstadt, Levis, Nofels und Gisingen mit der Innenstadt. In der nach Dornbirn zweitgrößten Stadt Vorarlbergs war die Tour of Austria Teil des Jubiläums mit der Abschlussetappe, die über 144,1 Kilometer und noch einmal schwere 3.388 Höhenmeter führte. Nach zwei neutralisieren Runden ging es nach 15 Kilometern zur ersten Bergwertung in Rankweil, die sich Ex-Weltmeister Rui Costa, gestern der aktivste Fahrer, schnappte.

Vinokurov sichert sich Bergwertung am Furkajoch
Dann ging es Richtung Furkajoch mit einer Bergwertung der höchsten Kategorie. Der auch bei Motorradfahrern beliebte Pass stand zum ersten Mal im Tourplan und hat eine Länge von 20,4 Kilometern mit 6,1 Prozent Steigung. Vier Spitzenfahrer mit Ex-Rundfahrtssieger Riccardo Zoidl (Hrinwkow Advarics), Bob Jungels, Luca Vergallito und Sean Quinn setzten sich rasch über eine Minute aufs Feld ab. Doch dahinter pirschten sich drei Profis an, darunter der in der Bergwertung Führende Nicolya Vinokurov und sein ärgster Gegenspieler Emanuel Zangerle vom Team Vorarlberg. Aber sie schafften nicht den Anschluss zum Spitzenquartett, wo sich Zoidl die HC-Bergwertung sicherte. Da Vinokurov, Sohn von Olympiasieger Alexander Vinokurov, vor Zangerle übers Furkajoch fuhr, sicherte er sich vorzeitig das Mautner Markhof-Bergtrikot. Danach ging es gleich zur nächsten Bergwertung nach Faschina, während das Hauptfeld 90 Kilometer vor dem Ziel drei Minuten Rückstand hatte.

Bob Jungels setzt sich im Feldkirchner Hexenkessel ab
Vor dem Anstieg zur letzten Bergwertung des Tages, dem 5,7 Kilometer langen Dünserberg kurz vor der ersten Zieldurchfahrt in Feldkirch, lag das Führungsquartett mittlerweile über dreieinhalb Minuten vor dem Hauptfeld, das die Verfolger um Zangerle bereits geschluckt hatte. Auch Ricci Zoidl und Sean Quinn bekamen Probleme, den Anschluss an Jungels – Sieger bei Lüttich-Bastogne-Lüttich 2018 und Vergallito – 2023 Gesamtsieger der OÖ Rundfahrt – zu halten. Nach der ersten Zieldurchfahrt in Feldkirch mit tausenden frenetischen Fans ging es in die 45 Kilometer lange Schlussrunde mit zackigem Profil. Die Rennsituation: Jungels konnte sich von Vergallito absetzen, rund 30 Sekunden dahinter Zoidl, das ca. 30-köpfige Hauptfeld hatte etwas mehr als zwei Minuten Rückstand. Tour de France-Etappensieger Bob Jungels fuhr ein fulminantes Rennen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, während Zoidl und später auch Vergallito vom Peloton geschluckt wurden. Bei der 20km-Marke nach Bludesch lag Jungels von INEOS-Grenadiers bereits über drei Minuten vor dem Hauptfeld.

Jungels bricht die UAE-Serie
Es wäre das erste Mal in der 74-jährigen Geschichte der Tour of Austria/Österreich Rundfahrt gewesen, dass eine Mannschaft alle Etappen gewinnt. Das Team UAE hatte bisher alle vier Etappensiege zu Buche stehen. Dagegen stemmte sich heute der 32-jährige Weltklassefahrer Bob Jungels, der neben den luxemburgischen Zeitfahrmeisterschaften seinen zweiten Saisonsieg feierte. Nach rund 130 Kilometern an der Spitze siegte er mit 1:45 Minuten vor Ex-Weltmeister Ruis Costa, der den Sprint der Verfolgergruppe gewann. Bester Österreicher wurde heute Patrick Konrad von Lidl-Treck, der damit einen versöhnlichen Abschluss feierte. Sehr stark auch Philipp Hofbauer von WSA KTM Graz mit Rang 20. „Ich wusste, wenn ich den letzten Hügel überstehe, kann ich es schaffen. Mein letzter Sieg ist schon länger her und es wird immer schwieriger zu siegen. Das Niveau hier bei der Tour of Austria war enorm, deshalb freue ich mich noch mehr über den Triumph.“

Isaac del Toro erster mexikanischer Gesamtsieger
Nach drei Etappensiegen feierte der 21-jährige Giro-Zweite Isaac del Toro von UAE Team Emirates – XRG einen eindrucksvollen Gesamtsieg. In Feldkirch wurde er von zahlreichen Landsleuten empfangen. „Die Stimmung war enorm. Die ganze Woche war verrückt und wir können stolz auf uns sein. Gestern am Kühtai war ich extrem am Limit, aber wir hatten immer alles unter Kontrolle. Gratulation an das ganze Team, alle haben perfekt gearbeitet. Natürlich hätten wir Felix gerne ganz oben gesehen, aber es lief ihm gestern nicht. Die Tour of Austria ist ein außergewöhnliches Rennen.“

Gesamtzweiter der Tour of Austria wurde Archie Ryan (plus 29 Sek.) von EF Education – Eaysypost, gefolgt von del Toros Teamkollegen Rafal Majka (plus 47 Sek). Felix Großschartner wurde als bester Österreicher Zehnter (3:18 Min.). Philipp Hofbauer landete mit Rang 15, Hermann Pernsteiner (ARBÖ Kärnten Sport Feld am See) als 18. und Hofbauers Teamkollege Martin Messner mit Rang 19 ebenfalls unter den Top-20. „Es war eine super Tour mit dem Etappensieg in Steyr und drei Tagen im roten Führungstrikot. Leider erwischte ich gestern keinen guten Tag, aber so ist der Radsport. Leider verpassten wir heute den fünften und letzten Etappensieg. Unser großes teaminternes Ziel ist heuer ein neuer Rekord an Siegen, im Vorjahr verpassten wir ihn nur um einen“, sagte Felix Großschartner, der von seinem Fanclub bejubelt wurde.

Del Toro holt drei Trikots, Zangerle vom Team Vorarlberg aktivster Fahrer
Die Dominanz des Mexikaners Isaac del Toro schlug sich auch bei der Siegerehrung nieder, wo ihm gleich drei Führungstrikots übergestreift wurden: das rote Skoda-Führungstrikot, das grüne für die Punktewertung der Österreichischen Lotterien und natürlich die Nachwuchswertung, unterstützt von DANKÜCHEN. Im Bergklassement, gesponsert von Mautner Markhof, setzte sich der kasachische Astana-Profi Nicolya Vinokurov durch. Emanuel Zangerle vom Team Vorarlberg wurde am Ende Zweiter. Und das orange Jersey von Gebrüder Weiss für den besten Österreicher gewann Felix Großschartner. Zum aktivsten Fahrer der gesamten Tour wurde Emanuel Zangerle vom Team Vorarlberg gekürt. Die beste Mannschaft war UAE Team Emirates – XRG.

Homepage: www.tourofaustria.com
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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

War für ein Vorarlberger Radsportfest in Feldkirch! Jannis Peter sensationell auf Gesamtrang neun – Emanuel Zangerle Aktivster Profi der 74. Tour of Austria UCI 2.1

Die Schlussetappe in Vorarlberg über 144 Kilometer und 3400 Höhenmeter! Was war das für ein großes Radsportfest in der Stadt Feldkirch, wie auf der gesamten Strecke. Tausende Zuschauer verfolgten frenetisch die fünfte und letzte Etappe der 74. Tour of Austria UCI 2.1. Und auch heute wieder Team Vorarlberg in der zweiten Spitzengruppe mit Emanuel Zangerle und in der Schlussabrechnung das erfolgreichste Continental Team der Tour!

Bob Jungels holt sich Solosieg in Feldkirch
Nach dem stimmungsvollen Start in der Marktgasse von Feldkirch, sofort wieder hohes Tempo. Es können sich einige Fahrer absetzen. Wieder mit dabei Emanuel Zangerle als Verfolger. Die Spitzengruppe wird über die Bergwertungen Furkajoch, Faschinajoch und Dünserberg an der langen gelassen. UAE-Emirates diktiert das Tempo im Feld. Die gelben Trikots der Team Vorarlberg Profis zieren ebenfalls die erste Gruppe im Feld. Jannis Peter, Colin Stüssi, Alexander Konychev, Emanuel Zangerle, aber auch der junge Killian Feurstein fahren wiederum ein richtig starkes Rennen.
Das Finale wird nach der Abfahrt vom Dünserberg eingeleitet. Vergalito (ITA / Alpecin-Deceuninck) und Bob Jungels (LUX / INEOS-Grenadiers) wehren nach der ersten Durchfahrt in Feldkirch. Bob Jungels siegt solo vor fast 10 000 Zuschauern in Feldkirch. Dahinter folgt eine kleinere Gruppe mit den Besten der Tour. Unter ihnen Jannis Peter, der 24-jährige Shootingstar aus dem Team Vorarlberg auf Rang 21.

Jannis Peter inmitten der Top Stars auf Gesamtrang neun
Als Gesamtsieger kürt sich der Mexikaner Komet Isaac Del Toro (UAE-Emirates), vor Iren Archi Ryan (EF-Education Easy Post) und Rafael Majka (POL / UAE-Emirates). Jannis Peter verteidigt seinen neunten Gesamtrang neun und strahlte im Ziel mit einem breiten Lächeln.

Aktivster Fahrer der Tour Emanuel Zangerle und Zweiter der Bergwertung
In der Auffahrt nach Laterns macht sich Emanuel Zangerle auf die Verfolgung der vier Mann Spitze. Doch sein Kontrahent Nicolas Vinokurov (KAZ / ASTANA) ist wachsam und fixiert das Trikot am Furkajoch. Dennoch großartig gefightet „Emu“. Er wird Zweiter, und wird als Aktivster Fahrer der gesamten Tour of Austria ausgezeichnet!

O-Ton Thomas Kofler – Etappenverantwortlicher / Team Manager: „Was sich heute auf der Strecke in Vorarlberg zugetragen hat. Einfach nur Gänsehaut und überwältigend, wie radsportverrückt Vorarlberg ist. Aber auch wie groß die Fangemeinde des Team Vorarlberg angewachsen ist. Ich bin stolz auf alle im Team. Auch wenn ein Youngster wie Kilian Feurstein so eine schwere Tour ausfährt ist das ein Ausweis. Jannis, aber auch alle anderen haben einfach phänomenal abgeliefert!“

Das Team im gesamten hat einen unglaublichen Job gemacht, sieben Fahrer wie das Betreuerteam – DANKE euch!

Roster Team Vorarlberg: Daniel Geismayr, Emanuel Zangerle, Kilian Feurstein (alle AUT), Pirmin Benz, Jannis Peter (beide GER), Colin Stüssi (SU), Alexander Konychev (ITA);

Stage overview
09/07 Stage 1 Steyr – Steyr 167.8 KM / 2433 HM
10/07 Stage 2 Bischofshofen – St. Johann Alpendorf 142.1 KM / 1677 HM
11/07 Stage 3 Salzburg Hellbrunn – Gaisberg 142.9 KM / 2755 HM
12/07 Stage 4 Innsbruck – Kühtai 117.3 KM / 3500 HM
13/07 Stage 5 Feldkirch – Feldkirch 144.2 KM / 3,388 HM

Presseservice Team Vorarlberg
www.team-vorarlberg.at
office@proevent-cycling.at