Archiv für den Monat: August 2025

Vuelta a España 2025 – 8. Etappe

8. Etappe: Monzón Templario – Zaragoza – 187Km


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Jasper Philipsen (Alpecin) gewann in Saragossa die 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt im Massensprint. Der 27-jährige Belgier schlüpfte kurz vorm Ziel an der Bande neben Elia Viviani (Lotto) durch und schlug diesen um eine halbe Radlänge. Auch nicht weit weg waren Ethan Vernon (Israel) und Arne Marit (Intermarché) auf den Plätze 3 und 4. Philipsen hatte bereits die Auftakt-Etappe der Vuelta 2025 für sich entschieden.

1. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 3:43:48
2. Elia Viviani (ITA) – Lotto (Später relegiert auf Platz 105)
3. Ethan Vernon (GBR) – Israel-Premier Tech
4. Arne Marit (BEL) – Intermarché-Wanty alle
5. Anders Foldager (DEN) – Jayco-Alula
6. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis
7. Madis Mihkels (EST) – EF Education-Easypost gleiche
8. Thibaud Gruel (FRA) – Groupama-FDJ
9. Fabio Christen (SUI) – Q36.5
10. Ben Turner (GBR) – Ineos Grenadiers Zeit
– 169 Fahrer klassiert.
DNF George Bennett (NZL) – Israel-Premier Tech
DNF Oliver Knight (GBR) – Cofidis
DNF Eric Fagundez (URU) – Burgos-Burpellet

Es war kein Tag für die Gesamtwertung. Torstein Træen (Bahrain) blieb daher mit unverändert 2:33 Minuten Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma) im Roten Trikot des Gesamtführenden.

Gesamtwertung
1. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious 29:01:50

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:33
3. João Almeida (POR) – UAE-XRG +2:31
4. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +2:42
5. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +2:47
6. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:49
7. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +2:53
8. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +2:53
9. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +2:55
10. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +2:58

11. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +3:03
12. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG +3:04
13. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech +3:20
14. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:38
15. Raul Garcia Pierna (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +3:39
16. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +3:40
17. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +3:53
18. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step +4:15
19. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +4:28
20. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +4:36

Als Spitzenreiter des Tages erbarmten sich Bou (Caja Rural), Samitier (Cofidis) und Faura (Burgos). Für das Flucht-Trio gab es nichts zu holen, abgesehen von TV-Zeit und dem Zwischensprint, der an Lokalmatador Sergio Samitier ging. Dahinter holten sich Mads Pedersen (Lidl) und Vernon die verbleibenden 13 und 10 Punkte.

Die 3 Ausreißer wurden rechtzeitig vorm unmittelbaren Finale gestellt. Der Sprint wurde von Vivianis Team angefahren. Viviani eröffnete dann den Sprint und zog hinüber links an die Bande. Er widerstand im letzten Moment der Versuchung, den schnelleren Philipsen komplett einzubauen. Pedersen kam nur auf den 11. Platz für 6 Punkte.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 120 p.
2. Ethan Vernon (GBR) – Israel-Premier Tech 111

3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 105
4. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek 75
5. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 70
6. David Gaudu (FRA) – Groupama-FDJ 62
7. Orluis Aular (VEN) – Movistar 46

GP de Plouay – Frauen 165 Km


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1 BREDEWOLD Mischa NED Team SD Worx-Protime 04:22:48
2 VOS Marianne NED Team Visma | Lease a Bike 00:00
3 JANSEN Eline NED VolkerWessels Pro Cycling Team 00:00
4 GASPARRINI Eleonora ITA UAE Team ADQ 00:00
5 KERBAOL Cédrine FRA EF Education-Oatly 00:00
6 DYGERT Chloé USA CANYON//SRAM zondacrypto 00:00
7 GEORGI Pfeiffer GBR Team Picnic PostNL 00:00
8 KOCH Franziska GER Team Picnic PostNL 00:00
9 ANDERSSON Caroline SWE Liv AlUla Jayco 00:00
10 LABOUS Juliette FRA FDJ-SUEZ 00:00
11 EDWARDS Ruth USA Human Powered Health 00:00
12 GHEKIERE Justine BEL AG Insurance-Soudal Team 00:00
13 MOOLMAN PASIO Ashleigh RSA AG Insurance-Soudal Team 00:00
14 SMULDERS Silke NED Liv AlUla Jayco 00:00
15 VANPACHTENBEKE Margot BEL VolkerWessels Pro Cycling Team 00:00

Herpersdorfer Altmeister Werner Löw 90 Jahre

Von Manfred M a r r

Nürnberg – Drei Jahre nach seinem Vereinskameraden Fritz Neuser feierte am 28. August auch Werner Löw seinen 90-Geburtstag. Der Jubilar, dessen Radsportkarriere 1949 beim „Tourenclub Nürnberg“ begann, zählte als außergewöhnlich vielseitiger Allrounder und siebenfacher Deutscher Meister rund zehn Jahre lang zu den erfolgreichsten deutschen Radsportlern.

Nach seinem Wechsel zum RC Herpersdorf im Jahr 1951 wurde Werner Löw 1952 und 1953 zweimal Deutscher Jugend-Mannschaftsmeister auf der Strasse. Seine außergewöhnlichen Spurtqualitäten bewies Werner Löw als er 1953 auch den deutschen Jugend-Meistertitel im Sprint erkämpfte! Bereits in seinem ersten Amateur-Jahr setzte Werner Löw 1954 seine DM-Serie erfolgreich fort, als er mit Fritz Neuser den Meistertitel auf dem Tandem gewann, den beide 1955 erfolgreich verteidigten.


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Seine größte Enttäuschung erlebte Werner Löw, im folgenden Jahr, als der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) damals Fritz Neuser nicht mit ihm, sondern zusammen mit dem Schweinfurter Günther Ziegler für die Olympischen Tandem-Rennen 1956 in Melbourne nominierte. „Ich war zunächst so enttäuscht, dass ich sofort mit dem Radsport aufhören wollte“, erzählt Werner Löw. Doch soweit kam es Gott sei Dank nicht. Werner Löw fand mit seinem jungen Vereinskameraden Holger Hermann einen neuen sehr guten Tandem-Partner, mit dem er bei der Deutschen Tandem-Meisterschaft im gleichen Jahr für eine echte Sensation sorgte: Im spannenden Finale um den Meistertitel gewannen Löw-Herrmann klar vor den haushohen Favoriten Neuser-Ziegler! „Das hat mich einigermaßen über die entgangene Olympia-Teilnahme hinweg getröstet“, erinnert sich Werner Löw, der 1956 zusammen mit Georg Singer, Willi Renn und Fritz Neuser auch den DM-Titel in Bahn-Vierer nach Herpersdorf holte.

Dem RC Herpersdorf , für den er als Fachwart, 2. Vorsitzender und „Mädchen für alles“ viele Jahre unermüdlich im Einsatz war, blieb Löw auch nach dem Ende seiner Karriere ab 1958 eng verbunden. Viele Jahrzehnte gab er seine reiche Erfahrung als Trainer und Betreuer an den ehrgeizigen Nachwuchs des RCH weiter – auch an seinen Sohn Robby, der als mehrfacher bayerischer Meister erfolgreich in seine Fußstapfen trat und 1983 deutscher Tandemmeister der Junioren wurde.


Plomi Foto (Robby und Werner Löw 1984)

„Ein schwerer Schock war es für mich, als der RC Herpersdorf, dem ich rund 60 Jahre angehörte, 2008 nach seiner Insolvenz aufgelöst werden musste“, sagt Werner Löw, der dem damals neu gegründeten „VfR-Herpersdorf“ beitrat und danach jahrelang unermüdlich dafür kämpfte, dass daraus später wieder der alte Verein entstand mit seinem traditionellen Namen „RC Herpersdorf“. Trotz erheblicher gesundheitlicher Probleme verfolgt Werner Löw auch mit 90 Jahren seinen geliebten Radsport noch immer sehr aufmerksam.“ Der Radsport ist für mich nach wie vor eine der schwersten und auch der schönsten Sportarten!“, schwärmt der Herpersdorfer Altmeister.

Vuelta a España 2025 – 7. Etappe

Juan Ayuso (UAE) gewann die 7. Etappe der Vuelta a España 2025 mit Bergankunft von Cerler. Der 22-jährige Spanier betrieb damit Wiedergutmachung dafür, dass er am Vortag am Schlussanstieg seine Ambitionen für die Gesamtwertung verlor. Aus der 12-köpfigen Spitzengruppe des Tages war Ayuso klar der Stärkste. Auf den letzten 10 ansteigenden Kilometern distanzierte er Marco Frigo (Israel) um 1:15 Minuten. Diesem folgte 6 Sekunden hernach Raul Garcia Pierna (Arkéa) auf dem 3. Platz.

Rund 3 Minuten hinter Ayuso versuchte dessen Teamkollege João Almeida die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Almeidas Beschleunigung konnten zwischenzeitlich nur noch Jonas Vingegaard (Visma), Giulio Ciccone (Lidl) und zumindest abschnittweise Egan Bernal (Ineos) und Sepp Kuss (Visma) folgen. Doch das Trio bzw. Quintett arbeitete nicht zusammen, so dass wie am Vortag die meisten relevanten Klassementfahrer wieder zusammenrollten. Kurz vorm Ziel sprang Marc Soler (UAE) noch um 5 Sekunden davon. Vor ihm kamen 8 der 12 Ausreißer des Tages durch.

7. Etappe: Andorra la Vella – Cerler, Huesca La Magia – 187 Km


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1. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG 4:49:41
2. Marco Frigo (ITA) – Israel-Premier Tech +1:15
3. Raul Garcia Pierna (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +1:21
4. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +1:28
5. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost alle
6. Kevin Vermaerke (USA) – Picnic-PostNL gleiche
7. Eduardo Sepulveda (ARG) – Lotto Zeit
8. Brieuc Rolland (FRA) – Groupama-FDJ +2:17
9. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG +2:30
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5
11. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R
12. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek
13. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora
14. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora

15. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike
16. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula
17. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike alle
18. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech
19. João Almeida (POR) – UAE-XRG
20. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike gleiche
21. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step
22. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious
23. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers Zeit

25. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +3:37
27. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +3:37
28. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step +3:37
31. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +4:21
34. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +5:44
67. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +14:51
81. David Gaudu (FRA) – Groupama-FDJ +14:51
– 172 Fahrer klassiert.
DNF Luca Vergallito (ITA) – Alpecin-Deceuninck
DNF Daniel Cavia (ESP) – Burgos-Burpellet
DNS Cristian Rodriguez (ESP) – Arkéa-B&B Hotels

Auch Torstein Træen (Bahrain) gehörte in seinem Roten Trikot zu den zeitgleichen Fahrern mit Vingegaard und Almeida. Træen baute damit seine Führung in der Gesamtwertung sogar aus, weil seine Mitausreißer des Vortages hoch nach Cerler relativ weit zurückfielen. Der Vorsprung vor der stärksten Klassementfahrer blieb allerdings konstant, so auch auf Vingegaard, der mit unverändert 2:33 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot auf den 2. Platz aufrückte.

Gesamtwertung
1. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious 25:18:02
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:33
3. João Almeida (POR) – UAE-XRG +2:31
4. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +2:42
5. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +2:47
6. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:49
7. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +2:53
8. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +2:53
9. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +2:55
10. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +2:58

11. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +3:03
12. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG +3:04
13. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech +3:20
14. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:38
15. Raul Garcia Pierna (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +3:39
16. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +3:40
17. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +0:52
18. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step +4:15
19. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +4:28
20. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +4:36
21. Marco Frigo (ITA) – Israel-Premier Tech +4:42
22. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step +4:59

Die Spitzengruppe umfasste in ihrer gesamten Ausprägung neben Ayuso dessen Teamkollegen Vine sowie Pedersen (Lidl), Quinn, van der Lee (beide EF), Howson (Q36.5), Tejada (XDS), Rolland (Groupama), Nicolau (Caja Riral), Sepulveda (Lotto) , Garcia Pierna und Frigo. Letztlich schleppten sie wie die Lämmer den Wolf mit zum Schlussanstieg. Denn trotz der Schwäche am Vortag war Ayuso der mit Abstand stärkste Fahrer in der Spitzengruppe – und der mutmaßlich zweitstärkste der Teamkollege und Vortagessieger Vine.

Pedersen erreichte allerdings sein Ziel, indem er den späten Zwischensprint kurz vor dem Schlussanstieg gewann und damit die Führung ums Grüne Trikot in der Punktewertung ausbaute. Dafür musste er sich über 3 Berge hinweg in der Spitzengruppe halten, die auch bis zum Schlussanstieg zusammenblieb. Sämtliche Bergpreise räumten auch Ayuso und Vine ab. Vine baute damit seine Führung in der Bergwertung ums blau gepunktete Trikot aus.
Dem Rest blieb damit nur das Rennen um den 2. Platz in der Tageswertung. Denn der Bestplatzierte vor der 7. Etappe in der Gesamtwertung war Garcia Pierna mit 4:57 Minuten Rückstand. Der Vorsprung der Spitzengruppe während der 7. Etappe reichte dann, um durchzukommen. Ein weitere Führungswechsel war jedoch zu keinem Zeitpunkt in Aussicht. Um den 2. Platz duellierten sich sofort nach Ayusos Attacke bis ins Ziel Frigo und Garcia Pierna.

Vuelta a España 2025 – 6. Etappe

Jay Vine (UAE) gewann als Solist die 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025. Der 29-jährige Australier fuhr in seiner Wahlheimat Andorra am vorletzten Anstieg seien 9 Mitausreißern davon und gewann im Bergaufziel Pal 54 Sekunden vor Torstein Træen (Bahrain), der das Rote Trikot des Gesamtführenden übernahm. Den 3. Platz belegte Lorenzo Fortunato (XDS).

Die Klassementfahrer erreichten über 4 Minuten hinter Vine das Ziel. Das Team des Tagessiegers verlor allerdings eine seiner beiden Optionen für die Gesamtwertung. Juan Ayuso musste bereits früh im 9,6 Kilometer langen Schlussanstieg abreißen lassen und kassierte über 7 Minuten gerechnet auf seinen bisherigen Co-Kapitän Almeida und Vuelta-Top-Favorit Vingegaard (Visma). Die meisten anderen Podest-Kandidaten erreichten zeitgleich mit den beiden das Ziel.

6. Etappe: Olot – Pal – 170 Km

1. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG 4:12:36
2. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious +0:54
3. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +1:10
4. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +1:15
5. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +1:52
6. James Shaw (GBR) – EF Education-Easypost +2:05
7. Louis Vervaeke (BEL) – Soudal-Quick Step +2:15
8. Rames Debruyne (BEL) – Alpecin-Deceuninck +2:19
9. Archie Ryan (IRL) – EF Education-Easypost +2:42
10. João Almeida (POR) – UAE-XRG +4:19
11. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike
12. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek
13. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R
14. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers

15. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious alle
16. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike
17. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5
18. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike gleiche
19. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora
20. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora

21. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech Zeit
22. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +4:41
23. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +4:47
24. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step alle
25. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar
26. David Gaudu (FRA) – Groupama-FDJ gleiche
27. Harold Lopez (ECU) – XDS-Astana
28. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG Zeit

48. Ben Tulett (GBR) – Visma-Lease a Bike +7:58
62. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +11:51
– 174 Fahrer klassiert.
DNF Koen Bouwman (NED) – Jayco-Alula
DNS Pepijn Reinderink (NED) – Soudal-Quick Step
DNS Simon Carr (GBR) – Cofidis
DNS Arjen Livyns (BEL) – Lotto

Rotes Trikot für Træen

Træen übernahm die Gesamtführung vor seinen Mitausreißern Armirail (Decathlon), Fortunato und Vervaeke (Soudal). Vine hatte schon an den ersten 5 Tagen einigen Rückstand angesammelt. Kalkuliert auf den 5. Platz fiel Vingegaard zurück, mit nun 2:33 Minuten Rückstand auf Træen. Almeida und Giulio Cicconne (Lidl) blieben auf 8 und 9 Sekunden hinter Vingegaard.

Gesamtwertung
1. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious 20:25:46

2. Bruno Armirail (FRA) – Decathlon-AG2R +0:31
3. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +1:01
4. Louis Vervaeke (BEL) – Soudal-Quick Step +1:58
5. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:33
6. João Almeida (POR) – UAE-XRG +2:31
7. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +2:42
8. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:49
9. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +2:53
10. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +2:53
11. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +2:55
12. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +2:58

13. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +3:03
14. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG +3:09
15. David Gaudu (FRA) – Groupama-FDJ +3:17
16. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech +3:20
17. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +3:26
18. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +3:31
19. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +3:34
20. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:38

Die 10 Ausreißer des Tages hießen Vine, Castrillo (Movistar), Vervaeke, Garofoli (beide Soudal), Debruyne (Alpecin), Ryan, Shaw (beide EF), Armirail, Træen und Fortunato. Die 3 Bestplatzierten in der Gesamtwertung davon waren Træen, Armirail und Vervaeke mit 0:58, 1:02 und 1:33 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot. Teilweise waren die Profis während der 6. Etappe vom Regen gebeutelt.
Noch vor Grenzübergang nach Andorra zeichnete sich ab, dass die 10 Fahrer an der Spitze den Etappensieg unter sich ausmachen würden. Vine gewann 3 der 4 Bergpreise des Tages und eroberte damit auch das Bergtrikot knapp anstelle von Vervaeke, der schon vor der 5. Etappe 8 Punkte auf seinem Konto hatte.

Unter den Klassementfahrer folgte im Schlussanstieg einer Attacke von Ciccone nur Vingegaard. Doch nach und nach kamen 9 weitere Fahrer zurück, so dass letztlich insgesamt 11 Fahrer in der Gruppe um Vingegaard, Ciccone und dann auch Almeida fuhren. Von den 10 frühen Ausreißern kamen 9 vor den Klassementfahrern durch.

Gianni Vermeersch verstärkt ab 2026 Red Bull – BORA – hansgrohe

Der belgische Routinier Gianni Vermeersch wechselt zur Saison 2026 zu Red Bull – BORA – hansgrohe. Der 32-Jährige soll vor allem das Klassiker-Aufgebot des deutschen WorldTeams weiter verstärken.


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Vermeersch gilt als Spezialist für die rauen Klassiker im Norden: Kopfsteinpflaster, Hellinge und Gravel sind sein Terrain. Sieben Teilnahmen an der Ronde van Vlaanderen, fünf Starts bei Paris–Roubaix sowie der Titel als erster UCI-Gravel-Weltmeister unterstreichen seine Vielseitigkeit und Erfahrung. Mit diesem Profil will Red Bull – BORA – hansgrohe die Qualität bei den Eintagesrennen gezielt ausbauen.

„Mit Gianni wollen wir Lücken schließen, die im vergangenen Frühjahr sichtbar wurden“, erklärt Ralph Denk, CEO von Red Bull – BORA – hansgrohe. „Unser Kader hat ohne Frage viel Klassiker-Qualität. Doch oft fehlten uns Routine, Tiefe und Durchsetzungskraft, um mit unseren Talenten das Finale zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass Gianni genau diesen Unterschied machen kann.“

„Ich freue mich sehr auf dieses neue Kapitel in meiner Karriere. Nach vielen Jahren im gleichen Umfeld eröffnet sich für mich eine ganz neue Welt. Es ist eine Ehre, Teil von Red Bull – BORA – hansgrohe zu werden, und ich bin gespannt darauf, meine Klassiker-Erfahrung mit den jüngeren Fahrern zu teilen“, kommentiert Gianni Vermeersch seinen Wechsel.

www.RedBullBORAhansgrohe.com

Muur Classic Geraardsbergen – 178 Km

1 Abrahamsen Jonas Uno-X Mobility 125 04:04:40
2 Donovan Mark Q36.5 Pro Cycling Team 85 + 13
3 Berckmoes Jenno Lotto 70 + 36
4 Kubis Lukas Unibet Tietema Rockets 60 + 36
5 Dujardin Sandy Team TotalEnergies 50 + 37
6 Tiller Rasmus Uno-X Mobility 40 + 37
7 Menten Milan Lotto 35 + 39
8 Teunissen Mike XDS Astana Team 30 + 40
9 Hoelgaard Markus Uno-X Mobility 25 + 40
10 Vader Milan Q36.5 Pro Cycling Team 20 + 42
11 Foucher Esteban VC Rouen 76 15 + 46
12 Lambrecht Michiel Wagner Bazin WB 10 + 46
13 Gilmore Brady Israel Premier Tech Academy 5 + 46
14 Vanhoof Ward Team Flanders-Baloise 5 + 46
15 Van Kerckhove Matisse Team Visma | Lease a Bike Development 5 + 50

Vuelta a España 2025 – 4. + 5. Etappe

Ben Turner siegt, Philipsen schlägt sich selbst

Im französischen Voiron gewann Ben Turner (Ineos) die 4. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025 im Massensprint. Der 26-jährige Brite setzte sich um ungefähr eine Radlänge vor Jasper Philipsen (Alpecin) durch. Der Sprint wurde für Philipsen von seinem Team lanciert. Dann ließ sich Philipsen aber von seinem letzten Anfahrer Edward Planckaert einbauen, als Turner aus 4. Position den Sprint eröffnete. Planckaert belegte selbst noch den 3. Platz vor Ethan Vernon (Israel), der im Sprint behindert wurde, was aber nicht geahndet wurde.

Ergebnis
1. Ben Turner (GBR) – Ineos Grenadiers 4:50:14

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
3. Edward Planckaert (BEL) – Alpecin-Deceuninck
4. Ethan Vernon (GBR) – Israel-Premier Tech
5. Jenthe Biermans (BEL) – Arkéa-B&B Hotel
6. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
7. Fabio Christen (SUI) – Q36.5
8. Orluis Aular (VEN) – Movistar

9. Guillermo Silva (URU) – Caja Rural-Seguros RGA
10. Nicolò Buratti (ITA) – Bahrain Victorious
– 179 Fahrer klassiert.
DNF Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step
DNF Carlos Garcia Pierna (ESP) – Burgos-Burpellet

Das Rote Trikot des Gesamtführenden wanderte von Jonas Vingegaard (Visma) weiter zum Vortagessieger David Gaudu (Groupama). Schon zuvor waren beiden sekundengleich. Nur gab die Rangsumme aus den ersten 4 Etappen nun den Ausschlag zugunsten von Gaudu, der sich im Ziel in Voiron besser platzierte als Vingegaard.

Gesamtwertung
1. David Gaudu (FRA) – Groupama-FDJ 15:45:50

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:00
3. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +0:08
4. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +0:14
5. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +0:16
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +0:16

7. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +0:16
8. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +0:16
9. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +0:16
10. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +0:16
11. João Almeida (POR) – UAE-XRG +0:16

5. Etappe: Figueres – Figueres -TTT – 20 Km

01 UAE Team Emirates-XRG 25:26
Almeida João Soler Marc (00) Bjerg Mikkel (00) [Youth jersey] Ayuso Juan (00) Großschartner Felix (42) Oliveira Ivo (42) Vine Jay (01:37) Novak Domen (04:03)

02 Team Visma | Lease a Bike + 08
[Leader jersey] Vingegaard Jonas Tulett Ben Jorgenson Matteo Kelderman Wilco Campenaerts Victor Kuss Sepp (+ 57) van Baarle Dylan (+ 01:23)
03 Lidl-Trek + 09
[Point jersey] Pedersen Mads Ciccone Giulio Kragh Andersen Søren Hoole Daan Bagioli Andrea (+ 01:52) Bernard Julien (+ 02:04) Verona Carlos (+ 02:49) Ghebreigzabhier Amanuel (+ 05:04)
04 Red Bull-BORA-hansgrohe + 12
Denz Nico Pellizzari Giulio Zwiehoff Ben Aleotti Giovanni Hindley Jai Fisher-Black Finn van Dijke Tim (+ 58) Sobrero Matteo (+ 03:58)

05 INEOS Grenadiers + 16
Bernal Egan Ganna Filippo Kwiatkowski Michal Turner Ben Rivera Brandon (+ 02:06) Sheffield Magnus (+ 02:06) Jungels Bob (+ 02:31) Langellotti Victor (+ 03:49)

06 Movistar Team + 17
Aular Orluis Romo Javier Castrillo Pablo Cepeda Jefferson Heßmann Michel (+ 22) Canal Carlos (+ 01:41) García Cortina Iván (+ 02:37)
07 Decathlon AG2R La Mondiale + 17
De Pestel Sander Scotson Callum Armirail Bruno Bisiaux Léo Gall Felix Staune-Mittet Johannes (+ 02:07) Labrosse Jordan (+ 02:07) Peters Nans (+ 2:25)

Gesamt:

01 1 Vingegaard Jonas Team Visma | Lease a Bike 16:11:24
02 8 Ayuso Juan UAE Team Emirates-XRG + 08
03 8 Almeida João UAE Team Emirates-XRG + 08
04 9 Soler Marc UAE Team Emirates-XRG + 08
05 2 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 09
06 5 Gaudu David Groupama-FDJ + 16
07 1 Jorgenson Matteo Team Visma | Lease a Bike + 16
08 2 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 20
09 11 Pellizzari Giulio Red Bull-BORA-hansgrohe + 20
10 6 Bernal Egan INEOS Grenadiers + 22

11 4 Cepeda Jefferson Movistar Team + 25
12 12 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale + 25
13 8 Pidcock Tom Q36.5 Pro Cycling Team + 30
14 7 Buitrago Santiago Bahrain Victorious + 39
15 18 Tulett Ben Team Visma | Lease a Bike

Das einmalige „Kriterium der Giganten“ 1963 im Nürnberger Stadion

Artikel von Manfred Marr

In den mehr als 70 Jahren seit ich den Radsport begeistert und aufmerksam verfolgt habe, sind mir bis heute einige ganz außergewöhnliche Veranstaltungen besonders in Erinnerung geblieben. Eine von ihnen war am 30. August 1963.
An jenem schönen August-Abend fuhr ich per Rad zum Nürnberger Stadion – nicht um den 1. FCN zu sehen – sondern um zwei der damals größten Weltstars des Profi-Radsports ab 20.00 Uhr bei Flutlicht zu erleben:


Ein einmaliges Rennprogramm wie es Nürnberg noch noch nie vorher sah!

Ein „KRITERUIM DER GIGANTEN“

wurde im Rennprogramm angekündigt und das war damals keinesfalls übertrieben, denn an diesem Abend fuhren auf der Aschenbahn des Stadions auf Bahnmaschinen:

Jacques Anquetil (Frakreich), der damals bereits vierfache Tour de France-Sieger, der 1963 neben der Tour Jahr auch Paris-Nizza, die Spanien-Rundfahrt und die Trophée Dauphine gewonnen hatte. Er war damit der absolute Super-Star des internationalen Profi-Radsports!
Federico Bahamontes (Spanien) der Tour de France-Sieger 1959, der 1963 hinter Anquetil Zweiter der Tour de France war und bis 1963 bereits fünfmal die Gesamt-Bergwertung der Tour de France gewonnen hatte. Ein Bergtrikot gab es damals noch nicht.
Hennes Junkermann (Deutschland), der zweimal die Tour de Suisse gewonnen hatte und zehnmal Deutscher Meister auf Bahn und Straße war.
Rolf Wolfshohl (Deutschland), dreimaliger Cross-Weltmeister und 1963 erfolgreichster Straßenprofi im Ausland.
Dieter Kemper (Deutschland), Etappensieger der Deutschland-Rundfahrt und der Tour de Suisse, Deutscher Meister der Profis im Verfolgungsfahren.
Lucien „Lull“ Gillen (Luxemburg, Kriteriums-Spezialist und 9-facher Sechstage-Sieger.

Rund 5000 Radsportfans feuerten die berühmten Asse begeistert an.
Ausgetragen wurde ein Omnium mit Zweier-Verfolgungsrennen, einem Punkte- und einem Ausscheidungsfahren, bei dem die beiden schnellen Allrounder Kemper und Gillen am besten mit der Aschenbahn zurechtkamen.


Diese seltene Aufnahme von der Zweier-Verfolgung bei Flutlicht auf der Aschenbahn zeigt Bahamontes und Anquetil

Kemper gewann das Omnium vor Gillen und Junkermann.


Dieter Kemper war der herausragende Mann des Abends

Mit am Start waren u.a. auch Sigi Renz, Klaus Bugdahl, WolfgangSchulze, Horst Oldenburg, Willi Altig, Manfred Donike, Rudi Theissen, Ehrenfried Rudolph und viele weitere erfolgreiche deutsche Profis.

Es gab viele kurze Interviews mit den Teilnehmern und ich konnte meine damals schon sehr umfangreiche Autogramm-Sammlung um einige wertvolle „Schätze“ vergrößern. Leider hatte ich damals noch keinen Fotoaparat, doch die Erinnerungen an diesen tollen Abend bleiben mir für immer!

Manfred M a r r

Die Favorit:innen für den 44. Ötztaler Radmarathon

Am kommenden Wochenende ist es zum 44. Mal wieder so weit: Der Ötztaler Radmarathon ruft und über 4.000 Teilnehmer:innen aus 40 Nationen kommen nach Sölden! Bei den Damen sind gleich vier ehemalige Siegerinnen am Start, bei den Männern sind es sechs ehemalige Triumphatoren.

Für den Großteil des Starterfeldes lautet die Devise, sich den Traum vom Finishen des Ötztaler Radmarathons über 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter zu erfüllen. Ermöglicht werden diese Träume durch das über 1.300-köpfige Dream Team aus Helfer:innen, das die Strecke absichert, Verpflegung bietet und für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Die meisten Teilnehmer:innen fahren Zeiten jenseits der zehn Stunden-Marke. Sie peilen nicht Top-Ergebnisse an, im Vordergrund steht die Faszination Ötztaler Radmarathon und die Strecke überhaupt zu schaffen! Anders sehen das die Spitzenfahrer des Ötztaler Radmarathons, die um den prestigeträchtigen Sieg fighten. Mit Jack Burke (CAN/2024, 2022), Johnny Hoogerland (NED/2021), Stefano Cechini (ITA/2017), Bernd Hornetz (GER/2016) und den Österreichern Markus Kremser (1991) und Ekkehard Dörschlag (1986, 1987, 1988, 1989) sind gleich sechs ehemalige Sieger dabei. Bei den Damen konnten die drei Deutschen Janine Meyer (2023, 2024), Catherine Rossmann (2022) und Monika Dietl (2013) sowie die Italienerin Brigitte Vasselai (1999) über erste Plätze jubeln.

Wer schlägt Jack Burke?
Der gebürtige Kanadier und in Tirol lebende Jack Burke ist seit einigen Jahren in der Radmarathonszene das Maß aller Dinge. Der 30-Jährige feierte viele Siege, herausragend 2022 sein erster Triumph beim Ötztaler Radmarathon und nach seinem Sieg im Vorjahr geht er auch als Titelverteidiger am Sonntag ins Rennen: „Die Saison ist bisher sehr gut gelaufen und der Ötztaler ist mein „Heimrennen“. Ich fühle mich stark und die Vorbereitung war perfekt. Heuer sind viele klingende Namen am Start, deshalb tippe ich auf einen „Außenseitersieg“. Viele werden uns beobachten und vor den entscheidenden Bergen viel Zeit herausholen. Ohne Teamkollegen wird es schwer, große Rückstände wieder gutzumachen. Aber natürlich wäre der dritte Sieg ein Traum!“Dagegen hat der in Velden lebende Niederländer Johnny Hoogerland, Sieger von 2021, sicher Einwände. Der UCI-Amateur- und Gravel-Weltmeister wurde vor zwei Jahren Dritter und kommt mit einer starken Form ins Ötztal. „Es gibt viele Favoriten, bei so einem harten Rennen muss einfach alles passen. Aber es kommen jedes Jahr junge, hungrige Fahrer nach. Darum wird es immer schwieriger, beim Ötztaler Radmarathon ein Top-Ergebnis zu schaffen“, sagt der 42-Jährige.

Lakata und Leopold mit offenen Rechnungen

Einer, der Top-Ergebnisse beim Ötztaler Radmarathon scheinbar gepachtet hat, ist der Kärntner Ex-Profi Hans-Jörg Leopold. Die Beständigkeit des 42-Jährigen ist beeindruckend: In den Jahren 2024 und 2021 musste er sich jeweils nur Burke und Hoogerland geschlagen geben, 2022 und 2023 verpasste er als Vierter jeweils das Podest. Für heuer dämpft er die Erwartungen: „Meine Erwartungen für heuer sind nicht zu hoch. Ich selbst schätze mich zwischen Rang fünf und zehn ein.“ Für den dreifachen MTB-Marathonweltmeister Alban Lakata ist der Ötztaler Radmarathon eines der Highlights des Jahres. Und mit dem Klassiker in den Alpen hat der Osttiroler noch eine Rechnung offen: zwei vierte Plätze, ein zweiter und ein dritter Rang. Der Triumph fehlt ihm noch: „Dieser Sieg ist nach wie vor das große Ziel. Die Vorbereitung in diesem Jahr verlief nahezu perfekt. Also Feuer frei am Sonntag!“

Hochkarätige Außenseiter
Der ehemalige MTB-Eliminator Weltmeister Daniel Federspiel gehört mit seinen 38 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen, wie seine tolle Saison 2025 beweist. Mit dem Ötztaler Radmarathon verbindet den Imster eine besondere Beziehung. Er gewann bisher nicht nur alle Ausgaben des Bike4Help-Bergsprints, wo er teilnahm, mit den Plätzen fünf, sechs und sieben schaffte er es auch schon drei Mal in die Top-Ten. Das gelang auch dem Haiminger Lokalmatador Fabian Costa im Jahr 2021, als er Sechster wurde. Top-Ten-Ergebnisse haben auch die jungen Tiroler Jonas Holzknecht, Philip Handl und Patrick Hagenaars, der mit einer Armprothese fährt, zu Buche stehen. Daniel Federspiel lässt den Bike4Help-Bergsprint heuer aus: „Der Sprint ist echt eine tolle Veranstaltung, aber ich spare heuer lieber die Kräfte für Sonntag. Generell zählt beim Ötztaler Radmarathon: Favorit zu sein ist easy – abzuliefern ist die Kunst. Das gilt für alle Starter!“

Janine Meyer – wer sonst?
Im Vorjahr lieferte die Deutsche Janine Meyer beim Ötztaler Radmarathon eine richtige Show ab: Mit einem Start-Ziel-Sieg stellte sie mit der Bombenzeit von 7:26.26,8 Stunden auch einen neuen Streckenrekord auf und holte nach 2023 ihren zweiten Triumph beim Ötztaler Radmarathon. Das gelang im Jahr zuvor auch ihrer Landsfrau Catherine Rossmann, die heuer wieder zu ihrer schärfsten Konkurrentin zählt. Aus Ötztaler Sicht könnten zwei Athletinnen in die Top-20 kommen: Vom Mitveranstalterverein URC Ötztal sind mit Daniela Kneisl und Marie-Theres Gurschler zwei Damen dabei, die im Vorjahr bereits unter neun Stunden fuhren! „Generell ist es sehr erfreulich, dass immer mehr Frauen begeisterte Rennradfahrerinnen sind. Heuer gehen über 400 Damen an den Start – knapp zehn Prozent des gesamten Starterfeldes und damit eine Steigerung von rund 18 Prozent zum Vorjahr“, erläutert Heike Klotz von der OK-Leitung.

Manfred Moelgg verblüffte im Vorjahr
Neben den Top-Stars der Radmarathonszene und vielen ambitionierten Radsportler:innen aus aller Welt nehmen beim Ötztaler Radmarathon auch immer wieder Prominente teil. Im Vorjahr überraschte der ehemalige Spitzenskifahrer Manfred Moelgg mit einer fantastischen Zeit von 7:46.59,9 Stunden. Damit erreichte der Südtiroler lediglich eine knappe Stunde hinter Sieger Jack Burke als Gesamt-96. das Ziel! Heuer wird Moelgg wieder mit seinem Landsmann Werner Heel antreten. Neben Benjamin Karl, der eine Zeit um die acht Stunden anpeilt, feiert Skibergsteigerin Sarah Dreier ihre Premiere beim Ötztaler Radmarathon!

Nachhaltigkeit im Fokus
„Beim Ötztaler Radmarathon geht es um mehr als Bestzeiten. Es geht auch um Verantwortung – für die Berge, die Region und unsere Zukunft“, sagt OK-Chef Dominic Kuen. Der Ötztaler Radmarathon setzt auch heuer verstärkt auf Regionalität und Nachhaltigkeit: Von der umweltfreundlichen Anreise über nachhaltige Verpflegung bis hin zu Mehrweg-Lösungen bei Getränkestationen, weniger Müll oder auch E-Autos. Die Veranstalter zeigen, dass Spitzensport und Verantwortung für Natur und Region Hand in Hand gehen können

www.oetztaler-radmarathon.com
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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Unglückliches Ende eines großen Radsportfestes beim Kriterium in Rankweil – Deutscher Meister Dario Rapps siegt vor Alexander Konychev vom Team Vorarlberg

Dass auch in Rankweil der Radsport zuhause ist, hat man am Samstag beim top besetzten internationalen Radkriterium eindrucksvoll erlebt. Es war ein Radsportspektakel auf höchstem Niveau was die Elite Fahrer dargeboten haben in ihrem Fight über 80 Runden (84 Kilometer). Ebenso die Rahmenbewerbe mit den Kids und den Hometown Heros boten einiges an Unterhaltungswert.

Die Heimmannschaft, das Team Vorarlberg, musste auf den erkrankten Leader Colin Stüssi verzichten. Nur mit sechs Mann ging es ins Rennen, welches wiederum viele Zuschauer und Radfans an den Fuß des Liebfrauenbergs lockte.

Spannendes Rennen wird durch zwei schwere Stürze beendet
Es entwickelte sich ein offener Rennverlauf mit hohem Tempo. In den Punktesprints für die Gesamtwertung zeichnete sich früh ein Zweikampf ab zwischen dem deutschen Kriteriumsmeister Dario Rapps (BROSCH Kempten) und Alexander Konychev vom Team Vorarlberg. Gegen Mitte des Rennens ereignet sich ein Sturz in welchem mehrere Fahrer verwickelt sind. Das Rennen wurde unterbrochen und neu gestartet. Auch nach dem Neustart holten Konychev und Rapps die Punkte. Im Einlauf in die letzte Runde, dann ein weiterer schwerer Sturz. Dieses Mal erwischte es leider Jannis Peter vom Team Vorarlberg. Das Rennen wurde mit dem aktuellen Stand der Zwischenwertung endgewertet!
Sieger Dario Rapps (BROSCH Kempten, vor Alexander Konychev (Team Vorarlberg) und Emilio Cabrera (SUI).


Plomi Foto

Statement Sieger Dario Rapps: „Es wurde ein hohes Tempo gefahren. Das Risiko fährt immer mit im Sport. Die Veranstaltung war auf einem unglaublich hohem Niveau. Am Schluss war es dann doch etwas zuviel Risiko eines Konkurrenten. Ich habe mich sehr gefreut auf den finalen Sprint mit Konychev. Bin aber happy mit dem Sieg, dieser sagt mir sehr viel.“

Statement Thomas Kofler OK-Verantwortlicher: „Wir hätten uns alle einen anderen Abschluss dieses tollen Rennsportages gewünscht. Ich wünsche den Verletzten alles Beste und eine schnelle Genesung. Trotz dieser sportlichen Zwischenfälle dürfen wir auf eine unglaubliche Begeisterung zurückblicken und Rankweil danke sagen! Ein Dank an die vielen Helfern, allen Partner, Behörden, der Marktgemeinde Rankweil und sämtlichen Sponsoren!“

Große Begeisterung bei den Hometown Heros und beim Käferle Cup
Im Vorprogramm zu den Profis zeigten sich viele Kids begeistert vom Käferle Cup in Rankweil. Vom Laufrad bis zu den Schülern waren wieder viele Kinder dabei. Zu sehen, nur lachende Kinderaugen.
Im Vergleich zum Start der Hometown Heros Rennen im Vorjahr, waren heuer gleich drei Klassen notwendig, um allen einen Start zu ermöglichen. Und es war ein sportliches Kräftemessen auf ganz unterschiedlichen Niveaus bei den Damen und Herren. Für viele war es eine Gaudi, für die anderen ging es ums Eingemachte. Am Ende des Tages darf man auf ein außerordentlich gelungenes Format zurückblicken.

Abschluss mit 12h Benefizradeln und Programm für Sonntag
Weiter geht es mit einem 12 Stunden Benefizradeln für den guten Zweck am Marktplatz Rankweil mit Start um 22 Uhr, sowie weiterem Programm am Sonntag. Organisiert von den Wirten von Rankweil und dem Radsportverein Schwalbe Radsport vor dem Arlberg, sowie dem Team Vorarlberg.

Alle Informationen zum Radkriterium um den Liebfrauenberg gibt es unter:

Int. Radkriterium Rankweil