Archiv des Monats: September 2025

WM 2025 in Kigali – Straßenrennen ELITE Männer

Distanz: 267,5 km
Wieder Pogacar mit 100-Kilometer-Flucht

Herbert Moos Foto

Tadej Pogacar (Slowenien) verteidigte bei der Straßen-WM 2025 in Kigali beeindruckend seinen Titel im Straßenrennen durch eine weitere Mammut-Flucht. Der 27-jährige Top-Favorit attackierte schon 105 Kilometer vor dem Ziel am Mont Kigali und war die letzten 78 Kilometer als Solist an der Spitze unterwegs. Damit gelang Pogacar die Revanche gegen seinen einzigen vermuteten Konkurrenten Remco Evenepoel (Belgien), der ihn im WM-Einzelzeitfahren überholt hatte. Evenepoel geriet schon bei Pogacars Offensive ins Hintertreffen, berappelte sich aber nach einer Phase des Lamentierens und fuhr noch zu Silber. Um Bronze stellte Ben Healy (Irland) innerhalb der letzten 7 Kilometer am vorletzten Anstieg Mattias Skjelmose (Dänemark) ab.

Vor begeisterten Zuschauermassen kam es bei der ersten WM in Afrika auf dem anspruchsvollen Parcours zu den erwartet großen Abständen. Nur 30 der 165 Starter erreichten das Ziel. Der alte und neue Weltmeister Pogacar hatte dort nach 267,5 Kilometern 1:28 Minuten Vorsprung vor Evenepoel, über 2 vor Healy und fast 3 vor Skjelmose. Evenepoel hatte Healy und Skjelmose in der vorletzten der 15,1-Kilometer-Runden des Stadtkurses von Kigali abgehängt. Im Ziel vergingen über 6 Minuten, bevor Toms Skujins (Lettland) als Bester des Rests für den 5. Platz auftauchte.

Es folgten Giulio Ciccone (Italien), Isaac del Toro (Mexiko), Juan Ayuso (Spanien) und Alfonso Eulalio (Portugal). Über 9 Minuten hinter Pogacar ergatterte Tom Pidcock (Großbritannien) im Sprint gegen Primoz Roglic (Slowenien) den letzten Top-Ten-Platz. Pidcock hatte im Rennen um die Medaillen nicht mehr in der Verfolgergruppe das Tempo von Evenepoel, Healy und Skjelmose mitgehen können. Del Toro und Ayuso versuchten zuvor als einzige, Pogacars Attacke mitzureiten. Ayuso platzte schon kurz danach an der Mauer von Kigali ab. Del Toro leistete Pogacar noch bis 76 Kilometer vorm Ziel Gesellschaft.
Del Toro und Ayuso wollten mitfliegen

Die frühe Spitzengruppe des Tages – bestehend aus Anders Foldager (Dänemark), Julien Bernard (Frankreich), Menno Huising (Niederlande), Ivo Oliveira (Portugal), Fabio Christen (Schweiz), Marius Mayrhofer (Deutschland) und als Nachzügler Raul Garica Pierna (Spanien) – spielte nicht die geringste Rolle in einem brutal ausgefahrenen Rennen. Nach den ersten 9 Runden auf dem Stadtkurs waren schon nur noch Foldager, Oliveira und Bernard vorn, als es raus auf die größere Runde mit Mont Kigali und Mauer von Kigali ging. Bernard wurde als letzter Ausreißer kurz nach Pogacars Attacke vom Weltmeister sowie del Toro und Ayuso überholt.

Über den längeren Mont Kigali hinweg brachte das Spitzentrio 12 Sekunden Vorsprung mit in die kürzere, aber steilere Mauer von Kigali. Auf dem dortigen Pflaster fuhr del Toro von vorn. Ayuso konnte dies Schlagzahl nicht mehr mitgehen. Oben kamen del Toro und Pogacar 50 Sekunden vor einer ersten Verfolgergruppe aus dem Menschenspalier heraus. Dazwischen hing Ayuso auf verlorenem Posten.
Evenepoel zu Silber trotz erneut infantiler Episode

Noch dahinter inszenierte Evenpoel wie so oft eine sich anbahnende Niederlage mit größtmöglichen Drama. Er wechselte 2-mal sein Rennrad und stellte sich dabei so trotzig und dumm an, dass er extra lange auf das Teamfahrzeug musste. Davor und danach schlug er auf seine Rennmaschnine ein und trat während des einen Radwechsels wie ein kleines Kind in die Luft. Anders als sonst erholte sich die Drama-Queen von dieser Episode und rollte das Feld von hinten auf.

Zurück auf dem Stadt-Rundkurs hatten Pogacar und del Toro 6 Runden vor Schluss 45 Sekunden Vorsprung vor einer inzwischen zusammengeschlossenen Verfolgergruppe. Evenepoel war zu diesem Zeitpunkt noch mehr mit seiner Wut und seinem Rennrad beschäftigt als mit dem Rennen selbst.

Healy als Drittbester folgerichtig zu Bronze

Im sich abzeichnenden Kampf um Bronze hinter Pogacar und del Toro probierten es Healy, Pawel Siwakow (Frankreich) und Mikkel Honoré (Dänemark) 73 Kilometer vorm Ziel als Trio. An der Spitze versuchte Pogacar augenscheinlich del Toro noch mitzunehmen, hängte diesen aber dann doch während der fünftletzten Runde ab. Es ging hinter ihm also um Silber und Bronze – und vielleicht doch noch um die Einholung Pogacars?
Denn nun legte Evenepoel den Schalter um und ließ es laufen. Er holte dadurch del Toro und das Verfolgertrio ein und zerlegte die erste größere Verfolgergruppe sogleich an der Côte de Kimihurura, dem gepflasterter zweiten und letzten Anstieg des Rundkurses. In der Vorentscheidung um Silber und Bronze konnten nur noch Healy, Skjelmose, Pidcock und Jai Hindley (Australien) bei Evenepoel bleiben.

4 Runden vor Schluss, also noch über 60 Kilometer vorm Ziel, betrug der Abstand zwischen Pogacar und Verfolgerquintett exakt eine Minute. Obwohl die Verfolger zusammenarbeiteten, pendelte der Abstand weiterhin um die Minutenmarke. Kurz hinter dem Quintett ware Ayuso und Paul Seixas (Frankreich) unterwegs, aber als Duo chancenlos. Innerhalb der letzten 50 Kilometer wurden beide und der kurz zuvor zu ihnen aufschließende Siwakow von einer Verfolgergruppe gestellt – eine Minute hinter dem Evenepoel-Quintett und 2 hinter Pogacar.

Diese Gruppe fuhr dann den 5. Platz untereinander aus, weil Hindley und Pidcock 47 Kilometer vor Schluss an der drittletzten Kimihuruha aus der ersten Verfolgergruppe zurückfielen. Evenepoel, Healy und Skjelmose bekamen den Rückstand zu Pogacar einfach nicht kleiner. Als dieser sogar leicht nach oben anstieg, attackierte Evenepoel an Côte de Kigali Golf, dem anderen Anstieg des Rundkurses, rund 22 Kilometer vorm Ziel.

Healy und Skjelmose duellierten sich ungefährdet um Bronze wegen des eklatanten Rückstandes hinter ihnen. In der letzten Côte Kigali Golf musste Skjelmose abreißen lassen, so dass Healy mit strahlendem Gesicht zu Bronze fuhr, wohingegen bei einem bedienten Evenepoel im Ziel die Tränen flossen, um das Drama rund zu machen. Für Pogacar ist ein hoch überlegener Sieg indes der Normalfall …

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) 6:21:20

2. Remco Evenepoel (BEL) +1:28
3. Ben Healy (IRL) +2:16
4. Mattias Skjelmose (DEN) +2:53
5. Toms Skujins (LAT) +6:41
6. Giulio Ciccone (ITA) +6:47
7. Isaac del Toro (MEX) gl.Zeit
8. Juan Ayuso (ESP) gl.Zeit
9. Alfonso Eulalio (POR) +7:06
10. Tom Pidcock (GBR) +9:05
11. Primoz Roglic (SLO) gl.Zeit
12. Mikkel Honoré (DEN) +9:07
13. Paul Seixas (FRA) gl.Zeit
14. Harold Tejada (COL) gl.Zeit
15. Pawel Siwakow (FRA) +9:47
16. Jai Hindley (AUS) +10:01
17. Andrea Bagioli (ITA) +10:06
18. Marc Hirschi (SUI) gl.Zeit
19. Michael Storer (AUS) +10:12
20. Carlos Canal (ESP) gl.Zeit
21. Bauke Mollema (NED) gl.Zeit
22. Gianmarco Garofoli (ITA) +10:16
23. Kevin Vermaerke (USA) gl.Zeit
24. Arjom Nytsch (—) gl.Zeit
25. Andreas Leknessund (NOR) +10:18
26. Cian Uijtdebroeks (BEL) gl.Zeit
27. E. Svestadt-Bardseng (NOR) +10:48
28. Valen. Paret-Peintre (FRA) +10:59
29. Jan Christen (SUI) +11:55
30. A. Ghebreigzabhier (ERI) +12:04
– 165 Teilnehmer, davon 30 klassiert.

Tour de Langkawi

1.Etappe | 96.7 km Langkawi -> Langkawi

1 Malucelli Matteo XDS Astana Team 20 02:00:22
2 Blikra Erlend Uno-X Mobility 15 + 00
3 de Kleijn Arvid Tudor Pro Cycling Team 10 + 00
4 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta 5 + 00
5 Kristoff Alexander Uno-X Mobility 3 + 00
6 Rajovic Dusan Solution Tech-Vini Fantini + 00
7 Tesson Jason Team TotalEnergies + 00
8 Brustenga Marc Equipo Kern Pharma + 00
9 Saleh Mohd Harrif Terengganu Cycling Team + 00
10 Eddy Patrick Team Picnic PostNL + 00

2.etappe | 167km Padang Besar -> Kepala Batas

1 de Kleijn Arvid Tudor Pro Cycling Team 20 03:29:59
2 Malucelli Matteo XDS Astana Team 15 + 00
3 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 10 + 00
4 Fortin Filippo Solution Tech-Vini Fantini 5 + 00
5 Tesson Jason Team TotalEnergies 3 + 00
6 Hamdan Wan Abdul Rahman Terengganu Cycling Team + 00
7 Halil Mohamad Izzat Hilmi Malaysia Pro Cycling + 00
8 Blikra Erlend Uno-X Mobility + 00
9 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta + 00
10 Fernandez Miguel Angel Equipo Kern Pharma + 00

3.etappe | 198.2 km Gerik -> Pasir Puteh

1 Malucelli Matteo XDS Astana Team 20 04:28:04
2 Kristoff Alexander Uno-X Mobility 15 + 00
3 Blikra Erlend Uno-X Mobility 10 + 00
4 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta 5 + 00
5 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 3 + 00
6 Fernandez Miguel Angel Equipo Kern Pharma + 00
7 Manzin Lorrenzo Team TotalEnergies + 00
8 Brustenga Marc Equipo Kern Pharma + 00
9 Kminek Vojtech Burgos Burpellet BH + 00
10 Lienhard Fabian Tudor Pro Cycling Team + 00

4.Etappe | 141 km Kuala Teranggaanu -> Kemaman

1 Malucelli Matteo XDS Astana Team 20 03:17:56
2 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta 15 + 00
3 Blikra Erlend Uno-X Mobility 10 + 00
4 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 5 + 00
5 Brustenga Marc Equipo Kern Pharma 3 + 00
6 Manzin Lorrenzo Team TotalEnergies + 00
7 Halil Mohamad Izzat Hilmi Malaysia Pro Cycling + 00
8 de Kleijn Arvid Tudor Pro Cycling Team + 00
9 Gate Aaron XDS Astana Team + 00
10 Fernandez Miguel Angel Equipo Kern Pharma + 00
11 Kristoff Alexander Uno-X Mobility + 00

5.Etappe | 123 km Temerloh -> Fraser’s Hill (Bergankunft)

1 Delbove Joris Team TotalEnergies 20 03:00:25
2 Johannessen Anders Halland Uno-X Mobility 15 + 02
3 Voisard Yannis Tudor Pro Cycling Team 10 + 02
4 Vinokurov Nicolas XDS Astana Team 5 + 02
5 Maire Adrien Unibet Tietema Rockets 3 + 02
6 Diaz Jose Manuel Burgos Burpellet BH + 02
7 Eiking Odd Christian Unibet Tietema Rockets + 02
8 Bais Davide Team Polti VisitMalta + 02
9 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 02
10 Christophersen Cedrik Bakke Unibet Tietema Rockets + 02

6.Etappe | 123 km Shah Alam -> Port Dickson

1 de Kleijn Arvid Tudor Pro Cycling Team 20 02:32:55
2 Blikra Erlend Uno-X Mobility 15 + 00
3 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta 10 + 00
4 Halil Mohamad Izzat Hilmi Malaysia Pro Cycling 5 + 00
5 Kristoff Alexander Uno-X Mobility 3 + 00
6 Fortin Filippo Solution Tech-Vini Fantini + 00
7 Gate Aaron XDS Astana Team + 00
8 Manzin Lorrenzo Team TotalEnergies + 00
9 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 00
10 Eddy Patrick Team Picnic PostNL + 00

7.Etappe | 215km Melaka -> Medini

1 Kyffin Zeb Unibet Tietema Rockets 20 04:37:39
2 Rosli Nur Aiman Terengganu Cycling Team 15 + 02
3 de Kleijn Arvid Tudor Pro Cycling Team 10 + 10
4 Blikra Erlend Uno-X Mobility 5 + 10
5 Peñalver Manuel Team Polti VisitMalta 3 + 10
6 Brustenga Marc Equipo Kern Pharma + 10
7 Gate Aaron XDS Astana Team + 10
8 Manzin Lorrenzo Team TotalEnergies + 10
9 Halil Mohamad Izzat Hilmi Malaysia Pro Cycling + 10
10 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 10

8.Etappe | 180 km Tangkak -> Kuala Lumpur

1 Gate Aaron XDS Astana Team 20 03:50:05
2 Mikutis Aivaras Tudor Pro Cycling Team 15 + 00
3 Gimeno Nil Equipo Kern Pharma 10 + 07
4 Blikra Erlend Uno-X Mobility 5 + 15
5 Zanoncello Enrico VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 3 + 15
6 Johannessen Anders Halland Uno-X Mobility + 15
7 Lienhard Fabian Tudor Pro Cycling Team + 15
8 Bais Davide Team Polti VisitMalta + 15
9 Diaz Jose Manuel Burgos Burpellet BH + 15

Endstand:

1 Delbove Joris Team TotalEnergies 27:17:38
2 1 Johannessen Anders Halland Uno-X Mobility + 03
3 1 Voisard Yannis Tudor Pro Cycling Team + 06
4 1 Vinokurov Nicolas XDS Astana Team + 11
5 1 Christophersen Cedrik Bakke Unibet Tietema Rockets + 11
6 1 Tercero Fernando Team Polti VisitMalta + 14
7 1 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 14
8 1 Diaz Jose Manuel Burgos Burpellet BH + 14
9 1 Bais Davide Team Polti VisitMalta + 14
10 1 Gutiérrez Jorge Equipo Kern Pharma + 14

GP Cerami 176 km

1 Müller Tobias Wanty-NIPPO-ReUz 40 03:45:01
2 Taillieu Aldo Lotto Development Team 30 + 00
3 Torney Artuur Mini Discar Cycling Team 25 + 00
4 Harteel Jelle Soudal Quick-Step Devo Team 20 + 00
5 Smithson Jed Team Visma | Lease a Bike Development 15 + 00
6 Benareau Victor Tudor Pro Cycling Team U23 10 + 00
7 van der Tuuk Axel Metec-SOLARWATT pb Mantel 5 + 00
8 Grisel Matys Lotto Development Team 3 + 00
9 Moonen Zeno Wanty-NIPPO-ReUz 3 + 00
10 Dupont Timothy Tarteletto-Isorex 3 + 00

World Championships Ruanda 2025 Frauen und Juniorinnen

Frauen Elite (165km)


Plomi Foto

1 Vallieres Magdeleine Canada 600 350 4:34:48
2 Fisher-Black Niamh New Zealand 475 260 0:23
3 García Mavi Spain 400 190 0:27

4 Chabbey Elise Switzerland 325 150 0:41
5 Markus Riejanne Netherlands 275 130 0:57
6 Niedermaier Antonia Germany 225 110 1:17
7 Vollering Demi Netherlands 175 100 1:34
8 (Le Court) Pienaar Kimberley Mauritius 150 90 ,,
9 Reusser Marlen Switzerland 125 80 ,,
10 Niewiadoma Kasia Poland 100 70 ,,
11 Andersson Caroline Sweden 85 65 ,,
12 Koch Franziska Germany 70 60 1:36

Juniorinnen (74,0km)
1. Paula Ortiz (ESP) 2:09:19
2. Chantal Pegolo (ITA) alle
3. Anja Grossmann (SUI) gleiche
4. Sidney Swierenga (CAN) Zeit
5. Giada Silo (ITA) +0:03
6. Thaïs Poirier (FRA)
7. Kahsay Tsige Kiros (ETH)
8. Neve Parslow (AUS) alle
9. Maria Okrucinska (POL) gleiche
10. Alyssa Sarkisov (USA) Zeit

Die Vorentscheidung fiel erst innerhalb der letzten 2 Kilometer, als sich die Top-5 am finalen Pflaster-Anstieg unter der Führung der zuvor schon häufig vorn fahrenden Grossmann absetzten. Auf dem kupierten Schlusskilometer pokerte das Quintett hoch, so dass Poirier und Kiros fast noch herankamen. Ortiz gewann den Sprint überlegen mit zweieinhalb Radlängen Vorsprung. Auch die Abstände dahinter waren fast genauso deutlich.

Grosser Fritz Neuser Preis Stadtpark Schwabach

Der RC Herpersdorf bot zu ungewohnten Termin (sonst immer der 3.10.), am Samstag, den 27.9.2025, wieder allen Rennklassen einen interessanten Rundkurs um den Schwabacher Stadtpark, das Rennen firmierte erstmals als Großer Fritz Neuser Preis.
Bei trockenem Wetter, aber eher kühlen Temperaturen boten die Radsportler schnelle Rennen.
Leider lies die Zuschauerkulisse gegenüber den Vorjahren stark zu wünschen übrig, lag es am ungewohnten Termin?

Amateure und ELITE Klasse starteten wie gewohnt in einem Rennen mit getrennter Wertung, neu war allerdings, dass die Amateure eine Minute Vorsprung bekamen.
Da die Wertung ja eh getrennt erfolgen würde, war mir diese Regelung nicht ganz schlüssig.

Die Amateure ließen sich jedoch nicht 2x bitten und legten ein solches Tempo vor, dass die ELITE im ersten Renndrittel keine Chancen hatte, um die Punkte zu sprinten.
Und dies, obwohl die Teams 54×11 und Valeoit Parsberg im ELITE Feld ihre Helfer abstellten, um ordentlich Tempo zu machen.
Hier machte sich die Abwesenheit der Spezialisten des RSC Kempten deutlich bemerkbar.
Die Amateure waren sich jedoch einig und der Vorsprung pendelte immer um ca. 30 Sekunden.

Letztendlich schafften es nur 5 ELITE Fahrer zum Amateurfeld vorzufahren, von 54×11 die späteren Sieger Florian Obersteiner 1er und Florenz Knauer 2er, Christian Eckrich vom Team Valeoit als 3er, Hannes Schäfke und Felix Richter.

Der Rest des ELITE Feldes resignierte danach und konzentrierte sich auf den Endspurt um den 6. Platz im Ziel.

Bei den Amateuren gewann Andre Reinlein vor Fabian Jaskulla und Sebastian Simon, die bei den Wertungen am Anfang die meisten ihrer Punkte ersprinten konnten.


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ELITE:


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1er Florian Obersteiner 54×11
2er Florenz Knauer 54×11
3er Christian Eckrich Valeoit Kaffeerösterei Parsberg

Amateure:


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Frauen:


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Jugend:


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Juniorinnen:


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Masters 2:


Plomi Foto von Michael Walter

Adrien Boichis steigt mit Red Bull – BORA – hansgrohe in die WorldTour auf

Nachdem er in dieser Saison bereits für die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies an den Start gegangen ist, wird der frischgebackene U23-Weltmeister im Mountainbike-XCC ab der Saison 2026 Profi im WorldTeam.

Der 22-jährige Franzose hat in diesem Jahr gleich doppelt aufhorchen lassen. Auf dem Mountainbike krönte er sich vor wenigen Tagen zum U23-Weltmeister im Cross-Country Short Track, auf der Straße bewies er sein Können unter anderem mit dem Gesamtsieg bei der Istrian Spring Trophy in Kroatien. Die Erfolge in zwei unterschiedlichen Disziplinen zeigen: Boichis gilt als vielseitiger Fahrer mit großem Talent – ein Talent, das er nun auch in der WorldTour unter Beweis stellen darf.

„Für mich ist es etwas ganz Besonderes, ins WorldTeam aufzusteigen – vor allem, nachdem mir das Team im letzten Jahr so viel Rückhalt gegeben hat. Ich bin sehr dankbar und hoffe, dass mir dieser Schritt die Chance gibt, mich in vielen Bereichen weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, mich im Straßenradsport kontinuierlich zu verbessern, meine Stärken zu entdecken und das Team bestmöglich zu unterstützen“, freut sich Adrien Boichis. Und weiter: „Ich freue mich riesig darauf, an der Seite der Stars des Teams zu fahren und hoffentlich Teil einiger zukünftiger Siege zu sein. Ebenso viel bedeutet es mir, auch 2026 weiter Mountainbike-Rennen bestreiten zu können – die Unterstützung des Teams dabei ist einfach großartig.“

Nach Callum Thornley (Großbritannien) und Luke Tuckwell (Australien) ist Boichis bereits der dritte Fahrer, der aus dem diesjährigen Kader der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies einen Profivertrag erhält. Red Bull – BORA – hansgrohe setzt damit den eingeschlagenen Weg der nahtlosen Nachwuchsförderung von der U19-Kategorie bis in die WorldTour konsequent fort.

„Adrien ist ein außergewöhnlicher Athlet, der gezeigt hat, dass er sowohl im Mountainbike als auch auf der Straße ganz vorn mitfahren kann“, kommentiert Red Bull – BORA – hansgrohe CEO Ralph Denk die Vertragsunterzeichnung. „Da er in dieser Saison ein zweigleisiges Programm fuhr, ist der Schritt in die WorldTour natürlich groß. Aber Adrien hat gezeigt, dass er sich großen Herausforderungen stellt – und daran weiter wächst. Genau für solche Karriereschritte von den Rookies zu den Profis ebnet unser Programm den Weg.“

World Championships Ruanda 2025 U23 Straße Männer und Junioren

U23 Männer 165km:

1 Finn Lorenzo Italy 200 -15 75 3:57:27
2 Huber Jan Switzerland 150 55 0:31
3 Schrettl Marco Austria 125 40 1:13

4 Álvarez Héctor Spain 100 32 1:38
5 Gajdulewicz Mateusz Poland 85 28 1:42
6 Martí Pau Spain 70 24 2:22
7 Loulergue Victor France 60 20 ,,
8 Donzé Robin Switzerland 50 18 2:24
9 Pericas Adrià Spain 40 16 ,,
10 Ramírez Mateo Ecuador 35 14 ,,
11 Bock Max Germany 30 12 2:34
12 Lopes Lucas Portugal 25 10 2:35
13 Decomble Maxime France 20 8 3:04
14 Omrzel Jakob Slovenia 15 7 4:32
15 Dolven Halvor Norway 10 6 5:10
16 Leidert Louis Germany 5 5 6:37

Wieder im Regenbogen: Lorenzo Finn krönt sich erneut zum Weltmeister


Plomi Foto

Ein Jahr nach seinem Weltmeistertitel bei den Junioren triumphiert Lorenzo Finn erneut bei der WM – dieses Mal holte er den Titel im Straßenrennen der U23-Kategorie.

Lorenzo Finn hat es wieder getan. Exakt ein Jahr nach seinem Titelgewinn im Straßenrennen der Junioren hat sich der 18-jährige Italiener aus den Reihen der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies auch den Weltmeistertitel im Straßenrennen der U23 gesichert – und das mit einer ebenso cleveren wie dominanten Vorstellung.
Auf dem selektiven, 164,6 Kilometer langen Rundkurs von Kigali attackierte Finn rund sieben Kilometer vor dem Ziel und ließ seinen letzten verbliebenen Begleiter, den Schweizer Jan Huber, mit einem explosiven Antritt an der Côte de Kigali stehen. Am Ende überquerte er die Ziellinie mit 31 Sekunden Vorsprung als Solist – und streifte sich im Anschluss zum zweiten Mal in seiner Karriere das Regenbogentrikot über.

„Ganz ehrlich, es fühlt sich ähnlich surreal an wie letztes Jahr. Der Jubel war gewaltig. Auf den letzten 500 Metern haben mir die Ohren gedröhnt – so laut wurde ich angefeuert. Die Leute hier in Kigali sind einfach der Wahnsinn. Es war eine unvergessliche Woche, und mit diesem Ergebnis ist es wirklich ein Moment fürs Leben. Diese WM bleibt für immer in meinem Herzen“, sagte Lorenzo Finn nach seinem größten Erfolg.

Der neue U23-Weltmeister kristallisierte sich früh als entscheidender Fahrer des Rennens heraus. In der zweiten Rennhälfte war er mehrfach an Tempoverschärfungen beteiligt – ehe er und der zweitplatzierte Huber sich entscheidend absetzen konnten. „In der zweiten Rennhälfte ging’s drunter und drüber – Attacken ohne Ende. Die Höhe und die Hitze haben es richtig schwer gemacht, aber meine Beine waren gut. Und auch mein Team und die Betreuer haben mich perfekt unterstützt. Wie gesagt – ein surreales Erlebnis“, so Finn weiter.

John Wakefield, Director of Development bei Red Bull – BORA – hansgrohe, bezeichnete den Sieg als „historischen Moment“, wie er im Anschluss an das Rennen erklärte: „Mit diesem Doppelsieg gehört Lorenzo zu den ganz Großen: Er ist erst der zweite Fahrer, der den Junioren- und U23-Weltmeistertitel nacheinander holt – und das als jüngster U23-Weltmeister aller Zeiten (18 Jahre, neun Monate, sieben Tage). Das zeigt, was für ein Ausnahmetalent er ist – und dass er genau dann performt, wenn es darauf ankommt. Ein absoluter Gänsehautmoment für Lorenzo, Red Bull – BORA – hansgrohe und die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies.“

Junioren 119km:

Mit einer 36km langen Solofahrt sicherte sich der sehr starke Harry Hudson (GBR) den Weltmeistertitel der Junioren im Strassenrennen.

1 Hudson Harry Great Britain 150 2:55:19
2 Blanc Johan France 110 0:16
3 Jackowiak Jan Michal Poland 90 ,,
4 Hinds Max Great Britain 80 0:22
5 Peace Matthew Great Britain 70 0:24
6 Claisse Édouard Belgium 60 ,,
7 Wändel Elias Sweden 55 ,,
8 Dijkman Daan Netherlands 50 ,,
9 Mauss Moritz Germany 45 ,,
10 Benz Benedikt Germany 40 ,,

11 Efriem Nahom Eritrea 36 ,,
12 Van Kerckhove Seff Belgium 32 0:27
13 Hettegger Michael Austria 28 ,,
14 Vanden Eynde Mats Belgium 24 0:29
15 Cubillas Javier Spain 20 0:30
16 Herzog Karl Germany 16 0:54

Deutsche Vierer-Meisterschaft 1975 über 100 Km auf der Autobahn!

Vor 50 Jahren war die erst zwei Jahre alte „RSG Katzwang“ die große Überrschung!
Der RC Herpersdorf enttäuschte und tröstete sich mit DM-Titel der Jugend

Von den vielen Deutschen Meisterschaften, die ich in mehr als 50 jahren auf Bahn und Straße verfolgte und pressemäßig begleitete, bleibt mit die DM 1975 in Nürnberg stattfand, für immer unvergessen. Diese Vierer-Straßen DM wurde damals vom RC Herpersdorf ausgerichtet und auf der neu gebauten und noch nicht für den Verkehr freigegebenen “ A73 “ ausgetragen. Nürnbergs OB Andreas Urschlechter persönlich hatte auf Wunsch des RC Herpersdorf dazu die Ausnahme-Genehmigung erteilt! Wäre heutzutage wohl kaum mehr möglich!

Im Blickpunkt des Interesses stand für die Medien und die vielen fränkischen Fans natürlich die Meisterschft der Amateure über 100 Kilometer. Neu war damals das Reglement des BDR: Während die Vierer-DM früher ausschließlich für Vereins Mannschaften ausgeschrieben wurden, hatte man 1975 erstmals sogenannte „Renn-Gemeinschaften“ zur DM zugelassen.

Damit stieg das sportliche Niveau gewaltig, die Favoriten stellten mit zahlreichen Bahn- und Strassen-Nationalfahrern die RG´s aus Berlin,und die Renngemeinschaften aus Baden-Württemberg. Sehr verärgert war man über das neue Reglement beim RC Herpersdorf der zwar mit mehreren Vereins-Vierern antrat aber nun nicht mehr zum Kreis der Top-Favoriten zählte. Auch beim RC Mannheim war man sauer und sagte die DM-Teinahme mit Kapitän Peter Weibel ganz ab!

Erfreut über das neue Reglement war man dagegen bei der erst zwei Jahre alten „RSG Katzwang“. Mit dem 19-jährigen Friedrich von Loeffelholz und dem 22-jährigen Dieter Flögel hatte man zwar zwei absolute Fahrer der deutschen Spitzenklasse, doch noch lange keinen Vierer. Zum Retter in der Not wurde Klaus Burges, der zwei Monate vorher den DM-Titel der Steher für die RSG Katzwang gewann. Klaus ließ sich überreden nun bei der DM im Vierer zu starten. Er trainierte extrem hart und ging in Topform an den Start. Vierter Mann der „Renngemeinschaft“ war Eugen Heim aus Baden-Württemberg. Er war wie Loeffelholz erst 19 Jahre alt und ein excellenter Zeitfahrer.

Obwohl Dieter Flögel zwei Tage nach einem BDR-Einsatz bei einer schweren Rundfahrt schon nach 50 Kilometern entkräftet ausstieg , zeigten Von Loeffelholz, Burges und Heim ein grandioses Rennen, das mit Platz drei der DM belohnt wurde. Klaus Burges erinnert sich noch heute daran dass bei der Zeitnahme am Ziel eine Panne passierte: “ Gerade als wir ankamen fiel die elekronische Zeitmessung aus. Unsere Zeit wurde per Hand von Willi Fuggerer gestoppt. Friedrich zweifelte am Ergebnis, er war danach immer überzeugt davon, dass wir eigentlich die DM gewonnen hätten“

Für den RC Herpersdorf war es ein raabenschwarzer Tag, denn die Mannschaft Herpersdorf I mit Gottfried Mayer, Hubert Stöffel, Manfred Braun und Klaus Häfner belegte nach einigen Defekt-Pech nur den zehnten Platz. Trösten konnte man sich beim RC herpersdorf nach der Jugend-DM, die der RCH verdient gewann.

Manfred Marr

Omloop van het Houtland 196 km

1 Merlier Tim Soudal Quick-Step 125 04:18:27
2 Kanter Max XDS Astana Team 85 + 00

3 Marit Arne Intermarché-Wanty 70 + 00
4 Dupont Timothy Tarteletto-Isorex 60 + 00
5 Thijssen Gerben Intermarché-Wanty 50 + 00
6 Fretin Milan Cofidis 40 + 00
7 Bevort Carl-Frederik Uno-X Mobility 35 + 00
8 Bloem Joren Unibet Tietema Rockets 30 + 00
9 Gaviria Fernando Movistar Team 25 + 00
10 Dainese Alberto Tudor Pro Cycling Team 20 + 00

World Championships Ruanda Zeitfahren

ELITE Männer: 40,6 km
Hattrick für überragenden Evenepoel

Mit einem vernichtenden Sieg wurde Remco Evenepoel 2025 zum 3. Mal in Serie Weltmeister im Einzelzeitfahren auf der Straße. Auf dem hügligen Kurs in der ruandischen Hauptstadt Kigali konnte mit dem 24-jährigen Belgier niemand mithalten. Mit 74 Sekunden Rückstand ging Silber an Jay Vine (Australien). Eine noch größere Lücke klaffte zum 3. Platz. Auf diesem ergatterte ein mit Ilan van Wilder ein weiterer Belgier Edelmetall.
Der große Tadej Pogacar (Slowenien) verpasste die Medaillenränge um 2 Sekunden. Auf dem Kopfsteinfplaster-Anstieg 2 Kilometer vorm Ziel, der auch eine Woche später im WM-Straßenrennen dabei ist, musste Pogacar sogar die Demütigung über sich ergehen lassen, vom 2:30 Minuten hinter ihm gestarteten Evenepoel überholt zu werden. Damit revanchierte sich Evenepoel für die umgekehrte Schmach gegen Jonas Vingegaard (verzichtet auf die WM) gut 2 Monate zuvor bei der Tour de France.

Gleich an der ersten Zwischenzeitnahme unterbot der zuletzt gestartete Evenepoel die bisherige Bestmarke von Isaac del Toro (Mexiko) um eine dreiviertel Minute. Mit del Toro gleichauf waren hier Pogacar und Vine. Alle 3 fahren sonst für denselben Rennstall (UAE). Evenepoel ist außerhalb von internationalen Meisterschaften bis Ende der Saison noch bei Soudal-Quick Step unter Vertrag, wo auch der Bronze-Gewinner van Wilder fährt. Van Wilder lag bei der ersten Zwischen noch rund 10 Sekunden hinter del Toro, Pogacar und Vine.
An der zweiten Zwischenzeit hatte Evenepoel seinen Vorsprung vor Vine auf 1:17 Minuten ausgebaut. Pogacar war auf 1:43 zurückgefallen und nur noch knapp vor de Wilder. Del Toro fiel auf den 6. Platz hinter Andreas Leknessund (Norwegen) zurück. Die beiden tauschten bis ins Ziel wieder die Plätze. Vine konnte im letzten Streckendrittel sogar auf Evenepoel 3 Sekunden aufholen. Er brachte damit seine exzellente Form aus der Spanien-Rundfahrt mit nach Ruanda. Van Wilder konnte Evenepoel noch um etwas weniger als 2 Sekunden schlagen und vom Bronzerang verdrängen.

1. Remco Evenepoel (BEL) 49:46.03
2. Jay Vine (AUS) +1:14.90
3. Ilan van Wilder (BEL) +2:36.07
4. Tadej Pogacar (SLO) +2:37.73
5. Isaac del Toro (MEX) +2:40.86
6. Andreas Leknessund (NOR) +2:57.27
7. Luke Plapp (AUS) +3:03.07
8. Bruno Armirail (FRA) +3:06.07
9. Thymen Arensman (NED) +3:39.68
10. Stefan Küng (SUI) +3:48.92

11. Ivan Romeo (ESP) +3:52.34
12. Michael Leonard (CAN) +3:53.11
13. Matteo Sobrero (ITA) +3:59.92
14. Walter Vargas (COL) +4:04.04
15. Mattia Cattaneo (ITA) +4:10.65
16. Paul Seixas (FRA) +4:14.14
17. Miguel Heidemann (GER) +4:52.78
18. Raul Garcia Pierna (ESP) +5:03.33
19. Florian Vermeersch (BEL) +5:03.56
20. Byron Munton (RSA) +5:05.75

ELITE Frauen ITT – 31 Km

1 Reusser Marlen Switzerland 00:43:09
2 van der Breggen Anna Netherlands 00:52
3 Vollering Demi Netherlands 01:05
4 Chapman Brodie Australia 01:21
5 Aalerud Katrine Norway 01:24
6 Niedermaier Antonia Germany 01:29
7 Labous Juliette France 01:33
8 Henderson Anna Great Britain 01:38
9 Dygert Chloé United States 02:25
10 Benito Mireia Spain 02:32

U23 Männer ITT – 31,20 Km


Plomi Foto

1 Söderqvist Jakob SWE Sweden 00:38:24
2 Pringle Nate NZL New Zealand 01:04
3 Decomble Maxime FRA France 01:04
4 Finn Lorenzo ITA Italy 01:09
5 Thornley Callum GBR Great Britain 01:12

6 Walton Jonas CAN Canada 01:27
7 Gajdulewicz Mateusz POL Poland 01:28
8 Vervenne Jonathan BEL Belgium 01:33
9 Álvarez Héctor ESP Spain 01:40
10 McKenzie Hamish AUS Australia 01:48

U23-WM in Ruanda: Nate Pringle holt Silber, drei Rookies in den Top Fünf

Die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies überzeugen im U23-WM-Zeitfahren in Kigali auf ganzer Linie. Für Pringle ist es der größte Erfolg seiner Karriere.

Nate Pringle hat im WM-Einzelzeitfahren der U23-Kategorie in Ruanda die Silbermedaille gewonnen. Der 21-jährige Neuseeländer aus den Reihen der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies lieferte auf der 31,2 Kilometer langen, äußerst anspruchsvollen Strecke durch Kigali eine herausragende Leistung ab und musste sich am Ende nur dem Schweden Jakob Söderqvist geschlagen geben (+ 1:03 Minuten). Für Pringle, der in diesem Frühjahr bereits neuseeländischer Zeitfahrmeister wurde, war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.
„Dieses Ergebnis bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Nate Pringle nach seinem Silberlauf. „Wenn mir jemand im Februar gesagt hätte, dass ich überhaupt zur WM fahre, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Dann bei diesem Rennen so lange in Führung zu liegen und am Ende Silber zu gewinnen – das ist ein echtes Privileg. Ich bin super happy, wie der Tag gelaufen ist!“

Für die Rookies war es über Pringles Erfolg hinaus ein erfolgreicher Tag: Mit Lorenzo Finn (Italien, + 1:08 Minuten) auf Platz vier und Callum Thornley (Großbritannien, + 1:11 Minuten) auf Rang fünf landeten nämlich zwei weitere Fahrer aus dem Red Bull – BORA – hansgrohe Development-Team in den Top Fünf – ein eindrucksvolles Ausrufezeichen der Nachwuchsmannschaft. Der Deutsche Paul Fietzke belegte am Ende Rang 16 (+ 2:57 Minuten).

John Wakefield, Director of Development bei Red Bull – BORA – hansgrohe, zeigte sich hochzufrieden: „Insgesamt drei Fahrer in den Top Fünf bei einer U23-Weltmeisterschaft zu haben, ist ein bemerkenswertes Ergebnis – es spiegelt sowohl die Stärke unseres Programms als auch das Engagement unserer Fahrer wider. Jeder Einzelne hat seine Fähigkeiten im direkten Vergleich mit der Weltklasse unter Beweis gestellt. Diese Resultate bringen nicht nur internationale Anerkennung, sondern zeigen auch deutlich, wie viel Talent in unserem Development-Projekt steckt.“

U23 Frauen: ITT – 23 Km

1 Bäckstedt Zoe GBR Great Britain 00:30:56
2 Chladoňová Viktória SVK Slovakia 01:51
3 Venturelli Federica ITA Italy 02:12
4 Wilson-Haffenden Felicity AUS Australia 02:22
5 Ivanchenko Alena AIN Individual Neutral Athletes 02:22
6 Couzens Millie GBR Great Britain 02:38
7 Czapla Justyna GER Germany 02:48
8 Anderson Alli AUS Australia 02:53
9 Huys Tabea AUT Austria 03:00
10 Holmgren Ava CAN Canada 03:06

Junioren ITT – 22,6 Km
Weltmeister! Michiel Mouris gewinnt U19-Zeitfahren bei der WM in Kigali

Der Niederländer krönt eine herausragende Saison mit WM-Gold. Roberto Capello rundet als Sechster das starke Ergebnis der Red Bull – BORA – hansgrohe Junioren ab.

Michiel Mouris hat sich bei der Weltmeisterschaft in Ruanda den Titel im Einzelzeitfahren der Junioren gesichert. Der junge Niederländer aus den Reihen des Red Bull – BORA – hansgrohe U19-Teams grenke – Auto Eder setzte sich auf dem 22,6 Kilometer langen Kurs in Kigali in einer Zeit von 29:07 Minuten gegen die internationale Konkurrenz durch und bewies einmal mehr, dass er zu den größten Talenten seiner Generation gehört. Für Mouris ist es der Abschluss einer erfolgreichen Saison. Bereits im Frühjahr hatte der 18-Jährige mit seinem Sieg bei Paris–Roubaix Juniors für Furore gesorgt.

1 Mouris Michiel NED Netherlands 00:29:08
2 Barry Ashlin USA United States 00:07
3 Van Kerckhove Seff BEL Belgium 00:09
4 Drake Beckam USA United States 00:14
5 Hinds Max GBR Great Britain 00:19

Juniorinnen ITT – 18,3 Km

1 Arens Megan NED Netherlands 00:25:47
2 Ostiz Paula ESP Spain 00:35
3 Gissinger Oda Aune NOR Norway 00:38
4 Müller Roos NED Netherlands 00:48
5 Boothman Erin GBR Great Britain 00:49

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Luxemburg-Rundfahrt 2025

Et. Startort Zielort km Etappensieger Leader
1. Luxemburg Luxemburg 153 Romain Grégoire Romain Grégoire
2. Remich Mamer 168 Mathieu Kockelmann Romain Grégoire
3. Mertert Vianden 171 Mattias Skjelmose Mattias Skjelmose
4. Niederanven Niederanven 26* Ethan Hayter Brandon McNulty
5. Mersch Luxemburg 176 Romain Grégoire Brandon McNulty

*) Einzelzeitfahren

McNulty unspektakulär zum Team-Rekord

Brandon McNulty (UAE) holte den Gesamtsieg bei der Luxemburg-Rundfahrt 2025. Der 27-jährige US-Amerikaner war bei den herausfordenden Etappen 1 und 3 vorn dabei und legte von allen ohne vorherigen Zeitverlust im Kampf gegen die Uhr die mit Abstand beste Leistung ab. Mit 47 Sekunden Rückstand in der Endabrechnung belegte Vorvorjahressieger Mattias Skjelmose (Lidl) den 2. Platz vor Richard Carapaz (EF). McNulty sammelte damit den 86. Saisonsieg für sein Team ein, womit dieses zum alleinigen Rekordhalter an Saisonsiegen avancierte (gegenüber 85 von Columbia-HTC 2009).
Im Etappenplan der 5-tägigen Luxemburg-Rundfahrt 2025 überragte das 26,4 Kilometer lange Einzelzeitfahren den Streckenplan. Die hügligen Etappen 1, 3 und 5 standen gegenüber der Länge dieses Zeitfahrens in keinem gesunden Verhältnis.

Die 1. Etappe der Luxemburg-Rundfahrt 2025 gewann Romain Grégoire (Groupama) im Bergaufsprint, obwohl er sich schon sehr früh an die Spitze setzte. Aber er ließ einfach nicht nach, so dass hinter ihm Marijn van den Berg (EF) Probleme hatte, Grégoires Hinterrad zu halten. Mit etwas Abstand erreichte Marc Hirschi (Tudor) den 3. Platz.

Im Massensprint der 2. Etappe war van den Berg viel zu früh im Wind. Anders als Grégoire am Vortag konnte er es nicht durchziehen und landete auf dem 5. Platz. Aus zunächst 4. Position schnellte Mathieu Kockelmann (Luxemburg) nach vorne zum Sieg vor Andrea Vendrame (Decathlon) und Tom Dinnerwirth (Groupama).

Im teils gepflasterten Schlussstich der 3. Etappe vereinte Mattias Skjelmose Timing und Kraft der Beine am besten. Der am Ende aufkommende Jordan Jegat (Totalenergies) hatte vielleicht noch mehr drauf, war aber etwas spät dran, um in der letzten engen Kurve noch zum Überholmanöver anzusetzen. Brandon McNulty, der im kurzen Anstieg lange vor Skjelmose geführt hatte, belegte den 3. Platz mit 2 Sekunden Rückstand, zeitgleich mit Jhonatan Narvaez (auch UAE) und Marco Brenner (Tudor). Dessen Teamkollege Marc Hirschi hatte es in der Schlussphase der Königsetappe mit einem Solo-Vorstoß aus der dezimierten Favoriten versucht. Für Hirschi wurde der Weg zu weit, und der 6. Platz mit 6 Sekunden Rückstand war das Ergebnis. Skjelmose setzte sich auch die Spitze der Gesamtwertung, 4 Sekunden vor Jegat, 8 vor McNulty und je 12 vor Hirschi, Brenner und Narvaez.

Im Einzelzeitfahren der 4. Etappe übernahm Brandon McNulty durch einen 2. Platz in der Tageswertung klar die Gesamtführung. Nur schneller als er war um 28 Sekunden Ethan Hayter (Ineos), der in der Gesamtwertung keine Rolle mehr spielte, ebenso wie der Tagesdritte Ben Healy (EF). Skelmose fuhr auf den 10. Platz, fiel insgesamt 47 Sekunden hinter McNulty zurück, landete aber noch relativ weich auf dem 2. Platz. Die weiteren Protagonisten des Vortages – Hirschi, Brenner, Narvaez und Jegat – fielen hinter Carapaz, Rondel (Tudor) und Skujins (Lidl) auf die Plätze 6 und dahinter zurück.

Auf der verregneten 5. Etappe fiel die Entscheidung um den Tagessieg innerhalb eines Duos. Aus diesem konnte Auftaktsieger Grégoire kurz nach der Kilometer-Marke Healy distanzierte. Healy konnte sich immerhin noch weit in die Top-Ten der Gesamtwertung hinein verbessern. McNulty, Skjelmose, Carapaz, Rondel und Hirschi kamen in einer kleinen Gruppe mit 55 Sekunden Rückstand ins Ziel. Deren Sprint um den 3. Platz entschied Senna Remijn (Alpecin) durch.

Mi 17. bis So 21. September
Endklassement Skoda Tour Luxembourg 2025
1. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG 16:17:34

2. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +0:47
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:04
4. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +1:14
5. Marc Hirschi (SUI) – UAE-XRG +1:19
6. Ben Healy (IRL) – EF Education-Easypost +1:20
7. Toms Skujins (LAT) – Lidl-Trek +1:30
8. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R +1:35
9. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +1:37
10. Urko Berrade (ESP) – Kern Pharma +1:38