Archiv für den Tag: 1. September 2025

Vuelta a España 2025 – 9. Etappe

9. Etappe: Alfaro – Estación de Esquí de Valdezcaray – 195 Km


HERBERT MOOS Foto

Jonas Vingegaard (Visma) triumphierte auf der 9. Etappe der Vuelta 2025 – deren erste, auf denen es größere Zeitabstände gab. Der 28-jährige Däne fuhr über 10 des 13 Kilometer langen Schlussanstiegs von Valdezcaray als Solist und kam 24 Sekunden vor Tom Pidcock (Q36.5) und João Almeida (UAE) an. Auf dem 4. Platz verlor Felix Gall (Decathlon) schon über eine Minute, und die nächste größere Gruppe ab Platz 5 satte 1:46 Minuten.

Den gesamten Tag hatte das Team von Giulio Ciccone (Lidl) die Nachführarbeit geleistet. Als dann Vingegaard früh im Schlussanstieg in die Offensive ging, hielt Ciccone für einige Momente mit, musste dann aber abreißen lassen und wurde in die Gruppe hinter Pidcock, Almeida und Gall zurückgereicht. Was für eine massive persönliche Niederlage! Gall platzte irgendwann von Pidcock und Almeida ab, konnte sich aber vor den nächsten Verfolgern behaupten.

1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 4:32:10
2. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +0:24
3. João Almeida (POR) – UAE-XRG gl.Zeit
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +1:02

5. Raul Garcia Pierna (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +1:46
6. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG
7. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek
8. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost
9. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora
10. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana

11. Harold Lopez (ECU) – XDS-Astana alle
12. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike
13. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech
14. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula gleiche
15. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers
16. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora

17. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious Zeit
18. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Deceuninck +1:52
19. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step gl.Zeit
20. Felix Großschartner (AUT) – UAE-XRG gl.Zeit

27. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +2:08
– 169 Fahrer klassiert.

Træen rettet Rotes Trikot

Torstein Træen (Bahrain) konnte sich in seinem Roten Leader-Trikot in der relativ großen Gruppe 1:46 Minuten hinter Vingegaard halten. Damit behielt er die Gesamtführung 37 Sekunden vor Vingegaard. Dieser wiederum konnte seinen Vorsprung vor Almeida, der auf dem 3. Platz blieb, auf 38 Sekunden ausbauen. Pidcock war neben Vingegaard der Gewinner des Tages. Er sprang in der Gesamtwertung von 11 vor auf 4, Gall entsprechend von 10 auf 5.

Gesamtwertung
1. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious 33:35:46

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:37
3. João Almeida (POR) – UAE-XRG +1:14
4. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +1:15
5. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +2:14
6. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +2:42
7. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana +2:47
8. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:49
9. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +2:53
10. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +2:53

11. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +2:55
12. Marc Soler (ESP) – UAE-XRG +3:04
13. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech +3:20
14. Raul Garcia Pierna (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +3:39
15. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +3:53
16. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:00
17. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step +4:21
18. Harold Lopez (ECU) – XDS-Astana +6:30

Die 5 Ausreißer des Tages – Heßmann (Movistar), Kwiatkowski (Ineos), Ryan (EF), Vermaerke (Picnic) und Slock (Lotto) – waren machtlos gegen den viel zu optimistischen Plan von Ciccones Team, ihrem Kapitän den Sieg zu vorzubereiten. Das Spitzenquintett wurde rechtzeitig am Fuße des Schlussanstiegs eingeholt.
Auch in den Schlussanstieg hinein hielt Ciccones Team das Tempo hoch, so dass es hinten heraus bereits heftig im Peloton bröckelte. Dann aber attackierte Matteo Jorgenson mit seinem Kapitän Vingegaard am Rad, und nur noch Ciccone folgte. Die Selbstüberschätzung ging also weiter. Denn als Jorgenson ausscherte und Vingegaard übernahm, musste Ciccone schon bald abreißen lassen.

Pidcock bleibt als einziger bei Almeida
Dahinter erhöhte Almeida die Schlagzahl, so dass nur noch Pidcock und zunächst noch Gall dabei blieben. Pidcock klemmte sich fast den gesamten Schlussanstieg an Almeidas Hinterrad. Almeida investierte daraufhin einige Energie, um sich über Pidcock aufzuregen. Pidcock ließ das kalt. Er sprintete Almeida im Ziel für den 2. Platz und 2 mehr Bonussekunden ab.

Bretagne Classic – 262 Km


Plomi Foto

1 De Lie Arnaud Lotto 400 06:21:23
2 Jeannière Emilien Team TotalEnergies 320 + 00
3 Kooij Olav Team Visma | Lease a Bike 260 + 00
4 Magnier Paul Soudal Quick-Step 220 + 00
5 Girmay Biniam Intermarché-Wanty 180 + 00
6 Pluimers Rick Tudor Pro Cycling Team 140 + 00
7 Godon Dorian Decathlon AG2R La Mondiale Team 120 + 00
8 Matthews Michael Team Jayco-AlUla 100 + 00
9 Lund Andresen Tobias Team Picnic PostNL 80 + 00
10 Stuyven Jasper Lidl-Trek 68 + 00
11 Dujardin Sandy Team TotalEnergies 56 + 00
12 Strong Corbin Israel-Premier Tech 48 + 00
13 Turgis Anthony Team TotalEnergies 40 + 00
14 Magli Filippo VF Group-Bardiani CSF-Faizanè 32 + 00
15 Neilands Krists Israel-Premier Tech 28 + 00
16 Venturini Clément ARKEA-B&B HOTELS 24 + 00
17 Velasco Simone XDS Astana Team 24 + 00
18 Meurisse Xandro Alpecin-Deceuninck 24 + 00
19 Grégoire Romain Groupama-FDJ 24 + 00
20 van Dijke Mick Red Bull-BORA-hansgrohe 24 + 00

Arnaud de Lie (Lotto) gewann die Bretagne Classic 2025 im Sprint eines ersten Feldes. Mit über eine Radlänge Rückstand fing Emilien Jeannière (Totalenergies) noch so gerade eben den austrudelnden Olav Kooij (Visma) für den 2. Platz ab. Kooij hatte den Sprint früh mit de Lie am Hinterrad eröffnet. Dahinter klaffte sogleich eine Lücke. Dann ging der siegreiche 23-jährige Belgier kraftvoll vorbei.

Die 4 Ausreißer Brandon McNulty (UAE), Maxim van Gils (Red Bull), Valentin Madouas (Groupama) und Louis Barré (Intermarché) vertändelten das Podest und wurden kurz vor der Kilometermarke gestellt. Das Quartett bildete sich erst spät im Finale. Barré attackierte am letzten Anstieg rund 5 Kilometer vorm Ziel bei fast einer halben Minute Vorsprung vorm dezimierten Hauptfeld. Als McNulty mit den beiden anderen am Rad die Lücke geschlossen hatte, war eigentlich auch noch genug Vorsprung, aber dafür die Einigkeit dahin.