Archiv des Monats: November 2025

Red Bull – BORA – hansgrohe verpflichtet Haimar Etxeberria

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Plomi Foto

Red Bull – BORA – hansgrohe baut seinen Kader für die kommende Saison weiter strategisch aus und begrüßt mit Haimar Etxeberria ein aufstrebendes Talent im Team.

Der 22-jährige steigt mit seinem Wechsel in die WorldTour auf. Etxeberria hat in
dieser Saison sein großes Potenzial gezeigt – insbesondere bei Eintagesrennen
und in anspruchsvollen Sprintankünften. Nach starken Auftritten im spanischen
Nachwuchsbereich empfahl er sich spätestens mit seinem Sieg bei der Vuelta a
Castilla y León für den nächsten Schritt seiner Karriere.

Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe, sagt: „Mit
Haimar gewinnen wir einen Fahrer, der sich sehr gut in unsere langfristige Vision
einfügt. Natürlich befindet er sich noch in einer frühen Phase seiner Karriere.
Aber seine Lernbereitschaft und sein Talent, das ihn in Eintagesrennen und
schwereren Sprintfinals sehr weit bringen kann, sprechen für sich. Wir sind
überzeugt, dass er bei uns den idealen Rahmen findet, um sein Potenzial
weiterzuentwickeln.“

Haimar Etxeberria: „Ich bin sehr glücklich, zu Red Bull – BORA – hansgrohe zu
kommen. Schon in den ersten Gesprächen habe ich ein starkes Vertrauen und
eine klare Vision dafür gespürt, wie ich mich hier entwickeln kann. Ich bin hoch
motiviert für dieses neue Kapitel und freue mich darauf, zum Projekt
beizutragen. Ich habe das Team seit der Peter-Sagan-Ära genau verfolgt. Daher
ist es ein besonderes Gefühl, Teil einer Mannschaft mit einigen der größten Stars
des Sports zu sein. Ich bin äußerst dankbar für diese Gelegenheit und dafür, mit
nur 22 Jahren den Schritt in die WorldTour zu gehen.“

Filmpremiere von Best of Felix Gall 2005 in Osttirol

Im CineX in Lienz kam es an diesem Wochenenende zu einer filmischen Premiere über Felix Gall, der in dieser Saison als erster Österreicher gleich zwei Top-Ten-Ergebnisse bei Grand Tours holte. Zahlreiche Prominente und Wegbegleiter folgten der Einladung des Osttiroler Ausnahmesportlers und des Tourismusverbandes Osttirol um Obmann Franz Theurl.

Im Kinofilm, der nach einer Kooperation mit Eurosport zustande kam, wurde die erfolgreiche Saison 2025 von Felix Gall nochmals beleuchtet. „Felix hat heuer als erster Österreicher gleich zwei Top-Ten-Ergebnisse bei den drei großen Landesrundfahrten geholt. Das haben wir gebührend gefeiert. Herausragend war dabei natürlich sein fünfter Platz bei der Tour de France und der achte Gesamtplatz bei der Vuelta“, sagt TVB-Obmann Franz Theurl. „Er hat nicht nur in Osttirol einen Radsportboom ausgelöst. Felix fühlt sich mit seiner Heimat sehr verbunden und das schätzen wir natürlich sehr.“


Felix Gall bei der Katalonien Rundfahrt 2025 (Plomi Foto)

Felix Gall selbst sprach gestern von einer nahezu perfekten Saison: „Das Jahr heuer begann nicht so gut. Durch Stürze und Defekte kam ich im ersten Jahresdrittel nicht so richtig in Schwung. Danach stieg die Formkurve mit Rang fünf bei der Tour of the Alps und dem vierten Gesamtplatz bei der Tour de Suisse rasant an. Gerade rechtzeitig vor der Tour de France war ich am Höhepunkt. Dieser fünfte Gesamtplatz in Frankreich ist neben meinem Etappensieg vor zwei Jahren mein absolutes Karrierehighlight.“

Sporthelden aus Osttirol: Felix Gall und Lilli Tagger
Neben vielen Freunden und seiner Familie kamen auch prominente „Fans“ von Felix Gall zum Empfang. Darunter war auch MTB-Weltmeister Alban Lakata, der mit den unzähligen Rekorden seines Landsmanns hadert: „In Osttirol gibt es fast keinen Berg, wo Felix nicht die KOM-Bestzeit hält. Er ist ein begnadeter Bergfahrer, das merkte ich schon bei den ersten Trainingsausfahrten vor vielen Jahren mit ihm.“ Als Gratulant stellte sich neben Andreas Pfurner, Bürgermeister von Nußdorf-Debant, und Thomas Pupp, Direktor der Tour of Austria, auch Stephan Tagger ein. Der Vater des neuen Tennis-Shootingstars Lilli Tagger ist selbst begeisterter Radfahrer: „Ich kenne Felix schon lange und er ist ein Vorbild für viele junge Sportler:innen, natürlich auch für Lilli.“ Was sie vielleicht von Felix lernen könnte? „Mit Sicherheit im mentalen Bereich, auch was das Durchhaltevermögen von Radprofis betrifft“, ergänzt Stephan, der heuer viele Kilometer auf dem Rad abgespult hatte: „Lilli hatte so viele lange und enge Matches. Das kostet mir immer extrem viele Nerven, darum weiche ich immer aufs Rad aus, was natürlich förderlich für meine Kondition ist.“

Galls Ziele für 2026
Felix Galls Team Decathlon AG2R La Mondiale hat für das nächste Jahr stark aufgerüstet. „Besonders freut es mich, dass ich mit Gregor Mühlberger einen Landsmann an meiner Seite habe. Das finde ich sehr cool, wir verstehen uns super und er ist ein extrem starker Fahrer, vor allem in den Bergen“, sagt Felix, der in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Teamleitung das Programm für 2026 fixieren wird. Aber sein Hauptaugenmerk soll auch im nächsten Jahr auf der Tour de France liegen: „Es ist das größte Radrennen der Welt. Generell möchte ich einmal ein Podium bei einer Grand Tour schaffen. Ob es nächstes Jahr gelingt, werden wir sehen.“

Team Vorarlberg News

Dominik Röber und Tobias Nolde als echte Verstärkungen für das Team Vorarlberg – Jannis Peter macht nächsten Schritt bei den Unibet Rose Rockets

Mit den beiden 26-jährigen Deutschen Dominik Röber und Tobias Nolde vom Team Benotti Berthold, stoßen zwei Fahrer mit Erfahrung zum Team Vorarlberg. Röber, Zweiter der diesjährigen Tour of Bulgaria UCI 2.2, gilt als bergfester Fahrer mit einer guten Rennübersicht. Nolde ist bestens bekannt durch seine offensive und aggressive Fahrweise. Er konnte bereits zwei UCI-Rennen für sich entscheiden.

Jannis Peter wird das Team nach zwei überaus erfolgreichen Jahren verlassen. Der 25-jährige konnte sich mit dem UCI Pro Team Unibet Rose Rockets auf einen Zweijahresvertrag einigen. Gut möglich, dass er bereits im kommenden Jahr an der Tour de France zum Einsatz kommt. Die französische Equipe gilt als Top Aspirant auf eine Wild Card. Das Team Vorarlberg wünscht Jannis alles Beste und dankt ihm für die gemeinsame, großartige Zeit.

Statement von Dominik Röber: „Nach acht intensiven, lehrreichen Jahren im Team Benotti Berthold, ist für mich nun der richtige Zeitpunkt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Umso mehr freut es mich, dass der Wechsel zum Team Vorarlberg funktioniert hat. Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Qualitäten ideal ins Teamprofil passe und mit meiner Erfahrung bestmöglich helfen kann. Das Umfeld hier ist sehr professionell. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam große Schritte nach vorne machen werden – sportlich wie persönlich. Mein Traum vom ersten UCI-Sieg begleitet mich weiterhin.“
Infos zu Dominik Röber (26) https://www.procyclingstats.com/rider/dominik-rober

Statement Tobias Nolde: „Ich freue mich sehr 2026 für das Team Vorarlberg an den Start zu gehen. Einerseits motiviert es mich, gemeinsam mit so starken Rennfahrern die Ziele zu verfolgen, andererseits schätze ich das professionelle, aber zugleich familiäre Umfeld des Teams. Mein Anspruch ist es, auf einem hohen Niveau zu fahren, um den Captains im Team in entscheidenden Rennsituationen bestmöglich helfen zu können. Gleichzeitig möchte ich auch selbst Chancen nutzen, um gute Resultate für das Team einzufahren.“
Infos zu Tobias Nolde (26) https://www.procyclingstats.com/rider/tobias-nolde

Thomas Kofler – Team Manager: „Dominik und Tobias haben wir schon einige Jahre beobachtet. Sie sind viele Rennen gegen uns gefahren, und fahren sehr aktiv. Sie sind ein gut eingespieltes Duo, was für uns als Mannschaft hoffentlich zugutekommen wird. Bei Jannis bedanken wir uns von Herzen für die vergangenen zwei Jahre. Er hat meines Erachtens das Potential ein ganz Großer zu werden. Und das wünschen wir ihm!“

Team Vorarlberg verlängert mit Emanuel Zangerle und Pirmin Benz – italienisches Duo Giacomo Ballabio und Ignazio Cireddu bringt weiteren Schwung in die Squadra

Die Kaderschmiede schreitet weiter voran in den Reihen der Vorarlberger. Mit dem starken 25-jährigen Emanuel Zangerle (AUT) konnte man sicher erfreulicherweise einigen. Zangerle hat sich dabei hohe persönlich Ziele gesteckt. Ebenso mit dem Deutschen Pirmin Benz. Die Arbeitsbiene geht bereits ins vierte Jahr Team Vorarlberg. Neu dazu stoßen aus Italien der heuer erfolgreiche gefahrene Giacomo Ballabio (27), sowie der junge Sarde Iganzio Cireddu (21). Dem gegenüber steht der Abgang von Alexander Konychev. Ihn zieht in ein Team nach China. Das Team dankt „Alex“ für seine großen Taten, speziell in der vergangenen Saison.

Statement Emanuel Zangerle: „Ich freue mich sehr, meine zweite Saison im Team Vorarlberg zu bestreiten. Nach einem erfolgreichen Jahr, in dem ich sowohl als Helfer als auch mit eigenen Ergebnissen überzeugen konnte, bin ich hoch motiviert, 2025 daran anzuknüpfen. Mein Ziel ist es, meine Entwicklung weiter voranzutreiben und bei ausgewählten Eintagesrennen auch eine Leader Rolle zu übernehmen. Ich bin erfolgshungrig und möchte besonders bei den Saisonhighlights wieder mit starken Leistungen aufzeigen und das Vertrauen des Teams mit Resultaten zurückzahlen.“
Infos zu Emanuel Zangerle (25) https://www.procyclingstats.com/rider/emanuel-zangerle

Statement Pirmin Benz: „Für mich geht es bereits ins vierte Jahr mit der Mannschaft. Für das kommende Jahr hab mir doch einiges vorgenommen. Einerseits meinen Job im Team zu erledigen, aber mich nochmals weiterzuentwickeln. Mit den zahlreichen Rundfahrten bisher konnte ich gute Basis legen. Darauf möchte ich aufbauen.“
Infos zu Pirmin Benz (24): https://www.procyclingstats.com/rider/pirmin-benz//

Statement Giacomo Ballabio: „Nach einem erfolgreichen Jahr in Österreich beim Team Hrinkow-Advarics freue ich mich sehr, 2026 in einem Team mit so großer Geschichte und derart hohen Ambitionen weiterzumachen. Ich werde mein Bestes geben, um die Teamvorstellungen und persönlichen Ziele zu erreichen. Ich freue mich auf das Team Vorarlberg.“
Infos zu Giacomo Ballabio (27): https://www.procyclingstats.com/rider/giacomo-ballabio//

Statement Ignazio Cireddu: „Der Wechsel vom Team Area Zero Caffe Mokambo ist für mich eine hervorragende Gelegenheit, mich weiterzuentwickeln. Nach zwei intensiven Jahren in Italien, in denen ich mich mit den besten U23-Talenten messen konnte, bin ich bereit mich international zu beweisen. Team Vorarlberg genießt einen hervorragenden Ruf in der Nachwuchsförderung, und ich freue mich darauf, meinen Beitrag zu ihren Zielen zu leisten und hochkarätige Rennen in Europa zu bestreiten.“
Infos zu Ignazio Cireddu (21): https://www.procyclingstats.com/rider/ignazio-cireddu

Thomas Kofler – Team Manager: „Mit der Weiterverpflichtung von Emanuel haben wir uns sicher einen Gefallen getan. Er hatte einige starke Rennen in dieser Saison gezeigt, hat aber sein Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ich bin überzeigt, dass hier noch was kommen wird, was uns freut. Ebenso bei Giacomo Ballabio. Er ist viel gegen uns gefahren in diesem Jahr. Seine Offensive Fahrweise passt zu uns. Wir glauben, dass unser Rennprogramm optimal auf ihn zugeschnitten ist. Sein Landsmann Cireddu ist zwar noch sehr jung mit seinen 21 Jahren, hat aber bereits eine gute Ausbildung hinter sich. Wir möchten ihm den nächsten Schritt bei uns im Team Vorarlberg ermöglichen.“

Keep on riding

Presseservice Team Vorarlberg

ASN Pfeil Cross Serie Rennen 1 am 18.10.2025

Wie schon am allerersten Crossrennen an der historischen ASN Rennbahn am 6.1.25 war Petrus den rührigen Veranstaltern sehr gewogen und die Sonne schien bei angenehmen Temperaturen.
Leider war das Fahrerfeld und auch die Zuschauerkulisse deutlich geringer als beim Rennen am Jahresanfang.
Lag es am Termin an einem Samstag, wenn viele noch ihre Wochenendeinkäufe erledigen?
Ich weiß es nicht, die Rennen hätten jedenfalls eine höhere Beteiligung verdient gehabt.
Hoffentlich wird dies beim nächsten Termin am 22.11.25 wieder besser, zumal am nächsten Tag der Cross des RSC Fürth stattfindet und so ein Doppelstart an einem Wochenende möglich ist.

Bei der ELITE Männer waren die Positionen auf der schnellen und schönen Runde um die Rennbahn schnell vergeben, es gewann Michael Gassner vom RSV Moosburg vor Pascal Laukamp (TSV Schesslitz) und Jonathan Zipf.

Bei den ELITE Damen beherrschte Diana Steffenhagen das kleine Feld und gewann überlegen mit Rundenvorsprung.

Ein stattliches Feld gab es bei den Masters zu sehen, hier setzte sich, nach anfänglichem Zweikampf mit Michael Walter, letztendlich Marco Rödel durch. Dritter wurde Sebastian Gassner aus Gaimersheim.


Marco Rödel


2er Michael Walter

Junioren:

Juniorinnen:

Text und Fotos
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com

Fotogalerie:

Die Jubiläumsausgabe der TotA macht in allen drei Hauptstädten der Euregio Station

Am Donnerstag, 13. November wurde in Mailand die Streckenführung der Tour of the Alps 2026 (20. bis 24. April) vorgestellt. Im kommenden Jahr geht die Rundfahrt zum zehnten Mal als grenzüberschreitendes Etappenrennen in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino über die Bühne. Die insgesamt 49. Ausgabe der TotA führt vom 20. bis 24. April über fünf Etappen von der Nordtiroler Landeshauptstadt Innsbruck über Trient bis nach Bozen in Südtirol. Auf den fünf Teilstücken warten nicht weniger als 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter – als besonderes Highlight gibt es erstmals auch bei den „Bonus Sprints“ Zeitgutschriften zu holen.

Zehn Jahre ist es her, seit in den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und Trentino beschlossen wurde, aus der verbindenden alpinen Identität Profit zu schlagen und einen gemeinsamen Weg einzuschlagen: So wurde 2016 aus einem Euregio-Abkommen, das den Sport als einendes Element zwischen Menschen und Kulturen verstand, Wirklichkeit – und die Tour of the Alps als moderne Fortsetzung der über 40-jährigen Geschichte des Giro del Trentino aus der Taufe gehoben.

Am Donnerstag, 13. November wurden in Mailand die fünf Etappen der 49. TotA-Ausgabe der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Das grenzüberschreitende Etappenrennen wird vom 20. bis 24. April 2026 unter der Schirmherrschaft von Trentino Marketing, IDM Südtirol und Tirol Werbung ausgetragen. Die drei territorialen Körperschaften verfolgen dabei in Zusammenarbeit mit dem Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media, das für die Produktion, den TV-Vertrieb sowie die Vermarktung der Veranstaltung verantwortlich ist, ein zentrales Ziel: Die Rundfahrt auch künftig als Symbol für grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und dessen internationale Sichtbarkeit laufend zu stärken.

Im vergangenen Jahr generierte die Tour of the Alps einen Medienwert von über 17 Millionen Euro – diese Zahlen belegen einmal mehr, dass sich die Rundfahrt als Radsport-Großveranstaltung auf weltweiter Bühne längst etabliert hat. Ein weiterer Beleg für die wachsende Bedeutung der TotA lieferte die AIOCC-Generalversammlung von 2024, die in Riva del Garda stattfand und damit zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des Radsports auf italienischem Boden veranstaltet wurde.

Ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung verkörpert die Tour of the Alps nach wie vor jene Werte, die sie groß gemacht haben. Dazu gehören nicht nur der sportliche Wettkampf auf höchstem Niveau: Leidenschaft, Einsatz, Respekt vor der Natur oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind nur vier von vielen Werten, die weit über die Welt des Sports hinausgehen und bei allen Beteiligten der Rundfahrt großgeschrieben werden. Für die Macher des Sport Alto Garda ist die TotA mehr als „nur“ ein einfaches Radrennen, das sowohl bei Teilnehmern als auch bei Fans Jahr für Jahr aufs Neue zu überzeugen weiß: Sie ist eine Großveranstaltung, die als Paradebeispiel für die enge Partnerschaft zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino fungiert und gleichzeitig als Labor für Innovation und Zukunftsgeist verstanden werden kann.

Fünf Etappen, 760 Kilometer und 14.620 Höhenmeter, die von der offiziellen Präsentation und dem Start in Innsbruck über Trient bis nach Bozen führen: Das sind die wichtigsten Zahlen der Tour of the Alps 2026, die Behörden, Medien und Vertretern der Branche in Mailand präsentiert wurden. Die TotA-Jubiläumsausgabe macht in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino Halt und folgt damit der Logik der ersten Ausgabe von 2017, die der Waliser Geraint Thomas für sich entscheiden konnte. Damals war der unvergessene Michele Scarponi bei der Auftaktetappe in Innsbruck nicht zu schlagen – ein Moment, der bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Die kommende Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens beginnt in Nordtirol, genauer gesagt in Innsbruck. Die Tiroler Landeshauptstadt fungiert als Start- und Zielort der ersten Etappe. Das zweite Teilstück startet in Telfs und führt ins Martell nach Südtirol. Am dritten Tag geht’s von Latsch im Vinschgau zum Sitz des TotA-Organisationskomitees nach Arco (Trentino). Nach der Königsetappe von Arco nach Trient an Tag vier, wird die Rundfahrt mit einer kurzen, aber anspruchsvollen Etappe mit Start in Trient und Ziel in Bozen abgeschlossen.

ZWISCHEN TRADITION UND INNOVATION: DIE #TOTA FÜHRT DEN BONUS SPRINT EIN
Bei der Tour of the Alps warten einmal mehr zahlreiche Anstiege auf das Fahrerfeld, von denen sich jedoch keiner über 2.000 Meter Meereshöhe befindet. Auch die beliebte Streckenführung mit kurzen, selektiven Etappen und knappen Transfers zwischen den fünf Teilstücken kommt im kommenden Jahr wieder zum Einsatz. Diese „TotA-Siegesformel“ begeistert schon seit vielen Ausgaben – es verwundert daher wenig, dass an dieser Logik festgehalten wird.

Um die Spannung bei den Etappenfinals weiter zu erhöhen, gibt es im kommenden Jahr erstmals Zwischensprints im letzten Streckenabschnitt, die sogenannten „Bonus Sprints“. Bei diesen Sprints gibt’s Zeitgutschriften für die Gesamtwertung zu holen (6 Sekunden für den Ersten, 4 für den Zweiten und 2 für den Dritten). Punkte für die Punktewertung können hier jedoch nicht gesammelt werden – diese werden weiterhin über die beiden traditionellen Zwischensprints und die Etappenplatzierungen vergeben. Für die Bergwertung bleiben ebenfalls zwei Tageswertungen pro Etappe vorgesehen.

Dass die Tour of the Alps jedes Jahr aufs Neue für reichlich Spektakel sorgt, zeigen die mitreißenden Bilder der letzten Ausgabe, die auch Monate später noch nachhallen: So schnappte 2025 der Australier Michael Storer dem bis dato führenden Thymen Arensman erst in letzter Sekunde das Grüne Trikot noch vor der Nase weg. Ebenso unvergessen sind der grandiose Etappensieg des Italieners Giulio Ciccone in San Lorenzo Dorsino sowie die bärenstarken Auftritte des 18-jährigen Paul Seixas, der in der Alpenregion erstmals ins internationale Rampenlicht rückte. Der französische Jungspund reihte sich damit in die lange Liste von Ausnahmetalenten ein, die bei der TotA ihren großen Durchbruch feierten.

NORDTIROL MACHT DEN AUFTAKT: IN INNSBRUCK UND TELFS GEHT’S GLEICH ZUR SACHE
2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) gestartet wurde, geht der Auftakt im kommenden Jahr in der Nordtiroler Landeshauptstadt über die Bühne. Bevor die Teilnehmer am Montag, 20. April die erste Etappe in Angriff nehmen, steht in Innsbruck am Sonntag, 19. April die traditionelle Eröffnung des grenzüberschreitenden Etappenrennens auf dem Programm. Die zweite Etappe beginnt ebenfalls in Nordtirol, nämlich in Telfs. Von dort gelangt das Fahrerfeld nach Südtirol.

Die erste Etappe mit Start und Ziel in Innsbruck beginnt mit einem flachen Abschnitt durch das Inntal, gefolgt von einem 24 Kilometer langen Rundkurs, der zweimal zurückgelegt werden muss und den sanften Anstieg zum Mieminger Hochplateau beinhaltet. Nach dem Rundkurs kehrt das Fahrerfeld in Richtung Innsbruck zurück, wo ein zweiter, 18 Kilometer langer Rundkurs mit den Rampen nach Götzens und Axams wartet – letztere Rampe ist Schauplatz eines Zwischensprints mit Zeitgutschriften. Die finalen 20 Kilometer führen zurück ins Stadtzentrum von Innsbruck, wo die Etappe auf dem Rennweg endet – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Blickpunkt stand.

IN SÜDTIROL RÜCKEN DAS MARTELL UND LATSCH INS RAMPENLICHT
Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt in Telfs in Nordtirol und geht 147,5 Kilometer später in der Südtiroler Gemeinde Martell zu Ende. Nach rund 20 flachen Startkilometern wartet mit der Piller Höhe (9,2 km bei 6 %) die erste Bergwertung der ersten Kategorie. In der Folge führt die Strecke über den Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %; dritte Kategorie) hinunter in den Vinschgau, wo der abschließende Anstieg nach Martell (6 km bei 8 %) auf die Fahrer wartet. Die Etappe ist sehr anspruchsvoll – ideal für Kletterer und erste Antritte der Favoriten um den Gesamtsieg.

ARCO UND TRIENT VERSPRECHEN IM TRENTINO JEDE MENGE SPANNUNG
Die dritte Etappe am Mittwoch, 22. April startet in der Vinschger Talsohle und führt von Latsch über 175,1 Kilometer nach Arco ins Trentino. Nach rund 25 flachen Kilometern wartet der Anstieg zum Hofmahdjoch (22,2 km bei 5,7 %), dem höchsten Punkt der TotA 2026. Nach der langen Abfahrt ins Nonstal folgt die zweite Bergwertung des Tages in Andalo (14,4 km bei 5,4 %), ehe es hinunter nach Ponte Arche geht. Das technisch anspruchsvolle Finale führt zuerst über den Passo del Ballino, dann hinunter zum Tennosee und zu einem Rundkurs mit Zwischensprint und Zeitgutschriften in Tenno. Nach dem letzten Anstieg geht es über Riva del Garda flach ins Ziel nach Arco.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 23. April über 167,8 Kilometer und 3.900 Höhenmeter von Arco nach Trient gilt völlig zurecht als Königsetappe und führt ausschließlich durch das Trentino. Nach den beiden Anstiegen der ersten Kategorie über den Passo Bordala (14,8 km bei 6,9 %) und den Passo Redebus (12,9 km bei 6,8 %) wartet ein 37 Kilometer langer Rundkurs mit der Rampe nach Brusago, deren erste drei Kilometer zweistellige Steigungswerte aufweisen. Nach dem Rundkurs geht es weiter Richtung Trient, wo ein technisch anspruchsvolles Finish ansteht. Dieses führt zuerst berghoch auf Trients Hausberg Povo (bekannt von der Straßenrad-EM 2021), ehe eine finale Abfahrt ins Stadtzentrum von Trient.


DAS GROßE FINALE STEIGT IN BOZEN

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 24. April über 128,6 Kilometer mit Start in Trient und Ziel in Bozen verspricht Spannung bis zum Schluss. Das Teilstück beginnt mit dem Anstieg nach Palù di Giovo und verläuft anschließend über die Südtiroler Weinstraße bis nach Kaltern. Dort wartet die Rampe hoch zur „Kalterer Höhe“ (4,4 km bei 6,6 %), ehe das Fahrerfeld rund 50 Kilometer vor dem Ziel erstmals die Ziellinie in Bozen überquert. Im Finale geht es hinauf nach Jenesien, wo ein 19 Kilometer langer Rundkurs mit dem Anstieg nach Nobls (9,2 km bei 6,2 %) zweimal absolviert wird. Abschließend erreicht das Fahrerfeld über eine finale Abfahrt die Landeshauptstadt Bozen, wo schließlich der Sieger der Tour of the Alps 2026 gekürt wird.

Allan Peiper wird Berater der Sport-Abteilung bei Red Bull – BORA – hansgrohe

Allan Peiper feiert sein Comeback auf der WorldTour-Bühne: Der erfahrene Australier übernimmt die Rolle des Strategic Advisor im Sportbereich von Red Bull – BORA – hansgrohe. Er bringt nicht nur enormes Fachwissen mit, sondern auch einen ausgeprägten Innovationsgeist und ein echtes winning mindset – eine Qualität, die ihn auch in seinem persönlichen Kampf gegen den Krebs geprägt hat.

In seiner neuen Funktion wird Peiper eng mit Zak Dempster und den verschiedenen Performance-Abteilungen zusammenarbeiten, um die strategische Ausrichtung zu schärfen und die sportliche Philosophie des Teams langfristig zu stärken.

Zuletzt war Peiper beim UAE Team Emirates tätig, bevor er sich während einer Pause auf seine Genesung konzentrierte. Nun kehrt er in den Profiradsport zurück, um mit seiner umfassenden Erfahrung und seinem strategischen Blick die Sport-Abteilung von Red Bull – BORA – hansgrohe dabei zu unterstützen, die Teamvision in eine klare Sportstrategie und konkrete Maßnahmen zu übersetzen.

Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe: „Allan bringt eine einzigartige Mischung aus Erfahrung, strategischem Denken und Menschlichkeit mit. Er hat in seiner Karriere bewiesen, dass er Teams formen und Athleten inspirieren kann. Sein Blick von außen wird unsere Sport-Abteilung enorm bereichern.“

Allan Peiper: „Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu werden. Red Bull – BORA – hansgrohe hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen, und ich sehe großes Potenzial, diese Struktur noch weiter zu stärken. Es geht darum, eine klare sportliche Vision zu leben und sie täglich in Leistung zu übersetzen – das ist es, was mich antreibt.“

Im Laserlicht zur Perfektion: Aero-Revolution im Catesby Tunnel

Grüne Laserstrahlen durchschneiden die Dunkelheit – und enthüllen, wie Luft wirklich fließt. Red Bull – BORA – hansgrohe geht mit Specialized und LaVision neue Wege im Aero-Testing.

Wenn Luft sichtbar wird
Das Ziel: Luftströme sichtbar machen und damit die Aerodynamik auf ein neues wissenschaftliches Niveau heben. Erstmals wurde die Luftbewegung rund um Fahrer und Rad im Detail erfasst – mithilfe von Millionen mikroskopisch kleiner Heliumblasen, die von Lasern beleuchtet wurden.

Jede Bewegung der Luft wurde aufgezeichnet. Die daraus gewonnenen Daten ermöglichen es, den Luftstrom um Fahrer und Rad wirklich sichtbar zu machen, neues Verständnis zu gewinnen und CFD-Modelle – virtuelle Simulationen des aerodynamischen Widerstands – zu validieren.

Mehr als ein Test – ein Paradigmenwechsel
Der PIV-Test markiert einen Wendepunkt. Noch nie zuvor wurde im Profiradsport ein so präzises Bild davon gezeichnet, wie sich Luft um den Fahrer verhält. Die Kombination aus CFD, Windkanal-, Bahn- und Straßentests ergibt ein ganzheitliches System, das es ermöglicht, Entwicklungen und Positionen präziser als je zuvor zu bewerten. PIV ist die nächste Stufe, um echtes Vertrauen und Korrelation über all diese Testbereiche hinweg zu schaffen.

Red Bull – BORA – hansgrohe und Specialized arbeiten dabei Hand in Hand an der Frage, wie Aerodynamik effizienter gestaltet werden kann – vom digitalen Entwurf bis zum realen Rennen. Diese Grundlagenforschung liefert nicht nur Erkenntnisse für einzelne Fahrer. Sie definiert, wie moderne Aero-Entwicklung künftig aussieht, indem sie das ‚Warum‘ in der aerodynamischen Performance versteht.

„Wir wollen verstehen, was wirklich passiert – nicht nur, ob etwas schneller oder langsamer ist. Mit diesem PIV-Test sehen wir endlich unter die Oberfläche der Aerodynamik – wir machen etwas sichtbar, das bisher ‚unseen in cycling‘ war. Wir bringen Formel-1-Technologie auf zwei Räder und schaffen Wissen, das den Sport verändern wird“, sagt Dan Bigham, Head of Engineering bei Red Bull – BORA – hansgrohe.

Und weiter: „Durch einen Laserstrahl fahren – das macht man nicht jeden Tag. Es war faszinierend, die Luftströme um mich herum erstmals live zu sehen. Normalerweise wissen wir nur, ob etwas schneller ist, aber nicht warum. Heute konnten wir das ‚Warum‘ sichtbar machen. Für mich als Ingenieur ist das pure Magie – ein Moment, der zeigt, was möglich wird, wenn Neugier auf Technologie trifft.“

Präzision im Dunkeln
Für den Test war höchste Konzentration gefragt: Über 100 Durchläufe bei exakt gleicher Geschwindigkeit, Position und Linie – jedes Mal durch einen grünen Vorhang aus Heliumblasen und Laserlicht. Der Catesby Tunnel, mit seiner konstanten Temperatur und ohne äußere Einflüsse, bietet dafür die perfekten Bedingungen.

„Hier ist die Luft so rein wie die Daten“, sagt Bigham augenzwinkernd. „Kein Wind, kein Gefälle, kein Zufall – nur pure Physik.“

Die Zukunft der Geschwindigkeit
Was im Laserlicht sichtbar wird, ist weit mehr als ein technisches Experiment: Es ist der Beginn einer neuen Ära im Radsport. Es ist Grundlagenforschung, die die Entwicklungsprozesse von Red Bull – BORA – hansgrohe und Specialized langfristig prägen wird. Denn wer die Luft versteht, beherrscht das Rennen.

Günther Haritz verstorben – Bahn WM 1973

Hallo Sportkameraden,

über Ottto Bennewitz erreichte uns die traurige Nachricht, dass der mehrfache Weltmeister, Olympia-Sieger und Europameister Günther Haritz zwei Wochen nach seinem 77. Geburtstag am 29. Oktober verstorben ist.

Günther Haritz war in den 1970er-Jahren einer der erfolgreichsten deutschen Radsportler. Neben seinen großen Erfolgen auf der Bahn zeigte er oft auch als Straßenfahrer eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. 1974 war Haritz, der auch bei der Tour de Suisse startete und bei der „Vuelta“ einst vier Tage lang das Spitzenreiter-Trikot trug, Deutscher Straßenmeister der Profis! Seine große Liebe blieb jedoch der Bahnsport. Auf den Winterbahnen zählte Günther Haritz der 83 Sechstagerennen bestritt – davon elf Rennen gewann – zur internationalen Spitzenklasse der Profis.

Auch nach dem Ende seiner Karriere saß Haritz, der 1981 ein renommiertes Radsport-Fachgeschäft eröffnete, regelmäßig und gerne im Sattel. Bei den Treffen der „Altmeister“ im Museum in Sinsheim genoss der stets fröhliche „Blitz von Leimen“ das Wiedersehehen mit vielen Fans und ehemaligen Radsportlern.

Manfred Marr

Hallo Sportkameraden,

heute meine Erinnerung an die Bahn-WM 1973 im spanischen San Sebastian.

Nach dem Tod von Günther Haritz musste ich sofort wieder an die Bahn-WM 1973 denken, die damals im spanischen San Sebastian stattfand. Das grandiose Finale um den Vierer-Titel, das sehr tragisch verlief und schließlich für den BDR-Vierer doch noch erfolgreich endete, bleibt für mich für immer unvergessen. Hier in Kürze mein persönlicher Rückblick:

Ebenso souverän wie das starke Quartett aus Großbritannien hatte der deutsche Bahn-Vierer mit Günther Schumacher, Hans Lutz, Peter Vonhof und Günther Haritz in San Sebastian das WM-Finale über 4000m erreicht. Nach einem perfekten Blitzstart übernahm der „Goldvierer“ von Bundestrainer Gustav Kilian sofort resolut die Führung, die er mit jeder Runde etwas weiter ausbaute. Der WM-Sieg war für die deutschen Fahrer so gut wie sicher, als sie mit klarem Vorsprung von ca. 70 Metern in die Schlussrunde spurteten. Ich machte mich mit meinem Fotoapparat im Innenraum der Bahn schnell auf dem Weg zur Siegerehrung, als ein lauter Knall und ein entsetzter Aufschrei der Zuschauer durch die Halle ging. Alle vier deutschen Fahrer wirbelten plötzlich durch die Luft und landeten sehr unsanft auf der harten Betonpiste neben ihren verbeulten Rennmaschinen.

Was war geschehen? Ein übereifriger Funktionär, der die Schaumgummi Streifen vom Bahnrand einsammelte, war zu früh auf die Bahn gelaufen. Der deutsche Vierer hatte keine Chance ihn im hohen Tempo auszuweichen. Alle vier Fahrer stürzten schwer. Hans Lutz und Günther Schumacher mussten sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden. Peter Vonhof und Günther Haritz hatten zwar schwere Prellungen und viele Hautabschürfungen, doch sie kamen schließlich mit schmerzverzerrten Gesichtern wieder auf die Beine.

Unbeeindruckt vom Geschehen verkündete kurz danach die Jury das Ergebnis der WM: Sieger und Weltmeister Großbritannien! Die vielen Zuschauer reagierten darauf mit einem Sturm der Entrüstung und mit sehr lautstarken Buh-Rufen. Ein Protest der deutschen BDR-Delegierten nutzte nichts, denn „wer nicht ins Ziel kommt, kann nicht Sieger sein“, lautete die nüchterne Erklärung der internationalen UCI-Jury.

Doch die Jury hatte nicht mit dem vorbildlichen Sportsgeist der vier Engländer gerechnet. Ian Hallam, Michael Bennet, Richard Evans und William Moore waren mit dem Ergebnis keinesfalls einverstanden. Sie lehnten es unter großem Beifall der Zuschauer ganz energisch ab, den Titel anzunehmen. Danach gab es eine längere Pause und nach eingehender Beratung der Jury kam endlich die Durchsage: “ Weltmeister Deutschland vor Großbritannien und Niederlande“.

Überglücklich stiegen Peter Vonhof und Günther Haritz auf das Treppchen, umarmt von ihren fairen Gegnern. Strahlend und mit den obligatorischen Baskenmützen fuhren beide anschließend unter großem Jubel ihre Ehrenrunde, während man im Krankenhaus bei Günther Schumacher neben einigen fehlenden Zähnen einen Kieferbruch und bei Hans Lutz einen Schlüsselbeinbruch und eine schwere Gehirnerschütterung diagnostizierte.

Der Bericht von diesem außergewöhnlichen WM-Finale ging danach groß durch die internationale Sportpresse. Die „NN“ brachte meinen Bericht plus Foto damals im Kleinformat (siehe Anhang). Zurecht belohnt für ihre sportliche Handlung wurden die vier Vize-Weltmeister aus Großbritannien einige Wochen später mit dem „Fair-Play-Preis“, den das Internationale Fair-Play-Committee (CIFP) bis heute alljährlich für herausragende Gesten von großem Sportgeist vergibt, geehrt.
Text und Foto:
Manfred Marr

Pascal Ackermann wechselt zu Jayco AlUla

Der deutsche Radprofi Pascal Ackermann fährt ab der neuen Saison für das Team Jayco AlUla.

Wie der Rennstall am Mittwoch bekannt gab, unterschrieb der Sprinter einen Zweijahresvertrag. Ackermanns aktuelles Arbeitspapier bei Israel-Premier Tech läuft zum Ende des Jahres aus.

„Das Team Jayco AlUla ist ein Team mit einer großartigen Geschichte, zu dem ich schon aufgeschaut habe, als ich noch jünger war. Es war schon immer mein Traum, Teil dieses Teams zu werden, daher freue ich mich sehr über diese Gelegenheit“, sagte Ackermann. „Für mich ist es definitiv das beste Team, um meinen Traum vom Rennsieg weiter zu verfolgen! Lasst uns 2026 angreifen und wieder an die Spitze zurückkehren.“

Bei Classique Dunkerque erfolgreich

Jayco AlUla freue sich sehr, Pascal im Team willkommen zu heißen, sagte Geschäftsführer Brent Copeland. „Wir sind überzeugt, dass er sich sehr gut in den bewährten Sprintzug des Teams einfügen wird. Im Laufe seiner Karriere hat er gezeigt, dass er auf höchstem Niveau gewinnen kann, was seine zahlreichen Etappensiege bei den Grand Tours belegen.“

Seinen bislang letzten Erfolg hatte Ackermann im Mai 2025 bei der ersten Austragung des Eintagesrennens Classique Dunkerque in Frankreich gefeiert.

Bei seinem neuen Team trifft er nun auch wieder Christian Schrot, der früher bei BORA Hansgrohe als Trainer angestellt war.

Pascal Ackermann wirft einen nachdenklichen Blick gen Himmel.....zurecht!


Plomi Fotos