Es gibt Rennen – und es gibt die Ronde van Vlaanderen. Für Remco Evenepoel ist sie mehr als ein Monument. Sie ist Heimat.
Am Ostersonntag steht der 26-Jährige erstmals am Start seines „Heim-Monuments“. In Antwerpen beginnt für ihn ein neues Kapitel: 278 Kilometer, 12 Anstiege, sechs Kopfsteinpflasterpassagen auf dem Weg nach Oudenaarde – ein Rennen, das in Belgien nicht nur gefahren, sondern gelebt wird.
Seit über 100 Jahren prägt De Ronde den Radsport in Flandern. Für Generationen von Fans ist sie der emotionale Höhepunkt der Saison. Jetzt wird Remco Evenepoel Teil dieser Geschichte. Auch teamintern hatte dieses Projekt Gewicht und war lang vorbereitet:
Die Verbindung zwischen Remco und der Flandern-Rundfahrt ist tief und emotional. Ein Plan wie dieser entsteht nicht kurzfristig. Wir haben das Thema bewusst unter dem Radar gehalten, um den Moment für die Fans als Überraschung –ausgerechnet am 1. April– zu setzen. Dass wir das über 100 Tage intern halten konnten, spricht für den Zusammenhalt in diesem Team.
— Ralph Denk
Remco Evenepoel trifft in Flandern auf ein eingespieltes Klassikerteam. Im vorläufigen Aufgebot stehen Mick und Tim van Dijke, Gianni Vermeersch, Laurence Pithie sowie Jan Tratnik und Jarrad Drizners. Red Bull – BORA – hansgrohe bringt eine Mannschaft an den Start, die zuletzt mit Geschlossenheit und Stärke überzeugt hat.
Am Sonntag geht es um mehr als nur ein Ergebnis. Es geht um ein Debüt, auf das viele gewartet haben – und um einen Fahrer, der sich einer der größten Bühnen seines Sports stellt.


