Podestplatz für Team Vorarlberg
Tour of Hellas, Tag 5: Piraeus – Syntagma (146,5 km)
Intensives und würdiges Finale der stark besetzten Tour of Hellas: Am fünften Tag ging es von Piräus über 146,5 Kilometer in die Hauptstadt Athen. Dort war zum Abschluss ein 6,5 Kilometer langer Rundkurs mit Blick auf die Akropolis dreimal zu bewältigen. Die Tour endete schließlich am historischen Syntagma-Platz mitten im pulsierenden Herzen der griechischen Metropole – direkt vor dem Parlament.
Ein Tag, der mit großer Freude über den Podestplatz von Colin Stüssi zu Ende ging, begann für das Team Vorarlberg mit einer schlechten Nachricht. Kurz vor 7 Uhr informierte Renndirektor Paul Renger Teamchef Thomas Kofler per WhatsApp, dass das miserable Wetter bei der Königsetappe am Freitag seinen Tribut forderte: Emanuel Zangerle und Philipp Hofbauer lagen mit Fieber im Bett, sodass Dominik Röber als letzter Helfer für den gestern famosen Colin Stüssi übrigblieb.
Die letzten Team Vorarlberg-Mohikaner präsentierten sich sehr aktiv. Stüssi holte sich im ersten Sprint eine Sekunde Zeitgutschrift. Danach fuhren die beiden hinter einer achtköpfigen Spitzengruppe mit allen Anwärtern auf die Spitzenplätze im Hauptfeld, wo sie sich mit ihren gelben Trikots immer wieder ganz vorne zeigten. Sukzessive wurden alle Ausreißer geschluckt, drei Kilometer vor Schluss waren alle beisammen und die Sprinter zum großen Finale bereit. Der Däne Mads Andersen setzte sich vor Dusan Rajovic (Serbien) und dem Griechen Nikiforos Arvanitou durch. Colin Stüssi und Dominik Röber kamen zeitgleich mit dem Sieger auf den Plätzen 14 und 39 ins Ziel.
Vaclav Jezek brachte das blaue Trikot des Gesamtführenden nach heißem Kampf ins Ziel. Der Tscheche, der am Vortag von Colin Stüssis famosem Finale profitiert hatte, blieb elf Sekunden vor Domenico Pozzovivo (Italien) und zwölf vor Colin Stüssi.
Die fünf Etappen über insgesamt 863 Kilometer im Schnelldurchlauf:
Tag 1: Hektischer Auftakt, horrendes Tempo (Durchschnittsgeschwindigkeit 49,75 km/h). Colin Stüssi erreicht zeitgleich mit Tagessieger Mathis Avondts aus Belgien als 16. das Ziel.
Tag 2: Massensprint, fünf der sechs Vorarlberger zeitgleich mit Tagessieger Dusan Rajovic. „Gut durchgekommen und Kräfte für die Berge gespart“, lautet das gelungene Fazit über die ersten beiden Etappen.
Tag 3: Colin Stüssi beweist auf der Königsetappe über 207 Kilometer und 4266 Höhenmetern seine Frühform und kommt in einer 18-köpfigen Spitzengruppe zeitgleich mit Tagessieger Jelle Johannink aus den Niederlanden in Lamia an. In der Gesamtwertung hat er als Siebenter gerade einmal zehn Sekunden Rückstand.
Tag 4: Colin Stüssi ist im finalen 17-Kilometer-Anstieg der mutigste Fahrer des Feldes, lässt zusammen mit Vaclav Jezek sämtliche Mitfavoriten stehen und wird erst ein paar hundert Meter vor dem Ziel eingeholt – auch wegen der passiven Fahrweise des Tschechen, der Stüssi die komplette Führungsarbeit überlässt. Der Italiener Lorenzo Masciarelli feiert seinen ersten Erfolg als Profi.
Stüssi verbessert sich im Gesamtklassement auf Platz drei
Tag 5: Noch einmal eine intensive Etappe ins Zentrum der griechischen Hauptstadt, bei der sich aber keine großen Änderungen mehr ergeben. Colin Stüssi schafft nach Platz fünf im Vorjahr dieses Mal das Podest, was für die weitere Saison sehr zuversichtlich stimmt.
Aufgebot: Dominik Amann, Philipp Hofbauer, Laurin Nenning, Dominik Röber, Emanuel Zangerle, Colin Stüssi
Gesamtendwertung nach der 5. Etappe
1 JEŽEK Václav CZE Kasper crypto4me 20:27:34
2 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech-NIPPO-Rali 00:11
3 STÜSSI Colin SUI Team Vorarlberg 00:12
4 EIKING Odd Christian NOR Unibet Rose Rockets 00:12
5 VERRE Alessandro ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:13
6 HERRADA Jesús ESP Burgos Burpellet BH 00:21
7 FABBRO Matteo ITA Solution Tech-NIPPO-Rali 00:24
8 DÍAZ José Manuel ESP Burgos Burpellet BH 00:25
9 PĘKALA Piotr POL ATT Investments 00:27
10 GALIMBERTI Lorenzo ITA Swatt Club 00:27








