Archiv des Monats: Juli 2026
113. Tour de France 2026 – 12. Etappe Circuit Nevers Magny-Cours Chalon-sur-Saône 181 Km
Tim Merlier zu Sieg Nummer 3, schwerer Sturz dahinter
Tim Merlier (Soudal) gewann in Chalon-sur-Saône die 12. Etappe und damit seine 3. bei dieser Tour de France 2026 im Massensprint. Der 33-jährige Belgier fand einige Lücken und behauptete sich fast eine Radlänge vor Olav Kooij (Decathlon), der von noch viel weiter hinten kam und nur knapp von einem kapitalen Massensturz verschont blieb.
Den Sprint eröffneten gleichzeitig Philipsen (Alpecin) und Fretin (Cofidis) hinter Philipsens letzten Anfahrer. Merlier schlüpfte durche eine entstehende Lücke, sprintete vor ans Hinterrad von Fretin und stürmte vor an die Spitze. Philipsen und Fretin belegten die Plätze 3 und 5 vor und hinter Girmay (NSN).
Unmittelbar vor der Sprinteröffnung fuhr Gaviria (Caja Rural) rechts neben Kooij dem vor ihm kreuzenden van Mechelen (Bahrain) ins Hinterrad und stürzte zum Schlüsselbeinbruch. Während Kooij und van Mechelen auf dem Rad blieben, purzelten hinter Gaviria der Vortagessieger Wærenskjold (Uno-X) und Bittner (Picnic) direkt über diesen, und auch ein paar weitere Fahrer konnten nicht mehr ausweichenm, krachten knallhart auf die Straße und hielten sich zum Teil die Schlüsselbeine.
Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:38:53
2. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech
4. Biniam Girmay (ERI) – NSN
5. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
6. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
7. Max Kanter (GER) – XDS-Astana alle
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
10. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché
11. Rick Pluimers (NED) – Tudor gleiche
12. Fred Wright (GBR) – Pianrello-Q36.5
13. Jenthe Biermans (BEL) – Cofidis
14. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech
15. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula Zeit
– 174 Fahrer klassiert.
Am Tag des möglicherweise letzten Massensprints der Tour 2026 hagelte es in der Schlussphase Attacken, insbesondere am letzten der 3 kleinen Bergpreise des Tages. Trotzdem wurde der Sieger zum 5. Mal im Feldsprint ermittelt. Die Gesamtführung vor den bergigeren Folge-Etappen behielt Tadej Pogacar (UAE) mit unverändert 3:36 Minuten vor Vingegaard (Visma) und knapperen Abständen dahinter.
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 43:04:01
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:15
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +12:43
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +13:38
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +14:50
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +15:08
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +15:36
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +16:13
18. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +17:43
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +17:56
20. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +18:26
Baptiste Veistroffer (Lotto) arbeitete während der 12. Etappe weiter an seinem Ruf als aktivster Ausreißer der Tour de France 2026. In der Anfangsphase setzte er sich nach einigen Kilometern der Springerei wieder mal als Solist ab. Hinterm Zwischensprint erhielt Veistroffer Zuwachs durch Caruso (Bahrain), Costiou (Groupama) und Vercher (Totalenergies), war dann aber 50 Kilometer vorm Ziel wieder alleine unterwegs, als er seinen letzten Begleiter Costiou an einer Welle abstellte. Zwischendurch gab es mal einen Regenschauer bei ansonsten wieder trockenen Bedingungen. 32,5 Kilometer vorm Ziel war Veistroffers Zeit an der Spitze abgelaufen, als aus dem Hauptfeld die Attacken losgingen.
Beim Zwischensprint holte sich Pedersen hinter Veistroffer den 2. Platz. Allerdings baute der Mann im Grünen Trikot voll gewollt seine Konkurrenten an der Bande ein. Als Pedersen merkte, dass ihn mehrere Fahrer überholen würden, zog er von der Straßenmitte Richtung Seitengitter mit nur einem Ziel. Vollkommen zurecht wurde ihm der 2. Platz und die damit zusammenhängenden 20 Punkte aberkannt. Doch wie am Vortag nach dem Zielsprint bei Philipsen kassierte die Jury auch diesmal die Entscheidung, als das Team sofort intervenierte. So behielt Pedersen den 2. Platz vor Philipsen, Merlier, Kanter (XDS) und Girmay.
Kurz vor Veistroffers Einholung begannen insbesondere Pedersens Teamkollegen und sogar er selbst und Klassementfahrer Skjelmose einen Attackenhagel, dem sich mehrere andere Teams und Fahrer anschlossen. Doch die Sprinterteams behielten die Situation letztlich im Griff.
In den Schlusskilometer hinein stürmte Philipsens Team als Quartett an die Spitze. Aber das hilft dann auch nichts, wenn dieses Jahr 2 Fahrer klar endschneller sind. Pedersen belegte im Ziel wieder einen hinteren Top-Ten-Platz. Das Grüne Trikot hätte er auch ohne die 20 Punkte des Zwischensprints behalten. Seine potenziellen Konkurrenten schnappen sich – günstig für Pedersen – weiterhin gegenseitig die Punkte weg.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 357 p.
2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 317
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 311
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 307
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 239
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 210
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 129
9. Milan Fretin (BEL) – Cofidis 129
10. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107
113. Tour de France 2026 – 11. Etappe Vichy – Nevers – 161 Km
Wærenskjold triumphiert nach Monstersprint
Søren Wærenskjold (Uno-X) gewann in Nevers die 11. Etappe der Tour de France 2026 in einem ungewöhnlichen Massensprint. Der 26-jährige Norweger wagte einen sehr frühen Antritt schon über 300 Meter vorm Ziel, riss damit gleich eine Lücke und profitierte – nebst eigener Stärke – davon, dass dahinter kein Anfahrer mehr für die Sprintgegner da war. So kamen Olav Kooij (Decathlon) und Jasper Philipsen (Alpecin) nur noch auf eine dreiviertel Radlänge heran, gefolgt von Fretin (Lotto) und Artz (Lotto). Philipsen wurde anschließend von den Kommissären vom 3. auf den 119. Platz relegiert, ehe eine Rolle rückwärts erfolgte.
Ergebnis
1. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 3:10:06
2. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
4. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
5. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché
6. Biniam Girmay (ERI) – NSN alle
7. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA
10. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula
11. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
12. Rick Pluimers (NED) – Tudor gleiche
13. Jenno Berckmoes (BEL) – Lotto-Intermarché
14. Stefano Oldani (ITA) – Caja Rural-Seguros RGA
15. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step
…
18. Max Kanter (GER) – XDS-Astana Zeit
– 174 Fahrer klassiert.
DNS Chris Harper (AUS) – Jayco-Alula
An einem unbedeutenden Tag für die Gesamtwertung behielt Tadej Pogacar (UAE) das Gelbe Trikot 3:36 Minuten vor Vingegaard (Visma), der wiederum deutlich knapper vor mehreren weiteren Fahrern verblieb.
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 39:25:08
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49
Entgegen der ersten 10 Hitze-Etappe begann die 11. Etappe bei leichtem, erfrischendem Regen, der allerdings schnell wieder aufhörte. Trotz des flachen Streckenprofils hatten etliche Fahrer Lunte gerochen, mit einer Flucht erfolgreich zu sein. Ins Bild passte da, dass auch Fahrer aus Philipsens Team attackierten, obwohl sie auf den bisherigen Flachetappe – allerdings erfolglos – alles auf den Massensprint setzten.
Es waren dann aber Charmig (Uno-X), Oliveira (Movistar), Alaphilippe (Tudor) und Le Berre (Totalenergies), die sich noch vor dem einmal mehr frühen Zwischensprint absetzen konnten. Für den Sieg dort sprang Le Berre kurz ohne Gegenwehr davon. Als Verfolger kam Slock (Lotto) noch auf den 5. Platz, hatte jedoch keine Aussicht das Quartett noch zu erreichen und nahm die Beine hoch.
Um die verbliebenen Punkte sprintete Philipsen auf den 6. Platz vor Kanter (XDS), Pedersen (Lidl) und Girmay (NSN). Im Ziel erreichte Mads Pedersen (Lidl) zwar nur den 11. Platz. Seine Führung in der Wertung ums Grüne Trikot konnte er trotzdem festigen, weil seine bisher nächsten Verfolger auch die Big Points verfehlten.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 317 p.
2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 272
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 255
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 223
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 203
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 160
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107
9. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 103
Schnellste Tour-Etappe aller Zeiten
6,5 Kilometer vorm Ziel wurden Charmig, Oliveira und Le Berre vom Hauptfeld gestellt. Alaphilippe war schon deutlich früher aus der Spitze zurückgefallen. Bei Rückenwind entwickelte sich eine atemberaubende Durchschnittsgeschwindigkeit, die ausgerechnet nach Einholung der Spitzengruppe etwas gedrosselt wurde. Trotzdem absolvierte Wærenskjold die 11. Etappe am Ende in über 50,9 km/h und war damit schneller als der bisherige Rekordhalter Cipollini im Jahr 1999 auf der 4. Etappe.
Dass Wærenskjold überhaupt gewinnen konnte, wurde nur durch eine Verkettung von Umständen möglich, die der Omloop-Sieger von 2025 allerdings auch instiktiv prächtig zu seinen Gunsten nutzte. Den Sprintern gingen zu früh die Anfahrer aus. Und die, die noch da waren, hatten ihren Mann vom Hinterrad verloren. So verschleppten die Fahrer auf dem nach rechts gekrümmten Schlusskilometer das Tempo nach links, so dass sich für den eigentlich auf der Innenbahn eingebauten Wærenskjold eine Lücke auftat.
Diese nutzte er geistesgegenwertig, um trotz eines noch sehr weiten Weges ein Loch zu reißen. Als weiterer Glücksfall entpuppte sich, dass Kooijs eigentlich Anfahrer Bol seinerseits eine Lücke zum Hauptfeld hatte, so dass Wærenskjold sich ansaugen und noch einmal Schwung holen konnte. Unorganisiert, außergewöhnlich und faszinierend!
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Christoph Strasser greift beim Transcontinental Race nach seinem 3. Sieg
Nach zwei Siegen in den ersten beiden Rennen der Saison fiebert Christoph Strasser dem Höhepunkt seines Ultra-Radsportjahres entgegen. Am 19. Juli startet der Steirer bei der zwölften Auflage des legendären Transcontinental Race (TCR), dem wohl prestigeträchtigsten Unsupported-Rennen der Welt. Der Start erfolgt heuer erstmals im norwegischen Trondheim, das Ziel liegt nach einer spektakulären Nord-Süd-Durchquerung Europas im griechischen Kalamata. Insgesamt warten auf die Teilnehmer rund 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter – idente Daten zum Race Across America.
Für den sechsmaligen Race Across America-Sieger ist es bereits die fünfte Teilnahme beim TCR. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: zwei Siege, ein zweiter und ein fünfter Platz im vergangenen Jahr. Entsprechend selbstbewusst reist der 43-Jährige nach Norwegen. „Mein Ziel ist es, so vorbereitet zu sein, dass ich bis zum Schluss um den Sieg mitfahren kann. Ich fühle mich aktuell besser als im vergangenen Jahr. Mit den beiden Erfolgen zu Saisonbeginn habe ich viel Selbstvertrauen getankt. Trotzdem ist das Transcontinental Race kaum planbar – unterwegs kann einfach alles passieren“, sagt der Steirer aus Kraubath.
Europas härtestes Abenteuer auf zwei Rädern
Das Besondere am Transcontinental Race ist das Rennformat: Die Athletinnen und Athleten sind komplett auf sich allein gestellt. Weder Begleitfahrzeuge noch Betreuer sind erlaubt. Zwischen den von der Rennleitung vorgegebenen Checkpoints und Pflichtpassagen müssen die Fahrer ihre Route selbst planen, sämtliche Verpflegung organisieren und technische Probleme eigenständig lösen. „Im Gegensatz zum Race Across America muss man hier jedes Problem alleine lösen – egal ob Defekt, Navigation oder körperliche Schwierigkeiten. Man kann sich unmöglich auf alles vorbereiten, deshalb ist Improvisation ein ganz entscheidender Faktor“, erläutert Strasser.
„Ferry-Game“ entscheidend?
Bereits die ersten Renntage versprechen spektakuläre Bilder. Nach dem ersten Checkpoint am Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen und Schweden, wo die Wahl der richtigen Fährverbindung nach Mitteleuropa zum ersten großen strategischen Faktor wird. „Das sogenannte Ferry-Game wird heuer besonders spannend. Es gibt viele Möglichkeiten mit unterschiedlichen Häfen und Fahrplänen. Man muss ständig abwägen: Ist eine kürzere Strecke mit längerer Wartezeit besser oder ein Umweg ohne Aufenthalt? Solche Entscheidungen können am Ende entscheidend sein.“
Weitere Pflichtpassagen führen durch Tschechien und das Tatra-Gebirge in der Slowakei, anschließend führt Strassers Routenplanung über Ungarn und Kroatien bis nach Sarajevo. Dort befindet sich der dritte Checkpoint auf der ehemaligen Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 – die Strecke führt dabei sogar direkt durch die historische Betonrinne. Nach einem weiteren Checkpoint in Albanien wartet schließlich der anspruchsvolle Schlussabschnitt auf der Peloponnes. Ab dem antiken Olympia müssen noch zahlreiche Höhenmeter bewältigt werden, ehe das Ziel an der Küste in Kalamata erreicht wird.
Schlafen, essen und improvisieren
Auch abseits des Rades ist perfekte Planung gefragt. Strasser nimmt rund zwei Kilogramm Kohlenhydratpulver mit, den Rest seiner Verpflegung kauft er unterwegs ein. Schlafen möchte er – wenn möglich – rund drei Stunden pro Nacht in Unterkünften. Ein Schlafsack reist dennoch mit, falls keine Unterkunft verfügbar ist. Zusätzliche Herausforderungen verspricht das Wetter. In Norwegen können selbst im Hochsommer auf über 1.500 Metern Schnee, Regen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt auftreten. Wenige Tage später warten in Südosteuropa und Griechenland hingegen oft extreme Hitzebedingungen.
Hochkarätige Konkurrenz
Das Teilnehmerfeld zählt erneut zur Weltspitze des Ultra-Cyclings. Mit dabei sind unter anderem der TCR Sieger von 2024 Robin Gemperle (Schweiz), Frauensiegerin Jana Kesenheimer (Deutschland), Martin Moritz, Manuel Rudaz, Nicolas Châtelet sowie Strassers langjähriger Rivale Robert Müller aus Deutschland. Nach seinen beiden Saisonsiegen bei „Rund um Sachsen“ und dem „Unknown Race“ zählt aber auch der Steirer selbst wieder zum engsten Favoritenkreis.
Das Rennen startet am 19. Juli in Trondheim. Fans können Christoph Strasser während des gesamten Rennens per GPS-Livetracking verfolgen. Zudem informiert er regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen über den Rennverlauf. Eine ausführliche Vorschau erscheint außerdem in seinem Podcast „Sitzfleisch“.
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Pressekontakt:
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113. Tour de France 2026 – 10. Etappe Aurillac – Le Lioran 167km
Pogacar siegt überlegen in Le Lioran
Mal kein Erdrutschsieg: Tadej Pogacar (UAE) gewann in Le Lioran die 10. Etappe der Tour de France 2026 als Solist. Im Zentralmassiv begnügte sich der Slowene mit einem rund 15 Kilometer langen Solo und nur etwas über einer halben Minute Vorsprung vor den Nächstbesten. Von denen sprintete Remco Evenepoel (Red Bull) – obwohl zwischenzeitlich abgehängt – auf den 2. Platz 2 Sekunden vor Paul Seixas (Decathlon), der wiederum knapp die letzten Bonfikationssekunden vor Florian Lipowitz (Red Bull) abgriff.
Erst im Sprint verloren Ayuso und Skjelmose (beide Lidl) 6 Sekunden auf Evenepoel, der Gesamtzweite Vingegaard (Visma) weitere 6 mehr. Am vorletzten Anstieg, an dem Pogacar attackierte, wurde schon dessen Teamkollege und bisherige Gesamtdritte del Toro abgehängt. Er kam auf dem 8. Platz mit rund einer Minute Rückstand auf die Gruppe um Evenepoel, Lipowitz und Evenepoel an.
Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 3:58:08
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:32
3. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:34
4. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora gl.Zeit
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +0:38
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek gl.Zeit
7. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:44
8. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +1:31
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +1:59
10. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +2:03
11. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:09
12. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +2:42
13. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +2:48
14. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech gl.Zeit
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +2:53
16. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:05
17. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +3:45
18. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +4:50
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +5:23
20. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +6:45
…
23. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +6:50
75. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +27:12
– 175 Fahrer klassiert.
DNS Matteo Trentin (ITA) – Tudor
Pogacar baute seine Gesamtführung auf 3:36 Minuten vor Jonas Vingegaard aus. Evenepoel rückte auf den 3. Platz auf – bei nur noch einer halben Minute Rückstand auf Vingegaard. Auch Ayuso, Seixas und Lipowitz zogen an del Toro vorbei und machten jeweils einen Platz gut, alle weiterhin weniger als eine Minute hinter dem Podest. Del Toro fiel auf die 7 vor Skjelmose, der wiederum Lenny Martinez (Bahrain) überholte. Pidcock (Pinarello) enterte trotz Sturzes in einer Abfahrt die Top-Ten.
Ayuso zog das weiße Trikot des besten Jungprofis del Toro um 46 Sekunden aus. Seixas mit nur 13 Sekunden Rückstand auf Ayuso ist der wie zu erwarten dritte Anwärter für diese Sonderwertung.
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 36:15:02
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:15
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +12:43
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +13:38
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +14:50
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +15:08
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +15:36
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +16:13
18. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +17:43
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +17:56
20. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +18:26
21. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +20:32
Zu Beginn der 10. Etappe blieb der Laden zusammen wegen eines erneut frühen Zwischensprints. Bei diesem überholte der Träger des Grünen Trikots, Mads Pedersen (Lidl) knapp Max Kanter (XDS) in einem langen und harten Duell. Girmay (NSN) und Philipsen (Alpecin) rollte auf 3 und 4 drüber. Der 2-fache Etappensieger Merlier (Soudal) war schon wieder abgehängt. Pedersen baute so seinen Vorsprung vor Girmay aus.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 293 p.
2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 239
3. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 213
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 205
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 192
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 110
7. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107
Danach machten Pogacars Helfer schnell deutlich, dass an diesem Tag nur einer die 10. Etappe gewinnen würden. Frisch aufgetankt nach dem ersten Ruhetag – obschon immer noch bei Hitze – ließ dieses All-Star-Team keinen Ausreißer mehr als 2 Minuten weg. Trotzdem entbrannte zunächst ein vogelwilder Kampf um die Spitzengruppe des Tages.
Es lösten sich dann 31 Fahrer, von denen die ersten bergan schon wieder zurückfielen. Valentin Paret-Peintre (Soudal) konnte zunächst sein Punktekonto um die Bergwertung leicht aufstocken. Dies passierte dann allerdings teilweise schon in Verfolgung von Javier Romo (Movistar), der aus der Spitzengruppe heraus eine lange Solofahrt in Front absolvierte.
An den letzten 3 der 7 kategorisierten Anstiege des Tages waren jedoch anderen dran. 38,5 Kilometer vorm Ziel, eingangs der Puy-Marie-Steigung, wurde Romo als letzter Ausreißer gestellt. Einen halben Kilometer später attackierte Richard Carapaz (EF) und versuchte das Unmögliche gegen die Pogacar-Armada möglich zu machen.
Tatsächlich überquertte Carapaz den Gipfel mit einer halben Minute Vorsprung, aus der nach der Abfahrt eine ganze wurde. Es folgte der Anstieg zum Col de Pertus, in der Pogacar attackierte, als man in einer Steilstufe nur noch 1,2 Kilometer unterhalb des Gipfels war. Die noch in der Top-Gruppe verbliebenen Fahrer streckten sofort die Waffen, zuckten nicht einmal, als sich Pogacar sogleich mit wenigen Pedalumdrehungen weit entfernte.
Die inzwischen verblienenen 40 Sekunden Rückstand auf Carapaz rauchte Pogacar in Nullkommanichts auf. Pogacar flog an Carapaz vorbei und ging mit wenigen Sekunden Vorsprung vor ihm über den Col de Pertus. Vingegaard folgte mit Evenepoel, Lipowitz, Seixas, Ayuso und Skjelmose am Rad auf 20 Sekunden, del Toro mit Martinez und Pidcock auf 32.
Carapaz wurde von der Verfolgergruppe überholt und sortierte sich später bei Martinez und Pidcock ein, die ihrerseits noch del Toro ziehen lassen mussten. Pogacar baute in der Abfahrt und auch im sachte steigenden letzten Anstieg seinen Vorsprung weiter aus, obwohl die Verfolgergruppe zunächst zusammenarbeitete.
Als es wieder etwas steiler wurde, spannte sich Vingegaard vor. Evenepoel verlor den Anschluss und bis zu 10 Sekunden hinterher, konnte die Lücke aber in der abschließenden Abfahrt kurz vor der Kilometermarke wieder schließen – und am Ende sogar ein paar Sekunden auf der Strecke plus Bonussekunden für den 2. Platz herausholen.
Bergtrikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 42
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 27
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 19
4. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 18
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 18
6. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM 17
7. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost 16
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 16
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Ex-Meister Werner Stauff verstorben
Hallo Sportfreunde,
von Dieter Burkhardt erhielten wir die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod seines Freundes und einstigen Teamkameraden Werner Stauff, der am 27. Juni mit 66 Jahren nach einem Herzinfarkt verstorben ist.

Plomi Foto im Mai 1986 vor Rudi Wörndl
Der gebürtige Kölner fand als Jugendlicher begeistert zum Radsport. Im Trikot des „Polizei-Sportvereins Köln“ (PSV Köln) fuhr Werner Stauff bereits als Jugendfahrer sehr erfolgreich seine ersten Rennen und bei den Junioren zählte „Kiko“, wie ihn seine Freunde und Fans nannten, danach sehr bald zur deutschen Spitzenklasse.
Auch nach seinem Wechsel ins Lager der Amateure setzte Werner Stauff seine Erfolgsserie lückenlos fort. Als einer der jüngsten Fahrer im internationalen Feld der Spitzenamateure begann er die Saison 1979 mit einem Paukenschlag: Mit 19 Jahren wurde er Zweiter beim traditionellen Frühjahrsklassiker „Köln-Schuld-Frechen“! Weitere Spitzen-Platzierungen und Siege folgten Woche für Woche, womit sich Werner Stauff sehr schnell und eindrucksvoll einen Platz im BDR-National-Kader erkämpfte.

Plomi Foto (1983 beim Tucherpreis in Herpersdorf)
Seinen ersten DM-Titel holte sich Werner Stauff 1981 als 21-Jähriger mit dem Straßen-Vierer des PSV Köln (zusammen mit Achim Stadler, Thomas Freienstein und Werner Wüller). Seine nächste DM-Medaille folgte ein Jahr später, als er bei der extrem schweren Einer-DM in Rosenheim – die Dieter Burkhardt vor Rolf Gölz gewann – im packenden Finale Platz drei belegte!
Nach seinem Wechsel zur RSG Hercules 1985 holte sich Werner Stauff zusammen mit Dieter Burkhardt, Thomas Freienstein und Hans Knauer seinen zweiten deutschen Meistertitel!
Zur Krönung seiner außergewöhnlichen Karriere wurde für Werner Stauff die Einer-DM 1986 in Bann. Nach langer erbarmungsloser Hitzeschlacht konnte er sich zusammen mit dem Dortmunder Bernd Gröne in der letzten Runde vom Feld absetzen. Das rasante Finish war für den spurtschnellen KIKO nur noch Formsache. Strahlend rauschte er als neuer Straßenmeister sicher vor Gröne ins Ziel. Ebenso souverän hatte kurz danach im Sprint um Platz drei Dieter Burkhardt das gesamte Feld der Verfolger im Griff. Mit Gold und Bronze auf dem Treppchen war die RSG Hercules damit das überragende Team des unvergesslichen großen Renntages!

Plomi Foto (beim Kriterium in Zirndorf 1986 im DM Trikot)
Gerne erinnerte sich Werner Stauff an die „Friedensfahrt“ 1988. Bei der großen „Tour“ aller damaligen Ostblock-Staaten holte er sich damals einen viel beachteten Etappen-Sieg. Ein riesiger internationaler Erfolg gegen die Weltklasse-Fahrer der UDSSR, aus Polen, Tschechien und der damaligen „DDR“! Nur vier westdeutsche Radamateure konnten bei der „Friedens-Fahrt“ einst einen Etappen-Sieg feiern!
1989 wechselte Werner Stauff zwar noch ins Lager der Profis, als er einen Vertrag beim „Team Stuttgart“ erhielt – aus dem später das Team TELEKOM entstand – doch nach rund 15 Jahren im Rennsattel beendete er im gleichen Jahr seine erfolgreiche Radsport-Karriere.
Manfred M a r r
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Dieter Burkhardt wird seinen guten Kölner Freund nie vergessen. Sichtlich erschüttert erklärte er: „Ich bin immer noch fassungslos und richtig traurig. Kiko war Jahrgang 1960. Ich habe ihn 1979 als 19-jährigen in der Vorbereitung auf die WM in Valkenburg kennengelernt. Seitdem hatte ich immer engen Kontakt zu ihm. Zunächst in der Nationalmannschaft. 1982 als ich Meister und er Dritter wurde.
1985, ein Jahr nach Thomas Freienstein, wechselte auch Werner Stauff vom PSV Köln zur RSG. Mit ihm wurden wir auf Anhieb Deutscher-Vierer-Meister. In meinem letzten Jahr 1986 haben wir beide das Ergebnis der DM von 1982 gedreht. Er wurde Straßenmeister und ich Dritter.
Privat blieben wir immer in Verbindung. In der Zeit als seine Frau Beate ein Fahrrad-Geschäft in Köln betrieben hat nahezu wöchentlich. Über unsere Söhne Holger und Andreas hatten wir ebenfalls viel guten Kontakt, denn beide fuhren in der Nachwuchsmannschaft vom Team Milram“.
Sondertrikot zum Ruhetag: Red Bull – BORA – hansgrohe dreht die Lucky 13 weiter
Mit einem einzigartigen „Rest Day Kit“ feiert Red Bull – BORA – hansgrohe seine 13. Tour-de-France-Teilnahme – und hebt den Mythos der Glückszahl auf ein neues Level.
Es passt fast zu gut, um Zufall zu sein: Der Ruhetag der Tour de France fällt in diesem Jahr auf den 13. Juli. Für Red Bull – BORA – hansgrohe der perfekte Moment, die Geschichte der „Lucky 13“ konsequent weiterzuerzählen.
Im Radsport wird die Nummer 13 traditionell verkehrt herum getragen – ein Ritual, das seit Generationen Glück bringen soll. Nach dem Tour-de-France-Jersey mit der ikonischen, auf den Kopf gedrehten 13 geht das Team nun einen Schritt weiter: Beim Rest Day Kit wird das komplette Design des aktuellen Tour-Jerseys umgedreht. Die ultimative Hommage an die 13. Tour-de-France-Teilnahme von Red Bull – BORA – hansgrohe.
Das Weiß, das bisher die Schultern ziert, findet sich nun an den Bib Shorts wieder. Sponsorenlogos stehen Kopf. So entsteht ein Look, den es im Profiradsport bislang nicht gegeben hat – und der aus einem alten Brauch ein mutiges Statement macht.
„Mit der 13 habe ich meinen ersten Profisieg gefeiert. Als Junior wurde ich mit dieser Nummer Weltmeister – und als ich bei den Profis Weltmeister wurde, trug sie einer meiner Teamkollegen. Für mich hat die 13 definitiv etwas Besonderes.“
— Remco Evenepoel
„Meine erste Rundfahrt habe ich mit der Startnummer 13 gewonnen. Deshalb habe ich zu dieser besonderen Zahl ein sehr gutes Verhältnis. Für mich bringt sie auf jeden Fall Glück“
— Florian Lipowitz
Tour of Austria – 5. Etappe: Langenlois – Wien – 109 Km
1 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 02:13:01
2 ALBANESE Vincenzo ITA EF Education – Easypost 00:00
3 KONRAD Patrick AUT LIDL-TREK 00:00
4 ALVAREZ MARTINEZ Hector ESP LIDL-TREK 00:00
5 MCKENZIE Hamish AUS Team Jayco Alula 00:00
6 BAGIOLI Andrea ITA LIDL-TREK 00:00
7 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 00:00
8 STEININGER Fabian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00
9 TOMAS MORGADO António POR UAE Team Emirates XRG 00:00
10 ZEMKE Jermaine GER REMBE | Rad-Net 00:00
11 STOSZ Patryk POL Voster Team 00:00
12 BALLABIO Giacomo ITA Team Vorarlberg 00:00
13 VANÍCEK Šimon CZE ATT Investments 00:00
14 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 00:00
15 STIEGER Adrian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00
Endstand:
1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 19:26:11
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:25
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:40
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:51
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydningen NOR Team Drali – Repsol 03:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xavier GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 04:42
11 JEŽEK Václav CZE Kasper Crypto4Me 05:25
12 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 05:28
13 MONTI Alberto Carlo CZE ATT Investments 06:10
14 HOFBAUER Philipp AUT Team Vorarlberg 06:44
15 GINTER Nicolas SUI Tirol KTM Cycling Team 06:46
Gregor Mühlberger der neue König der Lidl Tour of Austria
13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf einen Gesamtsieg bei der Lidl Tour of Austria, vormals Österreich Rundfahrt warten. Gregor Mühlberger gelang mit seinem Triumph auch historisches. Denn er ist erst der zweite Österreicher, der das Führungstrikot ab dem ersten Tag verteidigte! Einen versöhnlichen Abschied vor zigtausenden Zuschauern in Niederösterreich und in Wien beim Sprintsieg von Sam Watson bot Patrick Konrad von Lidl – Trek mit Platz drei.
Das niederösterreichische Langenlois feierte heute seine Tour-Premiere. Der historische Stadtkern am Holzplatz mit seinen imposanten Winzerhöfen und malerischen Plätzen war heute erstmals Etappenort der 75-jährigen Geschichte der Tour of Austria. Die letzte Etappe führte über 109 Kilometer und 758 Höhenmeter in die Bundeshauptstadt Wien, wo 2014 das letzte Mal eine Zielankunft über die Bühne ging. Damals kam es zum „Sprint Royal“, den der Kärntner Marco Haller für sich entschied.
Langenlois im Sportland Niederösterreich präsentierte sich heute von seiner windigen Seite. Heftiger Seiten- und Rückenwind sollten für ein Highspeed-Rennen sorgen. Rund um Langenlois mussten die Profis zwei Runden mit einer Skoda-Sprintwertung absolvieren, als Scharfrichter durch Weinberger wartete die Mautner-Markhof-Bergwertung Schilterner Berg. Gleich fünf Kilometern nach dem Start setzten sich sechs Fahrer ab: Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg, als zweitbester Österreicher im Gesamtklassement an der 15. Stelle, Flip Lepka (CZE) von Schwingshandl Intralogistics, der deutsche Dauerattackierer Mauro Brenner, der sich bei der Lidl Tour of Austria täglich in Fluchtgruppen befand, Vaclav Jezek (CZE), der Schwede Joel Mellby und der Pole Konrad Czabok, der aber wenige Kilometer später den Anschluss verlor. Bei der Skoda-Sprintwertung Kirchberg am Wagram, ca. bei Rennhälfte, lag das Führungsquintett rund eine Minute vor dem Hauptfeld.
Hexenkessel auf der Doppler Hütte, britischer Sieg
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel begann der Anstieg zur Doppler Hütte. Dort wurden die Profis bereits von unzähligen Fans empfangen. Während der Vorsprung der Spitze auf unter eine Minute sank, attackierten im kleiner werdenden Hauptfeld WorldTour-Stars wie Jan Christen von UAE oder Hector Alvarez von Lidl – Trek. In Mauerbach kurz vor Wien lag nur noch Flip Lepka wenige Sekunden vor dem heranbrausenden Feld. Es bahnte sich ein Massensprint vor einer tollen Zuschauerkulisse vor dem Burgtheater an – so sollte es auch kommen. Dabei war Sam Watson von Netompany INEOS der schnellste Mann. Er verwies Vincenzo Albanese (EF Education – Easypost) und den Österreicher Patrick Konrad von Lidl – Trek auf die Plätze. Für Tour de France-Etappensieger Konrad war es ein versöhnlicher Abschluss: „Zuletzt musste ich die Tour de Suisse krankheitsbedingt verlassen. Meine Form war bei der Lidl Tour of Austria nicht perfekt, aber das war heute vor so vielen Zuschauern ein versöhnlicher Abschluss.“
Gregor Mühlberger schreibt Rad-Geschichte(n)
13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf den nächsten heimischen Rundfahrtssieg seit Riccardo Zoidl warten. Der 32-jährige Gregor Mühlberger – der dritte Toursieger aus Niederösterreich – ist der erste Gesamtsieger als Nationalteamfahrer seit Harald Morscher 1994. Gerrit Glomser holte bei der Rundfahrt 2003 zwei Etappensiege, auch das stellte Mühlberger in diesen Tagen ein. Zudem ist er der zweite Österreicher seit Roman Humenberger 1971, der von der ersten bis zur letzten Etappe das Führungstrikot trug. Dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kam, zeigen seine Leistungen in den letzten zehn Jahren und natürlich sein 15. Gesamtplatz heuer beim Giro d’Italia, wo er als Edelhelfer maßgeblichen Anteil am 2. Gesamtplatz von Felix Gall hatte. „Mübsi“ war bereits zwei Mal Staatsmeister der Elite-Fahrer und feierte heute seinen insgesamt fünften Rundfahrtsieg. Zudem hat er prestigeträchtige Etappensiege, wie bei der Tour of the Alps, der Deutschland Tour, bei der BinckBank- und zwei bei der Sibiu Cycling Tour zu Buche stehen. Herausragend war auch sein Sieg beim deutschen Klassiker Rund um Köln 2017. Für den Wahlsalzburger ging heute ein Traum in Erfüllung: „Ich bedanke mich bei meinem ganzen Team, sie haben sich für mich so aufgeopfert. Ohne Team kann man bei so einer stark besetzten Rundfahrt gar nichts gewinnen.“ Zum ersten Mal habe er den Toursieg nach dem letzten Anstieg zur Doppler Hütte vor Wien realisiert: „Dieser Sieg ist nicht irgendein Triumph für mich. Das größte Rennen der Heimat zu gewinnen ist so besonders. Heute bleiben wir alle in Wien, meine ganze Familie und viele Freunde sind natürlich da. Gemeinsam werden wir ordentlich feiern.“
Die Trikotträger
Gregor Mühlberger siegte im Gesamtklassement 1:25 Minuten vor UAE-Profi Kevin Vermaerke und 1:40 vor Bauke Mollema von Lidl – Trek. Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer, der heute zum aktivsten Fahrer gekürt wurde, schob sich heute noch auf Rang 14 vor und wurde wie im Vorjahr zweitbester Österreicher. In der Skoda-Punktewertung siegte Kevin Vermaerke (UAE Team Emirates XRG) vor Gregor Mühlberger, bester Kletterer der Mautner Markhof-Wertung wurde der Pole Piotr Pękala (ATT Investments), auch vor Mühlberger. Andrew August von Netcompany INEOS siegte in der DAN Küchen-Wertung des besten Jungprofis. Zum aktivsten Fahrer wurde Mauro Brenner gekürt und die beste Mannschaft war Netcompany INEOS. Eine tolle Leistung bot hier das Tirol KTM Cycling Team, das als beste Continental-Mannschaft Rang fünf holte!
Homepage: www.tourofaustria.com
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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at
Tour of Austria: Philipp Hofbauer zweitbester Österreicher – heute aktivster Fahrer
„Wir haben uns teuer verkauft und konnten das eine oder andere Ausrufezeichen setzen. Andererseits müssen wir aber auch neidlos anerkennen, dass das Niveau der World Tour-Teams extrem hoch war und wir ohne unseren Kapitän Colin Stüssi einen schweren Stand hatten.“ So lautete das Fazit von Team Vorarlberg-Chef Thomas Kofler nach dem Finale der Tour of Austria.
Die heutige Etappe war keineswegs eine Triumphfahrt, wie man es speziell bei der Tour de France vom letzten Tag kennt. Auf den 109 Kilometern von Langenlois nach Wien ging es bei starkem Rückenwind von Beginn weg voll zur Sache. Schon nach wenigen Minuten bildete sich eine kleine Gruppe mit Philipp Hofbauer, der unterwegs zweimal Zeitgutschriften ersprintete und damit virtuell schon auf der Strecke wieder auf Platz 14 vorrückte. Der Steirer im Team Vorarlberg zeigte heute viel Courage. Er initiierte die Attacke, leistete viel Führungsarbeit und wurde völlig zu Recht bei der Siegerehrung als aktivster Fahrer der Schlussetappe ausgezeichnet.
Kurz vor der Stadteinfahrt von Wien wurden die Ausreißer gestellt und es begann das erwartete Finale mit einem Massensprint, den der Brite Samuel Watson von der INEOS-Mannschaft für sich entschied. Bester Team Vorarlberg Profi war wieder Giacomo Ballabio, der wie am Vortag auf Rang zwölf landete. Kilian Feurstein verlor im allerletzten Anstieg bei hohem Tempo den Anschluss. Damit war auch die Hoffnung dahin, dass er als starker Sprinter ein prestigeträchtiges Ausrufezeichen setzen könnte.
Schon entlang der Strecke herrschte speziell in den Steigungen Bombenstimmung. Einen würdigen Empfang gab es für das hochkarätige Feld dann auch vor dem Burgtheater, wo die Rundfahrt nach fünf Tagen und 845 Kilometern zu Ende ging. Unterm Strich blieben für das Team Vorarlberg durchaus erfreuliche Aspekte: Philipp Hofbauer war in der Gesamtwertung als Vierzehnter zweitbester Österreicher nach Toursieger Gregor Mühlberger und war gleichzeitig bester Fahrer eines österreichischen Continentalteams. Tobias Nolde wurde fünftbester Bergfahrer der Tour, nachdem er zu Beginn der Tour sogar das Bergtrikot getragen hatte. In der Mannschaftswertung landete das Team Vorarlberg an der zehnten Stelle.
Auf das Team Vorarlberg wartet jetzt eine zweiwöchige Rennpause, ehe es mit einer zehntägigen Rundfahrt in der Karibik weitergeht. „Mit der Tour of Austria ist für uns eine gute erste Saisonhälfte zu Ende gegangen. Die bisherigen Leistungen lassen auch für die restliche Saison einiges erwarten“, blickt Thomas Kofler optimistisch auf die kommenden Aufgaben.
Presse Service Team Vorarlberg
www.team-vorarlberg.at
office@proevent-cycling.at
Aufgebot: Giacomo Ballabio, Kilian Feurstein, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Emanuel Zangerle, Tobias Nolde
113. Tour de France – 9. Etappe: Malemort – Ussel – 185 Km
Van der Poel holt seinen Fluchtsieg
Mathieu van der Poel (Alpecin) gewann in Ussel die 9. Etappe der Tour de France 2026 im Sprint einer hochkarätigen 4-köpfigen Fluchtgruppe. Der 31-jährige Niederländer behauptete sich von vorne gegen Tobias Johannessen (Uno-X), gefolgt von Tom Pidcock (Pinarello) und Alex Baudin (EF). Nur 6 Sekunden hinter dem Quartett führte Filippo Ganna (Netcompany) vor Mads Pedersen (Lidl) ein arg dezimiertes Hauptfeld über die Linie.
Die 9. Etappe am Rande des Zentralmassivs war wegen Hitze etwas verkürzt worden. Erst spät bildete sich die Spitzengruppe des Tages, die sich 88 Kilometer vorm Ziel auf 8 Fahrer halbierte. 25 Kilometer vorm Ziel attackierte van der Poel volles Rohr am letzten Bergpreis. Nur Johannessen, Pidcock und Baudin kamen noch einmal hin – Gee-West, Simmons (beide Lidl), Castrillo (Movistar) und van Eetvelt (Lotto) nicht.
Pedersen baute seine Führung in der Punkteführung ums Grüne Trikot aus. Zu einem weiteren Tagessieg reichte es allerdings nicht, weil sein Team auf allen Hochzeiten tanzte. 2 Teamkollegen waren zuerst vorne in der Spitzengruppe, 2 weitere Teamkollegen verrichteten als Klassementfahrer keine Nachführarbeit. In diese schalteten sich allerdings Gannas Helfer ein – zurecht, wie sich zeigen sollte.
Ergebnis
1. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech 3:27:51
2. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X alle
3. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello gleiche
4. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost Zeit
5. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +0:06
6. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
7. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
8. Nicolas Breuillard (FRA) – Totalenergies
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies
10. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost
11. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG alle
12. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora
13. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG gleiche
14. Alex Aranburu (ESP) – Cofidis
15. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM Zeit
– 176 Fahrer klassiert.
Das Hauptfeld bestand hinterher nur noch aus den Klassementfahrern sowie ein paar der besten Klassikerjäger und besten Helfer, insgesamt unter 40 Mann. Das Gruppetto war hinterher größer als das Hauptfeld.
In den Top-9 der Gesamtwertung gab es keine Änderungen. Tadej Pogacar (UAE) ging im Gelben Trikot mit unverändert 2:42 Minuten Vorsprung vor Vingegaard (Visma) und 3:27 vor del Toro (auch UAE) in den ersten Ruhetag. Als letzter Nicht-Klassementfahrer wurde Vacek (Lidl) vom 10. Platz der Gesamtwertung nach hinten durchgereicht. Jenseits der Top-Ten machten Johannessen und Pidcock durch ihre Tagesleistung zwar Plätze, aber kaum Zeit gut.
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 32:17:04
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:12
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +9:30
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +9:35
13. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +9:40
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +9:45
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:46
16. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +10:51
17. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:56
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +12:21
Wegen Hitze ein paar Kilometer weniger
Durch die gestrichenen gut 30 Kilometer zu Beginn der 9. Etappe lag der Zwischensprint nah am scharfen Start. Auf bereits ansteigendem Terrain holte Pedersen nach Vorarbeit seines Teams 25 Punkte vor Girmay (NSN) und Philipsen (Alpecin). Inklusive der Punkte im Ziel konnte Pedersen sein Grünes Trikot untermauern. Der bisherige Zweitplatzierte Merlier war schon vor dem Zwischensprint abgehängt.
Es dauerte bis in die letzten 100 Kilometer hinein, ehe sich 16 Fahrer mit mehr als einer Minute lösen konnten. Johannessen verkleinerte die Spitze mit einer Attacke zunächst auf Simmons und sich selbst. 6 weitere Fahrer, darunter van der Poel, fanden noch den Anschluss.
Das Hauptfeld, anfangs angeführt von Pogacars Helfern, dann von Pedersens und Gannas Teamkollegen, war nie weit von der Spitzengruppe weg, so dass diese sich keine Tändeleien leisten konnte. Das galt immer noch und umso mehr, als van der Poel die Vorentscheidung gesucht hatte und nur noch 3 weitere Fahrer bei ihm waren. Pidcock wäre fast wegen einer zwischenzeitlich nicht funktionierenden Schaltung zurückgefallen.
Mit 23 Sekunden Vorsprung ging das Spitzenquartett in den leichtansteigenden Schlusskilometer. Van der Poel absolvierte diesen von vorne. Als an der 250-Meter-Marke Johannessen von der 3. Position antrat, tat dies van der Poel fast gleichzeitig. Pidcock an 2. Position reagierte zu spät. Damit waren die Plätze 1 bis 4 auch schon vergeben. Van der Poel feierte seinen 3. Karriere-Etappensieg beim größten Rennen, das ihm eigentlich am wenigsten liegt. Das Profil der 9. Etappe war ihm allerdings auf den Leib geschneidert.
Auftakt des Interstuhl-Cups in Deißlingen und Geislingen fest in der Hand der RACING STUDENTS
Zimmermann siegt gleich zweimal
Die RACING STUDENTS konnten bei den Rennen in Deißlingen und Geislingen ein erfolgreiches Wochenende verbuchen: Doppelsieg im Eliterennen in Deißlingen, der erneute Erfolg des Plochingers Niko Zimmermann in Geislingen und einem Podestplatz von David Futterer.
Beim traditionellen Abendrennen in Deißlingen bestimmten die RACING STUDENTS von Beginn an das Renngeschehen. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung kontrollierte das Team das Feld und vereitelte Angriffe der Konkurrenz. Im Finale setzte sich Niko Zimmermann im Sprint durch und gewann das Eliterennen. Ben Grupp komplettierte als letzter Anfahrer das Ergebnis mit dem zweiten Platz und sicherte den RACING STUDENTS damit einen Doppelsieg.
Doppelsieg durch Ben Grupp und Niko Zimmermann
Auch beim Kriterium in Geislingen knüpfte das Team an diese Leistung an. Im Eliterennen über 100 Runden sammelte Niko Zimmermann dank der Unterstützung seiner Teamkollegen die meisten Punkte in den Wertungssprints und sicherte sich den Tagessieg. Mit diesem Erfolg übernahm er zugleich die Gesamtführung im Interstuhl Cup und trägt nun das Führungstrikot.
Für ein weiteres Podium sorgte David Futterer im Amateurrennen. Nach einer konstant starken Leistung belegte er den dritten Platz und rundete damit das erfolgreiche Wochenende der RACING STUDENTS ab.
113. Tour de France 2026 – 8. Etappe Périgueux nach Bergerac 180km
Tim Merlier schießt von ganz hinten zu Sieg 2
Tim Merlier (Soudal) gewann nach der 7. auch die 8. Etappe der Tour de France 2026 im Massensprint. Der 30-jährige Belgier stellte in Bergerac eindrucksvoll unter Beweis, dass er der schnellste Sprinter im Feld ist. Während einige Konkurrenten noch hinter den letzten Anfahrern lauerten, schoss Merlier von ganz weit hinten an allen vorbei. In seinem Windschatten kam Biniam Girmay (NSN) auf den 2. Platz. Von den eigentlich besser positionierten Fahrern war Olav Kooij (Decathlon) der Beste auf Platz 3.
Liam Slock (Lotto), der letzte vorn verbliebene frühe Ausreißer, wurde erst 1,3 Kilometer vorm Ziel gestellt. In der Sprintvorbereitung war Max Kanters (XDS) letzter Anfahrer schon zu früh im Wind und musste das Tempo noch etwas verschleppen. Dann zog er an, wurde aber von Mathieu van der Poel (Alpecin) und dessen Sprinter Jasper Philipsen überholt. Als Philipsen jedoch Anstalten machte, zu überholen, flitzte schon Merlier mit Girmay im Schlepptau vorbei.
Philipsen war zu schwach und dahinter mehrere Fahrer wie Kanter durch Merlier, Girmay und den ausscherenden van der Poel eingebaut. Kooij konnte sich auf der anderen Seite befreien und zwischen Bande und Philipsen noch zum 3. Platz vor Philipsen sprinten.
Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:52:50
2. Biniam Girmay (ERI) – NSN
3. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
5. Pavel Bittner (CZE) – Picnic-PostNL
6. Rick Pluimers (NED) – Tudor
7. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Max Kanter (GER) – XDS-Astana alle
10. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
11. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X
12. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek gleiche
13. Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA
14. Dorian Godon (FRA) – Netcompany-Ineos
15. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies Zeit
– 176 Fahrer klassiert.
Die Klassementfahrer hatten so etwas wie einen weiteren halben Ruhetag, sofern man bei Temperaturen bis 38 Grad im Schatten davon reden kann. Tadej Pogacar (UAE) verteidigte so sein Gelbes Trikot mit unverändert 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma).
Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 28:49:07
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +7:10
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:12
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +9:35
13. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +9:42
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +9:45
15. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +9:50
16. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:46
17. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +10:51
18. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:56
19. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +12:21
20. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +13:06
In der Startphase der 8. stießen Guernalec (Totalenergies) und der schon am Vortag ausgerissene Ortruba (Caja Rural) zu Liam Slock. Sie bildeten das Spitzentrio des Tages. Slock holte sich beide kleine Bergpreis, war aber im Zwischensprint Ortruba knapp unterlegen.
Dort sprinteten aus dem Hauptfeld Philipsen auf den 4. Platz vor Kanter und Pedersen (Lidl), gefolgt von den lässigeren Merlier und Girmay. Diese schnappten sich dafür die fetten Punkte im Ziel. Dort kam Pedersen im Grünen Trikot nur auf den 12. Platz, so dass sein Vorsprung vor Merlier auf 15 Punkte zusammenschrumpfte.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 228 p.
2. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 213
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 203
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 175
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 172
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 110
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 89
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 79
9. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 75
Rund 40 Kilometer vorm Ziel begann Slock am letzten Bergpreis ein Solo, das wohl eher auf diesen Bergpreis und die goldene Startnummer des aktivsten Fahrers abzielte. Aber trotz des engen Abstands vor dem Hauptfeld konnte Slock lange die Einholung verhindern.
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