1 SILVA Thomas URU XDS Astana Development Team 04:23:41
2 ADRIÀ Roger ESP Movistar Team 00:00
3 SCARONI Christian ITA XDS Astana Development Team 00:00
4 BURGAUDEAU Mathieu FRA Team TotalEnergies 00:03
5 TESFAZION Natnael ERI Movistar Team 00:05
6 HERRADA Jesus ESP Burgos Burpellet BH 00:05
7 VADIC Baptiste FRA Team TotalEnergies 00:05
8 ULISSI Diego ITA XDS Astana Development Team 00:08
9 BERASATEGI Xabier ESP Euskaltel-Euskadi 00:08
10 MUÑOZ Francisco ESP Team Polti VisitMalta 00:08
11 QUARTUCCI Lorenzo ITA Burgos Burpellet BH 00:08
12 CRESCIOLI Ludovico ITA Team Polti VisitMalta 00:10
13 VENTURINI Clément FRA Unibet Rose Rockets 00:10
14 MARTÍN Gotzon ESP Euskaltel-Euskadi 00:14
Archiv für den Tag: 27. Juli 2026
Red Bull – BORA – hansgrohe beendet erfolgreichste Tour de France der Teamgeschichte
Die 13. Teilnahme an der Tour de France wird in die Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe eingehen. Mit zwei Tagessiegen und Platz zwei in der Gesamtwertung steht nach 21 Etappen in Paris für die Mannschaft die bis dato erfolgreichste Frankreichrundfahrt überhaupt zu Buche. Erfolgsgarant war dabei Remco Evenepoel, der unterstützt von einer starken Gruppe um sich herum sowohl Bestmarken für sich selbst als auch das Team aufstellte.
Erstmals in seiner Karriere beendete Remco die Tour als Zweiter, wobei er sich als äußerst konstant erwies. Neben seinen beiden Siegen auf den Etappen 15 und 16 rund um den zweiten Ruhetag, zunächst bei der Bergankunft am Plateau de Solaison und danach im Zeitfahren, fuhr der Belgier auf drei weiteren Teilstücken unter die Top 3. An 14 von 21 Renntagen rangierte er in der Gesamtwertung auf dem Podium.
Und auch für Red Bull – BORA – hansgrohe ist Platz zwei in der Endabrechnung ein Novum. Damit toppte Remco noch einmal das Ergebnis aus dem Vorjahr, als Florian Lipowitz neben dem Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers auch Rang drei in der Gesamtwertung mit nach Hause nahm. Umso bemerkenswerter ist dieses Resultat, weil das Team den Schlussakt der Rundfahrt ohne seinen zweiten Gesamtklassementfahrer bestreiten musste.
Die Entwicklung der jüngeren Tour-Vergangenheit zeigt dabei eine klare Tendenz. Nach Platz vier 2019 durch Emanuel Buchmann, den beiden Fünften Wilco Keldermann und Aleksandr Vlasov 2021 und 2022 sowie dem ersten Podium im Vorjahr ist das Ergebnis der Tour de France 2026 nun der nächste Meilenstein in der Entwicklung des Teams. Es unterstreicht, dass Red Bull – BORA – hansgrohe auf dem richtigen Weg ist und sich im Kreis der erfolgreichsten Grand-Tour-Mannschaften etabliert hat.
„Ich kam mit einem klaren Ziel zur Tour: eine Etappe gewinnen und die Gesamtwertung auf dem Podium beenden. Das hat funktioniert, es sind sogar zwei Etappen geworden. Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir als Team erreicht haben. Und es zeigt, dass ich meine Karriereziel, alle drei Grand Tours zu gewinnen, noch nicht beerdigen muss.“
— Remco Evenepoel
„Die Gesamtwertung ist das, was die Tour ausmacht. Da sind wir Zweiter geworden und das ist ein Riesenerfolg. Vielleicht lässt sich das in den nächsten Jahren noch steigern – es bleibt mein Traum, in Paris auch mal in Gelb einzufahren. Die Grand Tours sind auf jeden Fall die Rennen, auf die wir uns weiter konzentrieren wollen.
Davon abgesehen hat das Team gerade auf der vorletzten Etappe nochmal gezeigt, dass wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir schon haben, sondern den Drang haben zu gewinnen. Das ist das, was ich unter attraktivem Radsport verstehe.“
— Ralph Denk, CEO
113. Tour de France – 21. Etappe: Paris Champs-Élysées – Paris Champs-Élysées – 89 Km
Mathieu van der Poel rettet sich vor Sprintern
Mathieu van der Poel (Alpecin) gewann auf der Champs-Élysées die abschließende 21. Etappe der Tour de France 2026. Der 31-jährige Niederländer setzte sich mit Tadej Pogacar (UAE) an der letzten von 3 Montmartre-Passagen 11 Kilometer vorm Ziel ab. Als sich das Verfolgerfeld von hinten näherte, fand van der Poel einen halben Kilometer vor der Linie irgendwo noch einen Raketenschub. Die Sprinter zogen an Pogacar vorbei – mit van der Poels Teamkollegen Jasper Philipsen an der Spitze.
Philipsen überholte Mads Pedersen (Lidl) und kam noch unter eine Radlänge an van der Poel heran. Da hob Philipsen den Zeigefinger in der Höhe, um den Doppelerfolg zu zelebrieren. Van der Poel war für jeden Jubel zu erschöpft, es ist unglaublich, wie sehr er über sein Limit gehen kann. Hinter Pedersen kamen Kanter (XDS) und Kooij (Decathlon) auf den 4. und 5. Platz. Damit entwickelte sich ein Krimi auf den letzten Metern der Tour de France 2026 um Etappensieg in Paris.
Ergebnis
1. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech 1:58:49
2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
6. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
7. Rick Pluimers (NED) – Tudor
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
9. Milan Fretin (BEL) – Cofidis alle
10. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
11. Biniam Girmay (ERI) – NSN
12. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step gleiche
13. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
14. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos
15. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché Zeit
– 158 Fahrer klassiert.
Die Zeit wurde jedoch schon vor den 3 Montmartre-Runden genommen. Damit stand der 5. Gesamtsieg durch Tadej Pogacar fest, und der 27-jährige Slowene zu den Rekordsiegern Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain auf. Armstrong hatte danach sogar auf 7 erhöht, bekam wegen Dopings aber alle Gesamtsiege gestrichen. So jung wie Pogacar war beim 5. Gesamtsieg noch niemand. Der finale Vorsprung vor Evenepoel (Red Bull) betrug 6:26 Minuten.
Endklassement der Tour de France 2026
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 73:56:26
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +6:26
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +9:42
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +11:56
5. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +13:02
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +14:59
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +17:48
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +20:00
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +29:28
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +33:21
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +38:02
12. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +56:37
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:02:23
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:03:43
15. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:23:28
16. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:25:01
17. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:32:56
18. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:35:38
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:47:05
20. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +1:47:58
21. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +1:51:59
22. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:02:42
23. Carlos Verona (ESP) – Lidl-Trek +2:05:22
24. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:11:09
25. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +2:12:59
…
158. Cees Bol (NED) – Decathlon-CMA CGM +6:22:08
– 184 Teilnehmer, davon 158 klassiert.
Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 559 p.
2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 475
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 367
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 289
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 246
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 198
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 157
9. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 143
10. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 139
Bergtrikot (weiß mit roten Punkten)
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 156 p.
2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 100
3. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 99
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike 55
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red-Bull Bora 50
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 41
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 40
8. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 36
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 29
10. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora 28
Jungprofi-Wertung (weißes Trikot)
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 74:06:08
2. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +2:14
3. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +3:20
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +8:06
5. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +54:01
6. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:25:46
7. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:01:27
8. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:22:01
9. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:42:50
10. Kévin Vauquelin (FRA) – Netcompany-Ineos +2:51:35
Teamwertung
1. Lidl-Trek 224:57:43
2. UAE-XRG +36:57
3. Red Bull-Bora-Hansgrohe +1:06:22
4. Decathlon-CMA CGM +1:47:44
5. Visma Lease a Bike +2:18:03
Als kämpferischster Fahrer der gesamten Tour de France 2026 wurde per Jury-Entscheid Richard Carapaz (EF) ausgezeichnet, als bester Teamfahrer mehr als verdient Quinn Simmons.
#5: Pogacar wie gewohnt unfassbar überlegen
Tadej Pogacar (UAE) stieg bei der Tour de France 2026 in den Club der 5-fach-Rekordsieger auf. Der 27-jährige Slowene präsentierte sich wie gewohnt unfassbar überlegen. Auf einer frühen Pyrenäen-Etappe versenkte er mit einem 43-Kilometer Solo bereits die Konkurrenz und setzte unter anderem in Alpe d’Huez mit einem Triumph in Rekordzeit noch einen drauf. Remco Evenepoel (Red Bull) fuhr auf den 2. Gesamtplatz 6:26 Minuten hinter Pogacar. Aufs Podest kam außerdem Pogacars Teamkollege Isaac del Toro.
Die meisten Etappensiege gingen natürlich auch an Pogacar, der 5-mal zuerst über die Ziellinie fuhr. Dabei verschenkte er sogar noch weitere Siegchancen zugunsten von del Toro. Unter den Sprinter war Tim Merlier (Soudal) 3-mal erfolgreich. Das Grüne Trikot ging aber an Mads Pedersen (Lidl), der nicht in den Massenankünften, sondern vor allem bei den Zwischensprints viel investierte und groß abräumte.
Das 2. Mal das Bergtrikot holte sich Richard Carapaz (EF), der wie Mathieu van der Poel (Alpecin) und Evenepoel 2 Tagessiege einfuhr. Das weiße Trikot des besten Jungprofis nahm del Toro mit – wie beim 3. Platz in der Gesamtwertung 2:14 Minuten vor den französischen Jungstar Paul Seixas (Decathlon).
Jonas Vingegaard (Visma) schied auf Platz 2 liegend, aber da schon mit großem Rückstand auf Pogacar, mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Er hatte die 5 Jahre zuvor immer den 2. oder 1. Platz hinter oder vor Pogacar belegt. Auch der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull) schied sturzbedingt mit der gleichen Verletzung aus.



