1 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 04:25:06
2 JEGAT Jordan FRA Team TotalEnergies 00:01
3 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 00:01
4 MARTINEZ Lenny FRA Bahrain Victorious 00:01
5 FANCELLU Alessandro ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:01
6 HONORE Mikkel DEN EF Education-EasyPost 00:01
7 CASTELLON Jan ESP Caja Rural-Seguros RGA 00:01
8 TIBERI Antonio ITA Bahrain Victorious 00:01
9 GUTIÉRREZ Jorge ESP Equipo Kern Pharma 00:03
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:05
11 ULISSI Diego ITA XDS Astana Team 00:14
12 TESFAZION Natnael ERI Movistar Team 00:14
13 FAGUNDEZ Eric URU Burgos Burpellet BH 00:14
14 THOMAS Benjamin FRA Cofidis 00:14
15 CRESCIOLI Ludovico ITA Team Polti VisitMalta 00:14
Giulio Pellizzari gewinnt den Giro della Toscana
Mit einer überraschenden Attacke unter dem Teufelslappen hat Giulio Pellizzari den Rest der Ausreißergruppe überrascht, seinen sechsten Saisonsieg eingefahren und den italienischen Klassikerherbst für Red Bull – BORA – hansgrohe damit maximal erfolgreich eröffnet.
Auf 190 Kilometern rund um Pontedera bei Pisa bildete der achteinhalb Kilometer lange und sieben Prozent steile Monte Serra einmal mehr das große Hindernis des Tages. Der Anstieg war zwei Mal zu überqueren. Beim zweiten Mal bildete sich nach mehreren Attacken kurz vor dem Gipfel gut 30 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Gruppe, in der neben neun weiteren Fahrern auch Giulio saß.
Keine 30 Sekunden dahinter hatte sich eine zweite Gruppe mit Jai Hindley formiert. Florian Lipowitz, Daniel Felipe Martínez, Haimar Etxeberria, Adrien Boichis und Lorenzo Finn hatten zuvor ihre Arbeit bei der Kontrolle des Rennens getan. Auf der Abfahrt und im flachen Finale schrumpfte der Abstand, doch den Zusammenschluss konnten die Verfolger nicht mehr herstellen, auch wenn es zwischenzeitlich fast noch so aussah.
Giulio hatte sich in der Spitze lange zurückgehalten, wollte es dann aber nicht auf einen Sprint gegen die mitunter endschnelle Konkurrenz um Christian Scaroni ankommen lassen. Mit einem überraschenden Angriff eingangs der letzten 1000 Meter riss er eine Lücke, die seine Begleiter nicht mehr schließen konnten.
„Ich hatte nichts geplant, die Situation hat sich einfach so ergeben. Die Werte am Berg waren nicht besonders gut, aber ich wusste, dass das Rennen im Finale entschieden wird. Ich habe dann versucht, so viel Kraft wie möglich zu sparen, um auf dem letzten Kilometer alles geben zu können. Es ist gut gelaufen.“
— Giulio Pellizzari
„Wir waren mit einem starken Team hier und mussten damit auch die Verantwortung für das Rennen übernehmen. Zwischen den beiden Anstiegen haben wir kurz das Momentum verloren, als eine Gruppe ohne uns ging. Florian hat die Lücke dann aber gut zugefahren. Oben auf dem letzten Berg hat sich dann die Gruppe um Giulio gebildet, aber die Verfolger mit Jai waren nie weit weg.
Auf den letzten Kilometern wurde der Abstand dann aber wirklich gering. Das einzige, was ich Giulio mitgegeben habe, war, dass er auf den Kreisverkehr und die letzte Kurve achten soll. Am Ende war es dann wie bei der Deutschland Tour wieder ein ordentlicher Adrenalinstoß mit ihm. Es ist ein schöner Sieg.“
— Cesare Benedetti, Sportlicher Leiter

