Innsbruck und Telfs sind für den Auftakt der Tour of the Alps 2026 gerüstet: Vom 19. bis 21. April macht das grenzüberschreitende Etappenrennen in Tirol Station. Mit der Präsentation der teilnehmenden Mannschaften stellte das Organisationskomitee auch das Programm der drei Renntage im nördlichsten Gebiet der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino vor. In diesem Jahr stehen dabei zum ersten Mal die Nationalteams aus Italien und Österreich gemeinsam am Start. Sie würdigen damit das zehnjährige Bestehen des Euregio-Vorzeigeprojekts
Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist ein wesentliches Merkmal der Tour of the Alps: Seit mittlerweile einem Jahrzehnt tragen Italien und Österreich die Rundfahrt gemeinsam aus. 2026 erhält dieses Konzept eine zusätzliche Bedeutung, wenn die Nationalmannschaften beider Nationen an den fünf Renntagen in der Alpenregion in den Sattel steigen. Die Teilnahme der beiden Teams steht im Zeichen von zehn Jahren grenzüberschreitender Kooperation zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino. Die Unterzeichnung, die dieser Kooperation zugrunde liegt, datiert aus dem Jahr 2016.
Die Teilnahme der zwei Nationalmannschaften war die zentrale Nachricht der Pressekonferenz in Innsbruck, auf der das Organisationskomitee der Tour of the Alps alle Mannschaften offiziell vorstellte. Der Präsentation wohnten zahlreiche Vertreter aus Politik, Tourismus und Sport bei.
DIE TOTA LÄSST DIE WM-ATMOSPHÄRE VON 2018 NEU AUFLEBEN
Die Tour of the Alps geht in diesem Jahr vom 20. bis 24. April über die Bühne. Die Rundfahrt steht dabei mehr denn je im Zeichen von Italien und Österreich. Die beiden Länder haben über das grenzüberschreitende Projekt eine gemeinsame Identität entwickelt und stehen voll hinter der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Im Rahmen der TotA werden die Landschaft, organisatorische Erfahrung, Gastfreundschaft und die hohe Lebensqualität der drei Gebiete in den Fokus gerückt.
Bereits zum vierten Mal wird die Tour of the Alps in Tirol gestartet. Nach Kufstein (2017 und 2019) und Alpbach (2023) fällt der Startschuss heuer in Innsbruck. In der Tiroler Landeshauptstadt fand 2018 die Straßenrad-WM statt – die erste TotA-Etappe endet heuer genau dort, wo sich Alejandro Valverde vor acht Jahren zum Weltmeister kürte.
In den vergangenen Jahren hat Tirol seinen Namen als Radsportregion international konsequent gestärkt. Neben der Austragung der Straßenrad-WM 2018 gehörte die Auszeichnung mit dem Label „Bike Region“, die der Internationale Radsportverband (UCI) im Jahr 2019 vergab, zu den größten Highlights der jüngeren Vergangenheit. Das Bundesland gilt heute als etablierter Standort für Leistungs- und Breitensport sowie für den Rad-Tourismus.
2026 ist die Tour of the Alps drei Tage lang in Tirol zu Gast. Los geht es am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt die erste Etappe mit Start und Ziel in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es für die Teilnehmer im Zuge der zweiten Etappe von Telfs bis ins Martell nach Südtirol. Es folgen schließlich Etappenziele in Arco am Gardasee sowie in Trient, ehe die TotA am Freitag, 24. April in Bozen zu Ende geht.
STORER PEILT DAS DOUBLE AN, DOCH DIE KONKURRENZ LAUERT
In einem randvollen Rennkalender mit zahlreichen Highlights bewährt sich die Tour of the Alps auch in diesem Jahr als Rundfahrt mit riesiger Tradition und internationaler Anziehungskraft. In der Startliste finden sich Talente und Superstars aus aller Welt wieder – darunter das Beste, was der italienische und österreichische Radsport zu bieten haben. Neben Titelverteidiger Michael Storer haben mit Bahrain Victorious, EF Education-EasyPost, INEOS Grenadiers, Lidl-Trek, Red Bull-Bora-Hansgrohe, Team Jayco AlUla und Team Picnic PostNL nicht weniger als sieben WorldTour-Teams gemeldet.
Der Mannschaft Lidl-Trek darf in diesem Jahr erneut einiges zugetraut werden. Während die US-amerikanische Formation 2024 mit Juan Pedro López den Gesamtsieger stellte, sorgte im Vorjahr Giulio Ciccone mit dem Etappensieg in San Lorenzo Dorsino für Schlagzeilen. Der „Azzurro“ belegte später beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich Rang zwei und gewann außerdem die Clásica San Sebastián. 2026 setzt das Team auf Neuzugang Derek Gee. Der Kanadier schloss die Tour of the Alps auf Platz drei ab und wurde kurz danach Vierter beim Giro d’Italia.
Auch Red Bull-Bora-Hansgrohe schickt eine starke Truppe ins Rennen. Angeführt wird die Mannschaft vom Italiener Giulio Pelizzari, der zuletzt beim Giro d’Italia und bei der Vuelta a España jeweils auf Rang sechs landete. Mit Pelizzaris Landsmann Lorenzo Finn gehört zudem der amtierende U23-Weltmeister zum deutschen Aufgebot. Ebenso in der Alpenregion mit dabei ist Jakob Omrzel von Bahrain Victorious. Der Slowene triumphierte 2025 beim Giro d’Italia Next Gen und möchte denselben Weg einschlagen wie der Franzose Paul Seixas (Jahrgang 2006), dem im Vorjahr bei der TotA der internationale Durchbruch gelang.
Im Kampf um den Gesamtsieg darf man auch auf den Auftritt des Australiers Ben O’Connor gespannt sein. Der Kapitän des Team Jayco AlUla schnappte sich 2018 bei der Tour of the Alps seinen ersten Sieg bei einer namhaften Profi-Rundfahrt und legte 2024 mit dem zweiten Gesamtrang nach. Die Mannschaft INEOS Grenadiers kann bei der Tour of the Alps hingegen auf eine traditionell starke Truppe zählen und nutzt das Etappenrennen erneut als Generalprobe für den Giro d’Italia. Dasselbe gilt für die beiden Formationen EasyPost und Picnic PostNL, die ihre Saisonplanung konsequent auf die Italien-Rundfahrt ausgerichtet haben.
Auf der Liste der UCI ProTeams sticht das Team Tudor Pro Cycling besonders ins Auge. Die Mannschaft aus der Schweiz stellte 2025 mit Michael Storer den Gesamtsieger der Tour of the Alps und hat in Sachen Organisation, Kaderbreite und Professionalität längst WorldTour-Niveau. Es verwundert daher wenig, dass sich die Eidgenossen beim grenzüberschreitenden Etappenrennen nichts weniger als die Titelverteidigung zum Ziel gesetzt haben.
Mit dem Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team reist eine weitere Schweizer Formation mit hohen Erwartungen in die Alpenregion. Aus Italien gehen unterdessen vier Mannschaften auf UCI ProTeams-Level bei der TotA an den Start: Diese sind Bardiani-CSF 7 Saber, Solution Tech NIPPO Rali, Team Polti VisitMalta sowie MBH Bank CSB Telecom Fort (mit ungarischer Lizenz). Während das japanische Team Ukyo, das vom ehemaligen Formel-1-Piloten Ukyō Katayama gegründet wurde, zum dritten Mal in der Startliste aufscheint, hat auch das Team Vorarlberg aus Österreich wieder gemeldet.
Details zu den prominentesten Fahrern im Feld werden in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Wie in den vergangenen Jahren sind auch diesmal Last-Minute-Zusagen von Teilnehmern, die erst kurzfristig über einen Start entscheiden, möglich.
INNSBRUCK UND TELFS RÜSTEN SICH FÜR DEN GROSSEN AUFTAKT
Die erste Etappe der Tour of the Alps 2026 über 144,3 Kilometer mit Start und Ziel in Innsbruck beginnt mit einem flachen Abschnitt durch das Inntal. Es folgt ein 24 Kilometer langer Rundkurs, der zweimal zu absolvieren ist und den moderaten Anstieg auf das Mieminger Hochplateau beinhaltet. Nach diesem Rundkurs kehrt das Feld in Richtung Innsbruck zurück. Dort wartet ein weiterer Rundkurs über 18 Kilometer mit den Anstiegen nach Götzens und Axams. Letztere Rampe ist Schauplatz eines Zwischensprints mit Zeitgutschriften. Die letzten 20 Kilometer führen zurück ins Stadtzentrum von Innsbruck. Das Ziel befindet sich am Rennweg – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Mittelpunkt stand.
Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April, startet in Telfs in Tirol und endet nach 147,5 Kilometern in der Südtiroler Gemeinde Martell. Nach rund 20 flachen Kilometern folgt mit der Piller Höhe (9,2 km bei 6 %) die erste Bergwertung der ersten Kategorie. Bevor es für das Fahrerfeld über die Landesgrenzen geht, führt die Strecke über eine Bergwertung der dritten Kategorie hoch zum Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %). Die Fahrt über die Grenze folgt schließlich im Anschluss an die Ortschaft Nauders – danach setzt die Rundfahrt ihren Weg quer durch die Alpenregion in Südtirol fort.
Im Zuge der Tour of the Alps 2026 stehen der Stadt Innsbruck zwei intensive Tage bevor. Im Start- und Zielbereich der Auftaktetappe, die sich an gleicher Stelle befinden, sind zahlreiche Rahmenveranstaltungen zur Unterhaltung für die Zuschauer geplant. Auch im historischen Zentrum von Telfs wird ein umfangreiches Programm geboten. Am Rathausplatz entsteht eine stimmungsvolle Kulisse, die allen Beteiligten der Rundfahrt die Begeisterung für den Radsport in Tirol vermittelt.
DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK
Montag, 20. April, 2026
1. Etappe: Innsbruck – Innsbruck, 144,3 Km
1.700 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: **
Dienstag, 21. April, 2026
2. Etappe: Telfs – Martell, 147,5 Km
2.550 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***
Mittwoch, 22. April, 2026
3. Etappe: Latsch – Arco, 174,5 Km
3.620 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***
Donnerstag, 23. April, 2026
4. Etappe: Arco – Trento, 167,8 Km
3.900 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ****
Freitag, 24. April, 2026
5. Etappe: Trento – Bozen, 128,6 Km
2.850 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad: ***
DIE STIMMEN:
Philipp Wohlgemuth, Landeshauptmann-Stellvertreter: „Die Tour of the Alps zeigt jedes Jahr aufs Neue, was die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ausmacht: ein gemeinsamer Lebensraum im Herzen der Alpen, der durch Sport sichtbar und erlebbar wird. Dieses Rennen verbindet Menschen über Grenzen hinweg – nicht nur sportlich, sondern auch kulturell und gesellschaftlich. Dass die Jubiläumsausgabe 2026 erneut durch alle drei Landesteile führt, ist ein starkes Zeichen für unsere gewachsene Partnerschaft. Die Tour of the Alps steht für Zusammenhalt, für Bewegung und für eine nachhaltige Zukunft in den Alpen.“
Christian Härting, Bürgermeister, Telfs: „Die Friedensglocke des Alpenraumes in Telfs-Mösern läutet als Symbol der Einheit der Alpenregionen täglich für die gute Nachbarschaft und den Frieden in den Ländern des Alpenbogens. Die Tour of the Alps sehe ich als sportliche Entsprechung dieses Euregio-Gedankens. In dieser Hinsicht sind wir stolz, als stimmiger Etappenort dieses Radsport-Highlights ausgewählt worden zu sein. Wir wünschen dem gesamten Tross einen grenzüberschreitenden Tour-Erfolg!“
Peter Paul Mölk, Obmann, Innsbruck Tourismus: „Die Region Innsbruck freut sich auf die Tour of the Alps – ein Event, das sportlichen Wettkampf und den länderverbindenden Gedanken eindrucksvoll vereint. Der Startschuss in Innsbruck sowie die zweite Etappe ab Telfs rücken unsere alpin-urbane Vielfalt ins Rampenlicht – nicht nur als Bühne für dieses Radrennen mit internationalen Top-Teams, sondern auch als attraktive Urlaubsdestination. Gerade in einer auslastungsschwächeren Zeit schafft die Veranstaltung zusätzliche Wertschöpfung für unsere Betriebe.“
Karin Seiler, Geschäftsführerin, Tirol Werbung: „Die Tour of the Alps bildet in gleich dreifacher Hinsicht einen Startpunkt für unser Land. Denn rechtzeitig zum Beginn der Sommersaison bietet das Rennen die Möglichkeit, unsere vielfältige Landschaft sowie das umfangreiche Rad- und Freizeitangebot einem internationalen Publikum näherzubringen. Darüber hinaus beginnt die Veranstaltung diesmal in Tirol – mit einem Rundkurs in und um Innsbruck sowie einer Etappe von Telfs in Richtung Martell. Und zu guter Letzt war die Tour of the Alps auch der Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen von Tirol, Südtirol und Trentino im Rahmen des gemeinsamen Verbundes Euregio Connect.“
Harald Mayer, Präsident, Cycling Austria: „Die Tour of the Alps ist das höchstkategorisierte Rennen auf österreichischem Boden und deshalb ein absolutes Highlight im heimischen Radsportkalender, Jahr für Jahr. Das Rennen verbindet dazu die drei Veranstalterregionen, die zum Jubiläum durch ihre Landeshauptstädte vertreten werden. Ich freue mich besonders auf den Start in Innsbruck, weil diese Stadt für immer verbunden ist mit der Austragung der Straßen-Weltmeisterschaften 2018 und ein Herzstück für den Radsport in Österreich ist.“
Lukas Pöstlberger, Ambassador, Tour of the Alps: „Für Österreich und besonders für Tirol ist die Tour of the Alps weit mehr als ein gewöhnliches Etappenrennen. Die Rundfahrt bietet unseren atemberaubenden Landschaften ein internationales Schaufenster. Die wunderschönen TV-Bilder sprechen für sich und erfüllen uns mit großem Stolz. Auch sportlich setzt die TotA Maßstäbe und zählt zu den wichtigsten Vorbereitungsrennen im Hinblick auf den Giro d’Italia. Für den österreichischen Radsport ist das enorm wertvoll: Junge Talente und Radsportfans treffen ihre Idole persönlich und können Weltklasse-Fahrer hautnah erleben.“
Giacomo Santini, Ehrenpräsident der Tour of the Alps: „Die Teams, die wir heute präsentiert haben, versprechen großen Sport. Sie garantieren Qualität und Spannung. Am Rande der Rundfahrt organisieren wir zudem viele Rahmenveranstaltungen. Damit schaffen wir Begeisterung: Sowohl bei der Bevölkerung vor Ort, als auch bei den Menschen, die unsere Veranstaltung weltweit im Fernsehen verfolgen. Besonders wichtig ist in diesem Jahr die Teilnahme der Nationalmannschaften aus Österreich und Italien. Das ist ein starkes Zeichen. Denn wir feiern zehn Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Tour of the Alps. Dieses Jubiläum macht die Teilnahme dieser zwei Teams noch bedeutender.“
Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it
