Archiv der Kategorie: Eintagsrennen

Team Vorarlberg Santic


Belgische Woche endet bei Druivenkoers – Overijse UCI 1.1 unglücklich mit Schlüsselbeinbruch von Roland Thalmann!

Bei den fünf Rennen in Belgien und den Niederlanden gab wahrlich Freud und Leid zu erdulden für das Team Vorarlberg Santic. Neben knapp 80 UCI Punkten musste man auch einiges an Lehrgeld in Benelux lassen.
Jannik Steimle im Angriff – Roland Thalmann im Pech!
Beim gestrigen Klassiker Druivenkoers – Overijse, einem Rennen der Kategorie 1.1, waren von Beginn an die Zügel sehr stramm gezogen. Dies allerdings bei sämtlichen Rennen. Von KM 0 bis ins Ziel immer Vollgas. Jannik Steimle konnte sich gestern super in Szene setzen und war lange Zeit in einer Spitzengruppe, welche zwar wieder gestellt wurde, aber somit die Fahrer hinten den Rücken frei hatten.
Dann immer wieder Stürze durch einsetzenden Starkregen. Roland Thalmann kam vor einem Crash im Feld zum Stehen. Dann aber das verhängnisvolle Mißgeschick von hinten. Ein Fahrer kann nicht mehr Bremsen und hängt bei Thalmanns Lenker ein und reißt ihn in Vollspeed mit. Nach einem Salto schlägt der Schweizer am Boden auf und merkt sofort den “Knacks” im Bereich der Schulter. Die erste Diagnose im Spital ergab einen mehrfachen Bruch des rechten Schlüsselbeins.

“Sehr schade natürlich dass es mich erwischt hat. Dachte schon ich komme mal verletzungsfrei durch die Saison, aber heuer ist es schon bis Ende August gut gegangen. Es ist einfach dumm gelaufen. Ich war schon auf der sicheren Insel als von hinten ein Fahrer mich einfach mitgerissen hat. So ist eben auch der Radsport!” so Roland Thalmann.
Das Resultat war dann fast nur noch nebensächlich – Joeri Stallaert wurde als 31. gewertet und will nun in den nächsten Rennen diese Kilometer in Ergebnisse ummünzen.
Es war zwar nicht das herausragende Ergebnis dabei – trotzdem konnte man immer wieder aufzeigen und zahlreiche UCI Punkte fixieren – das ist mehr als positiv zu werten. Für die meisten Fahrer gab es neue Erkenntnisse aus diesen Rennen bei welchen nicht nur die Form eine große Rolle spielt, sondern vor allem auch die Ortskenntnisse, die Windverhältnisse usw.!

29.08. Overijse UCI 1.1 (196 Km) (Overijse/BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/druivenkoers-overijse/2018

Kader: Dominik Amann, Roland Thalmann, Lukas Meiler, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Jannik Steimle
Next race:
Tour of South Bohemia (CZE) UCI 2.2 vom 6.-9. September
Presseservice Team Vorarlberg Santic

Regnerische Wetterbedingungen bei der Bretagne Classic sorgen für einen schweren Tag für BORA-hansgrohe.

Die 82. Austragung des Eintagesklassikers Bretagne Classic führte die Fahrer über insgesamt 256,9km um Plouay im Nordwesten Frankreichs. Regnerische Wetterbedinungen erschwerte das Rennen, das von vielen Attacken geprägt war. Vor dem ersten Anstieg der Côte de Ty Marrec lancierten drei Fahrer einen entscheidenden Angriff und es kam zu einem Sprint zwischen dem Trio, den O. Naesen für sich entschied. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Daniel Oss, der im Hauptfeld das Ziel erreichte und damit auf den 44. Rang fuhr.
Die Strecke
Dieses Jahr wurde der Kurs etwas neu gestaltet. Das Rennen, mit Start und Ziel in Plouay, führte die Fahrer zunächst auf eine insgesamt 242,2km lange Schleife. Nach der Rückkehr zum Startort musste dann noch zusätzlich eine 14,7km lange Schlussrunde befahren werden.
Die Strecke führte das Peloton durch typisch bretonisches Gelände, das mit mehreren kleinen Hügeln gespickt war. Der schwierigste Anstieg des Rennens, die Côte de Ty Marrec (1,1km, 6,8%), wartete kurz vor der ersten Zieldurchfahrt auf die Fahrer, und musste dann mit 4km bis zum Ziel noch einmal absolviert werden. Vor der Flamme Rouge gab es zwei tückische Kurven und von dort führte die Strecke leicht abwärts bis zur flachen Zielgerade. Obwohl die Gesamtstrecke nicht allzu anspruchsvoll war, ging es ständig auf und ab, und die engen winkeligen Straßen in Plouay erschwerten auch teilweise das Rennen.
Teamtaktik
Obwohl die Vuelta a España und die Deutschland Tour zur gleichen Zeit ausgetragen wurden, wartete der französische Eintagesklassiker mit einem beachtlichen Starterfeld auf, und das Team musste sich heute auf ein hartes und taktisches Rennen gefasst machen. Mehrere Sprinter und Klassikerspezialisten im Feld konnten eine Chance auf den Tagessieg haben. Sollte es zu einem Massensprint kommen, trug Sam Bennett die Hoffnungen von BORA – hansgrohe. In diesem Fall wollte das Team den irischen Sprinter voll unterstützen und ihn in eine gute Ausgangsposition für einen eventuellen finalen Sprint bringen. Die Schlussrunde ist traditionell der Schauplatz von vielen Attacken und es war zu erwarten, dass im Anstieg zum Côte de Ty Marrec mehrere späte Angriffe gesetzt werden konnten. Deshalb musste das Team auch besonders aufmerksam sein, um eventuelle Attacken rechtzeitig zu neutralisieren.
Das Rennen
Heute versuchten sieben Fahrer ihr Glück in der Flucht. Die Rennsituation blieb lange Zeit unverändert und der Vorsprung der Spitzengruppe pendelte während des Tages zwischen 3 und 4 Minuten. Einsetzender Regen im letzten Renndrittel erschwerte das Rennen und mit 70km bis zum Ziel begann der Vorsprung der Fluchtgruppe zu schmelzen. Zu dieser Zeit lösten sich zwei Ausreißer von der Spitzengruppe. Ein wenig später lancierten T. Wellens und S. Stybar eine Attacke und schlossen zu den verbleibenden Ausreißern auf, aber alle neun Fahrer wurden vom Feld kurz danach wieder geschluckt. Eine Gruppe von 14 Fahrern, die mit vielen Top-Favoriten besetzt war, nutzte dann die Situation für einen erneuten Angriff und riss eine Lücke von mehr als einer Minute zum Hauptfeld. Vor dem Anstieg der Côte de Ty Marrec zerfiel die Spitzengruppe in zwei Teile. T. Wellens, M. Valgren und O. Naesen setzten sich an die Spitze des Rennens und es kam zu einem Sprint zwischen dem Trio, den O. Naesen gewann. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Daniel Oss, der im Hauptfeld das Ziel erreichte und damit den 44. Platz belegte.
Ergebnis
01 O. Naesen 6:16:34
02 M. Valgren +0:00
03 T. Wellens +0:03
44 D. Oss +1:24
60 P. Poljanski +2:11
Reaktionen im Ziel
„Die letzten 100km waren besonders schwer. Ich versuchte, vorne mit Daniel [Oss] zu fahren und wir glaubten, dass wir zu der Spitzengruppe aufschließen konnten. Aber das Tempo war zu hoch. Wir hatten mit den ungünstigen Wetterbedingungen zu kämpfen und unsere Versuche blieben ergebnislos. Es war heute ein schwerer Tag.“ – Pawel Poljanski

„Mit mehr als 250km war es ein langes Rennen. Besonders im letzteren Teil des Renngeschehens machten die regnerischen Wetterbedingungen das Rennen schwer. Die Fahrer mussten über Kies und nasse Straßen fahren und es gab auch mehrere tückische Kurven. Viele Fahrer im Peloton gingen zu Boden und es war kein leichtes Rennen, aber das Team unterstütze Sam [Bennett] und Daniel [Oss] so gut wie möglich. Am Ende des Tages versuchte Daniel ein solides Ergebnis im Sprint des Hauptfeldes zu erzielen. Trotz der schwierigen Bedingungen zeigte sich das Team kämpferisch und arbeitete gut zusammen.“ – Ján Valach, Sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Belgische Woche für Team Vorarlberg Santic


In der Heimat von Team Vorarlberg Santic Profi Joeri Stallaert wurde die belgische Woche gestern beim prestigeträchtigen „Great War Remembrance Race“ von Nieuwpoort nach Ypres gleich richtig zur Sache. Auf den Spuren der Flandern Rundfahrt und Gent – Wevelgem entwickelte sich das Rennen der UCI Kategorie 1.1 zu einem wahren Ausscheidungsfahren.
Rock n`Roll quer durch die Prärie – Steimle auf Rang 35. – Gian Friesecke im Spital!
Zahlreiche Passagen mit unbefestigten Straßen ließen die Fahrer an die Grenze des machbaren gelangen. Es war eine Angelegenheit für die Klassikerfraktion. Sieger des Rennes der Este Mihkel Raim. Einziger Fahrer im Ziel Jannik Steimle auf Rang 35. Gian Friesecke musste nach Sturz in das Spital zur Kontrolle, aber es gab zum Glück teilweise Entwarnung nach Verdacht auf einen Knochenbruch. Laut erster Diagnose ein kleiner Abriss der Kniescheibe. Friesecke fällt die nächsten Rennen dadurch aus.
24.08. Great War Remembrance Race UCI 1.1 (192 km) von Nieuwpoort nach Ypres
Results: https://www.procyclingstats.com/race/great-war-remembrance-race/2018
Jannik Steimle 7. – Joeri Stallaert 9. – Top Results bei Omloop Schelde Meulebeke (BEL)

Heute ging es schon besser und wie…. Im Massensprint siegte der Niederlander Wouter Wippert (Team Roompot). Aber Jannik Steimle und Joeri Stallaert sprinteten in die Top Ten mit Rang sieben und neun – der Lohn 60 UCI Weltranglistenpunkte! Top job gemacht im Rennen über 187 Kilometer – und es war wieder ein richtiges Männerrennen!
25.08. Omloop Mandel Leie Schelde Meulebeke UCI 1.1 (187 Km) (Meulebeke / BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/omloop-mandel-leie-schelde-meulebeke/2018

So geht es weiter:
26.08. Ronde Midden Netherland UCI 1.2 (192 km) (Utrecht / NED)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/ronde-van-midden-nederland/2018

28.08. Geraardsbergen – Nationales Rennen
29.08. Overijse UCI 1.1 (196 Km) (Overijse/BEL)
Results: https://www.procyclingstats.com/race/druivenkoers-overijse/2018

Kader: Dominik Amann, Roland Thalmann, Lukas Meiler, Manuel Bosch, Joeri Stallaert, Gian Friesecke, Jannik Steimle

Linda Riemann gewinnt spannendes Rennen der Newcomer Tour


Foto: Riedmann©Pixathlon

Große Bühne für den weiblichen Radsport-Nachwuchs. Bei der Newcomer Tour im Rahmen der Deutschland Tour im saarländischen Merzig standen heute die jungen Radsportlerinnen der U17-Kategorie im Fokus. Das Rennen über 47,5 Kilometer der Elitestrecke der 3. Etappe der Deutschland Tour entschied Linda Riedmann vom RV Concordia Karbach vor Lucy Mayrhofer von der RV Radlerlust Gomaringen für sich. Platz drei ging an Lea Waldhoff von der TSG 1847 Leutkirch.
40 Fahrerinnen der Jahrgänge 2002 und 2003 aus den Ländern Deutschland, Luxemburg und Belgien begaben sich ab 12 Uhr auf die anspruchsvolle Zielschleife in Merzig. Der hügelige Kurs mit fünf Runden von jeweils 9,5 Kilometern bot die perfekte Kulisse für einen angriffslustigen und spannenden Rennverlauf. Entsprechend fuhren die Fahrerinnen ab dem Start Vollgas. Bereits in der zweiten Runde war das Feld weit auseinandergerissen. Die Entscheidung fiel letztendlich nach 1:24:45 Stunden Fahrzeit in einer knappen Sprintentscheidung zwischen Linda Riedmann und Lucy Mayrhofer. Platz drei sicherte sich 1:10 Minuten später Lea Waldhoff im Sprint einer fünfköpfigen Verfolgergruppe.

„Die Mädels haben ein fantastisches Rennen gezeigt. Die Fahrerinnen waren schneller unterwegs als die schnellste errechnete Zeit. Es wurde von Anfang an Gas gegeben. Das war großer Sport“, sagt Toni Kirsch, Vizepräsident Radsportjugend des BDR.
Die Newcomer Tour wurde gemeinsam mit dem BDR und dem RSC Adler organisiert und als Bundessichtungsrennen mit internationaler Beteiligung veranstaltet. Mit der Klassifizierung als Sichtungsrennen nimmt die Newcomer Tour eine wichtige Rolle in der Nachwuchsarbeit des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein. Für die Siegerin gab es zudem eine vom Sponsor Alpecin besonders gestaltete Trophäe.

1. Riedmann, Linda (RV Conc. 1926 Karbach) 1h24’45“
2. Mayrhofer, Lucy (RVRadlerlust Gomaringen) +00″
3. Waldhoff, Lea (TSG1847Leutkirch) +1’10“


Pressebüro Deutschland Tour | FlessnerSchmitz GmbH | Sandra Schmitz
www.cycling-pr.com | +49 160 973 89898 | sandra@flessnerschmitz.com

Pascal Ackermann stürzt im Finale der Euroeyes Cyclassics, Peter Sagan am Ende auf Rang 10. 


Nach einem nahezu perfekten Rennen von BORA – hansgrohe in Hamburg, stürzt Pascal Ackermann leider etwa 1500m vor dem Ziel. Der UCI Weltmeister Peter Sagan erreicht am Ende noch Rang 10, dennoch wurde das Team heute nicht für die harte Arbeit während des Tages belohnt. Immerhin kommt Ackermann ohne ernste Verletzungen davon und dürfe am Donnerstag wie geplant bei der Deutschland-Tour an den Start gehen.
Die Strecke
Mit einer gut 100 km langen flachen Runde rund um die Hahnheide und zurück nach Hamburg, wurden die Cyclassics heute eröffnet. Auf dem zweiten Rundkurs, nach Westen Richtung Wedel, stand auch der berüchtigte Waseberg auf dem Programm. Insgesamt drei Mal musste die bis zu 20 % steile Steigung an der Elbe bewältigt werden, das letzte Mal etwa 15 km vor dem Ziel an der Mönckebergstrasse. Eine perfekte Gelegenheit um eine Vorentscheidung herbeizuführen, wobei man, um den Sieg zu erringen, auch noch auf der ansteigenden Zielgeraden die nötigen Körner haben musste.
Teamtaktik
Mit einer Doppelspitze konnte BORA – hansgrohe heute aus dem Vollen schöpfen. Der UCI Weltmeister Peter Sagan befindet sich nach seinem Sturz bei der Tour de France auf dem Weg der Besserung, und wer Sagan kennt weiß, mit ihm ist immer zu rechnen. Die ansteigende Zielgerade kommt dem BORA – hansgrohe Leader zudem entgegen. Sollte Sagan aber noch nicht in der nötigen Form sein um um den Sieg kämpfen zu können, hatte man mit dem deutschen Meister Pascal Ackermann noch eine zweite Option. Ackermann fährt zurzeit in bestechender Form und sollte auch am Waseberg keine Probleme haben. In einem Sprintfinale würde auch er einer der Topfavoriten sein.
Das Rennen
Wie erwartet setzte sich relativ früh eine kleine Spitzengruppe vom Feld ab. Fünf Fahrer konnten rund drei Minuten Vorsprung herausfahren, bevor sich im Feld die Sprinterteams organisierten. Auch BORA – hansgrohe übernahm Verantwortung, und gemeinsam mit mehreren Teams wurde der Abstand zur Spitze nun kontrolliert. Nach der ersten Passage des Wasebergs teilte sich das Feld, doch BORA – hansgrohe hatte auch diese Situation unter Kontrolle mit Cesare Benedetti in der ersten Gruppe des Feldes. Während sich die fünf Ausreißer weiter an der Spitze halten konnten, war das Feld bei der ersten Zielpassage wieder geschlossen. Obwohl einige Fahrer auch an der letzten Passage des Wasebergs noch einen Angriff versuchten, kontrollierte dennoch BORA – hansgrohe das Geschehen mit den anderen Sprinterteams bis ins Finale. Letztlich musste der erwartete Massensprint über den Sieg entscheiden. Ackermann und Sagan wurden von Benedetti, Burghardt, Schillinger und Schwarzmann perfekt in Position gefahren. Doch etwa 1,5 km vor dem Ziel ging der deutsche Meister leider zu Boden, wodurch das gesamte BORA – hansgrohe Lead-out durcheinandergebracht wurde. Nun musste es Peter Sagan richten, doch auch der UCI Weltmeister war nicht vom Glück verfolgt und wurde auf den letzten 800m zuerst von Modolo und etwas später von Kristoff eingeklemmt. Damit erreichte Sagan heute als bester BORA – hansgrohe Fahrer nur Rang zehn. Viel wichtiger als das Resultat ist aber die Tatsache, dass Pascal Ackermann mit dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen davongekommen ist. Damit sollte der Deutsche Meister planmäßig am Donnerstag die Deutschland-Tour in Angriff nehmen können.
Ergebnis
01 E. Viviani 4:46:02
02 A. Demare +0:00
03 A. Kristoff +0:00
10 P. Sagan +0:00
Reaktionen im Ziel
„Die Cyclassics waren mein erstes richtiges Rennen nach der Tour und ich habe mich schon viel besser gefühlt als in Glasgow letzte Woche. Meine Beine werden von Tag zu Tag besser und ich bin auf einem guten Weg. Bis zu den letzten zwei Kilometern hatten wir ein sehr gutes Rennen. Das Team hatte das Rennen immer unter Kontrolle, aber leider ging Pascal dann zu Boden. Dadurch wurde auch unser Lead-out völlig durcheinandergebracht. Viviani war am Ende der Schnellste und hat gewonnen. Ich erreichte den 10. Rang, jetzt liegt mein Focus voll und ganz auf der Vuelta.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister

„Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber am Sturz kann ich jetzt auch nichts mehr ändern. Ich habe einige Hautabschürfungen, aber es sieht aus, als könnte ich am Donnerstag bei der Deutschland-Tour an den Start gehen. Bis zum Sturz hatte ich unglaublich gute Beine und ich war noch richtig frisch im Finale, darum ist der Sturz umso bitterer. Das Team hat auch wieder super gearbeitet, und vor dem Sturz war ich am Rad von Viviani, also eigentlich in perfekter Situation. Aber dann hab ich eine kleine Welle von links bekommen, und im nächsten Moment lag ich auch schon am Boden.“ – Pascal Ackermann

„Es ist natürlich sehr schade, dass das Rennen heute so zu Ende gegangen ist. Wir haben viel gearbeitet und hatten alles unter Kontrolle. Im Finale haben wir alles richtig gemacht und das Rennen von vorne diktiert. Pascal und Peter war in perfekter Position, aber dann ereignete sich der Sturz und unser ganzen Plan war durcheinandergeraten. Viel mehr kann man dazu nicht sagen, wir haben alles versucht, aber man kann eben nicht immer gewinnen.“ – Jan Valach, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe

Schwerer Tag für BORA-hansgrohe bei der Clásica San Sebastián.

Die Clásica San Sebastián ist traditionell als eines der härtesten und anspruchsvollsten Eintagesrennen im Kalender bekannt. Wie auch in den vergangenen Jahren kam es auf dem letzten Anstieg des Tages zu der entscheidenden Attacke. B. Mollema und J. Alaphilippe konnten sich vom Feld absetzen und lieferten sich einen harten Zweikampf, den der Franzose für sich entschied. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Jay McCarthy, der nach einem Sturz die Ziellinie auf dem 32. Platz querte.
Die Strecke
Die 38. Ausgabe des Rennens mit Start und Ziel in San Sebastián führte das Fahrerfeld über 228,7km und 8 kategorisierte Anstiege durch das landschaftlich schöne spanische Baskenland. Die ersten 45km verliefen nur leicht wellig, gefolgt von dem Alto Iturburu (7,1km, 4,9%), einem Anstieg der 2. Kategorie. Danach ging es wieder über hügeliges Terrain bis zur zweiten Hälfte der Rennstrecke. Innerhalb der letzten 130km standen nicht weniger als fünf kategorisierte Anstiege auf dem Programm. Der berühmteste Anstieg des Rennens, der Alto Jaizkibel (7,6km, 5,8%), sowie der Alto Arkale (3,2km, 5,5%) mussten je zwei Mal bewältigt werden. Nach der zweiten Passage des Arkale ging es zum letzten Anstieg des Tages, dem Alto Murgil Tontorra (1,8km, 11,3%). Diese knackige Rampe, die nur 8km vor dem Ziel zu überqueren war, wies mehrere Stellen mit mehr als 20 Prozent Steigung auf. Nach einer technischen Abfahrt mussten dann die letzten flachen 3km bis zum Ziel in Angriff genommen werden.
Teamtaktik
Das Team musste sich heute in einem hochkarätigen Konkurrenzfeld behaupten und sich auf ein hartes und taktisches Rennen gefasst machen. Während einige Teams mit Fahrern dabei waren, die an der diesjährigen kräftezehrenden Tour de France teilgenommen hatten, ging BORA – hansgrohe mit mehreren frischen Fahrern an den Start in San Sebastián. Mit mehr als 4000 Höhenmetern wurden heute von den Fahrern starke Kletterfähigkeiten verlangt, und die Strecke kam sowohl den Kletterern als auch den Puncheuren im Feld sehr entgegen.
Auf dem schwierigen Kurs um San Sebastian hoffte das Team auf ein solides Resultat von Jay McCarthy und Gregor Mühlberger, und ihre fünf Teamkollegen sollten sie heute voll unterstützen. Ziel war, diese zwei Fahrer in der ersten Gruppe, die erwartungsgemäß nach dem letzten Anstieg 7km vor dem Ziel in San Sebastián zuerst ankommen würde, zu platzieren. Aus dieser Gruppe heraus würden die beiden BORA – hansgrohe Fahrer dann eine Chance haben, um den Sieg zu kämpfen.
Das Rennen
Schon kurz nach dem Startschuss löste sich eine Gruppe von sechs Fahrern vom Feld und konnte nach 15 gefahrenen Kilometern einen Vorsprung von 4 Minuten herausfahren. Die Lücke zum Hauptfeld vergrößerte sich stetig und betrug maximal 7:45 Minuten nach der Überquerung des dritten Anstiegs des Tages. Die Rennsituation blieb meist unverändert aber mit 95km bis zum Ziel begann das Peloton das Tempo zu verschärfen, und der Abstand der sechs Ausreißer verringerte sich auf 3 Minuten. Nach der ersten Überquerung des Alto Arkale versuchte W. Anacona aus dem Hauptfeld zu den Ausreißern aufzuschließen aber sein Versuch wurde einige Kilometer später vereitelt. Kurz danach flog die Spitzengruppe unter dem hohen Tempo auseinander und somit blieb nur ein Ausreißer an der Spitze des Rennens. Der Solist C. Barthe ging über die Kuppe des Alto Jaizkibel mit nur 10 Sekunden Vorsprung. Obwohl das Feld den Franzosen auf der Abfahrt in Sichtweite hatte, gelang es ihm seinen Vorsprung auf mehr als 30 Sekunden auszubauen. Allerdings wurde er letztendlich vor dem letzten Anstieg des Alto Arkale gestellt. Auf dem Anstieg gab es einige Attacken und mehrere kleinere Gruppen formierten sich an der Spitze des Feldes. Jedoch sammelte das Feld diese Gruppen mit noch 28km bis zum Ziel wieder ein. 10km später ereignete sich ein Sturz, in dem Jay McCarthy verwickelt wurde, aber der Australier konnte das Rennen fortsetzen. Wie erwartet wurde die entscheidende Phase des Rennens auf dem letzten Anstieg des Tages eingeläutet. 8km vor dem Ziel begannen die Attacken der Favoriten und B. Mollema und J. Alaphilippe konnten sich absetzen. Das Duo machte am Ende den Sieg unter sich aus. Alaphilippe war der Endschnellere und gewann die 38. Auflage der Clásica San Sebastián. Bester BORA – hansgrohe Fahrer war Jay McCarthy, der nach einem Sturz den 32. Rang belegte.
Ergebnis
01 J. Aaphilippe 6:03:45
02 B. Mollema +0:00
03 A. Roux +0:16
04 G. Van Avermaet +0:16
05 J. Simon +0:16
32 J. McCarthy +2:22

Reaktionen im Ziel
„Heute versuchte das Team, Jay McCarthy voll zu unterstützen aber leider war er mit noch 18km bis zum Ziel in einen Unfall verwickelt. Er musste deswegen sein Rad wechseln und es gelang ihm nur auf dem letzten Anstieg auf das Hauptfeld wieder aufzuschließen. Kurz danach wurde er durch einen weiteren Unfall aufgehalten und es war ihm deshalb leider nicht mehr möglich vorne mitmischen zu können. Er hatte gute Beine und hätte er heute kein Pech gehabt, dann hätte er um eine Topplatzierung kämpfen können. Glücklicherweise wurden keine unserer Fahrer bei dem Unfall schwer verletzt. Es gibt noch viele Rennen in dieser Saison und deshalb auch noch mehr Chancen, gute Ergebnisse zu erzielen.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Pascal Ackermann holt sich seinen dritten WorldTour Sieg bei Prudential Ride London. 


Nach einem Sturz bei der 80km Marke, arbeitete der BORA – hansgrohe Zug ideal, um ihren Sprinter Pascal Ackermann für das Finale perfekt in Position zu bringen. Der junge Sprinter wartete auf den perfekten Moment und flog seinem dritten WorldTour Sieg entgegen und sicherte sich vor E. Viviani den Sieg.
Der Kurs
Nachdem Grand Prix Cerami, reiste die BORA – hansgrohe Mannschaft weiter nach London, um beim 1.UWT Rennen an den Start zu gehen. Der 187km lange Kurs verlief durch die Innenstadt von London und hatte 5 Sprint- aber auch 5 Bergwertungen der 2. Kategorie im Londoner Süden.
Die Team Taktik
Die deutsche Mannschaft konzentrierte sich auf ihren Deutschen Meister, Pascal Ackermann. Vor allem für das Finale, wollte das Team für ihren Sprinter da sein, um ihn in eine perfekte Position zu bringen, um ein weiteres tolles Ergebnis zu erzielen.
Das Rennen
Auf nassen Straßen wurde das Rennen um kurz vor 14:00 gestartet. Nach nur wenigen Kilometern attackierte eine Gruppe von sechs Fahrern und hatte schnell einen mehrminütigen Vorsprung auf das Peloton, in dem BORA – hansgrohe fuhr. Später konnten Jay McCarthy und auch Peter Kennaugh auf die Spitzengruppe aufschließen, doch wie erwartet kam es kurz vor dem Ziel zum Zusammenschluss. Im Finale brachten Rudi Selig und Christoph Pfingsten den Deutschen Meister perfekt in Position. Der junge BORA – hansgrohe Sprinter wartete auf den idealen Moment, um seinen Sprint anzuziehen und flog seinem dritten WorldTour Sieg entgegen.
Reaktionen im Ziel
„Heute war es schwer, der Regen machte den Kurs richtig gefährlich, 80km vor dem Ziel bin ich auch noch gestürzt und musste mein Rad wechseln. Im Finale brachten mich Rudi und Pfingsti perfekt in Position, sodass ich nur mehr auf den Moment gewartet habe, um meinen Sprint anzuziehen. London ist nun mein dritter WorldTour Sieg in dieser Saison und ich bin mehr als glücklich.“ – Pascal Ackermann
„Unsere Taktik ist total aufgegangen, wir hatten zwei Männer in der Spitzengruppe und der Sieg von Pascal hat die tolle Teamleistung abgerundet. Von Beginn an hat die Mannschaft perfekt zusammengearbeitet und im Finale Pascal ideal in Position gebracht. Man kann wirklich stolz sein auf so eine Mannschaft, die alles für einander geben.“– André Schulze, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

1. Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe)
2. Elia Viviani (Quick-Step Floors) s.t.
3. Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo)
4. Ivan Garcia (Bahrain-Merida)
5. Simone Consonni (UAE Team Emirates)
6. Phil Bauhaus (Sunweb).
7. Jempy Drucker (BMC)
8. André Greipel (Lotto Soudal)
9. Jonas Koch (CCC Sprandi)
10. Rudy Barbier (AG2R)

Peter Kennaugh sprintet zum Sieg beim Grand Prix Cerami. 


Das belgische Eintagesrennen sah eine frühe Fluchtgruppe, in der auch BORA – hansgrohe Fahrer Peter Kennaugh vertreten war. Unter strömenden Regen hielt sich der Vorsprung der Gruppe bis ins Finale, in dem Peter Kennaugh eine späte Attacke lancierte und sich den Sieg vor J.Baugnies sicherte.
Der Kurs
Für viele Fahrer wurde heute beim 200 Kilometer langen Eintagesrennen GP Cerami, das von Saint-Ghislain nach Frameries führt die zweite Saisonhälfte eingeläutet. In der ersten Rennhälfte muss das Fahrerfeld fünf kürzere Anstiege bewältigen, darunter die Mauer von Geraardsbergen. Die Entscheidung wird wohl erst auf den letzten 1400 Metern fallen, wenn es noch mal bis zu acht Prozent zum Ziel bergauf geht.
Die Team Taktik
BORA – hansgrohe reiste mit vielen starken Fahrern nach Belgien. Jay McCarthy, der eine Etappe der Baskenland Rundfahrt gewinnen konnte, aber auch Peter Kennaugh war mehr als motiviert nach einer längeren Rennpause. Der Plan war, mit beiden Fahrern wichtige Gruppen zu besetzen, um ein gutes Tagesergebnis erzielen zu können.
Das Rennen
Gleich nach dem Startschuss setzte sich eine Gruppe, mit BORA – hansgrohe Fahrer Peter Kennaugh vom Feld ab, die schnell eine Lücke von drei Minuten öffnen konnte.
Auf den letzten 50km machten starke Regenfälle und Wind den Fahrer das Leben schwer. BORA – hansgrohe Fahrer Peter Kennaugh ging dennoch in die Offensive und blieb weiterhin in der Spitzengruppe des Tages. Das Rennen kam in die letzte Runde, als der BORA – hansgrohe Fahrer das Tempo erhöhte und sich mit einer späten Attacke den Sieg sicherte. Teamkollege Alex Saramotins wurde Vierter und Jay McCarthy querte die Linie auf dem 8. Platz.
Reaktionen im Ziel
„Ich bin mehr als glücklich mit diesem Sieg heute. Ich fühlte mich von Beginn an gut, und ich denke, die Hitze am Start, half mir, war ich doch die letzten drei Wochen mit meinem Teamkollegen Jay in der Sierra Nevada, daher waren wir das Wetter gewöhnt. Ich denke, niemand hatte mich auf der Rechnung, nicht mal ich mich selbst. Aber ich fühlte mich gut, und in den letzten 20km wusste ich, es könnte etwas werden. Ich bin so froh, den Sieg nun an alle zurückzugeben, die so geduldig mit mir waren in den vergangenen Monaten. Ich möchte mich vor allem bei meiner Familie, Coach Dan Lorang und meinem Team bedanken. Ich hoffe, dass dieser Sieg ein gutes Zeichen ist und es so weiter gehen wird. Ich freue mich nun auf London, wo ich mein Glück wieder versuchen werden, aber wir haben ja auch noch Jay und Ackes mit, die beide in toller Form sind.“ – Peter Kennaugh
„Peter ist ein extrem starkes Rennen gefahren. Er ging gleich zu Beginn in die Spitzengruppe des Tages und konnte dort bis zum Finale bleiben. In der letzten Runde konnten einige Fahrer auf die Gruppe aufschließen, doch Peter attackierte immer wieder und setzte unmittelbar vor dem Ziel noch einmal nach und holte sich den Sieg. Das Team war heute stark unterwegs, die Jungs im Feld kontrollierten das Rennen für Peter an der Spitze.“ – André Schulze, sportlicher Leiter
© BORA – hansgrohe / Bettiniphoto
Endstand:
1. Peter Kennaugh (Bora-hansgrohe)
2. Jerome Baugnies (Wanty-Groupe Gobert) s.t.
3. Benjamin DeClerq (Sport Vlaanderen)
4. Alekseys Saramotins (Bora-hansgrohe)
5. Jempy Drucker (BMC)

„Supersonntag“ für Team Vorarlberg Santic

Richtig „cooler“ Sonntag für Team Vorarlberg Santic! Jannik Steimle sprintet auf Rang acht bei Rund um Köln UCI 1.1, Lukas Rüegg gewinnt Berg Gesamtwertung!
Youngsters sorgen mit Rängen drei, vier und acht in der Rad Bundesliga für Furore beim GP Niederösterreich!

„Big points“ heute am Vatertag! Der erst 22 jährige Jannik Steimle sprintet mitten in die Weltklasse beim ältesten deutschen Radklassiker bei Rund um Köln (102. Austragung über 207 Kilometer). Der dreifache Etappensieger des diesjährigen Giro de Italia, Sam Bennett (IRL/Bora Hans-Grohe) siegt vor Mikhel Raim (EST/ISR Cycling) und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin). Steimle sichert sich 30 UCI Punkte.
Lukas Rüegg der junge Schweizer, zeigte sich den ganzen Tag in der Spitzengruppe als aktivster Profi und holt sich die Gesamtbergwertung.

Result: https://www.procyclingstats.com/race/rund-um-koln/2018/result
Website: http://arturtabat.online.de/ruk_neu/
Kader: D. Orrico, P. Jäger, P. Schelling, R. Thalmann, G. Friesecke, J. Steimle, L. Rüegg

Youngster rocken die österreichische Bundeliga in NÖ – Matteo Badilatti am Podium mit Rang drei, Manuel Bosch wird Vierter, Lukas Meiler Achter!
Nur in den kühnsten Träumen hätte man sich heute diese Resultate erwarten dürfen. Mit einem wahren „Schrumpfteam“ ist man angereist – vier Mann hoch (Meiler, Bosch, Badilatti, Amann). Ricardo Zoidl (Felbermayr) siegt beim GP NÖ über 158 Kilometer vor Team Kollege Stephan Rabitsch. In der Team Wertung hat es nur um Haaresbreite nicht für Rang eins gereicht!

Team Manager Thomas Kofler: „Was heute passiert ist, das kommt nicht an vielen Tagen vor. Da schickt man ohne jegliche Erwartungen die Jungs nach Niederösterreich zum einem der schwereren Rennen und sie fahren das Ding unbekümmert fast heim – echt unglaublich. Ebenso in Köln. Rüegg (21) und Steimle (22) fahren furios und bringen das Team ganz vorne in die Ergebnislisten. Im Moment passt es im gesamten Team einfach – jeder erledigt motiviert seinen Job. Es scheint dass man aktuell sehr viel richtig macht. Das macht Lust auf die nächsten Rennen!“
Result: https://www.computerauswertung.at/veranstaltungen/2018/180610/OFFIZ_Results.fr3.pdf

Daniel Geismayr siegt an der MTB Alpentour in der Steiermark!
Er holt sich heute das abschließende Bergzeitfahren und wird in der Gesamtwertung nach fünf Etappen ausgezeichneter Gesamtzweiter hinter dem Italiener Tony Longo!

Next race:
Int. Oberösterreich Rundfahrt UCI 2.2 (AUT)
@Team Vorarlberg Santic

Sam Bennett (BORA hansgrohe) hat die 102. Auflage des traditionellen Radrennen „Rund um Köln“ gewonnen


Sam Bennett vom Team Bora-hansgrohe setzte sich heute nach 207,7 Kilometern im Sprint vor dem Esten Mihkel Raim (Israel Cycling Academy) durch. Dem deutschen Topsprinter Marcel Kittel (Erfurt/Katusha-Alpecin) blieb nur der 5.Rang, nachdem er vorher bereits eine Aufholjagd auf das am Berg enteilte Feld bestehen musste. Sam Bennett hatte das Rennen bereits 2014 gewonnen.
Hervorragender Sechster wurde Aaron Grosser vom Team Sauerland NRW und Alexander Krieger (Leopard) wurde 9.
Jannik Steinle vom Team Vorarlberg-Santic fuhr im Sprint auf Rang 8.
In einem spannenden Sprintfinale in der Innenstadt von Köln wies Sam Bennett seine Kontrahenten heute in die Schranken und gewann das älteste deutsche Straßenrennen. Wie erwartet endete der Radklassiker in einem Massensprint, und nach einem langen Tag im Sattel siegte der Ire vor M. Raim und M. Kittel.
Die Strecke
Heute wurde das Eintagesrennen Rund um Köln, das durch die rheinische Metropole und das Umland führte, zum 102. Mal ausgetragen. Start und Ziel war im Kölner Rheinauhafen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Gesamtstrecke leicht verkürzt und vor dem offiziellen Start des Rennens fuhr das Peloton erstmals unter den Kranhäusern hindurch, entlang des Sport- und Olympia Museums und über die historische Drehbrücke.
Nach 207,7km durchs Bergische Land erreichte das Fahrerfeld die Ziellinie im Rheinauhafen. Das Rennen versprach einen harten Tag im Sattel, denn das Peloton musste nicht nur einige enge Kurven sondern auch mehrere rasante Abfahrten meistern. Besonders im Anfangs- und Mittelteil der Rennstrecke gab es auch diverse Anstiege zu bewältigen. Auf dem Anstieg zum Schloss Bensberg, der zweimal in Angriff genommen werden musste, wartete ein zwölf Prozent steiles Kopfsteinpflasterstück auf die Fahrer. Auch zweimal musste der steile Anstieg zur Dombach-Sander Straße in Bergisch Gladbach absolviert werden. Zusätzlich standen auf dem Programm noch der Anstieg Am Dimberg und eine kurze aber 27 prozentige Steigung hinauf zum Agathaberg, eine der steilsten in Deutschland bei Radrennen gefahrenen Anstiege. Alle diese Anstiege waren als Bergwertungen gekennzeichnet. Am Ende des Tages warteten noch drei Zielrunden auf der 6,2km langen Schleife in der Kölner Innenstadt auf die Fahrer bevor das Peloton die Ziellinie im Rheinauhafen zum letzten Mal querte.
Teamtaktik
Obwohl BORA – hansgrohe ohne den Titelverteidiger Gregor Mühlberger an den Start ging, hatte das Team mit Sam Bennett, der beim Kölner Eintagesrennen im Jahre 2014 als Sieger triumphierte, ein heißes Eisen im Feuer. Der Ire, der dieses Jahr drei Etappen bei der Giro d’Italia gewann, ist in guter Form und zählte zu den Favoriten. Der Plan war es heute, Sam zu unterstützen und zu versuchen ihn in eine optimale Ausgangsposition für den finalen Sprint zu bringen.
Es konnte erwartet werden, dass auf dieser Strecke die schnellen Männer zum Zuge kommen würden. Allerdings bestand auch die Möglichkeit, dass einige Teams versuchen würden, die Sprinter zu distanzieren und einen Massensprint zu verhindern. Deshalb musste das Team auch heute besonders aufmerksam sein, um eventuelle Attacken zu neutralisieren.
Das Rennen
Die ersten Ausreißversuche gleich nach dem Startschuss wurden vom Feld schnell unterbunden. Jedoch nach etwa 15km konnten sich sieben Fahrer absetzen und eine Lücke von mehr als 4 Minuten zum Feld reißen. Nach 55km fiel das Peloton beim 27 Prozent steilen Anstieg zum Agathaberg etwas auseinander, kam jedoch bei der Abfahrt wieder zusammen. Kurz danach setzten einige Fahrer den Ausreißern nach aber ihr Unterfangen wurde vereitelt. In der zweiten Rennhälfte machte das Peloton Ernst, und durch die Tempoverschärfung begann sich der Rückstand des Feldes zu den Ausreißern kontinuierlich zu verringern. Es war also nur eine Frage der Zeit bis die Spitzengruppe gestellt wurde. Obwohl die Ausreißer gut harmonierten konnten sie den Zusammenschluss 50km vor dem Ziel nicht verhindern. Unter dem Tempodiktat von BORA – hansgrohe wurden die sieben Fahrer vor den letzten zwei Anstiegen des Tages letztendlich eingeholt. Durch das hohe Tempo teilte sich zunächst das Feld in drei Gruppen, aber nach 180 gefahrenen Kilometern kam das Peloton wieder zusammen und fuhr geschlossen in Richtung Kölner Innenstadt. Mit noch 15km bis zum Ziel übernahmen BORA – hansgrohe und Katusha Alpecin verstärkt die Führungsarbeit und setzten sich an die Spitze um alle möglichen Attacken abzuwehren. In einem rasanten Sprintfinale zog Sam Bennett an seinen Kontrahenten vorbei und holte sich den Sieg bei der 102. Austragung von Rund um Köln.
Reaktionen im Ziel
„Es war ein schweres fast 208km langes Rennen aber die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht. Sie kontrollierten das Rennen den ganzen Tag. Wir hatten vor, das Rennen so schwer wie möglich für Sprinter wie Marcel Kittel zu machen und das Team führte unseren Plan perfekt aus. Im Finale war mein Lead-Out optimal und die Jungs haben mich in eine ausgezeichnete Position gebracht. Ich habe mich in der letzten Kurve an Kittels Hinterrad geklemmt und dann zur richtigen Zeit meinen Sprint angezogen. Unser ganzes Team hat toll zusammengearbeitet und heute eine hervorragende Leistung erbracht.“ – Sam Bennett

„Die Jungs haben heute eine gute Teamarbeit gezeigt, und alle haben den ganzen Tag für Sam gearbeitet. Wir versuchten im hügeligen Mittelteil der Strecke das Tempo zu verschärfen um Sprinter wie Marcel Kittel zu distanzieren. Aber nach Sams großer Leistung beim Giro d’Italia waren wir von seiner Form und Sprintfähigkeit überzeugt. Unser Lead-Out war perfekt und die Jungs haben Sam in eine ideale Ausgangsposition gebracht. Heute mussten die Fahrer einen ziemlich schweren und langen Parcours bewältigen und es war großartig, dass Sam sich am Ende den Sieg holen konnte.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Endstand:
1. Bennett, Sam (BORA – hansgrohe) 4:53:17
2. Räim, Mihkel (Israel Cycling Academy) 0:00
3. Sajnok, Szymon (CCC Sprandi Polkowice) 0:00
4. Jones, Brenton (Delko Marseille Provence KTM) 0:00
5. Kittel, Marcel (Team Katusha Alpecin) 0:00
6. Grosser, Aaron (Team Sauerland NRW p/b SK…) 0:00
7. Lienhard, Fabian (Holowesko – Citadel p/b A…) 0:00
8. Steimle, Jannik (Team Vorarlberg Santic) 0:00
9. Krieger, Alexander (Leopard Pro Cycling) 0:00
10. De Bie, Sean (Veranda’s Willems – Crelan) 0:00

GP Gippingen – Alexander Kristoff (UAE-Emirates) gewinnt klar


Gian Friesecke gewinnt Sprintpreis beim GP des Kantons Aargau!
7. Juni 2018
Weltklasseradsport beim 55. GP des Kantons Aargau Gippingen UCI 1.HC – Gian Friesecke gewinnt die Sprint Gesamtwertung – Roland Thalmann auf Rang 16. bei Sprintsieg von Alexander Kristoff!
Es war wiederum die großartige Besetzung dieses attraktiven Radklassikers im Kanton Aargau. An der 55. Austragung des Eintagesrennens der Hors Categorie (HC) las sich die Startliste fast analog einer Ergebnisliste einer Tour de France Etappe. Zahlreiche Weltklasse Athleten aus World Tour Teams (Katusha-Alpecin, Trek-Segafredo, Bora-Hansgrohe, UAE Emirates, AG2R, Dimension-Data) fighteten heute um den Siegerscheck in Höhe von € 7.515,–.
Friesecke mit Gewaltakt!
Drei kleine Runden und neun große Runden summierten sich zum Tagessoll der 186 Kilometer. Die Startattacke setzt Davide Orrico uns sichert sich den ersten Bergpreis. Dann bläst aber Gian Friesecke zum Angriff und setzt zur Attacke uns setzt sich mit drei anderen Fahrern aus den Teams Trek-Segafredo, Nationalteam Schweiz und Akros ab. Sie kommen weg und holen einen Maximalvorsprung heraus von 8 Minuten (!) auf das Feld rund um die Top Profis mit Alexander Kristoff (NOR), Michael Albasini (SUI), Stijn Devolder (BEL), …
Great Performance – Team Vorarlberg Santic Profi Gian Friesecke gewinnt die Sprint Gesamtwertung!
Ab der achten Runde dann das bekannte Verfolgungsrennen Spitze gegen Ausreißer. Friesecke ist der Stärkste und Aktivste in der Gruppe und sichert sich die begehrten Sprintwertungen und dadurch auch den Sieg in der Gesamtwertung vor tausenden Zuschauern!
Thalmann auf Rang 16., Schelling 27. – tolle Teamvorstellung!
Erst in der letzten Runden wurde die Spitze rund um Friesecke gestellt. Im Massensprint von rund 60 Fahrern siegt der Norweger Alexander Kristoff (UAE Emirates) vor Gavazzi und Canola (beide ITA). Roland Thalmann platziert sich auf dem guten 16. Rang, Patrick Schelling als 27.! Alles in allem ein super toller Auftritt des Teams.
Result: https://www.procyclingstats.com/race/gp-du-canton-d-argovie/2018
Website: www.gippingen.ch

Kader: D. Orrico, P. Jäger, M. Bosch, P. Schelling, R. Thalmann, G. Friesecke, M. Badilatti,
@Team Vorarlberg Santic

1. Alexander Kristoff (NOR, UAE Team Emirates) 4:18:24
2. Francesco Gavazzi (ITA, Androni Giocattoli-Sidermec) 0:00
3. Marco Canola (ITA, Nippo-Vini Fantini-Europa Ovini) 0:00
4. Sean De Bie (BEL, Veranda’s Willems Crelan) 0:00
5. Kevin Deltombe (BEL, Sport Vlaanderen-Baloise) 0:00
6. Andrea Pasqualon (ITA, Wanty-Groupe Gobert) 0:00
7. Felix Grossschartner (AUT, Bora-Hansgrohe) 0:00
8. Luca Pacioni (ITA, Wilier Triestina-Selle Italia) 0:00
9. Silvan Dillier (SUI, AG2R La Mondiale) 0:00
10. Juraj Sagan (SVK, Bora-Hansgrohe) 0:00