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Team Auto Eder mit Medaillenchancen bei Rad-WM

Von 3. bis 13. August finden im schottischen Glasgow die Weltmeisterschaften im Radsport statt. Das Team Auto Eder schickt gleich mehrere Fahrer in die Titelentscheidungen der U19-Kategorie. Chancen auf Edelmetall gibt es dabei sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen.

Gold im Straßenrennen, Bronze im Zeitfahren – dank der beiden Medaillengewinne des Deutschen Emil Herzog haben die Verantwortlichen des Team Auto Eder besonders gute Erinnerungen an die Rad-Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres. Von 3. bis 13. August finden nun im schottischen Glasgow die nächsten Titelkämpfe im Radsport statt. Die Fahrer des Team Auto Eder zählen dabei erneut zu den Kandidaten auf Edelmetall – sowohl im Straßen-Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen.

Insgesamt wurden sieben von acht Fahrern aus dem diesjährigen Auto-Eder-Kader für die Rad-WM nominiert. Im Junioren-Straßenrennen am 5. August gehen so Paul Fietzke (Deutschland), Theodor August Clemmensen (Dänemark), Karl Kurits (Estland), Martin Bárta und Kryštof Král (beide Tschechien) an den Start. Im Zeitfahren am 11. August vertreten Paul Fietzke, Kryštof Král, Duarte Marivoet (Belgien) und Tamás Hancz (Ungarn) ihre Landesfarben.

Medaillenchancen gibt es für die Nachwuchstalente in beiden Wettbewerben. Paul Fietzke gilt beispielsweise als hervorragender Allrounder, der sein Können in dieser Saison unter anderem mit einem vierten Platz beim Klassiker Paris-Roubaix unter Beweis gestellt hat. Karl Kurits und Kryštof Král sind wiederum sehr endschnell, falls die Entscheidung im Sprint fällt. Im Einzelzeitfahren ist wiederum Duarte Marivoet ein Kandidat auf ein Topergebnis, schließlich war er im vergangenen Jahr bereits Achter bei der WM. Auch Paul Fietzke besitzt Außenseiterchancen im Kampf gegen die Uhr.

Zitat

„Natürlich haben wir sehr gute Erinnerungen an die letzte Saison, als Emil Herzog Straßen-Weltmeister wurde. Dieses Jahr werden die Karten aber gänzlich neu gemischt. Unsere Fahrer konnten zuletzt im Rahmen eines Trainingslagers im Ötztal sehr gut trainieren und reisen in guter Form nach Schottland. Es werden sehr schwere Rennen, aber wir haben in jedem Fall auf jedem Terrain Chancen auf Topplatzierungen. Mit Fietzke, Král und Kurits haben wir die Kapitäne für ihre Nation dabei.“ – Dr. Christian Schrot, Sportlicher Leiter

Eschborn-Frankfurt – U23 – 108 Km

1 GUDNITZ Joshua DEN Team Coloquick 02:30:59 43,07
2 WANG Gustav DEN Restaurant Suri-Carl Ras 00:00
3 AREFAYNE Aklilu ERI Circus-ReUz-Technord 00:00
4 DE DECKER Tijl BEL Lotto Dstny Development Team 00:00
5 JØRGENSEN Adam Holm DEN BHS-PL Belton Bornholm 00:00
6 MÜLLER Tobias GER Rad-Net Osswald 00:00
7 DELLE VEDOVE Alessio ITA Circus-ReUz-Technord 00:00
8 REX Tim BEL Circus-ReUz-Technord 00:00
9 LAMBRECHT Michiel BEL Bingoal WB Devo Team 00:00
10 BELLETTA Dario ITA Jumbo-Visma Development Team 00:00
11 GIDDINGS Joshua GBR Lotto Dstny Development Team 00:00
12 BETTENDORFF Loïc LUX Luxembourg 00:00
13 BRIESE Max GER P&S Benotti 00:00
14 KOVAR Stefan AUT Austria 00:00
15 ROSENLUND Stian DEN Restaurant Suri-Carl Ras 00:00
16 MORANG Mil LUX Luxembourg 00:00
17 LYSGAARD Boas DEN BHS-PL Belton Bornholm 00:00
18 BAERS Arne BEL Circus-ReUz-Technord 00:00
19 KAPELA Marek POL Team Dauner | AKKON 00:00
20 LENNE Arthur GER Sportforum p/b Myfitness 00:00

Dänischer Doppelsieg beim U23-Radklassiker

Der dänische Nachwuchs hat das erste U23-Rennen von Eschborn-Frankfurt nach drei Jahren pandemiebedingter Unterbrechung dominiert. In einem Massensprint nach 108 Kilometern siegte Joshua Gudnitz (Team Coloquick) vor seinem Landsmann Gustav Wang (Restaurant Suri – Carl Ras) und dem Eritreer Aklilu Arefayne (Circus – ReUz – Technord). Bester Deutscher vor der Alten Oper in Frankfurt war Tobias Müller (Rad-Net Osswald) auf Platz sechs.

Für Gudnitz war es der vierte Sieg in dieser Saison. Der 21-Jährige kommentierte seinen Erfolg: „Ich habe mich schon am Feldberg sehr gut gefühlt und bin in eine Ausreißergruppe gegangen. Wir waren sieben Fahrer, haben aber nicht gut zusammengearbeitet, weil die anderen wussten, dass ich schnell bin. Also wurden wir wieder eingeholt. Dann haben wir im Team gesagt: Beine schonen bis zum Sprint. Auch da ging es mir noch gut, was sich am Ende auch gezeigt hat.“

Für den Drittplatzierten Arefayne war es ein besonderer Tag. Nicht nur, dass mehrere Fans aus seiner Heimat im Zielbereich mit Fahnen auf ihn warten und ihn umjubelten wie den Sieger: Für den 18-Jährigen war es erst das zweite Rennen überhaupt in Europa, das erste auf UCI-Niveau. „Ich bin sofort aufs Podium gesprintet, das ist ein unglaubliches Ergebnis.“ Dabei war der junge Afrikaner nicht mal für die Rolle im Finale vorgesehen. „Unglücklicherweise war unser Kapitän eingebaut und ich musste seine Rolle übernehmen. Vielleicht wäre sogar noch etwas mehr als der dritte Platz möglich gewesen. Trotzdem macht mich das Podium wirklich glücklich.“

Die U23-Austragung, die unter anderem 2014 von Ex-Weltmeister Mads Pedersen und 2017 vom aktuellen Europameister Fabio Jakobsen gewonnen wurde, nahm relativ schnell Tempo auf, nachdem ein Fahrer von Cycling Vlaanderen bereits nach drei Kilometern angegriffen hatte. Bis in den Anstieg des Feldbergs rettete er sich, bevor alles wieder zusammenlief. Auch die weiteren Attacken auf den letzten 40 Kilometer wurden allesamt neutralisiert, sodass ein Massensprint das Rennen entschieden hat.

BORA – hansgrohe startet globales Scouting Programm gemeinsam mit Red Bull

Am 1. Februar 2023 ist der offizielle Start des Programms mit dem Namen „Red Bull Junior Brothers“. Ein globales Scouting Programm im Straßenradsport mit dem Ziel, die nächste Generation von Top- Talenten zu finden und zu fördern.

Am Ende des Programms erhalten zwei Fahrer einen Vertrag beim Team Auto Eder, dem U19 Team von BORA – hansgrohe, sowie einen Red Bull Athletenvertrag.

Das Programm richtet sich an die Jahrgänge 2006 und 2007 und läuft in der ersten Phase von 1. Februar bis zum 31. Mai. In dieser Zeit können sich Fahrer mittels ausgewählter Strava Segments und Zwift Rides weltweit für das Programm bewerben. Nach einer Selektion werden die Besten zu einem gemeinsamen Camp im August eingeladen, bevor im September die beiden Sieger feststehen.

Mehr Informationen werden ab 1. Februar auf der Website redbull.com/juniorbrothers zur Verfügung stehen.

Dazu BORA – hansgrohe Team Manager Ralph Denk: „Es ist das erste Mal, das Red Bull sich mit einem Projekt global im Straßenradsport engagiert und es macht mich natürlich stolz, dass sie das gemeinsam mit BORA – hansgrohe tun. Darüber hinaus ist das Projekt an sich auch ein Meilenstein für uns im Scouting. Durch Red Bull Junior Brothers können wir weltweit auf die Suche nach Talenten gehen und erreichen sogar Jungs, die sonst vielleicht gar nicht an Rennen teilnehmen.“

„Erfolgreiche Bewerber müssen Talent, Stärke, aber auch das Potenzial, sich zu verbessern, mitbringen. Speziell im gemeinsamen Camp werden wir die Möglichkeit haben, die Fahrer auf Herz und Nieren zu testen, aber auch persönlich besser kennenzulernen. Der Charakter ist wichtig, denn für eine Profikarriere braucht man Commitment und Durchhaltevermögen“, ergänzt Dr. Christian Schrot, Head of Scouting.

Laura Stigger mit Bora-Youngsters auf Langlaufskiern

Im Zuge der Tourismuskooperation des Radteams BORA – hansgrohe mit Ötztal Tourismus schlugen vergangene Woche die Nachwuchsfahrer des deutschen Spitzenteams die Trainingszelte in Niederthai auf. Dabei wurden sie auch von der MTB- und Straßen-Weltmeisterin Laura Stigger auf den Langlaufskiern begleitet.

Das Team Auto Eder ist offiziell das U19-Nachwuchsteam des UCI WorldTeams BORA – hansgrohe. „Seit der Gründung im Jahr 2007 ist es unser Anliegen, junge und ambitionierte Rennfahrer bestmöglich zu unterstützen, und ihnen das Umfeld bieten, sich ohne Druck, aber dennoch zielgerichtet zu entwickeln – und langfristig den Anschluss an den Profiradsport zu finden. Bekannte Profis, wie Michael Schwarzmann oder Georg Zimmermann, haben bereites unsere Nachwuchsschule absolviert und zeigen uns, dass es ein Erfolgsmodell ist“, betont Teamchef Ralph Denk. Die Youngsters erhalten professionelle Betreuung, Top-Material und jetzt kamen die acht Nachwuchsfahrer aus Deutschland, Belgien, Ungarn, der Schweiz, Dänemark, Estland und Tschechien auch in den Genuss eines Trainingscamps im Ötztal.

Laura Stigger mit BORA-Nachwuchs auf der Loipe

Female Juniors World Champion Road and MTB 2018 Laura Stigger (Austria) takes a bath in the crowd during the Elite Men's Race on Sunday.
Foto Plomi

Das Ötztal ist nicht nur ein Eldorado für Skifahrer, Bergfreaks, Radsportler oder Mountainbiker. Es gibt im längsten Tal Tirols nicht weniger als 25 Lanlaufloipen und darunter das große Langlaufzentrum in Niederthai mit perfekten Schneebedingungen. Und genau dort trainierten die Nachwuchsfahrer von BORA – hansgrohe vergangene Woche. Als prominente Trainingskollegin schnallte sich auch Laura Stigger ihrer Langlaufskier an. „Es hat großen Spaß gemacht und die Jungs sind richtig gut drauf. Wir haben einen Tag in Niederthai verbracht und spulten einige Kilometer ab. Für mich als Ötztalerin sind das Langlaufen oder Skitourengehen im Winter die perfekte Vorbereitung für eine harte und lange Saison. Und das kann ich direkt vor meiner Haustüre machen. Nach dem ersten Trainingscamp geht es im Jänner nach Südafrika weiter. Ich kann den Start der neuen Saison kaum erwarten, aber es wartet noch viel Arbeit um für 2023 fit zu sein“, sagt Laura.

UCI World Championships – AUS – Junioren 146km


© Sprint Cycling Agency / BORA-hansgrohe

1 HERZOG Emil GER GERMANY 03:11:07
2 MORGADO António POR PORTUGAL 00:00
3 VAN MECHELEN Vlad BEL BELGIUM 00:55
4 MAGNIER Paul FRA FRANCE 00:55
5 SHMIDT Artem USA UNITED STATES 00:55
6 HUISING Menno NED NETHERLANDS 00:55
7 GRUEL Thibaud FRA FRANCE 00:55
8 RAGILO Frank Aron EST ESTONIA 00:55
9 WALKER Zachary GBR GREAT BRITAIN 00:55
10 NOVÁK Pavel CZE CZECH REPUBLIC 00:55
11 MOORE Viggo USA UNITED STATES 00:55
12 CHRISTEN Jan SUI SWITZERLAND 00:55
13 NORDHAGEN Jørgen NOR NORWAY 00:59
14 SCALCO Matteo ITA ITALY 02:22
15 PAJUR Romet EST ESTONIA 02:48
16 KADLEC Milan CZE CZECH REPUBLIC 02:48
17 ECKERSTORFER Benjamin AUT AUSTRIA 02:48
18 TAVARES Gonçalo POR PORTUGAL 02:48
19 CHAMBERLAIN Oscar AUS AUSTRALIA 05:30
20 SMITHSON Jed GBR GREAT BRITAIN 06:27
21 KOCKELMANN Mathieu LUX LUXEMBOURG 07:16

Emil Herzog ist Straßenweltmeister

Der 17-Jährige aus den Reihen des Team Auto Eder gewinnt bei den Radweltmeisterschaften im australischen Wollongong die Goldmedaille im Straßenrennen der Junioren.


© Sprint Cycling Agency / BORA-hansgrohe

In einem sensationellen Finale einer bemerkenswerten Saison krönte sich der Deutsche Emil Herzog zum Straßenweltmeister der Junioren. Herzog, der in den entscheidenden Momenten des 135,6 Kilometer langen WM-Straßenrennens im australischen Wollongong mit einer offensiven Fahrweise überzeugte, verwies im Zielsprint den Portugiesen António Morgado auf Platz zwei und sicherte sich damit das begehrte weiße Weltmeistertrikot mit den Regenbogenstreifen. Für Herzog war es bereits der zweite Medaillengewinn im Laufe der WM: Im am Dienstag ausgetragenen Zeitfahren hatte der Youngster aus den Reihen der BORA – hansgrohe U19-Nachwuchsmannschaft Team Auto Eder die Bronzemedaille errungen.

106 Fahrer aus 37 Nationen gingen an den Start des Junioren-Straßenrennens, das von Beginn an von zahlreichen Attacken geprägt war. Die Entscheidung im Kampf um die Medaillen fiel allerdings erst auf der letzten Runde: Im finalen Anstieg erhöhte Herzog das Tempo, um den einige Kilometer zuvor ausgerissenen Portugiesen António Morgado einzuholen. Während kein anderer Fahrer Herzogs Tempoverschärfung kontern konnte, schaffte es der Deutsche schließlich drei Kilometer vor Schluss, zu Morgado aufzuschließen. In einem packenden, 250 Meter langen Schlusssprint erwies sich Herzog dann als der stärkste Fahrer – und holte sich verdient den Weltmeistertitel.

Für Herzog war der Titelgewinn die Krönung einer herausragenden Saison: Bereits im April hatte er den italienischen Klassiker Giro di Primavera gewonnen. Es folgten weitere Siege bei Etappenrennen wie der Cottbuser Junioren-Etappenfahrt, der Friedensfahrt in Tschechien, der Ain Bugey Valromey Tour in Frankreich und dem Grand Prix Rüebliland in der Schweiz. Zudem wurde Herzog im Sommer deutscher Straßenmeister, deutscher Vizemeister im Zeitfahren und holte bei den Europameisterschaften im Zeitfahren die Bronzemedaille. Nach Holger Loew 1996 und Jonas Bokeloh 2014 ist Herzog nun der erst der dritte deutsche Junioren-Straßenweltmeister in der Geschichte. Für das oberbayerische Team Auto Eder ist Herzogs Sieg der erste Straßenweltmeistertitel in der 15-jährigen Teamhistorie. Gleichzeitig ist der Erfolg ein Beleg für die hervorragende Nachwuchsarbeit des WorldTeams BORA – hansgrohe.

Ergebnis WM-Straßenrennen Junioren

1 HERZOG Emil Deutschland 3:11:07 Stunden
2 MORGADO António Portugal gl. Zeit
3 VAN MECHELEN Vlad Belgien + 0:55 Minuten

Ergebnis WM-Zeitfahren Junioren

1 TARLING Joshua Großbritannien 34:59 Minuten
2 MCKENZIE Hamish Australien + 0:19
3 HERZOG Emil Deutschland + 0:33

Stimmen

„Ich kann es noch gar nicht glauben, dass alles so gut geklappt hat und ich Weltmeister bin. Das klingt so unecht! Das ist das Größte, was du als Junior erreichen kannst. Ich kann es wirklich kaum glauben, mir fehlen die Worte. Ich brauche wahrscheinlich erst mal ein paar Tage, um diesen Erfolg zu realisieren.“ – Emil Herzog

„Das ist der größte Erfolg in der Geschichte des Team Auto Eder seit unserem Start im Jahr 2007 – besser geht es nicht mehr. Wir sind unheimlich froh, mit Emil ein Talent an die Weltspitze herangeführt zu haben und es stimmt mich positiv für die Zukunft, dass unsere Ausbildungsarbeit so gut funktioniert. Das gilt umso mehr, als dass Emil ja auch bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft bereits Sechster geworden war. Das zeigt, wie vielseitig er ist, und weist auf eine große Zukunft im Radsport hin.“ – Ralph Denk, Teammanager BORA – hansgrohe & Team Auto Eder

„Wir haben dieses Jahr die Saison sehr stark auf die Weltmeisterschaft hin ausgerichtet – sowohl in Bezug auf die Trainings- als auch auf die Rennplanung. Die Vorbereitung lief für Emil bereits perfekt, daher waren unsere Hoffnungen auf eine Medaille groß. Dass es nun aber mit dem Weltmeistertitel geklappt hat, ist natürlich herausragend. Mich persönlich macht dieser Erfolg auch insofern stolz, als dass dahinter viele Jahre an Aufbauarbeit im Team Auto Eder stecken. Nun mit dieser Mannschaft einen Weltmeister hervorgebracht zu haben, ist grandios.“ – Christian Schrot, Sportlicher Leiter Team Auto Eder

Team Auto Eder

Pressekontakt:
Ralph Denk Pro Cycling GmbH
GF Ralph Denk
Rosenheimer Straße 32
83064 Raubling
Deutschland

Werner Müller-Schell
wernermuellerschell@pro-cycling-gmbh.de

Tel. +49 8035 907182
Fax. +49 8035 907189
www.team-auto-eder.de

Newcomer Tour 2022: Rennwochenende für Juniorinnen

Das Nachwuchsrennen der Deutschland Tour ist fester Teil des Konzeptes, den Radsport in Deutschland zu fördern. In diesem Jahr wird die Newcomer Tour an zwei Renntagen komplett in Baden-Württemberg ausgetragen. Das Rennen wird exklusiv für den weiblichen Radsport-Nachwuchs veranstaltet – die Juniorinnen der U17-Kategorie fahren um den prestigeträchtigen Sieg.

Am 27. August absolvieren die Talente den kompletten Anstieg zum Schauinsland. Um 15:00 Uhr erfolgt die Startaufstellung der Fahrerinnen auf der Schauinslandstraße in Horben-Bohrer. Zwei Stunden bevor die besten männlichen Profis den Anstieg bezwingen, klettern bereits die Juniorinnen über die 12 Kilometer auf den Freiburger Hausberg. 1000 Höhenmeter werden bei dieser Herausforderung unter dem Jubel der Zuschauer*innen zurückgelegt.

Am Sonntag, den 28. August, läuten die Nachwuchsfahrerinnen das Deutschland Tour-Finale in Stuttgart und der Region Stuttgart ein. Gegen 09:30 wird in Stuttgart-Untertürkheim das Rennen über 40 Kilometer gestartet. Es folgt ein technisch anspruchsvoller Kurs über welliges Terrain nach Kernen im Remstal und Remseck am Neckar. Nach der Neckar-Überquerung kommen die Juniorinnen auf die Strecke, die nachmittags auch die Profis befahren. Über den Killesberg geht es für sie in die Stuttgarter City zum Finale auf der Theodor-Heuss-Straße.

Nadine Gill wird Botschafterin für den Nachwuchs
Diplomatin ist sie bereits, jetzt wird Nadine Gill auch Botschafterin. Die 31-Jährige unterstützt ab sofort die Newcomer Tour und möchte ihre Leidenschaft für den Radsport an die Juniorinnen weitergeben. Nadine Gill arbeitet für das Auswärtige Amt, fährt erst seit wenigen Jahren Radrennen und ist gerade Dritte bei den Deutschen Meisterschaften geworden.

Gerade in der U17-Kategorie ist die Balance zwischen zeitintensivem Trainings- und Rennalltag, Anforderungen in der Schule und Freiräumen für den Freundeskreis enorm wichtig für die persönliche Entwicklung. Als Quereinsteigerin mit ungewöhnlicher Vita ist Nadine Gill inspirierend für die jungen Radfahrerinnen. Sie wird am 27. und 28. August die Newcomer Tour und die Nachwuchsfahrerinnen begleiten.

Newcomer Tour ist Sichtungsrennen
Die Newcomer Tour wird in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Radfahrer als U17-Bundessichtungsrennen ausgetragen. Nach drei Ausgaben hat sich das Rennen als Sprungbrett für den Nachwuchs etabliert. 2018 gewann Linda Riedmann die Premiere in Merzig. Es folgten DM-Gold, EM-Gold, WM-Bronze und der Vertrag in der WorldTour. Im Jahr darauf gewann Jette Simon als erst 15-Jährige in Eisenach. Später wurde sie sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen Deutsche Vizemeisterin. Im letzten Jahr setzte sich eine italienische Nationalmannschaft gegen die deutschen Talente in Franken durch.
Für die Newcomer Tour 2022 werden 50 Starterinnen erwartet. Die Ausschreibung ist auf dem BDR-Meldeportal (www.rad-net.de) veröffentlicht. Die Meldungen erfolgen über die Landesverbände.