Rund um Köln – 191 Km

Pithie weit vorn im ungleichen Dreiersprint

Laurence Pithie (Red Bull) gewann Rund um Köln 2026 im Dreiersprint. Der 23-jährige Neuseeländer schlug deutlich das Tandem aus Fred Wright und Aimé de Gendt (beide Pinarello). Das Hauptfeld kam nur 6 Sekunden zu spät. Um den 4. Platz setzte sich überraschend Tobias Müller (Unibet) knapp vorm favorisierten Jordi Meeus (Red Bull).

Auf genau diesen Meeus berief sich auch der später siegreiche Pithie, als er nur verhalten seine beiden Mitausreißer und Gegner aus demselben Team nur sporadisch in der Tempoarbeit unterstützte. 47 Kilometer vorm Ziel hatte Wright bergauf attackiert und wurde von Pithie markiert. Wrights Stallgefährte de Gendt stieß 4 Kilometer hinzu. Das Hauptfeld war nie mehr als eine halbe Minute hinten, bekam die Lücke auf dem Rückweg vom Bergischen Land nach Köln jedoch nicht mehr geschlossen.

So 17. Mai 2026
Ergebnis der 108. Auflage Rund um Köln (191,0km)
1. Laurence Pithie (NZL) – Red Bull-Bora 4:12:36

2. Fred Wright (GBR) – Pinarello-Q36.5 gl.Zeit
3. Aimé de Gendt (BEL) – Pinarello-Q36.5 +0:02
4. Tobias Müller (GER) – Unibet-Rose +0:06
5. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora
6. Gerben Thijssen (BEL) – Alpecin-Premier Tech alle

7. Jason Tesson (FRA) – Totalenergies
8. Jermaine Zemke (GER) – Rembe-Rad-net gleiche
9. Alessio Magagnotti (ITA) – Red Bull-Bora

10. Ashlin Barry (USA) – Visma-Lease a Bike Zeit

Laurence Pithie gewinnt Rund um Köln
Laurence Pithie hat den deutschen Klassiker Rund um Köln gewonnen. Für den Neuseeländer war es der erste Sieg im Trikot von Red Bull – BORA – hansgrohe. Der 23-Jährige siegte im Sprint einer dreiköpfigen Ausreißergruppe.

46 Kilometer vor dem Ziel war Laurence der Attacke von Fred Wright gefolgt. Der Brite bekam kurz darauf noch Unterstützung durch einen Teamkollegen. Das Trio fuhr lange mit rund einer halben Minute Vorsprung auf das Feld durch das rheinische Bergland und die letzten Kilometer zurück nach Köln. Aufgrund zahlreicher Attacken, die eine geregelte Nachführarbeit im Peloton unmöglich machten, sollte das Polster reichen.

Beim Heimrennen für sein Team stellte Laurence das Siegeskonto von Red Bull – BORA – hansgrohe auf 15 Saisonerfolge. Zuletzt hatte 2023 in Danny van Poppel ein Fahrer aus der Teamstruktur das Rennen gewonnen. Insgesamt war es der siebente Erfolg in Köln.

Das ist natürlich ein sehr wichtiger Sieg für das Team. Wir hatten hier ein paar Karten, die wir spielen konnten. Mein Job war es, in den Gruppen mitzugehen. Es hat dann aber gereicht um Durchzukommen und den Sprint zu gewinnen. Weil ich hinten ja noch Jordi hatte, konnte ich mich bei der Arbeit ein wenig zurückhalten. Das hat sich dann ausgezahlt.
— Laurence Pithie

Wir hatten eine der stärksten Mannschaften für ein Sprintfinale. Da aber ansonsten kaum Sprinter da waren, mussten wir als favorisiertes Team mit unserer Strategie vorsichtig sein. Wir haben das Rennen im Prinzip den ganzen Tag kontrolliert und waren mannschaftlich auf Jordi ausgerichtet.
Laurence hatte aber die Freiheiten, auf der Runde mit den Anstiegen Bensberg und Sand Attacken mitzugehen. Dass er dann in einer Gruppe mit zwei Fahrern aus einer Mannschaft landete, war dann ein bisschen unglücklich. Aber weil das Peloton nie weit weg war, hatten die beiden anderen nicht die Chance zu pokern. Im Sprint hat es Laurence dann wirklich clever angestellt, er war sehr stark.

— Cesare Benedetti, Sportlicher Leiter