Serge Beucherie: «IAM Cycling hält gute Trümpfe»

Serge Beucherie, sportlicher Leiter, bleibt nach dem ersten Rennen der zweiten Saison von IAM Cycling gelassen. Auch wenn die Grand Prix de La Marseillaise, welche Sonntag über 139.7km statt fand, keinen der Schützlinge der Schweizer Profimannschaft an vorderster Front sah. „Es war der Saisonstart für alle. Wir hatten dieses Rennen nicht in unsere Ziele aufgenommen. Es wird sehr bald andere geben, darunter die Tour of Qatar. Die Bilanz ist zufriedenstellend. Wir waren nicht besser oder schlechter als letztes Jahr, wo Marcel Wyss 13. wurde. Dieses Mal wurde Sébastien Hinault 20. Aber in so einem Sprint ist es genauso gut möglich auf dem 8., 10. oder 15. Platz zu landen.“

Hochzeitsfotografie Kitzingen

Zwischen Sitzungen mit den Organisatoren, Vorbereitungen mit den sportlichen Leitern und der Teilnahme der Mannschaft an der Tour Méditerranéen (13. bis 16 Februar), lüftet Serge Beucherie die sportlichen Ziele der Saison von IAM Cycling.

– Serge Beucherie, wie haben Sie die Ziele der Saison aufgesetzt?

– IAM Cycling hat gute Trümpfe für 2014. Am Anfang der Saison stehen die ersten Etappenrennen gefolgt von des Klassikern. Danach kommt die Tour de Romandie, der Dauphiné Libéré, die Tour de Suisse und dann das Hauptziel, die Tour de France. Ausserdem wollen wir auch am Mannschaftszeitfahren an der Weltmeisterschaft erfolgreich sein.

– Zu welchen Rennen sollen die Fans kommen?

– Sylvain Chavanel macht kein Geheimnis daraus, dass er bei Paris-Nice um den Sieg fahren möchte, da ihm dieses Rennen schon immer gut gelegen ist. IAM Cycling wird an seiner Seite sein, um ihn bei der Eroberung des Leadertrikots zu unterstützen. Danach wollen wir uns dem Wettkampf in den Klassikern stellen. Heinrich Haussler und Sylvain Chavanel, die sich gegenseitig gut ergänzen, werden Fahrern wie Cancellara, Sagan und Rodriguez auf Rennen wie Milan-San Remo, der Flandernrundfahrt oder Paris-Roubaix das Leben schwer machen. Danach sind die Bergfahrer an der Reihe sich während Liège-Bastion-Liège und der Tour de Romandie in Szene zu setzen.

– Wie sehen Sie die Etappenrennen?

– Wir haben gute Fahrer für verschiedene Rennen. Die Tour de Romandie, der Dauphiné Libéré und die Tour de Suisse gehören auch zu unseren Zielen, auch wenn die Tour de France vorrangig ist.

– Haben Sie schon eine Liste der Fahrer für die grosse Tour aufgestellt?

– Wir haben eine Vorauswahl von 15 Fahrern gemacht, darunter natürlich Sylvain Chavanel, Mathias Frank, Heinrich Haussler, Martin Elmiger, Thomas Löfkvist und auch Johann Tschopp. Aber es ist zu früh darüber zu sprechen. Wir warten bis zum letzten Moment, um die Namen bekannt zu geben, da Krankheiten und Verletzungen einen grossen Einfluss haben können.

– Was ist Ihr Ziel an der Tour de France?

– Wir haben nicht den Gewinner der Tour in unserem Team aber wir werden versuchen Einfluss auf das Rennen zu nehmen. Ich denke an Etappen mit Kopfsteinpflaster oder Bergetappen. Mit einem Etappensieg wäre unsere Tour schon erfolgreich.

– Das Saisonende scheint weniger attraktiv. Wie hoffen Sie da Aufmerksamkeit zu erlangen?

– Da irren Sie sich! Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben eine Einladung zur Spanien-Rundfahrt zu erhalten und wir zielen auch auf das Podest beim Mannschaftszeitfahren der Weltmeisterschaft Mitte September in Ponferrada (Spanien). Dies ist ein echtes Ziel, welches wir bei spezifischen Trainings sorgfältig vorbereiten werden.

– Können Sie uns die in Betracht kommenden Fahrer schon nennen?

– Natürlich, denn wir haben schon während dem Trainingslager auf Mallorca mit der Arbeit angefangen. Matthias Brändle, Sylvain Chavanel, Reto Hollenstein, Roger Kluge, Gustav Larsson, Thomas Löfkvist, Aleksejs Saramotins und Marcel Wyss werden die Details ausarbeiten. Um in einem Rennen über 60 km um den Sieg mitfahren zu können, müssen die Fehler minimiert werden. Wir werden daher die Automatismen auf einer Autorennstrecke trainieren.

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