Sylvain Chavanel: „Ein Tag an der Spitze ist immer schön“

Der letzte Tag in den Pyrenäen der 101. Tour de France endete mit einem weiteren starken Auftritt des gelben Leadertrikot auf den Schultern von Vincenzo Nibali (Astana), der sich den Triumph in Hautacam mit einem Solosieg sicherte. IAM Cycling hatte seinerseits heute einen weiteren Ausfall zu verkraften. Heinrich Haussler stieg erschöpft aus, nachdem er mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hatte. Sylvain Chavanel und Marcel Wyss schafften heute den Sprung in die Fluchtgruppe des Tages. Der französische Zeitfahrmeister, der sich derzeit in einer guten Verfassung befindet ging gleich zu Beginn des Tourmalet in die Offensive, wurde dann aber von Kadri und Nieve wieder ein- und überholt.

Nach dem Rennen sprach Sylvain Chavanel über die Etappe, über die Gründe, wieso er heute in die Flucht ging und was in den nächsten Tagen noch alles zu erwarten ist. „Ein Tag an der Spitze ist immer schön. Marcel Wyss und ich gaben unser Bestes. Und ab einem gewissen Punkt muss man ein echter Kletterer sein, um mit den Besten mithalten zu können. Und da komme ich mit meinen Kletterfähigkeiten man meine Grenzen. Ich wollte es heute den Tourmalet vor dem gelben Trikot passieren und danach ein für mich anständiges Tempo hoch nach Hautacam durchziehen. Ich bin froh, dass wir ab heute mit den grossen und langen Anstiegen durch sind. Paris kommt immer näher und mein nächstes Ziel ist ganz klar. Ich bin sehr motiviert für das Zeitfahren vom Samstag und möchte eine starke Leistung abliefern.“

Kjell Carlström, der zusammen mit Eddy Seigneur als einer der sportlichen Leiter der Schweizer Profimannschaft im Einsatz ist, analysierte die harte Arbeit, die die Fahrer heute geleistet hatten. „Ich freue mich sehr, dass wir es heute mit zwei Fahrern in die Spitzengruppe geschafft hatten. Danach attackierte Sylvain am Tourmalet und versuchte die Spitze des Rennen alleine zu übernehmen, doch die Konkurrenz aus der ehemaligen Fluchtgruppe war zu stark. Marcel Wyss hatte zu Beginn der Steigung etwas Mühe, fand dann aber schnell einen guten Rhythmus und überholte so schon bald wieder die Jungs, die ihn zuvor abgehängt hatten.“

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