Schlagwort-Archiv: 2026 UCI Road World Championships

Straßen-WM 2026 in Montréal – Straßenrennen Frauen 180km


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1 VOLLERING Demi NED Netherlands 04:45:09
2 NIEWIADOMA-PHINNEY Kasia POL Poland 00:00
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA Italie 00:04
4 REUSSER Marlen SUI Schweiz 00:08
5 BERTHET Juliette FRA France 00:39
6 PIETERSE Puck NED Netherlands 01:36
7 GERY Celia FRA France 02:55
8 WLODARCZYK Dominika POL Poland 04:16
9 SQUIBAN Maeva FRA France 05:48
10 KOCH Franziska GER Deutschland 05:51
11 GEORGI Pfeiffer GBR Grande Bretagne 08:34
12 GASPARRINI Eleonora Camilla ITA Italie 08:34
13 HABERLIN Steffi SUI Schweiz 08:34
14 LIPPERT Liane GER Deutschland 08:34
15 RUEGG Noemi SUI Schweiz 08:34

Straßen-WM 2026 in Montréal – Einzelzeitfahren 39,2km

ELITE Männer

Vierter Titel hinterheinander für Evenepoel


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Remco Evenepoel (Belgien) wurde als erster Profi zum vierten Mal hintereinander Zeitfahr-Weltmeister auf der Straße. Im WM-Rennen von Montréal 2026 setzte sich der 26-jährige erwartet deutlich durch. Als Letzter von der Rampe gegangen, unterbot er die nur sehr kurz haltende Bestmarke des vor ihm gestarteten Filippo Ganna (Italien) um fast eine Minute. Evenepoel überfuhr freihändig jubelnd die Ziellinie.

Die Bronzemedaille holte etwas überraschend der Shootingstar Paul Seixas (Frankreich) 16 Sekunden hinter Ganna. Der bei den Zwischenzeiten – zuletzt nur noch knapp – vor Seixas liegende Jakob Söderqvist (Schweden) stürzte auf den letzten 2 Kilometern des 39,2-Kilometer-Kurses und fiel noch auf den 5. Platz hinter Brandon McNulty (USA) zurück. Stefan Küng (Schweiz) musste mit dem 7. Platz hinter Isaac del Toro (Mexiko) Vorlieb nehmen.

Mission erfüllt: Remco Evenepoel gewinnt historischen WM-Titel im Einzelzeitfahren

Remco Evenepoel hat in Montréal Radsportgeschichte geschrieben. Der Belgier krönte sich zum vierten Mal in Folge zum Weltmeister im Einzelzeitfahren auf der Straße – als erster Fahrer überhaupt. Für Red Bull – BORA – hansgrohe ist es die erste Medaille in einem WM-Zeitfahren der Elite.

Remco lieferte durch die kanadische Metropole einen Start-Ziel-Sieg und lag bei allen Zwischenzeiten vorne. 44:53 Minuten benötigte er für den 39,2 Kilometer langen Kurs, was einem Schnitt von 52,4 km/h entsprach. Auf Silbermedaillengewinner Filippo Ganna hatte Remco damit fast eine Minute Vorsprung.

2023 feierte Remco nach zwei Bronzemedaillen in den beiden Jahren zuvor seinen ersten WM-Titel im Zeitfahren. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel erneut knapp vor Ganna, bevor er 2025 in Ruanda seinen dritten Sieg in Serie und Jay Vine auf Rang zwei mehr als eine Minute abnahm.
Vier Goldmedaillen in Serie sind einzigartig. Mehr als vier Titel insgesamt konnte zudem auch noch niemand sammeln, sodass sich Remco zusätzlich auch zum Rekordweltmeister aufgeschwungen hat und sich diese Ehre nun mit Tony Martin und Fabian Cancellara teilt.

„Es ist einfach unglaublich. Es war mein Ziel, herzukommen und zu gewinnen, diesen vierten Titel zu holen. Das war meine Motivation. Danke an das Team um mich herum und an Specialized für das sehr gute Material, das ich zur Verfügung hatte. Es war ein anspruchsvoller Kurs mit technischem Anfang und Ende und einem Power-Part in der Mitte. Nach sechs Kilometern hatten wir eine eigene Zeitmessung vorgenommen und als ich da vorne war, war ich erstmal beruhigt. Jetzt habe ich etwas Zeit zur Erholung und dann konzentriere mich auf den nächsten Sonntag.“
— Remco Evenepoel

1 Evenepoel Remco BEL Belgium 00:44:53
2 Ganna Filippo ITA Italy 00:57
3 Seixas Paul FRA France 01:13
4 McNulty Brandon USA United States 01:25
5 Söderqvist Jakob SWE Sweden 01:26
6 del Toro Isaac MEX Mexico 01:39
7 Küng Stefan SUI Switzerland 01:44
8 Asgreen Kasper DEN Denmark 01:49
9 Thornley Callum GBR UK 02:02
10 Hoole Daan NED Netherlands 02:03
11 Segaert Alec BEL Belgium 02:04
12 Bjerg Mikkel DEN Denmark 02:06
13 Leonard Michael CAN Canada 02:10
14 Sütterlin Jasha GER Germany 02:11
15 Romeo Iván SPA Spain 02:13

Frauen:

1 REUSSER Marlen SUI Switzerland 00:50:24
2 BÄCKSTEDT Zoe GBR Great Britain 00:40
3 KOCH Franziska GER Germany 00:46
4 LONGO BORGHINI Elisa ITA Italy 00:50
5 KERBAOL Cédrine FRA France 01:10
6 NIEDERMAIER Antonia GER Germany 01:48
7 KOPECKY Lotte BEL Belgium 01:50
8 VOLLERING Demi NED Netherlands 01:50
9 WŁODARCZYK Dominika POL Poland 01:59
10 GUAZZINI Vittoria ITA Italy 02:05
11 CLAES Lotte BEL Belgium 02:10
12 NOOIJEN Lieke NED Netherlands 02:16
13 KNIBB Taylor USA United States 02:19
14 HANSON Lauretta AUS Australia 02:20
15 MORRIS Anna FRA France 02:51

Mixed Relay

1 GUAZZINI Vittoria ITA Italy 51:32.280 47
LONGO BORGHINI Elisa ITA Italy
TRINCA COLONEL Monica ITA Italy
CATTANEO Mattia ITA Italy
GANNA Filippo ITA Italy
SOBRERO Matteo ITA Italy

2 ARMIRAIL Bruno FRA France 00:08
CAVAGNA Rémi FRA France
LABROSSE Jordan FRA France
BERTHET Juliette FRA France
KERBAOL Cédrine FRA France
BORRAS Marion FRA France

3 BISSEGGER Stefan SUI Switzerland 00:20
KÜNG Stefan SUI Switzerland
LIECHTI Jasmin SUI Switzerland
REUSSER Marlen SUI Switzerland
RÜEGG Noemi SUI Switzerland
SCHMID Mauro SUI Switzerland

Straßen-WM 2026 in Montréal – Straßenrennen Elite Männer 274 km

McNulty etwas überraschend zum WM-Titel


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Erster Saisonsieg für Brandon McNulty: Der 28-jährige US-Amerikaner holte sich zum Abschluss der Straßen-WM in Montréal 2026 den Titel im Straßenrennen der Männer. Ein bis dahin aufregendes Regenbogen-Rennen nahm ein antiklimatisches Ende, als McNulty aus einer zu diesem Zeitpunkt 8-köpfigen, hochkarätigen Spitzengruppe in der Fläche 32,5 Kilometer vorm Ziel attackierte. Trotzdem blieb es aufregend um die Medaillen. Silber und Bronze schnappten sich mit letzter Kraft im Sprint einer Verfolgergruppe Michael Matthews (Australien) und Mathieu van der Poel (Niederlande).

An den Favoriten ging das Rennen weitgehend vorbei, abgesehen von van der Poel, der früh die Initiative ergriff und damit die vorher am höchsten gewetteten Evenepoel (Belgien), del Toro (Mexiko) und Seixas (Frankreich) in die Dauer-Defensive drängte. Während alle Nationen auf ihren Kapitän zusammenschrumpften, waren die US-Amerikaner mit McNulty, Quinn Simmons und Matteo Jorgenson noch zu dritt in der Verlosung – und sie spielten es perfekt.

Erst störten McNulty und Jorgenson die Nachführarbeit, als van der Poel mit unter anderem Simmons fast 90 Kilometer vorm Ziel zu einer frühen, gefährlichen Flucht aufbrach. Erst rund 55 Kilometer später schlossen Issac del Toro, Paul Seixas, Giulio Ciccone (Italien), Tom Pidcock (Großbritannien), Jorgenson, McNulty, Matthews und Santiago Buitrago (Kolumbien) zum Spitzenquartett auf, dem neben van der Poel und Simmons da noch Primoz Roglic (Slowenien) und Ben Healy (Irland) angehörten. Nach dem Zusammenschluss attackierte erst Jorgenson erfolglos und dann wenig später McNulty, der sofort eine riesige Lücke riss.

Remco Evenepoel war zu diesem Zeitpunkt schon ein weiteres Mal zurückgefallen, kämpfte sich aber wie viele andere Fahrer immer wieder zurück. Sogar ein Mads Pedersen (Dänemark), von dem den gesamten Tag nichts zu sehen war, kehrte in der Schlussrunde auf dem Rundkurs von Montréal zurück und hatte plötzlich Chancen auf die Silbermedaille. Die gewann dann aber Matthews, der zum 4. Mal das Podest im WM-Straßenrennen der Elite erklomm, anders als in der U23 allerdings nie auf der höchsten Stufe. Van der Poel holte seine zweites WM-Bronze auf der Straße. Er hätte freilich lieber sein zweites Gold in dieser Disziplin geholt.

Pedersen belegte letztlich den 6. Platz hinter Simmons und del Toro sowie vor Pidcock, Jorgenson, Ciccone und Healy. Auch im Ergebnis spiegelte sich die phänomnale Teamleistung der US-Amerikaner wieder mit den Plätzen 1, 4 sowie 8. Den 11. Platz belegte Mauro Schmid (Schweiz), der wie Pedersen ganz spät aus dem Nichts zurück im Rennen um die Medaillen war. Hinter ihm trudelte Evenepoel auf dem 12. Platz ein. Seixas fiel in der Schlussphase mit Krämpfen zurück.

Wenn auch etwas überraschend – eine Sensation war der Triumph McNultys nicht. Er hatte vor einem Jahr genau an Ort und Stelle den GP de Montréal 2025 gewonnen, wenn auch geschenkt durch seinen Werksteam-Kapitän Tadej Pogacar (Slowenien). Dessen verletzungsbedingte Abwesenheit führte zu genau dem offenen WM-Rennen, das viele erwartet und erhofft hatten. Mit wenigen Ausnahmen war Pogacar die letzten 2 Jahren bei allen großen Rennen der übergroße Favorit und wurde dieser Rolle durch die Bank mit erdrückender Überlegenheit gerecht. Seine vermeintlichen Kronprinzen konnten daraus kein Kapital schlagen, stattdessen sein Helfer aus dem alltäglichen Werksteam UAE-XRG, dem nun ausgerechnet 2 US-Kollegen aus den 2 anderen großen Werkteams in aller Einigkeit den WM-Sieg vorbereiteten.

Das Elite-Straßenrennen in Montréal führte über eine Mammutdistanz von 273,7 Kilometern, davon zum Schluss über 13 Runden auf dem Kurs des GP de Montréal, wie er 2026 gefahren wurde. Bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad blieb es über das gesamte Rennen trocken, obwohl fürs Finale eine gewisse Regenwahrscheinlichkeit bestand. Das Rennen geriet aber auch so hart genug, inklusive wechselnden, aufregenden Konstellationen für fast die kompletten letzten 100 Kilometer. Gegen Ende fegten die fallenden Blätter bei auffrischendem Wind über die Straße wie bei einem Herbstklassiker.

Ergebnis
1. Brandon McNulty (USA) 6:17:04
2. Michael Matthews (AUS) +0:13
3. Mathieu van der Poel (NED) gl.Zeit
4. Quinn Simmons (USA) gl.Zeit

5. Isaac del Toro (MEX) +0:14
6. Mads Pedersen (DEN)
7. Tom Pidcock (GBR)
8. Matteo Jorgenson (USA) alle
9. Giulio Ciccone (ITA) gleiche
10. Ben Healy (IRL) Zeit
11. Mauro Schmid (SUI) +0:22
12. Remco Evenepoel (BEL) +0:25
13. Juan Ayuso (ESP) +2:08
14. Stefan Küng (SUI) +2:19
15. Paul Seixas (FRA) +2:47
16. Jørgen Nordhagen (NOR) +3:09
17. Oscar Onley (GBR) gl.Zeit
18. Christian Scaroni (ITA) +3:12
19. Mikkel Honoré (DEN) +3:14
20. Davide Piganzoli (ITA) +3:20
21. Primoz Roglic (SLO) +3:29
22. Michael Valgren (DEN) +4:20
23. Toms Skujins (LAT) +4:25
24. Anthon Charmig (DEN) gl.Zeit
25. Tiesj Benoot (BEL) +4:31