Alberto Bettiol stürmt an Leknessund vorbei
Alberto Bettiol (XDS) gewann in Verbania die 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 als Solist. Der 32-jährige Italiener stürmte 13,5 Kilometer vorm Ziel vorbei an Andreas Leknessund (Uno-X), der kurz zuvor attackiert hatte und mit 26 Sekunden Rückstand einmal mehr den 2. Platz belegte. Beide stammten aus der 15-köpfigen Spitzengruppe des Tages.
Aus den versprengten Resten dieser Gruppe heraus führte Jasper Stuyven (Soudal) die ersten Verfolger mit 44 Sekunden Rückstand über die Linie. Das erste große Verfolgerfeld mit allen Top-Klassementfahrern kam mit über 13 Minuten Rückstand im Zielort am Lago Maggiore an.
Ergebnis
1. Alberto Bettiol (ITA) – XDS-Astana 3:51:33
2. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +0:26
3. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step +0:44
4. Michael Valgren (DEN) – EF Education-Easypost
5. Mark Donovan (GBR) – Pinarello-Q36.5 alle
6. Josh Kench (NZL) – Groupama-FDJ gleiche
7. Mikkel Bjerg (DEN) – UAE-XRG Zeit
8. Francesco Busatto (ITA) – Alpecin-Premier Tech +1:33
9. Markus Hoelgaard (NOR) – Uno-X gl.Zeit
10. Diego Sevilla (ESP) – Polti-Visitmalta gl.Zeit
– 160 Fahrer klassiert.
So behielt Afonso Eulalio (Bahrain) ein weiteres und wahrscheinlich letztes Mal das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Vor der ersten Alpenetappe blieb es bei den 33 Sekunden Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma).
Gesamtwertung
1. Afonso Eulalio (POR) – Bahrain Victorious 52:15:17
2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:33
3. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:03
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +2:30
5. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +2:50
6. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +3:12
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:34
8. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +3:40
9. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +3:42
10. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +4:15
11. Markel Beloki (ESP) – EF Education-Easypost +4:20
12. Mathys Rondel (FRA) – Tudor +4:51
13. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +5:33
14. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +5:45
15. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +6:17
16. David de la Cruz (ESP) – Pinarello-Q36.5 +6:43
17. Jan Hirt (CZE) – NSN +7:53
18. Josh Kench (NZL) – Groupama-FDJ +8:24
19. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +8:59
20. Igor Arrieta (ESP) – UAE-XRG +9:14
21. Harold Lopez (ECU) – XDS-Astana +9:49
Bei fast schon sommerlichen Temperaturen dauerte es eine Weile, bis die 15 Ausreißer des Tages feststanden, die später um den Sieg kämpfen sollten: Busatto (Alpecin), Valgren (EF), Huens, Jacobs, Kench (alle Groupama), Aerts (Lotto), Donovan (Pinarello), Stuyven, Maestri, Sevilla (beide Polti), Warbasse (Tudor), Bjerg (UAE), Hoelhaard (Uno-X), dessen Teamkollege Leknessund sowie Bettiol.
Kench war aus der Spitzengruppe der mit Abstand bestplatzierte Fahrer in der Gesamtwertung mit über 20 Minuten Rückstand aufs Rosa Trikot. Dementsprechend viel Luft bekamen die Ausreißer, so dass schon früh ein Ausgang zu ihren Gunsten feststand. Als einzig 3-fach vertrenes Team schraubten die beiden Teamkollegen von Kench nach ansonsten flachem Etappenverlauf am späten Anstieg das Tempo in die Höhe.
Als Huens und Jacobs verschlissen waren – beide trudelten auf dem 14. und 15. Platz ins Ziel –, waren außer Kench nur noch Valgren, Leknessund und Bettiol an der Spitze übrig. Doch anstatt Kench attackierte nun Leknessund. Bettiol hielt als einziger Sichtweite zum Norwegischen Meister und schoss an diesem kurz vor der Bergkuppe im engen Menschenspalier vorbei.
Bettiol und Leknessund konnten in der Abfahrt die jeweils nachfolgenden Fahrer auf Distanz halten. Stuyven, Donovan und Bjerg holten hingegen Valgren und Kench ein. Der Ex-Flandern-Sieger Bettiol – lang ist es her – verbuchte seinen zweiten Etappensieg bei einem Giro d’Italia. Beide bis dato größten Triumphe liegen 7 und 5 Jahre zurück.





