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Christoph Strasser muss TCR wegen Krankheit verlassen

Die fünfte Teilnahme beim Transcontinental Race (TCR), dem mit 4.800 Kilometern und 50.000 Höhenmetern quer durch Europa härtestem unsupported-Rennen der Welt, musste Christoph Strasser frühzeitig beenden. Nach zwei Siegen in dieser Saison bei „Rund um Sachsen“ und beim „Unknown Race“ wurde der Steirer bei seinem Saisonhighlight wegen Krankheit zur Aufgabe gezwungen.

Die bisherige Statistik des Steirers beim TCR konnte sich sehen lassen: Bei den vier Teilnahmen holte Christoph Strasser zwei Siege, einen zweiten Platz und einen fünften Platz. Am vergangenen Sonntag wurde das TCR 2026 in Trondheim gestartet und sollte in Griechenland enden. Nach rund 1.900 Kilometern musste der Kraubather gestern wegen Fieber, Husten und Darmproblemen die Segeln streichen. „Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle“, sagte seine Lebensgefährtin Sabine Prager.

Vorgestern gab sich Christoph Strasser, der im Spitzenfeld unterwegs war, noch total zuversichtlich, nachdem er die Fähren-Challenge in Norwegen und Schweden mehr als erfolgreich gemeistert hatte: „Es war ziemlich monoton durch Südschweden. Aber dann hat das Rennen vor der letzten Fährenüberfahrt von Schweden nach Polen an Brisanz gewonnen. Eigentlich wollte ich das Boot in der Nacht um 2 Uhr früh erwischen. Dann merkte ich, dass ich schneller bin und wollte um 22:30 Uhr einsteigen. Dann war ich noch schneller und erreichte schließlich die um 20:30 Uhr. obwohl es kurz vor dem Hafen mit dem Zeitdruck extrem stressig war, hinzu kam ein Unwetter und dann hatte ich zehn Kilometer vor dem Hafen noch einen platten Reifen. So gut es vorgestern lief, so schlecht ging es dann gestern in Polen mit heftigem Regen weiter“, sagte Christoph, der in Nordpolen völlig erschöpft ein Hotel aufsuchte, um sich einige Stunden auszuruhen.

„Bei so einem Rennen ist man immer am Limit“
Ehe er gestern ein Hotel fand, kaufte er sich in einer Apotheke ein Fieberthermometer. „Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe. In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig. Bei so einem Rennen fühlt man sich nie gut und ich kenne viele Schwächephasen und weiß, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Aber jetzt ist es eine richtige Krankheit“, sagt Christoph Strasser, der jetzt erstmals vor der Heimreise wieder fit werden muss.

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Erfolgreicher Start für Strasser ins Transcontinental Race

Gestern um 20:00 Uhr fiel im norwegischen Trondheim der Startschuss zum Transcontinental Race (TCR), der ultimativen Herausforderung über 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter. Der zweifache Sieger Christoph Strasser erwischte einen nahezu perfekten Start.

In Norwegen machten sich gestern 367 Solo-Starter:innen beim TCR auf ihren langen Weg quer durch Europa. Nach rund 4.800 Kilometern endet das längste und härteste unsupported-Rennen der Welt im griechischen Kalamata. „Der Start war sehr beeindruckend. Das Teilnehmerfeld mit 367 Leuten ist enorm und zeigt den Boom von unsupported-Rennen deutlich“, sagte der Steirer in Trondheim. Bei seinem ersten Rennen in Norwegen ist er vor allem von der Natur beeindruckt: „Norwegen ist der Hammer mit den Fjorden, Wasserfällen, Flüssen und Bergen. Die erste Nacht, wo ich keine Schlafpause machte, war richtig hart. Um Mitternacht wird es dunkel und um 3 Uhr Früh wieder hell. Dabei hatte es um die 0 Grad und meine Zehen und Finger froren ziemlich. Für so kalte Temperaturen habe ich nicht die richtige Bekleidung mit. Aber es wird bald wärmer“, ergänzt der Dauersieger des Race Across America.

Perfekter Start ins Rennen
„Es geht so richtig gut dahin und ich fand gleich einen tollen Rhythmus. Derzeit liegt der Schweizer TCR-Sieger von 2024 Robin Gemperle mit einem kleinen Vorsprung in Führung. Dahinter matche ich mich mit einigen Konkurrenten um die Plätze zwei bis fünf. Wenn ich an das Vorjahr zurückdenke, da lag ich nach der ersten Nacht um Rang 30. Von daher läuft es heuer optimal und viel besser“, sagt Strasser. Der 43-Jährige nähert sich dem ersten Checkpoint, wo von der Rennleitung vorgegebene Passagen von allen Starter:inne absolviert werden müssen. Beim Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen nach Schweden.

TCR Tag 3: Strasser weiterhin im Spitzenfeld
Christoph Strasser schlägt sich in der Anfangsphase des Transcontinental Race, dem weltweit größten unsupported-Rennen, weiter sehr gut. Wie erwartet kommt es hier zum spannenden „Ferry“-Game. Wer erwischt welche Fähre Richtung Polen rechtzeitig und verliert so wenig Zeit wie möglich?

Christoph Strasser ist seit dem Start in Trondheim am Sonntag 2 Tage und 14 Stunden unterwegs, pro Tag spulte er rund 539 Kilometer ab. Nachdem er die erste Nacht ohne Stopp durchfuhr, legte er gestern und heute von Norwegen über Schweden eine je dreistündige Schlafpause ein. „Gestern Abend erreichte ich Schweden. Im Gegensatz zu Norwegen mit seinen prächtigen Fjorden, Bergen und Wasserfällen ging es hier eher monoton und flach bis wellig weiter; „Kilometer fressen“ ist hier angesagt. Gestern erwischte ich die erste Fähre gerade rechtzeitig. Mein Ziel ist es, dass ich heute Abend die entscheidende Überfahrt von Schweden aufs europäische Festland nach Polen erreiche. Rund 360 Kilometer muss ich in 15 Stunden schaffen. Das sollte sich ausgehen, ich darf aber nicht bummeln.“

Gemperle mit Respektabstand in Führung
Nach zweieinhalb Tagen Fahrtzeit beim TCR, das über 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter quer durch Europa führt, liegt der Schweizer Robin Gemperle, TCR-Sieger von 2024, klar voran. „Robin hat bisher nur einmal geschlafen. Er will heute Mittag die Fähre erwischen, was natürlich ein großer Vorteil für ihn wäre. Aber er hat schon jetzt sehr viel Energie investiert. In der letzten Nacht schlossen einige von hinten auf mich auf, weil sie auch auf Schlaf verzichtet haben. Ich halte aber weiterhin an meiner Taktik fest und es macht sich bisher bezahlt. Das Rennen dauert noch lange“, sagt Strasser, der sich um Platz fünf befindet.

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Christoph Strasser greift beim Transcontinental Race nach seinem 3. Sieg

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Rennen der Saison fiebert Christoph Strasser dem Höhepunkt seines Ultra-Radsportjahres entgegen. Am 19. Juli startet der Steirer bei der zwölften Auflage des legendären Transcontinental Race (TCR), dem wohl prestigeträchtigsten Unsupported-Rennen der Welt. Der Start erfolgt heuer erstmals im norwegischen Trondheim, das Ziel liegt nach einer spektakulären Nord-Süd-Durchquerung Europas im griechischen Kalamata. Insgesamt warten auf die Teilnehmer rund 4.800 Kilometer und 50.000 Höhenmeter – idente Daten zum Race Across America.

Für den sechsmaligen Race Across America-Sieger ist es bereits die fünfte Teilnahme beim TCR. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: zwei Siege, ein zweiter und ein fünfter Platz im vergangenen Jahr. Entsprechend selbstbewusst reist der 43-Jährige nach Norwegen. „Mein Ziel ist es, so vorbereitet zu sein, dass ich bis zum Schluss um den Sieg mitfahren kann. Ich fühle mich aktuell besser als im vergangenen Jahr. Mit den beiden Erfolgen zu Saisonbeginn habe ich viel Selbstvertrauen getankt. Trotzdem ist das Transcontinental Race kaum planbar – unterwegs kann einfach alles passieren“, sagt der Steirer aus Kraubath.

Europas härtestes Abenteuer auf zwei Rädern
Das Besondere am Transcontinental Race ist das Rennformat: Die Athletinnen und Athleten sind komplett auf sich allein gestellt. Weder Begleitfahrzeuge noch Betreuer sind erlaubt. Zwischen den von der Rennleitung vorgegebenen Checkpoints und Pflichtpassagen müssen die Fahrer ihre Route selbst planen, sämtliche Verpflegung organisieren und technische Probleme eigenständig lösen. „Im Gegensatz zum Race Across America muss man hier jedes Problem alleine lösen – egal ob Defekt, Navigation oder körperliche Schwierigkeiten. Man kann sich unmöglich auf alles vorbereiten, deshalb ist Improvisation ein ganz entscheidender Faktor“, erläutert Strasser.

„Ferry-Game“ entscheidend?
Bereits die ersten Renntage versprechen spektakuläre Bilder. Nach dem ersten Checkpoint am Aurlandsfjord führt die Strecke über den berühmten Rallarvegen, eine rund 70 Kilometer lange Schotterstraße, bis in den Wintersportort Geilo. Anschließend geht es durch Südnorwegen und Schweden, wo die Wahl der richtigen Fährverbindung nach Mitteleuropa zum ersten großen strategischen Faktor wird. „Das sogenannte Ferry-Game wird heuer besonders spannend. Es gibt viele Möglichkeiten mit unterschiedlichen Häfen und Fahrplänen. Man muss ständig abwägen: Ist eine kürzere Strecke mit längerer Wartezeit besser oder ein Umweg ohne Aufenthalt? Solche Entscheidungen können am Ende entscheidend sein.“

Weitere Pflichtpassagen führen durch Tschechien und das Tatra-Gebirge in der Slowakei, anschließend führt Strassers Routenplanung über Ungarn und Kroatien bis nach Sarajevo. Dort befindet sich der dritte Checkpoint auf der ehemaligen Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 – die Strecke führt dabei sogar direkt durch die historische Betonrinne. Nach einem weiteren Checkpoint in Albanien wartet schließlich der anspruchsvolle Schlussabschnitt auf der Peloponnes. Ab dem antiken Olympia müssen noch zahlreiche Höhenmeter bewältigt werden, ehe das Ziel an der Küste in Kalamata erreicht wird.

Schlafen, essen und improvisieren
Auch abseits des Rades ist perfekte Planung gefragt. Strasser nimmt rund zwei Kilogramm Kohlenhydratpulver mit, den Rest seiner Verpflegung kauft er unterwegs ein. Schlafen möchte er – wenn möglich – rund drei Stunden pro Nacht in Unterkünften. Ein Schlafsack reist dennoch mit, falls keine Unterkunft verfügbar ist. Zusätzliche Herausforderungen verspricht das Wetter. In Norwegen können selbst im Hochsommer auf über 1.500 Metern Schnee, Regen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt auftreten. Wenige Tage später warten in Südosteuropa und Griechenland hingegen oft extreme Hitzebedingungen.

Hochkarätige Konkurrenz
Das Teilnehmerfeld zählt erneut zur Weltspitze des Ultra-Cyclings. Mit dabei sind unter anderem der TCR Sieger von 2024 Robin Gemperle (Schweiz), Frauensiegerin Jana Kesenheimer (Deutschland), Martin Moritz, Manuel Rudaz, Nicolas Châtelet sowie Strassers langjähriger Rivale Robert Müller aus Deutschland. Nach seinen beiden Saisonsiegen bei „Rund um Sachsen“ und dem „Unknown Race“ zählt aber auch der Steirer selbst wieder zum engsten Favoritenkreis.

Das Rennen startet am 19. Juli in Trondheim. Fans können Christoph Strasser während des gesamten Rennens per GPS-Livetracking verfolgen. Zudem informiert er regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen über den Rennverlauf. Eine ausführliche Vorschau erscheint außerdem in seinem Podcast „Sitzfleisch“.

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Christoph Strasser setzte neue Maßstäbe – Krimi in Sachsen

Gestern Abend finishte Christoph Strasser seine Premiere bei Rund um Sachsen. Beim 900 Kilometer langen Rennen sorgte der Steirer, der in der unsupported-Wertung fuhr, für eine große Überraschung: In der Gesamtwertung belegte er hinter Sebastian Mayr den zweiten Platz. Damit war Strasser bis auf den Deutschen schneller als alle anderen Starter, die mit Betreuerteam an den Start gingen. Hinter dem Kraubather kam auch der Oberösterreicher Lukas Kaufmann, der mit rund zehn Betreuern unterwegs war, ins Ziel.

Bei Rund um Sachsen, das über 900 Kilometer mit 8.500 Höhenmetern führte, gab es zwei Wertungen: eine unsupported und eine mit Betreuerteam. In der Kategorie mit Betreuerteam zählte das Rennen, das am Samstag gestartet wurde, als Ultracycling Europameisterschaft. In der Gesamtwertung, wo üblicherweise unsupported-Fahrer, die komplett auf sich alleine gestellt sind, gegen die Teilnehmer mit Betreuercrew keine Chance haben, entwickelte sich ein wahrer Krimi. Der Deutsche Ultra-Spezialist Sebastian Mayr, 24h-Weltmeister und Sieger des Race Around Austria, lag am Ende mit einer Fahrzeit von 30:42 Stunden nur 13 Minuten vor Strasser! Und dieser wiederum hängte als Gesamtzweiter den Vize-Europameister Lukas Kaufmann um 19 Minuten ab! „Das taugt mir schon richtig. Bis auf Mayr die schnellste Zeit des Tages zu haben ist unglaublich. Mein Rad ist viel schwerer, ich habe Gepäck mit und musste in der Nacht vorsichtiger fahren“, so die ersten Emotionen vom sechsfachen RAAM-Sieger. Übrigens, mit einer Zeit von 30:55 Stunden stellte der Steirer auch einen neuen unsupported-Streckenrekord auf.

Fast perfektes Rennen
Die Strecke, die Christoph stark ans Mühlviertel oder die südsteirische Weinstraße erinnerte, beinhaltete vier Checkpoints, wo auch Ausrüstung und Verpflegung hinterlegt werden konnte. „Von daher war es ein „entschärfteres“ als die normalen unsupported-Rennen. Ich fuhr mit einem Zeitfahrrad mit einer Scheibe hinten drin. Dabei hatte ich zwei Taschen mit dem Notwendigsten drin. Bei den Checkpoints hinterlegte ich Proviant, meist meine Flüssignahrung und Getränke, sowie Bekleidung. Ich bin richtig schnell gefahren und habe nie überzogen. Bis zur Hälfte des Rennens habe ich fast nur meine Ernährung genommen, doch dann wurde mir das monoton und besorgte in Tankstellen vor allem Limonaden“, beschreibt Strasser. Von technischen Defekten blieb er Großteils verschont: „Zu Beginn verbrauchte ich zu viel Strom, deshalb musste ich in der Nacht Strom sparen und konnte bei den schnellen und steilen Abfahrten nicht mit dem Aufblendlicht fahren. Wichtig war sicher durch die Nacht zu kommen. Ein weiteres Problem war der Flaschenhalter, der sich löste. Aber ich konnte ihn bei einem Checkpoint mit Kabelbindern zusätzlich fixieren.“

Nach dem zweiten Sieg im zweiten Rennen nach dem Unknown Race im April über 1.000 Kilometer kann er den Saisonhöhepunkt kaum erwarten, denn am 19. Juli beginnt das Transcontinental Race: Die 12. Auflage des größten unsupported-Rennens, das Christoph bereits zwei Mal gewann, startet heuer im norwegischen Trondheim. Nach rund 4.500 Kilometern quer durch Europa endet es im griechischen Kalamata.

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Christoph Strasser siegt beim Unknown Race in Spanien

Dieses Rennen hatte es in sich, das rund 1.000 Kilometer lange Unknown Race in Katalonien. Wie in den vergangenen Jahren spielte das Wetter verrückt. Der Steirer schaffte in Spanien einen Start-Ziel-Sieg und freute sich noch mehr über eine sehr starke Zeit von 1 Tag 18 Stunden 55 Minuten.

„Mein Ziel war eine Zeit von unter 48 Stunden, jetzt lag ich deutlich drunter“, freute sich der Kraubather, der beim Unknown Race im Vorjahr Zweiter wurde und heuer souverän den Sieg schaffte. Spannend an dem Rennformat ist, dass es Jahr für Jahr den Austragungsort wechselt, heuer war erstmals Spanien an der Reihe. Start und Ziel befanden sich in der katalonischen Stadt Reus, südlich von Barcelona. „Alle Fahrer:innen können im unsupported-Modus ihre Strecke selbst wählen, aber die vorgegebenen Checkpoints müssen von allen passiert werden. Und die Koordinaten der Checkpoints gibt es erst kurz vor dem Start bzw. während dem Rennen.“ Somit hat kein Starter einen Vorteil, was die Routenplanung betrifft. Alle haben die gleichen Voraussetzungen und können erst kurz vor dem Start die Strecke planen.

Christoph Strasser strotzte schon vor dem Rennen vor Selbstvertrauen: „Meine Leistungsdaten sind heuer richtig gut, das habe ich jetzt auch umsetzen können“, sagt Christoph. Die Konkurrenz war heuer sehr stark: Mit am Start war auch Christophs langjähriger Konkurrent Robert Müller aus Deutschland, mit dem er sich schon viele Duelle lieferte. Auch der Deutsche Stefan Fettes, Ultra Cycling Europameister, war dabei.

Schrecksekunde in den Bergen
Am vergangenen Dienstag fiel um 9:00 Uhr in Reus der Start zum Unknown Race. Heute gegen halb fünf Uhr früh erreichte der Steirer das Ziel: „Das Unknown Race ist für sein schlechtes Wetter bekannt. Vor zwei Jahren gab es Schnee, im Vorjahr Regen und Hagel – heuer war starker Wind der ständige Begleiter. Es herrschten fast durchwegs Sturmböen. Ich lag von Beginn an immer in Führung. Vor dem Checkpoint 4, einem Bergmassiv, lag ich vorne, als plötzlich von der Rennleitung wegen eines Schneesturms die Nachricht kam, alle sollten umdrehen. In beiden Nächten schlief ich je zwei Mal 10 Minuten – es waren eigentlich keine Schlafpausen, ich habe mich nur etwas hingelegt. Das mit dem Essen hat heuer auch super geklappt, auch wenn es nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten gab. Aber das Wichtigste: Meine Beine fühlten sich super an, ich bekam richtig viel Druck aufs Pedal. Der Formaufbau Richtung Transcontinental Race (TCR) läuft! Jetzt gehe ich essen und freue mich auf richtig salzige Oliven“, schmunzelt Strasser.

Tortour durch Katalonien
Christophs Stimme litt enorm unter den Anstrengungen: „wir bewegten uns fast immer auf einem Hochplateau von über 1.000 Metern Seehöhe bei maximal fünf Grad Celsius. Eine kuriose Situation gab es noch im Finale, als ich als Erster den Mont Caro mit 14 Kilometern Länge und 1.200 Höhenmetern bestritt. Eine Windböe blies mich regelrecht vom Rad, woraufhin ich der Rennleitung ein Video schickte. Sie sperrten den Pass mit einem Checkpoint für alle anderen Teilnehmer:innen, dadurch hatte ich noch mehr Kilometer in den Beinen.“

Das Unknown Race war der erste Formtest für das große Saisonhighlight am 19. Juli, dem Transcontinental Race: Die 12. Auflage des größten unsupported-Rennens, das Christoph bereits zwei Mal gewinnen konnte, startet heuer im norwegischen Trondheim. Nach rund 4.500 Kilometern quer durch Europa endet es im griechischen Kalamata.

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Christoph Strasser beendete das TCR als Fünfter!

„Es war das längste Rennen meines Lebens“, so beschreibt der sechsfache Sieger des Race Across America das Transcontinental Race 2025. Über mehr als 4.750 Kilometer ging es von Santiago de Compostela bis an die rumänische Küste. Viele Hochs und Tiefs begleiteten den Paradesportler. Am Ende finishte er nach 11 Tagen 9 Stunden 19 Minuten an der fünften Stelle. Den Sieg sicherte sich der 23-jährige Franzose Victor Bosoni mit einer Zeit von 10 Tagen 16 Stunden 38 Minuten. Mit sieben Stunden Rückstand wurde der Deutsche Martin Moritz Zweiter, gefolgt vom ehemaligen Schweizer Radprofi David Tschan.

War es die falsche Routenwahl? Waren es falsche taktische Entscheidungen? Darüber ist schwer zu spekulieren nach so einer langen Distanz auf dem Rad und täglich maximal zwei bis drei Stunden Schlaf. Die Entscheidung des Rennens brachte für Christoph Strasser, der sich lange im vierköpfigen Spitzenfeld befand, der vergangene Sonntag mit dem Verpassen der entscheidenden Fähre von Italien nach Albanien. „Dadurch habe einen ganzen Tag verloren. Das war bitter. Da die beiden Führenden die Fähre erwischten, war der Kampf um den Sieg vorbei und der Kampf um Platz drei eröffnet“, sagt der Steirer.

Seit er von der Fähre stieg fuhr er wie ein Berserker. Fast 40 Stunden durchgehend saß der Steirer im Sattel. „Das habe ich bitter bezahlt. Die letzten beiden Tage und Nächte waren brutal – sicher eine der härtesten Zeiten in meinem Radfahrleben. In der letzten Nacht legte ich auf der Wiese zwei Powernaps ein. Nach je zehn Minuten wurde ich ohne Wecker wieder munter. Es ist unglaublich, wozu der Körper imstande ist“, beschreibt der Kraubather, der zuletzt auch immer wieder mit technische Problemen zu kämpfen hatte: „Mein Radcomputer ging leider ein, außerdem musste ich einmal in einem Radgeschäft zur Reparatur. Aber mit solchen Problemen kämpft jeder. In der vorletzten Nacht schlief ich zwei Stunden im Hotelzimmer. Genau dort hat mich der Dritte David Tschan überrumpelt. Dieser Moment hat mich mental gebrochen und ich wollte nur noch sicher ins Ziel kommen.“ Das gelang auch, heute früh erreichte der Steirer den Strand von Konstanta südlich der Donaumündung am Schwarzen Meer.

Gegner stärker oder cleverer?
„Es war ein unglaublicher Moment, als ich das Ziel in Rumänien erreichte. Natürlich hätte ich gerne eine bessere Platzierung als Rang fünf. Aber in den letzten beiden Tagen konnte ich nichts mehr aufholen. Die Gegner waren um eine Spur stärker oder vielleicht auch cleverer bei der Routenplanung. Grundsätzlich war das Niveau bei diesem Rennen enorm! Es war aber ein tolles Rennen und ich habe in den vergangenen zwölf Tagen, die mir seit dem Start in Santiago de Compostela wie eine Ewigkeit vorkommen, sehr viel gelernt. Dieses TCR hat auf brutale Weise das Leben widergespiegelt: Man bekommt nicht immer die Dinge die man will“, bilanziert der zweifache TCR-Sieger und Vorjahreszweite des weltweit größten unsupported-Rennens.

8. Tag TCR: Christoph Strasser mit Pech bei der Fähre
Am achten Tag des Transcontinental Race (TCR) ist das eingetreten, wovor Christoph Strasser von Beginn an den größten Respekt hatte: Die entscheidende Fähre von Bari nach Albanien nicht zu erwischen. Um zwei Stunden hat er sie gestern Nacht verpasst, jetzt geht es erst nach einer langen Wartezeit heute Abend Richtung Balkan. Für Christoph ist somit das Rennen um den Sieg an der dritten Stelle liegend gelaufen.

Beim rund 4.800 Kilometer langen härtesten unsupported-Rennen der Welt hat Christoph nach 7 Tagen 13 Stunden 3.270 Kilometer geschafft. „Bis Samstag ist alles super gelaufen, es gab sehr viele Hochs und wenige Tiefs. Doch Samstagnacht erlebte ich ein durchgehendes Tief. Der Parcours über die berühmten weißen Schotterstraßen der Strade Bianche war extrem anstrengend mit steilen Anstiegen und gefährlichen Abfahrten. Die folgende Nacht am Samstag wollte ich, um die Fähre in Bari zu erreichen, mit einem Powernap durchfahren. Aber das hat absolut nicht geklappt, ich war total übermüdet und bin dann auch noch falsch gefahren. Schließlich habe ich im Schlafsack bei einer Kirche und in einem Park geschlafen, weil ich so müde war. Dadurch habe ich viel Zeit verloren. Es ging nicht mehr gut und ich wollte nicht zu viel riskieren“, sagt der Steirer, der sich am Weg nach Bari befindet.

Bis zu dem Zeitpunkt befanden sich vier Fahrer wenige Stunden getrennt an der Spitze. „Der in Wien lebende Deutsche Martin Moritz und der Franzose Victor Bosoni lagen rund zwei Stunden vor mir, haben voll riskiert und es gestern um 23:00 Uhr in letzter Sekunde noch auf die Fähre geschafft. Es waren für mich gemischte Gefühle: Einerseits großen Respekt, dass sie es geschafft haben. Auf der anderen Seite kann ich nur zuschauen wie sie jetzt ihren Vorsprung vergrößern, während ich in Bari sitze. Leider gibt es keine alternativen Fähren nach Albanien, da wären die Umwege zu groß. Das einzig positive ist jetzt, dass ich mich in Bari gut erholen und die restlichen drei Tage ausgeschlafen in Angriff nehmen kann. Das Rennen ist noch lange.“

Nur noch Kampf um Platz 3
Bei seinem vierten Start beim TCR konnte Christoph Strasser bisher zwei Mal gewinnen, im Vorjahr wurde er Zweiter. „Natürlich war der dritte Sieg das klare Ziel. Aber das Rennen ist jetzt gelaufen. Wir alle wussten, dass die Fähre nach Albanien das Rennen beeinflusst. Leider hat es jetzt mich erwischt. Und das gerade an einem Montag – dem einzigen Tag, wo die Fähre nur einmal am Tag fährt. Aber ich werde nicht herumjammern. Es ist so wie bei einer Safety Car-Phase in der Formel1. Jetzt heißt es würdevoll zu Ende fahren, der Kampf um Platz drei ist noch voll in Gange“, schließt Christoph.

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5. Tag TCR: Christoph Strasser erstmals in den Top-3

Der Strasser-Express klettert beim Transconinental Race (TCR), das von Spanien im unsupported-Modus nach Rumänien über rund 4.800 Kilometer führt, immer weiter nach oben. Beziehungsweise macht sich Stunde um Stunde seine Routine und Taktik bezahlt. Heute früh schaffte er es vor dem dritten Checkpoint in Sestriere erstmals in die Top-3 und die Hälfte des Rennens naht.

„Endlich bin ich in Italien. Ich habe mich schon so drauf gefreut – endlich gutes Essen und die Aussicht von Sestriere aus war ein Traum“, sagt ein motivierter Christoph Strasser beim TCR. Das weltweit härteste unsupported-Rennen konnte der Steirer bisher zwei Mal gewinnen. Am fünften Tag hat er nah 4 Tagen und 13 Stunden Fahrzeit insgesamt 2.100 Kilometer und unzählige Höhenmeter in den Beinen. Im Rennen selbst hat er sich in den letzten Tagen kontinuierlich nach vorne geschoben: nach einem Platz jenseits der Top-20 am ersten Tag ist er seit heute Früh hinter dem Franzosen Nicolas Châtelet und dem Deutschen Martin Moritz erstmals Dritter! „Das Rennen ist so knapp. Beim letzten Checkpoint am Tourmalet lagen die ersten sechs innerhalb von zwei Stunden. In der letzten Nacht haben einige Gegner ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen müssen und zu lange geschlafen, was mir natürlich in die Karten spielt. Meine Schlaftaktik geht bisher voll auf: Nach zehn Minuten Schlaf in der ersten Nacht ruhe ich seither drei Stunden täglich. Und auch mit meiner konstanten Fahrweise und konstantem Druck bin ich nicht so schlecht beraten. Vollgas zu geben kostet einfach langfristig Zeit.“

Schotterstraßen, die auch Entscheidung beim Giro brachten
Derzeit befindet sich Christoph Strasser vor dem dritten Checkpoint und einer 50 Kilometer langen, verpflichtenden Schotterpassage bei Sestriere, die auf über 2.000 Meter Seehöhe führt. Es geht über die Strade dell Assietta zum Col del Finestre und von dort nach Norden. „Das ist genau jene Strecke, wo heuer auf Schotter Simon Yates noch am vorletzten Tag beim Giro d’Italia dem Mexikaner Isaac del Toro das rosa Führungstrikot auszog. Ich bin so froh, dass ich diese anspruchsvolle Passage bei Tageslicht fahren kann. Nach diesem Checkpoint geht es flach weiter bis Turin und anschließend in die Toskana“, sagt der Kraubather, der das Rennen bisher defekt- und sturzfrei bewältigen konnte!

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Christoph Strasser ins TCR gestartet

Gestern um 20:00 Uhr fiel vor der Pilgerkathedrale in Santiago de Compostela der Startschuss zum 11. Transcontinental Race, wem weltweit größten unsupported-Rennen. Auf das rekordverdächtige Teilnehmerfeld wartet von Spanien bis Rumänien die längste und härteste Auflage des Rennens bisher mit mehr als 4.800 Kilometern.

Seit mehr als zwölf Stunden ist der Steirer Christoph Strasser mit seinem 17 Kilogramm bepackten Specialized-Rad unterwegs und er hat rund 330 Kilometer geschafft. Nach dem Start verlief der erste verpflichtende Parcours entlang der Küste nach Fisterra, dem Ende der Welt. Jetzt geht es Richtung Nordküste Spaniens zum Nationalpark Picos de Europa südlich von Santander, wo sich der erste von fünf Checkpoints befindet. „Dort wird es auch einen ersten Zwischenstand geben. In der Anfangsphase gab es viele Höhenmeter zu bewältigen, die natürlich aufs Tempo drücken. Meine bisherige Fahrt ist nicht überragend, aber ich bin ganz zufrieden damit. Die Performance in den letzten Tagen des Rennens ist wichtig. Aber unglaublich, wie schnell einige Gegner losgefahren sind – als ob es kein Morgen gäbe“, bilanziert der sechsfache Sieger des Race Across America die Anfangsphase.

Rekordstarterfeld und erste Hoppalas
Nicht weniger als 420 Teilnehmer, darunter 80 Frauen, sind gestern ins TCR gestartet. „Das ist absolut erfreulich, dass so viele Frauen dabei sind. Generell ist das TCR heuer extrem stark besetzt. Nach zwei Verfahrern habe ich heute Früh einen ersten 10-minütigen Powernap eingelegt. Es war wichtig, um die Konzentration nicht zu verlieren“, sagt Strasser, der bei seiner letzten Trainingsfahrt vor dem Start noch eine Schrecksekunde erlebte: „Ein starker Windstoß brachte mein Rad zu Fall und dadurch verbog sich die Schaltung. Zum Glück fand ich schnell ein Radgeschäft und der Mechaniker hat alles bestens repariert. Mein Rad läuft bisher wie geschmiert und jetzt gilt mein voller Fokus dem ersten Checkpoint.“

Tag 3 beim TCR: Strasser vor „Mythos“ Col du Tourmalet
Das Transcontinental Race (TCR) ist mittlerweile zweieinhalb Tage alt. Beim härtesten unsupported Rennen der Welt hat Christoph Strasser am dritten Tag eine Aufholjagd gestartet. Kurz vor dem zweiten Parcours und Checkpoint in den französischen Pyrenäen hat er sich in die Top-5 geschoben. Die Spitze des Rennens ist dicht beisammen, die Positionen wechseln hin und her.

Nach dem Start des TCR in Santiago de Compostela hat Christoph Strasser nach 2 Tagen 14 Stunden 1.270 Kilometer absolviert. Nach einer dreistündigen Schlafpause in der zweiten Nacht schlief er auch in der letzten fast so lange. „Es ist unglaublich, wie sich der Körper auf solche Belastungen einstellt. In der letzten Nacht habe ich keinen Wecker gestellt und bin genau nach 2:55 Stunden aufgewacht“, sagt Strasser, der sich gerade dem zweiten Parcours am Col du Tourmalet auf 2.000 Metern Seehöhe nähert. Derzeit befindet er sich am Col d’Aubisque, einem durch die Tour de France bekannten Mythos-Berg: „Diese steilen Anstiege tun ganz schön weh mit meinen 80 Kilogramm.“

Enormes Anfangstempo der Konkurrenten
Wie stark die Konkurrenz in diesem Jahr ist, zeigte sich für den sechsfachen Sieger des Race Across America bereits am ersten Tag: „Viele der Gegner sind dermaßen weggebrettert, das war unglaublich. Am ersten Tag fuhr ich über 600 Kilometer und ich fand mich jenseits der Top-20 wieder. Ich bin auch kein Langsamstarter, aber das war schon unvorstellbar. Jetzt bin ich in meinem Modus angekommen und versuche mich weiter nach vorne zu arbeiten. Zum Glück habe ich mich vom hohen Anfangstempo der Gegner nicht wahnsinnig machen lassen.“

„Es ist eine Kunst in Frankreich nicht zu verhungern“
Bisher läuft für den Strasser-Express fast alles nach Plan: „Aber seit der Ankunft in Frankreich ist das Thema Hungerast präsent, es gibt so gut wie nirgends was zu kaufen in den Pyrenäen. Wie man in Frankreich nicht verhungert, ist eine Kunst.“ Aber grundsätzlich ist Christoph mit seiner Rennstrategie mehr als zufrieden, denn alles ist für kommenden Sonntag ausgelegt. Dort muss er nach den ersten vier Checkpoints die Fähre von Bari nach Durres in Albanien erwischen. „Dort ist perfektes Timing gefragt und es sieht gut aus, dass ich sie am Sonntag erwische. Derzeit habe ich noch einige Kilometer an Puffer. Denn wenn man dort die Fähre, die selten fährt, verpasst, hat man ein Problem: Dann könnte schnell ein Tag weg sein.“

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Christoph Strassers Gegner beim Transcontinental Race

Am kommenden Sonntag beginnt mit dem Transcontinental Race Christoph Strassers Saisonhighlight. Beim rund 4.800 Kilometer langen größten unsupportet-Rennen weltweit geht es von Santiago de Compostela quer durch Europa nach Rumänien. Die Konkurrenz ist in diesem Jahr besonders stark.

Morgen tritt der Steirer Christoph Strasser die Reise nach Santiago de Compostela, wo am 27. Juli der Start zum TCR erfolgt, an. Bei seiner vierten Teilnahme hat er den dritten Sieg im Visier. Im Vorjahr wurde er trotz vieler Probleme noch Zweiter. „Die Bilanz kann sich sehen lassen. Ich hoffe, dass ich heuer von den technischen Problemen im Vorjahr verschont bleibe“, sagt der sechsfache Gewinner des Race Across America.

Starke Konkurrenz
Dass die unsupported-Rennen (dh. die gesamte Renndistanz muss ohne Hilfe von außen selbst bestritten werden, ebenso alle organisatorischen Dinge, wie Schlafgelegenheiten suchen oder Nahrung kaufen) boomen, zeigen die Starterzahlen, denn nicht weniger als 400 Radsportler haben sich fürs TCR angemeldet. Als stärksten Konkurrenten sieht Strasser den Australier Abdullah Zeinab, der beim TCR 2024 lange in der Spitze mitmischte und erst in der Türkei auf Platz vier zurückfiel. Justinas Leveika aus Litauen feiert heuer seine Premiere beim TCR, er zählt aber nach Siegen beim Three Peaks, Tour Divide, Atlas Mountain Race u.v.m. zu den stärksten Ultracycling-Fahrern, ebenso wie Victor Bosoni. Der Franzose siegte heuer schon beim Desertus Bike und beim The Traka. Für Furore sorgte der erst 22-jährige Bosoni bei seinem Rookie-TCR 2024, als er nach der Überfahrt über den Großglockner in Kärnten bemerkte, dass er seinen Reisepass in einer Unterkunft in Bayern vergessen hatte. Er kehrte um, radelte nach Deutschland, und überquerte danach erneut den Großglockner, um trotz allem eine Top-Platzierung in Istanbul zu erreichen.

Auch die Dichte bei den Damen ist enorm, „ich schätze, dass diese drei Damen in der Gesamtwertung ganz vorne mitfahren können“, sagt Strasser. Damit meint er vor allem Jana Kesenheimer, die schnellste Frau beim TCR 2024 und Damensiegerin beim Three Peaks. Ebenso wie die Kanadierin Lael Wilcox – Gesamtsiegerin beim Trans Am Bike Race, Siegerin der Tour Divide und Weltrekordhalterin der Frauen für die schnellste Weltumrundung. Stark schätzt Christoph auch die US-Amerikanerin Cynthia Carson, Frauensiegerin beim Badlands und Atlas Mountain Race – wo sie auch in der Gesamtwertung jeweils in die Top-Ten kam.

Christoph mit 17 Kilogramm quer durch Europa
Bei unsupported-Rennen gibt es, was das Gepäck betrifft, zwei Möglichkeiten: die risikofreudige Variante mit minimalistischer Ausrüstung oder den „Packesel“. Christoph Strasser setzte lieber auf Sicherheit und etwas mehr Ausrüstung, hat als Basis-Equipment einen Schlafsack, eine Regenjacke und ein warmes Wintertrikot, warme und wasserfeste Handschuhe, eine Ersatzhose und ein Merino-Unterhemd mit dabei. Aus der Werkstatt-Abteilung befinden sich in seinen Taschen kleine Werkzeuge, Bremsbeläge, Minipumpe, Kettenöl, Ladegeräte und Ersatzkabel für Reparaturen an der Elektroanlage, wie dem starken Frontlicht oder dem USB-Ladegerät, das vom Nabendynamo angetrieben wird, dabei. „Dazu habe ich noch eine kleine Reiseapotheke mit einem Erste-Hilfe-Set, Tabletten gegen Durchfall, Sonnencreme, Augentropfen, und eine schmerzlindernde Creme fürs Gesäß mit dabei. Und alles, was dann noch frei ist, wird mit Essensvorräten und Trinkpulver-Säckchen angefüllt“, erklärt Christoph. Voll bepackt wird sein Specialized Roubaix Rennrad, das mit 32mm Reifen und Aerothan Schläuchen ausgestattet ist, um die 17 Kilogramm auf die Waage bringen.

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Christoph Strassers „Pilgerfahrt“ quer durch Europa

Am 27. Juli beginnt mit dem Transcontinental Race das weltweit größte unsupported Rennen. Über eine Distanz von rund 4.800 Kilometern – ähnlich dem Race Across America – startet das Rennen erstmals in der Pilgerhochburg Santiago de Compostela in Spanien. Christoph Strasser will bei seiner vierten Teilnahme den dritten Sieg beim prestigeträchtigen Klassiker und hat dafür im Vorfeld viel getestet.

Der sechsfache Sieger des Race Across America steht kurz vor seinem Saisonhöhepunkt: Am 27. Juli startet in Santiago de Compostela das Transcontinental Race (TCR), das größte unsupported-Rennen der Welt. Während Christoph Strasser seine Karriere mit Ultracycling-Rennen mit Betreuerteam aufgebaut hat, setzt er seit einigen Jahren auf die immer beliebter werdenden unsupported-Bewerbe. Das bedeutet, er absolviert die Distanz ohne Hilfe von außen, besorgt sich selbst Essen und Trinken, organisiert die Strecken und Schlafpausen alles vom Rad aus. Natürlich muss er auch Defekte selbst beheben. „Früher dachte ich immer, diese Rennen sind keine echten, zudem viel zu gefährlich und mehr Abenteuer als Wettkämpfe. Aber das hat sich mittlerweile geändert, unsupported-Rennen boomen und heuer sind beim TCR 400 Teilnehmer:innen aus vielen Nationen am Start“, eröffnet der Kraubather.

Von Santiago bis Rumänien
Die Strecke des TCR 2025 ist komplett neu und gestartet wird in Santiago de Compostela. Zuerst erfolgt ein verpflichtender Parcours, den alle Starter:innen absolvieren müssen, entlang der Küste von Fisterra. Die Strecke bis ins Ziel ist frei wählbar, jedoch müssen fünf Checkpoints passiert werden: Der erste befindet sich im Nationalpark Picos de Europa südlich von Santander, der zweite in den Pyrenäen am Col de Tourmalet auf 2000 Metern Seehöhe. Der dritte Checkpoint führt von Sestriere aus über eine verpflichtende Schotterpassage. „Wir müssen über die Strade dell Assietta zum Col del Finestre und von dort nach Norden abfahren Das ist genau jene Streck, wo auf Schotter heuer Yates den Giro ‚Italia gewann. Die vierte Station befindet sich dann in der Toskana von Siena über die Originalroute der Strade Bianche“, erklärt Strasser.

Nach den ersten vier Checkpoints wird es kniffelig, denn bei der Fähre von Bari nach Durres in Albanien ist perfektes Timing gefragt. „Wenn man dort die Fähre knapp verpasst, hat man ein Problem, denn es könnte schnell ein Tag weg sein. Oder im Glücksfall könnte man hinten liegend viel Zeit abseits vom Rad aufholen oder aus einem kleinen Vorsprung einen großen machen. Denn es gibt montags und dienstags nur eine Fähre pro Tag, sonst zwei.“ Danach geht es zum fünften Checkpoint in die Berge Albaniens, das Ziel liegt im rumänischen Konstanta südlich der Donaumündung am Schwarzen Meer. „Es gibt viele Möglichkeiten der Routenwahl, diese wird über die 4.800 Kilometer Distanz sicherlich entscheidend sein.“

Technische Tests im Vorfeld
Heuer startet Christoph zum vierten Mal beim TCR. Die bisherige Bilanz kann sich nach zwei Siegen und einem zweiten Platz sehen lassen. Dass ein dritter Sieg und damit die Einstellung der Rekordmarke beim TCR hinzukommt, dafür hat sich Christoph im Vorfeld intensiven Tests gewidmet: „Auch das Thema Aerodynamik spielt bei so einer Distanz eine Rolle, um so wenig Energie wie möglich zu verschwenden. Ich habe heuer unterschiedliche Radtaschen getestet, um das Optimum herauszuholen. Es gibt immer noch viele Unwägbarkeiten, wie zum Beispiel bei Pannen, streunenden Hunden in Südost-Europa oder bei den Themen Navigation und Versorgung. Aber wenn ich auf am Rad sitze, idealerweise 20 Stunden pro Tag, will ich so schnell wie möglich sein. So befestige ich heuer meine Vordertasche unter dem Lenker, was wertvolle Watt spart“, erläutert Christoph.

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Christoph Strasser bezwingt Regenschlacht in Italien

Ultra-Radfahrer Christoph Strasser ist mit einem zweiten Platz in die Saison 2025 gestartet. Das 1.000 Kilometer lange „unknown Race“ in Italien war durch Dauerregen und Kälte eines der härtesten Rennen seiner Karriere. Der Steirer erreichte den Zielort Lucca nach 2 Tagen 3 Stunden 46 Minuten und wurde nur vom Schweizer Bruno Wicht bezwungen.

Unsupported Rennen schreiben ihre eigenen Gesetze; vor allem jene wie das „unknown Race“ in Italien. „Erst eine Stunde vor dem Start am Donnerstag um 7 Uhr Früh erhielten alle Teilnehmer:innen die Koordinaten für Checkpoint 1. Dann mussten wir überlegen und planen, wie wir am schnellsten dort hinkommen. Danach folgten bis zur östlichen Adriaküste und zurück noch sechs weitere Checkpoints. Im Vorfeld wussten wir lediglich den Start- und Zielort Lucca und dass die Distanz ungefähr 1.000 Kilometer beträgt“, beschreibt der sechsfache Sieger des Race Across America.

Zwei Nächte durchgefahren
Das Rennen begann für Christoph Strasser sehr gut: „Es war ein schwieriger Start und der Regen war der ständige Begleiter, doch ich fand einen guten Rhythmus. Es ging gleich nördlich von Lucca in die Berge, wo Temperaturen von knapp über Null Grad Celsius herrschten, teilweise auch Schneeregen. Während bereits in der Anfangsphase viele aufgaben, belagerten während einer Abfahrt von einem Bergdorf viele Starter:innen ein kleines Kaffee. Viele waren schon zu Beginn wegen der Kälte gezeichnet. Nach zwei Tassen heißer Schokolade fuhr ich weiter, natürlich hatte ich auf die Führenden bereits einiges an Zeit verloren.“ Der Steirer startete seine Aufholjagd und es lief immer besser. Richtung Adriaküste konnte er sich auf den dritten Platz vorarbeiten. Im Finale holte er den Zweiten ein, doch der Führende lag schon zu weit voraus. Im Ziel lag Christoph nach 986,76 Kilometern rund 2:45 Stunden hinter dem Schweizer Wicht. „Er ist ein harter Knochen und fuhr in der Eiseskälte durch. Ich habe danach auch keine Pause mehr gemacht, obwohl für die zweite Nacht eine Schlafpause geplant war. Aber die Bekleidung war total durchnässt und ich wollte danach nicht in die nassen Klamotten rein. Deshalb beschloss ich ohne Pause durchzufahren. Es war ein super Gefühl, als ich in Lucca ankam. Ich musste alles für diesen zweiten Platz geben, es war eine richtige Schinderei!“

Nächstes Rennen: Transcontinental Race
In der kommenden Woche wird Christoph Strasser die Heimreise antreten und dann beginnen bereits die Vorbereitungen auf das Saisonhighlight, das Transcontinental Race. Nach zwei Triumphen und einem zweiten Platz im Vorjahr will er heuer zum dritten Mal als Sieger hervorgehen, das wäre Rekord. Heuer fällt der Start in der „St. Jakobs Metropole“ Santiago de Compostela in Spanien. Über Frankreich und Italien geht es über Albanien ins Ziel nach Rumänien am Schwarzen Meer. Ab dem 27. Juli 2025 warten zwischen 4.500 und 5.000 Kilometer auf die Starter!

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