Schlagwort-Archiv: Flandern-Rundfahrt

Ronde van Vlaanderen 2026

Männer 278km:

1 POGACAR Tadej SLO UAE Team Emirates-XRG 06:20:07
2 VAN DER POEL Mathieu NED Alpecin-Premier Tech 00:34
3 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 01:11
4 VAN AERT Wout BEL Team Visma | Lease a Bike 02:04
5 PEDERSEN Mads DEN Lidl-Trek 02:48
6 STUYVEN Jasper BEL Soudal Quick-Step 04:28
7 VERMEERSCH Florian BEL UAE Team Emirates-XRG 04:28
8 MOHORIC Matej SLO Bahrain Victorious 04:30
9 LAPORTE Christophe FRA Team Visma | Lease a Bike 05:22
10 VERMEERSCH Gianni BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 05:22
11 VAN DIJKE Tim NED Red Bull-BORA-hansgrohe 05:26

12 DE GENDT Aimé BEL Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 05:34
13 NAESEN Oliver BEL Decathlon CMA CGM Team 05:39
14 PITHIE Laurence NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 05:39
15 SEGAERT Alec BEL Bahrain Victorious 05:39
16 MADOUAS Valentin FRA Groupama-FDJ United 05:39
17 HAGENES Per Strand NOR Team Visma | Lease a Bike 05:39
18 VALGREN Michael DEN EF Education-EasyPost 05:39
19 VAN MOER Brent BEL Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 05:39
20 HOOLE Daan NED Decathlon CMA CGM Team 05:43

Remco Evenepoel beendet Flandern-Rundfahrt auf dem Podium
Sein Debüt bei der Ronde van Vlaanderen hat Remco Evenepoel als Dritter beendet. Mit 1:11 Minuten Rückstand auf Sieger Tadej Pogacar sicherte er sich das Podium in Oudenaarde. Gianni Vermeersch, Tim van Dijke und Laurence Pithie sorgten darüber hinaus für ein starkes Teamresultat.


Plomi Foto

Die letzten 50 Kilometer absolvierte Remco dabei als Einzelkämpfer. Als es zum ersten Mal über den Paterberg ging, nutzen Pogacar und Mathieu van der Poel, mit denen Remco zu diesem Zeitpunkt noch unterwegs war, ihr Routine auf dem Kopfsteinpflaster aus. Lange Zeit betrug sein Rückstand auf das Spitzenduo nur wenige Sekunden, ehe das Loch dann doch etwas größer wurde.

Es war eine fast perfekte erste Teilnahme für mich. Und auch als Team waren wir überragend. Es hat mich an den entscheidenden Stellen super in Position gebracht. Als das Finale eröffnet wurde, haben dann die Beine entschieden. Ich glaube, dass ich auf dem Platz ins Ziel gekommen bin, den ich verdiene. Ich will auf jeden Fall wiederkommen.
— Remco Evenepoel

Einmal mehr in dieser Klassikersaison war aber auch die gesamte Teamperformance eine Klasse für sich. Gianni Vermeersch als Zehnter, Tim van Dijke als Elfter und auch Laurence Pithie auf Rang 14 konnten überzeugen. Eine vergleichbare Breite kann keine andere Mannschaft im Endergebnis vorzeigen.

Remcos dritter Platz ist ein Ergebnis, auf das er wirklich stolz sein kann. Und auch das gesamte Team ist stolz auf ihn, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er es erreicht hat. Obendrein haben wir vier Fahrer unter die Top 15 gebracht. Wir waren nicht nur dabei, wir haben das Rennen geprägt. Der dritte Platz ist der Lohn für die harte Arbeit.
— Zak Dempster, Chief of Sports

Frauen 164km:


Plomi Foto Demi Vollering 2024 beim Amstel Gold Race

1 VOLLERING Demi NED FDJ United-SUEZ 04:16:37
2 FERRAND-PREVOT Pauline FRA Team Visma | Lease a Bike 00:42
3 PIETERSE Puck NED Fenix-Premier Tech 00:42
4 KOPECKY Lotte BEL Team SD Worx-Protime 01:04
5 BACKSTEDT Zoe GBR CANYON//SRAM zondacrypto 01:04
6 SWINKELS Karlijn NED UAE Team ADQ 01:04
7 PERSICO Silvia ITA UAE Team ADQ 01:07
8 LONGO BORGHINI Elisa ITA UAE Team ADQ 01:07
9 BREDEWOLD Mischa NED Team SD Worx-Protime 01:58
10 KOCH Franziska GER FDJ United-SUEZ 01:58
11 NOOIJEN Lieke NED Team Visma | Lease a Bike 01:58
12 RÜEGG Noemi SUI EF Education-Oatly 01:58
13 BALSAMO Elisa ITA Lidl-Trek 03:45
14 PATERNOSTER Letizia ITA Liv AlUla Jayco 04:55
15 CHABBEY Elise SUI FDJ United-SUEZ 04:55
16 MOORS Fleur BEL Lidl-Trek 04:55
17 VAN ANROOIJ Shirin NED Lidl-Trek 04:55
18 GERY Célia FRA FDJ United-SUEZ 04:55
19 FERGUSON Cat GBR Movistar Team 06:53
20 COUZENS Millie GBR Fenix-Premier Tech 06:53

Remco Evenepoel startet erstmals bei der Ronde van Vlaanderen


Plomi Foto

Es gibt Rennen – und es gibt die Ronde van Vlaanderen. Für Remco Evenepoel ist sie mehr als ein Monument. Sie ist Heimat.

Am Ostersonntag steht der 26-Jährige erstmals am Start seines „Heim-Monuments“. In Antwerpen beginnt für ihn ein neues Kapitel: 278 Kilometer, 12 Anstiege, sechs Kopfsteinpflasterpassagen auf dem Weg nach Oudenaarde – ein Rennen, das in Belgien nicht nur gefahren, sondern gelebt wird.

Seit über 100 Jahren prägt De Ronde den Radsport in Flandern. Für Generationen von Fans ist sie der emotionale Höhepunkt der Saison. Jetzt wird Remco Evenepoel Teil dieser Geschichte. Auch teamintern hatte dieses Projekt Gewicht und war lang vorbereitet:

Die Verbindung zwischen Remco und der Flandern-Rundfahrt ist tief und emotional. Ein Plan wie dieser entsteht nicht kurzfristig. Wir haben das Thema bewusst unter dem Radar gehalten, um den Moment für die Fans als Überraschung –ausgerechnet am 1. April– zu setzen. Dass wir das über 100 Tage intern halten konnten, spricht für den Zusammenhalt in diesem Team.
— Ralph Denk

Remco Evenepoel trifft in Flandern auf ein eingespieltes Klassikerteam. Im vorläufigen Aufgebot stehen Mick und Tim van Dijke, Gianni Vermeersch, Laurence Pithie sowie Jan Tratnik und Jarrad Drizners. Red Bull – BORA – hansgrohe bringt eine Mannschaft an den Start, die zuletzt mit Geschlossenheit und Stärke überzeugt hat.

Am Sonntag geht es um mehr als nur ein Ergebnis. Es geht um ein Debüt, auf das viele gewartet haben – und um einen Fahrer, der sich einer der größten Bühnen seines Sports stellt.

Flandern-Rundfahrt 2025

Tadej Pogacar (UAE) gewann im Regenbogentrikot des Weltmeisters und als erster aktueller Tour-de-France-Sieger seit Eddy Merckx die Flandern Rundfahrt 2025. Der 26-jährige Ausnahme-Könner aus Slowenien tütete damit seinen zweiten Ronde-Sieg sowie 8. Sieg bei einem Monument ein. 18 Kilometer vorm Ziel stellte Pogacar am Oude Kwaremont seine letzten 4 Begleiter Mathieu van der Poel (Alpecin), Wout van Aert (Visma), Mads Pedersen und Jasper Stuyven (beide Lidl) ab.

Aus dem Quartett sprintete Pedersen überlegen auf den 2. Platz. Vorjahressieger van der Poel rollte knapp vor van Aert über die Linie. Der finale Vorsprung betrug 61 Sekunden. Vor einem ersten größeren Verfolgerfeld retteten sich Tiesj Benoot (Visma) und Stefan Küng (Groupama) für die Plätze 6 und 7 ins Ziel. Diese beiden musste Matteo Jorgenson (auch Visma) 3 Kilometer vorm Ziel völlig entkräftet ziehen lassen. Im Sprint des Hauptfeldes schnappte sich Filippo Ganna (Ineos) Platz 8 vor Garcia (Movistar) und Ballerini (XDS).

Die 109. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt stand zuvor im Zeichen des Duells zwischen Pogacar und dem Dreifachsieger van der Poel, der zum alleinigen Rekordsieger hätte werden können. Ab der 2. von 3 Passagen am Oude Kwaremont gab es an praktisch allen 7 Anstiegen bis zum vorletzten – wieder Oude Kwarenmont – Tempoverschärfung durch Pogacar. Nur van der Poel blieb bis zur Entscheidung immer an Pogacar dran, Pedersen meistens.

In der Schlussphase ließ van Aert teilweise alte Klasse aufblitzen und brachte Stuyven mit zurück nach vorne. Im letzten Kwaremont versuchte es van Aert am Fuß, mit etwas Vorsprung reinzugehen. Doch Pogacar flog derart vorbei, dass selbst van der Poel dagegen aussah, als würde er fast stehen bleiben. Van Aert, van der Poel, Pedersen und Stuyven blieben hernach zusammen, lösten sich auch ab, bekamen von Pogacars Vorsprung aber nichts mehr aufgeholt – im Gegenteil. Im Vorjahr, bei van der Poels 3. Ronde-Sieg, verzichtete Pogacar zugunsten seiner Giro-Vorbereitung.
Heiter und schnell

An einem sonnigen ersten Sonntag im April erfolgte der Start der Flandern-Rundfahrt 2025 um kurz nach 10 Uhr in Brügge. Über den Tag hinweg stieg das Thermometer auf 15 Grad im Schatten bei teils böigem Ostwind, der aber zumindest keine Windstaffeln auslöste. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Pogacar betrug am Ende fast 45 km/h!

Nach knapp einer Rennstunde stand eine 8-köpfige Spitzengruppe, die mal etwas wegkam. Sie bestand aus: Elmar Reinders (Jayco), Alessandro Romele (XDS), Connor Swift (Ineos), Sean Flynn, Timo Roosen (beide Picnic), Rory Townsend (Q36.5), Marco Haller (Tudor) und Victor Vercouillie (Flanders). Aus diesem Oktett schaffte es Haller ins Finale, wurde aber in der Schlussphase vom Hauptfeld verschluckt.
Van der Poel in Massensturz verwickelt

Van der Poel musste 126 Kilometer vorm Ziel einen Schreckmoment überstehen, als er bei einem Massensturz auf breiter Hauptstraße zu Fall kam. Unter anderem John Degenkolb (Picnic) blieb liegen und schied aus. Van der Poel wurde wenig später von seinen Teamkollegen über den Eikenberg hinweg zurück eskortiert ins Hauptfeld, das sich ab hier bei jedem der folgenden Anstiege in den flämischen Ardennen immer weiter ausdünnte.

112 Kilometer vorm Ziel löste Davide Ballerini mit seiner Attacke am Molenberg eine Rennsituation aus, die die Flandern-Rundfahrt deutlich unterhaltsamer machte. Hinterm Molenberg setzten Vito Braet (Intermarché) Küng und Benoot nach. Es folgte ein Quartett mit Quinten Hermans (Alpecin), Daan Hoole (Lidl), Matteo Trentin (Tudor) und Filippo Ganna. Aus dem erweiterten Favoritenkreis waren demnach alle Teams außer Pogacars vor dem Hauptfeld unterwegs.

Auf den folgenden 20 Kilometern vereinigten sich 6 der 8 frühen Ausreißer sowie die beiden Verfolgerquartette zu einer 14-köpfigen Spitzengruppe. Diese fuhr dem Hauptfeld, in dem natürlich die verbliebenen Pogacar-Helfer das Tempo machten, nun relativ beständig um etwas mehr als eine Minute voraus.
Ab 2. Kwaremont Pogacar-Attacken an jedem Berg

An der zweiten Kwaremont-Passage begann 56 Kilometer vorm Ziel die Attacken-Serie von Pogacar an jedem Anstieg ab hier – plus sogar auf flachen Kopfsteinpflaster-Passage. Am Kwaremont folgten van Aert, Jorgenson und Pedersen dem späteren Sieger. Van der Poel tankte sich hier noch von etwas weiter hinten zu Pogacar zurück.

An der Spitze blieben Ganna, Küng, Benoot, Trentin, Haller, Hoole und Ballerini übrig. Das Verfolgerquintett lag bis zum Paterberg nur knapp vor den nächsten Verfolgern. Pogacar und van der Poel forcierten. Pedersen, Jorgenson und van Aert mussten kurz vor der Kuppe abreißen lassen. Stuyven schaffte aus dem Verfolgerfeld den Anschluss an diese 3 Fahrer.

In der Abfahrt Richtung Koppenberg sprang zunächst Pedersen vor zu Pogacar und van der Poel, bevor auch Jorgenson, van Aert und Stuyven wieder dran waren. Im Koppenberg attackierte wieder Pogacar mit van der Poel am Rad. Dahinter klaffte die Lücke Pedersen, van Aert, Jorgenson und Stuyven. Aus der Spitzengruppe lösten sich Küng, Benoot und Ballerini nach vorne.

Danach liefen in der Anfahrt zu Kopfsteinpflasterstücken inklusive Steenbeekdries Spitzengruppe und Verfolger zu einer 13-köpfigen Spitzengruppe aus van der Poel, Pogacar, van Aert, Benoot, Jorgenson, Pedersen, Stuyven, Hoole, Küng, Ballerini, Ganna, Trentin und Haller zusammen.

Im Steenbeekdries fühlte Pogacar der Konkurrenz erneut auf den Zahn und dünnte wieder etwas aus. Ein ähnliches Spiel am Taaienberg 37 Kilometer vor Schluss: Pogacar ging, van Aert hängte sich dran, wurde dann aber etwas durchgereicht. Diesmal konnten nur van der Poel und Pedersen – 2 Ex-Weltmeister – dem amtierenden Weltmeister folgen.

Hinter dem neuen Spitzentrio formierte sich ein Verfolgerquintett mit den 3 Teamkollegen van Aert, Jorgenson und Benoot, ergänzt durch Küng sowie den wegen Pedersen hinten draufliegenden Stuyven. Vorne ließ der schwer atmende Pedersen zunächst ein paar Führungen aus. In einer zweiten Verfolgergruppe hielten sich Ballerini, Ganna, Trentin und Haller bis hintern den letzten der 16 bezeichneten Anstiege des Tages, wurden dahinter aber ebenso wie später Jorgenson noch von dem, was man Hauptfeld nennen konnte, gestellt.
Pedersen, van Aert und Stuyven lange vorn dabei

Der Abstand zwischen Spitzentrio und Verfolgerquintett blieb jedoch spannend gering. Mit nur 6 Sekunden ging es durch Ronse in den Oude Kruisberg, wo sonst eher selten entscheidende Attacken zu sehen sind. Doch Pedersen musste nach erneutem Antritt von Pogacar abreißen lassen, und van Aert fuhr mit Stuyven zu ihm vor, wohingegen Küng, Benoot und Jorgenson ab jetzt nicht mehr an die Spitze zurückkehrten.

Anders davor: Van Aert, Pedersen und Stuyven schlossen 23 Kilometer vorm Ziel noch einmal zum Spitzenduo aus Pogacar und van der Poel auf. Dann kam wieder der Oude Kwaremont, und Pogacar blies den verbliebenen 4 Begleitern endgültig das Licht aus.
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So 6. April 2025, Brügge – Oudenaarde
Ergebnis der 109. Auflage Ronde van Vlaanderen (269km)

1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 5:58:41
2. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +1:01
3. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck gl.Zeit

4. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
5. Jasper Stuyven (BEL) – Lidl-Trek +1:04
6. Tiesj Benoot (BEL) – Visma-Lease a Bike +1:51
7. Stefan Küng (SUI) – Groupama-FDJ +1:53
8. Filippo Ganna (ITA) – Ineos Grenadiers +2:19
9. Ivan Garcia (ESP) – Movistar
10. Davide Ballerini (ITA) – XDS-Astana
11. Laurence Pithie (NZL) – Red Bull-Bora
12. Mike Teunissen (NED) – XDS-Astana
13. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
14. Markus Hoelgaard (NOR) – Uno-X
15. Gianni Vermeersch (BEL) – Alpecin-Deceuninck
16. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R
17. Valentin Madouas (FRA) – Groupama-FDJ
18. Timo Kielich (BEL) – Alpecin-Deceuninck
19. Stefan Bissegger (SUI) – EF Education-Easypost alle
20. Magnus Sheffield (USA) – Ineos Grenadiers
21. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
22. Matteo Trentin (ITA) – Tudor
23. Fred Wright (GBR) – Bahrain Victorious gleiche
24. Rick Pluimers (NED) – Tudor
25. Rasmus Tiller (NOR) – Uno-X

45. Marco Haller (AUT) – Tudor Zeit
47. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:34
55. Alexander Kristoff (NOR) – Uno-X +7:23

ELITE Frauen 169km:

1 KOPECKY Lotte BEL Team SD Worx-Protime 04:24:34
2 FERRAND-PREVOT Pauline FRA Team Visma | Lease a Bike 00:00
3 LIPPERT Liane GER Movistar Team 00:00
4 NIEWIADOMA-PHINNEY Katarzyna POL CANYON//SRAM zondacrypto 00:00
5 LE COURT Kim MRI AG Insurance-Soudal Team 01:13
6 BORGHESI Letizia ITA EF Education-Oatly 01:13
7 CHABBEY Elise SUI FDJ-SUEZ 01:13
8 VAN DIJK Ellen NED Lidl-Trek 01:13
9 PIETERSE Puck NED Fenix-Deceuninck 01:13
10 REUSSER Marlen SUI Movistar Team 01:13
11 VAN DER BREGGEN Anna NED Team SD Worx-Protime 01:13
12 HENDERSON Anna GBR Lidl-Trek 01:35
13 BREDEWOLD Mischa NED Team SD Worx-Protime 02:29
14 PATERNOSTER Letizia ITA Liv AlUla Jayco 02:29
15 RÜEGG Noemi SUI EF Education-Oatly 02:29
16 HANSON Lauretta AUS Lidl-Trek 02:31
17 WIEBES Lorena NED Team SD Worx-Protime 03:07
18 JACKSON Alison CAN EF Education-Oatly 03:08
19 FERGUSON Cat GBR Movistar Team 03:08
20 BERTIZZOLO Sofia ITA UAE Team ADQ 03:08

Ronde van Vlaanderen 2024

Männer 271km:


3er Nils Politt (Plomi Foto)

1 VAN DER POEL Mathieu NED Alpecin-Deceuninck 06:05:17
2 MOZZATO Luca ITA ARKEA-B&B HOTELS 01:02
3 POLITT Nils GER UAE Team Emirates 01:02
4 BJERG Mikkel DEN UAE Team Emirates 01:02
5 MORGADO António POR UAE Team Emirates 01:02
6 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 01:02
7 NAESEN Oliver BEL Decathlon AG2R La Mondiale 01:02
8 TEUNS Dylan BEL Israel-Premier Tech 01:02
9 BETTIOL Alberto ITA EF Education-EasyPost 01:02
10 SKUJINS Toms LAT Lidl-Trek 01:02
11 MATTHEWS Michael AUS Team Jayco-AlUla 01:02
12 WELLENS Tim BEL UAE Team Emirates 01:16
13 SHEEHAN Riley USA Israel-Premier Tech 02:02
14 MALECKI Kamil POL Q36.5 Pro Cycling Team 02:02
15 BENOOT Tiesj BEL Team Visma | Lease a Bike 02:02
16 MADOUAS Valentin FRA Groupama-FDJ 02:02
17 TARLING Joshua GBR INEOS Grenadiers 02:02
18 LAMPAERT Yves BEL Soudal Quick-Step 02:02
19 TRENTIN Matteo ITA Tudor Pro Cycling Team 02:02
20 WALSCHEID Max GER Team Jayco-AlUla 02:41
21 REX Laurenz BEL Intermarché-Wanty 02:41
22 PEDERSEN Mads DEN Lidl-Trek 02:41
23 VERMEERSCH Gianni BEL Alpecin-Deceuninck 02:41
24 TILLER Rasmus NOR Uno-X Mobility 02:41
25 TEUNISSEN Mike NED Intermarché-Wanty 02:41
26 GARCÍA CORTINA Iván ESP Movistar Team 02:41
27 CAMPENAERTS Victor BEL Lotto Dstny 02:41
28 ALBANESE Vincenzo ITA ARKEA-B&B HOTELS 02:41
29 DOULL Owain GBR EF Education-EasyPost 03:20
30 VAN DIJKE Tim NED Team Visma | Lease a Bike 03:20
31 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 03:38
32 ABRAHAMSEN Jonas NOR Uno-X Mobility 04:29
33 HALLER Marco AUT BORA-hansgrohe 04:29
34 STEIMLE Jannik GER Q36.5 Pro Cycling Team 04:29
35 RUTSCH Jonas GER EF Education-EasyPost 04:29
36 BISSEGGER Stefan SUI EF Education-EasyPost 04:29
37 DEGENKOLB John GER Team dsm-firmenich PostNL 04:29
38 TURNER Ben GBR INEOS Grenadiers 04:29

39 PITHIE Laurence NZL Groupama-FDJ 04:29
40 HAGENES Per Strand NOR Team Visma | Lease a Bike 04:29
41 KÜNG Stefan SUI Groupama-FDJ 04:29


2er Luca Mozzato (Plomi Foto)

Frauen 163km

1 LONGO BORGHINI Elisa ITA Lidl-Trek 04:16:04
2 NIEWIADOMA Katarzyna POL CANYON//SRAM Racing 00:00
3 VAN ANROOIJ Shirin NED Lidl-Trek 00:00
4 VOS Marianne NED Team Visma | Lease a Bike 00:09
5 KOPECKY Lotte BEL Team SD Worx-Protime 00:09
6 PIETERSE Puck NED Fenix-Deceuninck 00:09
7 PERSICO Silvia ITA UAE Team ADQ 00:09
8 VOLLERING Demi NED Team SD Worx-Protime 00:15
9 PATERNOSTER Letizia ITA Liv AlUla Jayco 01:40
10 SWINKELS Karlijn NED UAE Team ADQ 01:40
11 WIEBES Lorena NED Team SD Worx-Protime 01:46
12 SIERRA Arlenis CUB Movistar Team 01:46
13 GEORGI Pfeiffer GBR Team dsm-firmenich PostNL 01:46
14 BERTEAU Victoire FRA Cofidis Women Team 01:46
15 DE JONG Thalita NED Lotto Dstny Ladies 01:46
16 ADEGEEST Loes NED FDJ-SUEZ 01:46
17 VAN EMPEL Fem NED Team Visma | Lease a Bike 01:46
18 PALADIN Soraya ITA CANYON//SRAM Racing 01:46
19 BERTON Nina LUX Ceratizit-WNT Pro Cycling 01:46
20 NORSGAARD Emma DEN Movistar Team 01:46

Flandern-Rundfahrt Frauen 157km und Männer 273km

Frauen 157km:

1 KOPECKY Lotte BEL Team SD Worx 04:06:11
2 VOLLERING Demi NED Team SD Worx 00:36
3 LONGO BORGHINI Elisa ITA Trek-Segafredo 00:36
4 PERSICO Silvia ITA UAE Team ADQ 00:36
5 NIEWIADOMA Katarzyna POL CANYON//SRAM Racing 00:36
6 LABOUS Juliette FRA Team DSM 00:36
7 REUSSER Marlen SUI Team SD Worx 00:36
8 VAN ANROOIJ Shirin NED Trek-Segafredo 00:44
9 HENDERSON Anna GBR Team Jumbo-Visma 02:40
10 SIERRA Arlenis CUB Movistar Team 03:38
11 CHABBEY Elise SUI CANYON//SRAM Racing 03:38
12 BRAND Lucinda NED Trek-Segafredo 03:40
13 VAN DER DUIN Maike NED CANYON//SRAM Racing 03:45
14 WIEBES Lorena NED Team SD Worx 03:45
15 VOS Marianne NED Team Jumbo-Visma 03:45

Männer 273km:

1 POGAČAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES 06:12:07
2 VAN DER POEL Mathieu NED ALPECIN-DECEUNINCK 00:16
3 PEDERSEN Mads DEN TREK-SEGAFREDO 01:12
4 VAN AERT Wout BEL JUMBO-VISMA 01:12
5 POWLESS Neilson USA EF EDUCATION – EASYPOST 01:12
6 KÜNG Stefan SUI GROUPAMA – FDJ 01:12
7 ASGREEN Kasper DEN SOUDAL QUICK-STEP 01:12
8 WRIGHT Fred GBR BAHRAIN VICTORIOUS 01:12
9 JORGENSON Matteo USA MOVISTAR TEAM 01:19
10 TRENTIN Matteo ITA UAE TEAM EMIRATES 02:49
11 VAN HOOYDONCK Nathan BEL JUMBO-VISMA 03:12
12 VERMEERSCH Florian BEL LOTTO DSTNY 03:31
13 BENOOT Tiesj BEL JUMBO-VISMA 05:12
14 LAPORTE Christophe FRA JUMBO-VISMA 05:16
15 BJERG Mikkel DEN UAE TEAM EMIRATES 05:16
16 COSNEFROY Benoit FRA AG2R CITROEN TEAM 05:16
17 TURGIS Anthony FRA TOTALENERGIES 06:04
18 KRISTOFF Alexander NOR UNO-X PRO CYCLING TEAM 06:09
19 DEGENKOLB John GER TEAM DSM 06:09
20 POLITT Nils GER BORA -HANSGROHE 06:09

21 GARCIA CORTINA Ivan ESP MOVISTAR TEAM 06:09

Sturzorgie bei Flandern-Rundfahrt: Nils Politt am Ende auf Rang 20

Eine denkwürdige Ausgabe der Flandernrundfahrt forderte heute mehrere Opfer. Zuerst dauerte es mehr als 100 km, bevor sich eine erste Spitzengruppe bilden konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte BORA – hansgrohe bereits Danny van Poppel in einem Massensturz verloren. Vor der ersten Passage zum Oude Kwaremont formierte sich der Rest des Teams an der Spitze des Feldes, allerdings löste ein Fahrer, der versuchte, neben der Straße Positionen gut zu machen, einen weiteren Massensturz aus, bei dem mehr als das halbe Fahrerfeld betroffen war. Mit Marco Haller und Shane Archbold mussten zwei weitere Fahrer das Rennen leider aufgeben. Etwa 100 km vor dem Ziel setzte sich dann eine 11-Mann-Gruppe am Molenberg ab und Nils Politt verpasste diese Attacke. Der Deutsche Meister machte sich danach zwar alleine auf die Verfolgung, konnte aber bei einer Konterattacke von Pogacar, Van der Poel und Van Aert nicht mitgehen. Am Ende wurde Politt nach einer langen Solofahrt hinter den ersten beiden Gruppen bei der dritten Passage am Kwaremont vom ersten Feld wieder gestellt und belegte heute Rang 20. Den Sieg holte sich ein entfesselter T. Pogacar.

Von der Ziellinie
“Leider haben wir Danny schon früh verloren. Danach haben wir eigentlich alles richtig gemacht und waren vorm Kwaremont ganz vorne. Da kam plötzlich von links jemand, der quasi unser ganzes Team und das halbe Feld abgeräumt hat. Marco war dann leider auch raus und ich ziemlich auf mich alleine gestellt. Jonas, Gampi und Jordi haben trotzdem einen super Job gemacht. Aber ich musste dann einfach pokern. Am Molenberg habe ich gerade so die Gruppe verpasst, da Jumbo schnell die Straße abgeriegelt hat. Es ist einfach etwas dumm gelaufen. Ich habe zwar dann noch alles versucht, aber mit Pogacar kann ich einfach nicht mithalten. Am Paterberg habe ich gerade so Pidcock und Laporte nicht halten können und bin dann ewig alleine rumgefahren. Da war dann nicht mehr als der 20. Rang möglich.” – Nils Politt

“Es war einfach ein schwerer Tag für uns. Ich will da gar nicht rumjammern, aber wenn man nach 150 km drei Mann im Krankenhaus hat, wird die Aufgabe nicht einfacher. Wir wollten offensiv fahren, aber da waren wir einfach schon vieler unserer Möglichkeiten beraubt. Schade war, dass Nils nicht bei der Attacke am Molenberg dabei war, das wäre unsere einzige realistische Chance gewesen. Aber da waren wir nirgendwo, weil wir uns nach dem Massensturz erst mal sortieren mussten. Und dann war das ja nicht Mal selbst verschuldet. Normal stürzt man, wenn man am falschen Ort ist, aber unsere Jungs waren ganz an der Spitze und was will man da noch machen. Nils hat dann noch alles versucht, da klar war, die ganzen Großen kommen am Ende sowieso noch mal. Man kann ihm da sicherlich keinen Vorwurf machen, aber da konnte er nicht dranbleiben und es hat halt nicht gereicht.” – Rolf Aldag, Sportlicher Leiter

Flandern-Rundfahrt

Elite 271km

1. Mathieu Van Der Poel (NED, Alpecin-Fenix) 6:18:30
2. Dylan Van Baarle (NED, INEOS Grenadiers) 0:00
3. Valentin Madouas (FRA, Groupama – FDJ) 0:00
4. Tadej Pogacar (SLO, UAE Team Emirates) 0:00
5. Stefan Küng (SUI, Groupama – FDJ) 0:02
6. Dylan Teuns (BEL, Bahrain – Victorious) 0:02
7. Fred Wright (GBR, Bahrain – Victorious) 0:11
8. Mads Pedersen (DEN, Trek – Segafredo) 0:48
9. Christophe Laporte (FRA, Jumbo-Visma) 0:48
10. Alexander Kristoff (NOR, Intermarché – Wanty – Gobert Matériaux) 0:48
11. Michael Matthews (AUS, Team BikeExchange – Jayco) 0:48
12. Jan Tratnik (SLO, Bahrain – Victorious) 0:48
13. Tiesj Benoot (BEL, Jumbo-Visma) 1:02
14. Thomas Pidcock (GBR, INEOS Grenadiers) 1:05
15. Greg Van Avermaet (BEL, AG2R Citroën Team) 1:07
16. Danny Van Poppel (NED, BORA – hansgrohe) 1:07
17. Matis Louvel (FRA, Team Arkéa Samsic) 1:07
18. John Degenkolb (GER, Team DSM) 1:07
19. Mike Teunissen (NED, Jumbo-Visma) 1:07
20. Alex Aranburu (ESP, Movistar Team) 1:07

BORA – hansgrohe präsentiert sich bei der Flandern-Rundfahrt verbessert und gestaltet das Rennen mit

Über 271 Kilometer quer durch Flandern mit 18 Hellingen und 7 Kopfsteinpflasterabschnitten verlangte die Flandern-Rundfahrt den Fahrern heute alles ab. Obwohl einige Teams sich zu Beginn neutralisierten, setzte sich dennoch eine 9-köpfige Spitzengruppe früh im Rennen ab. Der Abstand wurde konstant bei etwa vier Minuten gehalten, bevor Jonas Koch rund 100 km vor dem Ziel eine Attacke setzte. Wenig später schloss eine Gruppe um Marco Haller zu Koch auf, wodurch sich eine 13-Mann-Verfolgergruppe mit den beiden BORA – hansgrohe Fahrern bildete, die nun zwei Minuten hinter der Spitze und 30 Sekunden vor dem Feld lag. Auch Nils Politt versuchte noch zur zweiten Gruppe aufzuschließen, wurde aber vom Feld wieder gestellt. Der Vorsprung zwischen Spitze und Verfolger verringerte sich nun kontinuierlich, doch als am Fuße des Oude Kwaremont die Gruppen zusammenliefen, attackierte T. Pogacar aus dem Feld und das Rennen explodierte förmlich. Nach einigen Attacken setzten sich letztlich fünf Fahrer entscheidend ab, bevor am Ende nur noch Pogacar und Van der Poel um den Sieg kämpften, während dahinter leider zuerst Koch und etwas später auch Haller aus der Verfolgergruppe zurückfielen, der in einer der letzten Abfahrten auch noch zu Sturz kam. Pogacar und Van der Poel pokerten am Ende so lange, bis eine erste Verfolgergruppe an der 200-Meter-Marke noch aufschließen konnte. Dennoch holte M. Van der Poel letztlich den Sieg. Dahinter konnte Danny van Poppel auf den letzten Kilometern noch mehrere Positionen gutmachen und sprintete mit dem zweiten Platz aus dem ersten Feld am Ende noch auf Rang 16.

Von der Ziellinie
„Zu Beginn hatte ich heute wirklich keine guten Beine, aber ich kenne dieses Rennen, man muss einfach immer dran bleiben. Als Jonas und Marco in der Gruppe waren, hat es für uns schon recht gut ausgesehen, aber die Attacke von Pogacar hat dann alles völlig umgedreht. Ich war zu diesem Zeitpunkt relativ weit zurück, aber bin einfach mein Rennen gefahren, habe mich nie aus der Ruhe bringen lassen. Auf den letzten 10 Kilometern haben wir dann ein paar Gruppen aufgesammelt und ich konnte am Ende noch um Rang 15 sprinten. Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Am Ende hatte ich noch bessere Beine als gedacht. Mehr war einfach nicht drin.“ – Danny van Poppel

„Wir können uns heute nichts vorwerfen. Die Jungs haben Moral gezeigt, gekämpft und haben das Rennen animiert. Alle unsere Vorgaben wurden sehr gut umgesetzt und wir können heute stolz sein, wie wir uns präsentiert haben. Die Attacken von Jonas und Marco kamen zum richtigen Zeitpunkt und mit ein wenig Glück fährt die Gruppe vielleicht ein oder zwei Minuten weg, dann sieht das am Ende auch anders aus. Der Aufwärtstrend, der zuletzt zu erkennen war, setzt sich eindeutig fort. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo wir uns selbst vor der Saison gesehen hatten, aber durch Krankheiten und Stürze lässt sich auch erklären, warum das so ist. Wir wussten, dass wir heute etwas Glück brauchen, um in die Top-Ten zu kommen, von da her ist der 16. Rang völlig in Ordnung. Bis Roubaix sind nun zwei Wochen Zeit und wir werden hart dafür arbeiten, dort wieder ein Stück weit besser zu sein.“ – Torsten Schmidt, sportlicher Leiter

Frauen 160km:

1 Lotte Kopecky (Bel) SD Worx 4:11:21
2 Annemiek van Vleuten (Ned) Movistar Team Women
3 Chantal van den Broek-Blaak (Ned) SD Worx 0:00:02
4 Arlenis Sierra Canadilla (Cub) Movistar Team Women 0:00:40
5 Marlen Reusser (Swi) SD Worx
6 Cecilie Uttrup Ludwig (Den) FDJ Nouvelle-Aquitaine Futuroscope
7 Grace Brown (Aus) FDJ Nouvelle-Aquitaine Futuroscope
8 Katarzyna Niewiadoma (Pol) Canyon-Sram Racing
9 Brodie Chapman (Aus) FDJ Nouvelle-Aquitaine Futuroscope 0:00:42
10 Marta Bastianelli (Ita) UAE Team ADQ 0:01:10

Voigt zur Flandern-Rundfahrt: „Mit Nils Politt ist definitiv zu rechnen“ | Eurosport-Interview

Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel und Wout van Aert gelten bei der Flandern-Rundfahrt (Sonntag, 3. April, ab 10:30 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1) gemeinhin als Topfavoriten. Eine Sichtweise, die Jens Voigt allerdings nicht ganz teilt. Der 50-Jährige, der während seiner Karriere unter anderem Etappen bei der Tour de France und beim Giro d’Italia gewann, bringt im Interview mit Eurosport.de einen weiteren Kandidaten ins Spiel: Matej Mohoric. Voigt räumt auch dem Deutschen Nils Politt Chancen auf eine vordere Platzierung ein, rechnet aber nicht mit einem Podiumsplatz.

Eurosport-Experte Jens Voigt über…
…die Topfavoriten für die Flandern-Rundfahrt: „Ich sehe Matej Mohoric ganz vorne. Einfach aus dem Grund, weil das Rennen sehr schwer ist. Der Slowene, der schon Mailand – Sanremo gewonnen hat, ist aus meiner Sicht zusammen mit Mathieu van der Poel der heißeste Sieganwärter. Erst dahinter kommt für mich Wout van Aert. Ich glaube, Wout hat es jetzt alles ausgereizt. Er ist im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen gefahren, hat die Cross-Saison absolviert und die Klassiker. Ich zweifle daran, dass er noch die nötige Power hat und rechne damit, dass der Akku langsam leer ist und er eine Ruhepause braucht.“
…die Chancen von Tadej Pogacar: „Tadej ist schwer einzuschätzen. Wenn er irgendwo antritt, dann will er gewinnen – und tut es meist auch. Aber: Die Flandern-Rundfahrt ist nicht Lüttich – Bastogne – Lüttich. Das Profil der Strecke bei der Flandern-Rundfahrt ist nicht so sehr auf einen leichtgewichtigen Fahrer wie Pogacar zugeschnitten.“
…die deutschen Starter um Bora-Profi Nils Politt: „Mit Nils ist definitiv zu rechnen. Er war auch schon bei Paris – Roubaix sehr weit vorne mit dabei. Dieses Rennen steht ja bereits vor der Tür und wenn du da gut abschneiden willst, musst du bei der Flandern-Rundfahrt eine Top-Ten-Platzierung holen. Ich fürchte, für ein Podium wird es nicht ganz reichen. Aber: Er sollte schon ein Ergebnis zwischen Platz sechs und acht anvisieren, und das hat er auch drauf.“

Sendehinweis: Eurosport überträgt die Flandern-Rundfahrt der Männer am Sonntag, 3. April, von 10:30 bis 16:45 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1, im kostenlosen Livestream bei Eurosport mit Joyn sowie in voller Länge ohne Werbeunterbrechung bei Eurosport mit JoynPLUS+. Karsten Migels und Bernhard Eisel kommentieren das Rennen. Das Rennen der Frauen ist von 16:45 Uhr bis 18:00 Uhr ebenfalls live bei Eurosport 1 sowie bei Eurosport mit Joyn zu sehen. Marc Rohde und Christian Lichtenberg begleiten das Peloton am Mikrofon.
@Eurosport

RONDE VAN VLAANDEREN 2020

Frauen:
Oudenaarde – Oudenaarde (135 km)
1 VAN DEN BROEK-BLAAK Chantal (NED) BOELS DOLMANS CYCLINGTEAM 3:29:57
2 PIETERS Amy (NED) BOELS DOLMANS CYCLINGTEAM 0:01:01
3 KOPECKY Lotte (BEL) LOTTO SOUDAL LADIES 0:01:01
4 BRENNAUER Lisa (GER) CERATIZIT – WNT PRO CYCLING TEAM 0:01:01
5 ROY Sarah (AUS) MITCHELTON – SCOTT 0:01:01
6 AMIALIUSIK Alena (BLR) CANYON / /SRAM RACING 0:01:01
7 VOLLERING Demi (NED) PARKHOTEL VALKENBURG 0:01:01
8 LONGO BORGHINI Elisa (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:01:01
9 STEPHENS Lauren (USA) TEAM TIBCO – SILICON VALLEY BANK 0:01:01
10 CAVALLI Marta (ITA) VALCAR – TRAVEL & SERVICE 0:01:01

Männer Elite:
Antwerpen – Oudenaarde (243 km)
1 VAN DER POEL Mathieu (NED) ALPECIN – FENIX 5:43:17
2 VAN AERT Wout (BEL) JUMBO – VISMA 0:00:00
3 KRISTOFF Alexander (NOR) UAE TEAM EMIRATES 0:00:08
4 TURGIS Anthony (FRA) TOTAL DIRECT ENERGIE 0:00:08
5 LAMPAERT Yves (BEL) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:08
6 CLAEYS Dimitri (BEL) COFIDIS 0:00:08
7 NAESEN Oliver (BEL) AG2R LA MONDIALE 0:00:08
8 VAN BAARLE Dylan (NED) INEOS GRENADIERS 0:00:08
9 DEGENKOLB John (GER) LOTTO SOUDAL 0:00:08
10 BENOOT Tiesj (BEL) TEAM SUNWEB 0:00:08
11 TEUNS Dylan (BEL) BAHRAIN – MCLAREN 0:00:08
12 SENECHAL Florian (FRA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:08
13 ASGREEN Kasper (DEN) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:08
14 MADOUAS Valentin (FRA) GROUPAMA – FDJ 0:00:08
15 MEURISSE Xandro (BEL) CIRCUS – WANTY GOBERT 0:00:08
16 BETTIOL Alberto (ITA) EF PRO CYCLING 0:00:08
17 VANMARCKE Sep (BEL) EF PRO CYCLING 0:00:16
18 DE BUYST Jasper (BEL) LOTTO SOUDAL 0:02:41
19 POLITT Nils (GER) ISRAEL START – UP NATION 0:02:41
20 BYSTRØM Sven Erik (NOR) UAE TEAM EMIRATES 0:02:41

Reifenschaden bremst Jempy Drucker bei der Flandernrundfahrt

Auf einer leicht veränderten, 244 Kilometer langen Strecke wurde heute die Flandernrundfahrt ausgetragen. Dennoch warteten nicht weniger als 17 Anstiege – die berühmten Hellingen – auf dem Weg von Antwerpen nach Oudenaarde auf das Fahrerfeld. Gregor Mühlberger war heute zu Beginn des Rennens sehr aktiv und Teil so gut wie jeder Gruppe. Als Folge war er nach 30 km auch in der 6-Mann Spitzengruppe des Tages, die 200 km vor dem Ziel bereits mehr als fünf Minuten Vorsprung herausgefahren hatte. Bis zu acht Minuten entwickelte sich der Abstand zwischen Spitze und Feld, bevor Trek-Segafredo und Jumbo-Visma zu arbeiten begannen. Auf den letzten 100 km wurde das Rennen nervös. Zuerst musste das Feld kurz bei einem Bahnübergang stoppen, wenig später folgten die ersten Attacken am Eikenberg. Doch auch nach der zweiten Passage des Kwaremont was das Feld noch groß, wobei Burghardt, Pöstlberger, Oss und Drucker für BORA – hansgrohe dabei waren. An der Spitze hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch vier Fahrer mit Gregor Mühlberger und einem Vorsprung von Rund 30 Sekunden, doch 50 km vor dem Ende war die Flucht beendet und das Rennen begann von Neuem. Wenig später setzten Alaphilippe, Van Aert und Van der Poel die entscheidende Attacke. Leider hatte, nachdem Jempy Drucker auch noch einen Reifenschaden hatte, niemand von BORA – hansgrohe mehr die Möglichkeit, in die Entscheidung einzugreifen. Alaphilippe kam in der Spitze zu Sturz und am Ende holte M. van der Poel den Sieg. Bestplatzierte BORA – hansgrohe Fahrer war Jempy Drucker auf Rang 37.

Reaktionen im Ziel
„Es ist wirklich frustrierend. Ich hatte heute gute Beine und war nach dem Steenbeekdries in der ersten Gruppe. Am Taienberg hatte ich dann einen Reifenschaden und fiel zurück. Unser Teamfahrzeug war hinter der dritten Gruppe und ich habe einfach zu viel Zeit verloren. Das war wirklich der absolut falsche Moment für einen Schaden und damit habe ich alle Chancen verloren. Ich weiß nicht, was am Ende möglich gewesen wäre, aber die Top Ten waren in jedem Fall drin.“ – Jempy Drucker

„Unser Plan war relativ früh in die Offensive zu gehen. Wir hatten Gregor in der Gruppe und wollte ca. 80 km vor dem Ziel versuchen, in eine Verfolgergruppe zu kommen. Den gleichen Gedanken hatten heute aber viele Teams, daher war das Rennen extrem schnell und die Attacken haben sich neutralisiert. In der entscheidenden Phase war Jempy dann an der Spitze, hatte aber einen Reifenschaden und ist darum aus der Spitze zurückgefallen. Das war einfach Pech. Leider verfolgt uns das jetzt schon einige Wochen.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

Flandern-Rundfahrt – Die ‚Ronde‘

1 Alberto Bettiol (Ita) EF Education First 6:18:49
2 Kasper Asgreen (Den) Deceuninck-QuickStep 0:00:14
3 Alexander Kristoff (Nor) UAE Team Emirates 0:00:17
4 Mathieu van der Poel (Ned) Corendon-Circus
5 Nils Politt (Ger) Katusha-Alpecin
6 Michael Matthews (Aus) Team Sunweb
7 Oliver Naesen (Bel) AG2R La Mondiale
8 Alejandro Valverde (Spa) Movistar Team
9 Tiesj Benoot (Bel) Lotto Soudal
10 Greg Van Avermaet (Bel) CCC Team
11 Peter Sagan (Svk) Bora-Hansgrohe
12 Jens Keukeleire (Bel) Lotto Soudal
13 Dries Van Gestel (Bel) Sport Vlaanderen-Baloise
14 Wout Van Aert (Bel) Team Jumbo-Visma
15 Sebastian Langeveld (Ned) EF Education First
16 Bob Jungels (Lux) Deceuninck-QuickStep
17 Yves Lampaert (Bel) Deceuninck-QuickStep
18 Dylan van Baarle (Ned) Team Sky 0:00:24
19 Jasper Stuyven (Bel) Trek-Segafredo 0:01:19
20 Stijn Vandenbergh (Bel) AG2R La Mondiale 0:01:58
Mit 270,1 Kilometern präsentierte sich die Ronde heute um rund 20 km länger als in den letzten Jahren. Durch insgesamt 17 Hellingen und 13 Kopfsteinpflasterpassagen war die Strecke gewohnt anspruchsvoll, wobei zu erwarten war, dass die Entscheidung beim dritten Anstieg zum Oude Kwaremont (2,2 km, max. 11,6 %), bzw. dem darauffolgenden Paterberg (360 m, max. 20,3 %) fallen würde. Beim Start in Antwerpen zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, 15 Grad und Sonnenschein begleitete das Fahrerfeld auf den ersten Kilometern in Richtung Südosten, wobei heute von Beginn an Attacke auf Attacke folgte. Nach rund 20 km konnten sich dann vier Fahrer vom Feld absetzen, dort hielten aber vor allem die kleineren Teams, die die Gruppe verpasst hatten, das Tempo zuerst weiter hoch. Erst weitere 20 Kilometer später ließ das Feld die Gruppe endgültig ziehen und der Vorsprung entwickelte sich nun rasch in Richtung neun Minuten. Mit Jumbo-Visma und Deceuninck – Quick Step übernahmen zwei Teams im Feld noch vor der Zieldurchfahrt in Oudenaarde Verantwortung, und zogen das Tempo an. Vor dem ersten Anstieg des Tages waren noch 150 km zurückzulegen und der Abstand zwischen Spitze und Feld war auf unter fünf Minuten gesunken. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich auch BORA – hansgrohe immer wieder vorne im Peloton, denn von nun an war es wichtig, eine gute Position zu verteidigen. An der Kapelmuur machte man im Feld zum ersten Mal ernst und die Hauptgruppe teilte sich. Mit Peter Sagan, Daniel Oss und Lukas Pöstlberger hatte BORA – hansgrohe drei Fahrer vorne, die wenig später die frühe Spitzengruppe eingeholt hatten. Einige der Mitfavoriten verpassten diese Vorentscheidung, und an der Spitze entbrannte nun ein harter Schlagabtausch. Zuerst setzten sich vier Mann, darunter Lukas Pöstlberger, ab, doch als die Gruppe wieder gestellt wurde, zögerte man vorne, und das bereits abgeschlagene Feld konnte ebenfalls aufschließen. Am zweiten Anstieg zum Oude Kwaremont setzten sich zwei Fahrer ab, während dahinter das Feld nun merklich kleiner wurde, und am Paterberg zuerst K. Asgreen bzw. wenig später D. van Barle zum Spitzenduo aufschließen konnten. Ein Fahrer fiel zurück und S. Vanmarcke konnte mit Asgreen und van Baarle etwa 30 Sekunden Vorsprung herausfahren. Dahinter hatte Peter Sagan nur noch Daniel Oss an seiner Seite. Wie erwartet kam es zum Showdown in der letzten Auffahrt zum Kwaremont. Die Favoriten machten nun ernst und A. Bettiol setzte die entscheidende Attacke. Dahinter folgte eine 15-Mann-Verfolgergruppe in der auch Sagan vertreten war. Einige Male versuchte Peter sich noch abzusetzen, doch alle Versuche wurden neutralisiert. Bettiol verteidigte seinen Vorsprung bis zum Ende und holte einen beeindruckenden Solosieg. Im Sprint um die Plätze musste sich Sagan heute ebenfalls geschlagen geben und erreichte letztlich als 11. das Ziel in Oudenaarde.
Reaktionen im Ziel
„Das war heute ein hartes und spannendes Rennen. Trotz der Anstrengung macht es Spaß hier zu fahren, weil die Atmosphäre einfach unglaublich ist. Ich muss mich bei meinen Teamkollegen bedanken, denn sie haben 100 % gegeben, um mich zu unterstützen. Ich konnte viel Kraft sparen, am Ende war ich vorne, konnte aber die Attacke von Bettiol nicht mitgehen. Auch im Sprint hat mir der letzte Punch heute gefehlt.“ – Peter Sagan

„Das Team hat bis zur zweiten Passage des Kwaremont einen sehr guten Job gemacht. Peter konnte wichtige Energie sparen, da er perfekt flankiert war. Er selbst ist aber auch ein schlaues Rennen gefahren, hat nie ein Korn verschwendet. Als am Ende die Entscheidung fiel, war er aber nicht perfekt platziert und man konnte schon sehen, dass er nicht den besten Tag hatte. Er war dann dennoch in der Verfolgergruppe und hatte damit immer noch alle Chancen. Bettiol war aber auf den letzten Kilometern sehr stark, und Peter im Sprint letztlich noch eingebaut. Da war heute nicht mehr drin.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter
@BORA

Sagan: Einmal nicht der Topfavorit zu sein hat auch Vorteile

Bei der heutigen BORA – hansgrohe Pressekonferenz gab sich Peter Sagan zuversichtlich. Mit Blick auf die Rondeschmerzen die Ausfälle von Jempy Drucker und Oscar Gatto zwar, dennoch hat Sagan eine starke Mannschaft zur Verfügung.

„Ich habe mich in der letzten Woche gut erholen können und habe gut trainiert. Ich habe getan, was nötig ist. Jetzt werden wir sehen, wie es läuft. Es ist natürlich sehr schade, dass Oscar und Jempy nicht dabei sind, sie haben hart gearbeitet und hätten es verdient, aber wir haben dennoch eine gute Mannschaft. Es gibt in diesem Jahr viele Favoriten, vielleicht achten diesmal nicht alle nur auf mich, das kann ein Vorteil sein. Wir müssen uns in jedem Fall auf uns konzentrieren, müssen unser Rennen fahren.“ – Peter Sagan
World Champion Peter Sagan - BORA hansgrohe
Foto: Gerhard Plomitzer
„Mit 11 Siegen können wir mit der Saison bisher sehr zufrieden sein. Jetzt fehlt noch ein Monument, aber es gibt die nächsten Wochen einige Möglichkeiten. Die Stürze und Verletzungen der letzten Wochen haben schon wehgetan, keine Frage. Die Krankheit von Peter war auch alles andere als optimal, aber was will man machen. Bei uns arbeiten alle sehr hart daran, dass jeder möglichst schnell wieder fit wird. Wenn ich mir die letzten Ergebnisse ansehe, dann denke ich, dass wir für Flandern und Roubaix dennoch eine gute Mannschaft haben, für die Ardennen in diesem Jahr aber auch eine sehr starke. Man wird in den nächsten Wochen mit uns rechnen müssen, und wenn wir ein Ding abschießen, dann bin ich in jedem Fall sehr zufrieden.“ – Ralph Denk, Team Manager
@BORA