Schlagwort-Archiv: Florian Lipowitz

113. Tour de France – 16. Etappe: Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains – ITT – 26 Km

Nächster Evenepoel-Sieg, Lipowitz stürzt raus

Remco Evenepoel (Red Bull) wurde seiner Favoritenstellung bei 26,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren auf der 16. Etappe der Tour 2026 gerecht. Der 26-jährige Belgier verwies wie schon vor dem Ruhetag Tadej Pogacar (UAE) auf den 2. Platz. Zwischen Evian und Thonon am Genfer See war Evenepoel 28 Sekunden schneller als der Mann im Gelben Trikot. Der Vorjahrdritte und aktuelle Fünfte Florian Lipowitz (Red Bull) stürzte 6,5 Kilometer vorm Ziel in einer Rechtskurve und konnte nicht weiterfahren.

Die Top-5 der Tageswertung indes rundeten mit Skjelmose (Lidl), Seixas (Decathlon) und del Toro (UAE) weitere Klassementfahrer ab, jeweils etwas mehr als eine Minute hinter Evenepoel. Erst auf den Plätzen 6 bis 11 tauchten starke Zeitfahrer ohne Ambitionen in der Gesamtwertung auf. Von den Konkurrenten um den Podestplatz hinter Pogacar und Evenepoel verlor Ayuso (Lidl) die meiste Zeit, 2:22 hinter de Tagessieger.

Ergebnis
1. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 32:19

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +0:28
3. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:04
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:16
5. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +1:21
6. Mattia Cattaneo (ITA) – Red Bull-Bora +1:42
7. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +1:47
8. Bruno Armirail (FRA) – Visma-Lease a Bike +1:55
9. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:00
10. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +2:02
11. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +2:06

12. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +2:07
13. Felix Großschartner (AUT) – UAE-XRG +2:07
14. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +2:17
15. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +2:22
…
20. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +2:50
22. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +3:01
23. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:02
25. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +3:14
26. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +3:21
36. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +3:52
41. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:05
50. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +4:30
85. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +5:30
– 164 Fahrer klassiert.
DNF Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora
DNS Lars Craps (BEL) – Lotto-Intermarché

Der immer noch komfortable Vorsprung von Pogacar vor Evenepoel schrumpfte auf 4:32 Minuten. Isaac del Toro behauptete den 3. Platz gegen Paul Seixas, der sich um 5 Sekunden dem Podest annäherte. Andererseits ging die Lücke zwischen Evenepoel und del Toro auf über 2 Minuten auf.
Nach Vingegaard eine Etappe zuvor schied mit Lipowitz der nächste Podestfahrer des Vorjahres nach Sturz in einer Rechtskurve mit einer Schulterverletzung aus. Außer Lipowitz verabschiedete sich wahrscheinlich auch Ayuso aus dem Kampf ums Podest, wenn auch aus anderem Grund. Sein Rückstand auf del Toro vergrößerte sich auf zweieinhalb Minuten. Dafür schrumpfte der Vorsprung auf den Teamkollegen Skjelmose auf unter eine Minuten. Durch das Lipowitz-Aus stieg mit Voisard (Tudor) ein Schweizer in die Top-Ten der Gesamtwertung auf.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 56:14:18
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:32

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +6:51
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +7:11
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +9:22
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +10:14
7. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +12:50
8. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +12:58
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +22:50
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +24:18
11. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +25:02
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +25:45
13. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +27:28
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +29:14
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +45:03
16. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +51:19
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +51:29
18. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +53:04
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:06:47
20. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:07:39
21. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:15:32

Evenepoel hatte auch bis zu allen 3 Zwischenzeit-Messpunkten die schnellste Zeit hingelegt. Auf den steigenden ersten knapp 10 Kilometern hatte der Zeitfahr-Weltmeister zur Hälfte 9 und 14 Sekunden Vorsprung vor Pogacar. Nach der Abfahrt waren es 16, auf der Fläche bis ins Ziel dann 28. Pogacar wackelte auch in der Lipowitz-Kurve, blieb aber auf dem Rad.

Del Toro ging genauso schnell an wie Skjelmose, hatte aber an der 2. Zwischenzeit 1:06 Minuten Rückstand auf Evenepoel, Skjelmose hingegen 55. Lipowitz und Seixas lagen hier zwischen den beiden.
In der Abfahrt taten sich alle nicht viel. Am letzten Messpunkt, an dem eine Zeit für Lipowitz vorlag, konnte dieser sogar den Rückstand zu seinem Teamkollegen Evenepoel auf unter eine Minute drücken. Von dort ins Ziel verloren Pogacar, Skjelmise, Seixas und del Toro noch einmal fast durch die Bank je ungefähr 10 Sekunden auf Evenepoel.

Remco Evenepoel gewinnt auch das Einzelzeitfahren der Tour de France

Remco Evenepoel hat Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg bei dieser Tour de France beschert. Zum Auftakt in die dritte Woche der Rundfahrt sicherte sich der Belgier den Erfolg auf der 16. Etappe im Einzelzeitfahren von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am französischen Ufer des Genfersees. Übermäßige Jubelstimmung wollte dennoch nicht aufkommen: Florian Lipowitz musste die Tour mit einem Schlüsselbein Bruch aufgeben.

Remcos Wingman stürzte in einer Kurve gut sechs Kilometer vor dem Ziel und konnte das Rennen nicht fortsetzen. An der letzten Zwischenzeit hatte er noch auf Podiumskurs gelegen.
Remco benötigte derweil für den 26,1 Kilometer langen Kurs mit 500 Höhenmetern 32:19 Minuten und fuhr damit einen Schnitt von 48,45 km/h. Kein anderer Profi knackte die 48er Marke. Tadej Pogacar als Zweiter war fast 30 Sekunden langsamer, Mattias Skjelmose als Dritter mehr als eine Minute.

Die Weichen für seinen 76. Profisieg und den 26. in einem Einzelzeitfahren stellte Remco am belgischen Nationalfeiertag dabei im ersten und entscheidenden Drittel des Tages, das unmittelbar von der Startrampe weg bergauf führte. Bis zum höchsten Punkt hatte er sich bereits 14 Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger herausgefahren.

In Mattia Cattaneo lieferte ein weiterer Profi von Red Bull – BORA – hansgrohe eine starke Vorstellung ab. Der Italiener wurde Tagessechster. Remco festigte derweil Rang zwei in der Gesamtwertung, den er bereits mit seinem Sieg vor dem Ruhetag bei der Bergankunft am Plateau de Solaison untermauerte.
„Es war ein wirklich tolles Zeitfahren mit vielen Fans an der Strecke, Meine gesamte Familie ist hier, meine Eltern sind nur für heute angereist. Dazu ist belgischer Nationalfeiertag, das macht es noch besser. Dennoch ist das alles irgendwie bittersüß durch den Sturz von Lipo. Das müssen wir trotz des Sieges erstmal verdauen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nicht so schlimm ist.“
— Remco Evenepoel

„Wir sind glücklich über den Sieg von Remco, aber der Verlust von Lipo war natürlich ein Riesendämpfer für das ganze Team. Wir hoffen, dass es bei ihm nicht so schlimm ist. Mit Remco konnten wir vom Start bis ins Ziel alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, hatten über alle Zwischenzeiten hinweg das Rennen unter Kontrolle. Vor allem im Anstieg. Danach ging es darum, eine gute Abfahrt hinzulegen und den Vorsprung sicher nach Hause zu bringen.“
— Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter

Sondertrikot zum Ruhetag: Red Bull – BORA – hansgrohe dreht die Lucky 13 weiter

Mit einem einzigartigen „Rest Day Kit“ feiert Red Bull – BORA – hansgrohe seine 13. Tour-de-France-Teilnahme – und hebt den Mythos der Glückszahl auf ein neues Level.

Maxim Van Gils

Es passt fast zu gut, um Zufall zu sein: Der Ruhetag der Tour de France fällt in diesem Jahr auf den 13. Juli. Für Red Bull – BORA – hansgrohe der perfekte Moment, die Geschichte der „Lucky 13“ konsequent weiterzuerzählen.

Im Radsport wird die Nummer 13 traditionell verkehrt herum getragen – ein Ritual, das seit Generationen Glück bringen soll. Nach dem Tour-de-France-Jersey mit der ikonischen, auf den Kopf gedrehten 13 geht das Team nun einen Schritt weiter: Beim Rest Day Kit wird das komplette Design des aktuellen Tour-Jerseys umgedreht. Die ultimative Hommage an die 13. Tour-de-France-Teilnahme von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Das Weiß, das bisher die Schultern ziert, findet sich nun an den Bib Shorts wieder. Sponsorenlogos stehen Kopf. So entsteht ein Look, den es im Profiradsport bislang nicht gegeben hat – und der aus einem alten Brauch ein mutiges Statement macht.

„Mit der 13 habe ich meinen ersten Profisieg gefeiert. Als Junior wurde ich mit dieser Nummer Weltmeister – und als ich bei den Profis Weltmeister wurde, trug sie einer meiner Teamkollegen. Für mich hat die 13 definitiv etwas Besonderes.“
— Remco Evenepoel

Remco Evenepoel and Florian Lipowitz

„Meine erste Rundfahrt habe ich mit der Startnummer 13 gewonnen. Deshalb habe ich zu dieser besonderen Zahl ein sehr gutes Verhältnis. Für mich bringt sie auf jeden Fall Glück“
— Florian Lipowitz

Tour of Slovenia 2026

1. Etappe: Velenje – Rogaška Slatina – 141 Km

1 PITHIE Laurence NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 03:14:10
2 MARIT Arne BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00

3 ZAMBANINI Edoardo ITA Bahrain Victorious 00:00
4 OLDANI Stefano ITA Caja Rural-Seguros RGA 00:00
5 COBO Ivan ESP Equipo Kern Pharma 00:00
6 NICOLAU Joel ESP Caja Rural-Seguros RGA 00:00
7 MASCIARELLI Lorenzo ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:00
8 FINKST Tilen SLO Solution Tech-NIPPO-Rali 00:00
9 BERASATEGI Xabier ESP Euskaltel-Euskadi 00:00
10 WENZEL Mats LUX Equipo Kern Pharma 00:00

Laurence Pithie vollendet perfektes Teamwork beim Slowenien-Auftakt
Für Red Bull – BORA – hansgrohe hätte die Tour of Slovenia kaum besser beginnen können: Laurence Pithie gewann die Auftaktetappe in Rogaška Slatina und setzte seine Siegesserie fort.
Vor genau einem Monat, am 17. Mai, platzte bei dem jungen Neuseeländer der Knoten. Mit seinem Triumph beim Radklassiker in Köln startete Pithie einen bemerkenswerten Lauf. Seitdem stand er jede Woche mindestens einmal ganz oben auf dem Podium – in Slowenien fügte er seiner Erfolgsbilanz nun den fünften Sieg hinzu.

Red Bull – BORA – hansgrohe kontrollierte das Rennen von Beginn an und hielt eine frühe Ausreißergruppe in Reichweite. An einer der Steigungen vor der Schlussrunde erhöhte das Team das Tempo und sorgte dafür, dass sich das Feld verkleinerte. Eine neue Gruppe mit rund 35 Fahrern setzte sich ab – darunter gleich sechs Profis von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Im Finale zeigte die Mannschaft dann perfekte Teamarbeit. Nach starker Vorarbeit seiner Teamkollegen eröffnete Arne Marit den Sprint frühzeitig, mit Laurence Pithie direkt an seinem Hinterrad. Pithie zog auf den letzten Metern vorbei und sicherte sich souverän den Etappensieg, während Marit als Zweiter den Doppelerfolg für das Team perfekt machte.

„Das Team war heute unglaublich. Die Jungs haben alles perfekt für mich vorbereitet. Ben hat schon vom Start weg viel Arbeit übernommen, und dann hat Jan 30 Kilometer vor dem Ziel an der Steigung ein extrem hohes Tempo angeschlagen. Dadurch konnten wir viele der reinen Sprinter abhängen. Im Finale haben Cata, Giulio und Lipo das Tempo hochgehalten, und Arne hat den Sprint mit einem starken Antritt perfekt vorbereitet. Das war heute ein echter Teamsieg“
— Laurence Pithie

2. Etappe: Radlje ob Dravi – Ormož – 182 Km

1 RAJOVIC Dusan SRB Solution Tech-NIPPO-Rali 04:20:49
2 PITHIE Laurence NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00
3 ARVANITOU Nikiforos GRE Team United Shipping 00:00
4 ZANONCELLO Enrico ITA Bardiani-CSF 7 Saber 00:00
5 BERASATEGI Xabier ESP Euskaltel-Euskadi 00:00
6 ZAMBANINI Edoardo ITA Bahrain Victorious 00:00
7 OLIVER Ben NZL Modern Adventure Pro Cycling 00:00
8 COBO Ivan ESP Equipo Kern Pharma 00:00
9 BUDZINSKI Marcin POL MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:00
10 OLDANI Stefano ITA Caja Rural-Seguros RGA 00:00

3. Etappe: Maribor – Celje – 134 Km

1 PITHIE Laurence NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 03:27:20
2 COBO Ivan ESP Equipo Kern Pharma 00:00
3 OLDANI Stefano ITA Caja Rural-Seguros RGA 00:00
4 ZAMBANINI Edoardo ITA Bahrain Victorious 00:00
5 BERASATEGI Xabier ESP Euskaltel-Euskadi 00:00
6 OLIVER Ben NZL Modern Adventure Pro Cycling 00:00
7 DE LA CALLE Hugo ESP Burgos Burpellet BH 00:00
8 MASCIARELLI Lorenzo ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:00
9 WENZEL Mats LUX Equipo Kern Pharma 00:00
10 MARTINELLI Alessio ITA Bardiani-CSF 7 Saber 00:00

4. Etappe: Kranj – Kranjska Gora – 185 Km

1 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 04:40:29
2 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00

3 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:26
4 DE LA CALLE Hugo ESP Burgos Burpellet BH 01:58
5 FERNÁNDEZ GARCIA Samuel ESP Caja Rural-Seguros RGA 02:09
6 FANCELLU Alessandro ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 02:09
7 BERWICK Sebastian AUS Caja Rural-Seguros RGA 02:11
8 TOLIO Alex ITA Bardiani-CSF 7 Saber 02:40
9 NICOLAU Joel ESP Caja Rural-Seguros RGA 02:40
10 AGIRRE Jon ESP Euskaltel-Euskadi 02:43

Doppelerfolg für Red Bull – BORA – hansgrohe auf der Königsetappe
Florian Lipowitz feiert auf der Königsetappe der Slowenien-Rundfahrt seinen ersten Sieg seit zwei Jahren. Gemeinsam mit Giulio Pellizzari sorgte der Deutsche für einen Doppelerfolg von Red Bull – BORA – hansgrohe. Arm in Arm überquerten die beiden Teamkollegen die Ziellinie in Kranjska Gora.

Mit 184,7 Kilometern war die Etappe nicht nur die längste der Rundfahrt. Rund 3.500 Höhenmeter und Temperaturen von deutlich über 30 Grad machten den Tag zusätzlich zu einer großen Herausforderung. Red Bull – BORA – hansgrohe setzte dabei die erfolgreiche Taktik der vergangenen Tage fort: Das Team kontrollierte das Rennen von Beginn an und reduzierte mit hohem Tempo das Peloton Schritt für Schritt.

Die Vorentscheidung fiel am Vršič-Pass, der höchsten Passstraße Sloweniens. Über mehr als zwölf Kilometer führte der Anstieg bergauf. Florian Lipowitz und Giulio Pellizzari wurden von ihren Teamkollegen perfekt positioniert und erreichten die Passhöhe als Erste. Auf der technisch anspruchsvollen, von Kopfsteinpflaster-Passagen geprägten Abfahrt ins Ziel ging Lipowitz kein unnötiges Risiko ein. Nachdem Pellizzari wieder aufgeschlossen hatte, fuhr das Duo gemeinsam dem Tagessieg entgegen.

„Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Es hat jetzt zwei Jahre gedauert. Besonders stolz macht mich die Art und Weise, wie wir hier als Mannschaft auftreten.“
„Ein großes Kompliment an das Team – heute haben alle einen herausragenden Job gemacht. Damit hatte ich etwas Druck, aber am Ende fühlte ich mich richtig gut. Am Anstieg sind wir unser Tempo gefahren, und dass Giulio dort noch bei mir war, war beeindruckend.“
— Florian Lipowitz
Für Red Bull – BORA – hansgrohe ist der Erfolg von Florian Lipowitz bereits der 25. Saisonsieg. Damit hat das deutsche WorldTeam seine Sieg-Ausbeute der vergangenen drei Jahre bereits zur Jahresmitte übertroffen.

5. Etappe: Litija – Novo mesto – 169 Km

1 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 04:03:16
2 PITHIE Laurence NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:24
3 FANCELLU Alessandro ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 00:24
4 NICOLAU Joel ESP Caja Rural-Seguros RGA 00:24
5 COBO Ivan ESP Equipo Kern Pharma 00:24
6 DE LA CALLE Hugo ESP Burgos Burpellet BH 00:24
7 BERWICK Sebastian AUS Caja Rural-Seguros RGA 00:24
8 TOLIO Alex ITA Bardiani-CSF 7 Saber 00:24

9 COVILI Luca ITA Bardiani-CSF 7 Saber 00:24
10 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:24

Gesamtendwertung nach der 5. Etappe

1 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 19:45:44
2 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:42

3 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 02:06
4 FANCELLU Alessandro ITA MBH Bank Ballan Telecom Fort 02:49
5 BERWICK Sebastian AUS Caja Rural-Seguros RGA 02:55
6 NICOLAU Joel ESP Caja Rural-Seguros RGA 02:57
7 FERNÁNDEZ GARCIA Samuel ESP Caja Rural-Seguros RGA 03:21
8 TOLIO Alex ITA Bardiani-CSF 7 Saber 03:24
9 COVILI Luca ITA Bardiani-CSF 7 Saber 03:37
10 COBO Ivan ESP Equipo Kern Pharma 04:15

Florian Lipowitz gewinnt die Tour of Slovenia
Florian Lipowitz hat die Tour of Slovenia mit einem beeindruckenden Solosieg auf der Schlussetappe für sich entschieden.


Plomi Foto

Nach seinem Erfolg auf der Königsetappe gewann der 25-Jährige auch das Finale in Novo Mesto und sicherte Red Bull – BORA – hansgrohe damit den vierten Etappensieg bei der fünftägigen Rundfahrt.
Das war eine beeindruckende Woche für das gesamte Team.
Florian Lipowitz

Die Entscheidung um den Tages- und Gesamtsieg fiel auf den letzten zehn Kilometern. Am Schlussanstieg zur letzten Bergwertung des Tages setzte Lipowitz die entscheidende Attacke. Nachdem er die Bergwertung gewonnen hatte, nahm er allein Kurs auf das Ziel und baute seinen Vorsprung in einer kraftvollen Solofahrt kontinuierlich aus.

Dahinter kontrollierte zunächst Giulio Pellizzari die Verfolgergruppe und sicherte die Interessen von Red Bull – BORA – hansgrohe ab. In der Schlussphase schlossen auch Laurence Pithie und Mattia Cattaneo zur Gruppe auf.
Während Florian Lipowitz unter dem Jubel der slowenischen Fans seinem Gesamtsieg entgegenfuhr, gewann Laurence Pithie souverän den Sprint der Verfolger und komplettierte damit den starken Mannschaftsauftritt.
„Das war eine beeindruckende Woche für das gesamte Team. Einen weiteren Etappensieg zu holen und heute auch die Gesamtwertung zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes und zeigt, wie stark wir während der gesamten Rundfahrt aufgetreten sind. Ich freue mich sehr, die harte Arbeit des Teams in den vergangenen Tagen mit diesem Erfolg krönen zu können“, sagte Florian Lipowitz nach seinem Sieg.

Das ist eine wertvolle Vorbereitung auf die Herausforderungen, die uns im Juli erwarten.
Oli Cookson

Oli Cookson, Sportlicher Leiter von Red Bull – BORA – hansgrohe, ergänzte: „Die Tour of Slovenia war für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Tour de France. Von außen mag es vielleicht einfach ausgesehen haben, aber tatsächlich war es eine sehr anspruchsvolle Woche. Das gesamte Team hat starke Leistungen gezeigt und jeder Fahrer hat Tag für Tag seinen Beitrag geleistet. Zudem konnten wir unter heißen Bedingungen Rennen fahren – das ist eine wertvolle Vorbereitung auf die Herausforderungen, die uns im Juli erwarten.“

Red Bull – BORA – hansgrohe verlässt Slowenien mit einer beeindruckenden Bilanz: Florian Lipowitz und Giulio Pellizzari belegten die Plätze eins und zwei der Gesamtwertung, dazu kamen vier Etappensiege sowie Erfolge in drei Sonderwertungen. Laurence Pithie gewann die Punktewertung, Florian Lipowitz sicherte sich die Bergwertung und auch die Teamwertung ging an Red Bull – BORA – hansgrohe.

Road to Barcelona: Individuelle Vorbereitung für Remco Evenepoel und Florian Lipowitz

Zwei Monate vor dem Start der Tour de France in Barcelona gehen die Red Bull – BORA – hansgrohe Wingmen Remco Evenepoel und Florian Lipowitz mit individuellen Programmen in diese entscheidende Phase.

Remco Evenepoel wird die kommenden Wochen komplett rennfrei gestalten. Entgegen der ursprünglichen Planung verzichtet er auf die Tour Auvergne – Rhône-Alpes. Stattdessen liegt der Fokus im Juni auf einer ausgewogenen Mischung aus Regeneration, Streckenbesichtigungen und spezifischen Trainingseinheiten. Zuvor wird er im Mai ein Höhentrainingslager absolvieren.


Plomi Foto

„Gemeinsam mit Remco haben wir entschieden, nach dem intensiven Frühjahr eine Rennpause einzulegen. Er soll komplett frisch nach Barcelona reisen. Nach der Analyse seiner 25 Renntage sehen wir für ihn einen größeren Nutzen in einem ausgewogenen Alternativprogramm als in einer weiteren Rennbelastung.“
— Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe

Florian Lipowitz belegte bei der gestern zu Ende gegangenen Tour de Romandie den zweiten Gesamtrang.


Plomi Foto

Gegen Ende der Woche beginnt ein kurzer Erholungsblock mit klarem Fokus auf vollständige Regeneration nach sechs intensiven Rennwochen. Später im Mai beginnt Lipowitz dann sein Höhentrainingslager. Von dort aus geht es direkt zur Tour of Slovenia, die als letzter Formtest vor der Tour de France dient. In der darauffolgenden Woche ist ein kurzes Trainingslager geplant. Wie vorgesehen wird er nicht bei den nationalen Meisterschaften starten.

„Florian ist in den vergangenen drei Rundfahrten extrem konstant gefahren. Wir haben den erhofften Formreiz im Frühjahr gesetzt. Vor allem hat er daraus viel Selbstvertrauen für den gemeinsam geplanten Weg gezogen. Diesen gehen wir nun in den kommenden zwei Monaten konsequent und mit der nötigen Ruhe weiter.“
— Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe

Tour de Romandie 2026

Prolog: Villars-sur-Glâne – Villars-sur-Glâne – 3,2 Km

1 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 00:03:35
2 OLIVEIRA Ivo POR UAE Team Emirates-XRG 00:06
3 SÖDERQVIST Jakob SWE Lidl-Trek 00:06
4 SCHMID Mauro SUI Team Jayco-AlUla 00:07
5 POGACAR Tadej SLO UAE Team Emirates-XRG 00:07
6 ZINGLE Axel FRA Team Visma | Lease a Bike 00:07
7 WITHEN PHILIPSEN Albert DEN Lidl-Trek 00:08
8 ROGLIC Primoz SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 00:09
9 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:09
10 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 00:11

Den 3,2-Kilometer-Prolog entschied Dorian Godon (Ineos) für sich. Wie viele andere Klassement- und Tagesfavoriten war er früh gestartet wegen angekündigten Regens, der dann aber in dieser Form doch nicht kam. Godon verwies mit je 6 Sekunden Abstand Jakob Söderqvist (Lidl) und Ivo Oliveira (UAE) auf die Plätze 2 und 3. Der hingegen als letztes von der Rampe gegangene Tadej Pogacar (UAE) belegte den 6. Platz mit 7 Sekunden mehr als Godon. In der gleichen Sekunden wurden Mauro Schmid (Jayco), Axel Zingle (Ineos) und Albert Withen Philipsen (Lidl) gewertet. Eine Sekunde mehr verlor Primoz Roglic (Red Bull). Bei seinem Teamkollegen Lipowitz waren es insgesamt 10 Sekunden zu Godon. Bei Lenny Martinez (Bahrain) waren es einige Ränge dahinter schon 17 Sekunden.

Pogacar rückte dafür gleich mal auf der 1. Etappe en ligne die Kräfteverhältnisse zurecht. Er attackierte im letzten Anstieg, und nur Lenny Martinez und Lipowitz konnten bis zur Kuppe mithalten. Nach der Abfahrt schloss noch Jørgen Nordhagen (Visma), wohingegen Jefferson Cepeda (EF) als weiterer Solo-Verfolger allein im Wind von der Verfolgergruppe gestellt wurde. Lipowitz verweigerte jegliche Führungsarbeit. Martinez und Nordhagen taten es ihm auf den letzten 2 Kilometern gleich. Dennoch konnte Pogacar die Verfolgergruppe auf Abstand halten und den Sprint aus 4 megalocker und höchst überlegen gewinnen. Lipowitz sprintete vor Martinez auf den 2. Platz. Withen Philipsen führte die erste Verfolgergruppe 21 Sekunden dahinter über die Linie. Die Top-3 des Vortages hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.
@radsport-seite.de

1. Etappe: Martigny – Martigny – 171 Km

1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 03:56:55
2 LIPOWITZ Florian GER RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00
3 MARTINEZ Lenny FRA BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
4 NORDHAGEN Jorgen NOR TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00
5 PHILIPSEN Withlen Albert DEN LIDL-TREK 00:21
6 HIGUITA Sergio COL XDS ASTANA TEAM 00:21
7 TIBERI Antonio ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:21
8 LECERF Junior BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:21
9 PLAPP Lucas Marc AUS TEAM JAYCO ALULA 00:21
10 CEPEDA HERNANDEZ Jefferson ECU MOVISTAR TEAM 00:21

2. Etappe: Rue – Vucherens – 173 Km

1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 04:08:11 41,84
2 GODON Dorian FRA INEOS GRENADIERS 00:00
3 FISHER-BLACK Finn NZL RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00

4 CHAMPOUSIN Clement FRA XDS ASTANA TEAM 00:00
5 PARET-PEINTRE Valentin FRA SOUDAL QUICK-STEP 00:00
6 PHILIPSEN Withlen Albert DEN LIDL-TREK 00:00
7 TONEATTI Davide ITA XDS ASTANA TEAM 00:00
8 VOISARD Yannis SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:00
9 STEINHAUSER Georg GER EF EDUCATION – EASYPOST 00:00
10 QUINTANA Nairo COL MOVISTAR TEAM 00:00

3. Etappe: Orbe – Orbe – 177 Km

1 GODON Dorian FRA INEOS GRENADIERS 03:58:18
2 FISHER-BLACK Finn NZL RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00
3 PARET-PEINTRE Valentin FRA SOUDAL QUICK-STEP 00:00
4 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 00:00
5 HIGUITA Sergio COL XDS ASTANA TEAM 00:00
6 PHILIPSEN Withlen Albert DEN LIDL-TREK 00:00
7 LECERF Junior BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:00
8 CHAMPOUSIN Clement FRA XDS ASTANA TEAM 00:00
9 BERTHET Clement FRA GROUPAMA-FDJ UNITED 00:00
10 PLAPP Lucas Marc AUS TEAM JAYCO ALULA 00:00

4. Etappe: Broc – Charmey – 150 Km

1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 03:40:24 40,72
2 LIPOWITZ Florian GER RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:14
3 CASTRILLO Pablo ESP MOVISTAR TEAM 01:42
4 FORTUNATO Lorenzo ITA XDS ASTANA TEAM 01:42

5 HIGUITA Sergio COL XDS ASTANA TEAM 01:47
6 VOISARD Yannis SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:47
7 TUCKWELL Luke AUS RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:47
8 LECERF Junior BEL SOUDAL QUICK-STEP 01:47
9 CEPEDA HERNANDEZ Jefferson ECU MOVISTAR TEAM 01:47
10 CEPEDA ORTIZ Alexander ECU EF EDUCATION – EASYPOST 01:47

5. Etappe: Lucens – Leysin – 178 Km

1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 04:18:52 41,3
2 LIPOWITZ Florian GER RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:03
3 ROGLIC Primoz SLO RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:07
4 FORTUNATO Lorenzo ITA XDS ASTANA TEAM 00:11

5 NORDHAGEN Jorgen NOR TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:11
6 MARTINEZ Lenny FRA BAHRAIN VICTORIOUS 00:11
7 PHILIPSEN Withlen Albert DEN LIDL-TREK 00:14
8 VOISARD Yannis SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:17
9 TUCKWELL Luke AUS RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:17
10 PLAPP Lucas Marc AUS TEAM JAYCO ALULA 00:17

Gesamtendwertung nach der 5. Etappe


Herbert Moos Foto

1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 20:05:42
2 LIPOWITZ Florian GER RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:42

3 MARTINEZ Lenny FRA BAHRAIN VICTORIOUS 02:44
4 NORDHAGEN Jorgen NOR TEAM VISMA | LEASE A BIKE 02:51
5 PLAPP Lucas Marc AUS TEAM JAYCO ALULA 03:15
6 TUCKWELL Luke AUS RED BULL – BORA – HANSGROHE 03:16
7 CEPEDA HERNANDEZ Jefferson ECU MOVISTAR TEAM 03:18
8 PHILIPSEN Withlen Albert DEN LIDL-TREK 03:20
9 FORTUNATO Lorenzo ITA XDS ASTANA TEAM 03:24
10 LECERF Junior BEL SOUDAL QUICK-STEP 03:32

An der Bergankunft der 5. Etappe attackierte Lipowitz wiederholt rund 3 Kilometer vorm Ziel. Beim 2. Mal kam nur noch Pogacar mit. Als sich auf dem Schlusskilometer Roglic von hinten näherte, trat Pogacar an, distanzierte Lipowitz um 3 Sekunden und dieser Roglic um weitere 4. Fortunato, Nordhagen und Martinez kamen auf den Plätze 4 bis 6 mit 11 Sekunden Rückstand auf Pogacar ins Ziel.

Pogacars bisherige Saisonbilanz stand vor der Romandie bei 4 Siegen und einem 2. Platz – allesamt bei den 5 hochkarätigsten Eintagesrennen des Frühjahrs. Bei seinem ersten Etappenrennen fügte er nun 5 weitere Siege hinzu. Nur auf den 2 Etappen, die er nicht gewennen, erzielte er mit den Plätze 4 und 6 die bisher schlechtesten Ergebnisse im Jahr 2026. Lipowitz unterdessen landete am Ende nach Katalonien und Baskenland zum 3. Mal hintereinander auf dem Podest einer einwöchigen Rundfahrt.

Florian Lipowitz Zweiter der Tour de Romandie

Florian Lipowitz hat seinen starken Frühjahrsblock mit Rang zwei in der Gesamtwertung der Tour de Romandie abgeschlossen und damit ein weiteres Top-Resultat eingefahren.
Bereits am zweiten Tag schob sich Florian Lipowitz auf Platz zwei im Klassement – eine Position, die er bis zum Finale behauptete und auf der gestrigen Königsetappe eindrucksvoll untermauerte. Dort musste er sich nur dem dominierenden Tadej Pogačar geschlagen geben, der die Rundfahrt souverän für sich entschied.

Am heutigen Schlusstag kam es zum erwarteten Grande Finale: Die einzige Bergankunft der Rundfahrt – ein 14 Kilometer langer Schlussanstieg nach Leysin – brachte die Entscheidung. Florian Lipowitz setzte alles auf eine Karte. Drei Kilometer vor dem Gipfel attackierte er mehrfach aus der Favoritengruppe. Nur Tadej Pogačar konnte folgen, sodass die beiden stärksten Fahrer der Rundfahrt ereut das Finale unter sich ausmachten. Auf den steilen Schlussmetern trat Lipowitz erneut an, doch Pogačar konterte und zog noch vorbei. Erneut Platz zwei für Florian Lipowitz in Leysin. Primož Roglič belegte Rang drei und komplettierte das hochklassige Finale.

„Ich habe mich über die gesamte Etappe hinweg sehr gut gefühlt. Als wir die letzten fünf Kilometer erreicht haben, dachte ich, ich sollte eine kleine Attacke setzen, um zu sehen, wie die anderen reagieren. Ich habe meine Chance genutzt und war dann zusammen mit Tadej vorne. Auf der Zielgeraden habe ich versucht, vom Beginn des letzten steilen Stücks an alles zu geben, so wie vor zwei Jahren.

Am Ende kann ich sehr glücklich und stolz darauf sein, wie diese Woche gelaufen ist. Das Team hat mich großartig unterstützt, und ich denke, wir sind ein richtig starkes Rennen gefahren. Ich war sehr froh, dort mit Tadej dabei zu sein und die Chance zu haben, gegen ihn anzutreten. Glückwunsch an ihn zu einem weiteren Sieg. Ich bin trotzdem sehr stolz darauf, wie wir heute gefahren sind.“
— Florian Lipowitz

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

Vor zwei Jahren rückte Florian Lipowitz im heutigen Finalort der Tour de Romandie erstmals in den Fokus. Damals sprang er erstmals auf ein WorldTour-Podium.
Seitdem hat er sechs weitere einwöchige WorldTour-Rennen bestritten. Fünf dieser Rundfahrten beendete er auf dem Podium – bei der einzigen Ausnahme trennten ihn lediglich acht Sekunden von den Top drei. Eine Bilanz, die ihn zu einem der konstantesten Fahrer in diesem Terrain macht.

Luke Tuckwell starker Sechster
Neben Lipowitz’ Podestplatz sorgte auch Luke Tuckwell für ein Ausrufezeichen. Der 21-jährige Neopro schloss die Rundfahrt auf Rang sechs der Gesamtwertung ab und bestätigte damit sein großes Talent.
Nach intensiven Einsätzen bei der Katalonien- und Baskenland-Rundfahrt knüpft Tuckwell an seine starke Entwicklung an – vor knapp einem Jahr wurde er Zweiter beim Giro Next Gen. In der Romandie zeigte er nun sein Potenzial im Klassement einer WorldTour-Rundfahrt. Die Entwicklung junger Talente von den Rookies bis an die Spitze der WorldTour ist ein zentraler Bestandteil der Struktur von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Red Bull – BORA – hansgrohe erneut das stärkste Team
Auch als Mannschaft setzte Red Bull – BORA – hansgrohe Maßstäbe. Nach dem Gewinn der Teamwertung bei Tirreno–Adriatico und der Katalonien-Rundfahrt sicherte sich das Team auch bei der Tour de Romandie erstmals diese Auszeichnung.

Von der ersten Etappe führte die Mannschaft die Teamwertung an und zeigte durchgehend Präsenz im Renngeschehen: Auf jeder der fünf Etappen fuhr ein Fahrer des Teams unter die Top drei. Diese Konstanz unterstreicht die Geschlossenheit und Stärke des gesamten Kaders.

Florian Lipowitz startet bei der Baskenland-Rundfahrt

Nach seinem starken dritten Gesamtrang bei der Katalonien-Rundfahrt passt Florian Lipowitz sein Rennprogramm an und startet ab Montag bei der Itzulia Basque Country.


Plomi Foto

Der 25-Jährige möchte das Momentum aus Katalonien nutzen und seine Form bewusst unter Rennbedingungen weiterentwickeln.

Ein Einzelzeitfahren zum Auftakt in Bilbao sowie fünf anspruchsvolle Etappen mit den typisch baskischen explosiven Anstiegen bieten dafür ideale Voraussetzungen. Insgesamt führt die Rundfahrt über mehr als 16.000 Höhenmeter.

Red Bull – BORA – hansgrohe geht mit Primož Roglič als klarem Leader in die sechstägige Rundfahrt. Für Florian Lipowitz steht die weitere Entwicklung im Vordergrund. Im vorläufigen Aufgebot stehen zudem der baskische Neuzugang Haimar Etxeberria, Finn Fisher-Black, Gianni Moscon, Luke Tuckwell und Frederik Wandahl.

Volta a Catalunya 2026

1. Etappe: Sant Feliu de Guíxols – Sant Feliu de Guíxols – 173 Km

1 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 04:01:09
2 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00
3 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00

4 SILVA Thomas URU XDS Astana Team 00:00
5 GUALDI Simone ITA Lotto-Intermarché 00:00
6 MARTINEZ Lenny FRA Bahrain Victorious 00:00
7 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA Soudal Quick-Step 00:00
8 UHLIG Henri GER Alpecin-Premier Tech 00:00
9 ONLEY Oscar GBR INEOS Grenadiers 00:00

10 L’HOTE Antoine FRA Decathlon CMA CGM Team 00:00
11 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 00:00
12 BISIAUX Léo FRA Decathlon CMA CGM Team 00:00
13 CHARMIG Anthon DEN Uno-X Mobility 00:00
14 SKJELMOSE Mattias DEN Lidl-Trek 00:00
15 MOLARD Rudy FRA Groupama-FDJ United 00:00

2. Etappe: Figueres – Banyoles – 167 Km


Plomi Foto

1 CORT Magnus DEN Uno-X Mobility 03:45:28
2 JUNGELS Bob LUX INEOS Grenadiers 00:00
3 BUSATTO Francesco ITA Alpecin-Premier Tech 00:00
4 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 00:00
5 DAINESE Alberto ITA Soudal Quick-Step 00:00
6 SILVA Thomas URU XDS Astana Team 00:00
7 HOBBS Noah GBR EF Education-EasyPost 00:00
8 OLIVEIRA Ivo POR UAE Team Emirates-XRG 00:00
9 AERTS Toon BEL Lotto-Intermarché 00:00
10 DARDER Sergi ESP Caja Rural-Seguros RGA 00:00

3. Etappe: Mont-roig del Camp – Vila-seca – 159 Km

500 Meter vor dem Ziel fuhr Remco Evenepoel, mit Jonas Vingegaard in Führung liegend, in ein Schlagloch und stürzte schwer. Die beiden hatten sich vorher auf einer Windkante absetzen können und Remco übernahm den Hauptteil der Führungsarbeit.

1 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 03:43:33
2 VERNON Ethan GBR NSN Cycling Team 00:00
3 HOBBS Noah GBR EF Education-EasyPost 00:00
4 AERTS Toon BEL Lotto-Intermarché 00:00
5 CHARMIG Anthon DEN Uno-X Mobility 00:00
6 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00
7 JUNGELS Bob LUX INEOS Grenadiers 00:00
8 PIGANZOLI Davide ITA Team Visma | Lease a Bike 00:00
9 HEßMANN Michel GER Movistar Team 00:00
10 STEWART Mark GBR Modern Adventure Pro Cycling 00:00

4. Etappe: Mataró – Caprodon – 151 Km

Wegen starker Windböen (bis zu 90 Km/h) am Gipfel des Vallter wurde die Etappe auf 151 Km verkürzt und endet in Caprodon.

1 VERNON Ethan GBR NSN Cycling Team 04:01:03
2 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 00:00
3 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00

4 MCNULTY Brandon USA UAE Team Emirates-XRG 00:00
5 CORT Magnus DEN Uno-X Mobility 00:00
6 GONZÁLEZ David ESP Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00
7 KOCKELMANN Mathieu LUX Lotto-Intermarché 00:00
8 DAINESE Alberto ITA Soudal Quick-Step 00:00
9 HOBBS Noah GBR EF Education-EasyPost 00:00
10 STEWART Mark GBR Modern Adventure Pro Cycling 00:00

5. Etappe: La Seu d’Urgell – La Molina/Coll de Pal – 155 Km

1 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 04:13:44
2 GALL Felix AUT Decathlon CMA CGM Team 00:51
3 MARTINEZ Lenny FRA Bahrain Victorious 01:01
4 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 01:01
5 PARET-PEINTRE Valentin FRA Soudal Quick-Step 01:03
6 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 01:38
7 SKJELMOSE Mattias DEN Lidl-Trek 01:39
8 FORTUNATO Lorenzo ITA XDS Astana Team 01:39
9 UIJTDEBROEKS Cian BEL Movistar Team 01:39
10 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco-AlUla 01:39
11 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 01:45
12 RICCITELLO Matthew USA Decathlon CMA CGM Team 01:45
13 MAS Enric ESP Movistar Team 01:45
14 LANDA Mikel ESP Soudal Quick-Step 01:51
15 BENNETT George NZL NSN Cycling Team 01:51

Gesamt:

Florian Lipowitz überzeugt auf Katalonien-Königsetappe
Florian Lipowitz hat die erste Bergankunft der Katalonien-Rundfahrt als Vierter beendet und sich damit vor dem finalen Wochenende in eine gute Ausgangsposition im Kampf um das Podium gebracht.

Auf dem fünften Teilstück der Rundfahrt war nach vier Bergen im Vorfeld noch der mehr als 16 Kilometer lange Schlussanstieg hinauf ins Skigebiet La Molina zu bewältigen. Jai Hindley führte die das verbliebene Hauptfeld in das Finale. Als zehn Kilometer vor dem Ziel die Attacken begannen, war Florian hellwach und konterte die Angriffe der Konkurrenz.
„Ich bin die ersten Moves mitgegangen und wir haben es dann auch geschafft, vor dem Rest des Feldes zu bleiben“, sagte der 25-Jährige. „Der Anstieg war sehr hart, es gab viel Gegenwind. Und Jonas Vingegaard“ – der Tagessieger – „war einfach auf einem anderen Level heute.“

Ich denke, dass wir am Ende eine gute Leistung und ein überzeugendes Teamwork auf die Strecke gebracht haben.
Florian Lipowitz

Das erkannte Florian neidlos an. Doch er sah auch seine Mannschaft, die einen guten Eindruck gemacht hatte. „Ich denke, dass wir am Ende eine gute Leistung und ein überzeugendes Teamwork auf die Strecke gebracht haben.“ Mit Remco Evenepoel zusätzlich auf Rang sechs war Red Bull – BORA – hansgrohe das einzige Team, das zwei Fahrer in die Top 10 gebracht hatte.

Schwieriges Abschlusswochenende mit positiven Erinnerungen steht bevor
„Lipo war vorne, deshalb war es nicht meine Aufgabe, nachzuführen“, erklärte Remco. „Ich habe getan, was ich musste: warten. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich dann ein kleines bisschen gepusht und dann meinen Sprint angesetzt. Und das war sicher okay so.“
Die Sturzfolgen der 3. Etappe noch in den Knochen, wäre allerdings auch in anderer Konstellation vielleicht nicht allzu viel mehr drin gewesen. „Er musste noch ein bisschen dafür bezahlen“, sagte auch DS Patxi Vila. „Trotzdem war das für ihn ein sehr positives Ergebnis. Insgesamt habe ich auch eine gute Performance des Teams gesehen. Nachdem wir die Spitzengruppe mit fünf starken Fahrern verpasst hatten, war es an uns, das Rennen danach zu kontrollieren. Aber das haben wir gut gemacht.“

Ein schwieriges Wochenende – eine weitere Bergankunft am Samstag und die Schlussetappe in Barcelona, auf der sich vor einem Jahr mit einer spektakulären Fahrt Primož Roglič noch den Gesamtsieg sicherte – stehen nun noch auf dem Programm. „Zwei Tage haben wir noch vor uns. Wir müssen sehen, was auf uns zukommt – aber insgesamt fühle ich mich ziemlich gut“, sagte Florian mit Blick auf das Bevorstehende.

6. Etappe: Berga – Queralt – 158 Km

1 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 04:05:19
2 MARTINEZ Lenny FRA Bahrain Victorious 00:10
3 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 00:10
4 PARET-PEINTRE Valentin FRA Soudal Quick-Step 00:16
5 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:27
6 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 01:29
7 GALL Felix AUT Decathlon CMA CGM Team 02:08
8 SKJELMOSE Mattias DEN Lidl-Trek 02:08
9 EULALIO Afonso POR Bahrain Victorious 02:55
10 RICCITELLO Matthew USA Decathlon CMA CGM Team 03:16

7. Etappe: Barcelona – Barcelona – 95 Km

1 GILMORE Brady AUS NSN Cycling Team 02:06:44
2 GODON Dorian FRA INEOS Grenadiers 00:00
3 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00

4 GONZÁLEZ David ESP Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00
5 L’HOTE Antoine FRA Decathlon CMA CGM Team 00:00
6 REMIJN Senna NED Alpecin-Premier Tech 00:00
7 VERGALLITO Luca ITA Alpecin-Premier Tech 00:00
8 GUALDI Simone ITA Lotto-Intermarché 00:00
9 MARTIN-GUYONNET Guillaume FRA Groupama-FDJ United 00:00
10 MULUBRHAN Henok ERI XDS Astana Team 00:00

Endstand:

1 VINGEGAARD Jonas DEN Team Visma | Lease a Bike 25:56:36
2 MARTIN-GUYONNET Guillaume FRA Groupama-FDJ United 01:22
3 LIPOWITZ Florian GER Red Bull-BORA-hansgrohe 01:30
4 PARET-PEINTRE Valentin FRA Soudal Quick-Step 01:43
5 EVENEPOEL Remco BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 02:13
6 GALL Felix AUT Decathlon CMA CGM Team 03:17

7 SKJELMOSE Mattias DEN Lidl-Trek 04:11
8 UIJTDEBROEKS Cian BEL Movistar Team 05:20
9 RICCITELLO Matthew USA Decathlon CMA CGM Team 05:25
10 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 05:36
11 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 06:15
12 ONLEY Oscar GBR INEOS Grenadiers 06:18
13 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco-AlUla 06:22
14 FORTUNATO Lorenzo ITA XDS Astana Team 06:32
15 LANDA Mikel ESP Soudal Quick-Step 06:32

Lipowitz beendet Katalonien-Rundfahrt als erster Deutscher auf dem Podium

Florian Lipowitz ist bei der Katalonien-Rundfahrt gelungen, was zuvor keinem anderen Deutschen Radprofi gelungen ist. Bei der 105. Auflage des Rennens hat der 25-Jährige am Finaltag in Barcelona seinen dritten Platz in der Gesamtwertung verteidigt. Remco Evenepoel fuhr im Tagesergebnis ebenfalls auf Rang drei und beendete die Rundfahrt als Fünfter. Zudem gewann Red Bull – BORA – hansgrohe die Mannschaftswertung.

Auf der 95 Kilometer langen Schlussetappe durch die katalanische Metropole mit sieben Runden über den Hausberg der Stadt, den Montjuic, versuchten die beiden Wingmen nochmal alles, um aus Katalonien auch noch mit einem Etappensieg abreisen zu können. Ab dem dritten Umlauf gingen Lipowitz und Evenpoel dafür abwechselnd in die Offensive und unterstrichen damit ihr gutes Zusammenspiel und die Harmonie, die schon die ganze Woche über zum Ausdruck kam.

Es war nochmal eine sehr harte Etappe zum Abschluss. Wir haben versucht, sie mit Remco zu gewinnen, das Rennen dafür früh sehr schwer gemacht. Den Sieg heute haben wir am Ende trotz einer guten Leistung knapp verpasst. Aber mit Blick auf die gesamte Woche können wir wirklich zufrieden und stolz sein auf das, was wir hier als ganzes Team gezeigt haben.
— Florian Lipowitz

Wie gut das Team wirklich war, zeigte sich am Ende auch im deutlichen Gewinn der Mannschaftswertung. Wie schon zuvor bei Tirreno-Adriatico ist das eine Premiere in der Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe, die damit erneut zeigt, dass das Team wie schon in gesamten Frühling mit veränderter Mentalität an den Start geht.

Top-Talente langfristig bei Red Bull – BORA – hansgrohe | Grand Tour-Fahrplan 2026 steht

Red Bull – BORA – hansgrohe setzt ein deutliches Zeichen für die kommenden Jahre: Florian Lipowitz, Giulio Pellizzari und Lorenzo Finn haben ihre Verträge frühzeitig verlängert und bekennen sich damit langfristig zum Team. Drei Fahrer aus drei Karrierephasen – und doch verbindet sie eine gemeinsame Geschichte: Sie sind Talente, die bei Red Bull – BORA – hansgrohe entdeckt, geformt und gefördert wurden.

Florian Lipowitz (25), der sich im Team vom Trainee zum Tour de France-Dritten entwickelt hat, hat seinen ohnehin mehrjährigen Vertrag noch einmal verlängert. Er wird seinen Weg mit dem deutschen UCI WorldTeam langfristig weitergehen.


Plomi Foto

Giulio Pellizzari (22) hat in seiner ersten WorldTour-Saison gleich zwei Grand Tours bestritten, sich mit einem Etappensieg belohnt und zweimal Rang sechs in der Gesamtwertung erreicht. Er setzt langfristig auf die Zusammenarbeit mit dem deutschen UCI WorldTeam – ein klares Commitment eines Fahrers, der gerade erst begonnen hat, sein Potenzial auszuschöpfen.


Plomi Foto

Lorenzo Finn (18) wiederum steht am Beginn seiner Karriere: Junioren-Weltmeister, U23-Weltmeister, kommendes Jahr im Regenbogentrikot bei den Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies unterwegs. Sein Schritt in die WorldTour ist für 2027 geplant. Auch er hat sich langfristig an das Team gebunden, um gemeinsam den Weg an die Weltspitze konsequent fortzusetzen.


Plomi Foto

„Talententwicklung ist die DNA dieses Teams. Florian und Giulio waren noch keine 20, als wir sie entdeckt haben – heute gehören sie zu den Fahrern, die bei jeder Grand Tour etwas bewegen können. Lorenzo war noch jünger und hat mit uns schon zwei Weltmeistertitel gewonnen. Neben unseren etablierten Stars und dem großen Talent-Potenzial in unseren drei Teams stehen dieses Trio für unsere Zukunft, für unsere Vision und für den Weg, den wir weiter konsequent gehen wollen“, sagt Ralph Denk, CEO von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Ambitionen für alle drei Grand Tours
Mit Blick auf 2026 ist im Team eine besondere Vorfreude zu spüren. Die drei Grand Tours sind weit mehr als Saisonhöhepunkte – sie sind Identität und Herausforderung zugleich. Und Red Bull – BORA – hansgrohe geht mit einer klaren Haltung in die neue Saison: Das Podium ist das Ziel – und zwar bei jeder Grand Tour.

„Erster, Zweiter, Dritter – das war die Bilanz der vergangenen zwei Jahre. Natürlich möchten wir genau dort weitermachen. Gleichzeitig wollen wir auch innerhalb der Grand Tours Siege erzielen und einen attraktiven Rennstil zeigen, der fest zu unserer DNA gehört“, sagt Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe.

Giro d’Italia
Den Giro d’Italia 2026 nimmt die Doppelspitze um Giulio Pellizzari und Jai Hindley mit einem Mix aus jugendlicher Unerschrockenheit und erfahrenem Selbstbewusstsein in Angriff. Das Duo möchte das Erfolgsgefühl der letzten Vuelta zum Grande Partenza nach Bulgarien tragen. Jai Hindley kennt das Gefühl sowohl bei Giro-Etappen als auch mit der Trofeo Senza Fine in der Hand zu jubeln. Giulio Pellizzari war in den in den letzten beiden Jahren mehrfach dicht am Etappensieg bei seiner Heim-Grand Tour. Nun will er seine Lernkurve auch beim Giro in zählbare Erfolge umwandeln.

Tour de France
Der Juli steht ganz im Zeichen zweier Fahrer, die viel verbindet – und gleichzeitig viel unterscheidet: Remco Evenepoel und Florian Lipowitz. Beide Quereinsteiger, beide Jahrgang 2000, beide Gewinner des Weißen Trikots und beide bereits Dritter der Tour. Doch in ihrer Karriere stehen sie an unterschiedlichen Punkten – was sie als Duo umso spannender und taktisch unberechenbarer macht. Für Red Bull – BORA – hansgrohe werden sie zu Wingmen. Zwei Fahrer, die gemeinsam ganz neue taktische Möglichkeiten bei der Tour de France eröffnen.

Der gemeinsame Weg von Remco Evenepoel und Florian Lipowitz nach Barcelona beginnt bereits Ende Januar auf Mallorca. Sie werden bei der Trophy Ses Salines gezielt an der TTT-Performance feilen. Beide Fahrer werden außerdem gemeinsam bei der Volta Ciclista a Catalunya an den Start gehen. Weitere Höhepunkte im Frühlingsprogramm sind für Remco Evenepoel die Ardennen und für Florian Lipowitz die Tour de Romandie.

Vuelta a España
Die Vuelta a España wird im kommenden Jahr zum emotionalen Saisonhöhepunkt. Primož Roglič peilt seinen fünften Titel an! Roglič’ Verbindung zur Vuelta ist tief – und 2026 soll dieses Kapitel weitergeschrieben werden. Das Auftaktzeitfahren in Monte Carlo wird ihm sprichwörtlich den roten Teppich ausrollen, den Start zu einem Heimspiel machen und möglicherweise den perfekten Rückenwind für die drei Wochen danach liefern. Zur Vorbereitung sind in seinem Frühjahrsprogramm voraussichtlich Tirreno–Adriatico, Itzulia Basque Country und die Tour de Romandie vorgesehen.

Florian Lipowitz startet bei der Deutschland Tour


Plomi Foto

25 Tage nach seinem Podium bei der Tour de France ist Florian Lipowitz zurück – und das direkt vor heimischem Publikum. Die Deutschland Tour wird für den 24-Jährigen nicht nur das Comeback ins Renngeschehen, sondern auch ein echtes Wunschprojekt.

Am Mittwoch rollt er in Essen von der Startrampe zum Prolog. Es ist eine Premiere und gleichzeitig der Auftakt zur heißen Saisonendphase. Denn Florian Lipowitz steht zum ersten Mal überhaupt bei der Deutschland Tour am Start. Überhaupt ist er abgesehen von Meisterschaften seit über zwei Jahren bei keinem deutschen UCI-Rennen mehr gefahren. Jetzt könnten der Moment und die Bühne nicht besser sein.

“Für jeden deutschen Fahrer sind die Rennen in Deutschland etwas Besonderes. Und für mich ist es in diesem Jahr noch einmal ganz besonders. Bei der Tour de France waren so viele deutsche Fans an der Strecke – da bin ich gespannt, was nächste Woche los ist”, sagt Lipowitz.

„Ich will etwas zurückgeben“
Die Euphorie der Tour de France hat Spuren hinterlassen. Florian Lipowitz will den Fans in Deutschland etwas zurückgeben, ein ganz persönliches Dankeschön für die lautstarke Unterstützung in Frankreich. Die Deutschland Tour ist für ihn die perfekte Gelegenheit, sich zu revanchieren – auch bei den Teamkollegen.

“Ich war zwei Wochen im Urlaub. Für mich wird die Deutschland Tour der Einstieg in den nächsten Saisonblock. Das Profil liegt eher unseren Sprint- und Klassikerspezialisten – mit Jordi, Danny und Laurence sind wir für alle Etappen top aufgestellt. Aber ich will den Jungs jetzt etwas zurückgeben und ihnen helfen, Erfolge einzufahren”, so Lipowitz weiter.

Nächste Stopps: Kanada und Italien
Nach dem Heimspiel stehen noch fünf harte Renntage bis zum Saisonende auf dem Programm, auf die er sich voller Fokus vorbereitet: Im September die WorldTour-Klassiker in Québec und Montréal. Im Oktober folgt der Klassikerblock mit Giro dell’Emilia, Tre Valli Varesine – und als großes Finale das Monument Il Lombardia. Ein Schlusspunkt, der dem ereignisreichen Jahr von Florian Lipowitz würdig ist.

Salus Radsportnacht Bruckmühl 2025 mit Florian Lipowitz

1er Florian Lipowitz
2er Georg Zimmermann DM
3er Patrick Gamper

1 Lipowitz, Florian Red Bull – Bora – hansgrohe 01:27:26
2 Zimmermann, Georg Intermarché – Wanty
3 Gamper, Patrick Team Jayco Alula

4 Bichlmann, Daniel Cycling Team Schwingshandl
5 Poschacher, Valentin Hrinkow Advarics
6 Steininger, Fabian WSA KTM Graz
7 Amann, Dominik Team Vorarlberg
8 Märkl, Niklas Team Picnic PostNL
9 Heiduk, Kim Alexander Ineos Grenadiers
10 Brenner, Marco Tudor Pro Cycling Team
11 Loderer, Timon MYVELO Pro Cycling Team
12 Herrmann, Lukas Cycling Team Schwingshandl
13 Sertic, Jakob WSA KTM Graz
14 Kokas, Raphael
15 Melf, Jonas RSV Irschenberg MaxSolar Cycling Team


Plomi Foto

Am Freitag, den 01. August 2025, verwandelt sich Bruckmühl erneut in ein Zentrum des Radsports: Die Salus Radsportnacht bringt Spitzenathleten und Nachwuchstalente auf den spannenden Rundkurs durch den Ortskern.
Wir freuen uns ganz besonders, mitteilen zu dürfen, dass Florian Lipowitz, Dritter der Tour de France 2025, beim Profirennen über 72 km an den Start gehen wird!


Plomi Foto

Ebenfalls am Start sind:
• Anton Palzer
• Sebastian Putz
• Patrick Gamper
• Georg Zimmermann, amtierender Deutscher Straßenmeister
• Plus weitere Profis

Das Programm startet um ca. 17:00 Uhr mit dem Fette-Reifen-Rennen für Kinder, gefolgt von Rennen der Altersklassen U15 bis U19. Der Startschuss für das Profirennen fällt um ca. 20:15 Uhr, gefolgt von Zieleinlauf, Siegerehrung und After-Party ab 21:45 Uhr.

Wichtig für alle jungen Radsportbegeisterten:
Die Anmeldung für die Nachwuchsrennen ist noch bis Donnerstagabend geöffnet!
rad-net.de –
Ort: Bruckmühl Bahnhof – Ortskern
Datum: Freitag, 01.08.2025
Beginn: ab 17:00 Uhr
Bei jeder Witterung

Bei Fragen wenden Sie sich an Ludwig Stadler: +49 176 83678237

112. Tour de France – 20. Etappe:

21. Etappe: Mantes-la-Ville – Paris – 132 Km – 1100 Hm


Plomi Foto

Wout van Aert (Visma) gewann auf triefend nassen Straßen in Paris die abschließende 21. Etappe der Tour de France 2025 als Solist. Auf veränderter Streckenführung attackierte der Belgier bei der letzten von 3 Montmartre-Passagen und vergrößerte die kleine Lücke zum Gesamtsieger Tadej Pogacar (UAE) im Windschatten des ersten Kameramotorrads. Von 5 versprengten Verfolgern sprintete Davide Ballerini (XDS) auf der Champs-Élysées auf den 2. Platz vor Matej Mohoric (Bahrain) und Pogacar.

Im Gelben Trikot hatte Pogacar das Finale der letzten Etappe an sich gerissen, obwohl die Zeit wegen des Regenwetters schon 50 Kilometer vorm Ziel genommen wurde. Pogacar stürmte die ersten beiden Montmartre-Auffahrten in Front hinauf und reduzierte damit die Spitze erst auf 23, dann auf 6 Fahrer. Von denen bereitete Matteo Jorgenson (Visma) mit seinen Attacken das Siegessolo des Teamkollegen van Aert vor. Der konnte sich schließlich im letzten Anstieg als letzter an Pogacars Hinterrad halten und übertrumpfte ihn im oberen Teil. Die Top-6 komplettierte Matteo Trentin (Tudor).

Ergebnis
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 3:07:30

2. Davide Ballerini (ITA) – XDS-Astana +0:19*
3. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious gl.Zeit
4. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG gl.Zeit
5. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +0:26
6. Matteo Trentin (ITA) – Tudor +0:38
7. Arnaud de Lie (BEL) – Lotto +1:14
8. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels alle
9. Mike Teunissen (NED) – XDS-Astana gleiche
10. Dylan Teuns (BEL) – Cofidis Zeit
11. Kaden Groves (AUS) – Alpecin-Deceuninck +1:22
12. Tobias Lund Andresen (DEN) – Picnic-PostNL
13. Biniam Girmay (ERI) – Intermarché-Wanty alle
14. Alex Aranburu (ESP) – Cofidis gleiche
15. Neilson Powless (USA) – EF Education-Easypost Zeit
– 160 Fahrer klassiert.
*) Rückstände der Tageswertung gingen nicht in Gesamtwertung ein.

Jonas Vingegaard (Visma) ließ es im Finale ausrollen. Er beteiligte sich wie die meisten anderen nicht mehr um den Kampf für den letzten, prestigeträchtigen Etappensieg. Wegen der frühen Zeitnahme war dies möglich, und es veränderte sich am Rückstand von 4:23 in der Gesamtwertung zu Pogacar nichts mehr. Pogacar machte seinen 4. Tour-Gesamtsieg bei seiner 6. Teilnahme perfekt. Bei den 2 Nicht-Gesamtsiegen landete er auf dem 2. Platz hinter Vingegaard, der seinerseits bei 5 Teilnahmen 2 Gesamtsiege und drei 2. Plätze hinter Pogacar vorzuweisen hat.

Schon vor der Tour de France 2025 war relativ klar, dass es für alle anderen nur noch um den 3. Platz ging. Und diesen holte sich samt des weißen Trikots für den besten Jungprofi Florian Lipowitz (Red Bull). Der 24-jährige Deutsche attackierte sogar auf den kleineren Champs-Élysées-Runden, bevor es auf die 3 größeren Runde inklusive Montmartre ging. Dadurch überfuhr er die Zeitnahme sogar 9 Sekunden vor dem Hauptfeld, wodurch er den finalen Rückstand auf Pogacar auf exakt 11 Minuten reduzierte. Nach der Einholung spielte Lipowitz wie Vingegaard keine Rolle mehr. Denn es war egal für die beiden, mit 5 und 7 Minuten Rückstand ins Ziel zu kommen.

In der Anfangsphase der 21. Etappe posierten die Fahrer – noch bei trockenem Wetter – rollend für die Kameras, insbesondere das Team des designierten Gesamtsiegers, das dann das Hauptfeld auf die zunächst kleineren Schlussrunden führte. Dort gingen nach der ersten Zieldurchfahrt die ersten Attacken. Etwas länger vorne halten konnte sich allerdings nur als Duo Lipowitz und Quinn Simmons. Die beiden setzten sich nach dem Zwischensprint in Front. Den gewann standesgemäß Jonathan Milan (Lidl) als Sieger der Punktewertung ums Grüne Trikot. Die Zeit wurde wenig später genommen.

Es folgte die 3-malige Befahrung des Montmartre-Anstiegs hoch um die Basilika Sacré-Cœur, eine vielfach kritisierte Neuerung der Paris-Etappe. Ab 1975 endete die Tour de France auf der Champs-Élysées mit einem flachen Kurs und fast immer mit einem Massensprint. Die olympischen Spiele in Paris 2024 änderten den Lauf der Geschichte letzter Tour-de-France-Etappe: im selben Jahr wich man ausnahmsweise nach Nizza aus, ein Jahr später dienten die Traumbilder des Olympia-Straßenrennens für die Hinzunahme von Montmartre auch bei der Tour de France.

Mindestens bei den Sprinter sorgte das für lange Gesichter. Interessanterweise war nun mit Wout van Aert ein Fahrer erfolgreich, der auch schon ein flaches Finale auf der Champs-Élysées im Sprint für sich entschieden hatte. Der Plan der Tour-Organisatoren ging insgesamt auf: Aufgrund des Wetters gab es zwar nicht die leuchtenden Bilder von Sacré-Cœur wie bei Olympia. Dafür säumten wieder Zuschauermassen die engen Straßen von Montmartre, wo sonst in Paris die Zuschauer eher meterweit von der Rennstrecke an den breiten Straßen entfernt stehen.

Außerdem lieferten die Fahrer ein Spektakel, an dem natürlich vor allem Pogacar im Gelben Trikot seinen großen Anteil hatte. Das alles dürfte vielen Zuschauern wieder einen Schwall von Gänsehaut bereitet haben. Mit seinen Verschärfungen sortierte Pogacar erst selbst das Feld vor auf schließlich 6 Fahrer. Unter den waren neben Ballerini, Mohoric und Trentin allerdings auch als einzig doppelt vertretene Teamkollegen van Aert und Jorgensen. Zwischen vorletzten und letzten Anstieg zermürbte Jorgenson die Konkurrenten.

Wout van Aert konnte man diesen Erfolg von Herzen gönnen. Nach 2 sehr schweren Verletzungen aus Rennunfällen im Vorjahr bereitete er maßgeblich dem Giro-Gesamtsieg seines Teamkollegen Simon Yates den Boden und hatte schon zuvor bei den Klassikern mehrere 2. und 4. Plätze gesammelt. Einen persönlichen Saisonsieg 2025 gab nur auf einer Giro-Etappe.

Endstand:

1 Pogacar Tadej UAE Team Emirates-XRG 76:00:32
2 Vingegaard Jonas Team Visma | Lease a Bike + 04:24
3 Lipowitz Florian Red Bull-BORA-hansgrohe + 11:09
4 Onley Oscar Team Picnic PostNL + 12:12
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 17:12
6 Johannessen Tobias Halland Uno-X Mobility + 20:14
7 Vauquelin Kévin ARKEA-B&B HOTELS + 22:35
8 Roglic Primoz Red Bull-BORA-hansgrohe + 25:30
9 Healy Ben EF Education-EasyPost + 28:02
10 Jegat Jordan Team TotalEnergies + 32:42
11 O’Connor Ben Team Jayco-AlUla + 34:34
12 Arensman Thymen INEOS Grenadiers + 52:41
13 Narvaez Jhonatan UAE Team Emirates-XRG + 01:04:36
14 Higuita Sergio XDS Astana Team + 01:08:19
15 Yates Simon Team Visma | Lease a Bike + 01:17:30
16 Martin-Guyonnet Guillaume Groupama-FDJ + 01:18:07
17 Kuss Sepp Team Visma | Lease a Bike + 01:20:24
18 Mühlberger Gregor Movistar Team + 01:28:17
19 Jorgenson Matteo Team Visma | Lease a Bike + 01:29:28
20 Rodriguez Cristian ARKEA-B&B HOTELS + 01:36:15

Florian Lipowitz schreibt Geschichte bei der Tour de France


Plomi Foto

Die Tour de France 2025 markiert einen Meilenstein in der Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe. Mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung durch Florian Lipowitz sicherte sich das Team erstmals ein Podium bei der Tour de France. Eine Premiere ist ebenfalls der Gewinn des Weißen Trikots des besten Jungprofis.

Florian Lipowitz wird Dritter der Tour de France 2025 und gewinnt das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

Der 24-jährige Deutsche, der in Frankreich seine erste Tour de France bestritt, stand nach drei fordernden Wochen voller Hochgebirgsetappen und Rennstress in Paris auf dem Podium. Bei der Bergankunft der 14. Etappe in Luchon-Superbagnères übernahm Florian sowohl das Trikot als auch Rang drei. Beides verteidigte er mit beeindruckender Ruhe und Konstanz bis nach Paris.

Das Podium bei der Tour krönt ein bereits außergewöhnliches Jahr für Florian. Nach Rang zwei in der Gesamtwertung von Paris-Nizza zu Saisonbeginn, Platz drei beim beim Critérium du Dauphiné in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Tour und dem Abschluss der Baskenland-Rundfahrt als Vierter zwischendurch zementierte er in Frankreich seinen Status als eine der größten Nachwuchshoffnungen im internationalen Radsport.

Florian Lipowitz: „Es waren harte drei Wochen. Ich wollte nur noch sicher ins Ziel kommen. Insgesamt gab es viele Hochs und Tiefs, der Start war nicht ganz so optimal. Aber wir haben uns reingefuchst und sind auch als Team immer mehr zusammengewachsen. Denn am Ende ist so ein Ergebnis nicht nur meine Sache, sondern auch eine Mannschaftsleistung. Deswegen möchte ich nochmal an alle Danke sagen. Letztlich fahren wir hier drei Wochen durch Frankreich, aber da gehört viel mehr dazu an Vorbereitung. Deswegen bin ich einfach happy, dass alles so aufgegangen ist und wir den dritten Platz feiern können.“

In einer Reihe mit den größten Erfolgen des Teams
Der ehemalige Biathlet wurde vom Team früh entdeckt und gezielt aufgebaut. Sein Weg nach oben war rasant, aber stet. Im Fahrerfeld gilt er als bescheiden und bodenständig, zugleich aber ehrgeizig und fokussiert – Eigenschaften, die ihm bei dieser Tour nicht nur den Respekt seiner Kollegen, sondern auch die Sympathien vieler Fans einbrachten. In der letzten Woche tauchte sein Name immer häufiger auf den Straßen und Transparenten am Streckenrand auf, was als Zeichen der wachsenden Unterstützung für den jungen Deutschen zu verstehen ist.

Florians Leistung reiht sich nahtlos ein in die größten Erfolge der Teamgeschichte: Jai Hindleys Sieg beim Giro d’Italia, der Triumph von Primož Roglič bei der Vuelta a España, ikonische Tour-Momente wie der Gewinn des Grünen Trikots durch Peter Sagans oder der Etappensieg von Jordi Meeus auf den Champs-Élysées. Ein Platz auf dem Podium der Tour de France samt dem Gewinn der Nachwuchswertung durch einen deutschen Fahrer im Trikot eines deutschen Teams hat dennoch eine ganz besondere Bedeutung. Es ist Ausdruck jahrelanger, gezielter Nachwuchsförderung und gelebten Teamgeists.

Ralph Denk, CEO Red Bull – BORA – hansgrohe: „Mit diesem Resultat hier und jetzt in Paris zu stehen, ist ein großer Moment für Red Bull – BORA – hansgrohe, aber auch für mich selbst. Florian hat für uns die beste Platzierung der Teamgeschichte bei der Tour de France eingefahren, erstmals das Weiße Trikot geholt. Es macht mich stolz, wie wir uns und unsere Partner hier präsentiert haben. Von denen sind wir nun eingeladen, sie bereiten uns einen riesigen Empfang. Das erste Tour-Podium ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, irgendwann auch das Gelbe Trikot zu gewinnen.“