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Tour de Suisse – Was für eine Tragödie…..

Der völlig unnötige und tragische Todessturz von Gino Mäder überschattet die ganze Rundfahrt.
Warum müssen Etappen mit einer Abfahrt enden? Das habe ich persönlich noch nie verstanden, die Rennfahrer werden hier fahrlässig in große Gefahr gebracht.
Warum müssen immer erst tragische Unfälle passieren?
Wo bleibt die Sicherheitskommision und wer nimmt solche Strecken ab?

R.i.P. Gino Mäder


Foto HERBERT MOOS

8. Etappe: Sankt Gallen – Abtwil – ITT – 25,7 Km


Foto von HERBERT MOOS

1 AYUSO PESQUERA Juan ESP UAE TEAM EMIRATES 00:32:25
2 EVENEPOEL Remco BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:08
3 JENSEN Skjelmose Mattias DEN TREK – SEGAFREDO 00:09
4 BISSEGGER Stefan SUI EF EDUCATION – EASYPOST 00:23
5 van AERT Wout BEL JUMBO-VISMA 00:28
6 ASGREEN Kasper DEN SOUDAL QUICK-STEP 00:36
7 CATTANEO Mattia ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:39
8 SOBRERO Matteo ITA TEAM JAYCO ALULA 00:40
9 FISHER-BLACK Finn NZL UAE TEAM EMIRATES 00:42
10 POWLESS Neilson USA EF EDUCATION – EASYPOST 00:46
11 GREGOIRE Romain FRA GROUPAMA – FDJ 00:55
12 KELDERMAN Wilco NED JUMBO-VISMA 01:02
13 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – EASYPOST 01:02
14 CABOT Jeremy FRA TOTALENERGIES 01:06
15 SCOTSON Callum AUS TEAM JAYCO ALULA 01:07

Endstand:

1 JENSEN Skjelmose Mattias DEN TREK – SEGAFREDO 21:17:19
2 AYUSO PESQUERA Juan ESP UAE TEAM EMIRATES 00:09
3 EVENEPOEL Remco BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:45
4 KELDERMAN Wilco NED JUMBO-VISMA 02:09
5 BARDET Romain FRA TEAM DSM 02:41
6 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – EASYPOST 02:47
7 UIJTDEBROEKS Cian BEL BORA – HANSGROHE 03:04
8 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 03:25
9 TEUNS Dylan BEL ISRAEL – PREMIER TECH 04:29
10 TEJADA CANACUE Harold Alfonso COL ASTANA QAZAQSTAN TEAM 04:57
11 BERTHET Clement FRA AG2R CITROEN TEAM 06:27
12 IZAGUIRRE INSAUSTI Ion ESP COFIDIS 07:12
13 SCOTSON Callum AUS TEAM JAYCO ALULA 07:17
14 SCHACHMANN Maximilian GER BORA – HANSGROHE 08:10
15 GREGOIRE Romain FRA GROUPAMA – FDJ 08:42

Cian Uijtdebroeks beendet die Tour de Suisse als Siebter der Gesamtwertung

Das Finale der Schweizer Rundfahrt bildete ein 25,7 km lange Einzelzeitfahren zwischen St. Gallen und Abtwil. Dem ersten, leicht abfallenden Teil, folgten zwei Anstiege, ehe es die letzten drei Kilometer bergab bis zum Zielstrich ging. Im Kampf um das Gesamtklassement konnten heute noch Zeit gutgemacht werden, die zum Schluss zu Veränderungen in der Gesamtwertung führten. J. Ayuso holte sich den Tagessieg, während Cian Uijtdebroeks als bester BORA – hansgrohe Fahrer den 22. Platz belegte, mit 1:16 Minuten Rückstand auf den Etappensieger.
Obwohl das Team ohne Podestplatz die Rundfahrt beendete, zeigte Cian Uijtdebroeks, der jüngste Fahrer bei der diesjährigen Tour de Suisse, eine starke Performance. Nach langem krankheitsbedingtem Ausfall zeigte sein Teamkollege Maximilian Schachmann auch eine solide Leistung bei dem achttägigen Rennen.

Reaktionen im Ziel

„Ich bin mit meiner Leistung hier bei der Tour de Suisse sehr zufrieden, denn ich hatte eine Top-5 Platzierung auf zwei Etappen und beendete die Rundfahrt auf dem 7. Platz in der Gesamtwertung. Es waren hier viele starke Fahrer am Start und die Rundfahrt mit so einem guten Ergebnis abzuschließen, ist sehr erfreulich. Ich möchte mich sehr herzlich bei allen im Team bedanken, die mich in den letzten acht Tagen so gut unterstützt haben. Natürlich verlasse ich aber die Tour de Suisse mit schweren Herzen, denn der tragische Tod von Gino ging uns allen sehr nahe und ich werde die Ereignisse nie vergessen.“ – Cian Uijtdebroeks

„Die Tour de Suisse war natürlich vom tragischen Unfalltod von Gino Mäder überschattet, der die sportliche Bedeutung des Rennens in den letzten Tagen in den Hintergrund treten ließ. Die Ereignisse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und wir werden Gino, seine Liebe für den Sport und seine Menschlichkeit nie vergessen.
Was Cian Uijtdebroeks, der jüngste Fahrer bei der Tour de Suisse hier, betrifft, sind wir mit seiner Leistung bei einem solch großen Rennen sehr zufrieden. Seine Resultate bei der Tour de Romandie und der Volta Catalunya, wo er beide Male in den Top 10 in der Gesamtwertung war, konnte er hier bei der Rundfahrt wiederholen. Sein 7. Platz in der Gesamtwertung bezeugt seine harte Arbeit und ist Lohn für seine gute Vorbereitung auf dieses Rennen. Wir können auch mit der guten Teamarbeit sehr zufrieden sein, denn alle Fahrer gaben ihr Bestes und unterstützten Cian so gut wie möglich.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

www.BORA-hansgrohe.com

Tour de Suisse – Etappe 8

Andermatt – 159,5 Km
13. Juni 2021

1 MÄDER Gino SUI BAHRAIN VICTORIOUS 04:06:25
2 WOODS Michael CAN ISRAEL START-UP NATION 00:00
3 CATTANEO Mattia ITA DECEUNINCK – QUICK-STEP 00:09
4 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:09
5 CARAPAZ Richard ECU INEOS GRENADIERS 00:09
6 COSTA Rui POR UAE TEAM EMIRATES 00:09
7 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – NIPPO 00:09
8 POZZOVIVO Domenico ITA TEAM QHUBEKA ASSOS 00:09
9 FUGLSANG Jakob DEN ASTANA – PREMIER TECH 00:09
10 SCHACHMANN Maximilian GER BORA – HANSGROHE 00:21

Photo by HERBERT MOOS
Photo by HERBERT MOOS

Endstand:
1 CARAPAZ Richard ECU INEOS GRENADIERS 24:44:01
2 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – NIPPO 00:17
3 FUGLSANG Jakob DEN ASTANA – PREMIER TECH 01:15
4 SCHACHMANN Maximilian GER BORA – HANSGROHE 01:19
5 WOODS Michael CAN ISRAEL START-UP NATION 02:55
6 POZZOVIVO Domenico ITA TEAM QHUBEKA ASSOS 03:16
7 COSTA Rui POR UAE TEAM EMIRATES 03:43
8 OOMEN Sam NED JUMBO-VISMA 04:16
9 CATTANEO Mattia ITA DECEUNINCK – QUICK-STEP 04:39
10 CHAVES RUBIO Jhoan Esteban COL TEAM BIKEEXCHANGE 05:33

Maximilian Schachmann verpasst knapp GC-Podestplatz am Ende der Tour de Suisse

Die Rundfahrt endete mit der 160 km langen Königsetappe rund um Andermatt. Der Strecke zum Zielort führte über den Oberalppass (1. Kat), der gleich nach dem Start in Angriff genommen werden musste. Danach ging es weiter über den Lukmanierpass (1.Kat) und zum Schluss den Gotthardpass (HC Kat.), ehe das Peloton dann über eine Abfahrt das Ziel erreichte. Nach einem hektischen Start konnte sich letztlich im zweiten Anstieg eine neunköpfige Gruppe absetzen zu der auf den nächsten Kilometer noch sechs weitere Fahrer aufschlossen. Das Feld hielt den Abstand der Spitze allerdings in Grenzen und ließ den Vorsprung auf nicht mehr als 2:30 Minuten anwachsen. Vor dem Anstieg zum Gotthardpass rückte auch BORA – hansgrohe an die Spitze des Feldes und machte Tempo, während wenig später die Spitzengruppe auf den Kopsteinpflasterpassagen des finalen Anstiegs zerfiel. Im Feld fuhren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als 15 Fahrer, darunter auch Maximilian Schachmann. Obwohl er am Gotthardpass mehrmals abgehängt wurde, mobilisierte der Berliner noch einmal alle Kräfte und schloss mehrfach wieder auf. Allerdings musste er endgültig kurz vor der Bergwertung reißen lassen. In der Abfahrt versuchte er sich zu den Führenden heranzukämpfen, und hätte auch beinahe den Anschluss geschafft. Am Ende überquerte er die Ziellinie beim Sieg von G. Mäder auf dem 10. Platz und verpasste damit einen Podestplatz in der Gesamtwertung um nur vier Sekunden. BORA – hansgrohe schließt die Schweizer Rundfahrt mit einem 2. Platz auf der zweiten Etappe und einem 4. Rang in der Gesamtwertung ab.

Reaktionen im Ziel
„Die Etappe war richtig schwer, gleich von Anfang an mit dem Anstieg. Ich bin natürlich voll gefahren und es ärgert mich ein bisschen, dass ich auf den letzten Metern reißen lassen musste. Ich habe voll gekämpft, aber ich bin trotzdem etwas enttäuscht, dass es mit einem Podestplatz am Ende nicht geklappt hat.“ – Maximilian Schachmann

„Es ist unglaublich schade, dass wir das Podium um vier Sekunden verpasst haben. Das Team und Max haben heute alles gegeben, und er hat super Unterstützung von den Jungs bekommen. Am letzten Berg wurde er etwas abgehängt, konnte aber noch einmal die Lücke etwas schließen. Leider hat es nicht ganz gereicht, denn es hätten vier Sekunden mehr sein müssen, um den dritten Platz zu behalten. Das ist wohl schade, aber so kommt es eben im Sport und im nächsten Rennen greifen wir wieder an.“ – Steffen Radochla, Sportlicher Leiter

Giro d’Italia – Etappe 6

Grotte di Frasassi – San Giacomo (160 km)
1 Gino Mäder (SUI) Bahrain Victorious 4:17:52
2 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 0:00:12
3 Daniel Martin (Irl) Israel Start-Up Nation 0:00:12
4 Remco Evenepoel (Bel) Deceuninck – Quick-Step 0:00:12
5 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:00:14
6 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:00:25
7 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:00:25
8 Marc Soler Gimènez (Esp) Movistar Team 0:00:27
9 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:00:29
10 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:00:29
11 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:00:29
12 Attila Valter (Hun) Groupama – FDJ 0:00:29
13 Emanuel Buchmann (GER) BORA – hansgrohe 0:00:40
14 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:00:40
15 Tobias Svendsen Foss (Nor) Jumbo – Visma 0:00:40

Gesamtwertung
1 Attila Valter (Hun) Groupama – FDJ 22:17:06
2 Remco Evenepoel (Bel) Deceuninck – Quick-Step 0:00:11
3 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 0:00:16
4 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:00:24
5 Louis Vervaeke (Bel) Alpecin – Fenix 0:00:25
6 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:00:38
7 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:00:39
8 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:00:41
9 Daniel Martin (Irl) Israel Start-Up Nation 0:00:47
10 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:00:49
11 Davide Formolo (Ita) UAE Team Emirates 0:00:55
12 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:01:06
13 Marc Soler Gimènez (Esp) Movistar Team 0:01:14
14 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:01:14

Im Gegensatz zu Paris-Nizza hat es Gino Mäder diesmal als Solosieger ins Ziel geschafft und wurde nicht auf den letzten Metern vom Gesamtführenden überspurtet. Dieser Etappensieg stellt seinen bisher größten Erfolg als Berufsfahrer dar. Nach dem ungücklichen Ausscheiden von Topfavorit Mikel Landa gestern nach Sturz zeigte das Team Bahrain Victorious bei der 6. Etappe des Giro tolle Moral, Matej Mohoric und Gino Mäder gehörten einer frühen Ausreißergruppe bei dieser schweren Etappe an. Matej Mohoric arbeitete sehr viel für seinen Teamkollegen und hielt das Tempo der Ausreißer hoch, dabei waren noch Bauke Mollema (TREK-Segafredo) und Dario Cataldo (Movistar). Die beiden konnten, nachdem Mohoric seine gute Arbeit verrichtet hatte, den Antritt von Gino Mäder nicht parieren und die Favoriten kamen am Ende während ihrer Positionskämpfe am Schlußanstieg nicht mehr ganz an Gino Mäder heran.
Bei den Favoriten zeigte sich Egan Bernal (Team INEOS Grenadier) als stärkster Fahrer, sein Team hatte seine Schlußattacke perfekt vorbereitet.

Emanuel Buchmann wird 13. bei erster Bergankunft des Giro d’Italia und verbessert seine Position in der Gesamtwertung

Am sechsten Renntag wartete die erste längere Bergankunft auf das Peloton. Nach dem Startschuss in Grotte di Frasassi ging es über 160 km bergiges Terrain nach Ascoli Piceno wo die 15,5 km lange und 6,1 Prozent steile Schlusssteigung zum San Giacomo den ersten echten Härtetest der Rundfahrt darstellte. Nach einigen erfolglosen Ausreißversuchen konnte sich letztlich eine starke achtköpfige Fluchtgruppe absetzen, in der Hoffnung ausreichend Vorsprung herauszufahren, um am Ende vor den Favoriten das Ziel zu erreichen. Mit 60 km zum Schluss lag der Abstand der Spitze noch bei fünf Minuten, doch als Ineos Grenadiers im Feld aufs Tempo drückte, riss das Peloton auseinander und der Rückstand zu den Ausreißern begann sich schnell zu reduzieren. BORA – hansgrohe befand sich zu diesem Zeitpunkt in der ersten Gruppe der Favoriten. Im Schlussanstieg sprengte E. Bernal diese Gruppe mit einer Attacke auf den letzten Kilometern. Emanuel Buchmann führte eine zweite Gruppe an, die wenige Sekunden hinter den restlichen Favoriten fuhr. Am Ende gelang es G. Mäder aus der Ausreißergruppe die Etappe zu gewinnen, während der Ravensburger auf dem 13. Platz die Ziellinie überquerte und damit auf den 16. Platz in der Gesamtwertung aufrückte.

Reaktionen im Ziel

„Es war eine extrem harte Etappe unter schwierigen Bedingungen, sehr nass und kalt, aber alle im Team haben sich sehr bemüht, mir zu helfen. Vor allem Felix und Matteo haben mich auf den letzten Kilometern gut unterstützt. Leider konnte Felix nach seinem Sturz nicht mehr zurückkommen, aber Matteo war im letzten, entscheidenden Anstieg immer noch bei mir. Ich habe mein Bestes gegeben, um in der letzten Steigung so lange wie möglich in der Gruppe der Favoriten zu bleiben und zu versuchen, den Zeitverlust so gering wie möglich zu halten. Wir hatten in diesem ersten Teil des Giro wirklich furchtbares Wetter und ich hoffe, dass es von nun an besser wird.“ – Emanuel Buchmann

„Ich glaube, es war ein ziemlich guter Tag für uns, Emu hat sich im Gestamtklassement um 10 Plätze auf Platz 16 verbessert. Der besonders gute Aspekt, den wir aus dieser Etappe ziehen können, ist, dass Emu in der Lage ist, mit den Besten zu klettern. Alle im Team haben einen ausgezeichneten Job gemacht, um Emu gut zu unterstützen. Im letzten Ort vor dem Start des Schlussanstiegs waren wir in einen Sturz verwickelt. Felix ging in einer Kurve zu Boden, und obwohl es nichts Ernstes war, konnte er leider nicht wieder zu der ersten Gruppe aufschließen. Matteo war der letzte Fahrer bei Emu im Anstieg, und hat ihn geschützt und gut positioniert. Aus meiner Sicht können wir mit der heutigen Etappe zufrieden sein. Das Wetter war wirklich schlecht, aber das Gute daran ist, dass unsere Jungs immer in einer guten Position in den entscheidenden Momenten waren.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Kommentar zum Radsport Samstag von Plomi

Hallo zusammen,

ich halte mich mit persönlichen Kommentaren zum Radsportgeschehen aus Respekt vor den großen Leistungen der Fahrer sehr zurück, heute mache ich jedoch eine Ausnahme.
Bei beiden Etappenrennen standen heute schwere und entscheidende Bergetappen auf dem Programm, die spannenden Radsport versprachen und auch lieferten.
Fazit: Slowenien ist die neue dominierende Radsportnation, das hatte sich ja bereits in 2020 gezeigt.
Der Etappensieger und neue Gesamtführende Tadej Pogacar (Team UAE Emirates) fuhr bei Tirreno Adriatico den Schlußanstieg 2 Minuten schneller als der bisherige Rekordhalter Chris Froome in 2013 hoch.

Bei Paris-Nizza gewann der stärkste Fahrer des Feldes Primosz Roglic (Team Jumbo Visma) seine 3. Etappe bei der diesjährigen Ausgabe und baute seine Gesamtführung auch durch die Bonus Sekunden weiter aus.
Er überholte kurz vor dem Zielstrich Gino Mäder (Bahrain Victorious), der als Ausreißer sehr lange diese Etappe bestimmt hatte und eine sehr gute Leistung zeigte, es wäre beinahe sein erster Sieg in der Worldtour geworden.
Primosz Roglic und der sehr starke Max Schachmann (BORA-hansgrohe) hatten sich kurz vor dem Ziel aus der kleinen Verfolgergruppe aller Favoriten gelöst und belauerten sich gegenseitig, so dass Gino Mäder scheinbar einen ungefährdeten Etappensieg entgegenfuhr.
Aber 200 Meter vor dem Zielstrich zündete Roglic nochmals den Turbo an und distanzierte Schachmann und überholte kurz vor der Ziellinie auch noch Gino Mäder.
Im gelben Trikot ist solch eine Fahrweise zwar natürlich legitim, aber ob Roglic sich durch diese Aktion im Peloton Freunde macht, ist sehr fraglich.
Im Gegenteil, meiner Meinung nach verspielte er damit eine große Chance, sich Bahrain Victorious als Allierten für zukünftige Rennen gegen das UAE Team um Tadej Pogacar an Land zu holen.
Diese unnötige und respektlose Fahrweise erzielte den kurzfristigen Erfolg, aber ob das langfristig geschickt war, wird sich zeigen müssen.
Was wäre dabei gewesen, als Gesamtführender und schon 2-facher Etappensieger dem jungen Gino Mäder seinen verdienten Etappenerfolg zu gönnen und sich mit dem zweiten Etappen Platz zufrieden zu geben?
Viele Fans hätten ihm das hoch angerechnet.
Ich werde nie vergessen, wie in einer ähnlichen Situation Laurent Jalabert 1995 reagierte.
Bei der Vuelta 1995 konnte Bert Dietz die zwölfte Etappe gewinnen. Kurz nach dem Start war der damals 26-Jährige dem Feld davongefahren. Kurz vor dem Ziel holte ihn der in der Gesamtwertung führende Franzose Laurent Jalabert ein, überließ Dietz aber den Tagessieg.

Solche Gesten und ungeschriebenen Gesetze gelten heute in der Ellbogengesellschaft leider wohl nicht mehr.
Gerhard Plomitzer

Paris – Nice – Etappe 7

Le Broc – Valdeblore La Colmiane (119 km)

1 PRIMOŽ ROGLIC (JUMBO – VISMA) 3:09:18
2 GINO MÄDER (BAHRAIN VICTORIOUS) 0:00:02
3 MAXIMILIAN SCHACHMANN (BORA – HANSGROHE) 0:00:05
4 LUCAS HAMILTON (TEAM BIKEEXCHANGE) 0:00:08
5 ALEKSANDR VLASOV (ASTANA – PREMIER TECH) 0:00:10
6 TIESJ BENOOT (TEAM DSM) 0:00:10
7 GUILLAUME MARTIN (COFIDIS) 0:00:15
8 ION IZAGUIRRE INSAUSTI (ASTANA – PREMIER TECH) 0:00:15
9 HARM VANHOUCKE (LOTTO SOUDAL) 0:00:22
10 JAI HINDLEY (TEAM DSM) 0:00:27
11 STEVEN KRUIJSWIJK (JUMBO – VISMA) 0:00:27
12 JACK HAIG (BAHRAIN VICTORIOUS) 0:00:35
13 DYLAN VAN BAARLE (INEOS GRENADIERS) 0:00:38
14 BEN O’CONNOR (AG2R CITROEN TEAM) 0:00:40
15 WARREN BARGUIL (TEAM ARKEA – SAMSIC) 0:00:53

Gesamtwertung
1 PRIMOŽ ROGLIC (JUMBO – VISMA) 26:32:01
2 MAXIMILIAN SCHACHMANN (BORA – HANSGROHE) 0:00:52
3 ALEKSANDR VLASOV (ASTANA – PREMIER TECH) 0:01:11
4 ION IZAGUIRRE INSAUSTI (ASTANA – PREMIER TECH) 0:01:15
5 TIESJ BENOOT (TEAM DSM) 0:01:34
6 LUCAS HAMILTON (TEAM BIKEEXCHANGE) 0:01:34
7 GUILLAUME MARTIN (COFIDIS) 0:02:06
8 STEVEN KRUIJSWIJK (JUMBO – VISMA) 0:02:07
9 JACK HAIG (BAHRAIN VICTORIOUS) 0:02:10
10 MATTEO JORGENSON (MOVISTAR TEAM) 0:02:21
11 GINO MÄDER (BAHRAIN VICTORIOUS) 0:02:24
12 AURÉLIEN PARET PEINTRE (AG2R CITROEN TEAM) 0:02:26
13 HARM VANHOUCKE (LOTTO SOUDAL) 0:02:33
14 BEN O’CONNOR (AG2R CITROEN TEAM) 0:02:36
15 DYLAN VAN BAARLE (INEOS GRENADIERS) 0:02:41

Maximilian Schachmann Dritter in Valdeblore la Colmiane auf der vorletzten Etappe von Paris-Nizza

Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen in Frankreich musste der Streckenverlauf der vorletzten Etappe kurzerhand leicht verändert werden. Deshalb begann das Rennen nicht in Nizza, sondern in Le Broc. Statt der geplanten 165 km wurden nur noch 119 km gefahren, aber der 16 km Schlussanstieg nach Valdeblore wurde beibehalten. Am Fuße der Steigung waren nur noch 8 der ursprünglich 13 Ausreißer an der Spitze, während sich dahinter das Feld stark ausgedünnt hatte. Mit 5 km bis zum Ziel riss einer der Spitzenreiter eine Lücke zu seinen verbleibenden Fluchtgefährten, während die verkleinerte Gruppe von Favoriten noch rund 35 Sekunden hinter ihm fuhr. Als Max mit noch 1000m bis zum Ziel das Tempo anzog, konnten ihm nur noch vier Fahrer folgen, unter ihnen P. Roglič. Der Slowene attackierte gleich danach, doch Max konnte ihm nachsetzen. Auf den finalen Metern zog Roglič nochmals an, überholte den verbleibenden Ausreißer und wurde damit Tagessieger. Max kam als Dritter über die Ziellinie und verteidigte damit auch seinen 2. Platz in der Gesamtwertung.

Reaktionen im Ziel
„Ich bin sehr glücklich über meinen dritten Platz und auch sehr stolz auf das ganze Team. Wir sind ein wirklich super Rennen gefahren und ich habe heute tollen Support gehabt. Ich bin unten gut in den Berg reingefahren und habe mich auch heute gut gefühlt. Auf den letzten 2 km habe ich noch einmal attackiert, aber Roglič konnte mithalten. Am Ende war er noch etwas frischer im Sprint, aber der 3. Platz fühlt sich heute fast wie ein Sieg an.“ – Maximilian Schachmann
„Große Gratulation an Max zu seiner heutigen Vorstellung. Wir sind heute ins Rennen gegangen um in erster Linie zu versuchen, unseren Podestplatz abzusichern. Wie Max den Primož attackieren konnte, das war eine absolute Ausnahmeleistung. Ich glaube, es gibt auf diesem Planeten nicht viele Rennfahrer, die ihn in dieser Form angreifen können. Schade, dass Max für diese mutige Fahrweise nicht mit dem Sieg belohnt wurde, aber ich denke, dass der 3. Platz und seine heutige Leistung auf jeden Fall ein großes Ausrufezeichen wert ist. Es ist eine Bestätigung seines Vorjahressieges. Kompliment an unsere Sprintergruppe, die Max auf dieser schwierigen Bergetappe bis weit ins Rennen hinein unterstützen konnten. Morgen hoffen wir, dass wir die Rundfahrt noch zu einem guten Abschluss für uns bringen können, und wir sind auch sehr zuversichtlich.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter

MERCILESS ROGLIC
Valdeblore La Colmiane, Saturday, March 13th 2021 – Primoz Roglic knocked down the rest of the field at La Colmiane on Saturday to clinch his third stage victory in the 79th edition of Paris-Nice and strengthen his overall lead with one day to go in the “Race to the Sun”. The Slovenian jumped in the last stretch to overtake the last of the escapees, a remarkable Gino Mäder (Bahrain Victorious), on the line after outwitting title-holder Maximilian Schachmann (Bora-Hansgrohe) who had to settle for third on the line. The Jumbo-Visma team leader now leads Schachmann by 52 seconds overall while Russian and white jersey holder Aleksandr Vlasov (Astana – Premier Tech) is third, 1’11“ adrift. Roglic is now 92.7-km short of his first Paris-Nice crown.
13 in the lead

The real start was given at 11:43 to 139 riders. Maximilian Walscheid (Qhubeka), Patrick Bevin (Israel-Start-up Nation) and Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) did not start. In the Cote de Gilette, a group of thirteen riders emerged, comprising Neilson Powless (EF-Nippo), Andrey Amador and Laurens De Plus (Ineos Grenadiers), Alexey Lutsenko (Astana), Anthony Perez (Codidis), Julien Bernard and Kenny Elissonde (Trek-Segafredo), Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), David de la Cruz (UAE), Sam Bennett and Mattia Cataneo (Deceuninck-Quick-Step), Dylan Teuns and Gino Mader (Bahrain). Polka-dot jersey holder Anthony Perez was first at the top of the climb, adding five points to his KOM tally.

Perez secures polka-dot
Mads Pedersen (Tresk-Segafredo) chased on his own behind the break until the descent of Col de la Sigale when he gave up and waited for the bunch. Perez took five more points on Col de la Sigale (Km 34.4) as the break led the peloton by 1:45. At that stage, the Frenchman had already secured the definitive polka-dot jersey but he was still first again at the top of Cote de St Antonin (km 47) when the gap reached 2:30. With Cataneo lying 2:01 behind Roglic in the GC, the peloton raised the pace in the long flat section leading to the final ascent.

Mader so close
Sam Bennett led the break relentlessly and also won the first sprint of the day in Tournefort (Km 88) as the gap settled at 1:15 until the bottom of the climb to La Colmiane. As the road went up, Powless, Bernard, Elissonde, Lutsenko, Cattaneo, De la Cruz and Mader dropped their former companions. The skimming continued and Powless, Mader and Elissonde were the last escapees standing with 10 km left in the stage. Three kilometres further up the road, Mader and Powless were alone to battle it out but the young Swiss was the stronger of the day and he went solo five kilometres from the line. It seemed as if he would go all the way, especially as Roglic seemed to relax after having reeled in an attack by Schachmann under the red flame, but the Slovenian mercilessly surged in the last 200 metres to cross the line in first place and become the first rider since Tom Boonen in 2006 to win three stages in the Race to the Sun.
@ASO