Schlagwort-Archiv: Giulio Pellizzari

Tour of the Alps – 5. und letzte Etappe: Trento – Bozen/Bolzano – 129 Km

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:20:36
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:30
3 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:30
4 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:30
5 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:10
6 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:10
7 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:10
8 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:10
9 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:20

10 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 02:22
11 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:29
12 GEE-WEST DEREK CAN LIDL-TREK 02:29
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 03:55
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 04:42
15 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 05:22

Enstand nach der 5. Etappe


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 19:01:52
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:40
3 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:50

4 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 01:09
5 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:45
6 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:55
7 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:55
8 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:59
9 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:51
10 ALEOTTI Giovanne ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:11

11 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 03:34
12 GEE-WEST Derek CAN LIDL-TREK 03:59
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 04:56
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 05:27
15 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 06:07

Souveräner Gesamtsieg bei der Tour of the Alps: Pellizzari krönt starke Teamleistung

Giulio Pellizzari hat nicht nur die Schlussetappe, sondern auch die Gesamtwertung der Tour of the Alps für sich entschieden. Kurz vor dem Start des Giro d’Italia lieferte der 22-jährige Italiener aus den Reihen von Red Bull – BORA – hansgrohe damit einen starken Formnachweis.

Mit einer mutigen Attacke rund 28 Kilometer vor dem Ziel hat Giulio Pellizzari die Schlussetappe der Tour of the Alps (2.Pro) gewonnen. Pellizzari hatte sich auf dem 128,6 Kilometer langen Teilstück von Trient nach Bozen am letzten Anstieg von seinen schärfsten Konkurrenten abgesetzt und fuhr als Solist zum Sieg. Die Ziellinie überquerte er mit 30 Sekunden Vorsprung auf Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Michael Storer (Australien, Tudor Pro Cycling Team). Auch in der Gesamtwertung triumphierte Pellizzari und gewann mit 40 Sekunden Vorsprung vor Bernal und mit 50 Sekunden Vorsprung vor dessen Teamkollegen Thymen Arensman (Niederlande).

Die Weichen auf den Gesamtsieg hatten Pellizzari und Red Bull – BORA – hansgrohe bereits auf der zweiten Etappe gestellt, als der Italiener mit einem Etappensieg die Führung übernommen hatte. Grundlage für die erfolgreiche Verteidigung bis zum Finale war dabei eine geschlossene Teamleistung der Red Bull – BORA – hansgrohe Mannschaft, die das Rennen über weite Strecken kontrollierte. Auch auf der entscheidenden Schlussetappe wurde dieser Zusammenhalt eindrucksvoll sichtbar, als sich unter anderem Giovanni Aleotti im Finale vor seinen Kapitän spannte und die entscheidende Attacke vorbereitete.

Für Pellizzari, der auch die Nachwuchswertung des Etappenrennens gewann, ist es der erste Gesamtsieg seiner Profikarriere – ein bedeutender Meilenstein für den 22-Jährigen aus San Severino Marche. Für Red Bull – BORA – hansgrohe – Sieger der Mannschaftswertung – markiert der Erfolg bereits den 14. Saisonsieg. Die Tour of the Alps gilt zudem als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf den Giro d’Italia. Pellizzaris Erfolg ist damit auch ein vielversprechendes Signal für die am 8. Mai beginnende Italienrundfahrt.

„Die Tour of the Alps habe nicht ich gewonnen, sondern es ist ein Sieg von Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Jungs haben in den letzten Tagen einfach einen unglaublichen Job gemacht, dementsprechend wollte ich dieses Vertrauen zurückgeben. Unser Plan war klar: das Rennen hart machen und den Unterschied in den Bergen setzen. Als ich meine Chance gesehen habe, bin ich gegangen. Dass ich die Attacke bis ins Ziel durchziehen und solo gewinnen konnte, macht diesen Tag einfach perfekt.“
— Giulio Pellizzari

„Die Woche ist für uns wirklich sehr gut gelaufen. Die Teamleistung war mehr als souverän – und die zwei Etappensiege von Giulio sowie der Gesamtsieg waren am Ende die Kirsche auf der Torte. Damit können wir sagen: Die Vorbereitung auf den Giro d’Italia ist sehr erfreulich abgeschlossen. Jetzt freuen wir uns auf die Grande Partenza in Bulgarien.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Pellizzari holt sich alles: Solo-Sieg in Bozen und Italien feiert bei der Tour of the Alps

Dreizehn Jahre nach dem Sieg von Nibali (beim Giro del Trentino) steht wieder ein Italiener ganz oben auf dem Podium des von Sport Alto Garda organisierten Rennens: Der Fahrer aus den Marken von Red Bull-BORA-hansgrohe zerlegt den Anstieg nach Jenesien und sichert sich das Grüne Trikot von Melinda vor dem INEOS-Duo Bernal-Arensman

Giulio Pellizzari hatte es wenige Wochen vor dem Start der 49. Tour of the Alps in Innsbruck angekündigt: „Es ist das Rennen, das mir gezeigt hat, dass ich auf hohem Niveau fahren kann. Die Tour of the Alps ist das Bergrennen schlechthin – und ich will zurückkommen, um sie zu gewinnen.“ Er hat Wort gehalten: Am Freitag, 24. April, holte sich der 22-Jährige aus den Marken in Bozen seinen zweiten Etappensieg bei dieser TotA-Ausgabe und verteidigte bis zuletzt das Grüne Trikot von Melinda, das er mit seinem ersten Erfolg im Martelltal erobert hatte.Ausgerechnet er, der vor dieser Woche nur einen einzigen Sieg als Profi vorzuweisen hatte – und noch nie eine Rundfahrt in irgendeiner Kategorie gewonnen hatte: Doch bei der Tour of the Alps hat sich etwas verändert. Oder vielleicht hat sich alles verändert – das wird die Zeit zeigen.

Sicher ist: Italien darf bei der Tour of the Alps 13 Jahre nach Vincenzo Nibali wieder jubeln (als das Rennen noch Giro del Trentino hieß) – und erstmals, seit die Rundfahrt ihr neues euroregionales Gewand trägt. Und das ausgerechnet in jener Ausgabe, die den ersten Zehnjahreszyklus der Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und Trentino abschließt. 2013 stürmte der Hai direkt weiter zum Gewinn des Rosa Trikots; der Herzog von Camerino blickt nun mit einigen zusätzlichen Gewissheiten dem Start in Bulgarien entgegen.

In fünf Tagen zeigte der Fahrer aus den Marken Brillanz und Selbstvertrauen, kontrollierte das Rennen gemeinsam mit seinem starken Team Red Bull-BORA-hansgrohe und setzte jedes Mal deutliche Ausrufezeichen, wenn die Straße unter den Rädern der Fahrer anstieg.

Ob sich in Bozen tatsächlich eine Staffelübergabe vollzogen hat, wird die Zeit zeigen, doch der 22-Jährige aus Camerino verlässt diese Woche die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit neuem Selbstbewusstsein. Er verstand es, dem Druck der Favoritenrolle standzuhalten, und bewies auf der Straße, der Beste zu sein – auch gegen Gegner vom Kaliber eines Egan Bernal, früherer Sieger der Tour de France und des Giro d’Italia, oder gegen etablierte Tour-of-the-Alps-Protagonisten wie Michael Storer und Thymen Arensman.

Nach dem Erfolg im Martelltal legte Pellizzari auf der Etappe Trient-Bozen (128,6 km) nach. Beim Start war sein Vorsprung in der Gesamtwertung minimal – lediglich 4 Sekunden auf das INEOS-Grenadiers-Duo –, doch der Fahrer aus den Marken kontrollierte das Rennen souverän. Am Anstieg nach Jenesien selektierte er zunächst das Feld, ehe er bei der zweiten Passage den entscheidenden Angriff setzte und dem Sieg entgegenfuhr. Arensman und Bernal versuchten, sein Tempo mitzugehen, doch sein Rhythmus erwies sich als unhaltbar.

Im Ziel in Bozen belegte ein wiedererstarkter Bernal mit 30 Sekunden Rückstand Rang zwei und setzte sich im Sprint gegen Storer und seinen Teamkollegen Arensman durch. Dahinter folgten Jakob Omrzel (Bahrain Victorious), Ben O’Connor (Jayco AlUla), der Routinier Chris Harper (Q36.5) und der junge Mathys Rondel (Tudor Pro Cycling), allesamt mit 1:20 Minuten Rückstand. Noch weiter zurück lagen Aleksandr Vlasov und Derek Gee mit 2:29 Minuten.

In der Gesamtwertung setzte sich der Fahrer aus den Marken – zugleich Gewinner des weißen FORST-Trikots für den besten Nachwuchsfahrer – mit 40 Sekunden Vorsprung auf Bernal und 50 Sekunden auf Arensman durch. Neben dem Podium klassierte sich Titelverteidiger Storer mit 1:09 Minuten Rückstand, gefolgt von den jungen Fahrern Rondel (1:45) und Omrzel (1:55).

Das rote Trikot von Caffè della Bocca della Verità ging an den Überraschungsmann Tommaso Dati (Team UKYO), Sieger der ersten Etappe in Innsbruck. Das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale für die Bergwertung sowie das Sondertrikot e-VISO Giro für den kämpferischsten Fahrer sicherte sich hingegen der ehemalige deutsche Eisschnellläufer Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), der auch mit dem Etappensieg am Donnerstag in Trient glänzte.

PELLIZZARI: „UNGLAUBLICH, DIE #TOTA ZU GEWINNEN – NÄCHSTES JAHR KOMME ICH ZURÜCK, UM DEN TITEL ZU VERTEIDIGEN“

„Ich bin zur Tour of the Alps gekommen, um mich an den Anstiegen zu testen: Zu Beginn waren die Gefühle nicht ideal, aber sie wurden von Tag zu Tag besser. Dieses Rennen hat uns im Hinblick auf die Zukunft viel Selbstvertrauen gegeben: Wir haben gezeigt, dass wir ein starkes Team sind, bereit, um etwas Großes zu kämpfen. Ich habe die Verantwortung gespürt, als Leader zu fahren – angesichts der großartigen Arbeit meiner Teamkollegen. Ich wollte auch für sie gewinnen, für alles, was sie für mich getan haben.“

„Heute bin ich mit der Überzeugung gestartet, anzugreifen und allein ins Ziel zu kommen. INEOS hat an der ersten Auffahrt nach Nobls ein hohes Tempo angeschlagen; bei der zweiten hat mich Aleotti perfekt lanciert, danach bin ich in der Abfahrt etwas Risiko gegangen, um den Vorsprung zu vergrößern. Die letzten zwei Kilometer habe ich in vollen Zügen genossen.“

„Die Tour of the Alps 13 Jahre nach Nibali zu gewinnen, ist für mich etwas Unglaubliches. Für mich bleibt er ein großer Bezugspunkt, und ich hoffe, mich mit der Zeit dem annähern zu können, was er erreicht hat.“

„Ich glaube, dass ich meine Form mit Blick auf den Giro noch weiter verbessern kann: In den kommenden Tagen werde ich in Südtirol, im Schnalstal, bleiben und dort gemeinsam mit Gianni Moscon einige Trainingstage absolvieren, bevor ich nach Bulgarien reise.“

„Diese Tour of the Alps hat mir viel gegeben – im Rennen und im Umfeld. Ich habe die Zuneigung des Publikums stark gespürt, vor allem im Trentino, wo meine Freundin lebt und mich viele kennen. Das ist ein Rennen, das ich immer fahren will und dem ich mich auch in Zukunft immer stellen möchte: Nächstes Jahr hoffe ich, mit der Nummer 1 auf dem Rücken am Start zu stehen.“

PIDCOCK VERSUCHT ES AUS DER DISTANZ, PELLIZZARI DIKTIERT DAS GESCHEHEN IN BOZEN

Schon in den ersten Kilometern war die fünfte Etappe der Tour of the Alps von Attacken und Kontern geprägt, während das Feld auf den ersten Rampen hinauf zur Sprintwertung von Palù di Giovo reagierte, die dem Andenken an Sara Piffer gewidmet war, an die auch heute Morgen beim Start in Trient erinnert wurde.

Nach der Sprintwertung setzte sich eine Gruppe von zwölf Fahrern ab: der Etappensieger von Trient Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), Sam Oomen (Lidl-Trek), Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious), Reuben Mackellar und Jesús Rodríguez Contreras (EF Education-EasyPost), Koen Bouwman (Team Jayco AlUla), Alejandro Rojas Naranjo (Bardiani CSF Faizanè), Márton Dina (MBH Bank), Mattia Bais (Team Polti VisitMalta), Tom Pidcock und Mark Donovan (Q36.5) sowie Nicolò Garibbo (Team Ukyo).

Die Spitzengruppe erreichte rund um Kilometer 50 am Anstieg nach Altenburg bei Kaltern einen Maximalvorsprung von 2:40 Minuten, wo Jasch die entscheidenden Punkte für das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale in der Bergwertung holte. Im Tal Richtung Bozen übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle über das Rennen und arbeitete daran, Giulio Pellizzari vor der ersten Passage des Anstiegs nach Jenesien in beste Position zu bringen.

In dieser Phase leistete Donovan den Großteil der Führungsarbeit in der Fluchtgruppe, doch das hohe Tempo von Jayco AlUla ließ den Vorsprung der Ausreißer kontinuierlich schrumpfen. Beim ersten Anstieg zur Bergwertung von Nobls übernahm INEOS Grenadiers die Nachführarbeit und erhöhte das Tempo deutlich.

An der Spitze konnten sich Tom Pidcock, Márton Dina und Rodríguez Contreras absetzen, wobei der Brite und der Kolumbianer rund zwei Kilometer vor der Bergwertung allein vorne blieben. Gleichzeitig reduzierte das gemeinsame Forcing von INEOS Grenadiers und Jayco AlUla den Rückstand des Feldes um mehr als zwei Minuten.

An den ersten Rampen der zweiten Auffahrt nach Jenesien blieb Rodríguez Contreras allein an der Spitze zurück und brach den Widerstand von Tom Pidcock. Der Brite, obwohl noch nicht in Bestform, ehrte die Tour of the Alps mit einem fast gelungenen Sieg auf der Auftaktetappe in Innsbruck und dem Tagessieg in Arco. Hinter Rodríguez Contreras schlug Red Bull-BORA-hansgrohe ein extrem hohes Tempo an und zog die Favoritengruppe in die Länge. Der Erste, der reißen lassen musste, war Derek Gee, kurz darauf gefolgt von Aleksandr Vlasov – beide außerstande, dem von Giovanni Aleotti vorgegebenen Rhythmus zu folgen.

Nach einem kurzen Flachstück zögerte Pellizzari nicht länger und setzte eine entschlossene Attacke, der zunächst das INEOS-Duo Thymen Arensman und Egan Bernal folgen konnte. Nach rund 500 Metern Vorstoß verloren die beiden jedoch an Boden, auch wenn sie versuchten, den Rückstand zu begrenzen.

Bernal fuhr sein eigenes Tempo weiter, während Arensman für seine Anstrengung bezahlen musste und von Michael Storer eingeholt wurde. Das Trio schloss kurz nach der Bonus-Sprintwertung in Oberkollern wieder zum Kolumbianer auf, wo Pellizzari 2 Sekunden auf Bernal und 6 Sekunden auf Arensman gutmachte.

Im Schlussabschnitt des Anstiegs nach Nobls baute der Fahrer aus den Marken seinen Vorsprung auf bis zu 19 Sekunden gegenüber den drei Verfolgern aus, die vergeblich versuchten, die Jagd zu organisieren. Pellizzari meisterte anschließend auch die Abfahrt perfekt, beschleunigte aus jeder Kurve heraus neu und erreichte das Ziel als Solist, empfangen vom Jubel des Bozner Publikums.

Zu den Gratulanten für Pellizzari zählten auch Größen des Südtiroler Sports: die Olympiasieger im Rennrodeln von Mailand-Cortina Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner sowie Nationaltrainer Armin Zöggeler, eine Legende des italienischen Wintersports.

Ein würdiges Finale einer Tour of the Alps, bei der sich aufstrebende Gesichter mit Champions abwechselten, die sich ganz sicher nicht schonten: vom großartigen Sieg von Tommaso Dati in Innsbruck bis zum ersten Ausrufezeichen Pellizzaris im Martelltal. Zur Rennhalbzeit trat Tom Pidcock in Arco ins Rampenlicht, ehe er in Trient Platz machte für die wunderbare sportliche Geschichte von Lennart Jasch, einst Eisschnellläufer und heute mutiger Radprofi. Und dann die Apotheose von Bozen, mit Giulio Pellizzari, der einer Etappe, die noch lange in Erinnerung bleiben wird, seinen Stempel aufdrückte.

Eine intensive, umkämpfte und facettenreiche Ausgabe, die die Berufung der Tour of the Alps bestätigt, Talenteschmiede und Bühne für große Protagonisten zugleich zu sein. Eine Veranstaltung, die nach vorne blickt, ohne ihre Identität zu vergessen, und die sich bereits auf einen neuen historischen Meilenstein zubewegt: das fünfzigjährige Jubiläum, wenn diese Tradition aus Spektakel und Leidenschaft verspricht, die Messlatte erneut höher zu legen.

Bozen (Südtirol), 24. April 2026

Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Tour of the Alps – 4. Etappe: Arco – Trento – 168 Km

1 JASCH Lennart GER Tudor Pro Cycling Team 04:28:06
2 SOBRERO Matteo ITA LIDL-TREK 00:10
3 IACOMONI Federico ITA Team UKYO 00:11
4 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:20
5 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:20
6 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20

7 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:20
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:20
9 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:20
10 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:20

11 PALETTT Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:20
12 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20
13 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:20
14 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:20
15 GEE Derek CAN LIDL-TREK 00:20

Gesamtwertung nach der 4. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 15:41:32
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:04
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:06

5 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:15
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19
7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45
15 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:54

Jasch, Flucht zum Sieg in Trient. Pellizzari bleibt in Grün, doch die Tour of the Alps wird erst in Bozen entschieden

Der Deutsche vom Team Tudor, ehemaliger Eisschnellläufer, feiert bei der Tour of the Alps den ersten Sieg seiner Karriere. Hinter ihm folgen Sobrero und Lokalmatador Iacomoni. Die Entscheidungen werden auf die Etappe Trient–Bozen vertagt: Das INEOS-Duo Bernal–Arensman liegt in der Gesamtwertung nur 4 Sekunden hinter dem Athleten aus den Marken im Grünen Melinda-Trikot

Am Tag, an dem die Tour of the Alps in Trient die Olympischen Eisschnellläufer Arianna Sighel und Andrea Giovannini empfängt und ehrt, rückte auch ein ehemaliger Eisschnellläufer mitten im Renngeschehen ins Rampenlicht und bescherte sich mit Blick auf den Dom der Trentiner Hauptstadt den schönsten Tag seiner Karriere. Lennart Jasch, Fahrer von Tudor Pro Cycling, begann nach einer Verletzung im Jahr 2023 mit dem Radsport und hat seitdem nicht mehr aufgehört zu fahren – bis er sich heute, Donnerstag, 23. April, seinen ersten Profisieg sicherte.

Auf der vierten Etappe der Tour of the Alps von Arco nach Trient (167,8 km mit 3.900 Höhenmetern) war alles geboten: die langen Anfangsanstiege zum Passo Bordala und Passo Redebus sowie die ständigen Wellen eines klassikerähnlichen Finales, geprägt von einer ununterbrochenen Folge kurzer, steiler Anstiege, die das Rennen bis zuletzt offenhielten.

Jasch legte den Grundstein für seinen Erfolg mit dem Sprung in die Fluchtgruppe am Anstieg zum Bordala gemeinsam mit vier weiteren Fahrern. Im Finale hielt er dann dem Aufholversuch von Matteo Sobrero (Lidl-Trek) und Federico Iacomoni (Team UKYO) stand, die im Schatten des Doms von Trient als Zweiter beziehungsweise Dritter ins Ziel kamen. Die beiden Italiener hatten in der Abfahrt von Povo aus der Gruppe des Grünen Trikots heraus versucht aufzuschließen, jedoch ohne den erhofften Erfolg.

Italien bestätigt sich damit als gutes Pflaster für den 25-jährigen Deutschen, der bereits im vergangenen Jahr zwei Siege in der U23-Kategorie beim Giro della Regione Friuli Venezia-Giulia gefeiert hatte – mit einem Etappensieg sowie dem Gewinn der Gesamtwertung.

Knapp neben dem Tagespodium belegten Florian Stork (Tudor Pro Cycling) und Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) die Plätze vier und fünf. Der Niederländer ist damit bereit, morgen in Bozen seine Chancen auf den Gesamtsieg auszuspielen. Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-Hansgrohe) verteidigte seine Führung bei der #TotA 2026 und trug zum dritten Mal in Folge das Grüne Melinda-Trikot. Direkt hinter ihm lauern Arensman und der Kolumbianer Egan Bernal, beide nur vier Sekunden zurück.

Bernal gewann zudem weitere zwei Sekunden auf Pellizzari, der morgen auch auf die Unterstützung seines Teamkollegen Aleksandr Vlasov zählen kann, der mit sechs Sekunden Rückstand Vierter der Gesamtwertung ist. Dennoch scheint der Kampf um den Gesamtsieg keineswegs auf diese vier Fahrer beschränkt. Die Gesamtwertung bleibt extrem eng: Die ersten zehn Fahrer liegen innerhalb von weniger als 30 Sekunden – und es kann noch alles passieren, wie so oft im letzten Akt auf den Straßen der Euregio zwischen Tirol, Südtirol und Trentino.

DIE FREUDE VON JASCH: „ICH KANN ES IMMER NOCH NICHT GLAUBEN“

„Ich kann es immer noch nicht glauben: Es war einfach ein unglaublicher Tag, extrem hart, und ich bin wirklich sehr glücklich. Ich habe sofort gemerkt, dass ich sehr gute Beine habe, und deshalb habe ich versucht, daran zu glauben. Es war bis zum Schluss unglaublich schwierig: Erst als ich auf die letzte Zielgerade rechts eingebogen bin, wurde mir klar, dass ich gerade mein erstes Rennen als Profi gewonnen habe.“

„Ich war bis Ende 2023 Eisschnellläufer, dann hatte ich eine Verletzung, die mich zu einer Reha zwang. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich auf dem Rad ziemlich stark bin, zumindest wenn man auf die Wattwerte schaut. Danach hatte ich Kontakt mit dem Entwicklungsteam von Bora, und sie haben mich zum Radsport gebracht. Es hat mir sofort gefallen, es hat großen Spaß gemacht, auch wenn ich unglaublich viel lernen musste. Ich glaube aber, dass ich in den letzten zweieinhalb Jahren eine sehr schnelle Entwicklung gemacht habe. In dieser Saison bin ich vom Red Bull Devo Team zum Tudor Devo Team gewechselt, und sie haben mich hierhergebracht, um Michael Storer beim Gewinn der Gesamtwertung zu unterstützen.“

„Ich erinnere mich, dass ich vergangenes Jahr im Flugzeug auf dem Rückweg aus Mallorca mit Giulio Pellizzari genau über dieses Rennen gesprochen habe, und er mir sagte, wie unglaublich anspruchsvoll es sei. Dann bin ich es zum ersten Mal gefahren, und das Wetter war nicht auf meiner Seite: Bei der vierten Etappe bin ich komplett eingebrochen und musste aufgeben. Und jetzt bin ich wieder hier, erneut bei der vierten Etappe, aber diesmal habe ich sie gewonnen. Das zeigt, wie sehr sich in einem Jahr alles verändert hat. Für morgen kann ich nicht alle unsere Taktiken verraten, da der Führende direkt neben mir sitzt, aber natürlich hoffe ich, dass jemand aus unserem Team gewinnt. Auch wenn du mir sympathisch bist, Giulio, glaube ich nicht, dass du es sein wirst.“

PELLIZZARI: „MORGEN ERWARTE ICH ABSTÄNDE – ICH HOFFE, DASS ICH FÜR DIESE SORGE“

„Es war ein wirklich anspruchsvoller Tag, weil es zu Beginn sehr viele Attacken gab. Wir haben das Rennen am Bordala-Berg geschlossen, und ich bin stolz auf meine Teamkollegen. Als Pidcock es im Finale versucht hat, fühlte ich mich gut und entschied mich zum Gegenangriff.“

„Morgen wird es mit Sicherheit vom Start weg ein Kampf werden, weil alle versuchen werden, die letzten Kräfte einzusetzen. Wenn die Fluchtgruppe durchkommt, bin ich natürlich zufrieden, aber ich glaube nicht, dass das Rennen über Bonussekunden entschieden wird, denn am Schlussanstieg erwarte ich Unterschiede. Ich hoffe, dass ich es bin, der die Selektion herbeiführt.“

IN TRIENT WURDE DER MUT VON JASCH BELOHNT

Die komplett im Trentino ausgetragene Etappe der Tour of the Alps nahm bereits früh Fahrt auf, als sich am Anstieg zum Passo Bordala eine Spitzengruppe mit Jasch (Tudor Pro Cycling), Kepplinger (Bahrain Victorious), Quinn (EF Education-EasyPost), Jensen (Jayco-AlUla) und Raccani (Team UKYO) bildete. Die Ausreißer erarbeiteten sich am Passo Redebus einen Vorsprung von bis zu 3:40 Minuten, wobei Sean Quinn lange Zeit virtueller Gesamtführender war. Der US-Amerikaner konnte sich immerhin damit trösten, beide Bergwertungen der ersten Kategorie als Erster zu passieren und sich das Blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale als Führender der Bergwertung zu sichern.

An den Rampen des Redebus übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle und verkleinerte den Rückstand auf die Spitzengruppe nach und nach. Jasch versuchte bereits in Richtung Brusago den Unterschied zu machen, doch auf dem flachen Abschnitt vor der Abfahrt konnten Jensen, Kepplinger und Raccani wieder zum Deutschen aufschließen. Nur Quinn musste abreißen lassen.

In der Abfahrt nach Baselga di Piné setzte sich Pinarello Q36.5 neben Red Bull an die Spitze des Feldes und reduzierte den Abstand auf rund eineinhalb Minuten. In dieser Phase zeigte sich Jasch erneut als stärkster Kletterer und setzte sich an den Rampen des Anstiegs nach Sant’Agnese ab.

Hinter ihm versuchten Raccani und Kepplinger zu reagieren, wurden in der Abfahrt jedoch von Rodríguez (EF Education-EasyPost) und Jensen eingeholt. Das Quartett zerfiel am Anstieg nach Povo, als in der Verfolgung der Spitze nur noch Rodríguez und Jensen übrigblieben.

An den Rampen von Povo versuchte Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) im Feld die Entscheidung zu erzwingen. Seine Beschleunigung löste zehn Kilometer vor dem Ziel den Angriff von Giulio Pellizzari aus, auf den Bernal, Arensman und Omrzel sofort reagierten. Auf Pellizzaris Attacke folgte der Konter seines Teamkollegen Vlasov, der beim Bonus Sprint vier Sekunden gewann, während Bernal weitere zwei Sekunden sammelte.

In der anschließenden Abfahrt versuchten O’Connor, Porter (Jayco-AlUla), Sobrero (Lidl-Trek) und Iacomoni (Team UKYO), sich abzusetzen. Genau diese Fahrer nahmen die Verfolgung von Jasch auf, doch der technische Abschnitt in der Stadt kam dem Spitzenreiter entgegen, der im Schatten des Doms von Trient jubelnd ins Ziel kam – wie ein Eisschnellläufer.

Vor der letzten Etappe der Tour of the Alps, mit Start in Trient und Ziel in Bozen, trägt Giulio Pellizzari weiterhin das Grüne Melinda-Trikot des Gesamtführenden sowie das Weiße FORST-Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Tom Pidcock behält das Rote Trikot von Caffè Bocca della Verità für die Punktewertung, während Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg) die Sonderwertung der Ausreißer anführt und das Schwarze eViso Giro-Trikot trägt.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Gruppo Cassa Centrale-Trikot – Bergwertung: Sean Quinn (EF Education-EasyPost)
Rotes Caffè Bocca della Verità-Trikot – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Breakaway-Wertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Trient, 24. April 2026
Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Tour of the Alps – 3. Etappe: Latsch/Laces – Arco – 175 Km

1 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 04:23:24
2 DATT Tommaso ITA Team UKYO 00:00
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
4 PALETTI Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:00
6 QUINN Sean USA EF Education – Easypost 00:00
7 HAMILTON Chris AUS Team Picnic Postnl 00:00
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:00
9 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:00
10 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:00
11 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:00
12 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:00
13 CATTANI Alessandro ITA ITALIA 00:00
14 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:00
15 DINA Märton HUN MBH Bank CSB Telecom Fort 00:00

Gesamt:

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 11:13:06
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:06
4 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:45

15 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45

In Arco platzt bei Tom Pidcock der Knoten. Pellizzari weiterhin im Grünen Melinda-Trikot

Nach dem zweiten Platz in Innsbruck sichert sich der Engländer den Sieg auf der dritten Etappe der Tour of the Alps, die heute Morgen in Latsch gestartet wurde, mit einem langen Sprint, der der Konkurrenz keine Chance lässt. Hinter ihm bestätigen sich Tommaso Dati und ein starker Egan Bernal. Giulio Pellizzari bleibt im Grünen Melinda-Trikot, verliert jedoch Lorenzo Finn, der nach einem Sturz in den Anfangskilometern aufgeben musste. Morgen steht eine reine Trentiner Etappe von Arco nach Trient auf dem Programm

Vor einigen Tagen war er in Innsbruck noch knapp gescheitert, doch Champions machen selten zweimal denselben Fehler. Diesmal holte sich Tom Pidcock den Sieg bei der Tour of the Alps 2026 und feierte damit einen besonders bedeutenden Erfolg auch für Sport Alto Garda, den Veranstalter des grenzüberschreitenden Rennens mit Sitz genau in Arco.

Im Ziel in Arco am Mittwoch, 22. April, dominierte der zweimalige Olympiasieger im Mountainbike den Sprint und revanchierte sich damit dafür, dass ihm der Sieg in Tirol im letzten Moment entglitten war. Hinter ihm belegte der junge Tommaso Dati (Team UKYO) einen starken zweiten Platz, während ein überzeugender Egan Bernal (INEOS Grenadiers) das Tagespodium komplettierte. Für den kolumbianischen Kletterer richten sich nun alle Blicke auf die Königsetappe von morgen, die das Rennen von Arco nach Trient führen wird.

Der Erfolg des Briten war intelligent und entschlossen herausgefahren und krönte die Arbeit seiner Teamkollegen von Team Pinarello Q36.5 im Finale. In der Abfahrt vom Tennosee schlossen zunächst Mark Donovan und danach Chris Harper die Lücke zu den beiden Ausreißern des Tages, Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek).

Auf der Zielgeraden ließ Pidcock seinen Rivalen keine Chance: Zunächst neutralisierte er den Angriff des schnellen Ben O’Connor (Jayco-AlUla) drei Kilometer vor dem Ziel, dann ging er als Erster durch die letzte Kurve und setzte sich souverän gegen die gesamte Konkurrenz durch. Ein Italiener verpasste das Podium diesmal knapp: Der 21-jährige Luca Paletti (Bardiani CSF Faizanè) wurde Vierter vor dem Russen Aleksandr Vlasov (Red Bull–BORA–hansgrohe).

Es war ein kontrolliertes Rennen für den Gesamtführenden Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe), der trotz eines vorsichtigen Sprints im Grünen Melinda-Trikot bleibt. Auch der Kletterspezialist aus den Marken dürfte auf dem morgigen Abschnitt, dem schwersten der gesamten Tour of the Alps, passendes Terrain vorfinden.

Hinter Pellizzari bestätigt sich Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) mit sechs Sekunden Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung, während sein Teamkollege Bernal dank der vier Bonussekunden im Ziel auf Platz drei vorrückt. Den beiden „Grenadieren“ kommt nun die Aufgabe zu, ihre Kräfte zu bündeln, um das Grüne Trikot von RedBull–BORA–hansgrohe unter Druck zu setzen – das Team verlor heute den jungen Teamkollegen Lorenzo Finn, der nach dem Massensturz bei Kilometer 2 aufgeben musste.

PIDCOCK: „SIEGEN IST IMMER EIN FANTASTISCHES GEFÜHL“

„Im letzten Rennen vor meinem Sturz war ich in großartiger Form, heute dagegen fand ich mich leidend am Ende des Feldes wieder, sogar schon am ersten Anstieg abgehängt: Ich musste meine Einstellung ändern. Als ich wieder zurückkam und merkte, dass die Beine am zweiten Anstieg besser reagierten, sagte ich dem Team, wir sollten versuchen, die Etappe zu gewinnen: Dass es geklappt hat, ist ein fantastisches Gefühl. Im Vergleich zu den ersten beiden Tagen spüre ich bereits Verbesserungen: Die erste Etappe war ein echter Kampf, einer der härtesten Tage, die ich je im Sattel erlebt habe. Ich wurde Zweiter, aber das ist nur ein Teil der Geschichte.“

„Ich habe den Sprint ziemlich weit vor dem Ziel eröffnet, weil ich nicht eingeklemmt werden wollte, da ich wusste, dass das meine beste Chance auf den Sieg war. Im Nachhinein habe ich den Sprint vielleicht zu früh angezogen, aber am Ende ist es gut gegangen.“

„Morgen wird der härteste Tag dieser Tour of the Alps sein, zumindest was die Höhenmeter betrifft. Auf diesem Niveau sind zehn Tage ohne Rad sehr viel: Man braucht Zeit, um die Beine wiederzufinden, aber jetzt, da der Druck geringer geworden ist, kann ich Spaß haben.“

PELLIZZARI: „ICH DANKE DER MANNSCHAFT, MORGEN KOMMT EINE SCHWIERIGE ETAPPE“

„Es wird bis Freitag ein hartes Rennen bleiben. Wir sind eine Mannschaft von Kletterern, und ich muss meinen Teamkollegen danken, die heute auf einer schnellen und nicht einfachen Etappe stark gefahren sind. Schade wegen des Sturzes von Lorenzo Finn: Ich hoffe, dass es ihm gut geht und dass er so schnell wie möglich wieder aufs Rad zurückkehren kann. Morgen erwartet uns eine ziemlich schwere Etappe, mit vielen Fahrern, die in der Gesamtwertung nur durch wenige Sekunden getrennt sind. Ich glaube nicht, dass es leichter wird als heute.“

OOMEN UND RAFFERTY LANGE IN DER OFFENSIVE

Unmittelbar nach dem Start in Latsch zwang ein schwerer Massensturz bei Kilometer 2 Howson (Pinarello Q36.5), Federspiel (Österreich), Nespoli (MBH Bank), Langellotti (INEOS Grenadiers), Engelhardt (Jayco-AlUla) und Lorenzo Finn (Red Bull–BORA–hansgrohe) zur Aufgabe. Das Rennen wurde für etwa zwanzig Minuten neutralisiert, um die Erstversorgung der betroffenen Fahrer zu ermöglichen: Ihre Zustände geben jedoch keinen Anlass zur Sorge. Der U23-Weltmeister erlitt einen Bruch am rechten Speichenknochen; bei Howson besteht Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch. Engelhardt zog sich, nach einer negativen Gehirn-CT, einen Bruch des Olecranons zu. Nespoli erlitt lediglich Prellungen und Schürfwunden. Alle Fahrer wurden aus dem Krankenhaus entlassen.

Nach dem Neustart wurden mehrere Ausreißversuche umgehend vom Feld gestellt, das sowohl im Vinschger Talboden als auch am Passo Castrin von den Fahrern von Red Bull–BORA–hansgrohe kontrolliert wurde. An den letzten Rampen setzten sich dann Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek) ab, die in der folgenden Abfahrt vom Feld ziehen gelassen wurden.

Das Spitzenduo erreichte bei Kilometer 96 einen maximalen Vorsprung von 2:28 Minuten, während dahinter Red Bull–BORA–hansgrohe und INEOS Grenadiers die Lage ohne Mühe kontrollierten. Auch Juul Jensen (Jayco-AlUla) versuchte, zu den Führenden aufzuschließen, gab das Unterfangen jedoch nach wenigen Kilometern auf und wurde vom Feld wieder eingeholt.

Überraschend aus taktischer Sicht war der Angriff von Rodriguez (EF Education–Easypost) am Anstieg nach Tenno, obwohl Teamkollege Rafferty bereits vorne vertreten war. Pinarello Q36.5 übernahm jedoch in der anschließenden Abfahrt Richtung Gardasee das Kommando, dank der starken Arbeit von Donovan und Harper, die entscheidend waren, um Pidcock bis in die letzten Kilometer zu führen.

Vier Kilometer vor dem Ziel schloss das Feld wieder auf, allerdings nur für wenige Hundert Meter: Der Angriff des Australiers O’Connor zerriss sofort wieder das Gleichgewicht, fand aber in Pidcock eine umgehende Antwort.

Zwei Kilometer vor dem Ziel war das Peloton wieder geschlossen und bereit für den Sprint in Arco, wo der zweimalige Olympiasieger der Konkurrenz keine Chance ließ, souverän gewann und seiner Tour of the Alps seinen Stempel aufdrückte. Zudem übernahm er auch das Rote Caffè Bocca della Verità-Trikot der Punktewertung.

Pellizzari bestätigt sich auch im Weißen FORST-Trikot, während Emanuel Zangerle (Vorarlberg) sowohl das Blaue Gruppo Cassa Centrale-Bergtrikot als auch das Sondertrikot e-VISO Giro des kämpferischsten Fahrers problemlos verteidigte.

DIE LEADERTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Trikot der Gruppo Cassa Centrale – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Rotes Trikot Caffè Bocca della Verità – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Ausreißerwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Tour of the Alps – 2. Etappe: Telfs – Martell/Val Martello – 148 Km


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 03:28:17
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:00
3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:00
4 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:00
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:03
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:09

8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:19
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:19
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:19
11 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:19
12 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:19
13 ALEOTT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:25
14 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:25
15 RODRIGUEZ CONTRERAS Ju COL EF Education – Easypost 00:25

Gesamtwertung nach der 2. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 06:49:42
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04

3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
5 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:10
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:13
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
9 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
10 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
13 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
14 ZWIEHOFF Ben GER RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
15 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35

Perfekter Teamauftritt bei der Tour of the Alps: Giulio Pellizzari siegt und übernimmt Gesamtführung

Mit einer beeindruckenden Teamleistung hat Red Bull – BORA – hansgrohe auf der zweiten Etappe der Tour of the Alps ein Ausrufezeichen gesetzt. Giulio Pellizzari sicherte sich den Tagessieg und übernahm zugleich die Gesamtführung.

Auf der selektiven Schlusssteigung des 147,5 Kilometer langen Tagesabschnitts von Telfs nach Martell/Val Martello gehörten die Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe zu den aktivsten Akteuren im Rennen. Nach einer Attacke von Thymen Arensman (Ineos Grenadiers) war es der italienische U23-Weltmeister Lorenzo Finn, der dem Niederländer folgte und damit den späteren Etappensieg von Pellizzari vorbereitete. Pellizzari selbst schloss rund drei Kilometer vor dem Ziel zur Spitze auf.

Im Finale zeigte das Team dann eine perfekte Abstimmung: Der inzwischen ebenfalls zur Spitze aufgefahrene Aleksandr Vlasov eröffnete den Sprint und zwang die Konkurrenz zur Reaktion. Pellizzari nutzte diese Vorlage perfekt aus und setzte sich auf den letzten Metern gegen Arensman durch. Hinter ihm komplettierten Mattia Gaffuri (Italien, Picnic PostNL), Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Vlasov die Top Fünf. Finn überquerte die Ziellinie knapp dahinter auf Rang sechs. Mit Giovanni Aleotti (13.) und Ben Zwiehoff (16.) beendeten zwei weitere Red Bull – BORA – hansgrohe Fahrer das Rennen im Spitzenfeld.

Giulio Pellizzari startet die morgige dritte Etappe der Tour of the Alps als Gesamtführender. Außerdem führt der 22-Jährige die Punkte- und Nachwuchswertung an. Red Bull – BORA – hansgrohe liegt nach zwei Renntagen an der Spitze des Mannschaftsklassements.

„Es ist ein unglaublicher Tag. Ich bin dieses Rennen schon zweimal gefahren und war schon Etappen-Dritter und Etappen-Zweiter. Umso schöner ist der heutige Sieg. Ich muss mich bei meinem Team bedanken – alle haben einen unglaublichen Job gemacht“
— Giulio Pellizzari

„Das war ein richtig guter Tag für uns. Mit dem Sieg von Giulio und mehreren Fahrern an der Spitze des Rennens haben wir gezeigt, wie stark wir als Team sind. Für mich persönlich war es ebenfalls eine sehr gute Etappe. Mit so großen Namen mithalten zu können, bedeutet mir viel.“
— Lorenzo Finn

„Ein großes Kompliment an die Jungs, die unseren Plan auf der Straße perfekt umgesetzt haben. Lorenzo war überragend, als er bei Arensman mitgehen konnte. Und als Aleks zurückkam und im Sprint als Erster beschleunigt hat, war das ein Gamechanger. Großer Respekt an das ganze Team – und Glückwunsch an Giulio. Ein perfekter Tag.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Im Martell triumphiert Pellizzari: Etappensieg und Grünes Melinda-Trikot

Spektakuläres Finale bei der zweiten Etappe der Tour of the Alps mit Bergankunft in Martell: Der Kletterspezialist aus den Marken setzte sich im Sprint einer kleinen Spitzengruppe gegen Arensman, Gaffuri und den Kolumbianer Bernal durch. Sechster wird U23-Weltmeister Finn, Storer verliert 19 Sekunden, Gee und Pidcock müssen abreißen lassen. Morgen endet die Etappe in Arco, dem Sitz von Sport Alto Garda.

Ein Antritt eines echten Champions, im rauen und zugleich prachtvollen Herzen des Martell: Das Talent von Giulio Pellizzari hat die Tour of the Alps mit einem Klasseakt entfacht, der ihm den Sieg auf der zweiten Etappe des euroregionalen Radrennens, das in Telfs in Tirol begann, sowie das Symbol der Gesamtführung, das Grüne Melinda-Trikot, einbrachte.

Im Ziel in Südtirol in Martell setzte sich der Fahrer aus den Marken am Dienstag, den 21. April, nach 147,5 Kilometern und einem Rennen mit vielen Anstiegen – mit den Bergwertungen Piller Höhe und Reschenpass als Vorspiel zum Schlussanstieg – im Sprint gegen die weiteren Protagonisten eines intensiven und spektakulären Finales durch, in dem wie erwartet niemand seine Karten verdeckt halten konnte.

Der Erfolg von Pellizzari ist das Signal eines Talents, das nicht auf die Zukunft wartet: Er nimmt sie sich mit kräftigen Pedaltritten auf jenen Straßen, auf denen die wahren Werte zum Vorschein kommen – ein Zeichen, das Gewicht hat, mit Blick auf die Tour of the Alps und darüber hinaus. Hinter ihm klassierten sich der Niederländer Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der sich auf euroregionalen Straßen stets wohlfühlt, und Mattia Gaffuri (Team Picnic PostNL), der vom ersten Moment an ein Protagonist war. Der 26-jährige Lombarde, bereits bei Kilometer 8 gemeinsam mit acht weiteren Fahrern in der Offensive, hielt bis zum Schlussanstieg stark dagegen und kämpfte bis auf die letzten Meter um den Sieg. Dafür wurde er mit einem wertvollen dritten Platz vor dem Kolumbianer Egan Bernal (INEOS Grenadiers) und dem Russen Alexandr Vlasov (Red Bull-BORA-hansgrohe) belohnt.

Platz sechs und weitere Glanzlichter setzte auch das andere italienische Nachwuchsversprechen, U23-Weltmeister Lorenzo Finn, heute wertvoller Helfer für Pellizzari, aber mit einer bereits vorgezeichneten Zukunft bei den Großen. Zeit verloren hingegen Michael Storer (Tudor Pro Cycling) und Ben O’Connor (Jayco-AlUla), beide mit 19 Sekunden Rückstand; 1:04 Minuten verlor der Kanadier Derek Gee (Lidl-Trek), während der Brite Tom Pidcock (Pinarello Q36.5) nicht den nötigen Tritt fand, um bei den Besten zu bleiben.

In der Gesamtwertung liegt Pellizzari nun 4 Sekunden vor Arensman und 6 Sekunden vor Gaffuri, während Vlasov und Bernal 10 Sekunden zurückliegen. Storer und O’Connor haben nun 29 beziehungsweise 33 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden, Gee sogar 1:14 Minuten. Die Bergankunft im Martelltal hat die Gesamtwertung geändert, doch die Entscheidungen bei der Tour of the Alps sind noch lange nicht gefallen.

PELLIZZARI: „EIN SIEG MIT BESONDERER BEDEUTUNG, ICH WIDME IHN STEFANO CASAGRANDA“

„Der heutige Sieg ist etwas Besonderes: Die Tour of the Alps hat mir vor drei Jahren den Weg in den Profisport eröffnet, und in Martell zu gewinnen, hat für mich eine einzigartige Bedeutung. Heute habe ich mehr gegeben, als ich in den Beinen hatte, auch um die Arbeit meiner Teamkollegen zu vollenden, die außergewöhnlich waren.“

„Auf Teneriffa habe ich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Jay Hindley an meiner Explosivität gearbeitet, und die Ergebnisse sind sichtbar. Lange Anstiege sind mein ideales Terrain: Ich habe mich wohlgefühlt, auch wenn ich noch nicht in Bestform bin. Als ich zu Arensman, Finn und Storer aufgeschlossen hatte, versuchte ich den Gegenangriff, weil Finn stark unterwegs war und eine gute Alternative hätte sein können, falls sie mich wieder eingeholt hätten. Es war ein harter Tag, aber ich bin glücklich, dass alles bestmöglich gelaufen ist.“

„Das ist für mich auch eine wichtige Bewährungsprobe im Hinblick auf die Führungsrolle innerhalb des Teams: Ich spüre, dass ich in dieser Rolle wachse, ebenso wie in der Entwicklung einer Siegermentalität. Heute wollte ich gewinnen und ich habe es geschafft.“

„Ich widme diesen Sieg dem Vater meiner Freundin, Stefano Casagranda (lange Präsident des Veloce Club Borgo, eines der traditionsreichsten und bedeutendsten Nachwuchsteams im Trentino, Anm. d. Red.), der im vergangenen Oktober verstorben ist. Ganz in der Nähe, in Meran, gewann er 1998 eine Etappe des Giro del Trentino. Damals war ich noch nicht geboren. Dieser Sieg ist für ihn.“

RED BULL-BORA HERRSCHT IN MARTELL

Nach dem Start in Telfs entwickelte sich der erste Teil des Rennens entlang des Inntals, wo die ersten Attacken zur Bildung der Tagesfluchtgruppe begannen. Die entscheidende Aktion entstand bei Kilometer 8, als sich eine neunköpfige Gruppe – Stockwell (Bahrain Victorious), Gaffuri (Picnic-PostNL), Verrando (Solution Tech), Davide Bais (Polti-Visit Malta), Röber und Zangerle (Vorarlberg), Eckerstorfer, Paumann und Poschacher (Österreich) – vom Feld absetzen konnte. Ihr Vorsprung wuchs bis Kilometer 63 auf maximal fünf Minuten an.

Dahinter ließ die Reaktion des Feldes nicht lange auf sich warten: Red Bull-BORA-hansgrohe und Tudor, das Team des Tour-of-the-Alps-Siegers 2025 Michael Storer, erhöhten das Tempo und reduzierten den Rückstand nach und nach am Anstieg zur Piller Höhe. Auf den gut fahrbaren Rampen des Reschenpasses und im anschließenden Flachstück des Vinschgaus sank der Vorsprung der Ausreißer auf unter zwei Minuten.

Das Rennen explodierte endgültig am Schlussanstieg nach Martell. Einer nach dem anderen wurden die Ausreißer durch das Forcing von INEOS Grenadiers und Tudor gestellt – außer Gaffuri, der sich entschlossen wehrte und allein an der Spitze blieb, während dahinter der Kampf der Klassementfahrer entbrannte.

Der Erste, der angriff, war Thymen Arensman, gefolgt von Storer und dem jungen Lorenzo Finn. Pellizzari, zunächst noch abwartend, zeigte auf dem härtesten Abschnitt des Anstiegs seine starke Form, schloss zu den drei Kontrahenten auf und setzte sofort nach. Zwei Kilometer vor dem Ziel forcierte der Fahrer aus den Marken erneut und erreichte Gaffuri an der Spitze des Rennens.

Dahinter führte Arensman die Verfolgung an, mit Finn direkt an seinem Hinterrad und der Unterstützung eines starken Egan Bernal, während Storer für seine Anfangsbemühungen bezahlte und zunehmend zurückfiel. Unter dem roten Dreieck des letzten Kilometers schloss sich die Gruppe der Besten wieder zusammen: Neben Pellizzari und Gaffuri kamen auch Finn, Arensman, Bernal und Alexandr Vlasov zurück.

An diesem Punkt opferte sich Finn für seinen Teamkollegen auf, erhöhte das Tempo und bereitete den Sprint vor. Im Finale fand Pellizzari den entscheidenden Antritt: ein kraftvoller Sprint, mit dem er den zurückkommenden Arensman abwehrte und die Arbeit seiner Mannschaft vollendete, während Gaffuri nach einem Tag als Hauptdarsteller Dritter wurde.

#TOTA 2026 TRIKOTS

Melinda Grünes Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
Gruppo Cassa Centrale Blaues Trikot – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Caffè Bocca della Verità Rotes Trikot – Punktewertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
FORST Weißes Trikot – Bester Nachwuchsfahrer: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
eVISO Giro Trikot – Ausreißerkönig: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Red Bull setzt bei der Tour of the Alps auf Pellizzari – und Itailen träumt vom nächsten Heimsieg

Bei der Jubiläumsausgabe der Tour of the Alps (20. bis 24. April) rückt der Italiener Giulio Pellizzari besonders in den Mittelpunkt. Während das Team Red Bull-BORA-hansgrohe klar auf den 22-Jährigen baut, fiebert eine ganze Radsport-Nation mit dem jungen Hoffnungsträger mit

Der Kletterspezialist spricht nur ungern über konkrete Ziele – zu groß ist sein Aberglaube. Dennoch wird schnell deutlich, dass die Tour of the Alps für ihn weit mehr ist als eine gewöhnliche Rundfahrt. Wenige Wochen vor dem Start bereitete er sich am Teide vor – einem Trainingsort, der als Gradmesser für Fahrer gilt, die später bei den großen Bergetappen der Saison bestehen wollen. Giulio Pellizzari kennt die Bedeutung der TotA genau: Das grenzüberschreitende Etappenrennen liefert eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf den Giro d’Italia. Wer hier überzeugt, gehört auch bei der Italien-Rundfahrt zum erweiterten Favoritenkreis.

Nach dem starken dritten Platz beim Etappenrennen Tirreno-Adriatico reist Pellizzari mit breiter Brust zur Tour of the Alps. Der „Azzurro“ führt sein Team Red Bull-BORA-hansgrohe nicht nur in der Alpenregion, sondern auch beim Giro d’Italia als Kapitän durch das Rennen. In der italienischen Radsportszene ruhen große Hoffnungen auf den Berg-Spezialisten: Nicht wenige sehen in ihm den möglichen Nachfolger von Vincenzo Nibali, dem als letztem Italiener ein Gesamtsieg bei einer der drei großen Rundfahrten gelang.
Auch bei der TotA liegt der letzte italienische Gesamtsieg lange zurück. Vor 13 Jahren, als die Rundfahrt noch in Form des Giro del Trentino ausgetragen wurde, ging das Grüne Trikot letztmals in den Stiefelstaat. Damals setzte sich eben jener Vincenzo Nibali durch und gewann kurze Zeit später auch den Giro d’Italia.


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„Ich habe hohe Erwartungen an mich selbst und möchte mit Blick auf das Gesamtklassement auch ein starkes Ergebnis einfahren. Da ich abergläubisch bin, verrate ich mein konkretes Ziel aber nicht“, gibt Pellizzari mit einem Lächeln zu Protokoll und fügt schelmisch die rhetorische Frage hinzu: „Wer war noch einmal der letzte italienische Gesamtsieger in der Alpenregion?“

Zwischen den Zeilen ist Pellizzaris Botschaft klar: Er will im Kampf um das Grüne Melinda-Trikot ein Wörtchen mitreden. Das zeigt auch seine Vorbereitung, bei der er das Streckenprofil bis ins letzte Detail studiert hat: „Ich habe mir die zweite Etappe mit Ziel im Martell ganz genau angesehen und bin die letzten 70 bis 80 Kilometer der Königsetappe nach Trient schon gefahren. Diese Etappe ist äußerst anspruchsvoll, vor allem die zwei langen Anstiege im ersten Teil kosten jede Menge Kraft. Gut möglich, dass die kurzen, explosiven Steigungen im Etappenfinish entscheidend für die Gesamtwertung sein werden“, analysiert Pellizzari.

„Die Tour of the Alps ist eine Rundfahrt auf sehr hohem Niveau. Sie zeigt dir, wo du vor dem Giro d’Italia stehst. 2023 habe ich hier meine ersten Profi-Erfahrungen gesammelt und bei der Etappe nach Predazzo gezeigt, dass ich mit den besten Kletter-Assen der Welt mithalten kann. Auch wenn ich damals die Chance auf den Tagessieg liegen gelassen habe, war es dennoch ein Schlüsselmoment für meine Karriere“, so Pellizzari.

Der „Azzurro“ kann in der Alpenregion auf starke Unterstützung zählen. Neben den erfahrenen Giovanni Aleotti und Aleksandr Vlasov ist auch U23-Weltmeister Lorenzo Finn mit dabei. Seinem Landsmann traut Pellizzari viel zu: „Lorenzo ist unglaublich talentiert und hat großes Potenzial. Ich wünsche ihm, dass er bei seiner ersten Tour of the Alps das erreicht, was ich geschafft habe – im besten Fall sogar noch mehr.“

Mit Blick auf die Gesamtwertung zählt Pellizzari Vorjahressieger Michael Storer, Ben O’Connor und Derek Gee zu den größten Konkurrenten. „Ich erwarte eine sehr offene Rundfahrt, die bis zum Schluss spannend bleibt“, betont er.

Zusätzlich zu dem oben genanntem Trio könnte die Liste der Top-Favoriten weiter anwachsen: So hat sich unter anderem der Kolumbianer Egan Bernal angekündigt. Dem 29-Jährigen gelang einst bei der Tour of the Alps der Durchbruch – später triumphierte er sowohl bei der Tour de France als auch beim Giro d’Italia. Ob Bernal das grenzüberschreitende Etappenrennen tatsächlich in Angriff nimmt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Egal ob mit oder ohne Bernal im Starterfeld – Pellizzari will sich bei der TotA auf keinen Fall verstecken: „Ich habe im Winter hart trainiert und bin jetzt noch explosiver geworden. Im modernen Radsport sind schnelle Tempowechsel von entscheidender Bedeutung. Das Training mit meinen Teamkollegen Primoz Roglič, Florian Lipowitz und Remco Evenepoel hilft mir dabei enorm weiter. Mittlerweile weiß ich, dass mir nur ganz wenig, bis zur absoluten Weltspitze fehlt. Diese Lücke gilt es, zu schließen.“

Pellizzari bleibt trotz allem zurückhaltend in seinen Aussagen. Doch eines ist klar: Bei der Tour of the Alps will der 22-Jährige hoch hinaus. Was dabei herauskommt, ist nicht nur für seine Karriere von Bedeutung – sondern auch für eine ganze Radsportnation.

Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Tirreno-Adriatico 2026

1. Etappe: Lido di Camaiore – Lido di Camaiore – ITT – 11,50 Km


Plomi Foto

1 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 00:12:08
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:22
3 WALSCHEID Max GER Lidl-Trek 00:26
4 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:26

5 MILAN Jonathan ITA Lidl-Trek 00:29
6 HATHERLY Alan RSA Team Jayco-AlUla 00:30
7 ROGLIC Primoz SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 00:30
8 HAYTER Ethan GBR Soudal Quick-Step 00:32

9 TIBERI Antonio ITA Bahrain Victorious 00:33
10 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 00:36
11 AZPARREN Xabier ESP Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:37
12 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:37
13 GROßSCHARTNER Felix AUT UAE Team Emirates-XRG 00:38
14 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates-XRG 00:39
15 WELSFORD Sam AUS INEOS Grenadiers 00:40

2. Etappe: Camaiore – San Gimignano – 206 Km


Herbert Moos Foto

1 VAN DER POEL Mathieu NED Alpecin-Premier Tech 04:53:23
2 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 00:00
3 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00
4 JOHANNESSEN Tobias Halland NOR Uno-X Mobility 00:15
5 VENDRAME Andrea ITA Team Jayco-AlUla 00:17
6 PINARELLO Alessandro ITA NSN Cycling Team 00:17
7 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 00:17
8 KRON Andreas DEN Uno-X Mobility 00:17
9 CHAMPOUSSIN Clément FRA XDS Astana Team 00:17
10 LAPEIRA Paul FRA Decathlon CMA CGM Team 00:17
11 ROGLIC Primoz SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 00:17
12 HEALY Ben IRL EF Education-EasyPost 00:17
13 ROMO Javier ESP Movistar Team 00:17
14 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 00:17
15 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 00:17

3. Etappe: Cortona – Magliano de‘ Marsi – 221 Km

1 LUND ANDRESEN Tobias DEN Decathlon CMA CGM Team 05:29:22
2 DE LIE Arnaud BEL Lotto-Intermarché 00:00
3 PHILIPSEN Jasper BEL Alpecin-Premier Tech 00:00
4 MAGNIER Paul FRA Soudal Quick-Step 00:00
5 GARCÍA CORTINA Iván ESP Movistar Team 00:00
6 WELSFORD Sam AUS INEOS Grenadiers 00:00

7 MILAN Jonathan ITA Lidl-Trek 00:00
8 KOGUT Oded ISR NSN Cycling Team 00:00
9 MIHKELS Madis EST EF Education-EasyPost 00:00
10 BITTNER Pavel CZE Team Picnic PostNL 00:00

4. Etappe: Tagliacozzo – Martinsicuro – 213 Km

1 VAN DER POEL Mathieu NED Alpecin-Premier Tech 04:51:40
2 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00
3 JOHANNESSEN Tobias Halland NOR Uno-X Mobility 00:00
4 CHAMPOUSSIN Clément FRA XDS Astana Team 00:00
5 VAN AERT Wout BEL Team Visma | Lease a Bike 00:00
6 HEALY Ben IRL EF Education-EasyPost 00:00
7 VENDRAME Andrea ITA Team Jayco-AlUla 00:00
8 PINARELLO Alessandro ITA NSN Cycling Team 00:00
9 GANNA Filippo ITA INEOS Grenadiers 00:00
10 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 00:00

5. Etappe: Marotta-Mondolfo – Mombaroccio – 184 Km


Plomi Foto

1 VALGREN Michael DEN EF Education-EasyPost 04:43:33
2 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 00:11
3 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:11
4 JOHANNESSEN Tobias Halland NOR Uno-X Mobility 00:24
5 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 00:28
6 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:30
7 ROGLIČ Primož SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 00:30

8 PINARELLO Alessandro ITA NSN Cycling Team 00:40
9 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:41
10 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 00:41
11 ROMO Javier ESP Movistar Team 00:52
12 HEALY Ben IRL EF Education-EasyPost 00:52
13 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:52
14 QUINTANA Nairo COL Movistar Team 00:52
15 BRAZ AFONSO Clément FRA Groupama-FDJ United 00:56

6. Etappe: San Severino Marche – Camerino – 188 Km

1 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 04:46:50
2 JOHANNESSEN Tobias Halland NOR Uno-X Mobility 00:03
3 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:03
4 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:09
5 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 00:11
6 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 00:11
7 HEALY Ben IRL EF Education-EasyPost 00:21
8 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 00:25
9 ROGLIČ Primož SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 00:27
10 VENDRAME Andrea ITA Team Jayco-AlUla 00:32

7. Etappe: Civitanova Marche – San Benedetto del Tronto – 142 Km


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1 MILAN Jonathan ITA Lidl-Trek 03:04:54
2 WELSFORD Sam AUS INEOS Grenadiers 00:00
3 REX Laurenz BEL Soudal Quick-Step 00:00
4 KOGUT Oded ISR NSN Cycling Team 00:00
5 BITTNER Pavel CZE Team Picnic PostNL 00:00
6 LUND Andersen Tobias Decathlon CMA CGM Team 00:00
7 FOLDAGER Anders DEN Team Jayco-AlUla 00:00
8 DE LIE Arnaud BEL Lotto-Intermarché 00:00
9 LONARDI Giovanni ITA Team Polti VisitMalta 00:00
10 GARCÍA CORTINA Iván ESP Movistar Team 00:00

Endstand:

1 DEL TORO Isaac MEX UAE Team Emirates-XRG 28:02:14
2 JORGENSON Matteo USA Team Visma | Lease a Bike 00:40
3 PELLIZZARI Giulio ITA Red Bull-BORA-hansgrohe 00:42
4 JOHANNESSEN Tobias Halland NOR Uno-X Mobility 01:14
5 ROGLIČ Primož SLO Red Bull-BORA-hansgrohe 01:21
6 CICCONE Giulio ITA Lidl-Trek 01:26
7 BUITRAGO Santiago COL Bahrain Victorious 01:49
8 HEALY Ben IRL EF Education-EasyPost 01:55
9 SHEFFIELD Magnus USA INEOS Grenadiers 02:02
10 PINARELLO Alessandro ITA NSN Cycling Team 02:06
11 VENDRAME Andrea ITA Team Jayco-AlUla 02:31
12 ROMO Javier ESP Movistar Team 02:52
13 HATHERLY Alan RSA Team Jayco-AlUla 02:53
14 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 03:15
15 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 04:11
16 BRAZ AFONSO Clément FRA Groupama-FDJ United 04:16
17 DONOVAN Mark GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 04:47
18 CARAPAZ Richard ECU EF Education-EasyPost 05:35
19 QUINTANA Nairo COL Movistar Team 07:15
20 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates-XRG 08:34

Giulio Pellizzari unterstreicht Form bei Tirreno-Adriatico
Nach einem soliden Auftaktzeitfahren legte Pellizzari auf dem Gravel-Abschnitt der zweiten Etappe den Grundstein für sein starkes Gesamtergebnis. Das spannende Etappenfinale brachte ihn auf Rang zwei der Gesamtwertung. Zwei Tage später überzeugte der Italiener als „Sprinter“ und übernahm für einen Tag sogar die Führung der Rundfahrt. Am Schlusswochenende verteidigte Pellizzari das Podium im Klassement und fährt – wie bereits bei der Volta a la Comunitat Valenciana – auch bei seiner zweiten Rundfahrt des Jahres auf Platz 3.

Routinier Primož Roglič rundete den starken Teamauftritt ab. Seinen ersten Renneinsatz der Saison beendet er auf Platz fünf der Gesamtwertung. Zudem gewinnt Red Bull – BORA – hansgrohe erstmals die Teamwertung bei Tirreno-Adriatico.

Top-Talente langfristig bei Red Bull – BORA – hansgrohe | Grand Tour-Fahrplan 2026 steht

Red Bull – BORA – hansgrohe setzt ein deutliches Zeichen für die kommenden Jahre: Florian Lipowitz, Giulio Pellizzari und Lorenzo Finn haben ihre Verträge frühzeitig verlängert und bekennen sich damit langfristig zum Team. Drei Fahrer aus drei Karrierephasen – und doch verbindet sie eine gemeinsame Geschichte: Sie sind Talente, die bei Red Bull – BORA – hansgrohe entdeckt, geformt und gefördert wurden.

Florian Lipowitz (25), der sich im Team vom Trainee zum Tour de France-Dritten entwickelt hat, hat seinen ohnehin mehrjährigen Vertrag noch einmal verlängert. Er wird seinen Weg mit dem deutschen UCI WorldTeam langfristig weitergehen.


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Giulio Pellizzari (22) hat in seiner ersten WorldTour-Saison gleich zwei Grand Tours bestritten, sich mit einem Etappensieg belohnt und zweimal Rang sechs in der Gesamtwertung erreicht. Er setzt langfristig auf die Zusammenarbeit mit dem deutschen UCI WorldTeam – ein klares Commitment eines Fahrers, der gerade erst begonnen hat, sein Potenzial auszuschöpfen.


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Lorenzo Finn (18) wiederum steht am Beginn seiner Karriere: Junioren-Weltmeister, U23-Weltmeister, kommendes Jahr im Regenbogentrikot bei den Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies unterwegs. Sein Schritt in die WorldTour ist für 2027 geplant. Auch er hat sich langfristig an das Team gebunden, um gemeinsam den Weg an die Weltspitze konsequent fortzusetzen.


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„Talententwicklung ist die DNA dieses Teams. Florian und Giulio waren noch keine 20, als wir sie entdeckt haben – heute gehören sie zu den Fahrern, die bei jeder Grand Tour etwas bewegen können. Lorenzo war noch jünger und hat mit uns schon zwei Weltmeistertitel gewonnen. Neben unseren etablierten Stars und dem großen Talent-Potenzial in unseren drei Teams stehen dieses Trio für unsere Zukunft, für unsere Vision und für den Weg, den wir weiter konsequent gehen wollen“, sagt Ralph Denk, CEO von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Ambitionen für alle drei Grand Tours
Mit Blick auf 2026 ist im Team eine besondere Vorfreude zu spüren. Die drei Grand Tours sind weit mehr als Saisonhöhepunkte – sie sind Identität und Herausforderung zugleich. Und Red Bull – BORA – hansgrohe geht mit einer klaren Haltung in die neue Saison: Das Podium ist das Ziel – und zwar bei jeder Grand Tour.

„Erster, Zweiter, Dritter – das war die Bilanz der vergangenen zwei Jahre. Natürlich möchten wir genau dort weitermachen. Gleichzeitig wollen wir auch innerhalb der Grand Tours Siege erzielen und einen attraktiven Rennstil zeigen, der fest zu unserer DNA gehört“, sagt Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull – BORA – hansgrohe.

Giro d’Italia
Den Giro d’Italia 2026 nimmt die Doppelspitze um Giulio Pellizzari und Jai Hindley mit einem Mix aus jugendlicher Unerschrockenheit und erfahrenem Selbstbewusstsein in Angriff. Das Duo möchte das Erfolgsgefühl der letzten Vuelta zum Grande Partenza nach Bulgarien tragen. Jai Hindley kennt das Gefühl sowohl bei Giro-Etappen als auch mit der Trofeo Senza Fine in der Hand zu jubeln. Giulio Pellizzari war in den in den letzten beiden Jahren mehrfach dicht am Etappensieg bei seiner Heim-Grand Tour. Nun will er seine Lernkurve auch beim Giro in zählbare Erfolge umwandeln.

Tour de France
Der Juli steht ganz im Zeichen zweier Fahrer, die viel verbindet – und gleichzeitig viel unterscheidet: Remco Evenepoel und Florian Lipowitz. Beide Quereinsteiger, beide Jahrgang 2000, beide Gewinner des Weißen Trikots und beide bereits Dritter der Tour. Doch in ihrer Karriere stehen sie an unterschiedlichen Punkten – was sie als Duo umso spannender und taktisch unberechenbarer macht. Für Red Bull – BORA – hansgrohe werden sie zu Wingmen. Zwei Fahrer, die gemeinsam ganz neue taktische Möglichkeiten bei der Tour de France eröffnen.

Der gemeinsame Weg von Remco Evenepoel und Florian Lipowitz nach Barcelona beginnt bereits Ende Januar auf Mallorca. Sie werden bei der Trophy Ses Salines gezielt an der TTT-Performance feilen. Beide Fahrer werden außerdem gemeinsam bei der Volta Ciclista a Catalunya an den Start gehen. Weitere Höhepunkte im Frühlingsprogramm sind für Remco Evenepoel die Ardennen und für Florian Lipowitz die Tour de Romandie.

Vuelta a España
Die Vuelta a España wird im kommenden Jahr zum emotionalen Saisonhöhepunkt. Primož Roglič peilt seinen fünften Titel an! Roglič’ Verbindung zur Vuelta ist tief – und 2026 soll dieses Kapitel weitergeschrieben werden. Das Auftaktzeitfahren in Monte Carlo wird ihm sprichwörtlich den roten Teppich ausrollen, den Start zu einem Heimspiel machen und möglicherweise den perfekten Rückenwind für die drei Wochen danach liefern. Zur Vorbereitung sind in seinem Frühjahrsprogramm voraussichtlich Tirreno–Adriatico, Itzulia Basque Country und die Tour de Romandie vorgesehen.

Vuelta a España 2025 – 17. Etappe bis Ende

17. Etappe: O Barco de Valdeorras – Alto de El Morredero – 137 Km

Giulio Pellizzari feiert seinen ersten Profisieg auf dem Alto de El Morredero


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Ein Triumph mit Stil: Giulio Pellizzari gewinnt die 17. Etappe der Vuelta a España – der erste Profi-Sieg und das als Solist, bei einer Grand Tour und im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers.
Mit diesem Erfolg bestätigt der junge Italiener eindrucksvoll sein großes Grand-Tour-Potenzial. Red Bull – BORA – hansgrohe hatte früh die Ambitionen auf diesen Tagessieg offengelegt. Bereits auf der Anfahrt zum Schlussanstieg kontrollierte die Mannschaft geschlossen das Rennen, übernahm 20 Kilometer vor dem Ziel das Tempo und positionierte die Leader optimal.

Auf den letzten, steilen Kilometern schrumpfte die Spitzengruppe auf nur noch sechs Fahrer – mit Pellizzari und Jai Hindley war Red Bull – BORA – hansgrohe doppelt vertreten. Während Attacken das Rennen prägten, setzte Pellizzari 3,5 Kilometer vor dem Ziel den entscheidenden Angriff.

Unaufhaltsam fuhr er seinem ersten Profisieg entgegen, erreichte allein und mit 16 Sekunden Vorsprung den Zielstrich am Alto de El Morredero und krönte damit die konsequente Teamarbeit.

„Wir wussten, dass man gleich am unteren Teil des Anstiegs durch hohes Tempo Schaden anrichten erzeugen konnte. Das Team war großartig, die Jungs haben wirklich sehr gut gearbeitet. Da Giulio in der Gesamtwertung etwas weiter zurücklag, haben wir entschieden, ihn für den Etappensieg vorzuschicken. Es hat perfekt funktioniert: Giulio war fantastisch, und auch Jai hat dahinter großartige Arbeit geleistet, um das Feld zu kontrollieren. Ich denke, das war hervorragend gelöst – genau dieses taktische Spiel, wenn man zwei Karten vorne hat“, kommentiert Patxi Villa, Sportlicher Leiter für Red Bull – BORA – hansgrohe bei der Vuelta a España.

Mit seinem Etappensieg festigt Giulio Pellizzari den fünften Rang in der Gesamtwertung und baut seine Führung in der Nachwuchswertung auf über eine Minute aus. Jai Hindley behauptet zudem den vierten Platz der Gesamtwertung – nur 36 Sekunden vom Podium entfernt.

18. Etappe: Valladolid – Valladolid – ITT – 26 Km


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1 Ganna Filippo INEOS Grenadiers 180 00:13:00
2 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 130 + 01
3 Almeida João UAE Team Emirates-XRG 95 + 08
4 Armirail Bruno Decathlon AG2R La Mondiale Team 80 + 10
5 Oliveira Ivo UAE Team Emirates-XRG 60 + 11
6 Küng Stefan Groupama-FDJ 45 + 12
7 O’Brien Kelland Team Jayco-AlUla 40 + 15
8 Segaert Alec Lotto 35 + 16
9 Vingegaard Jonas Team Visma | Lease a Bike 30 + 18
10 Hoole Daan Lidl-Trek

19. Etappe: Rueda – Guijuelo – 159 Km

1 Philipsen Jasper Alpecin-Deceuninck 180 03:50:35
2 Pedersen Mads Lidl-Trek 130 + 00
3 Aular Orluis Movistar Team 95 + 00
4 Biermans Jenthe ARKEA-B&B HOTELS 80 + 00
5 Turner Ben INEOS Grenadiers 60 + 00
6 Marit Arne Intermarché-Wanty 45 + 00
7 Christen Fabio Q36.5 Pro Cycling Team 40 + 00
8 Vernon Ethan Israel-Premier Tech 35 + 00
9 Gruel Thibaud Groupama-FDJ 30 + 00
10 Labrosse Jordan Decathlon AG2R La Mondiale Team 25 + 00

20. Etappe: Robledo de Chavela – Bola del Mundo, Puerto de Navacerrada – 156 Km

1 Vingegaard Jonas Team Visma | Lease a Bike 180 03:56:23
2 Kuss Sepp Team Visma | Lease a Bike 130 + 11
3 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe 95 + 13
4 Pidcock Tom Q36.5 Pro Cycling Team 80 + 18
5 Almeida João UAE Team Emirates-XRG 60 + 22
6 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech 45 + 24
7 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 40 + 47
8 Ciccone Giulio Lidl-Trek 35 + 01:11
9 Lecerf Junior Soudal Quick-Step 30 + 01:22
10 Pickering Finlay Bahrain Victorious 25 + 01:30

Vingegaard holt letzte Bergetappe in Rot

Am Vorschlusstag der Spanien-Rundfahrt 2025 machte Jonas Vingegaard (Visma) im Roten Trikot des Gesamtführenden an der Bola del Mundo den Deckel drauf. Der Däne gewann die 20. Etappe nach einer Attacke kurz vor der Kilometermarke. Am Ende des 12,3 Kilometer langen Schlussanstiegs hatte Vingegaard 11 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Sepp Kuss sowie 13 und 18 vor Jai Hindley (RB) und Tom Pidcock (Q36.5).
João Almeida (UAE) hatte auf dem 5. Platz 22 Sekunden und konnte Vingegaard zu keiner Zeit mehr gefährden, obschon Almeidas Team mit seiner Tempoarbeit im Schlussanstieg die Vorarbeit geleistet hatte. Größter Gewinner des Tages war Matthew Riccitello (Israel), der mit 24 Sekunden Rückstand einkam. Er musste die Top-5 des Tages zwar 2,7 Kilometer vor Ziel ziehen lassen, zog aber Giulio Pellizzari (RB) einen Tag vor Rundfahrt-Ende das weiße Trikot des besten Jungprofis aus.

Pellizzari fiel gemeinsam mit Gall schon 7 Kilometer vorm Ziel zurück. Gall konnte seinen Rückstand auf 2:16 Minuten begrenzen, musste den 7. Platz in der Gesamtwertung aber trotzdem an Kuss abgeben. Pelliizzari verlor 2:50 Minuten und musste das weiße Trikot und den 5. Gesamtplatz relativ deutlich an Riccitello abgeben.
Vingegaard untermauerte sein Rotes Trikot mit nun 1:16 Minuten Vorsprung vor Almeida. Pidcock kämpfte sich nur 3:11 Minuten hinter dem designierten Gesamtsieger zu seinem ersten Grand-Tour-Podest. Ex-Giro-Sieger Hindley fehlte dazu eine halbe Minute.

Aus der größeren Fluchtgruppe des Tages blieben im Schlussanstieg letztlich Mikel Landa (Soudal) und Giulio Ciccone (Lidl) an der Spitze übrig. Beide wurden 3,1 Kilometer vorm Ziel gestellt, als es so richtig steil wurde. Als Almeidas letzte Helfer Jay Vine während dieser Einholung ebenfalls ausscherte, übernahm Almeida selbst, brachte damit aber Vingegaard in keinerlei Schwierigkeiten.
Danach zog zeitweise Hindley das Tempo ab. Hinter ihm, Vingegaard, Almeida und Kuss gingen zu Pidcock immer wieder Lücken auf. Doch Pidcock konnte bis zum Zielsprint Tuchfühlung zu Hindley halten und damit seinen Podestplatz absichern.

21. Etappe: Alalpardo – Madrid – 101 Km

Die Etappe wurde neutralisiert und später aus Sicherheitsgründen kurz vor der letzten Runde abgesagt (Proteste auf der Rennstrecke).

Endstand:

1. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 72:53:57
2. João Almeida (POR) – UAE-XRG +1:16
3. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +3:11
4. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +3:41

5. Matthew Riccitello (USA) – Israel-Premier Tech +5:55
6. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +7:23
7. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +7:45
8. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +7:50
9. Torstein Træen (NOR) – Bahrain Victorious +9:48
10. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +12:16
11. Junior Lecerf (BEL) – Soudal-Quick Step +14:00
12. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +21:31
13. Abel Balderstone (ESP) – Caja Rural-Seguros RGA +28:07
14. Jaume Guardeño (ESP) – Caja Rural-Seguros RGA +30:30
15. Santiago Buitrago (COL) – Bahrain Victorious +45:38
16. Louis Meintjes (RSA) – Intermarché-Wanty +45:39

108. Giro d’Italia 16.Etappe

16. Etappe: Piazzola sul Brenta – San Valentino di Brentonico – 199 Km

Scaroni vor Fortunato, Doppel-Triumph für Astana, Carapaz stürmt

Einen Doppelerfolg feierten Christian Scaroni und Lorenzo Fortunato (beide XDS) auf der 16. Etappe des Giro d’Italia 2025 mit Bergankunft in San Valentino. Die beiden Italiener stammten aus der maximal 24-köpfigen Flucht des Tages. Mehrere Minuten dahinter drehte auf der ersten richtigen Alpenetappen Richard Carapaz (EF) auf, wohingegen Isaac del Toro (UAE) im Rosa Trikot des Gesamtführenden in den Gardasee-Bergen ordentlich ins Schwimmen geriet.
55 Sekunden hinter dem Spitzenduo belegte Giulio Pellizzari (RB) den 3. Platz, befreit vom Mühlstein Roglic, seinem Kapitän, der während der 16. Etappe endgülitg hinschmiss. Und auch Juan Ayuso (UAE), neben Roglic vorm Giro noch Top-Favorit auf den Gesamtsieg, verlor alle Ambitionen, weil er schon früh abreißen ließ.

So sah sich del Toro bei der ersten Stunde der Wahrheit im Schlussanstieg Attacken seiner Konkurrenten ausgesetzt. Dem Antritt des Gesamtzweiten Simon Yates (Visma) konnte del Toro noch folgen, ebenso wie Carapaz und Derek Gee (Israel). Dann attackierte Carapaz unwiderstehlich, schloss zum zuvor ausgebrochenen Pellizzari auf und erreichte 15 Sekunden hinter diesem das Ziel auf dem 4. Platz.
Gee löste sich in der Folgezeit von Yates und del Toro und kam 13 Sekunden hinter Carapaz an. Nächster Fahrer im Ziel war mit Cepeda ein früher Ausreißer, der am längsten mit Scaroni und Fortunato mithalten konnte. Zu Yates schloss Storer (Tudor) auf. Beide kamen 42 Sekunden hinter Carapaz ein. Del Toro wurde noch hinter Bernal (Ineos), Caruso (Bahrain) und 2 weitere frühe Ausreißer durchgereicht.


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Ergebnis
1. Christian Scaroni (ITA) – XDS-Astana 5:35:05
2. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana gl.Zeit
3. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +0:55

4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:10
5. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech +1:23
6. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +1:43
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +1:52
8. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
9. Gijs Leemreize (NED) – Picnic-PostNL +2:19
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +2:31
11. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers gl.Zeit
12. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious gl.Zeit
13. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +2:46
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +3:07
15. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +3:51
16. Einer Rubio (COL) – Movistar +4:03
17. Max Poole (GBR) – Picnic-PostNL +4:29
18. Davide Piganzoli (ITA) – Polti-Visitmalta +4:54
19. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +5:53
20. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +6:05

35. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +14:47
DNF Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora
DNF Joshua Tarling (GBR) – Ineos Grenadiers
DNF Alessio Martinelli (ITA) – VF Group-Bardiani
DNS Milan Fretin (BEL) – Cofidis
DNS Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step

Del Toros Vorsprung in der Gesamtwertung schmolz auf 26 und 31 Sekunden gegenüber Simon Yates und Richard Carapaz. Und auch Gee pirschte sich auf 91 Sekunden ans Rosa Trikot heran. Ayuso verlor fast eine Viertelstunde und fiel vom 3. auf den 17. Platz zurück. Das bisher so überlegene Allstar-Team aus den Emiraten fiel auf der 16. Etappe wie ein Kartenhaus zusammen.
69 Sekunden hinter Gee rückte Damiano Caruso vor auf den 5. Platz. Auf den 6. Platz verbesserte sich Egan Bernal, der allerdings während der 16. Etappe durch einen Sturz beeinträchtigt wurde. Storer kletterte von 12 auf 7, Pellizzari sogar von 18 auf 9. Pellizzari hatte in den 2 Wochen zuvor viel Zeit im Dienste von Roglic verschleudert. Sturzpilot Roglic fiel auf der 16. Etappe zum 4. Mal bei diesem Giro hin und stieg dann ins Teamfahrzeug. Der ebenfalls hoch gewettete Tiberi (Bahrain) verlor derweil weiter an Boden und fiel zurück auf den 8. Platz. Er trägt aber ab sofort anstatt Ayuso stellvertretend für del Toro das weiße Trikot für die Jungprofi-Wertung.

Gesamtwertung
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 61:31:56

2. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:26
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:31
4. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech +1:31
5. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +2:40
6. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +3:23
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:31
8. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +4:07
9. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +4:36
10. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +5:08
11. Einer Rubio (COL) – Movistar +5:43
12. Davide Piganzoli (ITA) – Polti-Visitmalta +7:19
13. Max Poole (GBR) – Picnic-PostNL +7:34
14. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +7:43
15. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +8:13
16. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +8:35
17. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +13:27

Nach dem letzten Ruhetag starteten 167 verbliebene Fahrer in eine äußerst ungemütliche 16. Etappe – bei Dauerregen und unter Raumtemperatur. Stürze waren an der Tagesordnung. Mehrere Fahrer rutschten auf den durchnässten Straßen mal einfach so weg. 179 Kilometer vorm Ziel glitt Tarling (Ineos) in der 7-köpfigen Spitzengruppe in einem Kreisverkehr aus, krachte mit der Hüfte hart in die Leitplanke und krümmte sich vor Schmerzen.
An der Spitze blieben zunächst Rafferty (EF), Germani (Groupama), Barrenetxea (Movistar), Azparren (Q36.5), Cerny (Soudal) und van Aert (Visma). Über 30 Kilometer später löste sich eine 18-köpfige Verfolgergruppe im unteren Bereich des ersten von 4 Bergen der 16. Etappe. Mit dabei waren Guglielmi (Arkéa), Bilbao (Bahrain), Moniquet (Cofidis), Gudmestad (Decathlon), Gaudu (Groupama), Heiduk (Ineos), Petilli (Intermarché), Cepeda (Movistar), Engelhardt (Jayco), Leemreize (Picnic), Bais, Bais (beide Polti), Voisard (Tudor), Covili, Martinelli (beide VF), Fortunato, Masnada und Scaroni (alle XDS).

Kurz unterhalb des Gipfels schlossen die beiden Gruppen 128 Kilometer vorm Ziel zusammen, und oben zementierte Fortunato standesgemäß sein blaues Bergtrikot. Der Vorsprung vorm Hauptfeld betrug oben 6:30 Minuten.
In der Abfahrt fiel Alessio Martinelli an erster Position der Fluchtgruppe fatal in einer Linkskurve hin. Er schlitterte über die Straße und stürzte dann metertief in die Schlucht. Der Vorsprung der übrigen 23 Ausreißer weitete sich unterdessen bis zum nächsten Anstieg auf 8:30 Minuten aus. Das Team des Gesamtführenden del Toro schlug ein defensives Tempo an …
Im zweiten Anstieg übernahm einmal mehr bei diesem Giro das Team des angrifflustigen Bernal die Tempoarbeit. Ayuso gondelte, fummelnd an Handschuhen und Regenjacken, hinter der Musik in den Begleitfahrzeugen herum. Er kam zwar noch einmal zurück, aber das Unheil für ihn deutete sich hier schon an.

Im unteren Bereich der Abfahrt stürzte Bernal. Der zwischenzeitlich auf fast nur noch 5 Minuten gefallen Rückstand zur Spitze sprang danach schnell auf über 9 Minuten nach oben. 65 Kilometer vorm Ziel hatte sich vor den letzten 2 schweren Anstiegen der Regen verzogen, und die Sonne kam heraus.

Im kehrenreichen Anstieg hoch nach Santa Barbara fiel die bis hierhin immer noch 23-köpfige Spitzengruppe schnell auseinander. Oben waren schließlich Bilbao, Moniquet, Cepeda, Leemreize, Voisard, Fortunato und Scaroni vorn. Fortunato sicherte sich wie schon an den beiden Anstiegen zuvor die Bergpunkte. Er ließ die Maximalpunktzahl für den Tag nur liegen, weil er am Ende Scaroni den Etappensieg überließ. In der Bergwertung ums Blaue Trikot liegt er sowieso uneinholbar vorn.
Unter den Klassementfahrern platzte Ayuso früh im Anstieg endgültig ab, dazu aus den bisherigen Top-Ten Arensman (Ineos). Storer attackierte mit Max Poole (Picnic) am Rad. Bernal fiel ebenfalls zurück, kämpfte sich aber wieder heran an eine Gruppe mit del Toro, dessen Helfern Adam Yates und Majka sowie Pellizzari, Tiberi, Caruso, Carapaz, Gee, Rubio (Movistar) und Simon Yates. Diese Gruppe lag am Gipfel weniger als 10 Sekunden hinter Storer und Pool, denen wiederum 4 Minuten zur Spitze fehlten.
In der Abfahrt ließ es Voisard mächtig rollen. Das kurze Flachstück und den Fuß des 18,2 Kilometer langen, stufenförmigen Schlussanstieg erreicheite Voisard 20 Sekunden vor den 6 Verfolgern und 4:45 vor der Gruppe ums Rosa Trikot, der auch wieder Storer und Poole angehörten.
Im Schlussanstieg etablierten sich Fortunato, Scaroni und Cepeda als Verfolger von Voisard, der 13 Kilometer vor Schluss gestellt war. 2,5 Kilometer später setzte sich Scaroni nach vorne ab, und weitere 1,5 Kilometer später stellte auch Fortunato Cepeda loswerden. Er rollte vor zu Scaroni und man konnte teamintern den Tagessieger wählen.

Für die Gruppe der Klassementbesten machte im Schlussanstieg plötzlich der von vorne zurückgefallene van Aert Tempo für Simon Yates. Poole und Adam Yates ließen abreißen. Als van Aert fertig war, entschied sich Simon Yates gegen einen Angriff. Majka verschleppte das Tempo, so dass Adam Yates wieder zurückkam. Pellizzari nutzte diesen Moment für seine Attacke.
So dauerte es noch ein wenig, bis schließlich Simon Yates attackierte, und von da an war es Mann gegen Mann. Del Toro zeigte sich wie bisher immer beim Giro 2025 souverän und sprang mit, gefolgt von Carapaz. Außerdem versuchten es Gee, Storer und Rubio. Doch nur Gee kam hin.

Der Moment des Tages folgte: Mit einer Mischung aus Cleverness, Spritzigkeit, Kraft und Willensstärke trat Carapaz explosionsartig aus 3. Position an. Gee hinter ihm konnte und wollte nicht reagieren. Yates und del Toro wirkten überrumpelt und konnten auch nicht antworten. Im Gegenteil: Gee rollte den beiden wenig später davon. Del Toros Bilanz war gebrochen.
Carapaz schloss zu Pellizzari, der sich fortan hinten anhängte. Nur ganz zum Schluss sprang er für den 3. Platz wieder davon. Storer erreichte Yates und del Toro, der wiederum auch diese beiden ziehen lassen musste. Bernal, Caruso und kurzzeitig noch einmal Adam Yates schlossen auf zu del Toro, der aber wenig später wieder ganz allein war. Denn Bernal und Caruso hängten ihn ab. Del Toro verlor 1:36 Minuten auf Carapaz und 54 auf Simon Yates und rettete damit vorerst das Rosa Trikot.
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Giulio Pellizzari wechselt zu Red Bull – BORA – hansgrohe

Etappenzweiter beim Giro d’Italia, Zweiter im Kampf um das Maglia Azzura beim Giro, Dritter der Slowenien-Rundfahrt, Top10 im Klassement der Tour of the Alps und der Österreich-Rundfahrt – Giulio Pellizzari fährt eine aufsehenerregende Saison. Ab 2025 wechselt der Youngster in die WorldTour in das Trikot von Red Bull – BORA – hansgrohe.

Giulio Pellizzari ist erst 20 Jahre alt und gilt als eines der größten Bergfahrer-Talente Italiens. Als Zweiter der Tour de l’Avenir zeigte er im vergangenen Jahr bei einem der wichtigsten Nachwuchsrennen sein Können. In diesem Jahr folgte die Grand Tour-Premiere. Als jüngster Fahrer im Peloton! Und was für ein Debüt er beim Giro d’Italia zeigte: Unvergessen sind das Etappenziel am Monte Pana, das er zwischen Tadej Pogačar und Dani Martínez als Zweiter erreichte, der Gewinn der Cima Coppi-Sonderwertung im Fotofinish oder seine Attacken am Monte Grappa.

Giulio Pellizzari: „Ich freue mich sehr, Teil des neuen Projekts Red Bull – BORA – hansgrohe zu sein. Ich kann es kaum erwarten, mit dem neuen Team zu starten und gemeinsam große Ziele zu erreichen.“

Ralph Denk, CEO Red Bull – BORA – hansgrohe: „Talente finden und entwickeln – das steht in unserer Vision weit oben und das zeigen unsere Transfers für 2025. Giulio hat sein Kletter-Potential trotz seines jungen Alters bereits bei großen Rennen gezeigt. Darauf wollen wir mit unserer Performance-Struktur aufbauen und in seiner Entwicklung zu einem Top-Fahrer den nächsten Schritt gehen.“