Schlagwort-Archiv: Lorenzo Fortunato

108. Giro d’Italia 16.Etappe

16. Etappe: Piazzola sul Brenta – San Valentino di Brentonico – 199 Km

Scaroni vor Fortunato, Doppel-Triumph für Astana, Carapaz stürmt

Einen Doppelerfolg feierten Christian Scaroni und Lorenzo Fortunato (beide XDS) auf der 16. Etappe des Giro d’Italia 2025 mit Bergankunft in San Valentino. Die beiden Italiener stammten aus der maximal 24-köpfigen Flucht des Tages. Mehrere Minuten dahinter drehte auf der ersten richtigen Alpenetappen Richard Carapaz (EF) auf, wohingegen Isaac del Toro (UAE) im Rosa Trikot des Gesamtführenden in den Gardasee-Bergen ordentlich ins Schwimmen geriet.
55 Sekunden hinter dem Spitzenduo belegte Giulio Pellizzari (RB) den 3. Platz, befreit vom Mühlstein Roglic, seinem Kapitän, der während der 16. Etappe endgülitg hinschmiss. Und auch Juan Ayuso (UAE), neben Roglic vorm Giro noch Top-Favorit auf den Gesamtsieg, verlor alle Ambitionen, weil er schon früh abreißen ließ.

So sah sich del Toro bei der ersten Stunde der Wahrheit im Schlussanstieg Attacken seiner Konkurrenten ausgesetzt. Dem Antritt des Gesamtzweiten Simon Yates (Visma) konnte del Toro noch folgen, ebenso wie Carapaz und Derek Gee (Israel). Dann attackierte Carapaz unwiderstehlich, schloss zum zuvor ausgebrochenen Pellizzari auf und erreichte 15 Sekunden hinter diesem das Ziel auf dem 4. Platz.
Gee löste sich in der Folgezeit von Yates und del Toro und kam 13 Sekunden hinter Carapaz an. Nächster Fahrer im Ziel war mit Cepeda ein früher Ausreißer, der am längsten mit Scaroni und Fortunato mithalten konnte. Zu Yates schloss Storer (Tudor) auf. Beide kamen 42 Sekunden hinter Carapaz ein. Del Toro wurde noch hinter Bernal (Ineos), Caruso (Bahrain) und 2 weitere frühe Ausreißer durchgereicht.


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Ergebnis
1. Christian Scaroni (ITA) – XDS-Astana 5:35:05
2. Lorenzo Fortunato (ITA) – XDS-Astana gl.Zeit
3. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +0:55

4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:10
5. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech +1:23
6. Jefferson Cepeda (ECU) – Movistar +1:43
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +1:52
8. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
9. Gijs Leemreize (NED) – Picnic-PostNL +2:19
10. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +2:31
11. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers gl.Zeit
12. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious gl.Zeit
13. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +2:46
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +3:07
15. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +3:51
16. Einer Rubio (COL) – Movistar +4:03
17. Max Poole (GBR) – Picnic-PostNL +4:29
18. Davide Piganzoli (ITA) – Polti-Visitmalta +4:54
19. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +5:53
20. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +6:05

35. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +14:47
DNF Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora
DNF Joshua Tarling (GBR) – Ineos Grenadiers
DNF Alessio Martinelli (ITA) – VF Group-Bardiani
DNS Milan Fretin (BEL) – Cofidis
DNS Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step

Del Toros Vorsprung in der Gesamtwertung schmolz auf 26 und 31 Sekunden gegenüber Simon Yates und Richard Carapaz. Und auch Gee pirschte sich auf 91 Sekunden ans Rosa Trikot heran. Ayuso verlor fast eine Viertelstunde und fiel vom 3. auf den 17. Platz zurück. Das bisher so überlegene Allstar-Team aus den Emiraten fiel auf der 16. Etappe wie ein Kartenhaus zusammen.
69 Sekunden hinter Gee rückte Damiano Caruso vor auf den 5. Platz. Auf den 6. Platz verbesserte sich Egan Bernal, der allerdings während der 16. Etappe durch einen Sturz beeinträchtigt wurde. Storer kletterte von 12 auf 7, Pellizzari sogar von 18 auf 9. Pellizzari hatte in den 2 Wochen zuvor viel Zeit im Dienste von Roglic verschleudert. Sturzpilot Roglic fiel auf der 16. Etappe zum 4. Mal bei diesem Giro hin und stieg dann ins Teamfahrzeug. Der ebenfalls hoch gewettete Tiberi (Bahrain) verlor derweil weiter an Boden und fiel zurück auf den 8. Platz. Er trägt aber ab sofort anstatt Ayuso stellvertretend für del Toro das weiße Trikot für die Jungprofi-Wertung.

Gesamtwertung
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 61:31:56

2. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:26
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:31
4. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech +1:31
5. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +2:40
6. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +3:23
7. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:31
8. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +4:07
9. Giulio Pellizzari (ITA) – Red Bull-Bora +4:36
10. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +5:08
11. Einer Rubio (COL) – Movistar +5:43
12. Davide Piganzoli (ITA) – Polti-Visitmalta +7:19
13. Max Poole (GBR) – Picnic-PostNL +7:34
14. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +7:43
15. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +8:13
16. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +8:35
17. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +13:27

Nach dem letzten Ruhetag starteten 167 verbliebene Fahrer in eine äußerst ungemütliche 16. Etappe – bei Dauerregen und unter Raumtemperatur. Stürze waren an der Tagesordnung. Mehrere Fahrer rutschten auf den durchnässten Straßen mal einfach so weg. 179 Kilometer vorm Ziel glitt Tarling (Ineos) in der 7-köpfigen Spitzengruppe in einem Kreisverkehr aus, krachte mit der Hüfte hart in die Leitplanke und krümmte sich vor Schmerzen.
An der Spitze blieben zunächst Rafferty (EF), Germani (Groupama), Barrenetxea (Movistar), Azparren (Q36.5), Cerny (Soudal) und van Aert (Visma). Über 30 Kilometer später löste sich eine 18-köpfige Verfolgergruppe im unteren Bereich des ersten von 4 Bergen der 16. Etappe. Mit dabei waren Guglielmi (Arkéa), Bilbao (Bahrain), Moniquet (Cofidis), Gudmestad (Decathlon), Gaudu (Groupama), Heiduk (Ineos), Petilli (Intermarché), Cepeda (Movistar), Engelhardt (Jayco), Leemreize (Picnic), Bais, Bais (beide Polti), Voisard (Tudor), Covili, Martinelli (beide VF), Fortunato, Masnada und Scaroni (alle XDS).

Kurz unterhalb des Gipfels schlossen die beiden Gruppen 128 Kilometer vorm Ziel zusammen, und oben zementierte Fortunato standesgemäß sein blaues Bergtrikot. Der Vorsprung vorm Hauptfeld betrug oben 6:30 Minuten.
In der Abfahrt fiel Alessio Martinelli an erster Position der Fluchtgruppe fatal in einer Linkskurve hin. Er schlitterte über die Straße und stürzte dann metertief in die Schlucht. Der Vorsprung der übrigen 23 Ausreißer weitete sich unterdessen bis zum nächsten Anstieg auf 8:30 Minuten aus. Das Team des Gesamtführenden del Toro schlug ein defensives Tempo an …
Im zweiten Anstieg übernahm einmal mehr bei diesem Giro das Team des angrifflustigen Bernal die Tempoarbeit. Ayuso gondelte, fummelnd an Handschuhen und Regenjacken, hinter der Musik in den Begleitfahrzeugen herum. Er kam zwar noch einmal zurück, aber das Unheil für ihn deutete sich hier schon an.

Im unteren Bereich der Abfahrt stürzte Bernal. Der zwischenzeitlich auf fast nur noch 5 Minuten gefallen Rückstand zur Spitze sprang danach schnell auf über 9 Minuten nach oben. 65 Kilometer vorm Ziel hatte sich vor den letzten 2 schweren Anstiegen der Regen verzogen, und die Sonne kam heraus.

Im kehrenreichen Anstieg hoch nach Santa Barbara fiel die bis hierhin immer noch 23-köpfige Spitzengruppe schnell auseinander. Oben waren schließlich Bilbao, Moniquet, Cepeda, Leemreize, Voisard, Fortunato und Scaroni vorn. Fortunato sicherte sich wie schon an den beiden Anstiegen zuvor die Bergpunkte. Er ließ die Maximalpunktzahl für den Tag nur liegen, weil er am Ende Scaroni den Etappensieg überließ. In der Bergwertung ums Blaue Trikot liegt er sowieso uneinholbar vorn.
Unter den Klassementfahrern platzte Ayuso früh im Anstieg endgültig ab, dazu aus den bisherigen Top-Ten Arensman (Ineos). Storer attackierte mit Max Poole (Picnic) am Rad. Bernal fiel ebenfalls zurück, kämpfte sich aber wieder heran an eine Gruppe mit del Toro, dessen Helfern Adam Yates und Majka sowie Pellizzari, Tiberi, Caruso, Carapaz, Gee, Rubio (Movistar) und Simon Yates. Diese Gruppe lag am Gipfel weniger als 10 Sekunden hinter Storer und Pool, denen wiederum 4 Minuten zur Spitze fehlten.
In der Abfahrt ließ es Voisard mächtig rollen. Das kurze Flachstück und den Fuß des 18,2 Kilometer langen, stufenförmigen Schlussanstieg erreicheite Voisard 20 Sekunden vor den 6 Verfolgern und 4:45 vor der Gruppe ums Rosa Trikot, der auch wieder Storer und Poole angehörten.
Im Schlussanstieg etablierten sich Fortunato, Scaroni und Cepeda als Verfolger von Voisard, der 13 Kilometer vor Schluss gestellt war. 2,5 Kilometer später setzte sich Scaroni nach vorne ab, und weitere 1,5 Kilometer später stellte auch Fortunato Cepeda loswerden. Er rollte vor zu Scaroni und man konnte teamintern den Tagessieger wählen.

Für die Gruppe der Klassementbesten machte im Schlussanstieg plötzlich der von vorne zurückgefallene van Aert Tempo für Simon Yates. Poole und Adam Yates ließen abreißen. Als van Aert fertig war, entschied sich Simon Yates gegen einen Angriff. Majka verschleppte das Tempo, so dass Adam Yates wieder zurückkam. Pellizzari nutzte diesen Moment für seine Attacke.
So dauerte es noch ein wenig, bis schließlich Simon Yates attackierte, und von da an war es Mann gegen Mann. Del Toro zeigte sich wie bisher immer beim Giro 2025 souverän und sprang mit, gefolgt von Carapaz. Außerdem versuchten es Gee, Storer und Rubio. Doch nur Gee kam hin.

Der Moment des Tages folgte: Mit einer Mischung aus Cleverness, Spritzigkeit, Kraft und Willensstärke trat Carapaz explosionsartig aus 3. Position an. Gee hinter ihm konnte und wollte nicht reagieren. Yates und del Toro wirkten überrumpelt und konnten auch nicht antworten. Im Gegenteil: Gee rollte den beiden wenig später davon. Del Toros Bilanz war gebrochen.
Carapaz schloss zu Pellizzari, der sich fortan hinten anhängte. Nur ganz zum Schluss sprang er für den 3. Platz wieder davon. Storer erreichte Yates und del Toro, der wiederum auch diese beiden ziehen lassen musste. Bernal, Caruso und kurzzeitig noch einmal Adam Yates schlossen auf zu del Toro, der aber wenig später wieder ganz allein war. Denn Bernal und Caruso hängten ihn ab. Del Toro verlor 1:36 Minuten auf Carapaz und 54 auf Simon Yates und rettete damit vorerst das Rosa Trikot.
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Tour de Romandie

Prolog: Saint-Imier – Saint-Imier – ITT – 3,4 Km

1 Watson Sam INEOS Grenadiers 60 00:04:33
2 Oliveira Ivo UAE Team Emirates-XRG 40 + 00
3 Romeo Iván Movistar Team 30 + 03
4 Bissegger Stefan Decathlon AG2R La Mondiale Team 25 + 03
5 Zijlaard Maikel Tudor Pro Cycling Team 20 + 03
6 Küng Stefan Groupama-FDJ 15 + 04
7 Guernalec Thibault ARKEA-B&B HOTELS 10 + 04
8 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step 8 + 04
9 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 5 + 05
10 Christen Jan UAE Team Emirates-XRG 2 + 05
11 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG + 05

12 Bittner Pavel Team Picnic PostNL + 06
13 Shmidt Artem INEOS Grenadiers + 06
14 Vlasov Aleksandr Red Bull-BORA-hansgrohe + 07
15 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike

1. Etappe: Münchenstein – Fribourg – 194 Km


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1 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike 60 04:42:32
2 Paret-Peintre Aurélien Decathlon AG2R La Mondiale Team 40 + 00
3 Shmidt Artem INEOS Grenadiers 30 + 00
4 Artz Huub Intermarché-Wanty 25 + 00
5 Venturini Clément ARKEA-B&B HOTELS 20 + 00
6 Onley Oscar Team Picnic PostNL 15 + 00
7 Champoussin Clément XDS Astana Team 10 + 00
8 Menten Milan Lotto 8 + 00
9 Debruyne Ramses Alpecin-Deceuninck 5 + 00
10 Swift Ben INEOS Grenadiers 2 + 00
11 Romeo Iván Movistar Team + 00

12 Baudin Alex EF Education-EasyPost + 00
13 Mollema Bauke Lidl-Trek + 00
14 Oliveira Ivo UAE Team Emirates-XRG + 00

2. Etappe: La Grande Béroche – La Grande Béroche – 157 Km

1 Fortunato Lorenzo XDS Astana Team 60 03:54:40
2 Baudin Alex EF Education-EasyPost 40 + 02
3 Lecerf Junior Soudal Quick-Step 30 + 02
4 Van Eetvelt Lennert Lotto 25 + 02
5 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek 20 + 02
6 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step 15 + 56
7 Tejada Harold XDS Astana Team 10 + 56
8 Romo Javier Movistar Team 8 + 56
9 Rodriguez Cristian ARKEA-B&B HOTELS 5 + 56
10 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla 2 + 56
11 Onley Oscar Team Picnic PostNL + 56
12 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG + 56
13 Martinez Lenny Bahrain Victorious + 56
14 Rochas Rémy Groupama-FDJ + 56
15 Rondel Mathys Tudor Pro Cycling Team + 56
16 Rodriguez Carlos INEOS Grenadiers + 56
17 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG + 56
18 Carthy Hugh EF Education-EasyPost + 56
19 Oliveira Ivo UAE Team Emirates-XRG + 01:15

Ben Zwiehoff fährt bei der Tour de Romandie ins Bergtrikot
Als Ausreißer hat sich Ben Zwiehoff auf der 1. Etappe der Tour de Romandie das Bergtrikot gesichert. Für ihn ist es eine der seltenen Gelegenheiten, sich auf einem Podium präsentieren zu können.


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Ben Zwiehoff ist einer der Vielfahrer im Team Red Bull – BORA – hansgrohe. Bei der Tour de Romandie hat er für diese Saison bereits die Marke von 30 Renntagen geknackt. In Erinnerung bleiben wird ihm die 1. Etappe der sechstägigen Rundfahrt weitestgehend durch den französischsprachigen Teil der Schweiz aber aus anderen Gründen.
Der 31-Jährige Essener ist mit einem couragierten Auftritt in der Fluchtgruppe des Tages in das Bergtrikot der Romandie gefahren. Zwei der vier Bergpreise entschied er für sich, die daraus resultierenden 26 Zähler reichen für das himmelblaue Leibchen. Und damit seinen ersten Auftritt auf einem Podium seit etwa anderthalb Jahren.
Anders als geplant
„Für mich war es sehr schön, mal wieder so einen Moment zu haben“, freute sich Ben nach dem Rennen. „Das letzte Mal war ich bei der Türkei-Rundfahrt 2023 auf dem Podium“, erinnert sich der treue Helfer noch ganz genau. Die Rundfahrt, die aktuell parallel zur Tour de Romandie ausgetragen wird, war in jenem Jahr erst im Oktober Teil des Rennkalenders. Ben stand als Gesamtzweiter auf dem Podium. „Schön, dass es mal wieder geklappt hat.“

3. Etappe: Cossonay – Cossonay – 183 Km

1 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 60 04:03:35
2 Martinez Lenny Bahrain Victorious 40 + 02
3 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG 30 + 02
4 Barré Louis Intermarché-Wanty 25 + 02
5 Bettiol Alberto XDS Astana Team 20 + 02
6 Romo Javier Movistar Team 15 + 02
7 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step 10 + 02
8 Paret-Peintre Aurélien Decathlon AG2R La Mondiale Team 8 + 02
9 Onley Oscar Team Picnic PostNL 5 + 02
10 Rondel Mathys Tudor Pro Cycling Team 2 + 02
11 Vlasov Aleksandr Red Bull-BORA-hansgrohe + 02
12 Rochas Rémy Groupama-FDJ + 02
13 Van Eetvelt Lennert Lotto + 02
14 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 02
15 Tejada Harold XDS Astana Team + 02
16 Langellotti Victor INEOS Grenadiers + 02
17 Buchmann Emanuel Cofidis + 02
18 Lecerf Junior Soudal Quick-Step + 02
19 Rodriguez Carlos INEOS Grenadiers + 02

20 Rodriguez Cristian ARKEA-B&B HOTELS

4. Etappe: Sion – Thyon 2000 – 128 Km


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1 Martinez Lenny Bahrain Victorious 60 03:43:46
2 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG 40 + 00
3 Fortunato Lorenzo XDS Astana Team 30 + 29

4 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 25 + 31
5 Rodriguez Carlos INEOS Grenadiers 20 + 31
6 Rodriguez Cristian ARKEA-B&B HOTELS 15 + 01:11
7 Rondel Mathys Tudor Pro Cycling Team 10 + 01:13
8 Nordhagen Jørgen Team Visma | Lease a Bike 8 + 01:17
9 Higuita Sergio XDS Astana Team 5 + 01:29
10 Lecerf Junior Soudal Quick-Step 2 + 01:29
11 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step + 01:29
12 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 01:29
13 Romo Javier Movistar Team + 01:36
14 Staune-Mittet Johannes Decathlon AG2R La Mondiale Team + 01:43
15 Onley Oscar Team Picnic PostNL + 02:28
16 Buchmann Emanuel Cofidis + 02:57

5. Etappe: Genève – Genève – ITT – 17 Km

1 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step 60 00:20:33
2 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG 40 + 12

3 Bettiol Alberto XDS Astana Team 30 + 18
4 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG 25 + 24
5 Vlasov Aleksandr Red Bull-BORA-hansgrohe 20 + 27
6 García Raúl ARKEA-B&B HOTELS 15 + 32
7 Guernalec Thibault ARKEA-B&B HOTELS 10 + 33
8 Price-Pejtersen Johan Alpecin-Deceuninck 8 + 38
9 Cavagna Remi Groupama-FDJ 5 + 39
10 Küng Stefan Groupama-FDJ 2 + 39
11 Brennan Matthew Team Visma | Lease a Bike + 39
12 Romeo Iván Movistar Team + 40

13 Martinez Lenny Bahrain Victorious + 41
14 Nordhagen Jørgen Team Visma | Lease a Bike + 44
15 Plapp Lucas Team Jayco-AlUla + 44

Endstand:


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1 2 Almeida Joao UAE Team Emirates-XRG 16:50:44
2 1 Martinez Lenny Bahrain Victorious + 26
3 1 Vine Jay UAE Team Emirates-XRG + 41
4 2 Fortunato Lorenzo XDS Astana Team + 01:22
5 4 Evenepoel Remco Soudal Quick-Step + 01:26
6 Rodriguez Carlos INEOS Grenadiers + 01:31
7 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 02:05
8 3 Lecerf Junior Soudal Quick-Step + 02:16
9 1 Rondel Mathys Tudor Pro Cycling Team + 02:43
10 1 Romo Javier Movistar Team + 02:58
11 1 Rodriguez Cristian ARKEA-B&B HOTELS + 03:05
12 1 Staune-Mittet Johannes Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:16
13 3 Nordhagen Jørgen Team Visma | Lease a Bike + 03:41
14 3 Tejada Harold XDS Astana Team + 03:53
15 1 Van Eetvelt Lennert Lotto + 03:58

Fortunato gibt sich angriffslustig: „Ich mag die Anstiege der TotA“

Lorenzo Fortunato steigt in diesem Jahr erstmals bei der Tour of the Alps, die vom 17. bis 21. April in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino über die Bühne geht, in den Sattel. Für das grenzüberschreitende Etappenrennen hat sich der Italiener einiges vorgenommen – auch wenn er weiß, dass die Konkurrenz stark ist

Dass Lorenzo Fortunato zu den großen Hoffnungen im italienischen Radsport-Zirkus gehört, steht spätestens seit dem 22. Mai 2021 fest. An diesem Tag gewann der damals 25-Jährige nämlich die 14. Etappe des Giro d’Italia mit Bergankunft auf dem Monte Zoncolan und fuhr damit endgültig in die Herzen der einheimischen Radsport-Fans. Heuer feiert der „Azzurro“ vom Team Eolo-Kometa sein Debüt bei der Tour of the Alps und möchte dort ebenfalls hoch hinaus.
Mit seinen bärenstarken Leistungen in den Jahren 2021 und 2022 gelang Fortunato der internationale Durchbruch. In dieser Saison legt der 26-Jährige aus Bologna, der in den letzten Wochen mit guten Leistungen überzeugte, seinen Fokus auf die großen Rundfahrten im Frühjahr – sprich die Tour of the Alps und den Giro d’Italia.

„In Absprache mit meiner Mannschaft habe ich entschieden, heuer erstmals die Tour of the Alps zu bestreiten. Die Rundfahrt passt als Gesamtpaket ideal in meine Planungen und die einzelnen Etappen mit den vielen kurzen, aber selektiven Anstiegen kommen mir ebenfalls entgegen“, erklärt Fortunato. Der Kletterspezialist ist sich bewusst, dass bei der TotA mehrere Athleten von Weltklasse-Format an den Start gehen – doch das spornt ihn nur noch mehr an: „Die Teilnehmerliste ist hochkarätig besetzt. Ich gehe davon aus, dass die beiden Teams INEOS-Grenadiers und Bora-hansgrohe das Tempo vorgeben werden.“
Um sich bestmöglich auf die Tour of the Alps vorzubereiten, schwitzten Fortunato und seine Kollegen vom Team Eolo-Kometa zuletzt im Rahmen eines 18-tägigen Trainingslagers auf Teneriffa. Bei hohen Temperaturen gehörte dabei auch der berüchtigte „Teide-Anstieg“ zum Trainingsprogramm.

„Wir haben auf Teneriffa richtig gut gearbeitet. Jetzt bin ich aber froh, dass mit der TotA die Saison endlich so richtig losgeht. Ich versuche, in Top-Form zur Rundfahrt zu kommen, damit ich auch im Kampf um den Gesamtsieg entscheidend eingreifen kann“, gibt Fortunato zu Protokoll. Ein besonderes Augenmerk legt der Italiener auf die Ratschläge von Ivan Basso und Alberto Contador (die beiden ehemaligen Radprofis haben das Team Eolo-Kometa gegründet, Anm. d. Red.): „Ich habe meine Stärken zwar in den Bergen, kann aber noch nicht ganz mit den besten Kletterern der Welt mithalten. Das ist sicherlich mein Ziel – auf den Weg dorthin sind Ivano und Alberto mit ihren Tipps so etwas wie meine Ziehväter.“

Ebenso wie viele andere Spitzenfahrer geht auch Fortunato davon aus, dass sich auf der dritten Tour-of-the-Alps-Etappe über 162,5 Kilometer von Ritten nach San Valentino di Brentonico die Spreu vom Weizen trennt. Dem anspruchsvollen Schlussanstieg, der über 15 selektive Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,5 Prozent zum Ziel führt, blickt der 26-Jährige mit großer Vorfreude entgegen: „Von den fünf TotA-Etappen ist mir die dritte Etappe am liebsten – auch, weil ich einen Teil der Strecke bereits vom Giro d’Italia 2021 kenne.“

Fortunato möchte beim grenzüberschreitenden Etappenrennen so lange wie möglich mit den stärksten Athleten im Feld mithalten: „Die ersten drei Tage haben es gleich in sich, da bei allen drei Etappen ein Schlussanstieg wartet, wenngleich auch von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Da mehrere Anstiege auf dem Programm stehen, die ich sehr mag, habe ich mir für die Rundfahrt einiges vorgenommen.“

DIE TOUR OF THE ALPS 2023

Montag, 17. April 2023
1. Etappe: Rattenberg – Alpbach, 127,5 km
2.470 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

Dienstag, 18. April 2023
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Ritten, 165,2 km
2.860 Höhenmeter. Schwierigkeit: **

Mittwoch, 19. April 2023
3. Etappe: Ritten – Brentonico San Valentino, 162,5 km
2.940 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Donnerstag, 20. April 2023
4. Etappe: Rovereto – Predazzo, 152,9 km
3.610 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Freitag, 21. April 2023
5. Etappe: Cavalese – Bruneck, 144,5 km
2.910 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

Adriatica Ionica Race – Etappe 2

Copyright: Photo by HERBERT MOOS
Photo by HERBERT MOOS

Vittorio Veneto – Cima Grappa – 148 Km Bergankunft

1 FORTUNATO Lorenzo ITA EOLO-KOMETA 03:58:38
2 KUDUS Merhawi ERI ASTANA – PREMIER TECH 00:01
3 PRONSKIY Vadim KAZ ASTANA – PREMIER TECH 00:03
4 CARBONI Giovanni ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:07
5 ZANA Filippo ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:35
6 MONACO Alessandro ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:40
7 COVILI Luca ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 01:07
8 SEPÚLVEDA Eduardo ARG ANDRONI GIOCATTOLI – SIDERMEC 01:19
9 GAROSIO Andrea ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 01:27
10 REBELLIN Davide ITA WORK SERVICE MARCHIOL VEGA 01:32

Gesamt:
1 FORTUNATO Lorenzo ITA EOLO-KOMETA 08:00:30
2 KUDUS Merhawi ERI ASTANA – PREMIER TECH 00:05
3 PRONSKIY Vadim KAZ ASTANA – PREMIER TECH 00:09
4 CARBONI Giovanni ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:17
5 ZANA Filippo ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:45
6 MONACO Alessandro ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 00:50
7 COVILI Luca ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 01:17
8 SEPÚLVEDA Eduardo ARG ANDRONI GIOCATTOLI – SIDERMEC 01:29
9 GAROSIO Andrea ITA BARDIANI-CSF-FAIZANÈ 01:37
10 REBELLIN Davide ITA WORK SERVICE MARCHIOL VEGA 01:42

Giro d’Italia – Etappe 14 Monte Zoncolan

Copyright: Photo by HERBERT MOOS
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Cittadella – Monte Zoncolan (205 km)

1 Lorenzo Fortunato (Ita) Eolo – Kometa Cycling Team 5:17:22
2 Jan Tratnik (Slo) Bahrain Victorious 0:00:26
3 Alessandro Covi (Ita) UAE Team Emirates 0:00:59
4 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 0:01:43
5 Bauke Mollema (Ned) Trek – Segafredo 0:01:47
6 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:01:54
7 George Bennett (NZl) Jumbo – Visma 0:02:10
8 Nelson Oliveira (Por) Movistar Team 0:02:18
9 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:02:22
10 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:02:22
11 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:02:22
12 Daniel Martin (Irl) Israel Start-Up Nation 0:02:27
13 Emanuel Buchmann (GER) BORA – hansgrohe 0:02:29
14 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:02:37
15 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:02:45

Gesamtwertung
1 Egan Arley Bernal Gomez (Col) INEOS Grenadiers 58:30:47
2 Simon Yates (GBr) Team BikeExchange 0:01:33
3 Damiano Caruso (Ita) Bahrain Victorious 0:01:51
4 Aleksandr Vlasov (Rus) Astana – Premier Tech 0:01:57
5 Hugh Carthy (GBr) EF Education – Nippo 0:02:11
6 Emanuel Buchmann (GER) BORA – hansgrohe 0:02:36
7 Giulio Ciccone (Ita) Trek – Segafredo 0:03:03
8 Remco Evenepoel (Bel) Deceuninck – Quick-Step 0:03:52
9 Daniel Felipe Martinez Poveda (Col) INEOS Grenadiers 0:03:54
10 Romain Bardet (Fra) Team DSM 0:04:31
11 Tobias Svendsen Foss (Nor) Jumbo – Visma 0:05:37
12 Attila Valter (Hun) Groupama – FDJ 0:07:49
13 Daniel Martin (Irl) Israel Start-Up Nation 0:07:50
14 João Almeida (Por) Deceuninck – Quick-Step 0:08:32
15 Ruben Guerreiro (Por) EF Education – Nippo 0:09:19

Emanuel Buchmann kämpft stark am Monte Zoncolan und behält 6. Platz in der Gesamtwertung

Auf der heutigen 205 km langen Bergetappe wartete mit dem 13,3 km langen und rund 9 Prozent steilen Monte Zoncolan das Highlight der diesjährigen Rundfahrt, der das Durchhaltevermögen der Fahrer hart auf die Probe stellte. Obwohl der legendäre Berg von der einfacheren Seite angefahren wurde, hatte das Finale es in sich. Eine größere Ausreißergruppe konnte sich vom Feld absetzten und während des Tages mehr als 8 Minuten Vorsprung einfahren. Am Ende konnte das Feld die Spitze nicht mehr stellen und L. Fortunato aus der Gruppe der verbleibenden Flüchtlinge siegte am Monte Zoncolan. Dahinter in der reduzierten Gruppe kam es im finalen Anstieg zum Showdown der GC Fahrer. Nachdem Emanuel Buchmann von Felix Großschartner und Matteo Fabbro in eine gute Position am Berg gebracht wurde, fuhr er aufmerksam in der Favoriten-Gruppe, und versuchte den Angriffen von S. Yates und E. Bernal auf den letzten zwei Kilometern zu folgen. Obwohl es dem Ravensburger nicht gelang, an den beiden dran zu bleiben, hielt sich sein Zeitverlust in Grenzen, und er überquerte die Ziellinie auf dem 13. Rang. Mit dieser Leistung behält er seinen 6. Platz in der Gesamtwertung.

Reaktionen im Ziel

„Es war eine schwere Etappe, und von Anfang an wurde sehr hart gefahren. Astana kontrollierte das Tempo und im Schlussanstieg haben mich Matteo und Felix in eine gute Position gebracht. 3 km vor dem steilsten Teil fuhr ich an dritter Stelle in der GC-Gruppe, gleich hinter Bernal. Ich war allerdings nicht in der Lage ihm und Yates im Finale zu folgen, aber ich glaube, es war ein ziemlich guter Tag für mich, und es liegen doch noch ein paar harte Etappen vor uns.“ – Emanuel Buchmann

„Die Etappe lief so, wie wir uns es ausgerechnet haben. Einmal kam es zu einer gefährlichen Situation als nach dem Col du Rest eine 7-Mann Verfolgergruppe, stark vertreten mit Ineos und Astana, aus dem Feld losgefahren ist. Unsere Jungs haben da aber einen super Job gemacht um die Lücke wieder zu schließen. Auf den letzten Kilometern war jeder auf sich gestellt. Es gab einen großen Kampf um die Platzierungen, und Emu war vorne mit dabei. Er wurde bis zu den letzten 2,5 km vom Team sehr gut unterstützt, und danach war es „up to the legs.“ Er zeigte heute, dass er ziemlich gute Beine hat, und wir sind mit dem Tag zufrieden.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter