Männer 270km:
1 POGACAR Tadej SLO UAE TEAM EMIRATES XRG 05:50:28
2 SEIXAS Paul FRA DECATHLON CMA CGM TEAM 00:45
3 EVENEPOEL Remco BEL RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:42
4 VERSTRYNGE Emiel BEL ALPECIN-PREMIER TECH 01:42
5 BERNAL Egan COL INEOS GRENADIERS 01:42
6 BILBAO Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 01:42
7 GREGOIRE Romain FRA GROUPAMA-FDJ UNITED 01:42
8 SCARONI Christian ITA XDS ASTANA TEAM 01:42
9 JOHANNESSEN Tobias NOR UNO-X MOBILITY 01:42
10 ZANA Filippo ITA SOUDAL QUICK-STEP 01:42
11 SCHMID Mauro SUI TEAM JAYCO ALULA 01:42
12 BISIAUX LÉo FRA DECATHLON CMA CGM TEAM 01:42
13 TULETT Ben GBR TEAM VISMA | LEASE A BIKE 01:42
14 CHAMPOUSSIN Clément FRA XDS ASTANA TEAM 01:42
15 VANSEVENANT Mauri BEL SOUDAL QUICK-STEP 01:42
16 HINDLEY Jai AUS RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:42
17 SKJELMOSE Mattias DEN LIDL-TREK 01:42
18 DEBRUYNE Ramses BEL ALPECIN-PREMIER TECH 01:42
19 BAUDIN Alex FRA EF EDUCATION – EASYPOST 01:42
20 CICCONE Giulio ITA LIDL-TREK 01:42
Remco Evenepoel beendet auch Lüttich-Bastogne-Lüttich auf dem Podium
Nach der Flandern-Rundfahrt hat Remco Evenepoel auch sein zweites Monument im Trikot von Red Bull – BORA – hansgrohe als Dritter beendet. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gewann der 26-Jährige den Sprint einer großen Verfolgergruppe hinter Tadej Pogacar und Paul Seixas.
Anders als geplant fand sich Remco gemeinsam mit Nico Denz schon nach wenigen Kilometern in einer riesigen Spitzengruppe wieder, die vom Feld zunächst nicht verfolgt wurde und deswegen einen großen Vorsprung herausfahren konnte. Als es in den entscheidenden Teil des Tages ging, blieb die Zusammenarbeit jedoch auf der Strecke, sodass das Rennen 80 Kilometer vor dem Ziel bei Null begann.
An der immer wieder rennentscheidenden Cote de la Redoute bei noch 35 zu fahrenden Kilometern war dann kein Kraut gegen Pogacar und Seixas gewachsen. An der Seite von Jai Hindley, der das Ziel ebenfalls in der großen Verfolgergruppe erreichte, kämpfte Remco darum, alle weiteren Ausreißversuche zu unterbinden, um in Lüttich schließlich noch aufs Podium zu sprinten.
Nach dem Abschluss seiner ersten Saisonphase mit sieben Saisonsiegen, unter anderem dem beim Amstel Gold Race, sowie den beiden Podiumsplatzierungen in den Monumenten, steht für Remco nun eine Pause dann. Danach beginnt mit einem Höhentrainingslager und der Tour Auvergne – Rhône-Alpes die Vorbereitung auf die Tour de France.
„Es war ein seltsamer Tag. Ich befand mich plötzlich in der Ausreißergruppe. Das war reiner Zufall. Ich war gerade an der Spitze des Hauptfeldes, als es sich aufteilte. Und dann wurde es etwas seltsam.
Der dritte Platz ist ein ziemlich gutes Ergebnis. Ich glaube, ich musste mich erst ein wenig erholen, nachdem ich in der Ausreißergruppe war, und dann habe ich alles gegeben, um aufs Podium zu kommen. Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Podium zu stehen.“
— Remco Evenepoel
„Heute ging es sehr schnell los, 53 Fahrer setzten sich ab. Wir hatten Nico und Remco dabei. Das war eigentlich nicht geplant, aber plötzlich war es passiert. Das Hauptfeld reagierte nicht wirklich, also beschlossen wir, Remco und Nico einfach dort zu lassen, um zu sehen, was passieren würde. Wir hatten einen großen Vorsprung, aber in dem Moment, als sie diesen Abstand wirklich halten mussten, fingen alle an, sich gegenseitig anzusehen, und dann haben wir viel Zeit verloren.
Am Ende konnten wir Pogacar und Seixas nicht folgen, aber wir konnten uns danach wieder zurückkämpfen und mit der Hilfe von Jai dennoch ein großartiges Ergebnis erzielen: den dritten Platz bei einem Monument. Wir waren auf mehr aus, aber wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben.“
— Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter
Pogacars Hattrick, Seixas am längsten dran
Tadej Pogacar (UAE) triumphierte 2026 zum 3. Mal in Folge und 4. Mal insgesamt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Der 27-jährige Slowene knackte 14 Kilometer vorm Ziel seinen letzten Begleiter, den Teenager Paul Seixas (Decathlon), am Falkenfelsen. Für den verbleibenden Podestplatz packte Remco Evenepoel (Red Bull) einen sehr langen Sprint von vorne aus.
Damit landeten die 3 Fahrer auf dem Podest, unter denen man mit einem Dreikampf gerechnet hatte, obschon mit Pogacar als klaren Top-Favoriten. An der wie so oft zuletzt vorentscheidenen Côte de la Redoute 35 Kilometer vorm Ziel konnte jedoch nur noch Seixas dem Überfahrer folgen. Beide fuhren dort einen immensen Vorsprung heraus.
Am drittschnellsten fuhr dort Mattias Skjelmose (Lidl) hoch. Als Solist war er jedoch einer baldigen Einholung durch eine größere Verfolgergruppe um Evenepoel geweiht. Im Flachen holte sich Evenepoel noch mit der Brechstange das Podest. In der Steigung jedoch war er Pogacar jedoch einmal mehr nicht im Ansatz gewachsen.
Von den letzten 11 ausgetragenen Monumenten absolvierte Pogacar alle am Stück und gewann 8 davon. Bei den 3 anderen, davon beide Mal Paris-Roubaix, landete er auf den Plätzen 2 und 3. Insgesamt hat Pogacar nun 13 Mal ein Monument in seinen Palmarès, nur noch überboten von 19 durch Eddy Merckx, an dessen Stele man bei Lüttich Bastogne-Lüttich an der Côte de Stockeu vorbeikommt. In Lüttich fehlt Pogacar nach seinem 4. Sieg noch einer zum Rekordsieger Merckx.
Geteiltes Peloton während erster Rennhälfte
An einem sonnigen letzten Aprilsonntag 2026 mit Temperaturen bis 17 Grad wurde der Ardennen-Klassiker wie schon Paris-Roubaix 2 Wochen zuvor in einer neuen Rekordgeschwindigkeit gefahren. Ein Grund dafür: Über mehr als die erste Rennhälfte folgte Lüttich-Bastogne-Lüttich 2026 einem ungewohnten Drehbuch.
Denn schon wenige Kilometer nach dem Start teilte sich das Peloton, und es fand sich ein 52 Fahrer starkes Feld an der Spitze wieder, inklusive Evenepoel. Dessen einzig vertretener Helfer Nico Denz fuhr viel Tempo. Aber auch andere Fahrer gingen vorne durch die Reihe. Im Verfolgerfeld spannte Pogacar 2 und Seixas einen Helfer ein.
Damit konnte der maximal über 4 Minuten betragende Abstand bis zum Beginn der Anstiege auf dem Rückweg von Bastogne nach Lüttich auf 2:30 verkürzt werden. Am Col de Haussire, über 130 Kilometer vorm Ziel, begann Pogacar bereits Tim Wellens zu verbrennen. Vorne fiel dafür Denz zurück. Aus dem erweiterten Favoritenkreis hatte in der Folgezeit Tom Pidock (Pinarello) Schaden, hing fast eine Minute hinterher und erholte sich davon nicht mehr.
Gut 100 Kilometer vorm Ziel setzte sich ein Quartett mit Pascal Eenkhoorn (Soudal), Hugo Houle (Alpecin), Gijs Leenreize (Picnic) und Alexander Kamp (Uno-X) aus dem Spitzenfeld ab, kurz darauf ergänzt durch Baptiste Veistroffer (Lotto). 95 Kilometer vorm Feld waren die Felder um Evenepoel und um Pogacar und Seixas schließlich wieder vereinigt. 12 Kilometer später wurde mit Leemreize der letzte Ausreißer die Côte de Stockeu hinauf gestellt.
Evenepoel platzt schon vor Pogacars Attacke ab
So heizten Pogacars verbliebene Helfer Pawel Siwakow sowie die von vorne zurückgekommene Domen Novak dem Showdown an der Redoute hingegen. Dort angekommen übernahm Benoît Cosnefroy die letzte Beschleunigung, bevor Pogacar attackierte. Nur Seixas blieb dran.
Evenepoel fuhr bereits schlecht positioniert, irgendwo hinter der zehnten Stelle, in die Côte de la Redoute rein und ließ dann auch schon von seinem Vordermann abreißen, als noch Cosnefroy die Vorarbeit leistete. Damit war Evenepoel schon vor Pogacars Attacke geschlagen.
Im letzten Anstieg, am Falkenfelsen, sah es zunächst so aus, als könnte Seixas wieder der Beschleunigung von Pogacar folgen. Doch 600 Meter unterhalb der Kuppe hatte Pogacar gleich mehrere Meter zwischen sich und seinen letzten Konkurrenten gebracht. Diese beiden Fahrer auf 1 und 2 hatte es schon knapp 2 Monate zuvor bei den Strade Bianche gegeben.
Pogacar ließ triumphierend ausrollen, womit sich sein Vorsprung vor Seixas auf 45 Sekunden und zu einer am Ende 22-köpfigen Gruppe um Evenepoel auf 1:42 Minuten reduzierte. Im Sprint um den 3. Platz ergatterte Egan Bernal (Ineos) das Hinterrad von Evenepoel und erreichte so den 5. Platz. Evenepoel am nächsten kam noch Emiel Verstrynge (Alpecin), der überraschend einen 4. Platz verbuchte. Pello Bilbao (Bahrain), 17 Jahre älter als Seixas, belegte in seinem letzten Karrierejahr den 6. Platz.
Frauen 156km:
1 VOLLERING Demi NED FDJ UNITED-SUEZ 04:10:22 37,38
2 PIETERSE Puck NED FENIX-PREMIER TECH 01:29
3 NIEWIADOMA Katarzyna POL CANYON//SRAM ZONDACRYPTO 01:29
4 VAN DER BREGGEN Anna NED TEAM SD WORX – PROTIME 01:29
5 BLASI CAIROL Paula ESP UAE TEAM ADQ 01:48
6 HOLMGREN Isabella CAN LIDL – TREK 01:48
7 CHABBEY Elise SUI FDJ UNITED-SUEZ 01:56
8 VALLIERES MILL Magdeleine CAN EF EDUCATION – OATLY 01:56
9 BERTHET Juliette FRA FDJ UNITED-SUEZ 01:56
10 DUBAU-PREVOT Axelle FRA EF EDUCATION – OATLY 01:56
11 AALERUD Katrine NOR UNO-X MOBILITY 02:37
12 SQUIBAN Maeva FRA UAE TEAM ADQ 02:52
13 VAN DAM Sarah CAN TEAM VISMA | LEASE A BIKE 02:52
14 VINKE Nienke NED TEAM SD WORX – PROTIME 02:52
15 RUEGG Noemi SUI EF EDUCATION – OATLY 02:52
































