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Tirol macht den Auftakt: Innsbruck und Telfs rüsten sich für den Start der #TotA 2026

Bei der kommenden Ausgabe der Tour of the Alps kommt es zu einem Novum: Erstmals überhaupt in der zehnjährigen Geschichte des grenzüberschreitenden Etappenrennens gehen die ersten beiden offiziellen Renntage in Innsbruck über die Bühne. Während ein feierlicher Abend am Sonntag, 19. April den Auftakt zur Rundfahrt bildet, startet und endet die erste Etappe einen Tag später ebenfalls in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es hingegen von Telfs weiter in Richtung Südtirol, genauer gesagt ins Martell

2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt bereits zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) begann, wird das sportliche Großereignis heuer zum ersten Mal in Innsbruck gestartet.

Die 49. Ausgabe der TotA, die vom Sport Alto Garda veranstaltet wird, findet in diesem Jahr vom 20. bis 24. April statt. Los geht es schon am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt hier schließlich die erste Etappe, die nach 144,3 Kilometern erneut in der nördlichsten Hauptstadt der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu Ende geht. Anlässlich ihres zehnten Jubiläums macht die Rundfahrt in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Halt und führt im Laufe der fünf Renntage somit nicht nur durch Innsbruck, sondern auch durch Bozen und Trient.

Tirol macht den Auftakt: Innsbruck und Telfs rüsten sich für den Start der #TotA 2026

Bei der kommenden Ausgabe der Tour of the Alps kommt es zu einem Novum: Erstmals überhaupt in der zehnjährigen Geschichte des grenzüberschreitenden Etappenrennens gehen die ersten beiden offiziellen Renntage in Innsbruck über die Bühne. Während ein feierlicher Abend am Sonntag, 19. April den Auftakt zur Rundfahrt bildet, startet und endet die erste Etappe einen Tag später ebenfalls in der Nordtiroler Landeshauptstadt. Am Dienstag, 21. April geht es hingegen von Telfs weiter in Richtung Südtirol, genauer gesagt ins Martell

2026 fällt der Startschuss zum vierten Mal in der Geschichte der Tour of the Alps in Tirol. Nachdem die Rundfahrt bereits zweimal in Kufstein (2017 und 2019) sowie einmal in Rattenberg (2023) begann, wird das sportliche Großereignis heuer zum ersten Mal in Innsbruck gestartet.

Die 49. Ausgabe der TotA, die vom Sport Alto Garda veranstaltet wird, findet in diesem Jahr vom 20. bis 24. April statt. Los geht es schon am Sonntagabend, 19. April, wenn in Innsbruck die offizielle Eröffnungsfeier inklusive Teampräsentation auf dem Programm steht. Am Montag, 20. April beginnt hier schließlich die erste Etappe, die nach 144,3 Kilometern erneut in der nördlichsten Hauptstadt der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu Ende geht. Anlässlich ihres zehnten Jubiläums macht die Rundfahrt in allen drei Hauptstädten der Euregio-Gebiete Halt und führt im Laufe der fünf Renntage somit nicht nur durch Innsbruck, sondern auch durch Bozen und Trient.

Am Dienstag, 21. April geht es für die Teilnehmer im Zuge der zweiten Etappe von Telfs am Fuße des Wettersteingebirges über 147,5 Kilometer bis ins Martell nach Südtirol.
Innsbruck zeichnet sich seit jeher durch das Zusammenspiel von Geschichte und alpiner Dynamik aus. Der kaiserliche Charme des Goldenen Daches und der Maria-Theresien-Straße trifft hier auf die sportliche Energie der umliegenden Berge – damit bietet die Stadt beste Voraussetzungen für einen spannenden TotA-Start. Am Inn, dem wichtigsten Fluss Tirols, verläuft mit dem „Innradweg“ zudem einer der längsten Radwege Europas, der sich über insgesamt 520 Kilometer erstreckt.

Bei der Auftaktetappe führen die ersten 25 Kilometer zunächst flach durch das Inntal bis nach Telfs. Dort beginnt ein 24 Kilometer langer Rundkurs, der zweimal zurückgelegt werden muss. Mit dem recht gleichmäßig verlaufenden Anstieg zum Mieminger Plateau wartet hier auch die erste Bergwertung des grenzüberschreitenden Etappenrennens. Das Hochplateau ist rund 30 Autominuten von Innsbruck entfernt und gilt mit seinen zahlreichen flachen Verbindungswegen als Paradies für naturbegeisterte Sportliebhaber.

Nach der Bergwertung geht es für das Fahrerfeld zurück nach Innsbruck, wo eine weitere doppelt zu fahrende Schleife ansteht. Auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt sticht die Rampe nach Götzens besonders ins Auge: Diese ist vier Kilometer lang, im Schnitt sieben Prozent steil und beinhaltet im Mittelteil sogar Passagen mit zweistelligen Steigungswerten. Während dieser Abschnitt den Fahrern sportlich alles abverlangen dürfte, bietet sich den Zuschauern mit der Wallfahrtskirche St. Peter und Paul eine der schönsten Rokoko-Kirchen Österreichs als eindrucksvolle Kulisse. Im Anschluss an diese selektive Rampe folgt eine schnelle Abfahrt nach Kematen, die von einem kurzen Gegenanstieg nach Axams inklusive Zwischensprint und Zeitgutschriften unterbrochen wird.

Die finalen 20 Kilometer führen erneut zurück nach Innsbruck, wo die Etappe im Stadtzentrum auf dem Rennweg endet – jenem Ort, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 im Blickpunkt stand, als sich Ausnahmekönner Alejandro Valverde erstmals zum Straßenrad-Weltmeister krönte. Entlang der Zielpassage liegen mit der Hofburg, dem Landestheater und dem Leopoldbrunnen mit der Reiterstatue Leopolds V. zentrale Wahrzeichen der Nordtiroler Landeshauptstadt.

Die zweite Etappe am Dienstag, 21. April beginnt wenige Kilometer von Innsbruck entfernt in Telfs. Die pittoreske Ortschaft verbindet auf harmonische Weise alpine Tradition mit modernem Lebensgefühl. Der Ortsteil Mösern ist dabei besonders bekannt für die „Friedensglocke des Alpenraums“, die als Symbol der Einheit der Alpenregionen sowie als Geburtsort der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer im Jahr 1972 gilt.

Auf dem Weg ins Martell wartet nach rund 20 flachen Startkilometern ein längerer Anstieg durch das Pitztal hinauf zur Piller Höhe. Diese Bergwertung der ersten Kategorie, die in Panoramalage oberhalb des Inntals verläuft, ist 9,2 Kilometer lang und durchschnittlich 6 Prozent steil. Nach dem Gipfel bleibt das Streckenprofil zunächst leicht ansteigend, ehe das Fahrerfeld über eine lange Abfahrt zurück ins Tal gelangt. Dort beginnt ein 25 Kilometer langer Abschnitt, der leicht bergauf verläuft und als Vorbote für die äußerst lange Rampe hoch zum Reschenpass (15,8 Kilometer lang und im Schnitt etwa 3,4 Prozent steil) verstanden werden kann.

Kurz vor dem Anstieg auf die Piller Höhe führt die Strecke durch Nauders, eine bereits in römischer Zeit bedeutende Zoll-Ortschaft, die vom gleichnamigen Schloss im Ortszentrum geprägt wird. Im Anschluss geht es für das Fahrerfeld weiter nach Südtirol, wo die Reise quer durch die schönsten Ortschaften der drei Euregio-Gebiete fortgesetzt wird.

„Die Tour of the Alps bringt internationale Aufmerksamkeit in die Region Innsbruck. Der Start mit zwei Etappen bei uns – darunter ein Start und Ziel in Innsbruck – zeigt unsere Stärke als Austragungsort für große Sportevents und stärkt zugleich die touristische Sichtbarkeit und Wertschöpfung der Region“, Peter Paul Mölk, Obmann von Innsbruck Tourismus.

Arco (Italien), 27. Januar, 2026

Filmpremiere von Best of Felix Gall 2005 in Osttirol

Im CineX in Lienz kam es an diesem Wochenenende zu einer filmischen Premiere über Felix Gall, der in dieser Saison als erster Österreicher gleich zwei Top-Ten-Ergebnisse bei Grand Tours holte. Zahlreiche Prominente und Wegbegleiter folgten der Einladung des Osttiroler Ausnahmesportlers und des Tourismusverbandes Osttirol um Obmann Franz Theurl.

Im Kinofilm, der nach einer Kooperation mit Eurosport zustande kam, wurde die erfolgreiche Saison 2025 von Felix Gall nochmals beleuchtet. „Felix hat heuer als erster Österreicher gleich zwei Top-Ten-Ergebnisse bei den drei großen Landesrundfahrten geholt. Das haben wir gebührend gefeiert. Herausragend war dabei natürlich sein fünfter Platz bei der Tour de France und der achte Gesamtplatz bei der Vuelta“, sagt TVB-Obmann Franz Theurl. „Er hat nicht nur in Osttirol einen Radsportboom ausgelöst. Felix fühlt sich mit seiner Heimat sehr verbunden und das schätzen wir natürlich sehr.“


Felix Gall bei der Katalonien Rundfahrt 2025 (Plomi Foto)

Felix Gall selbst sprach gestern von einer nahezu perfekten Saison: „Das Jahr heuer begann nicht so gut. Durch Stürze und Defekte kam ich im ersten Jahresdrittel nicht so richtig in Schwung. Danach stieg die Formkurve mit Rang fünf bei der Tour of the Alps und dem vierten Gesamtplatz bei der Tour de Suisse rasant an. Gerade rechtzeitig vor der Tour de France war ich am Höhepunkt. Dieser fünfte Gesamtplatz in Frankreich ist neben meinem Etappensieg vor zwei Jahren mein absolutes Karrierehighlight.“

Sporthelden aus Osttirol: Felix Gall und Lilli Tagger
Neben vielen Freunden und seiner Familie kamen auch prominente „Fans“ von Felix Gall zum Empfang. Darunter war auch MTB-Weltmeister Alban Lakata, der mit den unzähligen Rekorden seines Landsmanns hadert: „In Osttirol gibt es fast keinen Berg, wo Felix nicht die KOM-Bestzeit hält. Er ist ein begnadeter Bergfahrer, das merkte ich schon bei den ersten Trainingsausfahrten vor vielen Jahren mit ihm.“ Als Gratulant stellte sich neben Andreas Pfurner, Bürgermeister von Nußdorf-Debant, und Thomas Pupp, Direktor der Tour of Austria, auch Stephan Tagger ein. Der Vater des neuen Tennis-Shootingstars Lilli Tagger ist selbst begeisterter Radfahrer: „Ich kenne Felix schon lange und er ist ein Vorbild für viele junge Sportler:innen, natürlich auch für Lilli.“ Was sie vielleicht von Felix lernen könnte? „Mit Sicherheit im mentalen Bereich, auch was das Durchhaltevermögen von Radprofis betrifft“, ergänzt Stephan, der heuer viele Kilometer auf dem Rad abgespult hatte: „Lilli hatte so viele lange und enge Matches. Das kostet mir immer extrem viele Nerven, darum weiche ich immer aufs Rad aus, was natürlich förderlich für meine Kondition ist.“

Galls Ziele für 2026
Felix Galls Team Decathlon AG2R La Mondiale hat für das nächste Jahr stark aufgerüstet. „Besonders freut es mich, dass ich mit Gregor Mühlberger einen Landsmann an meiner Seite habe. Das finde ich sehr cool, wir verstehen uns super und er ist ein extrem starker Fahrer, vor allem in den Bergen“, sagt Felix, der in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Teamleitung das Programm für 2026 fixieren wird. Aber sein Hauptaugenmerk soll auch im nächsten Jahr auf der Tour de France liegen: „Es ist das größte Radrennen der Welt. Generell möchte ich einmal ein Podium bei einer Grand Tour schaffen. Ob es nächstes Jahr gelingt, werden wir sehen.“

Tiroler Doppelsieg und deutsche Heldin beim Ötztaler Radmarathon 2025

Der 44. Ötztaler Radmarathon (ÖRM) brachte sportliche Höhepunkte und emotionale Geschichten hervor: Daniel Federspiel erfüllte sich mit 38 Jahren einen Lebenstraum und feierte seinen ersten Sieg beim traditionsreichen Rennen, während die Deutsche Janine Meyer ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr erneut unterbot. Der erst 20-jährige Lokalmatador Jonas Holzknecht überzeugte mit einer kämpferischen Leistung und sicherte sich als jüngster Zweiter der ÖRM-Geschichte einen Platz auf dem Podium. Ermöglicht wurden diese sportlichen Erfolge durch das unermüdliche Engagement des ÖRM Dream Teams, das mit über 1.300 Helfer:innen jedes Jahr den reibungslosen Ablauf garantiert. Einen besonderen Moment lieferte zudem Martin Strobl, der sich im Alter von 80 Jahren zum 35. der Herausforderung stellte.

Krimi um 44. Sieg beim Ötztaler Radmarathon
Der 44. Ötztaler Radmarathon über 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter bot bei Kaiserwetter erneut Radsport auf höchstem Niveau. Lokalmatador Jonas Holzknecht sorgte früh für Furore, als er sich mit dem Belgier Sieben Devalckeneer absetzte und über weite Strecken das Rennen mitbestimmte. Während die Favoriten am Jaufenpass erstmals ernst machten, übernahm Daniel Federspiel am Timmelsjoch die Initiative: Der MTB-Eliminator-Weltmeister attackierte entschlossen, stellte Jack Burke und fuhr mit beeindruckender Stärke an die Spitze. In einem packenden Finale ließ der 38-Jährige nichts mehr anbrennen, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und feierte in Sölden nach 6:48:55 Stunden seinen lang ersehnten ersten Sieg. Burke musste sich geschlagen geben, während Holzknecht seinen Traum erfüllte.

Mit einer Zeit von 6:48:55,8 Stunden verpasste Federspiel zwar Mathias Notheggers Streckenrekord von 6:47.02,3 Stunden nur um knappe zwei Minuten, doch die Freude überwiegte: „Dieser Sieg ist schon so lange mein großes Ziel. Dass das jetzt Wirklichkeit wurde ist schwer zu realisieren. Die Emotionen, als ich Sölden mit Krämpfen erreichte, waren unbeschreiblich. Am Jaufenpass fuhr ich mein Tempo. Das war vielleicht ganz gut so, denn am Timmelsjoch konnte ich richtig durchziehen. Als ich Jack sah bekam ich einige Extrawatt.“

Holzknecht sensationell jüngster Zweiter der Geschichte
Bei der Abfahrt Richtung Sölden überholten Jonas Holzknecht, Matthias Reutimann und der Deutsche Andreas Isele den bis dahin Zweitplatzierten Stefano Cecchini. Einige hundert Meter vor dem Ziel zog Holzknecht den Sprint an und ließ sich den zweiten Platz nicht mehr nehmen: „Unbeschreiblich, ich kann diesen zweiten Platz nicht in Worte fassen. Das Podium war heuer mein größter Traum. Ich erwischte einen super Tag und habe es deshalb gleich von Beginn an probiert.“ Dritter wurde der Schweizer Matthias Reutimann. Hans-Jörg Leopold wurde als drittbester Österreicher Sechster, Alban Lakata, der einen schlechten Tag erwischte, holte Rang acht. Einen nicht so guten Tag gab es auch für Vorjahressieger Jack Burke: „Die Attacke am Jaufenpass war ein Fehler. Ich bin am Timmelsjoch ziemlich eingegangen. Dieses Jahr läuft es einfach nicht gut.“

Frauenpower beim ÖRM

Janine Mayer zeigte auch heuer eine herausragende Leistung und rollte gemeinsam mit 391 weiteren Damen bei strahlendem Sonnenschein über die Startlinie. Angesichts der anspruchsvollen Strecke ist es besonders bemerkenswert, dass immer mehr Frauen diese Herausforderung annehmen. Der Damenanteil ist in den letzten 10 Jahren um 50 % gestiegen und liegt 2025 bei einem neuen Teilnehmerrekord. „Wir freuen uns über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer – die Leistungen der Frauen beim Ötztaler sind aber besonders hoch einzuschätzen“, sagt Heike Klotz von der OK-Leitung.

Janine Meyer schafft das Triple
Im Vorjahr lieferte die Deutsche Janine Meyer mit einem neuen Streckenrekord eine tolle Show ab. Quasi ein Start-Ziel-Sieg gelang ihr auch heuer. Sie war ab dem Kühtai unantastbar und setzte sich von ihren Konkurrentinnen sukzessive ab. Wie stark ihre Leistung heute war, zeigen ihre Durchgangszeiten: Den Brennerpass passierte sie nur wenige Minuten hinter allen männlichen Top-Favoriten! Über den Jaufenpass und das Timmelsjoch ließ sie nichts mehr anbrennen und stellte mit ihrem dritten Sieg erneut einen neuen Streckenrekord auf. Die 47-Jährige aus Köln finishte in 7:22.32,4 Stunden und war damit vier Minuten schneller als 2024: „Es ist unglaublich, ich war so lange alleine unterwegs. Der erste Sieg beim Ötztaler Radmarathon war sicher der schönste, weil auch meine Eltern dabei waren. Aber ich würde keinen meiner drei Triumphe gegen etwas anderes eintauschen.“ Meyer gewann 17:14 Minuten vor ihrer Landsfrau Eva Schien, auf Rang drei kam die Lokalmatatorin Belinda Holzer mit einer Zeit von 7:51:37,8 und ist damit überglücklich. Die starken Leistungen der Top-3-Athletinnen machten deutlich, wie viel Frauenpower im Ötztaler Radmarathon steckt.

Zahlreiche Promis wieder am Start
Der Ötztaler Radmarathon erfüllt Träume. Nicht nur für die tausenden Hobbysportler:innen aus 40 Nationen. Heute waren auch wieder viele Prominente am Start, die den traumhaften Radtag im Ötztal genossen. Ihre Premiere feierte Skibergsteig-Vizeweltmeisterin Sarah Dreier. Ebenso dabei wie die Winterstars Benjamin Karl, Werner Heel und Manfred Mölgg. „Alte Hasen“ wie UEFA CEO Martin Kallen, die Ex-Radprofis Thomas Rohregger und Jörg Ludewig oder Star-Weinverkoster Aldo Sohm aus New York waren im Startfeld. Der Beste der Promis war wie im Vorjahr Manfred Mölgg. 2025 finishte er in 7:46 Stunden, heute war er gleich um zehn Minuten schneller! „Es war so eine tolle Kulisse mit unglaublichen Zuschauern. Mit so vielen Kollegen und Freunden zu fahren war wieder ein Traum. Am Timmelsjoch war es dann richtig hart, ich bekam dort Krämpfe. Aber die Zeit ist schon richtig super!“ Eine starke Leistung zeigte auch Benjamin Karl, der trotz 88 Kilogramm seine Zielzeit von unter acht Stunden mit 7:57:38 schaffte. Ebenso sorgte Sarah Dreier mit einer Zeit von 9:11 Stunden für eine starke ÖRM-Premiere!

Nachhaltigkeit, Dank & Vorschau
Der 44. Ötztaler Radmarathon begeisterte mit einer 15-stündigen Live-Übertragung im ÖRM TV, die über 10.200 Zuschauer:innen gleichzeitig verfolgten. Als Partner von Green Events Austria setzt das Event auf konsequente Nachhaltigkeit, von Müllvermeidung über Recycling bis hin zu E-Mobilität und öffentlicher Anreise. Die OK-Leitung Heike Klotz und Dominic Kuen: „Ein herzliches Dankeschön an unser Dream Team mit über 1.300 engagierten Helfer:innen, treuen Sponsoren und Partnern, unterstützenden Behörden sowie der verständnisvollen Bevölkerung entlang der Strecke. Sie alle tragen dazu bei, dass der Mythos Ötztaler Jahr für Jahr nachhaltig weiterlebt – auch wieder beim ÖRM 2026 am 30. August 2026.“

www.oetztaler-radmarathon.com

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Die Favorit:innen für den 44. Ötztaler Radmarathon

Am kommenden Wochenende ist es zum 44. Mal wieder so weit: Der Ötztaler Radmarathon ruft und über 4.000 Teilnehmer:innen aus 40 Nationen kommen nach Sölden! Bei den Damen sind gleich vier ehemalige Siegerinnen am Start, bei den Männern sind es sechs ehemalige Triumphatoren.

Für den Großteil des Starterfeldes lautet die Devise, sich den Traum vom Finishen des Ötztaler Radmarathons über 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter zu erfüllen. Ermöglicht werden diese Träume durch das über 1.300-köpfige Dream Team aus Helfer:innen, das die Strecke absichert, Verpflegung bietet und für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Die meisten Teilnehmer:innen fahren Zeiten jenseits der zehn Stunden-Marke. Sie peilen nicht Top-Ergebnisse an, im Vordergrund steht die Faszination Ötztaler Radmarathon und die Strecke überhaupt zu schaffen! Anders sehen das die Spitzenfahrer des Ötztaler Radmarathons, die um den prestigeträchtigen Sieg fighten. Mit Jack Burke (CAN/2024, 2022), Johnny Hoogerland (NED/2021), Stefano Cechini (ITA/2017), Bernd Hornetz (GER/2016) und den Österreichern Markus Kremser (1991) und Ekkehard Dörschlag (1986, 1987, 1988, 1989) sind gleich sechs ehemalige Sieger dabei. Bei den Damen konnten die drei Deutschen Janine Meyer (2023, 2024), Catherine Rossmann (2022) und Monika Dietl (2013) sowie die Italienerin Brigitte Vasselai (1999) über erste Plätze jubeln.

Wer schlägt Jack Burke?
Der gebürtige Kanadier und in Tirol lebende Jack Burke ist seit einigen Jahren in der Radmarathonszene das Maß aller Dinge. Der 30-Jährige feierte viele Siege, herausragend 2022 sein erster Triumph beim Ötztaler Radmarathon und nach seinem Sieg im Vorjahr geht er auch als Titelverteidiger am Sonntag ins Rennen: „Die Saison ist bisher sehr gut gelaufen und der Ötztaler ist mein „Heimrennen“. Ich fühle mich stark und die Vorbereitung war perfekt. Heuer sind viele klingende Namen am Start, deshalb tippe ich auf einen „Außenseitersieg“. Viele werden uns beobachten und vor den entscheidenden Bergen viel Zeit herausholen. Ohne Teamkollegen wird es schwer, große Rückstände wieder gutzumachen. Aber natürlich wäre der dritte Sieg ein Traum!“Dagegen hat der in Velden lebende Niederländer Johnny Hoogerland, Sieger von 2021, sicher Einwände. Der UCI-Amateur- und Gravel-Weltmeister wurde vor zwei Jahren Dritter und kommt mit einer starken Form ins Ötztal. „Es gibt viele Favoriten, bei so einem harten Rennen muss einfach alles passen. Aber es kommen jedes Jahr junge, hungrige Fahrer nach. Darum wird es immer schwieriger, beim Ötztaler Radmarathon ein Top-Ergebnis zu schaffen“, sagt der 42-Jährige.

Lakata und Leopold mit offenen Rechnungen

Einer, der Top-Ergebnisse beim Ötztaler Radmarathon scheinbar gepachtet hat, ist der Kärntner Ex-Profi Hans-Jörg Leopold. Die Beständigkeit des 42-Jährigen ist beeindruckend: In den Jahren 2024 und 2021 musste er sich jeweils nur Burke und Hoogerland geschlagen geben, 2022 und 2023 verpasste er als Vierter jeweils das Podest. Für heuer dämpft er die Erwartungen: „Meine Erwartungen für heuer sind nicht zu hoch. Ich selbst schätze mich zwischen Rang fünf und zehn ein.“ Für den dreifachen MTB-Marathonweltmeister Alban Lakata ist der Ötztaler Radmarathon eines der Highlights des Jahres. Und mit dem Klassiker in den Alpen hat der Osttiroler noch eine Rechnung offen: zwei vierte Plätze, ein zweiter und ein dritter Rang. Der Triumph fehlt ihm noch: „Dieser Sieg ist nach wie vor das große Ziel. Die Vorbereitung in diesem Jahr verlief nahezu perfekt. Also Feuer frei am Sonntag!“

Hochkarätige Außenseiter
Der ehemalige MTB-Eliminator Weltmeister Daniel Federspiel gehört mit seinen 38 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen, wie seine tolle Saison 2025 beweist. Mit dem Ötztaler Radmarathon verbindet den Imster eine besondere Beziehung. Er gewann bisher nicht nur alle Ausgaben des Bike4Help-Bergsprints, wo er teilnahm, mit den Plätzen fünf, sechs und sieben schaffte er es auch schon drei Mal in die Top-Ten. Das gelang auch dem Haiminger Lokalmatador Fabian Costa im Jahr 2021, als er Sechster wurde. Top-Ten-Ergebnisse haben auch die jungen Tiroler Jonas Holzknecht, Philip Handl und Patrick Hagenaars, der mit einer Armprothese fährt, zu Buche stehen. Daniel Federspiel lässt den Bike4Help-Bergsprint heuer aus: „Der Sprint ist echt eine tolle Veranstaltung, aber ich spare heuer lieber die Kräfte für Sonntag. Generell zählt beim Ötztaler Radmarathon: Favorit zu sein ist easy – abzuliefern ist die Kunst. Das gilt für alle Starter!“

Janine Meyer – wer sonst?
Im Vorjahr lieferte die Deutsche Janine Meyer beim Ötztaler Radmarathon eine richtige Show ab: Mit einem Start-Ziel-Sieg stellte sie mit der Bombenzeit von 7:26.26,8 Stunden auch einen neuen Streckenrekord auf und holte nach 2023 ihren zweiten Triumph beim Ötztaler Radmarathon. Das gelang im Jahr zuvor auch ihrer Landsfrau Catherine Rossmann, die heuer wieder zu ihrer schärfsten Konkurrentin zählt. Aus Ötztaler Sicht könnten zwei Athletinnen in die Top-20 kommen: Vom Mitveranstalterverein URC Ötztal sind mit Daniela Kneisl und Marie-Theres Gurschler zwei Damen dabei, die im Vorjahr bereits unter neun Stunden fuhren! „Generell ist es sehr erfreulich, dass immer mehr Frauen begeisterte Rennradfahrerinnen sind. Heuer gehen über 400 Damen an den Start – knapp zehn Prozent des gesamten Starterfeldes und damit eine Steigerung von rund 18 Prozent zum Vorjahr“, erläutert Heike Klotz von der OK-Leitung.

Manfred Moelgg verblüffte im Vorjahr
Neben den Top-Stars der Radmarathonszene und vielen ambitionierten Radsportler:innen aus aller Welt nehmen beim Ötztaler Radmarathon auch immer wieder Prominente teil. Im Vorjahr überraschte der ehemalige Spitzenskifahrer Manfred Moelgg mit einer fantastischen Zeit von 7:46.59,9 Stunden. Damit erreichte der Südtiroler lediglich eine knappe Stunde hinter Sieger Jack Burke als Gesamt-96. das Ziel! Heuer wird Moelgg wieder mit seinem Landsmann Werner Heel antreten. Neben Benjamin Karl, der eine Zeit um die acht Stunden anpeilt, feiert Skibergsteigerin Sarah Dreier ihre Premiere beim Ötztaler Radmarathon!

Nachhaltigkeit im Fokus
„Beim Ötztaler Radmarathon geht es um mehr als Bestzeiten. Es geht auch um Verantwortung – für die Berge, die Region und unsere Zukunft“, sagt OK-Chef Dominic Kuen. Der Ötztaler Radmarathon setzt auch heuer verstärkt auf Regionalität und Nachhaltigkeit: Von der umweltfreundlichen Anreise über nachhaltige Verpflegung bis hin zu Mehrweg-Lösungen bei Getränkestationen, weniger Müll oder auch E-Autos. Die Veranstalter zeigen, dass Spitzensport und Verantwortung für Natur und Region Hand in Hand gehen können

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Christoph Strasser beendete das TCR als Fünfter!

„Es war das längste Rennen meines Lebens“, so beschreibt der sechsfache Sieger des Race Across America das Transcontinental Race 2025. Über mehr als 4.750 Kilometer ging es von Santiago de Compostela bis an die rumänische Küste. Viele Hochs und Tiefs begleiteten den Paradesportler. Am Ende finishte er nach 11 Tagen 9 Stunden 19 Minuten an der fünften Stelle. Den Sieg sicherte sich der 23-jährige Franzose Victor Bosoni mit einer Zeit von 10 Tagen 16 Stunden 38 Minuten. Mit sieben Stunden Rückstand wurde der Deutsche Martin Moritz Zweiter, gefolgt vom ehemaligen Schweizer Radprofi David Tschan.

War es die falsche Routenwahl? Waren es falsche taktische Entscheidungen? Darüber ist schwer zu spekulieren nach so einer langen Distanz auf dem Rad und täglich maximal zwei bis drei Stunden Schlaf. Die Entscheidung des Rennens brachte für Christoph Strasser, der sich lange im vierköpfigen Spitzenfeld befand, der vergangene Sonntag mit dem Verpassen der entscheidenden Fähre von Italien nach Albanien. „Dadurch habe einen ganzen Tag verloren. Das war bitter. Da die beiden Führenden die Fähre erwischten, war der Kampf um den Sieg vorbei und der Kampf um Platz drei eröffnet“, sagt der Steirer.

Seit er von der Fähre stieg fuhr er wie ein Berserker. Fast 40 Stunden durchgehend saß der Steirer im Sattel. „Das habe ich bitter bezahlt. Die letzten beiden Tage und Nächte waren brutal – sicher eine der härtesten Zeiten in meinem Radfahrleben. In der letzten Nacht legte ich auf der Wiese zwei Powernaps ein. Nach je zehn Minuten wurde ich ohne Wecker wieder munter. Es ist unglaublich, wozu der Körper imstande ist“, beschreibt der Kraubather, der zuletzt auch immer wieder mit technische Problemen zu kämpfen hatte: „Mein Radcomputer ging leider ein, außerdem musste ich einmal in einem Radgeschäft zur Reparatur. Aber mit solchen Problemen kämpft jeder. In der vorletzten Nacht schlief ich zwei Stunden im Hotelzimmer. Genau dort hat mich der Dritte David Tschan überrumpelt. Dieser Moment hat mich mental gebrochen und ich wollte nur noch sicher ins Ziel kommen.“ Das gelang auch, heute früh erreichte der Steirer den Strand von Konstanta südlich der Donaumündung am Schwarzen Meer.

Gegner stärker oder cleverer?
„Es war ein unglaublicher Moment, als ich das Ziel in Rumänien erreichte. Natürlich hätte ich gerne eine bessere Platzierung als Rang fünf. Aber in den letzten beiden Tagen konnte ich nichts mehr aufholen. Die Gegner waren um eine Spur stärker oder vielleicht auch cleverer bei der Routenplanung. Grundsätzlich war das Niveau bei diesem Rennen enorm! Es war aber ein tolles Rennen und ich habe in den vergangenen zwölf Tagen, die mir seit dem Start in Santiago de Compostela wie eine Ewigkeit vorkommen, sehr viel gelernt. Dieses TCR hat auf brutale Weise das Leben widergespiegelt: Man bekommt nicht immer die Dinge die man will“, bilanziert der zweifache TCR-Sieger und Vorjahreszweite des weltweit größten unsupported-Rennens.

8. Tag TCR: Christoph Strasser mit Pech bei der Fähre
Am achten Tag des Transcontinental Race (TCR) ist das eingetreten, wovor Christoph Strasser von Beginn an den größten Respekt hatte: Die entscheidende Fähre von Bari nach Albanien nicht zu erwischen. Um zwei Stunden hat er sie gestern Nacht verpasst, jetzt geht es erst nach einer langen Wartezeit heute Abend Richtung Balkan. Für Christoph ist somit das Rennen um den Sieg an der dritten Stelle liegend gelaufen.

Beim rund 4.800 Kilometer langen härtesten unsupported-Rennen der Welt hat Christoph nach 7 Tagen 13 Stunden 3.270 Kilometer geschafft. „Bis Samstag ist alles super gelaufen, es gab sehr viele Hochs und wenige Tiefs. Doch Samstagnacht erlebte ich ein durchgehendes Tief. Der Parcours über die berühmten weißen Schotterstraßen der Strade Bianche war extrem anstrengend mit steilen Anstiegen und gefährlichen Abfahrten. Die folgende Nacht am Samstag wollte ich, um die Fähre in Bari zu erreichen, mit einem Powernap durchfahren. Aber das hat absolut nicht geklappt, ich war total übermüdet und bin dann auch noch falsch gefahren. Schließlich habe ich im Schlafsack bei einer Kirche und in einem Park geschlafen, weil ich so müde war. Dadurch habe ich viel Zeit verloren. Es ging nicht mehr gut und ich wollte nicht zu viel riskieren“, sagt der Steirer, der sich am Weg nach Bari befindet.

Bis zu dem Zeitpunkt befanden sich vier Fahrer wenige Stunden getrennt an der Spitze. „Der in Wien lebende Deutsche Martin Moritz und der Franzose Victor Bosoni lagen rund zwei Stunden vor mir, haben voll riskiert und es gestern um 23:00 Uhr in letzter Sekunde noch auf die Fähre geschafft. Es waren für mich gemischte Gefühle: Einerseits großen Respekt, dass sie es geschafft haben. Auf der anderen Seite kann ich nur zuschauen wie sie jetzt ihren Vorsprung vergrößern, während ich in Bari sitze. Leider gibt es keine alternativen Fähren nach Albanien, da wären die Umwege zu groß. Das einzig positive ist jetzt, dass ich mich in Bari gut erholen und die restlichen drei Tage ausgeschlafen in Angriff nehmen kann. Das Rennen ist noch lange.“

Nur noch Kampf um Platz 3
Bei seinem vierten Start beim TCR konnte Christoph Strasser bisher zwei Mal gewinnen, im Vorjahr wurde er Zweiter. „Natürlich war der dritte Sieg das klare Ziel. Aber das Rennen ist jetzt gelaufen. Wir alle wussten, dass die Fähre nach Albanien das Rennen beeinflusst. Leider hat es jetzt mich erwischt. Und das gerade an einem Montag – dem einzigen Tag, wo die Fähre nur einmal am Tag fährt. Aber ich werde nicht herumjammern. Es ist so wie bei einer Safety Car-Phase in der Formel1. Jetzt heißt es würdevoll zu Ende fahren, der Kampf um Platz drei ist noch voll in Gange“, schließt Christoph.

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5. Tag TCR: Christoph Strasser erstmals in den Top-3

Der Strasser-Express klettert beim Transconinental Race (TCR), das von Spanien im unsupported-Modus nach Rumänien über rund 4.800 Kilometer führt, immer weiter nach oben. Beziehungsweise macht sich Stunde um Stunde seine Routine und Taktik bezahlt. Heute früh schaffte er es vor dem dritten Checkpoint in Sestriere erstmals in die Top-3 und die Hälfte des Rennens naht.

„Endlich bin ich in Italien. Ich habe mich schon so drauf gefreut – endlich gutes Essen und die Aussicht von Sestriere aus war ein Traum“, sagt ein motivierter Christoph Strasser beim TCR. Das weltweit härteste unsupported-Rennen konnte der Steirer bisher zwei Mal gewinnen. Am fünften Tag hat er nah 4 Tagen und 13 Stunden Fahrzeit insgesamt 2.100 Kilometer und unzählige Höhenmeter in den Beinen. Im Rennen selbst hat er sich in den letzten Tagen kontinuierlich nach vorne geschoben: nach einem Platz jenseits der Top-20 am ersten Tag ist er seit heute Früh hinter dem Franzosen Nicolas Châtelet und dem Deutschen Martin Moritz erstmals Dritter! „Das Rennen ist so knapp. Beim letzten Checkpoint am Tourmalet lagen die ersten sechs innerhalb von zwei Stunden. In der letzten Nacht haben einige Gegner ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen müssen und zu lange geschlafen, was mir natürlich in die Karten spielt. Meine Schlaftaktik geht bisher voll auf: Nach zehn Minuten Schlaf in der ersten Nacht ruhe ich seither drei Stunden täglich. Und auch mit meiner konstanten Fahrweise und konstantem Druck bin ich nicht so schlecht beraten. Vollgas zu geben kostet einfach langfristig Zeit.“

Schotterstraßen, die auch Entscheidung beim Giro brachten
Derzeit befindet sich Christoph Strasser vor dem dritten Checkpoint und einer 50 Kilometer langen, verpflichtenden Schotterpassage bei Sestriere, die auf über 2.000 Meter Seehöhe führt. Es geht über die Strade dell Assietta zum Col del Finestre und von dort nach Norden. „Das ist genau jene Strecke, wo heuer auf Schotter Simon Yates noch am vorletzten Tag beim Giro d’Italia dem Mexikaner Isaac del Toro das rosa Führungstrikot auszog. Ich bin so froh, dass ich diese anspruchsvolle Passage bei Tageslicht fahren kann. Nach diesem Checkpoint geht es flach weiter bis Turin und anschließend in die Toskana“, sagt der Kraubather, der das Rennen bisher defekt- und sturzfrei bewältigen konnte!

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Die Ultra-Weltmeisterschaft rund um Österreich rückt näher

Nur noch knappe zwei Wochen, dann startet in St. Georgen im Attergau im Zuge des Race Around Austria die erste Ultracycling-Weltmeisterschaft in Österreich. Die Favoriten stehen fest beim emotionalsten Radrennen Österreichs.

Die 17. Auflage des Race Around Austria läuft von 11. bis 17. August 2025. Mehr als 150 Teilnehmer:innen haben sich für die verschiedensten Bewerbe angemeldet: für die 560 Kilometer lange CHALLENGE rund um Oberösterreich, wo es auch eine unsupported-Wertung gibt, und natürlich für das klassische Race Around Austria, das im Uhrzeigersinn rund um Österreich verläuft. Auf einer Streckenklänge von 2.200 Kilometern warten auf die WM-Starter:innen 30.000 Höhenmeter. Auf der Langdistanz kommt es zu einer Streckenänderung, wie OK-Chef Michael Nußbaumer beschreibt: „Das Silvretta kann heuer nicht befahren werden, die Passstraße ist nur unter Tags und bei gutem Wetter offen. Deshalb leiten wir die Strecke vor Vorarlberg wieder über den Arlberg um.“ Und natürlich steht auch de 1.500 Kilometer lange Kurzvariante des RAA wieder im Programm – perfekt für ambitionierte Radsportler, die sich an die Langdistanzen wagen wollen.

Neuauflage des Damenduells von 2024
Im Vorjahr verblüffte die amtierende Europameisterin Elena Roch, als sie nicht nur die Damenwertung sondern auch Overall gewann. 2024 siegte die Niederösterreicherin mit nur 20 Minuten Vorsprung vor der Deutschen Tina Büttner. Die beiden Ultra-Spezialistinnen zählen in der WM-Wertung der Damen zu den absoluten Favoritinnen. „Das Race Around Austria selbst ist durch durch die Weltmeisterschaft extrem stark besetzt“, analysiert Nußbaumer. Bei den Männern könnte der Mühlviertler Michael Hofer überraschen, der das 24h Rennen in Grieskirchen zuletzt gewann. Aber mit dem RAAM-Dritten Dominik Meierhofer aus Salzburg, dem Deutschen Rainer Steinberger oder dessen Landsmann Sebastian Mayr ist das Rennen extrem offen und wohl spannend wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Prominenter Zaungast
Leider muss das OK-Team auf einen ganz großen Namen verzichten, nämlich auf Race Across America-Sieger Philipp Kaider. „Leider kann ich nicht mitfahren, denn die Form nach dem RAAM ist zu tief im Keller. Aber ich werde die ganze Woche mit meinem Camper vor Ort sein, Urlaub machen und das RAA-Feeling genießen. Das Race Around Austria hat einen ungemeinen Zuschauerzuspruch, nicht nur im Zielort St. Georgen im Attergau mit einem großen Volksfest. Auch entlang der Strecke gibt es zahlreiche Fanzonen“, sagt Kaider. Sein RAAM-Kollege Lukas Kaufmann, der heuer beim RAAM zum zweiten Mal en Suite Zweiter wurde, wird sich aus ähnlichen Gründen nicht für die Solo-Strecke anmelden. „Die Form ist nach dem RAAM im Juni noch nicht da, aber ich will mir das Rennen nicht entgehen lassen. Deshalb starte ich mit Markus Brandl, auch ein RAAM-Finisher, im Zweierteam“, sagt Kaufmann.

Nachmeldungen für alle Bewerbe können je nach Verfügbarkeit der Plätz für die Solo- oder Teambewerbe noch getätigt werden. Alle Infos darüber gibt es hier …

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Christoph Strasser ins TCR gestartet

Gestern um 20:00 Uhr fiel vor der Pilgerkathedrale in Santiago de Compostela der Startschuss zum 11. Transcontinental Race, wem weltweit größten unsupported-Rennen. Auf das rekordverdächtige Teilnehmerfeld wartet von Spanien bis Rumänien die längste und härteste Auflage des Rennens bisher mit mehr als 4.800 Kilometern.

Seit mehr als zwölf Stunden ist der Steirer Christoph Strasser mit seinem 17 Kilogramm bepackten Specialized-Rad unterwegs und er hat rund 330 Kilometer geschafft. Nach dem Start verlief der erste verpflichtende Parcours entlang der Küste nach Fisterra, dem Ende der Welt. Jetzt geht es Richtung Nordküste Spaniens zum Nationalpark Picos de Europa südlich von Santander, wo sich der erste von fünf Checkpoints befindet. „Dort wird es auch einen ersten Zwischenstand geben. In der Anfangsphase gab es viele Höhenmeter zu bewältigen, die natürlich aufs Tempo drücken. Meine bisherige Fahrt ist nicht überragend, aber ich bin ganz zufrieden damit. Die Performance in den letzten Tagen des Rennens ist wichtig. Aber unglaublich, wie schnell einige Gegner losgefahren sind – als ob es kein Morgen gäbe“, bilanziert der sechsfache Sieger des Race Across America die Anfangsphase.

Rekordstarterfeld und erste Hoppalas
Nicht weniger als 420 Teilnehmer, darunter 80 Frauen, sind gestern ins TCR gestartet. „Das ist absolut erfreulich, dass so viele Frauen dabei sind. Generell ist das TCR heuer extrem stark besetzt. Nach zwei Verfahrern habe ich heute Früh einen ersten 10-minütigen Powernap eingelegt. Es war wichtig, um die Konzentration nicht zu verlieren“, sagt Strasser, der bei seiner letzten Trainingsfahrt vor dem Start noch eine Schrecksekunde erlebte: „Ein starker Windstoß brachte mein Rad zu Fall und dadurch verbog sich die Schaltung. Zum Glück fand ich schnell ein Radgeschäft und der Mechaniker hat alles bestens repariert. Mein Rad läuft bisher wie geschmiert und jetzt gilt mein voller Fokus dem ersten Checkpoint.“

Tag 3 beim TCR: Strasser vor „Mythos“ Col du Tourmalet
Das Transcontinental Race (TCR) ist mittlerweile zweieinhalb Tage alt. Beim härtesten unsupported Rennen der Welt hat Christoph Strasser am dritten Tag eine Aufholjagd gestartet. Kurz vor dem zweiten Parcours und Checkpoint in den französischen Pyrenäen hat er sich in die Top-5 geschoben. Die Spitze des Rennens ist dicht beisammen, die Positionen wechseln hin und her.

Nach dem Start des TCR in Santiago de Compostela hat Christoph Strasser nach 2 Tagen 14 Stunden 1.270 Kilometer absolviert. Nach einer dreistündigen Schlafpause in der zweiten Nacht schlief er auch in der letzten fast so lange. „Es ist unglaublich, wie sich der Körper auf solche Belastungen einstellt. In der letzten Nacht habe ich keinen Wecker gestellt und bin genau nach 2:55 Stunden aufgewacht“, sagt Strasser, der sich gerade dem zweiten Parcours am Col du Tourmalet auf 2.000 Metern Seehöhe nähert. Derzeit befindet er sich am Col d’Aubisque, einem durch die Tour de France bekannten Mythos-Berg: „Diese steilen Anstiege tun ganz schön weh mit meinen 80 Kilogramm.“

Enormes Anfangstempo der Konkurrenten
Wie stark die Konkurrenz in diesem Jahr ist, zeigte sich für den sechsfachen Sieger des Race Across America bereits am ersten Tag: „Viele der Gegner sind dermaßen weggebrettert, das war unglaublich. Am ersten Tag fuhr ich über 600 Kilometer und ich fand mich jenseits der Top-20 wieder. Ich bin auch kein Langsamstarter, aber das war schon unvorstellbar. Jetzt bin ich in meinem Modus angekommen und versuche mich weiter nach vorne zu arbeiten. Zum Glück habe ich mich vom hohen Anfangstempo der Gegner nicht wahnsinnig machen lassen.“

„Es ist eine Kunst in Frankreich nicht zu verhungern“
Bisher läuft für den Strasser-Express fast alles nach Plan: „Aber seit der Ankunft in Frankreich ist das Thema Hungerast präsent, es gibt so gut wie nirgends was zu kaufen in den Pyrenäen. Wie man in Frankreich nicht verhungert, ist eine Kunst.“ Aber grundsätzlich ist Christoph mit seiner Rennstrategie mehr als zufrieden, denn alles ist für kommenden Sonntag ausgelegt. Dort muss er nach den ersten vier Checkpoints die Fähre von Bari nach Durres in Albanien erwischen. „Dort ist perfektes Timing gefragt und es sieht gut aus, dass ich sie am Sonntag erwische. Derzeit habe ich noch einige Kilometer an Puffer. Denn wenn man dort die Fähre, die selten fährt, verpasst, hat man ein Problem: Dann könnte schnell ein Tag weg sein.“

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Mona Mitterwallner feiert Tour de France-Premiere

In ihrer ersten Saison in der WorldTour der Damen wird MTB-Ass Mona Mitterwallner nach der Vuelta jetzt auch die Tour de France Femmes mit ihrem Team Human Powered Health bestreiten. Auf die Silzerin warten neun Tage, darunter vier Bergetappen.

Wenn die vorletzte Etappe der Tour de France der Männer über die Bühne geht startet die Tour de France Femmes. Nahe der Schweizer Grenze beginnt sie am 26. Juli im westfranzösischen Vannes. Die 4. Ausgabe der Tour de France Femmes führt diesmal von der Bretagne in südöstlicher Richtung durch das Zentralmassiv in die Alpen, wo die von acht auf neun Etappen verlängerte Rundfahrt am 3. August in Chatel endet. Nach der Vuelta konnte sich Mona Mitterwallner schnell von ihrem schweren Sturz erholen und zeigte kurze Zeit später mit ihrem insgesamt dritten Weltcupsieg im Olympischen Cross Country in Nove Mesto auf. Nach Rang elf beim letzten Weltcup – trotz Defekt – sattelt sie jetzt wieder aufs Straßenrad um.

„Das mit den Erwartungen ist relativ schwer zu beantworten. Das Level in der WorldTour ist extrem hoch und die Belastungen sind ganz andere als im MTB-Weltcup. Dort gibt man von Beginn an Gas, bei Straßenrennen muss man im Feld viel konzentrierter fahren und es geht meist im Finale richtig zur Sache. Ich freue mich voll auf meine erste Tour de France und vielleicht erwische ich mal eine Fluchtgruppe“, sagt die 23-jährige Tirolerin. Die ersten fünf Etappen sind für Sprinter, danach geht es in die Berge: „Da will ich mir eine Etappe raussuchen, wo ich richtig gut abliefere. Vor allem die achte Etappe mit einem 20 Kilometer langen Anstieg habe ich mir rot angestrichen. Die TDF ist heuer meine vierte Rundfahrt und ich weiß mittlerweile, dass hier alles zusammenpassen muss und man braucht auch die nötige Portion Glück. Aber ich gehe mit einem offenen Herzen in meine erste Tour.“

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Christoph Strassers Gegner beim Transcontinental Race

Am kommenden Sonntag beginnt mit dem Transcontinental Race Christoph Strassers Saisonhighlight. Beim rund 4.800 Kilometer langen größten unsupportet-Rennen weltweit geht es von Santiago de Compostela quer durch Europa nach Rumänien. Die Konkurrenz ist in diesem Jahr besonders stark.

Morgen tritt der Steirer Christoph Strasser die Reise nach Santiago de Compostela, wo am 27. Juli der Start zum TCR erfolgt, an. Bei seiner vierten Teilnahme hat er den dritten Sieg im Visier. Im Vorjahr wurde er trotz vieler Probleme noch Zweiter. „Die Bilanz kann sich sehen lassen. Ich hoffe, dass ich heuer von den technischen Problemen im Vorjahr verschont bleibe“, sagt der sechsfache Gewinner des Race Across America.

Starke Konkurrenz
Dass die unsupported-Rennen (dh. die gesamte Renndistanz muss ohne Hilfe von außen selbst bestritten werden, ebenso alle organisatorischen Dinge, wie Schlafgelegenheiten suchen oder Nahrung kaufen) boomen, zeigen die Starterzahlen, denn nicht weniger als 400 Radsportler haben sich fürs TCR angemeldet. Als stärksten Konkurrenten sieht Strasser den Australier Abdullah Zeinab, der beim TCR 2024 lange in der Spitze mitmischte und erst in der Türkei auf Platz vier zurückfiel. Justinas Leveika aus Litauen feiert heuer seine Premiere beim TCR, er zählt aber nach Siegen beim Three Peaks, Tour Divide, Atlas Mountain Race u.v.m. zu den stärksten Ultracycling-Fahrern, ebenso wie Victor Bosoni. Der Franzose siegte heuer schon beim Desertus Bike und beim The Traka. Für Furore sorgte der erst 22-jährige Bosoni bei seinem Rookie-TCR 2024, als er nach der Überfahrt über den Großglockner in Kärnten bemerkte, dass er seinen Reisepass in einer Unterkunft in Bayern vergessen hatte. Er kehrte um, radelte nach Deutschland, und überquerte danach erneut den Großglockner, um trotz allem eine Top-Platzierung in Istanbul zu erreichen.

Auch die Dichte bei den Damen ist enorm, „ich schätze, dass diese drei Damen in der Gesamtwertung ganz vorne mitfahren können“, sagt Strasser. Damit meint er vor allem Jana Kesenheimer, die schnellste Frau beim TCR 2024 und Damensiegerin beim Three Peaks. Ebenso wie die Kanadierin Lael Wilcox – Gesamtsiegerin beim Trans Am Bike Race, Siegerin der Tour Divide und Weltrekordhalterin der Frauen für die schnellste Weltumrundung. Stark schätzt Christoph auch die US-Amerikanerin Cynthia Carson, Frauensiegerin beim Badlands und Atlas Mountain Race – wo sie auch in der Gesamtwertung jeweils in die Top-Ten kam.

Christoph mit 17 Kilogramm quer durch Europa
Bei unsupported-Rennen gibt es, was das Gepäck betrifft, zwei Möglichkeiten: die risikofreudige Variante mit minimalistischer Ausrüstung oder den „Packesel“. Christoph Strasser setzte lieber auf Sicherheit und etwas mehr Ausrüstung, hat als Basis-Equipment einen Schlafsack, eine Regenjacke und ein warmes Wintertrikot, warme und wasserfeste Handschuhe, eine Ersatzhose und ein Merino-Unterhemd mit dabei. Aus der Werkstatt-Abteilung befinden sich in seinen Taschen kleine Werkzeuge, Bremsbeläge, Minipumpe, Kettenöl, Ladegeräte und Ersatzkabel für Reparaturen an der Elektroanlage, wie dem starken Frontlicht oder dem USB-Ladegerät, das vom Nabendynamo angetrieben wird, dabei. „Dazu habe ich noch eine kleine Reiseapotheke mit einem Erste-Hilfe-Set, Tabletten gegen Durchfall, Sonnencreme, Augentropfen, und eine schmerzlindernde Creme fürs Gesäß mit dabei. Und alles, was dann noch frei ist, wird mit Essensvorräten und Trinkpulver-Säckchen angefüllt“, erklärt Christoph. Voll bepackt wird sein Specialized Roubaix Rennrad, das mit 32mm Reifen und Aerothan Schläuchen ausgestattet ist, um die 17 Kilogramm auf die Waage bringen.

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Christoph Strassers „Pilgerfahrt“ quer durch Europa

Am 27. Juli beginnt mit dem Transcontinental Race das weltweit größte unsupported Rennen. Über eine Distanz von rund 4.800 Kilometern – ähnlich dem Race Across America – startet das Rennen erstmals in der Pilgerhochburg Santiago de Compostela in Spanien. Christoph Strasser will bei seiner vierten Teilnahme den dritten Sieg beim prestigeträchtigen Klassiker und hat dafür im Vorfeld viel getestet.

Der sechsfache Sieger des Race Across America steht kurz vor seinem Saisonhöhepunkt: Am 27. Juli startet in Santiago de Compostela das Transcontinental Race (TCR), das größte unsupported-Rennen der Welt. Während Christoph Strasser seine Karriere mit Ultracycling-Rennen mit Betreuerteam aufgebaut hat, setzt er seit einigen Jahren auf die immer beliebter werdenden unsupported-Bewerbe. Das bedeutet, er absolviert die Distanz ohne Hilfe von außen, besorgt sich selbst Essen und Trinken, organisiert die Strecken und Schlafpausen alles vom Rad aus. Natürlich muss er auch Defekte selbst beheben. „Früher dachte ich immer, diese Rennen sind keine echten, zudem viel zu gefährlich und mehr Abenteuer als Wettkämpfe. Aber das hat sich mittlerweile geändert, unsupported-Rennen boomen und heuer sind beim TCR 400 Teilnehmer:innen aus vielen Nationen am Start“, eröffnet der Kraubather.

Von Santiago bis Rumänien
Die Strecke des TCR 2025 ist komplett neu und gestartet wird in Santiago de Compostela. Zuerst erfolgt ein verpflichtender Parcours, den alle Starter:innen absolvieren müssen, entlang der Küste von Fisterra. Die Strecke bis ins Ziel ist frei wählbar, jedoch müssen fünf Checkpoints passiert werden: Der erste befindet sich im Nationalpark Picos de Europa südlich von Santander, der zweite in den Pyrenäen am Col de Tourmalet auf 2000 Metern Seehöhe. Der dritte Checkpoint führt von Sestriere aus über eine verpflichtende Schotterpassage. „Wir müssen über die Strade dell Assietta zum Col del Finestre und von dort nach Norden abfahren Das ist genau jene Streck, wo auf Schotter heuer Yates den Giro ‚Italia gewann. Die vierte Station befindet sich dann in der Toskana von Siena über die Originalroute der Strade Bianche“, erklärt Strasser.

Nach den ersten vier Checkpoints wird es kniffelig, denn bei der Fähre von Bari nach Durres in Albanien ist perfektes Timing gefragt. „Wenn man dort die Fähre knapp verpasst, hat man ein Problem, denn es könnte schnell ein Tag weg sein. Oder im Glücksfall könnte man hinten liegend viel Zeit abseits vom Rad aufholen oder aus einem kleinen Vorsprung einen großen machen. Denn es gibt montags und dienstags nur eine Fähre pro Tag, sonst zwei.“ Danach geht es zum fünften Checkpoint in die Berge Albaniens, das Ziel liegt im rumänischen Konstanta südlich der Donaumündung am Schwarzen Meer. „Es gibt viele Möglichkeiten der Routenwahl, diese wird über die 4.800 Kilometer Distanz sicherlich entscheidend sein.“

Technische Tests im Vorfeld
Heuer startet Christoph zum vierten Mal beim TCR. Die bisherige Bilanz kann sich nach zwei Siegen und einem zweiten Platz sehen lassen. Dass ein dritter Sieg und damit die Einstellung der Rekordmarke beim TCR hinzukommt, dafür hat sich Christoph im Vorfeld intensiven Tests gewidmet: „Auch das Thema Aerodynamik spielt bei so einer Distanz eine Rolle, um so wenig Energie wie möglich zu verschwenden. Ich habe heuer unterschiedliche Radtaschen getestet, um das Optimum herauszuholen. Es gibt immer noch viele Unwägbarkeiten, wie zum Beispiel bei Pannen, streunenden Hunden in Südost-Europa oder bei den Themen Navigation und Versorgung. Aber wenn ich auf am Rad sitze, idealerweise 20 Stunden pro Tag, will ich so schnell wie möglich sein. So befestige ich heuer meine Vordertasche unter dem Lenker, was wertvolle Watt spart“, erläutert Christoph.

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