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Ötztaler Radmarathon startet ab 2023 bereits im Juli

Ab dem nächsten Jahr bestimmt der „Ötztaler“ bereits zum Sommerstart das Geschehen in Sölden und entlang der 227 Kilometer langen Strecke in Nord- und Südtirol. Statt des bisherigen Termins Ende August findet der beliebte Radsportklassiker künftig immer am zweiten Sonntag im Juli statt. Für die 42. Auflage ist der Termin bereits fixiert: Sonntag, 9. Juli, 2023.

Das Veranstaltungsdatum des Ötztaler Radmarathons im Spätsommer hatte über Jahre Bestand. Eventbedingte Straßensperren führten in Südtirol zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen und Staus an einem traditionell verkehrsreichen Wochenende. „Als Veranstalter eines Rennens dieser Größenordnung sind wir auf den Zuspruch der TeilnehmerInnen und PartnerInnen entlang der Strecke angewiesen. Deshalb haben wir uns in Gesprächen darauf verständigt, den Ötztaler Radmarathon künftig im Juli auszutragen. Damit stellen wir sicher, dass der Traum vom Ötztaler auch in Zukunft weiterlebt“, erklärt Dominic Kuen, Leiter des Organisationskomitees. Mit diesem Schritt wird dem Wunsch Südtirols entsprochen, den „Ötztaler“ an einem verkehrsärmeren Wochenende durchzuführen. „Durch die Terminverschiebung schaffen wir eine gute Basis für beide Regionen. Uns ist es ein Anliegen, Anrainer und Betriebe entlang der Strecke zu Entlasten und gemeinsam mit dem OK-Team des Ötztaler Radmarathons eine Lösung zu finden, die wenn die Verkehrszahlen im Juli so bleiben, langfristig umsetzbar ist“, so Martin Alber, Bürgermeister der Südtiroler Marktgemeinde Brenner.

Das Vorrücken in den Juli verbessert gleichzeitig die Bedingungen für die knapp 4.000 TeilnehmerInnen, die sich der sportlichen Challenge Jahr für Jahr stellen. Wetterkapriolen mit Schneefall an den Pässen dürften künftig nicht mehr zu befürchten sein. Dank der längeren Tage zum neuen Termin sind außerdem frühere Startzeiten möglich und die Mehrheit der HobbysportlerInnen kann das Ziel in Sölden bei Tageslicht erreichen. „Es ist uns wichtig, den neuen Termin frühzeitig zu kommunizieren. Somit können sich die Anrainer entlang der Strecke darauf einstellen und sich die TeilnehmerInnen auf das nächste Jahr gezielt vorbereiten und ihre Trainingspläne auf das neue Datum adaptieren“, erklärt Kuen.

2022 bleibt (fast) alles gleich
Die Vorbereitungsarbeiten für die 41. Auflage am Sonntag, 28. August 2022, laufen auf Hochtouren. Es ändert sich nichts Gravierendes an den harten Fakten. Einzig die Startzeit rückt vor auf 06.30 Uhr und die Streckenführung bei Sterzing wird geändert, um die Hauptverkehrswege (Autobahnzufahrten, Ortsverkehr, Zufahrt Penserjoch, Ridnauntal) freizuhalten.

Neue Streckenführung im Wipptal
An der Nordeinfahrt von Sterzing verlassen die Radfahrer die Brennerstraße und biegen in die Kitzbühlerstraße ein; über die Lahnstraße fahren sie nach Thuins und weiter auf die Jaufenstraße, in die sie über den Kreisverkehr beim Milchhof Sterzing einfahren. Die Zufahrt nach Jaufental, Ratschings und Ridnaun soll gewährleistet sein.

Heute: ÖRM LIVE TV ab 17:00 Uhr
News und Themen rund um den Ötztaler Radmarathon flimmern schon seit einigen Jahren mit Ötztaler Radmarathon TV über die Bildschirme. Informationen zu den Änderungen werden bei der ersten LIVE-Sendung, die heute am 12. Mai um 17:00 Uhr ausgestrahlt wird. Empfangbar ist die Live-Übertragung über die Website des Ötztaler Radmarathons – www.oetztaler-radmarathon.com/livestream

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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
Tel.: +43 664 913 76 77
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Trainieren mit den Profis? Eurosport macht dies möglich und startet neue „Home of Cycling Series” für Radsportfans

# Home of Cycling Series‘ beginnt am 1. Juni und besteht aus insgesamt drei
einmonatigen Challenges
# Den Gewinnern winken einmalige Preise wie zum Beispiel ein exklusives Training
mit dem Team Trek-Segafredo oder ein VIP-Platz in einem Teamfahrzeug bei der
Vuelta a España
# Neue Partnerschaft zwischen Eurosport und Strava ermöglicht den Radsportfans
in ganz Europa* an den Challenges teilzunehmen

Eurosport ruft die neue “Home of Cycling Series” ins Leben. Als Home of Cycling will
der Sender den Zuschauern nicht nur das größte Angebot an Top-Radsport in TV
und Livestream bieten, sondern die Fans auch selbst im Sattel sehen.

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Ötztaler Radmarathon

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Welcher Radfahrer kennt ihn nicht… den Ötztaler Radmarathon? Weithin als einer der schwerster Radmarathons der Alpen bekannt, ist der Ötztaler die inoffizielle Weltmeisterschaft der Radmarathonfahrer. Weit über 20.000 wollen daran teilnehmen, per Los werden daraus 4500 Radsportler ermittelt, die sich den Traum vom Ötztaler erfüllen dürfen. Um die 238km und 5500 Höhenmeter über Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch zu meistern, ist viel Disziplin, Monate lange Vorbereitung und eiserner Wille erforderlich. Nicht zuletzt deshalb ist ein gefinishter Ötztaler der Ritterschlag für jeden Radsportler. Nur wer das Ziel erreicht, bekommt das begehrte Trikot und hat damit ein Monument der Radsportwelt bezwungen.

Natürlich ist auch für mich und viele meiner betreuten Sportler der Ötztaler das Ziel des Jahres und bildet den Höhepunkt einer erlebnisreichen Saison. Heuer hatten wir an die 20 Starter im Feld dabei – jeder mit seiner ganz persönlichen Zielsetzung. Von „unter 8 Stunden“ bis „den Jaufen im Zeitlimit zu schaffen“ war alles dabei und sorgt für eine ausgeglichen Stimmung unter den Teilnehmern und ihren Begleitpersonen. Bereits am Freitag startete unser Wochenende in Sölden, wo bereits die Startnummern abgeholt werden können und zahlreiche Firmen ihre Produkte und Leistungen auf der riesigen EXPO zur Schau stellen.

Auch an unserem Infostand wurden die Produkte unserer Partner präsentiert, unser Verpflegungsservice abgewickelt und alle Fahrer über den genauen Ablauf des Rennens und unser Programm informiert. Auch die neue Teambekleidung wurde ausgegeben, um am Saisonhighlight eine besonders gute Figur zu machen. Das gemeinsame Abendessen am Freitag Abend mit Fahrern, Betreuern, Begleitpersonen und vielen Freunden war sicherlich einer der Höhepunkte im Programm, ebenso das Fotoshooting und die gemeinsame Ausfahrt ins Venter Tal am Samstag.

Der Sonntag begann dann besonders früh für alle, denn um einen guten Startplatz zu bekommen, muss man sich schon ca. eine Stunde von dem Start in die Aufstellungen begeben. Alles klappte reibungslos und so setze sich das Feld pünktlich um 6:45 bei bereits angenehmer Temperatur und Kaiserwetter in Bewegung. Ötz war schnell erreicht und im Kühtai erfolgte bereits die große Selektion. Dort befinden sich die steilsten Rampen mit 18% – alles andere als eine leuchte Aufgabe so früh am Morgen. Empfangen von hunderten Fans und den ersten Sonnenstrahlen in den Speichen ging es weiter nach Innsbruck und hinauf auf den Brenner – dem leichtesten der vier Anstiege.

Nach der Durchfahrt in Sterzing beginnt die Kletterpartie dann erst richtig. Am Jaufenpass kann man noch relativ gleichmäßig und rasch an Höhe gewinnen, viel schwerer fällt das dann am Timmelsjoch, dessen Einstieg man mit bereits 170 Kilometern in den Beinen erreicht. 30km und 1800 Höhenmeter hat allein dieser Pass, zudem brennt die Sonne erbarmungslos in den majestätischen Anstieg. In der Mitte kann man sich kurz an der Labestation erholen, was folgt sind für viele die prägendsten Kilometer ihres Radsportlebens. Die berüchtigten Kehren bis zum Tunnelportal verlangen einem alles ab, egal in welcher sportlichen Verfassung man sich befindet. Hunderte schieben diesen Anstieg nur noch hinauf, sind von Krämpfen geplagt oder müssen den Traum vom Ötztaler im Besenwagen erleben, um es im nächsten Jahr erneut zu versuchen.

Wer es jedoch schafft, den Empfängt im Ziel in Sölden nicht nur eine Tausendschaft an Radsportfans und Angehörigen, die auf ihre Helden warten sondern auch ein unvergleichlicher Endorphinausstoß. Das Gefühl, das einen überflügelt, wenn man das Ortsschild erreicht, in die Jubelmenge hineinsticht und von den Moderatoren frenetisch empfangen wird ist für jeden Teilnehmer eines der schönsten Erlebnisse überhaupt! Empfangen von seinen Angehörigen sind alle Strapazen und Schmerzen dieses Tages sofort vergessen und spätestens nach der Dusche freut man sich schon auf seine nächste Teilnehme beim Ötztaler Radmarathon – Losglück vorausgesetzt natürlich.

Die stilvolle Siegerehrung sollte man auf keinen Fall verpassen, die letzten Fahrer werden direkt mit Rad auf die Bühne begleitet und gefeiert wie Sieger – danach erfolgt die Ehrung für die schnellsten des Tages. Umrahmt von sehenswerten Showeinlagen und einem der besten Nudelbuffets bei Radrennen ist der Abend genauso einzigartig wie der Radmarathon für sich. Noch lange werden die Erlebnisse in Erinnerung bleiben und das Finisher Trikot samt Urkunde mit Sicherheit einen Ehrenplatz bekommen.
Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Ötztaler. Das ganze Jahr arbeiten wir dafür, die bestmöglichen Rahmenbedingungen im Training und am Renntag zu ermöglichen, um unseren Startern den Traum vom Ötztaler als ganz besonderes Erlebnis zu ermöglichen. Nach einer kurzen Erholungspause geht es also schon wieder los mit dem Trainingsplan, denn wie heißt es so schön… „Nach dem Ötztaler ist vor dem Ötztaler!“
Euer Ötzicoach,
Stefan Kirchmair

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Ötztaler – „Mission Mama“

Der heurige Ötztaler war ein ganz besonderer für mich, denn dass ich die letzte Auflage im Rollstuhl mit ansehen musste, war schon ein harter Schlag für mich gewesen – noch dazu bei diesem Kaiserwetter nachdem ich all meine Siege bei Regen oder Kälte eingefahren hatte und den Ötztaler noch nie so richtig genießen konnte. Das wollte ich heuer unbedingt nachholen und nachdem ich meine sportlichen Ambitionen zugunsten des Coachings und all meiner anderen Tätigkeiten in diesem Bereich schon früh im heurigen Jahr zurückschraubt hatte. Viel zu lange hatte die Erholung von der schweren Verletzung gedauert, dazu der neue Job in Vorarlberg und der Abschluss des A-Trainer Lizenz hatten dafür den Ausschlag gegeben.

So kam eines zum anderen und ich schenkte meiner Mutter zu Ihrem 50. Geburtstag ein passendes Rennrad und einen Startplatz beim Ötztaler. Sie hatte mich auch schon 2005 begleitet als ich damals beim Ötztaler meine Liebe für den Radsport entdecken konnte. Jahrelang hat sie mich nun unterstützt und ich wollte ihr unbedingt eine kleine Anerkennung dafür geben. So begleitete ich den zugegeben mühsamen Prozess, ihr das Rad, die Klickpedale und alle weiteren radsportlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Trotz meiner seltenen Anwesenheit zuhause schafften wir einige gemeinsame Ausfahrten und bis zum Ötztaler standen fast 1500km auf ihrem Tacho (für ernsthafte Radfahrer das Pensum eines Monats)
Nachdem ich meine Mutter gut kenne und sie einen eisernen Willen und fast grenzenlose Ausdauer besitzt wusste ich, dass sich den Ötztaler trotzdem gut schaffen würde. Einzig des Fahren in der Gruppe, die Abfahrten und sicherlich die Ernährung zog ich als kleinere Fragezeichen in Betracht. Nachdem meine Mutter sich nie unter Druck setzen lässt, stellte ich mal das Ziel der 10 Stunden in den Raum, mit der ich nicht ganz falsch liegen sollte, wie sicher später herausstellen sollte.

Wie immer halfen mit meine Mutter und auch viele weitere Fahrer beim Aufbau und der Betreuung des Infostandes in der großen EXPO direkt bei der Startnummernausgabe. Sehr viele Leute kamen, um sich zu informieren und auch die Produkte unserer Partner zu bestaunen, die wir ausgestellt hatte. Wie immer eine sehr schöne Gelegenheit, mit vielen bekannten Gesichtern persönlich zu sprechen, die man bei anderen Radmarathons nur flüchtig vorbeihuschen sieht. Jedenfalls 2 gelungen Tage an unserem Stand, mit guter Unterhaltung auch untereinander und mit vielen Infos zum nächsten Jahr.
Unser gemeinsames Abendessen im Corso am Freitag wird auch schon zur Routine und erfreulicher war der Besuch einiger Radfreunde, die uns ebenfalls Gesellschaft leisteten. Ein gelungener Abend mit einem Breefing zum Rennen, unserer Verpflegungstaktik und vielen weiteren Tipps und Tricks. Selbiges dann auch bei unserer Radausfahrt am Samstag ins Venter Tal. Davor noch kurzes Fotoshooting im neuen Outfit und dann ging es gemütlich zum Einrollen mit vielen Freunden als Begleitung. Nach den letzten organisatorischen Erledigungen, Essen und dem Fahrerbreefing ging es dann für alle früh ins Bett, um fit für den großen Tag zu sein.

Am Sonntag trennten sich dann unsere Wege vorerst. Sie rollte mit den anderen in den hinteren Startblock, ich musste vorne starten. Da stand ich nun mit meinem KTM-Crosser – mit Stollenreifen zwischen den üblichen Favoriten und VIP´s, die es bis Ötz schon richtig krachen ließen. Nach einigen Interviews ging aber alles ganz schnell, der Start war so schnell wie noch nie – mit 60km/h hinter dem Rennleiter flatterte mein Rad wie ein Rennrad bei 120 – ich hatte echt „Schiss“! Zum Glück war auch das bald überstanden und ab dem Abzweig ins Kühtai konnte ich mich gemütlich zurück fallen lassen, mit den Leuten sprechen, die mich ansprachen und ihnen einen schönen Tag und alles Gute wünschen.
So ging es ganz gemütilch ins Kühtai rauf, meinen Sportlern gab ich noch letzte Tipps bevor ich an unserer Labestation dann endgültig auf meine Mutter wartete. In der Abfahrt musst ich auch warten, aber sie schlug sich wacker bei dem grellen Gegenlicht. Bis Innsbruck machte ich das Tempo, wir waren eine rieseige Gruppe mit sicher 300 Leuten am Brenner. Diese zerbrach aber immer mehr und wir fielen immer wieder hinten raus. Aber kein Problem, so hatte ich was zu tun und dank den kaum abgeblasenen Stollenreifen fand ich leichter das richtige Tempo. Das hatte ich ja heuer schon bei allen anderen Rennen auch so gemacht und klappte perfekt.

Am Brenner dann perfekte Arbeitsteilung – Mutter mit eine Pit-Stop bei unserem Lieblingscafe – ich wieder zur Labe und ausgestopft wie eine Weihnachtsgans weiter Richtung Sterzing. Mama gleich gefunden, wieder Tempo gemacht und rein ging es in den Jaufen. Meine Verpflegung wollte sie aber nicht, fast zwingen musste ich sie zum Essen. Schnell war ein guter Rhythmus gefunden, was ja das feine am Jaufenpass ist und ich machte ein paar Fotos, schwatzte mit den vorbeifahrenden Leuten und hatte meinen Spaß. An unserer eigenen Verpflegungsstelle bestens versorg ging es weiter über den Pass in die Abfahrt – wir waren genau im Zeitplan.

Unten in St. Leonhard stand die Hitze und das war bis Moos und darüber hinaus auch der Scharfrichter für meine Mutter, die hier richtig zu kämpfen hatte. Erst der Brunnen vor Schönau, an dem mich meine Mutter die Jahre zuvor immer verpflegt hatte, brachte Abkühlung während ich für Nachschub an unserer Labestation sorgte. Das zog sich etwas, noch mit Leuten in Schönau geschwatzt und ich hatte zu kämpfen, die Mama wieder einzuholen, die in der kühlen Gewitterluft nochmal so richtig in Fahrt kam. Gemeinsam dann durch den Tunnel und das geniale Gefühl am Timmelsjoch genossen mit dem Wissen, es nun geschafft zu haben. Auch der Gegenanstieg kein Problem mehr, dann die letzten Meter nach Sölden.
Knapp über 10 Stunden erreichten wir das Ziel – 10:03 um genau zu sein. Hand in Hand über die Brücke, fiel sie mir dann im Ziel um den Hals. Beim Interview legte sie endlich mal ihre Scheu vor Kameras und Reportern aber dann ging es schnell an die Labe, denn erst jetzt war endlich Hunger spürbar bei ihr. Während sie Duschen ging, wartete ich auf meine vielen Sportler, die noch hinter uns in Ziel kamen. Die schnelleren waren zum Teil schon weg, aber spätestens bei der Swaren wir wieder alle vereint und ließen diesen Perfekten Tag noch gemeinsam ausklingen.

Jetzt geht es dann richtig los mit der Planung fürs neue Jahr, denn bekanntlich ist nach dem Ötzi ja vor dem Ötzi! Alle Infos dazu findet ihr auf unserer Homepage und auf Facebook.
Bis bald, euer Stefan
(oder „Ötzi-Coach“ wie mich meine Leute jetzt schon nennen 😀

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36. Auflage des Ötztaler Radmarathons mit 4.176 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

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Bild © Ernst Lorenzi

4176 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind gestartet

36. Ötztaler Radmarathon: Deutscher Doppelsieg bei den Herren
Laila Orenos wiederholt Damensieg

Durch das gute Wetter und ideale Rahmenbedingungen bot der Ötztaler Radmarathon heuer eines der schnellsten und spannendsten Rennen, die man in der Geschichte dieses Traditionsmarathons gesehen hat.

Bester der Herren ist heute der deutsche Bernd Hornetz, der sich mit 48 Jahren den Traum vom Ötztaler Sieg mit einer Zeit von 6:57.04 verwirklichte.

Bei den Damen verteidigt die Schweizerin Laila Orenos ihren Vorjahressieg und stellt erneut eine Bestzeit für die Damen auf. Sie kommt in 7:42.29 in Ziel.

(Sölden/Ötztal). „Die Rentnerband hat zugeschlagen“, fasst es der zweitplatzierte Herr Jörg Ludewig im Ziel des Ötztaler Radmarathons zusammen. Denn dass Leistung nicht unbedingt etwas mit dem Alter zu tun hat, das bewiesen heute die beiden Erstplatzierten beim 36. Ötztaler Radmarathon. Der deutsche Bernd Hornetz gewann nach vielen Anläufen in den vergangenen Jahren mit 48 Jahren und einer Sensationszeit den Ötztaler. Platz 2 ging ebenfalls an Deutschland. Der Ex-Profi Jörg Ludewig holt sich mit 40 Jahren seine bisher beste Platzierung beim wichtigsten Radmarathon der Alpen. Das Herrenrennen war heute lange ein Kampf mehrerer Favoriten. Wie fast jedes Jahr hat dann aber der Jaufenpass das gesamte Spitzenfeld sortiert und die wahren Favoriten hervorgebracht. Bernd Hornetz, Jörg Ludewig und Philipp Schäddel (alle aus Deutschland) bildeten bis zum Jaufenpass gemeinsam mit dem Südtiroler Werner Weiss eine Vier-Mann-Spitze. Aber am Jaufenpass und Timmelsjoch blieben dann nur noch Hornetz und Ludewig übrig. „Ich bin erst sehr spät in die Marathonszene eingestiegen“, erzählt Bernd Hornetz. „Den Ötztaler zu gewinnen, das ist wie die Weltmeisterschaft der Marathonszene – und heuer habe ich es endlich geschafft.“ Hornetz wird schon seit vielen Jahren als einer der Favoriten gehandelt, konnte aber bisher sein hohes Anfangstempo nicht durchhalten. Heuer ist es ihm gelungen und das in einer Sensationszeit von 6:57.04.

Dem Sieger zollt auch der Zweitplatzierte Jörg Ludewig sehr viel Respekt. „Ich habe vier Stunden lang sein Hinterrad gesehen. Er hat verdient gewonnen und ich bin sehr glücklich, wieder beim Ötztaler auf dem Podest zu stehen“, erklärt Ludewig.

Platz 3 geht 2016 beim Ötztaler Radmarathon an Italien. Stefano Cecchini holt sich den dritten Podestplatz mit einer eindrucksvollen Aufholjagd am Jaufenpass und Timmelsjoch.

Wie im vergangenen Jahr wird auch heuer wieder der beste Österreicher, der Tiroler Daniel Rubisoier. Mit Platz 6 kommt Rubisoier als erster der starken Tiroler Fahrer ins Ziel. Denn auf Rang 7 findet man bereits den MTB-Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel, auf Rang 8 den jungen Tiroler Lucas Schwarz. „Ich habe auf eine Zeit von 7:20 gehofft“, meint Daniel Federspiel im Ziel glücklich. „Jetzt wurde es 7:08 und ich richtig glücklich über diese Zeit und die Platzierung.“

Neuer Streckenrekord der Damen

Besonders heiß umkämpft war heuer der Titel der besten Dame beim Ötztaler Radmarathon. Hier fiel die Entscheidung zugunsten der Schweizerin Laila Orenos erst am Timmelsjoch. Bis dahin war das Damenrennen vollkommen offen und ein spannender Dreikampf zwischen Österreich, Italien und der Schweiz. Laila Orenos (SUI), Simona Parente (ITA) und die Tirolerin Daniela Pintarelli (Ö) haben dieses Jahr erbittert um den Sieg bei den Damen gekämpft und waren extrem schnell unterwegs. Erst am Timmelsjoch viel diese Dreiergruppe auseinander und Orenos konnte ihren Vorjahressieg wiederholen und mit 7:42.29 einen neuen Streckenrekord für die Frauen aufstellen. Platz 2 ging an die Italienerin Simona Parente, die am Timmelsjoch rund fünfeinhalb Minuten verlor. Platz 3 holte sich die Österreicherin Daniela Pintarelli mit einem Rückstand von 9.46 Minuten.

Alle Informationen zu den Zwischenzeiten und Ergebnissen

Wenige Aufgaben

Das ausgezeichnete Wetter beim 36. Ötztaler Radmarathon war für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein echter Genuss. Von den 4176, die in Sölden heute Morgen an den Start gingen, waren in Gasteig in Südtirol noch 4038 mit dabei. Wie immer wird der letzte ankommende Teilnehmer direkt in die große Festhalle gebracht und noch vor den Siegern ausgezeichnet und bejubelt. Die letzten Teilnehmer werden gegen 20.30 Uhr Sölden erreichen. Bis 15 Uhr waren auch sehr wenige Unfälle und Verletzungen bekannt. Bis 15 Uhr mussten nur acht Fahrer zu einer weiteren Untersuchung mit Verletzungen in Krankenhaus gebracht werden.

Neuerungen gut angenommen

Zu einem wahren Hit an diesem Wochenende hat sich eine Idee von Ötztaler-Mastermind Ernst Lorenzi entwickelt. Er wollte heuer das Flair der großen Radrundfahrten auf das Timmelsjoch bringen, und das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Jeder Teilnehmer des Ötztalers bekam nämlich in seinem Starterpaket eine Schablone mit seinem Namen plus umweltfreundlicher Sprühfarbe. Kurz vor der Mautstelle am Timmelsjoch gab es eine Strecke, wo die Fahrer oder ihre Fans mit diesen Schablonen die Straße verzieren konnten. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel getan, um noch mehr Zuschauer an die Strecke zu bringen“, erklärt Ernst Lorenzi. „Dieses bunte Straßenstück hat uns optisch noch gefehlt und soll der letzte Motivationsschub für unsere Teilnehmer sein.“ Tatsächlich haben sich in den vergangenen Tagen Hunderte Fahrer auf diesem Teilstück der Timmelsjoch-Hochalpenstraße verewigt und so dem 36. Ötztaler Radmarathon ein ganz neues, buntes Gesicht verliehen.

Sehr gut angenommen wurde heuer auch der Livestream vom Ötztaler Radmarathon, der ab 11 Uhr die Bilder des Rennes in die Wohnzimmer brachte. Der Livestream wurde heuer erstmals durchgehend ab 11 Uhr bis 17 Uhr übertragen.

Wesentlich investiert wurde beim 36. Ötztaler Radmarathon auch in die Sicherheit der Teilnehmer. Weltweit zum ersten Mal kam ein neues Feature der Fitness-App Strava zum Einsatz. Wer Strava-Mitglied ist, konnte seine Position per GPS an drei Telefonnummern weitergeben. So waren Familienmitglieder und Freunde immer über die aktuelle Position des Fahrers informiert.

Die Veranstalter des Ötztaler Radmarathons waren heuer mehr als zufrieden. „Wir rechnen wieder mit einer Wertschöpfung für das gesamte Ötztal zwischen drei und vier Millionen Euro“, so Oliver Schwarz, GF Ötztal Tourismus. „Insgesamt werden durch den Ötztaler bei uns im Tal in nur einer Woche rund 20.000 Nächtigungen generiert.“

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Das große Finale für die Startplatz Einschreibung zum Ötztaler läuft


In diesem Jahr ist der Ötztaler Radmarathon besonders in Italien und Großbritannien beliebt. Mit heutigem Tag (21.2.) sind bereits 1301 italienische Radsportler eingeschrieben, und das aus 88 Regionen der Stiefel-Republik. Das Interesse in England ist um 61,7% gestiegen, wobei die absolute Zahl überschaubar ist. Jedenfalls bewerben sich erstmals mehr als 50 Briten um einen Startplatz.

Radsportler aus 58 Nationen haben sich bisher eingeschrieben, das ist eine neue Rekordmarke. Die Radfahrer aus den Niederlanden und Belgien zieht es ebenfalls verstärkt zum Ötztaler Radmarathon. Den Hauptanteil (rund 60%) der Startplätze wird wohl, wie schon in den letzten 35 Jahren, an deutsche Radsportler vergeben werden. Sie haben das Rennen über die vier Alpenpässe (Kühtai 2020m; Brenner 1377 m; Jaufenpass 20290 m; Timmelsjoch 2509m) besonders ins Herz geschlossen.

Die Einschreibung ist noch bis zum Montag, den 29. Februar 24:00 Uhr online unter www.oetztaler-radmarathon.com möglich. Die Auslosung der Startplätze findet dann am Dienstag, den 8. März statt.

Natürlich sind die rund 15.000 Registrierten Radfans auf der gesamten Welt gespannt wer es schlussendlich ins 4000 Radfans umfassende Starterfeld am Sonntag, den 28. August schafft, aber genauso großes Interesse besteht bereits jetzt für den Vortrag und die spannenden Ausführungen sowie Trainingstipps von Professor Perikles Simon. Er lehrt an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Mit diesem Vortrag (Freitag, 26.8. 19:00 Uhr) will der Veranstalter zum einen informieren, was aus Sicht der modernen Belastungsphysiologie hilfreich ist und wie wissenschaftlich gesichert, Leistungen der Starter als gesundheitsorientierter und dopingfreier Radsportler voranbringt. Kostenlose Platzkarten für diesen Vortrag werden aufgelegt.

Im Februar für den Ötztaler registrieren

Für den Höhepunkt der Radsaison ist der Februar entscheidend, denn vom 1. bis 29. Februar ist die Registrierung für den 36. Ötztaler Radmarathon geöffnet. Der Urmarathon aller großen Radevents findet am Sonntag den 28. August statt. Die Registrierung ist vom 1. bis 28. Februar online möglich. Nur wer sich in diesem Zeitraum anmeldet hat bei der Verlosung am 8. März die Chance auf einen der 4000 Startplätze.

Thomas Rohregger, ehemaliger österreichischer Radprofi hat einen Tipp: „Beginne im Februar mit der gezielten Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon, dann wirst du auch die Registrierung immer im Auge behalten! Im Vorjahr konnten von den 4293 gestarteten Teilnehmern, 3879 Radfahrer das begehrte Ötztaler Finisher Trikot in Sölden überstreifen.

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Buchtipp: Das grosse Rennrad Tourenbuch Tirol


Neben dem Mountainbike hat auch das Rennrad in den letzten Jahren immer stärker an Beliebtheit gewonnen. An schönen Tagen bevölkern unzählige Radsportbegeisterte Tirols Straßen und finden hier wahrlich ideale Bedingungen vor. Einsteiger trainieren ihre Kondition und ihr Können auf leichten und flacheren Touren in den malerischen Tälern, ambitionierte Radsportler suchen die Herausforderung auf den zahlreichen gut ausgebauten Bergstraßen, die nicht selten über einen berühmten Alpenpass führen. Das neue Rennrad-Tourenbuch von Tirol ist sehr übersichtlich gehalten und erfüllt voll die Erwartungen an einen lokalen Rennrad-Guide. Der Autor Willi Hofer beschreibt vor allem die Touren im Großraum Innsbruck Touren mit verschiedensten Längen und Höhendifferenzen so das für jeden Trainigszustand eine Tour zu finden ist. Aber auch die großen Runden im Ober- und Unterland sowie die Klassiker und berühmten wie den Ötztaler Radmarathon oder den Giro Dolomiti werden ausführlich behandelt. Die Strecken sind sehr detailliert beschrieben man merkt das da mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde.