12. Etappe: Modena – Viadana – 172 Km
Kooij endlich mal nicht blockiert
Olav Kooij (Visma) gewann in Viadana die 12. Etappe des Giro 2025 im Massensprint. Damit holte der favorisierte Sprinter in der Startliste endlich seinen ersten Tagessieg beim diesjährigen Giro, wo er im Vorjahr auch exakt einmal erfolgreich war. Nun setzte sich der 23-jährige Niederländer um etwa eine halbe Radlänge durch vor Casper van Uden (Picnic), dem Sieger einer den beiden bisheriger Sprinteretappe.
Sein Team hatte Kooij perfekt um die letzte Spitzkehre 300 Meter vorm Ziel gebracht, zuletzt in Person von Wout van Aert. Ebenso ein Schlüssel zum Erfolg war aber, dass sich mit Ben Turner ein schwächerer Sprinter das Hinterrad von Kooij erobert hatte. So eröffnete dahinter van Uden den Sprint, als Kooij noch in 2. Position hinter van Aert saß. Van Uden zog an allen vorbei. Kooij nahm noch einmal dessen Windschatte, und für van Uden wurde die Zielgerade zu lang.
Im Sog der beiden rettete sich Turner knapp auf den 3. Platz vor den zwischenzeitlich schnellerern Pedersen (Lidl), Groves (Alpecin) und Fretin (Cofidis). Diese 3 Fahrer starteten aber von zu weit hinten ihren Sprint.
Ergebnis
1. Olav Kooij (NED) – Visma-Lease a Bike 3:55:40
2. Casper van Uden (NED) – Picnic-PostNL
3. Ben Turner (GBR) – Ineos Grenadiers
4. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek alle
5. Kaden Groves (AUS) – Alpecin-Deceuninck
6. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
7. Max Kanter (GER) – XDS-Astana gleiche
8. Paul Magnier (FRA) – Soudal-Quick Step
9. Matevz Govekar (SLO) – Bahrain Victorious
10. Matteo Moschetti (ITA) – Q36.5 Zeit
13. Etappe: Rovigo – Vicenza – 180 Km
Pedersens dritter Streich
Mads Pedersen (Lidl) gewann bei Vicenza die 13. Etappe des Giro d’Italia 2025 und damit schon seine dritte Etappe bei dieser Ausgabe. Der 29-jährige Däne wuchtete sich auf dem relativ stark steigenden Schlusskilometer im violetten Trikot des Punktbesten kurz vor der 200-Meter-Marke in Front. Nur Wout van Aert (Visma) konnte Pedersen folgen. Er kam allerdings erst kurz vorm Ziel aus dessen Windschatten und holte nur noch bis etwas auf Tretlagerhöhe auf. Der Gesamtführende Isaac del Toro (UAE) belegte den 3. Platz – 2 Sekunden hinter Pedersen und van Aert und 3 Sekunden vor den nächstbesten Klassementfahrern und Puncheuren.
Ergebnis
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 3:50:24
2. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +0:02
4. Rémy Rochas (FRA) – Groupama-FDJ +0:05
5. Dorian Godon (FRA) – Decathlon-AG2R
6. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora alle
7. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious
8. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech
9. Orluis Aular (VEN) – Movistar gleiche
10. Egan Bernal (COL) – Ineos Gernadiers
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15. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG Zeit
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37. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +0:18
Del Toro hamstert weiter Sekunden im Rosa Trikot
Del Toro baute seine Führung in der Gesamtwertung entsprechend leicht aus. Im Ziel erhielt er für den 3. Platz 4 Bonussekunden, außerdem 2 Sekunden für einen 3. Platz bei einem Bonussprint 10,5 Kilometer vor Schluss. Dort lag noch sein Teamkollege Ayuso vor ihm und erntete 4 Sekunden. Unterm Strich vergrößterte del Toro damit seinen Vorsprung vor Ayuso um 5 auf 38 Sekunden. Auf den nachfolgenden Plätze wuchsen die Abstände zu Tiberi (Bahrain), Yates (Visma) und Roglic (RB) minimal auf 78, 80 und 95 Sekunden an.
Gesamtwertung
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 46:32:59
2. Juan Ayuso (ESP) – UAE-XRG +0:38
3. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +1:18
4. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +1:20
5. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:35
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:07
7. Giulio Ciccone (ITA) – Lidl-Trek +2:20
8. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +2:40
9. Egan Bernal (COL) – Ineos Grenadiers +2:50
10. Derek Gee (CAN) – Israel-Premier Tech +2:54
11. Damiano Caruso (ITA) – Bahrain Victorious +2:55
12. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +2:57
13. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +2:57
14. Michael Storer (AUS) – Tudor +3:37
15. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +3:58
Die 8 frühen Ausreißer des Tages hießen Mozzato (Arkéa), Miholjevic (Bahrain), de Bondt (Decathlon), Bystrøm, Germani (beide Groupama), Milesi (Movistar), Hamilton (Picnic), Bais (Polti) und Magli (VF). Sie spielten in der Gesamtwertung keine Rolle mehr. 50 Kilometer vorm Ziel wurden 7 dieser Ausreißer gestellt – außer Lorenzo Germani.
An einem der Anstiege des Finales war nicht nur die Spitzengruppe zerfallen. Auch das Hauptfeld zersplitterte in seine Einzelteile. Der spätere Etappensieger Pedersen war zwischenzeitlich aus dem ersten Verfolgerfeld von Germani zurückgefallen.
45 Kilometer vorm Ziel fuhr Christian Scaroni (XDS) vor zu Germani, der immer noch an der Spitze war. An den weiteren Anstiegen hatte Germani Probleme, am frischeren Scaroni dranzubleiben. Doch beide spannten weiterhin zusammen und hielte sich so bis kurz vorm Bonussprint an der Spitze.
Dieser lag wie so oft beim Giro 2025 auf einer Hügelkuppe. Scaroni kam noch knapp in Front drüber. Dahinter lancierte del Toro den Sprint aus dem Verfolgerfeld um die verbleibenden Sekunden, von denen sich Ayuso dann deren 4 schnappte und del Toro noch 2 Sekunden.
Auf der Abfahrt lösten sich Bardet (Picnic) und Vacek (Lidl). Beide wurden erst etwa einen halben Kilometer vorm Ziel gestellt. Von da war der Weg aber noch relativ weit, wegen der harten Steigung. Von der Einholung des Duos bis zu Pedersens Antritt fuhr Planckaert (Alpecin) den Sprint von vorne an – für wen auch immer. Denn er selbst belegte am den 40. Platz, seinen Teamkollegen Groves und Hermans den 39. und 75. Platz …











