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113. Tour de France – 15. Etappe: Champagnole – Plateau de Solaison – 184 Km

Vingegaard raus, Evenepoel greift zu

Remco Evenepoel (Red Bull) gewann die 15. Etappe der Tour de France 2026 mit Bergankunft am Plateau de Solaison. Der 26-jährige Belgier ließ im Sprint Tadej Pogacar und Isaac del Toro (beide UAE) hinter sich. Im Kampf ums Podest verloren Seixas (Decathlon) und Lipowitz (Red Bull) fast eine Minute und Ayuso (Lidl) 2 Minuten. Jonas Vingegaard (Visma) stürzte 22 Kilometer vor dem Ziel und stieg ziemlich schnell mit Armschlinge und Schmerz verzerrtem Gesicht in den Krankenwagen ein.

Ergebnis
1. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 4:23:09

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG gl.Zeit
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +0:06
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:58
5. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora gl.Zeit
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +1:57
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek alle
8. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek gleiche
9. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG Zeit
10. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +2:16
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +2:22
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:51
13. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello gl.Zeit
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +3:17
15. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +4:22
16. Einer Rubio (COL) – Movistar +4:55
17. Ewen Costiou (FRA) – Groupama-FDJ +5:17
18. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +5:21
19. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +5:40
20. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
21. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula +7:07

27. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +10:52
32. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +14:37
41. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +21:00
46. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +21:23
69. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +25:00
95. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +29:14
– 166 Fahrer klassiert.
DNF Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike
DNF Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step
DNF Tom van Asbroeck (BEL) – NSN

Gelber Pogacar schleppt del Toro Richtung Podest

Durch das Sturz-Aus des Abo-Zweiten Vingegaard wurde der 2. Platz in der Gesamtwertung und ein weiterer Podestplatz plötzlich frei. Vingegaard lag vor der 15. schon satte 4:30 Minuten hinter Pogacar, aber nur 34 Sekunden vor Evenpoel. Dieser rückte auf den 2. Gesamtplatz exakt 5 Minuten hinter Pogacar auf.
Verlierer des Tages waren Seixas, Lipowitz und erst recht Ayuso. Anstatt sich um den frei gewordenen Podestplatz in Position zu bringen, zog del Toro um 4 Plätze an ihnen allen vorbei – mit nun 58 Sekunden hinter Evenepoel und 25 vor Seixas und 50 vor Lipowitz. Ums weiße Trikot des besten Jungprofis vergrößerte Seixas zwar seinen Vorsprung vor Ayuso auf über eine Minute, musste aber das Trikot trotzdem um 25 Sekunden an del Toro abgeben.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 55:41:31
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +5:00

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:58
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +6:23
5. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +6:48
6. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +7:25
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +9:38
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +10:28
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +10:56
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +19:26
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +21:44
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +22:08
13. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +22:09
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +24:12
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +24:42
16. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +41:01
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +45:38
18. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +46:00
19. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +50:31
20. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:03:16
21. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:03:27
22. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:10:27
23. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:12:58

Wie schon fast gewohnt bei den bergigen Etappen stand der Beginn im Zeichen des Zwischensprint, den – auch wie gewohnt – Philipsen (Alpecin) vor Pedersen (Lidl), Kanter (XDS) und Girmay (NSN) gewann. Philipsen rückte damit auf 36 Punkte an ans Grüne Trikot des weiterhin recht deutlich führenden Pedersen heran. Merlier (Soudal), der schnellste Sprinter der Tour 2026 und 3-fache Tagessieger war während der 15. Etappe erneut früh abgehängt und gab auf. Ums Grüne Trikot bemühte er sich ohnehin nicht.
Beim folgenden kleinen Bergpreis investierten Valentin Paret-Peintre (Soudal) und Carapaz (EF) viel für nur 2 und 1 Punkt. Dann setzte sich eine 10-köpfige Spitzengruppe inklusive des Vortages-Attackieres Tobias Johannessen (Uno-X) ab. Nicht dabei war Carapaz, Johannessens Fluchtgefährte des Vortages. Carapaz‘ Team investierte viel, um die 10 Ausreißer zurückzuholen, um dann in der folgenden 24-köpfigen Gruppe erneut ohne Carapaz dazustehen.

Vorne waren nun: Yates (UAE), Armirail, Campenaerts (Visma), van Dijke (Red Bull), Simmons (Lidl), Baudin, Healy (beide EF), Aurélien Paret-Peintre (Decathlon), Winokurow (XDS), Mohoric (Bahrain), Bernal, Vauquelin (beide Netcompany), van Wilder (Soudal), Schmid (Jayco), Frigo (NSN), Garcia Pierna, Rubio (beide Movistar), Pidcock, van Moer (beide Pinarello), Costiou, Martin (beide Groupama), Voisard (Tudor), Delettre (Totalenergies) und Balderstone (Caja Rural). Hinten übernahm mit der Zeit Vingegaards Team die Nachführarbeit und hatte anscheinend angesichts 2 Fahrern in der Spitzengruppe etwas vor.

Am steilen Col de la Croisette zerfiel die Spitzengruppe ab 53 Kilometer vorm Ziel. Quinn Simmons attackierte und überquerte den Gipfel wenige Sekunden vor Yates, Rubio, Pidcock, Costiou und Voisard. Der Vorsprung zum Hauptfeld pendelte bis zum Schlussanstieg stets um die 3 Minuten. Das bedeutete auch, dass Pidcock nach Vingegaards Sturz wie schon häufiger während dieser Tour 2026 virtuell auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung vorstieß.
In der Abfahrt wurde Simmons gestellt und der vorgestrige Etappensieger Schmid holte das Spitzensextett ein, das bald ein Verfolgersextett war. Denn Mauro Schmid ging als Solist an die Spitze und damit zuerst in den 11,3 Kilometer langen Schlussanstieg – 25 Sekunden vor dem Verfolgersextett, 1:50 Minuten vor übrigen Verfolgern aus der ehemaligen 24er-Gruppe um van Wilder sowie 2:40 Minuten vor dem Feld ums Gelbe Trikot.

Dort waren inzwischen die Helfer von Evenepoel in die Tempoarbeit eingestiegen, nachdem man sich durch den Vingegaard-Sturz erst einmal neu sortieren musste. Denn nach Vingegaards Sturz hatten dessen Helfer natürlich die Tempoarbeit eingestellt. Vingegaard war in einer Rechtskurve mit dem Vorderrad selbst weggerutscht. Del Toro und Großschartner (beide UAE) purzelten über ihn. Diese beiden konnte weitermachen, obschon sie sich anscheinend jeweils am Bein wehgetan hatten. Jedenfalls führte das dazu, dass Pogacar defensiv weiterfuhr.

Im Schlussanstieg attackierte vorne wieder Simmons und überholte Schmid. Unter den Klassementbesten übernahm schon früh Pogacar doe Tempoarbeit, so dass die bisherigen Plätze 8 und 10 der Gesamtwertung, Skjelmose (Lidl) und Martinez (Bahrain) abreißen ließen. Die Top-7 minus Vingegaard waren bereits unter sich.
Dann bekamen Seixas und Lipowitz eine Lücke, wenig später auch Ayuso. In dem so entstandenen Verfolgertrio fuhr Seixas alles von vorn, bis Ayuso auch dieses Tempo nicht mehr mitgehen konnte. Das Trio um Pogacar fuhr zu dessen Teamkollegen Yates auf, der noch einige Meter führen konnte, bis ungefähr 5 Kilometer vorm Ziel mit Simmons auch der letzte Ausreißer gestellt war.

Bis zur Kilometermarke fuhr Pogacar alles von vorne, aber augenscheinlich darauf bedacht, dass er seinen Teamkollegen del Toro nicht abhängte. Del Toro attackierte einen und einen halben Kilometer vorm Ziel und wurde jeweils von Evenepoel pariert. Als Evenepoel früh zum Zielsprint ansetzte, zog Pogacar mit, blieb dann aber sitzen und machte keine Anstalten, Evenepoel einen Kampf zu liefern. Del Toro kam 6 Sekunden hinter den beiden rein.

Seixas und Lipowitz erreichten mit 58 Sekunden Rückstand das Ziel. Ayuso wurde noch von Skjelmose und Martinez eingeholt. Der zurückfallende Simmons konnte seinen beiden Teamkollegen noch kurz helfen und landete selbst auf dem 10. Platz. Pidcock hatte 2:51 Minuten Rückstand und wurde in der Gesamtwertung von Martinez überholt. Jegat (Totalenergies) verbesserte sich – wenn auch mit weitem Rückstand auf die Top-9 – auf den 10. Platz, auf dem er schon im Vorjahr die Tour de France beendete.
Evenepoel indes feierte erstmals einen Tour-Etappensieg außerhalb von Zeitfahren. Außerdem wies er im Sieger-Interview darauf hin, einen langen Anstieg in den Alpen gegen die direkten Klassement-Konkurrenten siegreich bestritten zu haben – eine Fähigkeit, die ihm inzwischen viele absprachen.

Pogacar wiederum vermutete, dass Vingegaard eine nächtliche Doping-Kontrolle und damit fehlender Schlaf die letzte Konzentration gekostet haben könnte. Die beiden Top-Stars waren in der Nacht vor der 15. Etappe hierzu um 5 und 2 Uhr aus dem Schlaf gerissen worden. In den vergangenen 5 Jahren hatten die beiden immer die ersten beiden Plätze im Endklassement der Tour de France belegt. Das wird sich 2026 zwangsläufig ändern.

Remco Evenepoel gewinnt die 15. Etappe der Tour de France

Remco Evenepoel hat Red Bull – BORA – hansgrohe den ersten Etappensieg bei der Tour de France 2026 beschert. Der Belgier sicherte sich am Plateau de Solaison den Sieg im Zielsprint und kletterte in der Gesamtwertung auf Rang zwei.

Einen viel besseren Zeitpunkt für den 75. Erfolg seiner Profikarriere hätte sich Remco Evenepoel kaum aussuchen können. Die 15. Etappe, die in Champagnole im Jura begann und am Genfersee vorbei entlang der Landesgrenze zur Schweiz ins Alpen-Départment Haute-Savoie führte, sah 50 Kilometer vor dem Ziel mit dem Col de la Croisette einen ersten schwierigen Anstieg, der das Feld vorsortierte.

Der Schlussanstieg hinauf zum Plateau de Solaison war dann aber noch mal eine andere Hausnummer. Der gut elf Kilometer lange und im Mittel neun Prozent steile Berg stand erstmals im Programm der Tour. Remco Evenepoel konnte dort allen Tempoverschärfungen folgen und mit einem unwiderstehlichen Bergaufsprint den Sieg einfahren.

Eine starke Vorstellung zeigte auch Florian Lipowitz, der als Tagesfünfter ins Ziel kam und in der Gesamtwertung ebenfalls einen Schritt nach vorn auf Platz fünf machte.

Nach dem morgigen Ruhetag steht am Dienstag das Zeitfahren am Ufer des Genfersees über 26,1 Kilometer auf dem Programm, bei dem Remco Evenepoel spätestens nach der heutigen Vorstellung erneut zu den Favoriten zählt und dem anhaltenden Aufwärtstrend ein weiteres Kapitel hinzufügen kann.
„Was für ein unglaublicher Tag. Ich möchte dem gesamten Team danken – den Fahrern genauso wie allen Mitarbeitern im Hintergrund. Eine große Bergetappe bei der Tour de France zu gewinnen, war schon immer ein Traum. Dass es heute geklappt hat, bedeutet mir unheimlich viel. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir heute erreicht haben. Jetzt werden wir diesen Moment genießen, den Sieg gemeinsam feiern und morgen den Ruhetag nutzen, um neue Energie zu tanken.“
— Remco Evenepoel

„Heute Morgen haben wir nicht mit diesem Finale gerechnet. Remco war überragend, aber vor allem möchte ich die Teamleistung hervorheben. Ehrlich gesagt haben wir überhaupt nicht an den Etappensieg gedacht – unser Fokus lag ganz auf den Podiumsplätzen in der Gesamtwertung. Doch manchmal hält der Sport solche wunderbaren Überraschungen bereit, und heute hat Remco genau dafür gesorgt. Dieser Sieg ist das i-Tüpfelchen auf einer rundum perfekten Teamleistung.“
— Patxi Vila, Sportlicher Leiter

113. Tour de France – 14. Etappe: Mulhouse – Le Markstein Fellering – 155 Km

Pogacar auch in Vogesen-Hexenkessel top


Plomi Foto

Herbert Moos Foto
Herbert Moos Foto

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Le Markstein auch die 14. Etappe der Tour de France 2026 in den Vogesen, die die Zuschauer in einen Hexenkessel verwandelten. Im letzten schmalen Anstieg zum erstmal befahrenen Col du Haag attackierte der Slowene 7,4 Kilometer vorm Ziel und 1,6 unter der Kuppe. 38 Sekunden hinter Pogacar sprintete dessen Teamkollege del Toro aus einem Verfolgertrio auf den 2. Platz vor Paul Seixas (Decathlon). Jonas Vingegaard (Visma) ließ auf den letzten Metern 6 Sekunden aufreißen.

Weitere 4 Sekunden dahinter begrenzte Evenepoel (Red Bull) den Schaden, nachdem er bergauf wie schon so häufig abgehängt war. Über die Kuppe hinweg war er an seinem Teamkollegen Lipowitz sowie Ayuso (Lidl) wieder dran und sprang im Zielsprint noch 2 Sekunden davon. Auf den Plätzen 8 und 9 landeten die beiden besten Ausreißer des Tages, erst Carapaz (EF), dann Tobias Johannessen (Uno-X). Tom Pidcock (Pinarello), der am Vortag in der Gesamtwertung in den Bereich der Podestplätze vorgefahren war, verlor über 3 Minuten.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:00:07

2. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +0:38
3. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:44
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:48
6. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +0:50
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora gl.Zeit
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:18
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +1:40
10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek gl.Zeit
11. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +1:41
12. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +3:30
13. Yannis Voisard (SUI) – Tudor
14. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos
15. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek alle
16. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG gleiche
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike Zeit
18. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +3:34
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +5:27
20. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike gl.Zeit

25. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step +12:01
31. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +17:07
53. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +26:29
– 169 Fahrer klassiert.
OTL Anthon Charmig (DEN) – Uno-X
DNS Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech

Pogacar stockte in der Gesamtwertung seinen Vorsprung vor Jonas Vingegaard auf 4:30 Minuten auf. Evenepoel blieb mit 5:04 Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot Dritter. Seixas verbesserte sich um 2 Plätze auf die 4 – nur 15 Sekunden hinter Evenepoel und 3 vor Ayuso, dessen weißes Trikot des besten Jungprofis Seixas übernahm.
Außerdem hielten Lipowitz und del Toro den Rückstand auf den 3. Podestplatz unter eine Minute. Pidock fiel vom 4. auf den 9. Platz hinter Skjelmose (Lidl) zurück. Skjelmose erreichte das Ziel in le Markstein gemeinsam mit dem Gesamtzehnten Martinez (Decathlon) und Johanessen.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 51:18:28

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +4:30
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +5:04
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +5:19
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +5:22
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +5:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:50
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:35
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +7:59
10. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +8:25
12. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +15:55
12. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +16:03
13. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +16:23
14. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +16:40
15. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +19:11
16. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +19:15
17. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +19:16
18. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +22:06
19. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +24:32
20. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +35:48
21. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +41:47
22. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +46:32

Zu Beginn der 14. Etappe gewann Philipsen (Alpecin) den Zwischensprint vor Pedersen (Lidl), Kanter (XDS) und Girmay (NSN). Damit kam Mads Pedersen dem Gewinn des Grünen Trikots wieder ein Stück näher, weil er erneut kaum was auf Philipsen verlor.
In der Folgezeit lösten sich 38 Fahrer, darunter Carapaz und Johannessen, und gingen mit Vorsprung in den ersten von 5 Vogesen-Pässen, davon 4 kategorisiert. Mit dabei war erstaunlicherweise wie schon am Vortag Pidock, den Podest-Aspiranten in der Gesamtwertung offenbar weiterhin für ungefährlich hielten. Dieser Zock sollte dann ja schließlich aufgehen, weil Pidcock hinterher nicht mehr mit den Besten mithalten konnte.
Oben am Großen Belchen gewann Valentin Paret-Peintre (Soudal) den Bergpreis vor Carapaz. Genauso sollte es danach am Col du Page und am Elsässer Belchen laufen. Virtuell war Paret-Peintre da im gepunkteten Bergtrikot. Pogacar zog am Col du Haag wieder vorbei. Dafür trägt Paret-Peintre auf der nächsten Etappe stellvertretend das Bergtrikot anstatt bisher Vingegaard.

Bergtrikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 52

2. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 43
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 38
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 35
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 24
6. Tom Pidcock (GBR) – Pinarello-Q36.5 18
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 18

In die Abfahrt vom Großen Belchen gingen Paret-Peintre und Carapaz mit einer Lücke drüber. Bergab schlossen Tobias Johannessen mit seinem Zwillingsbruder Anders (auch Uno-X) sowie Carapaz‘ Teamkollege Healy auf, so dass die Spitzengruppe 2 helfende Tempobolzer hatte.

Den folgenden Col du Page hinauf führte Castrillo (Movistar) seinen Teamkollegen Rubio sowie Arensman (Netcompany) in die Nähe des Spitzenquintetts. Rubio kam hin, Arensman wegen eines Hinterrad-Defekts nicht. Die nun 6 Fahrer an der Spitze hatten oben knapp 2 Minuten Vorsprung vor einer Verfolgergruppe um Pidcock, die erstaunlicherweise mit Armirail und Jorgenson 2 Vingegaard-Helfer anführten – und damit Pidcock virtuell auf den 2. Platz der Gesamtwertung hievten. Denn das Hauptfeld lag noch über einer weitere Minute dahinter.

In der Abfahrt vom Col du Page regnete es, ohne dass dies Auswirkungen hatte. Am Elsässer Belchen, dem nächsten Berg, hatte die Spitzengruppe noch 2 Minuten Vorsprung vor der Gruppe ums Gelbe Trikot, die kurz unterhalb des Gipfels die letzten Verfolger um Pidcock eingeholt hatte.
Gut 32 Kilometer vorm Ziel am unkategorisierten Hundsrückpass war vorne Healy aufgebraucht, bei nur noch 1:30 vorm Verfolgerfeld. Anders Johannessen scherte 18,5 Kilometer vorm Ziel aus. Im letzten Anstieg zum Col du Haag ließen Rubio und Paret-Peintre gleich unten abreißen. Carapaz attackierte Johannessen.
In der Gruppe der Klassementbesten fuhren Ayuso und Pidcock früh verdächtig weit hinten. Pidcock fiel dann auch schnell zurück. Carapaz konnte den Vorsprung zunächst relativ konstant auf knapp einer Minute vor den Klassementbesten belassen, als dort noch die letzten Helfer von Pogacar und Vingegaard den Ton angaben. Johannessen holte Carapaz 6 Kilometer nach dessen Attacke wieder ein.

Dahinter attackierte Lipowitz rund 12 Kilometer vorm Ziel. Seixas sprang sofort ans Rad. Vingegaard hatte noch Kuss als letzten Helfer. Mit ihm brachte er Pogacar, Evenepoel, Ayuso und del Toro zurück zu Lipowitz und Seixas. Die Aktion kostete Skjelmose und Martinez den Anschluss. Kuss fiel auch zurück.

Vingegaard spannte sich nun vor, und Evenepoel fiel zurück, allerdings nicht weit. 8,2 Kilometer vorm Ziel und 2,5 Kilometer unterhalb des Gipfels war das Spitzenduo von einem Verfolgersextett gestellt. Evenepoel lag nur 10 bis 15 Sekunden als Solist dahinter.
In der letzten Steilstufe folgte der Antritt durch Pogacar, der einmal mehr sofort saß. Zunächst fuhren Vingegaard und Seixas als Solisten dahinter, gefolgt von einem Trio mit Ayuso, Lipowitz und del Toro. Bis zum Gipfel spannten Vingegaard und Seixas zusammen, und del Toro sprang zu ihnen vor. Dies gelang Evenepoel auch noch bei Lipowitz und Ayuso.

Oben lag Pogacar 23 Sekunden vor den ersten 3 Verfolgern und 43 Sekunden vor der den nächsten 3. Auf den letzten, teils abschüssigen Kilometern zum Ziel baute Pogacar den Vorsprung etwas aus, wohingegen der Abstand zwischen den Verfolgertrios schrumpfte, weil del Toro als Pogacars Teamkollege nichts machte. Erst zum Zielsprint trat del Toro an und musste sich strecken, um Seixas zu schlagen.

113. Tour de France 13. Etappe: Dole – Belfort – 205 Km

Mauro Schmid siegt im Zweiersprint


Herbert Moos Foto

Mauro Schmid (Jayco) gewann in Belfort die 13. Etappe der Tour de France 2026 im Zweiersprint. Von den 57 (!) Ausreißern des Tages blieben nach dem Elsässer Belchen 30 Kilometer vorm Ziel noch 10 Fahrer an der Spitze übrig, von denen sich innerhalb der letzten 16 Kilometer Schmid und Harold Tejada (XDS) in noch leicht abschüssigem Gelände absetzten. Der 26-jährige Schweizer hatte im Ziel, in das er vor Freude mit einem Wheelie hechtete, über eine Radlänge Vorsprung. Den Sprint der Verfolger um den 3. Platz entschied nur 2 Sekunden dahinter Tom Pidcock (Pinarello) für sich. Er hatte sich während der 13. Etappe virtuell auf den 2. Platz der Gesamtwertung verbessert.

Ergebnis
1. Mauro Schmid (SUI) – Jayco-Alula 4:06:58

2. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana gl.Zeit
3. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +0:02
4. Maxim van Gils (BEL) – Red Bull-Bora
5. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG
6. Kévin Vauquelin (FRA) – Netcopmapny-Ineos
7. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies alle
8. Clément Braz Afonso (FRA) – Groupama-FDJ gleiche
9. Tim Wellens (BEL) – UAE-XRG Zeit
10. Luke Plapp (AUS) – Jayco-Alula +0:11
11. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +0:57
12. Michael Valgren (DEN) – EF Education-Easypost +0:59
13. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula +1:01
14. Nicolas Breuillard (FRA) – Totalenergies gl.Zeit
15. Marc Hirschi (SUI) – Tudor gl.Zeit
– 171 Fahrer klassiert.
DNS Jenno Berckmoes (BEL) – Lotto-Intermarché
DNS Frits Biesterbos (NED) – Picnic-PostNL
DNS Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA

Pidcock durch Flucht vor auf 4. Platz der Gesamtwertung

Das Feld ums Gelbe Trikot inklusive aller Klassementfahrern außer Pidcock kam mit 7:32 Minuten Rückstand ins Ziel. Pidcock verbesserte sich letztlich vom 10. auf den 4. Platz der Gesamtwertung – mit 4:15 Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot, 9 Sekunden aufs Podest, andererseits auch nur wenige Sekunden vor den nächsten Plätze.

Das Gelbe Trikot behielt Tadej Pogacar (UAE) mit weiterhin 3:36 Minuten Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma). Die Helfer der anderen Top-Ten-Fahrer Martinez (Bahrain), Skjelmose, Ayuso (beide Lidl) sowie Lipowitz und Evenepoel (beide Red Bull) fingen in umgekehrter Reihenfolge an, sich an der Tempoarbeit im Hauptfeld zu beteiligen. Trotzdem betrug der Abstand zu Pidcock während der 13. Etappe zwischenzeitlich über 8:30 Minuten.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 47:18:31

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +4:15
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
8. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
10. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
11. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:26
12. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:15
13. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +12:43
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +13:38
15. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +14:50
16. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +15:08
17. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +15:36
18. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +16:13
19. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +17:43
20. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +18:26
21. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +18:31

Auf der mit 205,8 Kilometern längsten Etappe der Tour de France 2026 dauerte es über 30 Kilometer der Attackiererei, bis sich 37 Fahrer absetzen konnten, allerdings zunächst nur um wenige Sekunden. Denn Pedersen (Lidl) hatte die Gruppe verpasst, Philipsen (Alpecin), ein Konkurrent ums Grüne Trikot, jedoch nicht. So hielten Pedersens Helfer die Lücke eng, schienen aber 150 Kilometer vorm Ziel aufzugeben.

Dann aber bildete sich eine 20-köpfige Verfolgergruppe um Pedersen und Girmay (NSN), die fast 60 Kilometer brauchte, um das Spitzenfeld einzuholen. Der Rückstand des Hauptfeldes war inzwischen auf über 7 Minuten angewachsen. Damit näherte sich Pidcock als Bestplatzierter aus der Spitze virtuell den Podestplätzen der Gesamtwertung – bei 11:49 Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot vor der 13. Etappe.

Den Zwischensprint gewann Philipsen vor Girmay und Pedersen. Durch großen Aufwand konnte Pedersen den Punktverlust gegen Philipsen begrenzen und einen weiteren Schritt Richtung Gewinn des Grünen Trikot gehen, das weiterhin auf seinen Schultern liegt.

Nach ansonsten flachem Etappenverlauf begann 53 Kilometer vorm Ziel der Anstieg zu einem vorgelagerten Hügel Richtung Elsässer Belchen, und das große Spitzenfeld verkleinerte sich. Diese Entwicklung spitzte sich natürlich die 8,9 Kilometer den Elsässer Belchen hoch zu. Es gab mehrere Attacken. Letztlich kam kein Solist weg, sondern es überquerten 9 Fahrer mit Vorsprung den Gipfel: McNulty (UAE), van Gils (Red Bull), Tejada, Vauquelin (Netcompany), Plapp (Jayco), dessen Teamkollege Schmid, Pidcock, Braz Afonso (Groupama), Jegat (Totalenergies). In der Abfahrt schloss noch Wellens auf.

Bei der folgenden Springerei nutzte Schmid gemeinsam mit Plapp den zahlenmäßigen Vorteil aus. Die beiden hatten auch noch Matthews in der Verfolgergruppe in der Hinterhand. Wellens und McNulty konnten kein Kapital schlagen. Tejada hatte den richtigen Riecher. Pidcock als stärkster Fahrer der Gruppe hatte die Blick auf sich gerichtet.

Auf dem Schlusskilometer begannen Schmid und Tejada etwas zu pokern. und die 20 Sekunden Vorsprung waren fast, als Tejada aus zweiter Position zunächst vielversprechend eröffnete, aber letztlich Schmid deutlich unterlag. Schmid feierte seinen 15. Profisieg, den ersten davon auch schon bei einer Grand-Tour-Flucht, allerdings beim Giro d’Italia.

113. Tour de France 2026 – 12. Etappe Circuit Nevers Magny-Cours Chalon-sur-Saône 181 Km

Tim Merlier zu Sieg Nummer 3, schwerer Sturz dahinter

Tim Merlier (Soudal) gewann in Chalon-sur-Saône die 12. Etappe und damit seine 3. bei dieser Tour de France 2026 im Massensprint. Der 33-jährige Belgier fand einige Lücken und behauptete sich fast eine Radlänge vor Olav Kooij (Decathlon), der von noch viel weiter hinten kam und nur knapp von einem kapitalen Massensturz verschont blieb.
Den Sprint eröffneten gleichzeitig Philipsen (Alpecin) und Fretin (Cofidis) hinter Philipsens letzten Anfahrer. Merlier schlüpfte durche eine entstehende Lücke, sprintete vor ans Hinterrad von Fretin und stürmte vor an die Spitze. Philipsen und Fretin belegten die Plätze 3 und 5 vor und hinter Girmay (NSN).
Unmittelbar vor der Sprinteröffnung fuhr Gaviria (Caja Rural) rechts neben Kooij dem vor ihm kreuzenden van Mechelen (Bahrain) ins Hinterrad und stürzte zum Schlüsselbeinbruch. Während Kooij und van Mechelen auf dem Rad blieben, purzelten hinter Gaviria der Vortagessieger Wærenskjold (Uno-X) und Bittner (Picnic) direkt über diesen, und auch ein paar weitere Fahrer konnten nicht mehr ausweichenm, krachten knallhart auf die Straße und hielten sich zum Teil die Schlüsselbeine.

Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:38:53

2. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech
4. Biniam Girmay (ERI) – NSN
5. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
6. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
7. Max Kanter (GER) – XDS-Astana alle
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
10. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché
11. Rick Pluimers (NED) – Tudor gleiche
12. Fred Wright (GBR) – Pianrello-Q36.5
13. Jenthe Biermans (BEL) – Cofidis
14. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech
15. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula Zeit
– 174 Fahrer klassiert.

Am Tag des möglicherweise letzten Massensprints der Tour 2026 hagelte es in der Schlussphase Attacken, insbesondere am letzten der 3 kleinen Bergpreise des Tages. Trotzdem wurde der Sieger zum 5. Mal im Feldsprint ermittelt. Die Gesamtführung vor den bergigeren Folge-Etappen behielt Tadej Pogacar (UAE) mit unverändert 3:36 Minuten vor Vingegaard (Visma) und knapperen Abständen dahinter.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 43:04:01

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:15
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +12:43
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +13:38
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +14:50
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +15:08
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +15:36
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +16:13
18. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +17:43
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +17:56
20. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +18:26

Baptiste Veistroffer (Lotto) arbeitete während der 12. Etappe weiter an seinem Ruf als aktivster Ausreißer der Tour de France 2026. In der Anfangsphase setzte er sich nach einigen Kilometern der Springerei wieder mal als Solist ab. Hinterm Zwischensprint erhielt Veistroffer Zuwachs durch Caruso (Bahrain), Costiou (Groupama) und Vercher (Totalenergies), war dann aber 50 Kilometer vorm Ziel wieder alleine unterwegs, als er seinen letzten Begleiter Costiou an einer Welle abstellte. Zwischendurch gab es mal einen Regenschauer bei ansonsten wieder trockenen Bedingungen. 32,5 Kilometer vorm Ziel war Veistroffers Zeit an der Spitze abgelaufen, als aus dem Hauptfeld die Attacken losgingen.

Beim Zwischensprint holte sich Pedersen hinter Veistroffer den 2. Platz. Allerdings baute der Mann im Grünen Trikot voll gewollt seine Konkurrenten an der Bande ein. Als Pedersen merkte, dass ihn mehrere Fahrer überholen würden, zog er von der Straßenmitte Richtung Seitengitter mit nur einem Ziel. Vollkommen zurecht wurde ihm der 2. Platz und die damit zusammenhängenden 20 Punkte aberkannt. Doch wie am Vortag nach dem Zielsprint bei Philipsen kassierte die Jury auch diesmal die Entscheidung, als das Team sofort intervenierte. So behielt Pedersen den 2. Platz vor Philipsen, Merlier, Kanter (XDS) und Girmay.

Kurz vor Veistroffers Einholung begannen insbesondere Pedersens Teamkollegen und sogar er selbst und Klassementfahrer Skjelmose einen Attackenhagel, dem sich mehrere andere Teams und Fahrer anschlossen. Doch die Sprinterteams behielten die Situation letztlich im Griff.

In den Schlusskilometer hinein stürmte Philipsens Team als Quartett an die Spitze. Aber das hilft dann auch nichts, wenn dieses Jahr 2 Fahrer klar endschneller sind. Pedersen belegte im Ziel wieder einen hinteren Top-Ten-Platz. Das Grüne Trikot hätte er auch ohne die 20 Punkte des Zwischensprints behalten. Seine potenziellen Konkurrenten schnappen sich – günstig für Pedersen – weiterhin gegenseitig die Punkte weg.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 357 p.

2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 317
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 311
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 307
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 239
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 210
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 129
9. Milan Fretin (BEL) – Cofidis 129
10. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107

113. Tour de France 2026 – 11. Etappe Vichy – Nevers – 161 Km

Wærenskjold triumphiert nach Monstersprint


Plomi Foto

Søren Wærenskjold (Uno-X) gewann in Nevers die 11. Etappe der Tour de France 2026 in einem ungewöhnlichen Massensprint. Der 26-jährige Norweger wagte einen sehr frühen Antritt schon über 300 Meter vorm Ziel, riss damit gleich eine Lücke und profitierte – nebst eigener Stärke – davon, dass dahinter kein Anfahrer mehr für die Sprintgegner da war. So kamen Olav Kooij (Decathlon) und Jasper Philipsen (Alpecin) nur noch auf eine dreiviertel Radlänge heran, gefolgt von Fretin (Lotto) und Artz (Lotto). Philipsen wurde anschließend von den Kommissären vom 3. auf den 119. Platz relegiert, ehe eine Rolle rückwärts erfolgte.

Ergebnis
1. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 3:10:06

2. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
4. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
5. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché
6. Biniam Girmay (ERI) – NSN alle
7. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA
10. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula
11. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
12. Rick Pluimers (NED) – Tudor gleiche
13. Jenno Berckmoes (BEL) – Lotto-Intermarché
14. Stefano Oldani (ITA) – Caja Rural-Seguros RGA
15. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step

18. Max Kanter (GER) – XDS-Astana Zeit
– 174 Fahrer klassiert.
DNS Chris Harper (AUS) – Jayco-Alula

An einem unbedeutenden Tag für die Gesamtwertung behielt Tadej Pogacar (UAE) das Gelbe Trikot 3:36 Minuten vor Vingegaard (Visma), der wiederum deutlich knapper vor mehreren weiteren Fahrern verblieb.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 39:25:08

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49

Entgegen der ersten 10 Hitze-Etappe begann die 11. Etappe bei leichtem, erfrischendem Regen, der allerdings schnell wieder aufhörte. Trotz des flachen Streckenprofils hatten etliche Fahrer Lunte gerochen, mit einer Flucht erfolgreich zu sein. Ins Bild passte da, dass auch Fahrer aus Philipsens Team attackierten, obwohl sie auf den bisherigen Flachetappe – allerdings erfolglos – alles auf den Massensprint setzten.
Es waren dann aber Charmig (Uno-X), Oliveira (Movistar), Alaphilippe (Tudor) und Le Berre (Totalenergies), die sich noch vor dem einmal mehr frühen Zwischensprint absetzen konnten. Für den Sieg dort sprang Le Berre kurz ohne Gegenwehr davon. Als Verfolger kam Slock (Lotto) noch auf den 5. Platz, hatte jedoch keine Aussicht das Quartett noch zu erreichen und nahm die Beine hoch.
Um die verbliebenen Punkte sprintete Philipsen auf den 6. Platz vor Kanter (XDS), Pedersen (Lidl) und Girmay (NSN). Im Ziel erreichte Mads Pedersen (Lidl) zwar nur den 11. Platz. Seine Führung in der Wertung ums Grüne Trikot konnte er trotzdem festigen, weil seine bisher nächsten Verfolger auch die Big Points verfehlten.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 317 p.

2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 272
3. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 255
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 223
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 203
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 160
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107
9. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 103

Schnellste Tour-Etappe aller Zeiten

6,5 Kilometer vorm Ziel wurden Charmig, Oliveira und Le Berre vom Hauptfeld gestellt. Alaphilippe war schon deutlich früher aus der Spitze zurückgefallen. Bei Rückenwind entwickelte sich eine atemberaubende Durchschnittsgeschwindigkeit, die ausgerechnet nach Einholung der Spitzengruppe etwas gedrosselt wurde. Trotzdem absolvierte Wærenskjold die 11. Etappe am Ende in über 50,9 km/h und war damit schneller als der bisherige Rekordhalter Cipollini im Jahr 1999 auf der 4. Etappe.
Dass Wærenskjold überhaupt gewinnen konnte, wurde nur durch eine Verkettung von Umständen möglich, die der Omloop-Sieger von 2025 allerdings auch instiktiv prächtig zu seinen Gunsten nutzte. Den Sprintern gingen zu früh die Anfahrer aus. Und die, die noch da waren, hatten ihren Mann vom Hinterrad verloren. So verschleppten die Fahrer auf dem nach rechts gekrümmten Schlusskilometer das Tempo nach links, so dass sich für den eigentlich auf der Innenbahn eingebauten Wærenskjold eine Lücke auftat.
Diese nutzte er geistesgegenwertig, um trotz eines noch sehr weiten Weges ein Loch zu reißen. Als weiterer Glücksfall entpuppte sich, dass Kooijs eigentlich Anfahrer Bol seinerseits eine Lücke zum Hauptfeld hatte, so dass Wærenskjold sich ansaugen und noch einmal Schwung holen konnte. Unorganisiert, außergewöhnlich und faszinierend!
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113. Tour de France 2026 – 10. Etappe Aurillac – Le Lioran 167km

Pogacar siegt überlegen in Le Lioran

Mal kein Erdrutschsieg: Tadej Pogacar (UAE) gewann in Le Lioran die 10. Etappe der Tour de France 2026 als Solist. Im Zentralmassiv begnügte sich der Slowene mit einem rund 15 Kilometer langen Solo und nur etwas über einer halben Minute Vorsprung vor den Nächstbesten. Von denen sprintete Remco Evenepoel (Red Bull) – obwohl zwischenzeitlich abgehängt – auf den 2. Platz 2 Sekunden vor Paul Seixas (Decathlon), der wiederum knapp die letzten Bonfikationssekunden vor Florian Lipowitz (Red Bull) abgriff.

Erst im Sprint verloren Ayuso und Skjelmose (beide Lidl) 6 Sekunden auf Evenepoel, der Gesamtzweite Vingegaard (Visma) weitere 6 mehr. Am vorletzten Anstieg, an dem Pogacar attackierte, wurde schon dessen Teamkollege und bisherige Gesamtdritte del Toro abgehängt. Er kam auf dem 8. Platz mit rund einer Minute Rückstand auf die Gruppe um Evenepoel, Lipowitz und Evenepoel an.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 3:58:08
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:32

3. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:34
4. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora gl.Zeit
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +0:38
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek gl.Zeit
7. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:44
8. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +1:31
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +1:59
10. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +2:03
11. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:09
12. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +2:42
13. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +2:48
14. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech gl.Zeit
15. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +2:53
16. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:05
17. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +3:45
18. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +4:50
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +5:23
20. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +6:45

23. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +6:50
75. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +27:12
– 175 Fahrer klassiert.
DNS Matteo Trentin (ITA) – Tudor

Pogacar baute seine Gesamtführung auf 3:36 Minuten vor Jonas Vingegaard aus. Evenepoel rückte auf den 3. Platz auf – bei nur noch einer halben Minute Rückstand auf Vingegaard. Auch Ayuso, Seixas und Lipowitz zogen an del Toro vorbei und machten jeweils einen Platz gut, alle weiterhin weniger als eine Minute hinter dem Podest. Del Toro fiel auf die 7 vor Skjelmose, der wiederum Lenny Martinez (Bahrain) überholte. Pidcock (Pinarello) enterte trotz Sturzes in einer Abfahrt die Top-Ten.

Ayuso zog das weiße Trikot des besten Jungprofis del Toro um 46 Sekunden aus. Seixas mit nur 13 Sekunden Rückstand auf Ayuso ist der wie zu erwarten dritte Anwärter für diese Sonderwertung.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 36:15:02

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +3:36
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +4:06
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +4:22
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +4:35
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:44
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +5:08
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:45
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +6:34
10. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +11:49
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +12:15
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +12:43
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +13:38
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +14:50
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +15:08
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +15:36
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +16:13
18. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +17:43
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +17:56
20. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +18:26
21. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +20:32

Zu Beginn der 10. Etappe blieb der Laden zusammen wegen eines erneut frühen Zwischensprints. Bei diesem überholte der Träger des Grünen Trikots, Mads Pedersen (Lidl) knapp Max Kanter (XDS) in einem langen und harten Duell. Girmay (NSN) und Philipsen (Alpecin) rollte auf 3 und 4 drüber. Der 2-fache Etappensieger Merlier (Soudal) war schon wieder abgehängt. Pedersen baute so seinen Vorsprung vor Girmay aus.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 293 p.

2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 239
3. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 213
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 205
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 192
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 110
7. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 107

Danach machten Pogacars Helfer schnell deutlich, dass an diesem Tag nur einer die 10. Etappe gewinnen würden. Frisch aufgetankt nach dem ersten Ruhetag – obschon immer noch bei Hitze – ließ dieses All-Star-Team keinen Ausreißer mehr als 2 Minuten weg. Trotzdem entbrannte zunächst ein vogelwilder Kampf um die Spitzengruppe des Tages.

Es lösten sich dann 31 Fahrer, von denen die ersten bergan schon wieder zurückfielen. Valentin Paret-Peintre (Soudal) konnte zunächst sein Punktekonto um die Bergwertung leicht aufstocken. Dies passierte dann allerdings teilweise schon in Verfolgung von Javier Romo (Movistar), der aus der Spitzengruppe heraus eine lange Solofahrt in Front absolvierte.

An den letzten 3 der 7 kategorisierten Anstiege des Tages waren jedoch anderen dran. 38,5 Kilometer vorm Ziel, eingangs der Puy-Marie-Steigung, wurde Romo als letzter Ausreißer gestellt. Einen halben Kilometer später attackierte Richard Carapaz (EF) und versuchte das Unmögliche gegen die Pogacar-Armada möglich zu machen.

Tatsächlich überquertte Carapaz den Gipfel mit einer halben Minute Vorsprung, aus der nach der Abfahrt eine ganze wurde. Es folgte der Anstieg zum Col de Pertus, in der Pogacar attackierte, als man in einer Steilstufe nur noch 1,2 Kilometer unterhalb des Gipfels war. Die noch in der Top-Gruppe verbliebenen Fahrer streckten sofort die Waffen, zuckten nicht einmal, als sich Pogacar sogleich mit wenigen Pedalumdrehungen weit entfernte.

Die inzwischen verblienenen 40 Sekunden Rückstand auf Carapaz rauchte Pogacar in Nullkommanichts auf. Pogacar flog an Carapaz vorbei und ging mit wenigen Sekunden Vorsprung vor ihm über den Col de Pertus. Vingegaard folgte mit Evenepoel, Lipowitz, Seixas, Ayuso und Skjelmose am Rad auf 20 Sekunden, del Toro mit Martinez und Pidcock auf 32.

Carapaz wurde von der Verfolgergruppe überholt und sortierte sich später bei Martinez und Pidcock ein, die ihrerseits noch del Toro ziehen lassen mussten. Pogacar baute in der Abfahrt und auch im sachte steigenden letzten Anstieg seinen Vorsprung weiter aus, obwohl die Verfolgergruppe zunächst zusammenarbeitete.

Als es wieder etwas steiler wurde, spannte sich Vingegaard vor. Evenepoel verlor den Anschluss und bis zu 10 Sekunden hinterher, konnte die Lücke aber in der abschließenden Abfahrt kurz vor der Kilometermarke wieder schließen – und am Ende sogar ein paar Sekunden auf der Strecke plus Bonussekunden für den 2. Platz herausholen.

Bergtrikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 42

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 27
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 19
4. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 18
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 18
6. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM 17
7. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost 16
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 16

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113. Tour de France – 9. Etappe: Malemort – Ussel – 185 Km

Van der Poel holt seinen Fluchtsieg


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Mathieu van der Poel (Alpecin) gewann in Ussel die 9. Etappe der Tour de France 2026 im Sprint einer hochkarätigen 4-köpfigen Fluchtgruppe. Der 31-jährige Niederländer behauptete sich von vorne gegen Tobias Johannessen (Uno-X), gefolgt von Tom Pidcock (Pinarello) und Alex Baudin (EF). Nur 6 Sekunden hinter dem Quartett führte Filippo Ganna (Netcompany) vor Mads Pedersen (Lidl) ein arg dezimiertes Hauptfeld über die Linie.

Die 9. Etappe am Rande des Zentralmassivs war wegen Hitze etwas verkürzt worden. Erst spät bildete sich die Spitzengruppe des Tages, die sich 88 Kilometer vorm Ziel auf 8 Fahrer halbierte. 25 Kilometer vorm Ziel attackierte van der Poel volles Rohr am letzten Bergpreis. Nur Johannessen, Pidcock und Baudin kamen noch einmal hin – Gee-West, Simmons (beide Lidl), Castrillo (Movistar) und van Eetvelt (Lotto) nicht.

Pedersen baute seine Führung in der Punkteführung ums Grüne Trikot aus. Zu einem weiteren Tagessieg reichte es allerdings nicht, weil sein Team auf allen Hochzeiten tanzte. 2 Teamkollegen waren zuerst vorne in der Spitzengruppe, 2 weitere Teamkollegen verrichteten als Klassementfahrer keine Nachführarbeit. In diese schalteten sich allerdings Gannas Helfer ein – zurecht, wie sich zeigen sollte.

Ergebnis
1. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech 3:27:51

2. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X alle
3. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello gleiche
4. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost Zeit
5. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos +0:06
6. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
7. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
8. Nicolas Breuillard (FRA) – Totalenergies
9. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies
10. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost
11. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG alle
12. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora
13. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG gleiche
14. Alex Aranburu (ESP) – Cofidis
15. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM Zeit
– 176 Fahrer klassiert.

Das Hauptfeld bestand hinterher nur noch aus den Klassementfahrern sowie ein paar der besten Klassikerjäger und besten Helfer, insgesamt unter 40 Mann. Das Gruppetto war hinterher größer als das Hauptfeld.

In den Top-9 der Gesamtwertung gab es keine Änderungen. Tadej Pogacar (UAE) ging im Gelben Trikot mit unverändert 2:42 Minuten Vorsprung vor Vingegaard (Visma) und 3:27 vor del Toro (auch UAE) in den ersten Ruhetag. Als letzter Nicht-Klassementfahrer wurde Vacek (Lidl) vom 10. Platz der Gesamtwertung nach hinten durchgereicht. Jenseits der Top-Ten machten Johannessen und Pidcock durch ihre Tagesleistung zwar Plätze, aber kaum Zeit gut.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 32:17:04

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:12
11. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +9:30
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +9:35
13. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +9:40
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +9:45
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:46
16. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +10:51
17. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:56
18. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +12:21

Wegen Hitze ein paar Kilometer weniger

Durch die gestrichenen gut 30 Kilometer zu Beginn der 9. Etappe lag der Zwischensprint nah am scharfen Start. Auf bereits ansteigendem Terrain holte Pedersen nach Vorarbeit seines Teams 25 Punkte vor Girmay (NSN) und Philipsen (Alpecin). Inklusive der Punkte im Ziel konnte Pedersen sein Grünes Trikot untermauern. Der bisherige Zweitplatzierte Merlier war schon vor dem Zwischensprint abgehängt.

Es dauerte bis in die letzten 100 Kilometer hinein, ehe sich 16 Fahrer mit mehr als einer Minute lösen konnten. Johannessen verkleinerte die Spitze mit einer Attacke zunächst auf Simmons und sich selbst. 6 weitere Fahrer, darunter van der Poel, fanden noch den Anschluss.

Das Hauptfeld, anfangs angeführt von Pogacars Helfern, dann von Pedersens und Gannas Teamkollegen, war nie weit von der Spitzengruppe weg, so dass diese sich keine Tändeleien leisten konnte. Das galt immer noch und umso mehr, als van der Poel die Vorentscheidung gesucht hatte und nur noch 3 weitere Fahrer bei ihm waren. Pidcock wäre fast wegen einer zwischenzeitlich nicht funktionierenden Schaltung zurückgefallen.

Mit 23 Sekunden Vorsprung ging das Spitzenquartett in den leichtansteigenden Schlusskilometer. Van der Poel absolvierte diesen von vorne. Als an der 250-Meter-Marke Johannessen von der 3. Position antrat, tat dies van der Poel fast gleichzeitig. Pidcock an 2. Position reagierte zu spät. Damit waren die Plätze 1 bis 4 auch schon vergeben. Van der Poel feierte seinen 3. Karriere-Etappensieg beim größten Rennen, das ihm eigentlich am wenigsten liegt. Das Profil der 9. Etappe war ihm allerdings auf den Leib geschneidert.

113. Tour de France 2026 – 8. Etappe Périgueux nach Bergerac 180km

Tim Merlier schießt von ganz hinten zu Sieg 2

Tim Merlier (Soudal) gewann nach der 7. auch die 8. Etappe der Tour de France 2026 im Massensprint. Der 30-jährige Belgier stellte in Bergerac eindrucksvoll unter Beweis, dass er der schnellste Sprinter im Feld ist. Während einige Konkurrenten noch hinter den letzten Anfahrern lauerten, schoss Merlier von ganz weit hinten an allen vorbei. In seinem Windschatten kam Biniam Girmay (NSN) auf den 2. Platz. Von den eigentlich besser positionierten Fahrern war Olav Kooij (Decathlon) der Beste auf Platz 3.

Liam Slock (Lotto), der letzte vorn verbliebene frühe Ausreißer, wurde erst 1,3 Kilometer vorm Ziel gestellt. In der Sprintvorbereitung war Max Kanters (XDS) letzter Anfahrer schon zu früh im Wind und musste das Tempo noch etwas verschleppen. Dann zog er an, wurde aber von Mathieu van der Poel (Alpecin) und dessen Sprinter Jasper Philipsen überholt. Als Philipsen jedoch Anstalten machte, zu überholen, flitzte schon Merlier mit Girmay im Schlepptau vorbei.

Philipsen war zu schwach und dahinter mehrere Fahrer wie Kanter durch Merlier, Girmay und den ausscherenden van der Poel eingebaut. Kooij konnte sich auf der anderen Seite befreien und zwischen Bande und Philipsen noch zum 3. Platz vor Philipsen sprinten.

Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:52:50

2. Biniam Girmay (ERI) – NSN
3. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
5. Pavel Bittner (CZE) – Picnic-PostNL
6. Rick Pluimers (NED) – Tudor
7. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula
8. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
9. Max Kanter (GER) – XDS-Astana alle
10. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
11. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X
12. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek gleiche
13. Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA
14. Dorian Godon (FRA) – Netcompany-Ineos
15. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies Zeit
– 176 Fahrer klassiert.

Die Klassementfahrer hatten so etwas wie einen weiteren halben Ruhetag, sofern man bei Temperaturen bis 38 Grad im Schatten davon reden kann. Tadej Pogacar (UAE) verteidigte so sein Gelbes Trikot mit unverändert 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma).

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 28:49:07

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +7:10
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:12
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +9:35
13. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +9:42
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +9:45
15. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +9:50
16. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:46
17. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +10:51
18. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:56
19. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +12:21
20. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +13:06

In der Startphase der 8. stießen Guernalec (Totalenergies) und der schon am Vortag ausgerissene Ortruba (Caja Rural) zu Liam Slock. Sie bildeten das Spitzentrio des Tages. Slock holte sich beide kleine Bergpreis, war aber im Zwischensprint Ortruba knapp unterlegen.
Dort sprinteten aus dem Hauptfeld Philipsen auf den 4. Platz vor Kanter und Pedersen (Lidl), gefolgt von den lässigeren Merlier und Girmay. Diese schnappten sich dafür die fetten Punkte im Ziel. Dort kam Pedersen im Grünen Trikot nur auf den 12. Platz, so dass sein Vorsprung vor Merlier auf 15 Punkte zusammenschrumpfte.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 228 p.

2. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 213
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 203
4. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 175
5. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 172
6. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 110
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 89
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 79
9. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 75

Rund 40 Kilometer vorm Ziel begann Slock am letzten Bergpreis ein Solo, das wohl eher auf diesen Bergpreis und die goldene Startnummer des aktivsten Fahrers abzielte. Aber trotz des engen Abstands vor dem Hauptfeld konnte Slock lange die Einholung verhindern.
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113.Tour de France – 7. Etappe: Hagetmau – Bordeaux – 175 Km

Merlier als schnellster Sprinter in Bordeaux vorn


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Tim Merlier (Soudal) gewann in Bordeaux die 7. Etappe der Tour de France 2026 im Massensprint. Der 33-jährige Belgier schlug mit fast 2 Radlängen Vorsprung Søren Wærenskjold (Uno-X). Mit geringerem Abstand folgten Biniam Girmay (NSN), Max Kanter (XDS) und Jasper Philipsen (Alpecin) auf den Plätzen 3 bis 5.

Philipsen bekam den Sprint von seinem Zug angefahren, wurde aber von van der Poel schon an der 250-Meter-Marke im Wind abgesetzt. So brachte Gaviria (Caja Rural) das Hinterrad in doppeltem Sinnen gar nichts, weil Philipsen vor ihm zu früh starten mussten und ihn außerdem an der Bande einklemmte.

Hinter Philpsen, Gaviria, Girmay und Merlier verließ Wærenskjold das Hinterrad des späteren Siegers. Dies brachte ihm den 2. Platz ein, nahm ihm aber die Restchance auf den Sieg. Den so wurde er zum perfekten Anfahrer für Merlier, der sich aus dem Gewusel befreien konnte und ohnehin der offenbar schnellste Sprinter dieser Tour ist.

Vom Sieger des ersten Massensprints 2 Tage zuvor, Olav Kooij (Decathlon), war in Bordeaux nichts zu sehen. Der damals zweitplatzierte Kanter konnte diesmal nicht von ganz vorne starten, sondern geriet weiter hinten in ein Gerangel mit Godon (Netcompany). Trotzdem gelang noch ein 4. Platz vor Philipsen.

Ergebnis
1. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 3:44:20

2. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana
5. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck
6. Phil Bauhaus (GER) – Bahrain Victorious
7. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché
8. Dorian Godon (FRA) – Netcompany-Ineos
9. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek alle
10. Tom van Asbroeck (BEL) – NSN
11. Pavel Bittner (CZE) – Picnic-PostNL
12. Pascal Ackermann (GER) – Jayco-Alula gleiche
13. Milan Fretin (BEL) – Cofidis
14. Fernando Gaviria (COL) – Caja Rural-Seguros RGA
15. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies Zeit
– 176 Fahrer klassiert.
DNS Torstein Træen (NOR) – Uno-X

In der Gesamtwertung gab es in den Top-Ten keine Veränderungen. Tadej Pogacar (UAE) behielt im gelben Trikot seinen am Vortrag herausgefahrenen 2:42-Minuten-Vorsprung vor Jonas Vingegaard (Visma).

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 24:56:17

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +7:10

Mit Senken der Startflagge wagten Baptiste Veistroffer (Lotto) und Jakub Ortruba (Caja Rural) das Himmelfahrtskommando auf dieser Flachetappe gegen die Sprinterteams. Diese ließen das Fluchtduo des Tages nicht weit weg. Die meisten Arbeit verrichteten die Helfer von Philipsen und Merlier.

Veistroffer konnte immerhin den Zwischensprint und den einzigen kleinen Bergpreis des Tages für sich entscheiden. Auf den 3. Platz beim Zwischensprint kam Mads Pedersen (Lidl) vor Girmay, Kanter, Philipsen und Merlier. Das Grüne Trikot behielt Pedersen deutlich, obschon die Punkteabstände im Ziel deutlich größer ausfielen und Pedersen dort nur den 9. Platz belegte.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 204 p.
2. Biniam Girmay (ERI) – NSN 145
3. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 140
4. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 134
5. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 126
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 75
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 73

Aber Pedersens Vorsprung in dieser Sonderwertung war vorher groß genung, anders als der Vorsprung der beiden Ausreißer. Diese wurden 20 Kilometer vorm Ziel an einem erneut heißen Tour-Tag vom Hauptfeld eingeholt. Auf den letzten 2 Kilometern bauten Philipsens Teamkollegen einen beeindruckenden Zug auf, für den jedoch schließlich zu früh Endstation war.

113. Tour de France 2026 – 6. Etappe Pau – Gavarnie-Gèdre 186km

Pogacar mit 43-Kilometer-Solo 2:38 voraus!


Herbert Moos Foto

Der große Col du Tourmalet lag eigentlich zu weit vom Ziel entfernt. Doch Tadej Pogacar (UAE) sah das wieder mal anders und planierte nach Vorarbeit seines All-Star-Teams alles. Der Slowene gewann in Gavarnie-Gèdre die 6. Etappe der Tour de France 2026 durch die Pyrenäen nach knapp 43 Kilometern Alleinfahrt. Nach ebensolchem Solo erreichte Jonas Vingegaard (Visma) mit erniedrigenden 2:38 Minuten Rückstand auf dem 2. Platz das Ziel.

Dahinter neutralisierten sich die nächstbesten Fahrer. Obwohl oder weil zusammen unterwegs, verloren sie sukzessive Zeit auf Pogacar. Vingegaard hingegen holten sie fast noch ein. Auf den 3. Platz sprintete allerdings Pogacars Teamkollege Isaac del Toro (UAE), der zuvor hinten drauflag. Ebenfalls mit 2:57 Minuten Verlust wurden Evenepoel (Red Bull), Seixas (Decathlon), Lipowitz (Red Bull), Ayuso und Skjelmose (beide Lidl) gewertet. Martinez (Bahrain) und Kuss (Visma) ließen auf den letzten Metern noch ein paar Sekunden liegen.

Oben auf dem Col du Tourmalet 38,4 Kilometer vorm Ziel betrug Pogacars Vorsprung vor Vingegaard noch eine halbe Minute. Mit 1:26 Minuten Rückstand erreichten Paul Seixas, Florian Lipowitz und del Toro die Passhöhe. 20 weitere Sekunden zurück lagen Remco Evenepoel, Juan Ayuso, Mattias Skjelmose, Lenny Martinez und Sepp Kuss.

In der Abfahrt verdoppelte Pogacar seinen Vorsprung auf eine Minute. Im 18,4 Kilometer langen, aber nur 4 % steilen Schlussanstieg ging die Lücke dann richtig derbe auf. Hinter Vingegaard kam es in der Tourmalet-Abfahrt auf Evenepoels Initiative hin relativ schnell zum Zusammenschluss der beiden Verfolgergruppen. So verlor Evenepoel immerhin bergab nichts auf Pogacar, dafür bergauf wiederum umso mehr.

Einsam auf dem 11. Platz kam Egan Bernal (Netcompany), der einzige Ex-Toursieger in der Startliste außer Pogacar und Vingegaard, mit knapp 5 Minuten Rückstand ins Ziel. Dahinter folgte lange nichts. Ab dem 12. Platz betrug der Rückstand 8 Minuten und mehr. Torstein Træen (Uno-X) im Gelbe Trikot hatte schon am Tourmalet über 8 Minuten Rückstand und die Gesamtführung virtuell verloren. In der Abfahrt stürzte er, weil er sich am Hinterrad eines Teamkollegen aufhängte. Zusammen erreichten sie mit einer halben Stunde Rückstand das Ziel und aufgrund seiner Rippenverletzung kann er zur 7. Etappe nicht mehr antreten.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:32:07

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:38
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +2:57
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora
5. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora alle
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek gleiche
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek Zeit
9. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +3:02
10. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:06
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +4:47
12. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +8:18
13. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana alle
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step gleiche
15. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Zeit
16. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +8:21
17. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG
18. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X
19. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché alle
20. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG gleiche
21. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike Zeit
22. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +8:21
23. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +8:51
24. Chris Harper (AUS) – Pinarello-Q36.5 +9:33
25. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +11:03
26. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech gl.Zeit

29. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +16:50
31. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +16:50
51. Torstein Træen (NOR) – Uno-X +29:55
– 177 Fahrer klassiert.
DNF Bert van Lerberghe (BEL) – Soudal-Quick Step
DNF Cian Uijtdebroeks (BEL) – Movistar
DNF Arvid de Kleijn (NED) – Tudor
DNS Alex Molenaar (NED) – Caja Rural-Seguros RGA

Vingegaard mehr Zeit hinter Pogacar als vorm 9. Platz

Das Rennen um den Gesamtsieg bei der Tour de France 2026 ist damit schon nach 6 von 21 Etappen gelaufen, wenn Pogacar von Stürzen und Krankheiten verschont bleibt. Zuzüglich Bonussekunden schlüpfte Pogacar mit 2:42 Minuten Vorsprung erneut ins Gelbe Trikot vor Jonas Vingegaard. Auf den 3. Platz rückte del Toro anstatt Evenepoel auf, weil er sich im Zielsprint für 4 Bonussekunden durchsetzte. Vom 3. Platz zum Gelben Trikot sind es nach der 6. Etappe 3:27 Minuten. Vingegaard auf dem 2. Platz hat mehr Rückstand auf Pogacar als Vorsprung auf den 9. Platz.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 21:11:57

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +2:42
3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +3:27
4. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +3:30
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +3:34
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +3:55
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +4:00
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:21
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:57
10. Mathias Vacek (CZE) – Lidl-Trek +7:10
11. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +9:12
12. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +9:35
13. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +9:42
14. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +9:45
15. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 +9:50
16. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +10:46
17. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +10:46
18. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +10:51
19. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +10:56
20. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +11:26
21. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +11:43
22. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +13:06
23. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +13:24
24. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +13:33
25. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +14:31
26. Brandon McNulty (USA) – UAE-XRG +18:26
27. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +19:19

Alle Ausreißversuche in der ersten Etappenphase waren zum Scheitern verurteilt. Denn Pogacar verriet durch die konsequente Tempoarbeit seiner Helfer früh sein Vorhaben, mal wieder alle anderen zu deklassieren.

113. Tour de France 2026 – 3. Etappe Granollers/ESP – Les Angles 196km

Pogacar sprintet überlegen davon

Diesmal gab es kein Geschenk für einen Teamkollegen, und für die Konkurrenz schonmal gar nicht: Tadej Pogacar (UAE) gewann in Les Angles die 3. Etappe der Tour de France 2026 im Sprint der besten Klassementfahrer ultra überlegen. Nach Vorarbeit seines Teamkollegen del Toro trat der 27-jährige Slowene an der 200-Meter-Marke gefühlt einmal in die Pedale – und hatte Jonas Vingegaard (Visma) sogleich um Lichtjahre distanziert. Dieser belegte im Gelben Trikot den 2. Platz 2 Sekunden hinter Pogacar und vor Richard Carapaz (EF) und Paul Seixas (Decathlon).

Hinter diesen klaffte schon 250 Meter vorm Ziel eine Lücke, die Remco Evenepoel (Red Bull) aufgehen ließ, als Isaac del Toro das Tempo immer weiter nach oben schraubte. Den 5. Platz erreichte Tobias Johannessen (Uno-X) 4 Sekunden hinter Pogacar und zeitgleich gewertet mit van Eetvelt (Lotto), Lipowitz (Red Bull), Evenepoel, del Toro und Ayuso (Lidl). So reichte der 1,7 Kilometer kurze Schlussanstieg in den Pyrenäen wie erwartet nicht zu großen Abständen, aber einmal mehr zu einer Machtdemonstration von Pogacar gemeinsam mit del Toro.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:45:11

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:02
3. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost gl.Zeit
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
5. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:04
6. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora
8. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora alle

9. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG gleiche
10. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek Zeit
11. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +0:10
12. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +0:12
13. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious gl.Zeit
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +0:14
15. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +0:18
16. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello gl.Zeit
17. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
18. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +0:27
19. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
20. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +0:33
21. Antonio Tiberi (ITA) – Bahrain Victorious +0:42

27. Cian Uitdebroeks (BEL) – Movistar +1:00
29. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +1:22
47. Alex Baudin (FRA) – EF Education-Easypost +4:08
75. Romain Grégoire (FRA) – Groupama-FDJ +20:18
– 182 Fahrer klassiert.
DNF Arnaud de Lie (BEL) – Lotto-Intermarché

Pogacar holte auf Vingegaard außer 2 Sekunden auf der Strecke auch 4 Sekunden Bonifikation heraus – in Summe exakt die 6 Sekunden, die die beiden vor der 3. Etappe trennten. Das Gelbe Trikot wechselt von Vingegaard zu Pogacar. Auf dem 3. Platz wuchs Evenepoels Rückstand auf 23 Sekunden bei unverändert einer Sekunde vor del Toro.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 8:46:55

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:00
3. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +0:23
4. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +0:24
5. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +0:27
6. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:48
7. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +0:53
8. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +1:09
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +1:11
10. Ilan van Wilder (BEL) – Soudal-Quick Step +1:17
11. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +1:22
12. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +1:45
13. Lennert van Eetvelt (BEL) – Lotto-Intermarché +1:47
14. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +1:50
15. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +2:15
16. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:19
17. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +2:38
18. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +3:23
19. Cian Uitdebroeks (BEL) – Movistar +3:24
20. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +3:50
21. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +4:15

Für die letzten 40 Kilometer der 3. Etappe übertrat man die Grenze von der katalanischen Startregion im Ausland hin nach Frankreich. Wegen Waldbränden wurden potenzielle Zuschauer dazu aufgerufen, im Finale nicht an den Streckenrand zu kommen. Auch auf die Werbekarawane wurde verzichtet. An der geplanten Strecke hingegen gab es keine Veränderungen.

Während der 3. Etappe dauerte es extrem lange, bis sich eine Spitzengruppe für einen längeren Zeitraum absetzen konnte. Anscheinend hatte man da noch – fälschlicherweise – darauf spekuliert, dass Pogacars Helfer die Spitze nicht auf Gedeih und Verderb zurückholen würden.

19 Fahrer gelang der Sprung in diese Spitzengruppe, die allerdings auch nicht sehr lange bestand. Darin vertreten waren: Pedersen (Lidl), Baudin (EF), Prodhomme (Decathlon), Tejada (XDS), van Mechelen (Bahrain), Vervaeke (Soudal), Plapp, Schmid (beide Jayco), Cort (Uno-X), Bennett (NSN), Garcia Pierna, Oliveira (beide Movistar), Aranburu (Cofidis), Braz Afonso (Groupama), Storer (Tudor), Delbove, Vercher (beide Totalenergies), Balderstone (Caja Rural) sowie anfänglich auch Bernal (Netcompany), der aber wegen eines platten Reifens zurückfiel.

Kapital aus dieser Flucht konnten Mads Pedersen und Alex Baudin schlagen. Pedersen sicherte sich beim Zwischensprint 25 Punkte fürs Grüne Trikot, das bisher noch zwischen den Klassementfahrern herumgereicht wird. Und Baudin gewann den ersten Kategorie-1-Bergpreis der Tour 2026 sowie auch den folgenden Bergpreis und eroberte damit das Bergtrikot.
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