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Giro d’Italia – Etappe 21

Cernusco sul Naviglio – Milano (15,7 km / EZF)
1 GANNA Filippo (ITA) INEOS GRENADIERS 0:17:16
2 CAMPENAERTS Victor (BEL) NTT PRO CYCLING 0:00:32
3 DENNIS Rohan (AUS) INEOS GRENADIERS 0:00:32
4 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:41
5 SCOTSON Miles (AUS) GROUPAMA – FDJ 0:00:41
6 ČERNÝ Josef (CZE) CCC TEAM 0:00:44
7 HAGA Chad (USA) TEAM SUNWEB 0:00:44
8 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:00:46
9 GRADEK Kamil (POL) CCC TEAM 0:00:47
10 TRATNIK Jan (SLO) BAHRAIN – MCLAREN 0:00:47
11 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:00:55
12 TUSVELD Martijn (NED) TEAM SUNWEB 0:00:58
13 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 0:00:58
14 DE GENDT Thomas (BEL) LOTTO SOUDAL 0:01:03
15 BODNAR Maciej (POL) BORA – HANSGROHE 0:01:04
16 ROSSKOPF Joseph (USA) CCC TEAM 0:01:05
17 DOWSETT Alex (GBR) ISRAEL START – UP NATION 0:01:06
18 SOBRERO Matteo (ITA) NTT PRO CYCLING 0:01:08
19 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:01:10
20 BRÄNDLE Matthias (AUT) ISRAEL START – UP NATION 0:01:11

Endstand Gesamtwertung
1 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 85:40:21
2 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:00:39
3 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:01:29
4 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:02:57
5 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:03:09
6 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:07:02
7 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:08:15
8 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:08:42
9 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:09:57
10 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:11:05
11 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:11:52
12 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:20:31
13 SAMITIER SAMITIER Sergio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:35:29
14 KNOX James (GBR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:37:41
15 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:38:10
16 PARET PEINTRE Aurélien (FRA) AG2R LA MONDIALE 0:45:04
17 WARBASSE Lawrence (USA) AG2R LA MONDIALE 0:53:25
18 SWIFT Ben (GBR) INEOS GRENADIERS 0:57:36
19 PEDRERO Antonio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:59:36
20 O’CONNOR Ben (AUS) NTT PRO CYCLING 1:02:57

Endstand Punktewertung
1 DEMARE Arnaud (FRA) GROUPAMA – FDJ 233 Punkte
2 SAGAN Peter (SVK) BORA – HANSGROHE 184
3 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 108
4 GANNA Filippo (ITA) INEOS GRENADIERS 87
5 ČERNÝ Josef (CZE) CCC TEAM 78

Endstand Bergwertung
1 GUERREIRO Ruben (POR) EF PRO CYCLING 234 Punkte
2 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 157
3 DE GENDT Thomas (BEL) LOTTO SOUDAL 122
4 DENNIS Rohan (AUS) INEOS GRENADIERS 119
5 O’CONNOR Ben (AUS) NTT PRO CYCLING 71

Endstand Mannschaftswertung
1 INEOS GRENADIERS 257:15:58
2 DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:22:32
3 TEAM SUNWEB 0:28:50
4 BAHRAIN – MCLAREN 0:32:50
5 BORA – HANSGROHE 1:12:34

Patrick Konrad wird Achter des Giro d’Italia – BORA-hansgrohe blickt auf guten Giro zurück

Mit einem 15,7 Kilometer langen Einzelzeitfahren zwischen Cernusco sul Naviglio und Mailand endete am heutigen Sonntag der Giro d’Italia 2020. BORA-hansgrohe verfolgte am Abschlusstag des Giros zwei Ziele: ein gutes Tagesergebnis mit dem Polen Maciej Bodnar und eine Festigung der Gesamtwertungsplatzierung von Patrick Konrad, der vor der Etappe auf Rang acht platziert war. Sowohl Bodnar als auch Konrad zeigten dabei, dass sie sich gewissenhaft auf die letzte Prüfung gegen die Uhr vorbereitet hatten: Ersterer untermauerte seine hervorragenden Qualitäten im Kampf gegen die Uhr mit Rang 15, 1:04 Minuten hinter dem Sieger Filippo Ganna. Patrick Konrad wurde am Ende 36. (+ 1:35 Minuten) in der Tageswertung und behielt damit Rang acht im Gesamtklassement mit 8:42 Minuten Rückstand auf den neuen Giro-Sieger Tao Geoghegan Hart.

Insgesamt blickt das Team BORA-hansgrohe auf einen guten Auftritt beim Giro d’Italia zurück. Neben Konrads achtem Platz in der Gesamtwertung sorgte auch Rafal Majka mit Platz zwölf im Klassement für ein gutes Endergebnis. Der Höhepunkt der Italienrundfahrt war für die deutsche Equipe der Etappenerfolg von Peter Sagan am zehnten Tag, als dieser einen beeindruckenden Solosieg einfuhr. Sagan sorgte mit insgesamt vier zweiten Plätzen im Sprint für weitere tolle Leistungen, die zum insgesamt guten Teamauftritt der deutschen Mannschaft beitrugen.
Reaktionen im Ziel
„Der Giro d’Italia ist nun vorbei und ich glaube, das ganze Team hat einen guten Job erledigt. Wir haben eine Etappe mit Peter gewonnen, wir haben bis zum Ende um das Punktetrikot gekämpft und wir hatten ein gutes Ergebnis in der Gesamtwertung durch mich. Das ganze Team war immer präsent und hat um Etappensiege gekämpft. Für mich persönlich war es mein dritter Giro d’Italia und ich habe die drei Wochen wirklich genossen. Die Rennen sind nun vorbei und ich bin froh, nach dieser wegen des Corona-Virus schwierigen Saison nun etwas Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.“ – Patrick Konrad

„Mit seinem achten Platz in der Gesamtwertung hat Patrick Konrad sein Ziel, eine Top-Ten-Platzierung einzufahren, erreicht. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Performance. Leider hat er den Etappensieg am 13. Tag nur um ein paar Zentimeter verpasst – das wäre sicherlich ein weiteres tolles Ergebnis für ihn und das Team gewesen. Auch Rafal war lange Zeit auf Kurs, die angepeilte Top-Fünf-Platzierung im Klassement zu erreichen. Leider wurde er in der letzten Woche krank und musste dieses Vorhaben aufgeben. Peter wiederum hat für einen beeindruckenden Sieg auf der zehnten Etappe gesorgt und zudem vier zweite Plätze eingefahren. Leider haben wir aber den angestrebten Sieg in der Punktewertung verpasst, den wir im letzten Jahr holen konnten. Das ist auch einer der Gründe, warum mein Giro-Fazit gemischt ausfällt: Im Vergleich zu den beiden Vorjahren, in denen wir jeweils drei Etappen gewonnen haben, zeigten wir nicht die gleiche Performance und wir müssen in den kommenden Wochen definitiv analysieren, was die Gründe für die verpassten Ziele waren. Insgesamt war es aber dennoch ein guter Giro und das ganze Team kann stolz auf das Erreichte sein.“ – Ralph Denk, Teammanager BORA-hansgrohe

Fotos: Gerhard Plomitzer

Giro d’Italia – Etappe 20


Foto: Gerhard Plomitzer

Alba – Sestriere (190 km)
1 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 4:52:45
2 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:00:00
3 DENNIS Rohan (AUS) INEOS GRENADIERS 0:00:25
4 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:01:01
5 VENDRAME Andrea (ITA) AG2R LA MONDIALE 0:01:34
6 RUBIO REYES Einer Augusto (COL) MOVISTAR TEAM 0:01:35
7 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:01:35
8 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:01:35
9 VALTER Attila (HUN) CCC TEAM 0:01:48
10 KNOX James (GBR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:02:00
11 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:02:02
12 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:02:09
13 GUERREIRO Ruben (POR) EF PRO CYCLING 0:02:09
14 SERRY Pieter (BEL) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:02:25
15 O’CONNOR Ben (AUS) NTT PRO CYCLING 0:02:28
16 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:02:28
17 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:02:28
18 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:02:36
19 HOLMES Matthew (GBR) LOTTO SOUDAL 0:02:41
20 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:02:41

Gesamtwertung
1 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 85:22:07
2 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 0:00:00
3 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:01:32
4 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:02:51
5 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:03:14
6 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:06:32
7 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:07:46
8 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:08:05
9 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:09:24
10 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:10:08
11 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:11:40
12 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:19:17
13 SAMITIER SAMITIER Sergio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:34:12
14 KNOX James (GBR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:36:46
15 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:38:22

Patrick Konrad nach schwerer 20. Giro-Etappe weiterhin unter den besten Acht in der Gesamtwertung

Mit dem langen Anstieg hinauf nach Sestriere, der insgesamt dreimal bewältigt werden musste, war die 20. Etappe des diesjährigen Giro d’Italia die letzte Chance für die Kletterer, in der Gesamtwertung Zeit gutzumachen. Vor dem Schaulaufen der Favoriten im bergigen Finale war es jedoch erneut eine 21-köpfige Ausreißergruppe, die das Geschehen bestimmte. Spätestens beim zweiten Anstieg hinauf nach Sestriere, rund 40 Kilometer vor dem Ziel, übernahmen dann die Klassementfahrer das Zepter: Das Team Ineos-Grenadiers erhöhte bereits zu Beginn des insgesamt sieben Kilometer langen Anstiegs das Tempo deutlich und sprengte damit die Gruppe der Klassementfahrer. Sowohl Rafal Majka als auch Patrick Konrad konnten in dieser Rennphase die Geschwindigkeit der Schnellsten nicht mitgehen und fuhren fortan ihren eigenen Rhythmus, um ihre Positionen in der Gesamtwertung zu verteidigen. Am Schlussanstieg entschied schließlich Tao Geoghegan Hart das Rennen für sich, Patrick Konrad erreichte als bester BORA-hansgrohe Profi das Ziel auf Rang 17 mit 2:28 Minuten Rückstand. Konrad behielt damit seine hervorragende Position in der Gesamtwertung, in der jetzt auf Platz acht mit 8:05 Minuten Rückstand rangiert. Majka ist vor dem abschließenden Zeitfahren Zwölfter (+ 19:17 Minuten).
Reaktionen im Ziel
„Es war der Kampf, den jeder erwartet hatte. Ich habe mich trotz der Belastungen der letzten drei Wochen aber immer noch gut gefühlt. Das Team Ineos hat das Feld mit seiner Tempoarbeit auseinandergerissen, ich habe alles versucht. Ich bin jetzt Achter in der Gesamtwertung, damit muss ich zufrieden sein, weil ich definitiv 100 Prozent gegeben habe. Morgen ist noch ein Zeitfahren, vielleicht ist hier noch etwas möglich.“ – Patrick Konrad

„Natürlich wollten wir unsere beiden Fahrer in den Top Ten halten, was ein großartiges Ergebnis für uns gewesen wäre. Leider musste Rafal den Preis für seine Magenbeschwerden der letzten Tage bezahlen und fiel zurück. Patrick Konrad zeigte erneut eine gute Leistung und ist jetzt Achter in der Gesamtwertung. Zwar konnte er nicht das Hinterrad von Nibali halten, aber er blieb bei seinen Hauptrivalen Fuglsang und Masnada. Mit all den Podiumsplatzierungen, den Tagen im Berg- und Punktetrikot und dem Etappensieg durch Peter Sagan können wir mit unserer Performance bei diesem Giro auf jeden Fall zufrieden sein.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Giro d’Italia – Etappe 15


Foto: Gerhard Plomitzer

Base Aerea Rivolto – Piancavallo (185 km)
1 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 4:58:52
2 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:00:02
3 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:00:04
4 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:00:37
5 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:01:22
6 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:01:29
7 KNOX James (GBR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:01:36
8 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:01:36
9 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:01:36
10 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:01:36
11 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:01:38
12 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:01:54
13 PEDRERO Antonio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:01:54
14 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:01:54
15 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:02:43

Gesamtwertung
1 ALMEIDA João (POR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 59:27:38
2 KELDERMAN Wilco (NED) TEAM SUNWEB 0:00:15
3 HINDLEY Jai (AUS) TEAM SUNWEB 0:02:56
4 GEOGHEGAN HART Tao (GBR) INEOS GRENADIERS 0:02:57
5 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello (ESP) BAHRAIN – MCLAREN 0:03:10
6 MAJKA Rafal (POL) BORA – HANSGROHE 0:03:18
7 NIBALI Vincenzo (ITA) TREK – SEGAFREDO 0:03:29
8 POZZOVIVO Domenico (ITA) NTT PRO CYCLING 0:03:50
9 KONRAD Patrick (AUT) BORA – HANSGROHE 0:04:09
10 MASNADA Fausto (ITA) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:04:12
11 MCNULTY Brandon (USA) UAE TEAM EMIRATES 0:04:29
12 FUGLSANG Jakob (DEN) ASTANA PRO TEAM 0:05:07
13 PEDRERO Antonio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:08:14
14 KNOX James (GBR) DECEUNINCK – QUICK – STEP 0:08:55
15 PERNSTEINER Hermann (AUT) BAHRAIN – MCLAREN 0:09:30
16 SAMITIER SAMITIER Sergio (ESP) MOVISTAR TEAM 0:20:43
17 ZAKARIN Ilnur (RUS) CCC TEAM 0:22:24
18 PARET PEINTRE Aurélien (FRA) AG2R LA MONDIALE 0:26:38
19 CASTROVIEJO NICOLAS Jonathan (ESP) INEOS GRENADIERS 0:29:46
20 FABBRO Matteo (ITA) BORA – HANSGROHE 0:31:56

Rafał Majka und Patrick Konrad zeigen Kampfgeist auf schwieriger 15. Etappe des Giro d’Italia

Vor dem zweiten Ruhetag stand heute eine schwere 185 km lange Bergetappe von Aerea ins Skigebiet Piancavallo auf dem Programm. Die Strecke wies drei Anstiege der 2. Kategorie auf, gefolgt von einer 14 km langen und durchschnittlich acht Prozent steilen Schlusssteigung der 1. Kategorie. Während des Tages konnte eine frühe zehnköpfige Fluchtgruppe eine Lücke von maximal 6:45 Minuten reißen, ehe das Peloton den Vorsprung der Spitzenreiter langsam reduzierte. Im vorletzten Anstieg attackierte R. Dennis aus der Ausreißergruppe und keiner konnte ihm zu diesem Zeitpunkt folgen. Hinter ihm fuhr eine 5-Mann Verfolgergruppe sowie ein stark reduziertes Feld, in dem sich Rafał Majka, Patrick Konrad und Matteo Fabbro befanden. Der steile Schlussanstieg stand allerdings noch bevor und die Gruppe der Favoriten war nicht gewillt, den Australier an der Spitze wegziehen zu lassen. Mit noch 15 km bis zum Ziel hatte sich die Lücke des Solisten zum verkleinerten Peloton auf 1:30 Minuten verringert. Wenig später erhöhte Team Sunweb unerbittlich die Pace und in Folge wurde der Solist wieder eingefangen. Eine kleine Gruppe um Rafał attackierte, während Patrick und Teamkollege Matteo etwas zurückfielen. Auf den letzten Kilometern hielt sich der polnische Fahrer tapfer, und kämpfte sich am Ende auf den 5. Platz. Sein österreichischer Teamkollege gelang es auf dem letzten Kilometer noch Zeit gutzumachen und er kam als Sechster in Ziel. In der Gesamtwertung verbleiben die beiden BORA – hansgrohe Fahrer auf dem 6. bzw. 9. Rang.
Reaktionen im Ziel
„Heute war ein Tag an dem ich alles geben musste, besonders im letzten Anstieg. Nach dem gestrigen Zeitfahren hatte ich gute Beine, und ich konnte bei den Führenden im Gesamtklassement dranbleiben. Ich war auf dem harten Anstieg vorne mit dabei und konnte meine Position in der Gesamtwertung beibehalten.“ – Rafal Majka
„Bei der heutigen Etappe war das Tempo von Beginn an hoch, und meiner Meinung nach war es die bisher schwerste Etappe beim Giro. Wir konzentrierten uns auf den Schlussanstieg, und ich denke, Rafal und ich haben uns gut geschlagen. Es ist uns sogar gelungen, einige der Favoriten abzuhängen. Jetzt freue ich mich auf den morgigen Ruhetag.“ – Patrick Konrad
„Es war eine sehr anspruchsvolle Etappe. Den ganzen Tag ging es auf und ab. Wir brachten unsere beiden GC-Fahrer zum 14 km langen Schlussanstieg, und von da an wurde es schwer. Die vordere Gruppe von 25 Fahrern fiel völlig auseinander, und als ein Führungstrio sich absetzte war Rafal der letzte Fahrer, der bei Almeida blieb. Er fuhr alleine hinter dem derzeitig Gesamtführenden, wurde dann aber von Masnada eingeholt. Später konnte er ihn jedoch wieder distanzieren und fuhr als Fünfter ins Ziel. Ich denke, das war eine große Leistung von Rafal, während Patrick hinter ihm, und vor der Nibali-Gruppe ins Ziel kam. Insgesamt war es ein Tag, an dem wir nicht viel gewonnen, aber auch nicht viel verloren haben.“ – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Nibali attackiert – Tao Geoghegan Hart gewinnt Etappe 4 der Tour of the Alps

Der Kapitän von Bahrain-Merida zeigt sich auf der vierten Etappe der Tour of the Alps angriffslustig, doch das Team-Sky-Duo Sivakov-Geoghegan Hart antwortet und der Brite holt seinen zweiten Etappensieg. Heute kommt es in Bozen zum großen Finale.

Foto: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com
Große Champions geben sich nie geschlagen, auch bei der Tour of the Alps nicht. Wie jedes Jahr zeigen viele Stars der Radszene hier ihr Können, so auch diesmal. Die vierte Etappe der Alpenrundfahrt von Baselga di Piné nach Cles (134 km) hat dies am Donnerstag, 25. April, einmal mehr bestätigt.
Der Sieg ging erneut an Tao Geoghegan Hart (Team Sky), sein Teamkollege Pavel Sivakov setzte einen weiteren, sehr wichtigen Schritt im Hinblick auf den Gesamtsieg. Der eigentliche Protagonist dieser Etappe war Vincenzo Nibali. Bei der Tour of the Alps erinnerte sich der Kapitän des Bahrain-Merida-Teams an seine alten Stärken, aggressiv und angriffslustig, mit viel Emotionen, wie er sich bereits oft bei den größten Erfolgen seiner Karriere präsentierte. Auf dem Predaia Pass, der die Flucht des Tages neutralisierte, wurde Nibali der Protagonist von fünf Angriffe in nur zwei Kilometer, das Sky-Team wehrte die Angriffe aber ab, Chris Froome wurde einmal mehr zum Edel-Helfer.
Die Aktionen von Nibali dezimierten das Topfeld dann auf fünf Fahrer, darunter drei vom Team Sky – Froome, Sivakov und Geoghegan Hart – sowie einen weiteren Protagonisten dieses euroregionalen Rennen, Rafal Majka (Bora-Hansgrohe).
Nibalis vierter Angriff beendete Froomes Aufgabe als Helfer und schlussendlich kam es zum Kampf um den Etappensieg zwischen den beiden Sky-Verbündeten Sivakov und Geoghegan Hart, Nibali sowie dem Majka. Bis zum letzten Aufstieg von Pontara waren diese gleichauf, nach einer erneuten Attacke von Nibali war es Majka selbst, der den entscheidenden Angriff startete und dabei hundert Meter gewann, aber schließlich sich nicht von den drei Verfolgern, die von Geoghegan Hart angeführt wurden, absetzen konnte. Der Brite setzte sich in Cles an die Spitze und setzte sich im Sprint vor Nibali durch.
Der dritte Platz ging an Majka, Vierter wurde Sivakov, der sich am Freitag, 26. April, bei der letzten Etappe (Kaltern / Bozen 147,8 km) den Gesamtsieg holten kann. Derzeit führt er mit 27 Sekunden Vorsprung auf Geoghegan Hart, 31 auf Rafal Majka und 33 Sekunden auf Vincenzo Nibali. Chris Froome holte bei der heutigen Etappe den fünften Platz, in der Gesamtwertung liegt er auf Rang neun.
Pavel Sivakov kommentierte: „Heute war Nibali wirklich ein überaus schwieriger Gegner, sowohl er ,als auch Majka haben wiederholt angegriffen. Tao und ich haben es vorgezogen, Schritt für Schritt zu antworten, ihn auf Distanz zu halten und die Situation zu kontrollieren. Im Finale sind unsere Gegner als Verbündete angetreten, aber gemeinsam haben wir es geschafft, Schlag für Schlag zu reagieren: Gemeinsam sind wir stärker. Außerdem haben wir auch Chris an unserer Seite: Ihn mit im Team zu haben ist fantastisch und seine Erfahrung ist unglaublich wertvoll“.

Für Geoghegan Hart war es der zweite Profi-Sieg in vier Tagen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist es, nicht in Ehrfurcht vor großen Namen zu erstarren. In meinem Kopf sind alle Gegner gleich, ich konzentriere mich auf meine Möglichkeiten und nicht auf die der anderen. Stars wie Nibali und Majka hinter sich zu lassen, ist natürlich von großer Bedeutung“. Selbst in seiner Zukunft hat der 24-jährigen Briten klare Vorstellungen: „In meiner Karriere möchte ich mich auf große Etappenrennen konzentrieren, aber gleichzeitig bin ich auch offen für Tagesrennen, wie ich es seit meiner Amateurzeit immer getan habe. Zu meinen Zielen gehören auch die Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele im nächsten Jahr“. Sein Ehrgeiz ist jedenfalls da.

Das Sky-Team will morgen den Gesamtsieg fixieren, bevor das Team ab 1.5. dann die INEOS Farben in die Welt trägt.
„Auf dem Papier sollte Etappe morgen einfacher sein“, kommentierte Sivakov, „vor allem, weil wir im Finale nicht wie heute derartige Anstiege erleben. Aber wir müssen noch unseren Teil dazu beitragen“.
Sivakov trägt weiter das Trikot des Gesamtführenden und das weiße Trikot für den besten Nachwuchs-Starter, während Matthias Krizek (Felbermayr-Simplon-Wels) das rote Trikot der Zwischensprints trägt. Der Spanier Samitier (Euskadi-Murias) konnte das Trikot für die Bergwertung verteidigen, er hat als erstes die Forcella di Brez erreicht und war Teil der Ausreißergruppe nach Kilometer 40.
1 Tao Geoghegan Hart (GBr) Team Sky 3:26:32
2 Vincenzo Nibali (Ita) Bahrain-Merida
3 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe
4 Pavel Sivakov (Rus) Team Sky
5 Chris Froome (GBr) Team Sky 0:00:40
6 Mattia Cattaneo (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec
7 Aleksandr Vlasov (Rus) Gazprom–Rusvelo
8 Hubert Dupont (Fra) AG2R La Mondiale
9 Mikel Bizkarra Etxegibel (Spa) Euskadi Basque Country-Murias
10 Jan Hirt (Cze) Astana Pro Team
GC:
1 Pavel Sivakov (Rus) Team Sky 14:53:40
2 Tao Geoghegan Hart (GBr) Team Sky 0:00:27
3 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe 0:00:31
4 Vincenzo Nibali (Ita) Bahrain-Merida 0:00:33
5 Jan Hirt (Cze) Astana Pro Team 0:00:48
6 Mattia Cattaneo (Ita) Androni Giocattoli-Sidermec 0:01:03
7 Aleksandr Vlasov (Rus) Gazprom–Rusvelo 0:02:04
8 Giovanni Carboni (Ita) Bardiani CSF 0:02:30
9 Chris Froome (GBr) Team Sky 0:02:34
10 Pello Bilbao (Spa) Astana Pro Team 0:02:39
Heute, Freitag, 26. April, wird in Südtirol das große Finale des Rennens ausgetragen, mit der letzten Etappe von Kaltern nach Bozen (147,8 km). Die langen und harten Anstiege hinauf auf den Ritten und Jenesien sind die letzten Hürden für die Athleten auf dem Weg in die Südtiroler Hauptstadt, aber aufgepasst auch auf die letzten Abfahrten, die ebenfalls entscheidend sein könnten.
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Fotos: Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com

Tao Geoghegan Hart gewinnt erste Etappe der Tour of the Alps

1 Tao Geoghegan Hart (GBr) Team Sky 3:30:48
2 Alex Aranburu (Spa) Caja Rural-Seguros RGA
3 Roland Thalmann (Swi) Team Vorarlberg Santic)
4 Pello Bilbao (Spa) Astana Pro Team
5 Nikita Stalnov (Kaz) Astana Pro Team
6 Chris Froome (GBr) Team Sky
7 Aleksandr Vlasov (Rus) Gazprom–Rusvelo
8 Rafal Majka (Pol) Bora-Hansgrohe
9 Giovanni Carboni (Ita) Bardiani CSF
10 Dayer Quintana (Col) Neri Sottoli–Selle Italia–KTM

Bei fast sommerlichen Bedingungen konnte die erste Etappe der Tour of the Alps in Kufstein gestartet werden.
Über 3 große und 2 kleine Runden führte der Kurs rund um Kufstein.
Bei Km 0 bildete sich die Ausreißergruppe des Tages, überwiegend von österreichischen Pro-Konti Teams angetrieben.
Mit Patrick Gamper (Tirol KTM Cycling Team), Maximilian Kuen (Vorarlberg – Santic) und Matthias Krizek (Felbermayr – Simplon – Wels) waren 3 Fahrer aus Österreich vertreten, dazu kam noch Emil Dima vom Giotti Victoria Team.

Erst 17km vor dem Ziel wurden sie vom immer kleiner werdenden Feld gestellt.
Kurz darauf attackierte Vicenzo Nibali (Team Bahrain Merida) und nur Rafal Majka und 2 SKY Fahrer konnten ihm folgen, es waren dies Pavel Sivakov und der spätere Gewinner Tao Geogheganhart.

Die vier wurden unter Führung vom Team Astana vom ca. 20 Mann starken Feld wieder eingeholt und es gab einen Sprint, den Tao Geoghegan Hart vor Alexander Aranburu und Roland Thalmann (Team Vorarlberg Santic) gewann.

Viel Pech hatte der deutsche Meister Pascal Ackermann, der nach einem schweren Sturz das Rennen nicht beenden konnte.
Zumindest Glück im Unglück, es ist wohl nichts gebrochen bei ihm so kurz vor dem GIRO Start.

Text/Fotos Gerhard Plomitzer – www.plomi.smugmug.com