Schlagwort-Archiv: Thymen Arensman

112. Tour de France – 19. Etappe:

19. Etappe: Albertville – La Plagne – 93Km verkürzt

Thymen Arensman sehr knapp vor den Klassementbesten

Thymen Arensman (Ineos) gewann die wegen Rinderseuche auf 93,1 Kilometer verkürzte 19. Etappe der Tour de France 2025. Im Regen von La Plagne rettete sich der 25-jährige Niederländer so gerade eben vor den beiden Klassementbesten, Jonas Vingegaard (Visma) und dem Gesamtführenden Tadej Pogacar (UAE), ins Ziel. Nur mit wenigen Radllängen folgte Florian Lipowitz (Red Bull) an der letzten Bergankunft der diesjährigen Tour. Lipowitz konnte damit seinen geschrumpften Vorsprung um den 3. Podestplatz und das weiße Trikot gegen Oscar Onley (Picnic) wieder ausbauen.

Ergebnis
1. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers 2:46:06

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +0:02
3. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG gl.Zeit
4. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +0:06
5. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +0:47
6. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +1:34
7. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +1:41
8. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +2:19
9. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step +3:47
10. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +3:54
11. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +4:02
12. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +5:13
13. Aurél. Paret-Peintre (FRA) – Decathlon-AG2R +5:18
14. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +5:49
15. Gregor Mühlberger (AUT) – Movistar +6:18

17. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +6:18
19. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +6:32
21. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +6:46
27. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +12:39
30. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +14:06
35. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +15:23
37. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +15:23
48. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +22:25
– 161 Fahrer klassiert.

2 Tage vor Schluss der Rundfahrt verteidigte Pogacar ein weiteres Mal sein Gelbes Trikot über 4 Minuten vor Vingegaard. Mit 11:09 Minuten Rückstand konnte Lipowitz den 3. Platz der Gesamtwertung gegen Onley untermauern. Der Abstand zwischen beiden sprang von bedrohlichen 22 Sekunden wieder über die Minutenmarke.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 69:41:46

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +4:24
3. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +11:09
4. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +12:12
5. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +17:12
6. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +20:14
7. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +22:35
8. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +25:30
9. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +28:02
10. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +34:34
11. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +38:42
12. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +52:41
13. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +1:04:36
14. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:05:11
15. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +1:08:19
16. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +1:17:30
17. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +1:18:07
18. Gregor Mühlberger (AUT) – Movistar +1:28:17
19. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +1:33:28
20. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +1:35:28
21. Cristian Rodriguez (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +1:36:15
22. Valentin Madouas (FRA) – Groupama-FDJ +1:39:46

Da die ersten beiden Berge entfielen, ging es sofort Col de Pré und anschließend Cormet de Roseland hinauf. Beide Bergpreise sicherte sich Lenny Martinez (Bahrain), der damit dem auch in der Bergwertung führenden Pogacar etwas näher kam. Mit Martinez bildeten an den beiden ersten Anstiegen Roglic und Paret-Peintre ein Spitzentrio.

Bergtrikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 117 p.

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 104
3. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 97
4. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers 85
5. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 51
6. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula 51
7. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R 46
8. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora 43

9. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL 42

In der Abfahrt schoss Roglic an seinen beiden Mitausreißern vorbei und hatte im Tal gerade einmal eine Minute Vorsprung vorm dezimierten Hauptfeld ums Gelbe Trikot. Martinez und Paret-Peintre ließen sich einholen. Mehr als eine weitere Minute hing Vauquélin schon früh zurück.
Im Tal, während der Regen einsetzte, war Roglic als Solist auf verlorenem Posten gegen Pogacars Helfer, denen Johannessens Teamkollegen wegen des abgehängten Vauquelin etwas unter die Arme griffen. 21,5 Kilomter vorm Ziel war die rätselhafte Flucht von Roglic beendet. So gingen das Feld der meisten Klassementfahrer 1:45 Minuten vor Vauquelin in den 19,1 Kilometer langen Schlussanstieg.
Roglic wurde schon einen halben Kilometer im Anstieg abgestellt. Entsprechend übernahmen Galls Teamkollegen die Tempoarbeit. Schon 14,5 Kilometer vorm Ziel fielen sämtliche Helfer zurück – nicht nur von Gall, auch von Pogacar und Vingegaard. Arensman nutzte die Situation aus und attackierte.
Bei Arensmans erstem Versuch konterte Pogacar und schüttelte damit alle außer Vingegaard ab. Vingegaard jedoch saß Pogacar bis 200 Meter vorm Ziel auf dem Gepäckträger, so dass der Mann im Gelben Trikot immer wieder herausnahm. Dadurch kam Arensman nach wiederholten Attacken 12,9 Kilometer vorm Ziel endgültig weg.

Lipowitz klebte – anders als am Vortag – an Onleys Hinterrad. Der wiederum bekam noch einmal von hinten Unterstützung von van den Broek, der Onley, Lipowitz, Johannessen und Healy (EF) wieder an Pogacar, Vingegaard und den zwischenzeitlich ebenfalls entwischten Gall wieder heranführten. Aus den Top-Ten der Gesamtwertung fehlten demnach nur Roglic, Vauquelin und der Zehnte O’Connor (Jayco).

Gall führte die Gruppe nun rund 2,5 Kilometer lang an. 8,5 Kilometer vorm Ziel übernahm wieder Pogacar. Dieser beschleunigte einen Kilometer später und reduzierte die Gruppe damit auf sich, Vingegaard, Onley und Lipowitz, der mit etwas Verzögerung aufschloss. Der Rückstand zu Arensman betrug immer noch 35 Sekunden.
Kurz vor der 2-Kilometer-Marke geriet Onley in Schwierigkeiten. Lipowitz spannte sich nun vor Pogacar und Vingegaard. In Zielnähe sprang Vingegaard los, allerdings nur noch für den 2. Platz. Pogacar schien sich mit dem 3. Platz zu begnügen. Eine Schrecksekunde gab es noch bei Lipowitz, dem im Wiegetritt auf glitschigem, angemaltem Untergrund das Hinterrad weglief – zum Glück ohne Sturzfolge.

112. Tour de France – 14. Etappe:

14. Etappe: Pau – Luchon-Superbagneres – 183 Km – 4950 Hm

Arensman kommt vor Pogacar durch

Thymen Arensman (Ineos) gewann in Superbagnères die 14. Etappe der Tour de France 2025, deren 3. und letzte in den Pyrenäen. Auf der 3 Pässe-Fahrt plus Bergankunft war der 25-jährige Niederländer der Stärkste von 17 Ausreißern, die sich den Col du Tourmalet hinauf aus dem Hauptfeld absetzten. Tadej Pogacar (UAE) im Gelben Trikot kam für den Tagessieg diesmal eine Minute zu spät. Kurz vorm Ziel sprintete Pogacar für den 2. Platz Jonas Vingegaard (Visma) ab.
Wenige Sekunden hinter den beiden belegte Felix Gall (Decathlon) den 4. Platz, gefolgt von Florian Lipowitz (RB), der sich schon während dieser 14. Etappe auf den 3. Platz der Gesamtwertung verbessert hatte – ohne sein Zutun. Denn Remco Evenepoel (Soudal), sowieso nur noch 6 Sekunden vor Lipowitz, wurde schon am Fuße des Tourmalets abgehängt und verließ die Tour noch während des ersten Anstiegs des Tages.

Ergebnis
1. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers 4:53:35

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +1:08
3. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +1:12
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +1:19
5. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +1:25

6. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +2:09
7. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +2:46
8. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora gl.Zeit
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +2:59
10. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +3:08
11. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +3:15
12. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +3:45
13. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +3:49
14. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +4:36
15. Einer Rubio (COL) – Movistar +4:43
16. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +5:23
17. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +5:29
18. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +6:20
19. Callum Scotson (AUS) – Decathlon-AG2R +7:38
20. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +7:41
21. Gregor Mühlberger (AUT) – Movistar gl.Zeit
22. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +8:14
23. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +8:44

30. Cristian Rodriguez (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +15:02
34. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +18:56
88. Emanuel Buchmann (GER) – Cofidis +35:44
– 167 Fahrer klassiert.
DNF Remco Evenepoel (BEL) – Soudal-Quick Step
DNF Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek
DNF Steff Cras (BEL) – Totalenergies
DNS Bryan Coquard (FRA) – Cofidis

Evenepoel raus, Lipowitz auf 3 und in Weiß!

Das Aus von Evenepoel hatte sich bereits angesichts des Abwärtstrends der vergangenen beiden Tage abgezeichnet. Mit 7:24 Minuten Rückstand war er meilenweit vom Gelben Trikot entfernt, ebenso von Vingegaard und Platz 2. Stattdessen übernahm nun Lipowitz den 3. Platz 7:53 Minuten hinter Pogacar zuzüglich des weißen Trikots für den besten Jungprofi. Seinen Vorsprung vor Oscar Onley (Picnic) vergrößerte Lipowitz im Schlussanstieg nach Superbagnères von 41 auf nun 85 Sekunden.
Vingegaard attackierte im Schlussanstieg 2-mal, hatte aber sofort Pogacar am Hinterrad. Dieser verzichtete auf den 3. Etappensieg hintereinander und vergrößerte den Vorsprung von Vingegaard nur minimal auf 4:13 Minuten. Im Zuge von Vingegaards Attacken gingen er und Pogacar vorbei an Gall, der zuvor die Gruppe der Klassementbesten attackiert hatte. Er stieg in der Gesamtwertung auf Platz 7 vorbei an Tobias Johannessen (Uno-X), der aus der Flucht an der Seite von Arensman kein Kapital schlagen konnte.
Kévin Vauquelin (Arkéa) und Primoz Roglic (RB) konnten im Schlussanstieg nach den Vingegaard-Attacken nicht mehr dem Tempo von Lipowitz und dem eine halbe Minute dahinter hängenden Onley folgen. Durch das Evenepoel aus verbesserte sich auch diese beiden jeweils um einen Platz in der Gesamtwertung auf 5 und 6, verloren aber deutlich an Boden aufs Podest. Mit Pogacar konnte sogar der Klassikerjäher Healy (EF) mithalten. Der Ex-Träger des Gelben Trikots enterte somit die Top-Ten ebenson wie Carlos Rodriguez (Ineos), der allerdings wie Arensman und Johannessen zur Flucht des Tages gehörte. Arensman spielte in der Gesamtwertung bisher keine Rolle.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 50:40:28

2. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike +4:13
3. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora +7:53
4. Oscar Onley (GBR) – Picnic-PostNL +9:18
5. Kévin Vauquelin (FRA) – Arkéa-B&B Hotels +10:21
6. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +10:34
7. Felix Gall (AUT) – Decathlon-AG2R +12:00

8. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +12:33
9. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost +18:14
10. Carlos Rodriguez (ESP) – Ineos Grenadiers +22:57
11. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +24:18
12. Ben O’Connor (AUS) – Jayco-Alula +30:15
13. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +31:34
14. Jhonatan Narvaez (ECU) – UAE-XRG +31:55
15. Matteo Jorgenson (USA) – Visma-Lease a Bike +32:09
16. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers +42:56
17. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +43:30
18. Simon Yates (GBR) – Visma-Lease a Bike +45:49
19. Cristian Rodriguez (ESP) – Arkéa-B&B Hotels +47:29
20. Sergio Higuita (COL) – XDS-Astana +51:55

Auf der letzten der 3 Pyrenäen-Etappe war es mit unter 20 Grad deutlich kühler als an den beiden Tagen zuvor. Kein Fluchtversuch war auf den ersten 70 Kilometern von Erfolg gekrönt. Bereits auf ansteigendem Terrain sicherte sich Jonathan Milan (Lidl) im Grünen Trikot den Zwischensprint vor van der Poel (Alpecin), Girmay (Intermarché) und Turgis (Totalenergies). Damit holte Milan dort 3 Punkte mehr als später Pogacar im Ziel und konnte seinen Vorsprung in der Punktewertung halten.

Grünes Trikot
1. Jonathan Milan (ITA) – Lidl-Trek 251 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 223
3. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Deceuninck 190
4. Biniam Girmay (ERI) – Intermarché-Wanty 169
5. Tim Merlier (BEL) – Soudal-Quick Step 150
6. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 135
7. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 130

Solo von Martinez fürs Bergtrikot

Dann standen auch schon die 19 Kilometer Aufstieg zum Col du Tourmalet auf dem Programm. Sofort bildete sich das Gruppetto um Milan, und wenig später hatte Evenepoel keine Lust mehr. Die sich nun bildende Ausreißergruppe bestand naturgemäß aus starken Bergfahrern. Von denen setzte sich Lenny Martinez (Bahrain) als Solist ab und überquerte den Col du Tourmalet und später auch den Col d’Aspin mit Vorsprung. Dazwischen musste eine teils neblig-nasse Tourmalet-Abfahrt überstanden werden.

Martinez‘ maximal 16 Verfolger hießen Kuss, Yates (beide Visma), Paret-Peintre (Soudal), Arensman, Rodriguez (beide Ineos), Wlasow (RB), Verstrynge (Alpecin), Storer (Tudor), O’Connor (Jayco), Mas, Mühlberger, Rubio (alle Movistar), Higuita (XDS), Jegat (Totalenergies), Woods (Israel) und Tobias Johannessen (Uno-X). Unter den Ausreißern befanden sich also immerhin die Plätze 8, 12, 13, 15 und 16 der Gesamtwertung, mit Johannessen als Bestplatzierten 10:36 hinterm Gelben Trikot. Am Ende kam keiner davon vor eben jenem maillot jaune durch.

Den Aspin hinunter wurde Martinez von Paret-Peintre und Kuss eingeholt. 39 Kilometer vorm Ziel erreichten Johannessen, Arensman, Rodriguez und O’Connor das Spitzentrio im Aufstieg zum Col de Peyresourde. 3 Kilometer später startete Arensman sein Siegessolo zum erst 4. Profierfolg, und zwar als Tour-Debütant, obwohl er vorher schon 9 Giros oder Vueltas bestritten hatte.

Bereits 1:30 Minuten hinter Arensman sprintete Martinez am Col de Peyresourde auf den 2. Platz vor Paret-Peintre, Rodriguez und Johannessen. Das Feld ums Gelbe Trikot lag relativ beständig 3:30 Minuten hinter dem Spitzenreiter, ob er nun Martinez oder Arensman hieß. Martinez eroberte durch seine Flucht offiziell das Bergtrikot, das er während der 14. Etappe nur stellvertretend für Pogacar trug.

Bergtrikot
1. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 60 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 52
3. Thymen Arensman (NED) – Ineos Grenadiers 48
4. Jonas Vingegaard (DEN) – Visma-Lease a Bike 39
5. Michael Woods (CAN) – Israel-Premier Tech 38
6. Florian Lipowitz (GER) – Red Bull-Bora 24
7. Ben Healy (GBR) – EF Education-Easypost 20

Im Schlussanstieg von Luchon nach Superbagnères überholten Pogacar und Co. alle verbliebenen Ausreißer außer Arensman. Dieser präsentierte sich so stark, dass Pogacar und seine Helfer eine Einholung aus ihrem Plan strichen. Vingegaard hatte zwischenzeitlich nur noch den Flachland-Bolzer Campenaerts als Helfer an seiner Seite, weil Jorgenson erneut früh zurückfiel und somit auch vom 10. Platz der Gesamtwertung aus weiter nach hinter abrutschte. Dafür kamen dann aber Kuss und Yates von vorne zurück.

Gall mischt bei Pogacar, Vingegaard, Lipowitz mit
Vor Vingegaards erster Attacke setzte sich Gall 8 Kilometer vorm Ziel in Szene, vorbei an Johannessen, Rubio und Rodriguez, den letzten 3 Verfolgern von Arensman. Als Vingegaard attackierte, versuchte neben Pogacar auch Lipowitz zu folgen. Er wählte dann aber sein eigenes Tempo, holte Gall ein, der wiederum erst zum Schluss wieder vorbeiging – ähnlich wie davor Pogacar bei Vingegaard.

Tour of the Alps Etappe 4

4. Etappe: Sillian – Obertilliach – 163Km – 3370 HM

1 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 20 04:17:04
2 Gee Derek Israel-Premier Tech 15 + 01:18
3 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team 10 + 01:23
4 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team 5 + 03:44
5 Ciccone Giulio Lidl-Trek 3 + 03:44
6 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:44
7 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:29
8 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:35
9 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:35
10 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:35
11 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:35
12 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:40
13 Double Paul Team Jayco-AlUla + 04:45
14 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 05:03
15 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 10:16
16 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 10:16
17 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:16
18 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 10:16
19 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 16:04
20 Engelhardt Felix Team Jayco-AlUla + 16:16

Gesamt:

1 11 Arensman Thymen INEOS Grenadiers 16:47:43
2 1 Storer Michael Tudor Pro Cycling Team + 11
3 12 Gee Derek Israel-Premier Tech + 02:15
4 2 Ciccone Giulio Lidl-Trek + 03:17
5 Gall Felix Decathlon AG2R La Mondiale Team + 03:21
6 4 Caruso Damiano Bahrain Victorious + 03:41
7 1 Bardet Romain Team Picnic PostNL + 04:14
8 1 Poole Max Team Picnic PostNL + 04:14
9 5 Hindley Jai Red Bull-BORA-hansgrohe + 04:17
10 2 Cepeda Alexander EF Education-EasyPost + 04:23
11 2 Piganzoli Davide Team Polti VisitMalta + 04:27
12 1 Riccitello Matthew Israel-Premier Tech + 04:41
13 1 Double Paul Team Jayco-AlUla + 05:45
14 11 Seixas Paul Decathlon AG2R La Mondiale Team + 09:49
15 2 Lopez Juan Pedro Lidl-Trek + 10:31
16 3 Dunbar Edward Team Jayco-AlUla + 11:53
17 4 Covili Luca VF Group-Bardiani CSF-Faizanè + 12:25
18 6 Frigo Marco Israel-Premier Tech + 20:44
19 7 Bais Mattia Team Polti VisitMalta + 20:59
20 Prodhomme Nicolas Decathlon AG2R La Mondiale Team + 23:06
21 24 Bouwman Koen Team Jayco-AlUla + 23:40
22 6 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team + 25:31

Arensman, was für ein Coup! Etappensieg und Grünes Trikot in Obertilliach

Ein großer Tag für den Radsport auf den Straßen Osttirols: 80 Kilometer Soloflucht des Niederländers von INEOS Grenadiers, der sich sowohl den Etappensieg als auch das Grüne Melinda-Trikot sichert. Hinter ihm: Derek Gee auf Rang zwei. Michael Storer wird nach einer unermüdlichen Solo-Verfolgung Dritter. Nur elf Sekunden trennen den Niederländer und den Australier vor dem großen Showdown in Lienz: 112,2 Kilometer, die wie im Flug vergehen werden, mit dem doppelten Bannberg und dem Anstieg nach Stronach. Das große Finale gibt es live auf Eurosport, ORF und Rai 2.

Radsport in seiner schönsten, authentischsten Form. Am Donnerstag, 24. April, zeigte die Tour of the Alps der Welt ihr bestes, aber auch erbarmungslosestes Gesicht mit einem unvergesslichen Spektakel auf den Straßen zwischen Sillian und Obertilliach. Zahlreiche Anstiege, klug über die Strecke verteilt, prägten den Tag; vor allem aber war es ein Rennen im Zeichen der Härte, des direkten Duells. Ohne Zögern, ohne Taktieren.
Als Sieger ging der Mutigste und zugleich Stärkste des gesamten Feldes hervor: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der eine atemberaubende Aktion startete – an einem kalten Tag, gezeichnet von Regen auf den letzten Kilometern. Sein Angriff begann 80 Kilometer vor dem Ziel und wurde mit der Entschlossenheit und Stärke eines wahren Champions vollendet. Es ist der erste Etappensieg eines Niederländers in der fast fünfzigjährigen Geschichte der Tour of the Alps (ehemals Giro del Trentino) und zugleich Arensmans erster Erfolg im Trikot von INEOS Grenadiers.

Ein Tag zum Einrahmen für den Niederländer, gekrönt vom Grünen Melinda-Trikot des Gesamtführenden, das er dem kämpferischen Michael Storer entreißen konnte. Der Australier hat es zwar verloren, aber keineswegs kapituliert.
Auch Storers Verteidigung war heroisch: Im Wissen, alles verlieren zu können, warf sich der Fahrer aus Perth am Anstieg nach Anras – 35 Kilometer vor dem Ziel – in die Solo-Verfolgung und ließ die weiteren Klassementfahrer hinter sich. Rang drei in der Etappe und 1:23 Minuten Rückstand auf Arensman reichten nicht, um das Führungstrikot zu verteidigen, aber halten ihn mit Blick auf das große Finale morgen in Lienz voll im Rennen um den Gesamtsieg. Elf Sekunden trennen die beiden in der Gesamtwertung. Mit etwas Glück kann sich Storer in Lienz holen, was ihm bei der #TotA 2022 entglitt, als er auf dem Podium hinter Romain Bardet Zweiter wurde und Arensman Dritter.
Zwischen Arensman und Storer holte sich der Kanadier Derek Gee (Israel Premier-Tech) den zweiten Etappenrang auf 1.446 Metern in Obertilliach und gleichzeitig Rang drei im Gesamtklassement mit 2’15” Rückstand auf Arensman.
Hinter dem dominierenden Trio erreichten Gall, Ciccone und Caruso das Ziel mit 3’44” Rückstand, Poole mit 4’29”, der junge Seixas verlor über zehn Minuten, bezeichnende Abstände, die einen der schönsten, spannendsten und unberechenbarsten Renntage dieses Frühjahrs 2025 illustrieren.

Arensman: „Ein unglaublicher Sieg. Morgen entscheidet der Anstieg nach Stronach.“

„Heute Morgen hatten wir eigentlich geplant, Heiduk in die Fluchtgruppe zu schicken, um einen möglichen Angriff von mir zu unterstützen, aber mit so einem Rennverlauf konnte natürlich niemand rechnen“, erklärte der neue Gesamtführende der Tour of the Alps. „Als die Spitze des Feldes zur Ausreißergruppe aufschloss, bat ich meinen Teamkollegen, weiter das Tempo hochzuhalten, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Als ich merkte, dass ich noch genug Kraft in den Beinen hatte, entschied ich mich, das Risiko einzugehen und früh zu attackieren. Zwischendurch dachte ich, dass ich zu viel gewagt hatte, dass ich mich zu weit wegbewegt hatte, aber am Ende hat es geklappt. Es war ein unglaublicher Tag.“

„Schon im Winter hatten wir angekündigt, einen aggressiveren Rennstil fahren zu wollen – der ist risikoreicher, aber kann zu großen Ergebnissen führen, wie wir heute gesehen haben. Es ist definitiv anders als in der Vergangenheit, aber es macht mehr Spaß und ist mit Sicherheit spannender für die Zuschauer.“

„Mit dem hohen Tempo, der Kälte und den vielen Anstiegen war das heute ein harter Tag für alle, auch für mich. Und ich erwarte, dass es morgen nicht anders wird. Ich erinnere mich gut an die Etappe 2022, als ich gemeinsam mit Bardet und Storer attackierte.
Michael ist derzeit in Topform, es wird nicht leicht, ihn hinter mir zu halten. Aber es ist Regen angesagt, es wird kalt. Das sind Bedingungen, unter denen ich mich meist recht wohlfühle. Ich glaube, dass beim Anstieg nach Stronach das letzte Wort gesprochen wird.“

„Ich bin stolz, der erste Niederländer zu sein, der eine Etappe der #TotA gewinnen konnte. Morgen werde ich alles daransetzen, unsere Flagge in die Liste der Gesamtsieger zu bringen.“

Felix Gall: „Es war ein unglaublich harter Tag, vor allem wegen der eisigen Kälte. Beim San-Antonio-Pass ist das Rennen komplett auseinandergebrochen. Rückblickend war ich fast froh darüber, denn ich habe so sehr gefroren, dass die höhere Intensität wenigstens ein bisschen Wärme gebracht hat. Jeder hatte heute zu kämpfen. Ich habe zweimal versucht, an Michael Storer dranzubleiben, er war wieder unglaublich stark. Leider konnte ich sein Hinterrad nicht halten. Am Ende ging’s ins Ziel nach Obertilliach, ich habe wirklich alles gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen.“

DAS RENNEN

Um 10:50 Uhr erfolgte in Sillian der Start für die Karawane der Tour of the Alps: Zu vermerken ist der Ausstieg des Briten Hugh Carthy. Kaum war die italienisch-österreichische Grenze überquert, setzten sich bei Kilometer 7 sechs Fahrer ab: Jasch (RedBull-BORA-Hansgrohe), Engelhardt (Jayco-AlUla), Heiduk (INEOS Grenadiers), Bouchard (Decathlon-Ag2r), Pietrobon (Polti-VisitMalta) und Zangerle (Team Vorarlberg).

Nach einigen Kilometern des Widerstands ließ das Feld die Ausreißer gewähren, die ihren Vorsprung rasch auf beinahe vier Minuten ausbauen konnten. Doch am Anstieg zum Passo di Sant’Antonio übernahmen zunächst Lidl-Trek und anschließend Bahrain-Victorious das Kommando im Feld und sorgten für ein hohes Tempo, das den Vorsprung der Spitzengruppe dahinschmelzen ließ. In der darauffolgenden Abfahrt fiel Bouchard aus der Gruppe zurück – geplagt von einer Kältekrise, die ihn wenige Kilometer später zum Aufgeben zwang.

Das Rennen begann so richtig am Anstieg zum Kreuzbergpass, ausgelöst durch eine Attacke von Arensman (INEOS Grenadiers), Dunbar (Jayco-AlUla) und Prodhomme (Decathlon-Ag2r). Das Trio übernahm schnell die Führung des Rennens, doch nur wenige Kilometer später reagierten auch Caruso (Bahrain Victorious), Poole (Picnic PostNL), Hindley (RedBull-BORA), Gee (Israel) und Storer (Tudor Pro Cycling).

In der Abfahrt vom Kreuzbergpass fuhr Arensman alleine weiter und gewann auf dem leicht abschüssigen Terrain des Pustertals deutlich an Boden, während sich dahinter das Feld in mehrere Gruppen aufsplitterte. Bouwman, Prodhomme und Gee bildeten mit 1’20“ Rückstand die erste Verfolgergruppe, gefolgt von Herzog, Poole und Zangerle. Das Feld mit dem Träger des Grünen Trikots lag über zwei Minuten zurück.

Am Anstieg nach Anras ließ Gee Bouwman hinter sich und machte einige Sekunden auf Arensman gut. Dahinter reagierte Storer – bereits über drei Minuten zurück – gemeinsam mit Gall und Ciccone, bevor er sich in einem Solo-Versuch daran machte, das Führungstrikot zu verteidigen.

Arensman, Gee und Storer setzten ihren Vorstoß auch am Anstieg nach Tessenbach ungehindert fort, während die anderen Klassementfahrer nicht kontern konnten. Am Fuße des Kartitscher Sattels führte Arensman mit 23 Sekunden Vorsprung auf Gee, 1’58” auf Storer und 3’23” auf die weiteren Klassementfahrer. Die letzte Bergwertung bestätigte die Kräfteverhältnisse: Der Niederländer fuhr solo dem Ziel in Obertilliach entgegen, während Gee, im Finale leicht angeschlagen, es dennoch schaffte, seinen zweiten Platz vor dem heranstürmenden Storer zu verteidigen.

In der Gesamtwertung führt Arensman mit 11 Sekunden Vorsprung auf Storer, 2’15” auf Gee, 3’17” auf Ciccone, 3’21” auf Gall, 3’41” auf Caruso, 4’14” auf Bardet und Poole, 4’17” auf Hindley und 4’23” auf Cepeda. Der Franzose Seixas, die große Überraschung der ersten Renntage, brach dagegen ein: für ihn betrug der Rückstand in Obertilliach mehr als 10 Minuten.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Trikot Melinda – Gesamtwertung: Thymen Arensman (INEOS Grenadiers)
Blaues Trikot Cassa Centrale Banca – Bergwertung: Xavier Pickering (Bahrain Victorious)
Rotes Trikot Würth – Punktewertung: Giulio Ciccone (LIDL-Trek)
Weißes Trikot Forst – Bester Jungprofi: Max Poole (Team Picnic PostNL)
Schwarzes Trikot BAZR – Ausreißer-König: Koen Bouwman (Team Jayco Alula)

La Vuelta 22 – Etappe 15

Martos – Sierra Nevada – 150km

1 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 04:17:17
2 MAS Enric ESP MOVISTAR TEAM 01:23
3 LOPEZ Miguel Angel COL ASTANA QAZAQSTAN TEAM 01:25
4 VINE Jay AUS ALPECIN – DECEUNINCK 01:30
5 ROGLIČ Primož SLO JUMBO – VISMA 01:44
6 O’CONNOR Ben AUS AG2R CITROEN TEAM 01:44
7 AYUSO PESQUERA Juan ESP UAE TEAM EMIRATES 01:55
8 HINDLEY Jai AUS BORA – HANSGROHE 01:55
9 MEINTJES Louis RSA INTERMARCHE – WANTY – GOBERT MATER. 01:55
10 EVENEPOEL Remco BEL QUICK-STEP ALPHA VINYL TEAM 01:59
11 GONCALVES ALMEIDA Joao Pedro POR UAE TEAM EMIRATES 02:10
12 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – EASYPOST 02:33
13 SOLER Marc ESP UAE TEAM EMIRATES 03:10
14 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP INEOS GRENADIERS 03:29
15 de la CRUZ David ESP ASTANA QAZAQSTAN TEAM 04:33

Gesamt:

1 EVENEPOEL Remco BEL QUICK-STEP ALPHA VINYL TEAM 56:40:49
2 ROGLIČ Primož SLO JUMBO – VISMA 01:34
3 MAS Enric ESP MOVISTAR TEAM 02:01
4 AYUSO PESQUERA Juan ESP UAE TEAM EMIRATES 04:49
5 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP INEOS GRENADIERS 05:16
6 LOPEZ Miguel Angel COL ASTANA QAZAQSTAN TEAM 05:24
7 GONCALVES ALMEIDA Joao Pedro POR UAE TEAM EMIRATES 07:00
8 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 07:05
9 O’CONNOR Ben AUS AG2R CITROEN TEAM 08:57
10 HINDLEY Jai AUS BORA – HANSGROHE 11:36
11 MEINTJES Louis RSA INTERMARCHE – WANTY – GOBERT MATER. 11:41
12 URAN Rigoberto COL EF EDUCATION – EASYPOST 14:56
13 POLANC Jan SLO UAE TEAM EMIRATES 15:08
14 KELDERMAN Wilco NED BORA – HANSGROHE 15:39
15 de la CRUZ David ESP ASTANA QAZAQSTAN TEAM 16:02

Jai Hindley zeigt sich angriffslustig in der Ausreißergruppe auf der Sierra Nevada Etappe der Vuelta

Vor dem letzten Ruhetag, führte die heutige Königsetappe hinauf in die Sierra Nevada. Das große Finale erfolgte am Hoya de la Mora, dem fast 20 km langen Schlussanstieg, der 2,500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Bei sommerlichen Temperaturen und in der dünnen Höhenluft der Sierra Nevada kämpften die Ausreißer am Ende um den Tagessieg. Kurz nach dem Start ging Wilco Kelderman leider zu Boden, konnte sich aber mit hilfe von Jonas Koch und Matteo Fabbro schnell wieder dem Peloton anschließen. In der Zwischenzeit formierte sich eine große Ausreißergruppe zu der sich wenig später auch Jai Hindley gesellte. Im letzten Renndrittel wurde immer wieder aus der Spitzengruppe heraus attackiert und im finalen Anstieg gelang es Jai in die erste Verfolgergruppe zu kommen. Der entscheidende Angriff kam, als T. Arensman sich von dieser Gruppe löste und letztendlich die Etappe für sich entschied. Jai beendete die Etappe als Achter, 1:55 Minuten hinter dem Tagessieger und rückte damit um drei Plätze auf den 10. Rang in der Gesamtwertung vor. Der Australier ist jetzt der best-platzierte BORA-hansgrohe Fahrer im Gesamtklassement, während Teamkollege Wilco Kelderman auf Platz 14 liegt. Morgen gibt es den letzten Ruhetag bevor die Vuelta in West Andalusien weitergeht.

Reaktionen im Ziel
„Heute wären zwei Szenarien möglich gewesen, entweder einen Tag für die Ausreißer oder einen großen Kampf um die Gesamtwertung. Ich wusste, dass es eine gute Gelegenheit war, zu versuchen, eine Ausreißergruppe zu bilden, vor allem wegen der langen Bergankunft in großer Höhe. Solche Anstiege liegen mir normalerweise sehr gut, wenn ich in guter Form bin. Es war gut, vorne zu sein und um den Sieg zu kämpfen und es richtig krachen zu lassen. Leider hatte ich nicht die Beine, die ich mir erhofft hatte.“- Jai Hindley

„Leider ist Wilco schon früh nach 6 km gestürzt. Trotzdem ging das Rennen vorne natürlich weiter und Matteo und Jonas haben auf ihn gewartet, um ihn zu unterstützen. Es hat circa 30 km gedauert um ihn wieder zurück zum Feld zu bringen, weil es im Feld ein sehr hohes Tempo gab. Das hat unwahrscheinlich viel Kraft gekostet und er ist leider aus den ersten Zehn in der Gesamtwertung herausgefallen. Mittlerweile hatten wir auch Jai in der Spitzengruppe und er hat eine super Leistung gezeigt. Er hat heute wirklich hart um ein Top Ergebnis gekämpft und wurde damit mit einer Top-10-Platzierung im Gesamtklassement belohnt.“- Jens Zemke

Arensman conquers Sierra Nevada, Evenepoel defends La Roja

The highest summit finish of La Vuelta 22 hosted a brutal showdown with an all out battle on the slopes of Sierra Nevada. The young Dutchman Thymen Arensman (Team DSM) tamed the 22.3km long ascent after he spent the whole stage on the offense. He was the only rider from the breakaway who was able to resist Enric Mas (Movistar), 2nd, and Miguel Angel Lopez (Astana Qazaqstan), 3rd. Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) was under pressure early on the climb. He managed to retain La Roja but he lost time to Mas, Lopez, as well as Primoz Roglic (Jumbo-Visma). Ahead of the final week, the Slovenian 3-time winner of La Vuelta trails by 1’34’’ and Mas follows with a gap of 2’01’’.
On the eve of the final rest day of La Vuelta 22, the peloton wrap up week 2 with a massive showdown on the slopes of Sierra Nevada, with a summit finish set at 2,512m of altitude. 145 riders start from Martos to face the “queen stage”.

A massive breakaway
The battle for the break is on from the start, with Rohan Dennis among the first attackers. Primoz Roglic’s Australian teammate is very involved in making the break. A group of 29 riders eventually gets away on the first ascent of the day, the cat-3 Puerto del Castillo (summit at km 33.8).
Jumbo-Visma have another rider at the front, Sam Oomen. The group also contains two Quick-Step Alpha Vinyl (Fausto Masnada, Louis Vervaeke); several stage winners of La Vuelta 22 – Richard Carapaz (Ineos Grenadiers), Jay Vine (Alpecin-Deceuninck), Mads Pedersen (Trek-Segafredo) and Marc Soler (UAE Team Emirates) -; the winner of the Giro 2022, Jai Hindley (Bora-Hansgrohe) and GC contenders such as Team DSM’s Thymen Arensman (11th, 9’14’’)

AG2R Citroën and Jumbo-Visma up the ante
Remco Evenepoel’s teammates are willing to let the gap increase. Ben O’Connor’s AG2R Citroën react when the gap hits 6’35’’ halfway through the stage. Lawson Craddock (BikeExchange-Jayco) goes solo at the front. He faces the ascent of the cat-1 Alto del Purche (9.1km at 7.6%, km 110.4) with a gap of 1’15’’ to his chasers.
Jay Vine catches him just before the summit to tighten his stranglehold on the polka-dot jersey. More riders bridge across to make it a 12-man group towards the final ascent of the day. Meanwhile, Jumbo-Visma up the ante in the peloton.

An all out battle from the bottom of Sierra Nevada
Marc Soler (UAE Team Emirates) goes solo at the front just ahead of the climb up Sierra Nevada (22.3km at 6.9%). The GC group explodes with more than 20km to go. Only Evenepoel, Roglic, Enric Mas (Movistar), Miguel Angel Lopez (Astana Qazaqstan) et O’Connor restent ensemble.
Soler still leads the way into the last 10km, while Arensman sets off in pursuit. Behind them, Lopez attacks with 11km to go and gets back to David De la Cruz, who was part of the breakaway. Mas also joins them.

Roglic attacks, Evenepoel tries to limit his losses
Evenepoel has to chase himself while Arensman gets back to Soler and drops him into the last 7km of ascent. He still is 1’25’’ ahead of Mas and Lopez. Evenepoel controls the gap to around 25’’ but he can’t react when Roglic attacks just ahead of the final kilometre.
Arensman resists until the line, 1’23’’ ahead of Mas. Lopez finishes 2’’ further down. Roglic follows with a gap of 1’44’’ and Evenepoel crosses the line 36’’ after Mas. The stage is set for a nail biting final week to Madrid.

Tour de Pologne Etappe 6 – EZF 15,4km

Szaflary – Ski station Rusinski ITT – 15,4 Km

1 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:17:40
2 SHEFFIELD Magnus USA INEOS GRENADIERS 00:07
3 HAYTER Ethan GBR INEOS GRENADIERS 00:08

4 CAVAGNA Rémi FRA QUICK-STEP ALPHA VINYL TEAM 00:20
5 BRENNER Marco GER TEAM DSM 00:26
6 TULETT Ben GBR INEOS GRENADIERS 00:28
7 BATTISTELLA Samuele ITA ASTANA QAZAQSTAN TEAM 00:30
8 SOBRERO Matteo ITA TEAM BIKEEXCHANGE-JAYCO 00:31
9 BILBAO Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:32
10 PADUN Mark UKR EF EDUCATION-EASYPOST 00:35

Gesamt:

1 HAYTER Ethan GBR INEOS GRENADIERS 24:27:03
2 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:11
3 BILBAO Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:18
4 SOBRERO Matteo ITA TEAM BIKEEXCHANGE-JAYCO 00:23
5 TULETT Ben GBR INEOS GRENADIERS 00:25
6 CAVAGNA Rémi FRA QUICK-STEP ALPHA VINYL TEAM 00:31
7 BATTISTELLA Samuele ITA ASTANA QAZAQSTAN TEAM 00:32
8 HIGUITA Sergio COL BORA-HANSGROHE 00:32
9 ULISSI Diego ITA UAE TEAM EMIRATES 00:45
10 ARMIRAIL Bruno FRA GROUPAMA-FDJ 00:50
11 MONIQUET Sylvain BEL LOTTO SOUDAL 00:51
12 BRENNER Marco GER TEAM DSM 00:51
13 PADUN Mark UKR EF EDUCATION-EASYPOST 00:52
14 TEJADA Harold COL ASTANA QAZAQSTAN TEAM 00:53
15 GALL Felix AUT AG2R CITROËN TEAM 00:56

Sergio Higuita fällt nach dem Tour de Pologne Zeitfahren auf Platz 8 in der Gesamtwertung zurück

Auf der vorletzten Etappe wurde ein 11,8 km langes leicht ansteigendes Einzelzeitfahren ausgetragen, bei dem entscheidende Abstände zwischen den Fahrern entstanden und angesichts der knappen Gesamtwertung es eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg gab. Die ersten 8 Kilometer der Strecke waren leicht flach, aber auf den folgenden zwei Kilometern ging es bergauf, ehe es im Finale flach weiter zur Skistation Narciasrska Rusiński ging. Sergio Higuita, der bis dato Führende in der Gesamtwertung ging mit vier Sekunden Vorsprung gegenüber seinem nächstplatzierten Rivalen in den Kampf gegen die Uhr und erreichte das Ziel in 18:30 Minuten, 50 Sekunden hinter dem Tagessieger T. Arensman. Er liegt damit vor der morgigen Sprintetappe auf dem 8. Platz im Gesamtklassement. Leider hatte Jordi Meeus Pech und ging auf der Strecke zu Boden. Nach ersten ärztlichen Mitteilungen blieb er die ganze Zeit bei Bewusstsein und wurde für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Reaktionen im Ziel
„Ich habe heute ein solides Zeitfahren abgeliefert. Die letzten zwei Zeitfahren, die ich bestritten habe, waren ziemlich gut, und ich glaube, dass ich in dieser Disziplin jedes Mal besser werde. Mit dem 8. Platz sind wir immer noch in den Top-10 in der Gesamtwertung, und mit einem Etappensieg in der Tasche können wir mit unserer bisherigen Polen-Rundfahrt zufrieden sein. Ich wünsche Jordi nach seinem Unfall eine schnelle Genesung.“- Sergio Higuita