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Tour of Austria – 5. Etappe: Langenlois – Wien – 109 Km


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1 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 02:13:01
2 ALBANESE Vincenzo ITA EF Education – Easypost 00:00
3 KONRAD Patrick AUT LIDL-TREK 00:00
4 ALVAREZ MARTINEZ Hector ESP LIDL-TREK 00:00
5 MCKENZIE Hamish AUS Team Jayco Alula 00:00
6 BAGIOLI Andrea ITA LIDL-TREK 00:00
7 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 00:00
8 STEININGER Fabian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00

9 TOMAS MORGADO António POR UAE Team Emirates XRG 00:00
10 ZEMKE Jermaine GER REMBE | Rad-Net 00:00
11 STOSZ Patryk POL Voster Team 00:00
12 BALLABIO Giacomo ITA Team Vorarlberg 00:00
13 VANÍCEK Šimon CZE ATT Investments 00:00
14 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 00:00
15 STIEGER Adrian AUT Schwingshandl Intralogistics 00:00

Endstand:

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 19:26:11
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:25
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:40
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:51
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydningen NOR Team Drali – Repsol 03:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xavier GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HELLEMOSE Asbjørn DEN Team Jayco Alula 04:42
11 JEŽEK Václav CZE Kasper Crypto4Me 05:25
12 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 05:28
13 MONTI Alberto Carlo CZE ATT Investments 06:10
14 HOFBAUER Philipp AUT Team Vorarlberg 06:44
15 GINTER Nicolas SUI Tirol KTM Cycling Team 06:46

Gregor Mühlberger der neue König der Lidl Tour of Austria


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13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf einen Gesamtsieg bei der Lidl Tour of Austria, vormals Österreich Rundfahrt warten. Gregor Mühlberger gelang mit seinem Triumph auch historisches. Denn er ist erst der zweite Österreicher, der das Führungstrikot ab dem ersten Tag verteidigte! Einen versöhnlichen Abschied vor zigtausenden Zuschauern in Niederösterreich und in Wien beim Sprintsieg von Sam Watson bot Patrick Konrad von Lidl – Trek mit Platz drei.

Das niederösterreichische Langenlois feierte heute seine Tour-Premiere. Der historische Stadtkern am Holzplatz mit seinen imposanten Winzerhöfen und malerischen Plätzen war heute erstmals Etappenort der 75-jährigen Geschichte der Tour of Austria. Die letzte Etappe führte über 109 Kilometer und 758 Höhenmeter in die Bundeshauptstadt Wien, wo 2014 das letzte Mal eine Zielankunft über die Bühne ging. Damals kam es zum „Sprint Royal“, den der Kärntner Marco Haller für sich entschied.

Langenlois im Sportland Niederösterreich präsentierte sich heute von seiner windigen Seite. Heftiger Seiten- und Rückenwind sollten für ein Highspeed-Rennen sorgen. Rund um Langenlois mussten die Profis zwei Runden mit einer Skoda-Sprintwertung absolvieren, als Scharfrichter durch Weinberger wartete die Mautner-Markhof-Bergwertung Schilterner Berg. Gleich fünf Kilometern nach dem Start setzten sich sechs Fahrer ab: Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg, als zweitbester Österreicher im Gesamtklassement an der 15. Stelle, Flip Lepka (CZE) von Schwingshandl Intralogistics, der deutsche Dauerattackierer Mauro Brenner, der sich bei der Lidl Tour of Austria täglich in Fluchtgruppen befand, Vaclav Jezek (CZE), der Schwede Joel Mellby und der Pole Konrad Czabok, der aber wenige Kilometer später den Anschluss verlor. Bei der Skoda-Sprintwertung Kirchberg am Wagram, ca. bei Rennhälfte, lag das Führungsquintett rund eine Minute vor dem Hauptfeld.

Hexenkessel auf der Doppler Hütte, britischer Sieg
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel begann der Anstieg zur Doppler Hütte. Dort wurden die Profis bereits von unzähligen Fans empfangen. Während der Vorsprung der Spitze auf unter eine Minute sank, attackierten im kleiner werdenden Hauptfeld WorldTour-Stars wie Jan Christen von UAE oder Hector Alvarez von Lidl – Trek. In Mauerbach kurz vor Wien lag nur noch Flip Lepka wenige Sekunden vor dem heranbrausenden Feld. Es bahnte sich ein Massensprint vor einer tollen Zuschauerkulisse vor dem Burgtheater an – so sollte es auch kommen. Dabei war Sam Watson von Netompany INEOS der schnellste Mann. Er verwies Vincenzo Albanese (EF Education – Easypost) und den Österreicher Patrick Konrad von Lidl – Trek auf die Plätze. Für Tour de France-Etappensieger Konrad war es ein versöhnlicher Abschluss: „Zuletzt musste ich die Tour de Suisse krankheitsbedingt verlassen. Meine Form war bei der Lidl Tour of Austria nicht perfekt, aber das war heute vor so vielen Zuschauern ein versöhnlicher Abschluss.“

Gregor Mühlberger schreibt Rad-Geschichte(n)

13 Jahre mussten die rot-weiß-roten Radfans auf den nächsten heimischen Rundfahrtssieg seit Riccardo Zoidl warten. Der 32-jährige Gregor Mühlberger – der dritte Toursieger aus Niederösterreich – ist der erste Gesamtsieger als Nationalteamfahrer seit Harald Morscher 1994. Gerrit Glomser holte bei der Rundfahrt 2003 zwei Etappensiege, auch das stellte Mühlberger in diesen Tagen ein. Zudem ist er der zweite Österreicher seit Roman Humenberger 1971, der von der ersten bis zur letzten Etappe das Führungstrikot trug. Dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kam, zeigen seine Leistungen in den letzten zehn Jahren und natürlich sein 15. Gesamtplatz heuer beim Giro d’Italia, wo er als Edelhelfer maßgeblichen Anteil am 2. Gesamtplatz von Felix Gall hatte. „Mübsi“ war bereits zwei Mal Staatsmeister der Elite-Fahrer und feierte heute seinen insgesamt fünften Rundfahrtsieg. Zudem hat er prestigeträchtige Etappensiege, wie bei der Tour of the Alps, der Deutschland Tour, bei der BinckBank- und zwei bei der Sibiu Cycling Tour zu Buche stehen. Herausragend war auch sein Sieg beim deutschen Klassiker Rund um Köln 2017. Für den Wahlsalzburger ging heute ein Traum in Erfüllung: „Ich bedanke mich bei meinem ganzen Team, sie haben sich für mich so aufgeopfert. Ohne Team kann man bei so einer stark besetzten Rundfahrt gar nichts gewinnen.“ Zum ersten Mal habe er den Toursieg nach dem letzten Anstieg zur Doppler Hütte vor Wien realisiert: „Dieser Sieg ist nicht irgendein Triumph für mich. Das größte Rennen der Heimat zu gewinnen ist so besonders. Heute bleiben wir alle in Wien, meine ganze Familie und viele Freunde sind natürlich da. Gemeinsam werden wir ordentlich feiern.“

Die Trikotträger
Gregor Mühlberger siegte im Gesamtklassement 1:25 Minuten vor UAE-Profi Kevin Vermaerke und 1:40 vor Bauke Mollema von Lidl – Trek. Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer, der heute zum aktivsten Fahrer gekürt wurde, schob sich heute noch auf Rang 14 vor und wurde wie im Vorjahr zweitbester Österreicher. In der Skoda-Punktewertung siegte Kevin Vermaerke (UAE Team Emirates XRG) vor Gregor Mühlberger, bester Kletterer der Mautner Markhof-Wertung wurde der Pole Piotr Pękala (ATT Investments), auch vor Mühlberger. Andrew August von Netcompany INEOS siegte in der DAN Küchen-Wertung des besten Jungprofis. Zum aktivsten Fahrer wurde Mauro Brenner gekürt und die beste Mannschaft war Netcompany INEOS. Eine tolle Leistung bot hier das Tirol KTM Cycling Team, das als beste Continental-Mannschaft Rang fünf holte!

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Tour of Austria: Philipp Hofbauer zweitbester Österreicher – heute aktivster Fahrer

„Wir haben uns teuer verkauft und konnten das eine oder andere Ausrufezeichen setzen. Andererseits müssen wir aber auch neidlos anerkennen, dass das Niveau der World Tour-Teams extrem hoch war und wir ohne unseren Kapitän Colin Stüssi einen schweren Stand hatten.“ So lautete das Fazit von Team Vorarlberg-Chef Thomas Kofler nach dem Finale der Tour of Austria.

Die heutige Etappe war keineswegs eine Triumphfahrt, wie man es speziell bei der Tour de France vom letzten Tag kennt. Auf den 109 Kilometern von Langenlois nach Wien ging es bei starkem Rückenwind von Beginn weg voll zur Sache. Schon nach wenigen Minuten bildete sich eine kleine Gruppe mit Philipp Hofbauer, der unterwegs zweimal Zeitgutschriften ersprintete und damit virtuell schon auf der Strecke wieder auf Platz 14 vorrückte. Der Steirer im Team Vorarlberg zeigte heute viel Courage. Er initiierte die Attacke, leistete viel Führungsarbeit und wurde völlig zu Recht bei der Siegerehrung als aktivster Fahrer der Schlussetappe ausgezeichnet.

Kurz vor der Stadteinfahrt von Wien wurden die Ausreißer gestellt und es begann das erwartete Finale mit einem Massensprint, den der Brite Samuel Watson von der INEOS-Mannschaft für sich entschied. Bester Team Vorarlberg Profi war wieder Giacomo Ballabio, der wie am Vortag auf Rang zwölf landete. Kilian Feurstein verlor im allerletzten Anstieg bei hohem Tempo den Anschluss. Damit war auch die Hoffnung dahin, dass er als starker Sprinter ein prestigeträchtiges Ausrufezeichen setzen könnte.

Schon entlang der Strecke herrschte speziell in den Steigungen Bombenstimmung. Einen würdigen Empfang gab es für das hochkarätige Feld dann auch vor dem Burgtheater, wo die Rundfahrt nach fünf Tagen und 845 Kilometern zu Ende ging. Unterm Strich blieben für das Team Vorarlberg durchaus erfreuliche Aspekte: Philipp Hofbauer war in der Gesamtwertung als Vierzehnter zweitbester Österreicher nach Toursieger Gregor Mühlberger und war gleichzeitig bester Fahrer eines österreichischen Continentalteams. Tobias Nolde wurde fünftbester Bergfahrer der Tour, nachdem er zu Beginn der Tour sogar das Bergtrikot getragen hatte. In der Mannschaftswertung landete das Team Vorarlberg an der zehnten Stelle.

Auf das Team Vorarlberg wartet jetzt eine zweiwöchige Rennpause, ehe es mit einer zehntägigen Rundfahrt in der Karibik weitergeht. „Mit der Tour of Austria ist für uns eine gute erste Saisonhälfte zu Ende gegangen. Die bisherigen Leistungen lassen auch für die restliche Saison einiges erwarten“, blickt Thomas Kofler optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

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Aufgebot: Giacomo Ballabio, Kilian Feurstein, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Emanuel Zangerle, Tobias Nolde

Tour of Austria 2026 Etappen 1+ 2

1. Etappe: Graz – Gamlitz – 188 Km


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1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 04:21:02
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates-XRG 00:11
3 ÁLVAREZ Héctor ESP Lidl-Trek 00:11
4 MOLLEMA Bauke NED Lidl-Trek 00:11
5 BAGIOLI Andrea ITA Lidl-Trek 00:11
6 GOGL Michael AUT Alpecin-Premier Tech 00:11
7 PICKERING Finlay GBR Team Jayco-AlUla 00:11
8 DOUBLE Paul GBR Team Jayco-AlUla 00:11
9 RODRIGUEZ Carlos ESP Netcompany INEOS 00:11
10 AUGUST AJ USA Netcompany INEOS 00:11
11 GINTER Nicolas SUI Tirol KTM Cycling Team 00:11
12 DEL GROSSO Tibor NED Alpecin-Premier Tech 01:07
13 WATSON Sam GBR Netcompany INEOS 01:07
14 KONRAD Patrick AUT Lidl-Trek 01:07

15 NOVAK Samuel SVK Tirol KTM Cycling Team 01:07

Gregor Mühlberger feiert Heimsieg bei Lidl Tour of Austria

Besser hätte die 75. Jubiläumsauflage der Lidl Tour of Austria für Österreich nicht starten können: Der Niederösterreicher Gregor Mühlberger siegte vor tausenden Zuschauer:innen im südsteirischen Gamlitz und trägt damit morgen auf der Glockneretappe das rot-weiß-rote Führungstrikot. Staatsmeister Michael Gogl komplettierte das starke Ergebnis der Österreicher mit Rang sechs.

Die erste Etappe der Lidl Tour of Austria von Graz nach Gamlitz in der Südsteiermark wurde wie erwartet ein harter Auftakt. Die Strecke über 188 Kilometer und anspruchsvolle 2.716 Höhenmeter führte erstmals in der 75-jährigen Tour-Geschichte durch die drei Weinlandschaften Schilcher, Sausaler und Südsteirische Weinstraße. Gleich nach dem Start am Grazer Mariahilferplatz ging es über die Sprintwertung Voitsberg so richtig zur Sache. Vor allem die Profis der steirischen Heimmannschaft WSA KTM Graz versuchten in die Fluchtgruppe des Tages zu kommen. Doch das gelang kurz vor der ersten Bergwertung Schilcherweinstraße nach rund 40 Kilometern vier Fahrern: der Luxemburger Loic Bettendorff von Hrinkow Advarics und die drei Deutschen Tobias Nolde vom Team Vorarlberg, Tim Gloßner und der letztjährige Straßenmeister Mauro Brenner. Dahinter versuchten Christoph Holzer von WSA KTM Graz und der Tscheche Flip Lepka von Schwingshandl Intralogistics den Anschluss zu schaffen. Das Peloton verlor rasch mit über acht Minuten viel Zeit.

Bei Hälfte des Rennens durch die hügelige Landschaft der Südsteiermark mit ihren weiten Ausblicken und beeindruckenden Panoramen wurden Holzer und Lepka vom Feld, wo die WorldTour-Teams das Tempo erhöhten, geschluckt. 60 Kilometer vor dem Ziel in Gamlitz, wo bereits tausende Zuschauer:innen mit fieberten, lag der Rückstand bei fünf Minuten und er verringerte sich sukzessive. Nach der ersten Zieldurchfahrt in Gamlitz ging es auf der 40 Kilometer langen Schlussrunde mit richtig giftigen Anstiegen durch die Weingärten. Während sich das Spitzenquartett auflöste, lag das Peloton nur noch zwei Minuten dahinter. Danach ging es Schlag auf Schlag: Beim letzten langen Anstieg, als Nolde und Brenner gestellt wurden, setzten sich elf Profis an die Spitze – mit dabei Nationalteamfahrer Gregor Mühlberger und Staatsmeister Michael Gogl.

Mühlberger gewinnt solo
Gemeinsam steuerten die Spitzenfahrer dem Etappenziel in Gamlitz entgegen, als sich elf Kilometer vor dem Ziel Gregor Mühlberger mit einer Attacke lösen konnte. Der Wahlsalzburger feierte in Gamlitz einen ungefährdeten Sieg, elf Sekunden vor Kevin Vermaerke von UAE Emirates XRG, Dritter wurde Hector Alvarez von Lidl – Trek vor dessen Teamkollegen Bauke Mollema und Andrea Bagioli. „Das Team hat für unseren ersten gemeinsam Auftritt super gearbeitet. Ich hatte gleich von Beginn an super Beine und konnte im Finale erfolgreich attackieren. Ich hoffe, dass ich vor der morgigen Glockneretappe nicht zu tief gegangen bin. Ich bin mega happy über meinen ersten Rundfahrtsetappensieg und das Führungstrikot“, sagte der strahlende Sieger im Ziel, der in der Gesamtwertung 15 Sekunden vor Vermaerke liegt. Ein tolles Rennen fuhr auch Staatsmeister Michael Gogl von Alpecin-Premier Tech: „Es war richtig hart und zum Glück hab ich mir die Etappe im Vorfeld angesehen. Gratulation an Gregor, der heute mit Abstand der Stärkste war.“ Übrigens, Hans-Peter Obwaller sorgte 2002 am Kitzbüheler Horn für den letzten österreichischen Sieg eines Nationalteamfahrers.

Große Freude auch bei heimischen Continental-Teams
Der Deutsche Tobias Nolde vom Team Vorarlberger ist der erste Führende der Mautner-Markhof-Bergwertung, Der 32-jährige Gregor Mühlberger führt neben dem Gesamtklassement auch die Skoda-Punktewertung an. Dort liegt Ausreißer Loïc Bettendorff von Hrinkow-Advarics an der vierten Stelle. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis eroberte heute Hector Alvarez von Lidl – Trek.

Morgen Glockneretappe
Die 2. Etappe der Lidl Tour of Austria startet morgen um 11:00 Uhr in Bad Kleinkirchheim und endet nach 188,8 Kilometern und 2.914 Höhenmetern ab 15:20 Uhr auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner. Dieser Tagesabschnitt durch die schönsten Gegenden Kärntens durch das Seengebiet wird live von 13:30 bis 15:40 Uhr auf ORF 1 übertragen, alle TV- und Livestream-Zeiten gibt es hier:https://tourofaustria.com/live/

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Team Vorarlberg mit starkem Auftakt in die 75. Tour of Austria – Tobias Nolde erobert Bergtrikot!

Heute Mittwoch fiel der Startschuss zur 75. Auflage der prestigeträchtigen Tour of Austria (UCI 2.1). Die erste Etappe führte das Feld über anspruchsvolle 188 Kilometer und 2800 Höhenmeter von Graz in die malerische Südsteiermark nach Gamlitz. Es war, wie erwartet, eine brutale Standortbestimmung, geprägt von zahlreichen ruppigen Anstiegen mit Steigungen von bis zu 20 Prozent, die das 132 Mann starke Feld frühzeitig selektierten. Die Präsenz und Ambition der sechs World Tour Teams unterstrich eindrucksvoll den hohen Stellenwert dieser Traditionsrundfahrt.

Tobias Nolde setzt Glanzpunkt in der Ausreißergruppe
Das erklärte Ziel des Team Vorarlberg war es, von Beginn an in der Spitzengruppe des Tages vertreten zu sein. Nach einer Flut von Attacken aus dem Startort Graz heraus gelang es schließlich Profi Tobias Nolde, sich entscheidend abzusetzen. Gemeinsam mit drei Mitstreitern verabschiedete er sich mit hohem Tempo vom Hauptfeld und baute den Vorsprung zügig auf über sieben Minuten aus.

Tobias Nolde erster Träger des Bergtrikots!
Die vier Ausreißer harmonierten ausgezeichnet unter wechselhaften Wetterbedingungen. Nolde sicherte sich souverän die erste Bergwertung des Tages und kämpfte sich in einem packenden Duell gegen Loic Bettendorfer vom Team Hrinkow Advarics auch die zweite Wertung. Aufgeben und auf das Feld warten? Das war für den Team Vorarlberg-Profi keine Option. Entschlossen zog er auf der steirischen Weinstraße durch und lieferte sich einen beherzten Kampf gegen das näherrückende Peloton. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel wurde er zwar gestellt, doch der Lohn war mehr als verdient: Tobias Nolde darf sich als erster Träger des Trikots des besten Bergfahrers feiern lassen!

Ein sichtlich zufriedener Tobias Nolde kommentierte seinen Erfolg: „Ich hatte heute echt gute Beine. Die Gruppe lief gut und ich habe noch auf die letzte Bergwertung spekuliert. Aber die Top-Favoriten sind so schnell herangeflogen. Ich freue mich super über das Trikot und denke, es war ein starker Start heute für uns als Team und für mich persönlich.“
Giacomo Ballabio finished auf Rang 18.

Strahlender Etappensieger und erster Leader der Gesamtwertung ist der Österreicher Gregor Mühlberger im Nationaltrikot. Der Teamkollege von Felix Gall vom Team Decathlon feierte einen beeindruckenden Solosieg Elf Sekunden vor dem Amerikaner Kevin Vermaerke vom Team UAE Emirates XRG. Der italienische Neuzugang Giacomo Ballabio erreichte das Ziel mit nur einer Minute Rückstand auf einem starken 18. Rang. Philipp Hofbauer erwischte nicht seinen besten Tag und büßte 1 Minute und 46 Sekunden ein, womit er den 44. Platz belegte. Sein Auftrag für morgen ist jedoch klar: Bei der morgigen Berankunft auf dem Großglockner wird er „all-in“ gehen, um im Gesamtklassement wertvolle Plätze gutzumachen.

Ausblick auf die Königsetappe am Großglockner
Am Donnerstag wartet die zweite Etappe, die das Feld vom Kärntner Wintersportort Bad Kleinkirchheim über 189 Etappenkilometer auf das Dach der Tour am Großglockner in 2.360 Metern Seehöhe führt. Hier wird die erste Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung erwartet. Allen voran Team Vorarlberg-Profi Philipp Hofbauer wird seine Kletterkünste unter Beweis stellen wollen, um seine Liebe zu den Bergen in ein zählbares Resultat umzumünzen.
Alle Etappen der Tour of Austria werden in den letzten beiden Stunden live auf ORF 1 übertragen. K19 übernimmt dabei die Produktion der Bilder und streamt alle Etappen live.

Presse Service Team Vorarlberg
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Aufgebot: Giacomo Ballabio, Kilian Feurstein, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Colin Stüssi, Emanuel Zangerle

2. Etappe: Bad Kleinkirchheim – Großglockner (Franz Josef Höhe) – 189 Km

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 04:46:29
2 SHAW James GBR EF Education – Easypost 01:10
3 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:10
4 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:10
5 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:16
6 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:20
7 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:26
8 MARTINSEN Toralf Rydninge NOR Team Drali – Repsol 01:28
9 PICKERING Xavier Finlay Xav GBR Team Jayco Alula 03:11
10 HANSEN 0xenberg Peter DEN Netcompany INEOS 03:25
11 JEZEK Vaclav CZE Kasper Crypto4Me 03:27
12 HELLEMOSE Asbj0rn DEN Team Jayco Alula 03:28
13 HOFBAUER Philipp AUT Team Vorarlberg 03:28
14 MONTI Alberto Carlo CZE ATT Investments 04:10
15 ARRIETA LJZARRAGA Igor ESP UAE Team Emirates XRG 04:24

Gesamt:

1 MÜHLBERGER Gregor AUT Austria 09:07:11
2 VERMAERKE Kevin USA UAE Team Emirates XRG 01:31
3 MOLLEMA Bauke NED LIDL-TREK 01:41
4 RODRIGUEZ CANO Carlos ESP Netcompany INEOS 01:47
5 DOUBLE Paul GBR Team Jayco Alula 01:51
6 AUGUST Andrew USA Netcompany INEOS 01:57
7 SHAW James GBR EF Education – Easypost 02:31
8 MARTINSEN Toralf Rydninge NOR Team Drali – Repsol 02:55
9 PICKERING Xavier Finlay Xav GBR Team Jayco Alula 03:42
10 HANSEN 0xenberg Peter DEN Netcompany INEOS 04:52

Gregor Mühlberger räumt auf Glockneretappe ab
Gregor Mühlberger vom österreichischen Nationalteam bleibt der Abräumer der 75. Lidl Tour of Austria: Auf der Glockneretappe feierte er den zweiten Etappensieg binnen 24 Stunden und kürte sich damit nach 2014 erneut zum Glocknerkönig! In der Gesamtwertung baute der Niederösterreicher seinen Vorsprung auf eineinhalb Minuten aus und er dominiert auch die Berg- und Punktewertung.

Zum 75. Jubiläum der Lidl Tour of Austria kam es auf der heutigen Glockneretappe von Bad Kleinkirchheim auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner zu einem ganz besonderen Jubiläum auf 2.369 Metern Seehöhe: Vor 170 Jahren, im Jahr 1856, besuchte Kaiser Franz Joseph I. gemeinsam mit Kaiserin Elisabeth zum ersten Mal den einzigartigen Aussichtspunkt im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern. Wer sollte sich heute zum „Kaiser der Tour of Austria“ küren? Denn es ging um den Etappensieg und Titel des Glocknerkönigs gleichermaßen.

Die zweite Etappe feierte im Kärntner Bad Kleinkirchheim eine Premiere als Etappenort. Nach dem Start im Wintereldorado ging es über 188,8 Kilometer und 2.914 Höhenmeter zum Großglockner, wo das Finale des 16,5 Kilometer langen und maximal 14,3 Prozent steilen Anstiegs zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eingeläutet wurde. Übrigens nach 1977, 1990 und 2010 erst zum vierten Mal Zielort der Tour.

Nach rund 50 Kilometern setzten sich neun Fahrer erfolgreich ab. Mit dabei waren die beiden Österreicher Lukas Hatz (WSA KTM Graz) und Maximilian Schmidbauer (Schwingshandl Intralogistics), ebenso der deutsche Vorarlberg-Legionär Tobias Nolde, Führender in der Bergwertung. Auch die Kärntner Mannschaft ARBÖ Kärnten Sport Feld am See hatte mit dem Neuseeländer Christian Rush einen Fahrer in der Spitze. Durch das Mölltal, wo die Fahrer des österreichischen Nationalteams um den Gesamtführenden Gregor Mühlberger bei viel Gegenwind die Arbeit im Hauptfeld verrichteten, stieg der Vorsprung auf mehr als vier Minuten.

Ineos drückt am Glockner aufs Tempo
Bis zum Beginn der Großglockner Hochalpenstraße wurden die Ausreißer gestellt und das Rennen ging in die finale Phase. Das Hauptfeld schmolz durch das Tempodiktat der WorldTour-Mannschaft Netcompany INEOS rasch auf eine Handvoll Profis und Gregor Mühlberger war nach den ersten Kehren auf sich alleine gestellt und hielt sich wacker in der Spitze. Auf den letzten acht Kilometern bildete sich mit Ineos-Profi Carlos Rodriguez, Paul Double (Team Jayco Alula), Bauke Mollema (Lidl – Trek) und einem stark fahrenden Gregor Mühlberger ein Führungsquartett.

Mühlberger attackiert ohne Gnade
Dann passierte es, 4,5 Kilometer vor dem Ziel: Der 32-jährige Mühlberger setzte mit einer unwiderstehlichen Attacke alles auf eine Karte. Rasch baute er einen Vorsprung aus und siegte vor zahlreichen Zuschauern 1:10 Minuten vor James Shaw von EF Education – Easypost und Kevin Vermaerke von UAE Team Emirates XRG. Undankbarer Vierter wurde Bauke Mollema von Lidl – Trek. Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg fuhr ein starkes Rennen und wurde als 13. zweitbester Österreicher. „Ich bin absolut happy, auch wenn die letzten Kilometer doch sehr lang waren. Der Gegenwind spielte eine große Rolle und die letzten 400 Höhenmeter waren extrem. Ich wollte nicht zu früh gehen und mit Paul Double war ich mir auf den letzten Kilometern zunächst schon einig. Aber als er Probleme bekam, musste ich diese Chance nutzen“, sagte Mühlberger im Ziel, der sich bei seinen Teamkollegen bedankte: „Das Team hat einen enorm guter Job gemacht. Ich hatte von Beginn an vollen Support und das hat mir viel Energie gespart. Jetzt werden wir in den nächsten Tagen versuchen, als Team die Gegner in Schach zu halten.“

Die Trikotträger der Lidl Tour of Austria
In der Gesamtwertung liegt Gregor Mühlberger jetzt 1:31 Minuten vor Kevin Vermaerke und 1:41 Min. vor Bauke Mollema. Der Wahlsalzuburger liegt auch in der Skoda-Punktewertung und Mautner-Markhof-Bergwertung voran. Das DAN Küchen-Trikot des besten Jungprofis trägt morgen erstmals Andrew August von Netcompany INEOS und Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) wird das Gebrüder Weiss-Trikot des besten Österreichers präsentieren.

Morgen 3. Etappe von Lienz nach St. Johann/Alpendorf
Im radsportverrückten Osttirol startet morgen die 3. Etappe der Lidl Tour of Austria über 189,5 Kilometer und 2.315 Höhenmeter. Um 10:40 Uhr fällt der Startschuss am Lienzer Hauptplatz und nach einer Eröffnungsrunde geht es über den Felbertauern ins Salzburger Land, wo die schwere Zielankunft in St. Johann/Alpendorf bereits zum 16. Mal über die Bühne gehen wird. Beim Schlussanstieg warten 2,6 Kilometer und maximal 14,8 Prozent auf die Radprofis, die ab 14:50 Uhr das Ziel erreichen werden. Die Live-Übertragung beginnt morgen um 12:00 Uhr, ORF 1 überträgt ab 13:00 Uhr – alle Übertragungszeiten: https://tourofaustria.com/live

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Die Favoriten für die Lidl Tour of Austria

Am kommenden Mittwoch beginnt in Graz die 75. Lidl Tour of Austria. Gleich sechs WorldTeams sind bei der 845 Kilometer langen Rundfahrt am Start. Wer sind die Favoriten in diesem Jahr? Haben die rot-weiß-roten Fahrer eine Chance auf den Gesamtsieg? Und Lidl – Trek hat einen ganz prominenten Fahrer nach nominiert.

Beleuchtet man das UCI-Ranking, zählen die Profis von UAE Team Emirates – XRG zu den Favoriten. Wie der erst 22-jährige Jan Christen, der sich am vergangenen Wochenende in eindrucksvoller Manier sowohl zum Schweizer Zeitfahr- als auch Straßenmeister kürte. In diesem Jahr holte sich die größte Zukunftshoffnung der Eidgenossen den Gesamtsieg der AlUla Tour und sorgte bei schweren Rennen für viele Spitzenergebnisse. Diese hat auch sein Teamkollege Benoît Cosnefroy, ehemaliger französischer Meister, zu Buche stehen. Mit seinen 30 Jahren zählt er zu den routinierten Profis. Der dritte UAE-Profi fürs GC der Lidl Tour of Austria ist der 23-jährige Spanier Igor Arrieta, der heuer den Durchbruch schaffte. Unvergessen sein Etappensieg beim Giro d’Italia, wo er in Potenza auf regennasser Fahrbahn zu Sturz kam, sich dann versteuerte und wenige Meter vor dem Ziel den bis dahin Führenden doch noch einholte.

Lidl – Trek mit Top-Besetzung
An der Seite des Tour de France-Etappensiegers Patrick Konrad schickt Lidl – Trek eine starke Mannschaft, die sehr breit aufgestellt ist. Neben Tao Geoghegan Hart, dem Gesamtsieger des Giro d’Italia 2020, und Routinier Bauke Mollema, Sieger der Lombardei-Rundfahrt, zählt auch der Italiener Andrea Bagioli zu den GC-Contendern. Kürzlich bei der Tour de Suisse holte er bei der Auftaktetappe hinter Tadej Pogacar und Richard Carapaz den dritten Platz und lag bis zum Finale auf Podiumskurs – leider erwischte der Italiener am letzten Tag keinen guten Tag. Und jetzt wurde auch ein ganz prominenter Fahrer des deutschen Teams nach nominiert: Lennard Kämna. Der 29-jährige hat sich auf die Tour de France vorbereitet, bekam leider kein Ticket. Er ist einer jener wenigen Fahrer, der bei allen drei großen Rundfahrten – also Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta – Etappensiege zu Buche stehen hat.

An der Seite vom neuen Staatsmeister Michael Gogl zählt Tibor Del Grosso für Alpecin – Premier Tech zu den Top-Favoriten. Der erst 22-jährige Holländer holte sich vor zwei Jahren bei der OÖ-Rundfahrt den Prologsieg in Linz und holte sich danach noch einige Siege. Mit dabei ist auch ihr Teamkollege Francesco Busatto, 2023 Gewinner des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich! Der stärkste Bergfahrer von Netcompany INEOS sollte der 20-jährige US-Amerikaner Andrew August sein, im Vorjahr bei der Tour of Austria zwei Mal Etappenzweiter hinter Isaac del Toro wurde – in der Gesamtwertung finishte er 2025 an der 5. Stelle!
An seiner Seite reist auch der Luxbemburger Bob Jungels, Etappensieger des Giro d’Italia und der Tour de France, nach Graz. Der Routinier hat sehr gute Erinnerungen an Österreich, gewann er im Vorjahr die letzte Etappe der Tour of Austria in Feldkirch. Im Team EF Education – EasyPost ist Jefferson Alexander Cepeda aus Ecuador der Kletterspezialist, was sein Gesamtsieg bei der Tour de l’Ain 2024 beweist. Für das Team Jayco AlUl um Patrick Gamper soll der Brite Paul Double die Kohlen aus dem Feuer holen. Im Vorjahr gelangen ihm gleich zwei Rundfahrtssiege.

Die Chancen der Österreicher
Fünf WorldTour-Profis sind bei der 75. Lidl Tour of Austria am Start: Michael Gogl, Patrick Konrad, Patrick Gamper, Rainer Kepplinger und Alexander Hajek. Die größten Chancen auf ein Spitzenergebnis im GC haben Patrick Konrad von Lidl – Trek und Red Bull-Profi Alexander Hajek, der als Kapitän des österreichischen Nationalteams in Erscheinung tritt. Gogl, Gamper, Kepplinger sowie die Legionäre Tim Wafler und Sebastian Putz werden sich wohl auf Etappenerfolge konzentrieren. Große Hoffnungen liegen wie immer auf dem 38-jährigen Riccardo Zoidl von Hrinkow Advarics, der 2013 als letzter Österreicher die Tour gewann. Der hochgeschossene Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg wird für seinen Kapitän Colin Stüssi arbeiten müssen. Doch wie stark der 26-Jährige am Berg ist, zeigte er im Vorjahr mit einem tollen 15. Platz in der Gesamtwertung. Top-20-Plätze gelangen in den letzten Jahren auch Martin Messner von WSA KTM Graz. der 26-jährige Steirer peilt auch euer wieder ein Top-Ergebnis in der Gesamtwertung an. Die teils jungen Profis der Continental-Teams ARBÖ Kärnten Sport Feld am See, Schwingshandl Intralogistics und Tirol KTM Cycling hoffen auf Achtungserfolge!

Gregor Mühlberger neuer Hoffnungsträger für Lidl Tour of Austria

Nach einer Pause von zehn Jahren kehrt Gregor Mühlberger zur Lidl Tour of Austria zurück. Der 32-Jährige, der vor einem Monat den Giro d’Italia als 15. beendete und als international gefeierter Edelhelfer Felix Gall zu seinem zweiten Gesamtplatz verhalf, wird für das österreichische Nationalteam an den Start gehen. Neu genannt wurden auch der Tour de France-Fünfte Carlos Rodríguez und der Tour de Suisse-Vierte Neilson Powless.

Die Überraschung ist perfekt: Der Wahlsalzburger Gregor Mühlberger hatte sich zuletzt auf die Tour de France vorbereitet, wurde von seiner französischen Equipe aber nicht nominiert, weshalb er sich kurzfristig für einen Einsatz in Österreich entschied. „Es freut uns, dass wir zur Jubiläumstour sportlich einen so starken Kader für die Tour aufbieten können und Gregor ist eine absolute Bereicherung für unser Team, aber auch die Rundfahrt“, freute sich Cycling Austria Präsident Harald J. Mayer. “Ich habe prinzipiell gute Erinnerungen an die Tour of Austria, auch wenn meine zwei Teilnahmen schon länger her sind“, erklärte Mühlberger, der sich in Topform vor heimischer Kulisse präsentieren will: “Vor allem die Bergankunft auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe am Großglockner sollte mir sehr gut entgegenkommen. Wir sind ein gutes Team und ich freue mich schon auf die Rundfahrt.“

2014 krönte sich der damals 20-jährige Niederösterreicher zum Glocknerkönig. Will er diesen wiederholen, so müsste er die zweite Etappe gewinnen. “Das wäre das Ziel, aber es finden sich gute Bergfahrer in den anderen Teams. Ein Spaziergang wird es nicht“, sagt Mühlberger, der sich damals zum jüngsten Glocknerkönig der Geschichte kürte. “Gregor ist eine großartige Bereicherung für die Lidl Tour of Austria und er macht das Nationalteam noch um eine Klasse stärker. Ich erinnere mich noch gut an seine Premiere 2014, damals in den Farben von Tirol. Für die Fans ist seine Teilnahme natürlich ein Highlight“, meint Tour Direktor Thomas Pupp. Mühlberger rückt für Hermann Pernsteiner in den sechsköpfigen Kader auf.

Starker Spanier verstärkt Netcompany INEOS
Das Starterfeld für die 75. Lidl Tour of Austria, die am kommenden Mittwoch in Graz startet, nimmt Formen an. Fix sind die Starts des Schweizer Meisters Jan Christen von UAE und dessen Teamkollegen Benoit Cosnefroy und Igor Arrieta. Ebenso starten bei Lidl – Trek Patrick Konrad, Tour de France-, Giro- und Vuelta-Etappensieger Lennard Kämna, der im Vorjahr Sechster bei der Tour of Austria wurde, Giro-Gesamtsieger Tao Geoghegan Hart, Bauke Mollema sowie Andrea Bagioli. Ebenso zählen Bob Jungels, Jefferson Alexander Cepeda, der Vorjahres-Gesamtfünfte Andrew August zu den GC-Favoriten.

Im Kampf ums rot-weiß-rote Führungstrikot steigt jetzt ein weiterer bekannter Name in den Ring: Carlos Rodríguez von Netcompany INEOS. Vor zwei Jahren gewann er die schwere Tour de Romandie, wurde Etappensieger bei der Dauphine Libere, aber die stärkste Leistung bot er 2023: In Morzine les Portes du Soleil setzte er sich bei der Tour de France fünf Sekunden gegen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard durch. Diese Frankreich-Rundfahrt beendete er sensationell an der fünften Stelle, Felix Gall wurde Achter. Heuer holte er bei der anspruchsvollen Tour de la Provence den zweiten Gesamtplatz.

Neilson Powless bei EF Education – EasyPost
Der 29-jährige Neilson Powless ist eine der schillerndsten Figuren im Radsport. 2022 wurde er Gesamtvierter bei der Tour de Suisse, ein Jahr später holte er sich den Klassiker Etoile de Bessèges und 2024 gewann er das italienische Traditionsrennen Gran Piemonte. Für absolute Furore sorgte er aber beim belgischen Klassiker Dwars door Vlaanderen 2025: Er bildete mit den drei Visma-Profis Wout van Aert, Tiesj Benoot und Matteo Jorgensen ein Führungsquartett und niemand rechnete mit einem Sieg. Doch der US-Amerikaner düpierte alle und holte sich sensationell den Triumph.

Das österreichische Nationalteam für die Lidl Tour of Austria:
Alexander Hajek / NÖ / 22 Jahre / Red Bull Bora – hansgrohe
Valentin Hofer / OÖ / 19 Jahre / Bahrain – Victorious U23
Rainer Kepplinger / OÖ / 28 Jahre / Bahrain – Victorious
Gregor Mühlberger / NÖ / 32 Jahre / Decathlon CMA CGA
Sebastian Putz / NÖ / 22 Jahre / Red Bull Bora hansgrohe U23
Paul Verbnjak / KTN / 24 Jahre / Ö-Tour 2025 / Olympiateilnehmer im Skibergsteigen

Team Vorarlberg präsentiert schlagkräftigen Kader für die 75. Tour of Austria – jedoch mit Verzicht auf Kapitän Colin Stüssi!

Das aktuell stärkste österreichische Profi-Radsportteam Team Vorarlberg, blickt mit großer Vorfreude auf die bevorstehende 75. Tour of Austria UCI 2.1, welche am Mittwoch, 8. Juli in Graz startet. Die Sportliche Leitung hat sechs Profis nominiert, welche mit einem breiten Portfolio an Fähigkeiten auf jeder der fünf Etappen erfolgreich agieren können. Zu was es letztendlich reicht? Die Bilanz wird nach der letzten Etappe in Wien am 12. Juli gemacht. Das Ziel ist klar: Eine aggressive, offensive und überlegte Fahrweise, um sich in einem unglaublich starken Starterfeld zu behaupten.

Formidable Konkurrenz: Ein Fight auf höchstem Niveau
Die diesjährige Tour of Austria verspricht ein Spektakel der Extraklasse zu werden. Das 132 Mann starke Fahrerfeld ist gespickt mit Top-Stars aus nicht weniger als sechs World Tour Teams: UAE Team Emirates – XRG, EF Education EasyPost, Team Jayco-AIUIa, Alpecin-Premier Tech, Netcompany INEOS und Lidl-Trek. Sie alle bringen am kommenden Mittwoch in Graz Top Stars an den Start und werden. Ergänzt wird dieses Aufgebot der 22 Teams durch die besten Continental Mannschaften der Welt, sowie dem österreichischen Nationalteam.

Das Aufgebot des Team Vorarlberg
Nach einer Viruserkrankung vor wenigen Tagen, musste Leader Colin Stüssi (SUI) drei Tage vor dem Tour Start nun endgültig absagen. Es wurde alles versucht, dass er rechtzeitig fit wird. Leider ohne Erfolg, was doch ein herber Verlust ist für die Mannschaft darstellt. Tobias Nolde, Sieger des Kirschblütenrennen in Wels, wurde für Stüssi nachnominiert. Für das Team Vorarlberg werden folgende Fahrer an der Startlinie stehen: Philipp Hofbauer, Kilian Feurstein, Emanuel Zangerle (alle drei AUT), Dominik Röber und Tobias Nolde (beide GER) und Giacomo Ballabio (ITA).

Provisorische Startliste: https://www.procyclingstats.com/race/tour-of-austria/2026/startlist

Die Etappen im Detail: Zwischen Weinbergen, Hochalpen und Sprint royal
Die fünftägige Rundfahrt durch Österreich hält abwechslungsreiche und anspruchsvolle Etappen bereit. Am kommenden Mittwoch startet die erste Etappe von Graz nach Gamlitz, die in den Weinbergen der steirischen Weinstraße mit brutal harten und steilen Anstiegen gespickt ist. Hier gilt es, hellwach und präsent zu sein, da diese Teilstücke mehr Risiken als Chancen bergen. Tags darauf wartet eine echte Königsetappe mit der Bergankunft am legendären Großglockner. Ausgelegt für die Kletterer und Gesamtwertungsaspiranten im Feld. Der Freitag könnte auf dem Weg von Lienz nach St. Johann Alpendorf einen Tag für Ausreißer bieten, bevor am Samstag eine weitere schwere Etappe mit Start und Ziel in Steyr auf die Fahrer wartet. Die große Zielankunft am Sonntag in der Bundeshauptstadt Wien verspricht ein spannendes Finale, bei dem das Team Vorarlberg mit Giacomo Ballabio und Youngster Kilian Feurstein zwei heiße Eisen im Feuer hat.

Manager Thomas Kofler: „Wir sind bereit und optimistisch“
„Wir freuen uns unheimlich auf die Rundfahrt und hoffen, die Form aus den letzten Wochen im Höhentrainingslager im Osttirol noch etwas geschärft zu haben. Dann ist einiges möglich, jedoch im Wissen dessen, dass 36 World Tour Fahrer am Start sind. Diese werden keine Geschenke verteilen. Besonders aufgrund der Tatsache, dass wir mit Colin unseren stärksten Mann leider vorgeben mussten. Aber wie man das Team Vorarlberg kennt, werden die Jungs angespornt sein alles zu geben, und sind optimistisch, dass wir unsere Chancen auch nützen werden.“

Sportdirektor Paul Renger: „Es wird ein heißer Tanz“
Sportdirektor Paul Renger ergänzt diese Ausrichtung des Teams: „Die Tour of Austria ist für uns ein spezielles Highlight. Die Jungs sind bereit und haben viel gearbeitet. Speziell Colin hat unglaublich viel investiert und steht mit der Form des Lebens leider nicht am Start. Das schmerzt natürlich doppelt. Aber es eröffnet auch neue Möglichkeiten. Die Fahrer wissen, dass es eine harte Angelegenheit wird, aber die Vorfreude überwiegt was bewegen zu wollen. Das gehen wir nun an!“
Statement Philipp Hofbauer: „Wir stehen mit einem breit aufgestellten Kader am Start. Und bin überzeugt mit unserem mannschaftlichen Zusammenhalt auf allen Etappen, wie auch in der Gesamtwertung, respektable Ergebnisse einfahren zu können!“

Statement Kilian Feurstein: „Freue mich auf die zweite Tour of Austria. Ich bin top vorbereitet und hoffe, dass wir den Flow aus den letzten Wochen mitnehmen können. Besonders angestrichen habe ich mir die letzte Etappe am Sonntag nach Wien!“
Presse Service Team Vorarlberg
www.team-vorarlberg.at
office@proevent-cycling.at

Aufgebot: Kilian Feurstein, Tobias Nolde, Giacomo Ballabio, Philipp Hofbauer, Dominik Röber, Emanuel Zangerle

Giro-Sieger und Patrick Konrad bei Lidl Tour of Austria

Noch rund zwei Wochen bis zum Grand Depart der Lidl Tour of Austria in Graz. Als eine der ersten Teams hat die WorldTour-Mannschaft Lidl – Trek ihre Fahrer nominiert. Darunter befindet sich neben Tour de France-Etappensieger Patrick Konrad und weiteren starken Fahrern auch der Giro d’Italia-Gesamtsieger von 2020 Tao Geoghegan Hart.

Das erste Line-Up der deutschen Mannschaft Lidl – Trek für die 75. Tour of Austria kann sich sehen lassen: Neben Tao Geoghegan Hart, der auch 2023 die Gesamtwertung der Tour of the Alps gewann, und dem Wiener Patrick Konrad stehen Hector Alvarez, Andrea Bagioli, Amanuel Ghebreigzabhier und Bauke Mollema, zweifacher Etappensieger der Tour de France und Triumphator der Lombardei-Rundfahrt, im Aufgebot. „Diese Mannschaft ist unglaublich stark. Ich bin auch sehr auf den 27-jährigen Andrea Bagioli gespannt. Letzte Woche fuhr er eine bärenstarke Tour de Suisse und holte einen starken dritten Etappenplatz. Und natürlich zähle ich Patrick Konrad zu den großen rot-weiß-roten Hoffnungsträgern“, sagt Tour Direktor Thomas Pupp.

Patrick Konrad lässt Ziele noch offen
Er ist einer der erfolgreichsten, noch aktiven Radprofis in der WorldTour: der Niederösterreicher Patrick Konrad. Im Jahr 2018 schaffte er beim Giro d’Italia den 7. Gesamtplatz, 2021 holte er als einer der wenigen Österreicher einen Etappensieg bei der Tour de France. Bei der Lidl Tour of Austria zählt er zu den hoffnungsvollsten Österreichern. Was meint Patrick dazu? „Die Zielsetzung für die Tour of Austria lasse ich noch offen. Die Tour de Suisse letzte Woche, wo ich eigentlich tolle Beine hatte, musste ich krankheitsbedingt frühzeitig verlassen. Aber so ist das Leben. Die Tour of Austria ist heuer zum Glück nicht so schwer wie im Vorjahr, aber dennoch sehr anspruchsvoll. Nach der 2. Etappe mit dem Ziel am Großglockner wird es eine erste Tendenz im Gesamtklassement geben. Ein Etappenergebnis wäre für mich auch eine Möglichkeit.“

Besonders freut es Patrick, dass der Hauptsponsor seines Teams jetzt auch Namensgeber bei der Tour ist: „Gerade auch deshalb ist die Tour of Austria für unser Team sehr wichtig. Wir haben starke Fahrer am Start, die auch bei der Tour de France hätten mitfahren können. Es wird sich zeigen, wie viele Freiheiten ich für die Heimrundfahrt bekomme.“

Lidl Tour of Austria-Premiere in der Südsteiermark
Auf den Spuren der ersten Österreich Rundfahrt im Jahr 1949 bewegt sich die 75. Auflage des größten Radsportevents Österreichs. Am 8. Juli feiert die Lidl Tour of Austria eine Premiere: Erstmals sind alle 3 Weinstraßen der Südsteiermark – mit Zieleinfahrt in Gamlitz – teil der Tour!

Die erste Etappe der Lidl Tour of Austria wird am 8. Juli 2026 um 11:20 Uhr am Mariahilferplatz in Graz gestartet und führt über 188 Kilometer mit knackigen 2.716 Höhenmetern. Die Strecke verläuft über Stallhofen nach Voitsberg zur ersten Sprintwertung nach 30 Kilometern. Nach Ligist wartet bei der Schilcher Weinstraße die erste Bergwertung der Tour. Danach verlassen die Radprofis über Bad Schwanberg und der nächsten Sprintwertung in St. Johann im Saggautal die Weststeiermark und nähern sich der der Südsteirischen Weinstraße. In Kreuzegg nach 122 Kilometern kommt es zur nächsten Bergwertung, ehe nach 150 Kilometern Gamlitz zum ersten Mal passiert wird. Bei der Zieldurchfahrt ab 14:50 Uhr werden auch Sprintpunkte vergeben. Danach wartet die knapp 40 Kilometer lange Schlussrunde über die giftigen Anstiege der Südsteirischen Weinstraße. Bei Glanz gibt es noch eine Kat.1-Bergwertung, ehe der erste Etappensieger der Lidl Tour of Austria ab 15:40 Uhr am Marktplatz in Gamlitz erwartet wird.

WSA KTM Graz vor großem Heimspiel
„Für unser Team WSA KTM GRAZ ist es eine besondere Freude, dass die Lidl Tour of Austria ihren Grand Depart nach 2017 wieder in Graz feiert und Gamlitz erstmals Etappenort ist! Es gibt für uns nichts Schöneres, als in unserer Heimatstadt und vor unseren Fans in die 75. Ausgabe der Österreich Rundfahrt zu starten. Ein klassischer ‚Einroller‘ wird diese erste Etappe aber sicher nicht werden – denn nach den hügeligen Straßen der Weststeiermark warten im Finale auf die Radprofis noch giftige Anstiege in der malerischen Landschaft der südsteirischen Weinstraße. Entschieden wird die Auftaktetappe vermutlich erst auf der Schlussrunde im Rebenland, wo kurz vor dem Ziel in Gamlitz noch eine zünftige Bergwertung wartet. Etappenstart und -ziel in unserer Heimat wird hoffentlich auch viele Fans von Graz nach Gamlitz locken – und am besten gleich auf dem Rad“, sagt Christoph Resl, Teamchef von WSA KTM Graz.

Radsport trifft Weinkulturlandschaft in der Südsteiermark – entlang der schönsten Weinstraßen Österreichs
„Es ist uns eine große Ehre, im Jubiläumsjahr „75 Jahre Tour of Austria“ Teil der Radsportfamilie zu sein. Unsere hügelige, kurvenreiche Landschaft mit ihren weiten Ausblicken und beeindruckenden Panoramen ist wie geschaffen für den Radsport! Anspruchsvolle Anstiege, abwechslungsreiche Streckenführungen und die charakteristische, hügelige und kurvenreiche Landschaft mit ihren weiten Ausblicken macht die Südsteiermark zur idealen Bühne für internationalen Spitzenradsport. Die Südsteiermark lädt dazu ein, diese besondere Weinkulturlandschaft auch abseits des Rennens im eigenen Tempo zu entdecken – und dabei Wein, Kulinarik und gelebte Gastfreundschaft in ihrer schönsten Form zu entdecken“, sagt Nicole Reiterer, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Südsteiermark.

Auch Herbert Germuth, Vorstand der Erlebnisregion Südsteiermark, freut sich auf die Premiere der Tour in seiner Heimat: „Mit der 1. Etappe der Lidl Tour of Austria 2026 rückt die Südsteiermark am 8. Juli in den Mittelpunkt der internationalen Radsportszene. Die 188 Kilometer lange Auftaktetappe führt von Graz über die Schilcher Weinstraße, die Sausaler Weinstraße und die Südsteirische Weinstraße bis ins Ziel nach Gamlitz. Doch die Südsteiermark ist nicht nur Bühne für die besten Radprofis Europas, sie zählt auch zu den beliebtesten Mountainbike- und Genussradregionen Österreichs. Zahlreiche Fanzonen entlang der Strecke sorgen für Stimmung und machen das Rennen zu einem Fest für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Die Südsteiermark präsentiert sich damit einmal mehr als Region, in der Bewegung, Natur, und Genuss auf unvergleichliche Weise miteinander verschmelzen. Die 3 Weinstraßen sind die perfekte Kulisse für die 1. Etappe der 75. Jubiläumsausgabe der Tour of Austria 2026.“

Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Steiermark-Etappe hatte auch Ex-Radprofi Daniel Auer: „Als steirischer Landestrainer freut es mich ganz besonders, dass es wieder eine Steiermark-Etappe im Programm der Lidl Tour of Austria gibt. Genau vor zehn Jahren durfte ich den Etappenstart in meiner Geburtsstadt Graz als Rennfahrer hautnah miterleben – damals mit dem Etappenziel in Stegersbach, wo ich den 2. Platz belegte. Das ist eine besondere Erinnerung für mich. Heuer konnte ich die Tour-Organisation tatkräftig unterstützen und die Kooperation mit den durchfahrenen Gemeinden sowie den ansässigen Feuerwehren mitorganisieren. Alle Gemeinden freuen sich riesig über den Besuch der Tour of Austria und blicken dem bevorstehenden Tour-Auftakt in der Steiermark schon voller Vorfreude und Spannung entgegen.“

6 WorldTeams am Start
Bei der 75. Lidl Tour of Austria starten heuer erstmals 22 Teams, nach 20 in den vergangenen Jahren, mit je sechs Fahrern. Fix dabei bei der „schönsten Sightseeing Tour Österreichs“ sind die heimischen Continental-Teams ARBÖ Kärnten Sport Feld am See, Hrinkow Advarics, Schwingshandl Intralogistics, Team Vorarlberg, Tirol KTM Cycling Team und WSA KTM Graz sowie erstmals seit 2004 auch ein österreichisches Nationalteam! Die Konkurrenz für die rot-weiß-roten Teams wird groß werden, denn mit Alpecin-Premier Tech, EF Education – EasyPost, INEOS Grenadiers, Lidl – Trek, Jayco AlUla und UAE Team Emirates – XRG um Vorjahressieger Isaac del Toro sind gleich sechs Teams der höchsten UCI-Kategorie am Start. Die restlichen Plätze werden an Continental-Teams aus Deutschland, Italien, Norwegen, Schweden, Polen und Tschechien vergeben.

Großes Kinderprogramm mit Lidl Kids Cup
Für viele Radsportler:innen hat die Begeisterung für diesen Sport durch die Rundfahrt bereits im Kindesalter begonnen: Zuerst mit Fähnchen und den Eltern entlang der Strecke und später dann selbst im Sattel mit dem ersten eigenen Fahrrad. Diese Begeisterung wird heuer auf jeder Etappe mit dem LIDL Kids Cup gefördert, den Benedikt Oswald mit seinem erprobten Verein Ergo School Race in den Kategorien Laufrad bis U13 betreuen wird. Passend zum sportlichen Einsatz sorgt Lidl Österreich vor Ort für die nötige Portion Frische und stärkt die jungen Sportler:innen mit knackigem Obst und gesunden Snacks. Weiters können Rennräder getestet werden und es gibt Preise für alle Kinder. Der Lidl Kids Cup in Gamlitz findet am 8. Juli von 12:00 bis 13:30 Uhr im Zielbereich statt. Infos & Anmeldung unter: www.tourofaustria.com. Und sehr sympathisch: Kein Nenngeld!

TV-Medialisierung – alle Etappen live in ORF 1
Der Attraktivität der Lidl Tour of Austria – die heuer von der Steiermark über Kärnten, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich nach Wien führt – wird auch in der TV-Berichterstattung hervorgehoben. Broadcaster Studio K19 GmbH hat gemeinsam mit Tour Direktor Thomas Pupp ausführliche Kooperationen mit dem ORF sowie Eurosport/Discovery+ und weiteren namhaften TV-Stationen finalisiert. „Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr alle Etappen live in ORF 1 zu sehen sind“, erklärt Martin Böckle, Geschäftsführer der Studio K19 GmbH und gemeinsam mit Mathias Ehrne Gesamt-Projektleiter der TV-Produktion. Live gibt es die Tour of Austria 2026 täglich auch bei K19 sowie bei Discovery+ zu sehen, zudem ein Highlight-Magazin auf Eurosport 1 im Anschluss an die Tour de France-Etappen und eine internationale Medienvertriebsfirma wird die Tour of Austria auch global platzieren. Die erste Etappe von Graz nach Gamlitz läuft von 14:00 bis 16:20 Uhr live auf ORF 1.

Sonderwertung 75 zu Ehren von Wolfgang Steinmayr
Zum 75. Jubiläum gibt es auch eine Sonderwertung, die dem vierfachen Rundfahrtssieger Wolfgang Steinmayr, der am 19. Mai 2026 verstarb, gewidmet ist. Tour Direktor Thomas Pupp und Cycling Austria haben die neue Sonderwertung, ein zusätzlicher Zwischensprint auf allen fünf Etappen, ins Leben gerufen. Diese Wertung wird nun zur „Cycling Austria – Tour 75 – Sonderwertung Wolfgang Steinmayr“ und den Namen der verstorbenen Radlegende tragen. Die Sonderwertung wird sich immer an einem markanten Punkt der Strecke in Zielnähe befinden und soll auch ein Treffpunkt der jeweiligen Radcommunities sein. Der Sieger der Wertung wird auf der Bühne im Ziel entsprechend geehrt und gefeiert und erhält neben einer Tchibo Kaffeemaschine auch einen Barpreis. Auf der ersten Etappe wird die Sonderwertung in Grubtal nach 142 Kilometern ausgetragen.

Etappen der Lidl Tour of Austria 2026:
1. Etappe, 8. Juli: Graz – Gamlitz/Südsteirische Weinstraße, 188km, 2.716hm
2. Etappe, 9. Juli: Bad Kleinkirchheim – Franz Josefs Höhe/Großglockner, 188,8km, 2.914hm
3. Etappe, 10. Juli: Lienz – St. Johann/Alpendorf, 188,7km, 2.311hm
4. Etappe: 11. Juli: Steyr – Steyr, 170,5km, 2.325hm
5. Etappe: 12. Juli: Langenlois – Wien, 109km, 758hm
Gesamt: 845km, 11.024hm

Homepage: www.tourofaustria.com

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Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Tour of Austria und Lienz – Rückkehr zum Ursprung!

Auf den Spuren der ersten Österreich Rundfahrt im Jahr 1949 bewegt sich die 75. Auflage des größten Radsportevents Österreichs. Am 10. Juli gastiert die Lidl Tour of Austria wie bei der ersten Auflage erneut in Lienz in Osttirol.

Die 3. Etappe der Lidl Tour of Austria über 188,7 Kilometer und 2.311 Höhenmeter wird am 10. Juli 2026 in einem der traditionsreichsten Etappenorte der 75-jähigen Tourgeschichte gestartet: in Lienz in Osttirol. Zuletzt war die Bezirkshauptstadt 2015 im Etappenplan, heuer gastiert der Tourtross zum 32. Mal in Osttirol. Der Start am 10. Juli erfolgt um 10:40 Uhr am Hauptplatz und die neutrale Phase verläuft über eine drei Kilometer lange Runde über die Tiroler, Amlacher und Tristacher Straße. Zurück am Europaplatz wird zum ersten Mal um Sprintpunkte gefahren und die Radprofis machen sich auf Richtung Felbertauern, wo nach Matrei in Osttirol beim Felbertauernstüberl um Bergpunkte und kurz darauf bei der Mautstelle ebenso Zähler fürs Bergtrikot vergeben werden. Danach verabschiedet sich die Lidl Tour of Austria Richtung Salzburg, wo ab 14:45 Uhr der Zieleinlauf in St. Johann/Alpendorf erwartet wird.

Radsport ohne Osttirol? Undenkbar!
Die Wurzeln des Radsports in Osttirol reichen weit zurück: Bereits im Jahr 1876 wurde in Lienz der erste Radfahrverein Österreichs gegründet. Damit zählt Osttirol zu den historischen Pionierregionen des heimischen Radsports. Einen weiteren Meilenstein setzte die Region 1951 mit der erstmaligen Austragung der Dolomitenradrundfahrt, die am kommenden Sonntag rund um die Lienzer Dolomiten gemeinsam mit der Extremvariante SuperGiroDolomiti – unter andern führt die Strecke über den berüchtigten Monte Zoncolan – stattfindet. „Im selben Jahr war Lienz zudem Etappenort der ersten Österreich Rundfahrt. Beide Veranstaltungen feiern im Jahr 2026 ihr 75-jähriges Jubiläum“, freut sich TVB-Obmann Franz Theurl.

Felix Gall schreibt neues Radsportkapitel
„Mit den internationalen Erfolgen von Felix Gall wird in Osttirol ein neues Kapitel einer langen und traditionsreichen Radsportgeschichte aufgeschlagen. Für eine Region, die seit Jahrzehnten konsequent auf den Radtourismus setzt, bedeutet der Aufstieg des Osttirolers zum internationalen Spitzenathleten einen enormen Impuls – sportlich, touristisch und wirtschaftlich“, erläutert Theurl. In den vergangenen Jahrzehnten war Osttirol immer wieder Bühne großer internationaler Radsportereignisse. Der Giro d’Italia, der Giro del Trentino, die Österreich Rundfahrt, die Tour of the Alps oder zahlreiche nationale Meisterschaften sorgten dafür, dass die Region rund um die Lienzer Dolomiten weltweit als Radsportdestination wahrgenommen wurde.

Diese kontinuierliche Entwicklung hat auch die heimische Bevölkerung geprägt und eine starke Begeisterung für den Leistungssport ausgelöst. Ein Symbol dieser Entwicklung ist Felix Gall selbst: Bereits im Jahr 2014 absolvierte der damals erst 15-jährige Osttiroler die Dolomitenradrundfahrt in der beeindruckenden Zeit von 3 Stunden und 14 Minuten. Schon damals sorgte diese außergewöhnliche Leistung für großes Aufsehen und galt als frühes Signal für ein außergewöhnliches Talent. „Felix Gall steht stellvertretend für den Boom im Radsport. Davon profitiert seine Osttiroler Heimat genau so wie die Tour of Austria, die schönste Sightseeing Tour des Landes“, freut sich Tour Direktor Thomas Pupp.

6 WorldTeams am Start
Bei der 75. Lidl Tour of Austria starten heuer erstmals 22 Teams, nach 20 in den vergangenen Jahren, mit je sechs Fahrern. Fix dabei bei der „schönsten Sightseeing Tour Österreichs“ sind die heimischen Continental-Teams ARBÖ Kärnten Sport Feld am See, Hrinkow Advarics, Schwingshandl Intralogistics, Team Vorarlberg, Tirol KTM Cycling Team und WSA KTM Graz sowie erstmals seit 2004 auch ein österreichisches Nationalteam! Die Konkurrenz für die rot-weiß-roten Teams wird groß werden, denn mit Alpecin-Premier Tech, EF Education – EasyPost, INEOS Grenadiers, Lidl – Trek, Jayco AlUla und UAE Team Emirates – XRG um Vorjahressieger Isaac del Toro sind gleich sechs Teams der höchsten UCI-Kategorie am Start. Die restlichen Plätze werden an Continental-Teams aus Deutschland, Italien, Norwegen, Schweden, Polen und Tschechien vergeben.

TV-Medialisierung – alle Etappen live in ORF 1
Der Attraktivität der Lidl Tour of Austria – die heuer von der Steiermark über Kärnten, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich nach Wien führt – wird auch in der TV-Berichterstattung hervorgehoben. Broadcaster Studio K19 GmbH hat gemeinsam mit Tour Direktor Thomas Pupp ausführliche Kooperationen mit dem ORF sowie Eurosport/Discovery+ und weiteren namhaften TV-Stationen finalisiert. „Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr alle Etappen live in ORF 1 zu sehen sind“, erklärt Martin Böckle, Geschäftsführer der Studio K19 GmbH und gemeinsam mit Mathias Ehrne Gesamt-Projektleiter der TV-Produktion. Live gibt es die Tour of Austria 2026 täglich auch bei K19 sowie bei Discovery+ zu sehen, zudem ein Highlight-Magazin auf Eurosport 1 im Anschluss an die Tour de France-Etappen und eine internationale Medienvertriebsfirma wird die Tour of Austria auch global platzieren. Die Abschlussetappe von Langenlois nach Wien läuft von 13:00 bis 15:25 Uhr auf ORF 1.

Sonderwertung 75 zu Ehren von Wolfgang Steinmayr
Zum 75. Jubiläum gibt es auch eine Sonderwertung, die dem vierfachen Rundfahrtssieger Wolfgang Steinmayr, der am 19. Mai 2026 verstarb, gewidmet ist. Tour Direktor Thomas Pupp und Cycling Austria haben die neue Sonderwertung, ein zusätzlicher Zwischensprint auf allen fünf Etappen, ins Leben gerufen. Diese Wertung wird nun zur „Cycling Austria – Tour 75 – Sonderwertung Wolfgang Steinmayr“ und den Namen der verstorbenen Radlegende tragen. Die Sonderwertung wird sich immer an einem markanten Punkt der Strecke in Zielnähe befinden und soll auch ein Treffpunkt der jeweiligen Radcommunities sein. Der Sieger der Wertung wird auf der Bühne im Ziel entsprechend geehrt und gefeiert und erhält neben einer Tchibo Kaffeemaschine auch einen Barpreis. Auf der dritten Etappe wird die 75. Wertung in Schwarzach im Pongau nach 123 Kilometern ausgefahren.

Etappen der Lidl Tour of Austria 2026:
1. Etappe, 8. Juli: Graz – Gamlitz, 188km, 2.716hm
2. Etappe, 9. Juli: Bad Kleinkirchheim – Franz Josefs Höhe/Großglockner, 188,8km, 2.914hm
3. Etappe, 10. Juli: Lienz – St. Johann/Alpendorf, 188,7km, 2.311hm
4. Etappe: 11. Juli: Steyr – Steyr, 170,5km, 2.325hm
5. Etappe: 12. Juli: Langenlois – Wien, 109km, 758hm
Gesamt: 845km, 11.024hm

Tour of the Alps – 5. und letzte Etappe: Trento – Bozen/Bolzano – 129 Km

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:20:36
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:30
3 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:30
4 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:30
5 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:10
6 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:10
7 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:10
8 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:10
9 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:20

10 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 02:22
11 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:29
12 GEE-WEST DEREK CAN LIDL-TREK 02:29
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 03:55
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 04:42
15 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 05:22

Enstand nach der 5. Etappe


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 19:01:52
2 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:40
3 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:50

4 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 01:09
5 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 01:45
6 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 01:55
7 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:55
8 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 01:59
9 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 02:51
10 ALEOTTI Giovanne ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 03:11

11 CEPEDA Alexander Jefferson ECU EF Education – Easypost 03:34
12 GEE-WEST Derek CAN LIDL-TREK 03:59
13 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 04:56
14 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 05:27
15 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 06:07

Souveräner Gesamtsieg bei der Tour of the Alps: Pellizzari krönt starke Teamleistung

Giulio Pellizzari hat nicht nur die Schlussetappe, sondern auch die Gesamtwertung der Tour of the Alps für sich entschieden. Kurz vor dem Start des Giro d’Italia lieferte der 22-jährige Italiener aus den Reihen von Red Bull – BORA – hansgrohe damit einen starken Formnachweis.

Mit einer mutigen Attacke rund 28 Kilometer vor dem Ziel hat Giulio Pellizzari die Schlussetappe der Tour of the Alps (2.Pro) gewonnen. Pellizzari hatte sich auf dem 128,6 Kilometer langen Teilstück von Trient nach Bozen am letzten Anstieg von seinen schärfsten Konkurrenten abgesetzt und fuhr als Solist zum Sieg. Die Ziellinie überquerte er mit 30 Sekunden Vorsprung auf Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Michael Storer (Australien, Tudor Pro Cycling Team). Auch in der Gesamtwertung triumphierte Pellizzari und gewann mit 40 Sekunden Vorsprung vor Bernal und mit 50 Sekunden Vorsprung vor dessen Teamkollegen Thymen Arensman (Niederlande).

Die Weichen auf den Gesamtsieg hatten Pellizzari und Red Bull – BORA – hansgrohe bereits auf der zweiten Etappe gestellt, als der Italiener mit einem Etappensieg die Führung übernommen hatte. Grundlage für die erfolgreiche Verteidigung bis zum Finale war dabei eine geschlossene Teamleistung der Red Bull – BORA – hansgrohe Mannschaft, die das Rennen über weite Strecken kontrollierte. Auch auf der entscheidenden Schlussetappe wurde dieser Zusammenhalt eindrucksvoll sichtbar, als sich unter anderem Giovanni Aleotti im Finale vor seinen Kapitän spannte und die entscheidende Attacke vorbereitete.

Für Pellizzari, der auch die Nachwuchswertung des Etappenrennens gewann, ist es der erste Gesamtsieg seiner Profikarriere – ein bedeutender Meilenstein für den 22-Jährigen aus San Severino Marche. Für Red Bull – BORA – hansgrohe – Sieger der Mannschaftswertung – markiert der Erfolg bereits den 14. Saisonsieg. Die Tour of the Alps gilt zudem als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf den Giro d’Italia. Pellizzaris Erfolg ist damit auch ein vielversprechendes Signal für die am 8. Mai beginnende Italienrundfahrt.

„Die Tour of the Alps habe nicht ich gewonnen, sondern es ist ein Sieg von Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Jungs haben in den letzten Tagen einfach einen unglaublichen Job gemacht, dementsprechend wollte ich dieses Vertrauen zurückgeben. Unser Plan war klar: das Rennen hart machen und den Unterschied in den Bergen setzen. Als ich meine Chance gesehen habe, bin ich gegangen. Dass ich die Attacke bis ins Ziel durchziehen und solo gewinnen konnte, macht diesen Tag einfach perfekt.“
— Giulio Pellizzari

„Die Woche ist für uns wirklich sehr gut gelaufen. Die Teamleistung war mehr als souverän – und die zwei Etappensiege von Giulio sowie der Gesamtsieg waren am Ende die Kirsche auf der Torte. Damit können wir sagen: Die Vorbereitung auf den Giro d’Italia ist sehr erfreulich abgeschlossen. Jetzt freuen wir uns auf die Grande Partenza in Bulgarien.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Pellizzari holt sich alles: Solo-Sieg in Bozen und Italien feiert bei der Tour of the Alps

Dreizehn Jahre nach dem Sieg von Nibali (beim Giro del Trentino) steht wieder ein Italiener ganz oben auf dem Podium des von Sport Alto Garda organisierten Rennens: Der Fahrer aus den Marken von Red Bull-BORA-hansgrohe zerlegt den Anstieg nach Jenesien und sichert sich das Grüne Trikot von Melinda vor dem INEOS-Duo Bernal-Arensman

Giulio Pellizzari hatte es wenige Wochen vor dem Start der 49. Tour of the Alps in Innsbruck angekündigt: „Es ist das Rennen, das mir gezeigt hat, dass ich auf hohem Niveau fahren kann. Die Tour of the Alps ist das Bergrennen schlechthin – und ich will zurückkommen, um sie zu gewinnen.“ Er hat Wort gehalten: Am Freitag, 24. April, holte sich der 22-Jährige aus den Marken in Bozen seinen zweiten Etappensieg bei dieser TotA-Ausgabe und verteidigte bis zuletzt das Grüne Trikot von Melinda, das er mit seinem ersten Erfolg im Martelltal erobert hatte.Ausgerechnet er, der vor dieser Woche nur einen einzigen Sieg als Profi vorzuweisen hatte – und noch nie eine Rundfahrt in irgendeiner Kategorie gewonnen hatte: Doch bei der Tour of the Alps hat sich etwas verändert. Oder vielleicht hat sich alles verändert – das wird die Zeit zeigen.

Sicher ist: Italien darf bei der Tour of the Alps 13 Jahre nach Vincenzo Nibali wieder jubeln (als das Rennen noch Giro del Trentino hieß) – und erstmals, seit die Rundfahrt ihr neues euroregionales Gewand trägt. Und das ausgerechnet in jener Ausgabe, die den ersten Zehnjahreszyklus der Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und Trentino abschließt. 2013 stürmte der Hai direkt weiter zum Gewinn des Rosa Trikots; der Herzog von Camerino blickt nun mit einigen zusätzlichen Gewissheiten dem Start in Bulgarien entgegen.

In fünf Tagen zeigte der Fahrer aus den Marken Brillanz und Selbstvertrauen, kontrollierte das Rennen gemeinsam mit seinem starken Team Red Bull-BORA-hansgrohe und setzte jedes Mal deutliche Ausrufezeichen, wenn die Straße unter den Rädern der Fahrer anstieg.

Ob sich in Bozen tatsächlich eine Staffelübergabe vollzogen hat, wird die Zeit zeigen, doch der 22-Jährige aus Camerino verlässt diese Woche die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit neuem Selbstbewusstsein. Er verstand es, dem Druck der Favoritenrolle standzuhalten, und bewies auf der Straße, der Beste zu sein – auch gegen Gegner vom Kaliber eines Egan Bernal, früherer Sieger der Tour de France und des Giro d’Italia, oder gegen etablierte Tour-of-the-Alps-Protagonisten wie Michael Storer und Thymen Arensman.

Nach dem Erfolg im Martelltal legte Pellizzari auf der Etappe Trient-Bozen (128,6 km) nach. Beim Start war sein Vorsprung in der Gesamtwertung minimal – lediglich 4 Sekunden auf das INEOS-Grenadiers-Duo –, doch der Fahrer aus den Marken kontrollierte das Rennen souverän. Am Anstieg nach Jenesien selektierte er zunächst das Feld, ehe er bei der zweiten Passage den entscheidenden Angriff setzte und dem Sieg entgegenfuhr. Arensman und Bernal versuchten, sein Tempo mitzugehen, doch sein Rhythmus erwies sich als unhaltbar.

Im Ziel in Bozen belegte ein wiedererstarkter Bernal mit 30 Sekunden Rückstand Rang zwei und setzte sich im Sprint gegen Storer und seinen Teamkollegen Arensman durch. Dahinter folgten Jakob Omrzel (Bahrain Victorious), Ben O’Connor (Jayco AlUla), der Routinier Chris Harper (Q36.5) und der junge Mathys Rondel (Tudor Pro Cycling), allesamt mit 1:20 Minuten Rückstand. Noch weiter zurück lagen Aleksandr Vlasov und Derek Gee mit 2:29 Minuten.

In der Gesamtwertung setzte sich der Fahrer aus den Marken – zugleich Gewinner des weißen FORST-Trikots für den besten Nachwuchsfahrer – mit 40 Sekunden Vorsprung auf Bernal und 50 Sekunden auf Arensman durch. Neben dem Podium klassierte sich Titelverteidiger Storer mit 1:09 Minuten Rückstand, gefolgt von den jungen Fahrern Rondel (1:45) und Omrzel (1:55).

Das rote Trikot von Caffè della Bocca della Verità ging an den Überraschungsmann Tommaso Dati (Team UKYO), Sieger der ersten Etappe in Innsbruck. Das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale für die Bergwertung sowie das Sondertrikot e-VISO Giro für den kämpferischsten Fahrer sicherte sich hingegen der ehemalige deutsche Eisschnellläufer Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), der auch mit dem Etappensieg am Donnerstag in Trient glänzte.

PELLIZZARI: „UNGLAUBLICH, DIE #TOTA ZU GEWINNEN – NÄCHSTES JAHR KOMME ICH ZURÜCK, UM DEN TITEL ZU VERTEIDIGEN“

„Ich bin zur Tour of the Alps gekommen, um mich an den Anstiegen zu testen: Zu Beginn waren die Gefühle nicht ideal, aber sie wurden von Tag zu Tag besser. Dieses Rennen hat uns im Hinblick auf die Zukunft viel Selbstvertrauen gegeben: Wir haben gezeigt, dass wir ein starkes Team sind, bereit, um etwas Großes zu kämpfen. Ich habe die Verantwortung gespürt, als Leader zu fahren – angesichts der großartigen Arbeit meiner Teamkollegen. Ich wollte auch für sie gewinnen, für alles, was sie für mich getan haben.“

„Heute bin ich mit der Überzeugung gestartet, anzugreifen und allein ins Ziel zu kommen. INEOS hat an der ersten Auffahrt nach Nobls ein hohes Tempo angeschlagen; bei der zweiten hat mich Aleotti perfekt lanciert, danach bin ich in der Abfahrt etwas Risiko gegangen, um den Vorsprung zu vergrößern. Die letzten zwei Kilometer habe ich in vollen Zügen genossen.“

„Die Tour of the Alps 13 Jahre nach Nibali zu gewinnen, ist für mich etwas Unglaubliches. Für mich bleibt er ein großer Bezugspunkt, und ich hoffe, mich mit der Zeit dem annähern zu können, was er erreicht hat.“

„Ich glaube, dass ich meine Form mit Blick auf den Giro noch weiter verbessern kann: In den kommenden Tagen werde ich in Südtirol, im Schnalstal, bleiben und dort gemeinsam mit Gianni Moscon einige Trainingstage absolvieren, bevor ich nach Bulgarien reise.“

„Diese Tour of the Alps hat mir viel gegeben – im Rennen und im Umfeld. Ich habe die Zuneigung des Publikums stark gespürt, vor allem im Trentino, wo meine Freundin lebt und mich viele kennen. Das ist ein Rennen, das ich immer fahren will und dem ich mich auch in Zukunft immer stellen möchte: Nächstes Jahr hoffe ich, mit der Nummer 1 auf dem Rücken am Start zu stehen.“

PIDCOCK VERSUCHT ES AUS DER DISTANZ, PELLIZZARI DIKTIERT DAS GESCHEHEN IN BOZEN

Schon in den ersten Kilometern war die fünfte Etappe der Tour of the Alps von Attacken und Kontern geprägt, während das Feld auf den ersten Rampen hinauf zur Sprintwertung von Palù di Giovo reagierte, die dem Andenken an Sara Piffer gewidmet war, an die auch heute Morgen beim Start in Trient erinnert wurde.

Nach der Sprintwertung setzte sich eine Gruppe von zwölf Fahrern ab: der Etappensieger von Trient Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling), Sam Oomen (Lidl-Trek), Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious), Reuben Mackellar und Jesús Rodríguez Contreras (EF Education-EasyPost), Koen Bouwman (Team Jayco AlUla), Alejandro Rojas Naranjo (Bardiani CSF Faizanè), Márton Dina (MBH Bank), Mattia Bais (Team Polti VisitMalta), Tom Pidcock und Mark Donovan (Q36.5) sowie Nicolò Garibbo (Team Ukyo).

Die Spitzengruppe erreichte rund um Kilometer 50 am Anstieg nach Altenburg bei Kaltern einen Maximalvorsprung von 2:40 Minuten, wo Jasch die entscheidenden Punkte für das blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale in der Bergwertung holte. Im Tal Richtung Bozen übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle über das Rennen und arbeitete daran, Giulio Pellizzari vor der ersten Passage des Anstiegs nach Jenesien in beste Position zu bringen.

In dieser Phase leistete Donovan den Großteil der Führungsarbeit in der Fluchtgruppe, doch das hohe Tempo von Jayco AlUla ließ den Vorsprung der Ausreißer kontinuierlich schrumpfen. Beim ersten Anstieg zur Bergwertung von Nobls übernahm INEOS Grenadiers die Nachführarbeit und erhöhte das Tempo deutlich.

An der Spitze konnten sich Tom Pidcock, Márton Dina und Rodríguez Contreras absetzen, wobei der Brite und der Kolumbianer rund zwei Kilometer vor der Bergwertung allein vorne blieben. Gleichzeitig reduzierte das gemeinsame Forcing von INEOS Grenadiers und Jayco AlUla den Rückstand des Feldes um mehr als zwei Minuten.

An den ersten Rampen der zweiten Auffahrt nach Jenesien blieb Rodríguez Contreras allein an der Spitze zurück und brach den Widerstand von Tom Pidcock. Der Brite, obwohl noch nicht in Bestform, ehrte die Tour of the Alps mit einem fast gelungenen Sieg auf der Auftaktetappe in Innsbruck und dem Tagessieg in Arco. Hinter Rodríguez Contreras schlug Red Bull-BORA-hansgrohe ein extrem hohes Tempo an und zog die Favoritengruppe in die Länge. Der Erste, der reißen lassen musste, war Derek Gee, kurz darauf gefolgt von Aleksandr Vlasov – beide außerstande, dem von Giovanni Aleotti vorgegebenen Rhythmus zu folgen.

Nach einem kurzen Flachstück zögerte Pellizzari nicht länger und setzte eine entschlossene Attacke, der zunächst das INEOS-Duo Thymen Arensman und Egan Bernal folgen konnte. Nach rund 500 Metern Vorstoß verloren die beiden jedoch an Boden, auch wenn sie versuchten, den Rückstand zu begrenzen.

Bernal fuhr sein eigenes Tempo weiter, während Arensman für seine Anstrengung bezahlen musste und von Michael Storer eingeholt wurde. Das Trio schloss kurz nach der Bonus-Sprintwertung in Oberkollern wieder zum Kolumbianer auf, wo Pellizzari 2 Sekunden auf Bernal und 6 Sekunden auf Arensman gutmachte.

Im Schlussabschnitt des Anstiegs nach Nobls baute der Fahrer aus den Marken seinen Vorsprung auf bis zu 19 Sekunden gegenüber den drei Verfolgern aus, die vergeblich versuchten, die Jagd zu organisieren. Pellizzari meisterte anschließend auch die Abfahrt perfekt, beschleunigte aus jeder Kurve heraus neu und erreichte das Ziel als Solist, empfangen vom Jubel des Bozner Publikums.

Zu den Gratulanten für Pellizzari zählten auch Größen des Südtiroler Sports: die Olympiasieger im Rennrodeln von Mailand-Cortina Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner sowie Nationaltrainer Armin Zöggeler, eine Legende des italienischen Wintersports.

Ein würdiges Finale einer Tour of the Alps, bei der sich aufstrebende Gesichter mit Champions abwechselten, die sich ganz sicher nicht schonten: vom großartigen Sieg von Tommaso Dati in Innsbruck bis zum ersten Ausrufezeichen Pellizzaris im Martelltal. Zur Rennhalbzeit trat Tom Pidcock in Arco ins Rampenlicht, ehe er in Trient Platz machte für die wunderbare sportliche Geschichte von Lennart Jasch, einst Eisschnellläufer und heute mutiger Radprofi. Und dann die Apotheose von Bozen, mit Giulio Pellizzari, der einer Etappe, die noch lange in Erinnerung bleiben wird, seinen Stempel aufdrückte.

Eine intensive, umkämpfte und facettenreiche Ausgabe, die die Berufung der Tour of the Alps bestätigt, Talenteschmiede und Bühne für große Protagonisten zugleich zu sein. Eine Veranstaltung, die nach vorne blickt, ohne ihre Identität zu vergessen, und die sich bereits auf einen neuen historischen Meilenstein zubewegt: das fünfzigjährige Jubiläum, wenn diese Tradition aus Spektakel und Leidenschaft verspricht, die Messlatte erneut höher zu legen.

Bozen (Südtirol), 24. April 2026

Tour of the Alps Press Office
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Tour of the Alps – 4. Etappe: Arco – Trento – 168 Km

1 JASCH Lennart GER Tudor Pro Cycling Team 04:28:06
2 SOBRERO Matteo ITA LIDL-TREK 00:10
3 IACOMONI Federico ITA Team UKYO 00:11
4 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:20
5 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:20
6 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20

7 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:20
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:20
9 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:20
10 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:20

11 PALETTT Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:20
12 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:20
13 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:20
14 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:20
15 GEE Derek CAN LIDL-TREK 00:20

Gesamtwertung nach der 4. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 15:41:32
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:04
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:06

5 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:15
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19
7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45
15 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:54

Jasch, Flucht zum Sieg in Trient. Pellizzari bleibt in Grün, doch die Tour of the Alps wird erst in Bozen entschieden

Der Deutsche vom Team Tudor, ehemaliger Eisschnellläufer, feiert bei der Tour of the Alps den ersten Sieg seiner Karriere. Hinter ihm folgen Sobrero und Lokalmatador Iacomoni. Die Entscheidungen werden auf die Etappe Trient–Bozen vertagt: Das INEOS-Duo Bernal–Arensman liegt in der Gesamtwertung nur 4 Sekunden hinter dem Athleten aus den Marken im Grünen Melinda-Trikot

Am Tag, an dem die Tour of the Alps in Trient die Olympischen Eisschnellläufer Arianna Sighel und Andrea Giovannini empfängt und ehrt, rückte auch ein ehemaliger Eisschnellläufer mitten im Renngeschehen ins Rampenlicht und bescherte sich mit Blick auf den Dom der Trentiner Hauptstadt den schönsten Tag seiner Karriere. Lennart Jasch, Fahrer von Tudor Pro Cycling, begann nach einer Verletzung im Jahr 2023 mit dem Radsport und hat seitdem nicht mehr aufgehört zu fahren – bis er sich heute, Donnerstag, 23. April, seinen ersten Profisieg sicherte.

Auf der vierten Etappe der Tour of the Alps von Arco nach Trient (167,8 km mit 3.900 Höhenmetern) war alles geboten: die langen Anfangsanstiege zum Passo Bordala und Passo Redebus sowie die ständigen Wellen eines klassikerähnlichen Finales, geprägt von einer ununterbrochenen Folge kurzer, steiler Anstiege, die das Rennen bis zuletzt offenhielten.

Jasch legte den Grundstein für seinen Erfolg mit dem Sprung in die Fluchtgruppe am Anstieg zum Bordala gemeinsam mit vier weiteren Fahrern. Im Finale hielt er dann dem Aufholversuch von Matteo Sobrero (Lidl-Trek) und Federico Iacomoni (Team UKYO) stand, die im Schatten des Doms von Trient als Zweiter beziehungsweise Dritter ins Ziel kamen. Die beiden Italiener hatten in der Abfahrt von Povo aus der Gruppe des Grünen Trikots heraus versucht aufzuschließen, jedoch ohne den erhofften Erfolg.

Italien bestätigt sich damit als gutes Pflaster für den 25-jährigen Deutschen, der bereits im vergangenen Jahr zwei Siege in der U23-Kategorie beim Giro della Regione Friuli Venezia-Giulia gefeiert hatte – mit einem Etappensieg sowie dem Gewinn der Gesamtwertung.

Knapp neben dem Tagespodium belegten Florian Stork (Tudor Pro Cycling) und Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) die Plätze vier und fünf. Der Niederländer ist damit bereit, morgen in Bozen seine Chancen auf den Gesamtsieg auszuspielen. Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-Hansgrohe) verteidigte seine Führung bei der #TotA 2026 und trug zum dritten Mal in Folge das Grüne Melinda-Trikot. Direkt hinter ihm lauern Arensman und der Kolumbianer Egan Bernal, beide nur vier Sekunden zurück.

Bernal gewann zudem weitere zwei Sekunden auf Pellizzari, der morgen auch auf die Unterstützung seines Teamkollegen Aleksandr Vlasov zählen kann, der mit sechs Sekunden Rückstand Vierter der Gesamtwertung ist. Dennoch scheint der Kampf um den Gesamtsieg keineswegs auf diese vier Fahrer beschränkt. Die Gesamtwertung bleibt extrem eng: Die ersten zehn Fahrer liegen innerhalb von weniger als 30 Sekunden – und es kann noch alles passieren, wie so oft im letzten Akt auf den Straßen der Euregio zwischen Tirol, Südtirol und Trentino.

DIE FREUDE VON JASCH: „ICH KANN ES IMMER NOCH NICHT GLAUBEN“

„Ich kann es immer noch nicht glauben: Es war einfach ein unglaublicher Tag, extrem hart, und ich bin wirklich sehr glücklich. Ich habe sofort gemerkt, dass ich sehr gute Beine habe, und deshalb habe ich versucht, daran zu glauben. Es war bis zum Schluss unglaublich schwierig: Erst als ich auf die letzte Zielgerade rechts eingebogen bin, wurde mir klar, dass ich gerade mein erstes Rennen als Profi gewonnen habe.“

„Ich war bis Ende 2023 Eisschnellläufer, dann hatte ich eine Verletzung, die mich zu einer Reha zwang. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich auf dem Rad ziemlich stark bin, zumindest wenn man auf die Wattwerte schaut. Danach hatte ich Kontakt mit dem Entwicklungsteam von Bora, und sie haben mich zum Radsport gebracht. Es hat mir sofort gefallen, es hat großen Spaß gemacht, auch wenn ich unglaublich viel lernen musste. Ich glaube aber, dass ich in den letzten zweieinhalb Jahren eine sehr schnelle Entwicklung gemacht habe. In dieser Saison bin ich vom Red Bull Devo Team zum Tudor Devo Team gewechselt, und sie haben mich hierhergebracht, um Michael Storer beim Gewinn der Gesamtwertung zu unterstützen.“

„Ich erinnere mich, dass ich vergangenes Jahr im Flugzeug auf dem Rückweg aus Mallorca mit Giulio Pellizzari genau über dieses Rennen gesprochen habe, und er mir sagte, wie unglaublich anspruchsvoll es sei. Dann bin ich es zum ersten Mal gefahren, und das Wetter war nicht auf meiner Seite: Bei der vierten Etappe bin ich komplett eingebrochen und musste aufgeben. Und jetzt bin ich wieder hier, erneut bei der vierten Etappe, aber diesmal habe ich sie gewonnen. Das zeigt, wie sehr sich in einem Jahr alles verändert hat. Für morgen kann ich nicht alle unsere Taktiken verraten, da der Führende direkt neben mir sitzt, aber natürlich hoffe ich, dass jemand aus unserem Team gewinnt. Auch wenn du mir sympathisch bist, Giulio, glaube ich nicht, dass du es sein wirst.“

PELLIZZARI: „MORGEN ERWARTE ICH ABSTÄNDE – ICH HOFFE, DASS ICH FÜR DIESE SORGE“

„Es war ein wirklich anspruchsvoller Tag, weil es zu Beginn sehr viele Attacken gab. Wir haben das Rennen am Bordala-Berg geschlossen, und ich bin stolz auf meine Teamkollegen. Als Pidcock es im Finale versucht hat, fühlte ich mich gut und entschied mich zum Gegenangriff.“

„Morgen wird es mit Sicherheit vom Start weg ein Kampf werden, weil alle versuchen werden, die letzten Kräfte einzusetzen. Wenn die Fluchtgruppe durchkommt, bin ich natürlich zufrieden, aber ich glaube nicht, dass das Rennen über Bonussekunden entschieden wird, denn am Schlussanstieg erwarte ich Unterschiede. Ich hoffe, dass ich es bin, der die Selektion herbeiführt.“

IN TRIENT WURDE DER MUT VON JASCH BELOHNT

Die komplett im Trentino ausgetragene Etappe der Tour of the Alps nahm bereits früh Fahrt auf, als sich am Anstieg zum Passo Bordala eine Spitzengruppe mit Jasch (Tudor Pro Cycling), Kepplinger (Bahrain Victorious), Quinn (EF Education-EasyPost), Jensen (Jayco-AlUla) und Raccani (Team UKYO) bildete. Die Ausreißer erarbeiteten sich am Passo Redebus einen Vorsprung von bis zu 3:40 Minuten, wobei Sean Quinn lange Zeit virtueller Gesamtführender war. Der US-Amerikaner konnte sich immerhin damit trösten, beide Bergwertungen der ersten Kategorie als Erster zu passieren und sich das Blaue Trikot der Gruppo Cassa Centrale als Führender der Bergwertung zu sichern.

An den Rampen des Redebus übernahm Red Bull-BORA-hansgrohe die Kontrolle und verkleinerte den Rückstand auf die Spitzengruppe nach und nach. Jasch versuchte bereits in Richtung Brusago den Unterschied zu machen, doch auf dem flachen Abschnitt vor der Abfahrt konnten Jensen, Kepplinger und Raccani wieder zum Deutschen aufschließen. Nur Quinn musste abreißen lassen.

In der Abfahrt nach Baselga di Piné setzte sich Pinarello Q36.5 neben Red Bull an die Spitze des Feldes und reduzierte den Abstand auf rund eineinhalb Minuten. In dieser Phase zeigte sich Jasch erneut als stärkster Kletterer und setzte sich an den Rampen des Anstiegs nach Sant’Agnese ab.

Hinter ihm versuchten Raccani und Kepplinger zu reagieren, wurden in der Abfahrt jedoch von Rodríguez (EF Education-EasyPost) und Jensen eingeholt. Das Quartett zerfiel am Anstieg nach Povo, als in der Verfolgung der Spitze nur noch Rodríguez und Jensen übrigblieben.

An den Rampen von Povo versuchte Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) im Feld die Entscheidung zu erzwingen. Seine Beschleunigung löste zehn Kilometer vor dem Ziel den Angriff von Giulio Pellizzari aus, auf den Bernal, Arensman und Omrzel sofort reagierten. Auf Pellizzaris Attacke folgte der Konter seines Teamkollegen Vlasov, der beim Bonus Sprint vier Sekunden gewann, während Bernal weitere zwei Sekunden sammelte.

In der anschließenden Abfahrt versuchten O’Connor, Porter (Jayco-AlUla), Sobrero (Lidl-Trek) und Iacomoni (Team UKYO), sich abzusetzen. Genau diese Fahrer nahmen die Verfolgung von Jasch auf, doch der technische Abschnitt in der Stadt kam dem Spitzenreiter entgegen, der im Schatten des Doms von Trient jubelnd ins Ziel kam – wie ein Eisschnellläufer.

Vor der letzten Etappe der Tour of the Alps, mit Start in Trient und Ziel in Bozen, trägt Giulio Pellizzari weiterhin das Grüne Melinda-Trikot des Gesamtführenden sowie das Weiße FORST-Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Tom Pidcock behält das Rote Trikot von Caffè Bocca della Verità für die Punktewertung, während Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg) die Sonderwertung der Ausreißer anführt und das Schwarze eViso Giro-Trikot trägt.

DIE FÜHRUNGSTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Gruppo Cassa Centrale-Trikot – Bergwertung: Sean Quinn (EF Education-EasyPost)
Rotes Caffè Bocca della Verità-Trikot – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Breakaway-Wertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Trient, 24. April 2026
Tour of the Alps Press Office
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Tour of the Alps – 3. Etappe: Latsch/Laces – Arco – 175 Km

1 PIDCOCK Tom GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 04:23:24
2 DATT Tommaso ITA Team UKYO 00:00
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
4 PALETTI Luca ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:00
6 QUINN Sean USA EF Education – Easypost 00:00
7 HAMILTON Chris AUS Team Picnic Postnl 00:00
8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:00
9 STORK Florian GER Tudor Pro Cycling Team 00:00
10 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:00
11 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:00
12 PORTER Rudy AUS Team Jayco Alula 00:00
13 CATTANI Alessandro ITA ITALIA 00:00
14 LEEMREIZE Gijs NED Team Picnic Postnl 00:00
15 DINA Märton HUN MBH Bank CSB Telecom Fort 00:00

Gesamt:

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 11:13:06
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04
3 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:06
4 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
6 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

7 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
13 ALEOTTI Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
14 STÜSSI Colin Chris SUI Team Vorarlberg 00:45

15 SVESTAD-BÄRDSENG Embret NOR INEOS Grenadiers 00:45

In Arco platzt bei Tom Pidcock der Knoten. Pellizzari weiterhin im Grünen Melinda-Trikot

Nach dem zweiten Platz in Innsbruck sichert sich der Engländer den Sieg auf der dritten Etappe der Tour of the Alps, die heute Morgen in Latsch gestartet wurde, mit einem langen Sprint, der der Konkurrenz keine Chance lässt. Hinter ihm bestätigen sich Tommaso Dati und ein starker Egan Bernal. Giulio Pellizzari bleibt im Grünen Melinda-Trikot, verliert jedoch Lorenzo Finn, der nach einem Sturz in den Anfangskilometern aufgeben musste. Morgen steht eine reine Trentiner Etappe von Arco nach Trient auf dem Programm

Vor einigen Tagen war er in Innsbruck noch knapp gescheitert, doch Champions machen selten zweimal denselben Fehler. Diesmal holte sich Tom Pidcock den Sieg bei der Tour of the Alps 2026 und feierte damit einen besonders bedeutenden Erfolg auch für Sport Alto Garda, den Veranstalter des grenzüberschreitenden Rennens mit Sitz genau in Arco.

Im Ziel in Arco am Mittwoch, 22. April, dominierte der zweimalige Olympiasieger im Mountainbike den Sprint und revanchierte sich damit dafür, dass ihm der Sieg in Tirol im letzten Moment entglitten war. Hinter ihm belegte der junge Tommaso Dati (Team UKYO) einen starken zweiten Platz, während ein überzeugender Egan Bernal (INEOS Grenadiers) das Tagespodium komplettierte. Für den kolumbianischen Kletterer richten sich nun alle Blicke auf die Königsetappe von morgen, die das Rennen von Arco nach Trient führen wird.

Der Erfolg des Briten war intelligent und entschlossen herausgefahren und krönte die Arbeit seiner Teamkollegen von Team Pinarello Q36.5 im Finale. In der Abfahrt vom Tennosee schlossen zunächst Mark Donovan und danach Chris Harper die Lücke zu den beiden Ausreißern des Tages, Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek).

Auf der Zielgeraden ließ Pidcock seinen Rivalen keine Chance: Zunächst neutralisierte er den Angriff des schnellen Ben O’Connor (Jayco-AlUla) drei Kilometer vor dem Ziel, dann ging er als Erster durch die letzte Kurve und setzte sich souverän gegen die gesamte Konkurrenz durch. Ein Italiener verpasste das Podium diesmal knapp: Der 21-jährige Luca Paletti (Bardiani CSF Faizanè) wurde Vierter vor dem Russen Aleksandr Vlasov (Red Bull–BORA–hansgrohe).

Es war ein kontrolliertes Rennen für den Gesamtführenden Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe), der trotz eines vorsichtigen Sprints im Grünen Melinda-Trikot bleibt. Auch der Kletterspezialist aus den Marken dürfte auf dem morgigen Abschnitt, dem schwersten der gesamten Tour of the Alps, passendes Terrain vorfinden.

Hinter Pellizzari bestätigt sich Thymen Arensman (INEOS Grenadiers) mit sechs Sekunden Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung, während sein Teamkollege Bernal dank der vier Bonussekunden im Ziel auf Platz drei vorrückt. Den beiden „Grenadieren“ kommt nun die Aufgabe zu, ihre Kräfte zu bündeln, um das Grüne Trikot von RedBull–BORA–hansgrohe unter Druck zu setzen – das Team verlor heute den jungen Teamkollegen Lorenzo Finn, der nach dem Massensturz bei Kilometer 2 aufgeben musste.

PIDCOCK: „SIEGEN IST IMMER EIN FANTASTISCHES GEFÜHL“

„Im letzten Rennen vor meinem Sturz war ich in großartiger Form, heute dagegen fand ich mich leidend am Ende des Feldes wieder, sogar schon am ersten Anstieg abgehängt: Ich musste meine Einstellung ändern. Als ich wieder zurückkam und merkte, dass die Beine am zweiten Anstieg besser reagierten, sagte ich dem Team, wir sollten versuchen, die Etappe zu gewinnen: Dass es geklappt hat, ist ein fantastisches Gefühl. Im Vergleich zu den ersten beiden Tagen spüre ich bereits Verbesserungen: Die erste Etappe war ein echter Kampf, einer der härtesten Tage, die ich je im Sattel erlebt habe. Ich wurde Zweiter, aber das ist nur ein Teil der Geschichte.“

„Ich habe den Sprint ziemlich weit vor dem Ziel eröffnet, weil ich nicht eingeklemmt werden wollte, da ich wusste, dass das meine beste Chance auf den Sieg war. Im Nachhinein habe ich den Sprint vielleicht zu früh angezogen, aber am Ende ist es gut gegangen.“

„Morgen wird der härteste Tag dieser Tour of the Alps sein, zumindest was die Höhenmeter betrifft. Auf diesem Niveau sind zehn Tage ohne Rad sehr viel: Man braucht Zeit, um die Beine wiederzufinden, aber jetzt, da der Druck geringer geworden ist, kann ich Spaß haben.“

PELLIZZARI: „ICH DANKE DER MANNSCHAFT, MORGEN KOMMT EINE SCHWIERIGE ETAPPE“

„Es wird bis Freitag ein hartes Rennen bleiben. Wir sind eine Mannschaft von Kletterern, und ich muss meinen Teamkollegen danken, die heute auf einer schnellen und nicht einfachen Etappe stark gefahren sind. Schade wegen des Sturzes von Lorenzo Finn: Ich hoffe, dass es ihm gut geht und dass er so schnell wie möglich wieder aufs Rad zurückkehren kann. Morgen erwartet uns eine ziemlich schwere Etappe, mit vielen Fahrern, die in der Gesamtwertung nur durch wenige Sekunden getrennt sind. Ich glaube nicht, dass es leichter wird als heute.“

OOMEN UND RAFFERTY LANGE IN DER OFFENSIVE

Unmittelbar nach dem Start in Latsch zwang ein schwerer Massensturz bei Kilometer 2 Howson (Pinarello Q36.5), Federspiel (Österreich), Nespoli (MBH Bank), Langellotti (INEOS Grenadiers), Engelhardt (Jayco-AlUla) und Lorenzo Finn (Red Bull–BORA–hansgrohe) zur Aufgabe. Das Rennen wurde für etwa zwanzig Minuten neutralisiert, um die Erstversorgung der betroffenen Fahrer zu ermöglichen: Ihre Zustände geben jedoch keinen Anlass zur Sorge. Der U23-Weltmeister erlitt einen Bruch am rechten Speichenknochen; bei Howson besteht Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch. Engelhardt zog sich, nach einer negativen Gehirn-CT, einen Bruch des Olecranons zu. Nespoli erlitt lediglich Prellungen und Schürfwunden. Alle Fahrer wurden aus dem Krankenhaus entlassen.

Nach dem Neustart wurden mehrere Ausreißversuche umgehend vom Feld gestellt, das sowohl im Vinschger Talboden als auch am Passo Castrin von den Fahrern von Red Bull–BORA–hansgrohe kontrolliert wurde. An den letzten Rampen setzten sich dann Darren Rafferty (EF Education–Easypost) und Sam Oomen (Lidl-Trek) ab, die in der folgenden Abfahrt vom Feld ziehen gelassen wurden.

Das Spitzenduo erreichte bei Kilometer 96 einen maximalen Vorsprung von 2:28 Minuten, während dahinter Red Bull–BORA–hansgrohe und INEOS Grenadiers die Lage ohne Mühe kontrollierten. Auch Juul Jensen (Jayco-AlUla) versuchte, zu den Führenden aufzuschließen, gab das Unterfangen jedoch nach wenigen Kilometern auf und wurde vom Feld wieder eingeholt.

Überraschend aus taktischer Sicht war der Angriff von Rodriguez (EF Education–Easypost) am Anstieg nach Tenno, obwohl Teamkollege Rafferty bereits vorne vertreten war. Pinarello Q36.5 übernahm jedoch in der anschließenden Abfahrt Richtung Gardasee das Kommando, dank der starken Arbeit von Donovan und Harper, die entscheidend waren, um Pidcock bis in die letzten Kilometer zu führen.

Vier Kilometer vor dem Ziel schloss das Feld wieder auf, allerdings nur für wenige Hundert Meter: Der Angriff des Australiers O’Connor zerriss sofort wieder das Gleichgewicht, fand aber in Pidcock eine umgehende Antwort.

Zwei Kilometer vor dem Ziel war das Peloton wieder geschlossen und bereit für den Sprint in Arco, wo der zweimalige Olympiasieger der Konkurrenz keine Chance ließ, souverän gewann und seiner Tour of the Alps seinen Stempel aufdrückte. Zudem übernahm er auch das Rote Caffè Bocca della Verità-Trikot der Punktewertung.

Pellizzari bestätigt sich auch im Weißen FORST-Trikot, während Emanuel Zangerle (Vorarlberg) sowohl das Blaue Gruppo Cassa Centrale-Bergtrikot als auch das Sondertrikot e-VISO Giro des kämpferischsten Fahrers problemlos verteidigte.

DIE LEADERTRIKOTS

Grünes Melinda-Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Blaues Trikot der Gruppo Cassa Centrale – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Rotes Trikot Caffè Bocca della Verità – Punktewertung: Tom Pidcock (Pinarello Q36.5)
Weißes FORST-Trikot – Nachwuchswertung: Giulio Pellizzari (Red Bull-BORA-hansgrohe)
Schwarzes eViso Giro-Trikot – Ausreißerwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Tour of the Alps – 2. Etappe: Telfs – Martell/Val Martello – 148 Km


Plomi Foto

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 03:28:17
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:00
3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:00
4 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:00
5 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgroh 00:00
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:03
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:09

8 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Te 00:19
9 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:19
10 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:19
11 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:19
12 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:19
13 ALEOTT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgroh 00:25
14 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:25
15 RODRIGUEZ CONTRERAS Ju COL EF Education – Easypost 00:25

Gesamtwertung nach der 2. Etappe

1 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 06:49:42
2 ARENSMAN Thymen NED INEOS Grenadiers 00:04

3 GAFFURI Mattia ITA Team Picnic Postnl 00:06
4 VLASOV Aleksandr RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:10
5 BERNAL GOMEZ Egan Arley COL INEOS Grenadiers 00:10
6 FINN Lorenzo Mark ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:13
7 RONDEL Mathys FRA Tudor Pro Cycling Team 00:19

8 OMRZEL Jakob SLO Bahrain Victorious 00:29
9 HARPER Christopher AUS Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:29
10 TOLIO Alex ITA Bardiani CSF 7 Saber 00:29
11 POZZOVIVO Domenico ITA Solution Tech Nippo Rali 00:29
12 STORER Michael AUS Tudor Pro Cycling Team 00:29
13 O’CONNOR Ben AUS Team Jayco Alula 00:33
14 ZWIEHOFF Ben GER RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35
15 ALE0TT1 Giovanni ITA RED BULL – BORA – Hansgrohe 00:35

Perfekter Teamauftritt bei der Tour of the Alps: Giulio Pellizzari siegt und übernimmt Gesamtführung

Mit einer beeindruckenden Teamleistung hat Red Bull – BORA – hansgrohe auf der zweiten Etappe der Tour of the Alps ein Ausrufezeichen gesetzt. Giulio Pellizzari sicherte sich den Tagessieg und übernahm zugleich die Gesamtführung.

Auf der selektiven Schlusssteigung des 147,5 Kilometer langen Tagesabschnitts von Telfs nach Martell/Val Martello gehörten die Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe zu den aktivsten Akteuren im Rennen. Nach einer Attacke von Thymen Arensman (Ineos Grenadiers) war es der italienische U23-Weltmeister Lorenzo Finn, der dem Niederländer folgte und damit den späteren Etappensieg von Pellizzari vorbereitete. Pellizzari selbst schloss rund drei Kilometer vor dem Ziel zur Spitze auf.

Im Finale zeigte das Team dann eine perfekte Abstimmung: Der inzwischen ebenfalls zur Spitze aufgefahrene Aleksandr Vlasov eröffnete den Sprint und zwang die Konkurrenz zur Reaktion. Pellizzari nutzte diese Vorlage perfekt aus und setzte sich auf den letzten Metern gegen Arensman durch. Hinter ihm komplettierten Mattia Gaffuri (Italien, Picnic PostNL), Egan Bernal (Kolumbien, Ineos Grenadiers) und Vlasov die Top Fünf. Finn überquerte die Ziellinie knapp dahinter auf Rang sechs. Mit Giovanni Aleotti (13.) und Ben Zwiehoff (16.) beendeten zwei weitere Red Bull – BORA – hansgrohe Fahrer das Rennen im Spitzenfeld.

Giulio Pellizzari startet die morgige dritte Etappe der Tour of the Alps als Gesamtführender. Außerdem führt der 22-Jährige die Punkte- und Nachwuchswertung an. Red Bull – BORA – hansgrohe liegt nach zwei Renntagen an der Spitze des Mannschaftsklassements.

„Es ist ein unglaublicher Tag. Ich bin dieses Rennen schon zweimal gefahren und war schon Etappen-Dritter und Etappen-Zweiter. Umso schöner ist der heutige Sieg. Ich muss mich bei meinem Team bedanken – alle haben einen unglaublichen Job gemacht“
— Giulio Pellizzari

„Das war ein richtig guter Tag für uns. Mit dem Sieg von Giulio und mehreren Fahrern an der Spitze des Rennens haben wir gezeigt, wie stark wir als Team sind. Für mich persönlich war es ebenfalls eine sehr gute Etappe. Mit so großen Namen mithalten zu können, bedeutet mir viel.“
— Lorenzo Finn

„Ein großes Kompliment an die Jungs, die unseren Plan auf der Straße perfekt umgesetzt haben. Lorenzo war überragend, als er bei Arensman mitgehen konnte. Und als Aleks zurückkam und im Sprint als Erster beschleunigt hat, war das ein Gamechanger. Großer Respekt an das ganze Team – und Glückwunsch an Giulio. Ein perfekter Tag.“
— Christian Pömer, Sportlicher Leiter

Im Martell triumphiert Pellizzari: Etappensieg und Grünes Melinda-Trikot

Spektakuläres Finale bei der zweiten Etappe der Tour of the Alps mit Bergankunft in Martell: Der Kletterspezialist aus den Marken setzte sich im Sprint einer kleinen Spitzengruppe gegen Arensman, Gaffuri und den Kolumbianer Bernal durch. Sechster wird U23-Weltmeister Finn, Storer verliert 19 Sekunden, Gee und Pidcock müssen abreißen lassen. Morgen endet die Etappe in Arco, dem Sitz von Sport Alto Garda.

Ein Antritt eines echten Champions, im rauen und zugleich prachtvollen Herzen des Martell: Das Talent von Giulio Pellizzari hat die Tour of the Alps mit einem Klasseakt entfacht, der ihm den Sieg auf der zweiten Etappe des euroregionalen Radrennens, das in Telfs in Tirol begann, sowie das Symbol der Gesamtführung, das Grüne Melinda-Trikot, einbrachte.

Im Ziel in Südtirol in Martell setzte sich der Fahrer aus den Marken am Dienstag, den 21. April, nach 147,5 Kilometern und einem Rennen mit vielen Anstiegen – mit den Bergwertungen Piller Höhe und Reschenpass als Vorspiel zum Schlussanstieg – im Sprint gegen die weiteren Protagonisten eines intensiven und spektakulären Finales durch, in dem wie erwartet niemand seine Karten verdeckt halten konnte.

Der Erfolg von Pellizzari ist das Signal eines Talents, das nicht auf die Zukunft wartet: Er nimmt sie sich mit kräftigen Pedaltritten auf jenen Straßen, auf denen die wahren Werte zum Vorschein kommen – ein Zeichen, das Gewicht hat, mit Blick auf die Tour of the Alps und darüber hinaus. Hinter ihm klassierten sich der Niederländer Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), der sich auf euroregionalen Straßen stets wohlfühlt, und Mattia Gaffuri (Team Picnic PostNL), der vom ersten Moment an ein Protagonist war. Der 26-jährige Lombarde, bereits bei Kilometer 8 gemeinsam mit acht weiteren Fahrern in der Offensive, hielt bis zum Schlussanstieg stark dagegen und kämpfte bis auf die letzten Meter um den Sieg. Dafür wurde er mit einem wertvollen dritten Platz vor dem Kolumbianer Egan Bernal (INEOS Grenadiers) und dem Russen Alexandr Vlasov (Red Bull-BORA-hansgrohe) belohnt.

Platz sechs und weitere Glanzlichter setzte auch das andere italienische Nachwuchsversprechen, U23-Weltmeister Lorenzo Finn, heute wertvoller Helfer für Pellizzari, aber mit einer bereits vorgezeichneten Zukunft bei den Großen. Zeit verloren hingegen Michael Storer (Tudor Pro Cycling) und Ben O’Connor (Jayco-AlUla), beide mit 19 Sekunden Rückstand; 1:04 Minuten verlor der Kanadier Derek Gee (Lidl-Trek), während der Brite Tom Pidcock (Pinarello Q36.5) nicht den nötigen Tritt fand, um bei den Besten zu bleiben.

In der Gesamtwertung liegt Pellizzari nun 4 Sekunden vor Arensman und 6 Sekunden vor Gaffuri, während Vlasov und Bernal 10 Sekunden zurückliegen. Storer und O’Connor haben nun 29 beziehungsweise 33 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden, Gee sogar 1:14 Minuten. Die Bergankunft im Martelltal hat die Gesamtwertung geändert, doch die Entscheidungen bei der Tour of the Alps sind noch lange nicht gefallen.

PELLIZZARI: „EIN SIEG MIT BESONDERER BEDEUTUNG, ICH WIDME IHN STEFANO CASAGRANDA“

„Der heutige Sieg ist etwas Besonderes: Die Tour of the Alps hat mir vor drei Jahren den Weg in den Profisport eröffnet, und in Martell zu gewinnen, hat für mich eine einzigartige Bedeutung. Heute habe ich mehr gegeben, als ich in den Beinen hatte, auch um die Arbeit meiner Teamkollegen zu vollenden, die außergewöhnlich waren.“

„Auf Teneriffa habe ich in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Jay Hindley an meiner Explosivität gearbeitet, und die Ergebnisse sind sichtbar. Lange Anstiege sind mein ideales Terrain: Ich habe mich wohlgefühlt, auch wenn ich noch nicht in Bestform bin. Als ich zu Arensman, Finn und Storer aufgeschlossen hatte, versuchte ich den Gegenangriff, weil Finn stark unterwegs war und eine gute Alternative hätte sein können, falls sie mich wieder eingeholt hätten. Es war ein harter Tag, aber ich bin glücklich, dass alles bestmöglich gelaufen ist.“

„Das ist für mich auch eine wichtige Bewährungsprobe im Hinblick auf die Führungsrolle innerhalb des Teams: Ich spüre, dass ich in dieser Rolle wachse, ebenso wie in der Entwicklung einer Siegermentalität. Heute wollte ich gewinnen und ich habe es geschafft.“

„Ich widme diesen Sieg dem Vater meiner Freundin, Stefano Casagranda (lange Präsident des Veloce Club Borgo, eines der traditionsreichsten und bedeutendsten Nachwuchsteams im Trentino, Anm. d. Red.), der im vergangenen Oktober verstorben ist. Ganz in der Nähe, in Meran, gewann er 1998 eine Etappe des Giro del Trentino. Damals war ich noch nicht geboren. Dieser Sieg ist für ihn.“

RED BULL-BORA HERRSCHT IN MARTELL

Nach dem Start in Telfs entwickelte sich der erste Teil des Rennens entlang des Inntals, wo die ersten Attacken zur Bildung der Tagesfluchtgruppe begannen. Die entscheidende Aktion entstand bei Kilometer 8, als sich eine neunköpfige Gruppe – Stockwell (Bahrain Victorious), Gaffuri (Picnic-PostNL), Verrando (Solution Tech), Davide Bais (Polti-Visit Malta), Röber und Zangerle (Vorarlberg), Eckerstorfer, Paumann und Poschacher (Österreich) – vom Feld absetzen konnte. Ihr Vorsprung wuchs bis Kilometer 63 auf maximal fünf Minuten an.

Dahinter ließ die Reaktion des Feldes nicht lange auf sich warten: Red Bull-BORA-hansgrohe und Tudor, das Team des Tour-of-the-Alps-Siegers 2025 Michael Storer, erhöhten das Tempo und reduzierten den Rückstand nach und nach am Anstieg zur Piller Höhe. Auf den gut fahrbaren Rampen des Reschenpasses und im anschließenden Flachstück des Vinschgaus sank der Vorsprung der Ausreißer auf unter zwei Minuten.

Das Rennen explodierte endgültig am Schlussanstieg nach Martell. Einer nach dem anderen wurden die Ausreißer durch das Forcing von INEOS Grenadiers und Tudor gestellt – außer Gaffuri, der sich entschlossen wehrte und allein an der Spitze blieb, während dahinter der Kampf der Klassementfahrer entbrannte.

Der Erste, der angriff, war Thymen Arensman, gefolgt von Storer und dem jungen Lorenzo Finn. Pellizzari, zunächst noch abwartend, zeigte auf dem härtesten Abschnitt des Anstiegs seine starke Form, schloss zu den drei Kontrahenten auf und setzte sofort nach. Zwei Kilometer vor dem Ziel forcierte der Fahrer aus den Marken erneut und erreichte Gaffuri an der Spitze des Rennens.

Dahinter führte Arensman die Verfolgung an, mit Finn direkt an seinem Hinterrad und der Unterstützung eines starken Egan Bernal, während Storer für seine Anfangsbemühungen bezahlte und zunehmend zurückfiel. Unter dem roten Dreieck des letzten Kilometers schloss sich die Gruppe der Besten wieder zusammen: Neben Pellizzari und Gaffuri kamen auch Finn, Arensman, Bernal und Alexandr Vlasov zurück.

An diesem Punkt opferte sich Finn für seinen Teamkollegen auf, erhöhte das Tempo und bereitete den Sprint vor. Im Finale fand Pellizzari den entscheidenden Antritt: ein kraftvoller Sprint, mit dem er den zurückkommenden Arensman abwehrte und die Arbeit seiner Mannschaft vollendete, während Gaffuri nach einem Tag als Hauptdarsteller Dritter wurde.

#TOTA 2026 TRIKOTS

Melinda Grünes Trikot – Gesamtwertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
Gruppo Cassa Centrale Blaues Trikot – Bergwertung: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)
Caffè Bocca della Verità Rotes Trikot – Punktewertung: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
FORST Weißes Trikot – Bester Nachwuchsfahrer: Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe)
eVISO Giro Trikot – Ausreißerkönig: Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg)

Tommaso Dati gewinnt die erste Etappe der Tour of the Alps 2026

Tommaso Dati (Team UKYO) hat die erste Etappe der Tour of the Alps 2026 über 144,3 km von Innsbruck nach Innsbruck gewonnen. Hinter ihm folgen Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) und Florian Stork (Tudor Pro Cycling). Tommaso Dati ist damit auch der Melinda Führende in der Gesamtwertung.

1. ETAPPE – (Innsbruck – Innsbruck 144 Km) – ERGEBNISSE

1. Tommaso Dati (Team UKYO)
2. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5)
3. Florian Stork (Tudor Pro Team)
4. Gabriele Bessega (Team Polti Visitmalta)
5. Federico Iacomoni (Team UKYO)

GESAMTWERTUNG

1. Tommaso Dati (Team Ukyo)
2. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) +0:04
3. Florian Stork (Tudor Pro Team) +0:06

Die #TotA beginnt mit einer Überraschung: Tommaso Dati und sein Märchen von Innsbruck

Sprintentscheidung auf der ersten Etappe der Tour of the Alps mit Start und Ziel in der Tiroler Landeshauptstadt: Der Fahrer des Team UKYO setzt sich auf dem Rennweg gegen Tom Pidcock und Florian Stork durch und erlebt den schönsten Tag seiner Karriere. Morgen wartet die erste echte Bewährungsprobe für die Klassementfahrer: Bergankunft im Martelltal.

Unter dem noch unbeständigen Aprilhimmel, zwischen den Tiroler Bergen, die Innsbruck wie ein natürliches Amphitheater umgeben, begann die Tour of the Alps im Zeichen einer Eigenschaft, die das euroregionale Rennen seit Jahren auszeichnet: neue Namen ins Rampenlicht des großen Radsports zu bringen.

Diesmal war ein Italiener an der Reihe: Tommaso Dati aus Camaiore, der seinen 24. Geburtstag noch vor sich hat. Als schneller Fahrer in einem Rennen, das traditionell eher den Kletterern liegt, zeigte der Profi des Team UKYO die Hartnäckigkeit, in einer Etappe mit fast 43 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit standzuhalten und anschließend das Gespür, den perfekten Moment zu wählen, um alle zu überraschen.

Neben ihm – genauer gesagt in seinem Windschatten – Fahrer, die das Rampenlicht gewohnt sind, wie der Brite Tom Pidcock (Pinarello Q36.5), der Zweiter wurde. Doch auf dem Rennweg, jener Zielgeraden, auf der 2018 Alejandro Valverde zum Weltmeister gekrönt wurde, gehörte die Bühne Dati: Er sicherte sich das erste Grüne Melinda-Trikot der Tour of the Alps an einem jener Tage, die eine Karriere verändern können.

Das Podium komplettierte der Deutsche Florian Stork (Tudor Pro Cycling), vor zwei weiteren Italienern: dem Lombarden Gabriele Bessega (Team Polti Visit Malta), erster Träger des weißen FORST-Trikots für den besten Nachwuchsfahrer, und dem Trentiner Federico Iacomoni, Teamkollege von Dati im Rennstall des ehemaligen Formel-1-Piloten Ukyo Katayama.

Doch trotz des nicht allzu schwierigen Streckenprofils hielten sich auch die Favoriten nicht zurück im Hinblick auf das direkte Duell bei der morgigen Bergankunft im Martelltal in Südtirol. Der Australier Ben O’Connor (Team Jayco AlUla) sicherte sich geschickt zwei Bonussekunden beim Sprint in Axams, während der Niederländer Thymen Arensman (INEOS Grenadiers), Zweiter des Vorjahres, mit einer Attacke das Rennen aufbrechen wollte – ähnlich jener Aktion, mit der Gianni Moscon 2021 in Innsbruck gewann. Sein Vorstoß endete jedoch wenige hundert Meter vor dem Ziel.

Erwähnenswert war auch die Aktion des Innsbruckers Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg): Bereits bei Kilometer 1 attackierte der Tiroler und durfte vom Sieg vor heimischem Publikum träumen, ehe er sich fünf Kilometer vor dem Ziel dem heranrasenden Feld geschlagen geben musste. Für ihn blieb die Genugtuung, das blaue Gruppo-Cassa-Centrale-Bergtrikot sowie das eVISO-Giro-Trikot des kämpferischsten Fahrers zu tragen.

DATI: „DER SCHÖNSTE TAG MEINER KARRIERE“

„Ich bin überglücklich, ich empfinde in diesem Moment unglaublich viele Emotionen. Ich bin stolz auf die Arbeit, die das Team geleistet hat, und auf das, was wir im Training erarbeitet haben. Ich war zuversichtlich, weil ich gespürt habe, dass ich Beine wie an meinen besten Tagen habe, aber ich habe mir nicht zu viel Druck gemacht: Ich hoffte auf ein gutes Resultat und am Ende wurde es der Sieg. Es ist der schönste Tag meiner Karriere.“

„Dass ich im vergangenen Jahr bei Cofidis nicht Profi geworden bin, hat mich dazu gebracht, im Winter noch härter zu arbeiten und am Ende haben sich die Ergebnisse gezeigt. Und natürlich gibt es zusätzliche Motivation und Antrieb, wenn man vor einem Champion wie Tom Pidcock gewinnt: Das hat mir das Bewusstsein gegeben, dass ich auch auf einem höheren Niveau konkurrenzfähig sein kann.“

„Mein Traum? Natürlich die World Tour zu erreichen – und ich glaube jeden Tag weiter daran. Jeder Sieg ist ein Grund zur Freude, aber er ändert nichts: Morgen ist ein neuer Tag, und ich werde wieder alles geben. Vielleicht hatten heute Pidcock und Arensman die besten Beine. Ich werde versuchen, meinen beiden Teamkapitänen im Gesamtklassement zu helfen und dieses Trikot so lange wie möglich zu genießen, auch wenn mir bewusst ist, dass die nächsten Etappen eher für andere Fahrertypen geeignet sind.“

ZANGERLE VERPASST DEN TRAUM IN „SEINEM“ INNSBRUCK KNAPP

Nach dem offiziellen Start in Innsbruck erfolgte bereits beim ersten Rennkilometer die erste Attacke der Tour of the Alps 2026. Die Initiative ergriff Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg), zunächst allein, später gemeinsam mit Josef Dirnbauer (Team Austria) und seinem Teamkollegen Tobias Nolde. Das Trio gewann rasch an Vorsprung und erreichte bei Kilometer 17 maximal 4:40 Minuten, ehe das Feld – angeführt von den Fahrern der INEOS Grenadiers – reagierte.

In den letzten 50 Kilometern nahm das Rennen Fahrt auf, beim ersten Anstieg nach Götzens: Unter den Ausreißern verlor Nolde den Anschluss, während Zangerle die Bergwertung gewann. In der Abfahrt schlossen die Spitzenreiter wieder zusammen, doch dahinter wurde das Tempo deutlich verschärft – vor allem durch INEOS, unterstützt vom Team Jayco AlUla.

Beim zweiten Pass über Götzens fiel Nolde erneut zurück, diesmal endgültig. Das Feld kam den Ausreißern jedoch entschlossen näher und erreichte die Kuppe mit nur noch rund 30 Sekunden Rückstand. Am folgenden Anstieg nach Axams musste auch Dirnbauer abreißen lassen, während sich dahinter Ben O’Connor zwei Bonussekunden sicherte.

Zangerle hielt dem heranstürmenden Feld – gezogen von Jayco AlUla und INEOS Grenadiers – noch einige Kilometer stand, musste sich aber fünf Kilometer vor dem Ziel geschlagen geben. Im Finale versuchte das britische Team auf der letzten Rampe das Tempo nochmals zu erhöhen und bereitete damit die Finisseur-Aktion des Niederländers Thymen Arensman vor, der jedoch wenige hundert Meter vor dem Ziel eingeholt wurde.

Im Sprint auf dem Rennweg setzte sich Tommaso Dati vor Tom Pidcock und Florian Stork durch. Für den Fahrer des Team UKYO gab es neben dem Grünen Trikot auch das erste Rote Caffè-Bocca-della-Verità-Trikot.

Dienstag ERSTE PRÜFUNG FÜR DIE FAVORITEN: BERGANKUNFT IM MARTELLTAL

Am morgigen Dienstag, 21. April, verlässt die Tour of the Alps Nordtirol und erreicht Südtirol mit dem Ziel im Martelltal, die erste echte Prüfung für Kletterer und Klassementfahrer. Nach einem schnellen Start in Telfs in Tirol warten auf den 147,5 Kilometern der zweiten Etappe zunächst der Erstkategorie-Anstieg Piller Höhe (9,2 km bei 6 %), gefolgt vom Reschenpass (15,8 km bei 3,4 %), einer Bergwertung der dritten Kategorie.

Anschließend führt die Strecke durch den Vinschgau, bevor der Schlussanstieg ins Martelltal wartet: ein äußerst selektives Finale, das bereits 2014 beim Giro d’Italia entscheidend war, als der Kolumbianer Nairo Quintana solo gewann, sich im Martelltal erstmals das Rosa Trikot holte und damit den Grundstein für seinen Gesamtsieg beim Giro legte.

Innsbruck (Tirol), 20.April, 2026
Tour of the Alps Press Office
E-mail | tourofthealps@vitesseonline.it
Website | www.vitesseonline.it

Storer, Bernal und Pellizzari: „Es wird eine großartige #TotA. Der Favorit? Achtet auf Arensman…“

Bei der Pressekonferenz am Vortag haben der australische Titelverteidiger, der Kolumbianer von INEOS und die italienische Hoffnung ihre Ambitionen und Prognosen im Hinblick auf die Jubiläumsausgabe der Tour of the Alps nicht verborgen. Morgen die erste Etappe mit Start und Ziel in Innsbruck: zwei Stunden Live-Übertragung ab 13.30 Uhr, in Italien auf Raisport und Eurosport

Nur noch wenige Stunden, dann beginnt die Jubiläumsausgabe der Tour of the Alps. Das von Sport Alto Garda organisierte Radsportevent, das in diesem Jahr zehn Jahre seit der Unterzeichnung des euroregionalen Protokolls feiert, erlebte am Sonntag, den 19. April, in Innsbruck einen intensiven Tag vor dem Start – mit den vorbereitenden Abläufen und der Teampräsentation.

Wie üblich fand am Sonntag vor der ersten Etappe – 144,3 km mit Start und Ziel auf dem Rennweg, im Herzen der Tiroler Landeshauptstadt – auch die Pressekonferenz mit drei der großen Namen dieser 49. Ausgabe statt: dem Kolumbianer Egan Bernal (INEOS-Grenadiers), dem Italiener Giulio Pellizzari (RedBull-BORA-hansgrohe) und dem Titelverteidiger, dem Australier Michael Storer (Tudor Pro Cycling). Aufgrund einer Flugverspätung auf dem Weg nach Innsbruck konnte der Brite Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling) nicht an der Pressekonferenz teilnehmen, fehlte jedoch nicht auf der Bühne der Teampräsentation gemeinsam mit seinem Pinarello-Q36.5-Team.

Bernal, Pellizzari und Storer äußerten mit unterschiedlichen Nuancen ihre Begeisterung für die Tour of the Alps. Der Kolumbianer kehrt neun Jahre nach seiner letzten Teilnahme zurück, als er bei der allerersten Ausgabe des neuen euroregionalen Zyklus 2017 das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers gewann. Der Fahrer aus den Marken zeigte hingegen genau bei der #TotA vor drei Saisons erstmals einem breiten Publikum sein Talent; für den Australier bedeutete das Rennen im vergangenen Jahr den endgültigen Durchbruch.

„Die Tour of the Alps ist ein Rennen, das mir gefällt und das ich immer versuche, in meinen Kalender aufzunehmen“, erklärte Michael Storer. „In diesem Jahr habe ich noch keine großen Resultate erzielt, aber ich habe mich sehr gut vorbereitet und hoffe, so konkurrenzfähig zu sein wie bei der vergangenen Ausgabe. 2025 war die Tour of the Alps der schönste Moment meiner Saison, vielleicht meiner ganzen Karriere, zusammen mit dem dritten Platz bei der Lombardei-Rundfahrt. Ich glaube, dass uns in 48 Stunden die Etappe ins Martell die Wahrheit über die Ambitionen für diese Tour of the Alps sagen wird.“

Fast ein Jahrzehnt nach seinem ersten Auftritt bei der Euregio-Rundfahrt, als er sich unter Gianni Savio in der Weltelite des Radsports einen Namen machte, kehrt Egan Bernal zur Tour of the Alps zurück. Nach dem Gewinn des kolumbianischen Meistertitels im Februar hat er dieses Rennen für seine Rückkehr in den Wettkampf gewählt.

„Neun Jahre sind vergangen, aber ich habe hervorragende Erinnerungen: Die Organisation der #TotA ist großartig“, erklärte der Sieger der Tour de France 2019 und des Giro d’Italia 2021. „Ich habe viel in der Höhe in Kolumbien trainiert und bin neugierig, meinen Zustand zu überprüfen. Nach dem Knieproblem zu Saisonbeginn habe ich es vorgezogen, mich zu Hause vorzubereiten, und ich werde versuchen, mich Etappe für Etappe zu steigern. Ziele? Wenn man eine Startnummer trägt, fährt man immer auf Sieg: Ich werde alles geben. Auch für mich wird das Martelltal die anspruchsvollste Etappe sein, aber ich muss von Tag zu Tag denken, um das Bestmögliche zu erreichen.“

Die italienischen Hoffnungen ruhen auf dem Fahrer aus den Marken Giulio Pellizzari, der eine Durststrecke beenden soll, die seit 2013 andauert, als Vincenzo Nibali den Giro del Trentino gewann.

„Für mich ist es ein besonderes Rennen: Jedes Jahr bitte ich darum, teilnehmen zu dürfen, weil es eine hervorragende Annäherung an den Giro d’Italia darstellt. Seit Nibali im Jahr 2013 hat kein Italiener mehr die oberste Stufe des Podiums erreicht: Der Nächste zu werden, hätte eine große Bedeutung. Es ist ein Rennen, bei dem ich meinen Wert am Berg zeigen kann: Wahrscheinlich ist es unter diesem Aspekt die anspruchsvollste Veranstaltung. Nach einer Lehrsaison, in der ich sehr viel gelernt habe, gibt mir das Team in diesem Jahr schöne Möglichkeiten, mein eigenes Rennen zu fahren. Und mit uns wird auch Lorenzo Finn dabei sein, der Raum haben wird, seinen Wert zu zeigen.“

Und unter den Namen der Favoriten am Vortag waren sich die drei Athleten einig, den Niederländer von INEOS Grenadiers, Thymen Arensman, bereits Zweitplatzierter 2025, zu nennen: ein weiterer Anwärter, den man im Auge behalten sollte.

MORGEN IN INNSBRUCK DIE ERSTE ETAPPE
Morgen, Montag, den 20. April, steht die Auftaktetappe über 144,3 km mit Start und Ziel in Innsbruck auf dem Programm.

Die Etappe sieht einen schnellen Beginn im Inntal vor, gefolgt von einem 24-km-Rundkurs, der zweimal zu absolvieren ist, mit dem sanften Anstieg Richtung Mieminger Plateau.
Nach dem Rundkurs geht’s für das Fahrerfeld zurück nach Innsbruck, wo eine weitere doppelt zu fahrende Schleife ansteht. Auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt sticht die Rampe nach Götzens besonders ins Auge: Diese ist vier Kilometer lang, im Schnitt sieben Prozent steil und beinhaltet im Mittelteil sogar Passagen mit zweistelligen Steigungswerten.

Im Anschluss an diese selektive Rampe folgt eine schnelle Abfahrt nach Kematen, die von einem kurzen Gegenanstieg nach Axams inklusive Zwischensprint und Zeitgutschriften unterbrochen wird. Die finalen 20 Kilometer führen erneut zurück nach Innsbruck, wo die Etappe im Stadtzentrum auf dem Rennweg endet, bereits Schauplatz der WM 2018, als Alejandro Valverde zum Weltmeister gekrönt wurde.

DAS EUROREGIONALE ABENTEUER GEHT WEITER
Vor dem Start der Etappe (11.45 Uhr) ist ein feierlicher Moment zum zehnjährigen Bestehen des Projekts Tour of the Alps sowie zur Erneuerung des euroregionalen Protokolls für die kommenden zehn Jahre vorgesehen: Anwesend sein werden der Tiroler Landeshauptmann und turnusmäßige Präsident der Euregio Anton Mattle, der Landeshauptmann der Autonomen Provinz Bozen Arno Kompatscher sowie der Vizepräsident der Autonomen Provinz Trient Achille Spinelli.

EINE GLOBALE MEDIENPRÄSENZ
Die Tour of the Alps bestätigt sich als Veranstaltung von weltweiter Bedeutung mit einer Rekordabdeckung, die nahezu alle Länder der Welt erreicht.

Rai und ORF werden die Referenzsender in Italien, San Marino bzw. Österreich sein, gemeinsam mit Eurosport, das das Signal im gesamten europäischen Kontinent und in ganz Asien auch über die Kanäle HBO Max/Discovery+ sowie TNT Sports für das Vereinigte Königreich verbreiten wird. FloSports überträgt die Veranstaltung in den Vereinigten Staaten und Kanada, während X-Sports Bezugspunkt für das brasilianische Publikum sein wird.

Die #TotA wird auch auf den Frequenzen von L’Equipe TV übertragen, das die Veranstaltung in Frankreich sowie in den Fürstentümern Monaco und Andorra ausstrahlen wird, und in Israel dank des Senders Sports5. EBU News wird Bilder der Tour of the Alps in Nachrichtensendungen in ganz Europa zeigen, ebenso wie NOS in den Niederlanden.

Zur großen Zahl internationaler Sender kommt das Live-Streaming auf dem Youtube-Kanal „Age of Sports“ von Infront hinzu, der die Veranstaltung in Afrika, in Südamerika (mit Ausnahme Brasiliens), in Ozeanien und in einigen asiatischen Ländern, Vietnam, Indonesien, Philippinen und Malaysia, übertragen wird.

Die Tour of the Alps wird täglich von 13.30 bis 15.30 Uhr live übertragen, mit Ausnahme der dritten Etappe am Mittwoch, den 22. April, die von 12.30 bis 14.30 Uhr ausgestrahlt wird.

Innsbruck (Tirol), 19.April, 2026