Schlagwort-Archive: ToA

Die Tour of the Alps schreibt Euregio-Geschichte


Plomi Foto

Drei Monate vor dem Start der heurigen Ausgabe erlebte die Tour of the Alps in Innsbruck einen bedeutenden Tag, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinandertrafen. So stand nicht nur die Vorstellung der Teams, die bei der fünftägigen Rundfahrt mit Start im Alpbachtal (Nordtirol) und Ziel in Bruneck (Südtirol) in den Sattel steigen, auf dem Programm, sondern auch die Präsentation einer neuen, interaktiven Plattform der Euregio. Auf der Plattform wird der TotA, die als Paradebeispiel für funktionierende Zusammenarbeit zwischen den drei Euregio-Gebieten Tirol, Südtirol und das Trentino gilt, eine äußerst prominente Bühne gegeben.

Beim Festakt war mit Mario Gerber (Landesrat für Tourismus und Wirtschaft des Bundeslandes Tirol), Karin Seiler (Präsidentin des EVTZ Euregio Connect und Direktorin von Tirol Werbung) und Giacomo Santini (historischer Präsident des Tour-of-the-Alps-Veranstalters G. S. Alto Garda von der Gründung des Giro del Trentino bis heute) gar einiges an Prominenz vertreten.An der Präsentation nahmen auch der Präsident des Österreichischen Radsportverbands Harald J. Mayer, GF Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland Markus Kofler und Matthias Fink vom Generalsekretariat des EVTZ teil.

Die interaktive Euregio-Plattform befindet sich im Euregio Infopoint im Zentrum von Innsbruck und lädt dazu ein, sich auf interaktive Art und Weise quer durch Bilder, Statistiken und Filme zu klicken. Das Tool steht allen Besuchern zur Verfügung und stellt anschaulich dar, wie sich die Tour of the Alps von ihren Anfängen im Jahr 1979 bis heute zu einem sportlichen Großereignis von internationaler Bedeutung entwickelt hat. Dabei wird gezeigt, wie es der Rundfahrt gelingt, mit einem modernen Verständnis des Radsports den Fokus nicht nur auf den Sport, sondern auch auf die einzigartigen Landschaften der Alpenregion zu legen und dadurch im gesamten Euregio-Gebiet als wichtiges Werbeinstrument verstanden zu werden.

Der Inhalt der multimedialen Plattform wird ständig aktualisiert und gibt die TotA in ihren schönsten Facetten wieder. Für das grenzüberschreitende Etappenrennen selbst stellt das Tool einen großen Mehrwert dar, das einmal mehr die Professionalität der Veranstaltung und aller daran beteiligten Parteien unterstreicht. Mit der Plattform zeigt sich zudem, dass die Tour of the Alps für die Euregio ein äußerst bedeutendes Event repräsentiert, das sich hervorragend dazu eignet, als Erfolgsmodell nach außen getragen zu werden.

TALENTE AUS DER GANZEN WELT STELLEN SICH DER TOUR OF THE ALPS 2023
Obwohl der prall gefüllte internationale Radsportkalender der Tour of the Alps alles andere als entgegenkommt, ist es den Veranstaltern des G. S. Alto Garda auch in diesem Jahr gelungen, die Crème de la Crème des Straßenradsports in die Alpenregion zu locken. Drei Monate vor dem Auftakt der 46. Ausgabe der Rundfahrt stehen die ersten 18 teilnehmenden Mannschaften fest – vervollständigt wird das hochkarätige Starterfeld mit den letzten fehlenden Teams in den kommenden Wochen. Dabei wird genauestens darauf geachtet, welche verfügbare Formation sich am besten dazu eignen, um bei der TotA in den Sattel zu steigen.

Nicht weniger als acht World-Tour-Mannschaften nehmen die Tour of the Alps 2023 in Angriff. Neben AG2R Citroën Team (Frankreich) sind dies Astana Qazaqstan Team (Kasachstan), Bahrain Victorious (Bahrain), Bora-Hansgrohe (Deutschland), EF Education-Easy-Post (USA), INEOS Grenadiers (Großbritannien), Movistar Team (Spanien) und Team DSM (Niederlande).

Zusätzlich zu den acht World-Tour-Teams stellen sich neun renommierte Profi-Mannschaften der diesjährigen Rundfahrt. Diese sind Israel-Premier Tech (Israel), Uno-X Pro Cycling (Norwegen), Eolo-Kometa, Green Project-Bardiani-CSF-Faizanè und Team Corratec (alle Italien), Caja Rural-Seguros RGA, Equipo Kern Pharma und Euskaltel Euskadi (alle Spanien) sowie Q36.5 Pro Cycling Team (Schweiz). Komplettiert wird die Liste von der österreichischen Nationalmannschaft, die heuer zum ersten Mal bei der TotA mit dabei ist.

Da der österreichische Radsport darauf abzielt, bei der Tour of the Alps eine immer gewichtigere Rolle einzunehmen, darf man besonders gespannt sein, welche Athleten Nationaltrainer Stefan Sölkner bei der Premiere seiner Mannschaft für die Rundfahrt nominiert. Bereits in den letzten beiden Jahren gelang es zwei österreichischen Fahrern, der TotA dick und fett ihren Stempel aufzudrücken: Während Felix Großschartner 2021 die Schlussetappe in Riva del Garda für sich entschied, sorgte Felix Gall 2022 mit dem sechsten Platz in der Gesamtwertung für Furore.

Umjubelter Sieger der Tour of the Alps 2022 war der Franzose Romain Bardet. Neben dem Kletterspezialisten aus Brioude zeigte auch der niederländische Jungspund Thymen Arensman, der als Gesamt-Dritter seinen internationalen Durchbruch feierte, besonders auf. In diesem Jahr möchte die TotA allen Teilnehmern einmal mehr als Generalprobe für den Giro d’Italia dienen und wenige Wochen vor Beginn der Italien-Rundfahrt als letztes mehrtägiges Highlight im Radsportkalender zum Einsatz kommen.

Auch wenn zahlreiche Fahrer die Tour of the Alps dazu nutzen, um ihre Form im Hinblick auf die bedeutendsten Rundfahrten der Saison zu prüfen, so hat sich das grenzüberschreitende Etappenrennen mittlerweile zu einem prestigeträchtigen Großereignis entwickelt, das jeder Teilnehmer gewinnen will. Aus diesem Grund darf man besonders gespannt sein, wer die letzten beiden Mannschaften sein werden – schließlich setzen die Veranstalter des G. S. Alto Garda alles daran, dass an den fünf Tagen auf den Straßen Tirols, Südtirols und des Trentino erneut ein noch unbekannter Stern am Radsporthimmel aufgeht.

ZAHLREICHE HOCHKARÄTER HABEN SICH ANGEKÜNDIGT

Obwohl noch nicht alle Teams ihre Planung für die anstehende Saison bekanntgegeben haben, ist schon jetzt klar, dass sich im Starterfeld der Tour of the Alps 2023 eine Vielzahl von „dicken Fischen“ tummeln wird. So haben unter anderem Jack Haig (Bahrain Victorious) und Alexandr Vlasov (Bora-Hansgrohe) ihre Teilnahme an der Rundfahrt bestätigt. Haig zählt zu den stärksten Bergfahrern der Szene und zeigte 2021 mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung der Vuelta a España auf. In diesem Jahr möchte der 29-jährige Australier den nächsten Schritt machen und sich endgültig in der Weltspitze festsetzen. Dasselbe gilt für Vlasov, der 2022 die Tour de Romandie gewann und die äußerst anspruchsvolle Tour de France als Gesamt-Fünfter abschloss.

Für die heurige Ausgabe der Tour of the Alps hat sich auch das Team INEOS Grenadiers angekündigt. Die britische Mannschaft kann auf einen Mix aus Unbekümmertheit und Erfahrung zurückgreifen und hat mit dem jungen Thymen Arensman sowie dem erfahrenen Geraint Thomas zwei bärenstarke Fahrer in den eigenen Reihen, die auch beim Giro d’Italia zum engsten Favoritenkreis zählen. Thomas (Sieger der Tour de France 2018) ist beim grenzüberschreitenden Etappenrennen alles andere als ein Unbekannter, ließ er doch bei der Premiere der TotA im Jahr 2017 die gesamte Konkurrenz hinter sich.

Auch das Team AG2R Citroën mit dem Tiroler Felix Gall, Andrea Vendrame aus Italien sowie dem Gewinner der ersten Tour-of-the-Alps-Etappe des Vorjahres, Geoffrey Bouchard, hat seine Teilnahme am Spektakel in der Alpenregion zugesagt. Selbiges gilt für Astana Qazaqstan, das aller Voraussicht nach vom US-Amerikaner Joe Dombrowski angeführt wird. Ebenso mit dabei sind die gewohnt starken Mannschaften EF Education-EasyPost, Team Movistar und Team DSM – letztere stellte mit Romain Bardet auch den Gesamtsieger der TotA 2022.

Aus der Liste der neun Profi-Mannschaften sticht neben den drei italienischen Teams Eolo-Kometa, Green Project-Bardiani-CSF-Faizanè und Team Corratec die Formation Israel Premier Tech besonders ins Auge. Die israelische Mannschaft ist äußerst prominent besetzt und kann auf mehrere Weltklasse-Athleten, darunter Kaliber wie Chris Froome, zurückgreifen. Auch den spanischen Teams Caja Rural-Seguros RGA, Euskaltel Euskadi und Equipo Kern Pharma sowie der norwegischen Mannschaft Uno-X (in diesem Jahr erstmals bei der Tour de France am Start) darf auf den fünf Etappen in den drei Euregio-Gebieten einiges zugetraut werden. Das neu gegründete Q36.5 Cycling Team aus der Schweiz, das von einem Südtiroler Hauptsponsor unterstützt wird, ist ebenfalls für die ein oder andere Überraschung gut.

VON NORDTIROL GEHT ES ÜBER DAS TRENTINO NACH SÜDTIROL

In diesem Jahr fällt in Nordtirol der Startschuss zur Tour of the Alps. Damit wird das grenzüberschreitende Etappenrennen zum dritten Mal nach 2017 und 2019 in der nördlichsten der drei Euregio-Gebiete gestartet. War damals stets Kufstein Schauplatz des Auftakts, so geht dieser 2023 im Alpbachtal über die Bühne.

Bevor am Montag, 17. April die erste Etappe gestartet wird, steht tags zuvor (Sonntag, 16. April) die offizielle Eröffnung der TotA 2023 auf dem Programm. Diese findet im Kongresszentrum von Alpbach, in dem 2020 die Vereinbarung zur Gründung des EVTZ „Euregio Connect“ unterzeichnet wurde, statt. Die Auftaktetappe mit Start in Rattenberg endet nach 127,5 Kilometern mit einer Bergankunft in Alpbach.

Die zweite und längste Etappe der Tour of the Alps 2023 am Dienstag, 18. April führt über 165,2 Kilometer von Reith im Alpbachtal auf den Ritten in Südtirol. Zuerst passiert das Fahrerfeld am Brenner die österreichisch-italienische Grenze, ehe auf der zweiten Etappenhälfte selektive Anstiege nach Barbian und zum Mittelberg bezwungen werden müssen. Das Ziel befindet sich in der Ritten Arena in der Ortschaft Klobenstein – einem Eisring, der im Winter unter anderem für Eisschnelllauf-Wettbewerbe genutzt wird.

Im Rahmen der dritten Etappe am Mittwoch, 19. April gelangen die Teilnehmer erstmals ins Trentino. Das Teilstück beginnt am Ritten und endet nach 162,5 Kilometern in Brentonico San Valentino. Nach hundert gemütlichen Kilometern dürfte sich auf den beiden Anstiegen am Ende der Etappe die Spreu vom Weizen trennen: Die erste Rampe geht hoch zum Cei-See, der schwierige Schlussanstieg führt nach San Valentino di Brentonico, wo die Etappe zu Ende geht.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 20. April wird ausschließlich auf Trentiner Boden gefahren. Von Rovereto geht es über 152,9 Kilometer nach Predazzo, wobei mit den Anstiegen zum Passo del Sommo, dem St.-Colomba-See sowie der Rampe hoch zum Passo di Pramadiccio gleich drei Herausforderungen warten.

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 21. April mit Start in Cavalese und Ziel in Bruneck hat es von Anfang an in sich: Gleich nach Beginn müssen die Fahrer hoch zum Lavazè-Pass, der mit 1.808 Metern den höchsten Punkt der Tour of the Alps 2023 darstellt. Danach geht im Pustertal das große Finale der Rundfahrt über die Bühne: Dieses beginnt mit einem höchst selektiven Anstieg nach Mühlbach und endet nach einem Mix an Anstiegen und Abfahrten im Zentrum der Stadt Bruneck.

Für alle fünf Etappen der Tour of the Alps ist eine rund zweistündige Live-Übertragung im internationalen Fernsehen vorgesehen.

TOUR OF THE ALPS 2023 – DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK

Montag, 17. April 2023
1. Etappe: Rattenberg – Alpbach, 127,5 km
2.470 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***
Dienstag, 18. April 2023
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Ritten, 165,2 km
2.860 Höhenmeter. Schwierigkeit: **
Mittwoch, 19. April 2023
3. Etappe: Ritten – Brentonico San Valentino, 162,5 km
2.940 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****
Donnerstag, 20. April 2023
4. Etappe: Rovereto – Predazzo, 152,9 km
3.610 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****
Freitag, 21. April 2023
5. Etappe: Cavalese – Bruneck, 144,5 km
2.910 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

DIE STIMMEN:

Mario Gerber, Tourismusreferent der Tiroler Landesregierung: „Die Tour of the Alps startet wieder mit einer spektakulären Runde durch die Alpen. Die Etappen führen über die Berge und durch die Täler der Euregio – das perfekte Gelände für anspruchsvolle Straßenradrennen. Das Rennen ist aber nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein Leuchtturmprojekt der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Die Tour of the Alps ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie Kooperation gelingen kann“.

Karin Seiler, Präsidentin EVTZ Euregio Connect, GF Tirol Werbung: „Die Tour of the Alps bildet in doppelter Hinsicht einen Startpunkt für unser Land. Einerseits findet sie am Beginn unserer Sommersaison statt und liefert attraktive Bilder, die zum Radfahren in Tirol einladen. Zum anderen ist diese Rundfahrt das erste gemeinsame Projekt unseres Euregio Connect. Unter dem Dach dieses EVTZ haben sich die drei Tourismusorganisationen Trentino Marketing, IDM Südtirol und Tirol Werbung zusammengeschlossen, um den Tourismus und den Sport gemeinsam voranzutreiben und weitere grenzüberschreitende Initiativen zu setzen“.

Giacomo Santini, Präsident GS Alto Garda: „Die Tour of the Alps ist ein Parade-Beispiel für die Umsetzung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die vor vielen Jahren von der Europäischen Union gefördert wurde. Ziel unserer Rundfahrt ist es, alte Grenzen zu überwinden, um Gebiete an den Grenzen in Orte der Zusammenarbeit zwischen Völkern mit einer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Sprache zu verwandeln.
Tirol und die anderen Regionen Österreichs, Südtirols und des Trentino haben die gleichen geografischen Merkmale mit ganz besonderen Bergen und Tälern. Dank unserer Rundfahrt werden die Bilder dieser schönen Panoramen in die Häuser von Millionen von Menschen in Europa und der ganzen Welt gebracht.“

Harald J. Mayer, Präsident des Österreichischen Radsportverbandes Cycling Austria: „Die Teilnahme des österreichischen Nationalteams bei der Tour of the Alps ist eine wundervolle Gelegenheit für unsere Athleten um sich selbst bei einer Topveranstaltung zu präsentieren. Sie können unsere Farben vor heimischer Kulisse zeigen und ich freue mich schon sehr zu verfolgen, wie sie ihre Chancen dort wahrnehmen.”

Markus Kofler, GF Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland: „Dank seiner landschaftlichen Vielfalt und seiner optimalen Lage im Herzen Tirols ist das Alpbachtal ein absoluter Geheimtipp für abwechslungsreiche Rennradtouren. Die Startorte Rattenberg – Österreichs kleinste Stadt – und das Blumendorf Reith im Alpbachtal sowie der Zielort Alpbach, das schönste Dorf Österreichs mit seinem modernen Congress Centrum, bilden einen idealen Rahmen für den Radsport und die traditionellen Werte Tirols.
Die Tour of the Alps ist der optimale Partner, um den Rennradsport nachhaltig im Alpbachtal und in Tirol zu etablieren.“

Innsbruck (Nordtirol), 19. Januar 2023

Die #TotA ist zurück: Vom 17. bis 21. April 2023 warten fünf spektakuläre Tage auf alle Radsport-Fans

Am Freitag, 4. November wurde in Mailand die Tour of the Alps 2023 vorgestellt. Die 46. Ausgabe des grenzüberschreitenden Etappenrennens beinhaltet fünf Etappen mit insgesamt 752 Kilometern, die das Teilnehmerfeld von Rattenberg in Nordtirol über den Ritten, Vallagarina und das Fleimstal bis nach Bruneck führen. Auch im kommenden Jahr hält die Rundfahrt, die zuletzt eine mediale Summe von knapp 14 Millionen Euro einspielte, am bewährten Erfolgsmodell fest und wartet mit kurzen, aber selektiven Etappen auf

Die Tour of the Alps hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt und beeindruckt Jahr für Jahr aufs Neue mit einem spektakulären Streckenprofil, das quer durch die schönsten Landschaften der drei Euregio-Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino führt. Als Nachfolger der legendären Trentino-Rundfahrt hat die TotA riesige Fußstapfen zu füllen – dieser Aufgabe wird das fünftägige Radsport-Großereignis allerdings mehr als gerecht.

Bei der mittlerweile traditionellen Streckenvorstellung in der ehrwürdigen „Sala Buzzati“ von RCS Sport in Mailand waren einmal mehr zahlreiche Medienvertreter, Stakeholder sowie aktive und ehemalige Radsport-Hochkaräter dabei. Dass die vom G.S. Alto Garda organisierte Rundfahrt mittlerweile weit mehr als „nur“ ein gewöhnliches Radrennen ist, beweisen auch die nackten Zahlen: Bei der letzten Ausgabe im vergangenen April wurde ein Medienwert von fast 14 Millionen Euro eingespielt – ein sensationeller Wert für ein fünftägiges Sport-Event.

Diese Zahlen wurden vom Medienbeobachtungsunternehmen United Synergies erhoben und unterstreichen deutlich, welch große Bedeutung die Tour of the Alps für die Tourismusregionen Trentino, Südtirol und Tirol hat. Im Zuge der Rundfahrt gründeten die drei Euregio-Gebiete den neuen Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) „Euregio Connect“, um damit neue Initiativen in der Welt des Sports zu fördern. Die TotA fungiert dabei als Vorzeigebeispiel – nun sollen weitere Projekte, die einen ähnlichen Weg wie das grenzüberschreitende Etappenrennen gehen, folgen.

Die 46. Ausgabe der Tour of the Alps geht vom 17. bis 21. April 2023 über die Bühne. An den fünf Tagen gelangt das Teilnehmerfeld vom Alpbachtal in Nordtirol – genauer gesagt von Rattenberg – über 752,6 Kilometer nach Bruneck in Südtirol. Auf den fünf Etappen stehen knapp 15.000 Höhenmeter und zwei Bergankünfte auf dem Programm. Die vielen Höhenmeter machen eines deutlich: Die TotA 2023 dürfte zur anspruchsvollsten TotA aller Zeiten werden.

An der Pressekonferenz in Mailand nahmen der Geschäftsführer von Trentino Marketing, Maurizio Rossini, der Präsident der IDM Südtirol, Hansi Pichler, der ehemalige Radsportler und Berater der Tirol Werbung, Thomas Rohregger, sowie der Präsident der GS Alto Garda, Giacomo Santini, der Generaldirektor der Trentino-Rundfahrt, Maurizio Evangelista, und der Präsident des italienischen Radsportverbandes, Cordiano Dagnoni, teil. Einen Überblick über die Strecke der Trentino-Rundfahrt 2023 gaben der ehemalige Radsportweltmeister Giuseppe Saronni, der ehemalige italienische TC Davide Cassani, der Direktor des Giro d’Italia Mauro Vegni und der Journalist Pierangelo Soldavini von Sole 24 Ore.

Auch wenn das Streckenprofil einige kleine Überraschungen zu bieten hat, so blieben sich die Macher des G.S. Alto Garda selbst treu und hielten am Erfolgsrezept von „kurzen, aber selektiven Etappen“ fest. Diese Formel ist seit jeher in der DNA der Tour of the Alps verankert und hat die Rundfahrt zu jener Erfolgsgeschichte gemacht, die sie heute ist.
Teil der TotA-DNA sind nicht nur die fünf anspruchsvollen Etappen, sondern auch die moralischen Werte, die das sportliche Großereignis vertritt. Dazu gehören Begriffe wie nachhaltige Mobilität, Gastfreundschaft oder Liebe zu den Bergen und zum Sport im Freien. Dieses Gesamtkonzept erfreut Radsport-Begeisterte rund um den Globus und ist mit der Grund dafür, dass die Rundfahrt auch medial hervorragend ankommt.
Es verwundert daher wenig, dass sich die Tour of the Alps mit ihrer modernen Interpretation des Radsports auch bei den besten Fahrern der Welt einer großen Beliebtheit erfreut. Das grenzüberschreitende Etappenrennen lockt immer wieder die Crème de la Crème der internationalen Radsport-Szene in die Alpenregion – als Folge der hohen Dichte an teilnehmenden World-Tour-Teams ist auch das Zuschauerinteresse weit über die Euregio-Gebiete hinaus enorm.

START IN NORDTIROL, FINALE IN SÜDTIROL
Nachdem die Tour of the Alps im vergangenen April (mit Gesamtsieger Romain Bardet bzw. Etappensieger Thibaut Pinot) in Lienz zu Ende ging, fällt im kommenden Jahr in Nordtirol der Startschuss zur fünftägigen Rundfahrt. Damit wird die TotA zum dritten Mal nach 2017 und 2019 im nördlichsten der drei Euregio-Gebiete gestartet. War damals stets Kufstein Schauplatz des Auftakts, so geht dieser 2023 in Rattenberg über die Bühne. Die kleinste Stadt Österreichs verfügt über reichlich Erfahrung, wenn es darum geht, Radsport-Großereignisse bei sich zu begrüßen: 2018 machte hier die letzte Etappe der Tour of the Alps Halt, im Herbst desselben Jahres fungierte das Städtchen im Rahmen der Straßenrad-Weltmeisterschaft in Innsbruck als Startort des Zeitfahrens der Herren.

Bevor am Montag, 17. April der Startschuss zur ersten Etappe erfolgt, steht tags zuvor (Sonntag, 16. April) die offizielle Eröffnung der Tour of the Alps 2023 auf dem Programm. Diese findet im Kongresszentrum von Alpbach, in dem 2020 die Vereinbarung zur Gründung des EVTZ „Euregio Connect“ unterzeichnet wurde, statt. Die Auftaktetappe mit Start in Rattenberg endet nach 127,5 Kilometern mit einer Bergankunft in Alpbach. Auf dem Weg dorthin warten mit den Anstiegen hoch nach Brandenberg und den Kerschbaumer Sattel zwei anspruchsvolle Rampen, die an mehreren Abschnitten Steigungen im zweistelligen Bereich aufweisen. Diese beiden Anstiege dürften die Teilnehmer gleich auf der ersten Etappe erstmals aus ihren Reserven locken.

Die zweite und längste Etappe der TotA 2023 am Dienstag, 18. April führt über 165,2 Kilometer von Reith im Alpbachtal auf den Ritten. Zuerst passiert das Fahrerfeld am Brenner die österreichisch-italienische Grenze, ehe auf der zweiten Etappenhälfte selektive Anstiege nach Barbian und zum Mittelberg bezwungen werden müssen. Das Ziel befindet sich in der Ritten Arena in der Ortschaft Klobenstein – einem Eisring, der im Winter unter anderem für Eisschnelllauf-Wettbewerbe genutzt wird.

Im Rahmen der dritten Etappe am Mittwoch, 19. April gelangen die Teilnehmer erstmals ins Trentino. Das Teilstück beginnt am Ritten und endet nach 162,5 Kilometern in Brentonico San Valentino. Nach hundert gemütlichen Kilometern dürfte sich auf den beiden Anstiegen am Ende der Etappe die Spreu vom Weizen trennen: Die erste Rampe geht hoch zum Cei-See, der schwierige Schlussanstieg (15,5 km und eine durchschnittliche Steigung von 7,5 %) führt nach San Valentino di Brentonico, wo die Etappe zu Ende geht.

Die vierte Etappe am Donnerstag, 20. April wird ausschließlich auf Trentiner Boden gefahren. Von Rovereto geht es über 152,9 Kilometer nach Predazzo, wobei die Anstiege zum Passo del Sommo (15,7 km und eine durchschnittliche Steigung von 7,3 %) und zum St.-Colomba-See besonders ins Auge stechen. Mit der Rampe hoch zum Passo di Pramadiccio wartet kurz vor Schluss eine weitere Herausforderung, ehe das Etappenfinish in der Fleimstaler Gemeinde Predazzo ansteht.

Die fünfte und letzte Etappe am Freitag, 21. April mit Start in Cavalese und Ziel in Bruneck hat es von Anfang an in sich: Gleich nach Beginn müssen die Fahrer hoch zum Lavazè-Pass, der mit 1.808 Metern den höchsten Punkt der Tour of the Alps 2023 darstellt. Danach geht im Pustertal das große Finale der Rundfahrt über die Bühne: Dieses beginnt mit einem höchst selektiven Anstieg nach Mühlbach (7,8 km und eine durchschnittliche Steigung von 8,2 %) und endet nach einem Mix an Anstiegen und Abfahrten im Zentrum der Stadt Bruneck.

Mit Sonny Colbrelli zogen die Veranstalter des G.S. Alto Garda für die kommende Ausgabe der Tour of the Alps einen hochkarätigen Botschafter an Land. Der italienische Radprofi kürte sich 2021 in Trentino zum Straßenrad-Europameister und gehörte zu den erfolgreichsten Fahrern des Kalenderjahres. Nach einem Herzstillstand, den Colbrelli im März bei der Katalonien-Rundfahrt erlitt, musste der 32-Jährige seine Karriere leider vorzeitig beenden.

DIE FÜNF ETAPPEN IM ÜBERBLICK: 752,6 KILOMETER UND 14.790 HÖHENMETER
Die Tour of the Alps 2023 setzt sich aus fünf Etappen, die eine Gesamtlänge von 752,6 Kilometer aufweisen, zusammen. Auf den fünf Teilstücken warten nicht weniger als zehn Bergwertungen und 14.790 Höhenmeter.

Montag, 17. April 2023
1. Etappe: Rattenberg – Alpbach, 127,5 km
2.470 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

Dienstag, 18. April 2023
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Ritten, 165,2 km
2.860 Höhenmeter. Schwierigkeit: **

Mittwoch, 19. April 2023
3. Etappe: Ritten – Brentonico San Valentino, 162,5 km
2.940 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Donnerstag, 20. April 2023
4. Etappe: Rovereto – Predazzo, 152,9 km
3.610 Höhenmeter. Schwierigkeit: ****

Freitag, 21. April 2023
5. Etappe: Cavalese – Bruneck, 144,5 km
2.910 Höhenmeter. Schwierigkeit: ***

DIE EUREGIO BIETET NACHWUCHSTALENTEN & DER ÖSTERREICHISCHEN NATIONALMANNSCHAFT EINE BÜHNE
Noch bevor das Teilnehmerfeld der Tour of the Alps im Januar 2023 der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird, gaben die Veranstalter in Mailand eine erste Neuheit bekannt: Bei der kommenden Ausgabe der Rundfahrt wird zum ersten Mal die österreichische Nationalmannschaft in der Alpenregion in den Sattel steigen. Zuletzt sorgte mit Jungspund Felix Gall, der die TotA 2022 auf dem starken vierten Platz beendete, ein Österreicher für mächtig Furore – im kommenden Jahr wollen es ihm seine Teamkollegen nachmachen.

Dass die Tour of the Alps zu einem echten Karriere-Sprungbrett für aufstrebende Radsport-Nachwuchshoffnungen werden kann, hat sie in jüngerer Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen. Um diesen Talenten vorab eine große Bühne zu geben, wurden zur TotA-Vorstellung vier vielversprechende Athleten aus den Euregio-Gebieten eingeladen. Damit rückten die Veranstalter einen Fokus auf das Thema „Jugendpolitik“, das in diesem Jahr einen der großen Schwerpunkte auf der Euregio-Agenda bildet.

Zu den vier geladenen Nachwuchsathleten gehörten die beiden Südtiroler Matteo Bianchi und Mattia Predomo, die Trentinerin Edoardo Zambanini und Alice Toniolli sowie der Tiroler Marco Schrettl. Bahnradfahrer Bianchi holte sich in diesem Jahr im 1-Kilometer-Zeitfahren sensationell den Vize-Europameistertitel, Predomo eroberte bei der Bahnrad-Juniorenweltmeisterschaft Gold in den Bewerben Keirin und im Sprint. Toniolli war Teil der Mannschaft, die sich im Vorjahr zum Straßenrad-Europameister im Mixed kürte. Schrettl hingegen wurde Junioren-Staatsmeister im Straßenrennen sowie Zeitfahren und nimmt im nächsten Jahr seine erste Profisaison im Trikot des Team Tirol KTM in Angriff. Möglicherweise ist er im kommenden April auch bei der Tour of the Alps dabei – dort könnte er als Fahrer der österreichischen Mannschaft an den Start gehen.

SPONSOREN: VIELE BESTÄTIGUNGEN UND EIN NAMHAFTER NEUZUGANG
Ohne die Unterstützung der zahlreichen Unternehmen wäre die Tour of the Alps nicht zu jener Erfolgsgeschichte verkommen, die sie heute ist. Während viele dieser Unternehmen der Rundfahrt schon seit Tag eins zur Seite stehen, haben sich im Laufe der Jahre einige neue Sponsoren zur prominenten Liste der Partner dazugesellt.
Zu den Hauptsponsoren der Tour of the Alps gehören weiterhin die Unternehmen Melinda, Cassa Centrale Banca, Alé Cycling, Vittoria, Suzuki und die A22-Brennerautobahn.
Mit dem Sportartikelgeschäft Sportler konnte ein weiterer dicker Fisch als Partner an Land gezogen werden. Das Südtiroler Unternehmen kann auf eine 45-jährige Geschichte zurückblicken und verfügt über reichlich Expertise im Bereich des Radsports. Erst kürzlich eröffnete Sportler in Peschiera del Garda und Bozen zwei Bike-Megastores, in denen sich alles um die vielseitige Welt des Radsports dreht.
Eine weitere großartige Neuigkeit ist die Vereinbarung mit Infront – einem Unternehmen, das in der Welt des Sportmarketings eine Schlüsselrolle spielt und das wichtig sein wird, wenn es darum geht, das Wachstum der Trentino-Rundfahrt weiter zu fördern und gleichzeitig Nebenveranstaltungen zu erschaffen.
Im Bereich Radio wird die im Vorjahr gestartete Zusammenarbeit mit dem Sender Viva FM fortgesetzt. Bei der TotA-Vorstellung in Mailand war Viva FM live vor Ort und übertrug die Streckenpräsentation in Echtzeit an seine Hörer in Norditalien.

DIE STIMMEN:

Giacomo Santini, Präsident der GS Alto Garda: „Es ist eine Kombination aus unterschiedlichen Faktoren, die die Trentino-Rundfahrt einzigartig macht und ihre Identität ausmacht: der organisatorische Geist, die technische Formel, die Teilnahme der Fahrer und ihr Engagement für das Rennen. Die Strecke und die Gebiete sprechen für sich: in unseren drei Ländern gibt es Anstiege und Abfahrten, die die Haltung wahrer Champions erfordern.“

Cordiano Dagnoni, Präsident des italienischen Radsportverbands: „Die Trentino-Rundfahrt ist ein sehr wichtiges Ereignis in unserem Kalender. Dem italienischen Radsport fehlt es heutzutage an einem neuen Star für Etappenrennen, und um diese Kategorie von Fahrern zu formen, ist es wichtig, Organisatoren wie die der #TotA zu haben. Denn sie verleihen einem Rennen, zu dem die Fahrer mit dem Willen zum Sieg kommen, eine einzigartige Identität.“

Maurizio Rossini, Geschäftsführer von Trentino Marketing: „Die Trentino-Rundfahrt ist der Stolz unseres Landes und Ausdruck einer Sportart, die in den letzten Jahren wie keine andere gewachsen ist: Das Radfahren ist eine hervorragende Art, sich zu bewegen und die Täler des Trentino zu entdecken. Fast 6 von 10 Besuchern des Trentino sind Aktivtouristen, 50 Prozent davon widmen sich dem Radsport: Veranstaltungen wie die Trentino-Rundfahrt rücken unser Gebiet in dieser Hinsicht ins Rampenlicht.“

Hansi Pichler, Präsident der IDM Südtirol: „Die Trentino-Rundfahrt hat in Südtirol über die Jahre eine außerordentlich positive Resonanz erfahren, einen wachsenden Konsens in der Region gefunden und Kanäle und Dialogmöglichkeiten eröffnet – auch im politischen Bereich. Dank dieser Veranstaltung können wir der ganzen Welt sagen, dass die Gebiete der Euregio ein globales Top-Gebiet für Fahrradenthusiasten sind.“

Thomas Rohregger, Tirol Werbung Consultant: „Im Jahr 2018 hat unser Gebiet dank der Straßenweltmeisterschaft einen enormen Werbeschub erhalten und wir haben diesen Effekt durch die Trentino-Rundfahrt verstärkt. Das Fahrrad ist ein wichtiges Instrument, um für das Land zu werben und einen Beitrag zur Gesundheit und Fitness der Bevölkerung zu leisten. Wir können es kaum erwarten, den Start der #TotA zu beherbergen, und ich möchte die Athleten warnen: Passt auf die erste Etappe auf!“

Pierangelo Soldavini, Journalist von Il Sole24Ore: „Radsportveranstaltungen sind ein erfolgreiches Mittel, um Regionen zu fördern. Radsportbegeisterte sind Menschen, die den Sport lieben und ihn auch ausüben, die in die Region kommen und ihn leben. Was die Trentino-Rundfahrt betrifft, so gefällt mir die Idee dieser Allianz im Namen des Sports und des Cycling zwischen Gebieten, die traditionell Konkurrenten auf dem Tourismusmarkt sind: Ich hoffe, dass dieser Dialog auch zu weiteren Entwicklungen führen kann.“

Beppe Saronni: „Die technische Formel der Trentino-Rundfahrt ist eigentlich ideal für ein einwöchiges Rennen. Man hat den ganzen Tag über Glanz und Spektakel. Die Trentino-Rundfahrt bietet moderne Radstrecken. Es ist zweifelsohne ein Rennen für Bergfahrer, und die Athleten werden es von Anfang bis Ende mit Intensität angehen.“

Davide Cassani: „Die Trentino-Rundfahrt hat eine starke Identität herausgebildet – dank der anspruchsvollen Strecken, die die Gebiete unterscheiden. Man kommt nicht zu diesem Rennen, um sich auf das Kommende vorzubereiten: Man kommt, um zu gewinnen. Schon am ersten Tag wird sich zeigen, wer die Hauptfavoriten des Rennens sind. Generell sind die Rennen heute viel spektakulärer als früher. Das liegt daran, dass wir mehr auf Qualität als auf Quantität setzen: Unser Ziel muss es sein, Rennen anzubieten, die schön anzusehen sind und Spaß machen, genau wie die Trentino-Rundfahrt.“

Mauro Vegni, Direktor des Giro d’Italia: „Aus einer technischen Perspektive rückt die Trentino-Rundfahrt „die ‚echten‘ Fahrer in den Vordergrund, aber auch diejenigen, die Ambitionen für den einige Wochen später folgenden Giro d’Italia hegen können. Wie der Sieger 2023 aussieht? Er wird ein absoluter Champion sein, ein großer Kletterer.“

Maurizio Evangelista, Generaldirektor der Trentino-Rundfahrt: „Wir wollen einen technischen Weg einschlagen, der die Modernität des Radsports verkörpert. Der Radsport von heute ist viel spektakulärer als früher. Auch die Kurve einer typischen Radrennsport-Karriere hat sich verschoben: Es wird immer mehr frühreife Fahrer geben – und es ist richtig, ihnen große Herausforderungen an die Hand zu geben. Sicherheit ist einer der größten Schwerpunkte für uns: Innerhalb unseres Organisationsteams – eine echte Mischung aus Kompetenz und Leidenschaft – gibt es ein technisches Team, das das ganze Jahr über an dieser Herausforderung arbeitet. Unserer besonderer Dank geht an das gesamte Team, an die Institutionen und Partner der Veranstaltung, einschließlich unserer jüngsten Zuwächse – Sportler und die neue Synergie mit Infront.“

Tour of the Alps – 5. Etappe Lienz – 114,50 Km


Photo by Plomi

1 PINOT Thibaut FRA GROUPAMA – FDJ 03:09:24
2 DE LA CRUZ MELGAREJO Da ESP ASTANA QAZAQATAN TEAM 00:07
3 KÄMNA Lennard GER BORA – HANSGROHE 01:46
4 ARRIETA LIZARRAGA Igor ESP EQUIPO KERN PHARMA 02:43
5 TR/EEN Torstein NOR UNO-X PRO CYCLING TEAM 03:26
6 AMADOR Andrey CRC INEOS GRENADIERS 08:09
7 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 08:36
8 BARDET Romain FRA TEAM DSM 08:36
9 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 08:38
10 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 09:15
11 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 09:15
12 BILBAO LOPEZ DE ARMENTI ESP BAHRAIN VICTORIOUS 09:15
13 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 09:22
14 LOPEZ MORENO Miguel Ang COL ASTANA QAZAQATAN TEAM 09:35
15 CARTHY Hugh John GBR EF EDUCATION – EASYPOST 09:35

Endstand:

1 BARDET Romain FRA TEAM DSM 18:59:29
2 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:14
3 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:16
4 BILBAO LOPEZ DE ARMENTI ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:37
5 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:49
6 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:53
7 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 01:00
8 BUITRAGO SANCHEZ Santiag COL BAHRAIN VICTORIOUS 01:57
9 CARTHY Hugh John GBR EF EDUCATION – EASYPOST 02:08
10 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 02:13
11 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 02:17
12 PERNSTEINER Hermann AUT BAHRAIN VICTORIOUS 02:20
13 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 02:41
14 MARTINEZ Lenny FRA GROUPAMA – FDJ 03:14
15 QUINN Sean USA EF EDUCATION – EASYPOST 03:16
16 UIJTDEBROEKS Cian BEL BORA – HANSGROHE 03:16
17 DOMBROWSKI Joseph Lloyd USA ASTANA QAZAQATAN TEAM 03:45
18 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 04:58
19 PINOT Thibaut FRA GROUPAMA – FDJ 05:10
20 KÄMNA Lennard GER BORA – HANSGROHE 06:15


Photo by Plomi

Frankreich dominiert in Lienz: Pinot gewinnt die Etappe, Bardet die #TotA

Eine spektakuläre Schlussetappe mit Start und Ziel in Lienz bescherte dem Franzosen Romain Bardet den Gesamtsieg bei der Tour of the Alps 2022 und seinem Landsmann Thibaut Pinot eine gelungene Revanche nach der Enttäuschung von Kals am Großglockner. Bilbao scheitert am Aufstieg nach Stronach und beschert Frankreich einen denkwürdigen Tag
Vielleicht war es einfach Schicksal und so vorherbestimmt, bei einem Rennen, das die #LiveUphill-Botschaft in sich trägt. Im Leben wie auf den Straßen des Radsports darf man nie aufgeben, denn man weiß nie, was der nächste Tag bringen wird. So war es auch auf der fünften, letzten und entscheidenden Etappe der Tour of the Alps 2022 über 114,5 km von Lienz nach Lienz.

Es war ein Finale mit einem spannenden Drehbuch, das zwei französische Talente nach schwierigen Jahren wieder auf die große Bühne gebracht hat. Romain Bardet und Thibaut Pinot sind zwei unterschiedliche, aber ähnliche Talente: beide sind Etappenfahrer des französischen Radsports, beide sind voller Erwartungen und Ansprüche, beide können diese aber nur zeitweise erfüllen. Und doch ist das Schicksal in der Lage, Tage der Revanche anzubieten, wenn man es am wenigsten erwartet.
Dass sich Romain Bardet in einer hervorragenden Form befindet, zeigte sich bereits am Montag im Ziel in Primiero/S. Martino di Castrozza und bestätigte sich auch in den folgenden Etappen, aber der Athlet des Teams DSM fuhr die ersten vier Etappen ohne zu attackieren. Er brauchte nur eine Attacke am schwierigen Stronach-Anstieg, um den bis heute Morgen Führenden der Gesamtwertung, Pello Bilbao (Bahrain-Victorious), zu distanzieren und das Grüne Melinda-Trikot im Ziel in Lienz zu übernehmen.
Es war ein Sieg der Kraft und der Cleverness, den er zusammen mit seinem Teamkollegen Thymen Arensman, der den dritten Platz in der Gesamtwertung holte, feiern konnte. Damit dürfte mit dem Franzosen auch beim Giro d’Italia zu rechnen sein. Ebenfalls auf dem Podium landete Michael Storer (Groupama-FDJ), Zweiter mit einem Rückstand von nur 14″ auf Bardet, was zeigte, dass diese Tour of the Alps 2022 bis zum Ende offen war.

Aber der Tag in Lienz am Freitag, den 22. April 2022, sprach auch in Bezug auf den Etappenerfolg Französisch. Wir hatten ihn nach dem Zieleinlauf in Kals am Großglockner unter Tränen auf dem Asphalt zurückgelassen, nachdem er auf dem letzten Kilometer von Miguel Angel Lopez überholt worden war. Es schien die x-te Verhöhnung einer oft unglücklichen Karriere zu sein, aber stattdessen wollte das Schicksal Thibaut Pinot belohnen, der zum ersten Mal seit seinem Sieg auf dem Col du Tourmalet bei der Tour de France 2019 wieder erfolgreich war.

Er hatte es heute Morgen beim Start in Lienz gesagt: „Ich werde es heute wieder versuchen“, und so war es auch. Diesmal konnte nicht einmal ein mechanisches Problem zu Beginn des Stronach-Anstiegs die Revanchegelüste des Franzosen stoppen, der bereits auf den Rampen der zweiten Bergwertung des Tages versuchte, David de La Cruz loszuwerden, ihn aber erst am Schlussanstieg abhängen konnte und schließlich die Arme in den Himmel recken durfte.
Immer versuchen, niemals aufgeben. Dies ist der Geist, den die Tour of the Alps mit ihrem Motto #LiveUphill fördert. Romain Bardet und Thibaut Pinot haben das perfekt umgesetzt. Chapeau.

GEGEN DIE STEIGUNGEN, DEN REGEN UND DIE KÄLTE

Die Ausreißer des Tages brauchten 26 km, um sich abzusetzen. Fünfzehn Fahrer setzten sich anfangs ab, doch schon bald, als sie die erste Passage des Bannbergs passierten, waren es nur noch fünf: De La Cruz, Pinot, Arrieta Lizarraga (Equipo Kern Pharma), Iturria Segurola (Euskatel-Euskadi) und Traeen (Uno-X Pro Cycling Team).
Die GC-Gruppe wich zurück und die Ausreißer gewannen Kilometer für Kilometer an Boden. Auf der anschließenden Abfahrt waren die beiden stärksten Fahrer allein an der Spitze, bis sie mit 12.30 Vorsprung auf die Führenden der Gesamtwertung den Schlussanstieg nach Stronach erreichten.
Nachdem er auf den ersten Rampen ein mechanisches Problem überwunden hatte, konnte sich Pinot von seinem Begleiter absetzen, aber der Spanier konnte sich auf der Abfahrt wieder fangen.
Beim Aufstieg zur Lienzer Zettersfeldbahn kam beim Franzosen aber die Lust zur Revanche. Mit einem scharfen Sprint weniger als 300 Meter vor dem Ziel ließ er de La Cruz zurück, während ein großartiger Lennard Kämna das Tagespodium mit 1.46 Minuten Rückstand vervollständigte.

Der Kampf um die Gesamtwertung wurde am anspruchsvollen Stronach-Anstieg entschieden, der 3,1 km lang ist und einen Durchschnitt von 12,4% aufweist. Das Team DSM lag von den ersten Rampen an in Führung, wobei Thymen Arensman das Tempo vorgab und Pello Bilbao sofort in Schwierigkeiten brachte.
Bardet, Storer und Arensman setzten sich ab und konnten am letzten Anstieg 39 Sekunden Vorsprung auf Bilbao herausfahren, um die drei Stufen auf dem Podium zu erklimmen.

Der Niederländer Thymen Arensman (Team DSM) gewann das Würth Modyf Trikot des besten Jungfahrers, während sich Thibaut Pinot das rote PMG Sport Trikot des besten Sprinters sichern konnte. Das hellblaue Gruppo Cassa Centrale Trikot für den besten Kletterer ging an den Norweger Torstein Traeen (Uno-X)

BARDET UND PINOT: „EIN TOLLER TAG, ABER WAS FÜR EIN SPEKTAKEL DIESE #TOTA.“
„Zuerst habe ich nicht an einen möglichen Erfolg in der Gesamtwertung geglaubt, aber heute haben wir uns gegenseitig im Team angeschaut und beschlossen, es zu versuchen. Der Schlussanstieg war der härteste der ganzen Woche, aber das Ergebnis entschädigt für die ganze Arbeit“, sagte Bardet.
„Ich wollte Bilbao nicht bis zum Schlusssprint mitnehmen, deshalb habe ich mich entschieden, zusammen mit Arensman zu pushen: wir sind zusammen auf dem Podium gelandet, es lief besser als erwartet.“
„Ich und Thibaut kennen uns schon lange, ich freue mich für ihn, heute ist ein großer Tag für den französischen Radsport und ein sehr gutes Zeichen für unsere Saison.“
„Die Tour of he Alps hat mich auch in diesem Jahr in technischer und organisatorischer Hinsicht beeindruckt, eine Meinung, die ich mit dem gesamten Team teile. Es ist ein wunderschönes Rennen, und außerdem ist es für Kletterer wie mich sehr geeignet. Und wenn ich eines Tages umziehen sollte, könnten diese Gebiete wirklich meine Heimat werden“.

Thibaut Pinot: „Das ist ein wirklich sehr wichtiger Sieg für meine Karriere, an einem unglaublichen Tag. Heute war es eine klassische ‚verrückte‘ Etappe, aber ich bin froh, nach so langer Zeit wieder zu gewinnen.“
„Die Tour of he Alps ist ein Rennen mit schönen Bergen und Landschaften, mit sehr schönen Zielankünften und einer fantastischen Atmosphäre. Es ist auf jeden Fall mein Lieblingsrennen, und ich mag das Konzept mit den kurzen, schnellen Etappen sehr.“
„Gestern war ich sehr enttäuscht, ich war nach langer Zeit endlich wieder so nah am Sieg dran und dachte fast, dass ich es nie wieder schaffen würde. Wenn ich so darüber nachdenke, hat mir der gestrige zweite Platz die Augen geöffnet und mich erkennen lassen, dass ich noch einige Karten ausspielen kann, dass ich noch gewinnen kann. Ich kann zwar immer noch mehr geben, aber ich bin wieder konkurrenzfähig.“

FÜNF JAHRE OHNE SCARPONI: TESFATSION ÜBERNIMMT DAS TRIKOT DES KÄMPFERISCHSTEN FAHRERS
An diesem Tag vor fünf Jahren, gerade zurück von der Tour of he Alps, bei der er die erste Etappe Innsbruck-Hungerburg gewonnen hatte, ereilte Michele Scarponi im Training auf den Straßen seiner Heimat ein tragisches Schicksal.
Die Erinnerung an den Champion aus den Marken ist untrennbar mit der Tour of the Alps verbunden, er bleibt in den Herzen aller Radsportfans. Heute wurde beim euroregionalen Etappenrennen das Gedenken an Michele an der Startlinie zelebriert, wo ein ihm gewidmetes Sondertrikot an Natnael Tesfatsion (Drone Hopper-Androni) verliehen wurde: Tesfatsion wurde zum kämpferischsten Fahrer dieser Ausgabe gewählt wurde.

Das Trikot von Alé Cycling trägt auf der Brust auch den Namen der Michele-Scarponi-Stiftung, die sich im Namen des verstorbenen Weltmeisters für die Sicherheit im Straßenverkehr einsetzt. Das Trikot wurde auf der Bühne in Lienz von Micheles Familie, vertreten durch seinen Bruder Marco und seine Mutter Flavia, und von Alessia Piccolo, CEO von APG, dem Unternehmen, das die Marke Alè Cycling besitzt, überreicht

Lennard Kämna Dritter auf einer brutalen Abschlussetappe bei der Tour of the Alps

Nicht nur das Streckenprofil, sondern auch heftiger Regen setzte heute den Fahrern auf der letzten Etappe der Tour of the Alps zu. Nach einem erbitterten Kampf um die Gruppe setzten sich letztlich 15 Fahrer vom Feld ab und für BORA – hansgrohe war es einmal mehr Lennard Kämna der den Sprung in die Gruppe des Tages schaffte. Am vorletzten Anstieg fielen zuerst 9 Fahrer aus der Spitze zurück, bevor sich Pinot und De la Cruz entscheidend von den verbliebenen Fahrern um Kämna lösen konnten. Kämna gelang es am letzten Berg seine Gefährten abzuschütteln, während an der Spitze Pinot auch De la Cruz abhängen konnte. Obwohl der Spanier in der Abfahrt noch einmal aufschließen konnte, sicherte sich Pinot am Ende einen souveränen Sieg. Lennard erreichte dahinter als Dritter das Ziel, sichtlich gezeichnet von den Strapazen. Im Kampf um den Gesamtsieg distanzierte R. Bardet am letzten Anstieg gemeinsam mit T. Arensman und M. Storer den bis dato führenden P. Bilbao. Damit schnappte der Franzose sich am Ende die Gesamtwertung. Cian Uijtdebroeks fuhr ebenfalls erneut ein starkes Rennen und erreichte das Etappenziel in einer Gruppe um M. Landa. Damit beendet er die Tour of the Alps 2022 auf dem 16. Gesamtrang.

Von der Ziellinie
„Es war echt brutal von Beginn an. Als ich endlich in der Gruppe war, hatte ich schon wieder richtig viele Körner gelassen und am zweiten Berg war es dann wie ein Ausscheidungsfahren. Mir fehlt immer noch ein Stück zu meiner Bestform und darum war es nicht möglich, an Pinot dran zu bleiben. Wir sind dann in meiner Gruppe ein gutes Tempo gefahren und am Ende konnte ich die anderen noch abschütteln. Ich denke, ich habe diese Woche einen guten Schritt gemacht. Die Richtung stimmt und ich bin gut drauf, darum bin auch für den Giro optimistisch.“ – Lennard Kämna

„Ich habe versucht, heute in die Gruppe zu kommen, aber obwohl ich es einige Male versucht habe, hat es leider nicht geklappt. Danach habe ich mich dann auf den Schlussanstieg konzentriert. Das Tempo war aber schon davor sehr hoch und ich bin etwas zu weit hinten in den Berg hineingefahren. Es gingen schnell Lücken auf und ich bin dann meinen Rhythmus gefahren, um am letzten Kilometer etwas weiter nach vorne zu kommen. Es war ein wirklich harter Tag und ein brutales Finale, aber ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich war wieder nicht weit zurück und in meiner Gruppe waren große Namen. Die ganze Woche war eigentlich sehr gut für mich. Ich weiß, wo ich mich noch verbessern muss, denn auf diesem Niveau kostet jeder kleine Fehler viel Energie, die am Ende fehlt. Aber ich bin jung und habe sicherlich genug Zeit, all diese Dinge zu lernen.“ – Cian Uijtdebroeks

Bardet gewinnt Tour of the Alps, Gall wird 6.!

Die Abschlussetappe der Tour of the Alps in Osttirol brachte bei widrigen Witterungsbedingungen einen Umsturz: Während Thibaut Pinot den Etappensieg feierte, schnappte sich der Franzose Romain Bardet noch den Gesamtsieg! Felix Gall lieferte wieder ein starkes Rennen ab und feierte mit dem sechsten Gesamtplatz den größten Erfolg seiner Karriere!

Die fünfte und letzte Etappe der Tour of the Alps entwickelte sich zu einem richtigen Spektakel in Osttirol! Auf dem 114,5 Kilometer langen Teilstück mit Start am Lienzer Hauptplatz und Ziel bei der Zettersfeld Talstation sorgte zudem Regen für noch mehr Nervenkitzel. Vor dem Schlusstag der UCI Pro Series-Rundfahrt ging es in der Gesamtwertung knapp her, denn nicht weniger als zwölf Athleten befanden sich innerhalb von nur 20 Sekunden. Mit dabei war auch der Gesamtvierte und Lokalmatador Felix Gall, der Junioren-Weltmeister von 2015. Eine Hiobsbotschaft gab es für den 24-jährigen vom Team AG2R-Citroen vor dem Start, denn durch Stürze und Krankheiten konnte er nur noch auf zwei Helfer zählen.

Noch vor der ersten Bergwertung Bannberg setzte sich eine 20-köpfige Spitzengruppe ab. Bei dem Anstieg lösten sich aus der Spitze fünf Fahrer, mit dabei war der gestrige Etappenzweite Thibaut Pinot und Etappensieger Lennard Kämna. Das Feld hatte nach rund 40 Kilometern bereits über vier Minuten Rückstand. Über die Pustertaler Höhenstraße zersplittete die Spitze komplett und Groupama-Profi Thibaut Pinot und David de la Cruz von Astana setzten sich an die Spitze. Das Feld hatte bereits über sieben Minuten Rückstand. Da vorne alle Fahrer wegen großen Zeitrückständen im Gesamtklassment keine Rolle mehr spielten, entwickelte sich im immer kleiner werdenden Hauptfeld ein spannender Kampf.

Während Thibaut Pinot, der Tour of the Alps-Gesamtsieger von 2018, auf dem Schlussanstieg de la Cruz abhängen konnte, griffen Romain Bardet und sein DSM-Teamkollege Thymen Arensman auf der alten Iselbergstraße an. Bei diesem spektakulären Anstieg mit vielen Zuschauern konnte der bis heute Führende Pello Bilbao nicht mehr folgen. Mit dem 8. Etappenplatz feierte Bardet, der 2016 bereits Zweiter der Tour de France wurde, in letzter Minute einen eindrucksvollen Gesamtsieg! Er gewann 14 Sekunden vor Michael Storer (Groupama-FDJ) und 16 Sekunden vor seinem DSM-Teamkollegen Arensman, dem besten Nachwuchsfahrer der Tour. Pello Bilbao (Bahrain-Victorious) rutschte noch vom Podium auf Rang vier, gefolgt von Attila Valter und Felix Gall, der schließlich 53 Sekunden Rückstand hatte.

Gall: „Traumwoche geht zu Ende!“
Der 24-jährige Osttiroler Felix Gall feierte heute den größten Erfolg seiner Karriere: „Rang sechs bei dieser Rundfahrt zählt für mich viel mehr als der Junioren-Weltmeistertitel. Ich konnte mit den besten Kletterern der Welt mithalten und bin sehr stolz auf diese Leistung. Jetzt kommen ein paar ruhigere Tage, ehe bald der Giro d’Italia, das nächste Saisonhighlight folgt.“ Sein Landsmann Hermann Pernsteiner, der die Tour of the Alps als Zwölfter beendete, freute sich auch im Ziel mit Felix: „Wir Österreicher haben uns sehr stark hier präsentiert. Felix hatte in den letzten beiden Jahren zu kämpfen, jetzt hat er den Durchbruch geschafft! Ich freue mich riesig mit ihm über dieses Ergebnis. Für mein Team ist es heute leider nicht nach Wunsch gelaufen. Leider waren einige Fahrer heute stärker als wir.“

Homepage: tourofthealps.eu
———————————
Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Tour of the Alps – 4. Etappe

Villabassa – Kals am Grossglockner 142Km

1 LOPEZ MORENO Miguel Ang COL ASTANA QAZAQATAN TEAM 03:29:04
2 PINOT Thibaut FRA GROUPAMA – FDJ 00:07
3 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:15
4 BILBAO LOPEZ DE ARMENTI ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:15
5 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:15
6 QUINN Sean USA EF EDUCATION – EASYPOST 00:15
7 BUITRAGO SANCHEZ Santiag COL BAHRAIN VICTORIOUS 00:15
8 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:15
9 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:15
10 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:15
11 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:15
12 EG Niklas DEN UNO-X PRO CYCLING TEAM 00:15
13 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 00:15
14 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:15
15 DOMBROWSKI Joseph Lloyd USA ASTANA QAZAQATAN TEAM 00:15

Gesamt:

1 BILBAO Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 15:41:27
2 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:02
3 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:12
4 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:16
5 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 00:16
6 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:16
7 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:16
8 BUITRAGO SANCHEZ Santiag COL BAHRAIN VICTORIOUS 00:16
9 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 00:16
10 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:16
11 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:20
12 PERNSTEINER Hermann AUT BAHRAIN VICTORIOUS 00:44
13 MARTINEZ Lenny FRA GROUPAMA – FDJ 00:44
14 QUINN Sean USA EF EDUCATION – EASYPOST 00:55
15 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:55

Lopez erobert Kals am Großglockner, morgen spektakuläres Finale in Lienz

Der Kletterer von Astana-Qazaqstan überholte Pinot in einem spektakulären Finale mit ungewissem Ausgang und gewann die Bergankunft der Tour of the Alps. Bardet (3.) liegt 2 Sekunden hinter dem Führenden Bilbao. Das morgige Finale in Lienz mit 12 Fahrern innerhalb von 20 Sekunden verspricht Spannung.
Miguel Angel Lopez hatte es schon bei seiner Ankunft in Cles gesagt: Diese Tour of the Alps hat nur eine Bergankunft; ich werde versuchen, diese zu nutzen. Der Kolumbianer von Astana-Qazaqstan verfehlte sein Ziel nicht und gewann die vierte Etappe des euroregionalen Etappenrennens mit Start in Südtirol, in Niederdorf, und Ziel in Osttirol, in Kals am Großglockner nach 142,4 km.
Für den Astana-Kapitän ist es der zweite Etappensieg bei der Tour of the Alps: Der erste gelang ihm in der Saison 2018 ebenfalls bei einer Bergankunft, damals im Trentino, am Reiterjoch.
„Superman“ attackierte 3 km vor dem Ziel, auf dem letzten anspruchsvollen Abschnitt des Schlussanstiegs, und holte mit einer großartigen Aktion zunächst einen starken Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) ein, der die meiste Zeit des Tages in der Ausreißergruppe verbracht hatte, um ihn dann kurz vor dem letzten Kilometer zu distanzieren.

Detail am Rande: Vor vier Jahren am Reiterjoch gewann Lopez ebenfalls die Etappe vor dem Franzosen. Der dritte Platz am heutigen Donnerstag, 21. April, ging an den erneut starken Romain Bardet (Team DSM), der nur noch 2 Sekunden hinter dem Führenden der Tour of he Alps, Pello Bilbao, liegt.
Der Athlet von Bahrain-Victorious wird zu Beginn der letzten Etappe, mit Start und Ankunft in Lienz, das Trikot des Gesamtführenden tragen. Jedoch gibt es eine große Gruppe von Konkurrenten, die bereit sind, ihm die Gesamtwertung streitig zu machen: 12 Athleten befinden sich in einem Abstand von nur 20 Sekunden. Eine Situation, die diese #TotA2022 zur derzeit spannendsten Ausgabe aller Zeiten macht.

PINOT VERSUCHT ES, LOPEZ HAT ERFOLG
Vom Start in Niederdorf aus dauerte es mehr als 60 km, bis sich die Ausreißer des Tages absetzen konnten. Bei Kilometer 65 auf den Kärntner Straßen lagen 15 Fahrer an der Spitze: Henao und Felline (Astana), Amador und Swift (Ineos), Prodhomme (Ag2r), Fabbro und Palzer (Bora), Caicedo und Ghebremedhin (EF), Pinot (Groupama), Goldstein (Israel), Gonzales Rivera (Movistar), Tesfatsion (Drone Hopper-Androni), Arrieta Uzarraga (Equipo Kern Pharma) und Iribar Jauregi (Euskaltel Euskadi).
Die Gruppe erreichte einen maximalen Vorsprung von 2:18 Minuten auf die Gruppe, die von Pello Bilbao von Bahrain-Victorious angeführt wurde. Der Baske war in der Anfangsphase in einen folgenlosen Sturz verwickelt.
Bahrain kontrollierte die Situation bis zum Beginn des letzten Anstiegs und verringerte den Rückstand auf 1:20 Minuten. Als der Anstieg von Kals am Großglockner begann, löste sich die Ausreißergruppe unter der Initiative von Caicedo und Goldstein, aber es war Pinot, der 8 km vor dem Ziel den überzeugendsten Zug machte.
Der Franzose schien den Sieg in der Tasche zu haben, hatte aber nicht mit der Hartnäckigkeit von Lopez gerechnet, der vier Kilometer vor dem Ziel an die Spitze fuhr und den Abstand zu Pinot Meter für Meter verringerte, bevor er ihn auf dem letzten Kilometer distanzierte.
Hinter den beiden schlug Bardet Bilbao im Sprint um den dritten Platz und holte sich eine Zwei-Sekunden-Prämie. Der fünfte Platz ging an den überraschend starken Tiroler Felix Gall (Ag2r-Citroen), der morgen auf seiner Heimstrecke zu den Anwärtern auf das Podium gehören wird.

LOPEZ: „FÜR MEINEN SOHN, FÜR ASTANA UND FÜR SCARPONI“.
„Nach langer Zeit konnte ich endlich wieder gewinnen, und das im Trikot von Astana, dem Team, das wie eine Familie für mich ist“, sagte der Sieger. „Auf der Ziellinie habe ich an meinen Sohn, der bald auf die Welt kommen wird, gedacht – und auch an Michele Scarponi: Morgen sind fünf Jahre seit seinem Tod vergangen, er wird aber immer bei uns sein“.
„Heute Morgen haben wir Felline in die Fluchtgruppe geschickt, weil wir wussten, dass er eine Chance hat, ins Ziel zu kommen, aber meine beste Chance war, zu warten und in der Gruppe mit den Top-Fahrern zu bleiben. Am letzten Anstieg habe ich wegen des starken Windes an den ersten Hängen nicht attackiert, aber 3 km vor dem Ziel, auf dem letzten anspruchsvollen Abschnitt, sah ich Pinot vor mir und wusste, dass ich versuchen kann, ihn einzuholen: also habe ich beschleunigt. Heute habe ich die Bestätigung erhalten, dass meine Form gut ist und dass der Giro kommen kann“.

Bilbao behielt das Grüne Trikot für die Gesamtführung und zeigte sich entschlossen, auf der letzten Etappe bis zum Ende zu kämpfen. „Es war ein harter, ein hart umkämpfter Tag, aber das ist bei der Tour of he Alps immer so, und ehrlich gesagt mag ich sie gerade deshalb. Die morgige Etappe wird hart: Wir müssen intelligent fahren, aber bei einem kurzen, harten Rennen wie in Lienz darf man sich nicht verstecken. Meiner Meinung nach wird derjenige, der morgen gewinnt, auch das Grüne Trikot mit nach Hause nehmen.“
Bei den Leadertrikots der #TotA2022 gab es diesmal nur einen Wechsel: Geoffrey Bouchard (Ag2r Citroen) ist der neue Träger des blauen Trikots der Gruppo Cassa Centrale des besten Bergfahrers. Bestätigt wurden die anderen Führenden: Pello Bilbao mit dem grünen Melinda-Trikot, Thymen Arensman (Team DSM) mit dem weißen Trikot Würth Modyf für den besten Nachwuchsfahrer und Miguel Angel Lopez (Astana Qazaqastan Team) mit dem roten Trikot PMG Sport für die Zwischensprints.
Felix Gall nach einer harten ersten Etappe: „Heute früh habe ich mich nicht so gut gefühlt, ich spüre schon die letzten harten Tage. Bis auf den Kartitscher Sattel war es relativ ruhig, das hat mir auch in die Karten gespielt. Im Finale mit Rückenwind nach Kals waren die Beine dann wieder sehr gut. Wieder Top-Ten – das Ergebnis bei diesem starken Feld ist für mich ein Wahnsinn. Schön langsam schiebe ich mich in neue Bereiche vor und ich gewinne von Tag zu Tag mehr Selbstvertrauen. Morgen folgt das letzte Highlight in Lienz, das wird sehr, sehr hart. Es kann auch regnen, da wird die Höhentaler Pustertaler noch abenteuerlicher.“

MORGEN DAS GROSSE FINALE IN LIENZ
Am Freitag, den 22. April steht die fünfte und letzte Etappe der #TotA2022 auf dem Programm, 114,5 km mit Start und Ziel in Lienz. Die Strecke ist kurz, dafür aber umso selektiver. Nach etwa 30 Kilometern müssen die Teilnehmer einen Anstieg auf der anspruchsvolleren Seite hoch zur Bergwertung nach Bannberg hinter sich bringen (5,5 Kilometer lang und etwa 10 Prozent steil).
Anschließend folgt eine schnelle und kurvenreiche Abfahrt, ehe die nächste schwierige Rampe nach Oberassling auf dem Programm steht (4 km bei etwa 10 %). Danach geht’s berghoch und bergab in Richtung Anras, wo 15 leichtere Kilometer zum Durchschnaufen einladen. In der Folge muss das Fahrerfeld ein zweites Mal hoch nach Bannberg – dieses Mal jedoch über eine einfachere Rampe.
Nach einigen flachen Kilometern folgt die 25 km lange Schlussschleife mit Bergwertung in Stronach (3 km und einer Steigung im zweistelligen Bereich). Vom Gipfel aus fehlen noch 10 Kilometer bis zum Ziel. Die ersten 5 Kilometer geht es bergab, dann folgen 4 relativ flache Kilometer, ehe ein letzter, 600 Meter langer Anstieg auf dem Programm steht, der zum Ziel an der Lienzer Zettersfeldbahn führt.

Felix Gall bei Tour of the Alps auf Podiumskurs

5., 4., 9., 5. – das sind die bisherigen Etappenergebnisse des Osttirolers Felix Gall bei der Tour of the Alps. Erneut zeigte der 24-jährige Profi von AG2R-Citroen inmitten der Weltspitze am Fuße des Großglockners auf! Den Etappensieg holte sich der Kolumbianer Miguel Ángel López. In der Gesamtwertung führt weiterhin Pello Bilbao, Gall liegt nur vier Sekunden hinter dem dritten Platz.
Traumhafte Bedingungen herrschten heute auf der vierten und vorletzten Etappe der Tour of the Alps, die von Niederdof nach Kals am Großglockner (142,4 km) führte. Nachdem das Fahrerfeld Osttirol erreicht hatte, ging es über den ersten Berg des Tages, den Kartitscher Sattel. Durch das Lesachtal bildete sich rasch eine 15 Mann starke Spitzengruppe, die sich auch über den Gailberg Sattel, Lienz und durch das Iseltal mit einem Vorsprung um die zwei Minuten vorne hielt. Dann begann der über zehn Kilometer lange Schlussanstieg nach Kals am Großglockner. Und die Favoriten im Gesamtklassement erhöhten im Hauptfeld das Tempo.

Während sich der französische Spitzenprofi Thibaut Pinot Richtung Kals alleine aus der Spitzengruppe absetzte, folgte ihm Movistar-Profi Miguel Ángel López, der die Favoritengruppe stehen ließ. Zwei Kilometer vor dem Ziel holte Lopez den Franzosen ein und feierte einen famosen Etappensieg. „Mein Ziel war ein Etappensieg bei dieser tollen Rundfahrt und es hat heute zum Glück geklappt“, freute sich der Tour de Suisse-Sieger von 2016.

Gall: „Schiebe mich in neue Bereiche vor“
Romain Bardet schaffte es noch auf den dritten Etappenplatz, hinter dem Gesamtleader Pello Bilbao (Bahrain-Victorious), für den Hermann Pernsteiner heute wieder viel Arbeit geleistet hat, schaffte es Felix Gall mit Rang fünf zum vierten Mal bei der Tour of the Alps in die Top-Ten: „Heute früh habe ich mich nicht so gut gefühlt, ich spüre schon die letzten harten Tage. Bis auf den Kartitscher Sattel war es relativ ruhig, das hat mir auch in die Karten gespielt. Im Finale mit Rückenwind nach Kals waren die Beine dann wieder besser. Wieder Top-Ten – das Ergebnis bei diesem starken Feld ist für mich ein Wahnsinn. Schön langsam schiebe ich mich in neue Bereiche vor und ich gewinne auch von Tag zu Tag mehr Selbstvertrauen. Morgen folgt das letzte Highlight in Lienz, das wird sehr, sehr hart. Es kann auch regnen, da wird die Höhentaler Pustertaler noch abenteuerlicher.“

Morgen Showdown in Lienz
Morgen findet die Abschlussetappe mit Start und Ziel in Lienz über 114,5 Kilometer statt. Die Mannschaftspräsentation beginnt am Lienzer Hauptlatz um 10:15 Uhr, der inoffizielle Start erfolgt um 12:10 Uhr am Hauptplatz. Gegen 15:15 Uhr wird der Zieleinlauf bei der Talstation der Zettersfeldbahn erwartet. Die letzte Etappe ist erneut live auf Eurosport 1 ab 14:00 Uhr zu sehen.

Homepage: tourofthealps.eu
———————————
Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Tour of the Alps – 3. Etappe

Lana – Villabassa – 155 Km


Photo by Plomi

1 KÄMNA Lennard GER BORA – HANSGROHE 04:02:53
2 AMADOR BIKKAZAKOVA Andrey CRC INEOS GRENADIERS 00:03
3 LASTRA MARTINEZ Jonathan ESP CAJA RURAL-ALEA 00:04
4 TESFAZION OCBIT Natnael ERI DRONE HOPPER – ANDRONI GIOCATTOLI – SIDERMEC 00:04
5 BARTA William USA MOVISTAR TEAM 00:04
6 PICCOLI James Gene CAN ISRAEL – PREMIER TECH 00:04
7 PRONSKIY Vadim KAZ ASTANA – QAZAQUICK-STEP – ALPHA VINYL AN 00:04
8 QUINN Sean USA EF EDUCATION – EASYPOST 00:57
9 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:57
10 SIVAKOV Pavel RUS INEOS GRENADIERS 00:57
11 ARCAS Jorge ESP MOVISTAR TEAM 00:57
12 EG Niklas DEN UNO – X PRO CYCLING TEAM 00:57
13 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:57
14 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:57
15 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:57
16 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:57
17 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:57
18 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:57
19 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:57
20 MARTINEZ Lenny FRA GROUPAMA-FDJ 00:57

Gesamt:

1 BILBAO LOPEZ DE ARMENTIA Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 12:12:08
2 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:06
3 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:12
4 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:16
5 SIVAKOV Pavel RUS INEOS GRENADIERS 00:16
6 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:16
7 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:16
8 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:16
9 CHAVES RUBIO Jhoan Esteban COL EF EDUCATION – EASYPOST 00:16
10 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 00:16
11 BUITRAGO SANCHEZ Santiago COL BAHRAIN VICTORIOUS 00:16
12 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:16
13 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:20
14 PERNSTEINER Hermann AUT BAHRAIN VICTORIOUS 00:20
15 MARTINEZ Lenny FRA GROUPAMA-FDJ 00:20
16 DOMBROWSKI Joseph Lloyd USA ASTANA – QAZAQUICK-STEP – ALPHA VINYL AN 00:20
17 QUINN Sean USA EF EDUCATION – EASYPOST 00:20
18 ARCAS PENA Jorge ESP MOVISTAR TEAM 00:20
19 CARTHY Hugh GBR EF EDUCATION – EASYPOST 00:20
20 UIJTDEBROEKS Cian BEL BORA – HANSGROHE 00:20

Einmal mehr mit Attacke zum Sieg: Lennard Kämna gewinnt die dritte Etappe der Tour of the Alps

Nachdem der erste Teil der heutigen dritten Etappe der Tour of the Alps flach war, dauerte es sehr lange, bis sich eine Spitzengruppe vom Feld absetzen konnte. Erst nach mehr als einer Rennstunde waren es letztlich 12 Mann, die von nun an den dritten Abschnitt nach Niederdorf bestimmten. Auch BORA – hansgrohe war einmal mehr von Beginn an aktiv und letztlich schaffte Lennard Kämna den Sprung in die Gruppe. Diese arbeitete bis zum letzten Anstieg gut zusammen, doch das Feld ließ die Ausreißer auf maximal vier Minuten wegfahren. Als an der Spitze die Attacken begannen, fand sich Lennard zuerst in einer Verfolgergruppe wieder, konnte aber mit seiner Gruppe nach der Abfahrt wieder zur Spitze aufschließen. Auf den letzten fünf Kilometern attackierte Kämna mehrere Male und konnte sich am Ende kurz vor der 1000-Meter-Marke entscheidend absetzen. Damit holt Lennard in Niederdorf seinen zweiten Solosieg in dieser Saison und den ersten Etappensieg für BORA – hansgrohe bei der Tour of the Alps in diesem Jahr.

Von der Ziellinie
„Als die Gruppe endlich zustande kam, war ich schon mal richtig am Limit. Mir klar, dass ich von da an wirklich Körner sparen musste und ich habe versucht, nur das notwendigste zu investieren. Am letzten Berg war auch klar, dass keine Entscheidung fallen würde, darum war ich da in der Verfolgergruppe recht zufrieden, nachdem der Abstand nicht groß war. Als wir wieder dran waren, wusste ich, dass ich bis dahin alles richtig gemacht hatte und habe dann alles auf eine Karte gesetzt. Im Sprint wäre ich wohl chancenlos gewesen, darum habe ich in meine Attacken alles reingelegt, dass ich noch hatte. Zweimal haben sie mich zurückgeholt, aber alle waren da am Limit, darum habe ich es ein drittes Mal versucht. Das hat dann geklappt und der Sieg tut richtig gut vor dem Giro.“ – Lennard Kämna

„Das war heute ein wirklich harter Kampf um die Gruppe und wir mussten viel mehr investieren, um dabei zu sein, als wir dachten. Am Ende hat Lenni mit all seiner Routine und seinem Instinkt erzwungen, bei der richtigen Post dabei zu sein. Danach lief alles halbwegs geordnet bis zur letzten Bergwertung. Wir wussten, dass es nicht nur auf den Anstieg ankommen würde, da es am Ende noch ein Flachstück gab. Lenni hat da nicht überzogen und ist rechtzeitig wieder zurückgekommen. Wie er das Ding am Ende gewonnen hat, zeigt einmal mehr seine ganze Klasse. Er kann solche Rennsituationen einfach extrem gut lesen und reagiert eigentlich immer richtig. Auch wenn es einige Versuche gebraucht hat, kurz vor der 1000-Meter-Marke hat es geklappt. Wir wussten, dort würde der Kreisverkehr die letzte Chance sein und die hat er eiskalt genutzt. Wir sind wirklich happy mit diesem Sieg und auch stolz, wie Lenni den herausgefahren hat.“ – Christian Pömer, sportlicher Leiter

Österreicher stark bei Tour of the Alps, Gall weiter 4.
Die ersten drei Etappen der Tour of the Alps (UCI Pro Series) sind in Südtirol und im Trentino absolviert. Ab morgen geht es nach Osttirol. Die beiden World Tour-Profis Felix Gall und Hermann Pernsteiner zeigten sich bisher bärenstark, ebenso die jungen Fahrer des Tirol KTM Cycling Teams. Tirol-Profi Emanuel Zangerle liegt in der Sprintwertung mit den punktgleichen Miguel Angel Lopez und Thibaut Pinot an der dritten Stelle!

Bei einer der schwersten Rundfahrten in Europa präsentieren sich die Österreicher in bester Verfassung. Der Osttiroler Junioren-Weltmeister von 2015 Felix Gall (AG2R-Citroen) holte am ersten Tag den fünften Rang und gestern sprintete er in Lana auf Rang vier. Auch der Niederösterreicher Hermann Pernsteiner (Bahrain-Victorious) zeigte sich bisher in Angriffslaune und war zum Beispiel gestern lange in der Spitzengruppe vertreten. Auf der heutigen dritten Etappe von Lana nach Niederdorf über 154 Kilometer holte sich der Deutsche Lennard Kämna von Bora-hansgrohe den Etappensieg. Felix Gall sprintete als Zweiter der großen Verfolgergruppe auf Rang neun und somit erneut in die Top-Ten. In der Gesamtwertung führt weiterhin Pernsteiners Teamkollege Pello Bilbao vor dem Franzosen Romain Bardet und dem Ungarn Attila Valter. Felix Gall liegt mit 16 Sekunden Rückstand weiter an der vierten Stelle, Pernsteiner folgt auf Platz 14.

Gall: „Bin froh, dass ich den Tag überlebt habe!“
Das Finale der heutigen Etappe hatte es in sich. Während eine Fluchtgruppe den Etappensieg unter sich ausmachte, schaffte Felix Gall erst den letzten Kilometern den Anschluss an die Verfolgergruppe. „Es war wieder sehr schwer heute mit über 3.000 Höhenmetern. Wie erwartet haben sich die Klassementfahrer auf den schweren letzten Berg konzentriert. Bis dahin habe ich mich sehr gut gefühlt, die Teamkollegen haben mich gut in Position gebracht. Aber leider konnte ich bei dem schweren Anstieg dann nicht mit den Besten mitfahren und sah schon meine Ambitionen fürs Gesamtklassement dahinschmelzen. Zum Glück fuhren die Profis von FDJ das Loch wieder zu. Für mich hat sich das wie ein kleines Wunder angefühlt und ich bin froh, dass ich den Tag überlebt habe. Jetzt der volle Fokus auf meine Heimetappen in Osttirol. Der letzte Tag mit der Iselbergstraße wird sicher entscheidend fürs Gesamtklassement!“

Für Hermann Pernsteiner und seinen in der Gesamtwertung führenden Teamkapitän Pello Bilbao war es eine kontrollierte Etappe: „Bis die Fluchtgruppe nach rund 70 Kilometern stand, war es schon richtig hektisch. Danach kehrte Ruhe ein und wir kontrollierten die restliche Etappe. Am letzten Berg konnten wir und vor allem Pello, der sehr stark ist, alle Attacken neutralisieren. In der Abfahrt und im Flachen vor dem Ziel rollte die große Gruppe wieder zusammen. Alles war heute im sicheren Bereich. Jetzt kommen zwei richtig harte Etappen in Österreich. Gerade morgen nach Kals kenne ich die gesamte Strecke. Auf mich und mein Team wartet viel Arbeit. Aber da Bilbao so stark ist, mache ich mir weniger Sorgen, dass wir die Gesamtwertung noch aus der Hand geben.“

Morgen geht es nach Osttirol
Die morgige vierte Etappe der Tour of the Alps führt vom Südtiroler Niederdorf über Lienz nach Kals am Großglockner. Die Strecke der Dolomitenradrundfahrt wird dabei durch das Lesachtal gegen den Uhrzeigersinn absolviert. Gegen 15:15 Uhr sollten die Radprofis das Ziel erreicht haben. Die Etappe ist ab 14:00 Uhr live auf Eurosport 1 zu sehen. Und am Freitag, den 22. April, kommt es dann zum finalen Showdown um den Gesamtsieg. Der fünfte Tagesabschnitt mit der Teampräsentation am Lienzer Hauptlatz ab 10:15 Uhr (Start um 12:15 Uhr) und dem Ziel bei der Talstation der Zettersfeldbahn (ab 15:15 Uhr) ist mit 114 Kilometern zwar kurz, dafür aber extrem schwer. Die Strecke führt zuerst über den Bannberg und Anras und geht dann weiter über die alte Iselbergstraße. Dieser einspurige Anstieg ist extrem steil mit bis zu 20 Prozent und vom Gipfel sind es nur noch zehn Kilometer bis ins Ziel. Dort führt der Zielsprint zur Zettersfeldbahn auch berghoch. Die Abschlussetappe gibt es erneut live auf Eurosport 1 ab 14:00 Uhr.

Homepage: tourofthealps.eu

———————————
Pressekontakt:
MR PR – Martin Roseneder
eMail: martin@mr-pr.at
Homepage: www.mr-pr.at

Eine weitere erfolgreiche Flucht bei der Tour of the Alps: Lennard Kämna feiert Tagessieg in Niederdorf/Villabassa

Nach einer Etappen geprägt von Angriffen, setzte der 25-jährige Deutsche kurz vor Ende die entscheidende Attacke und konnte seine Kontrahenten Andrey Amador und Lastra Martínez hinter sich lassen und sprintete zum Sieg. Pello Bilbao bleibt unverändert Führender in der Gesamtwertung

Lennard Kämna (BORA-hansgrohe) bezwang den Furkelpass und konnte sich auf den letzten Metern entscheidend absetzen, um den Tagessieg in Niederdorf (154,6 km) bei der dritten Etappe der Tour of the Alps zu feiern.
Nach einem Tag in der Fluchtgruppe, attackierte der Deutsche aus der Gruppe und ließ einen Kilometer vor dem Ziel auch seinen letzten Kontrahenten hinter sich. Der junge Fahrer genoss solo seine Siegesfahrt, während Andrey Amador (Ineos-Grenadiers) und Jonathan Lastra Martínez (Caja Rujal) sich mit Platz zwei und drei zufrieden geben mussten. Im Gesamtklassement führt weiterhin Pello Bilbao (Bahrain-Victorious), der mit den anderen Klassement-Fahrer ins Ziel kam.

Tour of the Alps – 2. Etappe


@Sprintcyclingagency

Primiero – Lana – 154 Km

1 BILBAO LOPEZ DE ARMENTI ESP BAHRAIN VICTORIOUS 03:56:04
2 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:00
3 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:00
4 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:00
5 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:00
6 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 00:00
7 CHAVES RUBIO Jhoan Esteb COL EF EDUCATION – EASYPOST 00:00
8 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
9 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 00:00
10 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:00
11 DOMBROWSKI Joseph Lloyd USA ASTANA QAZAQATAN TEAM 00:00
12 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:00
13 BUITRAGO SANCHEZ Santiag COL BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
14 MARTINEZ Lenny FRA GROUPAMA – FDJ 00:00
15 PERNSTEINER Hermann AUT BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
16 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:00
17 UIJTDEBROEKS Cian BEL BORA – HANSGROHE 00:35
18 ARCAS Jorge ESP MOVISTAR TEAM 00:35
19 BOUCHARD Geoffrey FRA AG2R CITROEN TEAM 00:35
20 CARTHY Hugh John GBR EF EDUCATION – EASYPOST 00:35

Gesamt:

1 BILBAO LOPEZ DE ARMENTI ESP BAHRAIN VICTORIOUS 08:08:15
2 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:06
3 VALTER Attila HUN GROUPAMA – FDJ 00:12
4 GALL Felix AUT AG2R CITROEN TEAM 00:16
5 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 00:16
6 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 00:16
7 CHAVES RUBIO Jhoan Esteb COL EF EDUCATION – EASYPOST 00:16
8 DUNBAR Edward IRL INEOS GRENADIERS 00:16
9 RUBIO REYES Einer Augusto COL MOVISTAR TEAM 00:16
10 BUITRAGO SANCHEZ Santiag COL BAHRAIN VICTORIOUS 00:16
11 ARENSMAN Thymen NED TEAM DSM 00:16
12 STORER Michael AUS GROUPAMA – FDJ 00:16
13 LANDA MEANA Mikel ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:20
14 PERNSTEINER Hermann AUT BAHRAIN VICTORIOUS 00:20
15 DOMBROWSKI Joseph Lloyd USA ASTANA QAZAQATAN TEAM 00:20

Doppelschlag von Bilbao in Lana: Etappensieg und Gesamtführung

Nach dem zweiten Platz in Primiero-San Martino di Castrozza, eroberte der Athlet von Bahrain-Victorious die zweite Etappe und die Spitze der Gesamtwertung der Tour of the Alps. Ab dem Rollepass gab es mit Angriffen von Sivakov und Lopez viel Spektakel.
Die Erfolgsformel der Tour of the Alps hat sich bewährt. Das Konzept des vom GS Alto Garda organisierten Rennens besteht aus kurzen, anspruchsvollen und spritzigen Etappen – so bot auch das Rennen am Dienstag, den 19. April, einen weiteren spektakulären Tag auf der zweiten Etappe der Ausgabe 2022 über 154,1 km von Primiero-San Martino di Castrozza nach Lana.
Wer die Alpenrundfahrt kennt und liebt, weiß es: Wenn die großen Protagonisten des Radsports in der Euregio ankommen, verzichten sie auf jede Taktik und fahren mit ihren Beinen und ihrer Leidenschaft um den Sieg. Diesmal haben Pavel Sivakov (Ineos Grenadiers), Miguel Angel Lopez (Astana-Qazaqstan) und die anderen Protagonisten, die nach 11 Rennkilometern den Angriff auf dem Rollepass starteten, ihre Fantasie spielen lassen. Die besten Beine hatte diesmal Pello Bilbao (Bahrain Victorious), der nach seinem gestrigen zweiten Platz in Primiero/San Martino di Castrozza in Lana gewinnen konnte.
Für den Athleten von Bahrain-Victorious ist es der dritte Etappensieg bei der #TotA, was seine besondere Beziehung zu diesem Etappenrennen unterstreicht. Der Baske gewann die Etappe und die Gesamtführung vor einem weiteren Favoriten des Tages, dem Franzosen Romain Bardet (Team DSM), und dem jungen Ungarn Attila Valter (Groupama-FDJ).

EINE ETAPPE FÜR ANGREIFER
Die Etappe hatte einiges zu bieten, auch dank außergewöhnlicher Leistungen wie von Lopez und Sivakov (INEOS Grenadiers), die ab Kilometer 11 am Rollepass zusammen mit Pernsteiner (Bahrain), Pronskiy (Astana), Gall (Ag2r), Uijtdebroeks (Bora), Caicedo (Education-First), Arensman (Team DSM), Hagen (Israel), Storer und Badilatti (Groupama) attackierten.
Die Ausreißer erreichten bei Kilometer 50 des Rennens einen maximalen Vorsprung von 3’58“ auf die Gruppe. Dahinter versuchte das Team Ag2r Citroen des Gesamtführenden Bouchard die Situation zu kontrollieren, aber die Qualität der Ausreißer zwang das bahrainische Team von Bilbao und Landa dazu, die Spitze des Hauptfeldes zu übernehmen, auch wenn ihr Teamkollege, der Tiroler Pernsteiner in der Spitzengruppe vertreten war.
Im Laufe der Kilometer verlor die Ausreißergruppe wertvolle Sekunden auf die Verfolger, die sich auf den Rampen des Mendelpasses unter den Attacken von Pavel Sivakov, Pernsteiner, Storer und Arensman auflöste.
Auf dem Gampenpass konnte Arensman nach einem weiteren Angriff von Sivakov nicht mehr mithalten, während Pernsteiner dem Befehl der Mannschaft folgte, sich für Kapitän Bilbao zur Verfügung zu stellen. Am Gipfel des letzten Passes des Tages hatten Sivakov und Storer über eine Minute Vorsprung, doch eine starke Abfahrt des Feldes ermöglichte es ihnen, zu Beginn des letzten Rundkurses wieder in den Windschatten der Ausreißer zu gelangen und diese 10 km vor dem Ziel einzuholen. Auf der Abfahrt verlor Geoffrey Bouchard den Kontakt zur Gruppe mit Bilbao und kam mit 35 Sekunden Rückstand ins Ziel, wo er sich vom Grünen Trikot verabschiedete.
Auf den letzten Metern nahm Bahrain-Victorious die Sache selbst in die Hand und bot Bilbao einen Sprintzug, den der Spanier perfekt ausnutzte.
Sivakov und Lopez wurden mit dem blauen Trikot der Gruppo Cassa Centrale für den besten Bergfahrer bzw. dem roten Trikot von PMG Sport für die Zwischensprints belohnt, während ein weiterer Fahrer des Teams Bahrain-Victorious, Santiago Buitrago, neuer Träger des weißen Trikots von Würth Modyf für den besten Nachwuchsfahrer ist.

BILBAO: „MEINE BESTE FORM ALLER ZEITEN? VIELLEICHT SCHON…“
„Wir wussten, dass es eine harte Etappe werden würde, das ist bei der Alpenrundfahrt immer so, aber wir haben nicht erwartet, dass Mitfavoriten so früh angreifen würden. Ich konnte auf ein sehr starkes Team zählen: Nachdem sie den ganzen Tag alles gegeben hatten, weiß ich nicht, woher sie die Kraft nahmen, für mich auch noch zu sprinten“, sagte Bilbao.
„In meiner Karriere habe ich viel für meine Teamkollegen gearbeitet, aber allmählich habe ich auch selbst auf der Straße gezeigt, dass ich in einigen Rennen ein Bezugspunkt sein kann. Meine Teamkollegen helfen mir gerne, und die Ergebnisse sind da. Für mich war es ein toller Start in die Saison, und bei der Alpenrundfahrt finde ich immer die idealen Bedingungen, um mein Bestes zu geben“.
„Befinde ich mich in der besten Form meiner Karriere? Ja, das mag sein. Ich bin in großartiger Verfassung, aber ich will mir keinen Druck machen: Wir werden von Etappe zu Etappe schauen“.

Ein Kuriosum: Bei den letzten beiden Alpenrundfahrten hat der Sieger der zweiten Etappe auch die Schlusswertung gewonnen. So geschehen bei Pavel Sivakov 2019, dem Sieger in Schenna und bei Simon Yates 2021, der in Feichten im Kaunertal triumphierte.

Felix Gall erzählt im Ziel: „Gestern 5., heute 4. – vom Papier her schaut es super aus. Aber es war ein sehr harter Tag. Morgen wieder über 3.000 Höhenmeter auf dem Teil der Etappe verteilt. Das verspricht eine sehr harte Etappe. Danach geht es schon ins schöne Osttirol. Darauf freue ich mich extrem“
Hermann Pernsteiner erzählt im Ziel: „Heute ist es wirklich super gelaufen bei mir. Ich hatte als einziger von meinem Team die Beine in die Spitzengruppe zu gehen. Am letzten Berg wurde ich vom Team zurückgerufen, um die Spitzenreiter noch einzuholen. Im Finale habe ich alles gegeben, um Bilbao zu unterstützen. Es war das Ziel, dass er die Etappe gewinnt. Es war ein perfekter Tag für das Team und meine Form ist sehr gut. Ich bin mehr als zufrieden mit heute!“

MORGEN: ETAPPE 3, LANA – NIEDERDORF, 154,6 KM
Am Mittwoch, den 20. April, erreicht die Alpenrundfahrt ihre Halbzeit: Die dritte Etappe, die ganz in Südtirol stattfindet, führt über 154,6 km von Lana nach Niederdorf und bietet im letzten Teil den vielleicht gefürchtetsten Anstieg dieser Ausgabe: den Furkelpass (1. Kategorie), 7,9 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,6 %, den es ca. 23km vor der Ankunft zu bewältigen gilt. Nach dem Aufstieg folgt eine technische Abfahrt, die letzten 10 km mit leichter Steigung nach Niederdorf führen.
Zu Beginn geht es im konstanten Rhythmus nach Klausen. Ab hier beginnen die Herausforderungen mit den kurzen Anstiegen nach Feldthurns (Zwischensprint) und Natz-Schabs sowie der Bergwertung von Terenten (2. Kategorie) kurz nach der Hälfte der Etappe.

TOUR OF THE ALPS IM FERNSEHEN
Am morgigen Mittwoch wird die Alpenrundfahrt ab 13:00 Uhr live auf RaiSport, Eurosport 1, L’Equipe Tv (Frankreich) und TV2 (Dänemark) übertragen.

Lana (Bozen), 18. April 2022

Tour of the Alps – 1. Etappe

Cles – Primiero – 161 Km

1 BOUCHARD Geoffrey FRA AG2R CITROËN TEAM 04:12:22 38,25
2 BILBAO Pello ESP BAHRAIN VICTORIOUS 00:05
3 BARDET Romain FRA TEAM DSM 00:05
4 ALBANESE Vincenzo ITA EOLO-KOMETA CYCLING TEAM 00:05
5 GALL Felix AUT AG2R CITROËN TEAM 00:05
6 TESFAZION Natnael ERI DRONE HOPPER-ANDRONI GIOCATTOLI 00:05
7 PORTE Richie AUS INEOS GRENADIERS 00:05
8 SIVAKOV Pavel FRA INEOS GRENADIERS 00:05
9 STORER Michael AUS GROUPAMA-FDJ 00:05
10 CAICEDO Jonathan ECU EF EDUCATION-EASYPOST 00:05

Bouchards ruhmreicher Tag in Primiero/S. Martino di Castrozza


@sprintcyclingagency

Auf der ersten Etappe der Tour of the Alps griff der Franzose von Ag2R-Citroen aus der Ferne an, startete nach über 100 Kilometer mit einer Ausreißergruppe durch und holte sich im Alter von 30 Jahren seinen ersten Profi-Erfolg. „Ich habe früher im Decathlon gearbeitet, das ist meine Rache“.

Wenn sich die Tour of the Alps im Laufe der Jahre dadurch ausgezeichnet hat, dass sie viele junge und aufstrebende Athleten in den Olymp der Großen geführt hat, von Egan Bernal über Ben O‘ Connor bis hin zu Pavel Sivakov, so sorgte die erste Etappe der Ausgabe 2022 am Ostermontag, 18. April, für eine große Überraschung.
Als Geoffrey Bouchard (AG2R-Citroen) 40 km nach dem Start in Cles in Richtung Primiero/San Martino di Castrozza aus der Deckung kam, sah es nach einem weiteren Versuch eines Fahrers aus, den wir für seine Ausreißversuche und seine Jagd auf die Bergwertung kennen, wie beim letzten Giro d’Italia, wo er das Bergtrikot gewann.
Diesmal war es jedoch anders, zum ersten Mal, im Alter von 30 Jahren, hob Bouchard bei einem großen Etappenrennen als Sieger seine Arme in den Himmel, unter dem Beifall der jubelnden Menge, die zum Ziel in Primiero/S.Martino di Castrozza strömte. Es war ein herrlich sonniger Tag auf den Straßen des Trentino, wo die erste Etappe des Euregio-Rennens stattfand.

Bis zu den letzten Metern musste Geoffrey schwitzen: Er rettete fünf Sekunden Vorsprung vor Pello Bilbao (Bahrain-Victorious) ins Ziel. Platz drei ging an Romain Bardet (Team DSM), dahinter folgten der Italiener Vincenzo Albanese (Eolo-Kometa) und der Tiroler Felix Gall (AG2R-La Mondiale), der in wenigen Tagen auf seinen Osttiroler Straßen ein Heimspiel hat.
Mit ihnen erreichten auch Sivakov und Porte (Ineos-Grenadiers), Chaves (EF Education-Easypost) und Miguel Angel Lopez (Astana-Qazaqstan) das Ziel, vier Sekunden dahinter folgten unter anderem Landa und Pernsteiner (Bahrain-Victorious), Carthy (EF Education-Easypost) und Pinot (Groupama-FDJ).

BROCON-HERAUSFORDERUNG
Der Brocon-Pass war einer der Höhepunkte der ersten Etappe der Tour of the Alps: Nach 40 km zwischen den Apfelplantagen von „Melinda“ im Val di Non bildete sich die Ausreißergruppe des Tages mit Bouchard, Zwiehoff (BORA-hansgrohe), Rangel (Movistar), Mattia Bais (DroneHopper-Androni), Exteberria Zafra (Euskaltel-Euskadi) und Zangerle (Tirol-KTM Cycling Team).
Sofort gewannen die Ausreißer einen Vorsprung von über 7 Minuten, der sich am Eingang zum Brocon-Pass auf knapp über 6 Minuten reduzierte. Am Anstieg begann die Ausreißergruppe jedoch zu zerfallen, so dass nur noch Bouchard und Zwiehoff vorne lagen, während dahinter das Tempo von Israel und Ineos die Gruppe auf 3:37 zurückwarf.
Bais und Etxebarria kamen nur kurz auf der Brocon-Abfahrt wieder heran und fielen dann an den Hängen des Gobbera-Passes wieder etwas ab. Hier setzte sich Bouchard von Zwiehoff ab. Dieser kam dann auf der Abfahrt beim Versuch, ihn einzuholen, zu Sturz.

Dies war der Beginn des Alleingangs des Franzosen gegen das Feld, das erstmals einen Rückstand von 1:49 Minuten aufholen musste. Bei den Molaren versuchte Bahrain-Victorious anzugreifen, um Pello Bilbao die Chance zu geben, beim Finish heranzukommen und seine Qualitäten auszuspielen: aber heute war der Tag von Bouchard, der Tag von dem er bereits träumte, der Tag an dem er seinen ersten großen Sieg als Profi feiern konnte. Er trägt nun das grüne Melinda-Trikot des Gesamtführenden und das azurblaue Trikot für die Bergwertung.
Das weiße Würth Modyf des besten Nachwuchsfahrers geht an den Eritreer Natnael Tesfatsion (DroneHopper-Androni), der als Sechster ins Ziel kam, das rote PMG Sport Trikot für die Zwischensprints trägt Emanuel Zingerle (Tirol-KTM Cycling Team).

BOUCHARD: „DAS IST MEINE RACHE“.
„Heute war es unser Ziel, dass es einer schafft auszureißen“, sagte Bouchard nach dem Rennen. „Wir haben mehrere starke Männer für so ein Rennen. Ich war an der Spitze, als sich ein Angriffsversuch ergab, also probierte ich es. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es eine solche Chance geben wird, aber ich habe hart gearbeitet und versucht, bis zum Schluss daran zu glauben“
„Auf den letzten Metern spürte ich den Atem der Verfolger im Nacken, ich wusste, dass ein Comeback von Bilbao sehr gefährlich werden könnte, aber ich konnte endlich meinen ersten Sieg genießen, mit 30 Jahren. Im Radsport ist es wichtig, an sich zu glauben: Letztes Jahr beim Giro habe ich auf den letzten Metern einen Etappensieg verpasst, das ist meine Revanche.
„Als ich jung war, gehörte ich nicht zu den talentiertesten Jungs, ich wurde nie in die Nationalmannschaften aufgenommen, und die Möglichkeit, Profi zu werden, ergab sich zunächst nicht. Ich radelte als Amateur, arbeitete bei Decathlon, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und arbeitete hart, um meinen Traum zu verwirklichen. Eines Tages fragte ich meine Eltern, ob ich meinen Job aufgeben könnte, um es wirklich zu versuchen und alles für meine Leidenschaft zu geben. Die Gelegenheit bot sich, und ich bin jeden Tag dankbar dafür und versuche immer alles zu geben“.

„Ich bin mit 27 Jahren Profi geworden, habe sowohl bei der Vuelta als auch beim Giro das Trikot des besten Bergfahrers gewonnen, und dieses Jahr werde ich zum ersten Mal bei der Tour dabei sein. Das gepunktete Trikot ist ein Traum, aber jeder Fahrer lebt davon, dem Erfolg nachzujagen. So wie heute“.

Felix Gall erzählt im Ziel: „Die Tour of the Alps hätte für unser Team nicht besser beginnen können: Wir wollten einen Etappensieg und gleich am ersten Tag klappt es! Ich persönlich bin mit meinem 5. Platz super happy! Es hat sich noch nicht so gut angefühlt heute, weil ich letzte Woche nach der Baskenland Rundfahrt nicht so viel trainiert habe. Der Körper muss erst in Schwung kommen. Aber es war ein super Renntag für mich und mein Team und ich blicke zuversichtlich in die nächsten Tage!“.

MORGEN: ETAPPE 2, PRIMIERO/S. MARTINO DI CASTROZZA-LANA
Auf Bouchard und sein Team AG2R-Citroen wartet am morgigen Dienstag, den 19. April, ein anstrengender Tag, wenn sie das Leadertrikot auf der 154,1 km langen zweiten Etappe Primiero/S.Martino di Castrozza-Lana verteidigen müssen. Bei der Etappe geht es über drei Pässe.
Nach dem Neustart im Schatten der Palagruppe, werden die Athleten sofort den Rollepass, das „Dach der Tour of the Alps 2022“ auf 1.984 Metern, in Angriff nehmen, um ins Fleimstal abzufahren und von dort nach Südtirol zu gelangen und nach Kaltern den Mendelpass zu erklimmen. Danach gibt es eine sehr kurze Rückkehr ins Trentino vor dem dritten und letzten Pass, dem Gampenpass, dessen Abfahrt nach Lana führt, wo die Etappe mit einer kurzen 10-km-Schleife endet.
Es ist vielleicht nicht die Etappe, welche die Tour of the Alps entscheiden wird, aber mit 3.000 Höhenmetern wird sie den Fahrern sicherlich einiges abverlangen. Für das Rennen wird ein weiterer Tag mit Sonnenschein, Anstiegen und spektakulären Aussichten in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino erwartet.

Champions, ihr seid dran: Morgen startet die Tour of the Alps

Die Protagonisten der Alpenrundfahrt 2022 wurden auf der „Piazza Granda“ in Cles vorgestellt: Landa, Lopez, Sivakov, Froome und die Franzosen Pinot und Bardet sind bereit sich auf den Straßen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino zu messen. Morgen findet die erste Etappe von Cles nach Primiero/S. Martino di Castrozza statt, live ab 14 Uhr.

In Cles wird Ostern im Zeichen des großen Radsports erlebt. In der Heimatstadt von Maurizio Fondriest, dem historischen Sitz der „Melinda-Trophäe“, dort wo die Leidenschaft für den Radsport zu Hause ist, fand die Eröffnungsfeier der Tour of the Alps 2022 (18.-22. April) mit der offiziellen Vorstellung der Teams auf der zentralen „Piazza Granda“ statt.
Alle Protagonisten der 45. Ausgabe des Euro-Regionalen Etappenrennens waren im Herzen der Stadt im Nonstal, der Heimat der Melinda-Äpfel, präsent. Es war ein Abend voller Spannung, der durch den Abschluss der Vorbereitungsarbeiten geprägt war, denn morgen, am Montag, den 18. April, startet die erste Etappe von der „Piazza Granda“ aus. Der Auftakt wird die Karawane von Cles (offizieller Start um 11.20 Uhr) nach Primiero / S. Martino Castrozza über 160,9 km führen.
Die Eröffnungsetappe verspricht im ersten Teil ein schnelles Rennen und wird mit dem Anstieg des Brocon-Passes, dem Gobbera-Pass und dem Molaren-Anstieg, der zweimal wiederholt wird, den Athleten bereits zu Beginn alles abverlangen.

Zahlreiche Fans werden nach dem von der Pandemie geprägten Jahr 2021 endlich wieder beim vom GS Alto Garda organisierten Rennen mit am Start sein. Nun wurden die Protagonisten der Alpenrundfahrt 2022 vorgestellt, unter anderem sind mit Mikel Landa (Bahrain-Victorious), Sieger des Giro del Trentino 2016, und Miguel Angel Lopez (Team Astana-Qazaqstan), zwei der großen Favoriten mit dabei. Der Spanier vom Team Bahrain-Victorious wird auf die Unterstützung seines Landsmannes Pello Bilbao zählen können, der im letzten Jahr in Pieve di Bono gewonnen hat und in der Gesamtwertung Zweiter wurde. „Wir sind bereit! Die Tour of the Alps ist ein hartes Rennen, jeden Tag gibt es einen Anstieg und die Möglichkeit zu attackieren. Jede Etappe ist entscheidend für den Gesamtsieg“, erklären die Spanier von Bahrain-Victorious.

Zwei der Sieger der letzten Ausgaben, Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) und Pavel Sivakov (INEOS-Grenadiers), die auch auf ihren Teamkollegen Richie Porte zählen können, der bereits 2015 den Giro del Trentino gewonnen hat, kehren ebenfalls auf die Straßen der Euregio zurück. „Die Tour of the Alps ist immer ein besonderes Rennen für mich, denn ich habe 2019 mein ersten professionellen Sieg gefeiert“, sagt Sivakov.
Am Start in Cles wird zum vierten Mal in Folge auch Chris Froome (Israel – Premier Tech) sein. Er befindet sich seit einigen Tagen in guter Form und kann auf die Unterstützung zweier beim Publikum beliebter Italiener zählen: Alessandro De Marchi, Gewinner des blauen Trikots der Gruppo Cassa Centrale für die GPM-Wertung im letzten Jahr, und auf den Europameister von 2020, Giacomo Nizzolo, der bereit ist, im Hinblick auf den Giro d’Italia seine Form wiederzufinden.

Nicht zu unterschätzen wenn es um das finale grüne Trikot geht, sind auch Romain Bardet (Team DSM), der Engländer Hugh Carthy und der Kolumbianer Esteban Chaves (EF Education – Easypost). „Vor 12 Jahren habe ich hier zum ersten Mal teilgenommen, die Zeit vergeht so schnell aber ich bin immer noch so glücklich und aufgeregt hier teilzunehmen“, meint der Kolumbianer. Das Team BORA-hansgrohe wird ebenfalls angreifen, wobei Matteo Fabbro, der im letzten Jahr eine Schlüsselrolle spielte, das Team zusammen mit Lennard Kamna und dem jungen belgischen Talent Cian Uijtdebroeks anführt.
Bei den einheimischen Athleten ruhen die Hoffnungen auf Edoardo Zambanini (Bahrain-Victorious), Davide Bais (Eolo-Kometa), Mattia Bais (Drone Hopper-Androni), Felix Gall (Ag2r La Mondiale), Hermann Pernsteiner (Bahrain-Victorious), Patrick Gamper (Bora-Hansgrohe) und den Youngsters des Tirol KTM Cycling Teams, dem einzigen „Continental-Team“, das Tirol vertritt.

Während der Präsentation gab es auch Raum für DEBRA Onlus, dem Verein, der die Forschung gegen Epidermolysis bullosa unterstützt, eine seltene Krankheit, die das Leben von Schmetterlingskindern beeinträchtigt. Hierfür war die Botschafterin Anna Mei vor Ort.
Die Rennen sind in mehr als 100 Ländern weltweit zu sehen, dank einer täglichen Live-Übertragung von 90 Minuten, die von PMG Sport produziert und verbreitet wird.

Unter anderem kann die Veranstaltung auf Eurosport 1, Eurosport Player und GCN verfolgt werden; diese Sender übertragen die Rennen in Europa, Osteuropa, Ostasien, den USA, Kanada, Südamerika, Mittelamerika, dem pazifischen Raum und Indien. In Italien können die Fans das Spektakel auf Rai Sport oder im Streaming auf Tuttobiciweb, La Repubblica und dem Portal Federciclismo sowie auf der Facebook-Seite und dem Youtube-Kanal von PMG Sport verfolgen.
TOUR DER ALPEN LIVE

Etappe 1 – Montag, 18. April (14.00-15.30 Uhr MEZ)
Etappe 2 – Dienstag, 19. April (14.00-15.30 Uhr MEZ)
Etappe 3 – Mittwoch, 20. April (13.00-14.30 Uhr MEZ)
Etappe 4 – Donnerstag, 21. April (14.00-15.30 Uhr MEZ)
Etappe 5 – Freitag, 22. April (14:00-15:30 Uhr MEZ)

Tour of the Alps‘ hotspots to increase race safety

Tour of the Alps‘ hotspots to increase race safety

The stunning Euroregional stage race (April 19-23, 2021) chose to oversee the trickiest sections of the route with additional signage and the motorbike escorts’ stakeouts.

Tour of the Alps‘ roads will be even more protected during the 44th edition to be held from April 19th to 23rd, 2021, in Tyrol, South Tyrol and Trentino. Indeed, the GS Alto Garda organizers decided to reinforce the security protocol of the next edition, entrusting the technical area to identify the trickiest stretches of the five stages.
The Tour of the Alps’ brand-new ‚Hotspots‘ are not to be considered high-risk points, rather challenging sections along the route, such as a technical descent, a hard bend or a barely visible traffic island. These sections may prove to be pretty demanding, notably during a tense and high-level competition like the Euroregional UCI ProSeries stage race.
The ‚Hotspot‘ icon to be integrated into the signage will highlight three or four selected points of each stage. Motorbike escorts in service will also secure these sections by lurking to call the riders’ attention.
„We have taken note of the concerns the riders expressed at the end of last season – GS Alto Garda President Giacomo Santini explained – as their broadly urged to increase the measures of safety in the races and we did it. Thanks to the professionalism and commitment of our technical staff, we decided to strengthen the measures to protect athletes‘ safety. We care that our event – known for being a spectacular and highly competitive one – can take place in a positive mood“.
The ‚Hotspots‘ of the 2021 Tour of the Alps will be appropriately marked both in the roadbook and technical guide, with photos and accurate descriptions about the points. The technical guide, a further novelty of the Tour of the Alps 2021, will be made available in due time, 45 days ahead of the start, to the teams and everyone involved in the race.

Arco (Italy), December 1st, 2020