Schlagwort-Archiv: UAE Team Emirates

Tour of Britain – 2026

1. Etappe: Lincoln – Lincoln – 183 Km


Plomi Foto

1 Askey Lewis NSN Cycling Team 25 04:02:44
2 Ganna Filippo Netcompany INEOS Cycling Team 15 + 02
3 Wellens Tim UAE Team Emirates-XRG 10 + 02

4 Stuyven Jasper Soudal Quick-Step 5 + 09
5 Hoole Daan Decathlon CMA CGM Team 3 + 09
6 Trentin Matteo Tudor Pro Cycling Team + 09
7 Vermeersch Florian UAE Team Emirates-XRG + 11
8 Rowe Elliot Great Britain + 19
9 Pluimers Rick Tudor Pro Cycling Team + 19
10 Wright Paul Modern Adventure Pro Cycling + 26
11 Heiduk Kim Netcompany INEOS Cycling Team + 55

12 Donovan Mark Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team + 02:06
13 Politt Nils UAE Team Emirates-XRG + 02:09
14 Wiggins Ben Great Britain + 02:15
15 Ghys Robbe Decathlon CMA CGM Team + 02:31

2.Etappe Boston -> Skegness 180km


Plomi Foto

1 Merlier Tim Soudal Quick-Step 25 03:53:55
2 Kooij Olav Decathlon CMA CGM Team 15 + 00
3 Bennett Sam Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 10 + 00
4 Moschetti Matteo Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 5 + 00
5 Vernon Ethan NSN Cycling Team 3 + 00
6 Pickrell Riley Modern Adventure Pro Cycling + 00

7 Pluimers Rick Tudor Pro Cycling Team + 00
8 Trentin Matteo Tudor Pro Cycling Team + 00
9 Stewart Jake NSN Cycling Team + 00
10 McDonald Brody Modern Adventure Pro Cycling + 00

3.Etappe Hull -> Beverley 194km:


Plomi Foto

1 Kooij Olav Decathlon CMA CGM Team 25 04:04:32
2 Merlier Tim Soudal Quick-Step 15 + 00
3 Källberg Axel Lucky Sport Cycling Team 10 + 00
4 Dupont Timothy Tarteletto-Isorex 5 + 00
5 Moschetti Matteo Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 3 + 00
6 Santy Arne Tarteletto-Isorex + 00
7 Vernon Ethan NSN Cycling Team + 00
8 Lysgaard Boas BHS-PL Beton Bornholm + 00
9 Bouquet Axel St Michel-Preference Home-Auber 93 + 00
10 McDonald Brody Modern Adventure Pro Cycling + 00

4.Etappe Helmsley -> Leyburn 166km:

1 Bol Cees Decathlon CMA CGM Team 25 04:00:39
2 Wellens Tim UAE Team Emirates-XRG 15 + 03
3 Christen Fabio Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 10 + 21
4 Ganna Filippo Netcompany INEOS Cycling Team 5 + 30

5 Askey Lewis NSN Cycling Team 3 + 30
6 Pluimers Rick Tudor Pro Cycling Team + 30
7 Källberg Axel Lucky Sport Cycling Team + 30
8 Trentin Matteo Tudor Pro Cycling Team + 30
9 Rowe Elliot Great Britain + 30
10 Stuyven Jasper Soudal Quick-Step + 30

Gesamt:

1 1 Wellens Tim UAE Team Emirates-XRG 16:01:45
2 1 Askey Lewis NSN Cycling Team + 21
3 Trentin Matteo Tudor Pro Cycling Team + 40
4 Stuyven Jasper Soudal Quick-Step + 42
5 Hoole Daan Decathlon CMA CGM Team + 42
6 2 Pluimers Rick Tudor Pro Cycling Team + 54
7 Rowe Elliot Great Britain + 54
8 2 Ganna Filippo Netcompany INEOS Cycling Team + 02:14
9 2 Donovan Mark Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team + 02:41
10 4 Vermeersch Florian UAE Team Emirates-XRG + 03:15
11 4 Heiduk Kim Netcompany INEOS Cycling Team + 03:38

Vuelta a España 2026 8. Etappe

8. Etappe Puçol – Xeraco – 172 Km

Coquard siegt, viele Stürze, Pogacar raus

Bryan Coquard (Cofidis) gewann in Xeraco eine von zahlreichen Stürzen durchzogene 8. Etappe der Vuelta a España knapp im Massensprint. Das geriet jedoch in den Hintergrund. Denn der Riesen-Favorit und Überfahrer Tadej Pogacar (UAE) stürzte 32 Kilometer vorm Ziel schwer. Der 27-jährige Slowene musste im Roten Trikot des Gesamtführenden in den Krankenwagen einsteigen und das Rennen verlassen.
Den Zielsprint eröffnete dann Mads Pedersen (Lidl) mit Jordi Meeus (Red Bull) am Hinterrad. Während Meeus nicht an Pedersen vorbeikam, gelang dies hinter ihm stattdessen Coquard im letzten Moment mit dem Tigersprung. Für Coquard war es schon der 56. Profisieg, aber dennoch der größte. Der inzwischen 34-jährige Franzose hatte bisher weder einen Sieg bei einer Grand-Tour-Etappe noch bei einem Klassikersieg zu Buche stehen.
Der Sprint wurde eigentlich von van Aert und Laporte für den 2-maligen Etappensieger Brennan (alle Visma) angefahren. Doch Brennan befand sich ungefähr 10 Positionen dahinter und konnte, teilweise eingebaut, auch keinen Boden mehr gutmachen. Ben Turner (Netcompany), der vor Sprinteröffnung zwischen Laporte und Pedersen saß, belegte den 4. Platz mit über einer Radlänge Rückstand. Coquard und Pedersen trennte auf der Linie nur ein halbes Vorderrad. Und Meeus war auch nur eine halbe Radlänge zurück.

Ergebnis
1. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 3:47:06

2. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
3. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora
4. Ben Turner (GBR) – Netcompany-Ineos alle

5. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM
6. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
7. Bastien Tronchon (FRA) – Gorupama-FDJ gleiche
8. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN
9. Orluis Aular (VEN) – Movistar
10. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 173 Fahrer klassiert.
DNF Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
DNF Floris van Tricht (BEL) – NSN
DNF Mattia Gaffuri (ITA) – Picnic-PostNL
DNF Diego Uriarte (ESP) – Kern Pharma
DNS Luca van Boven (BEL) – Lotto-Intermarché

Auf der bisher vom Profil her am harmlosesten aussehenden Vuelta-Etappe erlebte der große Radsport-Dominator der letzten Jahre die bisher schwärzeste Stunde seiner Karriere. 32 Kilometer vor dem Ziel löste Pogacar selbst einen Massensturz aus, fiel dabei heftig auf die linke Seite, verletzte sich offensichtlich an der Schulter und schlug sich unter anderem auch die linke Gesichtshälfte auf.
Am linken Straßenrand erwischte Pogacar mutmaßlich einen größeren Stein. Er geriet daraufhin ins Straucheln, kollidierte mit anderen Fahrern und überschlug sich. Zunächst lag der Weltmeister einige Zeit mit Schmerzen auf der Straße. Einen Versuch, noch einmal aufs Rad zu steigen, brach Pogacar sofort ab und ging stattdessen Richtung Krankenwagen. Schon davor hatte es auf der ansonsten völlig ereignisarmen 8. Etappe mehrere Stürze und Aufgaben gegeben. Auch auf der Zielgeraden knallte es noch einmal.

Pogacar hatte die Vuelta 2026 von Beginn weg angeführt und sich bereits einen praktisch uneinholbaren Vorsprung von 3:50 Minuten herausgefahren. Nur ein Ausscheiden konnte den Gesamtsieg noch verhindern. So kam es dann auch. Damit winkt plötzlich und unverhofft Mas (Movistar), Gall (Decathlon) und Onley (Netcompany) die Chance auf einen ersten Grand-Tour-Gesamtsieg, Roglic (Red Bull) auf den alleinigen Rekordsieg oder Kuss (Visma) und Carapaz (EF) auf einen weiteren Gesamtsieg bei einer 3-Wochen-Rundfahrt.

Das Rote Trikot übernahm Enric Mas exakt eine Minute vor Primoz Roglic und 1:11 vor Felix Gall. Etwas mehr als eine weitere Minute dahinter folgen Kuss, Onley und Carapaz untereinander nur durch wenige Sekunden getrennt. Mas beendete die Vuelta schon 4-mal auf dem Podium, davon 3-mal auf dem 2. Platz. Das Rote Trikot trug er jedoch noch nie. Bei der Siegerehrung zog es Mas auch nicht über, sondern nahm es nur entgegen.

Gesamtwertung
1. Enric Mas (ESP) – Movistar 23:23:33
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +1:00
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +1:11

4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +2:15
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +2:16
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:22
7. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:25
8. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +3:56
9. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:39
10. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +6:04
11. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +7:31
12. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +8:11
13. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +8:23
14. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:59
15. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +9:12
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +11:04
17. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +11:34
18. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +13:14
19. Juan F. Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +13:22
20. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +13:31

Einsamer früher Ausreißer der 8. Etappe war Sinuhé Fernandez (Burgos). Er wurde 38 Kilometer vorm Ziel eingeholt. 5 Kilometer später gewann Wout van Aert den Zwischensprint. Kurz danach ereignete sich der Sturz mit dem namhaftest möglichen Fahrer. Nach dem Sturz des Gesamtführenden nahm man im Feld dem ungeschriebenen Gesetz folgend erst einmal das Tempo heraus.
Dadurch wurde der einzige bezeichnete Anstieg des Tages nicht im Renntempo gefahren, und die Chance auf Attacken und Tempoverschärfungen verstrich. Hinter dem Anstieg attackierte dann Azparren (Pinarello). Sein Solo war nach 25 Kilometern ungefähr 2 Kilometer vor Schluss beendet.
Obwohl van Aert im Ziel keine Punkte holte, baute er wegen des Zwischensprints und des Ausscheidends von Pogacar seine Führung in der Wertung ums Grüne Trikot deutlich aus. Auf den 2. Platz rückte sein Teamkollege Brennan aus, obwohl er fast leer ausging.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 124 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 67
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 58
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Bryan Coquard (FRA) – Cofidis 47
7. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora 47
8. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 7. Etappe

7. Etappe Vall d’Alba – Aramón Valdelinares – 150 Km

Leknessund siegt am Tag der Norweger

An der Bergamkunft der 7. Etappe kamen erstmals bei dieser Vuelta 2026 einige frühe Ausreißer vorne durch. Andreas Leknessund (Uno-X) hängte am 9,8 Kilometer langen Schlussanstieg ins Skigebiet Valdelinares 4 Mitausreißer ab, darunter sein norwegischer Landsmann und Teamkollege Tobias Johannessen. Dieser wiederum distanzierte Wout van Aert (Visma) kurz vorm Ziel. Damit feierten 2 Leknessund und Johannessen einen Doppelerfolg mit Trauerflor am Todestag des Königs von Norwegen.
Mehrere Minuten hinter den Ausreißern zog unter den Klassementfahrern Felix Gall (Decathlon) mit seinem Team am Schlussanstieg das Tempo ordentlich an, so dass mit ihm nur noch die beiden Klassementbesten Tadej Pogacar (UAE) und Enric Mas (Movistar) übrig blieben. Innerhalb der letzten 2 Kilometer fuhr Pogacar noch um 6 Sekunden Gall davon, der wiederum 10 Sekunden auf Mas herausholte.
Zuvor ließen Roglic (Red Bull) und Onley (Netcompany) als letzte Fahrer hinter dem Trio der 3 augenscheinlich Besten abreißen. Gemeinsam mit dem aufschließenden Kuss (Visma) erreichten sie 29 Sekunden hinter Pogacar das Ziel. Der Gesamtvierte Carapaz (EF) verlor noch eine Minute mehr.

Ergebnis
1. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X 3:49:47

2. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:34
3. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:47
4. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +0:58
5. Juan Rodriguez (COL) – EF Education-Easypost +1:13
6. Ivan Sosa (COL) – Kern Pharma +1:16
7. Alexej Luzenko (KAZ) – NSN +1:44
8. Eddie Dunbar (IRL) – Pinarello-Q36.5 +1:51
9. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:53
10. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:14

14. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +2:57
16. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +3:24

19. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG +4:23
20. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:29
21. Enric Mas (ESP) – Movistar +4:39
22. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +4:52
23. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora gl.Zeit
24. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos gl.Zeit
25. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:16
26. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
27. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +5:39
28. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:42
29. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana gl.Zeit
30. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +5:45

33. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:20
39. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +9:04
74. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +14:07
– 178 Fahrer klassiert.

Gall nähert sich Podestplätzen

Pogacar baute seine Gesamtführung vor Mas minimal auf 3:50 Minuten aus. Mas konnte seinen Vorsprung auf den 3. Platz auf exakt einen Minute vergrößern. Diesen 3. Platz behielt Primoz Roglic vor Gall, der wie Kuss und Onley an Carapaz vorbeizog. Mit Debruyne (Alpecin) fiel der letzte Nicht-Klassementfahrer aus den Top-Ten zurück. Von den Ausreißern des Tages konnten sich innerhalb der Top-20 Omrzel (Bahrain) und Bisiaux (Decathlon) um je 4 Plätze auf die 11 und die 14 verbessern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 19:32:37

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:50
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:50
4. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +5:01

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +6:05
6. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +6:06
7. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +6:12
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +7:17
9. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +7:46
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +9:29
11. Jakob Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +9:54
12. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +11:21
13. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +12:01
14. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +12:13
15. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +12:49
16. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
17. Finlay Pickering (GBR) – Jayco-Alula +14:54
18. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +15:24
19. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +15:47
20. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +17:04

56. Andreas Leknessund (NOR) – Uno-X +42:52

Leknessund und van Aert waren von Etappenbeginn weg an der Spitze. Sie hängten einen Mitausreißer ab und widerstanden einer größeren Verfolgergruppe, die wieder vom Hauptfeld eingeholt wurde. Bei nach wie vor engen Abständen bildete sich eine neue große Verfolgergruppe, aus der Johannessen, Dunbar (Jayco) und Luzenko (XDS) über 100 Kilometer vorm Ziel erreichten.
Das neue Spitzenquintett konservierten dern Vorsprung vor der Verfolgergruppe beharrlich auf rund eine Minute, während man sich im Hauptfeld beruhigte und die Chancen auf den Tagessieg aufgab. Diese Chance war jedoch auch für die Fahrer in der Verfolgergruppe dahin. Noch knapp die Hälfte von ihnen, 10 Mann, waren eingangs des Schlussanstiegs noch in einer ersten Verfolgergruppe übrig.

Aus dieser konnten Jakob Omrzel, Juan Felipe Rodriguez (EF) und Ivan Sosa (Kern Pharma) noch Luzenko und Dunbar überholen, nicht jedoch mehr Leknessund, Johannessen und van Aert. Für Leknessund war es nach 4-mal Platz 2 beim Giro, davon allein 3-mal dieses Jahr, nun endlich der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.
Van Aert erobert Grünes Trikot

Van Aert wiederum holte zuzüglich der Punkte für den 3. Platz auch den Sieg beim Zwischensprint und eroberte so das Grüne Trikot, in dem er auf der 7. Etappe bereits stellvertretend unterwegs war. Dessen eigentlicher Inhaber, der in rot fahrende Pogacar, blieb ausnahmsweise mal ohne Punkte – auch in der Bergwertung, die er allerdings weiterhin überlegen 10 Punkte vor seinem neuen Stellvertreter Leknessund anführt.

Grünes Trikot
1. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 104 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 102
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
4. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 52
6. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 45

Vuelta a España 2026 6. Etappe

6. Etappe Alcossebre – Castellón – 178 Km

Mas holt Pogacar ein, der aber erneut siegt

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Castelló auch die 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026. Allerdings passierte etwas ganz Seltenes: Im steilen letzten Anstieg inklusive Schotterabschnitt hob Pogacar wieder mal zum Solo ab, aber just an der Kuppe holte ihn sensationell ein Fahrer ein. Dieser Fahrer war Enric Mas (Movistar), der dann aber im Zweiersprint doch chancenlos war. Mit 46 Sekunden Rückstand führte Ramses Debruyne (Alpecin) die ersten Verfolger über die Linie.

Einen Schreckmoment erlebte Pogacar in der grenzwertigen Abfahrt, als er zu weit aus einer Kurve getragen wurde. Statt eines Abgrunds ging die Reise aber kurz durch die Botanik und dann weiter zurück auf das Sträßchen. Die ersten Verfolger verkürzten in der Abfahrt den Rückstand von 35 auf 25 Sekunden. Die Lücke ging jedoch wieder auf, als Roglic (Red Bull), Gall (Decathlon) und Debruyne von Carapaz (EF) und Tejada (XDS) eingeholt wurden. Debruyne stammte aus der Spitzengruppe des Tages und ging mit knapp 2 Minuten Vorsprung in den Puerto El Bartolo.

Als Pogacar dort 24,5 Kilometer vorm Ziel beschleunigte, nachdem der letzte Helfer verbraucht war, machte Onley (Netcompany) nicht als erster Fahrer den Fehler, Pogacars Attacke zunächst mitgehen zu wollen. Das ging nach hinten los. Onley platzte trotzdem wenige Momente später ab, musste dann auch Roglic, Gall und Carapaz ziehen lassen und wurde von Tejada überholt. In einer Gruppe mit Kuss (Visma) und Skjelmose (Lidl) erreichte Onley 1:38 Minuten hinter den Pogacar und Mas das Ziel. Ein heißer Tag mit Temperaturen bis 34 Grad war eventuell nur ein Vorbote für das, was die Fahrer den Rest der Vuelta noch weiter im Süden Spaniens erwarten könnte.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:12:40

2. Enric Mas (ESP) – Movistar gl.Zeit
3. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +0:46
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost
5. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana alle
6. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +1:38
9. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ
10. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek alle
11. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike gleiche
12. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos Zeit
13. Andreas Kron (DEN) – Uno-X +3:46

Pogacar baute seine Gesamtführung auf 3:34 Minuten vorm 2. Platz aus. Auf diesen verbesserte sich der 3-malige Vuelta-Zweite Enric Mas, um 47 Sekunden vorbei an Primoz Roglic. Entsprechend des Tagesresultats rückten Richard Carapaz und Felix Gall auf die Plätze 4 und 5 auf.
Während Kuss, Onley und Skjelomose an Boden verloren, rückten Debruyne und Tejada zu ihnen in die Top-Ten der Gesamtwertung auf. Um 3 Sekunden verpasste Debruyne das weiße Trikot des besten Jungprofis, das Onley behielt. Nicht an seine bisherige Bergleistung konnte der junge Jarno Widar (Lotto) anknüpfen. Er verlor fast 4 Minuten und rutschte knapp heraus aus den Top-Ten, ebenso wie Vine (UAE), der nach getaner Arbeit für Pogacar noch mehr Zeit verlor.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 15:38:27

2. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:34
3. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +4:21
4. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +4:50
5. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:55
6. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +5:36
7. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +5:37
8. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +5:40
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +5:58
10. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +6:30
11. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +8:08
12. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +8:36
13. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +9:24
14. Cristian Rodriguez (ESP) – XDS-Astana +11:43
15. Jakub Omrzel (SLO) – Bahrain Victorious +13:19
16. Guillaume Martin (FRA) – Groupama-FDJ +13:27

Nachdem in der Anfangsphase keine Fluchtgruppe entscheidend wegkam, spannten im Laufe der 6. Etappe zwischenzeitlich 16 Ausreißer zusammen: Canal (Movistar), van Aert (Visma), Gloag (Pinarello), Bilbao, Buitrago (beide Bahrain), Konrad (Lidl), Debruyne, Bennett (NSN), Garofoli (Soudal), Kron (Uno-X), Albanese (EF), Wilksch (Tudor), Diaz /Burgos), Craps (Lotto), Leemreize (Lotto) und Berrade (Kern Pharma). In der Gesamtwertung mit Abstand der Bestplatzierte war Ramses Debruyne auf dem 12. Platz mit 4:44 Minuten Rückstand aufs Rote Trikot.
Nichtsdestotrotz hielten die Helfer Pogacars den Abstand eng. Wout van Aert griff 57,5 Kilometer vorm Ziel ohne Gegenwehr die Maximalpunkte beim Zwischensprint ab. Für den Etappensieg bekam Pogacar allerdings ebenfalls 20 Punkte, so dass es bei einem Abstand von 33 Punkten zu van Aert blieb. Dieser löste als Stellvertreter im Grünen Trikot seinen Teamkollegen Brennan ab.
Fürs Bergtrikot holte Buitrago an den ersten 3 Bergpreisen 2 Siegen und einen 2. Platz. Doch die Punkte reichten nicht einmal, um den bisher zweitplatzierten Fortunato (XDS). Entscheidender waren ohnehin die Punkte am höher kategorisierten letzten Anstieg, an dem Mas so gerade eben Pogacar abfing und des neuer Stellvertreter im Bergtrikot ist – mit weniger als halb so vielen Punkten.

Im letzten Anstieg war Widar schon zurückgefallen, bevor Pogacar mit einer Tempoverschärfung angriff. Die noch fehlende halbe Minute zu Debruyne war schnell aufgeholt. Mas löste Onley schnell als ersten Verfolger ab. Onley konnte auch bald das Tempo von Roglic und Gall nicht mehr mitgehen, ebenso wie Carapaz, der aber zusammen mit Tejada den Rückstand zu den Verfolgern auf wenige Sekunden begrenzen und in der Abfahrt aufholen konnte.

In die Abfahrt stach Mas zuerst hinein. Nach einigen Kurven ging Pogacar auf dem schmalen, exponierten Sträßchen vorbei und fuhr sogleich mehrere Radlängen Vorsprung voraus, bis er einen schnellen Schuss vor den Bug durch seinen Ausflug in die Botanik erhielt. Die beiden arbeiteten dann bis zum Schlusskilometer zusammen. Den Sprint fuhr Pogacar von vorne an. Aber auch hier: Er bekam trotz wild entschlossenem Sprint den normalerweise in dieser Disziplin stark unterlegenen Mas nicht vom Hinterrad abgeschüttelt. Für die 3. Tagessieg nach 6 Etappen reichte es trotzdem allemal.

Vuelta a España 2026 3., 4. und 5. Etappe

3.Etappe Gruissan – Font Romeu – 174 Km

Abbruch wegen starken Regens und Hagels

Wegen unwetterartigen Regens mit Hagel wurde die 3. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 kurz vor Schluss abgebrochen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen der übrige frühe Ausreißer Wenzel (Kern Pharma) und der zu ihm aufgeschlossene Fortunato (XDS) rund 20 Sekunden vorm Hauptfeld. Sowohl schon abgehängte Fahrer als auch die Fahrer des Hauptfelds hielten von selbst aus an, um Unterschlupf in Häusern zu finden. An eine Fortsetzung war nicht mehr zu denken.

Außer Wenzel hießen die Ausreißer des Tages Le Gac (Groupama), Hayter (Soudal), Cort (Uno-X), Hellemose (Jayco) und Roosen (Picnic). Der Vorsprung des Spitzensextetts war niemals groß. Außerdem zerplatzte das Hauptfeld innerhalb der letzten 100 Kilometer in Windstaffeln, wodurch das Tempo rasant nach oben ging. Die Situation war jedoch nach kurzer Zeit wieder bereinigt, so dass die 6 Ausreißer doch noch vorn übrig waren, als es in die zumeist sachte steigenden letzten 30 Kilometer ging.

4. Etappe (105km) von Andorra-la-Vella nach Andorra-la-Vella

Vorschau auf diese Etappe: Nachdem das Bergaufziel des Vortages noch so etwas wie das Schaf im Wolfspelz war, steht am vierten Tag der Vuelta a España 2026 deren erste richtige Bergetappe auf dem Programm. Das Ziel liegt allerdings im Tal in Andorra la Vella. Dort geht es auch los gleich 23,3 Kilometer bergauf zum höchsten Pyrenäenpass, Port d’Envalira, und von dort durch den Tunnel und dann auf selber Straße wieder bergab. Es folgt eine Runde mit Collada de Beixalis (6,5 km à 8,5 %) und Coll d’Ordino (9,9 km à 7 %). Nach den 3 Kategorie-1-Bergen und der Abfahrt in Richtung andorranischer Hauptstadt biegt man kurz vor dieser noch in einen nur 4 Kilometer kurzen Anstieg nach La Comella ab, der knapp 5 Kilometer vorm Ziel erreicht wird.

Pogacar wie immer und zu erwarten unfassbar

Tadej Pogacar (UAE) gewann in Andorra la Vella die 4. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2026 mit gewohnt unfassbarer Überlegenheit. Auf dem nur 105 Kilometer langen Ritt durch die andorranischen Pyrenäen fuhr der 27-jährige Slowene über 50 Kilometer vorm Ziel an der steilsten Stelle des Col de Beixalis einfach allen verbliebenen Mitfahrern weit davon. Im Ziel hatte Pogacar 2:39 Minuten Vorsprung vor den 6 ersten Verfolgern. Diese wurden von Jarno Widar (Lotto) vor Felix Gall (Decathlon) über die Linie geführt.

Nach den ersten 3 Pässen versammelten sich abgeschlagen hinter Pogacar 9 Fahrer: Gall und dessen Teamkollege Mühlberger, Widar sowie Onley (Netcompany), Kuss (Visma), Mas (Movistar), Roglic (Red Bull), Carapaz (EF) und Skjelmose (Lidl). Im letzten, kürzen Anstieg musste Skjelmose abreißen lassen. Mühlberger reihte sich an dessen Hinterrad ein. Beide verloren 38 Sekunden auf Widar und Gall. Carapaz fiel auch noch um 18 Sekunden zurück, wohingegen Onley, Kuss, Mas und Roglic – bis auf Bonussekunden – keine Zeit auf Widar und Gall verloren.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 2:40:35

2. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +2:39
3. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM
4. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos

5. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike alle
6. Enric Mas (ESP) – Movistar gleiche
7. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora Zeit
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +2:57
9. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +3:17
10. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM gl.Zeit
11. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +3:37
12. Ramses Debruyne (BEL) – Alpecin-Premier Tech +3:57
13. Harold Tejada (COL) – XDS-Astana +4:34
14. Pablo Torres (ESP) – UAE-XRG +4:40
15. Marco Brenner (GER) – Tudor +5:14
16. Clément Berthet (FRA) – Groupama-FDJ +6:29

25. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +8:13
27. Mikel Landa (ESP) – Soudal-Quick Step +8:16
30. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +12:55
49. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +18:36

Schon nach 4 von 21 Etappen der Deckel drauf

Pogacar gewann mit fast exakt dem gleichen Vorsprung, mit dem er – ebenfalls in den Pyrenäen – sechseinhalb Wochen zuvor bei der Tour de France schon früh den Deckel auf den Gesamtsieg machte. Damals war es die 6. Etappe mit 2:38 Minuten vor dem bei der Vuelta abwesenden Vingegaard. Nun wurde es 2 Etappen früher eine Sekunde mehr, wobei es Pogacar in den Abfahrten und insbesondere in den letzten Kurven sichtbar austrudeln ließ.
Der große Dominator ließ seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 3:21 Minuten explodieren. Auf den 2. Platz rückte sein Landsmann, 4-fache Vuelta-Gesamtsieger Primoz Roglic, auf. Der ebenfalls 4-fache, aber noch sieglose Vuelta-Podestfahrer Enric Mas folgt 9 Sekunden hinter Roglic und 12 Sekunden vor einem weiteren Ex-Gesamtsieger, Sepp Kuss, auf dem 3. Platz.

Von den am höchsten gewetteten Fahrern auf den 2. Gesamtplatz hinter Pogacar verbesserten sich Onley und Gall auf den 5. und 7. Platz – 23 und 36 Sekunden hinter Roglic. Pogacars Teamkollege, der Vorjahreszweite Almeida, war hingegen schon früh abgehängt und spielte somit überhaupt keine Rolle.
Der Tageszweite Widar brachte eine Hypothek aus dem Auftaktzeitfahren mit, so dass er in der Gesamtwertung noch hinter Carapaz und Skjelmose blieb. Von den jungen, potenziellen Klassementfahrern war Widar aber der einzige, der in Andorra vorne mithalten konnte.

5. Etappe Falset – Roquetes – 174 Km

Auch Brennan nun mit 2 Tagessiegen

Matthew Brennan (Visma) gewann im Massensprint von Roquetes die 5. Etappe der Vuelta a España 2026, deren erste auf spanischem Boden. Der 21-jährige Brite hatte diesmal – anders als bei seinem Sieg auf der 2. Etappe – einen Fahrer am Hinterrad, der immerhin nicht den Kontakt verlor. Doch an ein Überholen war für Jordi Meeus (Red Bull) nicht zu denken, so dass ihm der 2. Platz vor Vincenzo Albanese (EF) blieb. Nach 5 Etappen bleibt es damit bei 2 verschiedenen Tagessiegern: Pogacar (UAE) und Brennan.
Im Kategorie-3-Anstieg knapp 30 Kilometer vorm Ziel fielen etliche Sprinter zurück, von denen nicht alle ins Hauptfeld zurückkehrten. Von den bekam Brennan das Finale durch sein Team von vorne vorbereitet, zuletzt von den Premium-Anfahrern van Aert und Laporte. Alessandro Romele (XDS) kam an der Bande nicht mehr neben Albanese durch.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 3:47:02
2. Jordi Meeus (BEL) – Red Bull-Bora

3. Vincenzo Albanese (ITA) – EF Education-Easypost
4. Alessandro Romele (ITA) – XDS-Astana
5. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos alle
6. Orluis Aular (VEN) – Movistar
7. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike
8. Alberto Dainese (ITA) – Soudal-Quick Step gleiche
9. Vito Braet (BEL) – Lotto-Intermarché
10. David Gonzalez (ESP) – Pinarello-Q36.5
11. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike Zeit
– 180 Fahrer klassiert.
DNF van Sintmaartensdijk (NED) – Lotto-Intermarché
DNS Cian Uijtdebroeks (BEL) – Movistar

Die Gesamtführung blieb natürlich bei Tadej Pogacar (UAE). Als bester des Rests verharrte Primoz Roglic (Red Bull) auf dem 2. Platz unverändert 3:21 Minunten hinter Pogacar und deutlich knapper vor den nächsten Fahrern.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 11:26:01
2. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +3:21

3. Enric Mas (ESP) – Movistar +3:32
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +3:44
5. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos +3:45
6. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +3:50
7. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +3:57
8. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +4:06
9. Jarno Widar (BEL) – Lotto-Intermarché +4:06
10. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +4:11
11. Gregor Mühlberger (AUT) – Decathlon-CMA CGM +4:34

Die frühe Spitzengruppe des Tages wurde zunächst nicht weit weggelassen und dann auch schon nach 70 Kilometern, bei noch 110 zu fahrenden, vom Hauptfeld wieder eingeholt. Windkanten lauerten am Horizont, und kurz teilte sich auch das Peloton, was aber schnell wieder gekittet war.
Einige Kilometer vor dem Zwischensprint setzte sich Hayter (Netcompany) als Solist für die Punkte in Szene. Seine Rolle als stellvertrender Träger des Grünen Trikots (für Pogacar, wen sonst) war Hayter nach der 5. Etappe allerdings trotzdem los, weil Brennan die fetten Punkte im Ziel holte. Beim Zwischensprint jedoch hatte man teamintern noch auf van Aert gebaut, der den 2. Platz hinter Hayter belegte.

Grünes Trikot
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 82 p.

2. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 60
3. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step 57
4. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike 50
5. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike 48
6. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious 30

Als Hayter eingeholt war, gab es noch ein Solo von Kron (Uno-X) bis zum Fuße des Anstiegs, an dem das Peloton ordentlich ausgedünnt wurde. 17 Kilometer vorm Ziel attackierte Azparren (Pianrello) einer Gegensteigung. Van Aert höchstpersönlich stieg nach. Er neutralisierte damit die Attacke und stellte sich fortan wie das restliche Team in den Dienst von Brennan.

Deutschland Tour 2026 4. Etappe: Heilbronn – Heilbronn – 157 Km

Magnier gewinnt 4. Etappe,
Del Toro wird Gesamtsieger,
Heidemann holt Bergtrikot


Plomi Foto

1 MAGNIER Paul FRA SOUDAL QUICK-STEP 03:37:39
2 VAN POPPEL Danny NED RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:00
3 TEUTENBERG Tim Torn GER LIDL-TREK 00:00
4 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:00

5 ZAMBANINI Edoardo ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:00
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 00:00
7 VENTURINI Clément FRA UNIBET ROSE ROCKETS 00:00
8 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:00
9 JOUSSEAUME Alan FRA TOTALENERGIES 00:00
10 GRAAT Tijmen NED TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:00

Gesamtendwertung nach der 4. Etappe


Plomi Selfie, Del Toro hat mich dazu aufgefordert!! 🙂

1 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 17:39:48
2 BARRE Louis FRA TEAM VISMA | LEASE A BIKE 00:53
3 HIRSCHI Marc SUI TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:08
4 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 01:24
5 VACEK Mathias CZE LIDL-TREK 01:25
6 TESFAZION Natnael ERI MOVISTAR TEAM 01:25
7 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:26
8 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 01:28
9 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 01:28
10 CADENA MARTINEZ Edgar David MEX TEAM STORCK – MRW BAU 01:33
11 STORK Florian GER TUDOR PRO CYCLING TEAM 01:35
12 TEUNS Dylan BEL COFIDIS 01:36
13 PELLIZZARI Giulio ITA RED BULL – BORA – HANSGROHE 01:36
14 LOOCKX Lander BEL UNIBET ROSE ROCKETS 01:38
15 BURGAUDEAU Mathieu FRA TOTALENERGIES 01:39
16 ZIMMERMANN Georg GER GERMAN NATIONAL TEAM 01:42

Magnier siegt, Del Toro triumphiert – Heidemann begeistert

Sonntag, 23. August, Heilbronn – Paul Magnier (Soudal Quick-Step) hat die 4. Etappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 156,5 Kilometern rund um Heilbronn im Sprint vor Danny van Poppel (Red Bull-BORA-hansgrohe) und Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) durch. Den Gesamtsieg sicherte sich Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG), der das Blaue Trikot erfolgreich verteidigte.

Die erste reguläre Etappe in der Geschichte der Deutschland Tour mit Start und Ziel in derselben Stadt wurde lange von einer Ausreißergruppe geprägt. Zu ihr gehörten erneut Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) und Ben Felix Jochum (Team Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur). Besonders Heidemann zeigte sich nach zahlreichen Kilometern an der Spitze in den vergangenen Tagen auch beim Finale noch einmal offensiv. Mit weiteren Punkten an den Bergwertungen machte er den Gesamtsieg in der Bergwertung perfekt.

Die Spitzengruppe behauptete ihren Vorsprung bis weit in das Finale. Erst 14,2 Kilometer vor dem Ziel stellte das Hauptfeld die letzten Ausreißer. Anschließend erhöhte Team Visma | Lease a Bike das Tempo und versuchte, für den Gesamtzweiten Louis Barré noch einmal eine Gelegenheit zu schaffen.
Doch Isaac del Toro hatte das Rennen unter Kontrolle. 12,3 Kilometer vor dem Ziel ging der Träger des Blauen Trikots selbst in die Offensive und setzte sich auf dem letzten Anstieg vom Feld ab. Der Mexikaner nahm einen kleinen Vorsprung mit in Richtung Heilbronn und lag lange auf Kurs zu einem spektakulären Solosieg.

Erst kurz vor dem Ziel wurde del Toro wieder eingeholt. Im anschließenden Sprint spielte Soudal Quick-Step seine Stärke aus: Paul Magnier setzte sich vor van Poppel und Teutenberg durch und feierte nach seinem Erfolg bei den ADAC Cyclassics Hamburg innerhalb einer Woche den nächsten Sieg in Deutschland.
Del Toro erreichte das Ziel mit dem Hauptfeld und krönte sich zum Gesamtsieger der Lidl Deutschland Tour 2026. Louis Barré belegte mit 53 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte als Dritter das Podium. Damit endeten fünf Renntage vom Prolog in Bad Orb bis zum großen Finale in Heilbronn.

Das war die Lidl Deutschland Tour 2026

Fünf Renntage, fünf unterschiedliche Sieger und ein hochklassiger Gesamtsieger: Isaac del Toro gewinnt die Lidl Deutschland Tour 2026. Der Mexikaner eröffnete die Rundfahrt mit dem Sieg im Prolog von Bad Orb, holte sich auf der Königsetappe das Blaue Trikot zurück und ließ auch beim Finale in Heilbronn nichts mehr anbrennen.
Louis Barré setzte mit seinem Solo in Schwäbisch Hall das erste Ausrufezeichen, Alessio Magagnotti gewann den Regensprint in Offenbach an der Queich und Giulio Pellizzari entschied die Königsetappe in Bad Dürkheim für sich. Zum Abschluss schlug Paul Magnier im Sprint von Heilbronn zu. Miguel Heidemann verbrachte etliche Kilometer in der Flucht und belohnte sich mit dem Bergtrikot.
Von kurzen, steilen Rampen über die Anstiege im Pfälzerwald bis zum schnellen Finale in Heilbronn war alles dabei: Attacken, Windkanten, Ausreißergruppen und ein Klassementkampf, den Del Toro am Ende souverän für sich entschied.

Pressekontakt | Media contact
Pressestelle A.S.O. Germany
Karl Stender
Email: presse@deutschland-tour.com

Eine Veranstaltung der A.S.O. Germany GmbH

Deutschland Tour 2026 3. Etappe: Herxheim – Bad Dürkheim – 171 Km


Plomi Foto

1 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 25 30 12″ 4:03:44
2 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 15 18 9″ ,,
3 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 10 12 5″ 0:34
4 Remijn Senna Alpecin – Premier Tech 5 7 0:49
5 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 3 4 ,,
6 Tesfatsion Natnael Movistar Team 3 ,,
7 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA 2 ,,
8 Morgado António UAE Team Emirates – XRG 1 ,,
9 Burgaudeau Mathieu TotalEnergies ,,
10 Stork Florian Tudor Pro Cycling Team ,,

Gesamt:

1 2 ▲1 del Toro Isaac UAE Team Emirates – XRG 5 14:02:12
2 1 ▼1 Barré Louis Team Visma | Lease a Bike 0:52
3 12 ▲9 Hirschi Marc Tudor Pro Cycling Team 1:05
4 5 ▲1 Raccagni Noviero Andrea Soudal Quick-Step 1:21
5 7 ▲2 Tesfatsion Natnael Movistar Team 1:22
6 10 ▲4 Vacek Mathias Lidl – Trek 1:23
7 11 ▲4 Sorarrain Gorka Caja Rural – Seguros RGA ,,
8 13 ▲5 Schachmann Maximilian Soudal Quick-Step 1:25
9 14 ▲5 Oldani Stefano Caja Rural – Seguros RGA ,,
10 44 ▲34 Pellizzari Giulio Red Bull – BORA – hansgrohe 1:26

Bulle schlägt Stier: Giulio Pellizzari gewinnt die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour

Pellizzari gewinnt Königsetappe – Del Toro erobert Blau zurück

Samstag, 22. August, Bad Dürkheim – Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe) hat die Königsetappe der Lidl Deutschland Tour 2026 gewonnen. Nach 170,8 Kilometern von Herxheim nach Bad Dürkheim setzte sich der Italiener vor Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) durch.

Del Toro sorgte rund 35 Kilometer vor dem Ziel mit seiner Attacke für die entscheidende Rennsituation, distanzierte den bisherigen Gesamtführenden Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) und eroberte das Blaue Trikot zurück.
Schon früh ging es auf den mehr als 3.000 Höhenmetern um die Bergwertung. Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) setzte sich mit einer Ausreißergruppe ab und sammelte an der Lolosruhe sowie bei der ersten Überfahrt der Kalmit die maximale Punktzahl. Damit ging der Plan des deutschen Teams auf: Heidemann übernahm das Bergtrikot von seinem Teamkollegen Ole Theiler.

Im Kampf um die Gesamtwertung fiel die Entscheidung am Rotsteig. Nach der Vorarbeit von UAE Team Emirates-XRG attackierte Del Toro rund 35 Kilometer vor dem Ziel. Barré versuchte zu folgen, konnte die Lücke zum Mexikaner aber nicht schließen. Wenig später setzte sich auch Giulio Pellizzari ab und fuhr zu Del Toro nach vorne. Gemeinsam holten Del Toro und Pellizzari den zuvor allein führenden Nelson Oliveira (Movistar Team) ein. Als Oliveira das Tempo nicht mehr halten konnte, gingen die beiden jungen Kletterspezialisten allein ins Finale. Dahinter versuchte Barré mehrfach, den Rückstand zu reduzieren, konnte das Spitzenduo aber nicht mehr erreichen.

Auf dem Wurstmarktgelände in Bad Dürkheim machten Pellizzari und Del Toro den Tagessieg unter sich aus. Pellizzari hatte im Sprint die größeren Reserven und gewann die Königsetappe vor Del Toro. Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte das Podium. Del Toro geht damit im Blauen Trikot in den letzten Renntag der Lidl Deutschland Tour 2026. Für Heidemann wurde der offensive Auftritt ebenfalls belohnt: Der Deutsche führt vor der Schlussetappe die Bergwertung an.

Einschätzung der 4. Etappe

Zum Abschluss der Lidl Deutschland Tour 2026 wartet noch einmal eine anspruchsvolle Etappe. Über 156,5 Kilometer führt das Finale von Heilbronn durch das Heilbronner Land und zurück in die Stadt. Rund 2.500 Höhenmeter bieten den Klassementfahrern eine letzte Gelegenheit, die Gesamtwertung noch einmal anzugreifen.
Bereits nach 15,8 Kilometern wartet am Schloss Stocksberg die erste Bergwertung. Anschließend führt die Strecke über Zaberfeld und Sulzfeld zurück Richtung Heilbronn, bevor bei Kilometer 93,4 die entscheidende Phase beginnt. Auf der Heilbronner Schlussrunde muss das Peloton dreimal den Jägerhaus-Anstieg bewältigen. Mit 2,3 Kilometern Länge und durchschnittlich 5,2 Prozent Steigung bietet er mehrfach Gelegenheit für Attacken. Nach der letzten Überquerung bleiben nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel. Ein Bonussprint in Donnbronn 7,8 Kilometer vor der Ziellinie könnte zudem im Kampf um das Blaue Trikot eine wichtige Rolle spielen. Damit bleibt die Lidl Deutschland Tour 2026 bis zum Schluss offen: Die kurze, intensive Finaletappe bietet sowohl starken Puncheuren als auch den Klassementfahrern noch einmal die Chance, das Rennen in Heilbronn zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Am 23. August 2026 steht Heilbronn ganz im Zeichen des Radsports. Die Stadt am Neckar ist Gastgeber des großen Finales der Lidl Deutschland Tour 2026. Die vierte und letzte Etappe startet und endet in Heilbronn – hier fällt nach fünf Renntagen die Entscheidung um den Gesamtsieg und das Blaue Trikot.
Heilbronn verbindet urbanes Leben mit Weinlandschaft und einer ausgeprägten Sportbegeisterung. Bereits 2024 war die Stadt Etappenort und begrüßt die Lidl Deutschland Tour 2026 nun erneut. Im Herzen der Stadt können die Fans die Profis beim entscheidenden Finale aus nächster Nähe erleben.
Doch nicht nur die Profis stehen an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Mit der ADAC Cycling Tour können auch Hobbyradsportler auf gesperrten Straßen selbst in die Pedale treten. Ergänzt wird das Programm durch die LichtBlick Newcomer Tour, die kinder Joy of Moving mini tour und weitere Angebote für die ganze Familie. Damit wird Heilbronn am Finaltag zum Treffpunkt für Profis, Nachwuchs, Hobbyfahrer und Radsportfans und zur Bühne für die letzte Entscheidung der Lidl Deutschland Tour 2026.

Pressekontakt | Media contact
Pressestelle A.S.O. Germany
Karl Stender
Email: presse@deutschland-tour.com

Lidl Deutschland Tour
A.S.O. Germany GmbH

Giulio Pellizzari gewinnt Königsetappe der Deutschland Tour
Giulio Pellizzari setzt sich im Finale gegen den neuen Gesamtführenden Isaac del Toro durch und beschert Red Bull – BORA – hansgrohe den zweiten Etappensieg in Folge bei der Deutschland Tour 2026.
Das Etappenprofil zwischen Herxheim und Bad Dürkheim versprach ein ständiges Auf und Ab. Auch wenn die Anstiege vergleichsweise kurz waren, machten mehr als 3.000 Höhenmeter auf den Runden durch die Pfalz die Königsetappe zu einem anspruchsvollen Renntag.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe stand vor allem der Kampf um den Etappensieg im Fokus. Nach dem gestrigen Erfolg von Alessio Magagnotti wollte das deutsche UCI WorldTeam das Momentum nutzen und setzte heute auf die Kletterqualitäten von Giulio Pellizzari.

Die Vorentscheidung fiel bereits 35 Kilometer vor dem Ziel. Isaac del Toro attackierte am Anstieg zum Rotsteig. Pellizzari reagierte nicht sofort, sondern fuhr seinen eigenen Rhythmus, erhöhte Schritt für Schritt das Tempo und schloss wenig später zum Mexikaner auf.

„Ich kenne Isaac ziemlich gut und weiß, dass er an zwei Minuten langen Anstiegen einfach auf einem anderen Niveau fährt. Ihm direkt zu folgen, wäre ein Fehler gewesen. Deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren, ohne das Risiko einzugehen, zu überziehen. Bis zur Kuppe bin ich so schnell gefahren, wie ich konnte, und in der Abfahrt habe ich wieder zu ihm aufgeschlossen.“
— Giulio Pellizzari
Auf der ersten Zielrunde rund um Bad Dürkheim blieb das Tempo an der Spitze hoch. Das Duo schüttelte seinen letzten Begleiter ab und ging gemeinsam in die zweite und entscheidende Zielrunde. Im Sprint der beiden Freunde sicherte sich Pellizzari den Tagessieg.

„Gestern haben wir uns riesig über Alessios Sieg gefreut. Heute wollten wir direkt noch einmal gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Isaac hat super funktioniert – er hatte die Gesamtwertung im Blick, während ich auf den Etappensieg gefahren bin. Mein persönliches Ziel für diese Saison war es, mehr Rennen zu gewinnen. Deswegen freue ich mich über den heutigen Sieg und möchte dafür meinen Teamkollegen und dem gesamten Team danken.“
— Giulio Pellizzari

Nach seinen Erfolgen bei der Tour of the Alps und der Vuelta a Burgos feiert Pellizzari damit bereits seinen vierten Etappensieg der Saison bei einem Rennen der UCI ProSeries.
Nachdem Red Bull – BORA – hansgrohe in den vergangenen vier Ausgaben der Deutschland Tour ohne Etappensieg geblieben war, gelingen dem Team nun innerhalb von nur 24 Stunden gleich zwei Siege: Auf Alessio Magagnottis Sprintüberraschung folgt Pellizzaris Triumph auf der Königsetappe.

Vuelta a España 2026 Etappe 1+2

Pogacar 9 Hundertstel vor Hayter

Eh schon der mit haushohem Abstand stärkste Fahrer, dann auch noch das Hundertstelglück auf seiner Seite: Tadej Pogacar (UAE) gewann in seiner Wahlheimat Monaco hauchdünn das 9,4-Kilometer-Einzelzeitfahren der Spanien-Rundfahrt 2026. Der 27-jährige Slowene unterbot die Bestmarke von Ethan Hayter (Soudal) um läppische 9 Hundertstelsekunden. Der wiederum hatte seine beiden britischen Landsmänner Joshua Tarling (Netcompany) und Callum Thornley (Red Bull) im 4 und 5 Sekunden geschlagen und schon beinah wie der Sieger ausgesehen.

Denn Hayter nahm augenscheinlich volles Risiko, reizte die vielen Kurven in Monaco aus und hatte bei der Zwischenzeit nach 5,6 Kilometern noch über 3 Sekunden Vorsprung vor Pogacar und allen anderen. So jedoch triumphierte Pogacar und eroberte zugleich sein erstes Rotes Trikot für die Führung in der Vuelta-Gesamtwertung – die er vielleicht bis zum Ende auch gar nicht mehr abgeben wird. Von den weiteren potenziellen Podestfahrern ließ Felix Gall (Decathlon) auf dem 94. Platz schon 46 Sekunden liegen. Oscar Onley (Netcompany) kam mit 50 Sekunden Verlust nicht einmal in die Top-100.

Pogacars Teamkollege Almeida hingegen verlor nur 18 Sekunden. Die Ex-Gesamtsieger Roglic (Red Bull) und Kuss (Visma) kamen auf 22 und 45 Sekunden. Von den Etappenjägern blieb Wout van Aert (Visma) mit 9 Sekunden auf Schlagdistanz zum Roten Trikot. Denn für einen Etappensieg gibt es ab dem Folgetag 10 Bonussekunden. Mads Pedersen (Lidl) hingegen baute 16 Sekunden Rückstand auf.

Ergebnis
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-Emirates 10:57
2. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:00
3. Joshua Tarling (GBR) – Netcompany-Ineos +0:04
4. Callum Thornley (GBR) – Red Bull-Bora +0:05

5. Christophe Laporte (FRA) – Visma-Lease a Bike +0:06
6. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:08
7. Oscar Chamberlain (AUS) – Decathlon-CMA CGM +0:09
8. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
9. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:10
10. Arthur Kluckers (LUX) – Tudor +0:11

12. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:14
15. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:16
18. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
22. Luke Tuckwell (AUS) – Red Bull-Bora +0:21
24. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:22

38. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +0:28
40. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +0:29
50. Enric Mas (ESP) – Movistar +0:33
52. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +0:33
55. Jørgen Nordhagen (NOR) – Visma-Lease a Bike +0:35
89. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +0:45
91. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:46

Etappe 2: Brennan gewinnt souverän


Plomi Foto

2. Etappe Monaco – Manosque – 215 Km
Matthew Brennan (Visma) gewann die 2. Etappe der Vuelta a España 2026 im Sprint auf ansteigendem Terrain. Im südfranzösischen Manosque schüttelte der 21-jährige Brite keinen geringeren als Mads Pedersen (Lidl) sprintend vom Hinterrad ab und triumphierte mit mehreren Radlängen Vorsprung. Tadej Pogacar (UAE) im Roten Trikot des Gesamtführenden übersprintete noch knapp Pedersen für den 3. Platz und 4 Bonussekunden. Denn von weit hinten kam Pau Miquel (Bahrain) noch sensantionell auf und um eine halbe Radlänge vorbei an an Pogacar und Pedersen.

Brennans Team hatte die erste Patrone in Person von Wout van Aert knapp 2 Kilometer abgeschossen. Seiner Attacke folgte zunächst nur Pogacar, dann auch Romele. Doch das Tempo schlief ein, so dass es doch zu einer Sprintentscheidung aus einem großen Feld kam, allerdings wegen des Bergauf-Charakters durchmischt mit Sprintern, Allroundern und Klassementfahrern. Fisher-Black (Red Bull) eröffnete den Sprint viel zu früh und zu optimistisch und wurde noch auf den 7. Platz durchgereicht, als dann Brennan die Rakete zündete und Pedersen aus den Schuhen fuhr. Für das große Talent war es der erste Grand-Tour-Etappensieg gleich beim ersten Versuch, wenn man vom Zeitfahren des Vortages mal absieht.

Ergebnis
1. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike 4:47:47

2. Pau Miquel (ESP) – Bahrain Victorious
3. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG
4. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
5. Hugo Hofstetter (FRA) – NSN>
8. Axel Laurance (FRA) – Netcompany-Ineos
9. Oscar Onley (GBR) – Netcompany-Ineos
10. Orluis Aular (VEN) – Movistar alle


22. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike
25. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost gleiche
26. Enric Mas (ESP) – Movistar
30. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora
33. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek Zeit
59. João Almeida (POR) – UAE-Emirates +0:18
66. Felix Gall (AUT) – Decathlon-CMA CGM +0:18
80. Ethan Hayter (GBR) – Soudal-Quick Step +0:31

DNF Sergio Chumil (GUA) – Burgos-Burpellet

In der Gesamtwertung wollte es Ethan Hayter (Soudal) nicht auf sich sitzen lassen, in eben jenem Einzelzeitfahren einen Tag zuvor nur 9 Hunderstel am Sieg und am Roten Trikot vorbeigefahren zu sein. Er positionierte sich deswegen im Fluchtquartett des Tages mit Bouwman (Jayco), Fernandez (Burgos) und Uriarte (Kern Pharma) und gewann – da bereits als Solist – den Zwischensprint 36 Kilometer vorm Ziel für 6 Bonussekunden und die virtuelle Gesamtführung. Van Aert holte hier aus dem Feld 4 Sekunden. Damit verkürzte er den Rückstand zu Pogacar auf 5, verlor jedoch die Schlagdistanz zu Hayter angesichts von maximal 10 Bonussekunden im Ziel.

Dort hingegen kam Hayter mit 31 Sekunden Rückstand nur auf den 80. Platz, so dass die 6 Sekunden unterwegs für die Katz waren. Pogacar stellte durch 4 Bonussekunden im Ziel den 9-Sekunden-Abstand zu van Aert wieder her. Van Aert spielte im Zielsprint keine Rolle, kletterte aber in der Gesamtwertung auf den 2. Platz. Durch die 10 Sekunden für den Tagessieg verbesserte sich Brennan auf den 3. Platz direkt eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen. Von den Klassementfahrern verloren unter anderem Almeida (UAE) und Gall (Decathlon) 18 Sekunden.

Gesamtwertung
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 4:58:40

2. Wout van Aert (BEL) – Visma-Lease a Bike +0:09
3. Matthew Brennan (GBR) – Visma-Lease a Bike +0:10
4. Léo Bisiaux (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:12
5. Finn Fisher-Black (NZL) – Red Bull-Bora +0:14
6. Stefan Küng (SUI) – Tudor +0:18

7. Jay Vine (AUS) – UAE-XRG +0:18
8. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek +0:20
9. Primoz Roglic (SLO) – Red Bull-Bora +0:26
10. Jordan Labrosse (FRA) – Decathlon-CMA CGM +0:27

Prolog Deutschland Tour 2026 in Bad Orb

Tages- und Gesamtwertung nach dem Prolog

1 DEL TORO Isaac MEX UAE TEAM EMIRATES XRG 00:03:08
2 MAGNIER Paul FRA SOUDAL QUICK-STEP 00:02
3 REX Laurenz BEL SOUDAL QUICK-STEP 00:05
4 HALLER Marco AUT TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:05

5 RACCAGNI NOVIERO Andrea ITA SOUDAL QUICK-STEP 00:06
6 THOMAS Benjamin FRA COFIDIS 00:07
7 TOMAS MORGADO António POR UAE TEAM EMIRATES XRG 00:07
8 CICCONE Giulio ITA LIDL-TREK 00:07
9 DEL GROSSO Tibor NED ALPECIN-PREMIER TECH 00:07
10 MÜLLER Tobias GER UNIBET ROSE ROCKETS 00:07
11 BLOEM Joren NED UNIBET ROSE ROCKETS 00:08
12 POLITT Nils GER UAE TEAM EMIRATES XRG 00:08

13 SORARRAIN AGIRREZABALA Gorka ESP CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:08
14 VAN POPPEL Danny NED RED BULL – BORA – HANSGROHE 00:09
15 VACEK Mathias CZE LIDL-TREK 00:10
16 DEGENKOLB John GER TEAM PICNIC POSTNL 00:10
17 OLDANI Stefano ITA CAJA RURAL-SEGUROS RGA 00:10
18 SCHACHMANN Maximilian GER SOUDAL QUICK-STEP 00:10
19 STIANSEN Jesper NOR TUDOR PRO CYCLING TEAM 00:11
20 BRUTTOMESSO Alberto ITA BAHRAIN VICTORIOUS 00:11

Mittwoch, 19. August, Bad Orb – Mit einem kurzen und schnellen Prolog durch Bad Orb ist die Lidl Deutschland Tour 2026 gestartet. Auf dem 2,6 Kilometer langen Kurs durch die hessische Kurstadt ging es für die Fahrer vom ersten Meter an um jede Sekunde und um den ersten Tagessieg sowie das erste Führungstrikot der diesjährigen Rundfahrt.

Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) bewältigte den technisch anspruchsvollen Kurs am schnellsten und stoppte die Uhr nach 3:08 Minuten. Damit sicherte sich der Mexikaner den Auftaktsieg der Lidl Deutschland Tour. Paul Magnier (Soudal Quick-Step) folgte mit zwei Sekunden Rückstand, während dessen Teamkollege Laurenz Rex (Soudal Quick-Step) mit fünf Sekunden Rückstand das Podium komplettierte.

Auf der kurzen Distanz hieß es Vollgas von Anfang an. Neben maximaler Leistung kam es auf dem Rundkurs auf die richtige Linienwahl an. Entsprechend knapp waren die Abstände zwischen den Favoriten. Tobias Müller (Unibet Rose Rockets) belegte mit sieben Sekunden Rückstand den zehnten Platz und war damit bester Deutscher.

Mit dem Sieg übernimmt Isaac Del Toro zugleich die Führung in der Gesamtwertung und wird am Donnerstag im Führungstrikot zur ersten regulären Etappe starten. Dann führt die Lidl Deutschland Tour über 215,3 Kilometer von Bad Orb nach Schwäbisch Hall.

Tour de Pologne – 2026

1. Etappe: Gdynia – Koszalin – 234 Km


Plomi Foto

1 MILAN Jonathan ITA Lidl-Trek 05:04:11
2 MAGNIER Paul FRA Soudal Quick-Step 00:00
3 HOBBS Noah GBR EF Education-EasyPost 00:00
4 MOLANO Sebastian COL UAE Team Emirates-XRG 00:00
5 THIJSSEN Gerben BEL Alpecin-Premier Tech 00:00
6 GARCÍA CORTINA Iván ESP Movistar Team 00:00
7 HOFSTETTER Hugo FRA NSN Cycling Team 00:00
8 MOSCHETTI Matteo ITA Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:00
9 MEEUS Jordi BEL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:00
10 LØLAND Sakarias Koller NOR Uno-X Mobility 00:00

2. Etappe: Międzyzdroje – Szczecin – 151 Km

1 Milan Jonathan Lidl – Trek 50 50 10″ 3:05:37
2 Magnier Paul Soudal Quick-Step 30 30 6″ ,,
3 Malucelli Matteo XDS Astana Team 25 18 4″ ,,
4 García Cortina Iván Movistar Team 20 13 ,,
5 Skerl Daniel Bahrain – Victorious 15 10 ,,
6 Dehairs Simon Alpecin – Premier Tech 10 7 ,,
7 Zijlaard Maikel Tudor Pro Cycling Team 8 4 ,,
8 Løland Sakarias Koller Uno-X Mobility 6 3 ,,
9 Bogusławski Marceli Poland 3 2 ,,
10 Meeus Jordi Red Bull – BORA – hansgrohe 1 1 ,,
11 Gilmore Brady NSN Cycling Team ,,
12 Thijssen Gerben Alpecin – Premier Tech ,,

3. Etappe: Gorzów Wielkopolski – Zielona Góra – 194 Km

1 MILAN Jonathan ITA Lidl-Trek 04:11:51
2 HOBBS Noah GBR EF Education-EasyPost 00:00
3 ROMELE Alessandro ITA XDS Astana Team 00:00
4 KOGUT Oded ISR NSN Cycling Team 00:00
5 SKERL Daniel ITA Bahrain Victorious 00:00
6 LØLAND Sakarias Koller NOR Uno-X Mobility 00:00
7 THIJSSEN Gerben BEL Alpecin-Premier Tech 00:00
8 DE SCHUYTENEER Steffen BEL Lotto-Intermarché 00:00
9 ZIJLAARD Maikel NED Tudor Pro Cycling Team 00:00
10 GUDMESTAD Tord NOR Decathlon CMA CGM Team 00:00

4. Etappe: Żagań – Karpacz – 176 Km

1 LEMMEN Bart NED Team Visma | Lease a Bike 03:54:45
2 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 00:00
3 LAURANCE Axel FRA Netcompany INEOS 00:14
4 BRENNER Marco GER Tudor Pro Cycling Team 00:14

5 BARRÉ Louis FRA Team Visma | Lease a Bike 00:16
6 BETTIOL Alberto ITA XDS Astana Team 00:16
7 LAPEIRA Paul FRA Decathlon CMA CGM Team 00:16
8 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:16
9 KRON Andreas DEN Uno-X Mobility 00:16
10 DOCKX Aaron BEL Alpecin-Premier Tech 00:20

5. Etappe: Opole – Kocierz – 219 Km


Plomi Foto

1 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates-XRG 04:53:32
2 BRENNER Marco GER Tudor Pro Cycling Team 00:00
3 BARRÉ Louis FRA Team Visma | Lease a Bike 00:04
4 LAURANCE Axel FRA Netcompany INEOS 00:05
5 LAPEIRA Paul FRA Decathlon CMA CGM Team 00:05
6 CHRISTEN Fabio SUI Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:05
7 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:05

8 BETTIOL Alberto ITA XDS Astana Team 00:05
9 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 00:05
10 SOBRERO Matteo ITA Lidl-Trek 00:05

6. Etappe: Bukovina Resort – Bukowina Tatrzańska – 126 Km

1 BARRÉ Louis FRA Team Visma | Lease a Bike 03:09:03
2 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 00:10
3 BRENNER Marco GER Tudor Pro Cycling Team 00:10
4 DVERSNES Fredrik NOR Uno-X Mobility 00:10
5 LAURANCE Axel FRA Netcompany INEOS 00:10
6 LAPEIRA Paul FRA Decathlon CMA CGM Team 00:10
7 SCHACHMANN Max GER Soudal Quick-Step 00:10

8 KRON Andreas DEN Uno-X Mobility 00:10
9 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:10
10 ROMEO Iván ESP Movistar Team 00:10

7. Etappe: Wieliczka – Wieliczka – ITT – 12,4 Km


Plomi Foto

1 KÜNG Stefan SUI Tudor Pro Cycling Team 00:14:25
2 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:04
3 THORNLEY Callum GBR Red Bull-BORA-hansgrohe 00:04

4 ROMEO Iván ESP Movistar Team 00:05
5 SHEFFIELD Magnus USA Netcompany INEOS 00:09
6 BRENNER Marco GER Tudor Pro Cycling Team 00:10

7 KLUCKERS Arthur LUX Tudor Pro Cycling Team 00:11
8 HAYTER Ethan GBR Soudal Quick-Step 00:14
9 SHMIDT Artem USA Netcompany INEOS 00:14

10 BAX Sjoerd NED Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 00:16
11 SOBRERO Matteo ITA Lidl-Trek 00:18
12 VLASOV Aleksandr RUS Red Bull-BORA-hansgrohe 00:18
13 BETTIOL Alberto ITA XDS Astana Team 00:19
14 BJERG Mikkel DEN UAE Team Emirates-XRG 00:20
15 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates-XRG 00:20

Endstand:


Plomi Foto

1 BRENNER Marco GER Tudor Pro Cycling Team 24:33:49
2 FISHER-BLACK Finn NZL Red Bull-BORA-hansgrohe 00:10

3 ROMEO Iván ESP Movistar Team 00:16
4 BARRÉ Louis FRA Team Visma | Lease a Bike 00:19
5 LEMMEN Bart NED Team Visma | Lease a Bike 00:20
6 SCARONI Christian ITA XDS Astana Team 00:22
7 CHRISTEN Jan SUI UAE Team Emirates-XRG 00:25
8 SOBRERO Matteo ITA Lidl-Trek 00:28
9 BETTIOL Alberto ITA XDS Astana Team 00:30
10 VLASOV Aleksandr RUS Red Bull-BORA-hansgrohe 00:34
11 LAPEIRA Paul FRA Decathlon CMA CGM Team 00:40
12 LUTSENKO Alexey KAZ NSN Cycling Team 00:48
13 KRON Andreas DEN Uno-X Mobility 00:52
14 DONOVAN Mark GBR Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team 01:03
15 LEKNESSUND Andreas NOR Uno-X Mobility 01:07

Starkes Finale in Polen: Fisher-Black stürmt am letzten Tag aufs Podium
Finn Fisher-Black hat die Tour de Pologne als Zweiter beendet. Dem Neuseeländer gelang das mit einem starken Abschluss-Zeitfahren, das er ebenso als Zweiter beendete – zeitgleich mit Callum Thornley.
Wie so oft entschieden bei der Polen-Rundfahrt nur wenige Sekunden über den Ausgang des Rennens. Die ersten 13 Profis lagen nach sieben Etappen innerhalb von einer Minute.

Finn und Aleks in den Top 10 der Gesamtwertung
Auf Gesamtsieger Marco Brenner fehlten Finn am Ende zehn Sekunden, auf den Tagessieg im 12,5 Kilometer langen Abschlusszeitfahren waren es vier Sekunden auf Stefan Küng. Damit war er einen Wimpernschlag schneller als Callum, der Tagesdritter wurde. In der Gesamtwertung machte Aleksandr Vlasov die Top 10 rund.

Ich hoffe, dass Polen der Auftakt für eine gute Restsaison ist.
Finn Fisher-Black

Nach drei Flachetappen, auf denen sich Jordi Meeus und Danny van Poppel nicht so gut wie erhofft in Szene setzen konnten, folgten die klassementrelevanten Tage. Auf den drei hügeligen Etappen war Finn immer in Schlagdistanz zu den Besten, wenngleich es nicht ganz für einen Etappensieg reichte. Platz acht, sieben und wieder acht brachten Finn vor dem abschließen Zeitfahren auf Rang sechs in der Gesamtwertung.
Neun aus Zehn – kein Team ist konstanter
Die gute Ausgangsposition nutze der 24-Jährige schließlich für den Sprung aufs Podium. Finns Konstanz in Polen ist dabei beispielhaft für die von Red Bull – BORA – hansgrohe im Saisonverlauf. Bei neun der zehn WorldTour-Rundfahrten in Europa, die beiden Grand Tours eingeschlossen, stand ein Fahrer des Teams auf dem Podium. Diese Bilanz kann keine andere Mannschaft vorweisen.

Finn Fisher-Black: „Ich hatte eine gute Woche in Polen. An den hügeligen Tagen war ich immer mit vorn dabei und hatte damit eine gute Ausgangsposition für das Zeitfahren, auf das wir von Anfang an ein Auge geworfen hatten. Ich kann mit dem Ausgang zufrieden sein. Vor allem nach einem nicht ganz einfachen Jahr mit einigen Ups und Downs. Ich hoffe, dass Polen der Auftakt für eine gute Restsaison ist.“
Cesare Benedetti, Sportlicher Leiter:
„Wir sind mit mehreren Zielen hier nach Polen gekommen, in erster Linie ging es aber mit Finn um die Gesamtwertung. An den ersten drei Tagen wollten wir mit Jordi um Tagessiege sprinten. Wir waren da im Finale immer dabei, der Sprint hat dann aber nicht richtig funktioniert. An den hügeligen Tagen waren wir immer wettbewerbsfähig, hätten mit Finn auch gerne eine Etappe mitgenommen. Wir konnten fast alles umsetzen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Nach sechs Etappen war der Abstand zum Podium dann recht klein. Wir wussten also um unsere Chance für das Podium, aber auch, dass es für den Gesamtsieg schwierig wird. Aber Finn hat ein wirklich starkes Zeitfahren abgeliefert, genau wie Callum. Wir hatten eine gute Atmosphäre und auch eine gute Teamleistung. Polen ist eine WorldTour-Rundfahrt, das gerät manchmal in Vergessenheit. Da ist ein Podium nie leicht.

113. Tour de France – 21. Etappe: Paris Champs-Élysées – Paris Champs-Élysées – 89 Km

Mathieu van der Poel rettet sich vor Sprintern


Plomi Foto

Mathieu van der Poel (Alpecin) gewann auf der Champs-Élysées die abschließende 21. Etappe der Tour de France 2026. Der 31-jährige Niederländer setzte sich mit Tadej Pogacar (UAE) an der letzten von 3 Montmartre-Passagen 11 Kilometer vorm Ziel ab. Als sich das Verfolgerfeld von hinten näherte, fand van der Poel einen halben Kilometer vor der Linie irgendwo noch einen Raketenschub. Die Sprinter zogen an Pogacar vorbei – mit van der Poels Teamkollegen Jasper Philipsen an der Spitze.

Philipsen überholte Mads Pedersen (Lidl) und kam noch unter eine Radlänge an van der Poel heran. Da hob Philipsen den Zeigefinger in der Höhe, um den Doppelerfolg zu zelebrieren. Van der Poel war für jeden Jubel zu erschöpft, es ist unglaublich, wie sehr er über sein Limit gehen kann. Hinter Pedersen kamen Kanter (XDS) und Kooij (Decathlon) auf den 4. und 5. Platz. Damit entwickelte sich ein Krimi auf den letzten Metern der Tour de France 2026 um Etappensieg in Paris.

Ergebnis
1. Mathieu van der Poel (NED) – Alpecin-Premier Tech 1:58:49

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Premier Tech
3. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM
6. Matej Mohoric (SLO) – Bahrain Victorious
7. Rick Pluimers (NED) – Tudor
8. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies
9. Milan Fretin (BEL) – Cofidis alle
10. Clément Russo (FRA) – Groupama-FDJ
11. Biniam Girmay (ERI) – NSN
12. Jasper Stuyven (BEL) – Soudal-Quick Step gleiche
13. Michael Matthews (AUS) – Jayco-Alula
14. Filippo Ganna (ITA) – Netcompany-Ineos
15. Huub Artz (NED) – Lotto-Intermarché Zeit
– 158 Fahrer klassiert.

Die Zeit wurde jedoch schon vor den 3 Montmartre-Runden genommen. Damit stand der 5. Gesamtsieg durch Tadej Pogacar fest, und der 27-jährige Slowene zu den Rekordsiegern Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain auf. Armstrong hatte danach sogar auf 7 erhöht, bekam wegen Dopings aber alle Gesamtsiege gestrichen. So jung wie Pogacar war beim 5. Gesamtsieg noch niemand. Der finale Vorsprung vor Evenepoel (Red Bull) betrug 6:26 Minuten.


Plomi Foto

Endklassement der Tour de France 2026
1. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 73:56:26
2. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora +6:26

3. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG +9:42
4. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +11:56
5. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +13:02
6. Mattias Skjelmose (DEN) – Lidl-Trek +14:59
7. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +17:48
8. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost +20:00
9. Tom Pidcock (GBR) – Q36.5 Pinarello +29:28
10. Jordan Jegat (FRA) – Totalenergies +33:21
11. Yannis Voisard (SUI) – Tudor +38:02
12. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X +56:37
13. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike +1:02:23
14. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +1:03:43
15. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora +1:23:28
16. Nicolas Prodhomme (FRA) – Decathlon-CMA CGM +1:25:01
17. Tiesj Benoot (BEL) – Decathlon-CMA CGM +1:32:56
18. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:35:38
19. Sean Quinn (USA) – EF Education-Easypost +1:47:05
20. Egan Bernal (COL) – Netcompany-Ineos +1:47:58
21. Adam Yates (GBR) – UAE-XRG +1:51:59
22. Thymen Arensman (NED) – Netcompany-Ineos +2:02:42
23. Carlos Verona (ESP) – Lidl-Trek +2:05:22
24. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:11:09
25. Derek Gee-West (CAN) – Lidl-Trek +2:12:59

158. Cees Bol (NED) – Decathlon-CMA CGM +6:22:08
– 184 Teilnehmer, davon 158 klassiert.

Grünes Trikot
1. Mads Pedersen (DEN) – Lidl-Trek 559 p.

2. Jasper Philipsen (BEL) – Alpecin-Deceuninck 475
3. Biniam Girmay (ERI) – NSN 367
4. Max Kanter (GER) – XDS-Astana 289
5. Olav Kooij (NED) – Decathlon-CMA CGM 246
6. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 198
7. Søren Wærenskjold (NOR) – Uno-X 159
8. Remco Evenepoel (BEL) – Red Bull-Bora 157
9. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 143
10. Anthony Turgis (FRA) – Totalenergies 139

Bergtrikot (weiß mit roten Punkten)
1. Richard Carapaz (ECU) – EF Education-Easypost 156 p.

2. Tadej Pogacar (SLO) – UAE-XRG 100
3. Valen. Paret-Peintre (FRA) – Soudal-Quick Step 99
4. Sepp Kuss (USA) – Visma-Lease a Bike 55
5. Remco Evenepoel (BEL) – Red-Bull Bora 50
6. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious 41
7. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 40
8. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM 36
9. Tobias Johannessen (NOR) – Uno-X 29
10. Jai Hindley (AUS) – Red Bull-Bora 28

Jungprofi-Wertung (weißes Trikot)
1. Isaac del Toro (MEX) – UAE-XRG 74:06:08

2. Paul Seixas (FRA) – Decathlon-CMA CGM +2:14
3. Lenny Martinez (FRA) – Bahrain Victorious +3:20
4. Juan Ayuso (ESP) – Lidl-Trek +8:06
5. Davide Piganzoli (ITA) – Visma-Lease a Bike +54:01
6. Quinn Simmons (USA) – Lidl-Trek +1:25:46
7. Matthew Riccitello (USA) – Decathlon-CMA CGM +2:01:27
8. Pablo Castrillo (ESP) – Movistar +2:22:01
9. Raul Garcia Pierna (ESP) – Movistar +2:42:50
10. Kévin Vauquelin (FRA) – Netcompany-Ineos +2:51:35

Teamwertung
1. Lidl-Trek 224:57:43
2. UAE-XRG +36:57
3. Red Bull-Bora-Hansgrohe +1:06:22

4. Decathlon-CMA CGM +1:47:44
5. Visma Lease a Bike +2:18:03

Als kämpferischster Fahrer der gesamten Tour de France 2026 wurde per Jury-Entscheid Richard Carapaz (EF) ausgezeichnet, als bester Teamfahrer mehr als verdient Quinn Simmons.

#5: Pogacar wie gewohnt unfassbar überlegen

Tadej Pogacar (UAE) stieg bei der Tour de France 2026 in den Club der 5-fach-Rekordsieger auf. Der 27-jährige Slowene präsentierte sich wie gewohnt unfassbar überlegen. Auf einer frühen Pyrenäen-Etappe versenkte er mit einem 43-Kilometer Solo bereits die Konkurrenz und setzte unter anderem in Alpe d’Huez mit einem Triumph in Rekordzeit noch einen drauf. Remco Evenepoel (Red Bull) fuhr auf den 2. Gesamtplatz 6:26 Minuten hinter Pogacar. Aufs Podest kam außerdem Pogacars Teamkollege Isaac del Toro.

Die meisten Etappensiege gingen natürlich auch an Pogacar, der 5-mal zuerst über die Ziellinie fuhr. Dabei verschenkte er sogar noch weitere Siegchancen zugunsten von del Toro. Unter den Sprinter war Tim Merlier (Soudal) 3-mal erfolgreich. Das Grüne Trikot ging aber an Mads Pedersen (Lidl), der nicht in den Massenankünften, sondern vor allem bei den Zwischensprints viel investierte und groß abräumte.

Das 2. Mal das Bergtrikot holte sich Richard Carapaz (EF), der wie Mathieu van der Poel (Alpecin) und Evenepoel 2 Tagessiege einfuhr. Das weiße Trikot des besten Jungprofis nahm del Toro mit – wie beim 3. Platz in der Gesamtwertung 2:14 Minuten vor den französischen Jungstar Paul Seixas (Decathlon).

Jonas Vingegaard (Visma) schied auf Platz 2 liegend, aber da schon mit großem Rückstand auf Pogacar, mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Er hatte die 5 Jahre zuvor immer den 2. oder 1. Platz hinter oder vor Pogacar belegt. Auch der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull) schied sturzbedingt mit der gleichen Verletzung aus.