Tour de France: Näher an Gelb als je zuvor

Die Tour de France 2026 geht als bisher erfolgreichste in die Geschichte von Red Bull – BORA – hansgrohe ein. Sie hat gezeigt, dass der Weg an die Spitze kein Traum mehr ist.
Von: RBH

Mutig denken, große Ziele haben: Das ist seit jeher das Credo von Ralph Denk, Teamgründer und CEO von Red Bull – BORA – hansgrohe. Die Tour de France 2026 hat das einmal mehr unter Beweis gestellt. Zwei Etappensiege, vor allem aber auch Platz zwei in der Gesamtwertung mit Remco Evenepoel sind das Resultat dieser Tour.
Ralph Denk


Plomi Foto

„Wir haben uns in den letzten Jahren vom siebten auf den fünften, vierten, dritten und nun zweiten Platz vorgearbeitet. Letztendlich war es eine großartige Tour für uns und ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne“, sagte Ralph. „Meinen Traum habe ich mir aber noch nicht verwirklicht.“
Diesen Traum, der schon existierte, als er 2010 mit Team NetApp den Grundstein für das heutige Red Bull – BORA – hansgrohe legte. „Mein Traum ist es, in Paris in Gelb anzukommen. Wir kommen dem näher, aber wir sind noch nicht ganz da. Das ist es, was mir Energie gibt und das gesamte Projekt weiter vorantreibt.“
Veränderungen aus dem vergangenen Herbst greifen
Allen ist klar: Solange der beste Fahrer der vergangenen 50 Jahre – vielleicht sogar aller Zeiten – auf seinem Höhepunkt ist, bleibt der letzte Schritt eine Mammutaufgabe. „Im Moment ist es mit Tadej Pogačar noch ein weiter Weg. Er spielt in einer anderen Liga“, weiß auch Ralph. „Aber wir müssen auf den Moment vorbereitet sein, in dem er nicht in Bestform ist. Wir können uns nur bestmöglich vorbereiten, dann das Rennen fahren und sehen, was passiert.“

Es war eine großartige Tour für uns und ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne.
Ralph Denk

Wie schnell auch ein Sturz alle Pläne durchkreuzen kann, mussten dieses Mal gleich zwei Tour-Podiumsfahrer aus dem Vorjahr erleben, neben Jonas Vingegaard auch einer aus dem eigenen Stall. „Ich bin immer noch traurig wegen Florian, denn ich bin fest davon überzeugt, dass er eine große Bereicherung gewesen wäre, besonders am letzten Wochenende.“
Davon unberührt bleibt dennoch ein ausschlaggebender Punkt, den auch Ralph sieht: „Seit den Veränderungen, die wir im letzten Herbst vorgenommen haben, haben wir uns in einigen Bereichen nochmal verbessert.“

Alle Herausforderungen gemeistert
Selbst Teil dieser Veränderungen war Zak Dempster. Vor vielen Jahren bereits als Profi im Team, ist er mittlerweile als Chief of Sports Teil des Managements. Und auch er sagt: „Ich denke, es war eine Tour, in der wir echte Fortschritte gemacht und im Laufe des Rennens an Schwung gewonnen haben. Jetzt kann jeder sehen, dass wir von mehr träumen können. Es ist nicht mehr nur eine Idee oder etwas, das in weiter Ferne liegt – es ist etwas, das wir wirklich anstreben können.“
Zak Dempster

Mehr meint in diesem Fall das, was auch der große Traum von Ralph vorsieht. „Diese Tour hat gezeigt, dass wir ernsthaft davon träumen können, dieses Rennen eines Tages zu gewinnen. Wir alle glauben, dass wir das Know-how, die Fahrer und die Ressourcen haben, um echte Anwärter zu sein“, sagt Zak.

Eine der großen Lehren aus dieser Tour, die künftige Grand Tours beeinflussen kann: der Umgang mit den Herausforderungen, die das Team zu meistern hatte – „und wir hatten unterwegs jede Menge Challenges. Nicht nur im Rennen selbst, sondern auch als Team. Was mich am meisten beeindruckt hat, war, wie schnell wir wieder zusammenfinden, uns abstimmen und gemeinsam vorankommen konnten. Das hat diese Tour für uns wirklich geprägt. Wir haben ein echtes Team gesehen, und darauf werden wir aufbauen.“